PODCAST · science
forsch gelesen
by Universität Bonn - Hochschulkommunikation
forsch gelesen: Der Vorlese-Podcast zur forsch, dem Hochschulmagazin der Universität Bonn. Hier gibt's ausgewählte Artikel aufs Ohr für alle, die nicht blättern wollen. Die forsch erscheint zwei bis dreimal im Jahr und bringt euch die Menschen, ihre Themen, Arbeit und Forschung nahe, die an der Universität Bonn arbeiten. Unterschiedliche Themen.
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Geisterkristalle in fossilen Blättern [forsch 2026/01]
Pflanzen gelten als leichte Beute – weil sie nicht davonlaufen können. Doch ihren Fressfeinden machen es die grünen Lebewesen nicht ganz so einfach: So verwenden etwa Kakteen das Mineral Calciumoxalat als Schutz. Doch nicht nur der Pieks in den Finger kann abschreckende Wirkung entfalten. Wenn das in Blättern und Stengeln etwa von Ampfer, Pastinaken oder Rhabarber gebundene Mineral in größeren Mengen roh in den Verdauungstrakt gelangt, kann es auch dort zu Reizungen führen. „Über die Evolution von Calciumoxalat in fossilen Blättern ist nur sehr wenig bekannt“, sagt Prof. em. Dr. Jes Rust vom Institut für Organismische Biologie der Universität Bonn. Mehr hier
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Arzt überlässt der Universität Bonn mehr als 20.000 Seeigel [forsch 2026/01]
Dr. Hans-Volker Thiel sammelte in den vergangenen fünf Jahrzehnten Stachelhäuter auf der ganzen Welt. Wer barfuß im Meer mit einem Seeigel Bekanntschaft schließt, wird dieses Ereignis nicht so schnell vergessen. Jedoch haben die über den ganzen Globus verteilten Stachelhäuter auch ihre ästhetischen Seiten: Ihre unterschiedlichen Größen, Formen und Farben sind von atemberaubender Schönheit.Die Universität Bonn wird künftig diesen Reichtum noch besser erforschen und präsentieren können. Der Orthopäde Dr. Hans-Volker Thiel, der im Ruhestand als „Seniorstudent“ in Bonn Geologie und Paläontologie belegte, vermachte seine mehr als 20.000 Exemplare umfassende Seeigel-Sammlung der Universität Bonn. Mehr hier
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Rückenwind für die Forschung: Zwei ERC-Starting Grants [forsch 2026/01]
Die Universität Bonn hat mal wieder Grund zu Freude: Zwei ihrer Forschenden erhalten einen mit je 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Mit dieser Förderlinie unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) Forschende am Anfang ihrer Karriere. Wirtschaftswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Amelie Schiprowski, Informatikerin Prof. Dr. Lucie Flek setzen mit der Förderung in den kommenden fünf Jahren ihre eigenen Forschungsprojekte um. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/neues/drei-erc-starting-grants-fuer-die-uni-bonn/
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Ältester Bischofssitz mit Prunk und Pracht Vor rund 1700 Jahren entstand in Ostia eine riesige Kirche mit einem Palast nach Vorbild der profanen Welt [forsch 2026/01]
Ältester Bischofssitz mit Prunk und PrachtVor rund 1700 Jahren entstand in Ostia eine riesige Kirche mit einem Palast nach Vorbild der profanen WeltDie archäologische Überraschung steckte nur wenige Zentimeter unter der Ackerkrume. Über Jahrhunderte sind Pflugscharen immer wieder über das frühe Zeugnis der Christenheit hinweggeschrammt und haben manchen Stein zur Seite gerollt – doch ohne größeren Schaden zu hinterlassen. Jetzt haben Forschende der Universität Bonn eine spannende Entdeckung gemacht. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch202601/artikel/aeltester-bischofssitz-mit-prunk-und-pracht
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Zusammen exzellenz [forsch 2026/01]
Zusammen exzellentVom „Bauzaun of Fame“ bis zum „Schaufenster der Exzellenz“Viele Köpfe vorneweg: Sicherlich haben Sie die Porträts auf dem Titelbild bemerkt. Einige davon finden Sie an anderer Stelle in diesem Heft wieder, andere begegnen Ihnen in Bonn. Alle zusammen stehen für das „Wir“: Die Wurzeln des Erfolgs der Exzellenzuniversität Bonn liegen in den Menschen. Unterschiedli-che Temperamente haben über ganz verschiedene Ausbildungen diverse Talente professionalisiert. Sie stammen aus Bonn, Tokio, vom Nordkap oder aus New York. Und sie stehen auch exemplarisch für jene, die den Erfolg der Universität Bonn möglich gemacht haben. Weil alle jeweils ihr Bestes geben. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch202601/artikel/zusammen-exzellent
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Dauerhaft in der Spitzengruppe der besten Universitäten [forsch 2026/01]
Die Exzellenzuniversität Bonn wird für sieben weitere Jahre (2027-2033) mit Mitteln des Bundes und der Länder gefördert. Das hat die Exzellenzkommission, bestehend aus dem so genannten Committee of Experts sowie den für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder, heute bekanntgegeben. Damit bleibt Bonn mit inzwischen acht Exzellenzclustern auch in der neuen Förderperiode die erfolgreichste Exzellenzuniversität in diesem Wettbewerb. Die Universität wird nun weitere strategische Schritte gehen, um sich dauerhaft in der Spitzengruppe der besten Universitäten der Welt zu etablieren, sagt Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/neues/040-2026
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Editorial forsch 2026/01: Exzellenz erlebbar machen [forsch 2026/01]
Liebe Leser*innen, die Universität Bonn bleibt Deutschlands erfolgreichste Exzellenzuniversität – wenn das kein guter Grund zum Feiern ist! Aber in welchen Facetten zeigt sich eigentlich diese Exzellenz, von der alle sprechen? An der Universität Bonn jedenfalls nicht nur in Preisen, Publikationen und Förderentscheidungen. Sie wird besonders dort lebendig, wo Menschen sich mit herausragenden Ergebnissen in Forschung, Lehre und im universitären Alltag engagieren. Genau daran knüpft diese Ausgabe der forsch an. Wir wollen die Exzellenzuniversität Bonn für alle erlebbar(er) machen. Ein Artikel aus der forsch 2026/01: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch202601/artikel/exzellenz-erlebbar-machen
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Flüssiges Glück Ein Streifzug durch die Cafés an der Universität Bonn [forsch 2026/01]
Studierende greifen auf dem Weg zum Hörsaal danach, Mitarbeitende zwischen Meetings, Lehrende nach Vorlesungen: Heißer, duftender Kaffee ist für viele Menschen an der Uni Bonn der Inbegriff von flüssigem Glück, gepaart mit dem nötigen Koffeinkick, der einen durch den Alltag bringt. Ein Artikel aus der forsch 2026/01
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Fit für den Klinikalltag Medizinstudierende trainieren Resilienz – mit Outdoor-Übernachtung und Joey Kelly [forsch gelesen 2025/02]
