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hr2 Menschen und ihre Musik

... von Bach bis Beatles, ausgewählt und präsentiert von prominenten Gästen.

  1. 49

    "Ich hatte nie Stress damit, dass ich abstehende Ohren habe." – Der Schauspieler und Chansonnier Dominique Horwitz

    Nicht zuletzt seine Ohren sind heute eins seiner Markenzeichen. Dominique Horwitz ist Regisseur, Schauspieler, Romanautor und Chansonnier. "Es gibt Musik, die klebt an mir fest, die bekomme ich nicht aus meinem Herzen raus" sagt er. Welche das ist, warum es ihn als Teenager aus Paris nach Berlin verschlagen hat und welche Momente ihn auf der Bühne besonders fordern, das erzählt er in "Menschen und ihre Musik".

  2. 48

    "Ich bin die ganze Zeit am Musik hören, fast ein bisschen zu viel." – Der Cellist Simon Tetzlaff

    Simon Tetzlaff stammt aus einer echten Musikerdynastie. Sein Vater ist der berühmte Geiger Christian Tetzlaff, seine Mutter spielt die Klarinette an der Frankfurter Oper und seine Tante spielt genau wie er das Cello. Kein Wunder also, dass auch er ein begnadeter Musiker geworden ist. Im Dezember 2025 hat der junge Cellist sein Debütalbum mit Werken für Cello Solo von Kodály, Sibelius Ysaÿe vorgelegt. In "Menschen und ihre Musik" spricht Simon Tetzlaff über dieses Album, das Aufwachsen in einer Musikerfamilie, darüber worauf es bei einem guten Cello ankommt, und natürlich über seine Lieblingsmusik, die er für die Sendung mitgebracht hat.

  3. 47

    "Transformation macht Spaß!" – Der Klavierkabarettist Lars Reichow

    Seit über 30 Jahren ist er als "Klaviator" auf deutschen Kleinkunstbühnen unterwegs. Von virtuoser Tastenakrobatik bis zu gekonnter Stand-up-Comedy beherrscht er die Disziplinen der kabarettistischen Unterhaltung. Im Laufe seiner Karriere ist sein Blick dabei zunehmend politischer geworden. Wir müssen uns ändern, um unsere Demokratie zu retten und unsere Erde, "aber diese Transformation kann auch Spaß machen", sagt der Klavierkabarettist Lars Reichow.

  4. 46

    "Es gibt Konzerte, da schwebt man." – die Pianistin Elena Bashkirova

    Musik ist ihr Leben. Den ersten Klavierunterricht gab es beim berühmten Vater Dimitrij Bashkirov, verheiratet ist sie mit dem Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim und auch die beiden Söhne David und Michael Barenboim machen professionell Musik. Am liebsten macht sie Kammermusik. Da braucht man ein aktives Publikum. "Wenn es gut läuft, hört man die Leute mitatmen, das ist etwas ganz besonderes".

  5. 45

    "Wir haben jeden Tag auf der Straße gespielt, bis wir unsere Studiengebühren abbezahlt hatten." – Die Geigerin Lea Hausm

    Lea Hausmann ist eine echte Weltenbummlerin. Mit gerade einmal 15 Jahren ist die Violinistin auf eigene Faust von Langenselbold in die USA gezogen, um sich voll und ganz ihrer Leidenschaft zu widmen: der Musik. Es folgten prägende Stationen am Mozarteum Salzburg bei Lukas Hagen und am Konservatorium in Amsterdam.

  6. 44

    "Ich habe den Kontakt zu meiner Heimatstadt Limburg nie verloren" - der Tenor Julian Prégardien

    Bei den Limburger Domsingknaben hat er früher gesungen und im Ensemble der Oper Frankfurt. Inzwischen ist der Tenor Julian Prégardien einer der gefragtesten Konzert- und Opernsänger. Damit tritt er erfolgreich in die Fußstapfen seines Vaters Christoph Prégardien, mit dem er sich immer noch prächtig versteht und mit dem auch immer noch zusammen auftritt.

  7. 43

    "Ich wandle zwischen den Welten und versuche, Gegensätze zusammenzubringen." - Der Tromperter Matthias Schrifl

    "Allgäu meets India" heißt das Album, für das Matthias Schriefl 2025 zusammen mit der hr-Bigband den Deutschen Jazzpreis bekommen hat. Doch bei Allgäu und Indien hört sein Horizont längst nicht auf. Denn der polyglotte Multiinstrumentalist, der auch beim Reisen immer mindestens zwei Dutzend Instrumente dabeihat, darunter mehrere Trompeten und ein Alphorn, ist ein grenzenloser Weltenwanderer.

