PODCAST · arts
Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS
by Anne Solveig und Erina Wissing
Willkommen bei den Bunnybrains. Wir sind Anne und Erina und wir sprechen in unserem Podcast über das Schreiben. Meistens. Manchmal auch über andere Dinge. Wie zum Beispiel Eichhörnchen.Wir gehen kompakt und auf den Punkt in die Tiefe. Unsere Gespräche finden auf Augenhöhe mit unseren Hörer:innen statt. Wir wissen es schließlich auch nicht besser. Der Podcast erscheint immer montags. Wenn wir es nicht vergessen.Mehr Info: www.bunnybrains.deInstagram: @bunnybrains.podcast
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#80 Stolz | Warum empfinden wir Stolz und wie gehen wir damit um?
Stolz hat viele verschiedene Facetten. Manche Menschenempfinden Stolz, wenn sie eine Herausforderung gemeistert haben oder Teil von einer Gruppe sind, mit der sie sich identifizieren. Andere sind stolz auf Besitztümer, die sie sich erarbeitet haben. Man kann stolz darauf sein, wer manist und wie man sich entwickelt hat oder sogar auf die Erfolge einer Person, die einem nahesteht. Doch was genau ist „Stolz“? Und welchen Zweck erfüllt er für das Individuum? In dieser Folge sprechen wir über unsere eigenen Erfahrungen mit Stolz, wo wir ihn empfinden und wo wir Schwierigkeiten damit haben, welchen Zweck er erfüllt und wo er schädlich sein kann. Ein Hinweis: Leider war mein Mikrofon bei dieser Folge nichtganz richtig eingestellt und übersteuert, wenn ich zu angeregt diskutiere. Natürlich bin ich nicht stolz darauf, aber das ist kein Grund, euch die Folge vorzuenthalten, nicht wahr?Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#79 Hässliche Gefühle | Wie geht man mit Missgunst, Verbitterung, Arroganz etc. um?
Ich bin neidisch. Diesen Satz habe ich in letzter Zeit öfter gehört, vorgebracht wie eine Enthüllung. Ich traue mich das jetzt zuzugeben. Aber Neid ist ja auch ein wichtiges Gefühl. Es zeigt uns, was wir wollen. Und ich bin ja auch nur neidisch, nicht missgünstig. Da ist es: Missgunst, ein Gefühl, für dass wir uns schämen sollten. In einer Reihe mir Verbitterung. Verachtung. Häme. Es gibt Gefühle, die sind so hässlich, dass wir sie besser verstecken. Gefühle, die als Makel gelten, als würde man mit ihnen zugeben, eine dunkle Seite zu haben.In dieser Folge sprechen wir über diese hässlichen Gefühle. Warum haben wir sie? Was wollen sie uns sagen? Und wie gehen wir mit ihnen, ohne sie wegzudrücken, aber auch ohne uns oder anderen damit zu schaden?Eine kurze Anmerkung: Wir sind keine Therapeutinnen oder ausgebildete Psychologinnen. Wir schildern hier nur unsere Sicht auf das Thema, wie es uns damit geht und was wir uns angelesen haben. Drei Gedanken aus der Folge:Hässliche Gefühle wie Missgunst, Groll oder Verachtung sind starke Gefühle, die sich oft über eine längere Zeit entwickeln. Sie zeigen uns sehr klar, dass etwas nicht stimmt, weisen auf ein unerfülltes Bedürfnis hin, eine Bedrohung, ein Gefühl von Ungerechtigkeit oder ein bröckelndes Selbstbild. Sie haben eine Schutzfunktion, auch wenn sie sich nicht schön anfühlen.Wir sprechen selten über diese Gefühle und wenn, dann neigen wir dazu, eine harmlosere, akzeptiertere Variante zu nutzen, wie Neid, Schadenfreude oder sauer auf jemanden sein. Hässliche Gefühle passen nicht zu dem Bild, das wir von uns zeigen wollen. Und es ist auch nicht immer hilfreich, jederzeit über diese Gefühle zu sprechen, weil sie insbesondere zwischenmenschlich bei Konfrontation große Problemfelder aufmachen können. Sie einfach zu ignorieren hilft aber in der Regel auch nicht.Es geht nicht darum, hässliche Gefühle einfach nur auszuhalten oder ihnen blind nachzugeben, sondern darum, sie zu verstehen. Welches Bedürfnis steckt dahinter? Braucht es eine Grenze, ein Gespräch, eine innere Klärung oder einfach Akzeptanz? Nicht jedes Gefühl verlangt Handlung. Aber jedes Gefühl verdient Aufmerksamkeit. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorin Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#78 Abbrechen | Wie entscheidet man, wann es an der Zeit ist, etwas loszulassen?
Ende gut, alles gut? So einfach ist es leider nicht. VieleDinge, die man anfängt, verlieren im Laufe des Weges an Glanz oder Sinnhaftigkeit – das Schreibprojekt läuft ins Leere und wird uninteressant, der Urlaub wird zur gesundheitlichen Belastung, das Hobby erfüllt einen nicht mehr.Viele Menschen mit Neuridivergenz haben schon früh gehört, sie sollen doch „mal etwas zuende bringen“ und „nicht immer gleich das Handtuch schmeißen.“ Das führt zu Unsicherheit – wann ist es in Ordnung, etwas abzubrechen? Und wann gibtman einfach zu früh auf?Wir sprechen in dieser Folge über unsere eigenenErfahrungen. Haben wir schon einmal Projekte abgebrochen? Welche (guten und schlechten) Gründe gibt es, ein Projekt/Vorhaben/usw. abzubrechen? Wie entscheidet man, ob man etwas abbricht oder ob es sich lohnt, doch dran zubleiben? Wann ist etwas wirklich "abgebrochen"?Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#77 Erwartungen | Wie geht man damit um, wenn alles anders kommt, als geplant?
Da malt man sich in schönstem Detail aus, wie eine perfekte Zukunft aussehen könnte. Die nächste Reise bei strahlendem Sonnenschein ans Meer. Das Schreiben des nächsten Romans, bei dem die Geschichte einfach nur so aus einem herausfließt. Oder den perfekten Job, für den man sich gerade bewirbt. Und dann kommt alles anders als geplant. Wir sprechen in dieser Folge über das Thema Erwartungen. Warum haben wir sie? Was ist gut und schlecht daran? Wie geht man damit um, wenn die Erwartungen enttäuscht werden und sollten wir uns angewöhnen realistischere Erwartungen zu haben? 3 Punkte aus der Folge:Erwartungen kommen in vielen verschiedenen Formen: Sie können Wünsche sein, Pläne, Anspruch oder Visionen. Wir können Erwartungen an andere Menschen haben, an Situationen oder auch an uns selbst. Insbesondere wenn wir Erwartungen an andere Menschen haben, ist Kommunikation wichtig. Denn wenn eine andere Person nicht weiß, was wir uns von ihr wünschen, wie soll sie diesen Wünschen dann nachkommen?Erwartungen zu haben hat eine Reihe von Vorteilen: Sie geben uns Orientierung, Sinn, Motivation und Sicherheit. Auf der anderen Seite können Erwartungen aber auch dazu führen, dass wir in der Planungsphase steckenbleiben, starr und unflexibel sind, oder auf eine Situation viel zu viel Druck laden. Wichtig ist, wie so oft, eine gute Balance. Um nicht enttäuscht zu sein, wenn etwas anders kommt, als wir erwartet haben (was häufiger der Fall sein wird, als uns lieb ist), hilft es, Erwartungen eher als Hypothesen zu betrachten, als als Prognosen. Weil Erwartungen auch viel mit der eigenen Identität zu tun haben, hilft es, das nicht-Eintreten einer solchen Hypothese nicht als persönliches Scheitern zu betrachten, sondern als Erfahrung. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#76 Buchmesse mit ADHS | Warum tut man sich das an? (mit Hanna Bergmann)
Jedes Jahr findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Dieses Jahr waren wir auch wieder dabei, um Bücher zu kaufen, zu quatschen und vor allem um uns selbst zu motivieren, weiter an unseren Projekten zu arbeiten. Zu dritt haben wir für die Dauer der Messe eine kleine Autorinnen-WG gegründet. Und zum Abschluss der Messe unterhalten wir uns mit unserer Messe-Mitbewohnerin und Autorin Hanna Bergmann noch einmal über unsere Messe-Erfahrung, das was uns gefallen hat, und warum die Messe trotzdem schwierig ist. Die Buchmesse ist für mich immer wieder eine ambivalente Erfahrung. Wir haben in dieser Folge über viele Themen gesprochen, die uns auch auf der Messe beschäftigt haben. Drei Punkte fasse ich nochmal für euch zusammen:Die Buchmesse verbindet uns mit unserem Autorinnensein. Nicht nur, weil wir die vielen Bücher sehen und hoffen, dass unsere Bücher auch irgendwann mal hier vertreten sein werden, sondern vor allem, weil wir beobachten, Gespräche führen, Diskussionsrunden lauschen. Und weil Themen aufkommen, über die wir uns dann stundenlang unterhalten können.Die Messe gibt uns Orientierung, wer wir in der Buchbubble sein wollen. Wir treffen Vorbilder und sehen, was uns nicht gefällt. Wir sammeln Anekdoten und profitieren so von den Erfahrungen anderer in der Buchwelt.Es kann wahnsinnig anstrengend sein, an der Buchmesse teilzunehmen, insbesondere, wenn man versucht, alles mitzunehmen. Spoiler: Man verpasst immer mehr, als man erlebt. Statt möglichst viel erleben zu wollen, heißt es priorisieren, um die Messe zur besten Erfahrung zu machen.» Hanna auf Instagram: @hanna_tipptDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#75 Räume | Wie wirken Feng Shui und co. bei ADHS?
Die Räume, in denen wir uns bewegen, beeinflussen auch unser Innenleben. Dabei spielen sowohl praktische als auch psychologische Aspekte eine Rolle. Fragen wie: Ist es ordentlich? Sind die Dinge so angeordnet, dass sie mich an Alltagsaufgaben oder gewünschte Gewohnheiten erinnern und bei der Durchführung unterstützen? Oder behindern sie mich eher? Fühle ich mich wohl oder unwohl? Fällt es mir leicht, innerlich ruhig zu sein, wenn ich nach Hause komme? Welchen Platz wähle ich in einem Restaurant? Welches Restaurant wähle ich? Wähle ich überhaupt Restaurants?In dieser Folge erforschen Anne und ich die Räume, die uns umgeben. Was sorgt dafür, dass wir uns gerne dort aufhalten, was stößt uns ab? Welche Materialien und Dinge tragen dazu bei, dass wir uns wohlfühlen? Und was sind vielleicht die psychologischen oder praktischen Gründe hinter diesen Aspekten?Und jetzt: Willkommen im Raum der Räume. Kommt rein, nehmt euch einen Keks und macht es euch bequem. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#74 Selfpublishing | Haben wir Angst davor, unsere Texte selbst zu veröffentlichen?
