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PODCAST · society

FROzine

Das Infomagazin von Radio FRO FROzine ist eine offene, für jeden zugängliche und mitgestaltbare Redaktion im Freien Rundfunk OÖ, die durch eine Koordinationsstelle geleitet und unter Mithilfe von VolontärInnen abgewickelt wird.FROzine versteht sich als Teil der Freien Szene Linz und als mediale Plattform (Montag bis Freitag on air um 6, 13 und um 18 Uhr) auf 105.0 MHz und zu aktuellen Anlässen on site www.fro.at.Die Beiträge sind unter www.fro.at/frozine jederzeit nachhörbar (Radio on demand). Diese Plattform umschließt ein weites Feld der lokalen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Engagements dieser Stadt und berichtet im Rahmen ihres Auftrags vor allem auch über Aktivitäten der unterschiedlichen fortschrittlich-emanzipatorischen Gruppen (Amnesty International, Antifa-Info, ATTAC, Friedenswerkstatt, HOSI etc.) und Kulturinitiativen.

  1. 100

    ME/CFS bei Kindern

    Wie können junge Menschen mit der chronischen Krankheit ME/CFS umgehen und wie werden sie unterstützt? Der Verein UN:LOCKJU vernetzt Betroffene und leistet politische Arbeit. ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome) ist eine schwere, chronische Multisystemerkrankung, die oft nach einer Virusinfektion auftritt. Die Krankheit ist seit 1969 bekannt, aber bis heute gibt es keine Heilung oder offizielle Behandlung. Die Symptome reichen von Gliederschmerzen, bis Konzentrationsstörungen, zu Schwindel, Herz-Kreislauf Problemen und Verschlechterung des Gesamtzustandes nach körperlicher oder geistiger Anstrengung, die sogenannte Post–Exertional Malaise (PEM). Diese Verschlechterung tritt zeitversetzt ein und kann eine permanente Folgen für Betroffene haben. Trotz dieser vielen Symptome wird ME/CFS oft bei Begutachtungen für das Pflegegeld oder ähnliches nicht anerkannt. Ärzt*innen würden nicht genug über die Krankheit wissen und teils mit veralteten Unterlagen arbeiten, wie auch eine Recherche von Dossier, APA und ORF zeigt. Auch Ruth Karner, Vorsitzende des Vereins UN:LOCKJU hat damit Erfahrung. Sie und viele Eltern bekommen kein Pflegegeld für ihre erkrankten Kinder, was eine finanzielle Belastung darstellt. Eltern müssen oft Stunden reduzieren oder teilweise ganz den Job aufgeben, um ihre Kinder zu pflegen. Manche ME/CFS erkrankten schaffen keine eigenständige Nahrungsaufnahme oder Körperpflege mehr. UN:LOCKJU wurde gegründet, um Eltern und Betroffene zu vernetzen und auch mit der Politik in Kontakt zu treten, um Verbesserungen schneller herbeizuführen. Für Kinder und Jugendliche ist oft ein regulärer Schulbesuch kaum möglich. Die Kraft reicht nicht, die Klassenzimmer sind zu hell und laut und wenn Gedächtnisprobleme vorliegen, kann dem Unterricht nicht gefolgt werden. Lösungsvorschläge würden hier oft von Schule zu Schule individuell angeboten, allgemein gilt, dass in jedem Gegenstand eine Note eingetragen werden muss, um das Jahr positiv abschließen zu können. Für alle Fächer den Stoff lernen ist für viele Kinder eine zu große Hürde. Hier müsse es Gesetzesänderungen geben, die mehr Flexibilität anbieten, so Karner. Sie gibt als Beispiel Abendschulen an, wo Kurse modulartig besucht werden können. So könne man in einem Semester drei Fächer belegen und sich weiterarbeiten. Karner und viele andere Angehörige und Betroffene setzen Hoffnung in die Forschung und fordern auch, dass hier Politik und Medizin mehr Dringlichkeit zeigen würden.   Headerbild: Sergej Preis/Deutsche Gesellschaft für ME/CFS

  2. 99

    Weltempfänger: Präsidentschaftswahl Kolumbien

    Präsidentschaftswahl in Kolumbien: Analyse Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien erreichte niemand die absolute Mehrheit. Daher gibt es am 21. Juni eine Stichwahl. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl holte überraschend der rechte Populist Abelardo de la Espriella die meisten Stimmen. Er lag knapp vor dem Kandidaten des linken Regierungslagers Iván Cepeda. Könnte Kolumbien kippen und einen rechts populistischen Präsidenten ins Amt wählen? Wie kam es zu dem Ergebnis und was bedeutet das für die Stichwahl am 21. Juni? Radio Dreyeckland führte ein Kolleg*innengespräch, um die Geschehnisse und Fragen einzuordnen. Gespräch zum Nachhören Friedensarbeit in Mali Lars Springfeld sprach für den Süd-Nord-Funk auf Radio Dreyeckland mit lokalen Friedensaktivist*innen in Mali. Und das während quasi zeitgleich bewaffnete Gruppierungen die Ausfahrtsstraße aus der Hauptstadt Bamako in den Norden blockierten, den Verteidigungsminister der regierenden Militärs töteten und zahlreiche Überfälle vor allem auch gegen die Zivilbevölkerung zu verantworten hatten. Lars sprach in Bamako mit den Friedensarbeitern François Tendeng und Moctar Karama von EIRENE. Eirene ist eine christlich geprägte internationale Friedensorganisation, die seit den 1950er Jahren Freiwillige in Länder des Globalen Südens entsendet, um vor Ort zivilgesellschaftliche und soziale Projekte zu unterstützen. Beitrag zum Nachhören Frozine vom 1. Juni 2026 über die Situation in Mali Grundrechte-Report 2026 Vor wenigen Wochen erschien die 30. Ausgabe des Grundrechte-Reports in Deutschland. Herausgegeben wird er von Bürgerrechts- und Menschenrechtsorganisationen wie der Humanistischen Union, PRO ASYL. dem Komitee für Grundrechte und Demokratie oder der Internationalen Liga für Menschenrechte. Der Report versteht sich seit 1997 als eine Art „alternativer Verfassungsschutzbericht“ und dokumentiert Eingriffe in Bürger- und Menschenrechte in Deutschland. Radio Dreyeckland sprach darüber mit Athena Möller, selbst Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte und Teil der Redaktion des Grundrechte-Report 2026. In dem Gespräch geht es auch um einen Artikel in dem aktuellen Report, der sich den Ermittlungen und der Razzia bei Radio Dreyeckland widmet. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, in my mind

  3. 98

    25 Jahre HungaroMedia

    Der ungarische Medienverein HungaroMedia feiert 25 Jahre. Noch länger ist er schon mit der Sendung HungaroStudio auf Radio FRO auf Sendung. Die Gründerin des Vereins, Magdalena Österreicher und Vera Ecser, die jetzige Obfrau, sprechen über das lange Bestehen des Vereins. Entstanden ist er, aus dem Wunsch heraus, die ungarische Community in Linz näher kennenzulernen und auch außerhalb des Radios zu erreichen. Österreicher war es wichtig, sich als Medienverein zu positionieren, damit sie unabhängig agieren konnten und nicht von anderen Kulturvereinen oder ähnlichem abhängig gewesen wären. Wichtig war von Anfang an, die verschiedenen ungarischen Communitys zu erreichen. Ungar*innen haben durch ihre Geschichte viele verschiedene Herkunftsländer, erklären Österreicher und Ecser, in Linz werden sie durch das ungarisch in Österreich sein vereint. Es wurde extra für die Hörer*innen, die sonntags um 10:30 in die ungarische katholische Messe gingen die Sendezeit nach vorne verlegt auf 9 Uhr, damit diese nicht die zweite Hälfte der Sendung verpassen mussten. Es gibt noch viele solcher Geschichten und Feedback aus der Community, was die Sendungsmacher*innen sehr wertschätzen, vor allem in Zeiten, wo es nicht leicht sei, Nachwuchs für ehrenamtliche Tätigkeiten zu finden. Um das langjährige Bestehen zu feiern, wird es am Samstag, 6. Juni ein Fest in Leonding im Kulturverein Dreierhof geben. Von 10 bis 22 Uhr gibt es Programm für die ganze Familie, Musik und einen Gulaschwettbewerb. Alle Informationen zum Fest gibt es hier: kupfticket.com/events/hungaromedia25 HungaroStudio sendet jeden Sonntag von 9 bis 10 Uhr auf Radio FRO.

  4. 97

    FMR Festival

    In der heutigen Ausgabe von FROzine erfahren Sie, wie das FMR Festival 2026 gestaltet sein wird und welche Programmpunkte die Feier zum 25-jährigen Bestehen von HungaroMedia bereithält. Das FMR Festival Die Ausgabe FMR 26 findet vom 3. bis 7. Juni 2026 am Schlossberg in Linz statt. Der Schlosspark, das Schlossmuseum und weitere historische Orte werden dabei zu einem frei zugänglichen Kunstraum umgestaltet. Gezeigt werden über 20 Kunstwerke sowie Vorträge, Gespräche, Performances und Konzerte. Das FMR Festival findet bereits zum 4. Mal in Linz statt. Dieses Jahr steht es unter dem Motto: FESTIVAL FÜR KUNST IM DIGITALEN KONTEXTEN UND ÖFFENTLICHEN RÄUMEN. Vom 03.-07. Juni werden 23 Positionen von mehr als 60 Künstler*innen gezeigt, die sich mit digitaler Kunst, Medienkunst und dem öffentlichen Raum beschäftigen. Die Kunstschaffenden kommen aus verschiedenen Ländern und präsentieren ganz unterschiedliche Werke und Zugänge, die sich mit den Auswirkungen digitaler Technologien auf unsere Gesellschaft befassen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Künstliche Intelligenz, digitale Identität, Vergänglichkeit im digitalen Zeitalter und die Beziehung zwischen virtueller und realer Welt. 25 Jahre HungaroMedia Der ungarische Medienverein HungaroMedia feiert 25 Jahre. Noch länger ist er schon mit der Sendung HungaroStudio auf Radio FRO auf Sendung. Die Gründerin des Vereins, Magdalena Österreicher und Vera Ecser, die jetzige Obfrau, sprechen über das lange Bestehen des Vereins. Entstanden ist er, aus dem Wunsch heraus, die ungarische Community in Linz näher kennenzulernen und auch außerhalb des Radios zu erreichen. Österreicher war es wichtig, sich als Medienverein zu positionieren, damit sie unabhängig agieren konnten und nicht von anderen Kulturvereinen oder ähnlichem abhängig gewesen wären. Magdalena Österreicher, Vera Ecser. Foto: Aylin Yilmaz Wichtig war von Anfang an, die verschiedenen ungarischen Communitys zu erreichen. Ungar*innen haben durch ihre Geschichte viele verschiedene Herkunftsländer, erklären Österreicher und Ecser, in Linz werden sie durch das ungarisch in Österreich sein vereint. Es wurde extra für die Hörer*innen, die sonntags um 10:30 in die ungarische katholische Messe gingen die Sendezeit nach vorne verlegt auf 9 Uhr, damit diese nicht die zweite Hälfte der Sendung verpassen mussten. Es gibt noch viele solcher Geschichten und Feedback aus der Community, was die Sendungsmacher*innen sehr wertschätzen, vor allem in Zeiten, wo es nicht leicht sei, Nachwuchs für ehrenamtliche Tätigkeiten zu finden. Um das langjährige Bestehen zu feiern, wird es am Samstag, 6. Juni ein Fest in Leonding im Kulturverein Dreierhof geben. Von 10 bis 22 Uhr gibt es Programm für die ganze Familie, Musik und einen Gulaschwettbewerb. Alle Informationen zum Fest gibt es hier: kupfticket.com/events/hungaromedia25 HungaroStudio sendet jeden Sonntag von 9 bis 10 Uhr auf Radio FRO.

