Freiraum für Führungskräfte - für mehr Klarheit im Leben

PODCAST · business

Freiraum für Führungskräfte - für mehr Klarheit im Leben

Freiraum für Führungskräfte - für mehr Selbstbestimmung und Klarheit im Leben. Nicole Zätzsch teilt ihre Erlebnisse aus ihren Coachings, persönliche Erfahrungen als Führungskraft und Personalleiterin sowie ihr Wissen aus der Positiven Psychologie. Hier finden Sie Experteninterviews, konkrete, leicht umsetzbare Coachingstipps und wissenschaftlich fundierte Methoden für Ihren Berufsalltag. Kurz, konkret und auf dem Punkt. Alle 14 Tage

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    #92 Digital sichtbar werden – mit Persönlichkeit statt Perfektion mit Andrea Grundmann

    Heute zu Gast ist Andrea Grundmann – Expertin für digitale Sichtbarkeit und Autorin des Buches „Digitales Charisma“. In ihrem Buch zeigt sie, wie es gelingt, im digitalen Raum mit Persönlichkeit und Haltung zu überzeugen – ohne künstliche Inszenierung oder laute Ego-Show. Denn eines wird immer klarer: Fachliche Kompetenz allein reicht nicht mehr aus. Was wirklich den Unterschied macht, ist die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen und Menschen zu erreichen. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge. Andrea bringt Struktur in ein Thema, das viele eher diffus angehen: Sichtbarkeit. Ein zentraler Gedanke dabei: Sichtbarkeit beginnt nicht beim Posten, sondern bei Klarheit. Wir sprechen darüber, warum es entscheidend ist, mit der eigenen Zielintention zu starten. Was will ich eigentlich erreichen mit meiner Sichtbarkeit? Und weshalb echte Wirkung erst entsteht, wenn ich weiß, wen ich erreichen möchte. Dabei geht es nicht nur um Zielgruppen auf dem Papier, sondern um echte Zielpersonen. Wen möchte ich erreichen, wer sollte von mir erfahren und was weiß ich wirklich über diese Menschen? Was beschäftigt sie, was treibt sie an und wie gelingt es, sich wirklich in sie hineinzuversetzen? Ein besonderer Fokus liegt auf der Gefahr der sogenannten Expertenbrille. Also dem Risiko, aus der eigenen Perspektive zu kommunizieren und dabei an der Zielgruppe vorbeizugehen. Ein zentrales Thema unseres Gesprächs ist die sogenannte Story of Self. Sie ist der rote Faden, der alles zusammenhält. Sie macht dich greifbar, sorgt für Wiedererkennbarkeit und gibt deiner Kommunikation Konsistenz. Wir sprechen darüber, warum Fakten und Lebensläufe oft blass bleiben, während persönliche Geschichten im Gedächtnis bleiben. Und wie du dich deiner eigenen Story annähern kannst, inklusive einer konkreten Übung aus dem Buch. Ein weiterer spannender Punkt im Gespräch ist das Thema Authentizität. Authentisch zu wirken bedeutet nicht, einfach alles ungefiltert zu teilen. Sondern bewusst zu entscheiden, was du sichtbar machst und wofür du stehst. Authentizität ist kein Zufall, sondern kann und darf strategisch gedacht werden. Eng damit verbunden ist das Thema Haltung. Warum Haltung mehr ist als eine Meinung, warum sie Vertrauen schafft und warum sie ein zentraler Bestandteil von digitalem Charisma ist. Dabei geht es auch um die Frage, wie viel Persönlichkeit Sichtbarkeit eigentlich braucht. Die klare Antwort: Persönlichkeit ist keine Ego-Show. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass echte Verbindung entsteht. Gerade die eigenen Ecken und Kanten machen dich für andere greifbar und unterscheiden dich von austauschbarer Perfektion. Was du aus dieser Folge mitnehmen kannst - Starte mit Klarheit: Ziel, Zielgruppe und Wirkung - Denke aus der Perspektive deiner Audience, nicht aus deiner Expertenrolle - Entwickle deine eigene Story of Self als roten Faden - Verstehe Authentizität als bewusste Entscheidung - Zeige Haltung, auch wenn sie nicht allen gefällt - Und trau dich, als Mensch sichtbar zu werden Mehr zu Andrea Grundmann Andrea Grundmann unterstützt Führungskräfte und Unternehmerinnen dabei, online die gleiche Wirkung zu entfalten wie im persönlichen Kontakt – authentisch, klar und ohne Inszenierung. Links https://www.linkedin.com/in/andrea-grundmann/ https://www.andreagrundmann.de/story-of-self/

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    #91 Leistung ohne Selbstverlust – über Bruchstellen und den Weg in die Selbstführung mit Andreas Tietz

    In dieser Folge spreche ich mit Andreas Tietz – Leadership-Integrator, Persönlichkeitstrainer und ehemaliger Top-Manager in der Automobilindustrie mit über 25 Jahren Führungserfahrung. Andreas bringt eine Perspektive mit, die viele kennen – aber wenige so klar benennen können: den Weg von äußerem Erfolg hin zu innerer Leere. Und vor allem: den Weg zurück. Wir sprechen darüber, wie leistungsorientierte Menschen in Muster geraten, die sie lange tragen – bis der Körper irgendwann stoppt. Und darüber, was es braucht, um nicht nur auszusteigen, sondern wirklich neu zu integrieren. Andreas verbindet heute fundierte Persönlichkeitsdiagnostik mit Körperarbeit und Bewusstseinsarbeit, um Führungskräften zu helfen, wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen – und daraus wirksam zu führen. Darüber sprechen wir in dieser Folge: Warum Leistung für viele nicht nur Antrieb, sondern auch Überlebensstrategie ist Wie sich „Erfolg“ anfühlen kann – und wann er innerlich leer wird Die Rolle des Körpers als ehrlicher Frühindikator für Überlastung Warum gerade starke Führungskräfte Warnsignale so lange ignorieren Der Moment des Bruchs – und was danach kommt Ein zentraler Wendepunkt: Andreas beschreibt sehr offen den Moment, in dem sein Körper reagiert hat – und klar wurde: So geht es nicht weiter. Wir sprechen darüber, warum dieser Punkt oft nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern sich lange ankündigt – und trotzdem übersehen wird. Was danach folgt: Neuorientierung und Integration Der Ausstieg aus einer erfolgreichen Managementkarriere Die Frage: Wer bin ich ohne meinen Status? Der Weg vom Manager zum Leadership-Integrator – kein Plan, sondern ein Prozess Und vor allem: Was bedeutet echte Integrationsarbeit? Andreas macht deutlich, dass es nicht um Selbstoptimierung geht, sondern um Verbindung – von Kopf, Körper, Emotionen und Stärken. Führung neu gedacht: „Fang bei dir an“ Ein zentrales Thema im Gespräch ist Führung als Haltung. Was verändert sich, wenn wir aufhören, uns über Leistung zu definieren? Warum Verletzlichkeit kein Risiko, sondern eine Ressource ist Und weshalb echte Führung immer bei uns selbst beginnt Konkrete Impulse für deinen Alltag: Diese Folge bleibt nicht auf der Reflexionsebene stehen. Andreas teilt sehr konkrete Ansätze. Die Ehrlichkeit, mit der Andreas über seinen eigenen Weg spricht – vom frühen Verlust seiner Eltern über seine Karriere bis hin zum bewussten Neuanfang – macht diese Folge besonders berührend und gleichzeitig sehr greifbar. Mehr zu Andreas Tietz: Leadership-Integrator & Coach Ehemaliger Automotive-Manager (u. a. Porsche) mit 25 Jahren Erfahrung Arbeitsschwerpunkte: Stärkenorientierung, Persönlichkeitsentwicklung, Integration von Körper, Geist und Emotionen Links & Kontakt: Website: www.livingreboot.de

  3. 101

    #90 Die Kraft der Pause – ein Schlüssel für wirksame Führung, Ein Gespräch mit Jorma Schneider

    In einer Welt, die immer schneller wird und in der viele Führungskräfte dauerhaft im Reaktionsmodus sind, wirkt die Pause oft wie ein Luxus. Mein heutiger Gast Jorma Schneider zeigt, warum genau sie eine zentrale Voraussetzung für Klarheit, Verbindung und wirksame Entscheidungen ist. Jorma ist Co-Active Coach, Lern- und Entwicklungsbegleiter sowie Host des Podcasts JORMAZIN’. In seiner Arbeit begleitet er Menschen und Teams dabei, aus dem reinen Tun auszusteigen und wieder stärker in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Es geht ihm nicht um noch mehr Methoden, sondern um eine andere Qualität von Präsenz – als Grundlage für Führung in komplexen Zeiten. In unserem Gespräch sprechen wir darüber, was es bedeutet, bewusst innezuhalten, warum echte Gespräche so selten geworden sind und wie es gelingen kann, auch in digitalen oder hybriden Kontexten Verbindung herzustellen. Außerdem werfen wir einen Blick auf typische innere Blockaden und die Frage, wie Führungskräfte handlungsfähig bleiben können, ohne Komplexität vorschnell zu reduzieren. In dieser Folge erfährst du: • warum die „Pause“ kein Stillstand ist, sondern ein Raum für Klarheit und Orientierung • was es bedeutet, vom Tun ins Sein zu kommen – und warum darin echte Wirksamkeit entsteht • woran du authentische Gespräche erkennst und wie echte Verbindung möglich wird • wie Präsenz und Beziehung auch in digitalen Arbeitswelten entstehen können • welche Rolle Stimme und innere Haltung für deine Wirkung als Führungskraft spielen • was typische innere Blockaden sind und wie du ihnen begegnen kannst • wie du mit Komplexität umgehen kannst, ohne sie zu vereinfachen Ein Gedanke, der aus diesem Gespräch besonders hängen bleibt: Führung beginnt nicht im Außen, sondern in der eigenen inneren Klarheit. Die Pause ist dabei kein Rückzug, sondern ein bewusster Schritt in die eigene Verantwortung. Mehr zu Jorma Schneider • Website: www.jormaschneider.de • Podcast: JORMAZIN • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jorma-schneider • YouTube: https://www.youtube.com/@jormazin Informationen zu unfold e.V. - https://unfold-ev.de/

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    #89 Transformation verstehen: Von VUCA zu BANI – mit Jan Köster

    In dieser Folge begrüßt Nicole den leidenschaftlichen Transformationsbegleiter Jan Köster. Jan ist nicht nur erfahrener Podcaster (u. a. „Methodenmontag“ und „Die Profiler“) und Stärkencoach, sondern bringt auch eine vielseitige berufliche Laufbahn mit: vom Pfadfinder über den Informatiker bis hin zum Vice President Transformation bei Gruner + Jahr. Heute arbeitet er bei Beratung Judith Andresen und begleitet Organisationen dabei, mit wachsendem Transformationsdruck umzugehen. Gleichzeitig ist er vierfacher Vater und bringt damit auch eine wichtige Perspektive auf Care-Arbeit und Verantwortung jenseits von Organisationen in das Gespräch ein. In dieser Folge geht es um die Frage, wie wir in einer Welt, die sich immer schneller verändert, Orientierung und Handlungsfähigkeit behalten können. Transformation ist längst mehr als ein Buzzword und gleichzeitig oft noch erstaunlich unklar. Gemeinsam gehen Nicole und Jan der Frage nach, was es heute wirklich braucht, um Organisationen zukunftsfähig zu gestalten. Im Zentrum steht dabei ein Perspektivwechsel: weg vom klassischen VUCA-Denken hin zu einer Realität, die noch schwerer greifbar ist und neue Antworten erfordert. Ein zentrales Thema ist der Übergang von VUCA zu BANI. Unsere Welt ist heute vor allem brüchig, ängstlich, nicht-linear und unverständlich. Systeme können plötzlich kippen, Entwicklungen verlaufen sprunghaft, etwa im Kontext von Künstlicher Intelligenz, und klare Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge verschwimmen zunehmend. Das führt bei vielen Menschen zu einer dauerhaften Grundanspannung und dem Gefühl von Kontrollverlust. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Organisationen sich grundlegend anders aufstellen müssen. Laut World Economic Forum könnten bis 2030 rund 39 Prozent der heutigen Skills von Wissensarbeitenden an Relevanz verlieren. Entscheidend sind daher drei Fähigkeiten: Lernfähigkeit im Sinne kontinuierlicher Reflexion und Anpassung, Resilienz als Stabilität im Wandel sowie Stärkenorientierung mit dem Fokus auf Exzellenz statt Defizite. Ein besonders praxisnaher Impuls aus dem Gespräch ist der Umgang mit Unsicherheit. Transformation lässt sich nicht einfach planen und ausrollen. Stattdessen braucht es Experimente, um Hypothesen zu testen und herauszufinden, was wirklich funktioniert. Erst wenn sich ein Zielbild klarer abzeichnet, folgen iterative Anpassung und schließlich klassischer Change. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie Organisationen durch Ausprobieren zu tragfähigen Lösungen kommen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Zusammenspiel von Arbeitsweise, Arbeitsmittel und Arbeitsort. Veränderungen in einem dieser Bereiche wirken sich immer auf die anderen aus. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz als neues Arbeitsmittel verändert nicht nur die Art der Zusammenarbeit, sondern auch Kommunikationsformen und sogar die Gestaltung von Arbeitsorten. Deutlich wird auch, dass nachhaltige Transformation nicht durch das Kopieren fremder Modelle entsteht. Organisationen sind gut beraten, eigene Antworten zu entwickeln, statt vermeintlich erfolgreiche Konzepte einfach zu übernehmen. Mitarbeitende spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie sind die Expertinnen und Experten für ihre eigene Arbeit. Gute Transformation bindet sie aktiv ein und entwickelt Lösungen aus dem System heraus. Diese Folge ist besonders relevant für alle, die in ihrer Organisation nicht länger nur auf Veränderungen reagieren, sondern Transformation aktiv gestalten wollen. Der abschließende Impuls von Jan bringt die Haltung auf den Punkt: Embrace change and unfuck work. Transformation ist nicht nur Herausforderung, sondern vor allem eine Einladung, Arbeit neu zu denken und wirksam zu gestalten. Für alle, die Transformation nicht nur verstehen, sondern aktiv begleiten möchten: Jan Köster bietet gemeinsam mit Judith Andresen & Associates eine Ausbildung zum Team- und Transformationsbegleiter an. Weitere Informationen und Termine anbei. Links: https://www.judithandresen.com/ausbildung

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    #88 Vorsorge als radikaler Akt der Selbstführung mit Sabrina Powell

    Was passiert, wenn wir plötzlich nicht mehr selbst entscheiden können? Wir optimieren unsere Karrieren, tracken unsere Gesundheit und planen unsere Investments bis ins kleinste Detail – doch das einzige Thema, das uns alle garantiert betrifft, schieben wir oft jahrelang vor uns her. In dieser Folge spreche ich mit Sabrina Powell darüber, warum echte Vorsorge kein trockenes Bürokratieprojekt ist, sondern eine Einladung an das Leben selbst. Sabrina Powell ist die Gründerin des House of Inner Alchemy und Schöpferin des Frameworks „Big 5 After Life“. Nach über 20 Jahren Verantwortung auf C-Level und einer persönlichen Reise, die sie durch tiefste Trauer und den Verlust ihres Vaters führte, hat sie ihre Berufung darin gefunden, dem Unaussprechlichen eine Struktur zu geben. Sie ist „die mit der Trauer“, die zeigt, dass Akzeptanz der Sterblichkeit kein Ende, sondern ein kraftvoller Anfang ist. Die wichtigsten Themen dieser Folge: • Vom Funktionieren zum Erinnern: Warum wir uns nicht neu erfinden müssen, sondern uns an das erinnern dürfen, was längst in uns verwurzelt ist („We are not healing. We are remembering.“). • Der strategische Perspektivwechsel: Warum Patientenverfügung und Testament eigentlich essenzielle Führungsfragen sind: Wem vertraue ich? Was soll von mir bleiben?. • Klarheit: Warum wir keine weitere Self-Care-Routine brauchen, sondern die erwachsene Entscheidung: „Ich habe festgelegt, wie es auf meine Art geregelt ist.“. Was nehme ich mit? 1. Vorsorge ist ein Privileg: Es ist ein radikaler Blick auf dein eigenes Leben, nicht auf deinen Tod. 2. Haltung vor Dokumenten: Bevor wir Formulare ausfüllen, müssen wir unsere Werte klären. 3. Die Farben der Endlichkeit: Das Thema Tod muss nicht schwarz sein – wer sein Ende gestaltet, lebt im Hier und Jetzt bewusster und bunter. Mir hat es Mut gemacht, meine „Vorsorgemappe“ nicht wie ein schlechtes Gewissen vor mich her zu tragen. Echte Freiheit entsteht nicht durch Verdrängung, sondern durch Entscheidung. Mehr zu Sabrina Powell und ihren Angeboten: • Website: houseofinneralchemy.com • Masterclass: Big 5 After Life

  6. 98

    #87 Führen in komplexen Zeiten – Von Kontrolle zu Co-Kreation mit Bernadette Büsgen

    Zu Gast: Bernadette Büsgen, Mitgründerin von Mermaid & Broccoli Was tun, wenn die Komplexität steigt, alte Steuerungslogiken nicht mehr greifen und niemand mehr allein den Durchblick hat? In dieser Episode sprechen wir darüber, wie Führung heute gelingen kann – nicht durch mehr Kontrolle, sondern durch bewusste Haltung und echte Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Bernadette Büsgen werfen wir einen Blick auf die innere Dimension von Veränderung und darauf, wie Führungskräfte Räume schaffen können, in denen kollektive Intelligenz wirksam wird. Bernadette Büsgen ist Organisationsbegleiterin, Lernarchitektin und Coach. Mit Mermaid & Broccoli gestaltet sie gemeinsam mit ihren Mitgründern Entwicklungsräume für Führungskräfte und Teams, die Lernen, Selbstführung und Transformation praxisnah miteinander verbinden. Der Ansatz: Veränderung beginnt nicht mit Tools oder Methoden, sondern mit einem inneren Moment – Reibung, Neugier, Irritation oder der klaren Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen. Sie verbinden Erfahrung mit Experimentierfreude, strukturiertes Vorgehen mit lebendiger Co-Kreation und Klarheit mit Humor. Zentrale Themen der Episode 1. Veränderung beginnt innen Warum echter Kulturwandel nicht durch neue Methoden entsteht, sondern durch einen bewussten Perspektivwechsel bei Führungskräften. Wir sprechen über Mut zur Haltung – und darüber, was diesen Mut auslöst. 2. Von Kontrolle zu kollektiver Intelligenz In einer Welt wachsender Komplexität funktioniert Führung nicht mehr als Einzelsteuerung. Wie gelingt der Shift von „Ich muss alles wissen“ hin zu „Wir nutzen gemeinsam unser Wissen“? 3. Co-Kreation – Zusammenarbeit auf Augenhöhe Was bedeutet Co-Kreation jenseits von Workshop-Formaten? Wie entsteht echte Zusammenarbeit, bei der Menschen mit- statt nebeneinander arbeiten? Und was kann jede einzelne Person im Team dazu beitragen? 4. Sinn, Sicherheit und Selbstwirksamkeit stärken Transformation wirkt, wenn Menschen Sinn in ihrer Arbeit erkennen, Orientierung erleben und ihre eigene Wirksamkeit spüren. Wir sprechen über konkrete Hebel im Führungsalltag, um genau diese Resonanzräume zu schaffen. 5. Die richtige Methode zur richtigen Zeit Warum erfahrene Organisationsbegleiterinnen nicht an „die eine Methode“ glauben, sondern an Kontextsensibilität. Wie gelingt es, Erlebnis und Erkenntnis so zu verbinden, dass Entwicklung nachhaltig wirkt? 6. Entwicklungsräume, die in den Alltag greifen Wie können Blended Learning Journeys und andere Formate so gestaltet werden, dass sie nicht isolierte Trainings bleiben, sondern unmittelbar in die Selbstführung und den Führungsalltag hineinwirken? Links: https://mermaidbroccoli.com/ Facilitator Programm https://mermaidbroccoli.com/facilitator-programm/ Portal mit über 100 co-kreativen Methoden https://portal.mermaidbroccoli.com/de/

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    #86 Wieder spüren, wer ich bin – Selbstführung zwischen Medizin und Coaching mit Dr. med. Frauke Bataille

    Viele Führungskräfte funktionieren auf hohem Niveau – und verlieren dabei schleichend den Kontakt zu sich selbst. In dieser Folge spreche ich mit Dr. med. Frauke Bataille, Medizinerin, Coach und Mitgründerin des INHESA-Instituts, darüber, warum Selbstführung ohne Selbstwahrnehmung nicht gelingen kann – und was Körper, Nervensystem und Biologie damit zu tun haben. Ausgangspunkt unseres Gesprächs ist ihr neues Buch „Wieder spüren, wer ich bin“ (Erscheinungstermin: 25. Februar 2026, Kösel Verlag). Frauke verbindet darin medizinisches Wissen mit Coaching-Praxis und zeigt: Wer dauerhaft Verantwortung trägt, braucht nicht noch mehr Optimierung – sondern eine stabile Verbindung zu sich selbst. Themen dieser Episode • Dis-Connect im Führungsalltag: Warum gerade Menschen in Verantwortung den Zugang zu ihren Bedürfnissen verlieren – und wie sich das medizinisch bemerkbar macht (Stress, Schlaf, Erschöpfung, körperliche Warnsignale). • Medizin trifft Coaching: Was Fraukes Ansatz von klassischem Coaching unterscheidet – und warum Themen wie Interozeption, Darm-Hirn-Achse, Epigenetik und Nervensystem entscheidend für gute Entscheidungen sind. • Die Metapher der „felllosen Maus in der Streichholzschachtel“: Ein starkes Bild aus dem Buch für den Verlust von Autonomie – und ein Spiegel für viele Karrieren, die äußerlich erfolgreich sind, sich innerlich aber eng anfühlen. • Sensorship & Impathie: Was Sensorship bedeutet – und warum Impathie (Empathie mit sich selbst) eine unterschätzte Schlüsselkompetenz moderner Führung ist. • Interozeption & Entscheidungsqualität: Wie gut wir Herzschlag, Atmung und innere Zustände wahrnehmen, beeinflusst direkt unsere Emotionsregulation, Klarheit und Wirksamkeit. • Navigation durch Wandel – die „Lazy Eight“: Warum Phasen des „Versandens“ besonders gefährlich für Führungskräfte sind – und wie Widerstand zum Signal für notwendige Neuausrichtung werden kann. Praxis-Tipps von Frauke Wenn du heute einen ersten, machbaren Schritt gehen willst: • Schaffe kleine Zeitfenster, in denen du dich bewusst fragst: „Wie geht es mir gerade – körperlich, emotional, mental?“ • Wahrnehmen statt bewerten. Kein Optimieren, kein Wegmachen. • Mini-Routinen, in denen du dich spürst: Atem, Haltung, Körpersignale. Wenige Sekunden reichen – entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Appell zum Schluss „Es lohnt sich nicht, ein Leben zu leben, in dem ich selbst nicht vorkomme.“ Diese Folge ist ein Weckruf zur eigenen Authentizität – für Führungskräfte, die viel leisten, aber sich selbst wieder stärker ins Spiel bringen wollen. Links: https://www.inhesa.de/ https://www.amazon.de/Wieder-sp%C3%BCren-wer-ich-Selbstbestimmung/dp/346634848X

  8. 96

    #85 Herzliche Führung statt Druck - Führung im Fünf-Sterne-Resort mit Katharina Pirktl

    Wie führt man eines der erfolgreichsten Resorts im deutschsprachigen Raum mit fast 400 Mitarbeitenden – und behält dabei konsequent den Fokus auf das Menschliche? In dieser Folge von Freiraum für Führungskräfte spreche ich mit Katharina Pirktl, Geschäftsleiterin des Alpenresort Schwarz. Das Fünf-Sterne-Resort steht nicht nur für exzellente Qualität und wirtschaftlichen Erfolg, sondern vor allem auch für eine außergewöhnliche Unternehmenskultur, in der Vertrauen, Herzöffnung und Führung auf Augenhöhe fest verankert sind. Katharina teilt sehr ihren persönlichen Weg von der Kindheit bis an die Spitze des Unternehmens. Sie erzählt von einem prägenden Schlüsselmoment, in dem sie sich bewusst entschied, Themen wie Vertrauen, innere Klarheit und Herzöffnung nicht länger vom Berufsalltag zu trennen, sondern aktiv in ihre Rolle als Geschäftsleiterin zu integrieren. Aus dieser Entscheidung heraus ist der sogenannte „Schwarz Spirit“ entstanden – eine Haltung, die das tägliche Miteinander im Unternehmen nachhaltig prägt. Im Gespräch wird deutlich, warum Katharina davon überzeugt ist, dass Vertrauen die stärkste Basis für jedes Gespräch ist – gerade dann, wenn es herausfordernd wird. Sie beschreibt, wie im Alpenresort Schwarz eine Kultur des friedvollen Miteinanders gelebt wird und weshalb eine Führung, die auf Herzlichkeit und echtes Interesse an Menschen setzt, klassischen, druckbasierten Führungsansätzen überlegen ist. Ein zentrales Thema dieser Episode ist das Verständnis von Dienen als Gabe: Mitarbeitende werden nicht als „Ressource“ betrachtet, sondern als Menschen, die in ihrer Rolle als Gastgeber:innen echte Beziehungen aufbauen und Sinn in ihrer Arbeit erleben. Katharina spricht darüber, warum unternehmerische Verantwortung weit über Gehalt und Arbeitszeiten hinausgeht und auch die psychologische, körperliche, geistige und finanzielle Gesundheit der Mitarbeitenden umfasst. Darüber hinaus gibt sie Einblicke, wie sie als Geschäftsleiterin, Podcasterin und Mutter bewusst Räume für Selbstfürsorge, Reflexion und innere Ausrichtung schafft, um langfristig kraftvoll und klar führen zu können. ________________________________________ In dieser Episode sprechen wir unter anderem über: • den „Schwarz Spirit“ und die Werte und Visionen hinter dem Erfolg des Alpenresort Schwarz • Führung auf Augenhöhe und warum Herzlichkeit wirksamer ist als Druck • Vertrauen als Grundlage für emotionale Klarheit – auch in schwierigen Gesprächen • „Dienen als Gabe“ und eine lebendige Gastgeber:innen-Kultur • ganzheitliche Fürsorge für Mitarbeitende • Selbstfürsorge und Reflexion im anspruchsvollen Führungsalltag Eine inspirierende Folge für alle, die neue Wege in der Mitarbeiterführung suchen, den Raum für herzliche Begegnungen vergrößern wollen und verstehen möchten, wie Menschlichkeit und wirtschaftlicher Erfolg zusammenwirken können. Links • Alpenresort Schwarz (Obermieming, Österreich): https://www.schwarz.at/ • Podcast von Katharina Pirktl „Schwarz begegnet“ https://open.spotify.com/show/0ehWagTbJs8nRu98WK7QwF

  9. 95

    #84 Psychologische Sicherheit braucht Mut – ein Gespräch mit Karin Lausch

    In dieser Folge von „Freiraum für Führungskräfte“ spricht Nicole Zätzsch mit der Autorin, Rednerin sowie Leadership- und Vertrauensexpertin Karin Lausch. Sie arbeitet als Executive Coach und Keynote Speakerin und ist Bestseller-Autorin. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem als LinkedIn Top Voice und Personio HR Top Voice 2024. Karin Lausch setzt sich mit großer Klarheit und Leidenschaft für zukunftsfähige Führung, vertrauensvolle Zusammenarbeit und psychologische Sicherheit ein. Bereits in ihrem ersten Buch Trust Me vertritt sie die These, dass Vertrauen immer eine eigenverantwortliche Entscheidung ist und langfristig der bessere Weg. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht ihr aktuelles Buch Feel Safe. Be Brave.. Darin zeigt Karin Lausch, warum psychologische Sicherheit weit mehr ist als ein Wohlfühlkonzept und weshalb Mut, Klarheit und das Aushalten von Unbequemem zu den zentralen Aufgaben moderner Führung gehören. Was psychologische Sicherheit wirklich bedeutet Psychologische Sicherheit meint die Bereitschaft, zwischenmenschliche Risiken einzugehen. Es geht darum, sich zu trauen, Fehler sichtbar zu machen, Fragen zu stellen oder den Status quo zu hinterfragen, ohne Angst vor Bloßstellung oder Ausgrenzung zu haben. Entscheidend ist, dass die Person selbst dabei nicht infrage gestellt wird, auch wenn sie den vermeintlich störungsfreien Ablauf unterbricht. Der Ursprung unserer Schutzmechanismen Viele unserer Anpassungsstrategien entstehen früh. Anhand einer Kindergarten-Situation beschreibt Karin Lausch, wie uns schon früh vermittelt wird, dass Harmonie und Gehorsam oft wichtiger sind als die eigenen Gefühle oder die eigene Meinung. Diese Muster wirken im Erwachsenenalter weiter und führen dazu, dass Mitarbeitende im Arbeitskontext schweigen, obwohl ihre Perspektiven wertvoll wären. Psychologische Sicherheit als Wirtschaftsfaktor Fehlende psychologische Sicherheit ist kein weiches Thema, sondern ein relevanter ökonomischer Faktor. Mangelnde emotionale Bindung, inneres Kündigen und kollektives Schweigen verursachen enorme Kosten. Zusätzlich wird ein erheblicher Teil der Arbeitszeit für Tätigkeiten aufgewendet, die niemand kritisch hinterfragt, weil der Mut dazu fehlt. Die fünf Handlungsfelder für Führung Mit Vereinbarung, Vertrauen, Verbindung, Verantwortung und Veränderung beschreibt Karin Lausch einen klaren Rahmen, mit dem Führungskräfte psychologische Sicherheit aktiv gestalten können. Besonders zentral ist die Vereinbarung. Begriffe wie Augenhöhe oder Offenheit brauchen eine gemeinsame Definition, damit sie im Alltag Orientierung geben und nicht zu leeren Schlagworten werden. Der Juckpulli als Metapher Viele Menschen verharren jahrelang in belastenden Situationen. Karin Lausch vergleicht das mit einem kratzenden Pullover auf nackter Haut, den man anbehält, um sich nicht zu blamieren. Dabei bindet das Aushalten enorm viel kognitive Energie, die für Kreativität, Lernen und Leistung fehlt. Fazit Wahre psychologische Sicherheit entsteht nicht durch komplexe Konzepte, sondern in den kleinen Mikromomenten des Alltags. Wenn Führungskräfte den Mut haben, sich verletzlich zu zeigen, Klarheit zu schaffen und Räume für echte, auch unbequeme Gespräche bewusst auszuleuchten, entsteht die Grundlage für Innovation, Gesundheit und echte emotionale Bindung im Team. Links zum Buch: https://shop.haufe.de/prod/feel-safe-be-brave https://www.amazon.de/dp/3689510759/ref=sr_1_1 Link zu LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/karin-lausch/?originalSubdomain=de

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    #83 Haltung, die trägt - ein Gespräch mit Dorothee Salchow

    Zum Jahresauftakt lädt Nicole Zätzsch zu einem Gespräch ein, das Mut macht und zugleich erdet. Zu Gast ist Dorothee Salchow – Coach, Trainerin, Mediatorin und Rechtsanwältin. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie die Positive Psychologie helfen kann, mit mehr Klarheit, Selbstwirksamkeit und innerer Haltung in das neue Jahr zu starten. Es geht um Veränderung, um Stärken – und um die Frage, wie wir nicht nur unser eigenes Wohlbefinden stärken, sondern auch Verantwortung für das Miteinander übernehmen können. Der Weg vom Recht zur Resilienz – Doros persönliche Reise Fast zwanzig Jahre war Dorothee Salchow als Rechtsanwältin tätig. Über die Mediation begann sie, sich intensiver mit Emotionen, Bedürfnissen und inneren Dynamiken zu beschäftigen. Dieser Perspektivwechsel führte sie schließlich zur Positiven Psychologie. Doro beschreibt diesen Weg als einen „Blick über die Mauer“ – weg von einer reinen Fehler- und Defizitorientierung hin zu einem zutiefst humanistischen, wachstumsorientierten Menschenbild. Wissenschaft statt Wellness – was Positive Psychologie wirklich ist Positive Psychologie ist kein rosarotes „Denk doch mal positiv“. Doro macht deutlich: Es geht um die wissenschaftliche Erforschung eines gelingenden Lebens. Um das, was Menschen von einer psychischen Nulllinie hin zu einem Zustand des Aufblühens bringt. Stärken, Werte, Sinn, Resilienz und Gestaltungskraft stehen im Mittelpunkt – und die Frage, wie wir unser Leben bewusst und wirksam beeinflussen können. Selbstwirksamkeit und Dankbarkeit – kleine Übungen mit großer Wirkung Ein zentrales Thema im Gespräch ist Selbstwirksamkeit: das Vertrauen, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Als konkrete Alltagsübung empfiehlt Doro das Dankbarkeitstagebuch. Drei gute Dinge am Tag zu notieren hilft dem Gehirn, den Fokus neu auszurichten. Diese Form der kognitiven Restrukturierung ist wissenschaftlich gut belegt – und erstaunlich wirkungsvoll. Soziale Verantwortung als Quelle von Sinn und Glück Ein besonderes Herzensanliegen von Dorothee Salchow ist ihr ehrenamtliches Engagement, unter anderem mit minderjährigen Geflüchteten und in Schulen. Sie ist überzeugt: Soziale Verantwortung zu übernehmen ist ein Privileg. Positive Beziehungen sind der stärkste Faktor für Wohlbefinden – und zugleich ein Schlüssel zu einer menschlicheren, verbundenen Gesellschaft. Kraftquellen im Alltag – von Bewegung und Mini-Urlauben Um im fordernden Alltag als Führungskraft oder Unternehmer:in bei sich zu bleiben, setzt Doro auf Bewegung und bewusste Pausen. Diese kleinen „Mini-Urlaube“ – manchmal nur drei Minuten – helfen, innerlich durchzuatmen und die eigene Gestaltungskraft wieder zu spüren. Fazit Dieses Gespräch zeigt eindrucksvoll: Haltung ist trainierbar. Wie ein Muskel. Wenn wir lernen, unseren Blick von Defiziten hin zu Ressourcen, Stärken und Verbundenheit zu lenken, entsteht Freiraum – für uns selbst und für andere. Und vielleicht auch ein leiser, aber kraftvoller Anfang für ein Jahr, das bewusster und menschlicher werden darf. Links: www.mind-wide-open.de https://www.dgpp-online.de/pp-level-1 https://www.masterplan-integration.de/ https://hhs-coaching-programm.de/