  8. 42

    "Ich möchte Tradition und Innovation in Einklang bringen." - Der Organist Niklas Jahn

    Mit gerade mal 27 Jahren wurde Niklas Jahn aus Fulda am 1. Dezember 2024 Organist der Frauenkirche in Dresden - auf den Tag genau 288 Jahre nachdem Johann Sebastian Bach die ursprüngliche Silbermann-Orgel der Kirche mit einem großen Konzert eingeweiht hat. Heute geht Niklas Jahn fast jeden Tag die wieder aufgebauten Stufen zur Orgel hoch, die auch der berühmte Thomaskantor einst erklommen hat, und steht mit seiner Musik stellvertretend für das Symbol "Frauenkirche".

  9. 41

    "Ich möchte Tradition und Innovation in Einklang bringen." - Der Organist Niklas Jahn

    Mit gerade mal 27 Jahren wurde Niklas Jahn aus Fulda am 1. Dezember 2024 Organist der Frauenkirche in Dresden - auf den Tag genau 288 Jahre nachdem Johann Sebastian Bach die ursprüngliche Silbermann-Orgel der Kirche mit einem großen Konzert eingeweiht hat. Heute geht Niklas Jahn fast jeden Tag die wieder aufgebauten Stufen zur Orgel hoch, die auch der berühmte Thomaskantor einst erklommen hat, und steht mit seiner Musik stellvertretend für das Symbol "Frauenkirche". In "Menschen und Ihre Musik" teilt Niklas Jahn seine Lieblingsstücke mit uns und wir sprechen über die Bedeutung der Frauenkirche, sein Organisten-Dasein zwischen Katholizismus in Fulda und Protestantismus in Dresden, über die Kunst der Improvisation und darüber, was man tun kann, damit Orgelmusik auch in Zukunft gehört wird.

  10. 40

    "Trompete spielen ist für mich Trompete singen." - der Trompeter, Solist und Dozent Reinhold Friedrich

    Als Kind wurde Reinhold Friedrich "vom Blitz getroffen", als er ein Brandenburgisches Konzert von Bach hörte. Da rannte der damals Siebenjährige zu seinen Eltern und sagte: "Ich bin Trompeter. Ich brauche eine Trompete." - Und dann gab es kein Zurück mehr.

  11. 39

    "Jetzt bin ich knapp 50 und entdecke die Lust am Üben." – der Pianist Daniel Heide

    Daniel Heide hat sich am Klavier einen Namen als versierter Liedbegleiter und Kammermusiker gemacht. In "Menschen und ihre Musik" erzählt er, worauf es beim Begleiten ankommt, wie seine Mutter ihn beim Klavier - und nicht, wie gewünscht, beim Schlagzeugunterricht - anmeldete, über seine Leidenschaft für Jazz, französisches Chanson und Música Popular Brasileira und wie schön es ist, sich am Klavier weiterzuentwickeln.

  12. 38

    "Ich mache sehr gerne Sport. Das hat mich mein Leben lang begleitet." - Der Thomaskantor Andreas Reize

    Schwimmen, Laufen, Radfahren ist zur Musik ein wichtiger Ausgleich für Andreas Reize. Der Organist, Chorleiter, Musikwissenschaftler und Dirigent aus der Schweiz ist der 18. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach in Leipzig. Doch der Musiker beschäftigt sich nicht nur mit Kirchenmusik. In seiner Heimat auf Schloss Waldegg führt er jeden Sommer Barockopern auf mit seinem von ihm gegründeten cantus firmus consort.

  13. 37

    Das kölsche Original: Wolfgang Niedecken

    Er ist eine der großen und wichtigen Stimmen in Deutschland - wenn er singt und wenn er spricht. Wolfgang Niedeckens Songs sind zeitlos schön, immer noch und immer wieder aktuell. Wie er die Welt sieht ist wichtig und macht nachdenklich, und seine Musikauswahl für Menschen und ihre Musik macht einfach Spaß.