Notfälle, Nachtschichten, Entscheidungen unter Zeitdruck – wer in medizinischen Berufen arbeitet, braucht mehr als Fachwissen. Die Medizinische Fakultät der Universität Bonn bietet ihren Studierenden deshalb gemeinsam mit dem Diakonie Klinikum Jung-Stilling Siegen besondere Kurse zu mentaler Stärke an. Auch in diesem Jahr waren namhafte Referent*innen am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und in Siegen dabei, darunter erneut Extremsportler Joey Kelly, der für die Studierenden etwas Neues parat hatte: eine Nachtwanderung samt Übernachtung im Freien. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/neues/151-2025
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Drei neue Elektrofahrzeuge im Fuhrpark der Uni Bonn: 20 Prozent der Flotte wird elektrisch betrieben [forsch gelesen 2025/02]
Seit mehreren Jahren stellt die Univerwaltung ihren Fuhrpark sukzessive auf E-Mobilität um. Nun sind drei neue Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb in den Pool aufgenommen worden: ein Opel Rocks-E – ein sogenanntes Micro Car mit Platz für eine Person sowie Laderaum – und zwei Elektrofahrzeuge ATX für jeweils zwei Personen. Diese beiden Fahrzeuge vom Hersteller Alkè lassen sich flexibel auf alle möglichen Bedarfe anpassen. Mit einem Käfig auf der Ladefläche eignen sie sich zum Beispiel für den Transport von Gartengeräten. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/neues/drei-neue-elektrofahrzeuge-im-fuhrpark-der-uni-bonn
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Neues Leben für alte Schreibtische: Universität Bonn schont Ressourcen und nutzt Möbel aus dem Hauptgebäude weiter[forsch gelesen 2025/02]
Was passiert eigentlich mit den alten Möbeln aus dem Hauptgebäude, jetzt wo es für die anstehende Sanierung vollständig geräumt wird? Das ist eine Frage, die sich viele Uniangehörige stellen. Good News: Die Schreibtische, Regale & Co. werden nicht einfach entsorgt, sondern weiter genutzt. https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/ueber-die-uni/nachhaltige-uni/eigene-nachrichten/neues-leben-fuer-alte-schreibtische
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Im Hofgarten flogen mehr Hüte als je zuvor: Rekordbeteiligung am Universitätsfest: Über 5.000 Gäste feiern knapp 2.000 Absolvent*innen [forsch gelesen 2025/02]
Bei der wohl größten zentralen Abschlussfeier einer deutschen Universität haben fast 2.000 Absolvent*innen den erfolgreichen Studienabschluss gefeiert. Familien, Freunde und Lehrende feierten mit - insgesamt über 5.000 Gäste. Seit fast zwei Jahrzehnten besteht die Tradition schon, und derzeit jagt ein Teilnahmerekord den nächsten. https://www.uni-bonn.de/de/neues/im-hofgarten-flogen-mehr-huete-als-je-zuvor
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Räume für Eltern und Kinder Wenn Mama und Papa arbeiten oder studieren müssen und die Kita zu hat [forsch gelesen 2025/02]
Kurzfristige Engpässe in der Kinderbetreuung müssen nicht im Stress enden. Auf dem Campus der Uni Bonn gibt es mittlerweile 13 Eltern-Kind- Zimmer, die Mitarbeitende und Studierende nutzen, wenn die reguläre Betreuung ausfällt. „Die Räume sind für viele Eltern eine Erleichterung, weil Arbeiten oder Studieren mit Kind auf dem Campus möglich wird“, so Karin Kick, Leiterin des Familienbüros der Uni Bonn. Dieses Feedback komme regelmäßig. Einige Eltern nutzen den Eltern-Kind-Raum, statt im Homeoffice zu arbeiten. Weil sie sich hier für Meetings mit Kolleginnen und Kollegen verabreden können. Jetzt lesen: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-02/artikel/raeume-fuer-eltern-und-kinder
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Acht von acht: Universität Bonn holt acht Exzellenzcluster [forsch gelesen 2025/02]
Die Universität Bonn hat im Wettbewerb um die Exzellenzcluster erneut Geschichte geschrieben. Schon 2019 setzte sie mit sechs bewilligten Clustern eine Bestmarke. Am 27. Mai gelang ihr ein noch größerer Erfolg: Die Exzellenzkommission gab grünes Licht für alle acht Anträge in der Endrunde – so viele wie keine andere Universität im Wettbewerb. Die Spannbreite der Forschung reicht dabei von A wie Astrophysik bis W wie Wirtschaftswissenschaften. Mehr dazu: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-02/artikel/acht-von-acht
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Gemeinsam aktiv sein Wie ein Fitnessparcours Outdoor-Training für alle möglich macht [forsch gelesen 2025/02]
Ein neuer Fitness- und Bewegungsparcours auf dem Sportgelände der Uni Bonn ergänzt die bestehenden inklusiven Sportkurse und lädt dazu ein, sportlich aktiv zu sein und sich zu begegnen. Was beim Pilates, Badminton und Tischtennis längst läuft, ist jetzt auch draußen, auf dem Außengelände des Hochschulsports möglich: Gemeinsam Sport machen, sich bewegen und Spaß haben - egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-02/artikel/gemeinsam-aktiv-sein
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Prozesse gemeinsam gestalten [forsch gelesen: 2025/02]
Wie ein Team mit Prozessmanagement die Uni Bonn verändertBewerbungen für Auslandssemester sollen zukünftig digital über eine zentrale Online-Plattform erfolgen. Das Ziel: schneller, einfacher, transparenter – für Bewerber*innen und Mitarbeitende. Doch bevor digitalisiert wird, kommt das Team der Organisationsentwicklung der Uni Bonn ins Spiel. Jede Organisation lebt durch Prozesse - und die kann man durch Prozessmanagement verbessern, weiß Stefanie Freyberger: "Prozessmanagement ist ein systematischer Ansatz zur Gestaltung, Optimierung und Steuerung von Abläufen in einer Organisation". Sie leitet das Team Organisationsentwicklung innerhalb der Stabsstelle Personalentwicklung, Organisationsentwicklung und Gesundheitsmanagement, das das Prozessmanagement seit 2022 an der Universität aufbaut und vorantreibt. Was trocken klingt, bekommt im Gespräch mit Freyberger und Prozessmanagerin Tatjana Fuchs schnell eine ganz andere Note: Es geht um Menschen und ihre Zusammenarbeit. "Unsere Kolleg*innen hier an der Uni nutzen und führen täglich unzählige Verwaltungsabläufe durch. Unser Ziel ist es, diese kontinuierlich zu verbessern und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu erleichtern", fasst Fuchs zusammen. Mehr dazu: https://www.uni-bonn.de/de/neues/prozesse-gemeinsam-gestalten
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Nachhaltig bauen für die Forschung: Neues Proben- und Vegetationszentrum erfüllt höchste ökologische Standards [forsch gelesen 2025/02]
Die Universität Bonn investiert weiter in nachhaltige Infrastruktur: Derzeit entsteht ein neues Proben- und Vegetationszentrum für die Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaftliche Fakultät (AEI). Der Neubau erfüllt höchste ökologische Standards und setzt damit ein Beispiel für zukunftsgerichtetes Bauen.