  11. 93

    #82 Mindful Performance – Highperformance gesund und nachhaltig, ein Gespräch mit Hanna Tempelhagen

    In dieser Folge spreche ich mit Hanna Tempelhagen, Gründerin von The Mindful Spaces, erfahrene Mindful Performance Coach und fünffache deutsche Meisterin im Laufsport. Hanna unterstützt Highperformer dabei, in anspruchsvollen und schnelllebigen Umfeldern innere Klarheit wiederzufinden – und nachhaltig leistungsfähig zu bleiben. Gemeinsam tauchen wir tief in die Frage ein, wie Achtsamkeit, Selbstführung und wissenschaftlich fundiertes mentales Training helfen können, Leistung und Wohlbefinden langfristig miteinander zu verbinden. ________________________________________ 1. Vom Leistungsdruck zur Achtsamkeit – Hannas persönlicher Weg Hanna teilt sehr offen ihre Geschichte: Aufgewachsen in einem leistungsorientierten Umfeld wurde Erfolg zur Währung für Anerkennung. Ein körperlicher und mentaler Zusammenbruch während des Studiums und später in der Unternehmensberatung brachte sie an einen Wendepunkt. Über körperorientierte Meditation fand sie zur Achtsamkeit – und schließlich zu einem MBSR-Kurs, der ihr die neurowissenschaftlichen Grundlagen hinter Stress, Wahrnehmung und Reiz-Reaktionsmustern eröffnete. 2. Mindful Performance als Self-Leadership-Konzept Hanna beschreibt Mindful Performance als die Fähigkeit, sich selbst so zu führen, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit langfristig erhalten bleiben. Dazu gehören: • Bewegung als natürliche Ressource zur Regulation des Nervensystems • Naturerfahrung, um über Sinnesreize Stress abzubauen • Charakterstärken bewusst einsetzen, um Engagement und Wohlbefinden zu steigern • Achtsamkeit & Selbstmitgefühl für innere Stabilität und freundliche Selbstführung Dieses Zusammenspiel schafft nachhaltige Resilienz und ein gesundes Leistungssystem. 3. Achtsamkeit im Unternehmenskontext – Wissenschaft als Brücke Um Vorbehalte gegenüber „Achtsamkeit“ abzubauen, nutzt Hanna wissenschaftliche Erkenntnisse: Sie zeigt, wie Achtsamkeit die Aufmerksamkeitssteuerung und Emotionsregulation verbessert. Führungskräfte lernen, bewusster zu reagieren statt impulsiv zu agieren. Resilienz definiert sie als „Bounce forward“ – nicht nur zurückzukommen, sondern aus Herausforderungen gestärkt hervorzugehen. 4. Mindfulness Based Strengths Practice (MBSP) Neben Coachings und Teamworkshops bietet Hanna ein achtwöchiges Online-Training an, das Achtsamkeit mit Stärkenarbeit verbindet (MBSP). Dieses evidenzbasierte Programm unterstützt Menschen dabei, ihre Charakterstärken bewusster zu nutzen und ein tieferes Selbstverständnis zu entwickeln. ________________________________________ Fazit Hanna Tempelhagen zeigt eindrucksvoll, dass echte Hochleistung nicht durch Härte, sondern durch Selbstführung, Achtsamkeit und innere Klarheit entsteht. Mindful Performance verbindet Leistungsfähigkeit mit Wohlbefinden und eröffnet Führungskräften wie Highperformern Wege, gesund, wirksam und erfüllt zu bleiben – gerade in herausfordernden Zeiten. hannatempelhagen.com https://themindfulspaces.com/de/mindfulness/mbsp-training/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/hanna-tempelhagen/ Instagram: https://www.instagram.com/hanna_tempelhagen/

  12. 92

    #81 Starke Sichtbarkeit - ein Austausch zu Stärken und Sichtbarkeit mit Kathrin Koehler

    In dieser besonderen Folge ist Nicole selbst zu Gast – bei Kathrin Koehler im Podcast „Team Sichtbarkeit“. Zwei Expertinnen verbinden ihre Perspektiven: Nicole als Executive- und Stärken Coach, Kathrin als Spezialistin für digitale Sichtbarkeit und souveränes Netzwerken auf LinkedIn. Gemeinsam erkunden sie, warum echte Sichtbarkeit immer im Inneren beginnt – und wie Stärkenarbeit zur Basis für einen souveränen, authentischen Auftritt wird. Die Episode eröffnet außerdem einen Einblick in ihr gemeinsames Format „Starke Sichtbarkeit“, das Ende Januar und im Februar startet und Menschen dabei unterstützt, ihre Stärken mit ihren Themen zu verknüpfen und mit Klarheit, Mut und Leichtigkeit sichtbar zu werden. Kernthemen der Folge 1. Der Shift vom „Was“ zum „Wie“ – Stärkenarbeit als innere Klärung Stärken sind mehr als Skills: Sie sind individuelle Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster, die aus Talent und Umfeld entstehen. Genau hier passiert der zentrale Mindshift. Nicht was du kannst, sondern wie du es tust, macht deine Einzigartigkeit sichtbar. Die Stärkenorientierung entstammt der positiven Psychologie und ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts des Flourishings – eines gelingenden Lebens, das sich aus Sinn, Kraft und innerer Stimmigkeit speist. Wer seine Stärken versteht, entwickelt automatisch einen liebevolleren, wertschätzenden Blick auf sich selbst und andere. 2. Dem inneren Günther begegnen – mit Ressourcen statt Widerstand Der innere Kritiker – liebevoll „Günther“ genannt – ist oft der Grund, warum wir den „Posten“-Knopf nicht drücken. Stärken wirken hier wie ein innerer Booster: Sie geben Stabilität, Selbstbewusstsein und eine verlässliche Orientierung nach innen. Wenn wir verstehen, warum wir handeln, wie wir handeln, verlieren Zweifel an Kraft. Die eigene Haltung wird tragfähig und mutig – genau das, was es braucht, um sich sichtbar und gleichzeitig sicher zu fühlen. 3. Stärken als Story-Fundus für echte Sichtbarkeit „Tue Gutes und sprich darüber“ – aber wie spricht man eigentlich darüber? Stärken liefern die Stories. Aus ihnen entstehen Verbindungen, Themen, Perspektiven und Bilder, die eine Person greifbar und unverwechselbar machen. Mit Klarheit über die eigenen Stärken fließen Postings leichter, die Auftrittsfrequenz wird natürlicher, und es entsteht ein Profil, das weit über reine Expertise hinausgeht. Sichtbarkeit fühlt sich dann nicht mehr wie Selbstdarstellung an, sondern wie stimmiger Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Fazit Stärken + Sichtbarkeit = Selbstbewusstsein, Klarheit und Wirksamkeit. Nicole und Kathrin zeigen, wie diese Verbindung Menschen hilft, innere Hürden zu überwinden und ihre Themen mutig, ehrlich und souverän in die Welt zu bringen – statt das Feld den Lautesten zu überlassen. Ihr gemeinsames Format „Starke Sichtbarkeit“ bietet dafür einen strukturierten, inspirierenden Raum – den Turboantrieb, um auch den letzten „inneren Günther“ zu verabschieden. Links & Ressourcen • Format „Starke Sichtbarkeit“ – das gemeinsame Online-Programm von Nicole Zätzsch & Kathrin Koehler https://www.digital-you.de/starke-sichtbarkeit Kathrin Koehler • Website: https://Kathrinkoehler.com

  13. 91

    #80 Digitale Bildung ist geiler Scheiß – Dr. Julia Freudenberg über die Hacker School

    In dieser besonderen Episode begrüße ich Dr. Julia Freudenberg, CEO der Hacker School, Sozialunternehmerin und eine kraftvolle Impulsgeberin für digitale Bildung und Chancengerechtigkeit. Unser Gespräch ist geprägt von spürbarer Wärme, echtem Interesse und dem gemeinsamen Wunsch, Kinder und Jugendliche für ihre Zukunft zu stärken. Über Dr. Julia Freudenberg Julia wollte ursprünglich Geigerin werden. Nach einem schweren Unfall und familiären Veränderungen begann sie ein duales Studium, war maßgeblich an der Einführung von Ben & Jerry’s in Deutschland beteiligt und promovierte schließlich während ihrer zweiten Elternzeit. Heute führt sie die Hacker School – mit Herz, Haltung und beeindruckendem Pragmatismus. Ihr Kernantrieb: Menschen helfen, Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Kernthemen der Folge Digitale Bildung und Chancengerechtigkeit Die Hacker School setzt dort an, wo die Schere immer weiter auseinandergeht. Julia spricht darüber, warum „klein klein“ nicht mehr ausreicht und wie die Hacker School Kindern und Jugendlichen einen mündigen Zugang zu einer sich rasant verändernden Welt ermöglicht. Ihr großes Ziel: 3 Millionen junge Menschen pro Jahr zu erreichen. Unterstützt wird die Arbeit von ehrenamtlichen IT-Profis, die Begeisterung für Technik wecken und echte Berufsperspektiven öffnen. Lernen neu entdecken: Mut, Fragen und „geiler Scheiß“ Julia erzählt, wie Lernen wieder etwas sein darf, das Spaß macht, berührt und verändert. Wie man sich traut, am Rand der Komfortzone neue Wege zu gehen – und warum genau dort die echten Aha-Momente entstehen. Führung und Haltung Aus ihrer Zeit in der Wirtschaft bringt Julia drei Leitprinzipien mit: – „Love it, leave it or change it“ – Pragmatismus als Kraftquelle – „Miss es oder vergiss es“ – Zahlen schaffen Klarheit – „Fünfmal Warum“ – wissenschaftliche Neugier für bessere Entscheidungen Sie zeigt, wie diese Haltung ihrer Organisation Orientierung gibt, ohne die Menschlichkeit aus dem Blick zu verlieren. Familie, Partnerschaft und Balance im Weltretten Julia gewährt persönliche Einblicke in ihr Familienmodell: klare Aufgabenteilung, strukturierte Kalender und die Unterstützung eines Partners, der ebenso neugierig und autodidaktisch ist wie sie – und der sogar Gesellschafter der Hacker School wurde. Ein ehrliches Bild von Leadership, das auch Wäscheberge, Kinderemotionen und Gartenthemen einschließt. Unterstützung für die Hacker School Julia teilt offen, was es braucht, um die Vision weiter zu tragen: – Spenden, um jährlich 2,5–3 Millionen Euro zu stemmen – Ehrenamtliche ITler, die Lust haben, Kinder für Tech zu begeistern – Strategische Partner, die Bildung als Jahrzehnte-Thema mitdenken Und: Eltern, die ihre Kinder begleiten – mit Medienkompetenz, klaren Regeln (inkl. Mediennutzungsvertrag) und der Haltung des lebenslangen Lernens. Leitsatz von Dr. Julia Freudenberg „Wir können die Welt retten – aber bitte pragmatisch, mutig und miteinander.“ Viel Freude beim Zuhören – und vielleicht auch ein bisschen Lust auf eigene Möglichkeitsräume. Webseite: hacker-school.de https://www.linkedin.com/in/dr-julia-freudenberg-40866515/ https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1074825401?ProvID=15322706&gad_source=1&gad_campaignid=17338972729&gclid=EAIaIQobChMI2eP2v7XWkAMVCEBBAh35RTSBEAQYASABEgLlxvD_BwE

  14. 90

    #79 Resilienz kann man trainieren - Ein Gespräch mit Carolin Giesemann

    In dieser Folge begrüße ich Carolin Giesemann, Trainerin, Coach und Autorin mit Schwerpunkt Resilienz und mentale Gesundheit. Gemeinsam mit Ines Bruckschen hat Carolin das Buch „Der Resilienzfaktor“ geschrieben, das zweigt, Führungskräfte und Teams Krisen souverän meistern können. Die Autorinnen stellen am Anfang ihres Buchs die große Frage „Was brauchen wir für ein gelingendes Leben?“ Resilienz wird nicht als fixe Eigenschaft, sondern als dynamische, erlernbare Haltung und Prozess beschrieben. Zentral im Podcast: Die Rolle von Akzeptanz, Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit als Erfolgsfaktoren für moderne Führung und die individuelle Resilienz. Carolin und ich sprechen über Denkmuster und die Fähigkeit, Verantwortung für das eigene Handeln und Fühlen zu übernehmen. Weiterhin teilt Carolin mit uns praktische Strategien zum Stärken der eigenen Resilienz und stellt effektive Übungen wie die „Energizer Minis“ vor – keine Routinen für mehr Energie und Stabilität im Alltag. Wichtige Links: - www.resilienzfaktor.de - https://www.linkedin.com/in/carolin-giesemann/ - https://www.linkedin.com/in/ines-bruckschen/

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    #78 „Ich kann es noch nicht“ - wie Growth Mindset Arbeit stärkt – Ein Gespräch mit Lisa Wolf

    In dieser Folge von „Freiraum für Führungskräfte“ spricht Nicole Zätzsch mit Lisa Wolf, Circle Lead Human Performance bei der Voltavision GmbH – einem Unternehmen, das Prüflabore für Energiespeicher betreibt und dabei ein außergewöhnlich modernes Verständnis von Zusammenarbeit lebt. Voltavision ist ein Beispiel dafür, wie Organisationen mit Vertrauen, Eigenverantwortung und Stärkenorientierung wachsen – und wie Kulturentwicklung wirklich von innen heraus funktioniert. Lisa bringt eine junge, frische Perspektive in das Gespräch – und teilt offen, was sie auf ihrem Weg geprägt hat. Sie erzählt von ihrer Grundschullehrerin, die ihr das Gefühl gab, gesehen zu werden, von ihrer Querflötenehrerin, die ihr immer wieder sagte: „Du kannst es noch nicht“, und von den Gründern von Voltavision, die ihr Vertrauen schenkten und sie ermutigten, ihren eigenen Weg zu gehen. Diese Haltung – das konsequente Denken in Möglichkeiten – hat Lisas Mindset geformt und prägt ihre Arbeit bis heute: als Führungskraft, Gestalterin und Impulsgeberin. Darum geht’s in dieser Folge: • Growth Mindset als innere Haltung: Lisa beschreibt, wie bedeutsam es ist, früh positive Vorbilder zu haben, die Vertrauen schenken und Entwicklung ermöglichen. Aus dem Satz „Du kannst es noch nicht“ wurde für sie ein Lebensprinzip – eine Haltung, die Mut macht, Neues auszuprobieren und nicht am eigenen Unvermögen zu scheitern. Für sie ist Growth Mindset kein Trend, sondern eine Haltung, die tägliche Arbeit und persönliche Entwicklung prägt. • Stärkenarbeit als Energiequelle: Gemeinsam mit Nicole reflektiert Lisa, warum es Arbeit stärkend macht, wenn Menschen das tun dürfen, was sie gut können – und wie entscheidend es ist, die eigenen Stärken zu kennen. Sie beschreibt, wie Voltavision bewusst darauf achtet, dass die unterschiedlichen Perspektiven und Begabungen im Team sichtbar werden. Denn wenn jeder Mensch seine Stärken einbringen kann, entsteht Energie, Leichtigkeit und echtes Miteinander. • Rollenbasiertes Arbeiten als Rahmen für Verantwortung: Bei Voltavision wird nach Prinzipien der Holakratie gearbeitet. Das bedeutet: klare Rollen, klare Verantwortlichkeiten und ein hohes Maß an Gestaltungsspielraum. Jede Rolle ist mit einem Purpose verbunden, und wer sie übernimmt, gestaltet eigenständig, wie dieser Purpose erfüllt wird. So entsteht Vertrauen – und ein Arbeitsumfeld, das auf Selbstorganisation statt Kontrolle baut. • Inner Work als Basis für nachhaltige Zusammenarbeit: Ein weiterer Schwerpunkt bei Voltavision liegt auf persönlicher Weiterentwicklung. Lisa und ihr Team haben mehrere sogenannte Lernreisen entwickelt – Programme, die sich mit Themen wie Inner Work, Kommunikation, Feedback und Konfliktfähigkeit befassen. Die Teilnehmenden lernen, sich selbst besser zu verstehen, bewusster zu kommunizieren und Verantwortung für ihr eigenes Wachstum zu übernehmen. Aufgrund der großen Nachfrage werden diese Lernreisen inzwischen auch für Externe angeboten – um noch mehr Menschen auf dem Weg zu nachhaltiger Zusammenarbeit zu begleiten. (Link unten) Fazit: Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie stark die Haltung des „Noch nicht“ – das Growth Mindset – Arbeit verändern kann. Wenn Menschen Vertrauen spüren, sich ihrer Stärken bewusst sind und Freiraum bekommen, entsteht eine Kultur, in der Entwicklung selbstverständlich wird. Lisa Wolf steht für eine neue Generation von Führungskräften, die Arbeit nicht als Ort der Erschöpfung, sondern der Energie versteht – weil sie Haltung, Sinn und Stärken in Einklang bringt. Kurse hier: https://25571808.hs-sites-eu1.com/voltavision-academy

  16. 88

    #77 Konflikte als Motor der Entwicklung – im Gespräch mit Mediatorin Sophia Seibt-Maaß