  14. 36

    "Mein Ziel auf der Bühne: Die Lieder durch mich durchlassen" – der Chansonnier Vladimir Kornéev

    Ob Piaf, Weill oder Lieder aus seiner georgischen Heimat, Vladimir Kornéev findet seinen ganz eigenen Zugang in die Welt des Chansons: Ehrlich, von Herzen, ein Erlebnis. "Wir sitzen alle im gleichen Boot", sagt er, "sowohl ich auf der Bühne als auch das Publikum. Wir sind alle zusammen und dürfen gemeinsam in einer Gruppe etwas erfahren." In hr2-kultur teilt er seine Lieblingsmusik mit uns. Die Musikwünsche von Chansonnier und Schauspieler Vladimir Kornéev in "Menschen und ihre Musik". Eine Übernahme von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik".

  15. 35

    "Eigentlich wollte ich tanzen" – Die Sopranistin Juliane Banse

    Zuerst ging sie auf die Ballettschule der Zürcher Oper, dann aber entschied sie sich doch für die Sängerinnen-Laufbahn. Schon mit 20 Jahren gab sie in Berlin die Pamina in der "Zauberflöte". Seitdem ist Juliana Banse regelmäßig Gastsolistin an der Bayerischen Staatsoper, steht in Wien auf der Bühne oder an der MET in New York. Auch an der Oper Frankfurt hat die frisch gebackene Hindemith-Preisträgerin schon gesungen. Es gibt aber auch die Liedsängerin Juliane Banse. Orchesterlieder und Musicalsongs von Korngold bis Cole Porter hat sie in die Sendung mitgebracht. Aufnahmen mit ihrer Lehrerin Brigitte Fassbaender. Und ihre Lieblingsmusik von Mendelssohn und Rachmaninow.

  16. 34

    "Als Kind habe ich mich gerne im Cellokasten versteckt!" - die Cellistin Julia Hagen

    Das Cellospielen war ihr in die Wiege gelegt. Und das nicht nur, weil der Cellokasten beim Fangenspielen so ein gutes Versteck ist. Schon ihr Vater hat im berühmtem Hagen-Quartett das Cello gestrichen. Mittlerweile ist Julia Hagen (*1995) zum Cello-Shootingstar avanciert und tritt selbst mit dem Quartett des Papas auf. Julia Hagen ist fest davon überzeugt, dass man den Inhalt eines Liedes auch dann verstehen kann, wenn die Melodie nur ausdrucksstark genug von einem Cello gespielt wird. Lieder von Brahms und Schubert hat sie mit in die Sendung gebracht, aber auch Volksmusik aus ihrer österreichischen Heimat und Songs von den Beatles (natürlich gespielt von einem Cello-Ensemble).

  17. 33

    "Das erste Mal, als ich Mahler gehört habe, habe ich mich zu Hause gefühlt." - Der Dirigent Eliahu Inbal

    Fast sein ganzes Leben hat der 90-jährige Dirigent mit Musik verbracht. Geschätzt wird er vor allem für seine Aufführungen der Sinfonien von Gustav Mahler, Anton Brucker und Dimitry Schostakowitsch. In einem sehr persönlichem Gespräch verrät Eliahu Inbal, warum er unbedingt Dirigent werden wollte, weshalb er den Saal der Alten Oper so schätzt und wieso er eigentlich an gleich zwei Tagen Geburtstag hat.

  18. 32

    "Interpretation ist eine Art Fermentation. Es gärt etwas!" – Der Countertenor Andreas Scholl

    Im Rheingau bei den Kiedricher Chorbuben ging es los für Andreas Scholl. Aber wer konnte da schon ahnen, dass seine ewig helle Gesangsstimme ihn später in die größten Opernhäuser führen würde - von Salzburg bis zur New Yorker MET? Und dass das Publikum bei seinen Händel-Arien den Atem anhält? Seit über drei Jahrzehnten singt Andreas Scholl als Countertenor an der Weltspitze. Was ihn nicht davon abgehalten hat, seine Stimme auch in Tiefgaragen, Schützengräben oder auf Pop-Festivals zu erheben. Und welche Musik hört er selbst? Das verrät er im Studio bei "Menschen und ihre Musik".

