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PODCAST · music

Fiori musicali

Für Fans alter Musik: Weltliche und geistliche Musik bis und mit Bach, dazu Information zu Werken und Interpretationen.

  1. 14

    Ubi caritas - Italienische Laude der Frührenaissance

    Es gehört zu den weltweit angesehensten Spezial-Ensembles für die Musik des Mittelalters und der Renaissance: Das im Umfeld der Basler Schola Cantorum beheimatete Ensemble «Le Miroir de Musique» und sein Leiter Baptiste Romain. Auf seiner aktuellen Aufnahme erkundet «Le Miroir» die musikalische Welt der Laudesi-Bruderschaften, die um 1500 in der Region Venedig aktiv waren und auf die den heiligen Franz von Assisi zurückgehen. Diese schufen ein reiches Repertoire italienischer Andachtsgesänge, die tief in der volkstümlichen Frömmigkeit verwurzelt sind. Aus musikalischer Sicht interessant dabei: Oft verbinden diese Lieder homophone Satztechniken mit einer unmittelbaren Ausdruckskraft, die auf das einfache Volk zielte und von franko-flämischen Liedern beeinflusst war. Eine Klangwelt an der Schnittstelle von Spiritualität und aufkeimendem Humanismus.

  2. 13

    Schmerzvolle Harmonien

    Nicht erst in der Moderne haben Komponisten mit Dissonanzen und Mikrotonalität experimentiert. Auch in der Spätrenaissance entstanden etliche Werke, die noch heute mit ihrer scharfen Tonalität überraschen. Besonders der Liebeskummer schmerzt in den Seelen der damaligen Protagonisten – und in den Ohren der Zuhörenden. In dieser Ausgabe der Fiori musicali stellen wir einige dieser Madrigale mit «schrägen» Harmonien vor, von Cipriano de Rore, Pomponio Nenna und anderen.

  3. 12

    Pièces de clavecin

    «Pièces de clavecin» - Stücke für Cembalo - unter diesem Titel veröffentlichte Jacques Champion de Chambonnières im Jahre 1670 die erste gedruckte Sammlung von Cembalomusik in Frankreich. Der Titel wurde zum stehenden Begriff, und so nannten die auf Chanbonnières folgenden französischen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts ihre Cembalo-Musik ebenfalls «Pièces de clavecin», darunter Jean-Philippe Rameau, Louis und François Couperin, Louis-Nicolas Clérambault, Jean-Henri d'Anglebert oder Elisabeth Jacquet de la Guerre. Die Fiori musicali mit einer cembalistischen Tour de France.

  4. 11

    Fortuna desperata - musikalische Schicksalsfragen

    Was das Schicksal mit uns Menschen im Schilde führt, das ist eine zeitlose Frage, die sich auch in der Musikgeschichte spiegelt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist «Fortuna desperata» - das vielleicht populärste italienische Lied des 15. Jahrhunderts und eine der beliebtesten Vorlagen der Renaissance. Ein anonymer Dichter aus Florenz beklagt darin die Ungerechtigkeit der Göttin Fortuna. Auch wer die wunderschöne Melodie dazu geschrieben hat, ist unbekannt. Sie hat viele Komponisten jener Zeit inspiriert. «Fiori musicali» mit Fortuna-Beiträgen von Heinrich Isaac, Ludwig Senfl, Jacob Obrecht, u.a.

  5. 10

    Antonia Bembos Oper «Ercole amante»

    Aus dem Dornröschenschlaf erwacht: 1707 vertonte die venezianische Komponistin Antonia Bembo in Paris das Libretto von «Ercole amante» - und damit einen Stoff, den bereits ihr Lehrer Francesco Cavalli in Musik gesetzt hatte. Das Besondere an Bembos Version: Sie versucht einen Bogen zu schlagen vom italienischen zum französischen Stil. So sind etwa die Arien dieser Oper alla italiana gehalten, die vielen Tänze und Chorstücke hingegen à la française, also auf den Geschmack des französischen Publikums zugeschnitten. Da aber keine Aufführung zu Antonia Bembos Zeiten belegt ist, darf man davon ausgehen, dass jene mit dem Ensemble Il Gusto Barocco von 2023 die Uraufführung war. Unterdessen ist diese auf CD erschienen. Fiori musicali stellt sie vor.

  6. 9

    Der Gambist und Musikforscher Jordi Savall

    Ohne ihn klänge die Welt der Alten Musik anders: Jordi Savall hat als Gambist und Ensembleleiter zahlreiche Werke der Alten Musik ausgegraben und erstmals eingespielt. Für sein Lebenswerk erhält er 2026 den renommierten Ernst von Siemens Musikpreis. Wir hören in den Fiori musicali einige seiner wegweisenden Aufnahmen an – Musik vom Mittelalter bis zum Barock, Musik für Gambe solo bis hin zum grossen Ensemble mit Chor.