Selfpublishing ist inzwischen eine echte Alternative zum traditionellen Weg über Agentur und Verlag. Viele junge Selfpublisher:innen entscheiden sich bewusst für diesen Weg, weil er mit Kontrolle und Flexibilität verbunden ist. Ich zögere. Ich bewundere die erfolgreichen Selfpublisher:innen, die mit Mut und Fokus am Werk sind, aber ich habe Schwierigkeiten mich selbst in dieser Rolle zu sehen. Habe ich relevante, nachvollziehbare Bedenken oder einfach nur Angst? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Selfpublishing sich gleichzeitig revolutionär und bedrohlich anfühlen kann, was es in uns triggert, andere dabei zu beobachten, und welche Ängste uns davon abhalten, unsere Texte selbst zu veröffentlichen. Drei Gedanken aus der Folge:Selfpublishing bedeutet Selbstwirksamkeit. Das klingt erstmal toll, kann aber auch Angst machen. Wenn die Gatekeeper wegfallen, dann gibt es keine äußere Legitimation mehr. Das kann befreiend sein, aber auch verunsichern: Alles liegt beim Autoren, Inhalt, Qualität, Sichtbarkeit, Erfolg. Selfpublishing fordert nicht nur Kreativität, sondern auch Verantwortung. Und manche von uns fühlen sich einfach sicherer, wenn jemand in der eigenen Ecke steht und mit einem kämpft.Wenn wir andere mutig veröffentlichen sehen und dabei Neid ider Sehnsucht empfinden, dann spiegelt das häufig eine Version von uns selbst, die wir uns wünschen. Das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit kann schmerzhaft sein und ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, was uns eigentlich wichtig ist.Sich für oder gegen Selfpublishing zu entscheiden, sollte eine Entscheidung sein, die wir aufgrund von guten Gründen und sinnvollen Überlegungen treffen, nicht, weil wir Angst haben. Experimente, kleine Veröffentlichungen, Routinen, können uns helfen diese Angst zu reduzieren und dann zu schauen, welcher Veröffentlichungsweg der richtige für uns ist. Und nichts ist endgültig. Selfpublishing darf ein Versuch sein, genauso wie traditionelles Veröffentlichen. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#73 Juryarbeit | Was können wir als Autor:innen aus der Arbeit einer Buchjury lernen?
Die heutige Folge weicht vom Format her ein wenig vonunseren anderen Folgen ab. Das liegt daran, dass es kein freies Gespräch ist, sondern ein Interview. Wie ihr euch vielleicht erinnert, hatte ich vor zwei Wochen bereits Ela und Anne zu Gast, in deren Anthologie ich eine Kurzgeschichte veröffentlichen durfte. Damals habe ich als Teilnehmerin gespannt von außen auf den Prozess geschaut, wie man aus einer Menge an Texten die passenden auswählt. In dieser Folge erzähle ich von meinen Erfahrungen auf deranderen Seite – als Jurymitglied eines Buchpreises. Der Wortwelten Buchpreis wurde im Rahmen der gleichnamigen Buchmesse in Münster im November 2025 verliehen. Dafür habe ich (Erina) als Jurorin viele verschiedene Texte gelesen, manche nur in Teilen, manche ganz, und mir ist aufgefallen, dass mir einige wesentlich besser gefallen haben als andere. Obwohl wir ein vorgegebenes Punktesystem hatten, habe ich mich gefragt, was meine persönlichen Bewertungskriterien sind und wie konkret sie sich äußern.Ein wichtiger Punkt – wie ihr noch öfter hören werdet – ist die Immersion – also wie sehr die Geschichte mich einnimmt und vergessen lässt, dass ich eine Geschichte lese. Zu dem Thema wird es auch noch eine eigenständige Folge geben.Welche Elemente haben gut funktioniert, welche weniger gut? Was hätten einige Texte besser machen können? Was haben andere besonders gut gemacht? Was können wir als Autorinnen von diesen Erfahrungen für unser eigenesSchreiben lernen?Bücher:» Welcome to my Ghost World vonCatherine Strefford Du möchtest uns erreichen?» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#72 Gamification | Kann man aus dem Leben mit ADHS ein Spiel machen?
Ich liebe kleine Spiele. Manchmal ein bisschen zu sehr. Ich kann stundenlang Tetris spielen und mich an meinem eigenen Highscore messen. Aber man kann diese Affinität ja auch für seine Zwecke nutzen. Stichwort: Gamification. Wenn eine Aufgabe zu langweilig ist, dann machen wir ein Spiel draus. Sticker kleben, Wettbewerbe, lustige Apps mit bunten Bäumen, auszubrütenden Eiern oder rennenden Zombies. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich das Leben ein bisschen spielerischer zu gestalten. Deswegen reden wir in dieser Folge darüber, warum das funktioniert, was wir schon ausprobiert haben und was für Gefahren dabei bestehen können. 3 Punkte aus der Folge: Gamification kann langweilige oder auch langwierige Aufgaben spannender machen. Dabei gibt es verschiedene Mechanismen. Manche Gamification-Ansätze nehmen einem Entscheidungen ab, andere machen Fortschritt sichtbar oder arbeiten mit Belohnungen und kurzer Feedback-Schleife. Meistens funktionieren die Methoden aber leider nur für eine Weile, bevor sie dem ADHS-Gehirn langweilig werden.Wir haben schon eine ganze Menge Gamification Ansätze ausprobiert. Von Apps über Wettbewerbe und Challenges bis hin zu selbst gebauten Systemen. Es kann helfen, dem Dopamin zeitweise ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Es gibt diverse Angebote und Möglichkeiten, die unterschiedlich lange Wirkung zeigen.Man sollte sich nicht zu sehr auf Gamification verlassen, um sein Leben in den Griff zu kriegen. Es ist ein hilfreicher Ansatz, aber auch nicht ohne Schwierigkeiten. Manchmal vergessen wir zum Beispiel, um was es eigentlich geht und spielen nur noch das Spiel. Dann verlieren wir den Kontakt zu unseren Projekten, geben beim ersten Hindernis auf oder biegen alles so hin, dass es zum Gamification-Ansatz passt. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#71 Anthologie | Welche Arbeitsschritte stecken hinter der Veröffentlichung einer Kurzgeschichtensammlung? (Mit Ela Bellcut und Anne Danck)
Heute geht es um etwas völlig anderes. Im letzten Jahr habeich – Erina – die große Ehre und Freude gehabt, dass meine Kurzgeschichte für eine Anthologie ausgewählt und veröffentlicht wurde. Das Buch trägt den Titel „Eine Schnurrhaarspitze voll Magie“ und wurde von den Fantasy-Autorinnen Ela Bellcut und Anne Danck im Selfpublishing herausgegeben. Ela ist gelernte Fotografin und, wie sie selbst sagt, „ein laufendes kreatives Chaos“, Anne dagegen ist promovierte Verhaltensbiologin. Die beiden sind sich 2017 auf der BuchBerlin über den Weg gelaufen und es war Synergie auf den ersten Blick. Ich habe die beiden im Rahmen mehrerer Buchmessen persönlich kennenlernen dürfen. Und nachdem sie mir immer mal wieder kleine Anekdoten zum Veröffentlichungsprozess erzählt haben, wollte ich unbedingt mehr erfahren.Deswegen habe ich die beiden zu einem Gespräch eingeladen. Wir sprechen unter anderem darüber, wie die Ausschreibungzustande kam, welche Schritte bei der Veröffentlichung eines solchen Buches überhaupt durchlaufen werden und was die beiden aus dem Projekt mitgenommen haben.(PSST: Es gibt noch Exemplare zu kaufen. Der Gewinn geht zugleichen Teilen an das Tierheim Berlin & das Franziskus Tierheim Hamburg.) Bücher:» Spendenanthologie: "Eine Schnurrhaarspitze vollMagie": Alle Verkaufsstellen sind zu finden aufhttps://elabellcut.de/spendenanthologie-eine-schnurrhaarspitze-voll-magie/» Anthologie: "Charlies Mutmach-Geschichten":https://www.amazon.de/Charlies-Mutmach-Geschichten-Jugendliche-Alex-Planet/dp/3756818721 Unsere Gäste» Website von Ela Bellcut: https://elabellcut.de/ |@ela.bellcut » Website von Anne Danck: https://annedanck.de/ | @annedanck Du möchtest uns erreichen?» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#70 Therapeutisches Schreiben | Wie hilft man sich durch kreatives Schreiben selbst?
Gerade unter Autor:innen wird Schreiben häufig mit einemgewissen Leistungsgedanken gleichgesetzt. Wir wollen Geschichten schreiben, die anderen gefallen und diese womöglich auch veröffentlichen – und sobald andere Menschen involviert sind, braucht man Zeitpläne, Fortschritt und ein wenig Zielgerichtetheit. Was wir dabei manchmal vergessen ist, dass Schreiben auchein Selbstzweck sein kann. Manchmal wird es als therapeutisches Mittel eingesetzt. Es kann dabei helfen, die Gedanken zu ordnen, Emotionen zu verarbeiten, Situationen zu verstehen und mit Krisen umzugehen. Dabei geht es nicht um das Endprodukt, sondern um den Prozess und das, was währenddessen im schreibenden Menschen vor sich geht. In dieser Folge sprechen wir über unsere persönlichenErfahrungen mit dem Thema. Wie genau kann das kreative Schreiben bei der Selbstheilung oder Selbstfürsorge helfen? Was bedeutet „kreatives Schreiben“ überhaupt? Welche verschiedenen Methoden und Prompts kennen wir?Ehe wir in die Folge starten, noch ein kleiner Disclaimer:Wir sind keine ausgebildeten Therapeutinnen, Psychologinnen oder Ärztinnen. Alles, was wir hier austauschen, sind unsere eigenen Ansichten, Erfahrungen und das, was wir zu dem Thema recherchiert haben. Die Methoden, über die wir in dieser Folge reden, dienen der Selbstfürsorge, aber sie ersetzen im Ernstfall keineTherapie. Solltest du Hilfe benötigen such dir bitte professionelle Unterstützung. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#69 Buchclub | Wie funktionieren die weiblichen Figuren in Terry Pratchetts "The Wee Free Men"?
Dies ist der zweite Versuch von mir (Erina), die liebe Anne von dem Genie Terry Pratchetts zu überzeugen. Wir haben bereits Alles Sense (Reaper Man) zusammen gelesen und zugegeben, das Buch wirft einen tief, tief in die Scheibenwelt hinein. Vielleicht ein wenig überfordernd als Einstieg. Deswegen versuchen wir es jetzt noch einmal – mit The Wee Free Men (Kleine freie Männer). Wir werden aus der Autorinnen- und Leserinnensichtweise darüber diskutieren, was funktioniert oder nicht funktioniert – und warum das so ist. Außerdem reden wir darüber, ob und wie es Terry Pratchett gelingt, weibliche Charaktere zu schreiben.Verweis auf andere Folgen:» Folge #20: Terry Pratchett - Reaper Man (Alles Sense)Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#68 Hyperfokus | Heiliger Grahl oder notwendiges Übel?
