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  1. 15

    A First Step Forward? Bangladesh’s First Democratic Elections (Serie 706: Süd-Nord-Funk)

    It was one of the first major successful protests to draw international attention under the "Gen Z" label: Bangladesh’s July Movement of 2024. By the following August, Prime Minister Sheikh Hasina had fled to India — ending 15 years of government and authoritarian consolidation. After eighteen months of transitional rule, the country held its first democratic elections in February, which the Bangladesh National Party won. But is this truly the democratic fresh start that the protest movement — driven in large part by women — had hoped for?

  2. 14

    südnordfunk #143 | Wahlen in Kolumbien und Bangladesch | Audioguide Freiburg postkolonial

    Ein Schritt vorwärts? Erste demokratische Wahlen in Bangladesch Der Friedensprozess ist nicht gescheitert Der Frieden in Kolumbien zehn Jahre nach dem Friedensabkommen Koloniales Erbe mitten in Freiburg Aktualisierter Audioguide zieht Linien zwischen Vergangenheit und Gegenwart

  3. 13

    Die Restitution ist nicht abgeschlossen - Postkoloniale Spurensuche in Freiburg

    Der Audioguide „Postkoloniale Spurensuche in Freiburg“ macht auf sichtbare und unsichtbare koloniale Spuren im Freiburger Stadtbild aufmerksam. Dabei verhandeln die einzelnen Stationen des Audioguides, wie koloniale und kolonialrevisionistische Bewegungen das Denken in dieser Stadt bis heute geprägt haben. Einige Stationen wurden im vergangenen Jahr überarbeitet, denn es hat sich in den letzten acht Jahren bei der Aufarbeitung der lokalen Verstrickungen in die Deutsche Kolonialgeschichte einiges bewegt. So wird nun der Prozess um die Restitution und Rehumanisierung berücksichtigt - etwa die Rückgabe von Human Remains oder die Umbenennung von Straßennamen mit kolonialem Kontext.

  4. 12

    Ein erster Schritt vorwärts? Erste demokratische Wahlen in Bangladesch

    Es war einer der ersten erfolgreichen großen Proteste welche unter dem Label "Gen Z" internationale Aufmerksamkeit auf sich zog: Die Juli-Bewegung von 2024 in Bangladesch. Schon im darauffolgenden August floh die Premierministerin Sheikh Hasina nach Indien - 15 Jahre Regierung und autoritärer Umbau waren damit vorbei. Nach anderthalb Jahren Übergangsregierung erfolgten nun im Februar die ersten demokratischen Wahlen, welche die Bangladesh National Party gewann. Doch ist dies wirklich der demokratische Neuanfang den sich die vor allem auch von Frauen getragene Protestbewegung für das Land gewünscht hat?

  5. 11

    Der Frieden in Kolumbien zehn Jahre nach dem Friedensabkommen

    Nur rund 10.000 Stimmen erreichte die Partei der ehemaligen FARC-Guerilla "Comunes" bei den Parlamentswahlen im März. Damit steht das politische Projekt der früheren marxistischen Kämpfer*innen vor dem Aus. Ihre Demobilisierung aber, sagt snf-Kollege Christian Conde, hat politische Räume für andere linke Kräfte in der kolumbianischen Politik geschaffen. Das zeige sich nicht nur am Wahlsieg des Linksbündnisses Pacto Histórico, sondern auch daran, dass der Kandidat Iván Cepeda als Favorit in den nun beginnenden Präsidentschaftswahlkampf geht.

  6. 10

    südnordfunk #142 | Bedrohte Rechte in Nord-/Ostsyrien | (Frauen)Proteste in Iran | Feministische Arbeitskämpfe in Mexiko

    Anlässlich des 8. März gibt es im nächsten südnordfunk einen Schwerpunkt zu feministischen Kämpfen im Globalen Süden: In Iran riskieren Frauen ihr Leben, um sich dem Regime zu widersetzen – seit dem Tod von Mahsa Jina Amini 2022 hat die Bewegung »Frau, Leben, Freiheit« eine neue Generation politischer Akteurinnen hervorgebracht. In Nordsyrien gerät mit Rojava eine der radikalsten feministischen Gesellschaftsexperimente der Gegenwart unter militärischen Beschuss. Und in Ciudad Juárez, an der mexikanisch-amerikanischen Grenze, organisieren sich Fabrikarbeiterinnen gegen die unsichtbare Gewalt der globalen Lieferkette.