  7. 8

    Zum 266. Todestag: Musik von Christoph Graupner

    Fast wäre er Thomaskantor in Leipzig geworden: Der Komponist Christoph Graupner. Doch sein Dienstherr, Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, wollte seinen talentierten Musiker nicht ziehen lassen – und machte ihn stattdessen zum bestbezahlten Kapellmeister Deutschlands. Thomaskantor wurde statt Graupner dann ein gewisser Johann Sebastian Bach. Und auch Graupner schrieb in Darmstadt zahlreiche Kantaten, denn ein Opernhaus gab es nicht – obwohl Graupner extra dafür aus Hamburg abgeworben wurde. Doch die Familie des Landgrafen hatte moralische Einwände gegenüber den allzu weltlichen Vergnügungen des Theaters. Und so schrieb Graupner Sinfonien, Kammersonaten und Klaviersuiten – und einige davon hören wir in den Fiori musicali an.

  8. 7

    «Im Maien» - Klingende Frühlingsgefühle

    Die «Fiori» mit einem klingenden Rundgang durch blühende Renaissance- und Barockgärten, durch bukolische Landschaften und aufkeimende Frühlingsgefühle. Musik von Heinrich Schütz, Biagio Marini, Ludwig Senfl, Sebastiano Festa, Emanuele Barbella, Johann Hermann Schein, Silvius Leopold Weiss, u.a.m.

  9. 6

    Hexen, Magier, Zauberwald

    Die Opernwelt ist voll von zwielichtigen Figuren, welche für die Begegnung des Menschen mit der Natur und dem Übernatürlichen stehen. Hexen, Feen, Zauberer sorgen für Faszination und Gänsehaut. In der Barockmusik finden sich Beispiele bei Henry Purcell (Dido and Aeneas), Georg Friedrich Händel (Alcina), oder Francesca Caccini (La liberazione di Ruggiero dall'isola d'Alcina). Ebenfalls nicht verwehrt bleibt uns in dieser Fiori-Ausgabe der Zutritt zur «Foresta incantata» - dem «Zauberwald» von Francesco Geminiani.

  10. 5

    Zum 400. Todestag: Musik von John Coprario

    Der englische Komponist John Coprario – auch als John Cooper bekannt – teilt sich mit seinem berühmten Kollegen John Dowland das Todesjahr: beide sind 1626 verstorben. Auch von John Coprario sind Lieder und Gambenconsorts überliefert. Für passionierte Gambenspieler ist John Coprario ein geläufiger Name – denn er hat wunderbare Consorts für vier, fünf oder sechs Gamben komponiert. Ausgehend von seinem Werk erkunden wir in den Fiori musicali die Musik seiner Zeit.

  11. 4

    Wie Jean-Baptiste Lully die europäische Barockmusik prägte

    Obwohl er gebürtiger Italiener war, ist Lully Inbegriff der französischen Barockmusik. Ab seinem 14. Lebensjahr hat er am französischen Hof gelebt und ist unter Kaiser Ludwig XIV. zu den höchsten musikalischen Ämtern aufgestiegen. Und weil damals alles, was am französischen Königshof entstand, in Mode war, wurde auch Lullys Musik in ganz Europa nachgeahmt. Und um diese Nachahmungen geht es in dieser Ausgabe der Fiori musicali.

  12. 3

    Round Zelenka

    Wir drehen in den «Fiori musicali» eine Runde um den böhmischen Barockkomponisten Jan Dismas Zelenka. Was seine Bekanntheit angeht ein Meister zweiter Klasse (im Schatten von Bach, Händel oder Telemann), aber wer genau hinhört, entdeckt einen der interessantesten Tonkünstler des Spätbarocks. Wir stellen ihn vor - und zwei seiner Lehrer: Johann Christoph Schmidt und Johann Josef Fux.

  13. 2

    Johannespassion von Gaetano Veneziano

    Zum Auftakt in die Karwoche erklingt in den «Fiori musicali» eine Passions-Vertonung, die selten zu hören ist: Die «Passione secondo Giovanni» - also die Johannes-Passion - des neapolitanischen Barock-Komponisten Gaetano Veneziano.

  14. 1

    Zum 400. Todestag von John Dowland

    John Dowlands melancholische Lautenlieder faszinieren bis heute. Sogar Popmusiker singen sie. Manche nennen Dowland den ersten Singer-Songwriter der Musikgeschichte. Zu seinem 400. Todestag widmen wir John Dowland eine Ausgabe der Fiori musicali und hören in sein reiches Schaffen aus Liedern, Lautenstücken und Werken für Gambenconsort hinein.

