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Buchbesprechnungen

Autor: Beat W. Meier

  1. 4

    Patriot: VBS nimmt Verhandlungen für zweites System auf und zahlt weiter...

    Heute am 24. Juni 2026 hat der Bundesrat beschlossen, die gestoppten Patriot-Zahlungen wieder aufzunehmen, ausdruecklich auch, um die F-35-Beschaffung nicht zu gefaehrden. Die Schweiz hat 650 Mio. Franken angezahlt, wartet aber auf eine Lieferung ohne garantierten Termin - wegen Ukraine-Priorisierung und Iran-Krieg-Nachfrage mindestens fuenf Jahre Verzug. Als die Schweiz die Zahlungen stoppte, umgingen die USA den Stopp ueber den gemeinsamen FMS-Fonds und leiteten ueber 100 Mio. aus den F-35-Geldern zu Patriot um. Der Beitrag zieht die Lehre aus der F-35-Abhaengigkeit und fordert ITAR-freie, europaeische Systeme (SAMP/T, IRIS-T, Skynex) - den Weg, den der Bundesrat mit seinem eigenen 90-Prozent-Beschluss vorgegeben und nun konterkariert hat. Kernpunkte: 650 Mio. angezahlt / >=5 Jahre Verzug . Zahlungsstopp via FMS-Fonds umgangen (>100 Mio. umgeleitet) . Patriot bis 50 % teurer . F-35-Falle (Radar/SATCOM/Link-16/Festpreis) . Loesung ITAR-frei + europaeisch . Selbstwiderspruch zum 90-%-Beschluss. Herausforderungen und Lösungsansätze.

  2. 3

    Gefangen im US-Rüstungssystem: Die sicherheitspolitische Falle der Schweiz

    In dieser Folge von Swiss Politics geht es um die wachsende sicherheitspolitische Abhängigkeit der Schweiz von den USA – und um die Frage, warum Bern deutlich vorsichtiger reagiert als andere europäische Staaten. Während Italien, Kanada und Schweden zunehmend auf europäische oder eigene Rüstungslösungen setzen, bleibt die Schweiz durch bestehende Verträge, das amerikanische Foreign-Military-Sales-System und den engen Zeitplan beim Ersatz der F/A-18 stark gebunden. Im Zentrum stehen die verschobene Lieferung der Patriot-Systeme, mögliche Mehrkosten, die Reduktion der F-35-Bestellung sowie die politische Debatte über europäische Alternativen. Gleichzeitig zeigt die Folge, dass sich hinter den Kulissen bereits eine Wende abzeichnet: Der Bundesrat prüft zusätzliche europäische Luftverteidigungssysteme wie IRIS-T und Skynex, und die Schweiz ist Teil der European Sky Shield Initiative. Das Fazit der Episode: Die Schweiz muss ihre sicherheitspolitische Souveränität ernster nehmen. Neutralität bedeutet nicht Passivität, sondern die Fähigkeit, selbstbestimmt zu entscheiden, auf welche Partner und Systeme sie ihre Verteidigung stützt. Herausforderungen und Lösungsansätze.

  3. 2

    Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Menschheit

    Die Buchvorstellung zum Anhören — rund 15 Minuten über fünf Epochen, zwei Zukünfte und eine Zahl, die man nicht mehr vergisst. Beat W. Meier erzählt 45 Jahre KI-Geschichte aus erster Hand: von den ersten Informatik-Vorlesungen an der ETH Zürich 1981 über den KI-Winter bis zur Singularität 2026. Und er rechnet vor, warum in wenigen Jahrzehnten rund 45 Prozent der Bevölkerung ihr Einkommen nicht mehr aus eigener Kraft bestreiten können — und welche Lösungsansätze es gibt: eine Bürgerdividende statt klassischer Sozialwerke und echtes Eigentum an den eigenen Daten. Das Buch «Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Menschheit — Wie Algorithmen unsere Welt verändern und was wir für morgen lernen müssen» ist als eBook und als Printausgabe mit über zwanzig Infografiken erhältlich. Buchseite: https://beat-w-meier.ch/buecher/der-goldene-kaefig/ Amazon: https://www.amazon.de/dp/B0GWXFHDGD Apple Books: https://books.apple.com/us/book/id6762073394 Herausforderungen und Lösungsansätze.

  4. 1

    Bewaffnete Neutralität — Ein neues Verteidigungskonzept für die Zukunft der Schweiz

