PODCAST

Klimanews

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    1. Bioladen-Catering-dezentrale Lüftungssysteme

    Micha Matzer berichtet über seine Bioläden. Seine Eltern schufen den ersten Bioladen Österreichs. Ingenieurin Renate Stipper betreibt ein Bio-Catering namens „Tischlein deck dich“ und einen Biobauernhof. Wir bringen vor- und Nachteile von dezentralen Lüftungssystemen. Zu hören sind auch andere Ankündigungen und News. Musik: Peter Schabler aus dem Album „Sabine“. Zum Abschluss gibt es daraus noch unsere gleichnamige Kennmelodie, diesmal in voller Länge. Der Boden ist ein wichtiger CO2-Speicher. Daher ist die Achtsamkeit auf einen intakten Boden, angereichert mit Kleinstlebewesen, Regenwürmern usw. wichtig für unser Klima. Die Ökoregion Kaindorf berechnet in Kooperation mit zahlreichen Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, die Relevanz von Humusaufbau beim Klimaschutz und veranstaltet jedes Jahr im Jänner sogenannte Humustage für interessierte Personen. Durch eine Änderung der Bewirtschaftungsweise von Ackerflächen kann im Boden Humus aufgebaut sowie langfristig stabilisiert werden und nicht als CO2 in die Atmosphäre entweichen. Ziel ist es auch, die Böden in möglichst kurzer Zeit zu sanieren. Die einzelnen Landwirte werden dabei fachlich informiert und entsprechend geschult. Ziel ist die Förderung von Humusaufbau und die Ökologisierung des Landbaus. Durch eine Humusanreicherung von z.B. 3 Prozent auf 25 cm Bodentiefe könnten 125 Tonnen CO2 pro Hektar gebunden werden. Heimische Bio-Lebensmittel sind wertvoller als man denkt. Micha Matzer erzählt heute über den ersten Bioladen Österreichs, den die Familie Matzer in Graz 1979 eröffnet hat. Micha Matzer führt nun als Sohn von Ushij und Rupert Matzer die Geschäfte in Graz und Gleisdorf. Die Bioläden in Graz sind in der Sparbersbachgasse,  die Kornwaage am Hasnerplatz, die bio- sphäre ist in Hartberg und Gleisdorf, die eine gemeinwohlorientierte Genossenschaft ist. „Erdäpfel, Karotten, Äpfel, Sauerkraut, Brot und Schafkäse – das war fast das gesamte Sortiment des neuen Bio-Ladens bei der Eröffnung“, erinnert sich Ushij Matzer. Das Sortiment ist seitdem auf ca. 5.000 Artikel gewachsen. Auf der Homepage www.bio-laden.at finden Sie zahlreiche Rezepte und Lebensmittel, die im Großraum Graz versendet werden. In Graz wird außerdem das g’sunde Kistl, gefüllt mit frischem Gemüse und Obst, bis vor die Haustüre geliefert. Dann kommen wir zu einer Biobäuerin und der steirischen Chefin der Plattform „Tischlein deck dich“ Ing.in Renate Stipper. „Tischlein deck dich“ ist der Zusammenschluss von BiobäuerInnen. Ing.in Renate Stipper hat einen kleinen Familienbetrieb. Aus ihrer Liebe zur Küche und der Idee heraus, ihre eigenen Produkte selbst zu verwerten, entstand das Catering-Service. Sie verwendet bevorzugt saisonales  Obst und Gemüse aus den Gärten der beteiligten BiobäuerInnen und  Fairtraide Schoko & Co Produkte. Sie liefert Häppchen, Brötchen, kalte und warme Buffets, Süßes und Getränke. Tischlein deck dich beliefert auch private Haushalte in der Steiermark. Sie bringt kalte oder warme Buffets, Getränke, Geschirr, Gläser, Tischwäsche, Dekoration für ein schönes Fest. Im nächsten Themenblock geht es um gute Luft, um Belüftung. Beim Duschen, Kochen und Waschen entsteht Luftfeuchtigkeit, die nach draußen entweichen muss. Ungefähr alle zwei Stunden sollten Sie die Raumluft einmal erneuern. In älteren Gebäuden übernehmen undichte Fenster und Ritzen unter den Türen bereits einen Teil dieses Luftaustauschs. In gut gedämmten Häusern gelangt dagegen keine Luft durch Fugen und Ritzen. Je luftdichter ein Gebäude ist, desto wichtiger ist regelmäßiges und bewusstes Lüften der Räume. Die Baugesetzverordnung schreibt vor, wenn bei Aufenthaltsräumen eine natürliche Lüftung zur Gewährleistung eines gesunden Raumklimas nicht ausreichend oder nicht möglich ist,  eine entsprechend bemessene mechanische Lüftung errichtet werden muss. Bei Neubauten ist Komfortlüftungssystemen der Vorzug zu geben. Im Renovierungsfall können Einzelraumlüfter hilfreich sein. Solche Einzelraumgeräte bergen jedoch Nachteile: Im mehrgeschossigen Wohnbau ist mit langfristig höheren Kosten zu rechnen, da ein zentraler Filtertausch nicht möglich ist, wobei die Filterleistung meist nur mäßig ist. Die Kondensatableitung ist bei jedem Gerät erforderlich. Ein Passivhaus oder Plusenergiehaus hat zumeist eine Lüftungsanlage. Diese sorgt nicht nur für angenehmes Raumklima, sondern regelt auch die Zufuhr von ausreichend Frischluft und nutzt die Restwärme der Abluft. Durch die konstant frische Luft im Haus sinkt darüber hinaus die Gefahr der Schimmelpilzbildung. Dezentrale Lüftungsgeräte versorgen einzelne Räume mit Frischluft, in denen besondere Lüftungsprobleme bestehen. Sinnvoll ist der Einsatz zum Beispiel in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit und Kältebrücken an der Außenwand, in Küchen oder anderen Räumen mit regelmäßiger starker Luftverschmutzung wie zum Beispiel in Raucherzimmern. Da dezentrale Lüftungsgeräte nur in einzelnen Räumen angebracht werden, eignen sie sich auch für den nachträglichen Einbau in bestehenden Gebäuden. In der Regel werden sie neben dem Fenster oder im Bereich der Fensterbank montiert. Dezentrale Zu- und Abluftgeräte eignen sich auch für die Wärmerückgewinnung: Hier entzieht die Anlage der Abluft einen Großteil ihrer Wärme und heizt damit gleich die ins Haus strömende Außenluft auf. Das spart Heiz­kosten. Dezentrale Lüftungsgeräte gibt es ab 550 Euro. Wir hören einen Vortrag von DI Armin Knotzer von der AEE_INTEC über dezentrale Lüftungsgeräte. Der Vortrag wurde am 6.10. im Rahmen eines Energy Lunches vom NOEST, dem Netzwerk Ökoenergie Steiermark aufgenommen. DI Armin Knotzer hat eine Reihe von dezentralen Lüftungsanlagen in Wohnanlagen untersucht. Die Innenraumtemperatur korreliert natürlich mit den Außentemperaturen.  Im Winter wird es durch die Belüftung kälter und im Sommer wärmer. Gemessen wurde auch der CO2-Gehalt in der Luft, der im Idealfall bei 1000 ppm oder darunter in den Wohnungen liegen soll. Trotz dezentraler Lüftung kommt es dennoch zumeist bis zu 1500 ppm. Der Anteil des dezentralen Lüftungssystems am Gesamtenergieverbrauch ist im Verhältnis gering. Gemessen wurde auch die relative Luftfeuchtigkeit. Die gemessenen Daten waren in allen Wohnungen ideal, denn eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führt auf Dauer zur ungesunden Schimmelbildung und eine zu geringe Luftfeuchtigkeit reizt die Schleimhäute und erhöht das Risiko für Erkältungskrankheiten. Problematisch sind zu klein dimensionierte Lüftungsanlagen, weil hier der Luftaustausch zu gering ist. Wir gratulieren DI Wolfgang Jilek, den Geschäftsführer der Energie Agentur Steiermark ganz herzlich zum Gewinn des Roger Léron Award 2016 gratulieren. Zum zweiten Mal hat FEDARENE, die European Verband von Agenturen und Regionen für Energie und Umwelt den Roger Léron Award verliehen. Im Rahmen einer Auszeichnungsveranstaltung am 15.Juni in Brüssel erhielt Herr DI Wolfgang Jilek, als einer von vier Nominierten, den Siegespreis in Anerkennung seines langjährigen Engagements: www.fedarene.org. Zuletzt hören Sie noch einige andere News und Tipps: -Der Dalai Lama sagt wie die Welt zu retten ist: „Für mich stellen Liebe und Mitgefühl eine allgemeine, eine universelle Religion dar. Man braucht dafür keine Tempel und keine Kirche, ja nicht einmal unbedingt einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen zu sein mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt. -Einem Bericht von Bloomberg New Energy Finance zufolge ist die Solarenergie auf besten Weg, weltweit billiger als Kohlestrom zu werden. Das liege an drastisch fallenden Kosten sowohl in der Lieferkette als auch beim Endprodukt Solaranlage. -Ein Dorf in Frankreich nimmt weltweit die erste mit Solarzellen gepflasterte Straße in Betrieb. Die Strecke ist zunächst nur einen Kilometer lang und lediglich zwei Meter breit. Obwohl die Idee nicht neu ist, ist es das erste Projekt dieser Art weltweit, das umgesetzt wurde. Die hohen Kosten von ca. 5 Mio Euro rufen allerdings auch zur Solarenergie grundsätzlich positiv eingestellte Kritiker auf den Plan. 2800 Quadratmeter Asphalt sind von Photovoltaik-Platten bedeckt. Damit sie die Belastungen durch den Straßenverkehr aushalten, sind die Silizium-Tafeln in eine Schutzschicht aus Harz eingelassen. Sie soll einerseits stark genug sein, um auch LKW auszuhalten, andererseits ausreichend Bodenhaftung für die Reifen bieten. Die erzeuget Energie wird direkt in das lokale Stromnetz eingespeist. Wie das Ministerium erklärt, reicht eine Fläche von 20 Quadratmetern aus, um – abgesehen von der in Frankreich recht verbreiteten Elektroheizung – einen gesamten Haushalt mit Strom zu versorgen. Ein Kilometer könne die erforderliche Energie für die Straßenbeleuchtung einer Stadt mit 5000 Einwohnern liefern. – In Süddeutschland sind erstmals Elektro-LKWs im Einsatz und sorgen für reduzierte Emissionen. -Weltweite PV-Installationen erreichen nahe 300 Gigawatt: Die global installierte Photovoltaik-Leistung ist von 225 Gigawatt  2015,  auf ca. 300 GW 2016 gewachsen, berichtet das Marktforschungs-Unternehmen GlobalData aus London, UK. Laut seinem jüngsten Bericht bleibt China der weltgrößte PV-Markt. – Das Natural-Light-Projekt, das sich eines Existenzgründer-Vertriebsmodells bedient, stiftet eine zweite Lieferung von 20.000 Solarlampen  in Afrika. Die Solarlampen ersetzen unter anderem giftige Kerosinlampen. -Der Greenpeace-Marktcheck kürt heuer die Handelskette Merkur zum „Supermarkt des Jahres 2016“. Der Konzern konnte vor allem mit dem besten Bio-Angebot, der größten Auswahl bei veganen Produkten und mit den Maßnahmen zur Reduktion von Pestiziden punkten. Der beste Diskonter des Jahres ist Hofer. Ein Jahr lang hat der Greenpeace-Marktcheck das Angebot der neun größten österreichischen Supermärkte unter die Lupe genommen und bewertet, wie ökologisch und nachhaltig die Produkte in ihren Regalen sind. Auch im kommenden Jahr soll weiter getestet werden. -Das westliche Mittelmeer und auch unsere Gewässer ersticken im Plastikmüll. Forscher stellen jedoch immense regionale Unterschiede fest. -Globaler Temperaturrekord: Nach dem bisher wärmsten Jahr 2015 erreichte die globale Mitteltemperatur im Jahr 2016 erneut Rekordwerte. -Heimische Lebensmittel schaffen Arbeitsplätze, sie sind eine enorme Chance für Umwelt, Klima und den österreichischen Arbeitsmarkt. -Das Österreichische Umweltzeichen steht für ökologischen Einkauf und umweltfreundliches Alltagsverhalten. Es wird nur an Produkte und Dienstleistungen vergeben, die strengen Öko-Kriterien entsprechen. Die thermische Bauteilaktivierung wird in Bürogebäuden und Gewerbeimmobilien immer beliebter. Hierbei werden zum Erwärmen oder Kühlen der Räume keine konventionellen Heizkörper bzw. keine konventionelle Fußbodenheizung verwendet, sondern wasserführende Rohre in den Betondecken genutzt. Das bringt niedrigere Investitionskosten im Vergleich zu einem herkömmlichen Heiz- oder Kühlsystem. Zudem ist das System sehr energieeffizient, denn Beton hat eine hohe Speicherkapazität und eine gute Leitfähigkeit. -Ein Ehrenpreis wurde der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 an Superfilm verliehen. Der Landkrimi „Höhenstraße“ ist die erste nachhaltige Filmproduktion in Österreich. -Die Kinder und Jugendlichen der Plant-for-the-Planet Initiative wollen bis zum Jahr 2020 eine Million Gleichaltrige motivieren, mitzumachen. Das tun sie in Akademien, in Ein-Tages-Workshops. Sie fordern, dass jeder Mensch mindestens 150 Bäume pflanzt, zusammen 1.000 Milliarden bis zum Jahr 2020. Die UNEP unterstützt die Kinder und hat ihnen den offiziellen Welt-Baumzähler übertragen. Plant-for-the-Planet steht ein demokratisch gewählter 28-köpfiger Vorstand von Kindern und Jugendlichen aus 16 verschiedenen Ländern vor. -Vom 18. bis 20. Jänner trifft sich die mittlerweile weltweite Biomassebranche in Graz. Die Organisatoren erwarten wieder mehr als 1000 Besucher. Vortragende aus 30 Nationen füllen 156 Vorträge in 18 thematisch gegliederten Blöcken sowie fünf Exkursionen. – Die Infrastruktur für den Kfz-Verkehr in der EU kostet 178 Milliarden Euro – dazu kommen Kosten für Gesundheits- und Umweltschäden. In der EU sterben jedes Jahr beinahe eine halbe Million Menschen durch Schadstoffe in der Luft. Feinstaub ist verantwortlich für Asthma und Lungenkrebs. Die EU will eine drastische Reduzierung der Luftverschmutzung. Sie legte strengere Grenzwerte für die fünf wichtigsten Schadstoffe in Europa fest. In der NEC-Richtlinie sind für jedes Land jährliche Emissionshöchstmengen für die fünf wichtigsten Schadstoffe festgelegt: Feinstaub, Schwefeldioxid, Stickstoffoxide und  flüchtige organische Verbindungen. -Die e5-Gemeinde Zwischenwasser hat für den Transport der 21 Schul- und Kindergartenkinder aus Suldis nach Batschuns einen Elektrobus angekauft, der mit Sonnenenergie fährt. Am Steuer sitzen die Eltern. Die Energie für den Betrieb liefert die Sonne über die Photovoltaikanlage auf dem eigens errichteten Carport. Am Wochenende und in den Ferien steht der Bus für Carsharing den Bürgern zur Verfügung. -Mit einigem an Neuheiten kommt nun der Renault Zoe. Die neu entwickelte Z.E. 40 Lithium-Ionen-Batterie erhöht die Reichweite des Kompaktmodells auf 400 Kilometer. – Ab März stehen die Ankaufprämien für Elektrofahrzeuge österreichweit zur Verfügung. Infos dazu gibt es bereits jetzt unter: www.umweltfoerderung.at. -Das UBZ (Umweltbildungszentrum) in der Steiermark bietet interessante Veranstaltungen, einen ÖKOLOG Lehrgang und gratis Stundenbilder. Besuchen Sie die Homepage: www.ubz-stmk.at. -Österreichweite Umweltbildung bietet das Forum Umweltbildung mit zahlreichen Aktivitäten im ganzen Land. -Die geringe Neubildung von Meereis im arktischen Ozean könnte sich auf das Winterwetter in Mitteleuropa auswirken, in Form arktischer Kälteeinbrüche. Verbunden sind Arktiseis und Winterwetter offenbar über einen Luftwirbel in 10 bis 50 Kilometern Höhe. „Immer mehr Studien zeigen, dass ein Mangel an Meereis auch den Wirbel in der Stratosphäre schwächt“, sagt die Mathematikerin Marlene Kretschmer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. -China investiert fast 100 Milliarden Euro in Windkraft: China ist ohnehin schon der größte Windenergie-Produzent der Welt, jetzt legt Peking weiter nach. Bis 2020 will die Volksrepublik fast 100 Milliarden Euro in neue Windkraftanlagen stecken und in vier Jahren eine Kapazität von 210 Gigawatt erreichen. -Brisant ist die GLOBAL 2000-Stromanbieter-Empfehlung für Österreich: Nur drei Energieversorger sind unabhängig und völlig erneuerbar, nämlich die Alpen Adria Energie, die Stadtwerke Wörgl Ges.m.b.H. und die WEB Windenergie AG. -Der ASVÖ erhält die klimaaktiv Auszeichnung für energieeffiziente Betriebe. 31 % der Energie konnte mittels eines umfassenden Einspar-Contracting-Modells mit der Grazer Energieagentur eingespart werden, durch die ganzheitliche Optimierung des Lüftungs- und Heizungssystems. Heute zahlt der Verein 19.000,- EUR weniger Energiekosten pro Jahr. Eine beachtliche Summe für einen Sportverband. Die Grazer Energie-Agentur bietet auch weiterhin Contracting Verträge an, die unter anderem mit einer kostenlosen Machbarkeitsstudie, einer Beratung, usw. von Klein- und Mittelunternehmen genutzt werden können. -Die schlimmste Bleiche seit dem Beginn der Aufzeichnungen hat sich in diesem Jahr im Great Barrier Reef vor Australien ereignet. Auf rund 700 Kilometern im nördlichen Bereich des 2.300 Kilometer langen Riffs seien zwei Drittel der Korallen in den letzten acht bis neun Monaten abgestorben. Korallen gelten als Seismografen des Klimawandels. Steigende Temperaturen in den Weltmeeren und die zunehmende Ozeanversauerung setzen ihnen besonders zu. -Eine neue Schutzhülle gegen Radioaktivität wurde über den  Tschernobyl-Reaktor geschoben. Die gigantische Stahl-Schutzhülle für 1,5 Mrd. Euro soll vor Strahlung in Tschernobyl schützen. Der Sarkophag ist so groß, dass die Pariser Kathedrale Notre Dame darin verschwinden könnte: Das Gewölbe ist 108 Meter hoch, 162 Meter lang, und 36.000 Tonnen schwer. Die Hülle soll verhindern, dass in den kommenden 100 Jahren radioaktive Strahlung austritt. -Der 18. Österreichische Klimatag findet von 22. bis 24. Mai 2017 an der Universität Wien statt. Die TeilnehmerInnen erwartet wieder ein spannendes Programm mit zahlreichen Möglichkeiten zum fächerübergreifenden Austausch und der Vernetzung zwischen allen am Klimawandel interessierten Personen und Institutionen. – Der Anbau von Energiepflanzen hat eine negative Öko-Bilanz. Er führt unter Anderem zum Verlust wertvoller Lebensräume und schadet dem Klima. Besonders dramatisch in Deutschland ist der regionale Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion. – Die Lappeenranta University of Technology (LUT) hat ein Modell entwickelt, das ein 100%iges Elektrizitätssystem auf Basis von Wind und Solar für alle Regionen der Welt in 2030 darstellt. Es wurde entwickelt, um die ökonomisch beste Lösung für eine erneuerbare Elektrizitätsversorgung zu finden und zeigt, wie eine Versorgung organisiert werden kann, um die Nachfrage zu jeder Stunde des Jahres nur mit Erneuerbaren Energien zu decken. Das Modell findet den besten Mix aus Erneuerbaren Energien, Speichern und Übertragungskomponenten. – Den European Solar Prize 2016 erhielten die Architekten Nussmüller mit der Sanierung der Wohnhausanlage „Johann Böhm Sanierung 34/36“ in Kapfenberg. Hier wurde erstmals in Österreich ein Mehrfamilienhaus aus den 1960er Jahren mit einem eigens entwickelten, vorgefertigten Fassadensystem in ein Plus Energie Gebäude umgewandelt. Zusätzlich wurden sämtliche Wohnungen gemäß den neuesten Standards des geförderten Wohnbaues angepasst. – Das erste Kunst-Windrad Mitteleuropas steht in Österreich, in Wien-Unterlaa. Es zeigt, wie schön die Windstromerzeugung sein kann. Im Rahmen des Wind-Kunstwettbewerbs der IG Windkraft wurde von einer Jury aus 400 Kunstwerken der Entwurf der Künstlerin Julia Bichler ausgewählt. – Zum „Black Friday“ zeigt Greenpeace die Folgen exzessiven Kleiderkonsums. Über 100 Milliarden Kleidungsstücke werden jedes Jahr hergestellt, kurz getragen und weggeworfen. Die globale Textilproduktion hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. „Schnelllebige Modetrends führen zu riesigen Mengen Textilmüll“, sagt Alexandra Perschau, Textil-Expertin von Greenpeace: „Wir kaufen und entsorgen Kleidung in einem Tempo, das der Planet nicht aushält.“ – Die Windkraft Simonsfeld hat den Lebenszyklus-Award 2016 für ihr Firmengebäude, ein  Plusenergiegebäude, erhalten. – Ab 2017 werden jedes Jahr die Fleischmengen erhöht, die zollfrei aus Kanada importiert werden dürfen, wie Anhang 2 A des CETA – Vertrages vorsieht. „Im sechsten Jahr sind dann bereits für 45.840 Tonnen Rindfleisch und ganze 75.000 Tonnen Schweinefleisch keine Zölle mehr fällig“, erklärt Mathis Ruff, Vorsitzender des Berufsverbands der Rechtsjournalisten e.V. Von 23. bis 30.Jänner sind alle interessierten Personen aufgerufen, ihre Stimme gegen diese Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA abzugeben. Nutzen Sie diese Gelegenheit!

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    Solarthermie-Speichertechnologie-Forschung-E-Fahrzeug-Bericht

    – In dieser Sendung berichten wir über neueste Forschungen von Solarthermie. AEE-Intec, das Institut für Nachhaltige Technologien ist eines der führenden Institute im Bereich angewandter Forschung zu den Themen Solarthermie, Niedrigenergie- und Nullenergiegebäude wie auch im Bereich der Energieeffizienz in der Industrie. Dr. Wim van Helden präsentiert ein neues solarthermisches Speichersystem. -Wir hören mahnende Worte von Dr. Franz Fischler zum Klimaschutz. -Außerdem geben wir einen persönlichen Bericht über unser E-Auto und sprechen über Kosten, die Reichweite, die Leistung und die Zufriedenheit. -Zuletzt bringen wir noch einige andere News. Musik: Albert Florian Mihai- Accordion Quartet -AEE-Intec treibt die Forschung im Bereich der Erneuerbaren Energien voran. Im Rahmen der Solar 2016 wurden einige interessante Forschungsergebnisse präsentiert. Frau Dr. Birgit Strimitzer-Riedler von der steirischen Landesregierung lobt die Aktivitäten im steirischen Forschungs- und Klimaschutzbereich. Im Rahmen der Solar 2016 wurde die Brauerei Göss nach dem Energy Globe Award auch mit dem Solar Award 2016 ausgezeichnet. Im gesamten Brauereiprozess werden für die Energieversorgung nur erneuerbare Energieträger eingesetzt und dadurch die fossilen CO2-Emissionen auf null reduziert. Mitverantwortlich hierfür ist neben einer großen thermischen Solaranlage, Wasserkraft, Biomasse-Fernwärme und eine Biertrebervergärungsanlage. Dr. Paul Gantenbein entwickelte ein System zur Thermischen Energiespeicherung. Er forscht und lehrt an der Hochschule für Technik Rapperswil in der Schweiz. Mittlerweile ist es geglückt, ein Speichersystem zu entwickeln und auch anzuwenden, das Gebäude mit thermischer Solarenergie, die über den Sommer gespeichert wird, im Winter zu wärmen. In der Speicherdichte wurde hierbei sogar ein Weltrekord erreicht. Dr. Wim van Helden stellt das Projekt vor. Nachfolgend wird geforscht an der Entwicklung von Speichertechnologien an verschiedenen Anwendungsgebieten von Gebäuden und von Mobilität: von Schienenfahrzeugen, Elektroautos und in der Industrie. Der Leiter der Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie in Wien ist DI Michael Paula. Wir freuen uns über ein Interview mit ihm. Hauptredner bei der Eröffnung der Solar 16 der AEE Intec war Dr. Franz Fischler. Er war österreichischer Landwirtschaftsminister und EU-Kommissar und ist nun  Präsident des Europäischen Forums Alpbach. Sein Name steht auch für das Ökosoziale Forum, deren Präsident er war. Dr. Franz Fischler wünscht sich den gegenseitigen Austausch: „Reden wir miteinander“. Prof. Herbert Fellner veranstaltet auf der FH-Graz für Fahrzeugtechnik interessante Themenabende, auch über e-Mobilität. Wir geben selbst einen persönlichen Bericht über unsere Erfahrung mit unserem E-Fahrzeug und gehen dabei auf die Kosten, die Reichweite, die Leistung und die Zufriedenheit ein.   Zuletzt hören Sie noch einige andere News und Tipps: -In Vorarlberg werden wieder e5-Gemeinden ausgezeichnet. Mittlerweile 45 Kommunen nehmen am Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden teil. Über die Hälfte der österreichischen, mit der Bestnote 5 „e“ ausgezeichneten Gemeinden befinden sich in Vorarlberg. Wir gratulieren herzlich! -Über ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in den Industrieländern verursachen Gebäude, und zwar vorwiegend deren Beheizung. In Österreich gibt es bislang nur vier Gebäude der Energieeffizienzklasse Passivhaus Plus. Zwei davon stehen in Vorarlberg. -Am 19. und 20. Dezember 2016 findet der 12. österreichische Biogaskongress, dieses Jahr im Steiermarkhof in Graz statt. -Am 29. November 2016 veranstaltet AEE – Institut für Nachhaltige Technologien ein Strategieforum zum Thema: „Neue Pädagogik verändert auch die Schulgebäude – mit welchen Konzepten gehen wir in die Zukunft?“ -Die ersten E-Busse kommen nach Graz- mit schnell ladenden Superkondensatoren auf den Grazer Buslinien 34E (Jakominiplatz – Theyergasse) und 50 (Hauptbahnhof – Zentralfriedhof). Auf den beiden Testlinien bleibt der derzeitige Fahrplan aufrecht. Die Schnellladung mit einer Ladezeit von nur zwei Minuten findet an den Endhaltestellen Theyergasse, der Linie 34E und am Zentralfriedhof, der Linie 50 statt. Bei der Zwischenladung werden die Elektrobusse an den Haltestellen „Museum der Wahrnehmung“ und Hohenstaufengasse/Citypark in nur rund 30 Sekunden geladen. -Die Umweltbilanz unseres Stroms ist so schlecht wie noch nie. Der von der E-Control veröffentlichte Stromkennzeichnungsbericht zeigt deutlich, dass Österreich seinen Stromverbrauch noch immer auch mit Atomstrom deckt. Von 2014 auf 2015 ist der Atomstromanteil sogar auf 13% gestiegen. Rasche Abhilfe schafft nur ein gesteigerter Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich. – Die 5. Mitteleuropäische Biomassekonferenz findet vom 18.-20. Jänner zeitgleich mit der „Häuslbauer“-Messe in Graz statt. Die regionale Nutzung von Biomasse reduziert CO2-Emissionen, Kaufkraftabfluss sowie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schafft Arbeitsplätze. -Deutsche Photovoltaik-Speicheranbieter zeigen im ersten Halbjahr 2016 national und international eine starke Präsenz. -Es geht weiter mit dem Wachstum erneuerbarer Energien, und zwar schneller, als es bisher angenommen wurde. Ganz vorne ist dabei China, dort wurden im Vorjahr im Durchschnitt jede Stunde zwei neue Windkraftanlagen installiert laut IEA, der Internationalen Energieagentur. Genauso schnell läuft es auch bei der Photovoltaik: Jeden Tag wurden eine halbe Million PV-Module aufgestellt. -Markus Altenhofer wird Klima- und Energie Manager des Jahres 2016. Unter anderem  zeigte er sich verantwortlich für die Installation von 34 Photovoltaik-Anlagen auf Gemeindedächern, eine Förderberatung für Private, die sich selbst mit Strom versorgen wollen oder auch Energiesparkonzepte für 10 Gemeinden. Seine aktuellen Schwerpunkte liegen im Bereich Elektromobilität und E-Car Sharing, den Klimaschulen sowie Klimaschutz und in der Landwirtschaft. Der „Klimaladen“ aus Salzburg wird Projekt des Jahres. „Klimaladen – Was hat mein Konsum mit dem Klima zu tun?“ ist eine Wanderausstellung für Schulen. -Die Menschheit verbraucht jedes Jahr 60 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Setzt sich diese Entwicklung ungebremst fort, sind 2030 zwei komplette Planeten nötig, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Das ist das Ergebnis des „Living Planet Reports 2016“, den die Naturschutzorganisation WWF in Berlin vorgelegt hat. Laut dem globalen Zustandsbericht nehmen die ökologischen Reserven der Erde immer weiter ab. So zeigt etwa der Living Planet Index, der den Zustand der weltweiten biologischen Vielfalt erfasst, steil nach unten. Für die vergangenen vierzig Jahre wurde ein Rückgang von 58 Prozent gemessen. Damit haben sich die über 14.000 untersuchten Tierpopulationen mehr als halbiert. -Windenergie ist die Nummer 1 der weltweiten Stromerzeugung. Der Global Wind Energy Outlook zeigt: bis 2050 kann die Windkraft 36% des weltweiten Strombedarfs decken. -Duftstoffe werden in vielen Produkten eingesetzt: in Duftlampen oder -kerzen, in Wasch- und Reinigungsmitteln oder Raumsprays. Manche Menschen reagieren aber sehr empfindlich auf die Chemikalien – bis hin zu Allergien. Schlechte Raumluftqualität kann zu Gesundheitsbeschwerden wie Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten bei Raumnutzern führen. Statt unangenehme Gerüche oder mangelhafte Raumluftqualität zu überdecken, ist es sinnvoller, die Räume zu lüften. -Die Staatengemeinschaft hat beschlossen, die Erderwärmung auf weit unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Die von den Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention eingereichten Minderungsbeiträge reichen dafür jedoch nicht aus. Sparsamere Elektrogeräte und der Ausbau erneuerbarer Energien sind ein Schritt in eine gute Zukunft. – Die Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs haben in den  vergangenen Jahren um 61 % zugenommen – im Gegensatz zu jenen der Landwirtschaft, die ihre Emissionen um 17 % gesenkt hat. Empfehlenswert wäre die Einführung einer Klimaschutzabgabe wie in Schweden, wo fossile Energie  besteuert wird. Im Gegenzug müssen Unternehmen und der Faktor Arbeit entlastet werden, um  Österreichs Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Auf die Agenda des Klimaschutzes gehört weiters ein Verbot der Installation von Ölbrennern. – Gorbatschow fordert ein Verbot des Krieges: Der frühere Staatspräsident der Sowjetunion wendet sich gegen den „Kult der militärischen Gewalt“. Er fordert dazu auf, den internationalen Dialog, der in den letzten beiden Jahren aufgegeben wurde, wieder aufzunehmen. – Eine neue EU-Richtlinie will klare Vorgaben geben. Hinsichtlich des Energiebedarfs hängt der Verkehrssektor in der EU noch immer zu etwa 94% vom Erdöl ab. Das muss geändert werden. Wird ab 2019 ein Haus in einem gewissen Maß renoviert oder ein Gebäude neu errichtet, dann muss eine Ladestation für E-Fahrzeuge vorgesehen werden. – Aktuell sind von den Auswirkungen El Ninos weltweit rund 60 Millionen Menschen betroffen. 5 Milliarden US-Dollar werden für dringende Nothilfemaßnahmen sofort benötigt. Bisher wurden nur 1,9 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. In Haiti wird unterdessen aufgrund der Ernteverluste nach Hurrican Matthew mit einer neuen Ernährungskrise gerechnet. World Vision macht darauf aufmerksam, dass Investitionen in die Widerstandsfähigkeit von Kommunen erheblich kostengünstiger sind, als darauf zu warten, bis eine Katastrophe eingetreten ist. Auch habe sich die Weltgemeinschaft im Nachhaltigkeitsziel 13 dazu verpflichtet, die Folgen des Klimawandels für die ärmsten Menschen zu reduzieren. – Finanzminister Schelling hat die schwedische Finanzministerin Magdalena Andersson eingeladen, um von den Erfahrungen Schwedens bei der Absenkung der Staatschuldenquote von 70 auf 40% zu profitieren. Bestehende Energiesteuern wurden auf CO2-Steuern umgestellt und sukzessive erhöht. Die Steuern auf Arbeit wurden dabei gleichzeitig stark reduziert. Die energieintensive Industrie wurde schrittweise verstärkt in das CO2-Steuermodell integriert, um die Anreize zum Umstieg auf erneuerbare Energien auszubauen. – Ottensheim in OÖ wird zur „Essbaren Gemeinde“ mit über 300 Obstbäumen. Seit 3 Jahren wird in Ottensheim gemeinsam an der Umsetzung einer „essbaren Gemeinde“ gearbeitet. Viele Flächen werden von einer leeren Rasenfläche zu einem wundervollen Raum für Miteinander und regionalen Anbau entwickelt. Schon die Kleinsten erfahren so vieles über regionale Lebensmittel, über Geschmack und Anbau, lernen unseren Boden als wertvollen Grund für Nahrungsmittel kennen und bekommen eine besondere Wertschätzung zu Natur und Lebensmitteln. – Jubiläum- 20 Jahre Nationalpark Donau-Auen: Der Nationalpark wächst! Einst sollte an der Donau ein Kraftwerk gebaut werden, nun sind die Donauauen unterhalb Wiens ein Teil von Österreichs wertvollsten Naturschätzen. Am 27. Oktober 1996 wurde am Schlossberg Hainburg zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Niederösterreich und Wien ein Staatsvertrag zur Errichtung und Erhaltung des Nationalparks Donau-Auen unterzeichnet. Die anfängliche Größe betrug 9.300 Hektar. Seither schützt der Nationalpark Donau-Auen die letzte große zusammenhängende Aulandschaft Mitteleuropas. Erfreulicherweise wächst das Schutzgebiet um 277 Hektar. – Im Rahmen von #kinodenktweiter veranstaltet das Gartenbaukino Themenabende, bei denen Gäste wie die Zero-Waste-Ikone Bea Johnson zur Diskussion geladen und thematisch passende Filme gezeigt werden. MitarbeiterInnen legen viele Wege mit dem Rad zurück und erledigenTransporte per Radboten oder mittels Carsharing. – Kleinbäuerinnen sind Trägerinnen nachhaltiger Entwicklung! WIDE fordert Regulierung von transnationalen Konzernen statt CETA, TTIP und EPAs! In den Handelsabkommen geht es um Exportmärkte für die EU und um die Sicherung des Zugangs der EU zu Rohstoffen, vom Erdöl über Holz bis hin zu Metallen. Lokale Produktionsformen und Lebensmittelmärkte werden zerstört und mit ihnen die Existenzgrundlage von Kleinbäuerinnen. Bei diesen Handelsabkommen geht es um die Stärkung der Rechte von Konzernen, nicht von Menschen. Wir danken der belgischen Region Wallonien, deren Regionalparlament mit großer Mehrheit gegen CETA gestimmt hat. Dies ist eine mutige Entscheidung für eine bessere, klimafreundliche Welt!

  3. 37

    TERA-CrossroadFestival-Wildeblumen-Naturladen

    – Wir sprechen mit Konrad Fellner über das TERA-Projekt, ein Elektrofahrzeug-Projekt der TU Graz; – mit Josef Obermoser, dem Initiator des Crossroad-Festivals im Forum Stadtpark in Graz; -mit Paula Polak, der Planerin von Naturgärten und -mit Tanja Pinter, die einen Ayurveda-Naturladen in Graz betreibt. -Zuletzt bringen wir noch einige andere News. Musikalisch begleitet werden wir mit Vokalmusik vom Grazer Musik-Festival-VOKAL-TOTAL. Bei der „Langen Nacht der Forschung 2016“ an der TU Graz durften wir ein neues, innovatives Elektrofahrzeug bestaunen. Konrad Fellner, derzeit Chef des TERA TU Graz Vereins für effiziente Fahrzeugtechnologien stand uns für ein Interview zur Verfügung. Das Crossroad- Festival für Dokumentarfilm und Diskurs, das Anfang April im Forum Stadtpark in Graz stattfand, ist ein Magnet für Studierende und interessierte Menschen. Mit der fünften Ausgabe des Crossroad- Festivals konnte sich das Publikum erneut mit Entwicklungen der Gegenwart auseinandersetzen. Neben aktuellen Krisenfolgen machte die Auswahl prämierter Dokumentarfilme vor allem auch Menschen, Initiativen und Bewegungen sichtbar, die sich für gesellschaftliche Alternativen und ein gutes Leben für alle einsetzen. Filmgespräche im Anschluss an die Screenings ermöglichten es, persönlich mit Filmemachern und Filmemacherinnen ins Gespräch zu kommen und die in den Filmen behandelten Themen zu diskutieren. Themenschwerpunkte waren: – Solidarische Landwirtschaft & Ernährungssouveränität – Kapitalismus > Krise > Gegenstrategien – Feminism in Action – Mensch-Tier-Beziehungen – System Change, not Climate Change und andere. Wir waren sehr berührt vom Film „How to Change the World“ und nahmen dankbar die Live-Diskussion mit dem Regisseur und Produzenten Jerry Rothwell an. Für den Film erhielt er den Sundance Special Jury Award. Josef Obermoser ist Initiator des Crossroad- Festivals, er gibt uns ein Interview. Frau DI Paula Polak, Landschaftsökologin, plant naturnahe Landschaftsgärten. Sie ist Buchautorin, Naturgarten-Netzwerkerin und verkauft mit der Firma „Wilde Blumen“ Bio-und Revisa- zertifiziert heimische Wildblumen und -pflanzen. Wir hoffen mit ihr, dass ihre Angebote, naturnahe Gärten anzulegen, verstärkt angenommen werden. Ihre Website ist www.wildeblumen.at. Tanja Pinter betreibt einen Ayurveda-Naturladen in Graz in der Girardigasse. In ihrem Geschäft bietet sie neben Ayurveda- Produkten, Koch- und Ernährungskurse an, Behandlungen und ein vegetarisches Mittagsmenü. Dabei achtet sie auf Nachhaltigkeit und vermeidet unnötige Verpackungen. Fertige Speisen wie Suppen verkauft sie in Gläsern mit Pfand. Trockene Waren wie Dinkel oder Linsen gibt sie in Papiersäckchen aus. Die liebevolle Atmosphäre im Naturladen ist einladend. Andere News und Tipps: -Rund um den Tag des Windes fanden wieder zahlreiche Veranstaltungen statt. Die IG Windkraft lädt zu einem „Wind-Kunst-Wettbewerb“ ein. Ziel ist, möglichst viele künstlerisch-kreative Einsendungen zum Thema Windkraft zu erhalten und daraus die Besten zu prämieren. Kunst ist ein breiter Begriff – akzeptiert wird daher jegliche künstlerisch-kreative Einreichung, also z.B. Skulpturen, digitale Medien wie beispielsweise Videos, Bilder, Comics, Literatur, Musik, etc. Einsendeschluss ist der 31. August 2016. Jede(r) kann mitmachen. Der Wettbewerb wird österreichweit ausgeschrieben. Zu gewinnen gibt es ein E-Bike, einen Solar-Rucksack und anderes. Genauere Infos finden Sie unter: www.igwindkraft.at . -Dem neuen Klimabündnis-Geschäftsführer von Österreich, Mag. Markus Hafner-Auinger, wünschen wir alles Gute. -Im deutschen Coburger Land sollen zwei Solarparks mit jeweils 10 Megawattpeak entstehen. -Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Krieg und Gewalt sind ein Auslöser dafür, aber Dürren, Hochwässer und der Anstieg des Meeresspiegels werden in Zukunft noch viel mehr Menschen heimatlos machen. Die Gewinnung und der Verbrauch fossiler Rohstoffe tragen wesentlich zur Veränderung des Klimas bei – und weil der Kampf um sie zu kriegerischen Konflikten führen kann, sind sie ein weiterer Fluchtgrund. -Die Klimaforscherin Prof. Helga Kromp-Kolb stellt fest: Der Arabische Frühling, der unerwartete Bürgerkrieg in Syrien – sie haben Wurzeln in einer klimawandelbedingten Dürre. Diese hat in Syrien zwischen 2006 und 2011 rund 60 Prozent des Landes betroffen, Ernteausfälle und Verlust von Vieh in großem Stil waren die Folge. Etwa zwei bis drei Mio. Menschen waren direkt betroffen. Eine kurzsichtige Agrarpolitik, das Ausbleiben der notwendigen Hilfe für die Landbevölkerung und ein repressives politisches System sind weitere Zutaten zum Bürgerkrieg. Auch die Katastrophe von Darfour hat Wurzeln im Klimawandel. Der Klimawandel ist selten die einzige Ursache für Migration, aber in vielen Fällen trägt er zur Verschärfung einer schwierigen Situation bei oder ist sogar Auslöser von Kriegen und Migration. Das Problem wird also mit einem Friedensschluss in Syrien nicht aus der Welt geschafft. -Der Arktis droht ein Meereisverlust wie im Negativrekordjahr 2012. Daten des Satelliten CryoSat-2 zeigen viel dünnes Eis, das den Sommer kaum überstehen wird.  Grund dafür ist der viel zu warme Winter. -Dass der Klimawandel eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellt, hat der Weltklimarat IPCC in seinem kürzlich veröffentlichten Sachstandsbericht dargelegt. Die Studie rechnet mit Tausenden vorzeitigen Todesfällen durch Hitzewellen, Überschwemmungen sowie schlechtere Qualität von Luft, Wasser, Boden. Durch wärmere Durchschnittstemperaturen breiten sich krankheitsübertragende tropische Insekten aus. Auch Lebensmittel können für Gifte leichter anfällig werden. Akute und chronische Krankheiten werden zunehmen, so die Studie. Allergiker und Asthmatiker werden große Probleme bekommen. Am stärksten betroffen werden den Ergebnissen zufolge „verwundbare“ Bevölkerungsgruppen sein. Gemeint sind damit Menschen, die nur über ein geringes Einkommen verfügen und eher am Rand der Gesellschaft leben. Außerdem: Schwangere, Kinder, Ältere, Behinderte, Menschen mit chronischen Krankheiten. Für diese Menschen wird in Zukunft mehr getan werden müssen, folgert die Untersuchung. – Ein weltweit operierender Konzern verschleiert, dass sein Pestizid Glyphosat krebserregend ist. Europäische Kontrollbehörden vertrauen diesem Konzern blind und machen nicht ihren Job, nämlich zu kontrollieren. Stattdessen diskreditieren sie gezielt unabhängige Studien, die beweisen: Glyphosat erzeugt Krebs. Möglicherweise gewinnt in diesem Punkt doch die Natur. Die Neuzulassung ist bisher auf Grund massiver Proteste gescheitert. Ein Video von Global 2000 zeigt die Beweggründe der Konzernchefs sehr deutlich. Zu sehen ist das Video unter youtube: Dr. Böse erklärt: So wirst du zum Glyphosat-Superschurken! (https://www.youtube.com/watch?v=E6q68ORUqAc) -Ein Buchtipp: „Speisekammer aus der Natur“ zeigt auf bewundernswerte Art und Weise, welches unendliche und weitgehend vergessene Potenzial in der Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen noch steckt. Die Autoren Michael Machetscheck und Elisabeth Mauthner  haben Altbewährtes und Selbsterprobtes zusammen getragen und zeigen damit, was auf Wiesen und Weiden vorhanden ist und wie es teilweise auf einfachste Art und Weise verwendet werden kann. – Das ältestes Atomkraftwerk der Welt soll wieder ans Netz. Nachdem Risse in der Reaktorhülle des AKW Beznau im Schweizer Kanton Aargau entdeckt worden waren, was zu einem Abschalten des Meilers geführt hatte, verkündete die Betreibergesellschaft nun, dass man Ende des Jahres den Betrieb wieder aufnehmen wolle. Wir wundern uns. – Ein Verbot aller Kunststoffsäcke, fordert die ARGE Kompost & Biogas. Nur ein generelles Verbot ist eine dauerhafte Lösung für die Problematik. Denn diese verrotten nicht und tauchen überall dort auf, wo sie nicht hingehören: im Wasser, Wald, auf Wiesen … In einigen Ländern wie zum Beispiel Italien wurde die Verwendung von Kunststoffsäcken bereits verboten. – Wegen der Kälte in der Heizperiode ist der Energieverbrauch in Österreich 2015 um etwa drei Prozent gestiegen. In dem Ausmaß legte auch der Konsum an Ölprodukten und an Erneuerbarer Energie zu, knapp gefolgt von Gas mit plus zwei Prozent. Der Stromverbrauch blieb etwa gleich, insgesamt 70 Prozent wurden „erneuerbar“ erzeugt. Beim Bruttoendenergieverbrauch betrug der Erneuerbaren-Anteil 33 Prozent. – Akkus in Elektroautos müssen nach etwa fünf bis sieben Jahren ausgetauscht werden, doch ausgedient haben sie damit nicht. Sie verfügen noch über bis zu 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität und können damit in Second-Life-Projekten weitergenutzt werden. Es lohnt sich, bei den hohen Preisen der Akkus und den wertvollen Rohstoffen, darüber nachzudenken. – Fast jede zweite kleine Photovoltaik-Anlage ist 2015 in Deutschland gemeinsam mit einem Speichersystem verbaut worden. Dabei drängten Batteriespeicher auf Lithium-Ionen-Basis die Blei-Säure-Konkurrenz fast vollständig aus dem Markt. Ein Grund dafür dürften die im Schnitt jährlich um 18 Prozent sinkenden Kosten für Lithium-Ionen-Speicher sein. – Im Zuge der jährlichen PVA-Speichertagung am 13.Oktober im „Tech Gate Vienna“ wird der neueste Stand im Bereich der Stromspeicherung präsentiert. Nationale und internationale Referenten aus verschiedenen Fachrichtungen erörtern dabei die aktuellsten Rahmenbedingungen, die dynamische Entwicklung und neueste Produkte. – Orientierung beim Kleidungskauf – das bietet der aktualisierte Textilratgeber von Greenpeace. Die Broschüre im Handtaschenformat zeigt, welche der gängigen Textil-Siegel wirklich giftfreie Kleidung garantieren. – Auch Pinguine sind vom Klimawandel betroffen. Mehrere Forschungsergebnisse deuten auf zum Teil dramatische Einbußen bei Pinguinbeständen hin. – Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel. Dass kleine Inselstaaten dadurch akut in ihrer Existenz bedroht sind, ist nicht länger etwas, das erst in einigen Jahrzehnten passieren wird. Schon fünf Salomonen-Inseln sind versunken. – Die Solarwärme-Branche ist ein wichtiger Industriezweig im Bereich der Wärme- und Warmwasserversorgung für Österreich. Im internationalen Vergleich gehört Österreich bei der Pro-Kopf-Installation weltweit zu den führenden Ländern. Mit den nun startenden Förderaktionen des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) soll das Potenzial von solarthermischen Anlagen für Gewerbe, Nah- und Fernwärme, Industrie und im privaten Wohnbereich stärker erschlossen werden. Das Gesamtfördervolumen beider Aktionen beträgt 3,9 Millionen Euro. Interessant ist das Förderprogramm für Betriebe und Gemeinden. Die Neuausrichtung des Förderprogramms ermöglicht Anlagen bis zu 10.000m2. – „die umweltberatung“ empfiehlt thermische Solaranlagen – sie sind seit über 30 Jahren bewährt und optimiert. – Ein Filmtipp:“Tomorrow“ trifft den Nerv der Zeit. Mit dem César als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in den vergangenen Monaten in Frankreich, Belgien und der Westschweiz zum absoluten Publikumsliebling. Für ihren mitreißenden Dokumentarfilm reisten Mélanie Laurent und Cyril Dion in zehn Länder. Wie bei einem Puzzle wird bald klar, dass erst die Summe der Lösungsansätze das Bild einer anderen Zukunft zeichnet. „Tomorrow“ beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen handeln. Was wäre, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte, die Welt zu retten? – Anlässlich des Weltaktionsprogramms soll die Rolle von Bildung und Lernen in allen Projekten, Programmen und Aktivitäten sichtbar gemacht werden. Aus diesem Grund wird heuer erstmalig die Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Best of Austria“ verliehen. Die von der Jury ausgezeichneten Projekte werden gesammelt und bei der Auszeichnungsveranstaltung am 22. November 2016 der Öffentlichkeit präsentiert. Zielgruppen sind alle schulischen und außerschulischen Organisationen, Gemeinden, Klima- und Energiemodellregionen und alle weiteren Institutionen, die im Bildungsbereich tätig sind. Einreichungen sind bis 18. September 2016 möglich. – Mit dem CO2-Rechner des FORUM Umweltbildung können Sie testen, wie nachhaltig Ihr persönlicher Lebensstil ist und wo die individuellen und gesamtgesellschaftlichen Einsparungspotenziale liegen. Hintergrundinfos, Tipps und nützliche Links helfen dabei, den persönlichen CO2-Ausstoß zu verringern. Sie finden ihn unter: http://co2-rechner.at – Chinesische Forscher haben ein Gerät entwickelt, das Wind- und Sonnenergie gleichzeitig einfangen kann. Dazu statten die Forscher Solarzellen mit einem Nanogenerator für Reibungselektrizität aus. Dieser kann anders als Turbinen auch geringe Windkräfte auf kleinem Raum nutzen und soll so vor allem die Mega-Städte künftig mit grünem Strom versorgen. – Die Ursachen der weltweiten Fluchtbewegungen sind sehr komplex, dennoch haben fossile Energiequellen und der Klimawandel einen großen Anteil daran. Für beide Probleme gibt es eine gute Lösung: erneuerbare Energien. Sie tragen wesentlich zur Milderung und Beseitigung dieser Fluchtursachen bei. – Das Forschungsprojekt „COMTES“ erzielte einen Weltrekord: Die gespeicherte Solarwärme deckt 85% des Warmwasser- und Raumwärmebedarfs im Winter. In einer unserer nächsten Sendungen berichten wir ausführlicher darüber. – Obwohl es bei uns viel geregnet hat, es geht weiter mit den Hitzerekorden: Der Mai war im globalen Durchschnitt der wärmste, der je registriert wurde, wie Messungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa ergaben. -Die Ölbohrpläne der kroatischen Regierung in der Adria sind abgesagt: Der kroatische Wirtschaftsminister Tomislav Panenić hat gestern dem Vorhaben eine klare Absage erteilt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt diese Entscheidung. – In der Schweiz wurde das erste energieautarke Mehrfamilienhaus der Welt eingeweiht, für 9 Familien. Es kommt komplett ohne externe Energieanschlüsse aus. – Der Weltrekordversuch „The Wave“ mit  über 28 000 Klimakärtchen von Kindern aus aller Welt ist geglückt! 457 Kinder der VS und NMS Eggersdorf formulierten Klimaversprechen und setzten mit ihren persönlichen Botschaften ein kräftiges Zeichen zum Klimaschutz! Rene Roschitz holte 8 Riesen-Klimakarten-Plakate E-Mobil ab und führte sie nach Wien. E-Mobil und CO2-frei wurden sie dann nach Genf gebracht und dort von Luis Palmer, dem Initiator von „The Wave“ an die UNO überbracht. Die Botschaften der Kinder wurden zur  größten Postkarte der Welt zusammengefügt  und an die UNO übergeben. Sie werden auch bei der UN Climate Change Conference in Marrakesh im November 2016 präsentiert. Schulen aus allen 5 Kontinenten waren dabei. Die Wave Trophy, die weltweit größte E-Fahrzeug Rallye der Welt ist mittlerweile in Genf gelandet. Wir gratulieren!

