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PODCAST · music

hr2 Kaisers Klänge

Ob "Winterreise pauschal" oder "Sound der DDR" - kommen Sie mit auf musikalische Entdeckungsreisen!

  1. 66

    Schären, Fjorde und Lagunen - Ein Sommertörn in den Norden

    An den Küsten der nordischen Länder sind die Sommerabende besonders schön und lang. Zur Mitsommernacht starten wir zu einem entspannten Törn in den Norden. Mit Musik von Sibelius bis Grieg geht die Fahrt durch die Schärengärten Finnlands und Schwedens. In den norwegischen Fjorden wird kurz der Anker gesetzt. Am Horizont grüßen die grünen Weiden der Färöer-Inseln. Angenehm entspannen lässt es sich am Ende im warmen Wasser der Blauen Lagune auf Island.

  2. 65

    Ohrwurmalarm im Mittelohr – Die phantastische Reise

    1966 kam der Film „Die phantastische Reise“ in die Kinos. In dem Science-Fiction-Thriller lässt sich ein Ärzteteam auf Mikrobengröße verkleinern, um in einem Mini-U-Boot durch die Blutbahnen eines Patienten zu manövrieren. "Kaisers Klänge" liefern die lustvolle Radioparodie der Geschichte. Mit Antikörperattacken an der Herzkammer und Ohrwurmalarm im Mittelohr. Vor allem aber mit einem spektakulären Soundtrack, in dem von Klassik bis Pop, von Wagner bis zu den Beatles alles dabei ist.

  3. 64

    Von London bis nach Delhi – Der Komponist John Foulds

    Der Engländer John Foulds gehört zu den vergessenen Komponisten, deren Musik eine Wiederentdeckung wert ist. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts experimentiert er mit Vierteltönen und ist einer der ersten Europäer, die sich für indische Musik interessieren. Das Opus Magnum von John Foulds ist sein "World Requiem". Er schreibt es in Erinnerung ans Weltkriegsende. In den 1920er Jahren wird es alljährlich in London aufgeführt. Später gründet Foulds in Delhi ein Orchester, mit dem er sich den Traum einer musikalischen Synthese von Ost und West erfüllt.

  4. 63

    Hexen, Geister und Dämonen – Musik aus der magischen Welt

    Die dunklen Künste sind verführerisch, das lernt man schon in den Romanen um den Zauberschüler Harry Potter. Wer gegen sie gewappnet sein will, der muss die Tricks und Finten der schwarzen Magie kennen. Wir nehmen heute unsere erste Lektion und widmen uns einer ihrer gefährlichsten Waffen: der Musik.

  5. 62

    Tales of Mistery and Imagination – Musik für Edgar Allan Poe

    Vor 50 Jahren erschien das Album „Tales of Mistery and Imagination“ des Alan Parsons Project. Es war das erste musikalische Konzeptalbum, das die Werke eines einzelnen Autors durchgängig musikalisch umsetzte. Düsterer Progressive Rock verbindet sich mit klangvollen Orchesterfarben und eingängigen Melodien. Und lässt so die phantastisch-unheimliche Welt von Edgar Allan Poe lebendig werden.

  6. 61

    Adam von Fulda und Hindemith am Main - Komponierende Hessen

    Wer sind die bekanntesten hessischen Komponisten? Georg Philipp Telemann und Felix Mendelssohn, Gustav Mahler und John Dowland - sie alle lebten und komponierten irgendwann einmal in Hessen. Manche schrieben sogar Musik mit direktem Hessenbezug.

  7. 60

    Vom Times Square um den Globus – Broadway-Songs und Welthits

    Glanz und Glamour herrschen am Broadway in New York. Hier stehen die größten Theaterhäuser Amerikas und werden die grandiosesten Musicals gespielt. Berühmte Komponisten waren und sind hier zuhause: Leonard Bernstein, George Gershwin, Andrew Lloyd-Webber oder Irving Berlin. Und für sie alle gilt: "There’s no business like show business“! Wir rollen den roten Teppich aus zur großen Show der Musical-Highlights und internationalen Evergreens. Einmal um den Globus geht’s mit den schönsten Broadway-Songs und anderen Welthits von "Granada" bis "New York", vom "Ol‘ Man" bis zum "Moon River". Uns erwarten große Stimmen, viel Pathos und nicht zu wenig Humor!