    Ein neues Verteidigungskonzept für die Zukunft der Schweiz · Benjamin Gafner und Beat Meier Kann sich die Schweiz noch verteidigen? Die ehrlichste Antwort geben ihre eigenen Armeechefs — und sie lautet nein. Dieses Buch nimmt das ernst und sagt, was zu tun ist. Von einst rund 860 Kampfpanzern sind 134 geblieben, die Artillerie ist um 97 Prozent geschrumpft, und die Verantwortlichen sprechen es inzwischen selbst aus: Die Schweiz kann sich nicht mehr aus eigener Kraft verteidigen. «Bewaffnete Neutralität» nimmt diesen Befund ernst, ohne Angst zu schüren, und stellt die alte Frage neu — nicht, wie viel Militär die Neutralität verträgt, sondern was sie braucht, um nicht zur leeren Etikette zu werden. Denn nur wer glaubwürdig verteidigungsfähig ist, wird gar nicht erst angegriffen. Die Antwort der beiden Autoren ist kein Klagelied, sondern ein Bauplan. Auf eine schonungslose Lagebeurteilung — mit einer Analyse der russischen Kriegswirtschaft und einem Blick auf das Jahr 2036, in dem der Mensch autonomen, KI-gesteuerten Waffensystemen kategorisch unterlegen sein wird — folgt ein Phasenplan mit Prioritäten, Zuständigkeiten und Preisschildern: von Sofortmassnahmen über ein unsichtbares Sensornetz aus passiven Radaren bis zu einer Beschaffung, die das «Goldrandsyndrom» ablegt. Jede Zahl ist belegt, jeder Vorschlag durchgerechnet. Benjamin Gafner hat das kommen sehen: Schon 2007 warnte er in «Armee am Abgrund» vor einer Armee, die sich selbst aushöhlt — und behielt in jedem Punkt recht. Zusammen mit Beat Meier zieht er nun die Konsequenz. Das Buch richtet sich ausdrücklich nicht an Fachleute, sondern an die Stimmberechtigten, die demnächst über den Zahlungsrahmen der Armee, ihre Finanzierung und die Neutralität selbst abstimmen. Es verlangt weder den Beitritt zu einem Bündnis noch verklärt es den Alleingang: Es zeigt die Neutralität als Handlungsspielraum, nicht als Passivität. Was fehle, schreiben die Autoren, sei nicht Technologie, sondern Entschluss. Ihr Buch liefert die Grundlage dafür — zahlengesättigt, mit Quellen belegt, ohne Alarmismus und ohne Wunschdenken nach beiden Seiten. Es endet mit dem Satz, der das ganze Programm fasst: Die Schweiz kann es schaffen. Sie muss nur wollen. 📖 Zum Buch: https://beat-w-meier.ch/buecher/bewaffnete-neutralitaet/ Herausforderungen und Lösungsansätze.

  5. 0

    Buchbesprechung

    In der Buchbesprechung zu Milliarden im Nebel von Beat Meier geht es um die Frage, warum die Schweizer Rüstungsbeschaffung seit Jahrzehnten immer wieder von Kostenexplosionen, technischen Problemen und mangelnder Transparenz geprägt ist. Anhand historischer Beispiele wie der Mirage-Affäre, dem Panzer 68, der Drohnenbeschaffung ADS 15 und dem F-35-Projekt zeigt das Buch, dass es sich nicht nur um einzelne Fehlentscheidungen handelt. Vielmehr werden strukturelle Schwächen sichtbar: fehlende Kontrolle, politische Abhängigkeiten und ein System, das Warnsignale oft zu spät oder gar nicht ernst nimmt. Die Besprechung beleuchtet deshalb nicht nur die geschilderten Skandale, sondern auch die zentrale Frage, welche Folgen solche Beschaffungsprobleme für Demokratie, Steuergelder und die Sicherheit der Schweiz haben. Herausforderungen und Lösungsansätze.

  6. -1

    Milliarden im Nebel / Alle Kapitel

    Schweizer Rüstungsbeschaffung – und was sich ändern muss . «Der Fixpreis wird eingehalten werden. Es kann keine Nachforderungen geben.» So versicherte es die Bundesrätin dem Parlament. Drei Jahre später teilten die USA mit: Der Festpreis war ein Missverständnis. Mehrkosten: bis zu 1,3 Milliarden Dollar. Die Schweiz reduzierte ihre Bestellung — weniger als 36 Jets für mehr Geld. Das wäre skandalös genug. Aber es ist nur das jüngste Kapitel einer Geschichte, die 1964 begann. Milliarden im Nebel zeichnet sechs Jahrzehnte Schweizer Rüstungsbeschaffung nach — von der Mirage-Affäre, als das Parlament einen Nachtragskredit von 576 Millionen Franken bewilligen musste, über den Pannenpanzer 68, dessen Heizung selbständig Schüsse auslöste und der trotzdem vier Mal nachbestellt wurde, bis zur Drohnen-Odyssee: vierzig Jahre zwischen Bedarfsformulierung und Einsatzbereitschaft. In jedem Fall dasselbe Muster. Dieselbe Struktur. Dieselben Folgen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle warnte — das Departement lehnte ab. Die GPK untersuchte — niemand zog Konsequenzen. armasuisse forderte unterlegene Anbieter auf, ihre Evaluationsdaten zu vernichten — vor der Parlamentsdebatte. Ein Risikomanager bat um Entlassung aus seiner Funktion, weil er die fachlichen Anforderungen nicht verstand — und arbeitete ein weiteres Jahr weiter. Beat Meier, dessen beruflicher Weg bei der Gruppe für Rüstungsdienste in Thun (Vorläuffer der armasuisse) begann, stellt die Frage, die niemand stellen will: Warum wiederholt sich das? Seine Antwort ist unbequem — und präzise belegt: Das Problem ist nicht Böswilligkeit. Das Problem ist die Struktur. Eine Behörde, die ihrem Auftraggeber unterstellt ist, kann strukturell nicht leisten, was eine unabhängige Fachbehörde leisten würde. Das Buch verbindet zwei Erzählebenen. Im Sachtext: die lückenlos belegte Analyse mit Parlamentsprotokollen, EFK-Berichten und erstmals zusammengeführten Quellen. In kurzen Romanszenen: Madeleine Favre, eine fiktive Bundeshaus-Sekretärin, die von 1974 bis 2026 Zeugin wird — des immer gleichen Musters, der immer gleichen Sätze am Rand der Akten. Milliarden im Nebel endet nicht mit einem Befund, sondern mit einem Weg: der konkreten Reform, die die Schweiz bei der Nuklearaufsicht, der Finanzmarktaufsicht und der Heilmittelkontrolle längst vollzogen hat — und die bei der Stelle, die jedes Jahr über zweieinhalb Milliarden Franken ausgibt, nie auch nur erwogen wurde. Sechs Jahrzehnte. Mindestens 3,6 Milliarden Franken an dokumentierten Verlusten. Und eine Frage: Wie lange noch? Herausforderungen und Lösungsansätze.

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