  7. 9

    Das Verschwinden einer Utopie - Was bleibt vom demokratischen Aufbruch in Nord- und Ostsyrien?

    Seit Beginn des Jahres wurde die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien im Zuge einer militärischen Blitzoffensive durch die syrische Übergangsregierung und ihre Verbündeten in weiten Teilen zurückgedrängt. Mit den Angriffen gerät nicht nur ein politisches Projekt unter Druck, sondern auch die konkrete Utopie einer freieren, basisdemokratischen und geschlechtergerechten Gesellschaft, in der sich insbesondere für Frauen und queere Menschen neue Räume von Teilhabe und Selbstbestimmung erkämpft hatten. Im Gespräch mit Anita Starosta von medico international finden wir heraus, was die aktuellen Angriffe für die Menschen vor Ort bedeuten. Wir sprechen auch über die Zukunft des Projektes Rojava und darüber, was es jetzt braucht, um den zivilen Widerstand und die verbliebenen selbstverwalteten Strukturen solidarisch zu unterstützen.

  8. 8

    »Der feindlichen Stimmung entgegenwirken« - Geflüchtete an der US-Grenze ein Jahr nach Trumps Amtsantritt

    Nach Trumps Amtsantritt ist das Asylrecht an der USA-Mexiko-Grenze praktisch außer Kraft gesetzt. Hunderttausende Geflüchtete sitzen in Ciudad Juárez fest – Berichte sprechen von Razzien, Abschiebungen und verzweifelten Familien ohne Perspektive. Unsere Kolleg*innen vom Medienkollektiv Juarlin, Dorothea Bornewasser und Leobardo Alvarado, haben mit Schwester Antonia Aranda Diaz gesprochen, die dort Geflüchtete betreut. Foto: Schwester Antonia Aranda Diaz - Sie betreut Geflüchtete und Abgeschobene in der mexikanischen Grenzmetropole Ciudad Juárez | Foto: Medienkollektiv Juarlin

  9. 7

    African Parks: Menschen­rechte, Naturschutz & Fortress Conservation - Vom Ausschlussmodell zu gemeindebasierten Naturschutzparks

    Naturschutzparks gelten oft als Hoffnungsorte in Zeiten multipler Krisen. Sie sollen bedrohte Arten schützen, überlastete Ökosysteme stabilisieren und als Puffer gegen die Folgen des Klimawandels wirken. Doch diese Schutzgebiete sind nicht nur Zufluchtsorte für bedrohte Arten. Sie sind auch Orte von Konflikten – um Land, um Macht und um die Frage, wer in einer globalen Umweltkrise die Kosten trägt. Der südnordfunk stellt zwei Perspektiven auf konkrete Umweltschutzprojekte auf dem afrikanischen Kontinent vor. Olivier van Beemen, Investigativjournalist und Autor des Buches »Im Namen der Tiere – Wie eine NGO große Teile Afrikas beherrscht« erläutert seine Kritik am Modell Fortress Conservation – ein festungsartiges Konzept des Naturschutzes. Der Ethnologe Hauke-Peter Vehrs plädiert für einen inklusiven gemeindebasierten Schutz, bei dem Landrechte, Natur und lokale Gemeinden zusammengedacht werden. Ein Beispiel findet sich in der Sambesi Region.