Wenn ihr den Podcast schon länger hört, dann wisst ihr vielleicht schon, dass ich (Anne) nicht der größte Fan von Hyperfokus bin. Ich mag es nicht, wie ich mich dabei und danach fühle. Viele beschreiben den Hyperfokus aber als eine Art Superkraft von ADHS. In einer der Folgen zum Thema Spaß am Schreiben haben wir kurz über Flow und Hyperfokus gesprochen und ich habe gemerkt, dass ich die beiden in einen Topf werfe. Deswegen machen wir heute mal eine ganze Folge zum Thema und schauen uns an was der Unterschied zwischen Hyperfokus und Flow ist, und wie wir Hyperfokus erleben.3 Punkte aus der Folge:Hyperfokus und Flow unterscheiden sich in mehreren Aspekten. Ein wichtiger Unterschied ist die Freiwilligkeit. Während ein Flow-Zustand unter den richtigen Voraussetzungen begünstigt und auf eine bestimmte Sache ausgerichtet werden kann, ist Hyperfokus wie Lotto spielen. Man weiß nie, woran sich das Gehirn festbeißt und oft ist es etwas, das uns nicht weiterbringt. Auch das Empfinden des Zustands unterscheidet sich. Aus einem Flow-Zustand geht man erfüllt hervor, Hyperfokus fühlt sich eher angespannt und getrieben an.Hyperfokus wird häufig als Superkraft dargestellt. Wenn man von außen drauf guckt, dann ist es erstaunlich, was in einer Hyperfokus-Phase alles erreicht werden kann, wenn sie mal in die richtige Richtung geht. Von außen sieht man allerdings auch nur den Output, nicht die Kosten.Hyperfokus ist nicht steuerbar, aber es gibt durchaus ein paar Stellschrauben, an denen wir drehen können. Wecker stellen, Ablenkungen minimieren, die Selbstversorgung erleichtern – das sind Dinge, die den Hyperfokus angenehmer machen können. Aber auch so etwas wie Co-Working oder Accountability-Gruppen können helfen. Wenn man aus dem Hyperfokus raus möchte hilft es, den Ort des Geschehens zu verlassen und einen körperlichen Reiz zu setzen, also spazieren zu gehen oder kalt zu duschen. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#67 Selbstwirksamkeit | Kann man sich zum Erfolg denken?
In der letzten Folge haben wir über das Thema „Selbstverwirklichung“ gesprochen. Das Bedürfnis, sich selbst zu entfalten, sichtbar zu machen, die eigenen Vorstellungen und Wünsche in die Tat umzusetzen. Doch dieses umzusetzen ist mitunter garnicht so leicht. Wer noch nie die Erfahrung gemacht hat, dass das eigene Handeln Erfolge erzielt, ist vielleicht von vornerein demotiviert, es überhaupt zu versuchen. Anne und ich haben in diesem Bereich unsere Schwierigkeiten, wir zerdenken vieles und haben Angst,Dinge anzufangen, weil wir zu oft erlebt haben, dass wir sie nicht umsetzen.Ganz anders ist das bei Mario, einem guten Freund von mir. Wir kennen uns seit dem Kindergarten und sind eng befreundet, seit wir 17 Jahre alt sind. Er ist Lehrer in Nordrhein-Westfalen, hat vor kurzem seine ADHS Diagnose bekommen und als sein Therapeut ihn fragte, was er als seine „Superpower“ bezeichnen würde, hat Mario gesagt: „Ich kann mich zu 100% darauf verlassen, dass ich alles, was ich mir vornehme, auch umsetze.“ In dieser Folge sprechen wir über unsere persönlichenErfahrungen mit dem Thema. Was geht in unseren Köpfen vor, wenn wir uns etwas vornehmen? Welche Erfahrungen haben wir gemacht? Was macht jeder von uns anders? Es gibt hier kein richtig oder falsch, keine zehn-Punkte Anleitung fürmehr Selbstwirksamkeit – einfach nur drei Perspektiven.Links aus der Folge:» Mario bei Green Day (ab ca. 3:55)Du möchtest uns erreichen?» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#66 Selbstverwirklichung | Ist es ein Grundbedürfnis sein Leben zu gestalten?
In der Maslowschen Bedürfnishierarchie lungert oben eine kleine Idee namens „Selbstverwirklichung.“ Wenn alle anderen menschlichen Bedürfnisse erfüllt sind, wird irgendwann der Wunsch nach einem Ausdruck der inneren Wirklichkeit und der Gestaltung des eigenen Lebens laut. Doch was genau heißt es, das eigene Leben zu gestalten? Handelt es sich dabei wirklich um ein menschliches Grundbedürfnis oder um ein Phänomen unserer modernenGesellschaft? Und was sind die Herausforderungen, die einem begegnen, wenn man sich zum ersten Mal damit auseinandersetzt? Über das und mehr reden wir in der heutigen Folge. Noch ein Hinweis: Wir sprechen in der Folge oft von „Selbstwirksamkeit“. Das war der ursprüngliche Titel, jedochhaben wir im Nachhinein noch eine andere Folge aufgenommen, zu der dieser Begriff wesentlich besser passt. Deswegen haben wir ihn hier nachträglich geändert. Erwähnte Folgen:» #11: Opferhaltung mit ADHS | Wer trägt die Schuld?Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#65 Absagen: Update | Was ist unser Fazit zum Chancen-Schaffen-Jahr?
In 2025 haben wir uns vorgenommen, Chancen zu schaffen –also Kontakte zu knüpfen, an Wettbewerben teilzunehmen, sich auf Stipendien bewerben und alles, was uns sonst noch unter die Nase kommt. Und um das ganze ein wenig zu würzen haben wir gesagt, wer am Ende die meisten Absagen gesammelt hat, gewinnt. Wer wird das sein? Und was ist unser Fazit für das Jahr?Werden wir weitermachen? All das und mehr erfahrt ihr in der heutigen Folge.Die ersten drei Updatefolgen:» Folge 39: Update 1 » Folge 55: Update 2Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#64 Zukunfts-Ich | Warum glauben wir, dass morgen alles anders wird?
Morgen ist alles besser. Morgen stehe ich um 7 Uhr auf, mache Sport, ernähre mich gesund. Und ab morgen fange ich auch endlich dieses Projekt an, vor dem ich mich seit Monaten drücke. Und wenn ich schonmal dabei bin, dann kann ich in den Pausen auch gleich die ganze Wohnung aufräumen. Weil morgen der Tag gekommen ist, an dem ich ein besserer Mensch bin. Kommt euch das bekannt vor? Und, wie oft wart ihr am nächsten Tag der Mensch, den ihr euch in dieser Zukunftsversion ausgemalt habt? Ja, geht mir genauso. Und trotzdem, ich mache diese Pläne für mein Zukunfts-Ich immer und immer wieder. Aber warum? Warum erliegen wir immer wieder der Illusion, dass ab morgen alles besser wird? Können wir uns dazu bringen heute mit dem anzufangen, was wir für morgen versprechen? 3 Punkte aus der Folge:Wir schieben die Verantwortung auf das Zukunfts-Ich, wenn wir uns nach Veränderung sehnen, uns aber nicht in der Lage sehen, sofort etwas zu verändern. Vielleicht sind wir erschöpft oder angeschlagen. Unser Zukunfts-Ich hat die aktuellen Probleme nicht, deswegen können wir es auf ein Podest heben und uns eine perfekte Version von uns ausmalen, die dazu in der Lage ist das zu machen, was wir gerade nicht können. Auch wenn wir immer wieder die Geschichten von dem einen Moment hören, der alles verändert hat, so funktioniert Veränderung in der Regel nicht. Es sind nicht die großen von-heute-auf-morgen-Sprünge oder die Mammut-Tage, die uns wachsen lassen, sondern die kleinen Momente und Schritte, die wir unaufgeregt jeden Tag gehen. Der Gedanke, dass ab morgen alles besser wird, entsteht aus Hoffnung und dem Wunsch, etwas zu verändern. Wenn wir stattdessen denken „das wird eh nichts“, dann gaben wir auf. Im Idealfall schaffen wir es, unsere Hoffnung zu bewahren, aber unser Zukunfts-Ich auch nicht mit unschaffbaren Aufgaben zu bombardieren, sondern ihm eine Chance zu geben, unsere Wünsche auch umzusetzen.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#63 Smalltalk | Warum ist die Frage "Wie geht es dir?" so schwer zu beantworten?
Ach Mensch, du auch hier? Voll schön, dich zu sehen. Wie geht es dir denn? Willkommen beim Bunnybrains Podcast, wo wir über das Leben und Schreiben mit ADHS sprechen. Und über Small Talk. Zwar nur heute, aber dafür in paradoxer Tiefe. Wie stehen wir zu Small Talk? Wie beantwortet man die Frage „Wie geht es dir“ richtig? Welche Fragen kann man stattdessen stellen? Und wie kann man Small Talk so steuern, dass er einem vielleicht sogar Spaß macht? Über all das und mehr sprechen wir in der 63. Folge. Also komm rein, nimm einen Keks und eine unangenehme Sitzposition ein und lerne, wie man Small Talk nicht hält.#podcastüberadhs #autorinnenleben #smalltalk #lebenmitadhsDu möchtest uns erreichen?» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#62 Buchclub | Wie erzählt Richard Osman im „Donnerstagsmordclub“ stimmig aus mehreren Perspektiven?
Wir haben den Donnerstagsmordclub von Richard Osman gelesen, den Auftakt zu einer Cosy Crime Reihe, an der man kaum mehr vorbeikommt. Wir wollten wissen, was so besonders an der Geschichte um vier ermittelnde Rentner:innen ist und ob wir uns der allgemeinen Begeisterung anschließen. Worum geht's? In der Seniorenresidenz Coopers Chase tagt wöchentlich der Donnerstagsmordclub, bestehend aus Geheimagentin Elizabeth, Psychiater Ibrahim, Gewerkschaftsführer Ron und Krankenschwester Joyce. Eigentlich bearbeiten sie ungelöste Mordfälle zum Spaß – aber dann passiert ein Mord direkt vor ihrer Haustür und natürlich lassen sie es sich nicht nehmen, sich ein bisschen einzumischen. Wie hat uns der Roman gefallen?Richard Osman hat es geschafft, mit der Gruppe ermittelnder Rentner:innen eine Cosy Crime Reihe zu schreiben, die leicht und zugänglich ist und Humor hat, sich gleichzeitig aber auch traut sich tiefer mit verschiedenen Facetten des Themas Tod auseinanderzusetzen. Neben den liebenswürdigen und einprägsamen Charakteren war es das, was uns am meisten begeistert hat. Durch die vielen Charaktere, Geschichten, Perspektiven und Red Herrings wird es mitunter allerdings auch ein wenig verwirrend. Die vielen Nebenstränge passen zum Roman und bauen eine runde und greifbare Welt auf, machen die Geschichte aber manchmal ein kleines bisschen langsatmig.Der Roman wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Uns ist kaum eine Haupt- oder Nebenfigur eingefallen, die nicht an irgendeiner Stelle ein Perspektivkapitel bekommen hat. Deswegen hat die Erzählung, obwohl sie technisch im Ich- bzw. personalen Erzähler geschrieben ist, fast etwas Auktoriales. Wir bekommen dadurch das Gefühl, das hier wirklich eine Gruppe ermittelt und einen Einblick in die Gemeinschaft der Seniorenresidenz. Wir sehen: Hinter allen Figuren steckt eine Geschichte, niemand ist einfach nur Randfigur. Und dadurch stecken wir selbst mitten drin. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorin Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#61 Spaß am Schreiben (2) | Wieso macht Schreiben manchmal keinen Spaß und wie findet man den Spaß wieder?