  8. 59

    Brummende Zigarren – Die Musik vom Zeppelin

    Mit leisem Brummen gleitet der Zeppelin erhaben am Himmel dahin. Schon Max Reger schrieb chorische Hymnen auf die silbernen Giganten der Lüfte. Liedermacher von heute besingen ihre melancholische Eleganz. Und klassische Komponisten beschreiben die Fahrt der schwebenden Himmelsstürmer mit luftig leichten Tönen.

  9. 58

    Melodien am Abgrund – Wahnsinnsmusik

    Musik und Wahnsinn haben mehr miteinander gemeinsam als man denkt. Beide lassen die Welt des Alltäglichen hinter sich und bewegen sich in traumartigen Dimensionen. Beide steigern Gefühle bis zum Übermaß, und beide sind nicht immer rational erklärbar. Mit Ophelia, Don Quixote und Lucia di Lammermoor streifen wir heute durch die musikalischen Welten am Rande des Verstands.

  10. 57

    Long live the Queens – Musik für Englands Königinnen

    Von Mary I. (1553-1558) bis zu Elisabeth II. (1952-2022) gab es in England und Großbritannien sechs Königinnen, die als Staatsoberhaupt regiert haben. Für sie alle wurden Huldigungsmusiken und Jubelmärsche komponiert, Festmusiken und Traueroden. Lautenist John Dowland schrieb Tanzstücke für seine Königin Elisabeth I. Georg Friedrich Händel beehrte Queen Anne mit einer Geburtstags-Ode. Felix Mendelssohn schenkte seiner Gönnerin Victoria Lieder ohne Worte. Und Benjamin Britten komponierte zur Krönung von Elisabeth II. sogar eine ganze Oper.

  11. 56

    On The Trail – Die singenden Cowboys

    An den singenden Cowboys der amerikanischen Country Music ist so gut wie nichts authentisch. Ihre Musik haben moderne Songkomponisten für sie geschrieben. Die echten Cowboys, die in den Prärien des Wilden Westens einen harten Job verrichteten, waren ziemlich pragmatisch: Sie sangen ganz einfach von ihrem Arbeitsalltag. Die authentischen Cowboy-Songs gehen fast alle auf europäische Volkslieder zurück, die ganz nach den Bedürfnissen der reisenden Viehhirten umgetextet wurden. Die Cowboys haben am Lagerfeuer aber nicht nur Gitarre gespielt, sie haben auch gejodelt!

  12. 55

    Madrigal mit Mordgeruch - Gesualdo schlägt zu

    Adel verpflichtet: Die Madrigale, die Carlo Gesualdo, Fürst von Venosa, komponierte, sind ausdrucksstark und tief ergreifend. Mit den Gefühlen hat Don Carlo es aber auch im wirklichen Leben ernst genommen. So ernst, dass er zum Mörder wurde. Gesualdos Eifersuchtsmord an seiner Gattin und ihrem Liebhaber fand Niederschlag in gleich mehreren Dramen und Opern der komponierenden Nachwelt. Wir hören in beides hinein: in Gesualdos ergreifende Madrigale und in die Romane und Opern, die sich mit seiner Mordtat beschäftigen.

  13. 54

    Ein Zar als Protagonist – Die frühen Opern von Kurt Weill

    Vor 100 Jahren kam "Der Protagonist", die erste Oper von Kurt Weill, auf die Bühne. Zur Premiere musste der junge Komponist sich noch einen Frack ausleihen. So richtig berühmt wurde er erst zwei Jahre später mit den jazzigen Songs aus der "Dreigroschenoper". Die frühen Opern von Weill sind noch psychologische Dramen im Stil des musikalischen Expressionismus. Es gibt aber auch schon erste Berührungen mit der Unterhaltungsmusik. In Weills dritter Oper "Der Zar lässt sich photographieren" wird bereits Tango getanzt.

  14. 53

    Vom Eise befreit – Die Musik des Frühlings

    "Der Frühling ist die Musik der Natur", so heißt es. Die Vögel zwitschern, die Bäche rauschen, die Sonne lacht, die ersten Insekten brummen und der Frühjahrsregen tropft aufs Dach. Die schönsten Frühlingsweisen lassen wir heute erklingen. In Vivaldis Frühlingskonzert erwacht die Natur zu neuem Leben. In Strawinskys "Frühlingsopfer" wird zu archaischen Riten getanzt. Und in der Orchestermusik von Charles Koechlin startet das Dschungelkind Mowgli zu seinem großen "Frühlingslauf".