  10. 6

    »Sprechen ist nicht gewalttätig« - Stimmen des Protests und ziviler Kampf um Demokratie in Uganda

    Am 15. Januar wurde in Uganda gewählt. Wahlsieger ist der ehemalige Präsident Yoweri Museveni, der - laut offiziellem Ergebnis - mit über 71 Prozent der Stimmen nun seine siebte Amtszeit antritt. Sowohl in der Zivilbevölkerung Ugandas als auch international gibt es starke Zweifel an der Recht­mäßigkeit der Wahlen und deren Ergebnis. Bereits im Vorfeld und während der Wahl kam es in Uganda zu massiven Repressionen und Einschüchterungen gegen Menschenrechts- und Verfassungsaktivist*innen. Der südnordfunk war vor der Wahl vor Ort, eine Aktivistin und ein Anwalt berichten von ihrer Arbeit. Ein Beitrag von Lisa Binder.

  11. 5

    südnordfunk #141 | Wahlen in Uganda | Mauer in Mexiko

    Der südnordfunk im Februar: Repressionen vor den Wahlen in Uganda | Umstrittene Naturschutzkonzepte im Südlichen Afrika | Rassistischen Razzien und Mauer in Mexiko nach der Verschärfung des Asylrechts in den USA

  12. 4

    südnordfunk #140 | Autonomiestreben der Westsahara | Klimadebatte auf Fidschi | GenZ Proteste in Peru

    Die Januarausgabe blickt auf globale Kämpfe um Selbstbestimmung und Gerechtigkeit: Wir sprechen mit sahrauischen Aktivist*innen über ihre Hoffnungen auf Unabhängigkeit, die durch eine umstrittene UN-Resolution einen herben Rückschlag erlitten haben. Außerdem hören wir von den existenziellen Klimasorgen der Inselrepublik Fidschi und begleiten die GenZ-Proteste in Peru, wo junge Menschen gegen ein System aufbegehren, das sie längst nicht mehr repräsentiert. **** »Marokko will die Westsahara von den sahrauischen Jugendlichen befreien« Interview mit drei sahrauischen Aktivist*innen Der UN-Sicherheitsrat hat Anfang November eine Resolution verabschiedet, die den Autonomieplan Marokkos für die Westsahara unterstützt. Diesem Plan zufolge würde die Westsahara als autonome Region unter marokkanischer Souveränität verbleiben. Das klingt zunächst einmal nach Autonomie. Doch: Mit dieser Resolution sind viele Bewohner*innen der Westsahara keineswegs einverstanden. Denn der Plan rückt von der von ihnen erhofften vollständigen Unabhängigkeit ab und stärkt Marokkos politische Position in dem langjährigen Konflikt. Wenige Tage, bevor die Resolution verabschiedet wurde, sprach der südnordfunk mit drei Aktivist*innen aus der Westsahara über das Leben in den Geflüchtetenlagern, im Exil und über ihre Sorgen. **** »Wenn sich das Meer erwärmt, ist der Fisch giftig« Die Inselrepublik Fidschi kann sich eine Schlappe der internationalen Klimapolitik nicht leisten Die Weltklimakonferenz im brasilianischen Belem im November 2025 war in vielerlei Hinsicht ein Desaster. Vor allem wanden sich die Industriestaaten, zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen, um ihre Verpflichtungen und dem notwenigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Sie konnten sich nicht einmal auf eine robuste Klimafinanzierung einigen, damit sich andere vor den Folgen der Wetterextreme besser schützen können. Dabei hat die Welt die 1,5°C-Gefahrenschwelle – zumindest für einige Jahrzehnte – bereits überschritten. Doch ist damit die Klimadiplomatie gescheitert? Und wenn, was folgt daraus? Für die Gruppe der Kleinen Inselstaaten, die mehr als andere Länder von den Klimafolgen betroffen sind, ist es keine Option, die internationale Klimapolitik trotz alljärhlicher Enttäuschungen gänzlich in Frage zu stellen. Für die Inselrepublik Fischi sieht Vani Catanasiga, Geschäftsführerin der NGO Fiji Council of Social Services (FCOSS), neben Misserfolgen auch kleine Fortschritte – und eine große Verantwortung. **** »Alle sollen gehen!« - GenZ Proteste in Peru Junge Menschen gehen in Peru auf die Straße – gegen politische Gewalt, institutionelles Versagen und ein System, das sie nicht repräsentiert. In Interviews mit Gen-Z-Aktivistin Gabriela Santos Tacuri und der indigenen Aktivistin und Soziologin Diana T’ika Flores Rojas zeigt der Beitrag, wie sich urbane Jugendproteste mit indigenem, ruralen Widerstand verbinden. Es ist eine Geschichte über Repression, Solidarität und die Suche nach neuen politischen Wegen inmitten einer tiefen Krise.