Schreiben macht Spaß. Darüber haben wir in der letzten Folge ausführlich gesprochen und ich war nach der Aufnahme richtig motiviert. Aber leider ist das nicht an allen Tagen so. Oft genug sitzen wir da und sind frustriert, der Text will nicht, wir haben keine Energie und überhaupt ist alles doof. In dieser Folge, Teil 2 zum Thema Spaß am Schreiben, sprechen wir deswegen über die Kehrseite. Warum macht Schreiben oft keinen Spaß, obwohl wir es doch freiwillig machen? Wieso verlieren wir den Spaß am Schreiben und wie können wir ihn zurückgewinnen? Drei Erkenntnisse aus der Folge:Sobald man nicht mehr nur für sich, sondern für ein potenzielles Publikum schreibt, macht das Schreiben nicht immer Spaß. Wenn ein Kapitel nicht so will wie wir, wenn Ängste sich breit machen, vor Kritik oder davor, dass das alles nirgendwo hinführt, dann muss man sich manchmal ganz schön zwingen, trotzdem dran zu bleiben. Das gehört dazu und durchhalten lohnt sich trotzdem. Nur wenn wir weitermachen, dann können sich auch die schönen Seiten des Schreibens wieder zeigen. In verschiedenen Situationen können verschiedene Dinge dafür sorgen, dass wir den Spaß am Schreiben verlieren oder wiederfinden. Ob es gerade Freiheit oder Deadlines sind, einfach weitermachen oder nochmal in die Planung des Textes gehen, das merkt man meistens nur durch Ausprobieren. Klar ist aber: Wenn es uns nicht gut geht, wir gestresst sind oder angeschlagen, dann macht auch das Schreiben in der Regel keinen Spaß. Wir sollten uns also immer gut um uns und unser Wohlbefinden kümmern. So langweilig es klingt: Routine kann dabei helfen, den Spaß am Schreiben wiederzufinden. Wenn wir tief in unseren Projekten drinstecken, Sicherheit in unseren Prozessen haben und wissen, dass wir uns selbst und unsere Romane ernst nehmen, dann fällt uns das Schreiben oft leichter. Und wenn Schreiben leicht ist, dann macht es am meisten Spaß!Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#60 Spaß am Schreiben (1) | Wann hast du Spaß am Schreiben?
Manchmal macht Schreiben keinen Spaß. Wir wissen das. Wir lamentieren oft genug darüber. Also warum quälen wir uns, warum schreiben wir überhaupt? Die Antwort ist, weil es uns hin und wieder tiefe Befriedigung gibt. Diese Folge soll uns – und euch – daran erinnern. Sie soll motivieren, erfreuen und den Funken wieder erwecken, wenn man gerade kurz davor ist, alles hinzuwerden und Llamazüchter zu werden. In Phasen des Frustes surfe ich oft im Internet rum, auf der Suche nach anderen Schriftsteller:innen, die mir Motivation schenken. Heute wollen wir diese Autorinnen sein. #autorinnenleben #autorinmitadhs #adhspodcast #schreibmotivationDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#59 Medikamente | Welche Erfahrungen hast du mit ADHS Medikamenten gemacht?
In dieser Folge berichten wir von unseren persönlichen Erfahrungen, welche Medikamente wir bereits genommen haben und wie wir die Wirkung erlebt haben. Sascha J. Dorn hat uns über Instagram kontaktiert und gebeten, eine Folge über unsere Erfahrungen mit ADHS-Medikamenten aufzunehmen. Da sie selbst ADHS hat und in ihrem Leben verschiedene Medikamente ausprobiert hat, haben wir sie kurzerhand in die Folge eingeladen und sind sehr glücklich darüber, dass sie der Einladung gefolgt ist. (PSST: Ihr könnt noch bis zum 20.11.2025 für ihren Hör-Adventskalender für Kinder ab 5 Jahren anmelden. https://saschajdorn.ch/adventskalender/ - Die Anmeldung ist kostenlos, aber eine Spende wird immer gerne gesehen. Und falls ihr es verpasst habt: nächstes Jahr gibt es einen Neuen. :))#adventskalender #podcastüberadhs #schreibenundadhs #autorinnenleben #adhsmedikamente Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorin» Sascha auf Instagram: @saschajdorn » Saschas Website: https://saschajdorn.ch/Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#58 Selbststrukturierung | Wann braucht es Nachsicht, wann Konsequenz?
Wenn man ein Buch schreibt, dann sitzt einem am Anfang selten eine Agentur oder ein Verlag im Nacken. Niemand wartet auf das Buch, niemandem fällt auf, wenn wir einen Monat länger brauchen, als wir uns vorgenommen haben – oder auch ein Jahr, solange wir niemandem von unseren Plänen erzählen. Wir sind selbst dafür verantwortlich, dran zu bleiben, durchzuhalten, uns aber gleichzeitig auch nicht zu übernehmen und über unsere Kräfte zu gehen. Gerade mit ADHS ist das Thema Selbststrukturierung, wenn man von außen keine Vorgaben bekommt, schwierig. Wann sollten wir konsequent sein und auch Dinge tun, auf die wir gerade keine Lust haben, und wann ist es an der Zeit, nachsichtig zu sein und sich nicht dafür zu verurteilen, dass man etwas schon wieder nicht geschafft hat? Ein paar Gedanken aus der Folge:Sich selbst ohne äußeren Kontext zu organisieren ist schwierig. Das gilt nicht nur für Menschen mit ADHS, hier aber besonders. Eins der Probleme ist, dass externe Belohnung oder Bestrafung wegfallen. Es macht nichts, wenn man später anfängt oder Aufgaben gar nicht erfüllt. Wenn man seine Ziele nicht kommuniziert, dann fällt das nicht Nicht-Erreichen gar nicht auf. Außerdem ist eine Sache, Ziele zu setzen und Pläne zu machen, eine ganz andere, diese Pläne dann auch einzuhalten und die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.Die Balance zwischen Nachsicht und Konsequenz zu finden ist nicht leicht. Aber es gibt ein paar Punkte, an denen man ansetzen kann, um zu schauen, was momentan vielversprechender ist. Drücke ich mich davor, mich überhaupt erst an eine Aufgabe zu setzen, oder blockiere ich, wenn ich davorsitze? Verschiebe ich eine Aufgabe immer wieder oder habe ich an einem einzelnen Tag keine Motivation oder Kraft dafür? Wenn man ehrlich zu sich ist, dann erkennt man meistens, was man braucht.Nachsicht und Konsequenz sind keine Gegenteile, sondern erfüllen beide langfristig dieselbe Funktion. Nachsicht schützt uns davor, uns zu übernehmen und auszubrennen, Konsequenz sorgt dafür, dass wir unsere langfristigen Ziele erreichen. Beide schützen uns und unsere Ziele, das eine schützt vor Überlastung und das andere vor Orientierungsverlust. Und es ist möglich beides zugleich zu praktizieren. Annes YouTube-Kanal, auf dem ihr sie ab nächstem Jahr auf ihren Reisen als Autorin begleiten könnt: https://www.youtube.com/@anne.solveig.autorinDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#57 Leistungs- und Konformitätsdruck | Was schuldet man der Gesellschaft?
„Müßigang ist aller Laster Anfang.“ So heißt es häufig undfür viele Menschen ist dies eine Botschaft, die sie früh verinnerlicht haben. Man muss leisten, um einen Wert zuhaben, um etwas zu verdienen – sei es Geld, Ansehen oder sogar Rechte. Doch was bedeutet Leistung überhaupt? Kann sie losgelöst von der Leistung anderer bewertet werden oder ist sie in ihrem Kern hierarchisch? Was genau schuldet man der Gesellschaft? Und was ist im Gegensatz dazu Faulheit – wunderschön oder Charakterschwäche?Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#56 Wachstum | Wie wichtig ist persönliches Wachstum wirklich?
Neulich saß ich auf dem Sofa und aus heiterem Himmel dachte ich: Ich bin jetzt bereit für Wachstum. Irgendwie hatte ich das Gefühl, die Version von mir, die da saß platzte aus allen Nähten, will mehr und kann auch mehr erreichen. Deswegen habe ich sofort Erina geschrieben und gesagt, dass wir dringend über das Thema Wachstum sprechen müssen. Denn so wichtig und grundlegend Wachstum für uns Menschen ist, so viele Tücken und Gefahren birgt sie auch. Deswegen beschäftigen wir uns in dieser Folge mit der Frage, was Wachstum eigentlich ist, wann Wachstum angebracht ist und was es mit der Komfortzone auf sich hat.Die Folge ist länger geworden als üblich und auch länger als erwartet. Das liegt daran, dass das Thema so viele Aspekte mit sich bringt, über die es sich nachzudenken lohnt. Es fällt mir auch ein bisschen schwer, die Folge in drei Punkten zusammenzufassen, deswegen lasse ich hier vieles, über das wir gesprochen habe, weg, und picke einfach mal drei Punkte heraus.Wir haben die These aufgestellt, dass Wachstum aus Leidensdruck entsteht. Wenn alles in Ordnung ist und wir uns genauso wohlfühlen, wie alles ist, dann haben wir keinen Grund, irgendetwas zu verändern. Aber manchmal wird uns die Komfortzone einfach zu eng, und dann meldet sich das Bedürfnis nach etwas Neuem. Genauso wie unser Körper ist auch unser Geist faul, er wächst nur so viel, wie nötig.Wachstum existiert nur im Kontext. Zeit, Umgebung, Bedingungen, Situationen – das alles hat einen Einfluss darauf, wie wir wachsen und vor allem, wie wir unser Wachstum wahrnehmen. Äußere Umstände können uns zum Beispiel zurückwerfen und unsere Bemühungen, unseren Ursprungszustand wieder zu erlangen ist auch Wachstum, selbst wenn wir in diesem Bereich schonmal „größer“ waren.Ein reines Wachstumsmindset kann gefährlich sein. Wenn wir immer nur "höher, schneller, weiter" denken, dann brennen wir in unserem Hamsterrad irgendwann aus. Aus der Komfortzone zu kommen ist wichtig, aber nicht zu viel auf einmal. Um es mal mit Jogging-Vokabular zu sagen: Zone-2-Training führt zu Wachstum, dauerhaftes Verausgaben darüber zu Erschöpfung. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#55 Absagen: Update 2 | Was macht das Absagen sammeln mit uns?