  19. 31

    "Meine Home Base ist in meinen Instrumenten und meinen Projekten, nicht in einem Genre" - Sebastian Studnitzky

    Er ist einer der spannendsten, umtriebigsten, kreativsten Musiker der aktuellen Jazzszene. Allerdings möchte er sich nicht auf den reinen Jazz reduzieren lassen. Der Pianist und Trompeter Sebastian Studnitzky ist einer, der keine Schubladen kennt und für den auch keine passen würde, er sprengt alle Grenzen. "Memento Odessa", sein Projekt mit ukrainischen klassischen Musikern, das er den lebenden und toten Kriegsopfern in der Ukraine widmet, ist im Moment sein wichtigstes. Und so führen wir dieses Gespräch auch zwischen Frankfurt und Odessa, wo er zur Zeit der Aufnahme zu tun hatte, über tatsächliche Grenzen und Kriegsgrenzen hinweg.

  20. 30

    "Die Langsamkeit in der Musik berührt mich am meisten." - der Pianist Lukas Sternath

    Lukas Sternath ist ein junger Star unter den Pianisten. 2022 gewann er den ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb und ist seitdem ständig auf Tour. Eine Übernahme von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik".

  21. 29

    "Wer zum Konzert vom Treppenhausorchester kommt, braucht ein bisschen Mut" - Der Bratschist Yannik Hettich

    Bei den Konzerten mit dem "Orchester im Treppenhaus" aus Hannover ist die Bühne nicht immer eine klassische Konzertbühne. Mal liegt das Publikum auf Feldbecken, mal lauscht es Musik ganz im Dunkeln oder ist mittendrin, beispielsweise direkt vor einem Streichquartett. Das Ensemble ist außerdem bekannt für seine Notfallkonzerte in kleinem Rahmen. Die Geigerin Johanna Ruppert und der Bratschist Yannick Hettich sprechen über neue Konzertformate und Ideen. Sie erklären, weshalb Klassik auch Disco sein kann und warum sie auf der Bühne dafür auch schon mal 20 Kilo Schaumstoff tragen.

  22. 28

    "Man muss sehr besessen sein von dem, was man tut." - der Saxophonist Jakob Manz

    Er ist sehr jung, sehr talentiert, sehr erfahren und im Musikgeschäft schon längst ein alter Hase. Jakob Manz ist grade mal 24 und mit seinem Saxofon fast immer unterwegs. Meistens im Jazz, aber auch mal auf Tour mit Popstar Sarah Connor. Jetzt ist er auch noch Artist in Residence der Alten Oper Frankfurt und wird in den nächsten Monaten hier ein paar Konzerte nicht nur spielen, sondern auch kuratieren. Was den ungewöhnlichen Jazz Star interessiert, fasziniert, bewegt, spiegelt sich auch in seiner Musikauswahl.

  23. 27

    "Musik ist die erste Sprache zwischen Mutter und Kind." - der Dirigent Kent Nagano

    Aufgewachsen ist der Amerikaner mit japanischen Wurzeln in Kalifornien auf einer Farm, ohne Fernsehen, Kino und Stereoanlage. Stattdessen gab es ein Klavier. Und darauf wurde Hausmusik gemacht. Dies hat Nagano bis heute nachhaltig geprägt.

  24. 26

    "Die Moritat ging mir unter die Haut" - der Kurt-Weill-Chronist Jürgen Schebera

    Jürgen Schebera ist einer der großen Weill-Kenner unserer Zeit. Seine Liebe zu dessen Musik entdeckte er in den 1960er Jahren über alte Schellackplatten. Mit Weills Witwe Lotte Lenya führte er einen regen Briefwechsel. Für seine Weill-Biografie recherchierte er in den 80er Jahren als "Ossi" in New York. Kurt Weill, ist für ihn viel mehr als nur die "Dreigroschenoper". Jürgen Schebera hat seine persönlichen Lieblingsaufnahmen mit der Musik des Komponisten mitgebracht, dessen Weg von Berlin bis zum Broadway führte.

  25. 25

    Otto Waalkes über Oper, Beatles und Kunst

    Musiker, Komiker, Maler, Schauspieler, Regisseur, Synchronsprecher - er ist einer der vielseitigsten Künster Deutschlands: Otto Waalkes, meist einfach nur Otto genannt. Was die wenigsten wissen: In seiner Wahlheimat stand der gebürtige Ostfriese auch schon auf der Opernbühne. Eine Übernahme von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik"

  26. 24

    "Als Kind habe ich permanent gesungen, Musik war meine zweite Sprache." - der Dirigent Hans- Christoph Rademann

    Gesang umgibt den Musiker schon sein ganzes Leben - ob zu Hause, im Erzgebirge, im Kantorenhaushalt oder später im Dresdner Kreuzchor. Besonders die Klarheit der Sprache und der Musik von Heinrich Schütz begeistern den Künstler, neben den Werken von Johann Sebastian Bach. Für "Menschen und ihre Musik" hat Hans- Christoph Rademann seinen Plattenschrank von Renaissancemusik bis Herbert Grönemeyer durchforstet. Außerdem verrät er uns, warum Volkslieder für ihn mit die größte musikalische Herausforderung sind.

