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PODCAST · science

KLIMA UND KOHLE

Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wir

Publisher-supplied feed metadata · PodParley refreshed Jun 11, 2026 · Source feed

  1. 213

    #223 Gravitation: Was ohne Schwerkraft passiert

    Gravitation lässt sich nicht abschalten - auch nicht für sieben Sekunden. Im Sommer 2026 kursierte online die Behauptung, die NASA werde am 12. August genau das tun. Ich nehme das nicht als Faktencheck, sondern als Anlass für ein Gedankenexperiment, was in einen solchen Fall passieren würde: Ein Mensch in Deutschland käme 34 Zentimeter hoch, der Mond würde um eine Handbreit von seiner Bahn abweichen, und unangenehm würde es erst bei Luft und Wasser. Von dort geht es zu Newton und Einstein, zur Sonnenfinsternis von 1919 und zum GPS - und am Ende zu den beiden Stellen, an denen die Energietechnik die Gravitation zwingend braucht: Pumpspeicherkraftwerke und die Kernfusion in der Sonne.

  2. 212

    #222 Energiewende in Deutschland. Was Beraterstudien zeigen

    Energiewende-Studien großer Beratungshäuser prägen seit einem Jahrzehnt Kosten- und Tempo-Debatten. Ich habe Studien von BCG, McKinsey, PwC, Deloitte, KPMG und EY aus den Jahren 2015 bis 2026 ausgewertet und ihre Prognosen für 2025 gegen die amtlichen Ist-Werte gestellt. Die Infrastrukturwarnungen erwiesen sich dabei als robust, während die Nachfrageprognosen in jedem geprüften Fall danebenlagen. Im Zentrum steht ein Satz aus einer McKinsey-Studie von 2023, der die heutige Debatte über Deindustrialisierung vorwegnimmt, ohne damals ernst genommen worden zu sein.

  3. 211

    #221 Energiewende im Vereinigten Königreich

    Energiewende in UK: Wie das Land den Kohleausstieg schneller schaffte als Deutschland. Ich besuche das stillgelegte Kraftwerk Battersea, den Offshore-Windpark Rampion bei Brighton und ordne den Bau des neuen Kernkraftwerks Hinkley Point C ein. Im Zentrum stehen der Strommix 2025, der Merit-Order-Effekt bei den Strompreisen und die Frage, warum Strom im Vereinigten Königreich trotz hohem Erneuerbaren-Anteil teuer bleibt. Mit Zahlen zu CO₂-Intensität, Auktionsergebnissen und öffentlicher Zustimmung ordne ich ein, was sich für die deutsche Debatte daraus lernen lässt. Diese Podcastfolge ist während meines Sommerlaubs in England entstanden.

  4. 210

    #220 Gebäudemodernisierungsgesetz

    Das Gebäudemodernisierungsgesetz löst das sogenannte "Heizungsgesetz" ab. In der aktuellen Folge diskutieren wir, was sich ändert und was es kostet. Am 10. Juli 2026 hat der Bundestag die pauschale 65-Prozent-Regel gekippt: Wer eine neue Heizung braucht, hat wieder die Wahl, auch Gas und Öl bleiben erlaubt. Hierzu ordnen wir ein ein, warum der Gebäudesektor für den Klimaschutz so entscheidend ist, wie sich das Recht seit 1976 entwickelt hat und was die „Bio-Treppe", die Grüngasquote und die neue 50-50-Kostenregel konkret bedeuten. Das Fazit: Die versprochene Freiheit ist für Mieter, Gewerbe und den Klimaschutz mit erheblichen Kostenrisiken verbunden.

  5. 209

    #219 Small Modular Reactors

    Small Modular Reactors erreichten in den USA erstmals Kritikalität - wirtschaftlich bleiben sie ungelöst. Ich ordne den Hype um die kleinen Kernreaktoren ein: wie sie physikalisch funktionieren, was die Studie von ETH Zürich und Paul-Scherrer-Institut zur Wirtschaftlichkeit zeigt, warum das deutsche BASE rund 3.000 baugleiche Reaktoren für nötig hält und weshalb Atommüll, hoch angereicherter Brennstoff und die Börsenkurse der Start-ups zur Vorsicht mahnen. Mein Fazit: Die Physik funktioniert, das eigentliche Problem sind die Kosten.

  6. 208

    #218 Batteriespeicher: So verdienen Großspeicher Geld

    Batteriespeicher verdienen mit Arbitrage am Strommarkt und Regelleistung Geld. In dieser Podcast-Folge sprechen wir über die netzdienliche von der marktdienlichen Fahrweise: Regelleistung auf der einen Seite sowie das Kaufen bei niedrigen und Verkaufen bei hohen Preisen auf der anderen Seite. Für einen Speicher mit 300 Megawatt und 600 Megawattstunden lässt sich aus den letzten 18 Monate mit den realen Day-Ahead-Preise ermitteln, dass mit Erlösen um 90.000 Euro je Megawatt und Jahr und einer Amortisation von sechs bis acht Jahren gerechnet werden kann. Ein Blick nach Kalifornien zeigt, wohin die Reise geht: Dort verdrängen Batteriespeicher am Abend bereits die Gaskraftwerke. Schließlich ordnen wir in der Folge ein, warum Planungssicherheit bei den Netzentgelten wichtiger als jede Förderung ist.