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Die Chemie des Weltraums [forsch gelesen 2025/02]
Die Chemie des Weltraums Die Universität Bonn hat eine Pionierin der Astrochemie für sich gewonnen: Prof. Dr. Serena Viti ist designierte Hertz-Professorin im Transdisziplinären Forschungsbereich „Matter“. Hertz-Professuren an der Uni Bonn verknüpfen unterschiedliche Disziplinen auf einzigartige Weise miteinander. Ziel von Serena Viti ist es, die Astrochemie an der Exzellenzuniversität zu etablieren, um so den Brückenschlag zwischen der Astrophysik und der Chemie strukturell zu gestalten. Seit August 2024 forscht und lehrt Viti, die zurzeit noch an der Universität Leiden tätig ist, bereits in Bonn, um das Forschungsfeld der Hertz-Professur aufzubauen. 2026 wird sie die Professur dann antreten. Die Astrochemie erforscht chemische Reaktionen unter den extremen Bedingungen im Weltraum. Dabei geht es einerseits darum, sogenannte Reaktionsnetzwerke – also chemische Reaktionen, die aus mehreren einzelnen bestehen – und die Evolution komplexer Materie über lange Zeiträume zu verstehen. Andererseits bieten Moleküle ein einzigartiges Instrument, um verschiedenste kosmische Umgebungen aus der Ferne zu untersuchen. Gelingt es, die chemischen Reaktionsnetzwerke im Zusammenspiel mit der physikalischen Umgebung zu modellieren, können Rückschlüsse auf die physikalische Umwelt gezogen und unser Verständnis davon, wie Galaxien, Sternensysteme und Planeten entstehen, erweitert werden. Das Forschungsfeld verbindet so die Astrophysik mit der Chemie – Themen, die die Mitglieder verschiedener Disziplinen in dem Transdisziplinären Forschungsbereich (TRA) „Matter” untersuchen und die die designierte Hertz-Professorin miteinander verbinden wird. In ihrer Forschung werden zwei Hauptfragen im Fokus stehen: Wie bilden sich große Moleküle im Weltraum, und was ist ihre Rolle bei der Stern- und Planetenbildung? Und wie kann die Interpretation von Molekülbeobachtungen optimiert werden, um die Entstehung und Entwicklung von Galaxien zu verstehen? Die Astrochemikerin legt damit die Grundlagen für ihre Hertz-Professur in der TRA „Matter“ und die Mitarbeit im neuen Exzellenzcluster „Our Dynamic Universe“ – eine Position, die ganz ihren Vorlieben entspricht: „Ich liebe es, an der Schnittstelle zwischen Astronomie, Chemie und Physik zu arbeiten. In letzter Zeit hat unsere Arbeit auch von den großen Fortschritten im maschinellen Lernen sehr profitiert. Der Schlüssel zu meiner Forschung ist die Frage, wie – für Astronomen – große Moleküle im Weltraum existieren können. Dieses Problem können nur Astronomen, experimentelle und theoretische Chemiker und Datenwissenschaftler gemeinsam bewältigen.“
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Datendonner - Kleine historische Schatzkisten [forsch gelesen 2025/02]
Was haben alte Karten, Poesiealben von Adligen und Reiseberichte gemeinsam? Weltweit bemühen sich Historiker*innen darum, solche historischen Quellen digital zugänglich zu machen. Diese digitalen Schatzkisten sind ein wahrer Fundus – auch für Bonner Studierende, die sich erstmals mit historischen Quellen beschäftigen. Kein Wunder, dass die Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte mit dem Projekt „Datendonner“ genau solche Datenbanken erschließt und auf Instagram präsentiert. Im Juli 2025 feierte das Projekt sein fünfjähriges Bestehen. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/neues/kleine-digitale-schatzkisten-fuer-angehende-historiker-innen
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„Es ist schön, dass an uns gedacht wird“ Wie das Förderprogramm Pathways to Research Studierende mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte unterstützt [forsch gelesen 2025/02]
„Es ist schön, dass an uns gedacht wird“Wie das Förderprogramm Pathways to Research Studierende mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte unterstütztEin Studium an einer Universität zu beginnen, ist für viele junge Menschen ein großer Schritt – noch größer wird er, wenn sie zusätzlich eine Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte im Gepäck haben. An der Universität Bonn unterstützt ein spezielles Förderprogramm Studierende und Promovierende mit diesen Hintergründen. Es bietet nicht nur finanzielle Entlastung, sondern auch Vernetzung und Perspektiven. Zwei Geförderte berichten, wie ihnen Pathways to Research hilft.
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Phosphatasen im Fokus [forsch gelesen 2025/02]
Das Institut für Zellbiologie hat eine neue Geschäftsführende Direktorin – und die Universität Bonn eine neue Exzellenzprofessorin: Prof. Dr. Maja Köhn setzt seit Oktober 2024 als Schlegel-Professorin neue Impulse an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Die studierte Chemikerin, die zuvor an der Universität Freiburg geforscht und gelehrt hat, freut sich auf ihre neue Rolle: „Ich mag gerne neuen wissenschaftlichen Input, Stimulierung, eine neue Umgebung – da kann man Neues erschaffen, da hat man neuen Gestaltungsfreiraum.“ Ihr Hauptforschungsgebiet liegt auf der Erforschung von Phosphatasen. Phosphatasen sind Proteine, die eine entscheidende Rolle in Signalwegen innerhalb von Zellen spielen. „Phosphatasen modifizieren Proteine und können so Signalwege an- und abschalten“, erklärt Professorin Maja Köhn. Ist dieser Prozess gestört, kann es zu Fehlfunktionen und damit zu Krankheiten kommen, wie beispielsweise Darmkrebs oder Herzmuskelschwäche. Mit ihrer Arbeitsgruppe erforscht Köhn die molekulare Funktionsweise der Phosphatasen, um die Grundlagen zu schaffen für mögliche zukünftige Anwendungen in der Medikamententherapie. „Für Phosphatasen gibt es jedoch noch nicht viel bezüglich klinischer Forschung oder gar Therapie, weil oft die Grundlagen fehlen. Hier ist also noch viel Grundlagenforschung zu schaffen“, führt Maja Köhn aus. Köhn verbindet dafür biologische Fragestellungen mit chemischen Methoden. „Um die einzelnen Aufgaben und die Regulierung der Phosphatasen zu untersuchen, benötigen wir spezielle chemische Werkzeuge, die nicht immer bereits existieren. In solchen Fällen müssen wir sie selber erst herstellen“, erklärt die Wissenschaftlerin, die auch Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich „Life and Health“ ist. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf bestimmten Phosphatasen, von denen eine zum Beispiel in Herzmuskelzellen wichtige Rollen spielt, so dass Fehlfunktionen zu Herzmuskelschwäche bzw. Herzversagen führen können. „Wir untersuchen eine spezielle Phosphatase in den Herzmuskelzellen. Wir versuchen zum einen zu verstehen, was für Aufgaben sie in der Zelle hat und wie diese untereinander reguliert werden. Dafür stellen wir auch speziell chemische Werkzeuge her, um das gezielt zu adressieren“, erzählt sie. „Diese Phosphatase ist in der gesamten Zelle aktiv. Daher müssen wir versuchen, sie moduliert zu steuern, so dass wir sie in bestimmten Teilen der Zelle ausoder anschalten können, damit wir sie genau in diesem Teil der Zelle untersuchen können, und dafür benötigen wir chemische Methoden. Diese Fragestellung bearbeiten wir auch bioinformatisch, um herauszufinden, auf was für andere Proteine diese Phosphatase eine Wirkung hat.“ Weitere Phosphatasen, deren Wirkungsweise und Regulation in verschiedenen zellulären Signalwegen von Maja Köhns Forschungsgruppe untersucht werden, tragen zur Krebsentstehung und der Immunantwort auf Krebszellen bei.
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Exzellente Aussichten: Universität Bonn weiter auf Erfolgskurs [forsch gelesen 2025/02]
Ab Januar 2026 gibt es in Bonn acht Exzellenzcluster – mehr als an jeder anderen deutschen Universität. Mit diesem Riesenerfolg geht die Exzellenzuniversität Bonn ein weiteres Mal als erfolgreichste Mitbewerberin im bundesweiten Wettbewerb hervor. Das ist auch eine Steilvorlage für die zweite Förderlinie der Exzellenzstrategie, über die Anfang Oktober 2026 entschieden wird. An einem Abend im Mai knallten im Rektoratsgebäude in der Dechenstraße die Sektkorken. Es gab achtfachen Grund zum Feiern: „Dies ist ein historischer Meilenstein für unsere Universität. Es ist absolut herausragend, dass wir unser sensationelles Ergebnis der letzten Runde mit nun acht Clustern noch einmal getoppt haben“, sagte Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch. Gelöste Stimmung herrschte im Atrium, in dem sich rund 200 Forschende aus den acht angetretenen Clustern, Gremienmitglieder und Mitarbeitende versammelt hatten. Sie feierten einen Erfolg der Superlative, der kaum zu fassen ist: Nicht nur waren es schon wieder mehr Cluster als je zuvor – es sind auch so viele wie beide Münchener Universitäten zusammen haben. Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät liegt mit sechs Clusterbeteiligungen auf Augenhöhe mit der Universität Tübingen und noch vor der Universität zu Köln, die „nur“ fünf Cluster zählt. Allein der Bonner Fachbereich Physik hat drei Exzellenzcluster – so viele wie die RWTH Aachen. Das Rheinland bildet auf der Exzellenzlandkarte einen deutschlandweit führenden Wissenschaftsschwerpunkt. Mit diesem herausragenden Ergebnis festigt die Universität Bonn ihre Position als führende Forschungsuniversität in Deutschland und unter den forschungsstärksten Universitäten Europas und der Welt. Rektor Prof. Hoch sagt: „Unsere nun acht Exzellenzcluster sind bereits heute weltweit sichtbare Zentren der Spitzenforschung und belegen unsere wissenschaftliche Leistungsfähigkeit in der ganzen Breite. Sie geben uns auch enormen Rückenwind für unsere Zukunftsstrategie als global vernetzte Exzellenzuniversität.“ Die Entscheidung über die Exzellenzcluster traf die Exzellenzkommission aus internationalen Forschenden und den Wissenschaftsminister* innen des Bundes und der Länder im Mai 2025 in Bonn.Inzwischen laufen die „Begehungen“ der bestehenden Exzellenzuniversitäten, die im Sommer 2025 Selbstberichte über die vergangenen sieben Förderjahre und die Pläne für eine kommende Förderperiode abgegeben haben. Neben den zehn bestehenden Exzellenzuniversitäten und -verbünden bewerben sich 15 weitere Universitäten und Verbünde um die insgesamt 15 möglichen Förderplätze. Die Begutachtungen der Neuanträge finden im Frühjahr und Sommer 2026 statt. Die Entscheidung über die Geförderten fällt die Exzellenzkommission Anfang Oktober 2026. Bis dahin heißt es: Daumen drücken!