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    Bewegungen der Kirche

    -In der Fastenzeit möchten wir Bewegungen in der Kirche aufzeigen. -Bischof Wilhelm Krautwaschl berichtet über ermutigende Beispiele, wie das Klima in den Kirchen österreichweit und vor allem in der Steiermark geschützt wird. -Mag. Hemma Opis-Pieber stellt wieder einige herausragende Projekte mit dem diözesanen Umweltpreis vor. -Wir ermuntern nicht nur zum Fleischfasten, sondern auch zum Autofasten. -Zuletzt geben wir wieder einige Veranstaltungstipps und bringen andere News. Musikalisch begleitet werden wir vom Gleisdorfer Weltmeister-Ensemble Ars Harmoniae unter der Leitung von Rudolf Plank. Er arrangiert auf einzigartige Weise Stücke von Astor Piazzolla für dieses grandiose Orchester. Mag. Hemma Opis-Pieber und ihr Team zeichneten besonders engagierte Pfarren mit dem diözesanen Umweltpreis aus. Die Jury und das Welthaus vergaben auch zwei Sonderpreise an die Pfarre Gratkorn und das Haus der Frauen. Der Umweltpreis 2015 stand unter dem Motto „Nachhaltig einkaufen“. Ernährung und Feste, Reinigung, Blumen und Kerzen, Energie, Büro und Geschenke – das waren die Bereiche, die 2015 besonders im Fokus standen. Die Palette der realisierten Ideen erstreckt sich u.a. von Energiesparmaßnahmen über die ausschließliche Verwendung regionaler Produkte und biologischer Reinigungsmittel bis zu fairen Geschenken, einem Kostnixladen, Workshops und einer Drehscheibe für ökologischen und regionalen Einkauf. Bischof Wilhelm Krautwaschl berichtet vom Beschluss der Bischofskonferenz Österreichs, die Schöpfungsverantwortung der Kirche durch drei Projekte noch konkreter werden zu lassen: -Nachhaltige Leitlinien für jede Diözese, -ein Energiemanagement und -eine ökofaire Beschaffungsordnung. Das Haus der Frauen erhielt den Sonderpreis der Jury für Regionalität und Kreativität. Wir sprechen mit der Leiterin Mag. Anna Pfleger. Maria Knöbl erhielt für die Pfarre Dechantskirchen besondere Anerkennung für Ausdauer und Vorbildwirkung, auch der Kindergarten Dechantskirchen für Bewusstseinsbildung und Klimaschutz. Durch fünf eigene Fotovoltaik-Anlagen gewinnt die Pfarre Dechantskirchen mehr als 35.000 kWh im Jahr Sonnenstrom. Die eigene Hackschnitzelheizung beheizt seit 2007 die Pfarre. Der Pfarrer benutzt ein E-Auto, auch die Mitarbeiter erhalten eine Förderung von E-Mobilität. Für den nachhaltigen Einkauf wurden eigene Stofftaschen kreiert mit dem Namen: „Dechantskirchner Zeigga“. Weitere Preisträger waren: -das Bildungshaus Mariatrost für vorbildhaftes Umweltmanagement, -die Pfarre Frohnleiten für Regionalität und Recycling, -die Pfarre Gratkorn für Innovation und Fairtrade, plus Sonderpreis vom Welthaus, -die Pfarre Hartberg für erneuerbare Energie, -die Pfarre Graz-Mariä Himmelfahrt für ein ganzheitliches Energiekonzept -der Pfarrverband Krieglach-Langenwang für seinen nachhaltigen Pfarrhof -die Pfarre Semriach für soziale Nachhaltigkeit und Ehrenamt Frau Mag. Hemma Opis-Pieber ist Sprecherin der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs, eigentlich ist sie charmante Mahnerin für eine schönere Welt. Sie setzt sich mit all ihrer Kraft seit Jahren für die Bewahrung der Schöpfung ein. Wir möchten Herrn Prof. Wolfgang Schöner, einen herausragenden Gletscher-Forscher ganz herzlich in Graz begrüßen und freuen uns, dass er hier sein Fachwissen den Studierenden weiter gibt. Einige andere News und Tipps: -Die österreichweite Initiative „Aktionstage Nachhaltigkeit“ findet heuer vom 25. Mai bis 10. Juni 2016 statt. Die Anmeldung zur Teilnahme ist ab sofort online möglich. Bei den „Aktionstagen Nachhaltigkeit“ wird heuer bereits zum vierten Mal der Einsatz für eine lebenswerte Zukunft vor den Vorhang geholt. Alle Privatpersonen, Organisationen und Firmen, die sich für Nachhaltige Entwicklung engagieren, können bei der Initiative mitmachen und vom 25. Mai bis 10. Juni 2016 ihre Aktivitäten und Projekte einem breiten Publikum präsentieren. Die angemeldeten Aktionen werden automatisch Teil der zeitgleich stattfindenden „Europäischen Nachhaltigkeitswoche“ und damit auch international beworben. Die Anmeldung zur Teilnahme ist ab sofort unter www.nachhaltigesoesterreich.at möglich. 17 Tage lang machen die „Aktionstage Nachhaltigkeit“ die vielseitigen Aktivitäten zur Nachhaltigen Entwicklung in Österreich sichtbar und erlebbar. Aktionen können zu 22 verschiedenen Themenbereichen veranstaltet werden. Dabei sind dem Ideenreichtum keine Grenzen gesetzt: von Agenda 21-Netzwerktreffen über Filmvorführungen, Re-Use-Cafés und Workshops bis hin zu Zukunftsforen. Über 900 kreative und innovative Aktionen von Engagierten aus dem öffentlichen, privaten, unternehmerischen und zivilgesellschaftlichen Bereich, Privatpersonen ebenso wie Verbände, Vereine, NGOs, Unternehmen, Städte, Gemeinden und Regionen haben sich seit 2013 in beeindruckender Weise an der Initiative beteiligt. Träger der österreichischen Initiative sind die NachhaltigkeitskoordinatorInnen aller Bundesländer sowie das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. 43 Partnerorganisationen und zahlreiche UnterstützerInnen setzen sich für die Initiative ein. Die von Österreich mitinitiierte „Europäische Nachhaltigkeitswoche“ hat bereits 29 Teilnehmerländer. Beide Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDG) der UN-Agenda 2030, die am 1. Jänner 2016 in Kraft traten. An den Aktionstagen können alle teilnehmen, die sich in Österreich für eine lebenswerte Zukunft engagieren. Mit einem einfachen Internet-Eintrag ins Programm der Aktionstage werden die diversen Aktionen, Projekte und Ideen der Teilnehmenden für alle Interessierten sichtbar. Mehr Informationen zur Initiative „Aktionstage Nachhaltigkeit“ erfahren Sie auf der Website: www.nachhaltigesoesterreich.at. Hier können Sie sich auch zur Teilnahme anmelden, ebenso über einige Social Media-Plattformen. -Ein neues online- Klimakochbuch ist im Entstehen. Über die Website: klimakochbuch.at können Sie köstliche Rezepte nachkochen und selbst hinein stellen. Wir sind begeistert! – „ARONIA Unentdeckte Heilpflanze“, ein Sachbuch von Sigrid Grün und Jan Neidhardt möchten wir Ihnen ans Herz legen. Viele bei uns kennen die Aroniapflanze noch immer nicht. Bei vielen Krankheiten zeigen die Inhaltsstoffe der Aronia ihre Wirkung, in Russland ist sie bereits seit Jahrzehnten in der Medizin im Einsatz. Die Wirkungen sind in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen bewiesen. Wir können das kleine Büchlein jedem empfehlen, weil es Fakten auf den Punkt bringt und aufzeigt, welche Vorteile die Heilpflanze, die jeder selbst in seinem Garten anbauen kann, haben kann. Das Buch hat einen kleinen Rezeptteil. Es zeigt aber auch auf, warum man die Aroniabeere nicht roh genießen sollte. – Die Land- und Forstwirtschaft, aber auch die übrigen Bereiche können aktiv den Klimawandel bekämpfen. Die Urlaubsplanung macht viel aus: Gefragt sind Erholung in der Region statt Langstreckenflüge. Emissionen mindert der teilweise Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel oder Kurzstrecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß, der Umstieg von Heizöl auf Brennholz, Hackgut und Pellets. Mit dem Einkauf regionaler, möglichst biologischer Lebensmittel und wenig Fleisch kann man wertvolle Beiträge leisten. -Das Bio-Aktionsprogramm 2015-2020 des Landwirtschaftsministeriums bietet attraktive Anreize für den Umstieg auf Bio-Produktion. Dazu gehören nicht nur finanzielle Impulse, sondern auch eine intensive technische, wirtschaftliche und rechtliche Beratung, Bildungsangebote und Forschungsaktivitäten sowie Marketingmaßnahmen und Exportaktivitäten. Der Bio-Boom hält an: Knapp 2000 Landwirte stiegen im letzten Jahr um. Die Nachfrage nach Bio- und Spezialprodukten steigt ständig. -Die Ökoregion Kaindorf bringt eine positive Energiebilanz mit Hilfe des Humusaufbaus zustande. Einmal pro Jahr finden hier Humus-Tage statt. Wir möchten den informativen Humus-Film empfehlen: www.humus-derfilm.at, den sie über die Website der Ökoregion Kaindorf bestellen können. -In Wels findet vom 26.-28. Februar die Energie-Sparmesse statt. -Ab dem Sommer fahren vier Elektro-Busse in Graz. Der Vertrag für den Testbetrieb von vier E-Bussen wurde kürzlich unterzeichnet. -Awes, das 12. Österreichische Windenergiesymposium 2016 findet am 9. und 10. März 2016 in Wien statt. Die Veranstaltung informiert über die neuesten Entwicklungen der Windenergie. Schwerpunkte sind: Gegenwart und Zukunft der Windstromvermarktung, Speicher. Anmelden können Sie sich über die Website: www.awes.at. -Frankreich will offenbar mit Straßen experimentieren, die Solarstrom produzieren. Die Umweltministerin hat den Bau einer Solarstraße bekannt gegeben. 1.000 Kilometer sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre mit Photovoltaik-Paneelen gepflastert werden, erste Tests beginnen bereits im Frühjahr. -Speicher von Solarzellen, von Photovoltaik-Zellen sind im Kommen. Nicht nur deutsche Autokonzerne wollen künftig stationäre Stromspeicher anbieten. So sollen hochwertige Batterien von E-Fahrzeugen noch einer zweiten Nutzung dienen. -In Wien findet der Photovoltaik-Jahreskongress am Dienstag, den 15. März statt. Nähere Infos dazu finden Sie auf der Website: www.pvaustria.at. – Die Plant-for-the-Planet Akademie sucht neue Mentoren und Botschafter für Klimagerechtigkeit! Über das Pflanzen von Bäumen kann das Weltklima gerettet werden. Felix Finkbeiner setzt mit dieser Initiative viel in Bewegung. Infos gibt es auf www.plant-for-the-planet.org -Die PLUG-and-PLAY E-Tour Austria fährt mit Elektrofahrzeugen von Melk nach Bregenz und an den Wörthersee, vom 21.-29. Mai 2016. Eine Teilnahme auch auf Teilstrecken ist möglich. – Österreichs C02 Emissionen sind um das Fünffache zu hoch. Vor kurzem fand in Paris die Weltklimakonferenz statt. Dort beschlossen erstmals praktisch alle Länder der Welt gemeinsam den Kampf gegen den Klimawandel aufzunehmen mit dem Ziel den Temperaturanstieg auf deutlich unter 2°C zu beschränken. Die Wetterkapriolen weltweit unterstreichen ebenso die Wichtigkeit dieser Zielsetzung wie simple physikalische Fakten. Messdaten zeigen, dass im letzten Jahr der Kohlendioxidgehalt (CO2 Gehalt) der Atmosphäre den Wert von 400 ppm überschritten hat. Seit Auftreten des homo sapiens vor etwa 250 000 Jahren hat es noch nie einen so hohen CO2 Wert gegeben; er schwankte vor Beginn der Industrialisierung zwischen 180 und 280 ppm. – Das Smart City Projekt „iENERGY 2.0“ zeigt mit deutlichen Zahlen die Erfolge von kluger Umsetzung. Innerhalb von fünf Jahren konnten auf den Straßen der Energieregion Weiz-Gleisdorf nicht nur 42.000 Kilometer elektrisch zurückgelegt werden – das ist eine Weltumrundung – sondern es wurden damit auch 44 Tonnen CO2 eingespart. Bei einzelnen Gebäuden konnte der Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Mit einem Projektvolumen von 1,6 Millionen Euro konnten konkrete Projekte umgesetzt werden, mit dem Ziel Leuchtturmprojekte im Bereich „smarter Energie“ der Öffentlichkeit vorzustellen. Der Klima- und Energiefonds unterstützte dieses Projekt mit rd. 730.000 € aus seiner Smart-Cities-Initiative. –Das Klimaforschungsnetzwerk Österreich, Climate Change Centre Austria (CCCA) lädt auch heuer wieder zu einem Klimatag nach Graz: Mittwoch, 6. bis Freitag, 8. April 2016 in die Karl-Franzens-Universität. – Die fünfte Ausgabe des Crossroads-Festivals geht Anfang April über die Bühne. Vom 1. bis 10.4 werden wieder viele spannende Filme gezeigt. Sie sind zu Gesprächen wichtiger Themen eingeladen, mit zu diskutieren, was wir zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen und positiven Veränderungen der Welt beitragen können. Themenschwerpunkte sind: – Solidarische Landwirtschaft & Ernährungssouveränität – Kapitalismus > Krise > Gegenstrategien – Feminism in Action – Mensch-Tier-Beziehungen – System Change, not Climate Change und andere. -Afrika hat Nachttemperaturen über 40 Grad. Der Kontinent leidet unter einer schweren Dürre und steht vor einer Hungerkatastrophe. Schuld ist das Wetterphänomen El Niño. Aber auch die Landnutzung und der Klimawandel tragen dazu bei, dass immer öfter der Notstand herrscht. -Für die Einheit der Menschen setzt sich die Gruppe Gen Rosso ein. Zu hören sind sie mit dem Street-Light-Musical in der Grazer Listhalle. In einem einwöchigen Projekt „act YOUnIted“ stärken 200 Jugendliche des BG/BRG Oeversee ihre individuellen Fähigkeiten und ihren Selbstwert, üben einen wertschätzenden und konstruktiven Umgang mit Unterschieden und Vielfalt. Wir möchten Sie gerne einladen, sich von Gen Rosso mitreißen zu lassen und „Streetlight“ in der Helmut-List-Halle am Mittwoch, den 2.März um 19:00 Uhr oder am 3. März mit Schulklassen um 10:00 Uhr mitzuerleben. -Auch in diesem Jahr möchten wir Sie zum Auto- und Fleischfasten ermuntern. Die warmen Temperaturen laden auch zu einem Umstieg aufs Fahrradfahren oder zu Fuß gehen ein. Wir möchten die Vision der oekonews-Redaktion teilen: Alle Gebäude in Standard Null und Plusenergie. Solar- und Passivhäuser, soviel wie nie. Die neue Welt ist 100% erneuerbar, soviel scheint nicht nur Insidern klar. Energie aus der Sonne, aus Wind, Wasser und Biomasse, lauter Räder und E-Fahrzeuge auf der Straße. Ich sehe Häuser mit Solaranlagen am Dach und träume nicht mehr, sondern bin jetzt wach! Clever, von der Sonne kommt der Strom nicht nur bei mir zuhause, auch vom Stefansdom. Alles leise elektrisch: E-Fahrzeuge, U-Bahn und Straßenbahn, ich freu mich dann!

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    Solaraktivhaus-Solar-Fernwärme-Speicher-IMST

    -Wie schaffe ich ein Solaraktivhaus? Dieser Frage geht DI Walter Becke von AEE-Intec nach. Wir hören ihn in einem interessanten Vortrag. -Dr. Christian Holter spricht über solare Fernwärme-Einspeisung. Er entwickelt große Systeme weiter und spricht über konkrete Umsetzungs-Pläne für Graz. -Dass solare Systeme auch für Industrien profitabel sind, zeigt der Solardoc Ing. Helmut Schmiedbauer-Wenig auf. Die Aufnahmen stammen vom letzten Energy Lunch des NOEST (Netzwerk Öko-Energie Steiermark). -Schulen finden Unterstützung bei den Netzwerken ÖKOLOG und IMST. Musikalisch begleitet werden wir diesmal von der deutschen Volkalgruppe „Get Sould“. In einer Zeit, in der vielleicht für das nächste Jahr Häuser geplant werden, gibt DI Walter Becke von AEE-Intec wertvolle Tipps, worauf dabei zu achten ist. Er spricht über das Solar-Aktivhaus, das sowohl von der Wirtschaftlichkeit als auch von der Energieeffizienz her äußerst vielversprechend ist. Nach DI Walter Becke mit der Bewertung von Solar-Aktivhäusern spannt Dr. Christian Holter einen Bogen um die solare Einspeisung von größeren Fernwärmenetzen. Mit seinen Umsetzungsplänen für die Stadt Graz macht er Hoffnung, den Klimaschutzzielen von Paris näher zu rücken. Die Energie Steiermark hat jetzt von der Behörde den positiven Bescheid für die Errichtung von sechs Heißwasser-Boilern mit einer Leistung von 195 Megawatt (MW) am Standort Puchstraße in Graz erhalten. Mit dieser Ausfalls-Reserve kann ab dem Herbst die Versorgung der rund 40.000 Grazer Fernwärmekunden auch dann sichergestellt werden, wenn es zu einem Totalausfall der Lieferung aus Mellach kommen sollte. Das Investitionsvolumen liegt bei 18 Millionen Euro, die Bauarbeiten beginnen bereits in den kommenden Wochen. Rechtzeitig vor dem Start der Heizsaison 2016/17 werden die Anlagen in Betrieb genommen. Über industrielle Verwendung von Solarthermie spricht Ing. Helmut Schmiedbauer-Wenig. Einerseits gibt es lohnende Beispiele bei der Anwendung in Brauereien, andererseits in Kombination mit einer Wärmepumpe und solarer Erd-Speicherung. Beachtenswert ist die Amortisation bereits nach 6-10 Jahren. Unterstützung für Schulen leistet das Netzwerk ÖKOLOG, auch das Netzwerk IMST hat sich der Ökologisierung verpflichtet. IMST unterstützt Lehrerinnen und Lehrer dabei, Innovationen an österreichischen Schulen durchzuführen. Der Lösungsansatz von IMST besteht darin, dass WissenschaftlerInnen, Lehrerinnen und Lehrer dabei begleiten, ihren Unterricht zu verbessern. In den Netzwerken tauschen sich die Lehrkräfte und LehrerbildnerInnen über Unterricht und Schule aus. Wir sprechen mit den österreichischen Koordinatorinnen Mag. Mira Dulle und Mag. Petra Korenjak. Dipl. Pädagoge Hans Eck koordiniert das regionale Netzwerk Steiermark von IMST. Er organisierte mit seinem Team wieder einen interessanten Netzwerktag in der HBLA für Forstwirtschaft. Hans Eck schuf im Speicherkraftwerk Arnstein den Lerngarten Strom. Begehrt sind auch die Pub-Science- Vorführungen, in denen er mit Erich Reichel, Hermann Scherz, Eduard Schittelkopf & Haimo Tentschert BesucherInnen für spannende wissenschaftliche Experimente begeistert. Andere News und Tipps: – Der Verband PHOTOVOLTAIC AUSTRIA lädt zum Jahreskongress nach Wien ein und stellt dort Stromspeichermöglichkeiten, Infos zum Eigenverbrauch, Finanzierungsmodelle, usw. vor: In Wien, in der Wirtschaftskammer Österreich, am 15. März 2016, ab 9:00 Uhr. Wie Sie zu einer Förderung von Photovoltaik-Anlagen kommen, können Sie auf der Homepage von Photovoltaik-Austria sehen: www.pvaustria.at/meine-pv-anlage/forderungen/steiermark – Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Wird unser Essen zukünftig noch von Bäuerinnen und Bauern für den Bedarf einer Region erzeugt oder von Konzernen, die für den Weltmarkt produzieren?“, fragt Jochen Fritz, Mitorganisator der „Wir haben es satt“-Demonstration in Berlin. Die Politik, aber hauptsächlich wir bestimmen mit unseren Entscheidungen beim Einkauf die zukünftige Entwicklung. Wir haben es satt, dass immer mehr Ackergifte auf den Feldern und in unseren Lebensmitteln landen. Wir haben Freihandelsabkommen satt, die die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher machen. – Forscher des Schweizer CSEM haben den Schweizer Umweltpreis für ihre weißen Solarmodule erhalten. Erste Produktprototypen wurden vor knapp einem Jahr gezeigt. Sie hoffen, dass durch die Möglichkeit, PV-Module in Weiß und anderen Trendfarben herzustellen, die Verwendung von PV an Fassaden Akzeptanz gewinnt. Bislang sind PV-Module meist schwarz oder dunkelblau. – Weltweit sind laut Analysten des BNEF die Investitionen in erneuerbare Energien insgesamt um vier Prozent auf 329,3 Milliarden US-Dollar gestiegen. Trotz sinkender Preise für fossile Brennstoffe sind mehr Photovoltaik- und Windkraftanlagen als jemals zuvor gebaut worden. Japan sei dabei der größte Markt gewesen, gefolgt von den USA und China. In Deutschland war ein Rückgang von 42 Prozent bei den Investitionen zu verzeichnen. Ähnlich stark sinkende Investitionen habe es auch in Frankreich und Kanada gegeben. -Wenn man den UN-Klimavertrag von Paris ernst nimmt, müssen wir jetzt einen geordneten Ausstieg aus der Kohleverstromung einleiten und saubere Erneuerbare Energien ausbauen. – Die Niederländer wollen ihre Meere säubern: Vor der Küste Hollands entsteht die erste Pilotanlage zum Einsammeln von Plastikmüll aus dem Meer. Denn Millionen Tonnen Kunststoff treiben in den Weltmeeren, mit „The Ocean Cleanup“ will das junge Team eines der größten Umweltprobleme lösen. Plastikmüll und Kunststoffe im Meer sind eines der großen Umweltprobleme unserer Zeit. Neue AWI-Studien zeigen, dass die Plastikreste in Nord- und Ostsee auch von Speisefischen und Meeresschnecken gefressen werden. Mikroplastikpartikel stellen nicht nur für Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden eine Gefahr dar. In zwei neuen Studien zeigen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) jetzt, dass die Plastikreste auch von Meeresschnecken sowie Nord- und Ostseefischen wie Kabeljau und Makrele gefressen werden. Plastik verrottet nicht, es verwittert nur. Das heißt, es zerbricht – zermürbt durch Sonnenlicht, UV-Strahlen, Wind und Wellen – in immer kleinere Fragmente. Sind diese Plastikreste kleiner als fünf Millimeter, gehören sie zum sogenannten Mikroplastik, das Forscher inzwischen in allen Weltmeeren nachweisen konnten. -Der Naturschutzbund in Deutschland warnt vor einem neuartigen Insektensterben mit bislang unbekannten Folgen. Allein in Nordrhein-Westfalen sei in den vergangenen 15 Jahren die Biomasse der Fluginsekten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. „Den Klimawandel oder besonders kalte oder warme Winter können wir ausschließen. Vieles deutet darauf hin, dass wir es mit einer weit reichenden Vergiftung der Insekten in unserer Umwelt zu tun haben“, sagte Naturschutzbund-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Besonders Neonicotinoide, die seit Mitte der 1990er Jahre in der Landwirtschaft eingesetzt werden, stehen im Verdacht für das massenhafte Sterben verantwortlich zu sein. -Eine Studie warnt: Durch den Klimawandel entstehen hohe Kosten für die Mittelschicht. Die Konsumgewohnheiten unterliegen einschneidenden Veränderungen. Die Bevölkerung in den Städten ist den Risiken des Klimawandels am stärksten ausgesetzt. Winterstürme in den USA, in Kanada und Europa verursachten schon heuer kostspielige Naturkatastrophen. -Schneekanonen sind schon längst selbstverständlicher Bestandteil des winterlichen Landschaftsbilds – nicht nur in Tirol. Der Ökologe Christian Newesely untersucht die Auswirkungen des massiven Einsatzes von Kunstschnee auf die alpine Umwelt. Eisschichten verhindern den Luftaustausch zwischen Boden und Atmosphäre und der von Pflanzen und Bodentieren veratmete Sauerstoff kann nicht mehr nachgeliefert werden. Das hat tödliche Folgen für die Bodenbewohner: Viele Pflanzen ersticken. Die Konsequenzen dieses Absterbens sind spätestens nach Ende der Wintersaison auch mit freiem Auge sichtbar: An den Hängen kann es zur Bodenerosion kommen, die Vegetation erholt sich nur sehr langsam. – Kaffeekapseln in allen Farben sind Ressourcenverschwendung: Kaffee aus biologischem Anbau und fairem Handel ist deutlich nachhaltiger als konventionell angebauter Kaffee. Bei der Verpackung sind Alu-Einwegkapseln das ökologische Schlusslicht. Kaffee aus Vollautomaten, Filtermaschinen, Espressokannen und Kaffeepressen ist nicht nur deutlich kostengünstiger, sondern verursacht auch viel weniger Abfall. Diese und weitere Tipps zur Abfallvermeidung gibt es auf www.wenigermist.at. -Im Projekt uRbE werden die sogenannten „Rebound-Effekte“ näher untersucht. Dabei geht es um das Phänomen, dass der erwartete Einspareffekt von Maßnahmen der Energieeffizienz oft nicht erreicht oder sogar zunichte gemacht wird. Wesentliche Grundlagen für diese Forschungsarbeit wird eine Umfrage liefern, in der die Meinungen von Energieverbrauchern erhoben werden. Gemeinsam mit dem leitenden Projektpartner UMWELT MANAGEMENT AUSTRIA laden wir Sie ein, an einer Umfrage samt Gewinnspiel teilzunehmen. Teilnahmeschluss ist der 15. Februar 2016. Link zur Umfrage:de.surveymonkey.com/r/uRbe -GLOBAL 2000 empfiehlt ein genaues Hinsehen bei der Eigentümer-Struktur des Stromanbieters. Heute wurden die Bestbieter der jährlichen Aktion „Energiekosten-Stop“ veröffentlicht, zu der sich 44.000 österreichische Haushalte angemeldet haben. GLOBAL 2000 begrüßt die Wechselbereitschaft der KundInnen zu sauberem Strom ohne Verflechtungen zu den Betreibern von schmutzigen Kohle- und Ölkraftwerken und den klaren Willen, kein Geld an die Betreiber von Atomkraftwerken zu bezahlen. Das Bestbieter-Produkt erfüllt zwar die Kriterien Grünstrom aus Österreich – leider hat sich mit dem Bestbieter „Maxenergy“ jedoch ein Anbieter durchgesetzt, der eine österreichische Tochter-Firma eines deutschen Energie-Händlers ist, der ein reines Atomstrom-Produkt anbietet sowie wiederum eine Tochtergesellschaft eines Mineralöl-Händlers, der Sailer Unternehmensgruppe, ist. -Vor zwei Monaten setzte US-Präsident Obama ein Signal für den Klimaschutz und stoppte Pläne zum Bau der Pipeline „KeystoneXL“, die Öl aus Teersanden von Kanada in die USA transportieren sollte. Die Entscheidung war ein Sieg für die Umweltbewegung in Nordamerika, die sieben Jahre gegen das Großprojekt gekämpft hatte. Denn die Gewinnung von Öl aus Teersanden zählt zu den schmutzigsten Formen der Rohstoffförderung überhaupt, ganze Landstriche werden dabei verwüstet. Der kanadische Rohstoffkonzern TransCanada holt jedoch zum Gegenschlag aus und präsentiert eine 15 Milliarden Dollar schwere Schadensersatzklage. Das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA ermöglicht diese Klage vor einem mit drei AnwältInnen besetzten Schiedsgericht. Dies zeigt einmal mehr, worauf sich die EU mit den Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA einlassen würde. -Die IG PASSIVHAUS PLUS, geleitet von Dipl.-Ing. Herwig Hengsberger, bietet wieder HandwerkerInnen-Kurse für modulare Niedrigstenergie- und Passivhäuser an, die unter dem EU Projekt CertCraft am WIFI Graz angeboten werden. – Der Flugverkehr ist ein Klimasünder: Die Treibhausgas-Emissionen in der EU haben sich seit 1990 auf rund 150 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppelt. Der Flugverkehr ist in der EU der am stärksten wachsende Verkehrssektor. Das spiegelt sich auch in der Klimabilanz wieder. Im Gegensatz zu Diesel, Benzin oder Heizöl wird für Kerosin keine Mineralölsteuer eingehoben. Diese Steuerbegünstigung für den Klimasünder Flugverkehr machte allein in Österreich im Vorjahr mehr als 200 Millionen Euro aus. Der VCÖ fordert die rasche Einführung einer EU-weiten Kerosinsteuer. -Den in „Science“ publizierten Ergebnissen nach leben in den tropischen Einzugsgebieten von Amazonas, Mekong und Kongo mit mehr als 4.000 Arten knapp ein Drittel aller Süßwasserfischarten der Erde, die meisten davon sogar nur hier. Derzeit sind diese Flüsse noch weitgehend unverbaut. Unverbaut heißt jedoch nicht, dass es dabei bleibt. Denn die Errichtung von mehr als 450 großen Dämmen ist geplant. Die Realisierung hätte laut den Forschern nicht nur soziale Auswirkungen, wie die Umsiedlung der ansässigen Bevölkerung. Die besten Stellen für die Elektrizitätsgewinnung seien zugleich Gebiete, die eine einmalige Artenvielfalt aufwiesen. Es besteht laut den Studienautoren demzufolge die akute Gefahr, dass große Dämme den Fischreichtum reduzierten und Hindernisse für wandernde Fische darstellten. -Zur Vermeidung unnötiger Strahlung gilt beispielsweise ab sofort die Empfehlung, Handy-Apps zu reduzieren beziehungsweise zu deaktivieren. Mit den Handy-Regeln, die auch den aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerecht werden, möchte die Wiener Ärztekammer die Bevölkerung aus medizinischer Sicht über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen informieren. Noch immer gilt der Grundsatz, Telefonate am besten über das Festnetz zu führen, Kinder nur für den Notfall das Handy nutzen zu lassen, in Fahrzeugen nicht zu telefonieren, das Internet möglichst über das LAN-Kabel zu nutzen und schalten Sie das Handy aus, wenn Sie es nicht brauchen. -Über 22 Millionen Menschen am Horn von Afrika könnten 2016 aufgrund des Wetterphänomens El Niño hungern, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE. Bereits heute leiden laut Vereinten Nationen in der Region rund 18,5 Millionen Menschen unter Nahrungsknappheit, ein Anstieg von 64 Prozent seit August. CARE appelliert an die internationale Gebergemeinschaft, schnelle und ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen, damit Vorsorgemaßnahmen jetzt noch wirksam umgesetzt werden können. In Somalia hat sich die Zahl unterernährter Kinder bereits extrem erhöht. „Mütter berichten, dass viele ihrer Schafe und Ziegen bereits durch Hunger und Durst verendet sind. Ihren Kindern fehlt deshalb Milch und sie sind sehr geschwächt“, berichtet CARE-Mitarbeiterin Johanna Mitscherlich, die vor einigen Wochen in den Regionen Somaliland und Puntland war. „Die Regenzeit ist fast vollständig ausgeblieben und es fehlt schlichtweg an Nahrung.“ – Für Hummeln und Wildbienen ist ein später Wintereinbruch lebensgefährlich. Bleiben die Temperaturen zunächst ungewöhnlich warm, krabbeln Wildbienen zu früh aus ihren Überwinterungsquartieren. Doch dann ist die Nahrung noch knapp, denn die Vegetation hat sich kaum verändert und von Blüten und Nektar ist weit und breit nichts zu sehen. -Freda Meissner-Blau, Vorbild und Vorkämpferin für Umwelt, Ökologie und Frieden, ist von uns gegangen. Wir danken für ihr außergewöhnliches Schaffen! -Das Klimaforschungsnetzwerk Österreich, Climate Change Centre Austria (CCCA) lädt auch heuer wieder zu einem Klimatag nach Graz: Mittwoch, 6. bis Freitag, 8. April 2016 in die Karl-Franzens-Universität. -Für sein außergewöhnliches und dauerhaftes Engagement bei Plant-for-the-Planet erhielt Felix Finkbeiner am Dienstag, den 27. Oktober 2015 den „Deutsche Sozial-Oskar 2015 Nachhaltigkeits Preis“. Wir gratulieren ganz herzlich!

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    UNESCO-Weltaktionsprogramm-solarthermische Speicher

    -In dieser Sendung stellen wir einige Netzwerkpartner des neuen Weltaktionsprogrammes der UNESCO vor: -Sabine Schleidt berichtet von SOL, einem Verein für Solidarität, Ökologie und Lebensstil; -Claudia Kinzl stellt die Umwelt und Jugendplattform JUMP vor; -Bente Knoll und Ralf Dopheide vom Büro für nachhaltige Kompetenz sprechen interessante Fördermöglichkeiten im Bereich von Technik und Forschung für Schulen an. -AEE INTEC nimmt ihren ersten Feststoffspeicher in Betrieb, der eine Weltneuheit repräsentiert. Dadurch ist eine platzsparende Speicherung von thermischer Solarenergie vom Sommer in den Winter möglich. -Und wir geben einige Tipps und bringen aktuelle News. Musikalisch begleitet werden wir heute von dem himmlischen Vokalquartett „Himmelstöchter“ aus Köln, Sie hören einige Tracks aus ihrem 2009 erschienenen Weihnachtsalbum “Steht ein Stern in finsterer Nacht“. Die Klimakonferenz in Paris kann das Klima nicht wirklich retten und so lange werden wir immer wieder fordern, auch unseren Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Wir möchten positive Initiativen vorstellen, die von viel Engagement und Zielstrebigkeit zeugen. Die UNESCO stellt ihr neues Weltaktionsprogramm vor. Nach der UN-Dekade 2005-2014 startet sie im Vorjahr unter der Bezeichnung BNE, Bildung für nachhaltige Entwicklung. Lerninhalte sind zentrale Themen wie Klimawandel, Biodiversität, Katastrophenvorsorge und nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster. Zu einem Netzwerktreffen kam es Ende November in Wien. Im Zuge dieses Treffens ergaben sich interessante Einblicke in verschiedene Organisationen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten. Sabine Schleidt berichtet von SOL. In diesem Verein setzen sich Menschen für Solidarität, Ökologie und einen nachhaltigen Lebensstil ein. Claudia Kinzl stellt die Umwelt und Jugendplattform JUMP vor. Im Büro für nachhaltige Kompetenz arbeitet ein interdisziplinäres Team. Die MitarbeiterInnen kommen aus den Bereichen Landschafts- und Verkehrsplanung, Bio- und Ressourcenmanagement, Geografie, Raumplanung, Mediendesign und Training/Beratung. Frau DI Dr. Bente Knoll leitet das Büro und erzählt uns wie DI Ralf Dopheide von ihrer Arbeit. Wir berichten von einer Weltneuheit im Bereich Heizen. AEE Intec hat ein neues Speichersystem entwickelt, mit dem 100 Prozent der Solarthermie genutzt werden kann. Das heißt die Wärme des Sommers lässt sich auf relativ kleinem Raum bis in den Winter speichern. Die erste Anlage ging Anfang November in Gleisdorf in Betrieb. Die AEE Intec mit Werner Weiss gibt bei ziemlich warmen November-Temperaturen den Startschuss des Heizbetriebs. Das Wetter zeigt sich in diesem Spätherbst wieder von seiner viel zu warmen Seite. Ing. Christian Fink beschreibt die Energiespeicher und bedankt sich bei DI Theresia Vogel für die Förderungen durch den Klima- und Energiefonds. Christian Fink leitet bei AEE INTEC den Arbeitsbereich Thermische Energietechnologien und auch das Gebiet der thermischen Speicher. Ing. Waldemar Wagner ist Leiter des Bereiches Messtechnik bei AEE INTEC. Er beschreibt das Prinzip des solarthermischen Speichersystems, das auf der Wasserdampfadsorption an Zeolith in einem geschlossenen Kreislauf basiert. Der Dissertant Bao Nam Dang nimmt an einem von der EU geförderten Doktorandenprogramm an dem Projekt teil. Ergänzend berichtet Wim van Helden von diesem Feststoff-Speichersystem. Im Rahmen der Weltklimakonferenz findet ein Workshop statt, der sich dem Beitrag der Lebensmittelindustrie zur Erreichung der Klimaziele widmet. Die Projektkoordinatoren des Projekts GREENFOOD wiederum von AEE INTEC DI Christoph Brunner und DI Jürgen Fluch wurden von den französischen Organisatoren eingeladen, die im Projekt erzielten Erfolge, Umsetzungen und erarbeiteten Werkzeuge für die Branche zu präsentieren. Ein weiterer Schwerpunkt der AEE Intec ist das ökologische Sanieren. DI Michael Paula leitet seit 1996 die Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien. Er entwickelte die Online- Plattform Nachhaltig Wirtschaften mit den Programmen Haus der Zukunft, Stadt der Zukunft, usw. und andere Initiativen wie die Smart Cities in Österreich. Einige andere News und Tipps: Am 28. Novmeber marschierten 2.000 Menschen in Graz auf der Straße für System Change not Climate Change. Hunderttausende demonstrierten weltweit für Klimagerechtigkeit. – Die Umweltberatung hat mit dem Energie-Führerschein den österreichischen Klimaschutzpreis gewonnen. Der Energie-Führerschein ist ein Zertifikat für Kompetenzen im Bereich Energiesparen am Arbeitsplatz und im Alltag. Lehrlinge und SchülerInnen können in Seminaren Grundlagenwissen für den Energie-Führerschein erwerben. Auch Einzelpersonen, Gruppen, Firmen und Organisationen können diese Seminare buchen. – Der Umweltdachverband fordert eine steuerliche Begünstigung bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln im Rahmen der Pendlerpauschale. -In einem Gespräch mit Franz Alt meint der Dalai Lama, dass Ethik wichtiger ist als Religion. „Ich sehe immer deutlicher, dass unser spirituelles Wohl nicht von der Religion abhängig ist, sondern der uns angeborenen menschlichen Natur entspringt, unserer natürlichen Veranlagung zu Güte, Mitgefühl und Fürsorge für andere. Unabhängig davon, ob wir einer Religion angehören oder nicht, haben wir alle eine elementare und menschliche ethische Urquelle in uns. Dieses gemeinsame ethische Fundament müssen wir hegen und pflegen. Wenn wir uns entschließen, die inneren Werte, die wir alle bei anderen schätzen, zu kultivieren, dann fangen wir an, spirituell zu leben.“ – Der britische meteorologische Dienst meldet einen neuen Temperaturrekord. 2015 ist auf dem Weg, das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden. Auch die Daten der Welt-Meteorologie-Organisation WMO bestätigen den Trend. – Bis zu 800 Millionen Menschen könnten langfristig wegen Überschwemmungen ihre Heimat verlieren, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht. -In Graz finden Klimatage statt, vom 6.-8. April. Der Österreichische Klimatag ist eine wissenschaftliche Tagung, die auch Angebote für eine interessierte Öffentlichkeit anbietet und zum Ziel hat, einen Überblick über die aktuellen österreichischen Forschungsaktivitäten in den Bereichen Klimawandel, Auswirkungen, Anpassung sowie Vermeidung zu geben. Weiters soll sie dem Austausch dienen. Anmeldungen sind über die Klimatag-Website möglich. – Die Kunstuniversität Graz und die Karl-Franzens-Universität schreiben einen Wettbewerb zum Thema „Kunst & Klima“ in bildender Kunst, darstellender Kunst und Musik aus. Ziel ist es, das komplexe Thema Klima und Klimawandel, sowie Folgen des Klimawandels und Strategien im Umgang damit künstlerisch aufzuarbeiten. Die ausgewählten Arbeiten werden im Rahmen der Abendveranstaltung des 17. Österreichischen Klimatags am 7. April 2016 präsentiert. Eingeladen zum Wettbewerb sind Künstler und Künstlerinnen, sowie Künstlerkollektive. In jeder der drei Sparten werden Preise vergeben. Die Frist für Einreichungen endet am 12. Februar 2016. -Mit dem Klimaphänomen El Niño droht nun eine schwere Nahrungsmittelknappheit in Nicaragua. Auch in Kolumbien und Guatemala zerstörte Wassermangel Ernten und bedroht Menschen und Vieh. – Laut einem Bericht von Overseas Development Institute und der Organisation Oil Change International subventionieren die G20-Länder weiterhin massiv die Produktion fossiler Brennstoffe– entgegen ihrer Zusagen, dies zum Schutz des Klimas zu reduzieren. -Als treibende Kräfte im Klimaschutz haben die Vorarlberger e5-Gemeinden längst eine Vorreiterrolle eingenommen. Mittlerweile 42 Kommunen nehmen am Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden teil. Für ihr Engagement werden sie mit den sogenannten „e“ ausgezeichnet, maximal fünf können sie erreichen. Über die Hälfte aller österreichischen, mit 5 „e“ ausgezeichneten Gemeinden befinden sich in Vorarlberg. Damit sind sie wichtige Partner bei der Umsetzung der Energieautonomie 2050. -Die Jahre 2011 bis 2015 ist die wärmste fünf-Jahres-Periode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Welt-Meteorologieorganisation (WMO). -In Graz hören die Demonstrationen auch nach dem Klimagipfel nicht auf. Die Gruppe „SYSTEM CHANGE, NOT CLIMATE CHANGE!“ lädt zum Mitmachen ein. -Förderungen von der ÖMAG – für Aufdachanlagen zwischen 5 und 200 kWp können wieder ab 7. Jänner 2016, 17:00 Uhr beantragt werden. Förderanträge können ausschließlich online über die Homepage der ÖMAG eingebracht werden. -Der Verein SEKEM leistet einen wesentlichen Beitrag gegen die Wüstenbildung. Das beweist uns schon lange Prof. Ibrahim Abouleish in Ägypten. -In China boomen Elektroautos, rund 100.000 neue Elektroautos wurden 2015 in China verkauft. -Die reichsten 10 Prozent verursachen die Hälfte der weltweiten Treibhausgase. Schwellenländer produzieren oft für den Konsum der Menschen in den reichen Ländern. Es sind weltweit vor allem die reichen Menschen, die durch ihren extremen Konsum zum Klimawandel beitragen. Das geht aus dem veröffentlichten Bericht „Extreme Carbon Inequality“ der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor, der die konsumbedingten Emissionen der Menschen in armen und reichen Ländern vergleicht.

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    Bauen und Sanieren mit Holz

    – Im Rahmen der ÖKOSAN, der Konferenz für hochwertiges Bauen und Sanieren, bringen wir gelungene Musterbeispiele, vor allem für das Bauen mit Holz. -Wir geben einige Tipps und bringen aktuelle News. Der Klimawandel bringt im Moment angenehme Temperaturen mit sich. Das darf dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es anderswo nicht so lebenswert ist. Wir erleben momentan eine große Flüchtlingswelle. Egal wie man dazu steht, die Ströme werden so lange andauern, wie es ungelöste Probleme gibt. Und der Klimawandel spielt dabei eine nicht unbedeutende Rolle. Es gilt, tätig zu werden und etwas für unser Klima zu tun! Unser heutiger Schwerpunkt ist das Sanieren mit Holz. Holz hat als Bau-und Werkstoff große Vorteile. Die Geschäftsführerin von pro Holz Steiermark, Frau Mag. Doris Stiksl, berichtet in einem Interview von diesen Vorteilen. Holz als Baustoff sichert Arbeitsplätze, ist kostengünstig und weniger arbeitsintensiv. Man muss es nicht streichen. Durch seine Struktur ist Holz gleichzeitig ein guter ökologischer Dämmstoff. Das Wohnen in Innenräumen mit viel Holz, bietet durch die Herabsenkung der Herzfrequenz gesundheitliche Vorteile. In Klassen, bzw. Schulen oder Kinderkrippen sind die Kinder entspannter und erholter. Das Aggressionspotential sinkt. Das Vorarlberger Architekturwerk von Kalb & Bergtold plante die VS Mariagrün, die als eine der gelungensten, nachhaltigsten Bauwerke des letzten Jahres gilt. Die VS Mariagrün in Graz ist eine zertifizierte Passivhausschule in Massivbauweise und Holz gemischt. Bauträger war die Gebäude- und Baumanagement Graz GmbH mit Mag. Günther Hirner. Unterstützt wurde das Projekt auch von der Grazer Energie Agentur (GEA). Das Haus der Baubiologie bot Beratung bei den Baustoffen der Inneneinrichtung. Klima:aktiv zeichnete das Objekt mit Gold aus. Bei der Umsetzung des Holzbaus kamen drei heimische Holzarten zum Einsatz: die Konstruktion besteht aus Fichte, für die Fassade wurden Tanne und Lärche verbaut. Bei der Auswahl der Baustoffe wurde besonders bei den Innenbauteilen auf die Vermeidung von PVC- und HFKW geachtet. Das Projekt wurde vom Haus der Baubiologie in Graz begleitet. Wenn nötig wird die Volksschule per Fernleitung mit Wärme über das benachbarte Gebäude versorgt. Die Lüftungsanlage ist mit einer Wärmerückgewinnnung ausgestattet und erreicht so einen Gesamtwirkungsgrad von 85%. Die gesamte Haustechnik ist über eine intelligente Haustechnikregelung gesteuert, welche an das Energie-Monitoring-System der Stadt Graz angeschlossen ist. Nicht nur die Bauweise der Schule sorgt in der VS Mariagrün für ein gutes Klima. Interessant ist auch die Pädagogik, die dahinter steckt. Eine Schiebetür aus Holz öffnet die Klassenzimmer hin zur Lerninsel, die von allen Klassen der Schule genutzt werden kann. Herr Direktor Harald Schabus begeistert uns mit diesem Konzept. Im Haus der Baubiologie in Graz finden zweimal im Jahr sehr interessante Vortragsreihen statt. Wir empfehlen diese Vortragsreihen vor allem in der Planungsphase des Hausbauens. Der Schweizer DI Pirmin Jung revolutionierte die Holzbauweise. Er griff die Vorteile der Holzbauweise auf und gründete ein bedeutendes Holzbauingenieurbüro. Durch seine Forschungen änderte die Schweiz ihre Brandschutzvorschriften. Pirmin Jungs Holzhäuser sind durchwegs mehrgeschossig und durch eine besondere Bauweise besonders schallgedämmt. Holz ist ein sehr leichtes Material. Man kann es vorfertigen und hat somit in kurzer Zeit ein sehr gutes Material für die Sanierung. Durch die Vorfertigung hat man bei der Aufstockung von Gebäuden sehr schnell zusätzlichen Wohnraum zur Verfügung. DI Heimo Staller ist wissenschaftlicher Leiter der ÖKOSAN, der Konferenz für hochwertige Sanierung. Man forscht nun an einem solaren Speichersystem. Mittlerweile ist eine solche Weltneuheit bereits in Betrieb. Nun ist eine verlustfreie Speicherung von Solarwärme aus den Sommermonaten in den Winter möglich. Die im Labor von AEE INTEC errichtete Anlage hat in dieser Woche den Heizbetrieb gestartet! Genaueres berichten wir in einer der nächsten Sendungen. DI Michael Paula leitet seit 1996 die Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien. Er entwickelte die Online- Plattform Nachhaltig Wirtschaften mit den Programmen Haus der Zukunft, Stadt der Zukunft, usw. und andere Initiativen wie die Smart Cities in Österreich. Andere News und Tipps: -Während wir uns an den angenehmen Temperaturen freuen, haben im August dieses Jahres verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche- ausgelöst durch ungewöhnlich starken Monsunregen, in Asien zahlreichen Menschen das Leben gekostet. – Eine aktuelle Studie warnt: Die Golfregion wird bei ungebremstem Klimawandel schon bald unbewohnbar werden. Und der Tropengürtel weitet sich seit den 1980er Jahren wegen der Klimaerwärmung aus – mit starken Auswirkungen auf Niederschlags- und Trockengebiete weltweit. – Rechtzeitig zur UN-Klimakonferenz in Paris vom 30.11.-11.12. erscheint das Buch „Klimafakten“ von Frank Böttcher und Sven Plöger. -Wir möchten zu einer Demonstration in Graz aufrufen, anlässlich der Klimakonferenz in Paris. Die Demonstration findet am 28.November, ab 14:00 Uhr am Grazer Griesplatz statt. Die Route führt über die Herrengasse bis zum Schlossbergplatz. Mit der Organisation avaaz gehen zwei Tage vor Beginn des großen UNO-Klimagipfels in Paris, gleichzeitig Millionen Menschen weltweit, gemeinsam auf die Straße, um auf die schwerwiegenden Folgen der sich zuspitzenden Klimakrise aufmerksam zu machen. Wir hoffen auf viele Menschen, die unserer Einladung folgen und weitere Menschen dazu einladen! – Die sich dramatisch verschärfenden Folgen des Klimawandels zerstören weltweit Lebensgrundlagen. Sie werden laut Weltklimarat, dem IPCC bereits bis 2020 – 250 Millionen Menschen zu Klimaflüchtlingen machen. Im Laufe des Jahrhunderts würde der Großteil des Planeten laut führenden WissenschaftlerInnen wie Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung unbewohnbar werden, wenn wir so weiter machen wie bisher. Angesichts dessen müssten die Staaten in Paris ein verbindliches und sanktionierbares Abkommen zur drastischen und raschen Reduktion der Treibhausgasemissionen beschließen. – Josef Plank, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes, fordert von der Bundesregierung die Erarbeitung einer Energiestrategie für Österreich mit folgenden 2030-Zielen: 60%-Anteil erneuerbarer Energien, Reduktion des Endenergieverbrauchs auf 940 PJ sowie der CO2-Emissionen um 60% im Vergleich zu 2005. Neben ordnungspolitischen Maßnahmen, wie dem sukzessiven Verbot besonders klimaschädlicher Energieträger, sowie der Forcierung des Ausbaus der Bioenergie-Nutzung wird die Einführung einer CO2-Steuer vorgeschlagen. Das Energie-Musterland Schweden zeigt es uns bereits vor: Außer im Transport und in einigen industriellen Sektoren konnten fossile Brennstoffe vor allem durch eine progressive CO2-Besteuerung seit 1991 weitgehend verdrängt werden. – Nach dem Burgenland erreicht nun auch Niederösterreich seit Anfang November das Ziel, den gesamten Strombedarf des Bundeslands aus 100% erneuerbarer Energie erzeugen zu können. Wir gratulieren! – Die Seestadt aspern Wien wächst weiter, rund 2800 Wohneinheiten sind derzeit fertiggestellt- fast 6000 Einwohner haben ihre Wohnungen in der Seestadt bereits bezogen. Einige für ihre Nachhaltigkeit ausgezeichneten Gebäude zeigen ihre Vorreiterrolle. -Nun gibt es ein neues Material, das Plastik ersetzen soll: PEF (Polyethylenfuranat) wird zu hundert Prozent aus pflanzlichen Rohmaterialien hergestellt. Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass PEF-Flaschen in vielerlei Hinsicht anderen Kunststoff-Flaschen überlegen sind. Der Kunststoff verfügt über ausgezeichnete Eigenschaften, so ist beispielsweise die Gasbarriere für Sauerstoff zehn Mal höher als jene von PET. Das zu hundert Prozent bio-basierte und vollständig recyclingfähige Polymer gilt als Verpackungsmaterial der Zukunft, insbesondere für Nahrungsmittel und Getränke. -Was jeder selbst für ein gutes Klima tun kann, fasst Wolfgang Pekny von Greenpeace mit seinen 5 F zusammen: F-wie fliegen-weitestgehend vermeiden, F wie Fleisch-mittels gesünderer pflanzlicher Kost reduzieren, F wie Fahren- am besten mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, F wie Fass-Leben wie in einem Fass: möglichst auf kleinem Wohnraum, F wie Freude- das Leben genießen und sinnvoll nutzen. -Mira Lobe schrieb ein von uns empfohlenes Kinderbuch: „Das Städtchen Drumherum“. Das kleine Städtchen grenzt unmittelbar an den Wald. Alle sind darüber froh, nur der Bürgermeister nicht. Er will das Städtchen vergrößern und dafür den Wald fällen lassen. Die Kinder im Städtchen und die Tiere im Wald sind darüber besonders unglücklich: Die einen verlieren ihre Spielplätze, die anderen ihre Behausungen. Sie wollen den Wald retten. Und tatsächlich: Mit Hilfe der kleinen Frau Hullewulle gelingt es den Kindern, den Wald zu retten: Das Städtchen wird nun „drumherum“ gebaut. Siedlungsräume, die nach innen, statt in die Landschaft wachsen, verbessern die Infrastruktur und schonen wertvollen Lebensraum. -Mehr als die Hälfte der Wiener Dachflächen sind theoretisch für eine solarenergetische Nutzung geeignet. Seit Kurzem sind diese auch in Online-Stadtplänen abrufbar. Ein über das Stadtportal online abrufbarer Solardachkataster existiert auch für Graz. -Das Klimabündnis sucht vor der Klimakonferenz in Paris die besten Klimaschutzmaßnahmen! Fotografieren Sie Ihre persönlichen Klimaschutz-Aktivitäten und laden Sie diese auf Facebook hoch! Die besten Tipps werden mit tollen Preisen belohnt. -Am 2. und 3. Dezember findet der österreichische Biogaskongress, diesmal in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien, statt. – Die Kinderuni Graz bietet eine interessante Vorlesung für Kinder und Jugendliche von 8-14 Jahren an mit dem Titel „1×1 der zukunftsfähigen Lebensweise“, am 19.11., von 15-16 Uhr in der FH JOANNEUM. Prof. Harald Friedl widmet sich Themen wie Klimawandel oder globale Vernetzung. Eingeladen sind auch Einzelpersonen, um eine Anmeldung auf der Homepage der kinderunigraz wird gebeten. -Das Forum Umweltbildung hat eine Broschüre „BodenReich“ herausgegeben, die über die Homepage bestellt werden kann. -Und nun eine Überlegung zum Schluss: Um die Kinder und die Armen von den Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, müssen wir die Emissionen begrenzen.