  7. 207

    #217 Strompreisspitzen und Hitzewelle

    Strompreisspitzen von 747 €/MWh: In der Junihitze 2026 schoss der Abendstrom auf einen Jahresrekord. Tagsüber drückt die Solarenergie den Preis, doch mit dem Sonnenuntergang trifft hohe Kühllast auf ein knappes Angebot, und teure Gaskraftwerke setzen den Preis. Anhand von Börsen- und Temperaturdaten zeige ich, warum diese Spitzen erstmals im Sommer auftreten, was die neue „Hitzeflaute" bedeutet und welche Rolle Klimaanlagen, Importe und der Klimawandel spielen. Zum Schluss geht es um die Lösungswege: Speicher, Flexibilisierung und Netzausbau.

  8. 206

    #216 Iran-Konflikt, leere Gasspeicher und Winter 2026/27: Was droht?

    Deutschlands Gasspeicher sind derzeit historisch leer - ein Blick auf die Risiken für den Winter 2026/27. Der Iran-Konflikt hat die Sommerpreise für Erdgas so weit in die Höhe getrieben, dass das Einspeichern für Gasversorger wirtschaftlich ein Verlustgeschäft ist: Wer heute Gas kauft und im Winter verkauft, macht pro Megawattstunde rund 2 Euro Verlust. In der Folge ordnen wir ein, welche Szenarien von einem milden bis zu einem sehr kalten Winter realistisch sind, warum Bayern mit seinen leeren Porenspeichern und der Abhängigkeit vom österreichischen Großspeicher Haidach besonders exponiert ist, und was Deutschland vom französischen Erlösausgleich-Modell lernen könnte, das seit Jahren für volle Speicher sorgt.

  9. 205

    #215 Live vom Umwelt-Campus Birkenfeld: 30 Jahre Energiewende

    In dieser Folge diskutieren Christian Kammlott und ich live vom Tag der offenen Tür am Umwelt-Campus Birkenfeld über den Zustand der deutschen Energiewende nach 30 Jahren. Wir gehen der Frage nach, wie ernst die Deindustrialisierung wirklich ist, warum Energiepreise und Bürokratie so viele Unternehmen ins Ausland treiben und wo Deutschland beim Thema Kapitalmarkt und Innovation im internationalen Vergleich steht. Anlass des Live-Podcasts ist das 30-jährige Jubiläum des Umwelt-Campus Birkenfeld, der zeitlich mit dem Beginn der deutschen Energiewende zusammenfällt. Trotz kritischer Analyse finden wir auch Gründe für Zuversicht und benennen konkrete Hebel, an denen Deutschland ansetzen kann. Die Aufnahme fand am Samstag, den 20. Juni 2026, statt.

  10. 204

    #214 Systemdienlichkeit und Netzausbau. Gespräch mit Gunther Gehlert

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Gunther Gehlert von der FH Westküste über die Frage, wie systemdienliches Verhalten und ein intelligentes Netzdesign dazu beitragen können, die enormen Kosten des Netzausbaus zu begrenzen. Bis Netto-Null werden allein im Bereich der Verteilnetze Investitionen von rund 535 Milliarden Euro erwartet – ein Vielfaches dessen, was heute jährlich investiert wird. Wir diskutieren, welche regulatorischen Hemmnisse wie das Bandlastprivileg für die Industrie oder die fehlende Trennung von Stromliefervertrag und Netznutzungsvertrag systemdienliches Verhalten bremsen und was sich ändern muss. Außerdem beleuchten wir das Potenzial von Elektroautos als bidirektionale Speicher und die Rolle zeitvariabler Netzentgelte als Anreizinstrument.

  11. 203

    #213 Luxemburg: Wohlstand, Tanktourismus und die Grenzen der Energiewende

    Luxemburg ist eines unserer direkten Nachbarländer - und hat bei der Energiewende mit Problemen zu kämpfen, die in der deutschen Debatte kaum vorkommen. Ich schaue mir in dieser Folge an, wie ein kleines, wohlhabendes Land mit strukturellen Abhängigkeiten umgeht: 80 % des Stroms werden importiert, die CO₂-Bilanz wird durch einen massiven Tanktourismus verzerrt, und ein Pumpspeicherkraftwerk mit der Leistung eines Kernkraftwerks gehört zwar bilanziell zu Luxemburg - speist aber physikalisch ins deutsche Netz ein. Die Herausforderungen Luxemburgs helfen dabei, die deutsche Energiewende aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

  12. 202

    #212 Klimakatastrophe abgesagt?

    In dieser Folge diskutieren wir, warum das schlimmste Klimaszenario der Klimaforschung, RCP 8,5, als abgewendet gilt und was das tatsächlich bedeutet. Die weltweiten Treibhausgasemissionen flachen messbar ab, angetrieben vor allem durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien in China und weltweit. Wir ordnen ein, auf welchem Erwärmungspfad wir uns heute realistisch befinden, welche Temperaturerhöhungen die aktuellen Klimamodelle prognostizieren und warum jedes weitere Zehntelgrad Erwärmung konkrete Konsequenzen hat. Außerdem besprechen wir, wie die Klimaforschung ihre Szenarien weiterentwickelt und warum der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt und beschleunigt werden muss.

