PODCAST · arts
Coffee And TV
by Lukas Heinser
Coffee And TV ist ein Blog über Popkultur, Medien und niederrheinische Kleinstädte. Der dazugehörige Podcast ist genauso, nur anders.
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Cinema And Beer: „Skyfall“
Heute beginnt unsere neue Podcast-Reihe Cinema And Beer. Das Konzept ist denkbar einfach: Tom Thelen und Lukas Heinser gehen zusammen ins Kino und unterhalten sich anschließend bei einem Bier etwa eine Viertelstunde lang über den Film. Thema der ersten Folge ist – wenig überraschend – „Skyfall“, der neueste James-Bond-Film, der am 1. November in den deutschen Kinos angelaufen ist. Cinema And Beer: „Skyfall“ (Zum Herunterladen rechts klicken und „Ziel speichern unter …“ wählen.)
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Blumenkübel
Ich kann Ihnen die Geschichte beim besten Willen nicht erklären – lesen Sie sie doch bitte einfach hier nach. Aber den Song zum Hype, den kann ich Ihnen liefern. Hier: Download-Link (Rechts klicken und „Ziel speichern unter …“ wählen)
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Pop revisited
– von Katharina Schliebs und Lukas Heinser – Einslive jedenfalls, die „Jugendwelle“ des Westdeutschen Rundfunks, feierte am Freitag ihren 15. Geburtstag. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag in einer Köln-Ehrenfelder Wohnung, ließen uns bekochen und hörten dabei Einslive. Zumindest letzteres gehört zu den Dingen, die Menschen in unserem Alter sonst eher vermeiden. Doch diesmal war es etwas anderes: Wir hörten regelrecht gebannt zu und veranstalteten ein privates Popquiz, denn gefeiert wurde mit einem eigentlich nur brillant zu nennenden Sende-Marathon, in dem zwischen 6 und 21 Uhr jede Stunde einem anderen Jahr gewidmet war. Los ging es mit dem Jahr 2009 und dann immer weiter vorwärts in die Vergangenheit. So saßen wir zu dritt vor dem Radio und hörten die Jahre 1998, 1997, 1996, 1995 und wurden dabei immer alberner und übertrafen und gegenseitig mit Nerdwissen aus 100 Jahren Popmusik. Dabei sind persönliche Musikhör-Biografien natürlich irgendwann stark abweichend zu dem, was im Radio an Musik läuft. Dennoch darf man nicht unterschätzen, wie viel Radio man dann aber doch gehört hat und wie viele Lieder man kennt, auch wenn man sie eigentlich schlimm oder belanglos findet (Wer um alles in der Welt kann ernsthaft auf die Idee kommen, ein so völlig egales Lied wie „Got ‚Til It’s Gone“ von Janet Jackson irgendwie gut zu finden oder sogar die Single zu kaufen? Ein Riesenhit dennoch!), und wie viele Erinnerungen verbunden sind mit diesen Radiopopsongs und den Radiocomedys. Und sogar mit den Betten, Drops und Jingles! Niemals hätte man „Einslive macht hörig“ rausschmeißen dürfen. Exkurs „Nerdwissen über Einslive“: Früher kam direkt nach den Nachrichten eine Begrüßung. Mit dem Relaunch 2007 lief nach den Nachrichten erst ein Lied und dann sagte der Moderator Hallo. Sogar diesen Relaunch hat Einslive für einige Stunden zurückgenommen und die Moderatoren haben wieder direkt nach den Nachrichten eine Begrüßung gesprochen! Mit dem Original-Bett von früher! Und wenn das niemandem sonst auf der ganzen Welt aufgefallen sein sollte: In der Ehrenfelder Küche wurde es bemerkt. Und bejubelt. Exkurs Ende. Je näher der Rückblick dem Gründungsjahr 1995 kam, desto deutlicher wurde die Rolle, die Eins Live bei der eigenen Adoleszenz gespielt hatte: Nahezu jeden Song konnten wir noch