  15. 52

    "Eine Spur lief ich den Sängern" – Finnlands Kalevala in der Musik

    Die Geschichten aus dem finnischen Nationalepos, der Kalevala, stecken voller Musik. Der weise Sänger Väinämöinen erschafft nicht nur das Leben auf der Erde, er spielt auch die ersten Klänge auf der Kantele, dem heutigen Nationalinstrument der Finnen. Die Kalevala ist ein Spiegel der finnischen Mythologie und Kultur. Ausladende Gesänge erzählen von der nordischen Kunst des Bierbrauens. Und zu gespenstischen Klängen kreist der Schwan von Tuonela als Wächter um das Totenreich.

  16. 51

    Madrigal mit Jazztrompete – Die Wiederentdeckung der Renaissance

    Die Klangwelten der Renaissance sind geprägt von der sakral-andächtigen Stimmung des mehrstimmigen Chorgesangs. Dafür interessieren sich auch noch die Musiker von heute. Mit ihren modernen Mitteln sorgen sie dafür, dass die 500 Jahre alte Musik wie neu klingt. Ob Messen mit Klezmerklarinette, Motetten für Streichquartett oder Madrigale mit Jazztrompete - die Wiederentdeckung der musikalischen Renaissance kennt keine Grenzen.

  17. 50

    Rock ’n‘ Roll und Ringelsocken – Jugend in den 1950ern

    Der Rock ‘n‘ Roll gehört zu den 50er Jahren und der Hula-Hoop-Reifen. Einen Fernseher hatte noch kaum jemand, Musik hörte man nur von Schallplatte oder im Radio, und der Krieg war gerade erst vorbei. Die Kinder der 50er Jahre trugen Lederhosen und Haarschleifen, die Jugend Petticoat und Ringelsocken und auf dem Kopf die unvermeidliche Elvis-Tolle. Die jungen Leute von damals sind die die Großeltern und Urgroßeltern der Kinder von heute. In "Kaisers Klänge" kommen sie noch einmal zu Wort, zusammen mit der Musik, die sie gehört haben.

  18. 49

    "Fließt, meine Tränen!" – Die Lautenlieder von John Dowland

    John Dowland war ein früher Meister der musikalischen Melancholie. Seine Lautenlieder erzählen von vergangener Liebe und traurigen Tränen. Als Saitenvirtuose schrieb er zudem viele Fantasien, Pavanen und Galliarden für sein Instrument. John Dowland arbeitete als Hoflautenist für den englischen und den dänischen König. Auch in deutschen Landen hat er musiziert. Mit seiner Laute im Gepäck kam er bis nach Kassel und Nürnberg. Am 20. Februar ist sein 400. Todestag.

  19. 48

    "Hör ich das Liedchen klingen" – "Dichterliebe" mal nicht von Schumann

    Schumanns Liederzyklus "Dichterliebe" ist die wohl bekannteste Vertonung der Liebeslyrik von Heinrich Heine. Dessen Verse haben aber auch unzählige andere Komponisten angeregt. Wir hören die Texte aus der "Dichterliebe" heute einmal nicht nur von Schumann, sondern auch in den Vertonungen der vielen anderen. Ob "Im wunderschönen Monat Mai" oder "Am leuchtenden Sommermorgen": Vor allem die Romantiker von Mendelssohn bis Meyerbeer, von Liszt bis Loewe haben sich von denselben Heine-Versen inspirieren lassen wie Robert Schumann.

  20. 47

    Choräle aus dem Wilden Westen – Karl May und die Musik

    Wer kommt mit auf einen spannenden Erkundungsritt in die Musikwelten des Abenteuerschriftstellers Karl May? Dazu gehören nicht nur die bekannten Filmmusiken zu den Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand, sondern auch die musikalischen Schöpfungen von Karl May selbst! Zahlreiche Chorwerke hat er verfasst, am bekanntesten ist sein "Ave Maria". Auf unserem Abenteuerritt erbeuten wir seltene Schätze: Wir stoßen auf Winnetou-Songs, Cowboy-Ballette und sogar auf eine "Silbersee"-Oper! Aus der Feder von Karl May selbst stammt eine Weihnachtskantate für den Wilden Westen. Und auch die Sterbemusik für seinen Helden Winnetou hat er eigenhändig komponiert!