  13. 201

    #211 Energiewende mit Strategie – Was Deutschland von China und den USA lernen kann. Gespräch mit Dirk Specht

    In dieser Folge spreche ich mit Dirk Specht, Unternehmer, Aufsichtsrat und kritischer Beobachter der Energiewende. Wir ordnen die deutsche Entwicklung historisch ein, vergleichen sie mit der strategischen Industriepolitik Chinas und der marktgetriebenen Dynamik in den USA. Dabei geht es um die Debatte um 80 oder 100 Prozent Erneuerbare, um den enormen Energiebedarf der KI-Rechenzentren und um die Rolle von Photovoltaik, Batteriespeichern, SMR und Perowskit-PV. Im Zentrum steht die These, dass nicht Erzeugungstechnologien das Nadelöhr der Energiewende sind, sondern die Infrastruktur – insbesondere die Stromnetze.

  14. 200

    #210 Frisst der Energiehunger der KI den Klimaschutz?

    In dieser Folge analysiere ich den wachsenden Energiehunger der Künstlichen Intelligenz und die daraus resultierenden Herausforderungen für Klimaschutz und Energieversorgung. Die fünf größten Techkonzerne haben 2025 über 400 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investiert – mehr als die weltweiten Investitionen in die gesamte Öl- und Gasförderung. Ich ordne die Zahlen der Internationalen Energieagentur ein, erkläre den Unterschied zwischen Trainings- und Inferenzphase und zeige, warum der Strombedarf der Rechenzentren von heute 485 Terawattstunden bis 2030 auf rund 1.000 Terawattstunden anwachsen könnte. Außerdem beleuchte ich, welche Strategien die großen Tech-Konzerne verfolgen – von Gasturbinen über Kernkraft bis hin zu solar-gestützten Rechenzentren – und warum Effizienzgewinne allein durch den Rebound-Effekt nicht ausreichen werden.

  15. 199

    #209 Flusswärmepumpen und Wärmenetze für die Wärmewende

    In dieser Folge schaue ich mir an, wie sich der Wärmesektor dekarbonisieren lässt, wenn das Erdgas wegfällt. Anlass ist eine SWR-Anfrage zur Stadt Ladenburg am Neckar, deren Gasversorger ab 2035 kein Erdgas mehr liefert. Ich erläutere die Funktionsweise von Wärmepumpen, vergleiche Luft- und Wasserquellen und ordne die Rolle von Flusswärmepumpen in Verbindung mit Wärmenetzen ein. Anhand der Praxisbeispiele in Mannheim und im dänischen Esbjerg zeige ich, was technisch und wirtschaftlich machbar ist und wo die Hürden bei Anschlussquote, Strompreis und Förderung liegen.

  16. 198

    #208 Flächenkonkurrenz Photovoltaik versus Landwirtschaft

    Freiflächen-Photovoltaik ist die günstigste Form der Stromerzeugung, doch ihr Ausbau gerät zunehmend in Konflikt mit der Landwirtschaft. Kommunen kündigen Landwirten Pachtverträge, weil Projektierer ein Vielfaches der bisherigen Pacht bieten – und die öffentliche Hand gesetzlich verpflichtet ist, das beste Angebot anzunehmen. In dieser Folge ordne ich die Flächenkonkurrenz ein, analysiert die Rolle der geplanten EEG-Reform für kleine Dachanlagen und zeigt Lösungsansätze auf: von der Stärkung der Dach-Photovoltaik über Agri-PV bis zur regulatorischen Steuerung.

  17. 197

    #207 Energiekrise damals und heute

    Die aktuelle Energiekrise zeigt verblüffende Parallelen zu den Ölkrisen der 1970er-Jahre. In Folge 207 von Klima und Kohle analysierte ich, wie die Bundesrepublik damals auf das OPEC-Embargo von 1973 und den iranischen Ölschock 1978/79 reagierte - von Sonntagsfahrverboten und Tempolimits über Kernkraftausbaupläne bis hin zu den ersten Energieeinspargesetzen. Die Folge zieht Lehren aus einem Jahrzehnt der Krise und ordnet ein, was davon für den heutigen Umgang mit der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen relevant bleibt.

  18. 196

    #206 Primärenergie und Energiewende

    In Folge 206 von Klima und Kohle geht es um den viel diskutierten Primärenergieverbrauch und die Frage, ob erneuerbare Energien den Energiebedarf Deutschlands decken können. Wir besprechen, warum der Vergleich von Primärenergiezahlen zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern methodisch irreführend ist und die tatsächlich benötigte Energiemenge durch Elektrifizierung deutlich sinkt. Anhand der 3-2-1-Faustregel und konkreter Beispiele aus Verkehr, Gebäudewärme und Stromerzeugung zeigt die Folge, wie groß die Ineffizienzen des fossilen Systems sind. Zudem ordnen wir den FAZ-Gastbeitrag der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fachlich ein.

  19. 195

    #205 Nischen-Energiespeicher

    Neben Lithium-Ionen-Batterien und Wasserstoff gibt es eine ganze Reihe weiterer Energiespeicher-Technologien, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu kurz kommen. In dieser Folge von Klima und Kohle stellt Prof. Dr. Henrik te Heesen sechs Nischen-Energiespeicher vor: Gravitationsspeicher, Schwungradspeicher, Druckluftspeicher, Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC), saisonale Wärmespeicher und Eisspeicher. Dabei werden Funktionsprinzipien, Wirkungsgrade, Speicherdauern und Kosten verglichen. Besonders vielversprechend sind adiabatische Druckluftspeicher und saisonale Erdbeckenwärmespeicher nach dänischem Vorbild.