  5. 96

    Gedenkfeier Gunskirchen

    Eindrücke vom Gedenken an die Befreiung des KZ-Außenlagers Gunskirchen vor 81 Jahren. Mitten in einem Waldstück, „Hochholz“ genannt, auf dem heutigen Gemeindegebiet von Edt bei Lambach befand sich das KZ-Außenlager Gunskirchen. Überlebende bezeichneten es als die Hölle. Viele der Häftlinge waren ungarische Jüdinnen und Juden. Sie wurden von den Konzentrationslagern Mauthausen und Gusen auf Todesmärschen nach Gunskirchen getrieben. Tausende Menschen starben auf dem Weg dorthin. Jene, die das Lager erreichten fanden katastrophale Bedingungen vor. Sie waren mehr oder weniger sich selbst überlassen, wurden kaum versorgt, Krankheiten breiteten sich schnell aus. Nach Schätzungen waren 20.000 Menschen im KZ Gunskirchen interniert, 5.000 überlebten die Bedingungen nicht. Viele weitere starben nach der Befreiung an den Folgen ihrer Gefangenschaft. Vor 81 Jahren, am 5. Mai 1945, befreiten Soldaten der 71. US‐Infanteriedivision das Lager. Daran erinnert die jährliche Gedenkfeier, zu der die Gemeinden Gunskirchen und Edt bei Lambach gemeinsam mit der Welser Initiative gegen Faschismus einladen. Heuer fand sie am Samstag, 9. Mai 2026 statt. Schüler*innen der Mittelschule Gunskirchen haben das Programm mitgestaltet. Sie setzten sich mit dem Thema „Täter*innen“ auseinander und berichteten, welche Gedanken sie nach einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, beschäftigten. Das Mauthausen Komitee Österreich errichtet derzeit einen offiziellen Gedenkort am ehemaligen Lagergelände. Die Eröffnung findet am Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 Uhr statt.   Mehr Informationen: Gedenkinitiative Gunskirchen-Edt: www.lager-gunskirchen.at Informationen zum KZ-Außenlager Gunskirchen: www.mauthausen-guides.at *** Außerdem zu hören sind Ausschnitte vom „Fest der Freude“, das am 8. Mai 2026 am Wiener Heldenplatz stattfand. Zum Weiterhören: ein Gespräch mit Zeitzeugin Lucy Waldstein

  6. 95

    Weltempfänger: Situation in Mali

    Mali: Vorläufige Stabilisierung Am 25.04. 2026 ereigneten sich in Mali Anschläge auf staatliche Einrichtungen, durchgeführt von ca. 10.000 bis 15.000 Aufständischen aus verschiedenen politischen Lagern. Während und nach den Anschlägen starben insgesamt 800 Menschen, zum Großteil auf Seite der Aufständischen. Über die Lage sprach Radio Corax mit Olaf Bernau,. Er war zur Zeit des Anschlages für zivilgesellschaftliche Aktionen von Afrique-Europe-Interact vor Ort und schrieb einen Bericht über diese Zeit. Gespräch zum Nachhören Mehr Wildnis in Deutschland Wenn ein Fluss frei über seine Ufer fließen darf und seine Auen nicht vom Menschen genutzt werden, entwickelt sich daraus Wildnis. Radio Blau sprach mit Meike Kleinwächter vom BUND Auenzentrum Burg Lenzen zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt. Dieser Tag wird jedes Jahr am 22. Mai begangen. Der BUND fordert mehr Wildnis in Deutschland. Unter anderem gibt es dort das Projekt „Auenentwicklung in der brandenburgischen Elbtalaue“, um Teile der Umgebung der Elbe wieder zu renaturieren. Gespräch zum Nachhören Mehr Privatsphäre auf Android-Handys Immer mit dabei, immer online – das Smartphone. Und es sammelt die ganze Zeit im Hintergrund unsere Daten. Was passiert mit diesen Daten und was wären einfache Schritte bei Android-Handys diese Datensammlung ein wenig einzuschränken? Radio Blau führte ein Interview mit dem Bündnis Privatsphäre Leipzig. Wir erfahren über mögliche Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit bei Smartphones mit Android-Betriebssystem. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, water song

  7. 94

    1. Welspride

    Heute hören sie in der neuen FROzine-Ausgabe einen Bericht zur 1. Wöspride, die am 16. Mai in Wels stattgefunden hat. Versammelt wurde sich um 13 Uhr am Weliosplatz, um 14 Uhr war Parade-Start – und trotz Regen und Schlechtwetter war eine riesige Menge an Menschen laut, bunt und lebensfroh in Wels mit dabei und sorgte so für queere Sichtbarkeit! Ab 16:00 Uhr ging es im Anschluss weiter beim Pridevillage im Schl8hof Wels – mit buntem Programm, Austausch und Community. Wir haben vor Ort einige Stimmen für euch eingefangen und haben eine bunte Momentaufnahme vom Pride Village mit dabei. Ihr hört nun verschiedenste Personen, Organisationen und Gruppen, die bei der ersten Wels Pride mit dabei waren und den Tag so richtig zelebriert haben. Unter anderem hören Sie auch die Bands Color the night, sowie Mama Frida.

  8. 93

    Arbeitszeitverkürzung & Österreich wird älter

    Mediengespräch: Arbeitszeitverkürzung – ökonomische und soziale Effekte Nachdem die wöchentliche Normalarbeitszeit in Österreich über Jahrzehnte hinweg weitgehend stabil geblieben ist, hat die Debatte um eine weitere Verkürzung zuletzt an Fahrt gewonnen. Dabei spielen Argumente zu den potenziellen positiven und negativen ökonomischen Effekten von Arbeitszeitverkürzungen eine zentrale Rolle. Ein Blick in die Geschichte der letzten hundert Jahre zeigt jedoch, dass Beschäftigungseffekte oft nur eines von vielen Zielen waren. Vergangene Reformen waren beispielsweise oft von dem Bestreben getrieben, die Arbeitsbedingungen und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen zu verbessern, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern sowie das Wohlbefinden zu steigern. Dieses von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz organisierte Mediengespräch beleuchtet das Thema Arbeitszeitverkürzung aus wissenschaftlicher Perspektive in Hinblick auf ökonomische und soziale Indikatoren. Dabei werden einerseits die Arbeitszeitvorstellungen der in Österreich Beschäftigten analysiert: Welche Unterschiede sind nach Alter, Geschlecht oder Bildung festzustellen? Wollen „die Jungen“ oder die viel gescholtene Gen Z tatsächlich weniger arbeiten als andere Altersgruppen? Welche Rolle spielen berufs- und branchenspezifische Belastungen für Arbeitszeitwünsche? Wie groß ist der Einfluss der sozioökonomischen Lage? Des Weiteren gibt eine Metastudie erstmals Auskunft über die real messbaren ökonomischen Effekte tatsächlich durchgeführter Arbeitszeitverkürzungen und zeigt, welche Auswirkungen eine Reduktion der Wochenarbeitszeit auf den Arbeitsmarkt wirklich hat. Außerdem werden die Auswirkungen einer Arbeitszeitverkürzung auf die Verteilung von unbezahlter Arbeit und auf Zeitarmut unter die Lupe genommen: wer profitiert von einer Arbeitszeitverkürzung und wofür wird die gewonnene Zeit in Folge verwendet? Inputs gibt es von:  Martin Oppenauer (Institut für empirische Sozialforschung, IFES): „Arbeitszeitvorstellungen in Österreich“ Ludwig List (Universität für angewandte Kunst Wien) und Quirin Dammerer (WU Wien): „Empirische Evidenz zu einem Jahrhundert wöchentlicher Arbeitszeitverkürzungen“ Clara Himmelbauer (WU): „Arbeitszeitverkürzung, unbezahlte Arbeit und Zeitarmut“ Moderation: Sophie Menasse (Diskurs. Das Wissenschaftsnetz) Pressekonferenz: „Österreich wird älter“ Die Zahl älterer Menschen in Oberösterreich steigt, die Zahl jüngerer geht zurück. Das führt zu Veränderungen in der Gesellschaft. Zu diesem Thema gab der Oberösterreichische Seniorenbund am 11. Mai eine Pressekonferenz. Unter dem Titel “Österreich wird älter – weniger Junge, mehr Ältere: Kippt unser System?” präsentierten Josef Pühringer, Landesobmann des Seniorenbunds, und Franz Ebner, Landesgeschäftsführer des Seniorenbunds, Vorschläge für den Umgang mit den gesellschaftlichen Entwicklungen. Einen genaueren Einblick in die Bevölkerungszahlen lieferten Stephan Marik-Lebeck von Statistik Austria, Michael Schöfecker von der Abteilung Statistik des Landes Oberösterreich und Rainer Münz, Experte für Bevölkerungsentwicklung und Migration. Marina Weinzierl und Katharina Waxenegger waren vor Ort und haben die Pressekonferenz aufgezeichnet.

  9. 92

    Pressekonferenz „Österreich wird älter“

    Die Zahl älterer Menschen in Oberösterreich steigt, die Zahl jüngerer geht zurück. Das führt zu Veränderungen in der Gesellschaft. Zu diesem Thema gab der Oberösterreichische Seniorenbund am 11. Mai eine Pressekonferenz. Unter dem Titel “Österreich wird älter – weniger Junge, mehr Ältere: Kippt unser System?” präsentierten Josef Pühringer, Landesobmann des Seniorenbunds und Franz Ebner, Landesgeschäftsführer des Seniorenbunds Vorschläge für den Umgang mit den gesellschaftlichen Entwicklungen. Einen genaueren Einblick in die Bevölkerungszahlen lieferten Stephan Marik- Lebeck von Statistik Austria, Michael Schöfecker von der Abteilung Statistik des Landes Oberösterreich und Rainer Münz, Experte für Bevölkerungsentwicklung und Migration. Marina Weinzierl und Katharina Waxenegger waren vor Ort und haben die Pressekonferenz aufgezeichnet.

  10. 91

    Jugend im Dialog 2026

    Heute hören Sie von „Jugend im Dialog 2026“. Diese Veranstaltung hat am 19. Mai in der Arbeiterkammer OÖ stattgefunden und hat an die 300 Jugendlichen im Kongresssaal miteinander vernetzt. Radio FRO war vor Ort dabei und hat sich bei den Jugendlichen umgehört, was Ihnen so am Herzen liegt. Der Linzer Rapper Grandmaster Flow hat den Tag „Jugend im Dialog 2026“ mit seiner textgewandten Stimme begleitet. Er war bei den Workshops am Vormittag dabei und hat von den Jugendlichen ihre wichtigsten Anliegen in einen Song verpackt. Am Nachmittag wurden auch EntscheidungsträgerInnen aus den Bereichen der Politik, der Wirtschaft, der Kirche und den verschiedensten Interessensbereichen eingeladen gemeinsam mit den Jugendlichen an einem Tisch zu sitzen und die Workshopergebnisse zu präsentieren bzw. zu besprechen. Jugendliche aus über 21 Projekten aus ganz Oberösterreich haben sich in der Arbeiterkammer zusammengesetzt und den EntscheidungsträgerInnen näher gebracht, was sie wirklich beschäftigt. Bei Jugend im Dialog konnten die Jugendlichen selbst für sich sprechen und ihr Anliegen darbringen. Auch die Vizepräsidentin der Arbeiterkammer OÖ Sandra Jurekovic sowie der Bischof Dr. Manfred Scheuer haben einleitende Worte gesprochen. Im Anschluss hören Sie noch Wünsche und Anregungen, Dinge, die die Jugend heute beschäftigen, von den Jugendlichen selbst vorgetragen. Außerdem waren bei der Veranstaltung folgende VertreterInnen der Organisationsteams präsent: Arbeiterkammer OÖ, katholische Jugend OÖ, Jugend und Lehrhlingszentrum ZOOM, die bischöfliche Arbeitslosenstiftung und das Team Mensch & Arbeit.

  11. 90

    Journalismus im Dialog

    Im heutigen Frozine hören Sie die Diskussionsrunde zum Thema „Zwischen Schlagzeile und Lebenswelt“. Das Forschungsprojekt: DIACOMET:  Das Forschungsprojekt DIACOMET, angesiedelt an der ÖAW, beschäftigt sich damit, wie der Austausch zwischen Journalismus, Publikum und gesellschaftlichen Gruppen gelingen kann. Das Projekt dauerte drei Jahre und fand in Kooperation mit verschiedenen europäischen Universitäten statt. Die Ausgangsproblematik war, dass sich viele Menschen von der medialen Berichterstattung nicht ausreichend repräsentiert fühlen, mit spürbaren Folgen für das Vertrauen in die Medien und den öffentlichen Diskurs. Daraus entwickelte sich die Frage, wie Journalismus den Dialog mit seinem Publikum stärken und so die Kluft zwischen Schlagzeilen und Lebensrealität überbrücken kann. Als Abschlussveranstaltung des Projekts, stelle die Forschungsgruppe Teile ihrer Ergebnisse vor, sowie lud unterschiedliche Expert:innen aus Medien, Wissenschaft und Praxis ein über Chancen und Herausforderungen des dialogorientierten Journalismus zu sprechen. Die Diskussionsrunde:  In der Diskussionsrunde sprachen: Nina Schnider (Faktor D) Konrad Mitschka (ORF) Luis Paulitsch (Datum Stiftung) Ulli Weish (Radio Orange) Jens Seiffert-Brockmann (PR-Ethik-Rat) Moderation: Krisztina Rozgonyi (Österreichische Akademie der Wissenschaften)

  12. 89

    Zeitzeugin: Lucy Waldstein & Linznznz Demo

    Im heutigen Frozine hören Sie Ausschnitte aus dem Zeitzeuginnen-Gespräch mit Lucy Waldstein, sowie Stimmen der Linznznz Demo für eine lebendigere Clubkultur. Zeitzeuginnen-Gespräch mit Lucy Waldstein Lucy Waldstein wurde 1930 in Wien geboren. Sie ist die jüngste Tochter jüdischer Eltern. Ihre ersten sieben Lebensjahre verbringt sie im 9. Bezirk in Wien. Mit dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland verändert sich jedoch ihre Situation. Lucys Vater verliert seine Anstellung, ihre Mutter wird gewarnt, dass er verhaftet werden soll. Diese Warnung führte dazu, dass Lucys Eltern, gemeinsam mit ihren beiden Kindern, Lucy und ihrer älteren Schwester Inge Maria, bereits im Juli 1938 aus Österreich flohen. Die heute 95-Jährige, ist eine der letzten Überlebenden Zeitzeuginnen der NS-Verbrechen. Beim Zeitzeuginnengespräch am 06.Mai im Depot in Wien berichtet sie über ihre Erinnerungen an Wien, die Flucht und wie sie sich danach ein Leben in den USA aufbaute. Außerdem war Lucy Waldstein Rednerin beim Fest der Freude am 08.Mai, auch dort sprach sie über ihre Geschichte. Linznznz Am 14. Mai hat das Kollektiv Linz Club Commission dazu aufgerufen, für eine bessere Clubkultur in Linz auf die Straße zu gehen. Vom Volksgarten bis zum Ars Electronica Platz haben Wägen mit Musik die Innenstadt beschallt. Trotz schlechten Wetters habhen sich feierfreudige Menschen versammelt, um gegen das Clubsterben zu demonstrieren. Im Moment gibt es in Linz keinen einzigen richtigen Club. Silvia, Mitglied der Linz Club Commission spricht davon, dass die behördlichen Auflagen zu streng seien, um das Betreiben von Clubs attraktiv zu machen. Sie möchten auch leichter Leerstände bespielen oder im Freien Veranstaltungen organisieren. Teilnehmende der Demonstration sprechen darüber, dass sie „richtiges Fortgehen“ vermissen, eine Person spricht davon, dass die Covid-19 Pandemie ein großes Problem für Nachtclubs war, aber Leute langsam wieder auf den Geschmack kämen. Wichtig seien ihnen auch Räume, die frei von Diskriminierung sind. Räume für alle sollen geschaffen werden.   Sendungsmoderation: Aylin Yilmaz Headerbild: MKÖ/ Martin Jordan

  13. 88

    Wieviel Rechtspopulismus verträgt unsere Demokratie?