Es ist Herbst, Spooky Season. Meine liebste Zeit des Jahres beginnt. Aber das heißt auch: Drei Viertel des Jahres sind schon vorbei. Zeit also, die unerfüllten Vorsätze nochmal rauszukramen und vielleicht doch noch das Ruder herumzureißen. In dieser Folge gibt es deshalb ein Update zu unserem Vorhaben aus Folge 22: Chancen schaffen und Absagen sammeln. Wer hat’s geschafft, dranzubleiben und wer muss im Endspurt nochmal richtig Gas geben? Wir sprechen in der Folge nicht nur über unseren Wettbewerb, sondern auch über Überforderung, Versagen, Erwartungen und die schlechten Phasen. Weil all diese Dinge eine Rolle spielen. Dieser Wettbewerb macht etwas mit uns, und so soll es ja auch sein. In unserem Gespräch über den Zwischenstand, haben wir einige Themen angeschnitten: Nur weil man von einer Sache total begeistert ist, es super läuft und man sein ganzes Leben danach ausrichtet, heißt das nicht, dass man diese Sache nicht im nächsten Moment wieder komplett vergessen kann. Aus den Augen, aus dem Sinn, das ist mit ADHS leider ziemlich oft der Fall. Das kann ärgerlich sein oder auch mal richtig in die Hose gehen. So blöd das auch ist, es hilft nicht, sich deswegen fertig zu machen. Vielleicht kann man ja da weitermachen, wo man aufgehört hat.Verzögerte Reaktion kann bei so einer Aktion wie dem Absagen sammeln in zwei Richtungen ein Problem sein. Wenn wir eine Bewerbung oder Anfrage abschicken, dauert es in der Regel eine Weile, bevor wir mit einer Reaktion rechnen können. Dass wir nicht sofort bestätigt werden, kann verhindern, dass wir das Ganze überhaupt erst machen. Hier hilft der Wettbewerb, wir können unsere Bewerbungen eintragen und sehen sofort, wie die Zahl steigt. Aber im Falle von Zusagen können auch Verpflichtungen entstehen. Und auch die treten verzögert ein. Es kann also passieren, dass man sich übernimmt, ohne es zu merken. Chancen schaffen heißt auch Entscheidungen treffen. Und eine Entscheidung für etwas ist in den meisten Fällen gleichzeitig eine Entscheidung gegen etwas anderes. Gerade mit ADHS sehnen wir uns nach Abwechslung und es kann schnell langweilig werden. Deswegen gehen im Kopf schon vorher die Alarmglocken an und verhindern, dass wir uns für etwas entscheiden, aus Angst, das andere dann eben nicht mehr machen zu können.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#54 Selbstsabotage | Wie hört man damit auf, sich alles auszureden?
Hast du das schonmal erlebt? Du möchtest schreiben, aber du redest dir ein, dass du es erst darfst, wenn die Spülmaschine ausgeräumt ist. Du willst einen Partner finden, aber immer, wenn es mit jemandem ernster wird, findest du einen Fehler, der dich die Beziehung beenden lässt. Manchmal halten wir uns selbst von den Dingen ab, die wir eigentlich tun möchten – weil wir Angst haben. Angst vor negativen Gefühlen, Angst vor Versagen, Angst davor, verletzt zu werden. Doch warum lassen wir diese Angst unser Leben bestimmen? Und was kann man dagegen tun?In unserer neuen Folge sprechen wir über das ThemaSelbstsabotage.#selbstsabotage #schreibenmitadhs #lebenmitadhs#schreibpodcast #adhspodcastDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#53 Neurodivergente Autor:innen | Jurenka Jurk: Wie baut man sich als als neurodivergente Person ein gutes Fundament?
In der Buchbubble kennt man Jurenka Jurk als Gründerin von der Romanschule. Sie ist überzeugt: Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen und verfeinern kann und gibt Autor:innen deswegen Mittel, Wege und Gemeinschaft an die Hand, um genau das zu tun.In dieser Folge haben wir mit ihr über das Thema Neurodivergenz beim Schreiben gesprochen. Jurenka selbst lebt mit Lese- und Rechtschreibschwäche und Hochsensibilität. Wie geht sie damit um? Wie wirkt sich das auf ihr Schreiben aus? Und wie gestaltet sie ihren Alltag, um das Beste aus ihren Stärken herauszuholen? Und was rät sie als Schreibcoach ihren Schützlingen?Schau unbedingt auch bei der Online-Autorenmesse vom vom 25. bis 28. September 2025 vorbei. Neben vielen tollen Interviews und Workshops gibt es auch eine Portion Bunnybrains. Jurenka hat sich mit uns zum Thema Zeitmanagement für Autor:innen mit (und ohne) ADHS unterhalten – sehr hörenswert!Die Anmeldung ist kostenlos: https://www.romanschule.de/online-autorenmesse/(Foto Copyright @Fritz Philipp)Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#52 Meinung vs. Offenheit | Wie halten wir Ambivalenz aus?
Irgendwie hat man oft das Gefühl, dass die Welt von einem erwartet, klar Position zu beziehen. Zu allem, ständig und sofort. Wir sollen für etwas stehen, eine klare Botschaft haben, eine eindeutige Identität. Aber manchmal ist es gar nicht so einfach, eine klare Meinung zu haben – und selbst wenn, dürfen wir diese Meinung ändern? Uns verändern? Was sagt das über uns aus? Wie geht man damit um, wenn man plötzlich etwas anderes vertritt? Muss man sich dafür rechtfertigen? Und wie lernt man, Ambivalenzen bzw. Unstimmigkeiten auszuhalten und die eigene Unsicherheit anzuerkennen? Darum geht es in dieser Folge.Ein paar Gedanken aus der Folge:Natürlich dürfen wir unsere Meinung ändern, es wäre seltsam, wenn wir das nicht tun würden. Als Menschen bewegen wir uns, wachsen, lernen. Veränderung gehört dazu. Warum wir unsere Meinungen ändern kann verschiedene Ursachen haben. Es ist etwas anderes, ob ich ständig nur allen nach dem Mund rede, um es allen Recht zu machen, oder ob ich etwas dazugelernt, eine neue Perspektive gewonnen habe, und deswegen Dinge anders sehe. Auch im Umgang mit dieser Veränderung gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Man kann das Gespräch suchen, erklären, warum man etwas anders sieht als zuvor. Aber man muss sich auch nicht immer erklären. Manchmal darf man Dinge auch einfach stehen lassen.Nicht nur zwischenmenschlich sind wir oft nicht der gleichen Meinung, auch innerlich können sich die eigenen Ansichten widersprechen. Das führt zu inneren Spannungen, Ambivalenzen, die schwer auszuhalten sind. Wenn wir selbst zu einer positiven Diskussions- und Fehlerkultur beitragen, dann wird es für uns alle leichter, damit umzugehen. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#51 Buchclub | Wie schafft Juli Zeh in "Über Menschen" Sympathie?
In der neuen Buchclub-Folge geht es um den Roman „ÜberMenschen“ von Juli Zeh. Er erzählt die Geschichte von Dora, die während der Corona-Pandemie aus Berlin in ein brandenburgisches Dorf zieht, um Abstand von ihrem Leben und ihrer Beziehung zu gewinnen. Dort trifft sie auf ihren Nachbarn Gote, der offen rechte Ansichten vertritt und scheinbar all das verkörpert, wovor Dora geflohen ist. Trotz ihrer Vorbehalte entsteht eine unerwartete Nähe, die Dora zwingt, ihre eigenen Vorurteile und Vereinfachungen zu hinterfragen. Der Kernkonflikt des Romans liegt in der Konfrontation zwischen individuellen Begegnungen und gesellschaftlichenFeindbildern: Wie geht man mit Menschen um, die politisch oder kulturell auf der „anderen Seite“ stehen, wenn man ihnen im Alltag zugleich Fürsorge, Menschlichkeit und Nähe nicht absprechen kann?Wir teilen in dieser Folge unsere persönliche Leseerfahrung. Dabei sprechen wir über das Unbehagen, das bei einem solchen Kernkonflikt aufkommt und über die Ideen, die sich dahinter verbergen. #buchclub #julizeh #adhspodcast #literaturpodcast #autorinnenleben #buchbesprechungFooterBücher dieser Folge (Spoilerwarnung):» Über Menschen von Juli ZehDu möchtest uns erreichen?» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorinDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#50 Langeweile | Was bringt sie uns und wie ertragen wir sie?
Langeweile. Ein unangenehmes Gefühl – gerade für Menschen mit ADHS. Nicht nur das, für viele von uns ist esregelrecht schmerzhaft, unerträglich. Deswegen versuchen wir es zu vermeiden, indem wir uns dauerhaft ablenken. In der heutigen Zeit ist das leichter als je zuvor. Videospiele, Social Media, Filme, Alkohol – für jeden Geschmack ist etwasdabei. Aber ist das so gut? Erfüllt Langeweile einen Zweck? Verlieren wir etwas, wenn wir sie mit allen Mitteln vermeiden? Können wir überhaupt kreativ sein, wenn wir keine Langeweile mehr empfinden, die uns dazu zwingt? Über diese Fragen und mehr sprechen wir in der heutigen Folge. #langeweile #adhspodcast #autorinnenpodcast Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#49 Sichtbarkeit | Können wir uns als Autor:innen hinter unseren Büchern verstecken?
Wenn wir Bücher nicht nur schreiben, weil wir Spaß daran haben, Geschichten zu erschaffen, sondern auch, um gelesen zu werden, dann dürfen wir uns früher oder später mit dem Thema Marketing oder Sichtbarkeit beschäftigen. Bei dem Thema zucken viel Autor:innen zusammen und als Bunnybrains haben wir damit noch eine weitere Baustelle zu jonglieren. Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie es uns mit dem Thema geht, ob und warum wir überhaupt sichtbar werden sollten und ob die Qualität des Buches darunter leidet.3 Aspekte aus der Folge:Beim Thema Marketing kommen bei vielen Autor:innen vor allem erstmal Zweifel, Sorgen und Überforderung auf. Neben Alltag, Leben, Job und Schreiben ist das noch etwas, um das wir uns Gedanken machen sollen. Wo die Zeit hernehmen? Wenn man sich aber mal auf das Thema einlässt, dann stellt man schnell fest, dass man auch hier sehr kreativ werden kann. Und dann kann der Funke so sehr überspringen, dass man vergisst, dass man eigentlich schreiben wollte.Wenn man Bücher verkaufen will, dann stellt sich früher oder später auch die Frage des Marketings. Denn ohne in der ein oder anderen Form sichtbar zu werden, ist es schwer – wenn auch nicht unmöglich – Leser:innen zu finden. Das heißt aber nicht, dass man sich selbst in eine Schublade stecken muss, in die man nicht passt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, auch über Instagram & Co hinaus, so dass man etwas finden kann, was Spaß macht.Die Qualität des Buches kann unter Marketingbemühungen leiden, muss es aber nicht. Klar, wenn wir uns selbst um Sichtbarkeit kümmern müssen, dann ist das Zeit, die wir nicht ins Schreiben investieren. Und die ständige Präsenz auf den sozialen Medien ermüdet und löst negative Gefühle aus. Aber wir können uns Systeme schaffen, in denen beides co-existieren kann.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#48 Gedankenarbeit | Warum ist es sinnvoll, schmerzhafte Situationen aufzuarbeiten?