  27. 23

    "Ich habe den Kontakt zu meiner Heimatstadt Limburg nie verloren" - der Tenor Julian Prégardien

    Bei den Limburger Domsingknaben hat er früher gesungen und im Ensemble der Oper Frankfurt. Inzwischen ist der Tenor Julian Prégardien einer der gefragtesten Konzert- und Opernsänger. Damit tritt er erfolgreich in die Fußstapfen seines Vater Christoph Prégardien, mit dem er sich immer noch prächtig versteht und mit dem auch immer noch zusammen auftritt. Wenn es um seine Lieblingsmusik geht, dann dreht sich bei Julian Prégardien alles um Franz Schubert. Schubert-Lieder in den unterschiedlichsten Bearbeitungen hat er in die Sendung mitgebracht. Aufgenommen u.a. mit syrischen und kurdischen Sängerinnen beim von ihm selbst initiierten Liedstadt-Festival.

  28. 22

    "Rilkes Lyrik braucht Raum und Bilder." - die Macher des Rilke-Projekts Angelica Fleer und Richard Schönherz

    Seit 20 Jahren bringt das Produzenten-Duo Poesie von Rainer-Maria Rilke nicht nur zum Klingen, sondern auch unter die Leute, quer durch die Generationen. Stars aus Schauspiel und Musik haben sich ihrer Idee angeschlossen. Bei uns stellen Fleer und Schönherz jetzt ihren ganz persönlichen Soundtrack vor. Rilke würde da glatt noch mehr dichten…

  29. 21

    "Man taucht gemeinsam in eine Welt ein, die man alleine nicht entdecken kann." - die Dirigentin Anja Bihlmaier

    "Egal, ob Probe oder Konzert, ich habe einfach den besten Job der Welt", sagt Anja Bihlmaier, Dirigentin aus Leidenschaft. Dirigieren sei eigentlich Zuhören. "Es ist kein demokratischer Prozess, aber ich versuche möglichst viel Raum zu geben". Seit 2021 ist Anja Bihlmaier Chefdirigentin des Residentie Orkestra Den Haag. Reisen ist für sie Alltag. Es geht immer wieder darum, Neues zu entdecken. Und so ist das auch in der Musik.

  30. 20

    "Es ist so wichtig, mit jüngeren Generationen Musik zu machen!" – der Geiger Renaud Capuçon

    Früher hat er als Jugendlicher mit Martha Argerich Kammermusik gemacht und im Gustav Mahler-Jugendorchester unter Claudio Abbado gespielt. Heute genießt er selbst das Musizieren mit Nachwuchstalenten. "Wenn jugendliche Energie und Neugier auf Erfahrung von Älteren treffen, sind das beste Bedingungen", sagt Renaud Capuçon. Und vielleicht ein probates Mittel, sich die eigene Neugier zu bewahren? Renaud Capuçon - was bewegt ihn, was berührt ihn? Welche Musik legt er auf? Eine Produktion von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik".

  31. 19

    "Als Kind habe ich mich gerne im Cellokasten versteckt!" - die Cellistin Julia Hagen

    Das Cellospielen war ihr in die Wiege gelegt. Und das nicht nur, weil der Cellokasten beim Fangenspielen so ein gutes Versteck ist. Schon ihr Vater hat im berühmten Hagen-Quartett das Cello gestrichen. Mittlerweile ist Julia Hagen (*1995) zum Cello-Shootingstar avanciert und tritt selbst mit Papas Quartett auf. Julia Hagen ist fest davon überzeugt, dass man den Inhalt eines Liedes auch dann verstehen kann, wenn die Melodie nur ausdrucksstark genug von einem Cello gespielt wird. Lieder von Brahms und Schubert hat sie mit in die Sendung gebracht, aber auch Volksmusik aus ihrer österreichischen Heimat und Songs von den Beatles (natürlich gespielt von einem Cello-Ensemble).