  21. 46

    Verdi forever! – Eine Hommage zum 125. Todestag

    Viva Verdi! Zum 125. Todestag am 27. Januar lassen wir den Großmeister der italienischen Oper noch einmal hochleben! Zahlreich sind die Verehrer, die dem Maestro ein Ständchen darbieten. Dafür haben sie ihre ganz eigenen Interpretationen seiner Musik mitgebracht! Von der Swing-Aida bis zum Rigoletto mit Blaskapelle reicht der Reigen der Hommagen. Und da ohnehin so viele Freunde gekommen sind: Warum soll das berühmte „La donna è mobile“ nicht einmal von 10 Tenören gleichzeitig gesungen werden? Oder die Abschiedsarie der Violetta aus „La Traviata“ von einem ganzen Chor?

  22. 45

    Musikjahr 2025 – Die schönsten Überraschungen

    Ob packende Opernarien, coole Jazznummern, frisch aufpolierte Orchesterwerke oder Neues aus Folk und Pop - vieles bleibt im Laufe eines Jahres in den Ohren eines Musikredakteurs hängen, manchmal aber leider auch auf seinem Schreibtisch liegen. Den übersehenen und noch nicht gesendeten musikalischen Perlen des letzten Jahres lauschen Kaisers Klänge heute nach: Neue Aufnahmen von altbekannten Stars und unbekannten Newcomern.

  23. 44

    Musikjahr 2025 – Die schönsten CDs

    Viele neue Aufnahmen wandern im Laufe eines Jahres über den Schreibtisch eines Musikredakteurs. Musik von großen Stars und solchen, die es noch werden können. Musik, die man schnell wieder vergisst, aber auch Musik, die einfach hängen bleibt. Ausschnitte aus den schönsten Klassik-CDs des letzten Jahres sind heute noch einmal zu hören: Ein "Best of 2025", ausgesucht und zusammengestellt von Niels Kaiser.

  24. 43

    (Romantic) Heroes – Die Kunstlieder des David Bowie

    Vor 10 Jahren starb David Bowie. Als Rockmusiker war er nicht unbedingt ein Mann der leisen Töne, trotzdem hatte er auch seine ruhigen Seiten. Manche Songs hat er einfach nur zum Piano gesungen, als seien sie romantische Klavierlieder. Andere Musiker spielen Bowie-Songs mit Streichquartettbegleitung oder in klassischer Trio-Besetzung. Wir streifen heute durch die Klangwelten des romantischen Helden David Bowie ("Heroes"). Zu seinen sphärischen Klängen schweben wir durchs Weltall ("Space Oddity") oder träumen vom Leben auf dem Mars ("Life on Mars?").

  25. 42

    Wir sind dann mal weg – Musik für Globetrotter

    In der kalten und dunklen Jahreszeit packt viele das Fernweh. Wer es nicht mehr aushält, kann heute mit Kaisers Klänge auf Globetrotter-Tour gehen. Wir reisen auf weißen Elefanten, singen chinesisch, tanzen Bossa Nova und trinken mit amerikanischen Ureinwohnern Manhattan. In einer großen Musikcollage führt die Reise rund um den Globus, durch Wüsten und über Meere, hinauf bis zum Gipfel der Welt und sogar darüber hinaus, denn: Mit Musik ist alles möglich und werden Träume wahr.

  26. 41

    Mit Samiel auf der Pirsch - Neues vom "Freischütz"

    Vor über 200 Jahren jagte er zum ersten Mal über die Opernbühne: Carl Maria von Webers "Freischütz". Seitdem hat er nicht aufgehört, das Publikum zu begeistern und Musiker anzuregen. Die Palette der Bearbeitungen reicht von Freischütz-Fantasien und Potpourris bis zu Neuschöpfungen wie dem "Schreifritz" oder dem "Black Rider" von Tom Waits. Mit Samiel, Agathe und Max gehen "Kaisers Klänge" heute noch einmal auf die Pirsch.