mitsingen – nicht bei jedem kannte man Titel und Interpret, aber wir hatten alles unzählige Male gehört. Damals tatsächlich noch ausschließlich über Radio, denn wir hatten ja nichts. Die Zielgruppe, die jetzt zuhause vor dem Webstream saß und damals noch gar nicht geboren war, wird in 15 Jahren kaum so viele gemeinsame Erinnerungen an ein Medium ihrer Jugend haben. Wir fühlten uns natürlich alt und sprachen darüber, dass das Konservative manchmal auch seine guten Seiten habe, der Gastgeber brachte Bier – und das war der Moment, in dem wir entdeckten, dass die „Beck’s“-Flaschen neue Etiketten haben. Unsere Reaktion darauf darf man ruhig hysterisch nennen. Was ja auch nur in einer Medienmetropole wie Köln geht: Den Beginn einer landesweit ausgestrahlten Sendung am heimischen Radio verfolgen und eine Stunde später selbst in der Sendung sitzen und applaudieren. Benjamin von Stuckrad-Barre war zu Gast in der Sendung „Klubbing“ und das passte irgendwie ganz wunderbar zur Popkultur-Nostalgie an diesem Karfreitag: Stuckrad-Barre verkörpert die späten 1990er Jahre fast noch besser als Eins Live. Aber während der Sender mit seinem immer profilärmeren Programm gerade die größte Hörerschaft seiner Geschichte feiert, hat es der Literat mit seinem durchaus famosen neuen Buch „Auch Deutsche unter den Opfern“ nicht mehr auf die sichtbaren Plätze irgendwelcher Bestselller-Charts geschafft. In großen Buchhandlungen liegen zwar genug Exemplare von „Axolotl Roadkill“ aus, um damit die ganze Oberstufe eines Gymnasiums zu versorgen, aber den neuen Stuckrad-Barre müsste man bestellen. Wenn einem das jemand vor zehn Jahren erzählt hätte, als man am Tag der Veröffentlichung von „Blackbox“ kleine Buchläden in Dinslaken und Göttingen gestürmt hat … Wenigstens seine Lesungen (zuletzt gerne mit Christian Ulmen) sind immer noch ausverkauft. Und auch hier im dritten Stock über dem nächtlichen Mediapark ist der Einslive Salon gut besucht. Außen an der Tür hängt immer noch ein Schild, das den Raum als „Kultkomplexcafé“ bezeichnet, dieser seltsam absurde Name, der in seiner Eigenartigkeit unbedingt erhaltenswert gewesen wäre, denn „Salon“ ist ja nun doch, mit Verlaub, immer noch das, wo man zum Haareschneiden hingeht. Das erste Gespräch, das Sabine Heinrich mit Stuckrad-Barre noch ohne Publikum im Studio führte, ließ zwar nicht das Schlimmste, aber doch Ungutes befürchten: Nach einem etwas umständlichen „Sie oder Du“-Einstieg waren die beiden ungefähr eine Minute beim sehr unergiebigen Thema „Ostermärsche“ hängen geblieben, wobei Stuckrads Antworten zusehends knapper und genervter klangen. Doch dann steht sie vor einem und man ist sofort verzaubert: Sabine Heinrich hört sich besser an und sieht besser aus als im Fernsehen, wie sie da auf der Bühne des Einslive Salons steht und dem Publikum erklärt, dass es die Handys nach der Lesung gerne wieder anstellen darf. Eins ihrer Hosenbeine ist aus den Stiefeln gerutscht und hängt jetzt über dem Schuh, sie trägt ein weißes T‑Shirt und einen Pferdeschwanz, und wenn sie so die Echo-Verleihung moderiert hätte, dann wäre das mit Robbie Williams vielleicht was geworden. Jetzt aber betritt erst mal Benjamin von Stuckrad-Barre die Bühne. Er sitzt nicht einfach schon da rum wie viele andere Autoren vor ihm, er braucht den Auftritt – und wenn es nur einer durch eine ganz normale Zimmertür ist. Hat er nicht früher seine Lesungen auch mit „Let Me Entertain You“ eröffnet? DJ Larse legt irgendwelche Elektro-Musik auf, dann wird abwechselnd gelesen und getalkt, wobei sich zwei Dinge abzeichnen: Stuckrad-Barre ist ein sehr guter Autor, aber ein noch besserer Performer, und Sabine Heinrich ist zwar eine wahnsinnig charmante Moderatorin, aber eben auch eine eher nur mittelgute Interviewerin. Es ist ein denkbar ungünstige Konstellation: Eine aufgeregte Fragestellerin trifft auf einen Talkgast, der keinerlei Bereitschaft zeigt, die etwas unglücklich formulierten Fragen wohlwollend aufzunehmen. „Was ist denn ein Sittengemälde?“ – „Naja ich mein das ist ein ganz schönes deutsches Kompositum. Sitten-Gemälde. Das ist ja … Heiz-Körper. Was ist ein Heizkörper?“ – „Ich hab noch nie so ein Wort benutzt! Sittengemälde!“ – „Du bist zuviel mit Matthias Opdenhövel zusammen.“ Es läuft nicht. Im Salon ist es heiß, stickig, und sehr, sehr voll. Man könnte jetzt die eigene Hand abnagen (oder die des Sitznachbarn). Mag gar nicht aufhören, den Dialog zwischen Sabine Heinrich und BvSB wiederzugeben, man kann einfach nicht weghören. Sabine Heinrich sagt: „Hör mal, in deinem Buch war mal die Rede von Müsli mit Brombeeren.“ BvSB: „Ja, das ist saisonabhängig. Nä?“ Heinrich: „Pflückst du die selber in deinem eigenen Garten?“ BvSB: „Im Supermarkt.“ Heinrich: „Eigener Biogarten.“ BvSB: „GARTEN?!? Nein, nein. Gärten gilt es wirklich zu vermeiden. Das ist ja der Anfang vom Ende.“ Heinrich: „Du hast ja auch keine Küche, hast du gesagt.“ BvSB: „Aber das mit dem Garten stimmt! Ja, nee, nein. Gärten.“ Es geht so weiter. Frau Heinrich fragte, wie Herr von Stuckrad-Barre lebt, wie er wohnt, was er von Möbeln hält, ob er denn selber kocht (Antwort: „Nein!“). Er kann sich offensichtlich nicht entscheiden, ob er Frau Heinrich jetzt wirklich permanent auflaufen lassen soll oder nicht und schwankt dann zwischen absoluter Sabotage des Gesprächs und mitleidigem Nachgeben. Und man will ja Sabine Heinrich nett finden! Und ein bisschen Mitleid mit ihr haben, weil Benjamin von Stuckrad-Barre sich so bockig zeigt! Aber dann sagt sie Sachen, da ist man froh, dass ihr Gesprächspartner entsprechend reagiert: „Ich hab dich bei Jörg Thadeusz in der Sendung gehört, als Podcast, liebe Grüße an den Jörg, und der hat dich gefragt, -“ „Jetzt wird’s aber ein bisschen privat, oder?“, unterbricht Stuckrad-Barre erneut, zurecht, leicht amüsiert. „Es kann ja sein, dass Jörg diese Sendung beim Laufen hört“, gibt Frau Heinrich tapfer zu bedenken. „Na dann aber auch schöne Grüße. Lieber Jörg, es war schön mit dir in Leipzig.“ Zu Frau Heinrich, verschwörerischer Unterton: „Meinze der hört das?“ – „Bestimmt!“ – „Jörg? Sollen wir in Bochum zusammen lesen oder in Dortmund?“ Und jetzt raten Sie, wer im Publikum an dieser Stelle nicht an sich halten kann und laut „Bochum!“ ruft. Stuckrad-Barre wendet sich daraufhin dem Publikum zu und will das ausdiskutieren, aber da wirft sich Frau Heinrich dazwischen: „Darf ich jetzt bitte mal meine Frage durchbringen?!