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    Wärmepumpe

    Beim Energy Lunch des Netzwerks-Öko-Energie-Steiermark, des NOEST, vom 29.04.2015 wurde das Thema Wärmepumpe beleuchtet. DI Christian Sakulin beschreibt die Wärmepumpe in einem Vergleich. 01 Sakulin1 Einen interessanten Feldversuch stellt Ing. Armin Themeßl von der AEE- Kärnten-Villach vor. In seinen Erläuterungen bezieht er sich öfter auf die Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure, kurz VDI genannt. 02 Armin Themeßl In seinem Vortrag hebt Ing. Armin Themeßl hervor, dass jede einzelne Wärmepumpe in Verbindung mit einer Solaranlage deutlich verbesserbar wäre. Leider lief die Mehrzahl der überprüften Wärmepumpen-Anlagen nicht so gut wie angegeben und wie erwartet. Daher empfiehlt er ein Monitoring in den ersten beiden Betriebsjahren, um den Verbrauch zu optimieren. Hilfe dabei bietet das klima:aktiv-Programm. In der Steiermark verbraucht die Industrie den größten Teil der Energie. DI Josef Bärnthaler leitet die Energieagentur Obersteiermark. Im Projekt PESI, das für einen Paradigmenwechsel steht im urbanen Energiesystem durch Synergiepotenziale mit der Industrie, werden Energiesparmöglichkeiten gesucht. Die Industrie benötigt nicht nur Energie, sie kann uns diese auch wieder zurückgeben, wie zum Beispiel Abwärme mittels Wärmepumpen und auch Strom. 03 Bärnthaler DI Boris Papousek macht Geschmack auf ein Energiespar- Geschäftsmodell und stellt BAS Netherlands als Leuchtturmprojekt kurz vor. Weiters berichtet er über Gebäude-relevante Angebote des klima:aktiv – Programms „ERNEUERBARE WÄRME“. 04 Boris Papousek Über die Forschung an Wärmepumpen an der TU-Graz berichet DI Gerald Zotter. 05 Gerald Zotter Prof. Wolfgang Schöner!!! Zuletzt hören Sie noch einige andere News und Tipps: -Die erste österreichweite Spezialmesse für Bio-Lebensmittel, Bekleidung, Kosmetik & Bio-Produkte findet am 15. und 16. November 2015 in Wieselburg- NÖ statt. -Von 18. bis 19. Jänner 2016 finden in der Ökoregion Kaindorf in der Steiermark ein Kompostfachtag und Humustage statt. -Auch Dr. Ute Scheub plädiert für eine humusreiche Erde, die den Kohlenstoff im Acker bindet. Dies setzt eine bodenfreundliche Bewirtschaftung voraus. Böden sind global gesehen der größte Speicher für CO2, größer noch als Ozeane und Wälder. Theoretisch könnten die weltweiten Agrarflächen jährlich mehr CO2-Emissionen unschädlich machen, als weltweit ausgestoßen werden. -In den letzten 20 Jahren ist die Absatzmenge von Pestiziden wie Glyphosat und Co. in Deutschland um fast 40 % gestiegen. Dies widerspricht eindeutig den Voraussetzungen für ein gutes Klima und unsere Gesundheit. -Mindestens zehn Millionen Menschen sind dieses und nächstes Jahr von Hunger in Folge von Dürren, unberechenbaren Regenfällen und einem sich abzeichnenden extrem starken El Niño bedroht – jenem periodisch auftretenden Klimaphänomen, das im tropischen Pazifik entsteht und extremes Wetter in verschiedenen Weltregionen auslöst. Nach Ansicht zahlreicher Klimaexperten könnte der nächste El Niño der stärkste seit 1997/98 werden und sich zu einem „Mega-El-Niño“ entwickeln. Im Bericht „Entering Unchartered Waters“ zeigt die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam auf, welche Folgen El Niño schon jetzt für Millionen Menschen im Globalen Süden hat. So sind die Ernten im südlichen Afrika und Zentralamerika zuletzt bereits deutlich geringer ausgefallen und die Getreidepreise in die Höhe geschossen. Mehrere zentralamerikanische Länder haben den Notstand ausgerufen, darunter Honduras, El Salvador, Guatemala, Haiti und die Dominikanische Republik. „Millionen armer Menschen spüren schon jetzt die Auswirkungen des El-Nino-Phänomens in Form von Ernteausfällen und steigenden Nahrungsmittelpreisen“, sagt Marita Wiggerthale, Agrarexpertin von Oxfam Deutschland. -Laut VCÖ verursacht die steigende Nachfrage nach Konsumgütern einen immens hohen Ressourcenverbrauch sowie mehr Transportwege und Treibhausgas-Emissionen. Der VCÖ weist auf die Vorteile von Bioprodukten und Regionalität hin. Die Folgen von hohem Fleischkonsum und Tiertransporten werden ebenso beleuchtet wie die Treibhausgas-Bilanz von Produkten und langen Einkaufswegen. -Es scheint, als würde es derzeit kein anderes Thema geben, als Grenzzäune oder die akute Hilfe für Flüchtlinge. Die wachsende Zweiteilung in der Bevölkerung bei diesem Thema wird geschickt genützt, um WählerInnen für sich zu gewinnen. Wer denkt dabei aber an die Ursachenbekämpfung? Daher wäre eine Auseinandersetzung mit den Ursachen, wie Flüchtlingsströme eingedämmt werden können, im Interesse aller. Dass sich der Islamische Staat primär durch Erdöl finanziert, hat sich noch kaum herumgesprochen. Die Terrororganisation lukriert dadurch Einnahmen von einer Milliarde Dollar jährlich, was sie zur reichsten Terrorgruppe der Welt macht. Daher ist der Umstieg auf erneuerbare Energieträger ein Weg zum Frieden. -Solarpreisträger 2015 Andreas Czezatke wurde vor kurzem mit dem Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement ausgezeichnet. Andreas Czezatke ist Besitzer eines Energie-autarken Eigenheims mit völliger Netzunabhängigkeit. Engagierte Weitergabe von Wissen und Erfahrung im Bereich erneuerbare Energien ist ihm ein Anliegen: 2011 gründete er den monatlich stattfindenden 7hirtner Solarstammtisch, der sich einer immer größeren Beliebtheit im Weinviertel erfreut. – Für Energieverantwortliche in Unternehmen, ArchitektInnen, Installateure, usw. wird vom Oberösterreichischen Energieverband in Linz ein mehrtätiger Lehrgang „Energiemanagement und Energieeffizienz in Betrieben“ angeboten, der Ende November startet. An einem Kurstag werden realisierte Projekte besichtigt. -TÜV AUSTRIA und der Bundesverband PHOTOVOLTAIC AUSTRIA bieten eine mehrtägige praktische Ausbildung von PV-Technikern an. Start des fünftägigen Lehrgangs ist im Frühjahr 2016. Geschult wird am Green Village der Bulme Graz, der HTL Waidhofen/Ybbs sowie der TÜV AKADEMIE in Wien. -Damit die Energiewende hin zu mehr erneuerbaren Energieträgern wie Biomasse, Solarenergie und Windkraft gelingt, braucht es hoch motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Den SchülerInnen der HTL „BULME“ in Graz-Gösting steht für die fachpraktische Ausbildung ein österreichweit einzigartiges Ausbildungszentrum zur Verfügung; das Energiedorf zum Angreifen. Möglich war das durch über 5.000 freiwillige Arbeitsstunden von LehrerInnen und SchülerInnen, sowie durch die Partnerschaft mit rund 80 Unternehmen. Anlagen für Photovoltaik, Solarthermie und Kraft-Wärme-Kopplung, Biomassekessel, Wärmepumpen, Speicher, eine Elektrotankstelle stehen den SchülerInnen zur Verfügung. Im Green Village können solche Anlagen in Echtbetrieb berechnet, errichtet, in Betrieb genommen, überprüft und geregelt werden. Die AbsolventInnen werden dadurch SpezialistInnen für die Erneuerbaren Technologien. -Wo würden Sie die höchste Dichte an CarsharingteilnehmerInnen in Österreich vermuten? In Salzburg, in Graz oder in Wien? Weit gefehlt – mit einem Anteil von 13 Prozent aller Haushalte ist es eine kleine Gemeinde im Norden des Weinviertels – genauer gesagt die Gemeinde Gaubitsch bei Laa an der Thaya. Mit nur rund 900 EinwohnerInnen begann hier im Juli 2012 eine wahre Erfolgsgeschichte: Damals startete ein Carsharingprojekt mit einem Elektroauto, das von GemeindebewohnerInnen, Vereinen und der Gemeinde gemeinsam benutzt wurde. Mit Oktober geht bereits das dritte Elektroauto der „Kleinbaumgartner Stromgleiter“ in Betrieb. Das Innovative an diesem Projekt war ein einfaches Konzept, das inzwischen von rund 20 Gemeinden in Niederösterreich in ähnlicher Form übernommen wurde. Drei wesentliche Faktoren waren für den Erfolg ausschlaggebend: Geringe Kosten und geringer Aufwand für die Gemeinde als Projektträger, geringe Kosten für die NutzerInnen und die vollständige Automatisierung durch Internetreservierung und ein elektronisches Fahrtenbuch. – Eine Studie der Energy Watch Group und der Lappeenranta University of Technology zeigt, dass die Internationale Energieagentur die Möglichkeiten von Solar- und Windkraft im letzten Jahrzehnt kontinuierlich untergraben hat…. „Trotz der schnell wachsenden Märkte für Photovoltaik und Windkraft unterschätzt der World Energy Outlook deren Potential drastisch, was zu fatalen Fehlprognosen führt“, so der Hauptautor der Studie Christian Breyer, Professor für Solarökonomie an der Lappeenranta University of Technology in Finnland. „Aus wissenschaftlicher Sicht sind diese strukturellen Fehler unverständlich, aus gesellschaftlicher Sicht sind sie verantwortungslos.“ -Die globale Energieversorgung bis 2050 vollständig auf Erneuerbare umzustellen, ist technisch möglich, finanziell attraktiv und kann Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Dies zeigt die neue Greenpeace-Studie Energy Revolution, die zusammen mit dem Institut für Technische Thermodynamik -Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Luft- und Raumfahrt Zentrums erarbeitet wurde. Die darin durchgerechnete Umstellung kann zudem den CO2-Ausstoß so weit senken, dass der Temperaturanstieg unter der kritischen Grenze von 2 Grad bleibt. -Wer in einer Wohnung wohnt, sollte das juristisch verankerte Recht auf eine Solaranlage erhalten. Anders wird die Energiewende in Städten wie Wien nicht umsetzbar sein. Dies fordert Lukas Pawek, oekonews-Herausgeber. Leider ist dies derzeit noch nicht möglich. Wir wünschen uns das Recht auf ein Solardach selbstverständlich auch für Graz und alle Orte der Welt! -Ein Drittel unserer Erdoberfläche ist von Wäldern bedeckt. Sie versorgen uns mit dem Rohstoff Holz, liefern sauberes Trinkwasser, produzieren Sauerstoff und speichern Kohlenstoff. Wälder sind zudem wichtige Regulatoren des globalen Klimas, denn sie führen das Wasser zurück in die Atmosphäre. In wirtschaftlich genutzten Wäldern war in den letzten 200 Jahren die schnell wachsende Fichte beliebt. Wegen ihrer flachen Wurzeln ist sie jedoch besonders stark bei Trockenheit und Stürmen gefährdet. Unwetter haben in den vergangenen Jahrzehnten ganze Berghänge voller Fichten „umgehauen“, und solche Ereignisse werden tendenziell häufiger. Mit der Zunahme von Stürmen und Trockenheit dürften sich die Wachstumsbedingungen der Fichte künftig verschlechtern. Während lange anhaltender Wassermangel den meisten mitteleuropäischen Baumarten Stress bereitet, sorgt sie bei wärmeliebenden Insekten und Krankheitserregern für eine stärkere Vermehrung. Ein hoher Befall der Fichtenbestände mit Borkenkäfern wie dem Buchdrucker und dem Kupferstecher werden mit Klimaveränderungen in Verbindung gebracht. Der Monitoringbericht des deutschen Umweltbundesamtes empfiehlt deswegen, naturnahe Mischwälder anzubauen und vermehrt solche Arten zu pflanzen, die sich als trocken- und hitzeresistent erwiesen haben. Denn einzelne Arten werden immer gut mit veränderten Bedingungen zurechtkommen und eine Grundlage für die Weiterentwicklung des Gesamtbestandes bilden. Das Risiko wird so gestreut. Sinnvoll ist es, Baumarten zu pflanzen, die an dem jeweiligen Standort auch unter natürlichen Bedingungen wachsen, sich durchsetzen und gut zurechtkommen würden. Waldbesitzer sollten die genetische Vielfalt fördern und klimagefährdete Arten, die standort-untypisch sind, ersetzen. Auch die Humuspflege macht den Wald robust. Je mehr Blätter, Äste und Stammreste am Schlagplatz zurückbleiben, desto mehr organische Substanz steht für die Böden zur Verfügung. – Beim Grazer City-Radeln lernten wir den Super-Cycling-Man kennen. In den nächsten 5 Jahren möchte er durch alle 7 Kontinente radeln. Auf seiner Website „supercyclingman“ kann man nachschauen, wo er sich gerade befindet. Wir wünschen ihm alles Gute!

  9. 31

    Globale Zusammenhänge-Syrien-Appell des Papstes

    -In dieser Sendung beleuchten wir globale Zusammenhänge des Klimas, die Professor Stefan Rahmstorf vom Institut für Klimafolgen-Forschung in Potsdam aufzeigt, auch im Hinblick auf Syrien. -Der Papst appelliert in seiner Enzyklika „Laudato si“, unsere Erde zu schützen. Wir hören Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl, den Klimaforscher Prof. Gottfried Kirchengast und die Umweltbeauftragte der Diözese Graz Seckau Mag. Hemma Opis-Pieber -Außerdem geben wir einige Tipps und bringen aktuelle News. Musikalisch umrahmt wird die Sendung von NETNAKISUM, 3 beschwingten Geigerinnen, die ihre Instrumente ideenreich und lustvoll zu Gehör bringen. Messdaten der Japan Meteorological Agency belegen: Der Sommer 2015 war der heißeste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Wie wir heuer alle gemerkt haben, tritt extreme Hitze auch bei uns verstärkt auf. Was bei uns für manche durchaus zur Freude gereichte, führt in anderen Teilen der Welt zu großen Krisen. Dies ist nicht nur verbunden mit Wasserknappheit, sondern wirkt sich vor allem auf die Landwirtschaft aus. Wo früher kleine Bauern für ihren eigenen Bedarf wirtschaften konnten, herrscht nun oftmals Dürre. Professor Stefan Rahmstorf vom Institut für Klimafolgen-Forschung in Potsdam zeigt in einigen Studien auf, wie globale Zusammenhänge funktionieren. Stefan Rahmstorf forscht am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und ist Professor an der Universität Potsdam. Er wuchs in Konstanz auf und studierte dort Physik. Er war im Wissenschaftlichen Beirat der deutschen Bundesregierung tätig und ist einer der Leitautoren des vierten Berichts des Weltklimarats. Laut dem IPCC Synthesebericht gibt es ein Grundproblem in der Klimapolitik: Es sind noch reichlich fossile Ressourcen im Boden, aber hierfür steht nur ein beschränkter Deponieraum der Atmosphäre zur Verfügung. Wie eine weitere Studie belegt, fallen zahlreiche gewaltsame Proteste in Nordafrika und dem mittleren Osten in den Jahren 2008 und 2011 gerade mit den beiden großen Spitzen der Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt zusammen. Auch die Weltbank findet in einem Report aus dem letzten Jahr einen Zusammenhang des „arabischen Frühlings“ mit den durch Missernten bedingt hohen Nahrungsmittelpreisen plausibel, wenn auch kaum beweisbar. Was die Lage in Syrien angeht: Fakt ist, dass das Land in den Jahren 2007 bis 2010 von der schlimmsten Dürre in der mehr als 100-jährigen Geschichte der dortigen Wetteraufzeichnungen heimgesucht wurde. Ernten blieben aus, sehr viel Vieh verendete. Rund anderthalb Millionen Menschen flohen aus Not aus den ländlichen Gebieten Syriens und suchten Zuflucht in der Peripherie großer Städte wie Homs und Aleppo. Dort gab es Arbeitslosigkeit, Überfüllung, unzureichende Infrastruktur und Kriminalität, und daher eine massive Unzufriedenheit. Dort lag dann auch die Keimzelle der syrischen Revolte. Wie Prof. Stefan Rahmsdorf betont, hat der Ausbruch von Unruhen und Gewalt immer eine ganze Reihe von Ursachen, darunter vor allem politische und gesellschaftliche Voraussetzungen. Eine wohlhabende, stabile Demokratie wie die USA kommt auch mit einer Dürre zurecht. Leider gibt es auf der Erde aber auch viele verletzliche und schwache Staaten, wo Naturkatastrophen oder Ernteausfälle durchaus ein Auslöser für Instabilität sein können – insbesondere wenn die Regierung bei der Bewältigung der Situation versagt oder überfordert ist. Ein 2013 in der Fachzeitschrift Science publizierter Überblick über 60 einzelne Studien zeigte, dass Abweichungen von normalen Niederschlägen und erhöhte Temperaturen systematisch die Gefahr von Konflikten erhöhen. Die Eskalation war im Wesentlichen sicher eine politische. Aber schon im Vorfeld der Dürre gab es Fehler. Eine dieses Jahr in den renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences der USA erschienene Studie sieht einen wichtigen Grund für den massiven Einbruch der Landwirtschaft in einer verfehlten, nicht nachhaltigen Agrarpolitik: Wie Satellitendaten zeigen, wurden die Grundwasservorräte übernutzt, was Syrien dann sehr anfällig in der Dürre machte. Der Fluss Chabur, ein Zufluss des Euphrat, trocknete aus. Später versagte das Regime dann dabei, den von der Dürre betroffenen Menschen zu helfen. Die globale Erwärmung führt nach Voraussagen des UN-Klimarats IPCC verstärkt zu Dürren und Missernten. Könnten dadurch weitere „Syriens“ entstehen? Die schon genannte Studie zeigt, dass bereits die schwere syrische Dürre wahrscheinlich eine Folge der globalen Erwärmung war. Da die Dürren weiter zunehmen werden und es in absehbarer Zeit auch weiterhin fragile Staaten geben wird, dürfte durch die globale Erwärmung die Zahl der Flüchtlinge in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen. Der Klimawandel ist hier ein zusätzlicher Faktor, aber natürlich haben Flüchtlingsströme immer mehrere Auslöser. Besonders die heute schon eher trockenen Gebiete müssen mit einer weiteren Austrocknung rechnen, neben dem Mittelmeerraum u.a. Südafrika, Australien und die südlichen Staaten der USA. Besonders anfällig gegenüber Ernteausfällen sind dabei vor allem Entwicklungsländer, in denen ein Großteil der Bevölkerung sich selbst versorgt, also von Subsistenzlandwirtschaft lebt. Als gesellschaftliche Risikofaktoren für Konflikte gelten dabei starke Binnenmigration, ungleiche Einkommensverteilung und geringe Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen. Der fruchtbare Halbmond östlich des Mittelmeers war die Wiege der Zivilisation, im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris entstanden vor 12.000 Jahren zuerst Ackerbau und Viehzucht – und in der Folge die ersten Städte. Klimamodelle sagen einen anhaltenden Trend zu immer stärkerem Wassermangel in dieser Region vorher. Schon 2008 warnte deshalb eine Studie, der fruchtbare Halbmond werde als solcher verschwinden. Prof. Stefan Rahmstorf appelliert: „Jeder von uns muss seinen Beitrag leisten.“ Eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad sei möglich. Damit müsse aber sofort begonnen werden. Alles andere würde viel teuer werden und die Lebensbedingungen auf der Erde dramatisch verändern. „Es wäre ein komplett anderer Planet.“ Im Frühjahr 2015 veröffentlicht Papst Franziskus die Enzyklika „Laudato si“ mit dem Appell, die Welt gut zu hinterlassen. Der Papst nimmt mehrfach Bezug auf die Gemeingüter und betont, dass die Nutzung des gemeinsamen Hauses, wie Atmosphäre, Ozeane, Wälder, Biosphäre grundsätzlich allen Menschen zusteht. Und: Jeder von uns muss seinen Beitrag leisten. Der weltliche Kern der Enzyklika macht deutlich, dass die globale Erwärmung ein Problem von planetarer Dimension ist, verbunden mit „schwerwiegenden Umwelt-Aspekten und ernsten sozialen, wirtschaftlichen, distributiven und politischen Dimensionen“. Als Gründe werden vor allem die derzeitigen Produktionsmodelle und Konsumgewohnheiten identifiziert. Die Enzyklika betont, dass die Folgen des Klimawandels und der zunehmenden Ungleichheit dabei vor allem die Ärmsten treffen. Da es sich um eine komplexe sozio-ökologische Krise handelt, muss die Lösung auch die Bekämpfung der Armut mit einschließen. Bisher haben aber die Staaten keine Lösung für die Übernutzung der Gemeinschaftsgüter, wie Atmosphäre, Ozeane, Wälder, gefunden. Die Enzyklika richtet ihren Fokus daher auf Akteure wie Nichtregierungsorganisationen, Genossenschaften und Verbände und ruft zu einem Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Religion auf. Die Enzyklika stützt sich unmissverständlich auf den wissenschaftlichen Konsens, dass die globale Erwärmung stattfindet und der Klimawandel menschengemacht ist; sie weist die Leugner der anthropogenen Erwärmung mit klaren Worten zurück. Weiters deckt die Enzyklika explizit die politischen und wirtschaftlichen Machtinteressen hinter dem Klimawandel auf und unterstreicht die Wichtigkeit nichtstaatlicher Akteure, um Veränderung zu erreichen. Und: Sie definiert die Atmosphäre und die Umwelt als Gemeingut und nicht als Niemandsland, das jeder verschmutzen darf. Sie zeigt damit, dass durch den Klimawandel Gerechtigkeits- und nicht zuletzt Eigentumsfragen neu gestellt werden müssen. Sehr direkt wird angesprochen, dass die internationalen Verhandlungen bisher wenig gebracht haben und der internationalen Politik wird Schwäche vorgeworfen. Darüber hinaus enttarnt der Papst in aller Deutlichkeit die Machtinteressen derer, die den Klimawandel leugnen und Klimaschutz verhindern wollen: Viele von denen, die mehr Ressourcen und ökonomische oder politische Macht besitzen, scheinen sich vor allem darauf zu konzentrieren, die Probleme zu verschleiern oder ihre Symptome zu verbergen, und sie versuchen nur, einige negative Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren. Die Enzyklika kommt rechtzeitig, um einen positiven Einfluss auf die Verhandlungen in Paris zu haben. Darüber hinaus ist das Dokument aber zeitloser und betont vielmehr die großen und fundamentalen Fragen der ineinander greifenden Probleme zwischen Klimawandel, Armut und Ungleichheit. Ihre Beantwortung wird global immer drängender. Auch adressiert die Enzyklika nicht die Staaten, sondern spricht in diesem Kontext von einer „weltweiten Ökologiebewegung“. Für den Papst ist klar: Ohne den Druck der Bevölkerung wird es keinen Fortschritt in diesen Fragen geben. Zu einer Pressekonferenz lud der steirische Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl. Er spricht über die mahnenden Worte des Papstes. Gesprächsbeiträge liefert auch die Umweltbeauftragte der katholischen Kirche Steiermark Mag. Hemma Opis-Pieber. Den Klimaforscher Prof. Gottfried Kirchengast vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel beurteilt die Enzyklika aus Sicht der Wissenschaft. Wie uns der Moderator Martin Gsellmann vor Augen hält, gibt es weltweit 2 Krisen, nämlich die der Gerechtigkeit und der Umwelt. Hemma Opis-Pieber freut sich über die Aufforderung des Papstes, sich für die Erhaltung unserer Heimat, dem Planet Erde, einzusetzen. Wir hoffen ebenso auf eine baldige Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im kirchlichen Bereich! Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000, WWF und Greenpeace entwickelten gemeinsam ein nachhaltiges Energieszenario für Österreich und fordern die Bundesregierung auf, ambitionierte Ziele für Österreichs Energie- und Klimapolitik zu beschließen. Laut dem vorgestellten Szenario muss Österreich bis 2050 vollständig auf Erneuerbare Energien umsteigen, seinen Endenergieverbrauch um 50 Prozent halbieren und die Treibhausgasemissionen um 90 Prozent verringern. Nur so könne Österreich einen wirksamen Beitrag zur Erreichung des Zwei-Grad-Ziels leisten und Investitionssicherheit für die Wirtschaft gewährleisten. Österreich zahlt mehr als elf Milliarden Euro netto für die Versorgung mit klimaschädlichen fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas, kritisieren die drei Organisationen. Das von WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace entwickelte Konzept „Energiezukunft Österreich“ enthält ein umfassendes Szenario, das Ziele und Handlungsbedarf für Wirtschaft, den Energiesektor, den Verkehr, die Landwirtschaft und für private Haushalte und KonsumentInnen aufzeigt. Mit einem gut durchdachten Energie- und Klimapaket können zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, rechnen die Organisationen vor. Voraussetzung dafür sind die politischen Rahmenbedingungen der Bundesregierung und des Parlaments, die nicht nur für die kommende UN-Klimakonferenz in Paris, sondern auch für die Jahrzehnte danach gelten müssen. Einige andere News und Tipps: – Am 22. September feiern wir den europaweit Autofreien Tag. Wie in vielen Städten findet auch in Graz am Hauptplatz ein Mobilitätsfest von 10 bis 21 Uhr statt. Um 17:00 Uhr startet dort die 27,5 Kilometer lange Fahrrad- und Scater- Tour de Graz wieder mit einem Abstecher auf die – vorübergehend autofreie – Autobahn. Nach zwei Labemöglichkeiten geht es gegen 19.30 Uhr wieder auf den Hauptplatz zurück. – Auf der APCC-Website finden Sie neue Informationsmaterialien zum Download! Neben dem Sachstandsbericht in verschieden umfangreichen Versionen, umfassen die Materialien nun auch Foliensätze und Videoclips zu jedem Kapitel. -Wir möchten Sie einladen, die kostenlose Internetplattform für Direktvermarkter „bionaut.at“ zu nutzen. Regionale Lebensmittelerzeuger, in erster Linie unsere Bauern, aber auch Privatpersonen können auf dieser Plattform kostenlos ihre Produkte zum Verkauf anbieten. Ziel ist es, der Wegwerf- und Verschwendungsgesellschaft entgegen zu wirken. Auf einer Landkarte können für Nutzer über eine Umkreissuche die nächstgelegenen Produzenten gefunden werden. -Dr. Ines Fritz hat einen Humus-Film gestaltet, den man im Internet ansehen kann. Er zeigt sehr schön den Beginn von Leben. – Bio ist bis zu 100-mal weniger mit Pestizidrückständen belastet als konventionelles Obst und Gemüse. Dies ließ die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 in Zusammenarbeit mit dem oberösterreichischen Umweltlandesrat Rudi Anschober untersuchen, anhand von insgesamt 25 biologisch und 29 konventionell erzeugten Obst- und Gemüse-Produkten von Supermärkten, Biomärkten und Ab-Hof-Vermarktern. -Die „Ich tu’s“-Kampagne des Landes Steiermark startet gemeinsam mit Partnerorganisationen einen Umwelt- und Klimaschutz-Wettbewerb für Menschen zwischen 15 und 27 Jahren. Teilnahmeberechtigt sind sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen. Der Start und die Freischaltung der Webseite erfolgt am 1. Oktober. Bis zum 6. November können Ideen zum Thema Klimaschutz online eingereicht werden. – Der „World Overshoot Day“, der „Welterschöpfungstag“, rückt jedes Jahr weiter nach vorne. 2011 war es der 27. September, heuer bereits der 13. August. An diesem Tag hat die Menschheit alle Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht. Für den Rest des Jahres leben wir auf Pump. Berechnen Sie Ihren ökologischen Fußabdruck. -Photovoltaik Austria bietet wieder Praktikertage an. Mehr dazu auf pvaustria.at -Wenn Sie ein interessantes Energiespar-Projekt umgesetzt oder an einem mitgewirkt haben, sind Sie eingeladen, dieses beim Energy Globe Award einzureichen. Alle Details zum Energy Globe Award und zur Teilnahme erfahren Sie unter www.energyglobe.at. -Das Franz Alt-Buch über den Dalai Lama „Ethik ist wichtiger als Religion“ möchten wir Ihnen ans Herz legen. Es ist das zurzeit meist gekaufte Sachbuch in Deutschland. – Im Jahr 2014 erreichte weltweit die Menge an Solarstrom in den Netzen einen neuen Rekord und belief sich bereits auf das Hundertfache des Niveaus des Jahres 2000. -Laut campact verspeisen wir in unserem Leben 4 Rinder, 46 Schweine und 945 Hühner. Etwas weniger wäre nicht nur fürs Klima besser. Die landwirtschaftliche Fläche für Tierfutter reicht bei diesem hohen Fleischkonsum in Europa nicht mehr aus. -Am 9. Juli hat das Europäische Parlament eine Resolution zum Freihandelsabkommen TTIP verabschiedet. Mit 436 zu 241 Stimmen sprachen die Abgeordneten sich grundsätzlich für das Freihandelsabkommen aus – und ignorierten damit die Stimmen von Millionen kritischen Bürgerinnen und Bürgern. Sogar die umstrittenen Schiedsgerichte lehnte das Parlament nicht ab, gefordert wird lediglich eine Art „Investorenschutz light“: Ginge es nach dem Willen des Parlaments, könnten Konzerne in Zukunft noch immer Staaten auf Schadensersatz verklagen – wenn auch nicht mehr vor privaten, sondern vor öffentlichen Schiedsgerichten. Doch es gibt noch Hoffnung: Die hohe Zahl der Gegenstimmen und die chaotische Verabschiedung der Resolution zeigen, wie sehr die Abgeordneten unter Druck stehen. Mit einer Großdemonstration in Berlin können wir am 10. Oktober zeigen, dass wir es nicht hinnehmen, wenn über unsere Köpfe hinweg regiert wird. -Windenergie kann laut IG Windkraft bis 2030 -> 24% des österreichischen Stromverbrauchs decken. – Die baden-württembergische Landesregierung fördert ein Power-to-Gas-Projekt im Megawatt-Maßstab zur Herstellung von regenerativem Wasserstoff. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg koordiniert das ambitionierte Leuchtturmprojekt. Die Projektpartner aus Forschung und Industrie wollen nachweisen, dass die Wasserstoff-Erzeugung effizient und wirtschaftlich ist. Es soll Wasserstoff für mehr als 1.000 Brennstoffzellenfahrzeuge erzeugen. Bei diesem Konzept Power-to-Gas handelt es sich um ein Verfahren zur langfristigen Speicherung von überschüssigem Wind- und Sonnenstrom. -Klimaaktiv hat einen Leitfaden „Energiemanagement in Hotellerie und Gastronomie“ herausgegeben, der aufzeigt, wie man in diesem Bereich Energie sparen kann. Der Leitfaden und andere interessante Infos können auf der klimaaktiv-Homepage über das Fenster Publikationen- Energiesparen herunter geladen werden. -Ab 3. Oktober kann man sich im Haus der Wissenschaft die Ausstellung „Planet Erde3“ ansehen. -In Linz empfehlen wir die Ausstellung „Raumschiff Erde“ im Ars Elektronica Center. – Auf der BOKU entstand Wiens erster Photovoltaikdachgarten. Der clevere Dachgarten ermöglicht eine Dreifachnutzung: Freiraum, Grünraum und Strom von der Sonne. Die intensiv begrünte Dachterrasse schafft ein angenehmes Wohlfühlklima, die Photovoltaik-Pergola mit halbtransparenten Glas-Glas-Modulen spendet Schatten und erzeugt gleichzeitig Grünstrom. Erste Umsetzungsprojekte werden gesucht. -Ab 2016 fahren 250 Elektrotaxis für Wien. Das Projekt der Wiener Stadtwerke bringt ab März 2016 hunderte eTaxis auf Wiens Straßen, eTaxilenkerInnen werden noch gesucht. – Graz hat sein eTaxi bereits. Unter dem Namen eTaxiGraz finden Sie das flotte Taxi zum normalen Taxitarif. In Graz gibt es neuerdings eine gratis Schnelllade-Station, den sogenannten Supercharger. -Die neue Biogas-Aufbereitungsanlage der Wien Energie erzeugt jährlich über eine Mio. Kubikmeter CO2-neutrales Biomethan aus rund 22.000 Tonnen biogenen Küchenabfall. Das spart jährlich mehr als 3.000 Tonnen CO2. – Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP in Wien bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Mitmachen. Bei Interesse schaut einfach auf die Homepage!

  10. 30

    Naturgärten-Energiesparer-junge Talente

    -In dieser Sendung erzählt uns Frau DI Paula Polak über das Naturgarten-Netzwerk in Österreich. -Wir berichten über die Gewinner des Energy Globes Styria und hören den Gründer des Energy Globes Ing. Wolfgang Neumann. -Eva Janusch stellt uns ihre Projekte vor, die das Interesse junger Menschen an Technik fördern. -Kinder der VS Eggersdorf erzählen von ihren Klimaschutz-Aktivitäten. -Wir geben auch einige Energiespartipps und bringen aktuelle News. Musikalisch umrahmt wird die Sendung von Liedern der alljährlich im Juli in Graz stattfindenden Acapella Competition Vokal Total. Frau DI Paula Polak plant naturnahe Gärten und ist Teil des Naturgarten-Netzwerks und hält auch Vorträge über naturnahes Gärtnern. Das Naturgarten- Netzwerk möchte sie im Süden Österreichs ausbauen. Sie erzählt von ihren Aktivitäten und Wünschen. www.naturgarten-netzwerk.at. Der Energy Globe ist ein Preis, der jedes Jahr an hervorragende Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Energie-Innovationen vergeben wird. Gewinner der Rubrik Anwendung ist das Planungsunternehmen Baumeister Leitner aus Graz. Die Projekteinreichung umfasst 15 Jahre Nachhaltigkeit mit umgesetzten Energieeffizienzprojekten, Passivhaus- und Niedrigenergiegebäuden, baulichen Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit sowie solare und Photovoltaikprojekte mit erneuerbaren Energien. Herr DI Dietmar Koch stand uns für ein Interview zur Verfügung. Gesamtsieger des Energy Globes Styria und Austria und Gewinner in der Kategorie „Kampagne“ ist die Solar Smart City Gleisdorf, eingereicht von den Feistritzwerken-Steweag. Bereits seit mehr als 30 Jahren geht die innovative und umweltfreundliche Kleinstadt in den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Wassermanagement beispielhaft voran. Das wegweisende Engagement der Stadt Gleisdorf reicht von Biomasseheizwerken, Solaranlagen mit Pufferspeichern bis hin zu einem verlustarmen Wasserleitungsnetz mit Lecküberwachung. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer der Feistritzwerke Ing. Alexander Schloffer Die Montanuniversität Leoben holte sich den Energy Globe Styria Award in den Kategorien „Forschung“ und „weltweit“: Einerseits wurde der Lehrstuhl für Fördertechnik und Konstruktionslehre für die Entwicklung von Fördersystemen im Tagebau, die aus herabfallendem Schutt und mittels Turbine Strom erzeugen, ausgezeichnet. Das Department Metallkunde und Werkstoffprüfung hat einen neuen Werkstoff entwickelt, der beispielsweise im Flugzeugbau eingesetzt werden kann, da er bis zu 750 Grad Celsius standhält. Dieses Material ist nicht nur sehr leicht, es bringt auch Treibstoffeinsparungen und daraus resultierende Klimaverbesserungen mit sich. In der Kategorie „Jugend“ gewann das Projekt Restl Festl – Graz isst auf!“, das von 23 Studierenden der Universität Graz entwickelt und umgesetzt wurde. Mit dem gelungenen Event hat man in Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, der Stadt Graz und der Arge Abfallvermeidung die Problematik der Lebensmittelverschwendung aufgezeigt und so neues Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen. Gründer des Energy Globes ist Ing. Wolfgang Neumann. Er spricht mit uns. Eva Janusch von nowa ist Projektleiterin. Ihr Ziel ist es, das Interesse an Technik zu wecken, möglichst gleichwertig an Buben und Mädchen. Durch das Nachwuchs – Projekt Talente regional des BMVIT, bzw. der Forschungsförderungsgesellschaft, ist es Kindern von Schulen und Kindergärten möglich, sich über einen längeren Zeitraum mit den Themen Forschung, Technologie und Innovation in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik auseinander zu setzen. Wir danken Eva Janusch für die Kooperation mit der VS Eggersdorf! Kinder der VS Eggersdorf erzählen von ihren Klimaschutz-Aktivitäten. Wir hören zunächst Carolina, Maria und Julian und dann berichten Enrico, Maria und Iasmina, wie sie Energie sparen und damit das Klima schützen. Nach den Kindern der VS Eggersdorf geben wir auch noch einige Energiespar-Tipps. -Beim Kühlschrank ist es besser, wenn man ihn nicht zu häufig öffnet und ihn auch nicht so lange offenstehen lässt. Außerdem man kann ich auch darauf achten, auf welche Temperatur ich ihn einstelle. Im Grunde reichen beim Kühlschrank sieben Grad und bei der Gefriertruhe minus 18 Grad völlig aus. Manche stellen deutlich kälter – und das geht sofort aufs Geld. – Beim Wäschewaschen kann ich ebenfalls Energie sparen, indem ich die Waschmaschine nur auf die benötigte Temperatur einstelle und sie möglichst fülle. -Ist ein Wäschetrockner wirklich nötig, wenn es richtig heiß ist? Viele Wäschetrockner verbrauchen mehr Energie als die Waschmaschine selbst. -Sind vor dem Start in den Urlaub zu Hause alle Elektrogeräte ausgesteckt, um im Standby-Modus nicht unnötig Energie zu verschwenden? -Machen Sie bei Ihren Freunden und Bekannten Werbung für Urlaub und Ausflüge in Ihrer Umgebung. Gerade Fernflüge und Kreuzschiffreisen belasten das Klima sehr. Zuletzt hören Sie noch einige andere News und Tipps: -Wir gratulieren dem Gründer Prof. Gottfried Kirchengast und seinem erfolgreichen Team zum 10-jährigen Jubiläum des Wegener Centers für Klima und Globalen Wandel und zum 5-jährigen Forschungsschwerpunkt Umwelt & Globaler Wandel! -Gefeiert haben wir im Kindermuseum FRida & freD in Graz, wo wir mit einigen Kindern die empfehlenswerte Ausstellung „Klimaversum“ besucht haben. Die interaktive Ausstellung bietet Kindern ab 8 Jahren spannende Bereiche zum Erforschen des weltweiten Klimas. Erwachsene wird das abwechslungsreiche Programm ebenso begeistern! -Als spannendes Familien-Ferienprogramm möchten wir ebenso einen Besuch der Ausstellung: „Planet Erde“ im Haus der Wissenschaften empfehlen. Für eine kostenlose Führung ist eine Voranmeldung erbeten. – Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 bewertet die Fortschritte der Klimaverhandlungen in Bonn als mager, sie stehen dazu im Schatten der vagen Erklärungen des G7-Gipfels in Elmau. Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000 meint: „Mit vagen Erklärungen retten wir das Klima nicht. Die führenden Industrienationen sollen vorangehen, bis 2050 vollständig auf erneuerbare Energie umsteigen und die notwendigen Maßnahmen dafür sofort in die Wege leiten. Das wäre eine angemessene Antwort auf die drohende Klimakrise. Wir fordern auch die österreichische Regierung auf, den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie jetzt zu beschließen und Klimaschutz endlich ernst zu nehmen. Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass wir jetzt noch warten können.“ In Bonn ist der Verhandlungstext zwar etwas weiterentwickelt worden, wichtige Fragen wie etwa die Form des Abkommens und die rechtliche Verbindlichkeit konnten aber immer noch nicht außer Streit gestellt werden. Beim G7-Gipfel in Elmau zuvor hatte man sich lediglich auf eine Erklärung geeinigt, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad eindämmen zu wollen – ein Beschluss, der schon vor fünf Jahren auf der Klimakonferenz in Cancun 2010 von 195 Staaten der Welt gefasst wurde. Mit dem geplanten Ausstieg aus fossiler Energie „im Laufe des Jahrhunderts“ schiebt man notwendige Maßnahmen hingegen auf die lange Bank. -Bereits zwei Millionen Unterschriften sind gegen das Freihandelsabkommen TTIP gesammelt worden. Eine Verschiebung im Europäischen Parlament ist die Folge des wachsenden Drucks aus der Zivilgesellschaft. Stop TTIP wird noch bis zum 6. Oktober Unterschriften sammeln, um den politischen Druck zu erhöhen. – Photovoltaik-Hybridsysteme verdrängen immer mehr fossile Stromerzeuger. Vor allem in netzunabhängigen Hybridsystemen gewinnt die Photovoltaik an Bedeutung: Für industrielle Großverbraucher in abgelegenen, aber sonnenreichen Regionen sind Solar-Hybrid-Systeme schon heute eine wirtschaftlich lohnende Alternative. Führende Projektentwickler rechnen weltweit mit einem Potenzial von mehreren Gigawatt. Im Bergbau kommt Strom aus Photovoltaik- oder Windenergieanlagen ebenfalls zum Einsatz, laut Branchenexperten kann ein solcher Strom bis zu 70 Prozent preiswerter erzeugt werden als der Strom, der rein mit Dieselgeneratoren produziert wird, da auch der Transport einen großen Teil der gesamten Dieselkosten ausmacht. Die Logistik spielt auch bei der Stromversorgung von Inseln oder netzfernen Dörfern eine zentrale Rolle. Hier kann Integration von Photovoltaik-Anlagen in bestehende Mikrostromnetze ebenfalls zu einer deutlichen Senkung des teuren und zudem ökologisch problematischen Verbrauchs an Dieselkraftstoff beitragen. -Die SOLARWATT GmbH aus Dresden bietet ab sofort relativ günstige Komplettpakete zur dezentralen Energieversorgung für Privathaushalte. Hier kooperieren einige Autohersteller, um eine Nachnutzung der Batterien, die für E-Autos gebraucht wurden, zu ermöglichen. Somit erleben die Batterien eine zweite Anwendung. Dies ist nicht nur ein preislicher Vorteil, sondern auch ressourcenschonend. – Die Eröffnung des erweiterten Windparks Steinriegel, des größten hochalpinen Windparks in Mitteleuropa auf über 1.600 Metern, sorgte in der Steiermark für einen regelrechten Besucheransturm. Ökostrom für 24.000 Haushalte ist die beeindruckende Versorgungsleistung des neuen vergrößerten Windparks Steinriegel. Damit kann der Windpark Steinriegel eine Stadt doppelt so groß wie Leoben oder einen ganzen Bezirk wie Mürzzuschlag mit sauberer elektrischer Energie voll versorgen. Entstanden ist der Windpark in zwei Abschnitten. Die ersten Windräder drehen sich dort bereits seit 2005. Im Mai 2014 wurde mit der Erweiterung begonnen. Der Windpark Steinriegel 2 besteht aus elf Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 25,3 Megawatt und produziert seit November 2014 nun jährlich 45.000 Megawattstunden Ökostrom. – NÖ ist Windbundesland Nummer 1. In diesem Jahr wurden 71 neue Windräder in Niederösterreich errichtet. 87 % aller heuer in Österreich errichteten Windräder werden in Niederösterreich aufgestellt. -Ein Schweizer Energieproduzent wird für den gelungenen Kompromiss zwischen Schutz und Nutzen eines Gewässers ausgezeichnet. Der Oberallgäuer Landrat genehmigt den Bau eines Kleinkraftwerks in einem mehrfach geschützten, sensiblen Gebiet über den Kopf seiner Behörden. Hier erleben wir ähnlich wie in der Steiermark ein Spannungsfeld von Naturschutz und Energiewende. -Vor dem nächsten Winter sollten wir uns bereits jetzt Gedanken um unser Heizsystem machen. Josef Plank gibt zu bedenken, dass viele österreichische Haushalte noch mit alten ineffizienten Festbrennstofffeuerungen, sogenannten Allesbrennern, heizen. Es sei laut einem Methodendokument des neuen Energieeffizienzgesetzes befremdlich, dass der Tausch einer alten Ölheizung gegen eine neue noch immer als Effizienzmaßnahme anerkannt und sogar besser bewertet wird als der Umstieg auf Biomasse. Auch Luftwärmepumpen werden besser bewertet als effizientere Wärmepumpen mit Tiefenbohrung oder Flächenkollektoren. – Der britische Ölkonzern Cairn Energy zieht seine vier Ölexplorationslizenzen für den Golf von Valencia vor den Balearen in Spanien zurück. Es handelt sich dabei um den zweiten großen Rückschlag für die Ölindustrie in Spanien binnen weniger Monate, nachdem Repsol seine Ölförderpläne vor den Kanaren gestoppt hatte. Denn beide Entscheidungen erfolgten vor dem Hintergrund intensiver Bürgerproteste, getragen von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Lokalpolitikern und dem Privatsektor, die sich zusammengeschlossen haben und von zahlreichen internationalen Umweltschutzgruppen unterstützt wurden, darunter OceanCare. -Ein Vorarlberger Holzbauunternehmen überzeugt in der Kategorie Neubau beim Deutschen Holzbaupreis. Das Holzbauprojekt Gesundheits-, Bildungs- und Familienzentrum Haus C13 in Prenzlauer Berg in Berlin wurde mit dem Deutschen Holzbaupreis 2015 prämiert. Holz ist nicht nur ein schöner Baustoff, sondern schont die Ressourcen, ist umweltfreundlich und nachhaltig. – Ein Passivhaus gewinnt den Wiener Wohnbaupreis 2015. Gelebte Solidarität und Mitbestimmung zeichnen den großen Gewinner des „Wohnbau-Oscar“ aus, das Projekt „so.vie.so mitbestimmt ‒ Sonnwendviertel solidarisch“, das von den s & s Architekten geplant und vom Bauträger BWS im neuen Stadtviertel beim Wiener Hauptbahnhof realisiert wurde. -Wir möchten Herrn Minister Rupprechter auffordern, Maßnahmen zur Sicherung von Mehrweggebinden in Österreich so rasch wie möglich umzusetzen. Der Einweganteil stieg in den letzten Jahren auf 70 Prozent, wobei nahezu ausschließlich in Einweg angebotene Getränke wie Wein, Spirituosen und Milch in diesem Wert nicht berücksichtigt sind. Jährlich fallen in Österreich etwa vier Milliarden Dosen, Einwegplastikflaschen und andere Einwegverpackungen für Getränke als Abfall an. Einweg verbraucht deutlich mehr Ressourcen und Energie als die gleiche Menge Flüssigkeit in Mehrweg-Gebinden. Dadurch belastet Einweg vor allem bei mittleren und kurzen Transporten die Umwelt und trägt zum Klimawandel bei. – Ein Buchtipp: Der Ratgeber „Magen- und Darmerkrankungen natürlich behandeln“ von Andrea Flemmer zeigt einen natürlichen Weg und eine ganzheitliche Sicht zu gesunder Verdauung. Andrea Flemmer bringt mit wissenschaftlichem Hintergrund Heilpflanzen und anderes, wie spezielle Ernährungstipps vor den Vorhang. -Filmgespräche zum Grazer Crossroad-Festival kann man wie unsere Klimanews kostenlos auf https://cba.media nachhören. -Wie können wir uns vor Hitze in Innenräumen am besten schützen? An heißen Tagen heizen sich viele Gebäude auf. Innentemperaturen von über 27 Grad Celsius am Tag können die Folge sein. Am effizientesten ist eine gute Abschattung- wenn möglich auf der Außenseite von Fenstern. Ausgiebig Lüften sollte man nur in den kühlen Morgenstunden oder in der Nacht. Denn tagsüber gelangt die Hitze durch das geöffnete Fenster in die Wohnräume. Ist eine Wohnung erst einmal aufgeheizt, ist es schwer, die Lufttemperatur wieder zu senken. Die Hitze kommt nicht nur von außen, sondern auch von den Geräten in den Räumen. Also alles abschalten, was gerade nicht gebraucht wird: Kopierer, Drucker, Kaffeemaschine, unnötige Beleuchtung, Monitor, usw. Wer aufgeheizte Räume vermeiden will, muss darauf achten, dass nicht im Raum selbst unnötig Wärme erzeugt wird. Decken-, Raum- und Tischventilator lassen die empfundene Temperatur um einige Grad sinken, vor allem wenn man schon schwitzt – man kann sich sogar verkühlen! Für einige Tage Ausnahmesituation pro Jahr sind solche Ventilatoren durchaus nützlich, relativ billig und energiesparend. Sie haben eine 20 bis 50 Mal kleinere Strom-Leistungsaufnahme als ein Klein-Klimagerät. Der Einsatz von Pflanzen in Räumen hilft, ein angenehmeres Innenraumklima zu schaffen. Ein Haus mit guter Dämmung oder solidem Mauerwerk wird bei Hitze immer kühler sein als schlecht oder gar nicht gedämmte Gebäude. Eine gute Dämmung hält Gebäude nicht nur im Sommer kühl, sondern auch im Winter warm. Das neue Baurecht schreibt eine Bauweise zur Vermeidung der sommerlichen Überwärmung vor. Wir melden uns wieder nach der Sommerpause im Herbst.

  11. 29

    Klimabündnis-Johann-Kandler

    In dieser Sendung stellt Mag. Friedrich Hofer Aktivitäten des Klimabündnis-Steiermark vor. Hauptvortragender ist Ing. Johann Kandler. Er lebte und arbeitete viele Jahre in Brasilien und ist wichtigster Botschafter des Klimabündnisses, das europäische Staaten mit den Einwohnern des Rio Negro Gebiets im brasilianischen Urwald haben.