Manchmal erleben wir Situationen, die unangenehm oder sogar schmerzhaft sind – so sehr, dass wir alles daransetzen, sie schnell wieder zu vergessen. Auch gedanklich. Das ist eine natürliche Reaktion des Gehirns, immerhin ist es sein Job, uns vor Gefahren zu schützen – auch vor emotionalen. Doch ist das so gut? Man hört oft, dass man sich unangenehmen Erinnerungen stellen soll, ist da was dran? Und wenn ja, wie macht man das überhaupt? Darüber sprechen wir heute. Wichtig: Wir sind keine Therapeutinnen, Psychologinnen oder Ärztinnen. Alles, was wir hier teilen, basiert auf unseren persönlichen Erfahrungen und dem Wissen, das wir uns überdie Zeit selbst angeeignet haben. Wenn dich etwas davon betrifft oder beschäftigt, hol dir bitte professionelle Unterstützung. Wir freuen uns, dass du reinhörst – und hoffen, dass du etwas für dich mitnehmen kannst. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffeespendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#47 Mid-Book-Crisis | Warum will man beim Schreiben der Buch-Mitte alles hinschmeißen?
Die Mitte des Buches ist erreicht. Bergfest. Halbzeit. Oder auch: Krise. Viele Autor:innen kennen die negativen Gefühle, die auftauchen, wenn man beim Schreiben bei der Hälfte ankommt. Die Motivation lässt nach, ein riesiger Berg an Arbeit liegt noch vor einem und man sieht mehr Probleme als Lösungen. Warum das so ist und was uns die Mid-Book-Crisis sagen will, darüber sprechen wir in dieser Folge. 3 zentrale Aspekte aus der Folge :In der Mitte des Projekts fehlt uns der Glanz des Neuen und die Euphorie des Endspurts. In der ersten Hälfte des Projekts stellen wir Fragen, machen Töpfe auf, finden uns in der Welt zurecht. In der zweiten Hälfte wird alles wieder enger und wir müssen uns anstrengen, alle Stränge wieder zusammenzuführen. Das kann zäh sein. Wir sehen plötzlich ganz klar, wie viel Arbeit noch vor uns liegt.Die Mid-Book-Crisis gehört dazu. Die meisten Autor:innen durchleben sie und sie sagt nichts über die Qualität des Projekts aus. Es kann helfen, sich klar zu machen, warum man diese Geschichte am Anfang schreiben wollte, oder auch, ob man mit den Ideen vom Anfang noch etwas anfangen kann, oder die Richtung wechseln sollte. Auch einen Klappentext zu schreiben oder ans Ende des Buches zu springen um eine spätere Szene zu schreiben, kann helfen. Die Krise in der Mitte zeigt uns, dass wir inzwischen so tief in der Geschichte drin stecken, dass wir bestimmte Probleme überhaupt erst sehen können. Sie zeigt uns, dass wir uns weiterentwickelt haben. Und wenn wir es schaffen dran zu bleiben, dann erlaubt sie uns und der Geschichte echtes Wachstum.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#46 Prävention | Wie kann man einem Burnout vorbeugen?
In dieser Folge geht’s um ein Thema, das viele von uns betrifft: Burnout – und die ganzen kleinen Vorstufen, die oft viel zu lange übersehen werden. Gerade mit ADHS fühlt man sich schnell überfordert, obwohl man manchmal das Gefühl hat, eigentlich gar nicht genug geschafft zu haben und „hinterherzuhängen“. Woher kommt diese Erschöpfung? Was steckt dahinter – und was kann man tun, um besser für sich zu sorgen?Wichtig: Wir sind keine Therapeutinnen, Psychologinnen oder Ärztinnen. Alles, was wir hier teilen, basiert auf unseren persönlichen Erfahrungen und dem Wissen, das wir uns über die Zeit selbst angeeignet haben. Wenn dich etwas davon betrifft oder beschäftigt, hol dir bitte professionelle Unterstützung.Mit dieser Folge läuten wir einen Rhythmuswechsel ein. Um unsere Ressourcen zu schonen, produzieren wir unsereregulären Podcastfolgen fürs erste nur noch alle zwei Wochen, anstatt jeden Montag. Doch keine Sorge, zwischendurch werden immer mal wieder Interviews, Kollaborationen oder spontane Buchclubfolgen eingestreut. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#45 Rejection Sensitivity | Tintenliebe Podcast: Wie geht man mit Rejection Sensitivity im Lektorat um?
Diese Woche haben wir uns mit dem Tintenliebe-Podcast zusammengetan, um über das Thema Rejection Sensitivity im Lektorat zu sprechen. Stephan und Miriam sind Lektor:innen und wir haben uns zusammen mal angeschaut, was die Angst vor Zurückweisung für beide Seiten bedeutet und wie wir damit umgehen können. Diese Folge hier ist Teil einer Doppelfolge. Hier hört ihr Teil 1, wo wir darüber sprechen, wie sich Rejection Sensitivity anfühlt und warum sie problematisch sein kann. Teil 2 gibt es beim Tintenliebe Podcast, dort haben wir über den Umgang mit Rejection Sensitivity gesprochen. 3 zentrale Aspekte aus der Folge:Rejection Sensitivity ist ein Spektrum. Problematisch wird es da, wo Feedback und wahrgenommene Zurückweisung einschränken, weil z.B. Feedback nicht angenommen werden kann oder Rückmeldungen schon vorher aus dem Weg gegangen wird. Bei Rejection Sensitivity ist negatives Feedback nicht einfach nur unangenehm, sondern kann erschüttern und damit Ängste und starke Zweifel auslösen.Für Lektorierende kann das Problem von zwei Seiten kommen. Auf der einen Seite erfordert es Empathie und eine sanfte Kommunikation, um mit Autor:innen mit Rejection Sensitivity umzugehen. Aber auch was das eigene Tun, die Herangehensweise und Fähigkeiten im Lektorat angeht, können Ängste vor Zurückweisung auftreten.Kommunikation ist von beiden Seiten nicht nur hilfreich, sondern entscheidend dafür, dass eine Zusammenarbeit funktionieren kann, wenn auf einer Seite Rejection Sensitivity besteht. Es hilft, offen darüber zu sprechen, was beide Seiten voneinander brauchen. Über den Umgang zwischen Autor:innen und Lektor:innen in Bezug auf Rejection Sensitivity sprechen wir, wie gesagt, tiefergreifend im Tintenliebe Podcast. Hier findest du den Tintenliebe-Podcast:» https://open.spotify.com/show/6XC3lh2hOXPEOYtOeObs7V» https://www.instagram.com/miriams_wortgarten/» https://www.instagram.com/lektorat_berg/» https://www.tiktok.com/@tintenliebe.podcastDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#44 Autor:innen mit ADHS | Vivien Verley: Was verändert sich mit einem Verlagsvertrag?
In unserer Reihe Autor:innen mit ADHS haben wir in dieser Folge Besuch von Vivien Verley. Vivien ist nicht nur Autorin für Kinder- und Jugendbücher, sondern auch Mediendesignerin. Typisch ADHS hat sie mehrere Leidenschaften, die sie verfolgt. Ihre Diagnose hat sie erst seit knapp anderthalb Jahren, und das hat viel verändert, weil sie endlich eine Erklärung dafür hat, warum manche Dinge bei ihr anders laufen, als bei anderen.Viviens Jugendbuch Thea Magica erscheint im September bei Ravensburger und sie erzählt in der Folge von ihrem langen und teilweise auch sehr frustrierenden Weg zur Verlagsautorin. Wir sprechen über Ängste, Zweifel, aber auch über Erfolge und darüber, warum dranbleiben sich lohnt.Dranbleiben lohnt sich, das hat Viviens Weg gezeigt. Bei den wenigsten Autor:innen klappt es mit dem Verlagsvertrag beim ersten Versuch. Meistens pflastern viele Absagen und gescheiterte Versuche den Weg, so auch bei Vivien. Wenn man bei Zurückweisung gleich aufgibt, dann weiß man nie, ob man es nicht vielleicht doch geschafft hätte, wenn man drangeblieben wäre. Was natürlich nicht heißt, dass die Zurückweisung nicht wehtut. Vivien hat sich nach vielen negativen Erfahrungen ein System aus Menschen aufgebaut, denen sie vertraut, die sie unterstützen und sich mit ihr freuen. Dort kann sie auch ihre Ängste und Zweifel lassen. So ein System kann viel Halt geben und den Weg in seinen Höhen und Tiefen leichter machen. Vivien hat nochmal betont, dass Konkurrenzkampf und -denken in der Buchbranche absolut unnötig und wenig hilfreich sind. Wir gehen als Autor:innen alle unseren eigenen Weg, haben unsere Struggles, Ängste und Unzulänglichkeiten. Da müssen wir uns das Leben nicht gegenseitig noch schwerer machen. Schließlich lesen Leser:innen ja nicht nur die Bücher einzelner Autor:innen. Es bringt es uns viel mehr, uns gegenseitig helfen, statt uns ein Bein zu stellen.Mehr über Vivien Verley findest du hier:» Instagram: @vivienverley» Viviens Buch Thea Magica erscheint am 01.09.2025 bei RavensburgerDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#43 Musik | Ordnung für das ADHS Gehirn?
Musik hat viele verschiedene Eigenschaften. Sie löst Emotionen aus, sortiert die Gedanken, speichert Erinnerungen und ruft sie wieder hervor, vereinheitlicht menschliches Handeln in Tanz und Arbeit, sie beruhigt, regt auf, regt an, schafft ein Gefühl von Verbundenheit, kann identitätsstiftend sein.Jeder hat einen anderen Zugang zur Musik.In dieser Folge sprechen wir darüber, welchen Bezug wir zur Musik haben. Wann hören wir Musik, zu welchem Zweck und mit welchen Mitteln? Wie wirkt Musik im Zusammenhang mit unserer individuellen ADHS-Erfahrung? Gibt es eine Verbindung zwischen Melodien und dem Schreiben?Wir sind Anne und Erina und wir wünschen euch mitdieser Folge viel Spaß.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#42 Identität | Können wir beeinflussen, wie andere uns sehen?