  27. 40

    Dreiklang mit Dekameron - Musik zu den Novellen Boccaccios

    Mit ihm begann die Blütezeit der italienischen Novelle. Zusammen mit Petrarca, mit dem er befreundet war, und Dante, den er verehrte, zählt Giovanni Boccaccio zu den großen Vertretern der frühen italienischen Literatur. Zum 650. Todestag am 21. Dezember hören wir Musik zu seinen Werken. Häufig sind es die amourösen und witzigen Geschichten aus Boccaccios Hauptwerk, dem Dekameron, die zu Musik werden. Vivaldi, Scarlatti und Massenet verwenden sie als Vorlagen für große Opern. Aber auch Boccaccios Gedichte werden vertont. Palestrina und Monteverdi machen daraus Madrigale, Respighi Klavierlieder. Und bei Suppè avanciert Boccaccio sogar selbst zum Operettenhelden.

  28. 39

    "Musik aus der anderen Welt" - Giovanni Pierluigi da Palestrina

    2025 feiert die Musikwelt den 500. Geburtstag des Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina. Zu Lebzeiten galt er als Hauskomponist des Vatikans, wo man in ihm den "Retter der Kirchenmusik" sah. Seine Verbindung von polyphonen Zaubereien und klarer Textverständlichkeit bezeichnet man heute als den "Palestrina-Stil". Palestrina ist der wohl berühmteste Renaissance-Komponist. Noch lange vor Wagner wird er zum Meister der unendlichen Melodie. Und auch die Komponisten späterer Jahrhunderte verehren ihn: Johann Sebastian Bach bearbeitet seine Messen, Franz Liszt komponiert ein "Miserere nach Palestrina", und Hans Pfitzner schreibt sogar eine ganze "Palestrina"-Oper.

  29. 38

    "Traumgekrönt" - Musik zu den Gedichten von Rainer Maria Rilke

    Die Verse von Rainer Maria Rilke können ekstatisch sein oder melancholisch, immer aber sind sie so eingängig, dass sie nicht nur von klassischen Komponisten vertont worden sind, sondern genauso oft von Popmusikern und Songwritern. Von seinem berühmtesten Gedicht "Der Panther" bis zum "Stundenbuch" und dem "Buch der Bilder" haben sich die Vertreter aller musikalischen Genres immer wieder der träumerischen Verse von Rainer Maria Rilke angenommen. Die Musik dazu erklingt heute in einer Sendung zum 150. Geburtstag des Dichters am 4. Dezember.

  30. 37

    Mit weißer Perücke und Rüschengewand - Pop goes Baroque

    Wie hätte Georg Friedrich Händel einen Beatles-Song arrangiert? Und wie würde es klingen, wenn die Dancing Queen von ABBA ihr Tanzbein im Rhythmus einer barocken Courante schwingt? Popsongs in Barockarrangements sind ein neuer Trend auf dem Musikmarkt. Die Hits von Queen klingen dann auf einmal wie Opernarien von Vivaldi. Und Stings Balladen verwandeln sich in Lautenlieder von Dowland. Aber eigentlich ist das alles gar nicht so besonders neu, denn schon die Rockmusiker der 60er Jahre haben gerne mal wie Bach geklungen.

  31. 36

    Heute ist Ball auf dem Kirchhof - Totentänze

    Im schimmernden Mondlicht sind die Toten die besten Tänzerinnen und Tänzer: Ihr weißes Gebein schwingen sie beim nächtlichen Ball auf dem Kirchhof. Über offenen Gräbern versammeln sich die Gerippe zu einem galanten Reigen seliger Geister. Auch der Tod selbst ist ein leidenschaftlicher Musikant. Krachend spielt er mit seiner Geige zum Tanz auf. Glocken läuten, Knochen klappern und Hähne krähen beim nächtlichen Totentanz.

  32. 35

    Flegel und Titan – Musik zu den Romanen von Jean Paul

    Als Schriftsteller und Dichter steht Jean Paul zwischen der Weimarer Klassik (Goethe und Schiller war er suspekt!) und der deutschen Romantik. Mit seiner stilistischen Palette von Erhabenheit bis Satire hat er auch immer wieder die Musiker unter seinen Lesern angesprochen. Am 14. November ist sein 200. Todestag. Die Verse aus dem Romanfragment "Flegeljahre" sind schon von Jean Pauls Zeitgenossen vertont worden. Und auch in der Instrumentalmusik spielen Erzählungen wie "Titan" oder "Siebenkäs" eine Rolle: Ob Schumanns Klavierzyklus "Papillons" oder Gustav Mahlers erste Sinfonie - beide stehen in direktem Zusammenhang mit dem Schaffen von Jean Paul.