  20. 194

    #204 Antimaterie

    In dieser Folge von Klima und Kohle geht es um Antimaterie – den kostbarsten Stoff des Universums. Anlass ist der erste Transport von Antiprotonen per LKW auf dem CERN-Gelände im März 2026. Die Folge beleuchtet die physikalischen Grundlagen von Paul Diracs Gleichung über den experimentellen Nachweis durch Carl Anderson bis hin zur modernen Anwendung in der Medizin, dem PET-Scanner. Dabei wird deutlich, warum Antimaterie als Energiequelle Science-Fiction bleibt und welche offenen Fragen die Physik bis heute beschäftigen.

  21. 193

    #203 Abschlussbericht zum Stromausfall in Spanien und Portugal

    Vor knapp einem Jahr legte der größte überregionale Stromausfall Europas seit über zwei Jahrzehnten die Iberische Halbinsel lahm. Jetzt liegt der offizielle Abschlussbericht der europäischen Übertragungsnetzbetreiber vor – 472 Seiten, 17 Empfehlungen, eine schonungslose Analyse. In dieser Folge von Klima und Kohle wird der Bericht chronologisch durchgearbeitet: von den Ausgangsbedingungen am Morgen des 28. April 2025 über die 83 Sekunden des finalen Netzkollapses bis hin zum koordinierten Wiederaufbau innerhalb von 16 Stunden. Dabei zeigt sich, dass nicht eine einzelne Ursache den Blackout ausgelöst hat, sondern eine Kaskade aus fehlender Blindleistungsreserve, starren Regelparametern, menschlicher Reaktionszeit und unzureichendem Echtzeit-Monitoring. Die Folge beleuchtet außerdem, welche Rolle erneuerbare Energien in der Ereigniskette gespielt haben – und warum ein vergleichbarer Blackout in Deutschland deutlich unwahrscheinlicher ist.

  22. 192

    #202 Renaissance der Kernkraft. Schon wieder oder immer noch?

    In dieser Folge von Klima und Kohle geht es um die immer wieder diskutierte „Renaissance der Kernenergie“. Ausgehend von aktuellen politischen Debatten und Aussagen auf dem Nuclear Energy Summit in Paris analysiern wir anhand internationaler Daten, wie sich die Kernenergie weltweit entwickelt hat und welche Trends sich daraus ableiten lassen. Dabei werden historische Entwicklungen seit den 1950er-Jahren, Bauzeiten von Reaktoren, regionale Verschiebungen der Neubauten sowie Kosten, Risiken und der Umgang mit radioaktivem Abfall betrachtet. Auf dieser Grundlage werfen wir auch ein Blick auf Deutschland und diskutieren, welche Auswirkungen ein anderer energiepolitischer Weg möglicherweise gehabt hätte. Die Folge ordnet die aktuellen politischen Forderungen nach neuen Reaktoren, Small Modular Reactors und einer möglichen Rückkehr der Kernenergie in Europa sachlich ein und bewertet, welche Rolle die Kernenergie in Zukunft im globalen Energiesystem spielen könnte.

  23. 191

    #201 Stirbt die Solarbranche zum zweiten Mal?

    Wir analysieren einen geleakten Gesetzentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz, der tiefgreifende Kürzungen für die Photovoltaik-Branche vorsieht. Im Fokus steht der geplante Wegfall der Einspeisevergütung für Dachanlagen bis 25 Kilowattpeak, was Parallelen zur folgenschweren Insolvenzwelle des Jahres 2012 aufzeigt. Die Diskussion wägt ökonomische Argumente zur Systemeffizienz gegen die drohenden Verluste bei der Bürgerakzeptanz und der Planungssicherheit für den Mittelstand ab. Abschließend wird ein sanfter Übergang durch den beschleunigten Smart-Meter-Rollout und dynamische Stromtarife als notwendiger Weg für eine smarte Energiewende skizziert.

  24. 190

    #200 Vom Persischen Golf zur deutschen Heizung. Die nächste Energiekrise?