  12. 28

    Das optimierte Sonnenhaus-Alfred Schwarzkogler

    In dieser Sendung spricht MMag. Alfred Schwarzkogler über sein optimiertes Sonnenhaus. Besonders gut genutzt wird das Haus durch die Speicherung der thermischen Solarenergie und die Verstärkung dieser durch ein ausgeklügeltes Spiegelsystem. Wir möchten die Ideen für dieses Haus an Interessierte weiter geben und hoffen auf Nachahmung! Viel Zeit verwendete Alfred Schwarzkogler in das Schreiben eines Buches. Im Buch sind Details angeführt, wie dieses Haus auch im Winter ohne Heizsystem wohlig warm ist. Herzstück ist die durch eine Spiegelfolie verstärkte thermische Solaranlage. Ein geschickt integrierter Speicher gibt auch in Tagen ohne Sonne wohlige Wärme. http://www.dasoptimiertesonnenhaus.com Musikalisch umrahmt wird die Sendung mit E904. Einige andere News: Photovoltaic Austria will die Photovoltaik in die volle Marktfähigkeit führen. Mit dem Gigawatt-Ziel 2015 soll der erste Schritt getan werden. Erfreulich ist für PV Austria-Obmann Hans Kronberger auch die Tatsache, dass die Fördersumme pro kWp erstmals gegenüber dem Vorjahr nicht gekürzt wurde. Neben Privatpersonen können sich erneut auch Betriebe, Vereine oder Institutionen, die eine PV-Anlage installieren, um Förderung ansuchen. Zusätzlich werden heuer erstmals Gemeinschaftsanlagen gefördert. Diese dürfen allerdings den Strom nur im Allgemeinbereich verwenden. -Die „ökosan´15“ findet dieses Jahr vom vom 17. bis 19. Juni 2015 in Graz statt. Der Schwerpunkt liegt diesmal bei der hochwertigen Sanierung und Nachverdichtung von Bestandsobjekten mit Holzbausystemen. Pirmin Jung aus der Schweiz hält zur Eröffnung einen Festvortrag im Messecongress Graz, am Mittwoch, den 17. Juni 2015 um 19:00 Uhr. Der Titel des Vortrags lautet: „Die Bauweise mit Zukunft – Bauen und Sanieren mit Holzbausystemen“. Die Teilnahme am Festvortrag ist kostenlos, um eine Anmeldung wird jedoch gebeten über die Website der ökosan 15. Den Energy Globe STYRIA AWARD 2015 –gewann dieses Jahr die „Solar Smart City Gleisdorf“. Bereits seit mehr als 30 Jahren geht die innovative und umweltfreundliche Kleinstadt in den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Wassermanagement beispielhaft voran. – Wir möchten noch einen Buchtipp geben: BEAUTIFUL TROUBLE – ist ein Handbuch für eine unwiderstehliche Revolution. Das Buch gibt Einblick in die Gedanken und Methoden von Menschen, die das Gesicht der Welt zum Guten verändern und sich engagiert dafür einsetzen oder eingesetzt haben. Es ist in viele Sprachen übersetzt worden. Oekonews-Chefin Doris Holler-Bruckner, die auch Hainburg –Aktivistin war, meint: „Ärgern alleine ist zu wenig. Handeln ist notwendig und Energie für den Widerstand, eine sinnvolle Taktik und kluge Strategie mit gewaltlosen Aktionen – damit alles, was uns nicht so richtig passt, möglich ist.“ Herausgeber von „BEAUTIFUL TROUBLE – Handbuch für eine unwiderstehliche Revolution“ sind Andrew Boyd und Dave Oswald Mitchell. -Im Rahmen von Restaurierungsarbeiten wurden auf dem Eiffelturm zwei Windkraftanlagen sowie auf den Dächern der Besucherpavillions solarthermische Anlange installiert. -Ein Jahr nach der Abstimmung im EU-Parlament, wo die EU-Saatgut-Verordnung mit einer überwältigenden Mehrheit abgelehnt wurde, zieht die EU-Kommission ihren Vorschlag nun endlich formell zurück. Damit ist die EU-Saatgutverordnung endgültig Geschichte. Wir freuen uns! -Klimawandel ist ein Stressfaktor, der in Kombination mit anderen Faktoren zum Mit-Auslöser von Konflikten werden kann. In Falle Syriens sind dies: eine „schlechte Regierungsführung“ sowie eine „nicht nachhaltige Landwirtschafts- und Umweltpolitik“, die beispielsweise zur Absenkung des Grundwassers führte, wie die Forscher einer US-Studie herausarbeiteten. – In den USA macht sich ein Trend bemerkbar: Erneuerbare Energien sind für das größte Wachstum des Energieausbaus verantwortlich, obwohl sie in den USA derzeit nur 17% der installierten Stromerzeugungskapazität ausmachen. 2014 entfielen auf Solar- und Windenergie 55% des Neuausbaus. – China hat die Führung beim Windkraftausbau übernommen und mit Südamerika ist ein neuer Windenergieerdteil mit großen Schritten unterwegs. Europa hingegen ist dabei die langjährige Führungsrolle im Bereich der erneuerbaren Energien durch sukzessive verschlechterte Bedingungen abzugeben. – Zum Tag des Windes gibt es wieder zahlreiche Aktionen. In der Steiermark findet am Windpark Steinriegl, am Sonntag, den 7. Juni 2015 ein Fest mit Kinderprogramm statt. Am Salzstiegl öffnet Betreiber Friedl Kaltenegger laufend das Leitwind-Windrad am Salzstiegl für Besucher und zeigt einen Kurzfilm über die Errichtung der Anlage. Zahlreiche Aktionen in anderen Bundesländern finden Sie auf der Homepage der igwindkraft. – Der neue WWF-Report stimmt mit den Schlüsselaussagen des jüngsten Reports der Europäischen Umweltagentur überein, dass die ökologischen Probleme Europas die Wirtschaftskrise in den Schatten stellen werden. So kosteten die Hochwässer in den letzten zehn Jahren 150 Milliarden, die Luftverschmutzung 537 Milliarden Euro. Außerdem muss die EU-Industrie jährlich Rohmaterialien im Wert von 300 Milliarden Euro importieren, die in der EU nicht mehr verfügbar sind. – „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, soll Michail Gorbatschow zu Erich Honecker kurz vor dessen politischem Ableben gesagt haben. Diese Lebensweisheit gilt nicht nur in der Politik und im Privatleben, sondern auch in der Wirtschaft. Die Wahrheit dieser Erkenntnis haben die alten Energie-Dinosaurier zu spüren bekommen. E.on musste in den letzten Jahren schon tausende Arbeitsplätze abbauen gab nun einen Rekordverlust von 3,3 Milliarden Euro für 2014 bekannt. Einen ähnlich dramatischen finanziellen Verlust und Arbeitsplatz-Abbau musste auch RWE melden. E.on macht Milliarden-Abschreibungen auf den Wert des eigenen konventionellen Kraftwerkparks im In- und Ausland verantwortlich. – Studierende der Technischen Universität München und der University of Texas at Austin entwerfen und bauen in Austin/Texas ein Plusenergiehaus, das fast vollständig aus nachhaltigen Materialien besteht und Wasser effizient aufbereitet. Mit dem „NexusHaus“ treten sie im renommierten US-Wettbewerb Solar Decathlon 2015 an. – Wir müssen weltweit sparsamer mit unseren Ressourcen umgehen. Dafür will sich Deutschland in der G7 einsetzen. Der Schutz der natürlichen Ressourcen steht im Mittelpunkt der Beratungen der führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Die Veranstaltung findet im Kontext der deutschen G7 Präsidentschaft statt. Vertreter der G7 sowie ca. 150 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren, wie Metalle und Mineralien effizienter genutzt werden können, damit Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen profitieren. – Die größten der industriellen CO2-Emissionen (etwa 50 %) gehen auf die Produktion und Verarbeitung von nur fünf Grundstoffen zurück, nämlich Stahl, Zement, Papier, Plastik und Aluminium. – Ob Handy, Computer oder Fernseher: Immer schneller kommen neue Geräte auf den Markt – und die Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu. Damit wächst auch der Berg an Elektroschrott. Durch verbessertes Recycling sollen in Zukunft aus Elektro- und Elektronik-Altgeräten vermehrt wertvolle Metalle aus den Altgeräten zurückzugewonnen werden. – Mut für eine gute Zukunft macht wiederum Bertrand Piccard mit seinem Solarflugzeug: Solar Impulse. Er ist mit seinem Solarflug zur ersten Weltumrundung bereits ein gutes Stück vorwärts gekommen. – Durch den Klimawandel haben sich in den vergangenen Jahrzehnten die Wachstumsperioden überall auf der Erde geändert, wie ein Doktorand der Goethe-Universität im Rahmen einer internationalen Kooperation anhand von Satelliten-Daten herausgefunden hat. Arten, deren Lebenszyklus von der Vegetationsperiode abhängen, sind durch die starken Veränderungen bedroht. Auf der nördlichen Halbkugel hat dieser Prozess bereits begonnen. – In einer amüsanten Preisverleihung mit Jörg-Martin Willnauer wurden am 11. März in Graz die Ich tu`s EnergiejägerInnen ausgezeichnet. Die Ich tu`s Energiejagd spürte in den letzten drei Jahren in über 560 steirischen Haushalten Energiefresser auf! Die Haushalte sparten durch einfache Maßnahmen und Verhaltensänderungen im Durchschnitt 10 % an Energie ein. – Unter www.das-lastenrad.at kann man sich in Graz kostenlos ein Lastenfahrrad ausborgen. – Ab sofort können Sie sich zum beliebten 24-Stunden für den Klimaschutz in Kaindorf b. Hartberg Straßenrad-Rennen am 24. und 25. Juli anmelden. -Ein Solarkraftwerk im Weltraum soll ab dem Jahr 2030 auf einer geostationären Umlaufbahn 1 Gigawatt an Photovoltaik-Energie gewinnen, die kabellos zur Erdoberfläche geschickt wird. Mit dem Space Power System aus Japan ließen sich knapp 300 000 Haushalte versorgen. Das Beamen von Solarstrom aus dem Weltall rückt näher. Erste Versuche gelangen! – Am 16. und 17.5. steht Linz unter Strom. Hier findet das größte Elektroautotreffen Österreichs statt! -Nachdem letztes Jahr das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 war, meldet der WWF nun einen neuen Negativrekord, der die Folgen des Klimawandel drastisch vor Augen führt: Das arktische Meereseis hat heuer die geringste Winterausdehnung aller Zeiten erreicht. – Der Schumpeter Preis 2015 ging an den Top-Ökonom Lord Nicholas Stern. In seiner Dankesrede appellierte er an die EU: Wachstum und Wohlstand erreichen wir durch Investitionen in kohlenstoffarme Technologien. „Europa könnte die Speerspitze der industriellen und städtischen Revolution des 21. Jahrhunderts sein.“ – Klimaexperten befürchten, dass Inselstaaten in Zukunft immer häufiger von extremen Stürmen verwüstet werden. Millionen Menschen werden von Stürmen betroffen sein. – Die braune Kaffeebohne ist sensibel gegenüber dem Klima. Sie verträgt nur Temperaturen unter 30 Grad. Die Sorte Arabica ist besonders wegen ihres Aromas beliebt. Sie wird durch den Klimawandel am meisten betroffen, sagt eine Berliner Studie. – Die Regenwaldabholzung nimmt dramatisch zu: Satellitenaufnahmen belegen, dass die Abholzung des Regenwaldes seit 2000 um 62 Prozent zunahm. – Über 100 Umweltpreisträger aus der ganzen Welt haben auf ihrem vierten internationalen Konvent in Freiburg einen Appell unterzeichnet, in dem sie die Regierungen auffordern, eine CO2-Emissionssteuer einzuführen und die Subvention fossiler Brennstoffe zu stoppen. – Die Energie Agentur Steiermark lädt zu einer Dialogveranstaltung „Gebäude mit Zukunft – Öko-Innovationen als Grundstein für nachhaltiges Bauen“, am 16. April 13:30-18:00 Uhr in die FH Joanneum, Alte Poststraße 154. – Graz hat seit bereits sein Jahreskontingent der 25 gesetzlich zulässigen Tage, an denen die Feinstaub-Grenzwerte überschritten werden dürfen, aufgebraucht. Es macht also weiterhin Sinn, das Auto stehen zu lassen. – Das Pflanzengift Glyphosat ist gefährlich, das hat jetzt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Laut WHO ist der weltweit meistgenutzte Herbizid-Wirkstoff „wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen“. In Deutschland enthalten 92 Pestizide Glyphosat, allen voran „Roundup“ von Monsanto. Außer beim Anbau von Gen-Pflanzen wird Glyphosat in der konventionellen Landwirtschaft beispielsweise dafür eingesetzt, Getreide schneller „abreifen“ zu lassen. Es findet aber auch in Privatgärten und Grünanlagen Verwendung. Glyphosat lässt sich im Urin der meisten Menschen und sogar in der Muttermilch nachweisen. -Das CROSSROADS – FESTIVAL FÜR DOKUMENTARFILME UND DISKURS findet vom 3. bis 14. Juni 2015 wieder im FORUM STADTPARK, Graz statt, zu den Themenschwerpunkten: Klimawandel und Energie, Ernährungssouveränität, zukunftsfähige Landwirtschaft, Frauen und der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit, Mensch-Tier-Beziehungen, Migration und Asylpolitik, Wirtschaftskrise,… -Infos zu Repaircafes finden Sie auf der Website: http://www.repanet.at. Diese finden regelmäßig in Graz, in Weiz und vielen anderen Städten statt. Wichtige Termine finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  13. 27

    Ingrid Staudt-Solarkocher-Saatgut-Autofasten

    In dieser Sendung erzählt die evangelische Pfarrerin Mag. Ingrid Staudt -von ihrem Solarkocher-Projekt in Afrika, -sie spricht über wertvolles Saatgut, das Familie Klein in ihrem Biobauernhof pflegt und ihre Ernte in einer besonderen Anteilsform an Kunden weiter gibt. Über ihre Arbeit erzählen auch Ulli Klein und Christina Gissing. -Ingrid Staudt berichtet über Heilpflanzen-Kurse in Afrika, die sie unterstützt. – Außerdem berichten Elias und Tobias von der VS Eggersdorf über das Klimaschutzprojekt „Wir bewegen uns für ein gutes Klima“. Musikalisch umrahmt wird die Sendung mit argentinischem Tango durch Rudi Planks Orchester „Ars Harmoniae“. Pfarrerin Mag. Ingrid Staudt verbrachte mehrere Jahre ihres Lebens in Afrika. Dort baute sie gemeinsam mit einheimischen Tischlern Solarkocher. Energie zu sparen ist ihr ein Anliegen. In ihrem Wohnort Wien nutzt sie die öffentlichen Verkehrsmittel und fährt mit dem Fahrrad. In ihrer gut wärmegedämmten Wohnung verbraucht sie jährlich weniger als 400 € pro Jahr an Strom und Gas und mit ihren Anteilen an Windenergie lebt sie CO2-neutral. Ein Herzensprojekt ist ANAMED. Dieser Name steht für „Aktion Natürliche Medizin“. Ingrid Staudt finanziert Heilpflanzen-Kurse in Afrika, um den Einheimischen wieder eine alte natürliche und kostenfreie Form von Medizin ins Bewusstsein zu rufen. Ganz bekannte Heilpflanzen wie zum Beispiel Zwiebel, Knoblauch und Beifuß, die auch bei uns wachsen, finden sich auf der Liste. Begeistert erzählt sie von einem Saatgut-Projekt von Weizer MaturantInnen. Im Volxhaus Weiz organisierten Anfang Jänner fünf engagierte MaturantInnen einen Saatguttauschmarkt mit Filmvorführung und Podiumsdiskussion. Die biologische Landwirtschaft ist eine Chance für die Welt. Ulli Klein bewirtschaftet mit ihrer Familie eine „Kleine Farm“. Diese ist als gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft geführt und basiert auf einer Vereinbarung von ErnteanteilsnehmerInnen und BäuerInnen. Zu einem Saatgut-Fest luden Josef Obermoser und Christina Gissing ins Forum Stadtpark. Christina Gissing steht uns für ein Interview zur Verfügung und erzählt uns, warum ihr die Erhaltung und die Vermehrung von altem Saatgut so wichtig sind. Tobias und Elias erzählen von unserem Klimaschutz-Projekt in der Volksschule Eggersdorf. In der Schule haben wir einen Solarkocher in Form eines Parabolspiegels. Einige andere News: -In der Fastenzeit dürfen wir nochmals an das Autofasten erinnern. In Graz wurde die Aktion durch einen humorvollen Kabarett-Abend mit Imo Trojan und Oliver Hochkofler eröffnet. – ANTON ROTZETTER spricht am 12. März, um 19:00 Uhr im Priesterseminar über „TIER UND MENSCH“ und legt uns das Fleischfasten ans Herz. -Erdgas ist ein Treibhausgas. Schon allein deshalb sollte man sich Alternativen zu diesem Energie-System überlegen. Aber auch mit der Lieferung könnte es zunehmend schwierig werden. Russlands Präsident Putin und Gazprom haben offen der Ukraine und der EU mit dem Stopp von Erdgaslieferungen durch die wichtigste europäische Gaspipeline gedroht. – Höchst erfreut zeigt sich Hans Kronberger, Obmann des Bundesverbandes Photovoltaic Austria, über den diesjährigen Frühstart der Förderaktion des Klima- und Energiefonds für Anlagen bis fünf Kilowattpeak, der diesmal bereits im Februar gestartet wurde. Mit den 17 Millionen an Fördersumme können 13.000 Anlagen errichtet werden. – Kalifornien erlebt zurzeit eine Trockenheit wie es sie seit 1200 Jahren nicht mehr gegeben hat. – Die EU-Kommission stellte kürzlich ihren schwachen Beitrag zum internationalen Klimaabkommen Ende des Jahres in Paris vor. Mit Enttäuschung reagierte Germanwatch auf den von der Kommission vorgelegten Entwurf. – Dr. Armon Rezai, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien), analysiert in Zusammenarbeit mit internationalen KollegInnen folgendes Szenario: Zur Senkung des Ressourcenverbrauchs wird eine Politikmaßnahme verabschiedet, die zum Zeitpunkt der Umsetzung ökonomische Kosten verursacht. Gleichzeitig verringert sie aber auch zukünftige Umwelt- und insbesondere Klimaschäden und damit zukünftige Produktionskosten. Dieser relative Anstieg zukünftigen Wohlstands kann sich z. B. in Wirtschaftswachstum, Schaffung von Arbeitsplätzen und höheren Einkommen manifestieren. Richtige Umweltpolitik kann also zu Reichtum und Wohlstand führen, wie er und sein Team errechnen. Uns gefällt diese Vision. – Sonnenenergie wird in vielen Teilen der Welt die günstigste Stromquelle. Bis 2025 wird Solarstrom in sonnigen Regionen der Welt billiger als Kohle- oder Gasstrom sein. -Es gibt eine Zukunft, in der E- Autos als Speicher eingesetzt werden. Energieplaner sind sich bereits heute bewusst, dass E-Autos fast immer in der Nacht laden, genau dann, wenn es wenig Nachfrage gibt und die Strompreise niedriger sind. Wenn die Nachfrage nach Strom im Laufe des Tages die Preise an der Strombörse steigen lässt, können E-Autos eine wichtige Quelle sein. – Österreich gehört in Europa zu den Ländern mit überdurchschnittlich hohen Emissionen. Mit der aktuellen Energie-, Steuer- und Klimapolitik heizen wir wissentlich, ja vorsätzlich die Erde weiter auf und zerstören die Zukunftschancen unserer Enkel. Die wichtigste Maßnahme, um diese Emissionen zu bremsen, ist die höhere Besteuerung der fossilen Energien, schreibt zu Recht Heinz Kopetz, Vorstand des Weltbiomasseverbands, in einem Brief an die Bundesregierung. – So viel Windkraftleistung wie 2014 wurde weltweit noch nie errichtet. Mit mehr als 51.000 MW konnte der letztjährige Ausbau deutlich gesteigert werden. China hat die Führung beim Windkraftausbau übernommen und mit Südamerika ist ein neuer Windenergieerdteil mit großen Schritten unterwegs. Europa hingegen ist dabei, seine langjährige Führungsrolle im Bereich der erneuerbaren Energien durch sukzessive verschlechterte Bedingungen abzugeben. – Die Stadtgemeinde Hartberg hat im Rahmen des Projektes Smart City Hartberg für den Gemeinde-City-Bus ein Echtzeit-Verkehrsinformationssystem entwickeln lassen. Diese in Österreich erstmalige angewandte Technologie könnte ebenso in anderen Regionen und bei ähnlichen Anforderungen eingesetzt werden. Wichtige Termine finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  14. 26

    UNESCO-Bildungsprojekte-Solarschule

    Wir informieren über einige von der UNESCO-Bildungsdekade ausgezeichneten Projekte: – die City Farm in Wien Schönbrunn – Gewässerforschung im Nationalpark Hohe Tauern – SASIA-support a school in Afrika und „Bilingual-Global“ – Nachhaltigkeit braucht Sprachenvielfalt. Außerdem erzählt uns Christian Hlade von seiner Solarschule am Himalaya. Die musikalische Begleitung übernimmt heute Georg Neureiter, der steirische Fingerstyle-Gitarrist, der unaufhörlich an neuen Songs und Stücken schreibt und feilt. Mit „Deepest Blue“ hat er ein vortreffliches Debutalbum veröffentlicht, dessen Instrumentals mit fließenden Melodielinien und treibenden Basslinien ein gehöriges Schwingpotential mitbringen. Mit dem Jahr 2005 begann die UNESCO-Dekade für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Vorsitzender des Fachbeirates für Bildung und Globales Lernen ist Dr. Helmut Hartmeyer. Insgesamt wurden 201 Projekte als UNESCO-Dekadenprojekte ausgezeichnet. Darunter sind auch 2 Projekte von uns: Klimafit und Fit for Energy, die mit den Volksschulen Kumberg und Eggersdorf entwickelt wurden. Wie es mit der Bildungsdekade weiter geht, erklären uns Julia Heiss und Dr. Clemens Mader. In unserer letzten Sendung haben wir von Testergebnissen auf Pestizide berichtet, bei dem heimisches, saisonales Obst und Gemüse 24-mal besser abschneidet als nicht saisonale, importierte Ware. Spitzenreiter bei der Gesamt-Pestizidbelastung war eine Probe Rucola aus Italien mit über 10 mg Pestiziden pro Kilogramm Produkt! An zweiter Stelle lag Häuptelsalat, ebenfalls aus Italien, mit 2,3 mg, gefolgt von Weintrauben und Petersilie. In Wien hat mit Jänner 2015 das Bio-Schulfruchtprogramm „Frucht macht Schule“ begonnen. Einmal pro Woche werden Obst und Gemüse von Bio-zertifizierten Lieferanten möglichst saisonal und aus der Region kommend direkt in die Schulen gebracht. Begleitet wird das Programm mit Workshops, Vorträgen und Exkursionen. Die City Farm in Wien Schönbrunn bietet Kindern aus Schulklassen und Kindergärten an, ein Jahr lang eigene Beete zu bepflanzen, zu betreuen und zu ernten. So erleben die Kinder den natürlichen Kreislauf mit und produzieren selbst gesunde Lebensmittel. Das Projekt läuft ganzjährig. Die Förderung kommt von „Schule am Bauernhof“. Ursprünglich kommt die Idee des City Farmings aus New York. Claudia Patricia Bernleitner erzählt über das Projekt. In der City Farm Schönbrunn werden auch Weiterbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen angeboten, die selbst einen Schulgarten anlegen möchten. Workshop-Themen sind zum Beispiel: Gesunde Ernährung, Vögel, Kakao, Samen, Wildkräuter, Erdäpfel, usw. Sie richten sich nach der Jahreszeit. Schule am Bauernhof gibt es in allen Bundesländern. Die Angebote und Medien finden Sie auf der Homepage. Das nächste UNESCO-Dekadenprojekt führt uns in den Nationalpark Hohe Tauern. Dort betreut Dipl. Biologin Brigitte Eckle ein Gewässerforscherprojekt für 15 bis 17-Jährige. In der hauseigenen Wetterstation lernen die Schülerinnen und Schüler, unterschiedliche Instrumente kennen. Sie sammeln Daten über die Niederschlagsmenge und die Tagestemperatur in einem Wettertagebuch. Die Chemie des Wassers durchleuchten sie, indem sie experimentieren und wichtige Informationen zur Trinkwasserqualität sammeln. SchülerInnen untersuchen ihr mitgebrachtes Wasser. Mit Hilfe von professionellen Geräten und modernen Untersuchungsmethoden wird das Wasser mit dem Gebirgsbach Schwarzbach verglichen. Dabei kann individuell zwischen biologischen, chemischen und physikalischen Schwerpunkten gewählt werden. Zu Projektbeginn erhalten die Lehrenden passend zu den Lerninhalten Unterlagen zu den Themen Fließgewässer, Chemie von Fließgewässern und Flussdynamik. Mit Dipl. Päd. Brigitte Elsener aus Aschach/ Donau kommen wir nach Afrika. Dort schuf sie, gemeinsam mit ihrem Mann Josef, das Projekt SASIA- support a school in Afrika, und wir lernen ein bilinguales-globales Projekt kennen. Wir hoffen auf Spenden zugunsten dieses und des nächsten Projekts: http://www.sasia.vereine-im-web.at/der-verein/impressum/ Das Projekt „Nachhaltigkeit braucht Sprachenvielfalt“ war ein Nachhaltigkeitsprojekt für Immigration von Georgia Sever und Frau Dr. Sigrid Awart. Es wurde ausgezeichnet, weil hier bewusst die soziale Dimension im Umweltbereich verankert wurde. Bei dem Projekt wurden MigrantInnen-Communities mit Umwelteinrichtungen vernetzt. Zu den Maßnahmen gehörte eine Bildungs- und Berufsberatung für Migrantinnen mit dem Schwerpunkt Green Jobs und Mehrsprachigkeit. Die Teilnehmerinnen erfuhren in Workshops von im Alltag leicht umsetzbaren Klimaschutzmaßnahmen, die für sie und ihre Familien Vorteile bringen. Die inhaltlichen Schwerpunkte lagen bei den Themen Energie sparen und bewusster Konsum. Für DI Christian Hlade war der Aufbau der Solarschule am Himalaya Startschuss für sein Lebensprojekt, das Weltweitwandern. Sein Bildungsprojekt und die Solarschule am Himalaya werden durch den Verein Friends of Lingshed weiter getragen. Lingshed ist ein abgelegener Ort, der nur über einen 5000m hohen Pass zu Fuß zu erreichen ist. Mit Hilfe von Spendengeldern werden verschiedenste Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche finanziert und ihnen dadurch eine gute Ausbildung ermöglicht, wodurch sie später aktiv an der Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrer Heimat mitwirken können. Die Spenden werden verwendet für Schulgeld, Internat, Schulkleidung, Schulbücher und Lehrmaterialien, Förderunterricht, LehrerInnenfortbildung sowie für den Winterunterricht. Wir waren bei der 20- Jahr Feier in Graz dabei und durften uns am Blühen und Gedeihen dieser von Ehrenamtlichen getragenen Initiative erfreuen. Greta Kostka war lange Jahre Obfrau und ist noch immer die gute Seele des durch Spenden finanzierten Vereins. 2010 übernahm Petra Schinagl nun diese Aufgabe. Eva Khil ist seit 2004 für das Sponsoring der Kinder zuständig. In Deutschland gründete Maik Wieczorrek den Verein Ladakhpartners. Als Zahnarzt hat er in dem abgelegenen Ort schon viele Menschen von quälenden Zahnschmerzen befreit. Was wäre die wärmende Solarschule ohne die vielen Helfer und natürlich auch Spender? Wir möchten Sie auch für dieses Projekt ermuntern, einen Spendenbeitrag zu leisten. http://www.solarschule.org/mambo/unterstuetzen.html Christian Hlade erzählt uns in einem Interview über seine Projekte. Einige andere News: -Letzte Woche sind Informationen über das Freihandelsabkommen TTIP an die Öffentlichkeit gelangt: Großkonzerne sollen bei Entscheidungen in Brüssel so viel Macht erhalten wie nie zuvor: Großkonzerne wie Monsanto, Bayer, Exxon Mobil und Nestle. Auf der Verliererseite stehen wir, die europäischen Bürgerinnen und Bürger. Die EU-Kommission indessen bemüht sich intensiv, ein positives Bild von TTIP zu verbreiten. – Hans Kandler tourt mit seinen Vorträgen durch die Steiermark. Der Klimabündnis-Experte für den Amazonas-Regenwald, Entwicklungszusammenarbeit, Klimagerechtigkeit und die Klimabündnis-Partnerschaft hält Vorträge am 9. Februar in Dechantskirchen, am 10. Februar in Kumberg, am 11.2. in Liezen und am 12.2. in Söchau. Besuchen Sie einen seiner Vorträge! -Am Aschermittwoch startet wieder die ökumenische Aktion Autofasten– Zeit um Alternativen zum Autofahren auszuprobieren und dabei etwas zu gewinnen. Oliver Hochkofler und Imo Trojan werden mit einem Kabarett Lust aufs Autofasten machen, am Freitag, den 27. Februar 2015 um 19:00 Uhr im neuen, ökologischen Pfarrzentrum Graz-St. Veit. P. ANTON ROTZETTER spricht am 12. März, um 19:00 Uhr im Priesterseminar über „TIER UND MENSCH“ und erinnert uns ans Fleischfasten. -Österreichs Volkswirtschaft wird bis 2050 mit Schäden, die durch den Klimawandel verursacht werden, in Höhe von bis zu 8,8 Mrd. Euro jährlich rechnen müssen. Das besagt die Studie von Prof. Karl Steininger, die im Auftrag des Umweltministeriums und des Klima- und Energiefonds zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels erstellt wurde. Kommen extreme Wetterereignisse hinzu – wie z.B. ein Jahrhunderthochwasser – können diese bis Ende des Jahrhunderts sogar um weitere 41 Mrd. Euro allein im Gebäudesektor ansteigen. -Wie sich die alpine Schneedecke im Lauf der letzten 120 Jahre verändert hat und wie sich der Klimawandel auf den Schnee im Gebirge auswirkt, untersucht Ulrich Strasser vom Institut für Geographie im Projekt SNOWPAT. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen hat er sich das Ziel gesetzt, die historischen Veränderungen der Schneedecke in Österreich zu analysieren. Seit 1980 gehen die Schneemassen Jahr für Jahr zurück. -Wie Lukas Pawek, Herausgeber der oekonews, fragen auch wir uns, wann ein fair gehandeltes iPhone kommt. So angenehm diese Geräte sind, stößt es aber doch sauer auf, wenn man an die unmenschlichen Produktionsbedingungen und außerdem an die Steuertricks der Firma denkt. Apple hat nun den größten Gewinn in ihrer Unternehmensgeschichte gemacht. Da wäre es nicht zu viel verlangt, für eine Übertragung der ökosozialen Fairtrade-Standards zu sorgen, um den MitarbeiterInnen in den Produktionsländern einen fairen Arbeitslohn zu gewährleisten und die Ressourcen möglichst umweltschonend abzubauen. -Graz hat ein E-Taxi, das ohne Aufpreis elektrisch seine Kunden fährt. 34.000 km wurden damit bereits absolviert. -Eine geplante Ölförderung vor den Malediven bringt das Unterwasserparadies in Gefahr! OceanCare startet eine internationale Protestkampagne! -Die Umweltberatung Wien bildet im März Energie-Coaches aus. Sie veranstaltet einen 3-tägigen Kurzlehrgang für alle, die Jugendlichen Informationen zum Thema Energiesparen vermitteln möchten. Dies zielt auf die Erlangung eines Energie-Führerscheins in einem Moodle- Online-Test der Jugendlichen ab. Näheres erfahren Sie auf www.energie-fuehrerschein.at. -Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat den VIKTUALIA Award 2015 ausgeschrieben. Dieser Preis gegen die Lebensmittelverschwendung wird heuer zum dritten Mal vergeben. Es gibt viele gute Projekte und Ideen, wie Lebensmittelabfälle vermieden werden können. Ende der Einreichfrist ist der 8. März. -Felix Finkbeiner, über den wir schon mehrmals berichten durften, ist mit seiner Initiative Plant for the Planet „Europäer des Jahres“ geworden, eine Ehrung, die das Magazin Reader´s Digest seit 1996 verleiht. -Eine Steuerentlastung auf Arbeit – gegenfinanziert durch eine Steuer auf umweltschädliche Energieformen –fordert DI Martin Krill. Dies kann jetzt besonders leicht gegenfinanziert werden, weil der Rohölpreis in den letzten Monaten von ca. $ 100 pro Barrel auf nunmehr die Hälfte gefallen ist. -Die Windkraft Simonsfeld AG startete am 19. Jänner 2015 die zweite Anleihe ihrer Firmengeschichte: Geboten wird eine Verzinsung von 3,25% pro Jahr bei sieben Jahren Laufzeit. Der Ansturm auf die neue Anleihe hat alle Erwartungen übertroffen: Bereits am vierten Tag der Zeichnungsfrist sind vier Million EUR – das Emissionsvolumen der ersten Tranche – gezeichnet. -Eine schockierende Zunahme sozialer Ungleichheit stellt die Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos fest. 1 Prozent der Weltbevölkerung besitzt mehr als der gesamte Rest. -Der Ökofond des Landes Steiermark fördert: Die „Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils aus der Stromeigenerzeugung aus erneuerbaren Quellen“. Die Förderung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), Gemeinden, Schulen sowie unter anderem BetreiberInnen von Pflegeheimen, Kindergärten, öffentlichen Sportanlagen. Gefördert werden die Konzeption und Umsetzung von beispielhaften, umfassenden Optimierungsmaßnahmen. Einreichschluss ist der 27. Februar 2015. Infos zu Einreichung finden Sie auf www.ea-stmk.at/Oekofond2_2014 -Was bei Kühlschränken und Waschmaschinen schon länger gilt, hält dieses Jahr Einzug auch in Heizungskellern: Neue Heizungen müssen in der EU ab dem 26. September 2015 ein Energielabel tragen. -Wenn wir das „Zwei-Grad-Ziel“ erreichen wollen, dann müssen 30 Prozent aller Ölreserven, 50 Prozent aller Gasreserven und sogar 80 Prozent aller Kohlereserven bis 2050 ungenutzt im Boden bleiben. Der größte Teil der Kohlereserven in China, Russland und den USA darf nicht verbrannt werden sowie große Teile der Ölreserven im Nahen und Mittleren Osten -etwa so viel wie die gesamten Ölreserven Saudi Arabiens. Der Nahe Osten muss zudem mehr als 60% seiner Gasreserven unangetastet lassen. Unkonventionelles Öl (Teersande oder Schieferöl) darf gar nicht gefördert werden. Die Arktis ist tabu. Diese Liste gibt gute Erklärungen, warum sich manche Regierungen so schwer tun mit der Verhandlung eines globalen Klimaabkommens…Doch es ist ja noch absurder: Die NGO Oilchange International hat vor einigen Wochen erst belegt, dass G -20 Regierungen etwa 88 Milliarden US-Dollar jedes Jahr für Subventionen zur Suche neuer fossiler Reserven ausgeben. Die Unternehmen selber gaben laut UCL allein in 2014 mehr als 670 Milliarden US Dollar für die Suche und Entwicklung neuer Reserven aus. -In Verpackungen wird Bio-Plastik bisher kaum eingesetzt. Bis sich ein normaler Plastiksack zersetzt hat, dauert es rund 400 Jahre. Plastikflaschen brauchen 450 Jahre, Nylonnetze für den Fischfang sogar 600 Jahre. Daher wird fieberhaft nach Alternativen zu erdölbasierten Kunststoffen gesucht, die sich vollständig biologisch abbauen lassen. Die Eigenschaften heutiger Bio-Kunststoffe sind derzeit noch nicht befriedigend. Sie reißen schnell und schützen nicht ausreichend vor Sauerstoff und Wasserdampf. -Gerade in einem milden Winter treten viele Österreicherinnen und Österreicher auch im Winter in die Pedale, macht der VCÖ aufmerksam. Insgesamt macht jeder dritte Radfahrer auch in den Wintermonaten zumindest gelegentlich Erledigungen im Alltag mit dem Rad. Radfahren im Alltag hilft, auf die tägliche Portion gesunde Bewegung zu kommen. Die VCÖ-Tipps zum sicheren Radfahren in der dunklen Jahreszeit sind: eine gute Beleuchtung, defensiver und besonders aufmerksam fahren und die Kette gut ölen. Wichtige Termine finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  15. 25

    Klimabotschafter-kreative Köpfe

    -In diesen Klimanews bringen wir mit Felix Finkbeiner und Mani Meister Klimabotschafter, die mit der Initiative „Plant for the Planet“ die Welt retten möchten. -Humorvoll, aber durchaus ernst gemeint sprechen Michael Ostrowski und andere kreative Köpfe darüber, wie sie das Klima schützen. -Wir informieren über die von der UNESCO-Bildungsdekade ausgezeichneten Projekte: ein Mobilitätsprojekt vom Klimabündnis und das Nachhaltigkeitsprojekt „72 Stunden ohne Kompromiss“. Unsere musikalischen Gäste Liedermacher Georg Laube, Stubnblues-Gitarrist Stefan Schubert und Kontrabass-Genie Alex Meik bereichern heute mit ihrem druckfrischen neuen Album „WIE´S DA ZUFOI WÜ“ unsere Sendung. Felix Finkbeiner und Mani Meister aus Söchau leisten mit 30.000 Botschaftern von Plant for the Planet, einer weltweiten Baumpflanzaktion, einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz. „Plant for the Planet“ hat Felix Finkbeiner als 9-Jähriger gegründet. Der Vortrag von Botschafter Manfred gab außerdem den Anstoß für gemeinsame Aktivitäten mit Plant-for-the-Planet und der Stadt Weiz. Gemeinsam mit Rotariern und anderen Engagierten vor Ort sind nun Akademien, Pflanzaktionen und weitere Aktivitäten für die nächsten Jahre fest in Planung. Im Rahmen der Veranstaltung „Club Zukunft“ lernten wir die Erfinder eines Muntermacher-Getränks kennen, das biologisch, fair gehandelt und ökologisch in Österreich in Glasflaschen produziert wird. Wir hoffen, dass dieses gute Produkt bald noch mehr Fans hat. Es sprechen der Gründer DI Jan Karlsson und DI Klaus Krivacek. Um Kreativität, viel Liebe und Spaß geht es auch in unserem nächsten Interview, das wir mit einem meiner ehemaligen Lieblingsschüler, Fernseh- und Film Shootingstar Michael Ostrowski führen konnten. Kreativ ist auch das Team von „IM-NU“, das ein nachhaltiges Catering anbietet, eine besondere Jause in Form von einfachen Booten. Diese sind aus feinem Gebäck, das Besteck unnötig macht. Sie sind lecker, regional, saisonal und aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Wir durften einige dieser köstlichen Boote bereits verkosten. Im Rahmen der Österreichischen UN-Dekadenprojekte 2007-2014 berichtet Mag. Martina Daim über das Klimabündnis und die Bedeutung von Schulwegen. Wir hören auch Greogor Jakob, der über die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ spricht, ein Nachhaltigkeitsprojekt der Katholischen Jugend Österreichs. News: -Bertrand Piccard ist mit seinem Team am 5. Januar zu seinem nächsten Weltrekordversuch gestartet, mit seinem Solarflugzeug „Solar Impulse“ die Welt zu umrunden. Wir wünschen alles Gute und freuen uns über den Forschergeist des Pioniers. – Ab sofort gibt es für den Ankauf von elektrischen Energiespeichern und Lastmanagementsystemen eine Unterstützung durch das Land Steiermark. Für elektrische Energiespeicher gibt es je nach Anlagentyp eine Förderung zwischen 300 und 2500 Euro, Lastmanagementsysteme werden mit 300 Euro je Anlage gefördert. Förderansuchen können ab jetzt bis Ende 2015 bei der Förderstelle der Fachabteilung für Energie und Wohnbau eingereicht werden. Nähere Infos finden Sie unter www.ich-tus.at. Auch im Burgenland stehen Fördermittel für die Sonnenstrom-Speicherung bereit. – In Zusammenarbeit mit dem Klima- und Energiefonds hat der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) eine Broschüre erstellt, die die 20 besten bzw. originellsten Ideen zum Eigenverbrauch von Sonnenstrom beinhaltet. Sie können die Broschüre jetzt kostenlos unter folgendem Link bestellen: www.pvaustria.at/infobestellung. -Forschung für mehr Klimaschutz bei Gebäuden Damit im Gebäudebereich die Energieeinspar- und Klimaschutzziele erreicht werden können, sind in den EU-Mitgliedsstaaten ambitioniertere Maßnahmen notwendig. Sowohl bei der Sanierung von Gebäuden, beim Einsatz erneuerbarer Energien für die Raumwärme und -kühlung anstelle von Kohle und Erdöl als auch bei der Verbesserung der Effizienz bei der Raumkühlung besteht in allen EU-Ländern Verbesserungsbedarf. Setzen sich die Länder anspruchsvolle Ziele und fördern sie Hausbesitzer und Vermieter mit innovativen Instrumenten, können die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor der EU um bis zu 50 bis 75 Prozent bis zum Jahr 2030 sinken. Das europäische Forschungskonsortium ENTRANZE, in dem für Deutschland das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie das Öko-Institut beteiligt waren, beschreibt, wie mit ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen allein der Einsatz von Erdgas bis 2030 um rund 36 bis 45 Prozent im Vergleich zu 2008 zurückgehen kann. – Österreichs ältestes zertifiziertes Passivhaus im Salzkammergut überzeugt mit niedrigen Kosten. Nach 15 Jahren wurde eine Zwischenbilanz gemacht- mit sehr guten Ergebnissen. – Das Oberhaupt der katholischen Christen, Papst Franziskus, will im Jahr 2015 sein Engagement für den Klimaschutz verstärken. Wir hoffen nicht nur auf das Engagement des Papstes, sondern auch auf das der Menschen! -Noch immer sind minderwertige und teilweise sogar gefährliche Energiespeichersysteme im Einsatz. Die Speicherung von elektrischer Energie ist eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende. Um den sicheren Betrieb beim Einsatz von Speichersystemen in Wohngebäuden zu verbessern, hat der deutsche Bundesverband Energiespeicher e.V. (BVES) im Zusammenschluss mit anderen Verbänden den „Sicherheitsleitfaden Li-Ionen Hausspeicher“ veröffentlicht. -Im Rahmen des transatlantischen Abkommens CETA hat der Klimaschutz zunächst verloren: Die EU fördert laut neuestem Parlamentsbeschluss kanadische Ölsand-Importe zur Nutzung von klimaschädlichem Sprit. – Das Klimabündnis überreichte im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Lima Klimameilen an die Leiterin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres. In Österreich sammelten 2014 über 27.000 Kinder mit klimafreundlichen Schul- und Kindergartenwegen 506.000 Klimameilen. – Das aktuelle Themenheft der Fachzeitschrift „Natur und Landschaft“ setzt sich mit der zunehmenden Zahl an Naturkatastrophen infolge des Klimawandels auseinander. – Heimisches und saisonales Obst und Gemüse schneidet bei einem Test auf Pestizide 24-mal besser ab als asaisonale, importierte Ware. Spitzenreiter bei der Gesamt-Pestizidbelastung war eine Probe Rucola aus Italien mit über 10 mg Pestiziden pro Kilogramm Produkt! An zweiter Stelle lag Häuptelsalat, ebenfalls aus Italien, mit 2,3 mg, gefolgt von Weintrauben und Petersilie. Wichtige Termine finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  16. 24

    IPCC und APCC-Bericht

    Der 5. Sachstandsbericht des IPCC – Syntheseberichts und der österreichische Klimabericht haben einen starken Aufforderungscharakter. Prof. Gottfried Kirchengast und Prof. Karl Steininger vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel berichten darüber. Musik: Die Musik stammt heute von alten Bekannten in der AcappellaSzene Sowohl die hervorragende steirische Vokalgruppe „E904“ als auch das junge niederösterreichische Ensemble „zwo3wir“, waren in unseren Sendungen bereits musikalisch vertreten. Beide haben vor kurzem eine Weihnachts-CD vorgestellt. E904 eine Live CD mit dem Titel „E904 Christkindlt“ und zwo3wir ein Album mit dem Namen „mal BAUMeln lassen“. Wir werden aus beiden Alben einige Tracks hören und starten mit E904. Prof. Gottfried Kirchengast spricht über den Synthesebericht zum 5. Sachstandsbericht des IPCC. Er leitet das Wegener Center für Klima und Globalen Wandel in Graz. Den Bericht mit der Zusammenfassung finden Sie im Internet unter www.ipcc.ch. Prof. Karl Steininger geht speziell auf den österreichischen Klimabericht, den APCC ein. Daran haben 240 Autoren ehrenamtlich mitgearbeitet und 4000 Artikel dafür durchforstet. Dieser Bericht wird in der Wirtschaft und im Parlament anders angenommen als beispielsweise einzelne wissenschaftliche Aussagen. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und einer Halbierung des Energieverbrauchs könnten wir Emissionsminderungen um minus 90 % Mitte des Jahrhunderts erreichen. Prof. Karl Steininger arbeitet selbst im Komitee des APCC-Teams mit, neben dem Organisationsleiter Prof. Nebosja Nakicenovic und Prof. Helga Kromp-Kolb. Den österreichische Klimabericht und Videos zur umfangreicheren Präsentation in Wien finden Sie im Internet unter www.apcc.ac.at. Wir bringen ein Klima ABC von Frau Dr. Anna Kirchengast, die Frau an der Seite von Prof. Gottfried Kirchengast. Einige News: – Dank 250.000 Unterschriften hat vergangene Woche das europäische Parlament in nächtlichen Verhandlungen verhindert, dass Konzerne bei der Zulassung von Gentechnik auf unseren Feldern künftig mitentscheiden. Anders als ursprünglich vorgesehen werden Monsanto und Co nun nicht über Genmais-Verbote mitbestimmen. – Die Initiative Autofasten feiert 2015 ihr 10-jähriges Jubiläum. Sie sind herzlich am 20. Februar 2015 in Wien zum Autofasten Symposium eingeladen, um kurz über eigene Autofasten-Erlebnisse zu berichten. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis 19. 12. 2014 unter [email protected]. – In Deutschland brennen in der Weihnachtszeit von Jahr zu Jahr weniger Lichtlein. Etwa 5,8 Milliarden Weihnachtslämpchen in Lichterketten, Trapezen und Fensterbildern werden in diesem Winter die Privathaushalte schmücken. Das sind 140 Millionen Lämpchen weniger als noch im Vorjahr- laut einer Weihnachtsumfrage. – Mit einer Mehrfachsolarzelle wurde ein neuer Weltrekord für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom erreicht. 46% des einfallenden Sonnenlichts wandelt die Zelle direkt in elektrische Energie um. – Wir gehen immer weniger. Computerarbeitsplätze, Fernseher und Motorisierung haben uns zu Bewegungsmuffeln gemacht. Durchschnittlich kommen wir statt der 10.000 Schritte täglich, die die WHO empfiehlt nur noch auf 1.000 Schritte pro Tag. Körperliche Aktivität ist aber für unsere Gesundheit sehr wichtig. Bewegungsmangel gilt noch vor dem Rauchen und der schlechten Ernährung als die häufigste Ursache für Krankheiten. Um körperlich aktiver zu sein, muss man sich nicht unbedingt im Fitnessstudio anmelden oder die Laufschuhe schnüren. Neben dem Nutzen für die Umwelt verhindert das regelmäßige Gehen Krankheiten wie z. B. Herz-Kreislauferkrankung, Rückenschmerzen, Diabetes mellitus, Krebs, Arthrose, Osteoporose, Allergien und Depressionen; es heilt oder lindert diese Krankheiten; beugt Übergewicht vor, hilft beim Abnehmen, steigert das Wohlbefinden, das Selbstvertrauen, verbessert die Leistungsfähigkeit und sorgt für einen guten Schlaf. – Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP lädt zu zahlreichen Aktivitäten für junge Leute ein, ebenso die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet von und mit Felix Finkbeiner. – Das Bio-Schulfruchtprogramm „Frucht macht Schule“ startet ab Jänner in Wien. Einmal pro Woche werden dann Obst und Gemüse von Bio-zertifizierten Lieferanten möglichst saisonal und aus der Region kommend direkt in die Schulen gebracht. Begleitet wird das Programm mit Workshops, Vorträgen und Exkursionen. – Die EU-Staaten müssen laut einer neuen Verordnung den Einsatz von Plastiksackerln reduzieren. Wir freuen uns! – Zehn Kommunen haben sich in diesem Jahr erfolgreich an der e5-Zertifizierung für energieeffiziente Gemeinden beteiligt: Hittisau erhielt kürzlich als siebte Vorarlberger Gemeinde die Höchstnote 5 „e“. Die Stadt Dornbirn erhielt die Auszeichnung von 5 „e“ zum zweiten Mal in Folge. – Am 6.12. eröffnete im renovierten Mesnerhaus in Semriach der Verein „heute für morgen“ ein Verkaufslokal für regionale Produkte. Wir gratulieren Michaela Ziegler ganz herzlich zum Gelingen dieses Projekts!  Neben dem Verkauf regionaler Produkte sollen viele Ideen im Verein ihren Platz finden wie eine Informationsbörse, ein Talentetausch bis hin zu Workshops, usw. Bald gibt es auch das „gesundes Kistl“ mit Zustellung. – Das EU-Projekt eBRIDGE untersucht seit dem Frühjahr 2013 die Chancen für elektrisch betriebene Fahrzeugflotten in europäischen Städten. Beteiligt sind 13 Partner aus Österreich, Deutschland, Spanien, Italien, Portugal und Großbritannien. Österreichische Partner sind die Forschungsgesellschaft Mobilität und das Mobilitätsinstitut Vorarlberg mit Carsharing. Die Zwischenbilanz von Carsharing fällt erfreulich aus: Etwa 23.000 Reservierungen wurden bisher über das System getätigt und 10.000 Fahrten erfolgten mit Elektroautos, die exakt 250.836 Kilometer zurücklegten. Das entspricht mehr als sechs Erdumrundungen. – Der derzeitige Ernährungstrend geht weg von tierischen Produkten hin zu vegatarischer Kost, ja sogar veganer Ernährung. Eine andere Variante, die für noch mehr Menschen interessant scheint, ist einfach weniger Fleisch zu essen. Cedilia Vikbladh zeigt, wie ein Mix mit ein bisschen Fleisch oder Fisch möglich ist- darum hat das Kochbuch den Titel „Das Flexitarier-Kochbuch“. – Nach nur knapp drei Monaten Bauzeit versorgt der Photovoltaik-Anlagenverbund im Kärntner Weißenbach ab heute fast 900 Haushalte mit Grünstrom aus Österreich. -Für Häuslbauer haben wir eine Buchempfehlung: „Das optimierte Sonnenhaus“ von Alfred Schwarzkogler, herausgegeben im Eigenverlag. Es geht dabei um einfache und leistbare Möglichkeiten, die Sonne maximal zu nutzen, sowie um Energieoptimierung und Umweltschutz. -Nun noch eine erfreuliche Nachricht zum Schluss. Nach einem historischen Durchbruch beim Klimaschutz sieht es bei den USA und China aus. Beide Staaten haben kürzlich eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes angekündigt. Im neuen Weltklimavertrag soll erstmals auch China, wie alle anderen Länder auch, einbezogen werden. Wichtige Termine finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  17. 23

    Energiehauptstadt Weiz

    In diesen Klimanews berichten wir, wie es Weiz geschafft hat, zu Recht Energiehauptstadt genannt zu werden. Sie gewann ebenso den Österreichischen Klimaschutzpreis. Musik: Singers aus Dänemark (Vokal Total 2013) Die Stadt Weiz setzt bereits seit 1990 erfolgreich Klimaschutzzeile um. Die Gemeinde saniert kommunale Gebäude auf Passivhaus-Standard, fördert nachhaltige Mobilitätsprojekte wie das Weizer Anrufsammeltaxi WASTI. Mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft werden Forschungsprojekte initiiert und umgesetzt. Kunstprojekte im öffentlichen Raum und Informationsveranstaltungen schaffen Bewusstsein für den Klimaschutz; schon die Kleinsten können in Weiz am Kinderspielplatz „Energiewelten“ kennenlernen. Das Ergebnis sind weniger CO2-Ausstoß, bessere Luftqualität und grüne Arbeitsplätze. Wir beginnen unsere Energiereise durch die Stadt Weiz bei der Kläranlage, die viel Energie für die Stadt produziert. Es sind noch Kapazitäten frei, um weitere Gebäude an die Fernwärme anzuschließen, versichert uns DI Gerd Holzer. Beim nächsten Weizer Projekt geht es um eine Reihenhaus-Plusenergiesiedlung mit dem Namen „Tanno meets Gemini“. Diese Siedlung wurde unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten im sozialen Wohnbau errichtet als Nachfolgeprojekt des Gemini-Hauses, über das wir später berichten. Sie erzeugt mehr Energie, als sie selbst benötigt. Zunächst spricht mit heiserer Stimme der Altbürgermeister Helmut Kienreich und später Architekt DI Martin Zottler. Ein weiteres Siedlungsprojekt in Weiz beinhaltet einen Eisspeicher zur latenten Wärmenutzung. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt durch zwei Wärmepumpen. Die Besonderheit ist allerdings, dass als Wärmequelle für die Wärmepumpe nicht wie herkömmlich das Erdreich oder die Umgebungsluft herangezogen wird, sondern sogenannte Eisspeicher. Ein Eisspeicher ist nichts anderes als ein Betonbehälter, der mit Wasser gefüllt ist. Die Wärmepumpe entzieht dem Wasser so lange Energie für die Wärmepumpe, bis das Wasser zu gefrieren beginnt. Wenn der Speicher vollständig gefroren ist, kann keine Energie mehr entnommen werden und der Speicher wird mit Hilfe eines Sonnen-Luftabsorbers, einer speziellen Solaranlage, aufgetaut. Die Fernwärme Weiz und die technische Universität Graz arbeiteten u. a. gemeinsam an diesem „Hot Ice“-Projekt. Das Gebäude wird über eine Fußbodenheizung beheizt. Im Sommer wird das Flächenheizsystem mit kaltem Wasser aus dem Eisspeicher durchflossen und trägt somit zur Kühlung bei. Das Besondere an diesem Heizsystem ist also die Kühlung der Räume in den Sommermonaten. Eine Photovoltaikanlage soll möglichst viel Strom für die Wärmepumpenanlage bereitstellen. Das Wasser, das hierfür genutzt wird, muss nicht heiß sein, wie uns bei der Begehung versichert wird. Herr Ing. Gerhard Hierz ist Geschäftsführer der Fernwärme Weiz und steht uns für ein Interview zur Verfügung und erklärt uns den Eisspeicher, der für die Siedlungshäuser am Bärentalweg in Weiz gebaut wurde. Als Nächstes berichten wir vom Weizer Innovationszentrum. Dies versteht sich mit seinen 4 Holz-Häusern in Passiv-oder Niedrigstenergie-Bauweise als zukunftweisendes Unternehmenszentrum. Es bietet Büroräume für innovative Firmen mit Betreuung durch das W.E.I.Z.-Management. Das erste Haus war das erste Passivbürohaus Mitteleuropas. Nach dem Altbürgermeister Helmut Kienreich hören wir den Geschäftsführer und Energieberater des Technischen Büros W.E.I.Z DI Franz Kern. Nun kommen wir zum bereits vorher erwähnten Gemini-Haus. Das Gemini-Haus, auf Deutsch „Zwilling“, verweist auf die Doppelfunktion des Hauses, es dient nicht nur dem Wohnen, sondern erzeugt auch Strom. Das Gemini-Haus erzeugt mehr Energie als es verbraucht. Es ist daher ein Plus-Energie-Haus und wird auch „Sonne-Wohn-Kraftwerk“ genannt. Für die aktive und passive Nutzung der Sonnenenergie dreht sich das Haus mit der Sonne. Das Haus wurde 2001 fertiggestellt und mit dem österreichischen Solarpreis ausgezeichnet. Unsere letzte Station führt uns heute zum „Funergypark“. Hier befindet sich ein Energiespielplatz, der in Kooperation mit dem Kindermuseum „Frida & Fred“ in Graz entstand. Außerdem können die Kinder hier in einer 50 m² großen Boulderhalle ihre Fähigkeiten im Klettern testen. Der Spielplatz steht an Schultagen bis 16 Uhr den Schülern und Schülerinnen zur Verfügung und kann danach oder an unterrichtsfreien Zeiten wie am Wochenende von Familien genutzt werden. News: -Das Stop TTIP-Bündnis hat am Montag Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg eingereicht. Damit fechten wir die Ablehnung der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA durch die EU-Kommission an. Die Kommission hatte in ihrer Begründung rein formelle Bedenken formuliert. Wir sind überzeugt, dass der Ablehnungsbescheid politisch motiviert und juristisch fehlerhaft ist. Deshalb sehen wir gute Chancen, vor dem EuGH zu gewinnen. Die gerichtliche Auseinandersetzung dürfte sich über längere Zeit hinziehen, TTIP und CETA müssen aber jetzt verhindert werden. Deshalb haben wir zusammen mit rund 300 Organisationen aus ganz Europa schon im Oktober mit der Unterschriftensammlung begonnen. Die selbstorganisierte EBI zählt inzwischen bereits mehr als 850.000 Unterschriften. Damit wollen wir ein klares Zeichen setzen: wir Bürgerinnen und Bürger Europas lassen uns nicht den Mund verbieten! Wir verhindern TTIP und CETA! -Das Wirtschaftsministerium hat die PV-Fördertarife für 2015 veröffentlicht: Der Einspeisetarif beträgt 11,5 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Zusätzlich erhält man einmalig einen Investitionszuschuss von 30 % der Investitionskosten (höchstens 200 Euro/kWp). Gefördert werden nur noch PV-Anlagen, die sich auf einem Gebäude befinden, bis zu einer maximalen Größe von 200 kWp. Eine Förderung aus dem Resttopf mit einem Netzparitätstarif mit 18 Cent pro eingespeister Kilowattstunde wird, wie im Vorjahr, nur mehr gebäude- und fassadenintegrierten PV-Anlagen, die kleiner als 20 kWp sind, gewährt. Der erste Termin für eine Antragstellung ist der 7. Jänner 2015, 17 Uhr. Förderanträge können nur online eingebracht werden (siehe www.oem-ag.at) Ein Förderantrag kann bei der Ökostromabwicklungsstelle nur dann eingebracht werden, wenn mit der Errichtung bzw. Revitalisierung der Anlage zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen wurde. -In Wien ist europaweit erstmals die Passivhaussanierung eines Gründerzeithauses in bewohntem Zustand gelungen. Die Stadt Wien hat die ambitionierte Sanierung des Wohngebäudes in der Eberlgasse, bei der auch eine deutliche Steigerung des Wohnkomforts erzielt wurde, mit Mitteln aus der Wiener Wohnbauförderung unterstützt. Der Heizwärmebedarf im Wohngebäude Eberlgasse wurde im Zuge eines ganzen Bündels von Maßnahmen um enorme 140 kWh – von 151 kWh auf den Passivhausstandard 11,11 kWh/(m2a) – gesenkt. -Den diesjährigen Nobelpreis für Physik erhielten drei japanische Physiker für die Entwicklung der LED-Lampen. Es ist allerdings fraglich, wie sich diese Vorteile mit den ökonomischen Interessen ihrer Produzenten verknüpfen lassen. LED-Leuchtkörper zeichnen sich durch einen äußerst geringen Energieverbrauch aus, durch ihre minimalistische Größe, die Regulierbarkeit der Leuchtstärke, durch ihre Stoßfestigkeit und extrem lange Lebensdauer. Weil die Beleuchtung etwa 30 % des Energieverbrauchs der Menschheit ausmacht, könnte eine Verbreitung dieser sogenannten LEDs die drohende Energiekrise abwenden. Ihr Gewinn für die Menschheit ist aus der Sicht des Energiesparpotentials offensichtlich, stellte die Nobelpreisvergabekommission fest. -Der diesjährige Biogaskongress biogas14 findet am 3.12.2014 im WIFI in Salzburg statt. Themen sind die Sammlung und Behandlung organischer Abfälle, Vorbehandlungstechniken für die Substrataufbereitung, Kaskadische bzw. Mehrfachnutzung von Rohstoffen, der Einsatz von Biomethan im Gewerbe und in der Mobilität und Biogas als Systemdienstleister. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird dem Thema der Kreislaufwirtschaft gewidmet, wie in der Natur, in der keine Abfälle anfallen. Die Vorträge beschäftigen sich mit Ertragspotenzialen und Energieeffizienz, Humusgehalt und Bodenfruchtbarkeit, Wasser-, Klima- und Erosionsschutz, ökologische Bewertung und praktische Anwendung sowie wirtschaftliche Bewertung. Die ARGE Kompost & Biogas Österreich wurde mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet! – Wir gratulieren den Siegern des Österreichischen Klimaschutzpreises: Die Sonnenwelt Großschönau setzte sich in der Kategorie „Tägliches Leben“ durch. Das Projekt „Nutze die Kraft der Natur“ gewann in der Kategorie „Landwirtschaft“. Die Bioenergie Aichfeld GmbH holte sich den Preis in der Kategorie „Betriebe“ und die Stadtgemeinde Weiz mit ihrem Motto „Wir leben Energie“ in der Kategorie „Gemeinden & Regionen“. Die SONNENWELT in Großschönau entführt ihre BesucherInnen auf eine packende Reise von den energieeffizienten Nomadenzelten vor 10.000 Jahren über die ausgeklügelten Techniken der alten Ägypter und Römer, bis hin zu High-Tech Made in Austria. Das Thema „Mensch & Energie. Geschichte erleben. Zukunft gestalten.“ wurde dreisprachig, multimedial und interaktiv aufbereitet und bietet Wissenswertes für Schulklassen, Familien, Betriebsausflüge, Touristen und Fachleute gleichermaßen. Mitmach-Stationen zeigen auf, was jeder und jede Einzelne zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen kann und motivieren zu einem nachhaltigeren Lebensstil. Das Ausstellungsgebäude ist passend zum Gesamtkonzept ein Passivhaus mit Photovoltaikanlage. -Die „Ich tu’s“ – Initiative für Energie und Klimaschutz in der Steiermark – veranstaltet heuer wieder die Energiejagd in der sich alles um die zentrale Herausforderung „Wetten, dass Sie es schaffen, mindestens 9% Energie einzusparen?“ dreht. Dazu laden wir Sie ein, sich an der Jagd nach Energiefressern in Ihrem Haushalt zu beteiligen, langfristige Einsparungen zu erreichen und wöchentlich Preise zu gewinnen. Haushalte, die die Wette gewinnen werden im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung prämiert. Die Energiejagd läuft heuer wieder von November 2014 bis Februar 2015. Die kostenlose Anmeldung erfolgt online über www.energiejagd.at und ist noch bis Ende November 2014 möglich! Bei Fragen steht Ihnen das Ich tu’s Sekretariat, Frau Mag.a Weiland zur Verfügung. -Ein nachhaltiges Konsumverhalten verringert den Verkehr. Das ist ein zentrales Ergebnis einer neu veröffentlichen VCÖ-Publikation. Und: Mit welchem Verkehrsmittel der Einkauf erledigt wird, hat großen Einfluss auf die Umweltbilanz des Einkaufs. Rund 30 Prozent der in Österreich transportierten Güter sind Konsumgüter, das sind mehr als 140 Millionen Tonnen pro Jahr. Rund 80 Prozent der Konsumgüter werden mit dem Lkw transportiert. „Wenn im Einkaufskorb mehr regionale und saisonale Produkte sind und auf die Langlebigkeit der Produkte geachtet wird, wird das Verkehrsaufkommen verringert“, fasst VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen die VCÖ-Publikation zusammen. -Die 20 zerstörerischsten europäischen Fischerei-Schiffe stehen im Fokus des neuen Greenpeace-Reports zur Überfischung der Meere. Der Report liefert Steckbriefe zu Größe und Fangmethode der Fabrikschiffe, zu EU-Subventionen, sowie Beflaggung und Besitzverhältnissen. „Diese Fischereimonster holen weltweit riesige Mengen Fisch und Beifang aus den Meeren, während den Kleinfischern an den Küsten nichts mehr in die Netze geht“, sagt Thilo Maack, Meeresexperte von Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation zeigt mit der heutigen Veröffentlichung auch Lösungen auf, wie sich durch den Abbau der EU-Fangflotten Fischbestände erholen und Arbeitsplätze durch die handwerkliche Fischerei entstehen könnten. -Tetra Pak, weltweit führender Anbieter von Verarbeitungs- und Verpackungslösungen für Lebensmittel, hat heute die Einführung der branchenweit ersten Kartonverpackung angekündigt, die vollständig aus pflanzlichen und damit nachwachsenden Rohstoffen besteht. -Stellen Sie Ihre Heizung richtig ein und machen sie Schluss mit gluckernden Rohren! Wenn die Wohnung im Winter nicht richtig warm wird, ist häufig ein klemmendes Ventil oder Luft im Heizungsnetz schuld. Auch ineffiziente Systeme sind echte Energiefresser. Wer ein eigenes Heizsystem betreibt, sollte die Vorlauftemperatur passend zur Außentemperatur so niedrig wie möglich einstellen. Die Bedienungsanleitung oder der Installateur helfen bei der richtigen Einstellung. Ein vollständiger Luftwechsel dauert bei gekipptem Fenster bis zu zwei Stunden. Die Energieverluste dabei sind enorm, außerdem kühlen die Mauern und Möbel in Fensternähe ab. An den kühlen Bauteilen kann Luftfeuchtigkeit kondensieren und zu Schimmelbildung führen. Ganz anders ist das, wenn alle Fenster weit geöffnet werden: Dann ist die Luft in wenigen Minuten ganz ausgetauscht, die Mauern und Möbel neben den Fenstern kühlen nicht so stark aus und die Schimmelgefahr sinkt. -Reparaturcafes boomen. In praktisch allen Landeshauptstädten werden diese Initiativen gerne genutzt, um die Nutzbarkeit von Gegenständen zu verlängern. -Wichtige Hinweise und Termine finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  18. 22