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Editorial [forsch gelesen 2025/02]
Liebe Leser*innen, die Universität Bonn ist erneut ganz oben auf dem Treppchen gelandet: Mit acht Exzellenzclustern ist sie die erfolgreichste Exzellenzuniversität Deutschlands – ein Spitzenwert, den sonst keine andere Hochschule erreicht. Dieses Ergebnis erfüllt uns mit Stolz. Vor allem aber zeigt es, was möglich ist, wenn kluge Köpfe mit Leidenschaft und Ausdauer an gemeinsamen Zielen arbeiten. Denn Exzellenz entsteht nicht durch Zahlen oder Titel allein. Sie entsteht durch Menschen – durch ihre Ideen, ihre Neugier, ihren Einsatz. Es sind Wissenschaftler-innen, Studierende, Mitarbeitende und Partnerinnen, die die Universität Bonn jeden Tag aufs Neue zu einem besonderen Ort machen. Auch in dieser Ausgabe der forsch stellen wir Ihnen wieder einige dieser Menschen vor. Sie geben Einblicke in ihre Forschung, berichten von neuen Projekten und zeigen, wie vielfältig und lebendig unsere Universität ist – weit über die Grenzen der Disziplinen hinweg. Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen Ihre forsch-Redaktion
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Von Berlin bis Wien: Der Studierendenkongress der Komparatistik fand erstmals seit zehn Jahren wieder in Bonn statt [forsch nachgefragt 2025/02]
Von Berlin bis WienDer Studierendenkongress der Komparatistik fand erstmals seit zehn Jahren wieder in Bonn statt Die beiden Bonner Komparatistik-Studierenden Julia Keuer und Simon Wiener haben zusammen mit einem Team von Kommiliton*innen den 15. Studierendenkongress der Komparatistik (SKK), den größten deutschsprachigen Komparatistik-Kongress für Studierende organisiert. Unter dem Thema „Literatur und Grenzen“ kamen knapp 30 Vortragende und etwa 100 Teilnehmende zusammen. Im Interview und Podcast sprechen die beiden über Herausforderungen und Erfolgserlebnisse – und warum sie die Mühen noch einmal auf sich nehmen würden.
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Angkana Rüland erhält den Leibniz-Preis [forsch gelesen: 2025/01]
Prof. Angkana Rüland erhält den Leibniz-PreisDie DFG zeichnet die Mathematikerin der Uni Bonn für ihre herausragende Forschung ausFür ihre exzellente Forschungsleistung erhält Prof. Dr. Angkana Rüland den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der mit 2,5 Millionen Euro dotiert ist. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekanntgegeben. Die Mathematikerin am Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn wird für ihre herausragenden Arbeiten in der Mathematischen Analysis, vor allem zu Modellen für Mikrostrukturen bei Phasenübergängen in Festkörpern und Inversen Problemen mit nichtlokalen Operatoren ausgezeichnet. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/neues/240-2024
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Im Visual Computing Incubator entstehen virtuelle Welten [forsch gelesen: 2025/01]
Spinnennetzartig spannt sich der Metalldom durch die knapp sieben Meter hohe Halle. Über dreihundert speziell entwickelte Hochleistungs-Beleuchtungsmodule, Laserprojektoren, Kameras und andere optische Sensoren werden ihn in den kommenden Monaten in eine sogenannte Capture Stage verwandeln, mit dem die Forschenden der Uni Bonn lebensechte digitale Welten erschaffen können. Mit dem neuen Visual Computing Incubator (VCI) unterstützt die Uni Bonn in einem Gebäude am Propsthof ihre Wissenschaftlerinnen und Gründerinnen aus der Region dabei, virtuelle Welten zu entwickeln. Durch die Verzahnung mit dem universitätseigenen Transfer Center enaCom entsteht ein Inkubator und technologischer Nährboden für Deep-Tech-Start-ups. Das Land NRW fördert die wegweisende Technologie mit rund drei Millionen Euro. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-01/artikel/im-visual-computing-incubator-entstehen-virtuelle-welten
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Mit Liebe zur Landwirtschaft [forsch gelesen: 2025/01]
Mit Liebe zur LandwirtschaftIn nur drei Semestern zum Bachelor? Emin und Yasin Gündogmus haben ihr Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Bonn in Rekordzeit absolviert und machen nebenbei einen maroden Bauernhof fit für die Zukunft. 33 Module und eine Bachelorarbeit in 13 Monaten, Lernen bis spät in die Nacht, Schutt schleppen – und das alles neben dem Familienleben. Wie haben sie das geschafft? https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-01/artikel/mit-liebe-zur-landwirtschaft
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Auf der Suche nach der optimalen Lösung: László Végh ist neuer Hertz-Professor an der Uni Bonn [forsch gelesen: 2025/01]
Auf der Suche nach der optimalen Lösung: László Végh ist neuer Hertz-Professor an der Uni BonnLászló Végh ist neuer Hertz-ProfessorDie Universität Bonn hat erneut exzellente Verstärkung erhalten: Der Mathematiker László Végh besetzt eine sogenannte Hertz-Professur, die an der Exzellenz-Universität Bonn unterschiedliche Disziplinen auf einzigartige Weise miteinander verknüpft. Im Transdisziplinären Forschungsbereich „Modelling“ wird Professor Végh die Vernetzung zwischen verschiedenen Fachbereichen insbesondere in den Bereichen Algorithmen und Optimierungsproblemen vorantreiben. Darüber hinaus ist László Végh Mitglied des Forschungsinstituts für Diskrete Mathematik und des Hausdorff Center for Mathematics (HCM). https://www.mathematics.uni-bonn.de/de/news/auf-der-suche-nach-der-optimalen-loesung
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Neue Schlegel-Professorin an der Uni Bonn: Laura Münkler [forsch gelesen: 2025/01]
Neue Schlegel-Professorin an der Uni BonnLaura Münkler besetzt Exzellenz-Professur in den RechtswissenschaftenDie Universität Bonn hat erneut eine herausragende Schlegel-Professorin berufen, die aus Exzellenzmitteln finanziert wird. Prof. Dr. Laura Münkler ist Professorin für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie und wird die transdisziplinäre Forschung vorantreiben. Ihre Schwerpunkte liegen in der Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, dem Staats- und Verwaltungsrecht sowie Gesundheitsrecht. Besonders im Fokus: die Fundamente des demokratischen Rechtsstaats. Zur Meldung:
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Forschen in der Klimakammer [forsch gelesen: 2025/01]
Künftige Wachstumsbedingungen simulieren für die Zukunft unserer Ernährung Wie wachsen in Zukunft Feldfrüchte unter den verschärften Bedingungen des Klimawandels? Kommende Forschungsprojekte der Universität Bonn werden dazu das neue Klimakammer-Gewächshaus nutzen, in dem Temperatur, Feuchtigkeit und Licht mit höchster Präzision für Experimente eingestellt werden können. Jetzt wurde dieser neue, an der Landwirtschaftlichen Fakultät errichtete Klimakammer-Gewächshaus-Komplex auf 656 Quadratmetern eingeweiht, den Forschende aus mehreren Fakultäten nutzen werden.