  32. 18

    "Um Mozart spielen zu können muss man sehr weise sein – oder ein Kind" - der Pianist und Dirigent Christian Zacharias

    Seit Jahrzehnten sitzt Christian Zacharias auf den Klavierbänken dieser Welt und spielt vor allem eins: Mozart. Doch die schnellen Läufe gehen dem 75-jährigen nicht mehr so leicht von der Hand. Ein Abschied vom Klavier? - vielleicht ein langsamer. Auf keinen Fall aber ein Abschied von der Musik, denn dirigieren kann man bis ins höchste Alter. In "Menschen und Ihre Musik" spricht Christian Zacharias über prägende Aufnahmen seiner Kindheit und Jugend, späte musikalische Entdeckungen und darüber, was auch mit 75 noch auf dem Klavier geht.

  33. 17

    "Man muss kindlich bleiben, ohne kindisch zu sein!" – der Dirigent Simon Rattle

    Ein Kind, das nächtelang vorm Spiegel Shakespeares Richard III. spielt. Ein Teenager, der sich von LKW-Fahrern die Begeisterung für Barockmusik abguckt. Und eine autistische Schwester, die dem kleinen Simon Schönberg-Partituren bringt. Und dann sind da noch sein Schlagzeug und die Plattensammlung seines Vaters. Und natürlich Liverpool, die Stadt der Beatles. Was legt Simon Rattle auf in dieser Stunde? Lassen Sie sich überraschen! Eine Produktion von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik".

  34. 16

    "Teil eines entstehenden Klangs zu sein ist etwas unfassbar Körperliches." - Der Bariton Konstantin Krimmel

    Klettern, Wandern, Skifahren sind die eine große Leidenschaft von Konstantin Krimmel. Die andere ist das Singen. Dass er Musik und Singen braucht, wie die Luft zum Atmen, das hat der Sänger allerdings erst bei der Bundeswehr, bei den Gebirgsjägern, gemerkt. Seitdem hat er eine steile Karriere als Bariton hingelegt. Heute ist Krimmel als exzellenter Sänger von großen Opernpartien und als Liedinterpret national und international unterwegs. Ins hr2-Studio hat er seine Lieblingsmusik mitgebracht, u. a. "das grandioseste musikalische Werk, das es auf diesem Planeten gibt".

  35. 15

    "Ich glaube, das Leben ist eine Einladung, jeden Tag zu lernen!" – der Pianist Pierre-Laurent Aimard

    Er ist bekannt dafür, jedes Musikstück bis ins kleinste Detail zu analysieren. Seine Interpretationen: richtungsweisend! Seine Neugier: immens! Vor allem, wenn es um zeitgenössische Musik geht. Mit Pierre Boulez hat er einst das "Ensemble intercontemporain“ gegründet. Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Pianomania" von 2009 zeigt ihn bei der Einspielung von Bachs "Kunst der Fuge". Lernen und Begreifen durch Musik - für Pierre-Laurent Aimard ein endloser Prozess.Eine Produktion von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik".

  36. 14

    "Ich hoffe, dass ich noch lang auf der Suche nach mir selbst bleiben darf." - Der Trompeter Till Brönner

    Mit seinem neuen Album "Italia" geht Till Brönner "back to the roots". Er hat Im Land der Düfte, Aromen und Geschmäcker die ersten fünf Jahre seines Lebens verbracht. Diese Erinnerungen hat er jetzt mit Songs aus den 60er und 70ern verbunden. In der Kunst sei es immer fruchtbar gewesen, nach etwas zu suchen, so habe er schon früh eine große Portion Freiheit gefunden. In seinen Songs, aber auch in Lebensgefühl-Songs von anderen.

  37. 13

    "Ich sitze fast jeden Abend in einem Konzert" - Musikmanager Karsten Witt

    Er hat das Business von allen Seiten kennengelernt: als Geschäftsführer von Orchestern wie der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Ensemble Modern, als Konzertveranstalter in Wien und in London sowie als Labelchef bei der Deutschen Grammophon. Heute betreibt Karsten Witt sein eigenes Künstlermanagement in Berlin. Musik von den schönsten Projekten eines Organisationstalents hat er in die Sendung mitgebracht: Aufnahmen mit seinen früheren Orchestern und den heute von ihm vertretenen Künstlerinnen und Künstlern, Musik von Brahms und Schönberg bis Zappa und Weill, aber auch den flotten Walzer, den Wolfgang Rihm ihm einmal gewidmet hat.