    Österreichischer Klimabericht

    -In dieser Sendung rufen uns die Klimaforscher Prof. Gottfried Kirchengast und Prof. Karl Steininger vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel auf, den Klimawandel zu stoppen. Grundlage dafür bietet der österreichische Klimabericht. -Bei einem Aktionstag in Ludersdorf wurden uns einige E-Mobile zur Verfügung gestellt. -Ein intelligentes Glas-Recycling-System stellt Binder in Gleisdorf vor. Musik: Die Musik stammt von zwo3, einer Acappella Gruppe aus Niederösterreich. Es war für uns faszinierend, dieses Ereignis miterlebt zu haben: Menschen aus allen Teilen der Welt gingen gemeinsam auf die Straßen, um an der größten Klima-Mobilisierung aller Zeiten teilzunehmen. Am weltweit durchgeführten Klima-Aktionstag von Avaaz hielt Prof. Gottfried Kirchengast eine aufrüttelnde Rede am Grazer Hauptplatz. Organisiert hat den weltweit durchgeführten Klima-Aktionstag von Avaaz in Graz DI Thomas Eitzenberger. Prof. Karl Steininger, ebenso vom Wegener Center in Graz erläutert uns den österreichischen Klimabericht. E-Mobilität ist ein Teilbereich der künftigen klimafreundlichen Fortbewegung. Natürlich liegt der größte Energiespargewinn bei der Mobilität im Zu-Fuß-Gehen und Fahrradfahren, gefolgt von der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, der Bildung von Fahrgemeinschaften. Die E-Mobilität, in Verbindung mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, ist zukunftsträchtig und teilweise schon heute Realität. Wir erlebten den Mobilitätstag in Ludersdorf sehr lustvoll mit unterschiedlichsten Fahrzeugen. Der Organisator, DI Robert Schmied, von der Holding Graz stand uns für ein Interview zur Verfügung. Um für ein gutes Klima etwas zu tun, ist es notwendig, den Müll richtig zu entsorgen. Abgesehen davon, entscheiden wir schon beim Einkauf, wie groß unser Müllaufkommen ist. Unser Müllvolumen verkleinert sich durch den Kauf beim regionalen Bauern, am Bauernmarkt, durch den Einkauf von Qualität statt Quantität und durch die Nutzung von Reparaturdiensten, sofern dies möglich und sinnvoll ist. Aber auch ein langlebiges Produkt kann einmal kaputt gehen und muss dann entsorgt werden. Wir haben schon oft feststellen müssen, dass das richtige Mülltrennen nicht so einfach ist. Sogenannte Fehlwürfe kosten Energie und Geld. Um dieses Problem beim Glassortieren zu beheben, entwickelte Binder in Gleisdorf ein intelligentes System. News: -Tirol ist auf dem Weg in die Energie-Unabhängigkeit: Tirols Landesregierung plant die Energieautonomie bis 2050. Die Landesregierung hat mit der Energie- und Klimaoffensive „Tirol 2050 energieautonom“ die Weichen dafür gestellt, den Energieverbrauch bis 2050 zu halbieren und den Anteil der erneuerbaren Energie um 30 Prozent zu steigern. -In Vorarlberg werden 84 Prozent aller geförderten Neubauten mittels Wärmepumpen mit Energie versorgt, zwei Drittel davon in Kombination mit thermischen Solaranlagen. In der Übergangszeit übernimmt die Solaranlage die Warmwasserproduktion. Bei Sanierungen steigen immer mehr Hausbesitzer von fossilen auf ökologische Energiequellen um. Über Trends informierten sich 1200 Interessierte beim alljährlichen Vorarlberger Solar- und Wärmepumpentag am Samstag in Bregenz. -Photovoltaik-Anlagen haben in Italien in den Monaten von Januar bis August knapp zehn Prozent des nachgefragten Stroms geliefert. Der höchste Wert für Solarstrom wurde von den Photovoltaik-Anlagen im August mit 2834 Gigawattstunden erreicht. -Recycelte Batterien eines Elektro-Autos können zu flexiblen Speichern für Photovoltaik-Strom im Haushalt nachgenutzt werden. Die Batterien, die nach dem Fahrzeugleben in der Regel noch über eine hohe Kapazität verfügen, wurden zu stationären Speichersystemen zusammengeschlossen. -Der Bundesverband Photovoltaik weist auf Praktikertage für Elektriker hin. Näheres erfahren Sie auf der Homepage. – Laut Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, ist es möglich, ein Viertel des österreichischen Stromverbrauchs aus Windenergie bis 2030 zu erzeugen. -Der BIO AUSTRIA Obmann Rudolf Vierbauch hebt die Bedeutung der BIO-Landwirtschaft für den Klimaschutz hervor:Die im Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel vorgestellten Daten verdeutlichen die Notwendigkeit der Weiterentwicklung der österreichischen Landwirtschaft in Richtung biologische Bewirtschaftung. Die biologische Bewirtschaftung des Bodens trägt in mehrfacher Hinsicht zum Klimaschutz bei: Einerseits sind biologische Böden CO2-Senken, die im Humus Kohlenstoff klimaneutral binden. Andererseits punktet die biologische Wirtschaftsweise durch eine Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase. Darüber hinaus werden Bio-Böden durch die bessere Bodenstruktur den zukünftig notwendigen Anpassungen an die Auswirkungen des Klimawandels besser gerecht. – Der Biogas14 Kongress findet am 3. und 4. Dezember 2014 im WIFI Salzburg statt. Anmeldungen sind noch möglich. 2014 liegen die Schwerpunkte bei biogenen Abfällen, kaskadischer Nutzung, Biogasanlagen als Systemdienstleister, Effizienzsteigerung und Biomethan in Verkehr, Industrie und Hotellerie. -Aus Anlass des Klima-Sondergipfels der UNO gaben die Erben der Rockefeller-Dynastie bekannt, dass sie sich vom Kohle-, Öl- und Fracking-Geschäft verabschieden und in erneuerbare Energieträger investieren wollen. Im 19. Jahrhundert war John D. Rockefeller mit den Milliarden-Gewinnen aus seinem Ölgeschäft zum reichsten Mann der Welt geworden. Jetzt soll die 860 Millionen Dollar schwere Stiftung Rockefeller Brothers Fund in Erneuerbare Energien umsteigen. Damit schloss sich die Rockefeller-Stiftung einer Allianz von 800 Stiftungen in den USA an, die insgesamt 50 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien investieren wollen. -Zur gleichen Zeit demonstrierten in New York 300.000 Menschen für effizienteren Klimaschutz. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon betonte: „Wir haben uns noch nie einer solchen Herausforderung gegenübergesehen. Die Kosten des Klimawandels werden unbezahlbar. Eine emissionsarme Zukunft wird eine bessere Zukunft. Sauberer. Gesünder. Gerechter. Stabiler. Nicht nur für einige, sondern für alle.“ -Der Schauspieler Leonardo DiCaprio zu den Gipfelteilnehmern in New York: „Der Klimawandel ist die größte Herausforderung der Geschichte. Es geht um unser Überleben.“ –Das E-Tankstellennetz soll nach einem EU-Beschluss weiter vorangetrieben werden. – Noch bis zum 31. Oktober können Sie nachhaltige Projekte beim Energy Globe einreichen! Alle Details zum Energy Globe Award und zur Teilnahme erfahren Sie unter www.energyglobe.at -Der Österreichischer Solarpreis 2014 geht ins Waldviertel Reinhard Bentz aus Karlstein, als Gast- und Energiewirt. Hier werden sowohl die revitalisierte Wasserkraftanlage mit mustergültigen ökologischen Fischwanderhilfen, als auch eine großzügige Photovoltaikanlage betrieben. – Hunderttausende Menschen gingen letzten Samstag gegen das Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA in dieser Form auf die Straße. Hinter diesen Abkommen versteckt sich ein massiver Angriff auf alles, was uns wichtig ist: Soziale Sicherheit, Arbeitsrechte, Umweltschutz, nachhaltige Landwirtschaft und Demokratie. Für die Freihandelslobbyisten gilt all das als Handelshemmnis und diese zu beseitigen ist ihr Ziel. Während die breite Masse der Menschen verliert, gibt es einige wenige Gewinner: Konzerne auf beiden Seiten des Atlantiks. Ihre Einflussmöglichkeiten würden sich mit TTIP, CETA und TiSA drastisch erhöhen. 630.000 Menschen unterzeichneten den ersten Online-Appell gegen TTIP von Campact. -Die Energiejagd des Landes Steiermark startet in eine neue Saison. Vom 1. November 2014 bis zum 28. Februar 2015 sind steirische Haushalte Energiefressern auf der Spur und sparen durch bewusstes Verhalten und kleine Maßnahmen mindestens 9 % Energie ein. Damit können Stromkosten von bis zu 80 € vermieden werden.

  19. 21

    Solare-Speicher-Crossroads-Festival

    -In dieser Sendung beleuchten wir die Speicherung von Solarenergie. – Wir bringen Neuigkeiten vom NOEST, dem Netzwerk Öko-Energie Steiermark, – von der Solar 2014 in Gleisdorf, – berichten vom Crossroads-Festival in Graz, – und bringen andere News. Die Musik stammt heute vom neuen Album von VOKALTOTAL 2014 der internationalen A Cappella Competition, die auch heuer wieder im Juli im Dom im Berg in Graz stattfand. Sie hören ein paar Tracks daraus . . . Zunächst das A Cappella Sextet aus Georgien mit dem Magical Song . . . Unser verregneter Sommer ist in aller Munde. Den Klimawandel haben sich manche vielleicht schöner vorgestellt. Gleichzeitig erzielten die Treibhausgas-Emissionen Rekordwerte. Der Klimawandel bedeutet für Österreich nichts Gutes. Die Stärke des Golfstromes wurde in den zurückliegenden 30 000 Jahren maßgeblich von der Meereis-Situation in der Framstraße beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in einer neuen Studie, die heute im Fachmagazin Earth and Planetary Science Letters erscheint. Den Geologen ist es darin zum ersten Mal gelungen, anhand von Biomarkern in Ablagerungen am Meeresboden zu rekonstruieren, wann und wie lange das Meeresgebiet zwischen Grönland und Spitzbergen in der Vergangenheit von Eis bedeckt war und auf welche Weise der Golfstrom reagierte, als die Meereisdecke plötzlich zerbrach. Ihr Fazit: Trieben große Mengen arktischen Eises durch die Framstraße in den Nordatlantik, verringerte sich der Wärmetransport des Golfstromes spürbar. Wie der Klimaforscher Prof. Stefan Rahmsdorf berichtet, hat die Westantarktis den Kipppunkt überschritten, der Eisschild ist instabil geworden und hat seinen unaufhaltsamen Zerfall begonnen. Das wird den Meeresspiegel deutlich steigen lassen. Ein NASA-Video vom unaufhaltsamen Zerfall des Westantarktischen Eisschilds mit Satellitendaten finden Sie als Youtube-Video unter: science@nasa No Turning Back -> https://www.youtube.com/watch?v=W2pYHMx5bN8 Ab sofort können Bewohner der Grazer Altstadt Sonne ernten. Für die schützenswerte Dachlandschaft in Graz wurde in der Vorwoche ein innovatives steirisches Produkt am Markt eingeführt, das Technologien wie Solarpaneele hinter einer speziellen Glasfläche scheinbar verschwinden lässt. Eine Pilotanlage ist seit mehreren Monaten beim Gutshof Dennig in Graz-Andritz installiert und liefert sehr gute Ergebnisse. Die Glasschindeln haben eine farbige Beschichtung, die auf jede Farbnuance angepasst wird. Diese können daher dem schutzwürdigen Baubestand als UNESCO Weltkulturerbe gerecht werden. Dem Thema Photovoltaik möchten wir uns auch weiterhin zuwenden. Beim letzten Energy Lunch des NOEST (des Netzwerk ÖKO-Energie Steiermark) ging es um die Frage, der Speichermöglichkeiten von Energie aus PV-Anlagen. Natürlich hängt dies von der Art der Nutzung ab. Auf einer Almhütte oder in der Landwirtschaft haben dezentrale Speicher wahrscheinlich eine höhere Priorität. Uns wurden verschiedenste Speichersysteme vorgestellt. Josef Stubenschrott bietet ein System an, das Solarenergienutzung für 5 kWp per Umschaltung auch für den Notstrom möglich macht. Diese Anlage kostet 14 000 €. Zu berücksichtigen sind bei diesen Anlagen die richtige Dimensionierung und der geplante Anteil des Eigenverbrauchs. Dies hängt freilich vom Nutzerverhalten ab. Wann schalte ich meine Geräte ein und wie kann ich dies im Zusammenhang mit der Nutzung meines Sonnenstroms optimieren? Dr. Gerfried Jungmeier vom Joanneum Research erforscht Speichertechnologien, Speicherbedarf, Umweltauswirkungen und Lebenszyklusbetrachtungen. Wir hörten Gerfried Jungmeier vom Joanneum Research. Dem Netzwerk-Ökoenergie möchten wir für die wertvolle Arbeit danken. Wir hoffen, dass dieses so wertvolle Netzwerk der Steiermark trotz der Umstrukturierung im Juni dieses Jahres auf höherer Ebene in dieser Qualität erhalten bleibt. Unter der Geschäftsführerin Frau DI Dr. Sibylle Kuske wurde der Landesenergieverein zur Energie Agentur Stmk GmbH umstrukturiert. In unserem nächsten Beitrag bleiben wir bei der Solarenergie. Werner Weiss ist einer der Pioniere der thermischen Solarenergie und hat diese mit der AEE-INTEC, der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie, zu Weltruhm gebracht. Die Solar 2014 konnte wieder viel Positives darstellen. Spezialist für Speichertechnologien bei der AEE INTEC ist Wim van Helden. Christine Lins gibt einen Überblick über die Entwicklung der Erneuerbaren Energien weltweit. Heuer wurden erstmals weltweit mehr Ökostrom-Anlagen zu Energie-Aufbringung gebaut, deren Leistung die der konventionellen Kraftwerke übertrifft. Erneuerbare Energien überholen weltweit Kohle-, Atom- und Gaskraftwerke und dies aus rein wirtschaftlichen Gründen. Der Großteil des Zubaus entfiel auf Schwellen- und Entwicklungsländer und auch auf China. Das rasche Wachstum ist vor allem den sinkenden Kosten für erneuerbare Energien zu verdanken. Seit der Jahrtausendwende ist die jährlich installierte Leistung von Biomasse, Wasserkraft-, Windkraft- und Solaranlagen in hohem Tempo gewachsen. Davon stammt die Hälfte von Biomasse, gefolgt von Wasserkraft, Solaranlagen und Windkraftanlagen. Die Leistung der zugebauten Kohle-, Atom- und Gaskraftwerke ging dagegen zuletzt deutlich zurück, trotz ambitionierter Pläne in China, Indien und den USA. Der weltweite Paradigmenwechsel in der Energiewirtschaft hat dazu geführt, dass der Anteil erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung auf 19 Prozent gewachsen ist. Die neu zugebaute Stromerzeugungsleistung gibt keinen exakten Aufschluss darüber, wieviel Strom tatsächlich mit den neuen Anlagen erzeugt wird. Bei Solar- und Windkraftanlagen führen wechselndes Wetter und der Sonnenstand dazu, dass ca. 10 bis 40 Prozent der Leistung genutzt werden können. Bei unserem nächsten Beitrag wechseln wir thematisch zum Film und nach Graz zu Josef Obermoser, der das Crossroads-Festival im Forum Stadtpark initiierte. Dieses Festival fand heuer im Frühjahr bereits zum 3. Mal statt. Hier wurden beeindruckende Filme für interessierte Menschen gezeigt. Der Name Crossroad soll eine Weggabelung bezeichnen, an der wir als Menschheit angelangt sind. Gehen wir in die Düsternis oder bereiten wir uns eine lebenswerte Zukunft? Das Festival zeigt Wege auf, die wir in der Zukunft gehen können. Wir freuen uns bereits auf das nächste Festival im Mai/ Juni 2015! Josef Obermoser hatte in diesen Tagen zu einem Tomaten- Vielfaltsfest eingeladen. Der Eintritt zu diesem Fest war frei. Verkostet wurden samenfeste, d.h. sortenrein vermehrbare Paradeiser in allen Farben, Größen und Formen. Der Genuss stand im Vordergrund, das Fest war allerdings auch ein Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Kulturpflanzenvielfalt sowie für Ernährungssouveränität und ein solidarisches, zukunftssicherndes Landwirtschaften und Gärtnern. Einige andere News: -Die Wahl des neuen EU-Energie- und Klimakommissars stimmt die Klimanews-Redaktion nachdenklich. Der Spanier Miguel Arias Cañete hält Aktien an einer Ölfirma. Bis 2012 war er zudem Präsident des Unternehmens. Zuletzt hatte er sich als spanisches Regierungsmitglied dafür eingesetzt, Fracking zu erleichtern. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker setzt fatale Signale bei der Verteilung der Kommissariate. -Durch die Aktion „Solar Light for All“ des Energy Globe-Teams kann in Afrika eine Familie durch einen einmaligen Betrag von 160 Euro auf 10-15 Jahre Licht und Strom bekommten. – Der „SolarTwister“, ein aufrollbares Solarladegerät für Smartphone und Tablets, bringt Energie bei Sonnenschein so schnell wie an einer Steckdose. – Dim Coumou, Leitautor der Studie von einem Wissenschaftlerteam des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat erstaunt, in welchem Ausmaß schwere Extremereignisse zugenommen haben. – Die Stadtgemeinde Hartberg fördert Fahrradanhänger, Lastenräder und Radabstellanlagen. So können 94 % aller Einkäufe laut einer Studie von ARGUS mit dem Fahrrad ohne großen Komfortverlust durchgeführt werden…. -Die österreichischen Gelder für die Erdölimporte fließen zum Großteil an politisch instabile Krisenstaaten. So zahlte Österreich 2013 an seine vier wichtigsten Rohöllieferanten zusammen 3,4 Milliarden Euro: 1,3 Milliarden Euro an Kasachstan, 1 Milliarde Euro an Nigeria, 660 Millionen Euro an Russland und 470 Millionen Euro an Libyen. Für die Erdgaslieferungen überwies Österreich im Vorjahr zusätzlich rund zwei Milliarden Euro auf das Konto Russlands. -Bereits jede vierte Zentralheizung in Österreich wird mit Holzbrennstoffen betrieben. Wer von Gas oder Öl auf Biomasse umsteigt, spart nicht nur Heizkosten, sondern schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region. Die Kostenvorteile von Pellets, Scheitholz und Hackgut gegenüber Heizöl liegen bei 46 %, 52 % und 61 %. -In der Grazer Innenstadt gibt es nun einen neuen E-Bike Service. Einige Geschäfte bieten Ihnen diesen Service für Ihren Einkauf an. – Das in alten Autobatterien enthaltene Blei lässt sich in kostengünstigen Solarzellen einem zweiten Verwendungszweck zuführen. Damit könnte Umweltverschmutzung durch die Entsorgung von giftigem Blei auf Mülldeponien ein Riegel vorgeschoben und gleichzeitig emissionsfreie Energie produziert werden. Dieses Recycling-Konzept wurde von Forschern am Massachusetts Institute of Technology entwickelt. -Wichtige Termine finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  20. 20

    2-Rad-Abenteuer-Schaudy-Franz Alt-News

    In dieser Sendung erzählen uns Valeska und Philipp Schaudy, wie sie um die Welt geradelt sind. – Karl Kukowetz berichtet kurz über Beratungsmöglichkeiten vom Haus der Baubiologie in Graz. – Franz Alt ruft zum Klimaschutz auf und begründet dies sehr eindringlich. – Und wir bringen natürlich wieder andere News. Musik: Prinz Rosa Valeska und Philipp Schaudy sind begeisterte Radfahrer und zeigen uns mit ihrem Lebensstil, wie einfach und doch sehr bereichernd ein glückliches Leben gelingen kann. Valeska ist Umweltsystemwissenschafterin, Philipp Geograph. Sie schrieben ein Buch über ihr „2-Rad-Abenteuer“ und halten spannende Multimedia-Vorträge in Österreich und Deutschland. In unterhaltsam geschriebenen und erzählten Essays geben sie mit vielen Fotos einen Einblick über ihr 2-Rad-Abenteuer. Nähere Infos: http://www.2-play-on-earth.wg.am  Bei ihrer Reise nutzten sie die Internetforen „couchsurfing“ www.couchsurfing.org, um gastfreundliche Menschen überall auf der Welt zu finden und „Warm Showers“ https://de.warmshowers.org, eine eigene Beherbergungs-Plattform für Radfahrer. Nach dieser Einstimmung in die kommende Urlaubssaison ist vielleicht auch Zeit, sich über das Wohnen Gedanken zu machen. Karl Kukowetz zeigt uns Einblicke ins Haus der Baubiologie. Das Haus der Baubiologie ist ein Zentrum für gesundes Bauen und Wohnen mit vielfältigen Beratungen und Veranstaltungen in Graz, in der Moserhofgasse 37. Im Prozess der Planung empfiehlt sich eine umfangreiche Information, die sich für den Hausbauer später rentiert. Wir sind dankbar für die vielen wertvollen Tipps, die wir bekommen haben bei der Planung unseres Niedrig-Energiehauses. Energie, die nicht verbraucht wird, muss später auch nicht zugeführt werden. Ebenso im Rahmen der 5. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz Anfang des Jahres entstand die Aufnahme von Franz Alt, der uns zu Klimaschutzmaßnahmen aufruft. Den Vortrag geben wir gekürzt wieder.  Franz Alt, eigentlich Dr. Franz Alt, studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Theologie,  arbeitete beim deutschen Rundfunk und betreibt gemeinsam mit seiner Frau die Internetzeitung „Sonnenseite“: www.sonnenseite.com. Für sein Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. News: -Mitmachen kann man noch ein Stück der Klimastaffel, um klimafreundlich und fair von Ort zu Ort zu kommen. Die Klimastaffel durchquert bis 4. Juli Österreich. Näheres erfahren Sie auf der Homepage. -Dem RCE wurde kürzlich mit dem begehrten „Sustainability Award“ vom Bundesministerium ausgezeichnet. Prof. Friedrich M. Zimmermann, Leiter des Instituts für Geographie und Raumforschung der Uni-Graz erhielt  für sein besonderes Engagement ebenso einen Preis. Wir gratulieren herzlich! -Ein junges Münchener Unternehmen hat eine altes Naturprodukt wiederbelebt und bietet jetzt eine umweltfreundliche Alternative: Bio-Strohhalme produziert aus Roggenhalmen- allergiefrei, geschmacksneutral, ökologisch, hygienisch und nachhaltig. -Blue.sky hat eine Batterie entwickelt, die aus ungiftigen Rohstoffen besteht und keine seltenen Materialien nutzt. Dafür gewinnt es den Award auf der Intersolar. -Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung, etwa 80 Prozent der G7-Staaten wünscht sich einen verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien als Weg zu mehr Energieunabhängigkeit. Dies ist das Ergebnis einer Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace. -507 Besitzer von Elektrofahrzeugen waren in Stuttgart bei der WAVE-Trophy dabei, um in einem Konvoi einen neuen Rekord zu erreichen: Eine Parade mit einer Länge von 3.5 km rollte elektrisch durch Deutschland, Österreich und der Schweiz. -Warren Buffet investiert 30 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien, hauptsächlich in den Aufbau von Wind- und Solarenergie. Der Mann aus den USA ist einer der erfolgreichsten Investoren der Welt. Dass für ihn aber Geld nicht alles ist, bezeugt sein legendärer Ausspruch: „Es macht wenig Sinn, der Reichste auf dem Friedhof zu sein.“ Bisher hat er für die Stiftung von Belinda und Bill Gates 30 Milliarden Dollar gestiftet und angekündigt, dass er bis zu seinem Lebensende 99% seines Vermögens spenden werde. -Sobald es draußen heiß wird, rüsten immer mehr Mieter und Wohnungsbesitzer mit Klimageräten auf. Infolgedessen steigt auch der Strombedarf. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland empfiehlt den Verbrauchern, auf Klimageräte zu verzichten. Auch ohne sie kann eine Wohnung mit ein paar Tricks kühl gehalten werden. Am besten ist es, die Wohnung nur nachts und in der Früh zu lüften. Tagsüber, wenn die Temperaturen hoch klettern, sollte die Sonne möglichst nicht ungefiltert in die Zimmer scheinen. Fenster lassen sich mit lichtdichten Markisen, Vorhängen oder Rollläden verdunkeln. Zu beachten ist auch, dass sämtliche versteckte Wärmequellen ausgeschaltet werden. Dazu gehören alle ungenutzten Netzteile und Geräte im Standby-Betrieb. Sollte es trotz dieser Maßnahmen zu heiß werden, ist eher ein Ventilator zu empfehlen. Dieser verbraucht wesentlich weniger Strom als ein Klimagerät. Einen senkenden Effekt auf die Zimmertemperatur hat auch das Trocknen von Wäsche. Die dabei entstehende Verdunstungskälte hält z. B. nachts das Schlafzimmer kühler. Schließlich sorgen eine gute Gebäudedämmung und moderne Fenster für Kühlung. Im Sommer wird Wärme abgeschirmt, im Winter bleibt es innen warm. -Elon Musk beeindruckt mit der Freigabe alle Tesla-Motors-Patente. Alle Patente sind ab sofort frei, im Geiste der Open-Source-Bewegung, für die Weiterentwicklung der Elektrofahrzeug-Technologie, meint er in seinem BLOG. Ein mutiger und vorausschauender Schritt! – Die weltweit größten Klimasünder unter den Unternehmen müssen für ihren Beitrag zum Klimawandel zur Verantwortung gezogen werden. Das fordert die Heinrich-Böll-Stiftung und das Climate Justice Programme in ihrem jüngsten veröffentlichten Bericht. Die Klimanews-Redaktion meldet sich nach der Sommerpause wieder!

  21. 19

    Energy Globe Award 2014

    In dieser Sendung berichten wir über den Energy Globe Award, besonders über den steirischen  Award. Eine Ärztin, Frau Dr. Johanna Hochleitner, therapiert Kinder über Bewegungstrainingsprogramme. Musik: Heute gibt es als musikalische Untermalung einmal Musik aus Peters eigener Produktion aus dem zweiten Album „Sabine“, das bereits 1993 entstanden ist. Eine Nummer wird Ihnen bekannt vorkommen, es ist auch die Sendungskennung unserer Klimanews. Der Energy Globe Award ist mit 161 teilnehmenden Ländern und jährlich über 1000 Projekteinreichungen der heute weltweit bedeutendste Umweltpreis. Er wird in Österreich in allen Bundesländern, weltweit in vielen Ländern als nationaler Award und international als World Award for Sustainability vergeben. Ab Ende Mai 2014 können wieder Projekte zum Energy Globe Award 2015 eingereicht werden. Der Energy Globe STYRIA AWARD 2014 geht an „carsharing 24/7 – Die Plattform für privates Carsharing“. Das Auto verursacht den höchsten CO2-Ausstoß.carsharing 24/7 ermöglicht den Mitgliedern der Plattform die gemeinsame Nutzung privater PKWs  – für kurze Strecken, einen ganzen Tag oder auch längerfristiges Teilen. Geboten werden ein Preisrechner, ein Reservierungskalender, ein elektronisches Fahrtenbuch und ein Programm zur gegenseitigen Abrechnung. Die Handhabung mittels Smartphone und ein eigens entwickeltes Versicherungsmodul runden das Paket ab. Wir hören Ruth Juric und Tanja Röhm zu den ersten Klängen des Energy Globe-Festes. Der Energy Globe STYRIA AWARD – als regionale Stufe des internationalen Energy Globe Award – wurde heuer zum 13. mal vom Netzwerk Öko-Energie Steiermark, dem LandesEnergieVerein Steiermark und anderen verliehen. Die Veranstaltung leitete DI Christian Sakulin. In der Rubrik Forschung gewinnt die Montanuniversität Leoben. Die Projektgruppe wird für ihren Prototyp zur trockenen Granulation von Hochofenschlacke mit Wärmerückgewinnung ausgezeichnet. In Zukunft können große Mengen von Hochtemperaturabwärme in Stahlwerken genutzt werden, welche bislang verloren gingen. Gewinner der Rubrik Anwendung ist die Brauerei Gratzer, als erste CO2-neutrale Brauerei Österreichs. Langjährige Optimierungsmaßnahmen und CO2-Kompensation durch Humusaufbau ergeben ein geschmackvolles und umweltfreundliches Bier. Als bestes Projekt der Rubrik Privatinitiative wird  der Rotary Club Weiz für die Errichtung einer Fotovoltaikanlage in Weiz ausgezeichnet. Die Anlage wurde rein durch Spendengelder und Eigenleistung errichtet. Der Ertrag kommt weiteren Sozialprojekten in der Region zugute. Die Rubrik Jugendprojekt gewannen SchülerInnen der NMS Feldkirchen für ihre Projektarbeit zum Thema Schokolade und Kunst. Mit hohem Engagement und kreativem Zugang wurde der Herkunft der Schokolade auf den Grund gegangen. Die Projektleiterin Ursula Puchinger gewann 2010 als erste Preisträgerin für ihr besonderes Engagement den Armin Baumgartner-Umweltpreis. Regionalstellenleiter vom Klimabündnis Steiermark ist Mag. Friedrich Hofer. Er und Mag. Elisabeth Unger stellen uns das Solarcamp vor, das sie gemeinsam mit Schulen durchführen. Nominiert war ebenso  eine Gruppe junger Leute mit dem Routenplaner für Fahrräder durch europäische Städte mit dem Titel „BikeCityGuide-The bicycle App“. Er steht als App für Smartphones im offline-Betrieb zur Verfügung. Das App BikeCityGuide gewann den Apps for Europe Award. Wir gratulieren! Drei junge Burschen aus der HTL in Weiz konstruierten und bauten eine Photovoltaikanlage für eine Milchtankstelle. Eine Projektgruppe der HTL Pinkafeld gewann den diesjährigen Energy Globe Award Burgenland mit ihrem „Energiespiel“.   Den österreichischen Energy Globe gewann die KASTNER GroßhandelsgesmbH in Niederösterreich. Das Unternehmen setzte viele Maßnahmen vorbildhaft um: Sie reichen von energieautarken Standorten über CO2 freie Logistik bis zur Förderung der regionalen Wertschöpfung, Bewusstseinsbildung in der Gastronomie sowie gesunde und motivierte Mitarbeiter. In der Kategorie Erde siegte die vorarlberger Planet Pure Produktions- und Handels GmbH mit dem ersten Bio-Waschmittel Österreichs, das in einer vollständig nachhaltigen Produktionskette hergestellt wird. Mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit und als faires Produkt wird es in 15 Ländern vertrieben. In der Kategorie Feuer gewann die oberösterreichische RIKA Innovative Ofentechnik GmbH mit einem Kaminofen, dem Rikatronic3. Bei diesem Kaminofen wird der Holzverbrauch um die Hälfte und CO2 Emissionen um 90% reduziert. Der Sieg in der Kategorie Wasser ging an die niederösterreichische RAIN-O-TEC für ein patentiertes Verfahren zur Wärmerückgewinning aus Abwasser. Das bringt bei der Warmwasseraufbereitung eine Kosteneinsparung von 50%. Das Verfahren ist für Hallenbäder, Krankenhäuser und Großküchen im Einsatz. Der Kategoriensieg in Jugend ging an die HTL-Hallein in Salzburg. Ein Schülerteam entwickelte eine Software zum Aufspüren großer Energieverbraucher und deren Verbrauchsmuster. Der so gewonnene „Fingerabdruck“ hilft optimal, Energiesparpotenziale zu nutzen. Die Ärztin Dr. Johanna Hochleitner hielt in der VS Eggersdorf einen Vortrag zum Thema „Kluges Kind – und trotzdem Schwierigkeiten“. Dabei beschrieb sie ein Konzept, die neurophysiologische Entwicklungsförderung nach INPP. Sie stellt spezielle Bewegungs-Trainingsprogramme für Kinder und PädagogInnen zusammen, die Lern- oder Verhaltensstörungen beheben können. In einem Gespräch erzählt sie uns, wie heilsam das Gehen ist. Ein  zu Fuß zurück gelegter Schulweg kann schon ein Grundstein für einen guten Schultag sein. In der VS Eggersdorf installiert sie eine sogenannte Pedibuslinie, bei der Eltern eine Kindergruppe in die Schule begleiten, bis zu einer Entfernung von etwa 3 Kilometern. News und Ankündigungen: -Naturgemäß fallen bei der Lebensmittelzubereitung organische Abfälle an. Leider landen diese nach wie vor noch vielfach in der Restmülltonne. Eine Untersuchung in OÖ ergab dass der Restmüll, ca~ 120 kg / Einwohner und Jahr noch immer über 20 % organische Abfälle enthält. Ein Teil davon war leider sogar noch originalverpackt. Organische Abfälle sollten getrennt gesammelt werden und anschließend durch  Vergärung zur Biogas und hochwertigem Düngerproduktion eingesetzt werden. Im niederösterreichischen Margarethen am Moos wurde übrigens die größte Biomethanaufbereitungsanlage Österreichs eröffnet. -Das EU-Forschungsprojekt SOLAR-JET stellte weltweit zum ersten Mal Solar-Flugturbinenkraftstoff aus Wasser und Kohlendioxid her. Dabei verwendeten sie konzentriertes Licht als Hochtemperatur-Energiequelle. Das Projekt befindet sich noch im Versuchsstadium, wobei ein Glas voll Flugturbinenkraftstoff unter Laborbedingungen mit simuliertem Sonnenlicht hergestellt wurde. Die Ergebnisse waren sehr positiv. -Experten der Internationalen Energie Agentur zeigen im Detail auf, wie viel uns eine Energiewende bringt. Denn das Einsparpotential ist gewaltig: durch einen klaren Energiewendeweg bis 2050 könnten wir uns weltweit 115 Billionen Dollar an Kosten für Öl, Kohle und Gas einsparen. Fazit: Zum Schluss haben wir einen Gewinn von rund 71 Billionen Dollar!!!! -In einer unserer letzten Sendungen berichteten wir von Präsident Heilingbrunner. Nun ist die Millionenklage gegen den Umweltdachverband und dessen Präsident Heilingbrunner vom Tisch! Der Umweltdachverband bedankt sich für die große Solidarität aus der Umweltszene. -Das Gesetz über die Besteuerung von selbst genutztem Sonnenstrom wurde abgeändert und die Freigrenze auf 25.000 kWh angehoben. Dies beeinträchtigt aber immer noch selbst erzeugten Sonnenstrom und macht sogenannte Bürgerbeteiligungsmodelle weniger rentabel. Wir sind für eine gänzliche Abschaffung dieser Besteuerung! -Gegenwärtig bedrohen die Verhandlungen zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und die Aufweichung der EU-Klimaziele bereits erzielte Erfolge beim Umwelt- und Verbraucherschutz. Die Umweltverbände fordern, dem transatlantischen Freihandelsabkommen eine klare Absage zu erteilen, die EU-Klimaziele zu verschärfen und dem Naturschutz in Europa größeres Gewicht zu geben. TTIP: Ein unterhaltsames Youtube-Video von Attac veranschaulicht gut, warum das Freihandelsabkommen so gefährlich ist. https://www.youtube.com/watch?v=Ljxv-yFBPQ8 -In Wien gibt es ab sofort 2 Möglichkeiten mit einem Elektrotaxi unterwegs zu sein. Mit einem Green Taxi zu fahren kostet das Gleiche wie mit einem normalen Taxi. – Europaweit wird die Energiewende erfolgreich umgesetzt. Spitzenreiter Dänemark erzeugt mit 2070 kWh/Kopf insgesamt rund 25mal mehr Strom aus Sonne und Wind als die Schweiz. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich mit einer Pro-Kopf-Produktion von 1035 kWh hinter Spanien (1340), Portugal (1181), Irland (1089) und Schweden (1040) auf Platz 6. -Große Probleme mit Müllsündern hat der Kompost-Mitgliedsbetrieb aus Engerwitzdorf Martin Mairhofer. Jede Woche findet er in den Biotonnen, die von den Haushalten abgeholt werden große Mengen an Plastikmüll oder sonstigem Unrat, der nicht in die Biotonne gehört. -Bereits 150.000 Elektro-Fahrräder gibt es in Österreich. Mit der Energie von 3 Litern Benzin kann man mehr als 2.000 Kilometer fahren. Der VCÖ fordert Radwege entlang von Freilandstraßen. In Wien sind Elektro-Fahrräder das beliebteste Elektro-Fahrzeug. Während im Vorjahr 654 E-Autos und 439 E-Mopeds neu zugelassen wurden, wurden rund 43.000 neue E-Fahrräder in Österreich verkauft. -Elektrosmog stört die Orientierung von Zugvögeln. Der Magnetkompass von Rotkehlchen versagt komplett, sobald elektromagnetische Störungen im Mittelwellenbereich auf die Vögel einwirken. Das elektromagnetische Rauschen im Frequenzbereich zwei Kilohertz bis fünf Megahertz stamme im Wesentlichen von Elektrogeräten. Es entsteht überall dort, wo Menschen elektrische Geräte benutzen. Erwartungsgemäß ist es in ländlicher Umgebung deutlich schwächer. -Solar boomt in den USA: Laut einer Analyse von GTM Research und der Solar Energy Industries Association verzeichnete die Solarbranche der USA im vergangenen Jahr ein Rekordwachstum von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf einer Fläche von 93 Quadratkilometern plant Indien den Bau einer 4.000-Megawatt-Anlage, deren Kapazität damit größer wäre als die Leistung von drei Atomkraftwerken. -Im April wurde von Landesrat Stephan Pernkopf der neue Zonierungsplan zur Windenergie in NÖ vorgestellt. Die bereits geringe Anzahl an Potenzialflächen wurde weiter reduziert. Von 83 Potenzialflächen, die noch in einem ersten Entwurf vorgesehen waren, wurden weitere 15 gestrichen. Zum Beispiel wurde der Windpark Predigtstuhl gekippt. Damit ist der Windkraftausbau im Bezirk Waidhofen an der Thaya auf Jahre gelaufen. -Österreichs größter Stromanbieter, der Verbund hat angekündigt, die Energiegewinnung durch Kohlekraft zu reduzieren. Wir begrüßen diesen Schritt und fordern den Konzern auf, vollständig aus Kohle auszusteigen. -Die neue Oxfam-Studie zeigt auf: Wären Associated British Foods, Coca-Cola, Danone, General Mills, Kellogg, Mars, Mondelez- International, Nestlé, PepsiCo und Unilever ein Land, würden die zehn Konzerne zusammen die Umwelt so stark belasten, dass sie im Ländervergleich auf Platz 25 der größten Klimasünder wären. Die zehn großen Lebensmittelproduzenten verursachen mit 263,7 Millionen Tonnen Treibhausgasen mehr klimaschädliche Emissionen als die skandinavischen Länder Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen zusammen. -Ein neues, saugfähiges Material aus der Empa-Holzforschung könnte bei künftigen Ölkatastrophen helfen: chemisch modifizierte Nanozellulose. Der leichte Stoff saugt die Öllache auf, schwimmt auf dem Wasser und kann dann eingesammelt werden. Das Material lässt sich aus Altpapier, Stroh oder landwirtschaftlichen Abfällen herstellen. – Nach dem Jahrhundert-Hochwasser im vergangenen Jahr und den schweren Überflutungen ist aktuell wieder ein großer Teil Europas von schweren Überflutungen betroffen. Die aktuellen dramatischen Ereignisse zeigen die Notwendigkeit von Klimaschutz und adäquaten Anpassungsmaßnahmen auf. – Zum Aufladen von Elektroautos hat sich das europäische Parlament, der EU-Rat und die EU-Kommission übrigens für einheitliche Ladestecker in Europa festgelegt. Dies ist sehr begrüßenswert! -Seit kurzem gibt es eine Solarroute, von Zell am See bis Salzburg. Vorerst bieten 7 Partner mit insgesamt 14 „e:spots“, wie die Ladesäulen hier genannt werden, und mehr als 50 Anschlüssen kostenlosen Solarstrom. Der Strom darfür wird immer jeweils von der Photovoltaikanlage vor Ort erzeugt. Eine Erweiterung soll noch heuer erfolgen, womit ein solarer und regionaler „Salzburg-Ring“ entstehen wird. – Das Klimabündnis lädt bereits jetzt Gemeinden und Bürger dazu ein, sich an der Europäischen Mobilitätswoche vom 16.-22. September zu beteiligen und sich klimafreundlich zu Fuß, mit dem Rad, den Öffis, in Fahrgemeinschaften, usw. zu bewegen. – In diesen Tagen soll ein neuer Elektrobus aus Kanada die Straße gelangen. Der Elektrobus mit 250 km Reichweite enthält neue Komponenten, wie innovative Leichtbauelemente und er überzeugt mit Komfort. -Seit kurzem gibt es ein völlig neues Fahrrad mit Elektroantrieb, das einem Motorrad ähnelt, auf Österreichs Straßen. Es mag auf Autobahnen Verwunderung hervorrufen. -In Vorarlberg entsteht gerade ein Elektromotorrad für den Handel, das mit einer Erweiterung fliegen kann – wie ein Leichtflugzeug. Spannend! – Alte Heizungspumpen sind Stromräuber. Sie verbrauchen so viel Energie wie Fernseher und Waschmaschine zusammen. In vielen Heizungskellern sind  noch alte, stromfressende Pumpen aktiv. Hauseigentümer sparen jährlich 120 Euro Stromkosten, wenn sie diese gegen moderne Hocheffizienzpumpen tauschen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass sich der Tausch schon nach Monaten rechnet. – Das Klimaspiel KEEP COOL macht internationale Klimapolitik spielerisch erfahrbar und ist für private Spielrunden, aber auch als Bildungsangebot geeignet. In einer Partie KEEP COOL stellen drei bis sechs Spielerinnen und Spieler Staatengruppen wie Europa, die Opec oder die Entwicklungsländer dar. Für ein bis zwei Stunden können sie zwischen „schwarzem“ und „grünem“ Wachstum wählen, sich aber auch an unvermeidbare Klimafolgen wie Dürren und Überschwemmungen anpassen. Es gewinnt die Person, die Klimaschutz und Lobby-Interessen am besten in Einklang bringt. Wenn aber einige zu rücksichtslos vorgehen, verlieren alle. Das Spiel – entwickelt von Klaus Eisenack und Gerhard Petschel-Held am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung  – wurde aufgrund der großen Nachfrage neu aufgelegt. Weitere Infos gibt es auf der Website www.spiel-keep-cool.de. – Seit 2009 wird der Tag des Windes international rund um den 15. Juni, bis zum Herbst, veranstaltet. Der „Global Wind Day” wurde letztes Jahr weltweit in mehr als 40 Ländern gefeiert. Eröffnet wird der diesjährige Tag-des-Windes in Wien mit einer spektakulären Flying Fox Aktion der Firma Skyworkers. Zum ersten Mal gibt es einen österreichweiten Schrauben-Weitwurf-Wettbewerb, bei dem die SiegerInnen schöne Preise  erwarten. Ebenfalls erstmalig werden action-geladene Landsegler („Blokarts“) bei mehreren Festen präsentiert. Aber auch Bewährtes kommt nicht zu kurz: Kranfahrten in luftige Höhen und das beliebte Kinderprogramm „Wilder Wind“ sowie Elektrofahrzeuge zum Ausprobieren. Alle Infos mit den Angeboten auf: www.tagdeswindes.at  

  22. 18

    IPCC-Weltklimabericht-Teile 2 und 3

    In dieser Sendung berichten wir vom neuesten IPCC- Bericht, dem Weltklimabericht. Im zweiten und dritten Teil dieses Berichtes sind Auswirkungen, Verwundbarkeit und Anpassungsmöglichkeiten publiziert. Zu Wort kommen namhafte Wissenschaftler des Wegener Centers für Klima und globalen Wandel. Zuletzt bringen wir andere News und einige Ankündigungen. Musik: Tribidabo-Weltmusik: Kleszmar, Tango Argentino, usw. Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), von hunderten internationalen Klimaforscher Innen getragen und für seinen letzten Bericht 2007 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, legte nach sieben Jahren wieder seinen Bericht zum globalen Klimawandel vor. Über die erste Arbeitsgruppe berichteten wir in einer unserer vorhergehenden Sendungen. Diesmal zeigen die Arbeitsgruppen 2 und 3, die die Klimafolgen, Anpassung, Verwundbarkeit und Möglichkeiten zur Minderung des Klimawandels auf. Als Vortragende, bzw. Interviewpartner stehen uns heute Prof. Gottfried Kirchengast, Ass. Prof. Andreas Gobiet, Prof. Lukas Meyer und Prof. Karl Steiniger des Wegener Centers für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz zur Verfügung. Die Referenten gehören zu den zu den führenden Forschern des Instituts. Noch ist die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs in diesem Jahrhundert auf weniger als zwei Grad möglich. Beim derzeitigen Emissionstrend ist aber mit 3,5 bis 5,4 Grad zu rechnen. Die Risiken, mit denen bei den jeweiligen Szenarien zu rechnen ist, unterscheiden sich gravierend. Zwar gibt es auch schon bei zwei Grad Temperaturanstieg erhebliche Gefahren etwa für wichtige Ökosysteme oder in Bezug auf extreme Wetterereignisse. Bei 3,5 bis 5,4  Grad aber steigt das Risiko flächendeckend auf ein hohes bis sehr hohes Niveau. Selbst die Möglichkeit, in diesem Jahrhundert Kipp-Punkte zu überschreiten, die ganze Kontinente umgestalten oder erheblichen irreversiblen Meeresspiegelanstieg anstoßen, ist dann hoch. Je später die Staaten gegen die noch vermeidbare Verschärfung des Klimawandels vorgehen, desto schwieriger und teurer wird es. Die Zahl der Studien und Daten, hat sich im Vergleich zum letzten Report 2007 ungefähr verzehnfacht. Entsprechend größer ist die wissenschaftliche Sicherheit und Genauigkeit der vorgelegten Ergebnisse. Der Wissenschafter Assistenz-Prof. Andreas Gobiet gibt uns in einem Interview Auskunft über Klimaforschungen in den Alpen und in der Steiermark. Neu hinzugekommen ist bei diesem Bericht die soziale, ethische Komponente. Es wird darauf hingewiesen, dass es weltweit große Unterschiede beim Energiekonsum gibt. Die Entwicklungsländer brauchen Milliarden für Anpassung an den Klimawandel. Prof. Lukas Meyer ist Hauptautor des 5. Sachstandsberichts des IPCC in der Arbeitsgruppe Mitigation, das heißt Abschwächung, des Klimawandels. Er ist mitverantwortlich für die Abschnitte Klimagerechtigkeit und Klimaethik. Prof. Lukas Meyer stand uns für ein Interview zur Verfügung. Veränderte Ernährungsgewohnheiten könnten einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung der  Treibhausgas-Emissionen haben. Durch geringeren Konsum, sinken  ebenso die Emissionen. Kritik am Welklimabericht kommt von Hans-Josef Fell. Besonders schlimm sei, dass der Weltklimarat eher Bedenkenträger eines schnellen Ausbaus der Erneuerbaren Energien ist und eine Umstellung erst bis 2100 für möglich hält. Hierfür macht er vor allem die politischen Entscheidungsträger verantwortlich, die mit den Wissenschaftlern um die Veröffentlichung rangen. Statt den Plan der kalifornischen Universitäten Stanford und Davis zur Umstellung der Weltenergieversorgung auf 100% Erneuerbaren Energien in 20 Jahren aufzugreifen und für eine steile Wachstumsdynamik zu werben, wie sie ja von Stanford ausgehend in der IT-Technologie realisiert wurde, setzt der IPCC immer noch auf Wachstumskurven, wie sie in den letzten Jahren permanent überholt wurden. Prof. Karl Steininger berichtet von spannenden neuen Systemen zur besseren Speicherung von Strom aus Photovoltaik. Beim Emissionshandel kommt es leider zu groben Menschenrechtsverletzungen. Vor allem, wenn der Bevölkerung Land weggenommen wird, wie indischen Bauern durch den Bau neuer Windkraftanlagen oder durch das Abholzen des Amazonas-Regenwaldes für die Erzeugung von Biodiesel oder den Bau von großen Wasserkraftwerken. Dies machte uns Christian Kozina in seinem Zukunftskino mit dem Film „The Carbon Rush“ deutlich. Prof. Karl Steininger wirft in seinem Statement einen kritischen Blick auf den  Emissionshandel. Eine gute Aufforstungs-Initiative gibt es in der Türkei. Selo Beyda, ein Reiseleiter, erklärt ganz begeistert, wie Kinder in der Schule Bäumen pflanzen. Die Finanzierung erfolgt mit einer Spende per SMS. News und Ankündigungen: -Eine neue Studie zeigt: Biokraftstoffe aus Abfällen haben ein großes ungenutztes Potenzial. Anstatt Anbaubiomasse sind neue Konzepte zur Reststoffnutzung gefragt. „Ohne drastische Effizienzsteigerungen beim Kraftstoffverbrauch von Pkw, Lkw oder Flugzeugen und einer Verkehrsvermeidung beziehungsweise Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden die Klimaschutzziele der EU nicht eingehalten werden. Nur wenn alle Effizienzpotenziale konsequent ausgeschöpft sind, kann die dann noch bestehende Versorgungslücke mit Biokraftstoffen auf Reststoffbasis geschlossen werden“, sagte Naturschutzbund-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger. -100% erneuerbare Energie ist nur eine Frage des politischen Willens und RASCH möglich. Unzählige Orte, Gemeinden, Regionen zeigen das bereits! Global 100 % RE ist eine globale Initiative, die auf 100% erneuerbare Energie setzt! -Niederösterreich und die Bundesregierung setzen jedoch falsche Zeichen: Nach der absurden Solarsteuer auf Bundesebene kommt jetzt auch eine Windkraftsteuer in Niederösterreich. -Im Rahmen der „Klima- und Energiemodellregionen“ des Klima- und Energiefonds wird das Projekt „BürgerInnenbeteiligung WIN³“ umgesetzt. Die Bevölkerung kann sich in dessen Rahmen an Energieprojekten in den 4 Kleinregionen „Hartberg, Vorau, Kaindorf und steirisches Wechselland“ beteiligen. Projektträger ist dabei die öffentliche Gesellschaft Impulszentrum Vorau GmbH. – Bis 15. Dezember 2014 stehen 26,8 Millionen Euro für die Photovoltaik-Förderaktion des Klima- und Energiefonds zur Verfügung. Neu in diesem Jahr ist, dass auch juristische Personen – also Betriebe, Vereine oder Institutionen – eine Förderung für Anlagen bis 5 kWp erhalten. Bislang war die Aktion auf Private beschränkt. Gleich bleibt das Einreichverfahren: Unter www.pv.klimafonds.gv.at können sich AntragstellerInnen rund um die Uhr bundesweit registrieren und innerhalb einer 12- wöchigen Frist ihren Förderantrag stellen. –Anfang 2014 ist die Zahl elektrisch angetriebener Automobile weltweit auf  400.000 gestiegen. Das hat eine Analyse des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg ergeben. Der Bestand an Fahrzeugen hat sich  in den zwölf Monaten des vergangenen Jahres verdoppelt. Die größere Nachfrage findet besonders in den weltweiten Leitmärkten USA, Japan und China statt. – Die WAVE, die größte Elektroauto-Rallye der Welt und tourt auch heuer 9 Tage lang quer durch Europa – von Baden-Württemberg via Bayern und Vorarlberg in die Schweiz. 80 Teams aus aller Welt werden ab 31. Mai 2014 in Stuttgart starten, über das Allgäu fahren und die Alpen überqueren. Alle Elektrofahrzeugfahrer sind herzlich zum Mitfahren bei der Wave Trophy 2014 eingeladen! – Den großen Auftriebsgebieten der Ozeane geht die Luft aus. Der Klimawandel bringt die Strömungen der Ozeane durcheinander. Vor der Küste Namibias befindet sich eines der drei größten Auftriebsgebiete weltweit: der Benguelastrom. Noch vor wenigen Jahren zogen riesige Schwärme von Sardinen und Sardellen durch das kalte und nährstoffreiche Wasser, das dort aus den Tiefen des Meeres an die Oberfläche aufsteigt. Nun treten dort  häufiger extrem sauerstoffarme Zonen auf und mit ihnen verschwinden nicht nur die beiden Fischarten, sondern gefährden auch Haie, Lachse und Thunfische, die sich bevorzugt von Sardinen und Sardellen ernähren. – Auch der Mensch ist auf Hungerkrisen durch den Klimawandel nicht vorbereitet. -Erwähnen möchten wir die nette Idee von Kleidertauschparties, die wir auch in unserem Bekanntenkreis praktizieren. – Greenpeace gab seinen neuesten Report über Internet-Unternehmen heraus. Auch die Bewertung von IT-Produkten ist interessant. Wäre das Internet ein Land, so wäre es beim Stromverbrauch weltweit an sechster Stelle. Brancheninsider erwarten, dass sich die Internet-Daten von 2012 bis 2017 verdreifachen werden. – Vor zwei Jahren erteilten die mexikanischen Behörden eine Anbauzulassung für Monsantos Gen-Soja. Doch drei Maya-Gemeinden wollten sich das nicht gefallen lassen und gingen vor Gericht. Der Anbau von Gen-Soja verletze das Recht auf eine gesunde Umwelt, da er mit dem Einsatz von Herbiziden und Abholzung verbunden sei, argumentierten sie – und bekamen nun Recht. Auch in Brasilien musste die Gentechnik-Industrie eine Niederlage einstecken. Laut Gerichtsbeschluss darf der Gen-Mais „Liberty Link“ des deutschen Agrarkonzerns Bayer nicht angebaut werden. Erst müssten mögliche negative Auswirkungen auf die Ökosysteme untersucht werden. Damit werden Präzedenzfälle für zukünftige Gentechnik-Urteile in Mexiko und Brasilien gesetzt. Im besten Fall müssen sogar bereits für den kommerziellen Anbau zugelassene Pflanzen neu geprüft werden. Das zeigt: Widerstand lohnt sich! -Isabell Riedl macht auf die wirkliche Gefahr des Freihandelsabkommens TTIP aufmerksam. Es geht um unsere Landwirtschaft und unsere Gesundheit! Die durchschnittliche Größe eines landwirtschaftlichen Betriebes in den USA beträgt 175 ha, in der EU 14 ha. Über 40 % des Rindfleisches in den USA wird von riesigen Mastbetrieben mit 32 000 und mehr Kühen produziert. Seit 1970 hat sich die Milchproduktion verdoppelt, obwohl die Anzahl an Kühen um ein viertel abgenommen hat. Die USA produziert jährlich 19,5 Mio. t Geflügel. Die Quellen stammen vom United States Department of Agriculture. Die Bedenken, dass die EU mit gentechnisch veränderten Organismen, Hormon-Fleisch und in Chlorlauge desinfizierten Hühnern überschwemmt wird, sind durchaus berechtigt. -Auf der Messe in Hannover wurden interessante Neuerungen vorgestellt: Eine Weiterentwicklung der Brennstoffzelle, die künftig auch Wasserstoff für die Zwischenspeicherung nutzt. -An einer Alternative zu herkömmlichen Batteriespeichern für Solarstrom arbeitet das Forschungsprojekt Pecdemo. Das Prinzip: Auf eine Solarzelle wird eine Photoanode aufgebracht. Diese Schicht wird in Wasser eingetaucht. So wird per Elektrolyse Wasserstoff erzeugt. Der lässt sich speichern und in Brennstoffzellen für Autos nutzen. Er kann auch in Methangas umgewandelt und dann vielfältig genutzt werden. – CO2 soll künftig in Erdgas umgewandelt werden und  dient somit als Speichermedium zur Stromproduktion. Dies funktioniert mit einem kobalthaltigen Katalysator, gaben Wissenschaftler der TU München bekannt. -In Deutschland halbierte sich im innerhalb eines Jahres der Solarmarkt, was wir bedauern. Wir wundern uns, dass Österreichs Staatssekretärin Sonja Steßl mit einer Steuer auf Photovoltaikanlagen diesem Trend trotz massiver Kritik nachfolgen möchte. Hier ist eindeutig zu hinterfragen, wem diese Steuer nutzt? Weniger dem Finanzminister, weil die Einnahmen durch den Verwaltungsaufwand zu gering sind, vielmehr also den großen Energie-Unternehmen. -Photovoltaik-Module können künftig in einem speziellen Farbglas angeboten werden, wodurch eine neue Fassadenoptik möglich wird. -Das Fraunhofer Institut entwickelt Technologien für solarthermische Turmkraftwerke. Darin wird direkte Solarstrahlung von einer Vielzahl nachgeführter Spiegel auf einen zentralen Absorber an der Spitze eines Turms gelenkt. Durch die extreme Konzentration der Solareinstrahlung werden sehr hohe Temperaturen erzeugt und die Wärme auf ein Fluid übertragen. Mit der so gewonnenen thermischen Energie wird mittels einer Turbine in einem Kraftwerksblock Strom erzeugt. Alternativ kann die Energie auch ganz oder teilweise einem thermischen Speicher zugeführt werden und damit für eine zeitversetzte Stromerzeugung zur Verfügung stehen. So können solarthermische Turmkraftwerke rund um die Uhr bedarfsgerecht Strom erzeugen und in Regionen hoher Direktstrahlung langfristig zur Stabilisierung von Netzen mit hohen Anteilen an regenerativen Energien beitragen. -Die EESI2020 sucht in Kooperation mit der Grazer Energieagentur die beste europäische Dienstleistungsinitiative. Einreichungen sind bis 31. Mai 2014 auf der Homepage der EESI2020 möglich. http://eesi2020.eu/de/aktuelles-veranstaltungen/european-energy-service-award-eesa/ -Unter dem Titel:“ WACHSEN LASSEN! Von der Ökologie und Ökonomie der Zukunft“ finden im Schloss in Hartberg am Fr. 16. und Sa. 17. Mai 2014, ab 14.00 Uhr Zeitgespräche statt. ReferentInnen wie Johannes Gutmann, Sandra Krautwaschl, Peter Heintel, Bernd Lötsch, Gabriele Sorgo, Dan Jakubowicz, Leo Riebenbauer, Maria Prem, Josef Riegler, Franz Fischler, Renee Schroeder und viele andere diskutieren mit den TeilnehmerInnen über spannende und brisante Themen und zukunftsweisende Initiativen. Kochshows von und mit Götz Bury runden das Programm ab. Die Teilnahme ist kostenlos!