Heute sprechen wir über das zweite Thema hinter der Genre-Frage: Die Frage nach der Identität. Wer will ich sein? Wie möchte ich wahrgenommen werden? Viele Menschen mit ADHS, gerade Frauen oder weiblich gelesene Personen, verbringen sehr viel Zeit und Energie damit, zu masken, also sich ihrer Umwelt und vor allem den Bedürfnissen anderer anzupassen. Auch für Autor:innen ist die Frage nicht ganz unerheblich, weil der Mensch hinter dem Buch immer zentraler wird und Autor:innen nicht mehr nur Schreibende sind, sondern oft auch in der öffentlichen Wahrnehmung stehen und eine Persona erschaffen, einen Teil von ihnen, der sich öffentlich zeigt. Und als Autorinnen mit ADHS stehen wir nun da und fragen uns: Wie sehr können und sollten wir steuern, wie wir wahrgenommen werden? Dabei haben wir ganz verschiedene Aspekte des Themas Identität angesprochen und sind ein bisschen auf Erkundungstour gegangen. 3 Gedanken aus der Podcast-Folge:Wir sind als Menschen sehr soziale Wesen und vor allem auch emotional abhängig von unserer Umwelt. Deswegen ist es ganz natürlich, dass unsere Identität zu großen Teilen im Austausch mit anderen Menschen entsteht und stattfindet. Wie andere Menschen uns sehen hat Einfluss auf unser Selbstbild. Und um möglichst gemocht – also aus einer Gruppe nicht ausgestoßen zu werden – versuchen wir naturgemäß einen gewissen Einfluss darauf zu nehmen, wie man uns sieht. Die Frage wie viel Einfluss wir auf die Wahrnehmung der anderen haben ist nicht ganz eindeutig zu beantworten. Eine der Fragen ist: Wo fängt Kontrolle an und wo hört sie auf? Beeinflussen oder steuern wir andere? Was davon können wir überhaupt? Und wie sehr lassen wir uns von anderen beeinflussen?In verschiedenen Kontexten verschiedene Rollen anzunehmen ist nicht nur normal, sondern im sozialen Gefüge sogar notwendig. Wichtig ist dabei die Frage der Freiwilligkeit. Muss ich jemand bestimmtes sein oder ist die Darstellung eines bestimmten Aspekts von mir ein Ausdruck, den ich aus eigenem Antrieb wähle? Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#41 Sicherheit in Regeln | Warum sollte man sich absichtlich einschränken?
In der Genre-Folge habe ich bereits gesagt, dass ich unter anderem deswegen gern wüsste, welches Genre mein Buch hat, weil ich mich in Begrenzungen kreativer fühle. Wenn alles möglich ist, bin ich überfordert, aber sobald mir eine Grenze einen Raum schafft, explodiert meine Kreativität vor Möglichkeiten. Und genau darüber unterhalten wir uns heute. 3 Gedanken aus der Podcast-Folge:Regeln fördern die Kreativität auf vielen Ebenen. Sie können Sicherheit und Halt geben, einen Fokus schaffen und damit gegen Überforderung helfen. Sie sorgen für Tiefe statt Breite, weil man sich in einem kleineren Bereich bewegt und dadurch genauer hingucken muss. Wir müssen innerhalb von Grenzen neue Wege finden und stoßen dabei auf überraschende Lösungen.Zu starre Grenzen können die Kreativität allerdings auch einschränken. Wenn man Regeln irgendwann nur noch strukturell verfolgt, ohne zu reflektieren, ob das dem Inhalt dient, dann arbeiten wir nicht mehr kreativ, sondern nur noch ab.Es ist hilfreich, sich immer wieder mal zu fragen: Warum habe ich diese Grenze gesetzt? Was habe ich mir davon erhofft? Und vor allem: Erfüllt sie diesen Zweck noch? Grenzen müssen auch zu einem passen, wenn sie einfach nur von außen vorgegeben werden, ohne dass man selbst einen Mehrwert darin sieht, dann sind sie nicht hilfreich. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#40 Echokammern | Wie gut ist es, sich mit Seinesgleichen zu umgeben?
„Bubbles“ – Seifenblasen. So nennt man einen virtuellen oder gesellschaftlichen Raum, in dem man sich mit anderen Menschen über bestimmte Themen austauscht. Sei es die „ADHS“-Bubble oder die „Buch“-Bubble – sie alle bieten ein Gefühl von Sicherheit, Unterstützung und Zugehörigkeit. Doch wie so oft im Leben gibt es auch hier eine andere Seite, die man kritisch betrachten sollte. Bubbles können dazu führen, dass wir den Kontakt zu Menschen außerhalb unserer eigenen Blase verlieren und komplexe Themen zu sehr vereinfachen. In einer sogenannten „Echokammer“ werden eigene Meinungen oft eher bestätigt als hinterfragt. In dieser Folge sprechen wir darüber, welche Erfahrungen wir mit Bubbles und Echokammern gemacht haben – und welche Chancen und Risiken wir darin sehen, sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gesellschaft.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#39 Absagen: Update | Wie läuft es mit unserem Chancen-Schaffen-Jahr?
Für das Jahr 2025 haben wir uns vorgenommen, in Bezug auf unser Schreiben Chancen zu schaffen und zu nutzen. Wir haben in Folge 22 ausführlich über unseren Plan gesprochen. Ein Drittel des Jahres ist schon wieder vorbei und Hörerin Hanna hat uns gefragt, wie es eigentlich läuft und sich eine Folge mit einem Update gewünscht. Dem kommen wir natürlich sehr gern nach und sprechen darüber, welche Chancen wir uns geschaffen haben, was das mit unserem Mindset gemacht hat und wie zufrieden wir mit dem Prozess sind. Falls du auch einen Wunsch hast, worüber wir hier mal sprechen sollen, dann schreib uns gern, wir sind offen für Vorschläge und freuen uns von dir zu hören. 3 Gedanken aus der Podcast-Folge:Chancen warten überall: Ausschreibungen für Anthologien und Stipendien, potenzielle Interviewgäste, Vereine oder Kontakte. Alles zählt, keine Chance ist zu klein um zu gelten, schließlich weiß man nie, was sich woraus noch ergeben kann.Durch das Sammeln der Absagen und den Wettbewerb, wer die meisten Absagen bekommt, verändert sich die Bewertung einer einzelnen Absage. Weil wir verschiedene Figuren im Spiel haben, ist es nicht so schlimm, wenn eine rausfällt. Und jede Absage ist ein Gewinn, der einen potenziell in Führung bringt. Das klingt vielleicht ein wenig an den Haaren herbeigezogen – aber es funktioniert tatsächlich. Auch die Hemmschwelle Chancen wahrzunehmen sinkt. Auch wenn der Prozess gut funktioniert, es ist sinnvoll immer mal wieder kritisch hinzuschauen, ob er seinen Zweck erfüllt und wie es uns damit geht. Wir schaffen in diesem Jahr nicht nur Chancen, wir lernen auch sehr viel über uns, was wir wollen und was wir nicht wollen. Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.de Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#38 Genre-Erwartungen | Muss man das Genre beim Schreiben schon kennen?
Muss ich das Genre meines Buches beim Schreiben schon kennen? Das ist so eine Frage, bei sich unter Autor:innen die Geister scheiden. Wenn man nach dem Markt schreibt, dann kennt man natürlich das Genre und ist darauf bedacht, alle Erwartungen zu erfüllen. Aber es kann auch dann sinnvoll sein, sich vor oder während des Schreibens mit dem Genre auseinanderzusetzen, wenn man die eigene Herzensgeschichte schreibt.Ich habe ein wenig Schwierigkeiten, mein aktuelles Projekt einzuordnen und das macht mir immer wieder Bauchschmerzen. Ich will mein Genre kennen und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass es mich einengt. Mal wieder so ein Bunnybrain-ADHS-Paradox. Deswegen sprechen wir in dieser Folge darüber, ob man das Genre kennen muss, wie man dabei trotzdem bei sich bleibt und was passiert, wenn man in andere Richtungen denkt.Zusammenfassung:Man muss das Genre beim Schreiben nicht kennen. Die Geschichte erzählt einem in der Regel, was sie braucht. Aber, wie immer, ist die Antwort nicht ganz so einfach, wie sie erst einmal aussieht. Denn es kann helfen, das Genre zu kennen. Grenzen können die Kreativität stärken und klare Regeln können dazu führen, dass wir uns als Autor:innen sicher fühlen. Manchen hilft es, das Genre beim Schreiben zu kennen, andere fühlen sich davon eingeengt.Das Genre ist ein Werkzeug, kein Käfig. Es dient vor allem dazu, ein Buch zu verkaufen. Natürlich kann man beim Schreiben schon darauf achten, was Leser:innen eines Genres erwarten, aber eine Geschichte muss deswegen nicht künstlich in eine Richtung gedrängt werden. Vielleicht hilft es, mehr in Stimmung und Atmosphäre zu denken, als in Genre.Neue Genres entstehen immer wieder, momentan in irritierender Kleinteiligkeit, in der alles existiert. Das macht die Regeln nicht unbedingt klarer, womit wir wieder am Anfang wären. Halt findet man darin nicht, aber vielleicht eine gewisse Freiheit.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#37 Gedankenspirale vs. Heilung | Wann denkt man zu viel und wann zu wenig über ein Thema nach?
In Folge 37 dreht sich bei uns alles um Gedankenspiralen – ein Thema, das gerade vielen von uns mit ADHS sehr vertraut ist.Kennst du das? Dein Gehirn schlingt sich um einen Gedanken und kaut ihn wieder und wieder durch, obwohl es dir damit Schmerzen bereitet. „Du überdenkst das“, heißt es dann häufig von außen. „Lenk dich ab, denk nicht so viel darüber nach." „Don’t feed the beast“.Und ja – es stimmt schon: Gedanken können wachsen, wenn wir ihnen zu viel Aufmerksamkeit schenken. Aber genauso wahr ist, dass es manchmal hilft, Dinge auszusprechen, um sie einordnen zu können.Und genau da liegt die spannendeFrage:Wo ist die Grenze?Wann ist es hilfreich, sich mit Gedanken auseinanderzusetzen – und ab wann wird es selbstschädigend?Wie bildet man sich eine Meinung, wenn im eigenen Kopf so viele Stimmen durcheinanderreden?Und was kann helfen, wenn man immer wieder in solche Gedankenschleifen rutscht?Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#36 Autor:innen mit ADHS | Juri Pavlovic: Wie repräsentiert man neurodivergente Erfahrungen in der Literatur?
Jeder Mensch ist anders - und erlebt ADHS auf ganz eigene Weise. Deswegen laden wir regelmäßig Autor:innen mit ADHS in unseren Podcast ein, um mehr über ihre persönlichen Erfahrungen zu erfahren.Heute dürfen wir Juri Pavlovic bei uns begrüßen. Juri nutzt die Pronomen sie, er und sier. Für diesen Podcast haben wir uns auf „sie“ geeinigt. In der Buchbubble ist Juri bekannt wie ein bunter Hund – nicht zuletzt wegen ihrer farbenfrohen Haare und ihres Hundes Fee. Sie ist Fantasyautor:in, Lektor:in und Begründer:in der Marke „Kapitel Eins“ (früher „Textehexe“) wo sie mit Ihrem Team Lektorats- und Coachingdienstleistungen anbietet. Erina hat Juri kennengelernt, als sie für den Zeilenschlinger gemeinsam eine Podcastfolge zum Thema „Diversität in der Fantasy“ aufgenommen haben.Juri setzt sich leidenschaftlich dafür ein, die Lebensrealitäten queerer Autor:innen sichtbarer zu machen und unsere literarische Landschaft durch respektvoll und authentisch dargestellte diverse Charaktere zu bereichern.Geboren 1972 in Bayern, lebte sie lange in einem Umfeld, in dem weder Queerness noch Neurodivergenz einen Raum hatten. Ihre ADHS-Diagnose erhielt sie daher erst mit etwa 50 Jahren.Wir sprechen in dieser Folge mit ihr über die Frage, wie sich ihr Selbstverständnis, ihr Schreiben und ihr Leben nach der späten Diagnose verändert haben. Außerdem geht es um neurodivergente Figuren in der Literatur – und darum, ob es Unterschiede gibt, worauf man bei der Repräsentation queerer Personen im Vergleich zu neurodivergenten achten sollte.Hier findest Juri Pavlovic» Veröffentlichungen: https://amrun-verlag.de/susanne-pavlovic/» Instagram: https://www.instagram.com/textehexe/» Website: textehexe.com | kapitel-eins.deDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#35 Buchmesse | Wie haben wir die LBM 2025 erlebt?