    In dieser Folge spricht Nicole mit Sophia Seibt-Maaß, zertifizierter Mediatorin mit großer Leidenschaft für Kommunikation, Klarheit und menschliche Entwicklung. Sophia erklärt, was Mediation ist, warum Konflikte ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens sind und wie man lernt, konstruktiv damit umzugehen – auch ohne direkt einen Mediator hinzuziehen zu müssen. Konflikte verstehen und neu denken In unserem gesellschaftlichen Bewusstsein wird der Konflikt oft als etwas Negatives und Störendes betrachtet, was zu einer weit verbreiteten Vermeidungshaltung führt. Viele Menschen haben zu Hause nie gelernt, konstruktiv mit Konflikten umzugehen. Sophias Mission: Konflikte sind kein Problem, sondern ein Anzeiger. Sie funktionieren wie ein Thermometer, das eine Temperatur anzeigt – und damit ein Signal gibt, dass etwas gesehen, geklärt oder verändert werden möchte. Mediation als Weg zu Verständnis und Klarheit Mediation ist ein strukturierter Prozess, der Menschen hilft, einander zuzuhören, Perspektiven zu verstehen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Oft braucht es dazu eine neutrale Person, die das Gespräch leitet und für eine sichere, respektvolle Kommunikation sorgt. So können selbst festgefahrene Situationen in Bewegung kommen. Die Rolle des Mediators Wenn Emotionen hochkochen, verlieren wir leicht den Überblick. Der Mediator bietet Struktur, stellt Fragen, spiegelt und führt die Beteiligten Schritt für Schritt durch den Prozess des Verstehens. Die Lösung entsteht dabei immer in den Köpfen und Herzen der Beteiligten selbst – und genau das macht sie nachhaltig. Sophias Arbeitsfelder Sophia begleitet sowohl Paare in Trennung, die als Familie verbunden bleiben wollen, als auch Familienunternehmen im Generationswechsel. Gerade dort, wo Emotionen und wirtschaftliche Verantwortung ineinandergreifen, zeigt sich, wie kraftvoll Mediation als verbindendes Instrument wirken kann. Fazit Konflikte sind kein Zeichen des Scheiterns, sondern Einladungen zur Weiterentwicklung. Wer lernt, sie anzunehmen und konstruktiv zu bearbeiten, schafft Raum für Beziehung, Verständnis und nachhaltige Lösungen – im privaten wie im beruflichen Kontext. Wie du Sophia Seibt-Maaß erreichst: https://www.linkedin.com/in/sophia-seibt-maa%C3%9F-94a2b3202?utm_source=share&utm_campaign=share_via&utm_content=profile&utm_medium=ios_app www.arsformae.com

  17. 87

    #76 Zuversicht ist ein Tun - Ein Gespräch mit Vera Starker zu der neuen FührungsKRAFT

    Ein Gespräch mit Vera Starker ist immer ein großes Vergnügen, egal ob bei einer ihrer Lesungen oder hier im Podcast. Sie verbindet kluge Höhenflüge mit ganz konkreten Praxistipps und krönt das mit einem herrlichen Humor. Vera Starker ist Wirtschaftspsychologin, Bestsellerautorin und Co-Founderin des Berliner Think Tanks Next Work Innovation, der zu New Work forscht und berät. Gemeinsam mit ihrer Co-Autorin Dr. Katharina Roos forscht und schreibt großartige Bücher, gleich zwei über das heutige Thema Zuversicht. Schon ihr erstes Buch "Mut zur Zuversicht" hatte es mir angetan. Das Buch hat mir viele wertvolle Einsichten und ganz konkrete Ansätze geliefert, wie wir in diesen Zeiten der Krisen ins Handeln kommen. Darum geht es auch in ihrem neuen Buch "Zuversicht - Die neue Führungskraft". Das Buch richtet sich nicht nur an Führungskräfte, sondern spricht von Zuversicht als eine Kraft zum Führen. Selbstführung und die Führung anderer. In Krisenzeiten ändert sich Führung. Starker und Roos konnten beobachten, dass viele Führungskräfte unter Druck eine Tendenz zu einer konservativen Haltung entwickeln. Sie führen autoritärer. Dabei wünschen sich die Mitarbeitenden Klarheit, Transparenz und sozialer Belastbarkeit. Ein hoch spannendes Gespräch, das Mut und Zuversicht für herausfordernde Zeiten gibt.

  18. 86

    #Summer Classics - Die Magie der Morgenroutine

    Hier kommt wieder eine alte Folge, neu aufgelegt. Die Folge, die ich in meinen Coachings wohl am häufigste empfehlen. Zusammen mit der Bonusfolge zur Meditation. Hast du eine Morgenroutine? Für viele heißt das Griff zum Handy und eine Tasse Kaffee. Was wäre, wenn du mit dir selbst anfangen würdest. Check-in bei dir selbst und Fokus auf das, was dir heute wichtig ist. Meine Ideen und Erfahrungen hierzu teile ich mit dir in dieser Folge.

  19. 85

    #Summer Classics - Ein Gespräch mit Prof. Dr. Judith Mangelsdorf

    Mein Summer Classic Nr. 2 ist eine bei euch sehr beliebte Folge: das Gespräch mit Prof. Dr. Judith Mangelsdorf über den Umgang mit Krisen. Gemeinsam haben wir darauf geschaut, was es braucht, um aus Krisen zu wachsen. Ein starkes Gespräch mit Tiefgang und Weisheit.

  20. 84

    #Summer Classics - Interview mit John Strelecky, Bestsellerautor

    Für diesen Sommer hole ich euch beliebte Folgen aus dem Archiv. Heute mein Interview mit John Strelecky, Autor der bekannten Romane "Big five for life" und "Das Café am Rande der Welt". Zwei Bücher, die mich und meine Entwicklung stark beeinflusst haben. Während der Corona Pandemie hatte ihc das große Glück, John Strelecky als Gast in meinem Podcast begrüßen zu dürfen. Eine inspirierendes Gespräch mit einem sehr nahbaren und wahnsinnig sympathischen Autor und Mensch. Ich bin heute noch dankbar und sehr stolz.

  21. 83

    #75 Ruhestand, Reife & Richtungswechsel – Ein Gespräch mit Jutta Grebing

    In dieser Folge spricht Nicole Zätzsch mit Jutta Grebing – Wirtschaftspsychologin, Coach und Mentorin für Führungskräfte. Ihr Herzensthema: Menschen dabei begleiten, mit Klarheit, Haltung und innerer Stärke in neue Lebensphasen aufzubrechen. Jutta ist selbst 62, Teil der Boomer-Generation – und spricht aus tiefer Erfahrung und mit spürbarer Leidenschaft über den Übergang in den Ruhestand: nicht als Rückzug, sondern als Aufbruch in ein neues Kapitel voller Möglichkeiten. Was bedeutet es, nicht mehr „gebraucht zu werden“ im klassischen Sinn? Welche Rolle spielen Beziehungen, Gesundheit und Haltung im letzten Lebensdrittel? Und wie gelingt es, dem Altwerden mit Entdeckergeist statt Angst zu begegnen? Wir sprechen über: • Juttas eigene Erfahrungen im Übergang zur neuen Lebensphase • Warum der Ruhestand kein Stillstand ist, sondern ein Gestaltungsraum • Die sechs Themenfelder, die den Übergang prägen: Beziehung, Neugier, Gesundheit, Sinn, finanzielle Klarheit, Haltung • Wie Rituale beim Abschied aus dem Berufsleben helfen können • Was es heißt, „Alter in Vollfarbe“ zu leben – inspiriert von Astrid Lindgren, Helen Mirren und Jane Goodall Sechs Impulse für den Übergang: 1. Beziehungen aktiv gestalten Heilsame Beziehungen, ob tief oder flüchtig – sind der Schlüssel zu seelischer Gesundheit im Alter. 2. Neugier erhalten Entdeckergeist macht das Leben bunt – auch (oder gerade) im Ruhestand. 3. Gesundheit als tägliche Entscheidung Bewegung, Ernährung und bewusste Selbstfürsorge gewinnen mit jedem Lebensjahr an Bedeutung. 4. Sinn erleben statt suchen Sinn kann sich wandeln – vom Gestalten großer Projekte zum Dasein für andere oder für sich selbst. 5. Finanzielle Klarheit schaffen Wer weiß, was ist, kann ruhiger entscheiden – und neue Spielräume entdecken. 6. Haltung kultivieren Zwischen Fülle und Akzeptanz liegt die Kraft, das eigene Altern aktiv und würdevoll zu gestalten. Diese Folge ist eine Einladung, das Älterwerden neu zu denken – als Abenteuer, nicht als Abstieg. Jutta teilt ihre persönliche Vision: Alter in Vollfarbe. Ein inspirierender Austausch über Wandel, Wert und Würde. Mehr über Jutta Grebing, ihre Coaching-Angebote und den Kontakt findest du auf ihrer Website www.juttagrebing.de LinkedIn https://www.linkedin.com/in/jutta-grebing/

  22. 82

    #74 Psychische Erkrankungen – raus aus dem Tabu, rein ins Leben, ein Gespräch mit Sven Krawitz

    In dieser Folge spreche ich mit Sven Krawitz – Gründer des SemiCoolon Projects und ein Mensch, der den Mut hat, offen über psychische Gesundheit zu sprechen. Sven hat selbst eine psychische Krise erlebt – und daraus nicht nur Kraft für sich selbst geschöpft, sondern auch ein Herzensprojekt ins Leben gerufen, das anderen Mut machen soll. Er sagt: „Die Erkrankung hatte nicht nur negative Seiten – sie hat mich mir selbst nähergebracht. Ich habe Menschen getroffen, die mein Leben bereichern. Und ich habe das SemiCoolon Project ins Leben gerufen, um anderen Mut zu machen.“ Wir sprechen über: • Svens persönliche Geschichte und seinen Weg durch die Krise • Verletzlichkeit als Ressource für Selbstführung • Die Kraft von Offenheit und Echtheit im Umgang mit sich selbst • Die Entstehung und Vision des SemiCoolon Projects – ein Projekt gegen das Schweigen und für mehr Sichtbarkeit psychischer Erkrankungen Diese Folge ist ehrlich, berührend und voller Impulse für mehr Menschlichkeit – im Leben und in der Arbeitswelt. Wenn dich das Thema anspricht oder du selbst betroffen bist – hier findest du alle wichtigen Infos zum SemiCoolon Project: Website: https://www.semicoolonproject.de/ Instagram: https://www.instagram.com/semicoolonproject/ Facebook: https://www.facebook.com/semicoolonproject Podcast: https://www.podcast.de/podcast/825400/semicoolon-project-podcast-der-mutmachpodcast

  23. 81

    #73 Mental Health at Work mit Nora Dietrich

    Zu Gast ist die beeindruckende Nora Dietrich – psychologische Psychotherapeutin mit über zehn Jahren Erfahrung in der stationären und ambulanten Therapie, Autorin, Speakerin und Gründerin von Between People. Ihre Mission: mentale Gesundheit in Organisationen auf die Agenda setzen – als Fundament für Innovation, Leistung und nachhaltige Zusammenarbeit. Nora wurde 2023 als LinkedIn Top Voice für Work-Life-Balance ausgezeichnet und von der Zeitschrift Personalwirtschaft als „Kopf des Jahres“ im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement geehrt. In ihrem neuen Buch „Mental Health at Work“ zeigt sie auf, wie Arbeit zur Ressource – und nicht zum Stressor – werden kann. In dieser Folge sprechen wir über konkrete Wege zu einem gesunden Ich, einem gesunden Team – und über Führung, die beides möglich macht. Fünf zentrale Impulse aus dem Gespräch: 1. Die Rote Linie: Frühwarnzeichen erkennen Wie merkt man, dass es zu viel wird – bevor es zu spät ist? Die Übung der „Roten Linie“ hilft, persönliche Warnsignale für Überlastung frühzeitig wahrzunehmen. Ziel ist es, eine Sensibilität für diese Anzeichen zu entwickeln und die eigene Erlaubnis zu stärken, anzuhalten und etwas zu verändern. 2. Spot it – Stop it – Swop it: Verhaltensmuster bewusst verändern Ein wirkungsvolles Modell für Veränderung im Alltag: – Spot it: Ein automatisches Muster erkennen (z. B. reflexhaft Ja sagen). – Stop it: Die automatische Reaktion bewusst unterbrechen. – Swop it: Eine alternative, bewusstere Handlung wählen – im Einklang mit den eigenen Werten und Prioritäten. 3. Bids of Connection: Kleine Gesten mit großer Wirkung Gesunde Teamkultur entsteht nicht nur in großen Workshops, sondern in alltäglichen Momenten der Verbundenheit. Diese "bids of connection" – kleine, bewusste Beziehungsangebote – stärken psychologische Sicherheit und das Miteinander im Team. 4. Führung durch Mattering und ungeteilte Aufmerksamkeit Führungskräfte haben die Möglichkeit, ein Gefühl von Bedeutsamkeit („Mattering“) zu vermitteln: Du wirst gesehen. Du bist wichtig. Du schaffst Mehrwert. Das gelingt durch echte Präsenz, ungeteilte Aufmerksamkeit, persönliche Rückmeldung und Interesse am Menschen. 5. Mensch vor Marge: Der Business Case für mentale Gesundheit Mentale Gesundheit ist kein Zusatzangebot, sondern zentraler Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung. Wer gezielt in die psychische Gesundheit seiner Mitarbeitenden investiert, schafft eine nachhaltige, loyale und leistungsfähige Organisation. Nora bringt starke Argumente und inspirierende Praxisbeispiele mit. https://www.between-people.com/team/nora

  24. 80

    #72 Die Jubelfolge – 5 Jahre Freiraum für Führungskräfte – ein Gespräch mit Brigitte Hagedorn, Podcast-Mentorin

    In dieser besonderen Jubiläumsfolge von „Freiraum für Führungskräfte“ feiert Nicole Zätzsch gemeinsam mit ihrem Gast Brigitte Hagedorn das fünfjährige Bestehen des Podcasts. Ein ganz besonderer Anlass – denn Brigitte war es, die Nicole damals bei den ersten Schritten in die Welt des Podcastens begleitet, unterstützt und professionell angeleitet hat. Brigitte Hagedorn ist Audio-Expertin, Autorin und Coach. Seit vielen Jahren begleitet sie Menschen dabei, ihren eigenen Podcast zu starten oder bestehende Formate weiterzuentwickeln. Ob im 1:1-Setting, in Workshops, in ihrem Online-Kurs oder über ihren eigenen Podcast „Der Podcast übers Podcasten“ – sie teilt ihr Wissen auf vielfältige Weise. Auch in ihrem Buch „Podcasting: Konzept, Produktion, Vermarktung“ steckt geballtes Know-how für alle, die sich fundiert mit dem Medium beschäftigen wollen. In diesem offenen und inspirierenden Gespräch werfen Nicole und Brigitte einen Blick zurück auf die Anfänge von „Freiraum für Führungskräfte“. Sie sprechen über Erfolgsfaktoren für nachhaltige Podcasts und teilen konkrete Tipps – sowohl für Einsteigerinnen als auch für erfahrene Podcasterinnen. Themen der Folge: • Wie der Podcast „Freiraum für Führungskräfte“ entstanden ist • Was einen guten und nachhaltigen Podcast ausmacht • Warum ein klarer Rahmen und echte Leidenschaft entscheidend sind • Tipps und Impulse für erfahrene Podcaster*innen, die ihr Format weiterentwickeln wollen • Persönliche Rückblicke und Learnings zum Jubiläum Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, einen Podcast zu starten – oder dein bestehendes Format schärfen willst – findest du in dieser Folge Inspiration und praktische Hinweise. Mehr über Brigitte Hagedorn Homepage: https://www.audiobeitraege.de/ Podcast-Retreat: https://www.audiobeitraege.de/podcast-retreat-3/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/brigitte-hagedorn-1814448b Podcast: Der Podcast übers Podcasten Buch: Podcasting: Konzept – Produktion – Vermarktung