  33. 34

    Ottos Mops singt – Ernst Jandl und die Musik

    Wer experimentelle Lyrik und Lautgedichte wie "Schtzngrmm" schreibt, wer Ottos Mops kotzen lässt und "die vergoldeten Köpfe der Klassiker" klirrend zerbricht, der verfügt bestimmt auch über einen besonderen Sinn für Musik. Bei Ernst Jandl war das so. Eine spezielle Beziehung hatte er zum Jazz. Und es sind auch vor allem die Jazzer, die sich der Lyrik des Wiener Wortkünstlers angenommen haben. Im August war Ernst Jandls 100. Geburtstag. Wir jandln uns heute noch einmal musikalisch durch sein Werk zwischen Avantgarde und Popkultur. Von "Laut und Luise" bis zum "Röcheln der Mona Lisa", mit Musik von Jazz bis Kleinkunst und Chanson.

  34. 33

    Abrakadabra – Musik für Zauberer

    Wie für jede übersinnliche Kunst gilt auch für die Magie: Am besten funktioniert sie mit Musik. Die großen Zauberer von Prospero bis Harry Potter schwingen heute ihren Zauberstab zu magisch musikalischen Klängen. Rechtzeitig zu Halloween erleben wir ein Fest der berühmtesten Magier aus Legende und Literatur. Ob sie mit ihren Zaubereien Gutes oder Böses im Schilde führen, das verrät uns die zauberhafte Musik, die Komponisten für sie geschrieben haben.

  35. 32

    Wo der Walzerkönig regiert – 200 Jahre Johann Strauss

    Bewundert wurde er natürlich auch für seine Operetten, Polkas und Märsche. Unangefochtener Alleinherrscher aber war er im Reich des dreivierteltaktigen Wiener Paartanzes: Walzerkönig Johann Strauss. Zum 200. Geburtstag streifen wir durch die Walzerwelten von König Johann und stellen ihnen die Walzerwunder gegenüber, mit denen seine Erben und Nachfahren ihm gehuldigt haben. Vom Donau- bis zum Kaiserwalzer, von Tschaikowsky und Brahms bis zu Rihm und Ravel.

  36. 31

    Mit Zischen und Brodeln – Die Musik der Vulkane

    Wenn Vulkane mit monströser Urgewalt Magma und Rauchwolken in den Himmel hinaufschleudern, dann brodelt und zischt es auch in der Musik. Jean-Philippe Rameau erweckt die feuerspeienden Berge der Anden zu musikalischem Leben, und Franz Schubert ruft erschrocken: "Wie dürstet der Ätna!". Johann Strauss lässt zu vulkanischen Walzer-Eruptionen gewaltige "Lava-Ströme" fließen, und die Musik von Jón Leifs über den Ausbruch des isländischen Hekla-Vulkans ist wohl das lauteste jemals aufgeführte Orchesterstück.

  37. 30

    Summertime in Catfish Row - 90 Jahre "Porgy and Bess"

    1935 war "Porgy and Bess" von George Gershwin die erste Oper, die komplett in der Lebenswelt von Afroamerikanern spielt. Laut Verfügung des Komponisten darf das Stück nur von Schwarzen aufgeführt werden. Außerhalb der Bühne aber haben auch viele andere schon die Songs aus "Porgy and Bess" gesungen. Stars von Louis Armstrong bis Miles Davis haben Songs wie "I loves you, Porgy" oder "It ain’t necessarily so" nachgesungen und nachgespielt. Und die Melodien von "Summertime" und "I got plenty o’nuttin‘" sind längst zu legendären Jazzstandards geworden.

  38. 29

    Mehr als nur humtata - Deutschlandbilder im Ausland

    Das Bild der Deutschen von sich selbst ist oft zwiespältig. Was aber haben die anderen für ein Bild von Deutschland? Mitunter gar kein so schlechtes. Den Blick, den die Welt auf Deutschland wirft, analysieren wir heute auf musikalischem Weg.Bei englischen Komponisten ist Deutschland ein beliebtes Urlaubsland (Edward Elgar: "From The Bavarian Highlands"). Französische Chanteusen singen über deutsche Großstädte (Barbara: "Göttingen"). Und sogar die Österreicher wissen ihren nördlichen Nachbarn zu schätzen (Johann Strauss: "Nordseebilder").