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P 26: Unsere Lieblingsstücke [forsch gelesen: 2025/01]
Fünf Lieblingsstücke, fünf Geschichten Drei Museen, eine Sonderausstellung, der Infopunkt… das Angebot im neuen Haus der Exzellenzuniversität Bonn ist so groß, das man kaum weiß, wo man starten soll.
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P 26 - Zeiten und Wunder [forsch gelesen: 2025/01]
Hier treffen ab sofort Forschung, Lehre und Öffentlichkeit aufeinander: Die Universität Bonn hat feierlich das P26, kurz für Poststraße 26, zentral in der Innenstadt eröffnet – ein Haus des Wissens und der Forschung. Das angemietete ehemalige Kaufhaus beherbergt seit Kurzem zwei Universitätsmuseen, das Global Heritage Lab, den Infopunkt der Universität sowie das Knowledge Lab und das Café Luise.
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Eine Frage der Zufriedenheit [forsch gelesen: 2025/01]
Eine Frage der ZufriedenheitVerwaltung der Universität Bonn baut ihre Dienstleistungen ausVor zwei Jahren fand die erste Zufriedenheitsbefragung der Verwaltung der Universität Bonn statt. Befragt worden waren in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) alle Kund*innen, wie diese mit wichtigen Prozessen der Zentralverwaltung zufrieden sind. Auf Basis der Ergebnisse optimiert die Universitätsverwaltung nun ihre Dienstleistungen im Zuge eines mehrstufigen Konzeptionsprozesses. Vieles wurde inzwischen umgesetzt – zum Nutzen aller Universitätsangehörigen. Mehr dazu unter: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-01/artikel/eine-frage-der-zufriedenheit Zur forsch 2025/01: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-01
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[forsch gelesen: 2025/01] Editorial
Das Editorial der forsch 2025/01. Mehr dazu unter: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2025-01
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„Tief in mir drin bin ich eine Idealistin“ - Professorin Ilona Grunwald Kadow neue Prorektorin für Forschung und Karriereentwicklung.
Seit dem 1. August 2024 ist Professorin Ilona Grunwald Kadow neue Prorektorin für Forschung und Karriereentwicklung. Wie die Neurowissenschaftlerin den Wechsel in die Innensicht der Hochschulleitung erlebt hat und welche Schwerpunkte sie in ihrer Amtszeit setzen möchte, erzählte sie im Interview in der forsch, und hier im Podcast Mehr dazu
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Kirche und Geschlecht im historischen Kontext
Schwester Jakoba spricht über ihre Forschung zu Gender und TheologieGenderforschung und Katholizismus haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Dennoch gibt es an der Uni Bonn eine Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung. Schwester Jakoba ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und spricht über die komplexe und historische Verbindung von Geschlecht und Kirche. Es geht darum, welche Auswirkungen diese Geschichte auf heutige Debatten, sowohl innerhalb der Kirche, als auch gesellschaftspolitisch. Mehr: www.ktf.uni-bonn.de/faecher/genderforschung
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Streben nach Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion. Mit Dima Al Munajed
Dima Al Munajed zu ihren Erfahrungen in einem internationalen Lehr- und Forschungskontext Das Transkript: https://www.uni-bonn.de/de/neues/streben-nach-vielfalt-gleichstellung-und-inklusion
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Roboterforschung auf höchstem internationalen Niveau
NRW-Ministerpräsident Wüst besucht Humanoid Robots Lab der Uni BonnDer Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, hat am Donnerstagnachmittag das Humanoid Robots Lab der Universität Bonn besucht. Im Zentrum der Gespräche standen aktuelle Forschungsprojekte im Bereich der Robotik und die Herausforderungen, die mit dem Einsatz von Robotern in menschlichen Umgebungen verbunden sind. Dabei konnte sich der Ministerpräsident in eine Virtuelle Realität mit einem Roboter begeben und einem dreiarmigen Roboter bei der Paprikaernte zusehen. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/neues/041-2024
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Wo Kanaanäer die Altägypter „coverten“
Prof. Ludwig Morenz unternahm eine Expedition zum Ursprung der AlphabetschriftDie Piste schlängelt sich durch Sand und Steine, der Internet-Empfang ist schlecht und der Sternenhimmel grandios: Nach vielen Jahren hat der Ägyptologe Ludwig Morenz mit seinem Team wieder ein entlegenes Camp in der Nähe von Serabit el Chadim bezogen. Die Forschenden digitalisieren Jahrtausende alte Inschriften. Hier hat die Alphabetschrift ihren Ausgang genommen, indem die Kanaanäer die komplizierten ägyptischen Hieroglyphen in einzelne Buchstaben verwandelten. https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2024-01/artikel/wo-kanaanaeer-die-altaegypter-coverten
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Editorial: Alles neu ab Mai
Eine neue Art zu arbeiten: Die Verwaltung der Universität hat sich nicht nur auf den Weg in ein neues Gebäude gemacht, sondern gleichzeitig ihren physischen Arbeitsraum komplett neu konzipiert: mit Open Spaces für gemeinsames Arbeiten, mit multifunktionalen Besprechungsräumen und vielem mehr. Gesund, modern und natürlich exzellent, um die Forschenden der Universität adäquat zu unterstützen: Das ist das Ziel! Diese Mission setzt sich auch im digitalen Bereich fort: Mit dem Serviceportal hat die Verwaltung ihre Wissensdatenbank und die dahinter liegenden Prozesse neu konzipiert. Nicht nur, dass alle Informationen nun übersichtlich an einem Ort zu finden sind, die Forschenden können jetzt auch viele Informationen per Mausklick abrufen. Generell verändert die Digitalisierung die Universität stetig. Mit der neuen Digitalstrategie werden Forschung, Lehre und Verwaltung neu gedacht. Das reicht von der Robotik bis zu ethischen Dimensionen, vom neuen Hochleistungsrechner Marvin bis zu den Mitarbeitenden, die als Digitalisierungs-Manager*innen Forschung und Verwaltung neu vernetzen. Sie hören in die Fakultäten hinein und bringen die Bedarfe der Fakultäten ein, um Lösungen für Anforderungen zu er-arbeiten. In dieser forsch finden Sie einige Beispiele dafür, an welchen Ecken und Enden sich gerade etwas tut. Auch forsch selbst verändert sich: Unter vielen Artikeln finden Sie einen QR-Code, der Sie zu allen digitalen Zusatz- angeboten führt, etwa den Vorlese-Podcasts oder Interviews in Langform. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass sich auch das Layout verändert hat? Freuen Sie sich auf ein neues Konzept für die forsch! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.