  38. 12

    "Ich hatte nie Stress damit, dass ich abstehende Ohren habe" – Der Schauspieler und Chansonnier Dominique Horwitz

    Nicht zuletzt seine Ohren sind heute eins seiner Markenzeichen. Dominique Horwitz ist Regisseur, Schauspieler, Romanautor und Chansonnier. "Es gibt Musik, die klebt an mir fest, die bekomme ich nicht aus meinem Herzen raus“ sagt er. Welche das ist, warum es ihn als Teenager aus Paris nach Berlin verschlagen hat und welche Momente ihn auf der Bühne besonders fordern, das erzählt er in "Menschen und ihre Musik". Eine Produktion von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik"

  39. 11

    "Meine Home Base ist in meinen Instrumenten und meinen Projekten, nicht in einem Genre" - Sebastian Studnitzky

    Er ist einer der spannendsten, umtriebigsten, kreativsten Musiker der aktuellen Jazzszene. Allerdings möchte er sich nicht auf den reinen Jazz reduzieren lassen. Der Pianist und Trompeter Sebastian Studnitzky ist einer, der keine Schubladen kennt und für den auch keine passen würde, er sprengt alle Grenzen. "Memento Odessa", sein Projekt mit ukrainischen klassischen Musikern, das er den lebenden und toten Kriegsopfern in der Ukraine widmet, ist im Moment sein wichtigstes. Und so führen wir dieses Gespräch auch zwischen Frankfurt und Odessa, wo er zur Zeit der Aufnahme zu tun hatte, über tatsächliche Grenzen und Kriegsgrenzen hinweg.

  40. 10

    "Ich möchte mit der Musik Geschichten erzählen" - Christian Tetzlaff, Geiger

    Ein gelungenes Konzert ist für Christian Tetzlaff ein Konzert, bei dem das Publikum von den Gefühlen des Komponisten ergriffen werde. Das Publikum soll verstehen, wovon der Komponist spricht. So hat Musik auch eine verbindende Kraft, die im Konzertsaal zu spüren ist.

  41. 9

    "Man muss sehr besessen sein von dem, was man tut." - der Saxophonist Jakob Manz

    Er ist sehr jung, sehr talentiert, sehr erfahren und im Musikgeschäft schon längst ein alter Hase. Jakob Manz ist grade mal 24 und mit seinem Saxofon fast immer unterwegs. Meistens im Jazz, aber auch mal auf Tour mit Popstar Sarah Connor. Jetzt wird er auch noch Artist in Residence der Alten Oper Frankfurt und wird in den nächsten Monaten hier ein paar Konzerte nicht nur spielen, sondern auch kuratieren. Was den ungewöhnlichen Jazz Star interessiert, fasziniert, bewegt, spiegelt sich auch in seiner Musikauswahl.

  42. 8

    "Jetzt bin ich knapp 50 und entdecke die Lust am Üben." – der Pianist Daniel Heide

    Daniel Heide hat sich am Klavier einen Namen gemacht als versierter Liedbegleiter und Kammermusiker. In "Menschen und ihre Musik" erzählt er, worauf es beim Begleiten ankommt, wie seine Mutter ihn beim Klavier - und nicht, wie gewünscht, beim Schlagzeugunterricht - anmeldete, über seine Leidenschaft für Jazz, französisches Chanson und Música Popular Brasileira und wie schön es ist, sich am Klavier weiterzuentwickeln.

  43. 7

    "Das Phänomen Klang, losgelöst von Musik und Struktur, fasziniert mich" - die Musikerin Tamar Halperin

    Wenn die israelisch-deutsche Musikerin Tamar Halperin nicht gerade Barockmusik dirigiert, dann sitzt sie an Cembalo, Klavier, Fender Rhodes oder Wurlitzer Orgel und tüftelt an Synthesizern, um unerhörte Klanglandschaften zu schaffen. Irgendwo zwischen Barock und Avantgarde - jedenfalls immer überraschend!

  44. 6

    "Bach is My Man" - Der Jazzpianist Sebastian Scobel

    Hören und erleben kann man Sebastian Scobel in der hr-Bigband. Neben einer spannenden Musik-Auswahl verrrät er, wie groovy Bach ist, warum er immer auf "eine Taste mehr" hinarbeitet und warum er in der Semper Oper auch schon unter dem Vorhang gelegen hat.