  39. 28

    Meerjungfrau und Nachtigall - Musik zu Andersens Märchen

    Seine Märchen sind weltberühmt, von der "Schneekönigin" bis zur "Prinzessin auf der Erbse". Natürlich kennen und schätzen auch die Musiker Hans Christian Andersen. Zu seinen Schöpfungen gibt es Opern, Ballette, sinfonische Dichtungen und Märchenlieder. Im August war der 150. Todestag des großen dänischen Erzählers, dessen Märchen eigentlich eher etwas für Erwachsene sind als für Kinder, denn sie enthalten jede Menge Gesellschaftskritik. Ob "hässliches junges Entlein" oder "Mädchen mit den Schwefelhölzern": Komponisten von Strawinsky bis Hollaender bringen Andersens Märchen zum Klingen.

  40. 27

    Einfach gut - Die Musik von Arvo Pärt

    Aus Gregorianischem Gesang und mittelalterlicher Schule hat der estnische Komponist Arvo Pärt seine ganz eigene Musiksprache entwickelt. Im "Tintinnabuli"-Stil reduziert er das Klangmaterial aufs absolut Nötige und erschafft so eine ganz neue Form von musikalischer Einfachheit und Schönheit. Ausgangspunkt seines Schaffens aber war die musikalische Avantgarde. Pärt schrieb z.B. auch die erste estnische Zwölftonmusik. Den früheren Sowjet-Funktionären galt er als zu modern und zu religiös. Zum 90. Geburtstag streifen wir durch den magisch schönen Klangkosmos von Arvo Pärt.

  41. 26

    "Jeder Mensch ist ein Abgrund" - Musik zu Georg Büchner

    Die Dramen Georg Büchners leuchten tief in die Abgründe der menschlichen Seele hinein. Damit fordern sie auch immer wieder Musik heraus. Zu schaurigen Klängen versenkt Woyzeck das Mordmesser im See. Sehnsuchtsvoll umtanzen sich Prinzessin Lena und Prinz Leonce. Und Danton singt unter der Guillotine Klagelieder auf die Schrecken der Französischen Revolution. Ob Neutöner wie Alban Berg oder Paul Dessau, ob Popmusikexperten von Herbert Grönemeyer bis zu den Tiger Lilies: Sie alle haben Büchners dramatische Stoffe in Musik gesetzt.

  42. 25

    Volltreffer! - Musik nicht nur für Fußballfans

    Im Fußball steckt jede Menge Musik! Mit wuchtigem "Attacca" haut der Mittelstürmer den Ball unter die Latte. Im lyrischen Unisono skandieren die Fans ihre Hymnen. Und der Reporter hämmert mit knalligem Staccato seinen Live-Bericht ins Mikrofon! Auch die Musikmachenden sind vom Fußball-Virus infiziert: Komponisten wie Bohuslav Martinů und Dmitri Schostakowitsch vertonen ganze Fußballspiele. Und Liedersänger von Hermann Leopoldi bis Max Raabe haben ihre eigenen Fußball-Songs im Repertoire. "Kaisers Klänge" nähern sich der schönsten Nebensache der Welt einmal ganz von ihrer musikalischen Seite.

  43. 24

    Sachliche Romanzen – Erich Kästner und die Musik

    Es gibt von ihm nicht nur Kinderbücher und humoristische Essays. Die Verse des sanften Spötters und Zeitkritikers Erich Kästner fanden auch immer wieder den Weg in die Musik. Kabarettchansons und Liedvertonungen entstanden zu seinen Gedichten - Hörspiellieder, Film- und Theatermusik zu den Geschichten. Tim Fischer, Liederjan, Die Toten Hosen und Thomas Pigor - sie alle singen oder vertonen die Verse von Erich Kästner.

  44. 23

    Frühe Töne aus dem Äther - Die erste Musik fürs Radio

    Als vor 102 Jahren das Radio in Deutschland seinen Sendebetrieb aufnahm, sorgte das für große Euphorie auch unter Komponisten und Musikern. Schon bald entstanden die ersten Werke, die speziell auf die Aufführungsbedingungen im Rundfunk zugeschnitten waren. Kurt Weill, Paul Hindemith oder Werner Fink, sie alle komponierten für das neue Medium: von Kantaten und Hörspielmusiken bis hin zur neuen Gattung der Funk-Oper. Mit dem Trautonium wurde sogar eigens ein Instrument fürs Radio erfunden.