  23. 17

    SchülerInnenUni-Amphibienschutz-Biomassekonferenz

    In dieser Sendung berichten wir von der SchülerInnenUni an der TU-Wien, wo man Jugendliche von heute zum Studieren von  Klima und Energie von morgen anregen möchte. – Nun ist die Zeit, in der Kröten wandern. Wir bringen einen Bericht, wie wir diese Tiere schützen können. -Weiters berichten wir von der 4. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz, bei der wir interessante Neuerungen fanden. – Zuletzt bringen wir einige Ankündigungen und News. Musikalisch umrahmt wird die Sendung heute von Mitschnitten aus einem Benefizkonzert „Steirer helfen Steirern“ im forum KLOSTER Gleisdorf, mit dem Titel QUARANTANGO, anlässlich des Jubiläums 40 Jahre ARS HARMONIAE. Dieses Orchester, das sich dem Tango nuevo verschrieben hat und aus einem Akkordeonorchester entstanden ist, wird in bewährter und subtiler Weise von Rudolf Plank, der auch die meisten Arrangements verfasst, mit viel Feingefühl und großer Sorgfalt geleitet. Mag. Manfred Duchkowitsch organisiert die SchülerInnenUni an der TU-Wien. Die Teilnahme ist kostenlos! Naturwissenschaftliche, technische und gesellschaftliche Aspekte des Klimaschutzes, der intelligenten Energienutzung und -bereitstellung werden in einer Woche altersgerecht vermittelt und Bezüge zur eigenen Lebenswelt der SchülerInnen hergestellt. Auswirkungen, beispielsweise der Lebensmittelherstellung, der Verkehrsmittelwahl oder der Freizeitgestaltung werden mit DozentInnen der Forschungseinrichtungen und mit außerschulischen BildungsakteurInnen handlungsorientiert bearbeitet. Inhalte werden durch spielerische Methoden, künstlerisch-kreative Auseinandersetzung, Experimente, Filmvorführungen mit Diskussionsrunden, szenische Darstellungen und Exkursionen vermittelt. Vom 17. bis 24. Februar 2014 fanden sich wieder rund 800 SchülerInnen im Hauptgebäude der TU Wien ein, um an der 7. SchülerInnenUni teilzunehmen.Ein Mitbegründer der SchülerInnenUni ist Mag. Martin Fliegenschnee. Nach ihm berichtet Mag. Manfred Duchkowitsch von der SchülerInnenUni. Wir berichten von einem Naturschutzprojekt: der Krötenhilfe, an der sich auch Peter beteiligt. Zu Wort kommen Harald Hauska und ein Kollege von der Berg- und Naturwacht, Linda und Peter Kandlbauer als Mithelfer sowie Frans-Frederik Mellak, der auch Märchen zum Amphibienschutz erzählt hat. Die 4. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz fand vom  15.-18. Jänner 2014 in Graz statt. Das Interesse an Bioenergie ist enorm groß. Über 1.100 Gäste informierten sich über die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen auf dem Gebiet der energetischen Biomassenutzung. Die größte Biomasse-Konferenz Österreichs hat einen internationalen Fokus: Besucher aus 45 Nationen und aus allen Kontinenten reisten nach Graz an. Dazu sagte der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes, DI Dr. Horst Jauschnegg: „Österreichisches Bioenergie-Know-how stößt überall auf der Welt auf höchstes Interesse! Die Europäische Union muss im Kampf gegen den Klimawandel mutig als Vorreiter vorangehen und das Energiesystem auf erneuerbare Grundfesten stellen. Eine nachhaltige, sichere, wettbewerbsfähige und klimaschonende Energieversorgung kann künftig nur gewährleistet werden, wenn die Energie- und Klimapolitik der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten den 100%igen Umstieg auf ein hocheffizientes, erneuerbares Energiesystem mit ambitionierten, langfristig geplanten Maßnahmen und einem klaren Zielerreichungspfad rasch vorantreibt“, – fordert Jauschnegg. Wir waren bei einer Exkursion zu neuen Torrifikationsanlagen. Hierbei werden aus Holz durch einen Dörrvorgang höherwertige Stoffe hergestellt. DI Trattner erklärt uns, wie das funktioniert. Auch in Frohnleiten befindet sich ein Werk zur Produktion von effizienten Zerkleinerungsanlagen für Müll und Biomasse. DI Kunter steht uns für ein Interview zur Verfügung. Viele Waldbesitzer erzeugen sich ihr Hackgut selbst. Im Biomassehof Leoben werden größere Mengen an Hackgut hergestellt und auch verkauft. Herr Gaber erzählt darüber. Über die Biomasse-Nutzung in Kroatien spricht DI Josip Dundovic, dem Präsidenten des Kroatischen Biomasseverbandes. Einige Ankündigungen und News: -Laut dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung könnte der EU eine bedeutende Vorreiterrolle im Klimaschutz zukommen. Dies könnte Signalwirkung für andere Länder haben, sich ebenso daran zu beteiligen. Wir Europäer sind große Handelspartner Chinas, die als wichtiger Partner ebenso mit ins Boot geholt werden könnten. Dies würde in jedem Fall mit einer besseren Luftqualität in China einhergehen, die momentan ziemlich problematisch ist. Sollte China zusammen mit der EU auf dem Weg zu einer weltweiten Emissionsreduktion voran gehen, könnte dies die Emissionen bis 2030 um ein vielfaches dessen verringern, was die EU allein erreichen könnte. Bei einer Beschränkung des Ausstoßes von Treibhausgasen besteht oft die Befürchtung, dass energieintensive Industrien in Teile der Welt mit niedrigeren Umweltstandards abwandern. Oder dass ein rückläufiger Verbrauch von fossilen Brennstoffen durch Klimaschutzmaßnahmen in einer Region die Weltmarktpreise für Kohle, Öl und Gas reduziert und hierdurch den Verbrauch anderenorts steigen lässt. Beide Effekte könnten die Bemühungen von Vorreitern zunichte machen. In der Studie wird dieser Effekt jedoch als gering eingeschätzt. Nur etwa 20 Prozent oder weniger der Emissionen würden verlagert statt vermieden werden, so das Ergebnis des ganz überwiegenden Teils der Computersimulationen. Diese Leakage-Rate misst den Anteil von zusätzlichen Emissionen im Rest der Welt verglichen mit der Emissionsreduzierung des Vorreiters. Die Kosten der Vorreiterrolle wären für die EU gering. Nachzügler hätten zwar den Vorteil anfänglich geringerer Kosten, aber später höhere Kosten beim Übergang zur überwiegend CO2-freien Wirtschaftsweise. – Mehr als 20 Umwelt- und Entwicklungsverbände aus Nordafrika und dem Nahen Osten, haben sich in einem offenen Brief an die EU gewandt. Sie drängen auf ambitionierte europäische Klimaschutzziele. Andernfalls könnten die sogenannten MENA-Staaten dem angestrebten Weltklimavertrag 2015 in Paris ihre Zustimmung verweigern. Hintergrund hierfür ist allerdings der Wunsch nach der Umsetzung des umstrittenen Desertec-Solarprojektes, das wiederum eine Abhängigkeit für Europa von Afrika bedeutet. – Die Donau transportiert in den Uferbereichen zwischen Wien und Bratislava mehr Plastikpartikel als Fischlarven. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kamen LimnologInnen der Universität Wien um Hubert Keckeis im Zuge eines Forschungsprojekts über Jungfische in Europas zweitgrößtem Fließgewässer. – Flutkatastrophen in Europa werden wohl künftig stärker, häufiger und damit zu einem großen Kostenpunkt. Bis 2050 könnten die finanziellen Schäden auf 23,5 Milliarden Euro im Jahr steigen, heißt es in einer neuen Studie der Freien Universität Amsterdam. Veröffentlicht wurde sie im Fachmagazin Nature Climate Change. Tritt die Kostensteigerung so ein wie prognostiziert, wäre das eine Verfünffachung der jetzigen Kosten. -Laut dem Naturschutzbund Deutschland hat sich der Beginn der Vegetationsperiode in Deutschland hat sich im Zeitraum von 1961 bis 2005 um 19 Tage verschoben. Der Grund ist der Anstieg der Jahresmitteltemperatur, durch den sich die Vegetationsperiode im Mittel um insgesamt 25 Tage im Jahr verlängert hat. Der Naturschutzbund weist darauf hin, dass die Veränderungen dieser wichtigen Umweltfaktoren einen deutlichen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt ausüben. Arten und Lebensgemeinschaften hängen voneinander ab, so dass der verfrühte Beginn der Blüte Einfluss auf die davon abhängigen Insekten hat, die wiederum eine wichtige Nahrungsgrundlage für bestimmte Vogelarten darstellen. Können Zugvögel ihre Ankunfts- und Bruttermine nicht schnell genug an diese Veränderungen anpassen, fehlt ihnen diese Nahrung zur Aufzucht der Jungvögel. Vogelzugzeiten hängen jedoch gleichzeitig von der Nahrungsverfügbarkeit im Winterquartier und auf dem Zug ab, so dass sich in vielen Fällen eine für Zugvögel gefährliche Verschiebung ergibt. Verlierer dieser Entwicklung sind Langstreckenzieher, heimische Brutvögel mit Winterquartieren in Afrika südlich der Sahara wie Trauerschnäpper, Nachtigall oder der Pirol. Eine Anpassung an die neue Situation fällt ihnen ungleich schwerer als Arten, die in Europa überwintern und daher verbleiben einige dieser Zugvögel bereits in unseren Breiten mit allen Nachteilen. – Durch den Anstieg des Meeresspiegels sind nicht nur Siedlungsräume großer Teile der Weltbevölkerung an den Küsten betroffen, sondern auch zahlreiche Stätten des UNESCO Weltkulturerbes. Das zeigt eine aktuelle Studie von Ben Marzeion von der Universität Innsbruck und Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Von der Freiheitsstatue in New York über den Tower of London bis hin zum Opernhaus in Sydney: Der Klimawandel bedroht das kulturelle Erbe der Menschheit. – Wie ein Bericht von Greenpeace darstellt, haben Europas größte Energieunternehmen, massive Schwierigkeiten, ihre Geschäftsmodelle an die strukturellen Veränderungen des Energiemarktes anzupassen. Der Report deckt auf, wie Europas Energieriesen durch gezieltes Lobbying bei ihren Regierungen versuchen, ihre Fehlinvestitionen in Kohle- Gas- und Atomkraftwerke auszugleichen. Auf Grund der gewaltigen Verluste von 500 Milliarden Euro in fünf Jahren, üben alteingesessene Unternehmen, darunter auch die österreichische OMV, massiven Druck auf die europäischen Regierungen aus. Energieerzeuger sollten auf nachhaltige Geschäftsmodelle umsteigen – fordern auch wir von der Klimanews-Redaktion. – Nach einem Erlass des Finanzministeriums vom 24. Februar 2014 soll der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Sonnenstrom mit einer Abgabe von 1,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) belegt werden, sobald die Nutzung eine Leistung von 5000 kWh überschreitet! Hier werden private Energie-Erzeuger mit Solarstrom zur Kasse gebeten und wir hoffen, dass dieser Erlass umgehend zurückgenommen wird. Photovoltaik-Austria hat eine Sonnenstrompetition gestartet auf: www.pvaustria.at/petition – Die Grazer Energieagentur koordiniert das EU Projekt Re-Co (Re-Commissioning), bei dem Energiekosten durch Gebäudetechnik und Nutzerverhalten optimiert werden. Die Albert Schweitzer Klinik Graz ist eines der Vorzeigeprojekte. Durch die Teilnahme am Projekt Re-Co  konnte die Klinik jeweils zwischen 5 und 7% des Bedarfs an Strom und Fernwärme im Vergleich zu den Vorjahren einsparen und sparte sich die Klinik 15.000€/Jahr an Energiekosten. Das Projekt wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt. – Ein Filmabend „The Carbon Rush“ und Diskussion mit Dr. Karl Steininger vom Wegener Center findet am Montag, den 7.April um 19:00 Uhr im Hörsaal 11.03 in der Heinrichstraße 36 statt. Der Eintritt ist kostenlos.

  24. 16

    Ernährungssouveränität-oekonews-Doris Holler-Bruckner

    In dieser Sendung berichten wir von der Ernährungssouveränität, die in Österreich gerade im Entstehen ist. – Doris Holler-Bruckner ist Chefredakteurin der Internetzeitung oekonews und langjährige Partnerin unserer Klimanews. In einem Interview berichtet sie von ihren Aktivitäten und Schwerpunkten. – Wir rufen auch heuer wieder zum Autofasten auf und möchten zum Mitmachen bei der Aktion „Critical Mass“ – regelmäßig stattfindenden Radfahr-Aktionen ermuntern. – Zuletzt bringen wir einige Ankündigungen und News. Die Musik stammt wieder vom A Capella Festival Total Vokal in Graz.   Was ist Ernährungssouveränität und wie ist sie entstanden? 2007 wurde in Mali ein weltweites Forum für Ernährungssouveränität geschaffen mit dem Namen Nyéléni. Das ist der Name einer malischen Bäuerin. Die Deklaration lautet: „Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. […] Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne.“ In Mali diskutierten 500 Menschen aus aller Welt über die notwendige Veränderung und mögliche Gestaltung des Agrar- und Ernährungssystems. Seit Anfang 2013 laufen die Vorbereitungen für ein österreichisches Forum für Ernährungssouveränität – Nyeleni Österreich 2014. Das Forum wird vom 13. bis 17. April 2014 im Schloss Goldegg im Pongau, Salzburg stattfinden. Es werden noch Menschen gesucht, die sich einbringen wollen. Wir berichten von einem Vernetzungstreffen im Grazer Forum Stadtpark, wobei uns Martin Mayr aus der österreichischen Koordinierungsgruppe für ein Interview zu Verfügung stand. Näheres finden Sie auf der Homepage www.ernährungssouveränität.at Unter den Teilnehmern ist DDI. Dr. Helmut Hoffmann aus Graz, der uns ein Interview gibt. Er berichtet von seinen Erkenntnissen in der Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang möchten wir nun in der Fastenzeit zum Fleischfasten aufrufen, dem ursprünglichen Sinn der Fastenzeit. Martina Almer erklärt und WWOOF Österreich.  WWOOF ist ein, von England ausgehendes, weltweites Netzwerk von biologischen Bauernhöfen, auf denen man für freie Kost und Unterkunft mithelfen kann. Die Anfangsbuchstaben WWOOF stehen für „We are Welcome On Organic Farms“. Christina Gissing möchte ebenso ihren Beitrag für eine bessere Welt leisten. Sie erzählt von sich und der „Kleinen Farm“, einer neuen Form der Landwirtschaft.   Doris Holler-Bruckner, die sich als Hainburg Aktivistin betätigte, ist Chefredakteurin der Internetzeitung oekonews. In ihrem Interview erzählt sie über die Zeitung und ihre Schwerpunkte.   Wie jedes Jahr möchten wir auch heuer wieder zum Autofasten aufrufen, was in Städtischen Regionen mit einem dichten öffentlichen Verkehrsnetz sicher leichter gelingt. Beim Autofasten geht es aber auch darum, Autofahrten zu reduzieren, indem man sich überlegt, ob der Verkehrsweg überhaupt nötig ist oder Fahrgemeinschaften gründet. Wenn möglich, sind Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder in einer Fahrgemeinschaft zurück zu legen. Die „Critical Mass“ ist eine internationale Aktion, die ihren Ausgang 1992 in Los Angeles nahm. Seit diesem Start treffen sich Radfahrer weltweit mehr oder weniger regelmäßig zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. In einigen österreichischen Städten findet die Aktion regelmäßig statt. Sie sind im Internet angekündigt, unter www.criticalmass.at.   Ankündigungen und News: -Erstmals bitten wir eine Petition zu unterstützen für die Menschen, die vielleicht ihre Stimme erheben für den Schutz der Umwelt. Im Anlassfall ist dies Dr. Gerhard Heilingbrunner, der Ehrenpräsident des Umweltdachverbandes. Für uns ist es wichtig, Gerechtigkeit gelten zu lassen und den Schutz von Umweltschützern zu gewährleisten. Daher bitten wir Sie,  die Petition „Nimmer Wurscht“ zu unterzeichnen. Auf der folgenden Website finden Sie auch weitere Informationen: www.nimmerwurscht.at. -In Österreich ist nach den Film-Klassikern „We feed the World“, Let´s make money“ und anderen ein, unserer Meinung nach, neuer Film-Klassiker entstanden mit dem Namen „Macht Energie“. Die Energieproduktion steht im Fokus von Macht und Geld. Die Gewinne sind hoch und fossile Energiequellen Öl, Gas und Atom werden nach wie vor subventioniert. Dieser kritische Film zeigt ebenso positive Beispiele auf. Den Trailer zu diesem Film von Hubert Canaval und Corinna Milborn, finden Sie auf Youtube: Macht Energie. Ein weiterer empfehlenswerter Film heißt „Leben mit der Energiewende 2- 100 % regenerativ“ von und mit Frank Farenski. Er ist zur Gänze auf Youtube zu sehen, was wir sehr empfehlen möchten. -Das größte Solarkraftwerk ist kürzlich in Californien in Betrieb gegangen. Mit einer Leistung von 396 Megawatt würde es für rund  140.000 kalifornische Haushalte reichen. Das Kraftwerk Ivanpah, das sich in der kalifornischen Wüste auf einer Fläche von  14 Quadratkilometern erstreckt, hat drei je 140 Meter hohe Türme, die von jeweils 100.000 nachgeführten Spiegeln umgeben sind und von denen das eingestrahlte Sonnenlicht zu den Türmen geleitet wird. Damit werden Keramikelemente in den Türmen auf die gigantischen Temperaturen von 800 bis 900 Grad Celsius erwärmt. Das Wasser verdampft und der Dampf treibt eine Turbine an, die dann Strom erzeugt. Wärme kann auch für die Nacht gespeichert werden, wodurch es kein Problem gibt, Strom auch in der Nacht und nicht nur bei Tag zu liefern. Bei diesem Gemeinschaftsprojekt NRG Solar und Bright Source Energy und Google ist auch Google um ein besseres Image bemüht. -Generation Earth Tirol ist eine Gruppe von engagierten Jugendlichen und vernetzt junge Leute, die sich für Umwelt, Klimaschutz oder Entwicklungszusammenarbeit interessieren. Bei Treffen, kleinen Aktionen und anderen Veranstaltungen steht der gegenseitige Austausch und das Umsetzen von Projekten im Vordergrund. Wer mitmachen möchte, kann sich Infos holen unter www.generationearth.at. – Trotz gravierenden Änderungen in der Förderpolitik ist das Interesse an Photovoltaikanlagen weiter ungebrochen. Im Vorjahr wurden geschätzte 15.000 Anlagen mit einem Anschlusswert von 250 MWp errichtet. Dieser Trend wird sich 2014 fortsetzen, jedoch werden deutlich mehr Kleinanlagen- 3-20 kWp- mit dem Schwerpunkt Eigenversorgung im Umfeld der „Smart Homes“ errichtet werden. Das Praxiszentrum des Bundesverbandes Photovoltaik bietet 2014 neben der HTL Hollabrunn praxisorientierte Weiterbildungskurse auch an der HTL Bulme Graz/Gösting, am Schulungszentrum in Fohnsdorf und im Herbst an der HTL Waidhofen an, um den neuen Trend von Eigenverbrauchsanlagen umsetzen zu können. Die Kurse richten sich an ausführende Firmen, PV-Spezialisten aber auch an Planer und interessierte Endkunden. – Im Rahmen des Forschungsprogramms StartClim werden heuer wieder Projekte vergeben. StartClim versteht sich als Forschungsprogramm, das hilft, Anfänge zu setzen. Diese sollen in StartClim so weit geführt werden, dass darauf aufbauend weiterführende Anträge bei geeigneten Forschungsförderungseinrichtungen gestellt werden können. Die Themen reichen vom Tierschutz bis hin zum Wegweiser Klimawandel und Gesundheit. Nähere Infos finden Sie unter http://www.austroclim.at. – In Modena ist die erste Anlage zur Herstellung von aus Algen gewonnenem Biodiesel in Betrieb gegangen. Einige Tankstellen mit aus Algen erzeugtem Biodiesel sind  bereits in den USA sind in Betrieb. Von Vorteil ist nicht nur dessen Schwefelfreiheit, sondern auch die bessere Schmierfähigkeit und die wegen ihres natürlichen Sauerstoffgehaltes vollständigere Verbrennung im Motorinneren. Auch preislich wird dieser neue Kraftstoff immer interessanter. – Die amerikanischen Banken Citigroup und Bank of America haben Bonuszahlungen in Millionenhöhe an zwei Verantwortliche der Obama-Administration gezahlt. Die Begünstigten, Stefan Selig und Michael Froman, sind die “Väter” einer Reihe von Freihandelsabkommen, zu denen auch das umstrittene EU-USA Abkommen (TTIP) gehört. Dies berichtet die US-amerikanische Antikorruptionsplattform „Republic Report“. Dieses Freihandelsabkommen begünstigt wieder einige wenige Reiche. Im Internet kursieren einige Petitionen, die gegen dieses Freihandelsabkommen und für eine gerechtere Wirtschaft auftreten. Wir meinen, diese Petitionen sind unterstützenswert!

  25. 15

    Zukunft als Auftrag- Ökosoziale Marktwirtschaft

    In dieser Sendung berichten wir von der “Zukunft als Auftrag”. Das RCE (Regional Centre of Expertise)-Graz lud zur gleichnamigen Veranstaltung an der UNI-Graz.Anläs slich des 75. Geburtstages von Josef Riegler, dem großen Vordenker der Ökosozialen Marktwirtschaft, machten sich 58 namhafte Experten, langjährige Wegbegleiter und junge Engagierte auf Einladung von Ernst Scheiber und Kurt Ceipek Gedanken zur Zukunft unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, quasi als Auftrag für uns alle. Ernst Scheiber und Kurt Czeipek brachten für Josef Riegler ein Buch heraus, mit dem Titel:  Zukunft als Auftrag – Die Welt gehört unseren Kindern – Außerdem bringen wir einen kurzen Bericht über die in Graz stattgefundene Fachkonferenz zum Thema Integrationspolitik, – sowie aktuelle News und Veranstaltungshinweise. Musikalisch begleitet werden wir heute von unserem lieben Freund und Gitarrenshootingstar Georg Neureiter.  Seine Musik beschreibt der 25-jährige Gitarrist, Sänger, Komponist, Maler und Poet als ACOUSTIC GROOVES. Heute hören wir einige Tracks aus seiner neuen CD „Deepest Blue“. Prof. Ernst Scheiber spricht kurz über sein Buch  „Zukunft als Auftrag – Die Welt gehört unseren Kindern“. Wie ein gutes Leben für derzeit acht Milliarden Menschen auf der Erde – bei begrenzten Ressourcen – aussehen kann, beantwortet Ernst Ulrich von Weizsäcker: Zu einer „dramatischen Verbesserung der Energie- und Ressourcenproduktivität gibt es überhaupt keine wohlstandsförmige Alternative“. Ähnlich argumentiert Martin Gerzabek, Rektor der Universität für Bodenkultur: Die weltweiten Ungleichheiten in Einkommen und Ressourcen seien Basis potenzieller Krisen, die sich nur abwenden ließen, wenn das Konzept der Nachhaltigkeit auch für politische, soziale und finanzielle Fragen angewandt werde. In der diskutierten Weltordnung sollten nicht die Politik oder die Wirtschaft den Vorrang haben, sondern die Würde des Menschen, fordert der Theologe Hans Küng: Es gelte der Primat des Ethos. Ähnlich dieser Haltung verlangt auch Heinrich Wohlmeyer, Wissenschafter und Publizist, eine ökologisch geordnete Ernährungssouveränität aller Menschen. Diese „muss beharrlich als Menschenrecht thematisiert werden“. Eine globalisierte Wirtschaft verlangt jedoch nach einer globalen Ordnung – darin sind sich die Autorinnen und Autoren einig. Laut Theologe Herwig Büchele sollen sich Menschen nicht nur zur Heimat bekennen, sondern auch als Weltbürger fühlen – lokal handeln, aber global denken. Netzwerke könnten diese ökologisch und sozial verantwortliche Denkweise stärken. Worin deren Prinzipien bestehen, zeigt Günther Humer, Leiter der Agenda 21 in der Zukunftsakademie Oberösterreichs, in fünf Thesen auf. Das Gespräch darüber sei dringend zu führen: „Man muss den Markt zwingen, in den sozialen Dialog und in die Umweltdebatte einzutreten“, fordert Alois Schwarz, Bischof der Diözese Gurk, im Gespräch mit Martin Kugler. Und die Märkte brauchen Regeln, wie Wilhelm Molterer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, gegenüber Gerhard Schwischei erläutert: „Gerade der Finanzsektor zeigt deutlich, dass ohne europäische Regelung keine Chance besteht, die Kräfte des Marktes in richtige Bahnen zu lenken“. Konkret zu politischen Projekten äußert sich u. a. der Präsident des Ökosozialen Forums Stephan Pernkopf. Pernkopf fordet ein Bundesministerium für erneuerbare Energien. Die Energiepolitik sei gewichtiges staatliches Thema, die Energiewende hin zu den Erneuerbaren „muss unumkehrbar sein“. Die Notwendigkeit neuen Denkens hinsichtlich Ressourcen- Generationengerechtigkeit formuliert der deutsche CDU-Politiker Heiner Geißler in einem Satz: „Ohne Alternative zum kapitalistischen System in Form der Ökosozialen Marktwirtschaft ist eine humane Weltwirtschafts- und Weltfriedensordnung nicht möglich.“ Dr. Josef Riegler forcierte die Ökosoziale Marktwirtschaft in Österreich. Er feierte am 28. Oktober mit uns seinen Geburtstag. Durch den Auftrag des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki Moon verfasste eine hochrangige Resolution der UNO ein Programm, wodurch Dr. Josef Riegler seine Anliegen der Ökosozialen Marktwirtschaft auch auf internationaler Ebene im Kommen sieht. Dr. Josef Riegler arbeitete jahrelang mit Prof. Franz-Josef Radermacher zusammen. Prof. Rademacher ist Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung. Er setzte sich weltweit für die Ökosoziale Marktwirtschaft  und für die Global Marshall Plan Initiative ein, für eine gerechtere Globalisierung. Er ist Mitglied des Club of Rome und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Uns ist er auch durch zahlreiche Bücher und Publikationen bekannt. Prof. Radermacher empfiehlt uns mehrere Projekte, in die wir sinnvoll investieren können. Eines davon ist das Regenwaldprojekt in Costa Rica, in das wir bereits investiert haben. Dabei wird in Kooperation mit den ansässigen Bauern Regenwald angekauft und damit geschützt. Näheres finden Sie auf der Website: www.costarica-individuell.de  oder unter dem Begriff „Regenwald der Österreicher“. Solche Zertifikate eignen sich auch gut als persönliches Geschenk. Ein Herzensprojekt von Prof. Radermacher ist „Plant for the Planet“. Jonas Prihal aus Eggersdorf berichtet nun von dem bemerkenswerten Projekt, das der 9-jährige Felix Finkbeiner aus Deutschland ins Leben gerufen hat. Auch Jonas hat erst vor einem halben Jahr die Volksschule verlassen. Für seine Ausbildung hat Jonas ein Zertifikat erhalten, das sein Ausbildner Toni Ithaler  und auch Felix Finkbeiner unterzeichnet haben. Durch dieses Projekt sind bis jetzt bereits 12,6 Milliarden Bäume gepflanzt worden. Kommen wir nun zu einem vergleichsweisen Mini-Projekt in Brasilien, bei dem nicht mehr nutzbare landwirtschaftliche Flächen durch Jatropha-Pflanzen wieder aufgeforstet werden und der fortschreitenden Wüstenbildung Einhalt gebietet. Außerdem wird das Einkommen von Kleinbauern gesichert. Ein vorbildliches Sozialmodell sieht Kindergartenmöglichkeiten, Schulen usw. in jeder Dorfgemeinschaft vor. Auch hier ist es möglich,  sein Geld für ein gutes Klima zu spenden. Nähere Infos finden Sie unter www.1-globalclimatecent.com. Dr. Josef Riegler und Prof. Radermacher richten einen Appell an unser aller Vernunft. Bürgermeister der Stadt Graz Mag. Siegfried Nagl ist Präsident des Ökosozialen Forums. Er wurde nach Problemen gefragt: „Wir sollten ein Bekenntnis für den öffentlichen Verkehr ablegen: Jeder Steirer,  jeder Steirerin sollte 9, 99 im Monat  für den ÖV bezahlen. Dieser Vorschlag wurde leider von der Politik nicht weiter verfolgt, obwohl es dafür durchaus Verständnis in der Bevölkerung gab.“  In Graz gibt es aber auch sehr viele positive Bewegungen: -Mit dem Solardachkataster werden Hausdächer zur Nutzung der Sonnenenergie bewertet und offen gelegt. Dieser ist kostenlos im Internet abrufbar.  Ein Bürgerbeteiligungsprojekt für Photovoltaikanlagen wurde initiiert. Graz ist SMART-City und möchte sich bis 2050 zu 100 % selbst mit regionaler Energie versorgen. Ganz aktuell gibt es eine Feinstaub-Initiative, bei der weitere Groß-Solaranlagen für Erzeugung von Warmwasser errichtet werden.  Auch für die Modernisierung von Heizungen gibt es eine Förderung. Nach diesem Sendeschwerpunkt Zukunft als Auftrag- Ökosoziale Marktwirtschaft bringen wir noch einmal das Thema Integration in Graz. Die Kommunen legen die Rahmenbedingungen dafür fest. Der ehemalige Salzburger Landeshauptmann Prof. Franz Schausberger gründete 2004 das Institut der Regionen Europas. Mit seinen Aktivitäten und Initiativen unterstützt das Institut die Regionalisierung und Dezentralisierung. Durch Fachveranstaltungen vermittelt es Wissen unter anderem in der Energieversorgung, dem Gesundheitsmanagement und Verkehr. In Graz fand Anfang Dezember eine solche Fachkonferenz zum Thema Integrationspolitik statt. Besonders hervorheben darf man auch hier die Leistungen Hessens, die ein vorbildliches Integrationsprojekt haben. Prof. Franz Schausberger führt das Gespräch mit Dr. Walter Kindermann. „Eine gute Bildung ist das Fundament für die bestmögliche Entwicklung“, wie Gemeinderat Detlev Eisel-Eiselsberg bekräftigt. News und Ankündigungen: – Der CCCA lädt zum ÖSTERREICHISCHEN KLIMATAG vom 2.-4. April 2014 in Innsbruck ein. – In Vorau in der Mostschank Kuchlbauer findet der 1. INNOVATIONS-Stammtisch zur Förderung von Nachhaltigkeit am 27.02.2014 von 18 bis 21 Uhr statt. Die Veranstaltung wird von der Forschungsvereinigung zur Förderung von Nachhaltigkeit gemeinsam mit der ARGE SCIENCE-FIT (Technische Universität Graz, Universität Graz, Montanuniversität Leoben und Joanneum Research) organisiert und richtet sich an KMU (Klein- und Mittelunternehmen) aus der Ost- und Südoststeiermark – mit dem Ziel, Ideen besser auf den Markt zu führen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem NOEST Terminkalender. Für eine umweltfreundliche Anreise können Sie die kostenlose Mitfahrbörse drivetogether.lev.at nutzen. -In Salzburg wurden die internationalen Energy Globes vergeben. Wir möchten einige Projekte vorstellen. Weltweit große Probleme bereitet Biomüll, der zumeist in Plastik verpackt, in der Restmülltonne landet. Er belastet die Böden und setzt klimaschädliche Gase frei. In Indien wurde ein Abfallmanagementsystem entwickelt, wodurch Biomüll, der nun getrennt gesammelt wird, mit Hilfe von Erdwürmern zu wertvollem Humus umgewandelt wird. In den USA wurde ein neues Verpackungsmaterial entwickelt. Dabei wird aus Organischem Abfall wie Schalen von Getreide oder Reis mit HilfeHilfe von Pilzen ein Styropor-ähnlicher Schaumstoff hergestellt, der sogar gegessen werden könnte. Auch ein österreichischer Betrieb ist unter den Gewinnern: Die Firma ecoduna aus Bruck an der Leitha verwertet Algen für die Medizin, Pharmazie, Kosmetikindustrie, in Nahrungsmitteln, für Tiernahrung und zur Energiegewinnung. In einer Meerenge vor der schottischen Insel Islay wurde weltweit das erste Wellenkraftwerk entwickelt, das Energie in das öffentliche Stromnetz einspeist. Zwischen Ebbe und Flut strömendes Wasser trifft auf zehn gigantische Rotoren, die an Windräder erinnern. Das 10 Megawatt Wellen-oder Gezeitenkraftwerk liefert Strom für die Versorgung  von 5000 Haushalten. In Malawi wurde ein Solarbrunnen errichtet, der  trinkbares Wasser für ein ganzes Dorf liefert. Mit Hilfe einer Photovoltaikanlage und einer Pumpe kann aus einem Tiefbrunnen Wasser für die Aufbereitung, Speicherung und  Verteilung genutzt werden. Sonnenlicht verwandelt in Mali verschmutztes in sauberes Trinkwasser. Das Konzept ist einfach und günstig. In einem schwarzen Kanister wird angezeigt, wann das Wasser 55° Celsius erreicht hat und trinkbar ist. In Kenia wird ein gigantisches Wiederaufforstungsprojekt realisiert. Dadurch soll auch die Trinkwasser-Situation verbessert werden. Die Aufforstung von nachhaltigen Baumarten  soll vor allem der ärmeren Bevölkerung zugute kommen. 7 Millionen Studenten sollen jeweils jährlich 300 Jungpflanzen in 10 000 Baumschulen aufziehen. T-Mobile vergibt insgesamt 50 000,- Euro beim diesjährigen Nachhaltigkeitspreis für  smarte Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Details zur Einreichung findet man unter www.tun-fonds.at . Die Einreichfrist endet am 3.3.2014. Am Dienstag, den 11. Februar möchten wir 2 interessante Veranstaltungen in Graz ankündigen: – Tools zur Planung nachhaltiger Gebäude, veranstaltet vom NOEST, von 15 bis 18 Uhr im Hotel Weitzer und –  ein Vernetzungs- und Vorbereitungstreffen zum Thema Ernährungssouveränität um 18:30 Uhr im Grazer Forum Stadtpark. Nähere Infos finden sich auf der Website www.ernährungssouveränität.at.

  26. 14

    LEDs-Solare Bürgerbeteiligung-Diözesaner Umweltpreis

    In dieser Sendung berichten wir von LEDs, den Leuchtmitteln der Zukunft mit niedrigem Energieverbrauch und von anderen News des NOEST (Netzwerk Ökoenergie Steiermark) wie solaren Bürgerbeteiligungsprojekten.Zu Wort kommen auch Gewinner und Mitwirkende des diözesanen Umweltpreises der Steiermark.Weiters bringen wir sonstige News und Ankündigungen. Musikalisch begleitet werden wir vom Tiroler Frauen-Vokal-Ensemble woXang. Dieses setzt sich aus 4 sehr individualistischen, schöpferischen und experimentierfreudigen Stimmen zusammen, deren Charaktere sich stark unterscheiden und gerade deshalb so wunderbar ergänzen. … Das Netzwerk Öko-Energie Steiermark veranstaltete diesmal einen Energy Lunch zum Thema LEDs, unser erster Sendeschwerpunkt.DI Christian Sakulin, Leiter des NOEST, führt in die Thematik ein. Herr Ing. Robert Mark erklärt uns die LED und betont besonders die Farbtemperatur, die in Kelvin angegeben ist. Je höher sie ist, umso heller ist die Lichtfarbe. DI Reinhold Hetzel schreibt seine Dissertation an der TU Graz über LEDs. Er gibt ebenso interessante Einblicke. Die Klimaschutzkoordination wird noch im Januar eine Broschüre  über LEDs heraus geben, die man kostenlos auf der „Ich tu’s Plattform anschauen, bzw. herunter laden kann, unter: www.ich-tus.steiermark.at. Auf dieser Seite finden Sie außerdem viele interessante Energiespartipps und Bildungsangebote, sowie ein Klimamalheft zum Herunterladen. Außerdem gibt es noch Klimaschutz-Malbücher in der Klimaschutz-Koordinationsstelle beim Landesenergieverein. Beim NOEST-Energy Lunch sind immer interessante Neuigkeiten zu hören. DI Christian Sakulin stellt die neue Geschäftsführerin des LandesEnergieVereins vor, Frau Dr. Sybille Kuske. Wir freuen uns ebenso auf eine gute Zusammenarbeit und möchten uns in diesem Rahmen bei dem Leiter DI Christian Sakulin, Frau DI Helga Rally und dem gesamten NOEST-Team für die gute Kooperation und die Anerkennung unserer Arbeit bedanken. Aktuelle Ausschreibungen für Förderungen und News & Termine sind auf der Homepage des NOEST zu finden. Dr. Udo Bachhiesl lädt zum 13. Symposium Energieinnovation vom 12.-14. 2.2014 auf die TU Graz Inffeldgasse 25 ein. In den Open News, die DI MMag. Sascha Flesch moderiert, stellt DI Hubert Steiner seine Photovoltaik- Bürgerbeteiligungsanlagen vor. Nach der Rücknahme der Photovoltaik-Förderungen in diesem Jahr hoffen wir für die weiteren Projekte auf viel Kraft und guten Willen! Unabhängig vom politischen Willen stellt sich die Bürgerbeteiligung von SOLID dar, die ihre Solarthermie-Anlagen als Energie-Dienstleistungen darstellen. Frau DI Nicole Olsacher von SOLID verspricht 4,5 Prozent Verzinsung auf Ihr Investment. Das international agierende Unternehmen von solarthermischen Anlagen SOLID erzeugt damit wieder einmal Aufsehen im positiven Sinne. Wir wünschen gutes Gelingen! Die steirische Landesregierung hat einen Leitfaden zu Bürgerbeteiligungen heraus gegeben, der auf der NOEST-Homepage zu finden ist-  mit wertvollen Tipps. Dr. Michael  Heidenreich stellt das Projekt Solution vor, das in Hartberg und in der Ökoregion Kaindorf umgesetzt wird. Dr. Sebastian Seebauer vom Wegener Center spricht von Ergebnissen eines Smart-Metering-Systems in 3 Haushalten in Graz, Klagenfurt und der Region Feldbach. Smart Meter sind intelligente Stromzähler, die den Nutzern beim Energiesparen helfen können, weil sie sofort sehen, welche Geräte wie viel Strom verbrauchen. Zu Beginn des Projektes wurden Energieberatungen durchgeführt. Der Energieverbrauch reduzierte sich um durchschnittlich 7 Prozent. Es gab aber große Unterschiede in den Haushalten. Daher empfehlen sich Erinnerungssysteme bei der Einführung von Smart Metern. Das Haus der Energie und der Klimaschutzgarten in Gosdorf waren Finalisten beim österreichischen Klimaschutzpreis. Mag. Peter Hofmann berichtet darüber. Herr Ing. Schmiedbauer-Wenig stellt als Solardoc eine verbesserte Nutzung von Wärmepumpen mit einem Speichersystem von Solarthermie –Systemen im Untergrund vor, die uns gefällt. Ing. Karl Puchas lädt zum 3. Kommunalen Straßenbeleuchtungs-Kongress ins Schloss Thaller in Söchau ein, am 6. und 7. 3. 2014, den er uns auch mit dem schönen Ambiente und kulinarischen Aussichten schmackhaft macht. Sehr gelungene LED- Beleuchtungen stellt auch Herr Ing. Brandstätter von der ÖBB vor. Insgesamt befinden sich bereits 250 km LED-Beleuchtungen als Handlauf in den Randbereichen von Tunnels in Österreich. Seit 2005/06 ist der rote ÖBB Schriftzug am Bahnhofsgelände mit LED ausgeleuchtet, ebenso die blauen Wegeleitschilder. Der Energiebedarf konnte so um 70 Prozent verringert werden. Architektonisch besonders gelungen darf die farbige Lichtwand beim Personentunnel am Grazer Ostbahnhof bezeichnet werden. Zukünftig werden Haltestellen, Bahnsteige und Bahnhöfe vermehrt auf LED-Beleuchtung umgestellt. Sehr ansprechend! Die Gewinner des Diözesanen Umweltpreises der Steiermark dürfen sich über ein Preisgeld von je 1000 Euro freuen. Auch die Zweit- und Drittplatzierten erhielten mit 600, bzw. 400 Euro eine hohe Anerkennung ihrer Leistungen. Frau Dr. Anna Kirchengast und Dr. Melitta Fuchs zählen uns die Kriterien bei der Preisvergabe auf. DI Robert Weinhandel berichtet von einem besonders tollen Projekt, das einen Sonderpreis im Wert von 400 € erhielt. Die Zwergerlgruppe Birkfeld säte Blumen für eine Schmetterlingswiese aus und schuf ein Insektenhotel. Ein weiterer Sonderpreis im Wert von 1000 € ging an die VS und Jungschar St. Michael und Leoben für einen Lehrgarten mit einer beachtenswerten Größe von 5000 m². Gemeinsam mit den Kindern wurden dort Gemüse- und Kräuterbeete, eine Streuobstwiese und ein Beerengarten angelegt. Alea vom Kindergarten Graz-Ragnitz bezaubert mit ihren Statements beim Pflanzen am Hochbeet. Ihre Mutter, weiters die Projektleiterin Gabriele Fresner und Renate Handel ergänzen dies und berichten von den zahlreichen Aktivitäten: Das Heranziehen von eigenem Gemüse, die Herstellung von Nudeln und der Besuch von glücklichen Hühnern. Der Pfarrkindergarten Judenburg – St. Nikolaus führte gemeinsam mit dem Klimabündnis das Projekt KlimaTex durch. Außerdem machten sie Exkursionen in den Wald und den Bach durch und feierten ein Sommerfest zum Thema „Liebe Erde, ich beschütze dich“. Geforscht wurde auch in der Pfarre St. Veith mit Lupen, Netzen und Boxen. Sie besuchten Experten für Käfer, Würmer, Bienen und Vögel und schufen ebenso Insektenhotels mit Vätern und Opas. Michaela Ziegler leitete in Semriach das Projekt „Nachhaltiger Schulgarten“. Mitglieder des pfarrlichen Umwelt-Arbeitskreises legten mit den Kindern einen Schulgarten mit Kräutern und Früchten und zum Entspannen an. Musikalisch begleitete uns die VS Pachern mit eigens gedichteten Liedern, die sie auch als CD mit dem Titel „Wunderbare Welt“ auflegten. Ein Herz für Insekten hatten die Kinder der VS St. Johann in der Heide, die 22 Insektenhotels bastelten. Die Neue Mittelschule Gerlitz bei Hartberg erhielt 1000 € als Hauptpreis für die Kategorie Kinder ab 10 Jahre. Die Jugendlichen zogen Pflanzen, bauten Blumenkistchen, nähten Schürzen und versteigerten diese für ein Jugendprojekt in Brasilien. Maria Fuchs, die Leiterin des Projekts und 2 Schülerinnen berichten davon. Der diözesane Umweltpreis wurde von der Umweltbeauftragten der Diözese Graz Seckau, von Mag. Hemma Opis-Pieber ins Leben gerufen. Sie spricht über einige Aktionen der Bewusstseinsbildung zur Bewahrung der Schöpfung. Weitere News und Ankündigungen: – Der Klima- und Energiefonds sendet einen dramatischen Warnruf: 82 Prozent der globalen Energieversorgung erfolgen durch Öl, Kohle und Gas. Klimafonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth warnt vor dem deutlichen Verfehlen des 2 Grad-Ziels und fordert verstärkte Anstrengungen für die Energiewende: „Eine rasche Trendwende ist dringend notwendig, wenn das zwei-Grad Celsius Ziel der internationalen Staatengemeinschaft erfüllt werden soll.“ – Für PendlerInnen, die in den Großraum Graz fahren, gibt es eine neue Förderung für Elektroautos. Im Oktober 2013 wurde das Fördergebiet für das Klimafonds-Projekt „e-mobility\modellregion\graz“ in Richtung Oststeiermark ausgeweitet. Somit haben auch Pendler, welche in regelmäßigen Abständen in den Großraum Graz (inkl. Weiz, Leibnitz, Deutschlandsberg, …) einpendeln, Anspruch auf eine Förderung in der Höhe von ca. 3.500 bis zu ca. 7.000 € für ein geleastes Elektroauto. – In Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis schreibt Südwind nun erstmals den „Fair Cotton Award“ in Österreich aus. Die Awards sind europaweit offen für Gemeinden, Städte, Länder, Ministerien, öffentliche Institutionen sowie Bildungseinrichtungen, die seit 2012 sozial faire Baumwollprodukte beschafft haben oder einen Einkauf noch heuer planen. Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Jänner 2014. -Die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ bietet Unterrichtsmaterial zu globaler Wirtschaft, sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Die Grafiken laden mit originellen visuellen Ideen und vielen Details zu einer interessanten Entdeckungsreise ein. Diese sind nicht nur für SchülerInnen interessant. Weitere Informationen finden Sie unter www.klimabuendnis.at. – Der Bundesverband Photovoltaic Austria lädt sehr herzlich zur 5. PVA-Speichertagung  –  „Sonnenstrom auf Vorrat“ ein, am Donnerstag, den 30. Jänner 2013 von 9 bis 17 Uhr im Austria Center Vienna, am Bruno-Kreisky-Platz 1 in Wien. -Oskar Gelinek weist auf die Schaffung eines Grundeinkommens hin, nachzulesen auf wikipedia unter den Schlagwörtern Bedingungsloses Grundeinkommen. – Der Klimawandel setzt 40 Prozent mehr Menschen dem Risiko absoluter Wasserknappheit aus. Wasserknappheit trifft schon heute Menschen in vielen Ländern, und durch das Bevölkerungswachstum wird der Bedarf an Süßwasser noch weiter steigen. Zusätzlich aber ist in Zukunft vielerorts weniger Wasser verfügbar, weil sich etwa Regenfall und Verdunstung verändern. Der Klimawandel aufgrund unverminderter Treibhausgasemissionen wird wahrscheinlich noch in diesem Jahrhundert rund 40 Prozent mehr Menschen einem Risiko absoluter Wasserknappheit aussetzen, als es ohne Klimaänderungen der Fall wäre. – Materialforscher der Carnegie Mellon University in Pittsburgh sind einer besonders kreativen Idee auf der Spur, wie sich elektronische Geräte im Inneren des menschlichen Körpers mit Energie versorgen lassen. Um etwa Implantaten oder Sensoren, die im Körper verschiedene Aufgaben wahrnehmen, ausreichend Strom bieten zu können, greifen sie einfach auf einen Stoff zurück, der dort ohnehin bereits natürlich vorkommt: den Hautpigmentstoff Melanin. Dieser wird von den Wissenschaftlern kurzerhand in eine Art „Bio-Batterie“ umfunktioniert, die durch ihre speziellen chemischen Eigenschaften in der Lage sein soll, elektrische Ladungen besonders effizient zu speichern. – Wissenschaftler haben ein Enzym entdeckt, das Wasserstoff und Kohlendioxid zu Ameisensäure verarbeitet. Wasserstoff ist eine klimafreundliche Alternative für die Energieversorgung der Zukunft. Eine sichere und effiziente Möglichkeit, diesen zu speichern, haben die Frankfurter Biowissenschaftler Kai Schuchmann und Volker Müller von der Goethe-Universität nun entdeckt. Wie sie in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science berichten, fanden sie in einem Bakterium ein Enzym, das Wasserstoff und Kohlendioxid zu Ameisensäure umsetzt. Im Unterschied zu gasförmigem Wasserstoff kann diese Flüssigkeit wie konventionelle Treibstoffe gelagert und transportiert werden. Der Vorteil: Wasserstoff würde erst am Verbrauchsort zur Umsetzung in einer Brennstoffzelle wieder freigesetzt oder die Ameisensäure könnte direkt zur Energieversorgung von elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen eingesetzt werden.