    In dieser 200. Folge des Podcasts „Klima und Kohle“ steht die Frage im Mittelpunkt, welche Auswirkungen geopolitische Konflikte auf die globale Energieversorgung und auf die Energiepreise in Europa haben können. Ausgangspunkt ist die Eskalation im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten maritimen Handelsrouten für Erdöl und Flüssigerdgas weltweit. Ein erheblicher Teil des globalen Energiehandels passiert täglich diese Meerenge zwischen dem Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman. Störungen in diesem Nadelöhr wirken sich unmittelbar auf Transportketten, Frachtraten und Energiepreise aus. In dieser Folge wird erläutert, welche Mengen an Erdöl und LNG über die Straße von Hormus transportiert werden und warum vor allem asiatische Volkswirtschaften stark von diesen Lieferungen abhängig sind. Gleichzeitig wird erklärt, warum auch Deutschland und Europa indirekt von solchen Entwicklungen betroffen sind. Veränderungen in den globalen Handelsströmen führen zu Verschiebungen auf den Energiemärkten, wodurch sich Preise für Gas, Öl und Strom auch in Europa verändern können. Darüber hinaus wird die aktuelle Situation der deutschen Gasversorgung eingeordnet. Ein Blick auf die Füllstände der Gasspeicher, die Rolle von LNG-Importen sowie die Struktur der deutschen Energieimporte zeigt, welche Risiken und Handlungsspielräume bestehen. Auch die strategischen Erdölreserven Deutschlands werden erläutert und in den historischen Kontext der Ölkrise der 1970er Jahre gestellt. Die Folge analysiert zudem, welche kurzfristigen und mittelfristigen Optionen Europa im Umgang mit möglichen Versorgungsstörungen hat und welche strukturellen Faktoren die Verwundbarkeit moderner Energiesysteme bestimmen. Abschließend wird diskutiert, welche Rolle der Ausbau erneuerbarer Energien für eine langfristige Verringerung geopolitischer Abhängigkeiten spielen kann.

  25. 189

    #199 Neue Heizungsfreiheit wird zur Kostenfalle

    Die Bundesregierung schafft die 65-Prozent-Regel im Gebäudeenergiegesetz ab. Öl- und Gasheizungen dürfen künftig wieder uneingeschränkt eingebaut werden. Der „Heizungskeller wird zur Privatsache“ - so die politische Botschaft. Doch was bedeutet diese neue Freiheit konkret für Eigentümer, Vermieter und Mieter? Wird Heizen tatsächlich günstiger oder entstehen durch steigende CO₂-Preise, knappe Biomethan-Mengen und unrealistische Erwartungen an Wasserstoff langfristig höhere Kosten? In dieser Folge analysieren wir, welche gesetzlichen Änderungen tatsächlich geplant sind, wie die sogenannte Biotreppe funktionieren soll und ob ausreichend klimafreundliche Gase verfügbar sind, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. Zudem ordnen wir ein, welche Auswirkungen der europäische Emissionshandel ab 2027 auf fossile Heizsysteme haben wird und warum die Entscheidung für eine Gasheizung wirtschaftlich riskanter sein kann, als es auf den ersten Blick erscheint. Es geht nicht um politische Schlagworte, sondern um energietechnische Realitäten, Kostenentwicklungen und Klimaziele. Wer heute eine Heizungsentscheidung trifft, legt die Kostenstruktur für die kommenden Jahrzehnte fest.

  26. 188

    #198 Vom Öl zum Lithium. Europas neue Energieabhängigkeiten

    Jeden Tag zahlt die EU eine Milliarde Euro für Energie an Partner außerhalb der Union. Doch während wir uns von russischem Gas und amerikanischem Öl lösen wollen, wächst im Hintergrund eine neue, technologische Abhängigkeit: China kontrolliert heute bis zu 80 % der globalen Solar- und Batterieproduktion. In dieser Episode besprechen wir, ob Europa seine Souveränität im "Spiel der Großen" zurückgewinnen kann. Wir blicken auf die Hintergründe des massiven Energie-Deals mit der Trump-Administration, analysieren die strategische Bedeutung Grönlands und stellen die Frage: Wie ist unsere Energiewende überhaupt möglich?

  27. 187

    #197 Energiewende ohne Ausreden. Gespräch mit Gerd Schöller

    In dieser Podcastfolge diskutiere ich mit Gerd Schöller die Realität des Ausbaus erneuerbarer Energien aus Sicht eines Unternehmers, der Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Batteriespeicher plant und realisiert. Themen sind unter anderem lange Genehmigungszeiten, Netzausbau, kommunale Entscheidungsprozesse, Naturschutzauflagen und die zunehmende Bürokratisierung. Außerdem geht es um Strompreise, Marktmechanismen, die tatsächliche Bedeutung von Energiekosten für Unternehmen sowie um Investitionszurückhaltung, Standortfragen und fehlende Planbarkeit. Die Folge ordnet die Energiewende technisch, wirtschaftlich und politisch ein und zeigt, wo sie heute trägt und wo sie sich selbst ausbremst.

  28. 186

    #196 Gasmangellage. Ein Update

    In dieser Episode gebe ich ein ausführliches Update zur aktuellen Gassituation. Auf Basis der neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur, aktueller Import- und Exportdaten sowie der Temperaturentwicklung ordne ich ein, warum die derzeit sinkenden Speicherstände trotz ihrer niedrigen Werte weitgehend einem normalen saisonalen Muster folgen. Ich erläutere, welche Rolle Wetter, Industrie und Haushalte beim Gasverbrauch spielen und wie belastbar Prognosen zur weiteren Entwicklung sind. Dabei stelle ich ein eigenes Prognosemodell vor, das unterschiedliche Temperaturszenarien abbildet - vom durchschnittlichen Winterverlauf bis hin zu einem extremen Kälteeinbruch. Abschließend werfen wir einen Blick auf die wirtschaftlichen Indikatoren am Gasmarkt, insbesondere auf die zuletzt leicht gesunkenen Preise, und erkläre, warum die Lage zwar aufmerksam beobachtet werden muss, insgesamt aber unter Kontrolle ist.

  29. 185

    #195 Gasmangellage. Panikmodus oder Panikmache?