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„Jemand musste die Schätze heben“. „Vorsitzender Prof. Dr. Engels über das Wirken des Hochschulrats
Seit 15 Jahren gibt es den Hochschulrat der Universität Bonn. Wohl niemand kennt das Gremium besser als Prof. Dr. Dieter Engels, der ihm seit zehn Jahren angehört und es als Vorsitzender leitet. Kürzlich ist seine dritte Amtszeit angebrochen. Mit Prof. Engels sprach Andreas Archut. Das Interview als Volltext: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2024-01/artikel/jemand-musste-die-schaetze-heben
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Wie Museen koloniale Vorstellungen abbauen können. Prof. Dr. Julia Binter spricht über Wissensgerechtigkeit und namibische Kulturgüter
Jun.-Prof. Dr. Julia Binter untersucht kooperative Forschung zu Kulturgütern aus kolonialen Kontexten in Museen. Sie begleitet die Restitution von Kulturgütern von Deutschland nach Namibia mit der Frage: Wie kann man Wissensbildung in Museen und Kulturerbe nachhaltiger und gerechter gestalten? Die deutsche Kolonialgeschichte prägt noch heute unser Verständnis von namibischer Kunst. Die zurückgeführten Kulturgüter erzählen dabei ihre eigene Geschichte. Wir haben auch mit einer Expertin aus Namibia, Golda Ha-Eiros, gesprochen, die eindrucksvoll erzählt, welchen Wert diese Kulturgüter für ihre Vorfahren, für sie selbst und die nächsten Generation haben. Mehr dazu und weitere Folgen: https://www.uni-bonn.de/de/neues/wie-museen-koloniale-vorstellungen-abbauen-koennen
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Brauchen wir einen Perspektivwechsel auf "Familie"? Ein Podcast mit Sascha Sistenich über Familiengerechtigkeit & Fürsorge aus queerer Perspektive
Sascha Sistenich erforscht die queere Perspektive zum Thema Fürsorge (Care). Dabei ist der Begriff viel weitreichender als das, was viele darunter verstehen. In Saschas Definition spielt er eine zentrale gesellschaftliche Rolle. Denn Care wird zum zentralen Wert in einer Gesellschaft des Miteinanders. Sascha Sistenich erklärt, welche Rolle Care im Leben queerer Menschen spielt und warum die Fragen auch für nicht-queere Menschen wichtig ist.
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Teilhabe im Gaming. Ein Podcast mit Prof. Dr. Adrian Hermann über Barrierefreiheit
Prof. Dr. Adrian Hermann forscht zu Mensch-/Maschine-/Welt-Interaktion unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit sowie zum Thema Gaming-Labs und Barrierefreiheit. In diesem Podcast gibt er uns einen Einblick in die Welt des Gamings für Menschen mit Behinderung und spricht außerdem über Barrierefreiheit als gesellschaftliches Thema - dabei beschreibt er sowohl aktuelle Realitäten als auch Zukunftsvisionen. Mehr Videos. https://www.youtube.com/watch?v=U2IeEG5FTcg https://youtu.be/T7aVUqmQ_Sc?si=E5EqgslmIJ1eGXTX)
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gelesen: Virtuelle Zusammenarbeit erleben. Wie digitale Lehre innovativ an der Uni gestaltet werden kann
Haben Sie schon mal einen Kirchenaltar verschoben? Für Bonner Studierende der Kunstgeschichte ist das jetzt kein Problem mehr, wenn sie die Schwarzrheindorfer Doppelkirche und ihre bald 875-jährige Geschichte digital erkunden. Sie springen von der rekonstruierten Empore in die Unterkirche und zurück oder werfen einen Blick von der Unterkirche in die Oberkirche. "Die immersive 3D-Welt bietet den Studierenden viele Möglichkeiten, über Objekte und Fresken zu diskutieren", berichtet Dr. Christian M. Stracke, Koordinator im Digitalisierungsprojekt ViCo. Er koordiniert an der Universität Bonn die Einführung zukunftsweisender digitaler Kollaborationswerkzeuge zur Verbesserung der Lehre. Für Dr. Hanna Christine Jacobs vom Kunsthistorischen Institut ist die Kirche ein faszinierendes Beispiel für die Verbindung von Architektur und Malerei. Im Seminarraum und in der Zweidimensionalität von Präsentationsfolien und Aufzeichnungen lässt sich dies nur bedingt vermitteln. Setzt man jedoch die 3D-Brille auf und taucht in das virtuelle Bild ein, eröffnen sich ungeahnte didaktische Möglichkeiten. "Wir können mit dem virtuellen Aufzug in die Höhe fahren, um näher an die Deckenmalereien zu kommen", schwärmt sie von der VR-Lernwelt. Schon mehrfach hat sie die neue Technik in der Lehre eingesetzt. "Für die Studierenden ist es ein echter Gewinn, damit zu arbeiten. Man kann spielerischer vorgehen und in kleinen Gruppen arbeiten. Das eröffnet den Studierenden einen ganz neuen Zugang zur mittelalterlichen Kunstgeschichte." Ein weiteres neues Werkzeug zur Verbesserung der digitalen Zusammenarbeit ist das Annotationstool Recogito+. Damit können Lehrende und Studierende gemeinsam Dokumente, Grafiken, Texte und Videos transkribieren, analysieren, bearbeiten und erforschen. Die Germanist*innen haben die Entwicklung des Tool maßgeblich mit vorangetrieben und im Masterseminar an mittelhochdeutschen Quellen getestet: "Jetzt können die Studierenden bei uns selbstständig und gemeinsam kommentieren. Das ermöglicht eine präzise und strukturierte Textarbeit. Dabei können sie sich mit ihren unterschiedlichen Wissenshintergründen und Kompetenzen gegenseitig unterstützen", sagt Michael Ventur, Koordinator im Projekt "Kollaboratives digitales Arbeiten in den Textwissenschaften", der die Einführung mit betreut hat. Ein Vorteil sei dabei auch, dass sie sowohl in Echtzeit gemeinsam, aber auch zu verschiedenen Zeitpunkten am Dokument arbeiten können. Die flächendeckende Einführung von JupyterHub an der Universität Bonn richtet sich insbesondere an Studierende der Naturwissenschaften. Sie können damit Texte verfassen, statistische und mathematische Aufgaben lösen und programmieren. Ihre Ergebnisse tauschen sie dann mühelos über die virtuelle Umgebung aus und verbessern sich gegenseitig. Das erleichtert das gemeinsame wissenschaftliche Rechnen, etwa bei der computergestützten Analyse von großen Mengen an Satellitendaten, um ein Vielfaches, wie Stracke weiß: "Wir bieten damit eine einheitliche Lernumgebung für die teilnehmenden Studierenden. Die Studierenden können diese Dateien nutzen, diskutieren, bearbeiten und dann virtuell abgeben." Darüber hinaus ist JupyterHub in eCampus integriert. Darüber lassen sich weitere Fachprogramme, zum Beispiel aus dem Bereich Statistik, bequem öffnen - und das von jedem Ort der Welt aus. "Wir wollen es Lehrenden, Studierenden und Forschenden so einfach wie möglich machen, in Zukunft digital zusammenzuarbeiten", fasst Stracke zusammen.