Es ist voll, es ist laut, es sind überall Bücher, die Menschen sind glücklich, manche von ihnen tragen Kostüme, manche schlürfen Ramen, manche sitzen draußen in der Sonne und bewundern ihre Buchschätze. Die Leipziger Buchmesse fand dieses Jahr Ende März statt – und wir waren dabei. Es war die erste Buchmesse für Anne und sie war entsprechend aufgeregt. Gerade als Menschen mit ADHS sind solche Großveranstaltung oft eine Herausforderung – sensorische Überreizung, Entscheidungsschwierigkeit, Überforderung, Impulsivität, all das kann die Erfahrung sehr anstrengend machen. Doch wir wollten uns davon nicht abhalten lassen. Denn wir lieben Bücher und Buchmenschen und Chancen und Gespräche und neue Herausforderungen! Wie wir dieses Erlebnis angegangen sind, was wir alles getan, gesehen und erlebt haben, wo wir uns zu viel zugemutet haben was wir beim nächsten Mal besser machen wollen – über all das unterhalten wir uns in der heutigen Folge.Erwähnungen» Tintenliebe Podcast» BVJA - Bundesverband junger AutorInnen (https://jungeautoren.org/)Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#34 Selbstbewusstsein | Neigen wir als Autor:innen eher zu Selbstzweifeln oder zu Größenwahn?
Das Bild von zweifelnden Autor:innen kennen wir alle. Seite um Seite wird geschrieben, um im Papierkorb zu landen, es wird munter mit den Größten des eigenen Genres verglichen und grübelnd nachts im Bett gelegen. Ich habe in diesem Podcast schon ziemlich oft von meinen eigenen Zweifeln gesprochen. Aber warum neigen wir als Autor:innen zu Selbstzweifeln? Sind die vielleicht sogar für etwas gut?Und auf der anderen Seite des Spektrums: Dürfen wir uns auch großartig fühlen? Glauben, dass wir richtig gut sind? Dass uns niemand das Wasser reichen kann? Über Momente von Größenwahn spricht niemand, aber gehört das nicht auch dazu? Was kann uns dieses Gefühl geben und wo ist es eher hinderlich?Über diesen Spagat zwischen Selbstzweifeln und Größenwahn sprechen wir in dieser Folge.Drei Gedanken aus der Folge: Wenn wir darüber sprechen, dass wir von uns, unseren Geschichten und unserem Talent überzeugt sind, dann ist das oft eher negativ behaftet. Worte wie Ego oder Größenwahn zeichnen ein bestimmtes Bild. Dabei ist es durchaus hilfreich, manchmal übertrieben positiv von sich zu denken und sich selbst für genial zu halten. Nicht die ganze Zeit, wie immer ist es eine Frage des Maßes, aber kurze Momente darf es im Prozess geben. Sie helfen uns dabei, überhaupt anzufangen und dann auch dran zu bleiben. Weil es geil ist, was wir tun. So unangenehm die Selbstzweifel auch sind – und wir haben viele Erklärungen, wo sie herkommen und warum sie nerven – auch sie helfen uns dabei, Autor:innen zu sein. Durch Zweifel lassen wir Kritik zu, können bei der Überarbeitung wirklich das Beste aus unseren Geschichten herausholen und geben uns nicht mit mittelmäßig zufrieden. Wir brauchen den Größenwahn um es überhaupt anzupacken, die Selbstzweifel um das Beste rauszuholen. Man könnte die beiden auch als inneren Visionär und inneren Kritiker betrachten, als unser Team in unserem Kopf, das uns dabei hilft, unsere Bücher zu schreiben. Beide sind Teil des kreativen Prozesses und dürfen sein, solange sie nicht vollständig das Ruder übernehmen.Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#33 Paradoxes ADHS | Wie lebt es sich zwischen so vielen Widersprüchen?
Viele Menschen mit ADHS erleben sich in einem Spannungsfeld zwischen Widersprüchen. Auf der einen Seite können Sie sich nicht auf Dinge konzentrieren, die erledigt werden müssen, können aber auf der anderen Seite stundenlang ununterbrochen das eigene Hobby ausführen. Sie mögen Abenteuer und Gesellschaft, sind aber schnell Reizüberflutet und ziehen sich zurück. Das sind nur wenige Beispiele von vielen. In dieser Folge reden wir über die Erfahrungen mit diesen Paradoxen. Was sind typische Widersprüche bei ADHS und welche davon kennen wir von uns? Wie kann man diese Widersprüche erklären? Und was sind Schwierigkeiten und Chancen, die sich daraus ergeben?Du möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#32 Schnell- und Langsam-Schreiber | Welche Rolle spielt die Geschwindigkeit beim Schreiben?
Wer sich in der Schreib-Bubble in den sozialen Medien aufhält sieht ständig Posts oder Stories, in denen Autor:innen davon sprechen, wie schnell sie schreiben. 10.000 Wörter an einem Tag, eine Rohfassung in zwei Wochen, die siebte Veröffentlichung in diesem Jahr. Auf der anderen Seite sieht man auch die Geschichten von denen, die seit 10 Jahren an ihrer Fantasy-Welt tüfteln und dafür Sprachen erfinden oder ihren Plot in 100 Seiten tiefster Detailarbeit ausarbeiten und sich dafür richtig Zeit nehmen. Beides sieht erstrebenswerter aus als die eigene Herangehensweise und schon sind wir am Zweifeln. Wir sprechen in dieser Folge darüber, was schnell- oder langsam-Schreiben eigentlich heißt und ob man sich bewusst für das eine oder andere entscheiden kann. Drei zentrale Aspekte: Ob man schnell oder langsam schreibt, also wie lange ein Manuskript braucht, um zustande zu kommen, hängt von mehreren Faktoren ab. Es ist ein bisschen eine Typfrage, aber auch solche Aspekte wie Zielsetzung, Anforderungen des Projekts, Genre oder Lebensumstände spielen mit hinein. Es gibt Methoden, die Schreibgeschwindigkeit zu ändern. Allerdings sollte man sich zuerst fragen, warum man das will. Gibt es gute Gründe, oder geht es einfach nur darum, dass andere es anders und vermeintlich besser machen? Zu unterscheiden, ob man langsam aber stetig vorankommt, oder prokrastiniert kann mitunter schwierig zu beantworten sein. Wenn es keinen messbaren Fortschritt gibt, man bestimmte Aufgaben immer weiter vor sich her schiebt, weil es „wichtigeres“ zu tun gibt oder man dazu neigt, spontanen Eingebungen für Aufgaben den Vorrang zu geben, dann lohnt es sich, mal genauer hinzusehen. Du möchtest uns erreichen? » Instagram: @bunnybrains.podcast » E-Mail: [email protected] » Website: www.bunnybrains.de Du möchtest uns einen Kaffee spendieren? » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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#31 Autor:innen mit ADHS | Annika Bühnemann: Wie baut man sich mit undiagnosizierter ADHS eine Karriere auf?
Um über unseren eigenen Tellerrand hinaus zu blicken haben wir in der heutigen Folge wieder einen Gast eingeladen. Annika Bühnemann spricht mit uns darüber, wie sie es geschafft hat, sich mit einer undiagnotizierten ADHS eine Karriere als Autorin und Coach aufzubauen. Annika schreibt in verschiedenen Genres, angefangen hat sie mit romantischen Komödien, im Moment verbringt sie ihre Zeit mit einer Cosy Crime Reihe. Viele Autor:innen kennen sie durch ihren Blog vomschreibenleben.de oder durch ihre Schreib- und Marketingkurse. Wenn man ihren Werdegang von außen verfolgt, dann wirkt das alles sehr gut strukturiert, geplant und erfolgreich. Wie es hinter den Kulissen aussieht, und wieso sie nach jahrelanger Introspektion jetzt eine ADHS-Diagnose bekommen hat, darüber hat sie sich mit uns unterhalten. Drei Gedanken aus der Folge: Schon vor ihrer Diagnose hat Annika angefangen, ihre Stärken zu nutzen und Dinge, die ihr schwer fallen, abzugeben. Gerade als Autor:innen haben wir einen unfairen Vorteil was z.B. unsere Fähigkeit angeht, Ideen zu produzieren, und den sollten wir nutzen. Warum auch nicht? Schließlich haben wir dafür an anderen Stellen Schwierigkeiten, die andere nicht haben. Und es spricht nichts dagegen, sich dafür Hilfe zu holen. Die Sache mit dem Selbstbewusstsein. Für viele Bunnybrains, inklusive mir, ist das ein schwieriges Thema, weil wir oft dazu neigen, nicht so viel Selbstbewusstsein zu haben und es immer allen recht machen zu wollen. Annika hatte irgendwann die Erkenntnis: Was ich mache wird nie alle zufrieden stellen, dann kann ich auch einfach machen was ich will. Und das ist eine ziemlich schlaue Erkenntnis um sich nicht mehr ständig selbst runterzumachen. Denn seien wir mal ehrlich: das bringt uns ja auch nicht weiter. Figuren entstehen nicht nur in denen, die sie schreiben, sondern auch in denen, die sie lesen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wir haben schon öfter darüber gesprochen. Aber am Ende dieser Folge wurde es mal richtig deutlich, als wir über die Protagonistin Kea aus Annikas Cosy Crime Reihe Morde mit Meerblick gesprochen haben. Wie Annika meinte: Kea ist für jeden die, die er braucht. Mehr über Annika Bühnemann und ihre Angebote und Bücher findest du hier:» Instagram: @annikabuehnemann und @valerienordmann» Website: https://annikabuehnemann.de und https://www.vomschreibenleben.deDu möchtest uns erreichen?» Instagram: @bunnybrains.podcast» E-Mail: [email protected]» Website: www.bunnybrains.deDu möchtest uns einen Kaffee spendieren?» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains
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ABOUT THIS SHOW
Willkommen bei den Bunnybrains. Wir sind Anne und Erina und wir sprechen in unserem Podcast über das Schreiben. Meistens. Manchmal auch über andere Dinge. Wie zum Beispiel Eichhörnchen.Wir gehen kompakt und auf den Punkt in die Tiefe. Unsere Gespräche finden auf Augenhöhe mit unseren Hörer:innen statt. Wir wissen es schließlich auch nicht besser. Der Podcast erscheint immer montags. Wenn wir es nicht vergessen.Mehr Info: www.bunnybrains.deInstagram: @bunnybrains.podcast
HOSTED BY
Anne Solveig und Erina Wissing
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