    Bis vor wenigen Jahren galt die Demokratie weltweit als ein unerschütterliches Erfolgskonzept und es war nur schwer vorstellbar, dass etablierte Demokratien in Bedrängnis geraten könnten. Inzwischen sind rechtspopulistische Parteien und Bewegungen rund um den Globus gewachsen und in Parlamente und teilweise auch in Regierungen eingezogen. Rechtspopulismus stellt zentrale Werte unseres demokratischen Regierungs- und Lebensmodells infrage. Rund um den Europatag wollen wir uns daher mit rechtspopulistischen Strategien beschäftigen, die darauf abzielen, Grundlagen für demokratisches Zusammenleben auszuhöhlen. In dieser Konferenz soll es aber nicht bei einer Analyse des Rechtspopulismus bleiben, sondern auch gemeinsam nach Lösungen gesucht werden, wie unsere Demokratie wieder gestärkt werden kann. Rechtspopulismus zeichnet sich durch einfache Lösungen für komplexe Probleme aus und setzt dabei stark auf nationale Identität, traditionelle Werte und Abgrenzungen. Rechtspopulistische Bewegungen oder Parteien betonen die Rolle eines vermeintlich „einheitlichen Volkswillens“ und stellen sich gegen „Eliten“ oder Institutionen wie Medien, Justiz und Parlamente, die als fernab der Bevölkerung dargestellt werden. Rechtspopulismus stellt insgesamt eine ernsthafte Herausforderung für demokratische Gesellschaften dar. Durch Bildung, Stärkung demokratischer Institutionen, wirtschaftliche Reformen und inklusivere politische Ansätze können wir jedoch den negativen Auswirkungen von Rechtspopulismus entgegenwirken und unsere Demokratie schützen. In einleitenden Vorträgen wird Ihnen die Problematik des Rechtspopulismus nahegebracht. Sie hören in dieser Ausgabe einen Vortrag von Sieglinde Rosenberger „Der Kampf um Demokratie“, welcher bei der Konferenz „Wieviel Rechtspopulismus verträgt unsere Demokratie“ im Wissensturm VHS Linz stattgefunden hat. Durch das Programm moderiert Ulrike Ringot-Salzbacher von mehr demokratie!

  14. 87

    Weltempfänger: Friedensarbeit in Israel und Palästina

    Friedensarbeit von Parents Circle in Israel und Palästina Sie alle haben jemanden verloren – und kämpfen trotzdem für Frieden. Das Parents Circle Families Forum bringt seit fast dreißig Jahren israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch den Nahostkonflikt Angehörige verloren haben. Der Beitrag von Eva Gutensohn für Süd-Nord-Funk gibt drei Mitgliedern eine Stimme: der israelischen Aktivistin Robi Damelin, der Palästinenserin Laila Alsheikh und der in Berlin lebenden Israelin Vered Berman. Sie erzählen von persönlichem Verlust, von der Arbeit an Schulen und in Dialoggruppen, von Vergebung als innerem Befreiungsakt. Und von der Überzeugung, dass Frieden nicht von Regierungen verordnet werden kann, sondern in der Zivilbevölkerung wachsen muss. Beitrag zum Nachhören Kolumbien – Frieden mit Drogenbossen? Zivile Initiativen in Medellín in Kolumbien drängen darauf, am Friedensprozess zwischen Regierung und Mafia beteiligt zu werden. Eine Stadtteilaktivistin erklärt im Beitrag, warum es wichtig ist, dass nicht nur die Mafiabosse im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Und wir erfahren, was jetzt schon erreicht wurde, obwohl sich die Gespräche selbst gerade in der Krise befinden. Ein Beitrag von Christian Conde für Süd-Nord-Funk auf RDL. Beitrag zum Nachhören Inklusion in der Arbeitswelt Andererseits ist eine Zeitschrift aus Wien, ein „Magazin für Behinderung und Gesellschaft“ . Es wird von Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt gestaltet. Ein Gespräch mit Lena Riedl vom Magazin andererseits, Autorin, Marketing- und Kommunikations-Chefin über ihr Verständnis von Journalismus, darüber, dass Medien Narrative und Bilder über Menschen mit Behinderung schaffen. Es geht auch um den Umgang mit Ableismus in der Zusammenarbeit und um den Einfluss des Magazins auf gesellschaftliche Prozesse. RDL führte das Gespräch. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, love

  15. 86

    Community Rundgang durch die HOSI Linz und Aktionscamp „Die Straße ist kein Zuhause“

    In dieser Ausgabe vom FROzine hören sie Beiträge zu einem Rundgang durch die HOSI Linz sowie zum Aktionscamp „Die Straße ist kein Zuhause – Obdachlosigkeit abschaffen jetzt!“. Community Rundgang durch die HOSI Linz Der Vereinssprecher Müller Michael macht mit Ihnen einen Rundgang durch das vielfältige Engagment und Angebot der HOSI Linz. Von Schulworkshops, über den Buchclub, bis hin zum Pride Magazin können sich Menschen hier ehrenamtlich beschäftigen. Bei der HOSI Linz ist für jede*n etwas dabei!   Aktionscamp „Die Straße ist kein Zuhause – Obdachlosigkeit abschaffen jetzt!“ Vom 31. März bis zum 5. April fand in der Hamburger Innenstadt das Aktionscamp „Die Straße ist kein Zuhause – Obdachlosigkeit abschaffen jetzt!“ statt. Für das FSK-Morgenmagazin hat Mara mit den Aktivistinnen Renia, Ida und Doro über die Forderungen des Camps, selbstverwaltete Räume gegen Obdachlosigkeit und langfristige Perspektiven gesprochen. Vom FSK-Morgenmagazin aus Hamburg

  16. 85

    Wie sehr beherrschen uns Maschinen?

    AMRO setzt sich auf vielfältige Weise kritisch mit dem Thema Datennutzung und Big Tech auseinander. || Die aktuelle Wolfsituation in Oberösterreich. Das AMRO Festival verbindet Technologie mit Kunst AMRO steht für Art Meets Radical Openness, die Offenheit bezieht sich auf Technologien und Software. Diese sollen geteilt und ohne Profitgedanken entwickelt werden. Der Open Source Gedanke steht im Gegensatz zu proprietärer Software, wo Veränderung und Weitergabe nicht erwünscht ist. Im Alltag begegnen uns letztere viel häufiger, zum Beispiel benutzen viele What’s App von Meta als Messenger, statt die Open Source Alternative Signal. Heuer wendet sich AMRO dem Thema „Becoming Unreadable“ zu. Wie können wir es verhindern, dass Menschen nur mehr zu einem Datensatz werden, der von Algorithmen und künstlicher Intelligenz bestimmt ist? Davide Bevilacqua von der Netzinitiative servus.at, die AMRO mitorganisieren, versteht, dass Personen im Alltag nicht alle Anwendungen verändern können. Es fehlt das Wissen und auch die Zeit bei vielen, sich mit diesen Problematiken auseinanderzusetzen. Das Festival könne dabei helfen, auf alternative Ansätze zu stoßen umzumindest den eigenen Technologiegebrauch kritisch zu hinterfragen. AMRO findet vom 13. bis 16. Mai an verschiedenen Standorten in Linz statt. Das Programm: radical-openness.org/de/program/2026 Resourcen, um sich mehr mit Datenverarbeitung und Technologie zu beschäftigen: Tactical Tech: https://tacticaltech.org/ Digital Independence Day: https://di.day/de epicenter.works: https://epicenter.works/ Der Wolf in Oberösterreich Immer häufiger werden Wölfe in Oberösterreich gesichtet. Die wachsende Population ist ein gutes Zeichen für den Schutz der Wölfe, führt aber auch zu Herausforderungen. Mit diesen befasst sich das sogenannte oberösterreichische Wolfsmanagement. Agrar- und Jagd-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Philipp Engleder-Öhler, Wolfsbeauftragter des Landes Oberösterreich, präsentierten in einer Pressekonferenz zum Thema „Zwischen Rückkehr und Risiko: Der Wolf in Oberösterreich“ am 29. April aktuelle Daten und Vorgehensweisen des Wolfsmanagements. Radio FRO war vor Ort und unterhielt sich außerdem mit Stephan Weigl vom Biologiezentrum Linz über den Umgang mit Wölfen in Oberösterreich. Der Biologe sieht ebenfalls Herausforderungen durch die wachsende Wolfspopulation, dem Wolfsmanagement des Landes Oberösterreich steht er aber kritisch gegenüber. Headerbild: Down with the Data Center_Papertrail_Livio_Liechti_©Courtesy-of-the-artist

  17. 84

    Fernsicht: Kein Gold für Kalsaka

    In dieser FROzine Ausgabe hören Sie etwas zum Film „Kein Gold für Kalsaka“, der im Rahmen von FERNSICHT im Kino Gmunden gezeigt wurde. Der Film „Kein Gold für Kalsaka“ wurde im Rahmen der FERNSICHT – entwicklungspolitische Film- und Dialogabende von WELTHAUS (Diözese Linz) – die uns mit auf eine Reise nach Burkina Faso nehmen, im Kino Gmunden gezeigt. Sie hören ein Filmgespräch mit Oliver Böck von der ÖJAB – Österreichische JungArbeiterBewegung aus dem Stadttheater Gmunden, der selbst immer wieder Projekte in Burkina Faso begleitete. Der Film handelt von Ausbeutung in Burkina Faso, genauer dem Dorf Kalsaka. Der industriell betriebene Goldabbau in Kalsaka durch eine britische Minengesellschaft und seine verheerenden Folgen stehen im Zentrum dieses bewegenden Dokumentarfilms, der durch besondere Kunstgriffe ein Erlebnis der besonderen Art garantiert.  

  18. 83

    Der Wolf in Oberösterreich

    Immer häufiger werden Wölfe in Oberösterreich gesichtet. Die wachsende Population ist ein gutes Zeichen für den Schutz der Wölfe, führt aber auch zu Herausforderungen. Mit diesen befasst sich das sogenannte oberösterreichische Wolfsmanagement. Agrar- und Jagd-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Philipp Engleder-Öhler, Wolfsbeauftragter des Landes Oberösterreich, präsentierten in einer Pressekonferenz zum Thema „Zwischen Rückkehr und Risiko: Der Wolf in Oberösterreich“ am 29. April aktuelle Daten und Vorgehensweisen des Wolfsmanagements. Radio FRO war vor Ort und unterhielt sich außerdem mit Stephan Weigl vom Biologiezentrum Linz über den Umgang mit Wölfen in Oberösterreich. Der Biologe sieht ebenfalls Herausforderungen durch die wachsende Wolfspopulation, dem Wolfsmanagement des Landes Oberösterreich steht er aber kritisch gegenüber.

  19. 82

    Jung. Ohne Arbeit. Mitten in der Stadt.