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gelesen: Rektor der Universität Bonn für dritte Amtszeit gewählt
„Ein Glücksfall für die Uni“ Rektor der Universität Bonn für dritte Amtszeit gewählt Groß war die Freude auf allen Seiten, als Ende Januar Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch erneut in seinem Amt bestätigt wurde – einstimmig im ersten Wahlgang. Die Hochschulwahlversammlung der Universität Bonn, die sich aus den Mitgliedern des Senats und den externen Mitgliedern des Hochschulrats zusammensetzt, hat ihn für eine weitere Amtszeit von vier Jahren ab April 2025 gewählt. Es wird die dritte Amtszeit des 1961 geborenen Entwicklungsbiologen sein. „Professor Hoch ist ein Glücksfall für diese Universität. Ihm ist es gelungen, eine beispiellose Aufbruchstimmung zu erzeugen. Er hat der Universität und ihren Mitgliedern gezeigt, wozu sie fähig sind, und sie in vielen Bereichen zu Höchstleistungen motiviert“, erklärte der Hochschulratsvorsitzende Prof. Dr. Dieter Engels anlässlich der Wahl. Die Exzellenzuniversität Bonn als Meilenstein Die Bilanz von Prof. Hochs bisherigen Amtszeiten kann sich sehen lassen: Unter seiner Führung zählte die Universität Bonn zu den großen Gewinnern der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. 2018 gewann sie gleich sechs Exzellenzcluster, wurde 2019 zur Exzellenz-Universität erhoben und ging damit als erfolgreichste Hochschule aus dem Wettbewerb hervor. Außerdem hat Prof. Hoch die Universität Bonn in die Spitzengruppe der deutschen Hochschulen geführt und wichtige strukturelle Veränderungen eingeleitet. So wurden sechs fakultäts- und fächerübergreifende Transdisziplinäre Forschungsbereiche (TRA) als Explorations- und Innovationsräume auf- und ausgebaut – ein zentrales Element der universitären Exzellenzstrategie. Die positive Entwicklung zeichnet sich auch in den einschlägigen weltweiten Hochschulrankings ab, in denen die Universität Bonn unter die TOP 5 in Deutschland, die TOP 20 in Europa und die TOP 100 in der Welt aufgerückt ist. Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs stärken Prof. Hoch freut sich über die andauernde Unterstützung aus allen Teilen der Universität: „Gemeinsam mit allen Statusgruppen haben wir die Exzellenzuniversität großartig entwickelt und unsere strategischen Querschnittsbereiche erfolgreich ausgebaut.“ In den kommenden Jahren will er den großen Erfolg der Exzellenzstrategie bestätigen und die hervorragende Position im internationalen Wettbewerb festigen. Dazu gehöre auch, den wissenschaftlichen Nachwuchs in allen Karrierephasen noch besser zu unterstützen und die Lehre mit einer eigenen universitären Exzellenzstrategie deutlich zu stärken. „Darauf freue ich mich sehr, gemeinsam mit meinem gesamten Rektorats-Team!“, bekräftigt Hoch. Wie groß sein Rückhalt in der Universität Bonn ist, erlebte Prof. Hoch bereits vergangenes Jahr, als ihm der Deutsche Hochschulverband (DHV), die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland, nach seiner dreimaligen Kür zum „Rektor des Jahres“ (2020, 2021 und 2023) den Ehrentitel „Rektor des Jahrzehnts“ verlieh. Grundlage für diese Auszeichnung ist eine jährliche Befragung der Mitglieder des Verbandes an den Universitäten.
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Künstliche Intelligenz verstehen lernen
Wie Informatik-Studis gemeinsam mit Forschenden der Uni Bonn KI-Lösungen findenAm Anfang stehen Daten, und zwar bearbeitete. „Ohne gut strukturierte oder annotierte Daten fällt jedes Machine-Learning- und KI-Projekt in sich zusammen“, stellt Moritz Wolter vom BnTrAInee-Projektteam (siehe Kasten) fest. „Denn nur so können wir eine KI darin schulen, die Muster zu erkennen und hilfreich zu sein. Was das bedeutet, zeigt sich am Zeitungsprojekt von PD. Dr. Felix Selgert, Institut für Geschichtswissenschaften. „Wir wollen herausfinden, wie die wirtschaftliche Lage in vielen Bereichen war. Dafür sehen wir uns Stellenangebote der Kölnische Zeitung an“, berichtet er. Nur: Anders als heute waren Zeitungen um die Jahrhundertwende vergleichsweise unstrukturiert gesetzt: Unterschiedliche Schriftgrößen, Zeilenabstände oder unerwartete Spaltenumbrüche machen es für Menschen heute bereits schwer, Artikel ohne Übung zu lesen. Für Computer ist es erst einmal ein Ding der Unmöglichkeit. „Wie wir Menschen benötigen die Rechner Übung“, so Wolter. „Ohne korrekte Daten können die Systeme keine Muster erkennen und sich weiterentwickeln.“ Sonst liefe man schnell in die KI-Falle hinein. Das bedeutet: Menschen gehen in Vorarbeit, korrigieren die Daten, weisen auf Fehler und Fehlerquellen hin. Auch die Informatikstudierenden profitieren. Sie müssen im Rahmen ihres Studiums eine praktische Programmierarbeit ableisten. Bei BN-Trainee werden sie mit Herausforderungen und Forschungsfragen unterschiedlicher Fachdisziplinen in Kontakt gebracht - ein Gewinn und zugleich eine Herausforderung für beide Seiten. Sie müssen ein gemeinsames Verständnis von fachspezifischen Herausforderungen entwickeln. "Für Informatiker aus dem Bereich KI geht es erst einmal um Daten. Aber das Verstehen von ganz speziellen Forschungsfragen und Anforderungen spielen bei der Auswertung ja auch eine Rolle", so Wolter. Aus den Daten und den Aufgaben entwickeln sie selbst Modelle oder passen bestehende an - und leisten damit einen Vorschub für nachfolgende Teams. "Wenn einmal eine Lösung entwickelt wurde, lässt sie sich oftmals auch einfach auf andere Herausforderungen anwenden, berichtet Informatikerin Elena Trunz vom Projektteam “Es gibt Methoden aus dem Machine Learning , die wahnsinnig vielseitig sind." So lässt Dr. Barbara Wichtmann von der Medizinischen Fakultät mithilfe Künstlicher Intelligenz Magnetresonanzbilder von Prostatakrebs auswerten. Es ist das selbe Modell, mit dem Prof. Dr. Matthias Lang von den Digital Humanities archäologische Strukturen wie Meiler, Bombentrichter oder Grabhügel aus Luftaufnahmen erkennen lässt. Ein anderes Projekt, dass im Rahmen von BnTrAInee umgesetzt wurde, ist die Analyse von Medikamentenabgaben und ihre Wirksamkeit. Studierende begeistern für Machine Learning und KIDabei ist der Aspekt der Kooperation aber nur einer von insgesamt drei Zielen bei BnTrAInee. Zugleich geht es darum, Studierende aus dem Fachbereich Informatik zu gewinnen und im Austausch mit Forschenden andere Fachsysteme zu schulen. "Informatikstudierende sind ja nicht von sich aus auf den KI-Bereich fokussiert. Und nicht jeder kann nach einer Ausbildung in Bonn per se mit KI- und Machine Learning umgehen", so Elena Trunz vom Projektteam. Daher möchte man sie auch für diesen Bereich und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten gewinnen. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2024-01/artikel/kuenstliche-intelligenz-verstehen-lernen
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Wie das richtige Mindset hilft, Ängste im Studium zu bewältigen
Noch schnell das Kapitel zu Ende lesen, die Folien der Vorlesung zusammenfassen, dann einkaufen, kochen und den Lernplan für die nächste Klausur zusammenstellen. Der Alltag im Studium kann oft sehr stressig und fordernd sein. Doch was passiert, wenn nicht mehr alles klappt, wenn Stress und Belastung in Angst umschlagen? Zahlreiche Studierende sind von Versagens- und Prüfungsängsten sowie Selbstzweifeln bis hin zu depressiven Verstimmungen betroffen. Dass man damit nicht allein ist, können Studierende bei der Psychologischen Beratung der Zentralen Studienberatung (ZSB) lernen. Mehr dazu: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2023-01/artikel/wie-das-richtige-mindset-hilft-aengste-im-studium-zu-bewaeltigen/
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OSCE Prüfungen: Der erste Realitätscheck [forsch 2023/01]