  25. 79

    #71 Starke, resiliente Kinder & Jugendliche – ein Gespräch mit Alina Buchholz

    In dieser Folge spricht Nicole Zätzsch mit Alina Buchholz – hauptberuflich Führungskraft, die sich nebenberuflich mit großer Leidenschaft dem Thema Stärkenorientierung bei Kindern und Jugendlichen widmet. Unter dem Titel Superpower Crew setzt sie sich dafür ein, dass junge Menschen ihre inneren Superkräfte entdecken. Gemeinsam tauchen Nicole und Alina tief in dieses wichtige Herzensthema ein – eines, das weit über die Kindheit hinausstrahlt und auch die Arbeitswelt und Führungskultur von morgen beeinflusst. Warum Stärkenarbeit bei Kindern so wichtig ist Alina ist überzeugt: Stärkenorientierung ist ein zentraler Baustein für gesunde Persönlichkeitsentwicklung, innere Stabilität und Selbstbewusstsein – im Sinne von Selbst-Bewusstheit. Gerade in einer Welt, die immer komplexer wird, ist es entscheidend, jungen Menschen ein Fundament mitzugeben, das sie stärkt und trägt. Viele Erwachsene tun sich schwer damit, ihre eigenen Stärken zu erkennen – oft, weil sie in ihrer Kindheit nie bewusst damit in Kontakt kamen. Genau dort setzt Alinas Arbeit an: in der prägenden Phase, in der sich unbewusste Muster formen. Ihr Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen früh die Erfahrung zu ermöglichen: Ich bin gut, so wie ich bin. Ich kann etwas. Ich bin wirksam. Zugleich versteht sie ihre Arbeit als konstruktiven Gegenpol zu einem oft defizitorientierten Schulsystem. Sie plädiert dafür, die psychische Gesundheit junger Menschen stärker in den Fokus zu rücken und ihnen ein positives Selbstbild mit auf den Weg zu geben. Die Superpower Crew – Stärken erlebbar machen Mit der Superpower Crew bringt Alina ihre Vision direkt in die Schulen – in Klassenverbände von der Vorschule bis zum Schulabschluss. Dabei ist ihr Ansatz klar: Stärken sollen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern fühlbar und erlebbar gemacht werden. Bei jüngeren Kindern setzt sie auf spielerische, bewegungsreiche Übungen. Bei älteren Jugendlichen liegt der Schwerpunkt stärker auf Reflexion, gegenseitigem Stärken-Spotting und Gruppenerfahrungen, die Vertrauen schaffen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbeziehung der gesamten Umgebung: Lehrer:innen, pädagogische Fachkräfte und Eltern. Denn nachhaltige Entwicklung geschieht nur, wenn der Stärkenblick im gesamten System verankert wird. Alina arbeitet zudem gezielt mit den sogenannten Schattenseiten von Stärken: Denn jede Stärke kann – übertrieben oder ungesehen – auch zur Herausforderung werden. Wer lernt, dass etwa Humor beim "Klassenclown" gleichzeitig Stärke und Stolperstein sein kann, bekommt ein differenzierteres Bild von sich selbst – und mehr Handlungsspielraum im Miteinander. Was das mit Führung zu tun hat Alinas Arbeit hat nicht nur Kinder und Jugendliche verändert – sondern auch sie selbst als Führungskraft. Der bewusste Umgang mit Stärken hat ihre Selbstführung wie auch ihr Führungsverhalten geprägt. Sie berichtet von einer Schlüsselsituation, in der eine frühere Führungskraft sie augenzwinkernd als „Zirkuspony“ und „Menschenfängerin“ bezeichnete – und damit ihre Stärken klar benannte. Dieses Feedback hat ihre Selbstwahrnehmung nachhaltig verändert und sie dazu ermutigt, den Stärkenblick auch bei anderen zu schärfen. Für Alina ist klar: Der bewusste Umgang mit Stärken ist eine Schlüsselkompetenz für Führungskräfte. Das gezielte Erkennen, Spiegeln und sprachliche Benennen von Talenten ist Ausdruck von Wertschätzung – und stärkt die Verbindung im Team. Gerade in einer Arbeitswelt, in der KI zunehmend Routineaufgaben übernimmt, wird der menschliche Aspekt in Führung umso wichtiger. Eine Vision mit Wirkung Alinas Vision ist groß – und voller Herz: Sie wünscht sich eine Welt, in der Kinder und Jugendliche früh lernen, was sie einzigartig macht. In der mentale Gesundheit, Selbstwirksamkeit und Stärkenbewusstsein selbstverständlich sind – in Bildung, Familie und Gesellschaft. Alinas Vision ist, Resilienz, Identität und Stärken in Bildung und Arbeit zu bringen – für eine gesunde, stabile Zukunft. Ihr Traum: Dass Stärkenarbeit kein "E

  26. 78

    #70 Vom Azubi zur Führungskraft

    In dieser Folge von Freiraum für Führungskräfte spricht Nicole Zätzsch mit Nico Lindstädt – langjähriger Hörer des Podcasts, der sich mehr Stimmen aus der Führungspraxis gewünscht hat. Heute ist er selbst zu Gast, denn sein Weg vom Azubi bis in die Geschäftsleitung zeigt eindrucksvoll, wie kontinuierliche Entwicklung, Verantwortungsübernahme und Selbstreflexion zusammenwirken können. Im Gespräch geht es um Karriereentscheidungen, prägende Erfahrungen und eine Führungshaltung, die auf Empathie, Klarheit und Zusammenarbeit basiert. Vom Azubi zur Führungskraft – ein ungewöhnlicher Karriereweg Nico startete mit 16 Jahren als Fluggerätmechaniker-Azubi bei einem großen Flugzeugbauer in Hamburg. Durch ein berufsbegleitendes Maschinenbau-Studium und seine Neugier auf Gestaltung übernahm er früh Verantwortung. Mit 25 Jahren führte ihn eine erste Führungsrolle nach Toulouse, später folgten weitere Stationen im Konzern. Nach 20 Jahren entschied er sich bewusst für den Wechsel in den Mittelstand und ist heute Standortleiter in der Bahnbranche. Herausforderungen, Rückschläge und der Wechsel in den Mittelstand Ein beruflicher Einschnitt – der Verlust einer Führungsposition – wurde für Nico zur persönlichen Lernchance. Statt die Schuld bei anderen zu suchen, richtete er den Blick auf sich selbst und entwickelte sich weiter. Der Wechsel aus dem Konzernumfeld in den Mittelstand war eine bewusste Entscheidung für mehr Gestaltungsfreiheit. Auch wenn Strukturen dort oft weniger stabil sind, sieht er darin große Chancen für wirksame Führung. Führungsphilosophie: Warum, Empathie und Teamarbeit Nico orientiert sich am „Golden Circle“ von Simon Sinek: Er beginnt mit dem Warum, gestaltet das Wie im Team und sorgt für Klarheit im Was. Seine Führung basiert auf Empathie, echter Beteiligung und dem Vertrauen in unterschiedliche Lösungswege. Konsensorientierung ist für ihn kein Widerspruch zu Klarheit, sondern fördert Geschwindigkeit und Verbindlichkeit. Besonders in Veränderungsprozessen achtet er darauf, Menschen mitzunehmen. Selbstreflexion und Arbeit mit den eigenen Stärken Selbstreflexion ist für Nico ein zentrales Führungsinstrument. Regelmäßige Feedbackschleifen und Coachings helfen ihm, blinde Flecken zu erkennen und gezielt an sich zu arbeiten. Besonders wirkungsvoll erlebt er die Arbeit mit den CliftonStrengths, die er alle zwei Jahre aktualisiert. Zu seinen Stärken zählen unter anderem Zukunftsorientierung, Einfühlungsvermögen und Harmoniestreben – letzteres hat er gelernt, bewusst zu steuern, um Konflikte nicht zu vermeiden. Fazit Nico Lindstädts Weg zeigt, dass Führung nicht mit Hierarchie beginnt, sondern mit Haltung. Wer bereit ist, sich zu reflektieren, aus Rückschlägen zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, kann viel bewegen. Seine Geschichte inspiriert – als Einladung, Führung mutig und menschenorientiert zu gestalten.

  27. 77

    #69 Von Always On zu Always OMM – Digitale Achtsamkeit, was ist das?

    In dieser Episode von "Freiraum für Führungskräfte" spricht Nicole Zätzsch mit Lilian Güntsche-Hilgendag, einer Expertin für Agile Transformation, Digital & Mindful Work. Lilian unterstützt seit fast zwei Jahrzehnten führende Unternehmen strategisch und organisatorisch bei digitalen Transformationsprojekten und auf ihrem Weg zu einer agileren Arbeitskultur. Sie ist zudem Buchautorin und Speakerin. Unser Thema heute ist Digitale Achtsamkeit oder auch „Mindful Agility“ - die Verbindung von digitaler Transformation, Agilität und Achtsamkeit. Lilians Motto "Von Always On zu Always Ommm" beschreibt ihren persönlichen und beruflichen Weg. Nach vielen Jahren des "Always On" mit 80-Stunden-Wochen führte eine gesundheitliche Warnung zur drastischen Änderung ihres Lebensstils. Sie machte sich selbstständig und begann, Achtsamkeit, Meditation und Selbstregulation zu lernen. Lilian Güntsche-Hilgendag zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie die scheinbar unterschiedlichen Welten der digitalen Transformation, der Agilität und der Achtsamkeit zusammengehören und sich gegenseitig bedingen. Ihr Weg von "Always On" zu "Always Ommm" und ihr Konzept der "Mindful Agility" verdeutlichen, dass nachhaltiger Erfolg und Wohlbefinden in der modernen Arbeitswelt nur durch die bewusste Integration von Menschlichkeit und Achtsamkeit möglich sind. Die Fähigkeit, innezuhalten, digitale Grenzen zu setzen und die kleinen "Marienkäfermomente" im Alltag wertzuschätzen, ist entscheidend, um inmitten ständiger Veränderungen gelassen und handlungsfähig zu bleiben. Achtsamkeit wird dabei zu einem wertvollen Werkzeug ("Tool"), das uns hilft, mit Stress umzugehen, fokussierter zu sein und ein erfüllteres Leben zu führen. Schwerpunkte und Erkenntnisse aus dem Gespräch: • Digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf Menschen • Agilität als Werkzeug im Wandel • Mindful Agility • Digitale Etikette und Achtsame Kommunikation • Digitale Ethik in Zeiten von KI • Konkrete Tipps für Digitale Achtsamkeit im Alltag: o Digitale Grenzen setzen: Räumlich (Handy in anderen Raum legen), zeitlich (bewusste Zeiten für E-Mails oder Social Media), situativ (z.B. beim Spielen mit Kindern). o Benachrichtigungen deaktivieren: Jegliche Notifications deaktivieren oder stumm schalten, um Ablenkungen zu minimieren. o Timer nutzen: Sich selbst einen Timer für die Nutzung digitaler Kanäle setzen, um nicht auszuarten. o Pausen einräumen: Sich bewusst Pausen gönnen, wie ein Gerät, das aufgeladen oder neu gestartet wird. Meditation oder geplante kurze Pausen helfen. o Achtsamkeitsübungen integrieren: Einfache Übungen wie die Quadratatmung (Einatmen-Halten-Ausatmen-Halten im Rhythmus von vier Sekunden) können schnell Ruhe bringen. Taktile Übungen, wie das Nachfahren der Fingerkonturen, helfen ebenfalls, in den Moment zu kommen. o Den Tag in "Kuchenstücke" aufteilen: Aufgaben kontextuell aufteilen (Kommunikation, Deep Work, Meetings etc.), um bewusster zu arbeiten und den Mix, der zu Stress führt, zu vermeiden. o Single-Tasking praktizieren: Das Gehirn ist nicht für Multitasking gemacht; es führt zu Stress, Fehlern und Langsamkeit. Bewusst eine Sache nach der anderen zu tun, steigert die Produktivität und reduziert Stress. o Mindful Journaling: Tägliches Aufschreiben von Dingen, für die man dankbar ist, oder Reflexionen hilft, den Kopf frei zu bekommen und positive Erlebnisse zu verankern. o Achtsamkeit hat viele Ebenen: Neben der Stille-Ebene (Meditation) gibt es andere Ebenen wie Rituale, auf denen Achtsamkeit praktiziert werden kann. • Marienkäfermomente: Diese Momente erinnern daran, die bewussten kleinen Momente des Alltags wieder zu sehen, zu erkennen und nicht zu verpassen. Kinder sind hierbei wunderbare Trainer, da sie uns einladen, stehen zu bleiben und die kleinen Dinge zu sehen. Das Erleben von "Marienkäfermomenten" schafft Gelassenheit. • Mindful Parenting: Achtsamkeitspraxis, angewandt auf die Elternschaft. Kinder bedeuten ständige Veränderung, und eine innere, agile Haltung sowie g

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    #68 Wie Begeisterung dich im Leben und in der Führung aufblühen lässt

    Zu Gast in dieser Folge ist Paul Johannes Baumgartner. Er ist eine Radio-Legende, seit 30 Jahren bei Antenne Bayern und erreicht mit seiner Sendung über eine Million Hörer pro Stunde. Paul Johannes Baumgartner ist Experte und Vortragender für das Thema Begeisterung und hat dazu mehrere Bücher geschrieben. Begeisterung beginnt bei einem selbst: Paul Johannes Baumgartner begann 2002, sich intensiv mit Begeisterung zu beschäftigen – von Hörern über Kunden und Mitarbeiter bis zur Erkenntnis, dass sie immer bei einem selbst startet. Begeisterung setzt in Bewegung. Offen darüber zu sprechen, schafft Verbindlichkeit. Begeisterung ist ansteckend: Jede Emotion erzeugt ein Echo, und Begeisterung kann sich übertragen. Wie Begeisterung entsteht: Es beginnt oft mit einem Perspektivwechsel, dem Blick für das Besondere im Alltäglichen und dem Lernen, wieder zu staunen. Dazu gehört, bewusst das Gute zu erkennen, auch in herausfordernden Zeiten, während negative Emotionen zugelassen werden dürfen. Begeisterung teilen – aber wie? Statt missionarischem Eifer, der krank machen kann, ist die Haltung entscheidend: Impulse erlaubend und gewährend anbieten. Wie an einem Buffet dürfen andere nehmen, was ihnen gefällt. Es geht darum, das Gegenüber mit seinen Bedürfnissen zu sehen, in Beziehung zu treten und Wertschätzung zu zeigen, nicht von einer Kanzel herab zu belehren. Begeisterung in der Führung (Positive Leadership): Begeisterung sollte im Mittelpunkt von Unternehmen stehen. Sie ist die Triebfeder für Höchstleistungen und historisch Motor für Großes. Führungskräfte, die Begeisterung für Unternehmen, Produkte und ihre Rolle in sich tragen und leben, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter begeistert sind, gerne bleiben und aufblühen. Positive Leadership ist die Antwort darauf, wie Mitarbeiter aufblühen, bleiben und wachsen. Das PERMA-Modell als „Nährstoffe“: PERMA steht für fünf Nährstoffe, die Mitarbeitern und vor allem Führungskräften helfen aufzublühen: P - Positive Emotions: Bewusst positive Emotionen erleben. E - Engagement: In den eigenen Stärken sein und diese leben (z.B. Humor bei Paul). Stärken sind, was aus einem herausdrängt und dessen Zurückhalten Energie kostet. Der Flow-Zustand ist ein Indikator. R - Relationships: Tragfähige Bindungen pflegen. M - Meaning: Sinn in der eigenen Tätigkeit oder im Leben finden – nicht den Sinn des Lebens suchen, sondern Sinn im Leben. A - Accomplishment: Zielerreichung und Erfolge sichtbar machen, feiern und innehalten. Das schützt vor Ausbrennen ("Hunting the good stuff"). Begeisterung als Wirtschaftsfaktor: Sie geht über Kundenzufriedenheit hinaus (Kundenbegeisterung) und führt zu Mitarbeiterbegeisterung, höherer Produktivität, Rentabilität, Kundenbindung und Innovationskraft. Begeisterte Menschen denken oft unkonventionell. Edisons 2000 Versuche zur Glühbirne sind ein Beispiel für Beharrlichkeit aus Begeisterung. Umgang mit Negativität: Zum Schutz der eigenen Begeisterung ist es hilfreich, sich mit positiven Menschen zu umgeben und einen Bogen um "Mumien" (apathisch, frustriert) oder "Brandstifter"/"Black Holes" (zerstörend, energiesaugend) zu machen. Freiraum schaffen: Wichtig für Balance und Energie. Nein sagen heißt Ja zu sich selbst sagen. Kreativität und lebenslanges Lernen (Nicole's "Spielplätze") wecken Neugier und Dankbarkeit. Fazit: Begeisterung ist eine starke Kraft für persönliches Wachstum und wirksame Führung. Sie beginnt in uns, genährt vom Staunen, dem Blick für das Positive und dem Leben der eigenen Stärken. Weitergegeben wird sie am besten erlaubend und wertschätzend. Für Führungskräfte ist die eigene Begeisterung und Selbstfürsorge (PERMA) die Basis, um andere zu inspirieren. Begeisterung ist zudem ein wichtiger Motor für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg. Der bewusste Umgang mit negativen Einflüssen und das Schaffen von Freiräumen helfen, die eigene Energie zu bewahren. Wichtige Links: Website von Paul Johannes Baumgartner: https://www.pauljohannesbau