“ Sie darf. Aber sie hätte es auch lassen können. Irgendwann liest Stuckrad-Barre Ausschnitte aus dem längsten Text des Buches, in dem er von der Entstehung der letzten Udo-Lindenberg-Platte berichtet. Was bei der Lesung nur am Rande anklingt: Es ist einer der persönlichsten und intensivsten Texte, den der Autor je veröffentlicht hat. Kommt Lindenberg zu Wort, parodiert Stuckrad den typischen Tonfall des Musikers, was sehr, sehr peinlich wirken könnte (steht nicht irgendwo im Frühwerk des Popliteraten, dass Lindenberg an Parodisten-Schulen in der ersten Stunde auf dem Lehrplan stünde?), hier aber magischerweise funktioniert. Als Sabine Heinrich im inzwischen legendären Angela-Merkel-Interview die Rolle der Kanzlerin liest, ist sie allerdings ihrerseits so klug, auf jedweden Parodie-Versuch zu verzichten. Um Mitternacht ist die Sendung vorbei, Karfreitag und das Tanzverbot. Es ist wieder 2010 und Einslive klingt auch wieder so. Alle sind wieder so alt, wie sie sich fühlen, und Benjamin von Stuckrad-Barre signiert Bücher. Podcast der Sendung herunterladen
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„Das ist keine Reisegruppe“ Ein Interview mit Sven Regener
Musikjournalisten erzählen häufiger, dass sie relativ wenig Ambitionen hätten, ihre persönlichen Helden zu treffen. Zu groß ist die Angst, dass sich der über lange Jahre Bewunderte als langweilig oder – schlimmer noch – unsympathisch herausstellt, dass einem keine guten Fragen einfallen oder man versehentlich die eigenen Freunde mit reinzieht. Vor Sven Regener habe ich einen Heidenrespekt: Die Musik seiner Band Element Of Crime begleitet mich schon länger, die letzten beiden Alben habe ich rauf und runter gehört und seine Romantrilogie über Frank Lehmann habe ich mit großem Gewinn gelesen. Außerdem muss ich immer an jenes legendäre Interview mit der (inzwischen fast schon wieder völlig vergessenen) „Netzeitung“ denken. Es hätte also gute Gründe gegeben, sich nicht um ein Interview mit dem Mann zu bemühen, obwohl er mit Element Of Crime in Bochum war. Aber ein kurze Begegnung beim letztjährigen Fest van Cleef hatte mich so weit beruhigt, dass ich gewillt war, mich auf das Experiment einzulassen. Kurz bevor es losging sagte er: „So, wir duzen uns. Ich bin Sven.“ Gut, dass das vorab geklärt ist, Respektspersonen würde man ja sonst auch siezen. Wie das Gespräch dann lief, können Sie jetzt selber hören und beurteilen. Zu den Themen zählen Sven Regeners Tourblog, kleinere Städte, „Romeo und Julia“, Coverversionen und Vorbands. Interview mit Sven Regener (Zum Herunterladen rechts klicken und „Ziel speichern unter …“ wählen.)
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Und alle so: „Yeaahh“
Die nun folgende Geschichte ist an keiner Stelle logisch oder relevant: Vor etwa zwei Wochen bekritzelte jemand in Hamburg ein Wahlplakat von Angela Merkel. Unter „Die Kanzlerin kommt.“ schrieb er (oder sie): „Und alle so: ‚Yeaahh‘ “. Jemand photographierte das Ergebnis und lud es bei flickr hoch, waraufhin es René von Nerdcore entdeckte und selbst darüber bloggte. Auch bei Spreeblick wurde darüber gebloggt und die Geschichte entwickelte sich zu einem sogenannten Mem. Johnny Haeusler bat um die Zusendung von „Yeaahh“-Sounds und bastelte daraus einen Song, der schon einige Male geremixt wurde. Letzten Freitag gab es einen Flashmob in Hamburg und gestern berichteten sogar die Tagesthemen darüber. Das alles arbeitete irgendwo unterbewusst in meinem Hirn. Als ich heute Morgen erwachte, hatte ich einen Song im Ohr, von dem ich wusste, dass ich ihn nur wieder loswürde, wenn ich ihn aufnähme. Und das hab ich dann getan, inklusive einiger von Johnnys „Yeaahh“-Samples. Es singt für Sie das Coffee-And-TV-Orchester: Hier rechts klicken und „Ziel speichern unter“ wählen. Falls jemand so verrückt ist, und daraus auch noch einen Remix bauen will, stelle ich die einzelnen Spuren gerne später noch online.