    Die Aktionsgemeinschaft zum Tag der Arbeitslosen hat am 30. April zu einem Rundgang zu den Lebensrealitäten arbeitsloser Jugendlicher in Linz eingeladen. Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren haben über ihre Lebensrealitäten und ihre Sicht auf die Stadt gesprochen. „In unserem Alltag gibt es oft Stress, den andere nicht sehen.“, so ein arbeitsloser Jugendlicher. In Oberösterreich steigt die Zahl der Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen. Gleichzeitig sinkt das Angebot an Lehrstellen. Noch vor Beginn ihres Berufslebens geraten Jugendliche stark unter Druck. Besonders schwierig ist die Situation für Jugendliche, die zusätzlich belastende Erfahrungen gemacht haben, wie Mobbing oder Gewalt, und die mit Ängsten und Depressionen kämpfen. Für sie sind psychosoziale Unterstützung und verlässliche Begleitung entscheidend. Damit junge Menschen ihren Weg in die Arbeitswelt finden und sich ein eigenständiges Leben aufbauen können, braucht es passende Unterstützungsangebote und wirksame Maßnahmen gegen den Lehrstellenmangel. Der Stadtrundgang führt zu Orten in Linz, die Einblick in die Lebensrealitäten arbeitsloser Jugendlicher geben. Ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche werden sichtbar. Wir konnten die Stadt gleichsam durch ihre Augen sehen. Mag.a Katja Haller moderierte durch den Stadtrundgang. Aktionsgemeinschaft „Tag der Arbeitslosen OÖ“ Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, B7 Arbeit und Leben, Caritas OÖ, IAB Institut für Ausbildungs- und Beschäftigungsberatung, Katholische Arbeitnehmer:innenbewegung OÖ – Mensch & Arbeit, Katholische Jugend, migrare, Österreichischer Gewerkschaftsbund, pro mente OÖ, Solidarwerkstatt, Sozialplattform OÖ, Unabhängige Alternative Grüne Gewerkschafter:innen, Verein arbeitslos. selbstermächtigt, Volkshilfe OÖ, VSG Verein für Sozial- und Gemeinwesenprojekte

  20. 81

    Weltempfänger: Windenergie

    Windenergie und Artenschutz Windenergie stellt eine wichtige Säule auf dem Weg in eine klimaneutrale Energieversorgung dar. Einmal aufgestellt produzieren sie jahrelang emissionsfrei Strom, allerdings benötigen Windenergieanlagen viel Fläche und sind landschaftsprägend. Sollen Windenergieanlagen irgendwo aufgestellt werden, bilden sich oft Bürgerinitiativen gegen diese Form erneuerbarer Energie. Eine Debatte die dabei geführt wird ist, dass Klimaschutz nicht ohne Natur- und Artenschutz gedacht werden sollte. Darüber sprach Radio Corax mit Fritz Heydemann. Er ist stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Schleswig-Holstein. Gespräch zum Nachhören Matcha zwischen Hypegetränk und Genusskultur Viele haben Matcha bereits probiert, die meisten haben zumindest schon davon gehört. Vor allem im Internet taucht Matcha immer öfter auf. Aber seltener als Tee, sondern eher als Kuchen, Cocktail, Smoothie oder Iced Matcha Latte. Matcha ist fein gemahlenes Grünteepulver aus Japan. Das Pulver entsteht Teeblättern aus schattiertem Anbau und ist wegen seines intensiven, umami‑betonten Geschmacks einzigartig. Im Unterschied zu aufgebrühtem Tee wird das gesamte Blatt verwendet. Dadurch ist der Gehalt an Koffein und auch Antioxidantien und Nährstoffen höher. Doch was genau hinter den gemahlenen Grüntee steckt ist weniger bekannt. Deswegen sprach Radio Corax über die Kultur rund um Matcha und die verschiedenen Aspekten des aktuellen Hypes mit Frau Kristin Müller Wenzel. Sie ist Besitzerin eines neuen Teehauses in Halle, dem iūgen, das sich auf japanische Teekultur spezialisiert hat. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, thoughts, lunatic piano

  21. 80

    Versorgung von Menschen mit ME

    Eine Podiumsdiskussion darüber, wie in Zukunft die Versorgung von Menschen mit ME (Mylagische Enzephalomyelitis) und anderen PAIS (Postakutes Infektionssyndrom) in Österreich verbessert werden kann. Am 16. April fand im Van Swieten Saal der Medizinischen Universität Wien das Vernetzungstreffen „Pflege & Soziales: Versorgung von Menschen mit PAIS und ME/CFS“ statt. PAIS steht für Postakutes Infektionssyndrom. Darunter versteht man Krankheiten, die oft nach akuten Viruserkrankungen auftreten. Long Covid oder ME/CFS das steht für Myalgische Enzephalomyelitis sind solche PAIS. ME ist eine schwere Multisystemerkrankung, Symptome sind unter anderem: Schwindel Nervenschmerzen Schlafstörungen Gelenkschmerzen Herzrasen Konzentrationsstörungen Körperliche oder geistige Anstrengungen können zu einer nachhaltigen gesundheitlichen Verschlechterung führen. Personen, die schwerst betroffen sind, können teilweise nicht mehr kauen und schlucken, müssen künstlich ernährt werden. Sie halten kein Licht und Geräusche aus. Manche können nicht mehr Sprechen, weil es zu anstrengend ist und müssen mit Fingerzeichen kommunizieren. Im Moment gibt es keine Heilung für das Postakute Infektionssyndrom. ME ist seit 1969 medizinisch anerkannt, Forschung zu der Krankheit hat bis jetzt kaum stattgefunden. Menschen sind kaum medizinisch versorgt oder sozial abgesichert. Ausbildung und mobile Versorgung Wie sich die Situation in Zukunft zum Besseren wenden könnte, war Thema beim Vernetzungstreffen. Bei der Podiumsdiskussion ist das Referenzzentrum für postvirale Syndrome vorgestellt worden, das 2027 in Wien eröffnen soll. Fokus war beim Gespräch auch die Wichtigkeit von Telemedizin und mobiler Versorgung. Schwere und schwerstbetroffene Personen mit ME können den Weg zu Ärzt*innen nicht mehr auf sich nehmen. Wichtig sei auch die Ausbildung von medizinischem Personal. Hier herrsche noch zu wenig Wissen bei Ärzt*innen, um die Krankheit flächendeckend diagnostizieren und die Symptome behandeln zu können. sehr wenig Expertise um ME überhaupt diagnostizieren zu können. Wie Medizin und Pflege auf die wachsende Not der Personen reagieren und welche Maßnahmen geplant sind, darüber haben gesprochen: Otto Raffetseder, Projektleiter des Kompetenzzentrums für Postakute Infektionssyndrome Eva Untersmayr-Elsenhuber, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für postvirale Syndrome Kathryn Hoffmann, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für postvirale Syndrome Sabine Pleschberger, Stiftungsprofessur für Primary Care Medicine an der Medizinischen Universität Wien Astrid Pfeffer, Leiterin des Netzwerks für pflegende An- und Zugehörige vom Fonds Soziales Wien Veronika Mosich, Palliativmedizinerin bei Caritas Socialis Moderiert hat Constanze Ertl, ORF. Ressourcen für Betroffene: Long Covid Austria Österreichische Gesellschaft für ME/CFS Verein ChronischKrank

  22. 79

    Vergessene Krisen und die anthropologische Sicht auf Medizin

    Von den Kriegen in Palästina, der Ukraine und der Zentralafrikanischen Republik, über Hunger in Burundi und Nordkorea bis hin zu extremen Wettereignissen in Madagaskar, Malawi und Sambia. Humanitäre Krisen gibt es zurzeit viele auf der Welt, doch nicht alle schaffen es in die Schlagzeilen. Einen Überblick über diese sogenannten “vergessene Krisen” gibt der jährliche Bericht von CARE Österreich, einem Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Anfang des Jahres ist der Bericht für das Jahr 2025 erschienen. Darin beschreibt CARE Österreich zehn vergessene Krisen, die in Medienberichten des Jahres 2025 nur sehr wenig Aufmerksamkeit bekamen. Welche Krisen das sind und welche Folgen die mangelnde Sichtbarkeit für die Betroffenen der Krisen hat, erklärt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. Das Gespräch führt David Winkler-Ebner. Medizin aus kultureller und sozialer Perspektive Wie gehen Menschen mit Gesundheit, Krankheit und Heilung um? Wie entsteht medizinisches Wissen und wie beeinflusst es, wie wir unsere Körper verstehen? Wo kommt es zu Diskriminierung im Gesundheitssystem? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Medizinanthropologie. Dabei handelt es sich um ein Teilgebiet der Kultur- und Sozialanthropologie. Entstanden ist die Medizinanthropologie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals konzentrierte sich das Forschungsinteresse auf die medizinische Versorgung in Kolonien. In den 1970er-Jahren weitete die Störmung der Critical Medical Anthropolgy die Forschung auf die Länder des globalen Nordens aus. Dass die Forschung bis heute von großer Bedeutung ist, zeigte nicht zuletzt die COVID-19-Pandemie und deren weitreichende Folgen. Lucia Mair ist Medizinerin und selbst Kultur- und Sozialanthropologin. Im Interview spricht sie über die Grundlagen des Fachs Medizinanthropologie und ihre eigene Forschung auf diesem Gebiet. Das Gespräch führen Hannah Schekolin und Marie Gnaiger. Sendungsmoderation: David Winkler-Ebner

  23. 78

    Verhaltenssüchte behandeln

    „Ich bin so handysüchtig!“ Oft hört man diesen Satz in der heutigen Zeit, aber wann trifft er wirklich zu? Eine hohe Bildschirmzeit alleine ist noch keine Sucht. Menschen können süchtig nach Social Media werden, nach Onlinespielen oder -shopping. Das Verhalten wird dann problematisch eingestuft, wenn man andere Personen bezüglich der Nutzung belügt. Also behauptet, dass man weniger Zeit in einem Spiel verbringt, als es der Realität entspricht. Oder mehr Geld ausgibt als man es der Familie sagt, und sogar Schulden anhäuft. Nicht nur online können solche Verhaltenssüchte ausgelebt werden, auch das klassische Glücksspiel oder Einkaufen im Geschäft kann bei Personen zu problematischen Verhalten führen. In der Ambulanz für Spielsucht wird süchtigen Personen geholfen. Die Ambulanz ist ein Angebot von Pro Mente am Neuromed Campus des Kepleruniversitätsklinikums Linz. Karlheinz Staudinger, Psychotherapeut in der Ambulanz, spricht darüber, wie man problematisches Verhalten erkennen kann, welche Ansätze es für Therapien gibt und warum Verhaltenssüchte überhaupt entstehen können.    

  24. 77

    Weltempfänger: Referendum Italien

    Referendum Italien gegen Meloni Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni scheiterte mit ihren Plänen für eine grundlegende Justizreform in einer Volksabstimmung. In der Volksabstimmung lehnten vorläufigen Endergebnissen zufolge knapp 54 Prozent der Italienerinnen und Italiener die Reform ab. Für eine Reform stimmten nur etwa 46 Prozent. Mit der Justizreform plante Georgia Meloni die italienische Justiz mit ihren Gerichten nach autokratischem Vorbild umzubauen und so mehr politische Kontrolle auszuüben. Damit hätte sie ihre rechtswidrige Politik gegen Menschen auf der Flucht durchzusetzen können. Mission lifeline international e.V. ist eine Dresdner Hilfsorganisation. Sie sind die einzigen, die im zentralen Mittelmeer noch den internationalen Verpflichtungen zur Rettung nachkommen. Radio Corax sprach mit Nolte Bauer. Er ist Vorsitzender von Mission Lifeline International. Sie unterhielten sich über die Zukunft ihrer Arbeit und Strukturen in Europa, die Seenotrettung kriminalisieren sollen. Gespräch zum Nachhören Antiziganismus im Bildungsbereich Die internationale Woche gegen Rassismus dauert von 18. März bis 1. April. In dieser Zeit informiert die Melde- und Informationsstelle gegen Antiziganismus (MIA Berlin) über die Wirkweise ihrer Arbeit und stellt dabei auch ihren letztjährigen themenspezifischen Bericht für den Bereich Kita/Schule vor. Konkrete Erfahrungen aus der 2024 in Freiburg durchgeführten partizipativen Bildungsstudie sowie die eindrücklichen Erfahrungen der Freiburger Bildungsberaterinnen erläutern die Situation vor Ort und fokussieren somit konkret die Erfahrungen der Minderheit. RDL war bei einem Podiumsgespräch am 18. März dabei. Zu hören im Beitrag sind Bilge Cömert (Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Berlin MIA), Chana Dischereit (Verband Deutscher Sinti und Roma/Landesverband Baden-Württemberg Mannheim VDSR/BW) sowie Coralla und Griassa Reinhardt (Bildungsberaterinnen am Adolf-Reichwein-Bildungszentrum Freiburg). Die Diskussion wurde von Luisa Lindenthal (VDSR/BW) moderiert. Beitrag zum Nachhören Bildung vor der Haustür vernetzen Wie kann Austausch rund ums Lernen und um Bildung für nachhaltige Entwicklung in Dresdens Nachbarschaften aussehen? Lässt es sich auch in anderen Städten gestalten? Was ist der Beitrag den Freie Radios für Bildungsarbeit vor der Haustür leisten? Darüber sprach Jonathan von coloRadio in Dresden mit Anja Osiander. Sie treibt für die Stadt Dresden genau diese wichtige Vernetzungsarbeit voran. Gespräch zum Nachhören Gasbohrungen vor der Insel Borkum Vor der ostfriesischen Insel Borkum soll nach Erdgas gebohrt werden. Nebenan ist gleich der Nationalpark Wattenmeer und das UNESCO Weltnaturerbe. Dazu hat es von vielen Seiten Kritik gegeben. Auch von der deutschen Umwelthilfe, die sogar dagegen geklagt hat. Um mehr über das Thema zu erfahren, sprach Radio LOHRO mit Clara Winkler. Sie ist Referentin für Energie und Klimaschutz bei der Deutschen Umwelthilfe. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, thinking

  25. 76

    Beziehung zwischen Mensch und KI

    Das Robopsychology Lab in der JKU Linz beschäftigt sich mit Mensch-Ki Beziehungen und untersucht die psychologischen Auswirkungen von KI. Menschen, die sich besonders einsam fühlen, schreiben Robotern und ChatBots mehr menschliche Emotionen zu, als solche, die angeben, ein gutes soziales Umfeld zu haben. Die Leiterin des Robopsychology Labs, Martina Mara, spricht im Interview darüber, dass es normal sei, dass wir Objekten menschliche Züge zuschreiben. Dieses Phänomen, Antropomorphisierung genannt, würde vor allem bei Chatbots wie ChatGPT gut funktionieren. Sie geben Antworten aufgrund von gesammelten Trainingsdaten wie Chats, Foreneinträge und sonstige im Internet auffindbare Inhalten. Das lässt sie besonders menschlich wirken und geben uns genau die Antworten, die wir hören möchten. Das kann auch gefährlich werden, falls man sich nur mehr auf KI verlässt und Kontakt mit dem Umfeld einschränkt. Besonders die Menschen lassen sich beeinflussen, die wenig Wissen über die Arbeitsweise von Künstlicher Intelligenz haben. In Bildungseinrichtungen werden Kompetenzen dahingehend schon vermittelt, oder wird zumindest mit dem Fach Digitale Grundbildung immer weiter ausgebaut. Bei Erwachsenen ist es da schon schwieriger, diese mit dem nötigen Wissen auszustatten. Mara fände es eine gute Idee, wenn KI in Unterhaltungsformaten, wie zum Beispiel in der Fernsehsendung „Der Bergdoktor“, thematisiert würde. So könne eine breite Masse erreicht werden, die möglicherweise KI am Smartphone zwar verwendet, aber die Inhalte und Antworten nicht einordnen können. Ein Projekt des Labs, Songs About AI, knüpft genau hier an. Es wurde mit verschiedenen Künstler*innen Lieder komponiert, die verschiedene Aspekte von KI aufgreifen und das in unterschiedlichen Stilen. Mehr zum Projekt findet man hier. Headerbild: Airam Dato-on @pexels

