PODCAST · music
Hans Werner who? ... warum Sie Henze kennen müssen
by Hans Werner Henze-Stiftung
Zum 100. Geburtstag ihres Stifters (*1.7.1926) produziert die Hans Werner Henze-Stiftung in Kooperation mit dem Musikjournalismuskollektiv MUJK eine Podcast-Serie. Darin wird die Relevanz des Komponisten, seines Werkens und Wirkens nicht nur zu Lebzeiten, sondern auch für künftige Generationen hör- und erfahrbar gemacht.Die einzelnen Folgen des Podcasts erscheinen ab April 2026 jeweils wöchentlich bis zum 100. Geburtstag des Maestros am 01. Juli 2026.
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Luxus für alle? Der gesellschaftliche Wert von Musik
Peter Ruzicka und Hans Werner Henze lernten sich 1968 bei den Proben zum "Floß der Medusa" kennen. Das Oratorium brachte Revolte und Klassenkampf auf die Bühne und in den Zuschauerraum. Studierende sollten rote Fahnen schwenken und Kampflieder singen. Doch die Uraufführung platzte. Warum, erzählt Ruzicka im Gespräch. Er berichtet von der freundschaftlichen Lehrer-Schüler-Beziehung zu Henze und wie er dessen Münchener Biennale im Sinne ihres Gründers weiterführte: Produktionen für alle, mit künstlerischer Tiefe, Neugier und Freude am Experiment.Musikzitate:Hans Werner Henze Das Floß der Medusa2. Teil: "Mitternacht. Wolken sind aufgezogen. Die Rechnung zum Tode"Mit freundlicher Genehmigung von Capriccio und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien (C5482)Hans Werner Henze Das Floß der Medusa1. Teil: "Wir schauten auf. Ballade vom Verrat"Mit freundlicher Genehmigung von Capriccio und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien (C5482)Hans Werner Henze L'Upupa1. Tableau: Der AlteMit freundlicher Genehmigung der Uni Graz, CD-Reihe "Klangdebuts" (Vol. 38)Peter RuzickaBenjamin Symphonie: VI.Mit freundlicher Genehmigung von Hänssler Classic (HC23053)
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Brot und Spiel: Arbeiten mit einem Visionär
Wie war Hans Werner Henze als Chef? Das weiß wohl niemand besser als Christa Pfeffer. Auf sein Geheiß kam sie zur Münchener Biennale, wurde später seine persönliche Mitarbeiterin und enge Freundin. Sie schildert Henze als pünktlich, großzügig und aufmerksam, aber auch empfindlich bei Kritik. Im Gespräch erzählt Christa Pfeffer von Henzes Selbstverständnis als Künstler, der Atmosphäre in seiner Villa in Marino bei Rom und warum er nicht alleine sein konnte.Musikzitate:Hans Werner HenzeElegie für junge LiebendeAusschnitt aus 1. Teil und Szene: Bergführer, 2. TeilMit freundlicher Genehmigung des Labels Deutsche Schallplatten (DS 1050-2)Hans Werner HenzeDas Floß der MedusaTeil 1: “Versuche zur Rettung: Drei Tage Kampf um das Schiff”Mit freundlicher Genehmigung von Capriccio und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien (C5482)
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Freude und Aufklärung – Henzes Kunst im Spiegel der Zeitgeschichte
„Henze ist ein Monument seiner Zeit“, sagt Kunsthistoriker und Kurator Norman Rosenthal. In dieser Folge spricht der 81-jährige Brite und Sohn einer deutschen Jüdin über Gemeinsamkeiten zwischen Georg Baselitz und Hans Werner Henze. Beide wurden geprägt von den düsteren Bildern und Erlebnissen der Kriegs- und Nachkriegszeit. Das Leben Henzes selbst nennt Rosenthal „einen schönen Roman mit tragischen Momenten“ und legt allen ans Herz, bloß kein Konzert mit Werken von Henze zu verpassen – denn seine Musik berge eine ganz besondere Mischung aus Freude und Aufklärung.Musikzitate:Undine4a. Adagio11. AdagioMit freundlicher Genehmigung der Oper GrazVoices – Stimmen. Liederzyklus „Schluss“„Screams"Ensemble Musikfabrik, Ltg. Johannes KalitzkeMit freundlicher Genehmigung von CPO
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Die Künste im Dorf lassen: Henze in Montepulciano
Mit Kunst an der Zukunft werkeln: Henze entwarf 1976 den Cantiere Internazionale d’Arte in Montepulciano als Werkstatt für soziales Engagement und künstlerische Experimente. Laien und Profis arbeiten zusammen, Einheimische musizieren, kochen und beherbergen die unentgeltlich auftretenden Gäste.Das Festival ließ die Stadt erblühen; es feiert diesen Sommer sein 50-jähriges Bestehen. Was bleibt von Henzes Utopie? Und wie erlebt die Bevölkerung diese Kunstwerkstatt? Davon berichtet Elena Minetti, die den Cantiere schon als Kind hautnah erlebte und heute Henzes Werk als Musikwissenschaftlerin erforscht.--- MusikzitateHans Werner HenzePollicinoPreludio für BlockfötenMit freundlicher Genehmigung von Wergo (Schott Music), WER 66642Hans Werner HenzeRoyal Winter MusicSonate über Gestalten von Shakespeare für Gitarre soloMit freundlicher Genehmigung von Marco Minà