Der erste RealitätscheckSo erleben Medizinstudierende in Bonn Prüfungen im OSCE-FormatVon Merlin Barkowsky, gelesen von Miriam Kalliwoda Im neuen Lehrgebäude der Medizinischen Fakultät beweisen Studierende ihr fachliches Können und ihren Umgang mit Patient*innen. Es ist acht Uhr am Morgen. Ein schriller Pfiff hallt durch den zweiten Stock des Lehrgebäudes der Medizinischen Fakultät. Eilig klappen Studierende die an Türen befestigten Aufgabenblätter mit beeindruckender Syn- chronität auf. Konzentriert versuchen sie, diese schnellstmöglich zu erfassen. Unter ihnen sind auch Carlotta Petri und Victor Moldovan, die sich beide im sechsten Fachsemester befinden. Eine Minute haben sie nach dem Ertönen der Trillerpfeife Zeit, die ausgehängten Aufgabenstellungen zu lesen und zu verstehen. Anschließend treten sie in den zugehörigen Raum. Die Prüfungssituation beginnt. Vier Minuten haben sie ab diesem Moment Zeit, den Prüfenden einer jeden Station, welche sich bereits im Raum befinden, ihr Können unter Beweis zu stellen. Am Ende einer jeden Station erhalten sie jeweils eine kurzes Feedback, bevor wieder ein Pfiff ertönt und es zur nächsten Station geht. Einzige Ausnahme ist das Patient*innengespräch, hierfür ist die doppelte Menge an Zeit eingeplant. Für die beiden Medizinstudierenden und ihre Kommilitoneinnen ist es die erste OSCE-Prüfung während ihres Studiums. OSCE, das steht für „objective structured clinical examination“. Es beschreibt ein außergewöhnliches, praktisches Prüfungsformat, bei dem die Studierenden einen Parcours aus verschiedenen Themen-Stationen absolvieren. Heute werden die Grundlagen klinischer Untersuchungen und der Umgang mit Patientinnen (GKU) geprüft. Vor Beginn der Tests war eine leichte Anspannung bei den Prüfungsteilnehmenden spürbar, die auch die obligatorischen FFP2-Masken nicht komplett verstecken konnten. „Vor der Prüfung war ich nervös, da es das erste Mal war, dass man in seiner praktischen Tätigkeit bewertet wurde“, fasst Victor seine Gefühlslage zusammen. „Aber sobald man die erste Station bewältigt hatte, sank die Nervosität schnell. Nach der Prüfung war ich erleichtert, dass ich es geschafft hatte“, fügt er hinzu, auch wenn dieses Gefühl der Erleichterung mitten in der Klausurenphase nur von kurzer Dauer gewesen sei. Auch Carlotta gibt zu, vor der ersten Station etwas nervös gewesen zu sein. Für sie habe sich dieses Gefühl aber „im Rahmen der normalen Prüfungsangst“ bewegt. Einen Grund dafür sieht sie darin, „dass es ein komplett neues Konzept war“. Dieses spezielle Prüfungsformat wurde in Bonn erstmalig im Jahr 2012 vom Fachbereich der Kinderheilkunde durchgeführt. Seitdem hat sich dieses Prüfungskonzept nicht nur bewährt, sondern darüber hinaus auch Einzug in immer mehr Fachbereiche und Lehrpläne erhalten. „Der größte Unterschied zwischen Standard- und OSCE-Prüfung bestand darin, dass ich zum ersten Mal die Chance hatte, zu merken, wie viele Informationen ich aufnehmen konnte, ohne die Angst zu haben, die Klausur wiederholen zu müssen“, hebt Carlotta hervor. Denn diese erste OSCE-Prüfung ist unbenotet. Auch wenn sich dies mit den späteren Prüfungen im Studienverlauf ändern wird, ist es hier noch nicht möglich, durchzufallen. Das gefällt auch Victor: „Normalerweise steht bei Prüfungen immer der Druck des Bestehens oder eine Note im Vordergrund. Bei dieser OSCE-Prüfung ist das anders. Hier geht es nicht um das Bestehen, sondern man versucht das, was man im vergangenen Jahr im GKU-Kurs gelernt hat, anzuwenden.“ Weiterlesen: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2023-01/artikel/der-erste-realitaetscheck
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Digitales Abbild der Krypta des Markusdoms [forsch 2023/01]
Projekt der Christlichen Archäologie und des Bonn Center for Digital Humanities Mal eben nach Venedig, um sich in der Krypta des Markusdoms umzusehen? Für Studierende und Forschende wird dies bald möglich – per Mausklick. Gelesen von Miriam Kalliwoda Prof. Dr. Sabine Feist von der Christlichen Archäologie und Dr. Matthias Lang vom Bonn Center for Digital Humanities planen eine virtuelle Aufbereitung. Beide waren im letzten Herbst in Venedig und haben mit Kameras einen dreidimensionalen Scan der Krypta aufgenommen, der derzeit bearbeitet wird. „Das venezianische Beispiel eignet sich in besonderem Maße für eine virtuelle Aufbereitung“, sagt Prof. Feist. Die Krypta des Markusdoms gewährt Einblick in eine Vielzahl zentraler Aspekte der Christlichen Archäologie, die durch das Studium herkömmlicher Karten, aber auch bei einem Besuch vor Ort verborgen bleiben. Die Krypta des Markusdoms bildet das architektonische und sakrale Zentrum des Gotteshauses: Dort wird das Grab des namensgebenden Patrons verehrt. Exakt oberhalb der Grabstätte befindet sich der Altar der oberirdischen Kirche. In welchem Maße Krypta und Kirche aufeinander bezogen sind, kann aber nur bedingt anhand von Grund- und Aufrissen vermittelt werden. „Auch der ohnehin nur in Ausnahmefällen und mit besonderer Genehmigung mögliche Besuch der unterirdisch gelegenen Anlage vermag es wegen der strikten Abgrenzung einzelner Bereiche nicht, diese enge Verbundenheit und die damit einhergehende Bauidee vor Augen zu führen“, sagt die Archäologin, die Mitglied im Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies und im Transdisziplinären Forschungsbereich „Present Pasts“ ist. Die digitale Visualisierung der Krypta des Markusdoms, die den Studierenden dreidimensionale Einsichten und virtuelle Besuche ermöglicht, sei eine optimale Bereicherung für die Lehre, ist Sabine Feist überzeugt. Anhand der Virtual Collaboration-Fallstudie können wesentliche Aspekte der Christlichen Archäologie, wie etwa die Bedeutung von Heiligen und deren Gräbern oder Reliquien, für die christliche Sakralarchitektur anschaulich vermittelt werden. Und dies ohne Reisekosten und unvorhersehbare Risiken wie das Hochwasser, das die Lagunenstadt regelmäßig überflutet und den Markusdom samt Krypta unzugänglich macht. Ohne nasse Füße zu bekommen und bei Schonung ihres Geldbeutels können Studierende aktuelle Forschungsfragen diskutieren: Gehörte die Krypta schon zur ersten Markuskirche des 9. Jahrhunderts oder entstand sie erst zeitgleich mit dem heutigen Markusdom im 11. Jahrhundert? Wo genau befinden sich Grab oder Reliquien des Heiligen Markus? Feist: „Zwar scheint die zweistöckige Säulenarchitektur im Zentrum der Krypta für eine Grablege konzipiert, doch ist eine solche an dieser Stelle nicht vorhanden.“ Das ist erst der Anfang: „Das Projekt kann ohne größeren personellen wie finanziellen Aufwand erweitert werden“, sagt die Archäologin. Möglich wäre zunächst eine Untersuchung der Krypta von San Liberale in Treviso (Venetien), die als Kopie der Krypta des Markusdoms gilt. Der Aufbau einer Datenbank für 3D-Modelle wäre nach Ansicht der Wissenschaftlerin für den Lehrbetrieb der Christlichen Archäologie ein Meilenstein, mit dem methodisch veraltete Apparate kurzfristig ergänzt und langfristig abgelöst werden könnten. Johannes Seiler Mehr: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch-2023-01/artikel/digitales-abbild-der-krypta-des-markusdoms
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forsch gelesen: Der Vorlese-Podcast zur forsch, dem Hochschulmagazin der Universität Bonn. Hier gibt's ausgewählte Artikel aufs Ohr für alle, die nicht blättern wollen. Die forsch erscheint zwei bis dreimal im Jahr und bringt euch die Menschen, ihre Themen, Arbeit und Forschung nahe, die an der Universität Bonn arbeiten. Unterschiedliche Themen.
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Universität Bonn - Hochschulkommunikation
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