  26. 75

    Rostrot das Pflaster und Radioastronomie

    Das heutige FROzine widmet sich den Aufständen im Februar 1934, sowie der Radioastronomie. Lesung: Arbeiter*innen Aufstand 1934 Das Bündnis 12.Februar organisiert regelmäßig unterschiedlichste Veranstaltungen zum österreichischen Widerstand. Das Bündnis beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Ereignissen des Februars 1934. Neben politischer und aktivistischer Arbeit wird auch versucht, den Widerstand gegen den Austrofaschismus wissenschaftlich aufzuarbeiten. Einer der diesjährigen Veranstaltungen war eine Lesung, bei denen die Darstellung des Arbeiter*innenaufstands im Februar 1934, in der deutschsprachigen Literatur, im Mittelpunkt stand. In der Sendung hören Sie zwei Gedichte, eines von Kurt Tucholsky: „Oh du mein Österreich“ und das zweite von Erich Weinert: „Wiener Blut“. Beide gelesen von Robert Reinagl. Des Weiteren hören Sie Paul Ferstl, der einen Ausschnitt aus seinem Roman „Rostrot“ liest, der 2028 erscheinen wird. Radioastronomie – Hören wir das Universum? Im zweiten Teil der Sendung hören Sie ein Interview mit Anahí Caldú Primo. Sie ist Astrophysikerin und arbeitet am Institut für Astrophysik der Universität Wien im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation. Sie hielt, bereits im Dezember, einen Vortrag mit dem Titel: Radioastronomie – Hören wir das Universum?, welcher auf dem YouTube Kanal des Instituts verfügbar ist. Zusätzlich zu ihrem Vortrag sprach Anahí Caldú Primo mit uns nochmals darüber, was Radioastronomie eigentlich ist, wie ihr Alltag als Astronomin aussieht, und sie beantwortet die Frage, ob wir das Universum tatsächlich hören können. Am Mikrophon ist Anneta Trimis.

  27. 74

    Weltempfänger: Das Erbe der Proteste

    Das Erbe der Proteste – wenn linke Bewegungen an die Regierung kommen Vor sechs Jahren gab es viele Prosteste in Südamerika. Alleine in Chile und Kolumbien protestierten um das Jahr 2020 Millionen von Menschen gegen die rechten Regierungen. Danach kamen linke Präsidenten und Kandidaten aus den Protestbewegungen an die Regierung. Was denken Aktivist*innen aus dieser Zeit heute? Der Nachrichtenpool Lateinamerika sprach für den Podcast „Ohren auf Lateinamerika“ mit dem Fotografen Jahfrann Arango und dem Umweltaktivisten Rodrigo Mundaca. Sie erzählen, was für sie der Marsch durch die Institutionen bedeutet und wo die Linke in beiden Ländern derzeit steht. Die Politikwissenschaftlerin Bettina Schorr ordnet die Erzählungen ein. Moderation und Reportage: Malte Seiwerth, Anna-Lena Hartung, Johanna Fuchs und Daniela Correa Voice Over: John M. Shorack, Jara Frey-Schaber und Tininiska Zanger Montoya Beitrag zum Nachhören Pelzfarmen in Europa Mäntel mit Pelzeinsatz vor allem an Kapuzen sind allerorts bekannt. Teilweise sind diese Pelze synthetisch, teilweise aber auch mit Echtpelz von Tieren. In einigen Ländern in Europa sind Pelzfarmen, die solche Pelze herstellen, verboten. Trotzdem gibt es noch Echtpelz aus Europa. Über die Haltungsbedingungen in den Pelzfarmen und die Chance auf ein europaweites Verbot hat sich Radio Corax mit Lisa Wilhelm von der Tierschutzorganisation Aninova unterhalten. Gespräch zum Nachhören Altersverifikation bei Social Media Social-Media-Verbote werden gerade in vielen Ländern diskutiert, es gibt aber auch viel Kritik an einem Verbot. Auch Österreich plant ein Social‑Media‑Alterslimit und arbeitet an Umsetzungsvorschlägen. In Deutschland wurde beim Bundesparteitag der CDU ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre beschlossen. Wie die Umsetzung von so einem Verbot aussieht und wann es kommen könnte, ist dabei noch offen. Um einige dieser Fragen zu klären sprach Radio Corax mit Khaleesi. Sie ist Sprecherin vom Chaos Computer Club (CCC) in Deutschland. Der CCC  ist ein deutscher Verein, der sich seit den 1980er Jahren für Informationsfreiheit, Sicherheit und Bürger*innen-Rechte im digitalen Raum einsetzt. Er organisiert Konferenzen, veröffentlicht Sicherheitsforschungen und betreibt Aufklärung zu digitalen Risiken und demokratischen Fragestellungen. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah

  28. 73

    „Wenn Erkrankten Sterbehilfe bewilligt, aber Pflegegeld abgelehnt wird, macht sich der Staat Österreich zum Mittäter“

    Am 15. März fand in Wien anlässlich des Long-COVID-Awareness-Days eine Kundgebung statt. Organisiert von MUT (ME, Unterstützung und Teilhabe) und Long Covid Austria versammelten sich Betroffene, Angehörige und Initiativen vor dem Parlament, um auf Long COVID, Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und andere postakute Infektionssyndrome (PAIS) aufmerksam zu machen. Über 1.000 Menschen versammelten sich vor dem Parlament, um auf die Situation von Betroffenen aufmerksam zu machen. Im Fokus standen Long COVID, ME/CFS, das posturale Tachykardiesyndrom (POTS) sowie weitere PAIS. Das sind Erkrankungen, die nach Infektionen auftreten und eine Vielzahl schwerwiegender Symptome verursachen können. Dazu zählen unter anderem extreme Erschöpfung, Atemprobleme, Herzbeschwerden, Kreislaufprobleme, Schmerzen und Schlafstörungen. Schätzungen zufolge sind weltweit 400 Millionen Menschen von Long Covid betroffen, in Österreich allein mehrere hunderttausend. Trotz dieser hohen Zahlen gilt das Forschungsfeld weiterhin als unzureichend erschlossen. Für viele Erkrankungen wie ME/CFS oder POTS existieren bis heute keine ursächlichen Therapien. Betroffene berichten zudem von langen und oft schwierigen Diagnosewegen, die sich über Jahre ziehen können. Gründe dafür sind unter anderem fehlendes Wissen in der medizinischen Ausbildung sowie mangelndes Forschungsinteresse. Ein zentrales Problem stellt auch die mangelnde Anerkennung der Erkrankungen dar. Viele Patient*innen sehen sich mit Vorurteilen konfrontiert oder erhalten Fehldiagnosen, häufig im psychischen Bereich. Dieses sogenannte „Medical Gaslighting“ führt dazu, dass Beschwerden nicht ernst genommen oder bagatellisiert werden. Auch nach einer Diagnose bleiben Herausforderungen bestehen: Pflegeeinstufungen und die Anerkennung von Arbeitsunfähigkeit verlaufen häufig schwierig – insbesondere im Zusammenhang mit Gutachten der Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Neben dem Krankheitsmanagement stellt vor allem der Versuch, Schule oder Ausbildung aufrechtzuerhalten, eine enorme Belastung dar. Viele berichten zudem von emotionalem Druck, sich ständig erklären zu müssen, und von mangelndem Verständnis in ihrem Umfeld. PAIS sind schwerwiegende Erkrankungen. Das Leitsymptom von ME/CFS, die Post-Exertional Malaise (PEM), führt dazu, dass schon geringe Überanstrengung den Zustand stark verschlechtern kann. Schwerstbetroffene leben oft isoliert, in reizarmen Räumen, mit kaum Bewegung oder sozialen Kontakten. Diese Situation betrifft nicht nur Erkrankte selbst, sondern auch ihre Angehörigen, die häufig Pflege und Unterstützung übernehmen und dabei an ihre körperlichen, emotionalen und finanziellen Grenzen stoßen. Jüngst bekannt wurde der Fall des 21-jährigen Samuel R., der an ME/CFS erkrankte und Ende Jänner dieses Jahres Sterbehilfe in Anspruch nahm. Seine Freundin spricht auf der Kundgebung und teilt seine Worte, um auf die fehlende Versorgung aufmerksam zu machen. In der Sendung zu hören: Jana Winter (Long Covid Austria) Miriam Hohl (MUT) Bettina Wittman (POTS und andere Dysautonomien) Marie Lipphart (Kritische Medizin Wien) Antonia (Betroffene) Nadine Taschler (Betroffene) Enna Erber-Gludowatz (Betroffene) Sara (Betroffene) Margarete Erber-Gludowatz (Mutter einer Betroffenen und ÖG MECFS) Angehörige von Samuel R. Birgit Meinhard-Schiebel (IG pflegende Angehörige) Martin (Bruder einer Betroffenen) Manfred Müller (Vater einer Betroffenen)     Foto: Aylin Yilmaz

  29. 72

    Fernsicht: Entwicklungspolitische Film-und Dialogabende

    Fernsicht – die Entwicklungspolitischen Film-und Dialogabende der Diozöse Linz laden dieses Jahr ins Schwerpunktland Burkina Faso ein.  Fernsicht: Entwicklungspolitische Film-und Dialogabende Wels, Freitstadt, Linz, Katzdorf, Gmunden, Kirchdorf – dies sind die heurigen Orte, an denen das Fernsicht-Filmfestival spielen wird. Mit dem Schwerpunktland Burkina Faso, lädt Fernsicht ein, über den Tellerand zu schauen, und deine eigenen Horizonz zu erweitern. Die Entwicklungspolitischen Film- und Dialogabend finden heuer bereits das 21. Mal statt. Als Ankündigung auf das Festival hören Sie in dieser FROzin-Ausgabe in Studiogespräch mit Christina Haslehner, vom Team Welthaus der Diozöse Linz. Am Mikrofon ist Melanie Schiller https://www.dioezese-linz.at/institution/804402/programm#

  30. 71

    Neue Arbeitswelten – Perspektiven für eine gerechte Zukunft

    Die Klimakrise, technologische Entwicklungen, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, gesellschaftliche Veränderungen, der demografische Wandel – all das verändert unsere Arbeitswelt in vielen Bereichen. Wie sieht eine gerechte Arbeitswelt aus und wie kommen wir dorthin? Die Klimakrise, technologische Entwicklungen, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, gesellschaftliche Veränderungen, der demografische Wandel – all das verändert unsere Arbeitswelt in vielen Bereichen. Was bedeutet das für die Arbeitnehmer*innen, Beschäftigte in der Landwirtschaft und die Unternehmen? Wo liegen die Herausforderungen, wo die neuen Chancen? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig? Diese Fragen wurden im Rahmen der Veranstaltung „Neue Arbeitswelten – Perspektiven für eine gerechte Zukunft“ diskutiert. Dazu hat die Grüne Sozialpartnerschaft Oberösterreich am 24. Februar in den Welser Kornspeicher eingeladen. Zu hören sind: Sophie Achleitner (Volkswirtin am Momentum Institut), Michael Soder (Referent für Wirtschaftspolitik AK Wien, Lektor an der WU Wien), Martin Gstöttner (Landessprecher der AUGE/UG OÖ), Bernhard Seeber (Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft OÖ) und Andreas Hoffmann (Sprecher der Grünen Bäuerinnen und Bauern in OÖ). Veranstaltungsmoderation: Marina Wetzlmaier

  31. 70

    Weltempfänger: Kehrseite glänzenden Goldes

    Glänzendes Gold – die Kehrseite Ein Ehering aus Gold steht für ungefähr 12 Tonnen Giftmüll. Kevin Kaisig vom Nord-Süd-Forum München führte mit Heinz Schulze von der Informationsstelle Peru ein Interview. Sie sprechen über den Goldabbau und seine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt am Beispiel der Andenregion in Peru. Sie beleuchten das Goldvorkommen in den Alpen und warum die Eigenschaften von Gold eine Wiederverwertung so attraktiv machen. Interessant ist natürlich auch, ob sich die Herkunft von Gold in Europa rückverfolgen lässt. Und ob eine Rückverfolgbarkeit das Konsumverhalten beeinflussen würde. Gemeinsam beleuchten sie die Kehrseite des glänzenden Goldes. Beitrag zum Nachhören Prozess gegen indigene Menschenrechtsaktivistin Am 12. Februar 2026 begann der Prozess gegen die indigene Menschenrechtsaktivistin Daria Egereva in Russland. Sie wurde am 17. Dezember 2025 festgenommen und sitzt seitdem in Haft. Ihr wird die Teilnahme an einer terroristischen Organisation vorgeworfen, für die ihr eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren droht. Als Vertreterin indigener Gemeinschaften beteiligte sich Daria Egereva an mehreren internationalen Klimakonferenzen. Zudem wirkte sie in Gremien der Vereinten Nationen mit, etwa im Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker sowie im Ständigen Forum für indigene Angelegenheiten. Seit 2023 ist sie Ko-Vorsitzende des International Indigenous Peoples Forum on Climate Change und hat an der Ausarbeitung strukturierter Kooperationsmechanismen zwischen Staaten und indigenen Völkern im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention mitgewirkt. Radio Corax sprach darüber mit Sarah Reinke. Sie ist Geschäftsführerin – Menschenrechtsreferate bei der Gesellschaft für bedrohte Völker. Am 12. März verlängerte das Gericht die Untersuchungshaft für Daria Egereva um weitere drei Monate. Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, catwalk

  32. 69

    2.Streik der Ordensspitäler und Frauenstreik Linz

    2. Streik Ordensspitäler In dieser Ausgabe vom FROzine hören Sie eine Reportage zum 2. Streik der Ordensspitäler, welcher am 3. März in Linz stattgefunden hat. Wir haben nachgefragt, warum der Streik für das nicht-ärztliche Personal existenziell ist,welche Sorgen und Hoffnungen präsent sind und welche Forderungen gestellt werden bzw. welche Erwartungen es gibt. Mit diesem zweiten Streik erhöhen die MitarbeiterInnen den Druck in den laufenden Verhandlungen, um dringend notwendige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Personalbesetzung und Entlohnung zu erreichen. Die Notversorgung war selbstverständlich gewährleistet. Frauenstreik Am 9. März erhebt sich Linz gemeinsam mit Frauen*, queeren Personen und Verbündeten weltweit zum Global Scream. Wir unterbrechen den Alltag, um sichtbar zu machen, was sonst überhört wird: unsere Stimmen, unsere Arbeit, unsere Wut und unsere Forderungen. Der Frauenstreik in Linz lädt alle ein, laut, solidarisch und unübersehbar zu sein – für Gerechtigkeit, Sicherheit und echte Gleichstellung.