  29. 75

    #67 Denken in Möglichkeiten - ein Gespräch mit Jule Jankowski

    In dieser Episode begrüße ich Jule Jankowski – Organisationsberaterin, Autorin und Host des Podcasts GOOD WORK im brand eins Netzwerk. Mit ihrer Agentur Humiq GmbH begleitet sie Teams und Führungskräfte in Veränderungsprozessen und setzt sich für eine nachhaltige, menschenzentrierte Arbeitskultur ein. Jule ist eine wahre Podcast-Legende, die mit ihrem Format seit fünf Jahren und über 250 Folgen einen wertvollen Beitrag zur Arbeitswelt leistet. Im heutigen Gespräch dreht sich alles um ein zentrales Thema: Das Denken in Möglichkeiten. Gerade in unsicheren Zeiten ist es essenziell, den Fokus nicht auf Probleme, sondern auf die Potenziale und Chancen zu richten, die sich uns bieten. . In dieser inspirierenden Episode sprechen Nicole und Jule über folgende Kernaspekte: GoodWork – Mehr als nur New Work: Jule erläutert die Bedeutung ihres Podcast-Namens "GoodWork". Für sie geht es darum, den Fokus auf gute, zweckdienliche Arbeit und Ergebnisse zu legen, anstatt sich blind auf das "Neue" zu stürzen. . Sie betont ihre Rolle als kritische Pragmatikerin, die Dinge neugierig, aber auch hinterfragend betrachtet. Die Entstehung von GoodW in der Krise: Jule teilt die faszinierende Geschichte, wie ihr täglicher Podcast während der Corona-Pandemie entstanden ist. Was als ein "Mitschreiben" der turbulenten Zeit begann, entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Stimme für viele Menschen im Homeoffice. Diese Zeit verdeutlichte auf eindrückliche Weise, wie Menschen in Krisen aktiv werden und nach Lösungen suchen. Denken in Möglichkeiten als Schlüssel zur Gestaltung: Im Zentrum des Gesprächs steht Jule Jankowskis fünftes GoodWork-Prinzip: das Denken in Möglichkeiten. Sie erklärt, dass es darum geht, sich zu fragen "wie könnte es gehen, wenn es doch möglich wär?" Dieser Ansatz unterscheidet sich von reiner Szenarioplanung und fokussiert auf das Potenzial und den Wunsch nach positiven Entwicklungen. Jule betont, dass dies oft mit Handlung und dem aktiven Suchen nach Wegen verbunden ist. Growth Mindset versus Fixed Mindset: Nicole und Jule beleuchten den Unterschied zwischen einem Growth Mindset, das den Fokus auf den Prozess und das Wachstum legt, und einem Fixed Mindset, das eher auf Ergebnisse fixiert ist. Das Growth Mindset öffnet die Perspektive für neue Möglichkeiten und fördert das Ausprobieren und Lernen aus "Irrtümern". Führung in Zeiten der Unsicherheit: Für Führungskräfte gibt Jule wertvolle Impulse, wie sie mit unterschiedlichen Haltungen im Team umgehen können, insbesondere mit Widerstand und "Jammern". Sie rät zu Anerkennung und zum Schaffen von Räumen, in denen Mitarbeiter ihren Blick weiten und nach neuen Perspektiven suchen können. Jule unterstreicht die Bedeutung der Selbstreflexion für Führungskräfte in diesem Prozess. . Am Ende der Episode nimmt Nicole Jule noch mit auf eine spannende Reise durch ihre Stärken. Jules Stärkenprofil zeigt: Neugier, Kreativität, strategisches Denken, Kontaktfreude – alles Ressourcen, die Möglichkeitsräume eröffnen. Stärkenorientierung ist kein Selbstzweck, sondern eine Haltung, die in komplexen Zeiten Orientierung und Wirksamkeit ermöglicht. Website von Jule Jankowski – https://humiq.de Buch: Zwischen Alt und Neu liegt Gut – erschienen im Vahlen Verlag Podcast: GOOD WORK – Der Podcast zur zukunftsfähigen Arbeitskultur – https://www.youtube.com/channel/UCuKfSG1wC07naqOPxzvuCUg

  30. 74

    #66 Berufliche Neuorientierung, so klappt es - ein Gespräch mit Sophie Schlömann

    Heute begrüßt Nicole Zätzsch die Expertin für berufliche Neuorientierung, Sophie Schlömann. Sophie, die in Berlin als Coach tätig ist und über einen Hintergrund in Human Resources und Trauerbegleitung verfügt, teilt wertvolle Einblicke und praktische Tipps zum Thema berufliche Neuorientierung. Nicole und Sophie sprechen darüber, warum sich so viele Menschen aktuell mit dieser Frage beschäftigen und wie man diesen Prozess erfolgreich gestalten kann. Die wichtigsten Erkenntnisse: - Auslösende Faktoren: Oft sind es persönliche Schicksalsschläge oder veränderte Lebensumstände, die den Wunsch nach beruflicher Veränderung wecken und eine kritische Überprüfung des aktuellen Karrierewegs notwendig machen. - Zieldefinition im Coaching: Ein strukturierter Coachingprozess beginnt mit einer klaren Zielabklärung, um die gewünschte Veränderung zu definieren und einen Fokus für die weitere Arbeit zu setzen. - Selbsterkenntnis durch Reflexion: Die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken, Interessen, Werten und Ressourcen bildet das Fundament für eine gelungene Neuorientierung. Die Coaching-Karten von Sophie Schlömann bieten hierfür eine wertvolle Unterstützung. - Authentische Selbstpräsentation: Im Bewerbungsprozess ist es entscheidend, eine authentische Kernbotschaft zu entwickeln, die die eigene Persönlichkeit und das Wertangebot klar vermittelt, anstatt sich zu verkaufen. - Klarheit über Bedürfnisse & Wünsche: Die Definition der persönlichen Rahmenbedingungen an eine berufliche Tätigkeit (z.B. Gehaltsvorstellungen, Arbeitszeitmodelle) und die Entwicklung eines attraktiven Zukunftsbildes helfen dabei, die Jobsuche gezielt auszurichten und Prioritäten zu setzen. Konkrete Tipps für deine berufliche Neuorientierung: Reflektieren deine Stärken: Frag dein Umfeld nach deinen Stärken und erinnere dich an Situationen, in denen du erfolgreich warst. Erforschen deine Werte: Überlege dir, welche Prinzipien dein Handeln leiten und nutze gegebenenfalls kostenlose Online-Wertetests. Was ist dir wirklich wichtig? Entdecken deine Interessen: Was begeistert dich wirklich und welche Themen wecken dein Feuer? Definieren Sie die Rahmenbedingungen: Welche Anforderungen sollte deine zukünftige berufliche Tätigkeit erfüllen, damit du langfristig zufrieden bist? Entwickel ein Zukunftsbild: Stelle dir deinen idealen Arbeitstag vor oder erstelle ein Vision Board Formuliere authentische Kernbotschaften: Was möchtest du über dich in Bewerbungen und Gesprächen vermitteln? Erwäge ein Coaching: Nutze professionelle Unterstützung, um den Neuorientierungsprozess zu strukturieren und neue Perspektiven zu gewinnen. Nutze Coaching-Tools: Die Coaching-Karten von Sophie Schlömann können dich im Selbstcoaching oder im Gespräch mit anderen wertvolle Impulse geben. . Link zur Website von Sophie Schlömann https://www.schloemann-coaching.com/ und zu ihren Cochingkarten (Coachingzeugs): https://www.schloemann-coaching.com/

  31. 73

    #65 Auf dem Weg zu den eigenen Stärken - ein Gespräch mit Michael Trautmann

    Heute begrüßt Nicole Zätzsch eine Ikone der Podcastszene, Michael Trautmann, bekannt u.a. durch seinen großartigen Podcast mit Christoph Magnussen On The Way To New Work - #OTWTNW. Michael teilt seine bewegende Reise, die ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist und erzählt dies alles betrachtet durch seine Stärkenbrille. Wer ist Michael Trautmann? Michael Trautmann blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die von der Werbung über eine leitende Position im globalen Marketing bei Audi bis zur Selbstständigkeit mit einer großen Werbeagentur reicht Nachdem er prägende Erfahrungen in seinen Unternehmenspartnerschaften gemacht hatte, begann er eine intensive Selbstreflexionsreise, die ihn dann auch zu seinen eigenen Stärken führte. Gemeinsam mit Christoph Magnussen von Blackboat startete er vor 7 Jahren ihren erfolgreichen Podcast On The Way To New Work. In mehr als 400 Folgen haben sie mit über 500 Gästen darüber gesprochen, wie sich Arbeit für sie verändert hat und weiter verändern wird. Heute ist Michael Mitgründer der New Work Master Skills (NBMS GmbH), zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Swantje Allmers. . Das New Work Master Skills Programm Ein 10-monatiges Executive Programm, das Coaching-, Trainings- und Beratungselemente vereint. Basiert auf dem Prinzip "Better Me, Better We, Better Society" Es umfasst vier 3-tägige Präsenzveranstaltungen in Hamburg, ergänzt durch 15-20 Zoom-Calls, Einzel- und Peer-to-Peer-Coachings. Behandelt vielfältige Inhalte zur Selbstreflexion über Selbstmanagement und Gesundheit bis hin zu Führung, Kommunikation, Diversität, Nachhaltigkeit und dem Einsatz von Technologien wie KI. Das Programm schafft eine starke Community unter den Teilnehmenden und Alumni und fördert soziale Initiativen der Teilnehmenden. Die nächste Kohorte startet vom 10. bis 12. April 2025. Interessenten können sich über die Webseite newworkmasterskills.com oder per E-Mail an [email protected] melden. Nicole und Michael sind dann tief in das Thema Stärken eingestiegen. Beide sind begeisterte Stärkencoachs. Highlights des Gesprächs über Stärken: Der Weg zur Stärkenorientierung: Michael teilt, wie seine Top-10-Stärken (CliftonStrengths von Gallup) seinen Lebensweg und seine Entscheidungen maßgeblich beeinflusst haben, inklusive der damit verbundenen Schattenseiten der Stärken. Die Filter der Talente: Unsere Talente geben uns spezifische Filter, durch die wir die Welt wahrnehmen und interpretieren Die Bedeutung des Arbeitens mit Stärken: Das bewusste Einsetzen der eigenen Stärken führt zu mehr Energie und Erfolg. Auch Studien belegen die positiven Auswirkungen des Arbeitens in den eigenen Stärken auf Produktivität, Lebensqualität und emotionale Bindung zur Arbeit. Die Schattenseiten der Stärken: Jede Stärke hat auch eine Schattenseite, und es ist wichtig, diese zu erkennen und zu managen. Regulation von Stärken: Die Fähigkeit, die eigenen Stärken bewusst zu regulieren. Michael nutzt seine Stärken heute bewusster und dosierter ("Mischpult-Analogie") "Name it, claim it, aim it": Talente erkennen, annehmen und bewusst zu Stärken weiterentwickeln Stärken in Partnerschaften: Das Verständnis der eigenen und der Stärken des Partners kann zu einer erfolgreichen und harmonischen Zusammenarbeit führen, selbst wenn die Persönlichkeiten sehr unterschiedlich sind. Tipps von Michael und Nicole: Macht einen Stärkentest, z.B. den CliftonStrengths 34 Assessment für tiefere Einblicke in die eigenen Talente und Stärken. Die "Stärken Retro": Die Idee, regelmäßig zu reflektieren, wie die eigenen Stärken eingesetzt wurden, wo sie hilfreich waren und wo sie im Weg standen. Verankerung von Stärken im Alltags-Bewusstsein: Stärken-Tagebuch führen und die Nutzung von Stärken-Bildern können helfen, die eigene Stärkenorientierung zu vertiefen. Zum Schluss teilt Michael noch seine Lieblingsstärke mit uns: Er sieht seine Stärken als ein vielfältiges Zusammenspiel und verbindet sie mit seinem Purpose ander

  32. 72

    #64 Mehr wagen im Leben – Ein Gespräch mit „Mutmacherin“ Anja Varrelmann

    In der heutigen Episode dreht sich alles um das Thema Mut. Mein Gast, Anja Varrelmann, teilt ihre Einsichten und Erfahrungen zum Thema Mut. Über Anja Varrelmann: Anja lebt seit über 20 Jahren in Hamburg und hat einen breiten beruflichen Hintergrund. Sie war lange im Produktbereich tätig und hat über 15 Jahre im Corporate Business gearbeitet, bevor sie in eine internationale Beratung wechselte. Seit gut anderthalb Jahren ist sie selbstständig und vereint Beratung in den Bereichen Transformation, Change und Projektmanagement mit ihrem zweiten Standbein, dem Leadership Coaching. Warum Mut? Mut als etwas, das Anja in sich trägt und lange als Selbstverständlichkeit ansah. Die Erkenntnis, dass Mut nicht für jeden selbstverständlich ist und wie man andere ermutigen kann. Anjas "Mut-Formel": - Intrinsische Motivation: Ein tiefes Vertrauen in das eigene Bauchgefühl und die Intuition. - "Scheitern ist keine Option": Ein Denkmotto, das aus Anjas Inneren kommt und sie nicht verkrampft verfolgt. - Unkonventionelle Wege: Anja kommt aus einem Elternhaus, in dem sie stets ermutigt wurde, mutig zu sein und das ihr Freiräume ermöglichte. Gemeinsam haben wir euch Tipps für mehr Mut im Alltag zusammengestellt. Reflexion: Was hat in der Vergangenheit funktioniert? Worin warst du stark? Verbindung zum Körper: Ins Spüren kommen. Wie fühlen sich Stärken an? Den Körper in Bewegung bringen, um Entscheidungen zu erleichtern. Oder wie Nicole sagt „Check In bei mir selbst.“ Pause vor Entscheidungen: Raum einnehmen und sich Zeit für eine Entscheidung zugestehen. Perspektivenwechsel: Was wäre, wenn es nicht klappt? Visualisierung: Wer möchte ich in 5 Jahren sein? Ein Gespräch mit dem zukünftigen Ich führen. Umgang mit inneren Kritikern Glaubenssätze erkennen und einordnen. Wer sind die inneren Kritiker, wer die Alliierten? Anjas neuestes Mutprojekt: Gemeinsam mit einer Freundin, einer Hundetrainerin, entwickelt Anja eine Lösung für Hunde, die ihr Gehör verlieren, um die Verbindung zu ihren Besitzern aufrechtzuerhalten. Anjas Motto und Streben "Mutmacherin"

  33. 71

    #63 Wie können wir Commitment steigern? Ein Gespräch mit Michael Siller

    In dieser Episode von "Freiraum für Führungskräfte" begrüßt Nicole Zätzsch Michael Siller, einen vielseitigen Experten, der als Berater, Trainer, und Keynote Speaker auf internationaler Ebene tätig ist. Siller, der auch als Dozent und Autor arbeitet, ursprünglich aus Südtirol stammt und jetzt in Wien lebt, war vor seiner Karriere im Coachingbereich 15 Jahre lang im Musiktheater aktiv. Das Gespräch dreht sich hauptsächlich um das Thema Commitment und Engagement. Wir schauen dabei auf die zwei zentrale Fragen: • Wie Führungskräfte Rahmenbedingungen schaffen können, damit Mitarbeiter engagiert sind. • Was Mitarbeiter selbst tun können, um mehr Engagement für ihre Arbeit zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht auch Michael Sillers Buch "Das Commitment Prinzip". Siller betont, wie entscheidend es ist, Arbeit mit Freude zu verbinden, da wir einen Großteil unserer Zeit damit verbringen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die emotionale Bindung, die über finanzielle Anreize hinausgeht. Laut dem Gallup Engagement Index haben nur wenige Arbeitnehmer eine starke emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen, während ein beträchtlicher Teil lediglich Dienst nach Vorschrift leistet. Führungskräfte können Mitarbeiter nicht direkt motivieren, aber sie können Rahmenbedingungen schaffen, die Engagement fördern, indem sie Hindernisse beseitigen. • Drei Hauptaspekte zur Steigerung des Commitments aus Sicht von Michael Siller sind Kontakt, Energie und Sinn. o Kontakt: Sowohl Quantität als auch Qualität des Kontakts sind wichtig. Regelmäßige und hochwertige Beziehungen zu Mitarbeitern aufbauen. o Energie: Balance finden, damit Mitarbeiter nicht nur in Meetings sitzen. o Sinn: Einen sinnstiftenden Rahmen bieten, in dem Mitarbeiter einen Wert in ihrer Arbeit sehen. Ein weiterer zentraler Punkt für Motivation sind Autonomie, Beziehungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit umfasst. Führungskräfte sollten ein Umfeld schaffen, in dem diese drei Aspekte gelebt werden können. Hierzu stellen Michael Siller und Nicole Zätzsch eine praktische Coachingübung vor. Das Gehalt spielt dagegen eine nachgeordnete Rolle für das Commitment, es sei denn, es wird im Vergleich zu Branchenstandards oder der erbrachten Leistung als ungerecht empfunden. Hierbei ist die Fairness im Prozess der Gehaltsfindung von großer Bedeutung. Werte und Sinn sind ebenfalls wichtige Aspekte; Führungskräfte sollten sich ihrer eigenen Werte bewusst sein und einen sinnstiftenden Rahmen bieten, ohne den Mitarbeitern ihren Sinn aufzuzwingen. Abschließend wird die Bedeutung von Verantwortung hervorgehoben: Es gilt, Verantwortungslust zu fördern und Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, etwas zu bewirken. Sillers Appell an Führungskräfte ist, die Hoffnung nicht zu verlieren, dass es Mitarbeiter mit Begeisterung gibt. Es gilt, selbst den passenden Rahmen zu finden und bei sich selbst anzufangen. • Website: www.michaelsiller.com • Oder über LinkedIn kontaktieren

  34. 70

    #62 Sichtbar auf LinkedIn mit deinen Stärken - ein Gespräch mit Kathrin Koehler, Digital You