    In dieser Folge von Klima und Kohle geht es um die aktuelle Diskussion zur angeblichen Gasmangellage in Deutschland. Ausgehend von den gesetzlichen Mindestfüllständen zum Stichtag 1. Februar ordnen wir ein, wie die aktuellen Speicherstände zu bewerten sind. Wir beleuchten den Einfluss von Temperatur und Gasverbrauch, besprechen die technischen Grundlagen der Erdgasspeicherung und zeigt, warum die Situation heute nicht mit der Gaskrise 2022 vergleichbar ist. Ein Schwerpunkt liegt auf der Rolle von LNG-Terminals, den Importströmen aus Norwegen und den europäischen Nachbarländern sowie der Einordnung Deutschlands als Gas-Transitland. Abschließend bewerten wir anhand von Marktpreisen, Wetterprognosen und Szenarien zur weiteren Entwicklung bewertet, ob eine reale Versorgungslücke droht oder ob die aktuelle Debatte vor allem durch mediale Zuspitzung geprägt ist.

  30. 184

    #194 Was hat die Energiewende mit Bitcoin zu tun?

    Die Energiewende transformiert unser Versorgungssystem radikal von wenigen zentralen Großkraftwerken hin zu Millionen dezentraler Erzeuger und Verbraucher wie Solaranlagen, E-Autos und Wärmepumpen. Diese zunehmende Komplexität erfordert eine automatisierte, sichere Abwicklung von Energieflüssen und Transaktionen, die etablierte Top-Down-Strukturen an ihre Grenzen bringt. In dieser Folge analysiere ich, wie die Blockchain-Technologie als dezentrales "digitales Kassenbuch" den direkten Peer-to-Peer-Handel zwischen diesen Akteuren ermöglichen kann, ohne auf energieintensive Verfahren wie bei Bitcoin zurückzugreifen. Erfahren Sie, wie ein solches automatisiertes Marktdesign die Netzstabilität sichern und laut Studien die Energiekosten um bis zu 20 Prozent senken könnte.

  31. 183

    #193 CO₂, Temperatur und der Klimawandel

    Ist der Anstieg der CO₂-Konzentration die Ursache für die globale Erwärmung, oder folgt das CO₂ lediglich der Temperatur? Diese Frage wird in Diskussionen oft emotional geführt. Kritiker verweisen häufig auf den Grundsatz „Korrelation ist keine Kausalität“ - doch was sagt die empirische Wissenschaft dazu? In dieser Folge analysieren wir den Zusammenhang zwischen Kohlendioxid und globaler Temperatur Schritt für Schritt anhand der wissenschaftlichen Methode: von der bloßen Beobachtung über die statistische Analyse bis hin zur physikalischen Erklärung durch die Quantenmechanik. Wir dekonstruieren das Argument der Scheinkorrelation (am Beispiel von Störchen und Geburtenraten) und tauchen in die Molekularphysik ein: Warum reagiert das CO₂-Molekül auf Wärmestrahlung bei 15 Mikrometern, während Stickstoff und Sauerstoff dies nicht tun? Zudem klären wir das historische Phänomen, warum in Eisbohrkernen die Temperatur oft vor dem CO₂ anstieg (Milanković-Zyklen) und warum die heutige Situation physikalisch fundamental anders zu bewerten ist.

  32. 182

    #192 Energiewende, Stromdaten, Marktlogik. Jahresrückblick Energie 2025

    In dieser Folge von Klima und Kohle ziehe ich einen Jahresrückblick zur Stromversorgung in Deutschland. Auf Basis öffentlich zugänglicher Datensätze von Fraunhofer ISE, der Bundesnetzagentur und weiteren Quellen ordnen wir ein, wo die Energiewende steht. Im Mittelpunkt stehen unter anderem: - der Ausbau und die Stromerzeugung von Windenergie und Photovoltaik, - der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung, - Import und Export von Strom im europäischen Verbund, - die Entwicklung der Strompreise und negativer Börsenpreise - sowie der Stand beim Kohleausstieg. Wir sprechen über Fortschritte und Defizite, erklären zentrale Begriffe wie öffentliche Nettostromerzeugung und Dunkelflaute und zeigen, warum einzelne Kennzahlen ohne Kontext leicht missverstanden werden. Dabei geht es nicht um politische Bewertungen, sondern um eine technische Einordnung der aktuellen Lage.

  33. 181

    #191 Klimabilanz Verbrenner vs Elektroauto

    Ist Radfahren klimaschädlicher als SUV-Fahren? Was zunächst absurd klingt, führt direkt zum Kern einer der meistdiskutierten Fragen der Energiewende: Wie sieht die Klimabilanz von Verbrennern und Elektroautos aus? In dieser Folge von Klima und Kohle analysiere ich die Klimabilanz von Pkw entlang des gesamten Lebenszyklus - von der Fahrzeug- und Batterieherstellung über den Strom- und Kraftstoffmix bis hin zu Betrieb, Wartung und Recycling. Dabei geht es um Systemgrenzen, Rechenannahmen, den Einfluss des Strommixes und die Frage, ab welcher Laufleistung Elektroautos klimatisch besser abschneiden als Verbrenner.