  33. 68

    Selecting Memories: Auswahl der Erinnerungen

    Die aktuelle Ausgabe des FROzine beschäftigt sich mit der Frage, wie Museen entscheiden, was erinnert und was vergessen wird. Ausgangspunkt ist ein Gesprächsabend im Weltmuseum Wien mit der neuen Kuratorin der Afrika-Sammlung südlich der Sahara, Henri Denise, der Philosophin Marina Gržinić und der Erziehungswissenschaftler*in und Pädagog*in Dshamilja Gosteli. Unter dem Titel „Selecting Memories – Auswahl der Erinnerungen: Was kommt ins Museum?“ diskutierten die drei darüber, wie afrikanische und Schwarze Geschichte in ethnografischen Museen dargestellt wird und wer die Macht hat zu bestimmen, was gesammelt, ausgestellt und damit Teil des kollektiven Gedächtnisses wird. In der Sendung reflektieren die Gesprächspartner*innen die kolonialen Ursprünge vieler Museen und sprechen über strukturellen Rassismus in kulturellen Institutionen. Dabei wird deutlich, dass Museen nicht neutrale Orte sind, sondern Räume, in denen gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar werden und reproduziert werden können. Gleichzeitig geht es auch um mögliche Veränderungen: um die Frage, wie Museen zu Orten des Dialogs werden können, wie marginalisierte Perspektiven stärker einbezogen werden und welche Rolle Besucher*innen selbst dabei spielen. Kritisches Nachfragen, institutionelle Selbstreflexion und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven werden dabei als zentrale Schritte gesehen. Die Sendung enthält Ausschnitte aus Gesprächen, die Anneta Trimis nach dem Panel mit Henrie Denise, Marina Gržinić und Dshamilja Gosteli geführt hat. Die Interviews wurden auf Englisch geführt und in der Sendung auf Deutsch eingeordnet.

  34. 67

    Feministischer Kampftag und Frauenbüro Linz

    Dieses Mal hören Sie einen Beitrag zum Internationalen Feministischen Kampftag am 8.März, und einen Beitrag zum Frauenbüro Linz. Dieses Mal im Frozine hören Sie einen Beitrag zum internationalen feministischen Kampftag, der am Sonntag, den 8. März stattgefunden hat. Unter dem Motto „Enough! Basta! Genug!“ haben sich um die 5000 Menschen vor dem Musiktheater versammelt, um auf den Straßen Richtung Hauptplatz laut für wirkliche Gleichberechtigung zu werden. Wir haben uns bei den Teilnehmenden umgehört, warum der Tag für sie wichtig ist und was Gleichberechtigung für sie bedeutet. Am Mikrofon ist Melanie Schiller. Danach hören Sie einen Beitrag von Aylin Yilmaz, die mit Anne Brack über die Arbeit und das Wirken des Frauenbüros Linz spricht. Sie gehen den Fragen „Warum gibt’s denn speziell ein Frauenbüro?“ oder „Wie kann man sich die Arbeit des Frauenbüros vorstellen?“, „Was sind die größten Hürden für Frauen, um an ihrer Karriere arbeiten zu können?“ und „Wie sieht es mit der Arbeitsaufteilung zwischen Männern und Frauen aus?“ auf den Grund. Von verschiedenen Perspektiven werden das Thema Gleichstellung und auch strukturelle Ungleichheiten – wie auch beispielsweise Gewalt – zwischen Männern und Frauen beleuchtet und besprochen.

  35. 66

    Weltempfänger: Uganda – Kampf um Demokratie

    Ziviler Kampf um Demokratie in Uganda Uganda wählte am 15. Jänner 2026. Wahlsieger ist der ehemalige Präsident Yoweri Museveni, der – laut offiziellem Ergebnis – mit über 71 Prozent der Stimmen nun seine siebte Amtszeit antritt. Sowohl in der Zivilbevölkerung Ugandas als auch international gibt es starke Zweifel an der Recht­mäßigkeit der Wahlen und deren Ergebnis. Bereits im Vorfeld und während der Wahl kam es in Uganda zu massiven Repressionen und Einschüchterungen gegen Menschenrechts- und Verfassungsaktivist*innen. Der südnordfunk war vor der Wahl vor Ort. Eine Aktivistin und ein Anwalt berichten von ihrer Arbeit. Ein Beitrag von Lisa Binder. Beitrag zum Nachhören Konflikte friedlich beenden „Wie bringt man einen Konflikt, insbesondere einen Bürgerkrieg, zu einem friedlichen Ende?“.Mit dieser Frage hat sich Thorsten Gromes vom Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt (kurz: PRIF – Peace Research Institute Frankfurt) befasst. Dabei publizierte er eine Forschungsarbeit zu dem Thema. Seine Forschung konzentriert sich auf Nach­bürger­kriegs­gesell­schaften und soge­nannte humanitäre militärische Inter­ventionen. Reino von Radio F.R.E.I. hat sich mit Thorsten Gromes über das Institut und vor allem seine Forschungsmethodik und deren Ergebnisse unterhalten. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-Musik: Ronald Kah, water song

  36. 65

    PK „Unsere Kinder brauchen uns jetzt“ und Ankündigung zum 8. März

    In dieser Folge vom FROzine hören Sie eine PK zum Thema „Unsere Kinder brauchen uns jetzt“, sowie eine Ankündigung zum feministischen Kampftag, dem 8. März.   PK „Unsere Kinder brauchen uns jetzt“ Der Förderschlüssel für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf muss zumindest schrittweise von 2,7 auf 3,1 Prozent ab Herbst 2026 angehoben werden. Denn zurzeit sieht es wie folgt aus: etwa 15 000 Kinder von rund 30 000 Kindern bekommen nicht die zusätzlichen pädagogischen Ressourcen, die ihnen vom Bund zustehen. Seit 2006 setzen sich Elterninitiativen, sowie Politiker_innen und Pädagog_innen dafür ein, dass der Förderbedarf angehoben wird. Im aktuellen Regierungsprogramm ist eine Anhebung auf 4,5 Prozent vorgesehen. Mittlerweile ist klar, dass dies frühestens nach dem Finanzausgleich 2029 erfolgen kann. „Diese Zeit haben unsere Kinder und unser gesamtes Bildungssystem nicht mehr! Der kritische Punkt wurde längst überschritten“, so Gertrude Riegler, S p r e c h e r i n e i n e r b u n d e s w e i t e n E l t e r n i n i t i a t i v e . G e m e i n s a m m i t d e n Bildungssprecher:innen aller im OÖ. Landtag vertretenen Parteien und der Kinder- und Jugendanwaltschaft fordert sie den Bund einmal mehr auf, hier dringend zumindest eine schrittweise Anhebung des Förderschlüssels auf 3,1 Prozent bereits ab dem kommenden Schuljahr vorzunehmen. Zu Wort kommen: Mag. (FH) Gertrude Riegler, Sprecherin Elterninitiative für Kinder mit besonderem Bedarf im Pflichtschulbereich, Mag. Christine Winkler-Kirchberger Kinder und Jugendanwältin des Landes OÖ sowie die Bildungssprecher:innen LAbg. Mag. Regina Aspalter (OÖVP), LAbg. Stefanie Hofmann (FPÖ), LAbg. Doris Margreiter (SPÖ), LAbg. Mag. Reinhard Ammer (Grüne), LAbg. Dagmar Häusler (MFG) und LAbg. Dr. Julia Bammer (NEOS)   Das Bündnis 8. März und Do It Yourself Frauentag Linz veranstalten wieder gemeinsam die Demonstration zum 8. März, dem internationalen feminstischen Kampftag, in Linz. Ein großes Thema sind heuer die Einsparungen, ob im Arbeitsmarktbereich, in der Gesundheit oder Bildung. Ingrid und Martina vom Bündnis 8. März kritisieren, dass hier kein Geld da sei für die Menschen, aber die Kosten für die Stadtautobahn A26 problemlos übernommen würden. Das Motto der Demonstration lautet: „Enough! Basta! Genug!“ Der kämpferische Name des 8. Märzes sei passend, so Ingrid, denn man erinnere daran, dass Frauen für gleiche Rechte kämpfen mussten und auch heute noch in vielen Teilen der Welt nicht gleichberechtigt seien. Auch die Gefahr, dass Frauenrechte wieder eingeschränkt würden, z.B. durch strengere Abtreibungsgesetze oder Verbote, seien Motivation, solidarisch auf die Straße zu gehen. Der 8. März hat seine Ursprünge in der Arbeiterinnenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Forderungen damals u.a. waren bessere Arbeitsbedingungen, Mutterschutz und Arbeitszeitverkürzung bei gleichem Lohn. Ähnliche Themen, wie die, die auch jetzt noch diskutiert werden. Auch wenn es mühsam werden kann, nach Jahren und Jahrzehnten kaum Besserungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu sehen, sind die beiden Feministinnen doch positiv gestimmt. Die Arbeit im Bündnis, und dass neue Generationen den feministischen Kampf mit fortführen, motiviert.

  37. 64

    Der feministische Kampftag 2026 in Linz

    Das Bündnis 8. März und Do It Yourself Frauentag Linz veranstalten wieder gemeinsam die Demonstration zum 8. März, dem internationalen feminstischen Kampftag, in Linz. Ein großes Thema sind heuer die Einsparungen, ob im Arbeitsmarktbereich, in der Gesundheit oder Bildung. Ingrid und Martina vom Bündnis 8. März kritisieren, dass hier kein Geld da sei für die Menschen, aber die Kosten für die Stadtautobahn A26 problemlos übernommen würden. Das Motto der Demonstration lautet: „Enough! Basta! Genug!“ Der kämpferische Name des 8. Märzes sei passend, so Ingrid, denn man erinnere daran, dass Frauen für gleiche Rechte kämpfen mussten und auch heute noch in vielen Teilen der Welt nicht gleichberechtigt seien. Auch die Gefahr, dass Frauenrechte wieder eingeschränkt würden, z.B. durch strengere Abtreibungsgesetze oder Verbote, seien Motivation, solidarisch auf die Straße zu gehen. Ingrid und Martina vom Bündnis 8. März Der 8. März hat seine Ursprünge in der Arbeiterinnenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Forderungen damals u.a. waren bessere Arbeitsbedingungen, Mutterschutz und Arbeitszeitverkürzung bei gleichem Lohn. Ähnliche Themen, wie die, die auch jetzt noch diskutiert werden. Auch wenn es mühsam werden kann, nach Jahren und Jahrzehnten kaum Besserungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu sehen, sind die beiden Feministinnen doch positiv gestimmt. Die Arbeit im Bündnis, und dass neue Generationen den feministischen Kampf mit fortführen, motiviert.