    Kathrin Koehler, Digital Coach, und ich sprechen heute über unsere Lieblingsthemen: Sichtbarkeit und Stärken. In vielen Gesprächen haben wir festgestellt, dass wir bei diesen Themen einen sweet spot haben – eine optimale Schnittmenge, bei der die zwei Themen sich ergänzen. Kathrin ist erfahrene LinkedIn Trainerin und Speakerin. Als Journalistin, Sales-und Marketing-Frau und zertifizierte Trainerin begleitet sie Menschen und Organisationen auf dem Weg zu einer souveränen Präsenz auf Linkedin - entsprechend ihrer Ziele und ihrer Persönlichkeit. Kathrins Mission: Menschen auf dem Weg in die Sichtbarkeit zu begleiten und so ihre Potenziale zu entfalten. Ansonsten wühlt sie gern im Garten, schwimme Rücken im See und programmiert am liebsten die Lichtorgel. „Du bist eine freundliche Arschtrittmaschine", so eine Teilnehmerin über ihre Art zu coachen. Ihr Mantra klingt milder: "Machen ist wie wollen, nur krasser." Kathrin ist Autorin des Buchs „New Networking“, eine praxisorientiertes, unterhaltsames Buch mit ganz konkreten Tipps um ins Tun zu kommen. Kathrin und ich sprechen darüber, was es braucht, um auf LinkedIn sichtbar zu werden. Kathrin nennt zwei Hauptzutaten: Mut und Kernbotschaften. Wir schauen uns an, wie wir unsere Stärken dafür nutzen können, um in die Sichtbarkeit zu kommen. So kann uns das Bewusstsein über unsere eigenen Stärken auch dabei unterstützen, die inneren kritischen Stimmen zu besänftigen. Mut zu fassen. Und auf Basis der eigenen Stärken die individuelle Positionierung und Kernbotschaften formulieren. Kathrins Hauptstärken nach CliftonStrengths: Strategie und Kontaktfreudigkeit Website von Kathrin Koehler: https://www.kathrinkoehler.com/ zum Buch „New Networking“: https://www.kathrinkoehler.com/#/new-networking Zur Ausbildung Digital Coach: https://www.digital-you.de/digital-coach-ausbildung

  35. 69

    #61 Mit Job Crafting ins neue Jahre – ein Gespräch mit Ragnhild Struss, Struss & Claussen

    „Jeder hat das Recht, sein volles Potenzial zu entfalten. Menschen dabei zu unterstützen, ist für mich mehr als nur ein Job - es ist meine Leidenschaft.“ sagt Ragnhild Struss. Als Unternehmerin, Coach und Autorin begleitet Ragnild Struss Einzelpersonen, Familien und Unternehmen dabei, ihre innere Stimme zu finden und ihre Stärken gezielt zu nutzen. Ihr Unternehmen, Struss & Claussen Personal Development, gehört mit 30 Mitarbeitenden zu den Top-Karriereberatungen Deutschlands. In unserem Gespräch geht es um das Thema Job Crafting. Job Crafting ist ein Ansatz aus der Positiven Psychologie, bei dem es um die Job-Personen-Passung geht. Ragnild Struss sagt in ihrem gleichnamigen Buch Job Crafting dazu „Jeder hat das Recht, im Job zufrieden zu sein.“ Ja, sind wir denn jetzt bei wünsch dir was? Und warum ist das so wichtig? Diese Fragen habe ich u.a. Ragnhild gestellt. Gemeinsam schauen wir auf - Was kannst du machen, wenn der Job nicht mit deiner persönlichen Entwicklung mitgewachsen ist? - Wie kannst du die äußeren Umstände auf die inneren Veränderungen anpassen? Wir erörtern die positiven Effekte des Job Craftings für den Einzelnen, aber auch für Teams und Organisationen. Außerdem schauen wir darauf, wie man ganz konkret vorgehen kann, um erste Schritte für ein persönliches Job Crafting zu machen. In ihrem Buch nimmt Ragnhild Struss ihre Leserschaft detailliert in fünf Schritte des Job Craftings mit. Hier im Interview teilt sie erste praktische Übungen dazu. AKTION – Wir verlosen zwei Bücher plus ein Buch plus Coaching. Schreibe mir eine persönliche Nachricht mit Hinweis auf den Podcast, wenn du an der Verlosung teilnehmen möchtest. Zusätzlich gibt es einen Rabatt-Code für den Kurs „Inner Voice, Inner Choice“ bei Struss & Claussen exklusiv für meinen Zuhörerschaft. CODE: ivic2025nicole Ein 7-wöchiger Online-Kurs „Inner Voice, Inner Choice" - sich selbst besser verstehen, wertschätzen und echte Veränderungen angehen https://kurse.strussundclaussen.de/courses/ivic2025 Der Podcast „Von innen nach außen - Struss & Claussen" über Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Job- und Lebensplanung. https://www.strussundclaussen.de/podcast/ Und hier geht es zu Struss & Claussen: https://www.strussundclaussen.de/

  36. 68

    #60 Erlebnis statt Ergebnis oder wie schafft man den Ironman? – ein Interview mit Kirsten Menzel, MINDKONTOR

    Heute geht es im Interview mit Kirsten Menzel um herausragende Leistungen und Motivation. Kirsten Menzel hat im September 2024 erfolgreich an der World Championship Ironman für Frauen in Nizza teilgenommen. Zur Klarstellung: Wir sprechen hier über 3,8 km Schwimmen im Mittelmeer plus 180 km Radfahren im Hinterland von Nizza plus 42 km Lauf. Das hört sich verrückt an? Das fand ich auch und wollte genauer wissen wie ein Mensch sich dazu motivieren kann, hier anzutreten und das erfolgreich durchzuziehen. Kirsten Menzel ist Partnerin und Prokuristen bei MINDKONTOR in Hamburg. Sie begleitet Organisationen in ihrer Kultur- und Führungskräfteentwicklung. Dabei ist sie durch das Motto „other people matter“ geprägt. Kirsten Menzel ist Beraterin, Trainerin, Moderatorin und Mental Coach für Athleten. In unserem Gespräch nimmt uns Kirsten auf ihrem Weg hin zu den Ironman Wettbewerben mit. Sie erzählt von ihrer Nervenkrankheit, die sie letztlich dazu geführt hat, sich solch extremen sportlichen Herausforderungen zu stellen. Seit Jahren nimmt sie an solchen Wettkämpfen teil und hat sich im Frühsommer 2024 in Hamburg beim Ironman für die World Championship in Nizza qualifiziert. In unserem Interview teilt sie, dass der Wettkampf in Nizza das wohl härteste war, was sie jemals gemacht hat. Die Angst war bei diesem Wettkampf ihr ständiger Begleiter. „Ich stand an der Startlinie der Ironman-WM in Nizza voller Zweifel.“ Die eher rudimentäre Vorbereitung, viele Coachings und Workshops vorab, ein familiärer Totalausfall kurz vor dem Rennen und selbst noch krank geworden zu sein trugen zu dem Gefühl bei, es „nicht verdient“ zu haben.“ „Ich war also alles andere, als in meiner mentalen Kraft. Ich wusste, das Rennen würde hart werden, denn genau darum geht es bei einer WM. Doch während des Rennens realisierte ich: manchmal geht es nicht darum, Ängste zu überwinden, sondern mit ihnen weiterzulaufen.“ Gefragt nach ihrer Erfolgsstrategie teilt Kirsten im Interview ihr Motto „Erlebnis statt Ergebnis“. Dieses Motto hat sie nicht nur motiviert, sondern kraftvoll dabei unterstützt immer wieder in das positive Erleben der aktuellen Erfahrung einzusteigen und sich nicht von der Angst und den Zweifeln überrollen zu lassen. Kirsten erläutert wie das sog. P E R M A- Modell von Martin Seligman ihr aktiv in der Vorbereitung, aber auch während des Wettkampfs geholfen hat. Wofür P E R M A steht und was das für Kirsten in dieser Situation bedeutet, entschlüsseln wir gemeinsam. Kirsten teilt, dass für sie ihr „Wofür?“ absolut entscheidend war. Ein gutes Ziel zu haben, für das es sich lohnt zu kämpfen. Ein gutes Ziel ist für Kirsten Menzel ein Ziel, dass auch dann gut ist, wenn du es niemanden erzählst, ein innerer Kompass. Gemeinsam schauen wir darauf, wie sich ihre Erkenntnisse und ihr Erleben auf das Thema Führung übertragen lassen. Mehr zu Kirsten Menzel hier: https://mindkontor.de/wp-content/uploads/2024/03/Profil-Kirsten-Menzel.pdf https://mindkontor.de/

  37. 67

    #59 Trauer ist ein struppiger Mischling oder wie wir besser mit ihr umgehen können – ein Gespräch mit Lona

    Heute ist Lona Jerrentrup mein Gast. Lona Jerrentrup ist ausgebildete Sterbe- und Trauerbegleiterin und freie Rednerin in Berlin. Lona und ich sprechen in diesem Interview über das Thema Trauer. Insbesondere in der Zeit des Jahreswechsels und der Weihnachtsfeiertage fühlen sich viele Menschen einsam und trauern vielleicht (noch) um einen geliebten Menschen. Grund genug, sich hierfür in Ruhe Zeit zu nehmen und das Thema und die Emotion nicht wegzuschieben. Lona gibt in unserem Gespräch konkrete Tipps und Strategien mit an die Hand, wie man besser mit dem Gefühl der Trauer umgehen kann. So empfiehlt sie, sich, die Erlaubnis zu geben, alles fühlen zu dürfen. „Trauer folgt keinen Normen und keinen Regeln. Sie ist ganz einzigartig wie Du selbst und sie gehört zu Dir.“ Jeder steckt in seiner ganz individuellen Achterbahnfahrt. Sie spricht von der Gleichzeitigkeit der Gefühle und dass das auch verwirrend sein kann. Lona plädiert für radikale Ehrlichkeit und empfiehlt sich, Trauerräume zu schaffen zum Beispiel durch das sog. Trauer-Date. Was das im Einzelnen geht, beschreiben wir. Mir hat diese Übung persönlich auch sehr geholfen, mit meiner Trauer um meinen Vater besser umzugehen. Weiterhin empfiehlt Lona für sich zu sortieren, was brauche ich und was nicht. Hilfreich kann sein, sich Verbündete zu suchen und Hilfsangebote, die für einen passen, anzunehmen. Lona spricht davon, dass die Trauer manchmal ein stinkender Mischlingshund sei, die man nicht loswird und die einen überall hinbegleitet. Gleichzeitig ist Trauer keine Krankheit und nicht ansteckend. Trauer ist ein Weg, und auf diesem Weg wollen wir dich mit diesem tiefen Gespräch ein Stück begleiten. Lona Jerrentrup hat selbst schon prägende Verlusterfahrungen gemacht. Bereits 1989 hat sie leidenschaftlich mit dem Bestatter diskutiert, um die unkonventionellen Bestattungswünsche ihres Vaters durchzusetzen. Ihre erste Trauerrede hielt sie 1997 für ihre Großmutter, weil sie niemanden fand, der das so machen konnte, wie sie sich das für sie gewünscht hat. Ihre Biografie ist bunt und bildet die Grundlage für ihre Haltung - im Herzen immer barfuß. Mehr zu Lona Jerrentrup und ihren Angeboten: https://trauerwerkstatt.berlin/

  38. 66

    #58 Positive Organizing – Veränderungen begleiten – Ein Gespräch mit Eva Schielein

    Heute geht es um Veränderungen in Organisationen, um Transformationen. Eva Schielein hat dazu ein hoch interessantes Buch geschrieben „Positive Organizing – Organisationskompetenz für die Begleitung von Veränderungsprozessen.“ Eva Schielein arbeitet international als systemische Organisationsberaterin und Coach. Mit ihrer Firma aestimat begleitet sie Organisationen, Teams und Einzelpersonen im Rahmen von Transformationen. Sie ist Netzwerkpartnerin bei Simon Weber Friends und Alumna der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie. Vorab geschickt: Das Buch ist anspruchsvoll und komplex. Unser Interview ersetzt natürlich nicht die Lektüre des Buchs. Unser Gespräch soll Interesse wecken für das Buch und einen ersten Einblick in das Thema geben. Warum dieses Buch und worum geht es? „Noch so ein euphorisches „positive something“-Buch, das einen Königsweg für erfolgreiche Transformationsarbeit verspricht?“ Nein. Nach Ausbildungen und Forschungstätigkeiten in der Positiven Psychologie und der Systemtheorie arbeitet Eva Schielein seit vielen Jahren mit Kunden „radikal potenzialorientiert als auch systemtheoretisch fundiert“- und das gelingt ihr wie sie schreibt meist recht gut. Dabei staunt sie immer wieder über die Vorurteile mancher Vertreter:innen des jeweiligen Fachs, die ähnlich wie ein Fans gegnerischer Fußballklubs die jeweilige Weltsicht der anderen Seite zu kennen glauben und abwerten. Von Systemiker:innen hört Eva immer wieder das Vorurteilsmuster „Die Psycholog:innen sehen nur den Menschen.“ und aus der Richtung der Positiven Psychologie „Die Systemiker:innen sehen nie den Menschen.“ Eva spricht von einem „scheinbaren Widerspruch“ der zwei Fachrichtungen und zeigt mit ihrem Buch eine Verknüpfung auf: „Dieses Buch ist ein Plädoyer für die Kombination der Fachrichtung Positive Psychologie und Systemtheorie im Rahmen organisationaler Veränderungen.“ Wir beleuchten in unserem Gespräch folgende Themen - Kurzer Einblick in die zwei Fachrichtungen - Was ist Positive Organizing? - Wie unterscheidet sich das von traditionellen Change-Formaten? - Was ist die sog. Appreciative Inquiry – „wertschätzende Erkundung“? Links: Zum Buch https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-68621-8 Mehr zu Eva Schielein und aestimat https://aestimat.de/

  39. 65

    ##57 Selfcare Next Level – Strategien für krisenfeste Führungskräfte – ein Interview mit Kara Pientka

    Am Rande der Kraft… Wie entsteht der Gap zwischen unserem klaren Anspruch auf Wohlbefinden und der bitteren Realität der Erschöpfung? Diese Frage stellt sich Business-Health-Coach Kara Pientka in ihrem Buch „Selfcare Next Level – 7 Strategien für krisenfeste Führungskräfte“. Kara Pientka beobachtet, dass seit etwa zehn Jahren das Thema „am Rande der Kraft“ überproportional zunimmt. Und geht die Frage nach was dagegen getan werden kann. „Es hat sich ein Leiden entwickelt, über das es sich lohnt, öffentlich zu sprechen.“ „Und deshalb ist Selbstfürsorge nicht nur ein individuelles, sondern auch ein organisationales Thema.„ Insbesondere bei vielen Führungskräften beobachtet Kara Pientka, dass sie in ihrer Rolle nicht führend wirken, sondern eher hinterherlaufend. In jedem Fall soll die Führungskraft heutzutage allen und allem gerecht werden und dabei natürlich die eigenen Tagesziele verfolgen. Doch wenn die Führungskraft täglich permanent über ihre Grenzen gehen muss, kippt das System früher oder später. Kara Pientka untersucht in ihrem Buch dieses Phänomen und zeigt praxistaugliche Lösungen auf. Dabei geht es in „Selfcare next level“ nicht darum, sich nun noch konsequenter zum Joggen oder Yoga aufzuraffen, sondern um „die Kunst der wohlwollenden Selbstbehauptung in einer fordernden Umbruchzeit.“ Nicole Zätzsch teilt wie schockiert sie von der treffenden Beschreibung in dem Buch von dem Prozess der Entfremdung, des sog. Dis-Connect war. Es fühlte sich für sie an als hätte sie jemand in ihrer Phase des Burnouts damals beobachtet. In diesem Interview geht es u.a. um - den schleichender Prozess der Entfremdung von uns selbst – Dis-Connect - den Superhelden-Modus - ein verzerrtes Selbstbild - Impathie versus Empathie - Sensorship als Weg in die Kraft - Drama Self und Real Self - Selbsttreue statt Selbstausbeutung. „Selfcare Next Level bedeutet die selbstbewusste Gestaltung eines Arbeits- und Lebensstils, der mit dem eigenen Wohlbefinden in Einklang steht. Es geht um die wunderbare Beziehung mit uns selbst und unserer Welt. „ Links: https://www.inhesa.de/ueber-uns/ https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/business/fuehrung/selfcare_next_level-18183.html?srsltid=AfmBOoq2xQQtO3KdP2KQBEr99K4nanKNgKcBXnlnSBYEWNwXdrWgmcok Weitere erwähnte Bücher: https://theinnergame.com/inner-game-books/ https://www.rowohlt.de/buch/miriam-meckel-brief-an-mein-leben-9783499627019