  13. 3

    »Marokko will die Westsahara von den sahrauischen Jugendlichen befreien«

    Der UN-Sicherheitsrat hat Anfang November eine Resolution verabschiedet, die den Autonomieplan Marokkos für die Westsahara unterstützt. Diesem Plan zufolge würde die Westsahara als autonome Region unter marokkanischer Souveränität verbleiben. Das klingt zwar zunächst einmal nach Autonomie. Doch: Mit dieser Resolution sind viele Bewohner*innen der Westsahara keineswegs einverstanden. Denn der Plan rückt von der von ihnen erhofften vollständigen Unabhängigkeit ab und stärkt Marokkos politische Position in dem langjährigen Konflikt. Wenige Tage, bevor die Resolution verabschiedet wurde, sprach der südnordfunk mit drei Aktivist*innen aus der Westsahara über das Leben in den Geflüchtetenlagern, im Exil und über ihre Sorgen.

  14. 2

    »Wenn sich das Meer erwärmt, ist der Fisch giftig« - Die Inselrepublik Fidschi kann sich eine Schlappe der internationalen Klimapolitik nicht leisten

    Die Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém im November 2025 war in vielerlei Hinsicht ein Desaster. Vor allem wanden sich die Industriestaaten, zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen, um ihre Verpflichtungen und dem notwenigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Sie konnten sich nicht einmal auf eine robuste Klimafinanzierung einigen, damit sich andere vor den Folgen der Wetterextreme besser schützen können. Dabei hat die Welt die 1,5°C-Gefahrenschwelle – zumindest für einige Jahrzehnte – bereits überschritten. Doch ist damit die Klimadiplomatie gescheitert? Und wenn, was folgt daraus? Für die Gruppe der Kleinen Inselstaaten, die mehr als andere Länder von den Klimafolgen betroffen sind, ist es keine Option, die internationale Klimapolitik trotz alljärhlicher Enttäuschungen gänzlich in Frage zu stellen. Für die Inselrepublik Fischi sieht Vani Catanasiga, Geschäftsführerin der NGO Fiji Council of Social Services (FCOSS), neben Misserfolgen auch kleine Fortschritte – und eine große Verantwortung.

  15. 1

    »Geoutet zu werden kommt einem Todesurteil gleich« - Frauenrechtsaktivistin Yasar Alameen über die sich schließenden Räume für humanitäre Arbeit in Libyen

    Es bleibt herausfordernd und riskant, sich in Libyen für die Rechte von Migrant*innen einzusetzen. Kürzungen internationaler Entwicklungsgelder, beschleunigt durch die Wiederwahl Donald Trumps, schränken die bereits geschrumpften Räume für humanitäres und zivilgesellschaftliches Engagement weiter ein. Zudem fließen Budgets zunehmend in die Migrationsabwehr, statt in die Nothilfe für Geflüchtete, die unter schlimmsten Bedingungen in Lagern festgehalten werden. Indes geht die international anerkannte Regierung in Westlibyen gegen internationale NGOs vor: Am 27. März 2025 wurden zehn NGOs verboten – unter anderem mit dem Vorwurf, Homosexualität zu fördern. Yasar Alameen ist Frauenrechtsaktivistin und humanitäre Helferin. Sie kommt aus Ostlibyen und engagiert sich seit vielen Jahren im humanitären Bereich – zunächst ehrenamtlich, später als Aktivistin und Feministin.

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