  45. 22

    Brecht-Königin und Musical-Queen - Gisela May

    Den Brecht-Song hat sie in der ganzen Welt berühmt gemacht. Genauso gerne sang sie Chansons von Jacques Brel oder stand in "Hello, Dolly" auf der Musicalbühne: die Diseuse und Schauspielerin Gisela May. Mit ihrer glasklaren Diktion, in der immer jedes Wort zu verstehen war, begeisterte sie ihre Fans in Ost und West, später auch im vereinten Deutschland. "Kaisers Klänge" feiern die große Sängerin noch einmal mit ihren Interpretationen der Lieder von Brecht und Tucholsky, Kästner und Brel, Theodorakis und Neruda.

  46. 21

    "Hören Sie doch meine Musik" - Schostakowitsch schweigt

    Vor 50 Jahren, am 9. August 1975, stirbt in Moskau der Komponist Dmitri Schostakowitsch. 1979 erscheinen posthum seine Memoiren, zusammengestellt aus Gesprächen, die der Musikwissenschaftler Solomon Wolkow mit dem bereits todkranken Komponisten geführt hat. Es zeigt sich das Bild eines kritischen Künstlers, der sein wahres Gesicht hinter einer Maske versteckt, um sich vor den Angriffen der Staatsmacht zu schützen. Damit ändert sich auch der Blick auf sein Werk. "Hören Sie doch meine Musik", meint er, "darin ist alles gesagt."

  47. 20

    Rhapsody & Co. – Klassik meets Jazz

    1924 schreibt George Gershwin die "Rhapsody In Blue". Sie ist wie ein Startschuss. Danach entsteht immer mehr Musik, die Klassik und Jazz miteinander verbindet. Kurt Weill besetzt die "Dreigroschenoper" mit einer Jazzband. Strawinsky und Schostakowitsch schreiben gleich fürs große Jazzorchester. Und schon von Debussy gibt es frühe Ragtimes. Kaisers Klänge sind dabei, wenn Klassik und Jazz in lustvollen Sessions aufeinandertreffen.

  48. 19

    Die Welt ist laut – Musik gegen den Lärm

    Weit schallende Glocken, klappernden Mühlen, hämmernde Ambosse und dröhnende Motoren - der Fortschritt bringt immer neue Lärmquellen hervor. Kaisers Klänge verwandeln die Geräusche unserer Umwelt in klangvolle Melodien. Brüllen, Pfeifen, Zischen, Fauchen, Rammeln, Klopfen, Schrillen, Schreien und Toben: All das wird heute zu Musik. Dazwischen gibt es aber auch musikalische Inseln der Stille.

  49. 18

    Das gab’s nur einmal - Der deutsche Operettenfilm

    Johannes Heesters schmettert: "Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen", und Lilian Harvey lispelt: "Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder". Der Operettenfilm ist ein typisch deutsches Produkt der 1930er Jahre. Ob Verfilmung einer Operette oder Musikfilm, dessen Handlung operettenhaft angelegt ist: Spaß und Unterhaltung sind im Operettenfilm garantiert. Vom tiefschürfenden Problemfilm ist das Ganze ungefähr genauso weit entfernt wie die lebensfrohe Operette von der griechischen Tragödie.

  50. 17

    Hot Time Dance - George Antheil und die amerikanische Musik

    Das Frühwerk von George Antheil umfasst mechanische Ballette und hämmernde Klaviermusik. Aufführungen enden nicht selten im Tumult. Nach seiner Rückkehr in die USA wandelt sich der selbst ernannte "Bad Boy of Music" zum Pionier der amerikanischen Sinfonik. Antheil schreibt Musik zu den Romanen von Mark Twain und Ernest Hemingway, er komponiert Opern, Konzerte, Kammermusik und Soundtracks. Nebenbei verfasst er Kriminalromane und entwirft funkgesteuerte Torpedos, deren Technik noch heute in Bluetooth-Geräten zur Anwendung kommt. Zum 125. Geburtstag am 8. Juli streifen wir durch die Klangwelten von George Antheils Amerika.

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