  40. 64

    #56 Wie werde ich mein eigener CEO? – ein Interview mit Diana Brandl

    Mein Gast heute ist Diana Brandl, Unternehmerin, Office-Expertin und freiberufliche Fachautorin. Sie blickt auf knapp 20 Jahre Karriere als Senior Executive Assistant auf Top-Management-Ebene in Unternehmen wie ratiopharm, Sony und Mister Spex zurück. Diana hat in den letzten Jahren ein beeindruckendes Business aufgebaut und arbeitet für große namhafte brands und steht auf internationalen Bühnen. Diana engagiert sich seit vielen Jahren intensiv für das Berufsbild der Office Professionals / Assistenzen. Sie ist eine gefragte key note speakerin, Trainerin, Beraterin und Autorin. Ihre Themen sind u.a. Digitale Transformation, New Work, Personal Branding, Strategisches Netzwerken und Leadership. In unserem Stärkencoaching Anfang 2024 hat sie einen Satz gesagt, der mich zutiefst beeindruckt hat „Ich bin mein eigener CEO“. Das strahlt Diana auch für mich aus. In diesem Gespräch wollte ich besser verstehen, was das für genau für sie heißt und wie sie sich diesen Status aufgebaut hat. Ich habe Diana als wahre Netzwerkerin und matchmaker kennengelernt, die es liebt, Menschen miteinander zu verbinden. Sie ist Visionärin, denkt groß und gestaltet gerne. Diane ist warmherzig und authentisch. 2019 wurde sie für den Digital Female Leader Award nominiert und als Woman of the Week von den Global Digital Women gekürt. In 2020 hat sie ihren Podcast The Future Assistant kreiert, in dem sie Chief of Staff, Executives and Experten aus aller Welt interview, u.a. die frühere formal special assistant to Barack Obama, die ehemalige Assistentin von Michelle Obama und die von Ophrah, den ehemaligen Private Secretary to Princess Diana and frühere Assistenzen von Jeff Bezos and Eric Schmidt. Und … Diana ist seit Sommer 2024 Stärkencoach (STCA) und ich durfte sie in meiner Stärkencoach Ausbildung erleben und kennen- und schätzen lernen. Diana und ihr Mann sind seit 2022 Digital Nomad – sie leben übers Jahr in den unterschiedlichsten Ländern und wechseln alle 2-3 Monate ihre Location. Diana arbeitet viel online und fliegt zu Workshops und Vorträgen ein. Ihre Erlebnisse teilt Diana sehr anschaulich fast täglich auf INSTA. Sie ist damit eine echte Influencerin und Mutmacherin für ihr Netzwerk. In unserem Gespräch schauen wir gemeinsam auf das Bild der Assistenz / Chief of Staff der Zukunft. Diana zeigt uns auf, was es dafür braucht. Diana erzählt wie sie ihr erfolgreiches Business aufgebaut hat und führt. Sie teilt mit uns ihr Erfolgsrezept: - Der richtige Partner an ihrer Seite - Arbeiten mit Leben verbinden - Technisch offen, fit und neugierig zu sein und zu bleiben. Gemeinsam schauen wir auf das Thema „Stärken“, das auch Diana sehr inspiriert. Hier findest du einige wichtige Links: Podcast https://podcasts.apple.com/gb/podcast/the-future-assistant/id1493106661 oder https://www.youtube.com/playlist?list=PL9xPqKiFw_hz98zE7EghS9-YfnCil7VEY Webseite https://the-socialista-projects.com/ Dianas jährliche Online Konferenz findet am 7.5.2025 statt. Anmeldungen via [email protected] Chief of Staff Training: https://www.haufe-akademie.de/35353 Chief of Staff Zertifizierung: https://www.haufe-akademie.de/36524

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    #55 Personal Vision - mehr Klarheit, Schubkraft, Freude und Sinn - ein Gespräch mit Michael Obert

    In dieser Folge spreche ich mit Michael Obert, ein Mann, dessen Lebensweg mich fasziniert und der wie kaum ein anderer das lebt was er auch vermittelt. Als Senior Executive Coach unterstützt Michael Obert Top-Führungskräfte, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Politik und des Spitzensports dabei, eine starke Personal Vision zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Für mehr Klarheit, Schubkraft, Freude und Sinn – beruflich und privat. Michael war zwei Jahrzehnte Auslandsjournalist mit Erfahrung in Krisen- und Kriegsregionen. Basierend auf seinen persönlichen Erfahrungen ist er fest davon überzeugt, dass wir uns in jeder Lebenslage auf unsere Kräfte und Fähigkeiten verlasss en können. Und dass wir mit diesen beeindruckenden Ressourcen unsere Wünsche, Träume, Ziele und Visionen verwirklichen können Michael hat in dieser Zeit hat eine klare Vision für sich entwickelt, die ihn bis heute leitet: Das Leben als Forschungsreise – spannend und lehrreich, selbstbestimmt, selbstverantwortlich und immer in Bewegung. Eines Tages möchte er zurückblicken und Menschen bewegt und inspiriert, sich eingebracht und für nachhaltige positive Veränderungen gekämpft haben. Michael nimmt uns in diesem offenen Gespräch mit auf seine Lebensreise. Er blick mit uns zurück auf seine Zeit als Jungmanager in Paris, als Entdecker und Gast bei indigenen Völkern, als Auslandsjournalist in Kriegsgebieten, als Buchautor und Regisseur. Michael ist eine Persönlichkeit mit vielen Facetten, unglaublich spannenden Erlebnissen und beeindruckenden Erfolgen. Michael zeigt uns auf, warum eine starke Personal Vision in unseren komplexen und oft verwirrenden Zeiten ein Fixstern sein kann, der uns Klarheit und Orientierung für unseren Lebensweg und unsere damit verbundenen Entscheidungen schenkt. Er beschreibt, was Weggabelung im Leben sind und welche „Zauberfrage“ er seinen Klienten in dieser Situation stellt. Ein Gespräch über Mut, Freiheit und Lebensintensität. https://michael-obert-coaching.de/ www.storywerk.de

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    #54 Es geht um gute Führung - ein Interview mit Antonia Götsch

    In dieser Episode spreche ich mit Antonia Götsch, der Chefredakteurin des Harvard Business Managers. Antonia ist eine herausragende Stimme im Bereich der modernen Führung, und ich bin begeistert, sie in diesem Gespräch willkommen zu heißen. Während unseres Austausches beleuchten wir, wie sich ihr Führungsstil entwickelt hat, welche Einflüsse sie geprägt haben und was das Konzept des Freiraums für sie ganz persönlich bedeutet. Antonia bringt anschauliche Beispiele aus ihrer beruflichen Laufbahn ein und erläutert, warum Führung erlernt werden kann und keineswegs nur eine Frage des Talents ist. In diesem Kontext diskutieren wir auch den Begriff der Vorbilder und die Herausforderung, richtige Mentoren zu finden, ohne sich auf ein ideales Bild festzulegen. Ein weiterer spannender Aspekt, den wir ergründen, ist die Bedeutung der Selbstführung und der Selbstreflexion in der Rolle einer Führungskraft. Ich erfahre von Antonias Ansatz, Verantwortung nicht nur zu übernehmen, sondern auch abzugeben, um Raum für Freiraum und persönliches Wachstum zu schaffen. Antonia teilt mit uns ihre persönlichen Strategien zur Stressbewältigung, wie regelmäßiges Yoga und Meditation. Wir diskutieren die Bedeutung von Achtsamkeit und wie es hilft, in der heutigen schnellen und überfüllten Arbeitswelt einen klaren Fokus zu behalten. Das Gespräch führt uns auch zu der Frage, wie Antonia das Thema Meditation für sich entdeckt hat und welche Herausforderungen sie dabei erlebt. Abschließend reflektieren wir, wie wichtig es ist, Rückmeldung und Unterstützung in Teams zu geben und zu erhalten. Antonia hebt hervor, dass es nicht nur um die Erkenntnis der eigenen Stärken geht, sondern auch um die Wertschätzung und Ermutigung anderer. In unserem Dialog wird deutlich, dass wertschätzende Kommunikation und positive Bestärkung Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches und motiviertes Team sind. Hier der Link zu Antonia Götsch Podcast: „Wegen guter Führung - Der ehrliche Führungspodcast“ https://www.manager-magazin.de/thema/wegen-guter-fuehrung/ Der Führungsnewsletter von Antonia – sehr empfehlenswert! https://www.manager-magazin.de/thema/lead-forward/

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    #53 Wie kommt man ins Topmanagement? – Ein Interview mit Dorothea Assig & Dorothee Echter

    Heute spreche ich mit zwei absoluten Expertinnen für die internationale Topliga. Dorothea Assig & Dorothe Echter sind seit über zwei Jahrzehnten spezialisiert auf die Beratung des Topmanagements weltweit. Sie beraten und begleiten einflussreiche und ambitionierte Menschen, sie leiten Seminare, halten Vorträge und publizieren ihre Erkenntnisse. Sie schreiben für Fachzeitschriften, haben einen sehr inspirierenden Newsletter und sind Autorinnen mehrerer Bücher. In Vorbereitung zu unserem Gespräch heute habe ich zwei Ihrer Bücher gelesen: „Freiheit für Manager“ und Ihr zuletzt erschienenes Buch „Eines Tages werden sie sehen, wie gut ich bin!“. Ich habe sehr viel daraus mitgenommen. Eindeutige Empfehlung! Gemeinsam sprechen wir heute über den Schritt vom Mittelmanagement zum Topmanagement. Was braucht es, um in die Topliga aufgenommen zu werden? Warum scheitern viele ambitionierte und leistungsstarke Manager:innen – Männer wie Frauen – an dieser Gläserne Decke? Assig & Echter stellen in ihrer Arbeit und auch hier im Interview Ambition in den Mittelpunkt. Menschen, die sich erfolgreich in die Topliga aufsteigen wollen, brauchen Ambition. Was das genau für sie heißt, erläutern die beiden. Sie betonen den notwendigen Mindshift-Wandel von der Haltung „Leistungsbeweise abliefern“ zu wollen hin zu „Wohlwollen auslösen“. Die Taktik, die noch im Mittelmanagement funktioniert hat, nämlich sich durch Leistung sichtbar zu machen, hat an dieser sensiblen Schwelle ausgedient. Es geht darum, „sich auf die soziale Dynamik der Topliga einzuschwingen“ und „auf sich aufmerksam zu machen.“ Und das nicht über Leistung, sondern indem ich mir über Jahre eine community an Menschen aufgebaut habe, die mir herzlich verbunden sind und mich in meinem Erfolg unterstützen. „Karriere wird von anderen Menschen gemacht.“ war ein Schlüsselsatz, der mich in unserem Gespräch sehr beeindruckt hat. Wir sprechen über Sichtbarkeit und was es dazu – auch auf LinkedIn – braucht. Wie unser Verhalten im Internet positiv dazu beitragen kann, dass ich wahrgenommen werde. Assig & Echter empfehlen das eigene Verhalten im Internet „auf die Erfolgssichtbarkeit anzupassen“ und aufmerksam zu bleiben. „Denn bereits kleine Verhaltensstörungen können es vermasseln.“ Sie stellen klar: „Aufmerksamkeit ist keine Reputation.“ Es geht nicht um die Menge der Likes als vielmehr um die herzliche, wertschätzende Interaktion. Ein spannendes Gespräch mit vielen wertvollen Tipps. Hier noch einige Links und Tipps: - Website & Blog: https://assigundechter.de/ - Adam Grant, Buch Give and take https://adamgrant.net/book/give-and-take/ - Adam Grant, Give and take Quiz https://adamgrant.net/quizzes/give-and-take-quiz/

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    #52 Wie schaffe ich mir finanziellen Freiraum? Ein Gespräch mit Sabine Pichler-Kuss

    Sabine Pichler-Kuss ist Finanz- und Immobilienexpertin, Coach, Investorin und Speakerin. https://sabinepichlerkuss.com/ Ihre Leidenschaft ist es, insbesondere Frauen zu helfen, finanzielle Träume zu verwirklichen. Dabei stützt sie sich auf eine mehr als 15-jährige Berufserfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche und ihre Erfahrung als Investorin in Aktien, ETFs, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen und Kryptowährungen. Sabine kennt die Herausforderungen und die scheinbar unerreichbaren Ziele aus eigener Erfahrung – der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit, das Streben nach langfristigem Wohlstand oder die Sicherheit im Umgang mit Finanzen. Früher hat sie sich in einem finanziellen Hamsterrad bewegt – versucht mit anderen mitzuhalten, ohne langfristig zu denken. Diese Erfahrung hat sie gelehrt, wie wichtig es ist, Fehler zu erkennen, daraus zu lernen und neu zu beginnen. Nach gesundheitlichen Einbrüchen hatte sie den Mut, sich auf Basis ihrer Expertise und ihrer Stärken selbständig zu machen und begleitet nun insbesondere Frauen, aber auch Männer und Paare, sich eine größere finanzielle Klarheit und Freiheit zu schaffen. Sabine ist überzeugt davon, dass eine solide finanzielle Basis die Freiheit gibt, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Es geht nicht nur um Finanzen, sondern um ein erfülltes und ausbalanciertes Leben. In unserem Gespräch schauen wir auf dem Begriff und das Modell von „Financial Wellness“ und seine vier Eckpfeiler. Sabine erläutert uns, wie sie in ihren Financial Coachings vorgeht. Gemeinsam betrachten wir die Ursachen dafür, warum das Thema Finanzen für viele Menschen ein leidiges Thema ist, den man sich vielleicht nur ungern widmet. Sabine gibt uns Einblick in die wichtigsten Selbststörungen, auf die sie in ihrer Arbeit trifft. Ein wichtiger Aspekt in den Angeboten von Sabine ist, dass sie unabhängig agiert, sie empfiehlt oder verkauft keine Finanzprodukte und verdient nicht an Provisionen. Ihr Coaching unterstützt dabei, selbst die besten Entscheidungen für die eigene Zukunft zu treffen. Ihre Leistungen sind transparent, es gibt keine versteckten Kosten. Sabine begleitet nicht nur im 1:1 Coaching, sondern bietet zwei Mal im Jahr auch ein ganz besonderes Format an: Den Female Finance Club – ein Kleingruppenformat über acht Wochen. Der nächste Start bereits am 9. Oktober 2024 – die Anmeldung läuft. Mehr Details dazu auf ihrer Website: https://sabinepichlerkuss.com/service/female-finance-club/

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    #51 Sterben lernen heißt leben lernen - ein Gespräch mit Julia Kalenberg

    Heute spreche ich mit einer Frau, die für mich in 2023 ein wichtiger Anker war: Julia Kalenberg hat mir mit ihrem Buch „Und nun zeigst du uns wie Sterben geht“ enorm in dem Sterbeprozess meines Vaters geholfen. Julias Buch hat mich dabei unterstützt, in Liebe und Frieden Abschied von ihm zu nehmen. Ihre klare Haltung „schaut nicht weg, sondern integriert das Sterben im Leben“ hat mir Mut gegeben, Themen offen anzusprechen und meinen Vater liebevoll zu begleiten. Fürwahr kein einfaches Thema. Aber mit Sicherheit eins, mit dem jeder von uns irgendwann zu tun hat. Julia Kalenberg ist Autorin, Coach und Trainerin. Sie bietet seit über 20 Jahren Coachings, Mentaltrainings und Workshops an. Anlässlich des Todes ihres Vaters und dann auch ihrer Mutter ist sie ins Schreiben gekommen und hat ihre Erfahrungen und Erkenntnisse anschaulich und offen geteilt. Sie bestärkt und gibt Mut, sich mit diesem schweren Thema auseinanderzusetzen. Im Gespräch wird Julias Buch vorgestellt, das als Leitfaden für den Umgang mit Sterben und Trauer dient. Dieses Buch ist nicht nur eine persönliche Reflexion, sondern auch ein praktisches Werkzeug, das Lesern helfen soll, gemeinsam mit Angehörigen über die Endlichkeit zu sprechen. Julia bietet Workshops zu diesem Thema auch für Unternehmen an und reist für Lesungen durch die Schweiz, Deutschland und Österreich. https://www.juliakalenberg.com/ Weitere Links und Tipps zu dem Thema: • Trauer- und Sterbebegleitung Lona Jerrentrup https://trauerwerkstatt.berlin/ • Kurs „Letzte Hilfe“ • Buch „25 letzte Sommer“

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    #50 Den eigenen hohen Leistungsanspruch regulieren – Interview mit Swantje Allmers

    In dieser Folge spreche ich mit Swantje Allmers, Gründerin und CEO der New Work Masterskills (NWMS) GmbH, über das Spannungsfeld Leistung und gesund Arbeiten. Swantje teilt eine sehr persönliche und offene Seite von sich. Sie berichtet von einer Phase, in der ihre Gesundheit und Energie schwanden, und reflektiert darüber, wie es ist, wenn man sich über Leistung definiert und plötzlich an einen Punkt gelangt, an dem man nicht mehr kann. Wir erörtern, wie eigene Stärken und Glaubenssätze miteinander in Verbindung stehen und wie man die bewusste Regulation der Stärken als Selbstmanagement-Tool nutzen kann. Swantje erzählt von ihrem Weg aus dieser Phase der emotionalen und körperlichen Erschöpfung, von einer Schilddrüsen-OP und Hormonchaos. Sie reflektiert über die Wichtigkeit des Gleichgewichts zwischen Arbeit und persönlicher Gesundheit und wie sie ihre Selbstwahrnehmung durch diese tiefgehende Erfahrung geschärft und ihre Arbeitszeiten verändert hat. In dem sehr offenen Gespräch teilen wir beide ehrlich persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse, betonen die Bedeutung der Selbstfürsorge und Regeneration und reflektieren über die Veränderungen, die wir sowohl beruflich als auch persönlich durchlebt haben. Wir hoffen, dass diese Folge auch dir mehr Klarheit darüber geben kann wie deine Stärken dich antreiben können und wie du sie bewusster und gesünder regulieren kannst. Vielleicht hilft unsere Offenheit auch dir, zu deinen Brüchen und schwachen Momenten zu stehen und diese mit anderen zu teilen. Und vielleicht macht diese Folge dir Mut. Swantje Allmers und Michael Trautmann bieten ihr New Work Masterskills (NWMS) Programm wieder ab November 2024 an. Hier findest du mehr Informationen dazu: https://www.newworkmasterskills.com/

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Freiraum für Führungskräfte - für mehr Selbstbestimmung und Klarheit im Leben. Nicole Zätzsch teilt ihre Erlebnisse aus ihren Coachings, persönliche Erfahrungen als Führungskraft und Personalleiterin sowie ihr Wissen aus der Positiven Psychologie. Hier finden Sie Experteninterviews, konkrete, leicht umsetzbare Coachingstipps und wissenschaftlich fundierte Methoden für Ihren Berufsalltag. Kurz, konkret und auf dem Punkt. Alle 14 Tage

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Nicole Zätzsch

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