  34. 180

    #190 Warum die Verkehrswende nicht aufzuhalten ist

    In dieser Folge diskutieren wir, dass die Verkehrswende kein Sonderfall ist, sondern einem bekannten Muster technologischer Transformation folgt. Von der logistischen S-Kurve über historische Infrastrukturumbrüche bis hin zu aktuellen Zahlen zur Elektromobilität in Deutschland, Europa und China wird deutlich: Der Wandel ist im Gange. Die offene Frage ist nicht ob, sondern wie schnell er gestaltet wird.

  35. 179

    #189 Die Zukunft des deutschen Stromnetzes

    Was braucht es, damit die Energiewende wirklich gelingt? In dieser Folge schauen wir auf den Netzentwicklungsplan 2037/2045 - das Rückgrat für ein klimaneutrales Stromsystem. Es geht um drei Szenarien für unsere Energiezukunft, die Rolle von Wasserstoff, Speicher und Stromautobahnen - und um die Frage, wie realistisch das alles ist.

  36. 178

    #188 Grundlagen der Thermodynamik

    In dieser Folge werden die Grundlagen der Thermodynamik kompakt und verständlich eingeordnet. Es geht um Zustandsgrößen, Temperatur, die Hauptsätze der Thermodynamik und die physikalischen Grenzen technischer Effizienz. Anhand von Beispielen wie Avogadro-Konstante, absolutem Nullpunkt und Carnot-Kreisprozess wird deutlich, warum perfekte Maschinen nicht möglich sind.

  37. 177

    #187 Thermodynamik vs. hocheffizienter Verbrenner

    Die Bundesregierung will das sogenannte Verbrenner-Aus ab 2035 aufweichen - mit Verweis auf angeblich "hocheffiziente" Verbrennungsmotoren. In dieser Folge wird beleuchtet, was physikalisch hinter diesem Begriff steckt - und was nicht. Wir besprechen anschaulich die Grundlagen thermodynamischer Kreisprozesse, bewerten technische Machbarkeit und vergleichen den Wirkungsgrad verschiedener Antriebskonzepte. Das Fazit: Die Thermodynamik kennt keine Ausnahmen - und effiziente Mobilität sieht anders aus.

  38. 176

    #186 Hoffnung beim Klimaschutz

    Zum ersten Mal seit Jahrzehnten stagnieren die globalen Treibhausgasemissionen - und China spielt dabei eine Schlüsselrolle. In dieser Folge beleuchten wir, warum ausgerechnet der größte Emittent der Welt Hoffnung macht, wie stark der Ausbau erneuerbarer Energien global durchstartet und wie die USA, die Europäische Union und Indien den Klimaschutz angehen.

  39. 175

    #185 Never Feed the Trolls. Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien

    Was passiert, wenn Wissenschaft auf Social Media trifft? In dieser Folge spreche ich über Erfahrungen mit Kommentaren, Desinformation und persönlichen Anfeindungen - vom klassischen Troll bis zum gefälschten Instagram-Profil. Ich gehe auf den Aspekt in Kommentaren zu einer der letzten Folge ein, wieso CO₂ mit der globalen Erwärmung zusammenhängt, und zeige, wie man als Wissenschaftler konstruktiv und souverän kommunizieren kann. Eine auch persönliche Analyse der Chancen und Grenzen von Wissenschaftskommunikation im Netz.

  40. 174

    #184 Kalte Nahwärme als Gamechanger für die Wärmewende? Mit Gunther Gehlert

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Gunther Gehlert (Fachhochschule Westküste) darüber, warum kalte Nahwärmenetze als Schlüsseltechnologie für die Wärmewende gelten können. Wir erklären, wie kalte Netze funktionieren, welche Rolle Abwärme, tiefe Geothermie und Großwärmepumpen spielen und warum die Investitionskosten oft deutlich niedriger sind als bei klassischer Fernwärme. Außerdem diskutieren wir neue gesetzliche Rahmenbedingungen, Chancen für Kommunen und die Frage, wie Digitalisierung und Netzautomatisierung den Umbau des Wärmesektors beschleunigen können.

  41. 173

    #183 Müssen wir schon wieder über den Klimawandel sprechen?

    In dieser Folge von Klima und Kohle geht es um eine einfache, aber entscheidende Frage: Müssen wir wirklich schon wieder über den Klimawandel sprechen? Anhand aktueller Daten und des neuen Klimafaktenpapiers erkläre ich, warum der Klimawandel physikalisch unbestreitbar ist, welche Folgen bereits in Deutschland spürbar sind und welche globalen Entwicklungen drohen. Die Folge zeigt, warum trotz Klimamüdigkeit kein Weg an entschlossenem Handeln vorbeiführt - und wo dennoch Hoffnung bleibt.

  42. 172

    #182 Die Zukunft der Kernenergie

    In dieser Folge von „Klima und Kohle“ geht es um die Zukunft der Kernenergie - der IV. Generation von Kernreaktoren. Wir werfen einen Blick auf den weltweiten Stand der Kernkraft, erklären, was hinter den sogenannten Reaktoren der vierten Generation steckt, und analysieren, welche Technologien tatsächlich marktreif sind - vom Hochtemperatur- bis zum Small Modular Reactor. Dabei geht es auch um die Frage, ob diese neuen Konzepte eine echte Renaissance der Kernenergie einleiten oder lediglich ein technischer Zwischenschritt bleiben. Am Ende steht die nüchterne Einschätzung: Kernenergie bleibt ein Baustein - aber kein Gamechanger für die Energiewende.