  27. 13

    IPCC und APCC- Weltklimabericht und österreichischer Report

    In dieser Sendung berichten wir vom IPCC, dem Weltklimabericht und dem Austrian Panel on Climate Change. Musikalisch begleitet werden wir von der preisgekrönten Vokalgruppe E904. Die UNO warnt in ihrem neuen Klimareport vor einem Anstieg des Meeresspiegels. Es drohen Hitzewellen, viele Gletscher könnten komplett verschwinden, für unsere Region sagen die Forscher mehr Starkregen voraus. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Luft im weltweiten Durchschnitt um 0,9 Grad erwärmt, Schnee und Eis sind in erheblichem Maße geschmolzen, der Meeresspiegel ist seither um 20 Zentimeter gestiegen. Die vergangenen 30 Jahre waren auf der Nordhalbkugel die wärmsten 30 Jahre seit 1400 Jahren. In den vergangenen 15 Jahren ist die globale Durchschnittstemperatur in Bodennähe aber nicht weiter gestiegen. Trotz dieser Pause geht der Klimawandel weiter, betont der IPCC: Schnee und Eis tauen in beträchtlichem Maße. Bis auf wenige Ausnahmen schrumpfen alle vermessenen Gletscher; allerdings gibt es von den meisten Gletschern keine Daten über längere Zeit, so dass sich bei ihnen keine Entwicklung beschreiben lässt. Satellitenmessungen der Erdanziehungskraft zeigen, dass Grönland zwischen 2002 und 2011 etwa sechsmal mehr Eismasse verloren hat als in den Jahren zuvor zwischen 1992 bis 2001. Auch im Meer schrumpft das Eis: Der Schollenteppich auf dem Arktischen Ozean ist dramatisch dünner geworden; im Sommer 2012 verkleinerte sich seine Ausdehnung auf die Hälfte der zu dieser Jahreszeit Mitte des vergangenen Jahrhunderts üblichen Bedeckung. Das Meereis vor der Antarktis hingegen ist während der vergangenen Jahrzehnte aus ungeklärten Gründen leicht gewachsen. In mittleren Breiten schmilzt der Schnee. Im März und April hat die Schneebedeckung auf der Nordhalbkugel aufgrund der Erwärmung abgenommen, berichtete der IPCC. Ganzjährig gefrorene Erde taut: Im Norden Russlands schrumpft die Dicke des Permafrostbodens. Um politischen Entscheidungsträgern wissenschaftlich fundierte Informationen über die Klimaänderung zur Verfügung zu stellen, richteten das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) 1988 den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), auch Weltklimarat genannt, ein. Als wissenschaftliches Gremium trägt der IPCC die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung zusammen und zeigt die Auswirkungen des Klimawandels, Möglichkeiten zu dessen Minderung und Anpassungsstrategien auf. Daran arbeiten  ehrenamtlich hunderte Wissenschaftler aus der ganzen Welt mit. 2007 erhielt  der Weltklimarat den Friedensnobelpreis gemeinsam mit Al Gore. Prof. Gottfried Kirchengast stellt den 5. Sachstandsbericht des IPCC als Leiter des Wegener Centers für Klima und Globalen Wandel in Graz vor und ermutigt dazu, sich selbst mit dem Weltklimabericht auseinanderzusetzen, über den Link: www.de-ipcc.de. Der vollständige Sachstandsbericht umfasst rund 2000 Seiten und wurde auf  etwa 30 Seiten zusammengefasst. Prof. Gottfried Kirchengast beleuchtet die Kernaussagen des IPCC-Berichts. In einem Forschungsauftrag untersuchte Frau Prof. Birgit Bednar-Friedl die Auswirkungen des Klimawandels auf die Elektrizitätswirtschaft, auf die wirtschaftliche Einbußen zukommen werden durch den sinkenden Bedarf an elektrischer Heizenergie. Bei der Erreichung der österreichischen Klimaziele spricht Prof. Karl Steininger sogenannte „Graue Emissionen“ an, die wir gerne übersehen. Graue Emissionen sind solche, die wir durch eingeführte Waren verursachen und die künftig mehr in die Klimabilanzen einbezogen werden sollen. Nach den Berichten vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel in Graz kommen Beiträge von einer Präsentation an der TU Wien, wo ebenso Ergebnisse aus der Working-Group I des 5. Sachstandsberichts des Weltklimarats präsentiert werden. Veranstalter waren das Wissenschafts- und  Lebensministerium, das Climate Change Center Austria und die Zentralanstalt für Geodynamik und Meteorologie. Prof. Michael Staudinger, Direktor der Zentralanstalt, teilt uns seine Beobachtungen mit. Der Weltklimarat wurde 1988 gegründet. Hierbei wurde weltweit erstmals eine Kooperation zwischen Wissenschaftlern und der Politik geschaffen durch das Mitarbeiten der Weltwetterorganisation  und des UN-Umweltprogramms. Seine Aufgabe ist es nicht zu forschen, sondern Wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzufassen. Die Arbeit daran ist ehrenamtlich und politisch neutral. Der IPCC stützt sich auf rund 9000 Publikationen von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt. Am Gesamtbericht von 2000 Seiten beteiligten sich 209 Leitautoren und 600 Autoren. Ende September wurde eine Zusammenfassung von 30 Seiten in Stockholm beschlossen. Außerdem wurden Kernaussagen zusammengefasst, über die Prof. Gottfried Kirchengast berichtete. Die zentrale Botschaft darin ist: „Die Erwärmung des Klimasystems ist unbestritten.“ Es besteht Handlungsbedarf auf allen Ebenen, wie uns Helmut Majeski vom Lebensministerium verdeutlicht. Die Working-Group I  wird von der Schweiz aus gesteuert. Prof. Gian Kasper Plattner  ist der wissenschaftliche Direktor und stellvertretender Leiter der Working-Group I. Insgesamt gibt es 3 Arbeitsgruppen, die im Frühjahr 2014 publiziert werden. Die Working-Group II befasst sich mit den Impacts, die Anpassungsmöglichkeiten und die Working-Group III mit der Mitigation, den möglichen Verminderungsstrategien der Klimaänderung. Einer der LeitautorInnen ist Prof. Ulrike Lohmann. Sie berichtet über Wolken und Aerosole. Prof. Ulrike Lohmann warnt vor dem Geoengineering: Dadurch würde der Niederschlag zurückgehen und das ist politisch hoch brisant. Prof. Jürgen Beer erklärt den Einfluss der Sonne auf die Klimaänderungen. Die Sonne ist der Motor, der das Klima antreibt, aber es gibt andere Faktoren. Die letzten 100 Jahre waren eindeutig von den Treibhausgasen dominiert. Prof. Martin Wild, ebenso von der ETH-Zürich, spricht von der Energiebilanz der Erde. 93% der Energiezunahme wird in den Ozeanen gespeichert, dies ist messbar. Eine zweite Bedrohung des Meeres ist unsichtbar: Das Treibhausgas Kohlendioxid in den Ozeanen verbindet sich zu Kohlensäure. Der pH-Wert, ein Maß für den Säuregehalt, sei bereits leicht gefallen, die Meere würden folglich saurer, berichtet der IPCC. Muscheln, Korallen und anderen Organismen falle es deshalb wohl bereits schwerer, ihre Kalkschalen zu bilden. Prof. Georg Kaser, einziger österreichischer Leitautor in der Arbeitsgruppe I beleuchtet die Kryosphäre. Die Erwärmung der Arktis und der Antarktis verläuft unterschiedlich. Während die Arktis im Falle, dass wir die Treibhausgase nicht reduzieren, bis 2050 eisfrei sein wird, hat die Antarktis Meereis teilweise dazu gewonnen. Würden alle Gletscher schmelzen, steigt der Meeresspiegel um einen halben Meter an. Der Rückgang der Gletscher ist auch für die Wasserversorgung in den betroffenen Gebieten problematisch. Über den Anstieg des Meeresspiegels forscht Prof. Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Das Maximum an Anstieg wäre nach seinen Berechnungen 2m. Dies ist vor allem für den Küstenschutz interessant. Wie Prof. Christoph Schär prognostiziert, werden bei uns die Sommer extremer. Die Tropentage nehmen bis 2100 mit einer Größe von 4-5 Grad Celsius zu! Besonders betroffen ist Südeuropa. In mittleren Breiten nimmt der Starkregen zu. Der APCC, der Österreichischen Assessment Report, ein vom Klima- und Energiefonds finanziertes Projekt umfasst 3 Bände mit 500 Seiten, 200 Autoren wirken daran mit, wie zum Beispiel Prof. Karl Steininger vom Wegener Center in Graz und Prof. Helga Kromp Kolb. Prof. Nebojsa Nakicenovic, stellvertretender Direktor, berichtet davon. Einige News und Ankündigungen: Das Climate Change Centre Austria (CCCA) und der Klima- und Energiefonds sowie die lokalen Mitveranstalter laden Sie sehr herzlich ein zum 15. Österreichischen Klimatag, der 2014 zum ersten Mal in Innsbruck stattfinden wird, vom Mittwoch,  den 2. April bis Freitag, 4. April 2014. Einreichungen dafür sind bis zum 15. Jänner möglich. -Stroh wird in den nächsten Jahren verstärkt energetisch genutzt werden.Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler in einer neuen Studie. Demnach wäre ein beachtliches, energetisches und CO2-Emissionsreduktions Potential im Getreidestroh vorhanden. In der Studie wird unter Berücksichtigung von verschiedenen Rahmenbedingungen davon ausgegangen, dass rund 1/3 des jährlich anfallenden Getreidestrohs energetisch genutzt werden könnte. -Vom 20. – 22. Jänner 2014 finden in der Ökoregion Kaindorf der jährliche Humus-Fachtag und das Humus-Symposium statt, erweitert wird die Humus-Veranstaltung dieses Mal um ein Internationales Symposium. An diesen 3 Tagen werden Experten aus dem In- und Ausland auf die Möglichkeiten des Humus Aufbaues aufmerksam machen. -Die Wärme GRAZNORD sorgt gemeinsam mit Sappi für ein  umweltfreundliches Nahwärmenetz. Nahezu alle 550 Haushalte in Gratkorn und Gratwein sind an das Netz angeschlossen. Mit der industriellen Abwärme der Papierfabrik Sappi werden jedes Jahr rund 9,8 Mio kWh Wärme zur Verfügung gestellt. – Seit kurzem bietet die Niederösterreichische Naturschutzakademie ihre Aktivitäten an – und möchte Sie herzlich zum Mitmachen einladen. Bis Weihnachten gibt es täglich ein online Adventrätsel auf der Homepage http://www.naturschutzakademie.at/ zu lösen. – Das Park&Ride System in Graz wird auch künftig weiter verbessert. In Puntigam sollen 185 Stellplätze bei direktem Anschluss an die Straßenbahn erstellt werden.

  28. 12

    SB13 – Nachhaltiges Bauen

    In dieser Sendung berichten wir von der SB13, der Konferenz für nachhaltiges Bauen, von einem guten Klima bei der Integration am Arbeitsmarkt und anderen News. Musikalisch begleitet werden wir CASH-N-GO, der beliebten A-cappela-Gruppe. Vom 25.-28. September fand die SB13, eine Konferenz für nachhaltiges Bauen, in Graz statt. SB steht hier für die Abkürzung sustainable Buildings. Gastgeber dieser Veranstaltung war das Institut für „Materialprüfung und Baustofftechnologie der Technischen Universität Graz“ in Zusammenarbeit mit „AEE – Institut für Nachhaltige Technologien“ , einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und eines der führenden Institute im Bereich angewandter Forschung zu den Themen Solarthermie, Niedrigenergie- und Nullenergiegebäude wie auch im Bereich der Energieeffizienz in der Industrie. AEE INTEC veranstaltete bereits viermal die internationale Konferenz „ökosan – Hochwertige energetische Sanierung von großvolumigen Gebäuden“.   Wir hören den Institutsvorstand der TU Graz Prof. Peter Maydl. Prof. Alexander Passer ist ein Mitveranstalter und spricht über seine Erwartungen von der Konferenz. Von der AEE-Intec hören wir Dr. Karl Höfler. Dr. Michael Paula treibt in der Bundesministerium innovative Bau- und Sanierungsprojekte voran. Von der Vision der 2000 Watt-Gesellschaft spricht Joe Luthiger aus der Schweiz. 40 Prozent der Energie wird in Gebäuden verbraucht. Die Energieeffizienz eines Gebäudes müsse verbessert werden. DI Merten Welsch vom deutschen Bundesinstitut für Bauen stellte uns ein interessantes Projekt vor, den Neubau des Umweltbundesamts in Berlin als Null-Energiehaus in Form einer Holzkonstruktion mit einer etwa 700 m2  Fotovoltaikanlage, einer Grundwasser-Wärmepumpe und der Nutzung von „Green IT“. Zwei Mitarbeiter der TU Graz, Umweltsystemwissenschaftler Mag. Stephan  Maier und René Kollmann erweitern unter der Leitung von Prof.  Michael Narodoslawsky die Datenbank des dabei verwendeten SPI (Sustainable Process Index) und  Fußabdrucksrechner verschiedenen Themenfeldern. Sie finden die Fußabdrucksrechner auf der Website: www.fussabdrucksrechner.at. Der Wissenschaftler Dr. Gerfried Jungmeier berichtet von seinen Untersuchungen am Joanneum Research. Dr. Ulf Thore Kröher berichtet über das Concerto-Programm. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie, im Fachbereich technischer Ausbau und Bauproduktion. DI Alois Kraussler setzt momentan ein Demonstrationsprojekt von Smart Cities um. Reinhard Böcskör ist Marketingleiter von Wienerberger und stellt uns den neuen gedämmten Ziegel vor. Ein Sonnen-Musterhaus wurde in Zwettl errichtet. Prof. Werner Sobek von der Universität Stuttgart erzählt uns in einem Interview Wissenswertes zum Thema Bauen. Als Innovation darf man die weltweit erste Vakuumfassade aus Stoff von Prof. Werner Sokek bezeichnen, die über eine große Fläche gespannt ist und am Ende gut recyclet werden kann. Auf weitere Forschungsergebnisse darf man gespannt sein! Die Grazer Wirtschaft lud kürzlich zu einem Themenabend „Migration in der Arbeitswelt – Zur integrationspolitischen Rolle der Unternehmen“ ein. In einem äußerst angenehmen Klima wurde diese große Aufgabe und Herausforderung beleuchtet. Laut Dr. Johannes Graf vom Arbeitsmarktservice gibt es viele Anträge auf Ausländer-Beschäftigung einerseits durch Schlüsselqualifikationen und andererseits im Niedrigstlohnbereich, wie in der Landwirtschaft und im Tourismus. In Graz wurde 2011 der Club International gegründet, der die Beschäftigung von Schlüssel- und Fachkräften fördern soll und auch deren Familien professionell unterstützt. Wie wichtig dieses Thema für unseren Wirtschaftsstandort ist, kann nicht von der Tatsache ablenken, dass in Österreich nach wie vor große Angst vor Fremden herrscht. Berührt hat mich vor allem der Bericht von der Einkaufschefin Mag. Gabriele Brenter von IKEA, die herzerwärmend von ihren Erfahrungen als Österreicherin im Ausland erzählt hat. Sie möchte dieses positive Klima nun in ihrem Team erlebbar machen, indem sie neue Kollegen und Kolleginnen aus dem Ausland zu einem Abendessen einlädt. Ankündigungen und News: Die AEE-Intec veranstaltet am 11. Dezember in Wien ein Diskussionsforum mit dem Titel „Plusenergiegebäude als Mogelpackung?“ Die Teilnahme daran ist kostenlos. Fiat holt sich mit seiner Methankraftstoffflotte den Ecobest award 2013.Der Ecobest award wurde vor 12 Jahren zur Prämierung besonderer Umweltleistungen im Bereich der Automobilindustrie auszuzeichnen geschaffen. Fiat wurde jetzt für seine Leistungen im Bereich der Methankraftstoffflotte ausgezeichnet. Mit dem neuen TwinAir Methankraftstoffmotor gewann Fiat auch den „Best Green Engine 2013“ Preis. Dieses Thema und noch viel mehr behandelt die nächste Biogas-Konferenz am 4. und 5. Dezember in St. Pölten. Die Vorarlberger Energieautonomie zeichnet sich immer mehr als Erfolgsgeschichte ab: Laut Bericht vom vergangenen Sommer konnten die Ziele hinsichtlich Energieverbrauch und CO2-Reduktion eingehalten oder sogar übertroffen werden. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die e5-Gemeinden, die heuer nochmals Verstärkung bekommen haben. Weitere sechs Kommunen sind 2013 dem e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden beigetreten. Damit zählen nun 39 Vorarlberger Städte und Gemeinden und damit über zwei Drittel der Vorarlberger Bürger zu Partnern in der Umsetzung der Energieautonomie. Für junge Leute gibt es einen Rückblick über die UN-Klimakonferenz in Warschau am 28. November von 17:30-19.30 im Umweltbundesamt in Wien. Wenn man Jugendliche für ein freiwilliges Umweltjahr beschäftigen möchte, kann man sich bei 31. Jänner noch melden. Weitere Infos gibt es unter folgendem Link: http://jugendumwelt.at/einsatzstelle Der neue IPCC-Bericht ist teilweise bereits veröffentlicht und wird nächstes Sendungsthema sein.  

  29. 11

    Gösser-Solar-NOEST-Graz

    In dieser Sendung berichten wir -von der größten Solarthermieanlage der Steiermark in der Gösser Brauerei in Leoben, -vom Netzwerk Ökoenergie Steiermark zum Thema ökologische öffentliche Beschaffung und -von der Stadt Graz, die als lebenswerteste Stadt von Österreich kürzlich in Brüssel gekürt wurde. Musikalisch begleitet werden wir heute von den Siegern der Kategorie Pop der Internationalen A Cappella Competition Vokal Total 2013 in Graz: ON AIR.On Air ist brandneu. Sie sind 6 a cappella-erfahrene Sänger von den Gruppen „musix“, „Peter and the Wolvettes“, „Hartmuth und die Hitmaschine“ die im letzten Herbst 2012 begonnen haben miteinander Musik zu machen. 4 Jungs, 2 Mädels, ein einfacher Traum, die zusammen auf einer Bühne stehen. Am 18. September wurde in der Brauerei Göss offiziell die Inbetriebnahme der neuen Solaranlage gefeiert. Diese Anlage umfasst rund 1400 Quadratmeter Fläche und wird zukünftig einen Teil der im Sudhaus benötigten Wärme für den Brauvorgang erzeugen. Der Braumeister der Grünen Brauerei Göss, DI Andreas Werner erklärt uns, wie es dazu kam. Mit der Methanerzeugung aus Reststoffen soll die Brauerei künftig 100 % der Energie selbst erzeugen. Projektkoordinator von der AEE INTEC war DI Christoph Brunner. Er erzählt, wie die Solaranlage in der Brauerei zum Einsatz kommt und wie viel Erdgas dabei gespart wird. Ein weiterer Beitrag stammt vom letzten Energy Lunch des NOEST, dem Netzwerk Öko-Energie Steiermark vom 6. Juni in Graz zum Thema ökologische öffentliche Beschaffung. Neu vom NOEST sind die Adresse und die Telefonnummern. NOEST ist umgezogen auf den Nikolaiplatz 4a.  Die Einreichung für den Energy Globe Styria ist noch bis zum 30. Oktober möglich. DI Christian Sakulin leitet das Regional-Projekt ECOPOL, in dessen Rahmen auch der Energy Lunch durchgeführt wurde. In den Open News stellt Dr. Martin Bregar ein neues Verfahren vor, das Erdwärmenutzung durch Schrägbohrungen auch unter Gebäuden möglich macht. Dieses Verfahren ermöglicht ebenso den optimalen Luftaustausch zur Gebäudekühlung im Sommer. Außerdem berichtet Dr. Martin Bregar vom Bau eines Bürogebäudes in Esslingen in Deutschland mit einer Erdwärme-Sonde. Die HTL Kaindorf an der Sulm schaffte sich ein E-Mobil an, damit die Lehrenden klimafreundlich an die Außenstelle nach Arnfels kommen können. DI Peter Nöhrer berichtet aber auch über Probleme bei der Nutzung des E-Shuttle-Fahrzeugs. Karl Reiter von der FGM, der Forschungsgesellschaft Mobilität in Graz macht den Nutzen von Lasten-Fahrrädern deutlich. DI Anton Schuller leitet das Umweltreferat Hartberg und berichtet vom Projekt Citta Slow und Smart City. In St. Margarethen an der Raab entstand rund um KWB die Energie und Erlebnisregion ZUERST. Gerhard Berthold berichtet darüber. Mag. Fritz Hofer vom Klimabündnis stellt das Projekt KomKlimA vor, bei dem eine Technologie-Datenbank erstellt wurde. Auch er hat einen Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung für Gemeinden, gemeinsam mit dem Lebensministerium und dem IFZ, dem Interuniversitären Forschungszentrum entwickelt. Mag. Thomas  Loibnegger von der Landwirtschaftskammer stellt eine Broschüre zum Thema Energiedienstleistung- Biomasse-Wärmedienstleistung vor. Diese gibt es auch als Download unter biomasstradecentre2.eu Das Volumen der öffentlichen Beschaffung macht 14% des BIP aus oder 43 Milliarden Euro im Jahr. Im Gebäudebereich ist es so, dass EU-weit rund 40% des Auftragsvolumens durch die öffentliche Hand geschieht. In Vorarlberg gibt es einen ökologischen Beschaffungsdienst, den uns DI Dietmar Lenz vorstellt. Die Vergabekriterien können sich hier an der Produktqualität orientieren. DI Reinhard Ungerböck stellt ein Integriertes Energiecontracting vor, das von der Grazer Energieagentur angeboten wird. Graz wurde in einer Befragung über Lebensqualität zur lebenswertesten Stadt innerhalb Österreichs gekürt. Die Befragung wurde in Brüssel durchgeführt. Abgesehen davon hat Bgm. Siegfried Nagl in den letzten Tagen ebenso einen Fragebogen an Grazer Haushalte ausgeschickt, um die Zufriedenheit der Grazer genauer zu erfragen. Graz soll selbst mitgestalten! Um den Grazer Bürgern die Mitsprache zu ermöglichen, ist eine hohe Beteiligung an der Befragung gewünscht. Es wurden zwar 60.000 Fragebögen verschickt, wer aber noch einen ausfüllen möchte, kann ihn an einer der Service-Stellen abholen, oder bis 3. November auch online ausfüllen. Barbara Rauscher übernimmt für die Stadt Graz die statistische Auswertung, die bis zum 3. November möglich ist. Erste Ergebnisse werden für Mitte Januar erwartet.   Zuletzt hören Sie einige Ankündigungen und News: In Tulln findet ein Bodenbündnis-Fest am  6. November statt, zu dem Sie das Klimabündnis recht herzlich einladen möchte. In Salzburg gibt es am 30. Oktober einen PV- Praktikertag mit interessanten Vorträgen von 9:00-17:00 Uhr in der Wallerseehalle Henndorf. Näheres über diese und andere Veranstaltungen in Wien und Hollabrunn erfahren Sie auf der Homepage von pvaustria.at. Die Österreichische PV-Tagung findet am 19. und 20. November 2013 in St. Pölten statt. Climate Friendly Climate Research veranstaltet eine virtuelle Konferenz, vom 11. – 15. November, täglich von 16.00 – 19.00. Benötigt werden Computer, Headset und Webcam. www.cfcr-conference2013.eu Deutsche Studenten sind mit einer Akkuladung 625 km mit dem Serienelektroauto Tesla Model S gefahren. Die Reichweite kann sich sehen lassen! OEKONEWS sichtete einen neuen Elektrostar unter den E-Autos, den neuen BMW i3 noch vor der Auslieferung. Man darf gespannt sein! Wir durften bei der 10 Jahresfeier von oekonews in Hainburg dabei sein und möchten uns ganz herzlich für die lange Partnerschaft bedanken. Der Umweltdachverband und wir gratulieren zu den erreichten Erfolgen und Auszeichnungen, und freuen uns auf eine weitere hervorragende Zusammenarbeit! Gedenken möchten wir Ing. Franz Nießler, der ein Vorkämpfer für die Energiewende war. Er war ein halbes Jahrhundert aktiv. Bereits 1969 verlangte Franz Nießler den Ausstieg aus Öl und  Gas. Bekannt war er durch seinen Solarstammtisch in Wien, den er 1988 zusammen mit anderen engagierten Mitstreitern etablierte.  1989 gründete er die Eurosolar Austria. Franz Nießler war auch einer der Triebfedern bei der Konzeption des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) in Deutschland. Dieses wurde inzwischen von 65 Ländern weltweit übernommen und sorgt unter anderem dafür, dass Strom aus Photovoltaik inzwischen weit billiger als Strom aus der Steckdose ist. Er engagierte sich zudem in vielen Bürgerbeteiligungsprojekten zur Wind- und Solarenergie. Daneben setzte er sich besonders für die Wärme-Kraft-Kopplung ein. Er war umfassend vernetzt und schonte weder Freund noch Feind mit seiner entwaffnenden Direktheit und Ehrlichkeit. Zu den  Gewinnern des GreenTec Awards 2013 in Deutschland gehört eine maritime Müllabfuhr von One Earth – One Ocean sammelt und recycelt Plastikmüll aus Gewässern. Erwähnen möchten wir auch die Gewinner foodsharing.de. Foodsharing ist eine Plattform, die es Privatpersonen, Händlern und Produzenten ermöglicht, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten und abzuholen. Zu den Gewinnern zählte auch BlueGEN von Ceramic Fuel Cells,  das erste marktreife Mikrokraftwerk auf Brennstoffzellenbasis für Wohngebäude, öffentliche Einrichtungen und kleine Unternehmen.

  30. 10

    Klimabündnis-Altstadtbim-Segytours

    In dieser Sendung berichten wir von der Klimabündnis-Jahreskonferenz in Hartberg und anderen News, wie der Grazer Altstadtbim, die an einigen Stationen kostenlos ist und den Segytours in Graz von Erich Schattauer. Musikalisch begleitet werden wir von Jörg-Martin Willnauer. Jörg-Martin Willnauer ist Musiker und Kabarettist und lebt seit einigen Jahren in Graz. Wir bringen Mitschnitte von der Klimabündnis-Jahreskonferenz in Hartberg, die er musikalisch begleitete und mit viel Charme und Tiefgründigkeit für das Thema Klimaschutz moderierte. Er spielte Werke aus seiner neuesten CD „Erdäpfel und Glühbirnen“ und aus „Carmina Banana“. Der Hartberger Bürgermeister Karl Pack sowie der Landtagsabgeordnete Wolfgang Böhmer eröffneten die Konferenz. Namhafte Klimaforscher wie Prof. Gottfried  Kirchengast (Leiter des Wegener Centers für Klima und globalen Wandel) und Mojib Latif (vom GEOMAR- Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel) hielten  Vorträge. Prof. Gottfried Kirchengast gibt uns ein Abbild über die Klimaänderungen in der Steiermark, die sehr spannend sind. Ob es Starkniederschläge sind, oder andere Extremwetterereignisse wie Trockenheit gibt: Die Klimaänderungen sind hier um das 2- fache stärker als prognostiziert wurde. Dies ist ein spannender Auftrag an die Forschung und hat starken Aufforderungscharakter an uns als Gesellschaft. Prof. Mojib Latif vom Helmholtz- Zentrum für Ozeanforschung Kiel, erklärt uns, warum einzelne Wetterphänomene nicht über einen globalen Temperaturanstieg hinweg täuschen können.. Mag. Martin Aichholzer referiert über Motive, warum wir Klimaschutz betreiben oder auch nicht. Klimaschutz kann glücklich machen. Dem können wir beipflichten. Während der Pausen werden wir mit dem GOFAIR-Kaffee von Rainer Dunst verwöhnt. Der Mitbegründer der Ökoregion Kaindorf brachte diesen Kaffee-Automaten neu auf den Markt. Wir danken ihm herzlich! Die Klimaschutz-Koordinatorin Mag. Andrea Gössinger-Wieser möchte mit der Kampagne „Ich tu’s“ Motivation schaffen, das Klima zu schützen. Informationen dazu finden Sie auf der „Ich tu’s“ Homepage. Von einem Schulschwerpunkt berichtet auch Bernhard Stehrer, aus der Höheren Landwirtschaftlichen Fachschule Ursprung in Salzburg, die Versuche mit der sogenannten Terra Preta machte. Edmund Brandner, der sogenannte Klimamönch erzählte sehr  unterhaltsam und interessant aus seinem Buch „Tagebuch eines Klimamönchs“. Zuletzt spielte das Thema Fairness nicht nur beim neuen Kaffee- Automaten von Rainer Dunst eine Rolle. Diese fordert auch Bischof Kräutler in seiner Video-Botschaft von uns ein. Seit Schulbeginn kann man in der Altstadt von Graz gratis fahren. Dazu gehören die Stationen Südtirolerplatz, Schloßbergplatz, Kaiser Joseph Platz/ Oper, Dietrichsteinplatz und Finanzamt. Vizebürgermeisterin Dr. Martina Schröck, Verkehrsstadtrat Mag. Mario Eustacchio und Finanz- und Wirtschaftsstadtrat DI Gerhard Rüsch stellen das Projekt vor. Die Haltestellen sind übrigens mit einem Hinweis versehen, dass diese gratis zu nutzen sind. Die Vorstandsdirektorin der Grazer Linien Frau Mag. Barbara Muhr gibt noch einen Ausblick für die nächste Konferenz zum Thema Elektromobilität in Graz, die vom 7.-9. Mai 2014 unter dem Namen Urban Future stattfinden wird. Wir werden darüber berichten. Erich Schattauer Segytours bietet Segytouren in Graz an. Seine Touren mit den Segways starten im Jufa, im Jugend und Familiengästehaus, wo sie mit Sonnenstrom aufgeladen werden: http://www.segytours.at. Andere News und Termine: Für den Bundesverband Photovoltaic Austria steht im Jahr 2013 ein neuerliches Rekordjahr in Aussicht. Immer mehr Österreicher setzen auf Photovoltaik. Bis Ende des Jahres wird jeder zwanzigste Haushalt eine Solar-Anlage zur Stromerzeugung haben. Ausreichend Förderbudget für Kleinanlagen verfügbar. Wurden im Jahr 2012 österreichweit 170 Megawattpeak (MWp) PV-Anlagen installiert, so geht der PVA heuer von einer Gesamtleistung von deutlich über 200 MWp aus. Das ist der Strombedarf von 50.000 Haushalten (in etwa St. Pölten). Für die Förderung von Kleinanlagen durch den Klimafonds stehen heuer 36 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung wurde neu geregelt, sodass das jährliche Sekundenwettrennen ausgeschaltet werden konnte. Während im letzten Jahr durch den Klimafonds insgesamt 6.090 Anlagen gefördert werden konnten, so wurden heuer bereits am Montag dieser Woche 6.100 Einreichungen registriert. Die Förderung läuft bis Ende November und es steht noch ausreichend Fördergeld zur Verfügung.  Bei größeren Anlagen von 5 bis 500 KWp, die über das neue Ökostromgesetz gefördert werden, wird derzeit versucht, möglichst viele der Einreicher vom 1. Jänner 2013 zum Zug kommen zu lassen. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat die Vergabestelle OeMAG angewiesen, alles zu unternehmen, um noch möglichst viele Anträge, die noch nicht berücksichtigt wurden, zufrieden zu stellen. Der Bundesverband Photovoltaic Austria lädt Sie sehr herzlich zum PV-Praktikertag in Salzburg ein, am Mittwoch,  den 30. Oktober 2013. Näheres und Infos über Herbstworkshops erfahren Sie auf der Homepage: www.pvaustria.at. Am 22. September ist europaweit wieder der „Autofreie Tag“. Er wird in zahlreichen Städten und Gemeinden mit Aktionen gefeiert. Am Grazer Hauptplatz kann man ab 15.00 Uhr bei einer tollen Radtour teilnehmen, die auch über ein kleines Stück Autobahn führt und für den restlichen Verkehr für kurze Zeit gesperrt ist. Privatpersonen, die in Österreich ihr Auto nicht ständig benötigen, können dieses auf der kostenlosen Internetplattform https://carsharing247.com zur Mitnutzung anbieten und so ihre Autofixkosten reduzieren. Menschen, die kein eigenes Auto besitzen können oder wollen, finden hier ein Fahrzeug in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Leihgebühr wird vom Autobesitzer festgelegt und beläuft sich auf rund 2% der Jahresfixkosten (in etwa zwischen 15 und 30 Euro, je nach Fahrzeug). Steiermarkweit bieten aktuell rund 50 Privatpersonen ihr Fahrzeug, vom Transporter, über Elektro-Autos, Mopeds, Kleinwägen bis hin zum  Wohnwagenanhänger zur Mitnutzung an. – Österreichweit sind es bereits knapp 200! Ziel der Plattform ist es, privates Carsharing nicht nur in Großstädten anzubieten, sondern auch der ländlichen Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. In kleineren Gemeinden kennt man sich meist besser – und da fällt es einem umso leichter, ein Fahrzeug zu teilen. Das Energieinstitut Vorarlberg lädt in Kooperation mit dem Vorarlberger Architektur Institut im kommenden Herbst zur kostenlosen Veranstaltungsreihe ENERGIE LOUNGE mit dem Schwerpunkt leistbares Wohnen und kostengünstiges Bauen ein. Näheres können Sie auf der Homepage des Energieinstituts Vorarlberg nachlesen. Im niederösterreichischen St. Margarethen am Moos geht die größte Biogasaufbereitungsanlage Österreichs geht in Betrieb. Neben der Einspeisung in das Erdgasnetz wird auch die bestehende Biomethantankstelle ausgebaut. Der Biogas13 Kongress findet am 4. und 5. Dezember 2013 im WIFI St. Pölten in Zusammenarbeit mit der WK Niederösterreich statt. Die Künstlerin Marion Costazza-Neuwirth gewann den Hauptpreis beim Windkraft-Kunst-Wettbewerb „Mach Wind um deine Kunst“ der IG Windkraft im WUK Wien. Sie sagte: „Windräder sind für mich ästhetische Bauwerke, welche mich immer wieder zu kreativen Darstellungen anregen.“ Neben den neun prämierten Werken waren auch zahlreiche andere Werke bei der Ausstellung zu bewundern. Näheres dazu ist auf der Homepage der igwindkraft zu finden. Am 18. September wurde in der Brauerei Göss offiziell die Inbetriebnahme der neuen Solaranlage gefeiert, die rund 1500 Quadratmeter Fläche umfasst und zukünftig einen Teil der im Sudhaus benötigten Wärme für den Brauvorgang erzeugt. Näheres dazu gibt es in unseren nächsten Klimanews zu hören. Die TU Graz bildet ab 9. Jänner zertifizierte Passivhausplaner bzw. –beraterInnen aus. Nähere Infos dazu finden Sie auf der Website unter www.passivhausplus.at Die Gemeinden Gratkorn und Gratwein begannen mit dem Bau der Nahwärmeversorgung aus industrieller Abwärme der SAPPI. Über Kraft-Wärme-Kopplung wird zukünftig die Abwärme aus Produktionsprozessen der Papierfabrik zur Wärmeversorgung der beiden Gemeinden genutzt. Projektpartner ist die ecowatt GmbH. Wir gratulieren der außeruniversitären Forschungseinrichtung AEE Intec und insbesondere Werner Weiss zum 25-jährigen Bestehen. Von den anfänglichen Selbstbaugruppen von Solaranlagen  machte die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Österreich zum Land der Solarthermie. Wir wünschen weiterhin alles Gute und viel Erfolg beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und der effizienten Nutzung!

  31. 9

    Kinder der VS Eggersdorf – End Ecocide In Europe – Straßenfest

    In dieser Sendung erzählen die Kinder der VS Eggersdorf, wie sie das Klima schützen. In einem witeren Beitragsteil spricht DI Thomas Eitzenberger von der Bewegung End Ecocide In Europe, die Umweltzerstörung in Europa zu stoppen. Außerdem hören Sie ein weiteres positives Beispiel von BürgerInnen-Engagement, die für ein gutes Klima in unserer Gesellschaft sorgen mit der Straßenfest-Initiatorin Mag. Michaela Rachdi-Sakac. Wir schließen mit einigen News uns Ankündigungen. Die Musik stammt wieder von Teilnehmern des Acappella Wettbewerbs Vokal Total 2012: Infinity, e9o4 und Ommm, die im Grazer Dom im Berg beim Preisträger-Konzert gesungen haben. Die Kinder der VS Eggersdorf haben mit viel Liebe eine Klimaschutz-Broschüre Mit dem Titel „Fit for Energy“ für andere Kinder geschrieben. Die ganze Broschüre finden Sie demnächst auf der Schulhomepage. Heute sprechen die Kinder der 3a Klasse zu Ihnen. Insgesamt beteiligten sich 5 Klassen der VS Eggersdorf am Verfassen der Klimaschutz-Broschüre für Kinder. Zum Thema Autofasten verfassten die Kinder im Interkulturellen Lernen ebenso eigene Sätze, die wir Ihnen zu Gehör bringen möchten. Im nächsten Beitragsteil stellt DI Thomas Eitzenberger die Bewegung End Ecocide In Europe vor. Er erklärt, wie er und auch Sie die Umweltzerstörung in Europa stoppen können und wir bitten Sie, die Petition zu unterschreiben: http://www.endecocide.eu/ Für ein gutes Klima in unserer Gesellschaft sorgt die Straßenfest-Initiatorin Mag. Michaela Rachdi-Sakac, das sie uns nun vorstellt. Sie betreibt das Autofasten auf eine sehr anziehende und kommunikative Weise, indem sie die Straße teilweise absperrt und als Festareal umfunktioniert. Wir hoffen, dass diese erfreuliche Initiative viele Nachahmer findet. News und Hinweise: Global 2000 gibt uns eine Info  über das Klima und Hochwasser Es ist nicht das erste Mal, dass Österreich von Hochwassern und Überschwemmungen betroffen ist. Das Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002 wird manchen noch in Erinnerung sein, weitere Hochwasserereignisse gab es in den Jahren 2005 und 2006. Heuer ist es besonders schlimm: Die Überflutungen ziehen sich quer durch ganz Österreich. An manchen Stellen fielen innnerhalb weniger Tage Regenmengen, die es normalerweise in ein bis zwei Monaten gibt. Nicht nur vehemente Sachschäden sind ein Problem, noch schlimmer ist es, dass einige Menschen die Fluten offenbar unterschätzt haben dürften und ihr Leben lassen mussten. Wir sind entsetzt über die immensen Wassermengen und fühlen mit den Betroffenen. Die Lage ist mancherorts noch immer dramatisch.  Der  VCÖ führte eine aktuelle Mobilitätserhebung in Europas Städten durch:  In welchen Städten Europas wird am meisten Rad gefahren? Die Niederlande, Dänemark und Deutschland liegen an der Spitze, Österreich im Mittelfeld. Beim Radfahren liegen Österreichs Städte nicht im europäischen Spitzenfeld, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Das „gelbe Trikot“ trägt das rund 50.000 Einwohner zählende Houten in den Niederlanden, wo 44 Prozent der Alltagswege mit dem Rad gefahren werden. Beste Hauptstadt ist Kopenhagen mit 35 Prozent. Aber auch deutsche Städte schneiden ausgezeichnet ab: In Oldenburg  werden 43 Prozent der Strecken mit dem Rad zurückgelegt, in Münster sind es 38 Prozent. Österreichs Spitzenreiter ist Innsbruck mit 23 Prozent. Der VCÖ betont, dass hierzulande das Potenzial für mehr Radverkehr sehr hoch ist: Fast jede zweite Autofahrt ist kürzer als fünf Kilometer. „Auffallend ist, dass es viele Städte in Europa gibt, wo mehr als 25 Prozent der Alltagswege mit dem Rad gefahren wird. Diese Städte befinden sich nicht nur in den Niederlanden, Dänemark oder Deutschland. Auch Italien, Finnland, Schweden, Großbritannien und Belgien sind in dieser Kategorie vertreten, nicht aber Österreich“, stellt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer fest. Die VCÖ-Analyse listet 36 größere Städte mit einem Radverkehrsanteil von mehr als 20 Prozent auf, darunter nur eine Stadt aus Österreich: Innsbruck, das mit 23 Prozent den höchsten Radverkehrsanteil unter Österreichs Landeshauptstädten hat. Knapp dahinter liegen Bregenz mit 19 Prozent sowie Graz und Salzburg mit jeweils 17-19 Prozent. Die Grazer Energieagentur bietet ab sofort Energie in Therapie für große Dienstleistungsbetriebe wie Krankenhäuser und Produktionsbetriebe an. Durch energiesparendes Verhalten sowie technische und organisatorische Betriebsoptimierung kann man hier (und übrigens auch in Schulen, öffentlichen Gebäuden und Privathaushalten) bis zu 20% Energieeinsparungen erzielen. Die Einsparungsmaßnahmen dienen gleichzeitig als Vorbereitung für die kommende ISO 50001 Zertifizierung, dafür gibt es interessante WIN-Förderungen in der Steiermark. Das Krankenhaus Güssing konnte neben dem Geriatrischen Gesundheitszentrum Graz (GGZ) als Pilotprojekt gewonnen werden und zeigt erste Erfahrungswerte auf, wie die  Pflegedirektorin Bianca Hofbauer, die als eine der Energiecoaches im Krankenhaus tätig ist, berichtet: „Von Beginn an konnten wir gemeinsam unsere Ideen und Maßnahmen zum Thema Energieeinsparung umsetzen. Dazu wurde der Projekttitel wörtlich genommen und wir haben unsere Energieverbräuche in Therapie geschickt. Durch kleine Maßnahmen konnten folglich große Einsparungen erreicht werden.“  Das Programm ist in 5 Module aufgebaut und beinhaltet die genaue Analyse der bestehenden technischen Anlagen und deren Verbesserungspotentiale, wobei diese nur geringe Investitionen beinhalten. Zeitgleich finden spezielle Workshops mit den NutzerInnen des Gebäudes statt. Dadurch kann direkt vor Ort und vor allem während der Betriebszeiten aktiv auf Energiefresser eingegangen werden. Der Bundesverband Photovoltaic Austria lädt zur Veranstaltung „Stromgipfel – 100 % sauberer Strom für alle – 2020“, am 24. Juni 2013 in der WKO in Wien ein. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um verbindliche Anmeldung wird gebeten bei www.pvaustria.at. Nachfolgend möchten wir Ihnen die FOODSHARING – PLATTFORM vorstellen. Unter dem Link: http://at.myfoodsharing.org/ ist vor kurzem die erste heimische Internet-Plattform zum Teilen von Essen online gegangen. „Teilen und tauschen statt entsorgen“, lautet das Motto der Plattform. „myfoodsharing.org“ ist noch im Aufbau. In Österreich sind bereits 14 Städte der Initiative beigetreten und knapp 900 NutzerInnen registriert. Die Internet-Plattform gibt Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Über myfoodsharing.org kann man sich auch zum gemeinsamen Kochen verabreden um überschüssige Lebensmittel mit anderen zu teilen, statt sie wegzuwerfen. Die Grundidee ist: Menschen teilen Essen. Es soll dabei kein Geld fließen, denn teilen hat auch eine ethische Dimension. Die Initiative will den Lebensmitteln damit wieder einen ideellen Wert geben, denn sie sind mehr als bloß eine Ware. Die Beteiligung an der Initiative kann in verschiedenster Intensität stattfinden. Von der reinen Foodsharing-NutzerIn bis zum Fördermitglied spannen sich die Möglichkeiten der Unterstützung, siehe: http://at.myfoodsharing.org/mach-mit Betreut wird das Portal vom Verein Foodsharing.de, der in Deutschland Ende vergangenen Jahres ein vergleichbares Projekt ins Leben gerufen hat. Das Konzept stammt vom Autor und Regisseur Valentin Thurn, der 2011 mit seinem Film „“Taste The Waste““ die weltweite Lebensmittelverschwendung ins öffentliche Bewusstsein gebracht hat. Für das Team der Aktionsplattform – Lebensmittel im Abfall zeigt sich Frau Maga. Ulrike Kabosch verantwortlich mit der ARGE Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und nachhaltige Entwicklung GmbH, einer Tochtergesellschaft des gemeinnützigen Vereins ARGE Müllvermeidung. Weitere wichtige Termine in der Steiermark finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  32. 8

    Ute Bock – Energy Globe Austria

    In dieser und in der nächsten Sendung bringen wir  positive Beispiele von BürgerInnen-Engagement, die für ein gutes Klima in unserer Gesellschaft sorgen. Heute mit der bekannten Ute Bock, die Flüchtlingen eine Unterkunft gibt. Im zweiten Beitragsteil berichten wir  über die besten Energie- Projekte Österreichs mit dem Energy Globe Austria, der am 24. April in Linz stattfand. Musik: Four Fathers- Vokalgruppe (Ungarn) Ute Bock findet, dass wir anders mit Fremden umgehen sollten, als es wir wirklich tun. Nach ihrer Pensionierung mietete Ute Bock Wohnungen für obdachlose Flüchtlinge an. Jeden Abend telefoniert sie  mindestens 2 Stunden mit allen möglichen Einrichtungen, ob sie einen Platz für Flüchtlinge haben, eine Matratze. Notfalls werden die Flüchtlinge auch im Aufenthaltsraum untergebracht. Seit 2012 steht ihr ein Haus in der Zohmanngasse in Wien mit Wohnraum für rund 70 Flüchtlinge und Platz für Beratungseinrichtungen zur Verfügung, wo nun auch Frau Bock selbst in einer kleinen Wohnung lebt. Ute Bock lebt dafür, dass es anderen gut geht. Bei einer Veranstaltung der HTL in Weiz merken wir aber, dass sie erschöpft ist und es ihr selbst nicht gut geht. Sie leidet unter starken Schmerzen wegen ihres offenen Beines, wie sie uns in einem Interview erzählt. Im zweiten Beitragsteil berichten wir vom Energy Globe Austria, der am 24. April im Power Tower in Linz stattfand und bei dem die besten Energie- Projekte Österreichs prämiert wurden. Der ENERGY GLOBE Award wurde 1999 vom österreichischen Energie-Pionier Ing. Wolfgang Neumann gegründet und ist heute der weltweit renommierteste Umweltpreis. Gastgeber war die Energie AG, mit seinem Direktor Dr. Leo Windtner. Die charmante Arabella Kiesbauer führte durch das Programm. Im Bereich Feuer gab es mehrere Nominierungen. Wir möchten die solarbeleuchteten Bushaltestellen im Tennengau erwähnen. Um vor allem die Haltestellen im ländlichen Raum zu beleuchten und sich eine Verkabelung zu ersparen, wurden solare Dünnschichtpaneele auf die Bushaltestellen montiert. Diese werden über eine Fernsteuerung überwacht. Für die Betriebszeiten vor allem in der kalten Jahreszeit von 5 Uhr in der Früh bis zum Sonnenaufgang und vom Sonnenuntergang bis 23 Uhr ist eine moderne LED Solarbeleuchtung aktiv. Der Gesamtsieg des Abends ging aber an Solar Fidelity. Die Wiener Modemacher spezialisierten sich auf die Kreation von Rucksäcken und Taschen als Solarkraftwerke. Mit einer USB-  Schnittstelle und einer integrierten elastischen Solarzelle können so Handys, Smartphones, Digitalkameras und andere Geräte, die mit 5 Volt versorgt werden, aufgeladen werden. Mag.  Bernhard Lehner spricht darüber. 2) Der Kategorie-Sieger im Bereich Erde kommt aus der Steiermark. In Graz entstand ein Klimaschutz-Supermarkt, der erste klimaautarke Supermarkt, der mehr Energie erzeugt, als er verbraucht. Die Abwärme der Kühlgeräte wird im Winter zum Heizen verwendet. Architektonisch interessant – von  Love Architecture geplant – zeigt sich dieser Sparmarkt ansprechend mit einer südseitigen Glasfassade und einer geknickten, gefalteten Hülle aus Stahl und Holz und Grünflächen am Dach. Die  gut gedämmte Gebäudehülle verringert den Energieeintrag und die kontrollierte Belüftung schafft in Verbindung mit der Betonkernaktivierung, die zum Heizen und Kühlen verwendet wird, ein behagliches Raumklima. Zusätzlich befinden sich am Parkplatz eine Photovoltaikanlage und eine Elektrotankstelle. Im Mühlgang wurde eine Wasserkraftturbine zur Stromerzeugung installiert. Die  Beleuchtung erfolgt in LED-Technik und Tageslichtsteuerung. Die verwendeten Baustoffe sind möglichst ohne Lösungsmittel und schadstofffrei. Den Energy Globe nimmt der Architekt DI Michael Leiss entgegen. Wir möchten auch hier ein weiteres Projekt vorstellen, nämlich wie Algen Öl und Bio-Treibstoff liefern. 3) Der Kategorie-Sieger im Bereich Wasser ist DI Harald Bala mit einer innovativen und energieautarken Abwasserklärung aus Schlachtabfällen und Blut, aus dem Dünger oder Ammoniakwasser für die Industrie erzeugt wird. Das Verfahren nennt sich „Dampfstrippung“. Die dazu benötigte Dampfmenge kommt aus der Abgaswärme der beiden Gasmotoren in Kombination mit einem Dampferzeuger, der mit selbst erzeugtem Biogas betrieben wird. Der Reinhaltungsverband Trattnachtal nützt dieses Potenzial und holt sich den Stickstoff über dieses Verfahren aus der eigenen Kläranlage in Wallern. Amstetten nutzt die Abwärme seiner Kanal-Abwässer als Energiequelle zum Heizen. Mit einem Wärmekonzept der Baumeister Taubinger GmbH und effizienter Technologie der Ochsner GmbH wird dort seit 2012 die Wärme des Abwassers zum Heizen der Betriebsräume und Werkstätten genutzt. Die beiden alten Gaskessel und Elektroheizkörper haben damit ausgedient. Die aus dem Abwasser gewonnene Wärme wird über eine Fußbodenheizung verteilt. Dieses Konzept spart schon im ersten Betriebsjahr knapp € 21.000 Euro Heizkosten. In 12 Jahren hat sich die Anlage amortisiert. 4)  In der Kategorie Luft gewann Joachim Wolf mit seinen CO2- neutral hergestellten Nudeln. 5) Die Kategorie Jugend entschied der junge Lukas Bernhofer für sich. Mit DI Dr. Christoph Stangl unterhielten wir uns im Rahmen des Energy Globes über die Solarthermie. Wir möchten dem Energy Globe-Team und ganz besonders dem Gründer Herrn Ing. Wolfgang Neumann für Ihre so wertvolle Arbeit danken. Herr Ing. Neumann steht uns zu einem abschließenden Interview zur Verfügung. Einige News und Hinweise: -In Linz entwickelte Dr. Alexander Krajete ein weltweit neues Umwandlungsverfahren, das aus CO2 und Wasserstoff Erdgas erzeugt. Das Verfahren zur Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist jetzt mit einer vierten Patentanmeldung fertig für den Markt. Es basiert auf Mikroorganismen und nutzt einen natürlichen Stoffwechselprozess der sogenannten Archäa, der unter Ausschluss von Sauerstoff reinstes Methan – also Erdgas – erzeugt. Dieses Verfahren kann sowohl für die Herstellung von Biotreibstoff als auch zur günstigen Aufreinigung von Bio- oder Abfallgas genutzt werden. -Eine klare Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten hat kürzlich den Vorschlag der EU-Kommission, drei Pestizide vorübergehend zu verbieten, unterstützt. Dennoch wurde die für ein Verabschieden des Verbotes nötige qualifizierte Mehrheit nicht erreicht – unter anderem, weil auch Österreich gegen den Vorschlag stimmte. Die Abstimmung betraf drei Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide, die von den Agrochemie-Konzernen Bayer und Syngenta hergestellt werden und deren Gefährlichkeit für Bienen wissenschaftlich erwiesen ist. „Dass Österreich nun bereits zum zweiten Mal gegen ein teilweises Verbot dieser Bienenkiller-Pestizide gestimmt hat, ist wirklich eine Schande“, so Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace. Wir als Klimanews Redaktion wünschen uns von unseren Politikern ein beherzteres Vorgehen in Umweltfragen zum Schutz unserer Bienen und der Artenvielfalt. -Auf Einladung von NEONGREEN NETWORK kommen am 16. Mai Polly Higgins, britische Prozessanwältin und Umweltaktivistin und Tim Jackson, Ökonom und Autor von „Wohlstand ohne Wachstum“ nach Wien. Gemeinsam mit Bill McKibben Sachbuchautor und Gründer der Klimaschutzorganisation 350.org, der live aus den USA zugeschaltet wird, Alexander Egit, CEO von Greenpeace sowie Harald Katzenschläger, Gründer der Dreamacademia, treten sie bei den bereits 6. ERDgesprächen NEONGREEN NETWORKs, als Vortragende in der Wiener Hofburg vor rund 700 Gäste. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr und ist für jeden gegen eine freiwillige Spende zugänglich. Anmeldungen ab sofort unter www.erdgespraeche.net. -Der Bundesverband Photovoltaic Austria lädt zum ersten PV-Praktikertag im Burgenland ein: am Dienstag, den 4. Juni 2013 von 9:00 bis 17:00 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt. Themen sind die aktuelle PV-Situation in Österreich, Behördenwege & Bescheide, Förderungen; steuerliche Aspekte; Wartung & Überwachung der PV-Anlage; Qualitätskriterien bei der Auswahl von PV-Modulen; Überspannungsschutz – äußerer Blitzschutz,  Potentialausgleich und Brandschutz bei PV-Anlagen; Möglichkeiten der Stromspeicherung sowie Heizwärme und Warmwasser aus Solarstrom. -Weitere wichtige Termine in der Steiermark finden Sie auf der Homepage des NOEST. Diese Radiosendung aus der Reihe der “Klimanews” wurde von Peter und Sabine Schabler in Kooperation mit dem freien Grazer Radio Helsinki produziert und dort erstmals am 18. Mai 2013 ausgestrahlt. Ältere Sendungsbeiträge finden Sie auch auf unserer neuen Homepage www.klima-fit.at    