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Zerstörte Heldenbilder und die Sehnsucht nach Zärtlichkeit
In Hans Werner Henzes Opern prallen Männerbilder aufeinander: Ein verträumter Prinz ringt mit einem militanten Fürsten, ein feinsinniger Student mit seiner gefühlskalten Umgebung, und immer wieder schimmert Henzes eigene Homosexualität als Thema durch, ohne die – wie er selbst sagte – sein Werk nicht verstanden werden kann. Was verraten Klänge und Themen über den Menschen Hans Werner Henze? Und was macht seine Musik zu einem akustischen Krimi? Darüber spricht in dieser Folge Antje Tumat, eine der renommiertesten Henze-Forscherinnen der Gegenwart.---MusikzitateHans Werner HenzeDer Prinz von HomburgAkt II Szene 2, die "Todesfurchtszene"Mit freundlicher Genehmigung von Capriccio (C5405)Hans Werner Henze Boulevard SolitudeProlog & Szene 1Aufnahme vom 17.09.1953, mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks
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Radikale Avantgarde? Die deutsche Musikszene der Nachkriegszeit
Es war ein Skandal: Bei einer Henze-Uraufführung 1957 verließen Pierre Boulez, Luigi Nono und Karlheinz Stockhausen demonstrativ den Saal. Henzes Musik war ihnen „zu schön“ – eine Demütigung, die Henze niemals vergessen hat.In dieser Episode spricht Christiane Albiez über ihren Freund Hans. Als Mitarbeiterin bei Schott Music arbeitete sie über Jahrzehnte eng mit dem Komponisten zusammen; sie erinnert sich an ewige Telefonate, sängerische Autofahrten und die Empfindsamkeit einer starken Persönlichkeit.---MusikzitateHans Werner Henze Kammerkonzert für Solo-Klavier, Solo-Flöte und Streicher, II. und III. SatzMit freundlicher Genehmigung von Wergo (Schott Music), WER 66632 Hans Werner HenzeBoulevard Solitude, Prolog & Szene 1Aufnahme vom 17.09.1953, mit freundlicher Genehmigung des Hessischen RundfunksHans Werner HenzeNachtstücke und Arien. Für Sopran und großes Orchester,Aria II: Mit schlaftrunkenen VögelnMit freundlicher Genehmigung von Wergo (Schott Music), WER 66372
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Heilende Klänge? Komponieren als Lebenselixier - mit Detlev Glanert
Komponieren brauchte Henze wie die Luft zum Atmen. Sein früherer Schüler Detlev Glanert meint, Henze habe so das vielfach erlittene Grauen der Welt in positive Energie verwandelt. Er arbeitete bis zu 16 Stunden täglich und schleppte seine Kölner Kompositionsklasse in die Kneipe, wo bis weit nach Mitternacht Kölsch und Kreativität nur so sprudelten. Außerdem in dieser Folge: Wieso sich Komponieren manchmal anfühlt wie ein Marathon und warum man versuchen sollte, den Radiergummi als Freund zu betrachten.*Detlev Glanert (*1960) ist ein deutscher Komponist und hat in den 1980er-Jahren bei Hans Werner Henze in Köln studiert. Mehr über ihn und sein eigenes Schaffen finden Sie hier.Musikzitate:Hans Werner HenzeElogium Musicum, I. SatzMit freundlicher Genehmigung des Gewandhausorchesters, Leipzig (Mitschnitt der Uraufführung vom 2. Oktober 2008)Detlev GlanertOceane, II AktMit freundlicher Genehmigung der Deutschen Oper Berlin
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Trailer
Wer war Hans Werner Henze? Egal, ob Sie diesen Namen noch nie gehört haben oder ob sie zum Kreis seiner glühenden Verehrerinnen und Verehrer gehören: In diesem Podcast können Sie ihn neu oder erneut kennenlernen.Freuen Sie sich darauf, mit uns und namhaften Gesprächspartner:innen die Welt Hans Werner Henzes zu erkunden.Eine Kooperation der Hans Werner Henze-Stiftung mit dem Musikjournalismuskollektiv MUJK.Die zehn Folgen des Podcasts erscheinen seit 29. April 2026 jeweils wöchentlich bis zum 100. Geburtstag am 01. Juli 2026.Musik:Hans Werner HenzeKammerkonzert für Solo-Klavier, Solo-Flöte und Streicher, II. und III. SatzBallett-VariationenMit freundlicher Genehmigung von Wergo (Schott Music), WER 66632
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Zum 100. Geburtstag ihres Stifters (*1.7.1926) produziert die Hans Werner Henze-Stiftung in Kooperation mit dem Musikjournalismuskollektiv MUJK eine Podcast-Serie. Darin wird die Relevanz des Komponisten, seines Werkens und Wirkens nicht nur zu Lebzeiten, sondern auch für künftige Generationen hör- und erfahrbar gemacht.Die einzelnen Folgen des Podcasts erscheinen ab April 2026 jeweils wöchentlich bis zum 100. Geburtstag des Maestros am 01. Juli 2026.
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Hans Werner Henze-Stiftung
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