  43. 171

    #181 Machen Erneuerbare den Strom günstiger oder teurer?

    Trotz immer mehr Solar- und Windanlagen bleibt der Strom in Deutschland teuer - warum eigentlich? In dieser Folge diskutieren wird das Paradoxon zwischen niedrigen Erzeugungskosten der Erneuerbaren und hohen Marktpreisen. Dabei geht es um das Merit-Order-Prinzip, CO₂-Zertifikate, Redispatch-Kosten und die Rolle von Gaskraftwerken. Am Ende steht die Frage: Wie schaffen wir es, dass günstiger Ökostrom auch wirklich beim Verbraucher ankommt?

  44. 170

    #180 Keine Vergütung mehr für PV-Dachanlagen? Gespräch mit Christian Kammlott

    Christian Kammlott und ich diskutieren in dieser Folge die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, die Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen abzuschaffen. Wir beleuchten die wirtschaftlichen und technischen Folgen für Eigenheimbesitzer, das Stromnetz und die Energiewende. Dabei geht es um die Frage, ob die Zeit staatlicher Förderung tatsächlich vorbei ist - und welche neuen Anreizsysteme jetzt gebraucht werden. Wir blicken auf Marktmechanismen, politische Widersprüche und die Zukunft der Solarenergie.

  45. 169

    #179 Energiewende. Gut gemacht oder zum Scheitern verurteilt?

    Wir analysieren in dieser Folge den aktuellen Monitoringbericht zur Energiewende, den das Bundeswirtschaftsministerium im September vorgestellt hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie viel Strom Deutschland im Jahr 2030 und 2045 tatsächlich benötigen wird - und welche Schlüsse sich daraus für Ausbaupfade, Netzinfrastruktur und Effizienzmaßnahmen ziehen lassen. Dabei ordnen wir die teils widersprüchlichen Studien ein, besprechen methodische Unterschiede und bewerten, welche politischen Rückschlüsse wirklich tragfähig sind.

  46. 168

    #178 Die Grenzen des Wachstums. Mit Christian Kammlott

    In dieser Folge prüfen Christian Kammlott und ich die Club-of-Rome-Veröffentlichung „Grenzen des Wachstums“ auf seine heutige Aussagekraft: Was traf zu, was nicht – und warum? Wir diskutieren Nullwachstum versus „gutes“ Wachstum (Energiewende, Kreislaufwirtschaft), ordnen exponentielle Effekte verständlich ein und fragen, wie viel Vermeidung realistisch ist – und wo Anpassung zur Pflicht wird. Ein nüchterner Blick auf Modelle, Märkte und politische Konsequenzen.

  47. 167

    #177 Hohe Energiekosten lähmen die deutsche Wirtschaft

    Sowohl die Haushalte als auch die deutsche Wirtschaft leiden darunter, dass wir in Deutschland europa- und auch weltweit die höchsten Energiekosten haben. Dennoch stellt sich die Frage, inwiefern hohe Energiekosten, insbesondere bei nicht-energieintensiven Unternehmen, eine wesentliche Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung spielen. Wir besprechen, welche Stellschrauben die Politik hätte, um die Energiekosten zu senken, und vergleichen die Situation in Deutschland mit anderen Ländern, die vergleichbare Probleme und Herausforderungen haben.

  48. 166

    #176 Wie frei muss der Markt sein? Gespräch mit Christian Kammlott

    Gemeinsam mit Christian Kammlott diskutiere ich, wie frei Märkte sein sollten und welche Regeln notwendig sind, damit Wettbewerb wirkt, ohne soziale oder ökologische Schäden zu verursachen. Anhand von Miet- und Energiemarkt, CO₂-Bepreisung, Normung und Baurecht prüfen wir, wo Regulierung nützt und wo sie Innovation hemmt. Wir ordnen die Rolle des Staates ordnungspolitisch ein (Rahmensetzung statt Detailsteuerung) und sprechen über Kompetenzanforderungen an Regelsetzer. Ergebnis ist eine nüchterne Bestandsaufnahme mit Kriterien für "so viel Markt wie möglich, so viel Regel wie nötig".

  49. 165

    #175 Kinderarbeit für Elektroautos?

    Ein regelmäßig geäußerter Vorwurf an der Verkehrswende ist, dass Batterien, insbesondere in Elektroautos, Kobalt enthalten und dieses Kobalt im Minen in Zentralafrika gefördert wird, in denen Kinder für die Minenarbeit eingesetzt werden. Wir gehen in dieser Folge dieser Behauptung nach und besprechen des Weiteren, wie die Klimabilanz von Elektroautos im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ist.

  50. 164

    #174 Kein kritisches Denken mehr wegen KI? Gespräch mit Christian Kammlott

    Knapp drei Jahre nach Veröffentlichung von ChatGPT und weiteren Large Language Models kommt an zahlreichen Stellen die Frage auf, ob die Nutzung von künstlicher Intelligenz dazu führt, dass wir und insbesondere junge Menschen das kritische Denken verlernen? Mit Christian Kammlott spreche ich darüber, welche Rolle die KI an vielen Stellen mittlerweile einnimmt und ob das kritische Denken in Gefahr ist.

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Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wir

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