  38. 63

    Demonstration wegen Klimacamp-Räumung im Bergschlösslpark

    Die Initiative „Ja! Zum Grüngürtel“ veranstaltete eine Demonstration in der Linzer Innenstadt. Ausgangspunkt war der Bergschlösslpark, in dem Aktivist:innen bis 05. Februar in einem Klimacamp gegen den Autobahnausbau protestiert hatten. Unter diesem Park wird ein Tunnel für die A26 gebaut, für die geplante Ausfahrt wurden Bäume gerodet. Bei den Bauarbeiten blieb ein Bohrkopf stecken, um diesen zu bergen wurde das Klimacamp von der Polizei geräumt. Die Kritik an dieser Räumung war ein wesentlicher Inhalt der Demonstration, zudem wollten die Aktivist:innen auf die Auswirkungen des Autobahnausbaus auf die Umwelt und den Verkehr in Linz aufmerksam machen. Nach einer Kundgebung im Bergschlösslpark zog die Demonstration vorbei am Linzer Hauptbahnhof, durch den Volksgarten, über die Landstraße und bis auf den Hauptplatz. Dort endete die Veranstaltung mit zwei weiteren Reden vor dem Alten Rathaus. Radio FRO war vor Ort und unterhielt sich mit Aktivistinnen, die nicht nur an der Demonstration teilnahmen, sondern auch im Klimacamp im Bergschlösslpark waren. Beitragsgestaltung: Katharina Waxenegger

  39. 62

    Weltempfänger: Soziale Gerechtigkeit

    Soziale Gerechtigkeit Am 20. Februar war der Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Den haben die Vereinten Nationen ausgerufen, um damit auf soziale Ungleichheit weltweit aufmerksam zu machen. Auf den sozialen Medien wurden viele verschiedene Beiträge mit dem Hashtag „Hier entsteht WIR“ versehen. Denn zum Tag der sozialen Gerechtigkeit rief auch Aktion Mensch auf, um zu zeigen, was Förderung, Engagement und eine gute Zusammenarbeit möglich machen. Die Zielsetzung dabei: mehr Sichtbarkeit und eine nachhaltige Förderwirkung. Was das genau bedeutet – und wieso es um das WIR geht, darüber sprach Radio Corax mit Christina Marx. Sie ist Sprecherin von Aktion Mensch. Gespräch zum Nachhören 4. Jahrestag des Angriffs Russlands auf die Ukraine Vor 4 Jahren begann der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Trotz vieler Verhandlungen kommt es immer wieder zu massiven Angriffen und Auseinandersetzungen. Eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen spielt der UN Sicherheitsrat und vor allem die USA. Radio Corax sprach am 27. Februar 2025 mit Andreas Heinemann-Grüder. Er lehrt an der Universität Bonn am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie und ist unter anderem am Global Public Policy Institute tätig. Der Beitrag befasst sich mit dem Stand der aktuellen Verhandlungen und schaut auf das letzte Jahr. Dabei sind auch die Geschehnisse seit dem Interview mit Andreas Heinemann-Grüder Thema. Gespräch zum Nachhören Eine Pause für KI 120 Wissenschaftler*innen, darunter 17 Professor*innen der MLU Halle, forderten zum KI-Gipfel in Delhi verbindliche Sicherheitsstandards für Deutschland, diese sollten klare Grenzen für das Training von KI beinhalten und verbindliche Sicherheitsstandards auf internationaler Ebene. Zu einem Übereinkommen dieser Art kam es beim KI-Gipfel in Indien nicht. Warum dieser Appell aber wichtig war und ist, sowie darüber, wie gefährlich unregulierte Künstliche Intelligenz für uns alle werden kann, darüber sprach Radio Corax mit Simon Skade und Benjamin Schmidt. Simon Skade ist KI-Sicherheitsforscher und Organisator des Appells. Benjamin Schmidt ist Bioinformatiker an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Vorsitzender von PauseAI Deutschland. Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, summer guitars, wings

  40. 61

    Beitrag: Winterliche Exkursion zu GMIAS und zum 3er-Hof in Leonding

    Solidarisch lernen – nachhaltig wirken ist ein Projekt von solidar austria über nachhaltige und solidarische Landwirtschaft für eine junge Zielgruppe. Am 12. Jänner hat bei winterlichen Bedingungen das Kick-Off-Treffen in Leonding stattgefunden. Michael Diesenreither war mit dem Aufnahmegerät dabei und hat den Beitrag gestaltet. Das Ziel der Exkursion des Projekts Solidarisch lernen – nachhaltig wirken waren die Solidarische Landwirtschaft Gmias, sowie Schaf- und Schweineweiden und der 3er-Hof in Leonding. Die Projektpartner*innen haben sich dort zum ersten Mal für das Projekt getroffen. Zu wort kommen Sandra Hochholzer von Solidar, Gudrun Glocker von Südwind, Sandra Franzmayr und Monika Reddemann von GMIAS und Kultur- und Weidemanager Jan Nahuel-Jenny. Für Radio FRO waren Michael Diesenreither und David Winkler-Ebner mit dabei.   Du bist zwischen 15 und 30 Jahre alt? Du hast Interesse an gesunder Ernährung und an nachhaltiger und solidarischer Lebensmittelproduktion? Du möchtest mehr erfahren und dein Wissen auch weitergeben und möchtest lernen, wie man einen Podcast produziert? Die Projektteilnehmer*innen von „Solidarisch lernen – nachhaltig wirken“ beschäftigen sich von März bis Juni an fünf Terminen mit alternativen Möglichkeiten für Landwirtschaft und Ernährung. Du möchtest teilnehmen? Melde dich bei solidar Austria unter [email protected]. Mehr Infos hier

  41. 60

    Rojava – Kurd_innen und ihre Lebensrealitäten in Österreich

    In diesem FROzine hören Sie ein Studiogespräch zu Rojava und kurdischen Lebensrealitäten in Österreich, sowie Women defend Rojava berichten aus Nord-Ostsyrien. Rojava – Kurd_innen und ihre Lebensrealitäten in Österreich In diesem Beitrag geht es um die Lebensrealitäten von Kurd_innen in Österreich, und ihre Verbindungen, Ängste und Wünsche rund um die Konflikte in Rojava. Fragen wie beispielweise „Wie sieht das Engagement der kurdischen Diaspora rund um die Konflikte vor Ort aus?“, „Wie wichtig sind die Demonstrationen in Österreich für die Community vor Ort?“ und auch „Welche Bedeutung haben die Konflikte für die Stellung der Frau?“ werden erläutert. Zu Gast im Studio sind Hewa Husein (SOS Menschenrechte, Ansprechperson für KDWF – kurdish women diaspora federation, Menschenrechtsaktivistin) und Ines Vukajlović (Landtagsabgeordnete u.a. für Menschenrechte und Minderheiten).   Women defend Rojava berichten aus Nord-und Ostsyrien Trotz des Abkommens zwischen der syrischen Übergangsregierung und der autonomen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien sind noch immer viele Menschen nicht wieder nach Hause zurückgekehrt. Ihre Versorgung und die Herstellung sicherer Rückkehrmöglichkeiten bleiben ein zu lösendes Problem. Außerdem war die autonome Selbstverwaltung in München bei der Sicherheitskonforenz und eine Delegation von Frauen war bei einer internationalen Frauenkonferenz in Bogota. Women Defend Rojava berichten aus Nord- und Ostsyrien. Vom 16.2.2026 Radio Corax.

  42. 59

    Herausforderungen im Bildungswesen für Migrantinnen

    Am 16. Februar hat das kollektiv im Alten Rathaus in Linz einen ganzen Tag dem Thema Bildung gewidment. das kollektiv ist ein Linzer Verein für kritische Bildungs-, Beratungs- und Kulturarbeit von und für Migrant*innen. Welche Hürden müssen Migrantinnen im österreichischen Bildunssystem überwinden? Von der Schulwahl bis zu Kürzungen bei Deutschkursen, es wird über vielfältige Probleme berichtet. Unter dem Titel Gleichgerechtigkeit? Ungehörtes und Unerhörtes aus dem österreichischen Bildungssystem aus Sicht migrantischer Frauen* wurden in Workshops am Vormittag Forderungen an das österreichische Bildungssystem formuliert. Diese wurden auf Plakate und Schilder niedergeschrieben. Themen waren u.a. mehr mehrsprachige Informationen zu Bildungsmöglichkeiten, freie Ausbildungswahl, mehr Frauen*kurse, Kinderbetreuung in den Kursen. Am Nachmittag hat eine Podiumsdiskussion stattgefunden. Welche Schwächen hat das Bildungssystem in Österreich, speziell für geflüchtete Personen und Menschen die noch kein Deutsch sprechen? Förderungen für Projekte werden gestrichen, Berater*innen sind nicht geschult im Bezug auf Rassismus, schon Kinder werden bei der Wahl der weiterführenden Schule diskriminiert. Frauen aus Politik Bildungseinrichtungen, Vertreter*innen des Arbeitsmarkt- und des (Aus)Bildungssektors, sowie Professionelle aus der Praxis haben diese Hürden besprochen. Am Podium waren: Abena Carty-Pinner (Frauenbeauftragte der Stadt Linz) Florina Platzer (maiz Beratung von und für Migrant*innen) Ines Vukajlović (Landtagsabgeordnete, die Grünen) María del Mar Díaz Ortíz (she:works young talents) Parasto Mumtaz (moving on, das kollektiv) Regina Stöbich (Projekt FEMily, Caritas) Renate Heitz (Landtagsabgeordnete, SPÖ) Rubia Salgado (das kollektiv) Sonja Falkner-Matzinger (MORE-Initiative für geflüchtete Studierende, JKU)

  43. 58

    One billion rising und Queer Shorts Vienna

    One billion rising Am 13.Februar fand am Hauptplatz in Linz eine Aktion gegen Gewalt an Frauen statt. One Billion Rising ist eine weltweite Aktion und findet jedes Jahr rund um den 14. Februar statt. Die aktionistische, künstlerische Kampagne One Billion Rising wurde von der New Yorker Künstlerin V (ehem. Eve Ensler) 2012 weltweit ausgerufen, jährlich am und den 14. Februar tanzend und singend den öffentlichen Raum einzunehmen, das Schweigen zu diesem Tabuthema zu brechen und auf freudvolle und bestärkende Art den betroffenen Frauen* gegenüber Solidarität zu bekunden. Im Bild zu sehen sind Ramona Holzschuh (StoP Linz), Isabella Leutgeb (Synergy Dance Linz) und Aiko Kazuko Kurosaki (One Billion Rising Austria). https://1billionrising.at/   Queer Shorts Vienna Das internationale Filmfestival Queer Shorts Vienna geht in die 3. Runde und findet heuer von 26.2. – 1.3. in Wien statt. Das diverse Festivalprogramm schließt viele verschiedene intersektionale Perspektiven mit ein und macht es so möglich, in unterschiedliche Lebensrealitäten einzutauchen. Von einem Langfilm zu Kurzfilmen und experimentellem Horror-Sci-Fi lässt das Cineast_innenherz nichts mehr zu wünschen übrig. Im Gespräch mit Melanie Schiller waren Festivaldirektor Yavuz Kurtulmus sowie Creative Director Yasmin Hagendorfer. https://www.queershortsvienna.at/

  44. 57

    Weltempfänger: Philippinen

    Menschenrechtssituation auf den Philippinen Seit seinem Machtantritt auf den Philippinen von Marcos Junior wurden bereits 134 politisch aktive Personen umgebracht. Zusätzlich wurden 14 entführt und sind seit her verschwunden. Rund 50.000 Menschen wurden vertrieben, weil ihr Dörfer durch die Armee beschossen und bombardiert wurden und es gab über 10.000 Einschüchterungen, Bedrohungen und Belästigungen von Aktivist*innen durch Regierungseinheiten. Es gib fast 700 politische Gefangene, davon wurden 163 unter Marcos Junior verhaftet. Tinay Palabay, die Generalsekretärin von Karapatan, der Menschenrechtsorganisation auf den Philippinen sprach anlässlich einer Veranstaltung am 29. Januar 2026 in Manila. Sie spricht von einem intensivierten Staats-Terror unter Marcos Junior. Der Bericht bringt Auszüge aus ihrer Rede mit Übersetzung. Gestaltet wurde er von Bianca Miglioretto für Radio LoRa Zürich. Die Musik ist von der philippinischen Musikerin Bayan Barrios. Bericht zum Nachhören Politische Aufruhr in Tschechien Tschechien befindet sich im politischen Aufruhr. Am ersten Februar allein versammelten sich laut Veranstaltenden 90.000 Menschen in Prag, um für den Präsidenten Petr Pavel zu protestieren. Am vergangenen Sonntag versammelten sich erneut landesweit tausende Menschen in der Tschechischen Republik. Der öffentlich-rechtliche polnische Nachrichtenkanal TVP World berichtete davon, dass die Demonstrierenden ein ’’Ungarisches Szenario’’ vermeiden wollen. Die Proteste organisiert die Initiative „Eine Millionen Augenblicke für Demokratie“. Für den 21. März hat die Initiative zu weiteren landesweiten Protesten in Tschechien aufgerufen. Aber warum protestieren Menschen in Tschechien und wie ist die politische Landschaft dort beschaffen? Gunnar aus der tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax sprach darüber mit Pavlína Janebová. Sie ist Forschungsdirektorin der in Prag ansässigen Assoziation für Internationale Angelegenheiten, kurz AMO. Ihre Expertise liegt im Bereich tschechischer Außen- und Europapolitik sowie in zentraleuropäischer Kooperation. Gespräch zum Nachhören Synchronsprecher*innen gegen Netflix Die Synchronisationsbranche ist groß in Deutschland und sie ist international anerkannt. Im Moment steht sie jedoch auf den Barrikaden. Ein Großteil deutscher Synchronsprecher*innen, die für den Mediengiganten Netflix tätig sind, ist in den Streik getreten. Grund dafür ist eine Vertragsklausel von Netflix. Diese verlangt von den Sprecher*innen, dass ihre Arbeit in Zukunft genutzt werden darf, um KI-Modelle zu trainieren. Die Sprecher*innen fürchten nun um ihren Arbeitsplatz und ihre Kunst. Vertreten werden sie unter anderem vom Verband deutscher Sprecher*innen (VDS). Dieser veröffentlichte Anfang des Jahres ein Video, in dem sich bekannte Sprecher*innen gegen den Einsatz der KI Synchronisation stark machen. Radio Corax sprach mit Anna-Sophia Lumpe vom Vorstand des VDS. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, lunatic piano