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Interview mit James Walsh (Starsailor)
Starsailor können sich noch so Mühe geben: Wirklich cool werden die vier Briten in diesem Leben nicht mehr. Als James Walsh am Montagnachmittag in der CD-Abteilung des Hamburger Saturn-Marktes ein kurzes Akustikset spielt, stehen die Fans (von denen nicht mordsmäßig viele gekommen sind) zwischen Regalen, die mit „Schlager“ beschriftet sind, um Autogramme an. Da kann man dann auch noch Abbas „Dancing Queen“ covern, ohne dass es Einfluss auf die credibility hätte. Schön ist es trotzdem. Zweieinhalb Stunden später sitzt James Walsh im Backstageraum der Fabrik und langweilt sich. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er das auch während unseres Interviews (siehe unten) tut, aber da müssen wir gemeinsam durch. Die Themen: Rock’n’Roll-Klischees, Politik und Jeremiah Duggan, über dessen mysteriösen Tod die Band vor vier Jahren einen Song geschrieben hat. Walsh antwortet höflich bis nett und dass er eine Stunde vor dem Auftritt keinen Bock hat, endlos zu reden, kann man ja auch verstehen. Nach zwölf Minuten sind Martina und ich fertig mit Fotos und Interviews und es kommt noch zu einer Norbert-Körzdörfer-esken Szene, als Walsh uns mit großer Geste auffordert, uns doch noch aus dem Kühlschrank zu bedienen. „It’s Guinness, that’s the real thing“, sagt er und ich denke, ich hätte mal besser gucken sollen, von welcher Marke seine Armbanduhr war. Nach der Vorband (Oh, Napoleon aus Krefeld, hören Sie da ruhig mal rein) steht ein anderer James Walsh auf der Bühne: Er ist hellwach, scherzt mit seiner Band und erinnert kein bisschen mehr an den scheuen Anfang-Zwanziger, der sich vor acht, neun Jahren am liebsten hinter dem Mikrofonständer versteckt hätte. Anders als bei den letzten Touren gibt es keinen zusätzlichen Gitarristen mehr, Walsh spielt alles selbst und das kann er durchaus gut. Fünf Songs spielen Starsailor vom aktuellen Album „All The Plans“ – einen weniger als vom Debüt „Love Is Here“. Was einem vermutlich wieder keiner glauben wird: Die Band hat live in den letzten Jahren schon immer ordentlich gerockt, heute Abend tut sie es besonders. Walsh freut sich über das beste Publikum, das sie in Deutschland je gehabt hätten, und man ist geneigt, das nicht als Spruch abzutun: Die Fabrik kocht und wenn ich im Schätzen von Menschenmassen nicht so unfassbar schlecht wäre, könnte ich meine Behauptung, es handele sich auch um das größte Publikum, das die Band in Deutschland je hatte, auch ein wenig untermauern. Wirklich viele waren es leider trotzdem nicht. Der Stimmung tut das keinen Abbruch, neue Songs werden warm aufgenommen, alte bejubelt. Ein Fan sagt, er sei aus Japan gekommen, will aber seinen Namen nicht nennen: „Liking Starsailor can get you into real trouble“, lacht James Walsh und man ist sich gar nicht sicher, ob das jetzt Koketterie oder eine realistische Einschätzung des Bandimages ist. Aber Image ist nichts, entscheidend ist auf der Bühne: „Four To The Floor“ wird fast von seinen kompletten Disco-Streichern befreit und kommt als krachiger Britpop-Stampfer daher und wird direkt anschließend noch mal in der Remix-Version angestimmt. Letzteres ist zwar nicht neu, macht aber immer wieder Spaß. Nach dem regulären Schlusssong „Good Souls“ gibt es noch eine weitere Zugabe: „Tomorrow Never Knows“ von den Beatles. An denen kommt man im Moment wirklich nicht vorbei – auf dem Sofa im Backstageraum lag auch eine der frisch remasterten CDs herum. Und hier das Interview im Coffee-And-TV-Podcast: Interview mit James Walsh (Zum Herunterladen rechts klicken und „Ziel speichern unter …“ wählen.) Sie können die Podcasts übrigens auch als eigenen Feed oder direkt in iTunes abonnieren. Starsailor spielen das letzte Konzert ihrer Deutschlandtour am Sonntag, 27. September im Gloria in Köln. Fotos: © Martina Drignat.