  45. 5

    "Musik nicht nur als schöne Noten begreifen" – der Pianist und Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov

    Dass der Pianist Jascha Nemtsov mal Professor für Musikwissenschaft in Weimar werden würde, konnte er nicht ahnen - denn Musikwissenschaft hat er nie studiert. Nicht nur das macht ihn zu einer Ausnahmeerscheinung, sondern auch seine Spezialisierung: Die Geschichte der jüdischen Musik. Für "Menschen und Ihre Musik" hat Jascha Nemtsov Kompositionen und Improvisationen aus unterschiedlichen Kulturen mitgebracht, die ihn auf seinem spannenden Lebensweg begleitet haben und von denen er fasziniert erzählt.

  46. 4

    "Es ist noch niemand gestorben wegen einer leicht verrutschten Note." - die Geigerin Anne-Sophie Mutter

    Mit Musik von John Williams tourt die Geigerin Anne-Sophie Mutter im Sommer durch Deutschland. In unserer Sendung erzählt sie, was sie an dem Hollywood-Komponisten besonders schätzt. Und warum sie trotz Trump-Regierung weiterhin in die USA reist. Eine Produktion von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik"

  47. 3

    "Das Klavier war ein Ventil, um meine Energie loszuwerden." - Der Pianist Alexander Krichel

    Besonders gerne spielt er russische Klaviermusik, allem voran die Stücke Rachmaninows. Dass er seine Zuhörer verzaubert und das Klavier zum Singen bringt, das wird dem aus Hamburg kommenden Pianisten Alexander Krichel immer wieder bescheinigt. Die Spannweite seiner Lieblingsmusik reicht von Schostakowitsch bis Pink Floyd. Ein besonderes Faible hat er aber auch für die Musik aus Venezuela, ein Land, dem er auf besondere Weise verbunden ist.

  48. 2

    "Ich wusste nicht mal, wie man das hält" – Der Hang-Pionier Manu Delago

    Als der Tiroler Schlagzeuger Manu Delago um die Jahrtausendwende zum ersten Mal dieses Instrument aus Bern namens Hang in der Hand hält, gibt es dazu kaum Informationen, geschweige denn Vorbilder: Er bringt sich selbst bei, wie man diese zwei aufeinander geklebten Halbkugeln aus Stahlblech mit den kunstvoll eingehämmerten Dellen auf der Oberseite am besten spielt. Ein frühes Video von Delago geht viral, plötzlich kommen Anfragen von berühmten Musiker*innen wie Björk oder Anoushka Shankar, die mit ihm spielen wollen. In "Menschen & ihre Musik" erzählt Manu Delago, wohin ihn das Hang, oder - allgemeiner bezeichnet - die Handpans so alles geführt haben und welche Musik ihn auch abseits davon geprägt und beeinflusst hat: von Stravinsky bis zu den Red Hot Chili Peppers.

  49. 1

    "Für mich gab es nie etwas Schöneres, als gemeinsam zu musizieren." - der Pianist Krystian Zimerman

    Auch mit Orchester zu spielen ist für ihn Kammermusik: "mittendrin sitzen, mit großen Ohren, als Teil eines Ganzen" sagt Krystian Zimerman. Als er 1975 mit 18 Jahren den ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann, war er der jüngste Sieger in der Geschichte des renommierten Wettbewerbs. Heute ist Musik für ihn die Kunst, Emotionen zur rechten Zeit zu organisieren. Der letzte Touch, der die Kunst ausmacht, kommt im Konzertsaal, verrät er. Eine Produktion von BR-Klassik aus der Reihe "Meine Musik".

  50. 0

    Die Königin der Blockflöte: Dorothee Oberlinger

    Dorothee Oberlinger ist ein international gefeierter Star der Blockflöten-Szene, Hochschulprofessorin, Ensemblegründerin, Dirigentin und Intendantin. Als Solistin arbeitet die mehrfache ECHO-Preisträgerin mit den weltweit besten Barock-Orchestern zusammen. Mit ihrem virtuosen und ausdrucksvollen Spiel verzaubert sie auch Menschen, die der Blockflöte eher skeptisch begegnen. Als Intendantin der Arolser Barock-Festspiele und der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci überrascht sie ihr Publikum immer wieder mit vielfältigen und innovativen Programmideen. Überraschendes hält auch das Musikprogramm bereit, das Dorothee Oberlinger für "Menschen und ihre Musik" zusammengestellt hat: Bach und Telemann tummeln sich neben Ligeti, Sting und Jimi Hendrix, der hier sogar selbst zur Blockflöte greift!

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