  45. 56

    Stereotype Afrikabilder dekonstruieren

    Bei einem Talk im Rahmen der Ausstellung Wandala im OK Linz wurde über stereotype Afrikabilder diskutiert und wie allgemein im Westen über den Kontinent gesprochen werden sollte. Die Gesprächsrunde hat am 10. Februar im OK Mediendeck in Linz stattgefunden. Anlass war die Ausstellung Wandala drama.dream.decolonized!, die ebenfalls im OK Linz noch bis zum 22. Februar zu sehen ist. In ihren Arbeiten setzen sich die Künstler*innen mit kolonialen Hinterlassenschaften, stereotypen Körperbildern und gesellschaftlichen Spannungen auseinander. Im Talk wurde unter anderem angesprochen, was daran problematisch sein kann, wenn weiße Menschen afrikanische Kunst kuratieren, wem welche Räume überhaupt zur Verfügung stehen und wie man generell über Afrika sprechen sollte. Der Kurator der Ausstellung, Martin Wassermair war einer der Gäste der Diskussionsrunde. Ebenfalls am Podium waren die Afrikanistin Ariana Lello da Costa, Irené Hochauer-Kpoda vom Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation und die Kuratorin Maren Richter. Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Leiter der Landeskultur GmbH, hat einleitende Worte gesprochen. Die Teilnehmenden haben kritisiert, dass im Westen kaum über Afrika berichtet wird und wenn nur in einem negativen Kontext zu Krisen und Kriegen. Man höre keine Stimmen vom Kontinent selbst und auch die afrikanische Diaspora hätte wenig Möglichkeiten, ihre Anliegen einer breiten Masse vorzustellen. Das beginne schon bei finanziellen Förderungen. Hochauer-Kpoda gibt als Beispiel das Filmfestival Mini Fespaco de Vienne an, das sie veranstaltet hat. Das ist das einzige Filmfestival in ganz Europa, das von dem berühmten FESPACO (Panafrikanischen Film- und Fernsehfestival von Ouagadougou) hervorgeht und die offiziellen Filmselektionen in Wien gezeigt hat. Für dieses Filmfestival hat sie keinerlei Förderungen erhalten. Auf der anderen Seite bekommen weiße Menschen die Möglichkeit und den Ort, um über afrikanische Personen oder Kunst auszustellen.

  46. 55

    „Bohrkopf im Bergschlösslpark“, Kurd_innen in Nordsyrien und Queer my pleasure

      Pressekonferenz: „Bohrkopf im Bergschlösslpark“ Im Zuge des Baus der A26 Linzer Autobahn führt die Linz AG Kanalumbauarbeiten durch. Zum Einsatz kommt dabei das sogenannte Microtunneling, ein Verfahren, das normalerweise ohne Eingriffe von der Oberfläche auskommt. Nun ist jedoch der Bohrkopf in rund 17 Metern Tiefe unter dem Bergschlösslpark stecken geblieben. Um ihn zu bergen, muss nun von oben ein Schacht gegraben werden. An der betroffenen Stelle steht jedoch eine Hemlocktanne. Zum Schutz dieses Baumes sowie der umliegenden Vegetation wurde ein umfassendes Baumschutzkonzept beauftragt. Dieses Konzept wurde bei einer Pressekonferenz am 11. Februar 2026 vorgestellt.   Kurdinnen in Nordsyrien: Ein Expertinnengespräch Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Nordsyrien lud Diskurs. Das Wissenschaftsnetz zu einem Expert*innengespräch ein. Seit dem 18. Januar 2026 kommt es dort zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Einheiten des syrischen Übergangsregimes unter Ahmed al-Sharaa und den kurdisch geführten Syrische Demokratische Kräfte (SDF). Die Nahost-Expert*innen Isabel Käser und Thomas Schmiedinger analysieren die aktuelle Lage und beleuchten insbesondere, welche Auswirkungen die kriegerischen Entwicklungen auf die Autonomie der Kurdinnen in der Region haben.   Queer My Pleasure – sexuelle Bildung ohne Barrieren Mit dem Projekt Queer My Pleasure möchte Eli in Graz einen barrierefreien und diskriminierungsfreien Zugang zu sexueller Bildung und körpersicheren Produkten schaffen. Seit Jänner 2026 ist der dazugehörige Online-Shop geöffnet. Dort werden geschlechtsneutrale Produkte, aber auch Bücher, Kunsthandwerk sowie Workshops und Beratungen rund um Sexualität und Queerness angeboten. Lea von der VON UNTEN Redaktion hat mit Eli über die queer-feministische Bildungsarbeit in Graz, die Idee hinter dem Projekt und über geplanten Vorhaben gesprochen. Einen Ausschnitt aus dem Interview hört ihr in der heutigen Sendung. Das vollständige Gespräch findet ihr bei den VON UNTEN Einzelbeiträgen auf der CBA. Beitrag vom 11.Februar 2026

  47. 54

    Weltempfänger: Wahlen in Bangladesch

    Wahlen in Bangladesch In Bangladesch, südlich von Nepal am Golf von Bengal gelegen, finden die ersten Wahlen seit dem Sturz der vorherigen Regierung statt. Und wer diese Wahlen gewinnen wird, ist heute noch kaum absehbar. Die Wahlen sind aber dabei ganz besondere, denn sie sind die Konsequenz aus den ersten erfolgreichen sogenannten Gen Z Protesten. Im August 2024 floh die damals amtierende Premierministerin, Sheikh Hasina nach Indien, weil die Armee ihren Befehl, die Protestierenden auf den Straßen niederzuschießen, verweigerte. Eine Übergangsregierung übernahm das Ruder. Dabei beteiligten sich Vertreter aus der Protestbewegung mit dem Ziel eine neue demokratische politische Kultur zu etablieren. Mostafizur Rahman und Christian Wagner erläutern mit Radio Corax, wie die Wahl einzuordnen ist. Das Gespräch ist in Englisch und Deutsch geführt. Mittlerweile haben die Wahlen bereits stattgefunden. Die nationalistische Partei Bangladeschs gewann bei der Parlamentswahl mit einem eindeutigen Sieg, was Hoffnung auf Stabilisierung im Land gibt. Gespräch zum Nachhören Zugunglücke in Spanien In Spanien ist in der Provinz Andalusien am 19. Januar ein Hochgeschwindigkeit entgleist. Dabei prallte er mit einem entegegenkommenden Zug zusammen. 46 Menschen starben und es gab zahlreiche Verletzte. Mutmaßlich lag es an einer gebrochenen Schiene. Drei Tag später starb dann ein Lokführer bei einem Unfall in Katalonien, diesmal im Nahverkehr. Daraus ergab sich ein landesweiter Lokführer*innen Streik in Spanien. Der Ruf nach mehr Sicherheit ist laut. RDL sprach mit dem Spanienkorrespondenten, den freien Journalisten, Ralf Streck. Gespräch zum Nachhören Moderation: Nora Niemetz CC-BY Musik: Ronald Kah, brother, abendrot

  48. 53

    Demo Bündnis Linz gegen Rechts

    Am Samstag, den 7.2.2026, wurde es laut in Linz: die Demo Bündnis Linz gegen Rechts ging auf die Straße gegen den Burschenbundball. Demo Bündnis Linz gegen rechts – ein Kurzbericht Am Samstag, den 7.2.2026, wurde es laut in Linz: die Demo Bündnis Linz gegen Rechts ging auf die Straße gegen den Burschenbundball. Ein Kurzbericht zur Demo und wer alles vertreten war, sowie ein kleines Stimmungsbild zeigen auf, wie vielfältig die Meinungen gegen den rechtsextremen Burschenbundball waren. https://linz-gegen-rechts.at/

  49. 52

    Demo Bündnis Linz gegen Rechts, Friedensgespräche sowie Maja.T

    Ein Kurzbericht zur Demonstration Linz gegen Rechts, sowie Friedensgespräche und ein Beitrag zum Maja T.-Prozess füllen das heutige frozine. Demo Bündnis Linz gegen Rechts – ein Kurzbericht Am Samstag, den 7.2.2026, wird es laut in Linz: die Demo Bündnis Linz gegen Rechts geht auf die Straße gegen den Burschenbundball. Ein Kurzbericht zur Demo und wer alles vertreten war, sowie ein kleines Stimmungsbild zeigen auf, wie vielfältig die Meinungen gegen den rechtsextremen Burschenbundball sind. https://linz-gegen-rechts.at/   Friedensgespräche Jedes Jahr laden verschiedene Initiativen zu den Linzer Friedensgesprächen ein. Mit Expert*innen wird diskutiert wie man Frieden, besonders im Kleinen, in der eigenen Gemeinschaft, hochhalten und verbreiten kann. Heuer werden sich die Gespräch um das Thema Wahrheit drehen. Welche Verunsicherungen herrschen in der Gesellschaft, geschürt durch Falschinformationen und künstliche Intelligenz? Wie kann man solche Inhalte erkennen und sich dagegen stärken? Aylin Yilmaz hat bei zwei der Initiator*innen nachgefragt. Sie sprechen über die Entwicklung der Friedengsgespräche und das hohe Interesse für das heurige Thema. Abmod: Das war Aylin Yilmaz im Gespräch mit Katja Fischer und Paul Ettl. Die Linzer Friedensgespräche finden am Freitag, 13. Februar um 14:00 im Wissensturm in Linz statt. Leider ist die Veranstaltung bereits komplett ausgebucht. Interessierte können die Übertragung der Keynotes vom Foyer aus beiwohnen.   Maja T. – Prozess – ein Gespräch mit seinem Vater Wolfram Jarosch Wolfram Jarosch ist der Vater von Maja T. Gunnar von der tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax sprach mit ihm am vergangenen Freitag über Majas Situation und welche Verantwortung er bei Deutschlands Außenminister Johann Wadephul von der CDU sieht.

  50. 51

    Linzer Friedensgespräche 2026

    Die Friedensgespräche in Linz sind eine jährliche Veranstaltung, bei denen Expert*innen Inputs zu aktuellen Themen rund um Frieden geben. Verschiedene Iniiator*innen laden zu den Linzer Friedensgesprächen ein. Dort werden aktuelle Themen diskutiert und welche Entwicklungen es in verschiedenen gesellschaftspolitischen Bereichen es gibt. Heuer lautet das Thema Wahrheit im Wandel – Friedensfähigkeit in Zeiten von Desinformation und zunehmender Verunsicherung. In einer Zeit, in der Kriege, Krisen und Konflikte die Schlagzeilen dominieren und digitale Technologien wie KI durch Deepfakes die Grenze zwischen Realität und Manipulation verwischen, wird die Fähigkeit zur friedlichen Orientierung und kritischen Reflexion zur gesellschaftlichen Schlüsselkompetenz. Die Linzer Friedensgespräche widmen sich 2026 der Frage, wie Menschen in einer zunehmend komplexen und von Unsicherheit geprägten Welt mit negativen Nachrichten, medialer Überflutung und gezielter Desinformation umgehen und den Mut, bewahren können, an ein Morgen zu glauben. Expert*innen aus Medienwissenschaft, Psychologie, Künstliche Intelligenz und Ethik diskutieren, wie Vertrauen in Informationen gestärkt, Resilienz aufgebaut und friedensfördernde Kommunikationsräume geschaffen werden können. Die Gespräche laden dazu ein, neue Perspektiven auf Wahrheit, Verantwortung und digitale Mündigkeit zu entwickeln – und damit einen Beitrag zur Friedensfähigkeit in einer vernetzten Welt zu leisten. Keynote-Speaker*innen: Melanie Wolfers, Keynote-Speakerin, Besteller-Autorin und Mentorin für Zuversicht & Resilienz Andre Wolf, Kommunikationsexperte, Pressesprecher, Content- and Social Media Coordinator bei Mimikama Martina Mara, Medienpsychologin, Professorin für Psychologie der Künstlichen Intelligenz & Robotik Die Veranstaltung ist leider schon komplett ausgebucht. Im Interview erzählen Paul Ettl von der Friedensakademie Linz und Katja Fischer von der VHS Linz über die Ursprünge der Friedensgespräche und warum der Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe darin liegt, Veränderungen im Kleinen Veranstalter*innen der Friedensgespräche sind: Arbeitsgemeinschaft Linzer Friedensgespräche, VHS Linz, Friedensstadt Linz, Friedensakademie Linz, Volkshilfe OÖ, mehr demokratie!, Pax Christi, Katholische Aktion, Solidarwerkstatt, Südwind OÖ und mensch&arbeit.

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Das Infomagazin von Radio FRO FROzine ist eine offene, für jeden zugängliche und mitgestaltbare Redaktion im Freien Rundfunk OÖ, die durch eine Koordinationsstelle geleitet und unter Mithilfe von VolontärInnen abgewickelt wird.FROzine versteht sich als Teil der Freien Szene Linz und als mediale Plattform (Montag bis Freitag on air um 6, 13 und um 18 Uhr) auf 105.0 MHz und zu aktuellen Anlässen on site www.fro.at.Die Beiträge sind unter www.fro.at/frozine jederzeit nachhörbar (Radio on demand). Diese Plattform umschließt ein weites Feld der lokalen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Engagements dieser Stadt und berichtet im Rahmen ihres Auftrags vor allem auch über Aktivitäten der unterschiedlichen fortschrittlich-emanzipatorischen Gruppen (Amnesty International, Antifa-Info, ATTAC, Friedenswerkstatt, HOSI etc.) und Kulturinitiativen.

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