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Der Onan-Kanon
Ich habe heute etwas entdeckt, das man den Lesern eines Magazins für Popkultur, Listen und – gemessen an den Google-Anfragen, die hierher führen – Selbstbefriedigung nicht vorenthalten darf: „10 Songs I’m Pretty Sure Are About Masturbation“ Bei „Paste“, wo man eine selbst für meinen Geschmack leicht besorgniserregende Listen-Obsession hegt, hat sich also jemand Gedanken darüber gemacht, in welchen Songs es um nachhaltigen Rückenmarkabbau gehen könnte. Spektakulär ist die Liste nicht unbedingt, aber mitunter schön abwegig. Als Zugabe gibt’s von mir einen legalen Download-Tipp zum Thema: „The Sun Always Shines On TV“ – nicht von a‑ha, sondern vom schwedischen Elektropop-Duo Tribeca. Die erste Strophe beginnt so: Tonight I’m in love with myself I go berserk in my couch My favourite stars and my favourite me Natalie Portman comes to me (to me)
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Literaturtipps zum Welttag des Buches
Buchbesprechungen sind hier ja eher die Sache von Annika, aber ich dachte mir, zum Welttag des Buches kann ich auch mal ein bisschen was über Literatur erzählen. Und das hab ich dann auch getan: Eine gute halbe Stunde über die Bücher geredet, die ich seit meiner letzten Buchvorstellungsrunde gelesen habe. Es geht um große Namen und kleine Meisterwerke, um Christoph Hein, Daniel Kehlmann, Hartmut Lange, Chuck Klosterman und Goethe. Wir nennen es Podcast: Literaturtipps zum Welttag des Buches (Zum Herunterladen rechts klicken und „Ziel speichern unter …“ wählen.) Sie können die Podcasts übrigens auch als eigenen Feed abonnieren. An der Einbindung in iTunes arbeiten wir gerade.
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Interview mit Arvid Bell
Auf dem Grünen-Parteitag habe ich Arvid Bell reden gehört und ihm gleich eine größere politische Karriere vorausgesagt. Ich konnte ja nicht ahnen, dass der 24-jährige „Hobbypolitiker“ zumindest im Moment ganz andere Pläne hat. Was das für Pläne sind, das erzählt der Mann, den sie „Harry Obama“ nennen, in einem Audiointerview, das somit ganz zufällig und aus Versehen der erste Podcast aus dem Hause Coffee And TV ist. Außerdem sprechen wir darüber, wie man auf die Idee kommt, in die Politik zu gehen, und entwickeln Pläne, wie das politische System in Deutschland viel mehr Unterhaltung hergeben könnte. Lassen Sie sich von den Tonaussetzern am Anfang nicht verunsichern: Nach der ersten Minute klingt es besser. Podcast (Zum Herunterladen rechts klicken und „Ziel speichern unter …“ wählen.)
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Kirmescontent
Irgendwie kamen mir die Motive, mit denen die 573. Cranger Kirmes beworben wird, so seltsam vertraut vor: Ich wusste dann auch recht schnell wieder, woher: Woher mir die Cranger Kirmes bekannt vorkam, wusste ich freilich sofort: [audio:http://www.coffeeandtv.de/wp-content/uploads/2008/07/kirmeskoenig.mp3] Aus der „Frühschicht“ auf CT das radio am 10. August 2005. Es lachen die Kollegin Cordula Pütz und ich.
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We come from Garageland
Wie es so ist, wenn man ein neues Spielzeug hat, hab ich heute erst mal mit meinem MacBook rumgespielt. Im Überschwang des Neuen hab ich dann auch mal mit Garageband 08 rumgespielt und innerhalb einer Dreiviertelstunde folgende Miniatur aufgenommen: [audio:http://www.coffeeandtv.de/wp-content/uploads/2008/06/post_scriptum.mp3] Auf den ersten Blick ist Garageband recht ordentlich, man kann damit eine Menge, wenn auch natürlich nicht alles machen. Für Demos ist es ideal, weil man gerade nicht vorhandene Instrumente wie Klavier, Schlagzeug oder Streicher sogar mit der Laptoptastatur einspielen kann. Und dafür, dass es beim System kostenlos dabei war (wie auch iMovie und diverser anderer Kram) will ich echt nicht meckern. Morgen guck ich mir die Samples an und baue mir dann auch einen weltweiten Hit. Nachtrag, 28. Juni: Extra für SvenR: Der Remix inkl. Streichern und Drums. [audio:http://www.coffeeandtv.de/wp-content/uploads/2008/06/ps_remix.mp3] Und falls jemand die Originalversion herunterladen möchte: einmal hier rechts klicken und „Speichern unter“ wählen.
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