  15. 0

    Renaissance- und Barock-Klangkunst aus Spanien und Portugal

    Es sind Namen, die heute nicht mehr allzu geläufig sind: Francesc Valls, Carlos de Seixas, Pedro de Cristo, Duarte Lobo. Die «Fiori musicali» mit einem historischen Trip auf die iberische Halbinsel - und einem Schwerpunkt auf der geistlichen Musik der Renaissance und des Barock.

  16. -1

    Komponistinnen von Mittelalter bis Barock

    Komponieren ist seit Jahrhunderten eine Männerdomäne. Und doch gab es immer auch Frauen, die Musik geschrieben haben: etwa Hildegard von Bingen, Maddalena Casulana und Barbara Strozzi. Ihnen widmen wir diese Ausgabe der Fiori musicali zum Internationalen Frauentag.

  17. -2

    Wiener Hofmusikkapelle im Barockzeitalter

    Ja, es gab in der Musikstadt Wien tatsächlich auch eine Zeit VOR Wolfgang Amadeus Mozart. Die barocken Hofkapellmeister hiessen Giovanni Valentini, Johann Heinrich Schmelzer, Antonio Caldara oder Johann Joseph Fux und waren allesamt europäische Komponisten erster Güte. Musik aus deren Feder hören wir in dieser Fiori-Ausgabe.

  18. -3

    Receradas von Diego Ortiz

    500 Jahre alte Etüden – so könnte man die Musik aus dem «Trattado de Glosas» von Diego Ortiz bezeichnen. Darin gibt Ortiz Anregungen zum Verzieren von alten Melodien und zum Improvisieren über damals beliebte Madrigale. Heute werden diese Renaissance-Stücke mit Gambe und Cembalo, Blockflötenensemble oder buntem Mix aus Trommel, Zink und Gitarre gespielt – und mitunter sehr virtuos interpretiert. Die Musik von Diego Ortiz ist auf etlichen Best-of-Samplern mit Barock- und Renaissancemusik vertreten. Wir hören uns einige davon an.

  19. -4

    Vor-Bachscher Tastenkosmos

    Auch wenn Hans von Bülow das «Wohltemperierte Klavier» von Johann Sebastian Bach als «Altes Testament der Klaviermusik» bezeichnete, ist diese Sammlung bei weitem nicht der Anfang der Musik für Tasteninstrumente. Fiori musicali unternimmt einen Streiffzug durch die europäische Musiklandschaft mit Stücken für Cembalo, Orgel und Clavichord, die unmittelbar vor Bach entstanden sind. Die Komponisten: Louis Couperin, Johann Jacob Froberger, Georg Muffat, Dietrich Buxtehude, Johann Caspar Ferdinand Fischer und Johann Pachelbel.

  20. -5

    Duette - ein Fall für zwei

    Doppelt sehen ist kein gutes Zeichen, doppelt hören hingegen kommt dem Harmonieempfinden sehr entgegen. 2 Traversflöten, 2 Viole da gamba, 2 Violinen, 2 Lauten oder 2 Theorben. Die Fiori musicali mit instrumentalen Verdoppelungen von Bellerofonte Castaldi, Christoph Schaffrath, Michel Blavet, Silvius Leopold Weiss, Giuseppe Torelli und Wilhelm Friedemann Bach.

  21. -6

    Die Olympiade in der Barockmusik

    Zur Einstimmung auf die olympischen Winterspiele 2026 ein Blick zurück in die Musikgeschichte: Wie wurde der sportliche Wettkampf in der Musik thematisiert? Ein berühmtes Beispiel dafür ist das Libretto «L’Olimpiade» von Pietro Metastasio. Er hat es 1733 in Wien für Antonio Caldara geschrieben. Dessen gleichnamige Oper war so erfolgreich, dass das Libretto von fast siebzig weiteren Komponisten vertont wurde! Wir hören in einige Beispiele dieser olympischen Vertonungen hinein.

  22. -7

    Neues aus dem mittelalterlichen Frankreich

    Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Schola Cantorum Basiliensis, der Basler Hochschule für Alte Musik, haben sich die Ensembles Gilles Binchois und Peregrina mit der mittelalterlichen «Nova cantica» aus Frankreich beschäftigt. Enstanden ist daraus die Produktion «Summa Leticia» mit Repertoire, das in aquitanischen Handschriften aus dem 11. bis 13. Jahrhundert zu finden ist. Fiori musicali stellt diese neue Doppel-CD vor.

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