  33. 7

    Energy Globe Styria- Autofasten

    Diesmal berichten wir vom Energy Globe Styria, der am 6. März in Graz stattfand und bei dem die besten Energie- Projekte prämiert wurden. Veranstalter war der Landesenergieverein, die Organisation übernahm NOEST. Partner waren die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit, Energie Steiermark AG und Saubermacher AG. Im zweiten Sendungsteil bringen wir einige Standpunkte zum Autofasten, unter anderem mit dem Verkehrsexperten Herrn Prof. Knoflacher, der auf Einladung des Autofastenteams Mag. Hemma Opis- Pieber und Dr. Michaela Ziegler zu Beginn der Fastenzeit nach Graz kam. Hofrat Himmel, der die Wirtschaftsinitiative Steiermark leitet und an diesem Tag mit uns seinen Geburtstag feiert, spricht über unseren Energiehunger. DI Olaf Kieser unterstützt als Vorstandsdirektor der Energie Steiermark den Energy Globe, wie Frau Mag. Jutta Hackstock-Sabitzer für die Saubermacher AG. Gesamtsieger und Kategoriesieger im Bereich „Erde“ wurde das Projekt „Kompostierbare Netzverpackung aus Zellulose  aus Buchenholz für Supermärkte“. Verpackungsmüll als weltweites Problem erfordert dringend Maßnahmen. Mit dem Einsatz kompostierbarer oder kreislauffähiger Verpackungen werden nicht nur fossile Ressourcen wie Erdöl geschont, sondern auch Werkstoffe in den Verkehr gebracht, die biologisch abbaubar sind. Mit der Entwicklung von kompostierbaren Schlauchnetzen aus Lenzing Zellulose ist ein Schritt in diese Richtung gelungen. Die Markteinführung für die Verpackung von Bio-Zwiebeln, Bio-Kartoffeln und Bio-Rote Rüben der Ja natürlich! Linie von BILLA erfolgte im Dezember 2012. Wir führen ein Interview mit den Schwestern Bettina Reichel und Susanne Meininger. Rewe möchte in den nächsten Jahren den Anteil der Naturverpackungen auf 60 % erhöhen. Dies hat sicher Vorbildwirkung für andere Handels-Ketten. An den Etiketten aus Zellulose wird noch gearbeitet. Diese sind in Vorbereitung. In anderen ärmeren Ländern, auf den großen Märkten, gibt es nicht diese Verpackungsflut wie bei uns. Die Familie überlegte sich, welche Stoffe für eine nachhaltige Verpackung in Frage kommen. Am besten wären Abfallstoffe aus der Lebensmittelbranche, zum Beispiel Trester aus der Obstsaftproduktion und andere Stoffe, mit denen sich das Familienunternehmen beschäftigt. Für Holz entschieden sie sich, weil es ein regional verfügbarer, ein heimischer Rohstoff ist. Die Idee mit der Netzstruktur ist zudem  Ressourcen-schonend. Angedacht ist die Herstellung von Einkaufsnetzen, die man früher ganz klein in seiner Handtasche drin hatte. Ursprünglich ist Bettina Reichel Designerin, wie man an ihrer stilvollen Garderobe unschwer erkennen kann. Durch eine  Modeschau aus Verpackungen wurde sie angeregt, sich dem Thema Verpackungen  aus nachhaltigen Rohstoffen zu widmen. LH-Stv. Siegfried Schrittwieser kündigt den ersten Kategoriesieger Jugend an. In dieser Kategorie war auch unser Projekt „Fit for Energy“ als zweites Projekt nominiert. Das Jugendsporthaus Schladming erhielt den ersten Energy Globe für „Energysave – Erarbeitung und Umsetzung von Energiesparmaßnahmen für das Jugendsporthaus Schladming“. DI Christian Sakulin stellt dieses beachtliche Projekt vor, bei dem allein durch Verhaltensänderungen und geringen Investitionskosten der Energieverbrauch von 8 Einfamilienhäusern pro Jahr eingespart werden konnten. In der Kategorie Feuer werden Alternativenergien oder Projekte zur Energie-Effizienz gekürt. Ein solches Projekt ist ein spezieller Gasmotor zur Strom- und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken, mit einer sehr hohen Energieeffizienz, entwickelt von der TU Graz. Die Rohstoffe für diesen Motor sollen aus Erneuerbaren Energien kommen, Photovoltaik und Windenergie. In der Kategorie Luft merken wir den Klimawandel am stärksten. Projekte, die sich mit der Verringerung von Treibhausgasen befassen, werden hier gekürt. Herr Bgm. Siegfried Schafarik von Knittelfeld und Bruno Aschenbrenner von St. Marein erzählen vom Projekt der ersten LED-Region. Nochmals ein Dankeschön an die Mitglieder des Landesenergievereins. Wir erhielten im Rahmen des Energy Globe Styria, den begehrten Armin Baumgartner-Preis; verliehen für unsere  Bildungsarbeit mit verschiedenen Altersgruppen und für unser großteils ehrenamtliches Engagement für den Klimaschutz und auch für unsere Klimanews. Frau DI Helga Rally,  Geschäftsführin des LandesEnergieVereins Steiermark, hält die Laudatio für uns. Nach der Verleihung konnten wir noch ein wenig mit dem Vorjahressieger des Energy Globe Styria und Austria im Bereich Jugend Ing. Walter Baierl sprechen. Er erzählte uns von seinem neuen Projekt „Lichtquadrat“, von dem Sozialeinrichtungen in Weiz profitieren und außerdem Schüler andere Schüler im Bereich Beleuchtungstechnik unterrichten. Immer mehr Menschen in der Steiermark nutzen Autofasten und kommen heilsam in Bewegung – über 7400 waren heuer mit dabei. Einige davon machen weiter, sie haben einen „autofreien Tag“ für das ganze Jahr gewählt. Das schöne Frühlingswetter lädt nun auch dazu ein. Der bekannte Verkehrsexperte Prof. Hermann Knoflacher stimmte auf Einladung von der Umweltbeauftragten des Landes Steiermark Mag. Hemma Opis- Pieber und Dr. Michaela Ziegler die AutofasterInnen mit einem lebendigen Vortrag auf das Thema Entschleunigung ein. „AutofahrerInnen sind im Durchschnitt zwar viel schneller unterwegs als Fußgänger, aber sie brauchen insgesamt gleich  lange durch weiter entfernte Ziele, die sie erreichen wollen“, so Knoflacher. Shoppingzentren in einem Radius von 100 km ziehen die Kaufkraft ab und zerstören damit die lokalen Geschäfte. Diese Politik wird leider seit Jahrzehnten betrieben und hat Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft. Prof. Knoflacher ruft dazu auf, statt den motorisierten Individualverkehr zu vermehren, aufs Auto zu verzichten und zu entschleunigen. Er schuf in Graz die Fußgängerzone. Aufgabe der Verkehrsplaner müsste sein, das Zu-Fuß-Gehen zu fördern, dass man gerne autofastet. Der Verkehrsexperte schrieb das Buch “Virus Auto“ und war Begründer des „Gehzeugs“, das bewusst machen soll, wie viel Platz ein Auto wegnimmt. Gründungsvater des Autofastens war Superintendent Mag. Hermann Miklas. Zu Gast bei den sogenannten Kamingesprächen noch in der kalten Fastenzeit war auch Probst und Stadtpfarrer Mag. Christian Leibnitz. Der grüne Gemeinderat und Verkehrssprecher Karl Dreisiebner sieht auch lieber den Menschen als Maß aller Dinge und nicht das Auto. Die von der katholischen und evangelischen Kirche getragene Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ wurde vom Steirischen Verkehrsverbund und vielen Kooperationspartnern unterstützt. „So lange es die Umweltbelastung erfordert, machen wir weiter!“, meinen die beiden Organisatorinnen Mag. Hemma Opis-Pieber und Dr. Michaela Ziegler. Infos erhalten Sie unter   [email protected] Zuletzt bringen wir einige Hinweise: Die Mitfahrbörse flinc ist flächendeckend in Europa nutzbar. „flinc“ ist ein soziales Netzwerk mit dem Ziel FahrerInnen und MitfahrerInnen rasch und unkompliziert zusammen zu bringen. Das System funktioniert über PC, aber auch mit Handy, Smartphone und Navigationsgerät. So können Autokilometer verringert, die Umwelt geschont und Kosten eingespart werden. Besonders innovativ am Mobilitätssystem „flinc“ ist das persönliche Vertrauensnetzwerk (z.B. für SchülerInnen eines Schulstandortes), das aufgebaut werden kann um NutzerInnen zu vermitteln, die zur gleichen Zeit auf derselben Strecke unterwegs sind bzw. sein werden.Weitere Informationen und die Registrierung finden Sie auf der Homepage: https://flinc.org Tri an der Donau  veranstaltet ein internationales Symposium für energieeffiziente Architektur und Energieautonomie für den Neubau und bei der Sanierung, vom Freitag, den 14. Juni bis Samstag, den 15. Juni 2013, an der TU am Karlsplatz Wien. Näheres erfahren Sie unter www.tri-info.com In einer unserer vorigen Sendungen berichteten wir über Convention Partner aus Vorarlberg, die ab sofort Veranstaltungen als Green Meetings und Green Events zertifizieren. Sie erhielten auch selbst das österreichische Umweltzeichen. Heini Staudinger hält in Graz einen Vortrag  über „ Die Macht des Geldes“, am Donnerstag, den 25. April 2013 um 19:00 Uhr im Hörsaal A der Vorklinik an der Uni Graz. Der Biogas13 Kongress findet am 4. und 5. Dezember 2013 im WIFI St. Pölten in Zusammenarbeit mit der WK Niederösterreich statt. Anmeldungen dafür sind ab sofort möglich. Weitere wichtige Termine in der Steiermark finden Sie auf der Homepage des NOEST.

  34. 6

    Biogas-Zeitschaltuhr

    Diesmal widmen wir uns dem Thema Biogas und Biomethan, einem spannenden Thema, das aber im Sinne der Rohstoffverwertung Zukunft hat. Der Energy Lunch des NOEST, dem Netzwerk Ökoenergie Steiermark vom 6. Februar 2013 in Graz fand im Rahmen des Projektes „Biomethan Regions“ statt. Außerdem erzählt uns DI Manfred Uttenthaler, wie er die Grazer BULME, die HTL mit einem kleinen Gerät, einer Zeitschaltuhr, energetisch sanieren möchte.   Zuerst ein Dankeschön an die Mitglieder des Landesenergievereins. Wir erhielten im Rahmen des Energy Globe Styria, über den wir demnächst berichten werden, den begehrten Armin Baumgartner-Preis; verliehen für unsere  Bildungsarbeit mit verschiedenen Altersgruppen und für unser großteils ehrenamtliches Engagement für den Klimaschutz und auch für unsere Klimanews. Seit 1.01. 2013 müssen Energieausweise nach einer neuen OIB-Richtlinie erstellt werden. Die Förderungen dafür wurden verlängert. Der Landesenergieverein gibt Ihnen Auskunft über diverse Fördermöglichkeiten. Einige Fördersätze wurden leicht geändert. Die Website der NOEST hat einen Terminkalender, an dem wichtige Termine nachgelesen werden können. Wir möchten Sie auf ein Youtube Video mit dem Titel „Der perfekte Kreislauf“ der Grazer Energieagentur hinweisen, das sie über deren Homepage finden. Voraussetzung für die Nutzung von Biogas ist das Sammeln von biogenen Reststoffen. Es ist wichtig, dass die Abfälle schon in den Haushalten gut getrennt werden. Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff. Dieses Bewusstsein ist leider noch nicht überall verankert. Bevor die Bioabfälle verwertet werden können, werden sie zunächst von allen Störstoffen befreit, von Steinen oder Plastikteilen, die sich leider in manchen Biotonnen befinden. Aus einer Biosuppe wird dann Biogas durch Erhitzen erzeugt. Was übrig bleibt, ist wertvoller Dünger für die Landwirtschaft. Ein nächster Produktionsschritt ist die Vergärung mittels Mikroorganismen und Rührwerken. Das so entstandene Biogas muss noch aufbereitet und von Schwefel und Kohlendioxid gereinigt werden. Mit diesem gereinigten, verdichteten Biomethan können dann auch Fahrzeuge betrieben werden. Landesenergiebeauftragter DI Wolfgang Jilek,  weist uns auf die Notwendigkeit hin, Alternativenergien zu forcieren, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Ing. Karl Puchas ist Geschäftsführer der Lokalen Energieagentur – LEA GmbH und betreut innerhalb der NOEST den Kompetenzknoten Biogas. DI Christian Sakulin, Leiter des NOEST, dem Netzwerk Öko- Energie Steiermark, zeigt Möglichkeiten für die Nutzung von Biogas, bzw. Biomethan auf. DI Dr. Bernhard Mayr von EnviCare geht der Frage nach, wie man am Beispiel der Kläranlage Weiz weitere Rohstoffe zur Co- Fermentation nutzen kann.  Eine Co- Fermentation ist die gemeinsame Vergärung von Gülle mit biogenen Abfällen. Die Abfälle, also das Rohstoffpotential in der Co-Fermentationsanlage in Weiz kommen in Weiz vom Schlachthof, von der Fleischzerteilung, einer Brennerei, Molkerei und Käserei, von Lebensmittelmärkten, den Gasthäusern, dem Krankenhaus und den Pensionistenheimen sowie dem Gras- und Strauchschnitt. Die Abfälle wie Blut vom Schlachthof und Gras- und Strauchschnitt sind in der Aufbereitung sehr teuer. Wirtschaftlich sind die anderen Stoffe, woraus sich aus dem Betreiben der Anlage dann ein Minigewinn erzielen lässt. Sinnvolle Abfallvergärung ist abhängig von den verfügbaren Abfällen, vom Platzbedarf und einer möglichen Abwärmenutzung. Für Klärwärter soll ein Anreizsystem geschaffen werden, um die Anlage optimal zu betreuen. Ein weiterer Hauptreferent ist Peter Stiegler von der Energiewerkstatt, der mit seinen Graskraftwerken bekannt geworden ist. Er schildert seine Erfahrungen und seinen steinigen Weg bei der Errichtung der ersten Biogasanlagen, die er mit Gras befüllt. Peter Stiegler geht erfolgreich seinen Weg mit der Errichtung von Graskraftwerken in Salzburg und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen.   In den Open News werden Neuigkeiten,  Energie-Innovationen vorgestellt. DI Boris Papousek, Leiter der Grazer Energieagentur, stellt die heurige Energiesparwette zwischen steirischen Haushalten und Gemeinden vor. In Deutschlandsberg soll rund um die neue Koralmbahn bis 2050 eine neue SMART-City, eine grünende Zukunftsstadt entstehen, berichtet Wolfgang Horn. Das gut durchdachte Verkehrskonzept gibt dem öffentlichen Verkehr und dem nicht motorisierten Verkehr, wie dem Radverkehr und den Fußgängern den Vorrang. Wir haben bereits über ein Datenerfassungsprodukt von GOData von Ing. Georg Oberth berichtet. Diese sogenannten Smart Grids machen Verbrauchern möglich, sofort ihre Lastprofile im Stromverbrauch sofort zu sehen. Der Verbraucher kann dadurch leichter Energie einsparen. Wissenschaftlich sehr interessant sind Stromspeichersysteme. Dieser Frage ging der Diplomand Bakk. Martin Geweßler nach. Er forschte über die Einspeisung von Mikrogasnetzen in das öffentliche Netz, kommt aber zu dem Schluss, dass dies momentan nicht möglich ist und Deckungsbeiträge zu niedrig sind. DI Manfred Uttenthaler erzählt uns, wie er die Grazer BULME, die HTL energetisch sanieren möchte. Mit seinem Zeitschalter wird nach 50 Minuten automatisch das Licht ausgeschaltet. DI Manfred Uttenthaler sieht noch weiteren Handlungsbedarf, wie etwa bei der Optimierung der Raumwärme durch besser eingestellte Thermostatkopfventile. Es sei nicht nötig, bei die Lehrsäle zu überheizen, um im Winter nach der energetischen Sanierung, die vor einigen Jahren erfolgt ist, im T-Shirt herum zu sitzen. Ein weiteres Aufgabenfeld sieht er im Abschalten der mehr als 1000 PCs, was in Summe auch viel Energie einsparen würde. Hinweise: -Im Zuge des Autofastens kann mit Hilfe der Pfarre Graz St. Veit eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel erstanden werden. Diese kostet dann statt € 365 nur mehr € 328,50 (das entspricht ungefähr dem Preis von 8 Monatskarten), das sind 10 % Ermäßigung!. Die Karte gilt ein ganzes Jahr, also bis April 2014. Bis 2. April sollten Sie Ihr Interesse an der „fahr Zwölf – zahl Acht-Jahreskarte“ unter „[email protected]“ bekannt geben. -Die AEE-Intec lädt zu einer Veranstaltung in Eberstalzell zum Thema „Solarthermie und Wärmepumpenkombinationen – Heizsysteme der Zukunft?“ ein, am Donnerstag den 18. April 2013 von 09:30 bis 17:00 Uhr im Greiner Sun House, Solarstraße 7. Anmelden können Sie sich unter www.aee-intec.at. -Ein Kompetenzzentrum für energieautarkes Wohnen eröffnete kürzlich in Bregenz. Drei Vorarlberger Unternehmen sind daran beteiligt: E.U. Solar, myVitali und ÖKOLED. Sie bieten Photovoltaik- und Kleinwindkraftanlagen, Batteriespeichersysteme, Wärmepumpen, Infrarotheizung, LED-Beleuchtung sowie intelligente Steuerung und Überwachung der Haus- und Energietechnik. „Wir möchten leistbare Wege zum energieautarken Haus aufzeigen“, schildert Geschäftsführer Wilfried Flatz von E.U. Solar Österreich. „Mit einem durchdachten Gesamtkonzept ist energieautarkes und komfortables Wohnen heute schon zu vernünftigen Kosten realisierbar.“

  35. 5

    E-Mobility 2013 David

    Diesmal berichten wir von der e-mobility-conference Ende Jänner in Graz sowie anderen News und hören wieder einen Beitrag von David, dem 10-jährigen Volksschüler aus Kumberg. Die e-mobility-conference fand nun bereits zum 4. Mal in Graz statt und macht das Bemühen der Stadt deutlich, die Elektromobilität zu forcieren. Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl freut sich über Fortschritte, wenngleich die Elektromobilität sich nicht so schnell verbreitet hat, wie sich das viele von uns gewünscht hätten. Österreichs Umweltminister DI Nikolaus Berlakovich unterstützt Elektromobilität und unterstreicht seine Bedeutung als Wirtschaftsmotor. Wie wir hören werden, ist Österreich von der Infrastruktur der Ladestationen hinten nach ist. Ganz wesentlich für die Kosten die Leistung eines Elektroautos sind die Batterien. Darüber spricht DI Robert Schaffernak von Magna Steyr, die sowohl die elektrische Antriebskompononenten als auch Batteriesysteme in und rund um Graz herstellen. Vorstandsdirektor der Holding-Graz ist DI Wolfgang Malik. Die Holding Graz ist für den öffentlichen Verkehr zuständig. Beim Projekt „Graz-Bike“ der Holding werden über 200 Leihräder an 13 Standorten in Graz zur Verfügung gestellt. Den Hybrid- und Elektrobussen steht eine eigene Photovoltaik-Anlage zur Verfügung. Steven Dorresteijn ist als ABB Sales Manager zuständig für die Errichtung einer Elektroladeinfrastruktur. Sein größtes Projekt ist momentan in Estland, wo man alle 50 km auf jeder großen Straße eine  Schnellladestation nutzen kann. Innovativ ist dort auch das Bezahlsystem mittels Smartphone oder einer Prepaid-Karte, die man sich kaufen und weltweit nutzen kann. Schnellladesysteme werden auch an den Polarkreis und in die Wüste für die deutsche Mobilindustrie geliefert, um neue Fahrzeugmodelle zu testen. Bevor die deutsche Mobilindustrie ein Fahrzeug zum Verkauf für den Kunden freigibt, werden eine Million Kilometer unter extremen Bedingungen am Polarkreis oder in der Wüste gefahren. Japan weist weltweit die meisten Schnellladesysteme auf, gefolgt von Europa und den USA, die erst mit dem Aufbau der Infrastruktur beginnen. Wir möchten auch den Sicherheitsaspekt aufgreifen. Lithium-Ionen-Akkus machten in den letzten Jahren immer wieder durch Brände sei es in Laptops oder in der neuen Boeing, dem Dreamliner negative Schlagzeilen. Daher bleibt das Thema der Batterien der spannendste Punkt bei Elektrofahrzeugen. DI Dr. Peter Prenninger von der AVL-List gibt uns einen Überblick über Range Extender Konzepte. Range Extender besitzen zusätzliche Aggregate zum Elektromotor um die Alltagstauglichkeit zu erhöhen. Fiat entwickelte ein leichtes Range Extender Nutzfahrzeug, das zusätzlich mit einem umweltfreundlicheren Gasmotor ausgestattet ist. DI Dr. Stefan Koller gibt Einblicke in die Batterietechnologie. Frau Mag. Barbara Muhr stellte nachhaltige Verkehrskonzepte vor. Dabei kommt sie abermals nach Estland, Tallinn. Dr. Ulrich Reuter stellt uns als Umweltreferent die smarteste Stadt Deutschlands Stuttgart vor. Andreas Allebrod gibt Einblicke in ein gelungenes Carsharing-Modell, das in Dortmund, im Ruhrgebiet seinen Ausgang nahm. Die Stadt Salzburg verfügt mit dem Projekt EMIL über den REWE-Konzern ebenso über ein Verleihsystem von Elektrofahrzeugen, das fortlaufend ausgebaut werden soll. DI Günther Gerhard spricht über das Projekt VLOTTE in Vorarlberg, das man als Pionierprojekt bezeichnen kann. Das Forschungsprogramm StartClim feiert sein 10-jähriges Jubiläum am Österreichischen Klimatag am 4. und 5. April 2013 an der Universität für Bodenkultur in Wien. Wir möchten Sie auf die aktuelle StartClim Ausschreibung zum Thema „Anpassung an den Klimawandel – Beiträge zur Umsetzung der österreichischen Anpassungsstrategie“ hinweisen. Ausschreibungsunterlagen sind unter http://www.austroclim.at/ zu finden. Auch heuer möchten wir Sie wieder zur Teilnahme an der Aktion Autofasten einladen. Verwenden Sie in der Fastenzeit Ihr Auto sparsam oder gar nicht. NEU ist in der Steiermark das Autofasten PLUS! Aufgrund der hohen Luftbelastung gibt es wieder den Aufkleber für einen autofreien Tag pro Woche – das ganze Jahr über. Sie können ab sofort beginnen, indem Sie den passenden Aufkleber (MO-SA)  bei der Aktion Autofasten Steiermark am Bischofplatz 4 in Graz bestellen, der Ihnen auch gerne zugeschickt wird. Die IG Passivhaus lädt Sie zu einem Besuch der Ausstellung „Lebensraum 2013“ ein, am 9. und 10. März im Messecenter Graz, Halle A, Stand-Nr. 111. Dort stehen Ihnen Experten rund ums Passivhaus für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. „Luci“ ist eine Solar-Lampe, deren Batterie drei Monate lang ohne zusätzliches Laden auskommt. Sie gilt als die Lösung für drei Milliarden Menschen auf der Welt, die ohne Licht leben. „Luci“ ist eine aufblasbare und wasserfeste LED Solar-Laterne, die als helle Raumleuchte, gedimmte Laterne und Leselampe dienen kann. Auch im Notfall kommt Luci zum Einsatz – als Blinklicht. Rund um den Pferdefleisch- Skandal ist auch die Diskussion um die gesunde Jause an den Schulbuffets wieder entflammt. Bewusstseinsbildungsprojekte liefern hier einen wertvollen Beitrag. „Natürlich sind exotische Früchte ein Gaumenschmaus. In der Schule am Bauernhof lernen rund 500 Kinder jährlich, aber warum es gesünder ist, jenes Obst und Gemüse zu essen, das gerade frisch geerntet wurde und wie Joghurt und Milch ins Kühlregal kommen“, so Bildungsstadtrat Eisel-Eiselsberg, der auch nachsetzt: „Gerade die Achtsamkeit, woher unsere Lebensmittel kommen und dass man den Weg vom Hof bis in den Supermarkt mit gewissen Tricks nachverfolgen kann, steht hier im Mittelpunkt“. In Graz gibt es 2 neue Bio-Bauernmärkte: Auf dem Platz vor der Herz-Jesu-Kirche bieten ab sofort jeden Dienstagnachmittag neun heimische Bio-Bauern ihre Produkte an und unter dem Motto „Gesund & Fair“ wurde ein neuer Grazer Bio-Bauernmarkt im Einkaufszentrum City Park eingerichtet, der jeden Freitag von 10 bis 16 Uhr geöffnet ist.

  36. 4

    Wind-Vorarlberg-Klimaschutz-PreisträgerInnen-David

    Diesmal bringen wir ein buntgemischtes Programm mit einigen Ankündigungen, ermutigenden Neuigkeiten von der Windenergie, aus Vorarlberg, den steirischen Klimaschutz-Preisträgerinnen, dem Lerngarten für Schulen in Klagenfurt, dem ersten Teil eines interessanten Gesprächs mit dem 10-jährigen Volksschüler David und anderen News. Ein erster Veranstaltungstipp: Vom 4. bis 7. Februar 2013 findet im Messegelände in Wien das weltweit bedeutendste Windenergieevent, die EWEA 2013, in Wien statt. Bei dieser Konferenz der Superlative werden mehr als 10.000 Besucher und Besucherinnen aus mehr als 80 Ländern erwartet. Über 400 Aussteller sind auf der Messe vertreten, die IG Windkraft mit österreichischen Firmen im 350 m2 großen Österreichpavillion. Das Schwerpunktthema liegt heuer in Osteuropa. Mit einem Zubau von 30 % an Erzeugungskapazität – vor allem im Burgenland, das sind 300 MW an Leistung, war das vergangene Jahr das beste Jahr der österreichischen Windbranche aller Zeiten. Für dieses Jahr sind weitere Rekorde im Ausbau geplant. „Das Burgenland wird im Jahr 2013 so viel erneuerbaren Strom erzeugen, wie es selbst verbraucht“, kündigte Michael Gerbavsits, Vorstandssprecher der Energie Burgenland, an. „Der Windstrom wird einen Großteil davon abdecken.“ Grund für diesen Ausbau-Boom ist die Revision des Ökostromgesetzes 2012. Derzeit liefern 763 Windräder mit einer Leistung von rund 1.400 MW sauberen Strom in das Netz. Österreich hat bei dieser Mega-Veranstaltung die Chance, sich mit den Erfolgen der nationalen Windenergiebranche und der Forschungstätigkeiten zu präsentieren. Um Klein- und Mittelbetriebe mit Sitz in der Steiermark energieeffizient zu machen, kann man bis 1. Juli beim Ökofonds einen Antrag auf Förderung stellen, in der Fachabteilung für Energie und Wohnbau der steirischen Landesregierung. Bezahlt werden bis zu 75% der Kosten bei der Konzepterstellung und bis zu 55% der Investitionskosten. Ganz im Sinne der Tourismusstrategie 2020, die auf nachhaltige Tourismusentwicklung, Regionalität und Gastfreundschaft baut, setzt Vorarlberg auch im Veranstaltungstourismus verstärkt auf Nachhaltigkeit. Die Vorreiterrolle dafür übernimmt Convention Partner Vorarlberg. Unter solche Events fallen Tagungen, Seminare, Kongresse und andere Veranstaltungen. Die zu erfüllenden Kriterien in den Bereichen Umweltschutz und soziale Verantwortung sind durchwegs alltagstauglich. Sie reichen von Mobilität über Energieeffizienz, überlegter Materialbeschaffung, Abfallmanagement, Catering mit regionalen Lebensmitteln bis zu Jugendschutz und Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung. Als Basis dienen die Vorgaben für die „Green Meetings und Green Events“ des Österreichischen Umweltzeichens. Birgit Sauter-Paulitsch, die Geschäftsführerin von Bodensee-Vorarlberg Tourismus und Convention Partner Vorarlberg steht uns als Interviewpartnerin zur Verfügung. In Vorarlberg  möchten wir noch von einer weiteren Kooperation berichten. Der Passiv- und Niedrigenergiehaus-Spezialist drexel und weiss hat sich mit der Walter Bösch GmbH & Co KG im Bereich Wohnraumlüftung, zusammengeschlossen, um vor allem im dringend notwendigen Bereich für Schulgebäude und den mehrgeschossigen Wohnbau bestmöglich bedienen zu können. Wozu werden Wohnraumlüftungen gebraucht? Die meisten Wohnbauprojekte in Österreich werden derzeit als Niedrigenergie- oder Passivhäuser gebaut. Die nach diesen Standards gebauten Häuser sind so gut isoliert, dass nur wenig Wärme und Luft von innen nach außen oder von außen nach innen dringen können. Das heißt, dass in energieeffizienten Wohnungen und Häusern häufig gelüftet werden muss, damit die entstandene Feuchtigkeit nach außen und die frische Luft nach innen gelangen. In der Praxis stellt dies oft ein Problem dar. Nicht immer ist es möglich, alle drei Stunden – wie von Fachleuten empfohlen – zu lüften. Dieses Problem umgeht eine effiziente Wohnraumlüftung. Sie führt den Räumen ständig frische Luft zu. Allerdings in solch geringem Ausmaß, dass für den Menschen keine Zugerscheinungen spürbar sind. Dies erübrigt zwar das selbsttätige Lüften, entgegen weitverbreiteter Meinungen darf aber auch jederzeit das Fenster geöffnet werden. Der Vorteil dieser Lüftungssysteme liegt in der Wärmerückgewinnung. Die verbrauchte Luft wird mit Hilfe dieser Systeme aus den Häusern und Wohnungen abtransportiert. Bis zu 90 Prozent der Wärme, die darin enthalten ist, wird den Wohnräumen aber wieder zugeführt. Auch für Allergiker ist eine Wohnraumlüftung ein Gewinn, denn bei der Wohnraumlüftung wird die Außenluft von Pollen und Feinstaub gefiltert. Die Wohnräume bleiben damit frei von diesen Allergenen. Nun einige Gratulationen: Dem Klimaforscher Prof. Gottfried Kirchengast, Leiter des Wegener Zentrums für Klima und Globalen Wandel der Uni Graz wurde von der Wissenschaftslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder den Forschungspreis des Landes Steiermark 2012 überreicht. Er erhielt den Preis für die Entwicklung einer neuen Methode zur Messung von Treibhausgasen, die auch international großes Aufsehen erregte. Treibhausgaskonzentrationen können mittels Mikrowellen- und Infrarotlaser- Signalen vom Satelliten aus in der Atmosphäre langfristig und äußerst genau gemessen werden. Gleichzeitig werden auch exakte Daten der Temperatur, des Luftdrucks,  der Feuchte und der Winde geliefert. Erste Tests auf den Kanarischen Inseln verliefen erfolgreich. Der österreichische Klimaschutzpreis ging diesmal an 3 steirische Bewerber. Wir gratulieren ganz herzlich Gerald Dunst, dem Mitbegründer der Ökoregion Kaindorf. Er hat sich nach jahrelanger Forschung diesen Preis mit seiner Schwarzerde (Terra preta), redlich verdient. Diese von ihm hergestellte Erde, lässt selbst in unwirtlichen Lagen Pflanzen der Superlative auf natürliche Weise wachsen. Mittels Verkohlung (Pyrolyse) von biogenen Eingangsstoffen wird Holzkohle hergestellt. Die Schwarzerde, die aus der Verarbeitung der Holzkohle entsteht, besitzt herausragende Eigenschaften für den Humusaufbau und zur CO2-Bindung im Boden. Gleichzeitig werden biogene Rest- und Abfallstoffe genutzt und die Wärme aus dem Verkohlungsvorgang gewonnen. Die Universitäten BOKU Wien, TU Graz und andere wissenschaftliche Einrichtungen belegen die Effizienz der Schwarzerde-Produktion. Wir freuen uns auch über den Sieg des Compuritas Hardware-Vergabeprogramms, das alten Computern neues Leben einhaucht. Durch die Reparatur verlängert sich die Lebensdauer der Geräte um weitere 3 bis 4 Jahre und es resultiert eine Ressourceneinsparung von 220 Kilogramm CO2, 15 Kilogramm Chemikalien, 160 Kilogramm fossilen Brennstoffen und 900 Liter Wasser pro Gerät. Alte, nicht mehr benötigte Geräte setzt der Betrieb instand und vergibt sie an gemeinnützige Organisationen und Bedürftige. Wir wünschen dem Betrieb weiterhin alles Gute! Ein Bewusstseinsbildungsprojekt ist der „Begehbare ökologische Fußabdruck“ im Nationalpark Gesäuse. Er ist 70 Meter lang und an den Kreuzungspunkten eines integrierten Labyrinths sind zentrale Fragen zu einer nachhaltigen Lebensweise angebracht. Durch eine richtige und umweltfreundliche Beantwortung vermeidet man Sackgassen und findet den Weg durch das Labyrinth. In den Zehen des Fußabdruckes befinden sich Informations-Stationen, die über die Umwelt aufklären und Tipps für die Verringerung des eigenen ökologischen Fußabdrucks geben. Der Fußabdruck ist frei zugänglich, buchbare Programme für SchülerInnen und Gruppen werden angeboten. Näheres erklären uns Dipl. päd. Sabine Baumer und Mag. Nina Köberl vom Umweltbildungszentrum. Hans Eck und Peter Holub (Professoren an den pädagogischen Hochschulen Graz- Klagenfurt) zeigen uns, wie Naturwissenschaften spannend dargestellt werden können. Sie legen den Fokus auch auf das Forschende Lernen. Beide stellen ihre Arbeit vor, sowie den Lerngarten in Klagenfurt. In der EU kommen neue Richtlinien auf uns zu, in Richtung Energieeffizienz. Oft vergisst man auf die Umwälzpumpen, die vor allem in der Heizperiode stark in Anspruch genommen werden. Die EU verpflichtet Firmen nun, nur noch energiesparende Geräte auf den Markt zu bringen. 2015 treten noch strengere Energie-Effizienz-Verpflichtungen in Kraft. Inwieweit sich der Einbau von Photovoltaikanlagen rechnet, können Sie beim Bundesverband für Photovoltaik am 20. März und 15. April 2013 im Gewerbehaus in Wien erfahren. Technische Grundlagen werden Ihnen am 25. März in der HTL Hollabrunn näher gebracht. Es werden auch einige Projekt-Workshops für Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker zu verschiedensten Themen angeboten. Näheres erfahren Sie auf der Homepage www.pvaustria.at Weiters möchten wir Sie zum Österreichischen Klimatag zum Thema:„Klimawandel, Auswirkungen und Anpassung sowie Vermeidung“ am 4. und 5. April 2013 an der Universität für Bodenkultur einladen. Jean Ziegler schreibt in  seinem Buch „Wir lassen sie verhungern, die Massenvernichtung in der dritten Welt“ . Darin macht er auf die Ungerechtigkeit in unserer Welt aufmerksam. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind. Die Hauptschuld gibt er den großen Nahrungsmittelkonzernen, die nach dem  Prinzip der Profitmaximierung handeln und uns Bürgern, weil wir uns nicht genügend wehren und unsere Regierungen zwingen, die Konzerne zu kontrollieren. Die Weltlandwirtschaft ist heute in der Lage, 12 Milliarden Menschen ausreichend zu ernähren. Das Problem liegt also in der Verteilung. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal auf den ökologischen Fußabdruck kommen. Haben Sie Ihren schon einmal berechnet? Sie finden im Internet einige Rechner und gute Erklärungen dazu, wie auf der Website: www. mein-fussabdruck.at Der 10-jährige Volksschüler David aus Kumberg erklärt uns in einem Interview mit seinem Lehrer Peter, seine Gedanken zum Klimawandel.

  37. 3

    Dr. Bertrand Piccard-Solarimpulse

    In unseren 60. Klimanews dürfen wir Ihnen einen durchgehenden Vortrag von Dr. Bertrand Piccard bringen, heute daher ohne Musik. Bertrand Piccard ist ein Pioniergeist, der uns neben seinem Solarflugzeug Solarimpulse auch viel Freude und Hoffnung schenkt. Er war auf Einladung der Grazer Wirtschaft, dem Club der Zukunft am 10.10. in der Grazer Seifenfabrik.

  38. 2

    LEDs-NOEST-Solar-News

    Wir berichten über LEDs und ein Contracting-Modell, vom Netzwerk Öko-Energie Steiermark, von der thermischen Solarenergie zum Lifestyle Produkt  und anderen News. Musikalische Begleitung ist die steirische Vokalgruppe E9O4. LEDs sind als neue Leuchtkörper stark im Kommen. Um Firmen oder Gemeinden den Umstieg auf diese Technologie zu erleichtern, hat Erwin Wogg von der GEN AG ein Anreizsystem geschaffen.  Wir nehmen auch ein wenig die Kosten ins Visier. Als weitere Interviewpartnerin hören wir Mag. Ingrid Staudt. Im zweiten Bericht widmen wir uns der NOEST, dem  Netzwerk Ökoenergie zum Thema Wärmeversorgung. Seit 2009 ist bei der Vermietung, Verpachtung oder beim Verkauf von Gebäuden und Gebäudeteilen (vor allem also Häusern, Wohnungen oder Geschäftsräumlichkeiten) verpflichtend ein Energieausweis vorzulegen, der nicht älter als 10 Jahre sein darf. Seit 1. Dezember 2012 muss auch bereits bei Verkaufs- oder Vermietungsanzeigen, also in Zeitungsinseraten oder Inseraten in elektronischen Medien der Heizwärmebedarf angegeben werden. Darüber berichtet DI Christian Sakulin, Umstrukturierungsmaßnahmen erläutert  Dr. Alexander Thür. Ein ganz interessantes Projekt das Segel-Frachtschiff, das ohne CO2-Ausstoß fair gehandelte, biologische Waren aus der Karibik nach Europa bringen soll wie den Jamaika-Rum, Olivenöl und Ähnliches. Wir hören Herrn Jagersbacher über das Treshombres-Projekt. Mag. Jürgen Suschek-Berger berichtet von der geplanten Einführung von sogenannten Smart-Metern, das sind intelligente Stromzähler. Diese sollen bis 2019 verpflichtend zu 95 % in Österreichs Haushalten eingebaut sein. Dadurch werden Stromverbräuche leichter sichtbar gemacht und dies soll zu Einsparungen führen. Noch offen bleibt die Frage der Kosten, spannend wird auch die Gewährleistung des Datenschutzes. Das Einsparpotenzial liegt bei 3-15 %. Von der LW-Kammer Steiermark berichtet Mag. Thomas Loibnegger über den erprobten Einsatz von Photovoltaik in der Landwirtschaft. Wir hören DI Ernst Meißner von der Grazer Energieagentur über KWKs, Kraft-Wärme-Kopplungen. Holzvergaserprojekte für die Stromerzeugung sind in  Vorbereitung sind. In Pöls entstand ein Fernwärmenetz aus der Abwärme vom Zellstoffwerk, das für 15 000 Haushalte genutzt werden kann. Darüber berichtet Mag. Manfred Peischler. Eine gute Planung und rasche Umsetzung bescherten dem Raum Judenburg, Fohnsdorf und  Zeltweg eine effiziente Nahwärmeversorgung. Probleme sprach DI Franz Promitzer an, der vor Fehlplanungen warnt, die bereits einigen Gemeinden Probleme bereiteten. Eine detaillierte Planung sei das Wichtigste und hier ist am falschen Ende gespart. Dabei ist darauf zu achten, ob genug Biomasse vorhanden ist und es ausreichend Abnehmer gibt. Zu geringen Wärmeabnahmen kam es auch durch den Umstand, dass Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden nicht mit einkalkuliert wurden, weil dadurch der Wärmebedarf natürlich erheblich sinkt und dies natürlich den Haushalten weniger Kosten verursacht. In einigen Anlagen kam es daher zu Überproduktionen und durch die geringere Abnahme zu wirtschaftlichen Problemen. Dr. Erich Lettner plant und optimiert Heizwerke. Bei vielen älteren Heizwerken sei dies notwendig und kostenreduzierend.  Die Technik hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und daher sind Optimierungen vorteilhaft. Diese leisten ebenso einen wichtigen Beitrag zur Betriebs- und Ausfallsicherheit. Verbessert hat sich auch der Automatisierungsgrad der Anlagen. Eine aktuelle Dokumentation und eine Rücklage für Reparaturen sind die Grundlage für die dauerhafte Wirtschaftlichkeit. Gefahren in solchen Anlagen sind die Verschlackung und eine unzureichende Wasserqualität, sowie eine falsche Nutzung, vor allem in Schulen (Stichwort Nachtabsenkung). Daher ist eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll. Von der Solarenergie können wir auch im Winter profitieren, zum Beispiel mit einer teilsolaren Heizung. Dies ist aber sehr wenig bekannt. Ing. Robert Buchinger zeigt auf, welche Aufgaben und Probleme in der Solarenergie stecken. Er spricht den Lifestyle an, der wünschenswerter Weise auch die thermische Solarenergie mit einbezieht, die gegenüber der Photovoltaik zwar in den Köpfen der Menschen weniger sexy ist, weil bloß Wärme produziert wird. Dafür sprechen aber die gute österreichische Qualität mit geringer Umweltbelastung bei der Produktion und die rasche Kostendeckung für den Verbraucher. DI Wolfgang Jilek stellt den Referenten vor. Ing. Robert Buchinger referierte auf der Solar 2012, die vom 12.-14. September in Gleisdorf stattfand über . In Ravensburg wird das weltweit erste zertifizierte Museum in Passivhaus-Bauweise gebaut. Das neue Kunstmuseum Ravensburg wird am 8. März 2013 eröffnet. Planer  waren das Stuttgarter Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei In Graz fahren bereits die ersten Straßenbahnen durch den neuen Tunnel am Hauptbahnhof und erleichtern den Zugang. Dadurch wird die Nutzung des öffentlichen Verkehrs attraktiver. Im Moment gibt es noch Behinderungen für Fußgänger durch weitere Bauarbeiten im Bereich des Bahnhofgürtels. In diesem Abschnitt sind daher die Straßenbahnen zurzeit bis 5. Dezember kostenlos zu nutzen, bis zur Fertigstellung des Personentunnels. Heuer gibt es in 9 Städten der Steiermark wieder eine Energiejagd. Dabei schließen sich 5 – 12 Haushalte zusammen, um gemeinsam innerhalb von 4 Monaten mindestens 9 % Energie einzusparen. Diese „Energiejagdgruppen“ können sowohl aus Nachbarn und Freunden wie auch aus Arbeitskollegen oder Vereinsmitgliedern bestehen. Bei einer Teilnahme kann man nicht nur tolle Preise gewinnen, sondern auch Kosten beim Energiesparen senken. Die Anmeldung und weitere Informationen finden Sie unter www.energiejagd.at! Die Vorarlberger e5-Städte Dornbirn und Feldkirch sind am Montagabend in Brüssel von EU-Kommissar Günther Oettinger mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet worden. Der Preis ist die höchste europäische Auszeichnung für energieeffizientes Handeln von Städten und Gemeinden. Insgesamt haben erst neun österreichische Kommunen diese Auszeichnung erhalten – sechs davon aus Vorarlberg. Wir gratulieren ganz herzlich!

  39. 1

    Solar 2012-Teil 1

    Wir berichten  von der Solar 2012 und bringen Neuigkeiten über solarthermische Anlagen. Solarthermie nutzt die Umwandlung der Sonnenenergie in Wärmeenergie. Diese kann auch für die Kühlung verwendet werden. Die Solar 2012 fand vom 12.-14. September in Gleisdorf statt. Veranstalter war die AEE-Intec. Die Gleisdorf SOLAR ist eine der größten Solarthermie-Veranstaltungen in Europa mit rund 400 österreichischen und internationalen ExpertInnen. Dipl. Päd. Werner Weiss, Geschäftsführer und Motor der AEE–Intec, steht für die Verbreitung von solarthermischen Anlagen in der ganzen Welt: Bürgermeister Christoph Stark ist die Unterstützung der Solarthermie und der AEE-Intec ein Anliegen. Bürgermeister von Gasen und Landtagsabgeordneter Erwin Gruber setzt sich ebenso für eine  gute Energie-Zukunft ein. DI Michael Paula vom BMVIT zeigt auf, dass wir große Reformschritte nötig haben, um das 2 Grad-Ziel bis 2050 zu schaffen: „Hierfür sind große Anstrengungen nötig.“ Werner Weiss leitet das  weltweite IEA Solar Heating und Cooling Forschungs- Programm. Solarthermie wird im Gebäudebereich sehr wohl in Pufferspeichern aufgefangen. Bei der Speicherung von Photovoltaik -Kleinanlagen steht man hier noch in den Kinderschuhen, was die Finanzierbarkeit anbelangt. Österreich ist im Bereich Solarthermie sehr gut positioniert. Die größten Zuwachsraten hat China zu erwarten. 60 Prozent der neu installierten Leistung ist in China. Werner Weiß zeigt Möglichkeiten zum Marktwachstum auf und spricht unterschiedliche Kollektortypen an. China und in Europa Dänemark fertigen sehr günstige Anlagen mit etwa 50 US-Dollar pro MWh an. Werner Weiss  wünscht sich politisch statt der momentanen Flächenförderung eine Förderung abhängig von der Qualität der Anlagen. DI in Theresia Vogel vom Klima- und Energiefond attestiert Österreich ebenso einen sehr guten Platz im internationalen Vergleich an installierter Leistung. Sie regt den Ausbau von solaren Großanlagen an mit Bürgerbeteiligung. Dänemark leistet im Bereich von solaren Großanlagen eine Vorreiterrolle und möchte bis 2050 frei von fossilen Rohstoffen sein. Es gibt dort Windturbinen, Biomasse, Photovoltaik, die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung und vor allem solare Großanlagen. Dänemark investiert auch verstärkt in Elektromobilität und Erdwärme. Es gibt aktuell solare Großanlagen von 30 000m2.  In den nächsten Jahren sollen noch weit größere Anlagen entstehen, die mit nur geringen Förderungen auskommen und rentabel sind. Die Anzahl der installierten Leistung wird sich so in wenigen Jahren verdoppeln. Fernwärme-Unternehmen investieren in solare Großanlagen. Entstehende Fernwärmenetze sollen Gasnetze ersetzen, deren Kostenentwicklung nicht vorhersehbar ist. Die Kosten für Gas sind in den letzten Jahren gestiegen, daher sind die solaren Großanlagen sehr beliebt. Sie können auch sehr gut kalkuliert werden. Die Preise für diese Form der Energieform sind sehr günstig. Wärmespeicher-Kapazitäten optimieren das System. Besonders große Speicheranlagen wirken sich ebenso günstig auf die Kosten aus. Im Marstal in Süddänemark  entstand Europas größte Solaranlage mit Erdbeckenspeichern. Diese Erdbeckenspeicher sind sehr groß und sie sind mit Wasser gefüllt. Über ein solares Großprojekt mit großem Speicher in Kanada berichteten wir bereits in unseren 50. Klimanews. Es gewann den Gesamtsieg des Energy Globe Award 2011. Das, was dieses Projekt von anderen unterscheidet, ist, dass die Wärme des Sommers mit  thermischer Solarenergie für die sehr kalten Wintertage gespeichert wird und damit fast 100 % den Heizenergiebedarf deckt. So erhalten die Bewohner dieser Siedlung in Okotoks/Alberta- in Kanada zu 100% solare Energie auch, wenn ein regnerischer Tag ist oder bewölkt. Die Leute, die dort leben,  sind sehr glücklich. Im Winter können sie aus dem Fenster ins Schneetreiben schauen und auch bei wirklich kaltem Wetter wissen sie, dass ihre Heizenergie von der Sommersonne kommt. Die Firma Aschoff produziert solare Großanlagen im asiatischen Raum. Sogenannte Stone-Washed-Jeans können durch die Verwendung von Solaranlagen umweltfreundlich produziert werden. Die Amortisation der Kosten ist innerhalb von 4 Jahren gegeben. In Österreich wäre die Kombination von Wärme aus Biomasse und  Solarthermie vor allem für die Sommermonate sinnvoll. In der Stadt Salzburg entsteht eine solare Großanlage in Lehen, die mit einem Mehrtagesspeicher ausgestattet ist. Im Lebensmittelbereich werden Konstant-Temperaturen benötigt. Es gibt eine laufende Studie, die in Kooperation mit Schlachtbetrieben, Betrieben mit Gemüse und Lebensmitteln und Bäckereien durchgeführt wird. Hierbei soll auch die Restwärme genutzt werden. Den Reigen von solaren Großanlagen schließt Dr. Christian Holter (SOLID), der uns über mehrere Großprojekte berichtet. Ein solares Großprojekt in Graz, das sich in Planung befindet, eines in Singapur und zuletzt berichtet er sehr ausführlich über die Tätigkeiten in der Karibik Wir bringen ein Interview mit DI Wim van Helden. Er forscht an Speichermedien mit hohen Energiedichten. Walter Schiefer von den Feistritzwerken in Gleisdorf zeigt auf, wie sich die Stadt Gleisdorf von der Nutzung von Erdöl, Kohle und Gas hin in Richtung erneuerbaren Energien entwickelt. Zukünftig kommen verstärkt Solarenergie und Biomasse zum Einsatz. Ebenso verfügt Gleisdorf über ein intelligentes Stromnetz. In Gleisdorf ist die Errichtung von 6 Wärmenetzen geplant, die mit Energie aus Solaren Biomasseheizwerken mit Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen versorgt werden und über die ganze Stadt verteilt sind. Durch den Energieatlas werden diese solaren Netzverbundanlagen transparent gemacht, der online abrufbar ist. Wir bringen einige aktuelle Ankündigungen und weitere  News. -Die Biogas-Konferenz am 28. und 29. November in Linz. 2012 liegen die Schwerpunkte bei der Stroh-, Wirtschaftsdünger- und Abfallvergärung sowie bei der Biomethanproduktion und -anwendung. Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit der WKO OÖ in der WIFI in Linz statt -AEE INTEC lädt in Kooperation mit dem Regionalmanagement Oststeiermark und weiteren Partnern wie dem Netzwerk Energieberatung Steiermark ein, im Franziskanerkloster am Donnerstag, den 29. November 2012  von 9-17 Uhr über diese Anforderungen bei hochwertigen Sanierungen zu diskutieren und am Nachmittag zwei sanierte Gebäude zu besichtigen. -In Zukunft soll die industrielle Abwärme aus der Gratkorner Papierfabrik Sappi genutzt werden. 46.000 Grazer Haushalte nutzen dann umweltfreundliche Fernwärme. Kraft-Wärme-Kopplung ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde im Oktober unterzeichnet. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2016 geplant. -Vom 09. – 11. November 2012 finden in ganz Europa wieder zahlreiche Aktivitäten rund um den Baustandard der Zukunft statt. In Graz werden am 9. November von 08.45 – 14.00 Uhr im Seminarraum im Impulszentrum Graz West, im 1. OG. in der Reininghausstraße 13a erstmals kostenlose Fachberatungen zu allen Bereichen des Passiv- und Plusenergiehausbaus angeboten. Eine Anmeldung unbedingt erforderlich. -Tanken mit Biogas ist in Niederösterreich möglich! Der Seiringer Umweltservice geht mit gutem Beispiel voran und hat nun seine PKW-Flotte um ein Erdgasauto erweitert. Obmann der ARGE Kompost & Biogas Österreich Hubert Seiringer dazu: „Wir hatten Bedenken, ob es mit den Tankstellen funktioniert. Dies ist aber mit dem Navi absolut kein Problem. Es rechnet sich wirklich.“ -Apple steigt bei Biogas ein: Der Elektronik Gigant Apple will sein iDataCentre in North Carolina zukünftig auch mit Strom aus Biogas versorgen. Das Biogas stammt aus der Vergärung von biogenen Abfällen und wird in Brennstoffzellen verarbeitet. Ende November soll die 5MW Anlage im Vollbetrieb sein. -Das Land Salzburg fördert ein KlimaAuto: PKWs, die weniger als 100 g/km CO2 emittieren, dürfen sich Salzburger KlimaAuto nennen und werden dann vom Land gefördert. Durch die Aktion vom Land Salzburg, der Salzburg AG und dem Fahrzeughandel kommt der Umstieg nun besonders günstig. //

  40. 0

    Sonnblick-Regionale-NOEST-Ankündigungen

    Heute hören wir vom Sonnblick-Wetterwart Ludwig Rasser Interessantes von seinem Leben am Observatorium Sonnblick. Weiters berichten wir von der Regionale, die heuer unter dem Schwerpunkt Klimaschutz stand und bringen einige Neuigkeiten, unter anderem von NOEST, dem Netzwerk Ökoenergie Steiermark. Ludwig („Lug“) Rasser ist Wetterwart am Observatorium Sonnblick und versorgt uns regelmäßig mit interessanten Daten. Wir freuen uns, ihn als Interviewpartner gewonnen zu haben und ihn über sein Leben als Wetterwart am Sonnblick befragen zu können. Über die Regionale, die heuer den Themenschwerpunkt Klimaschutz hatte, berichtet uns die Festivalzentrumsleiterin in St. Lambrecht Barbara Fritz Gruber. News hören Sie zunächst vom Netzwerk Ökoenergie Steiermark, der NOEST, von DI Christian Sakulin. Die Klimaschutzkoordinatorin Mag. Andrea Gössinger-Wieser berichtet uns von der „Ich tu´s-Kampagne“. Besuchen Sie auch die Website Ich-tus.steiermark.at. Hier gibt es viele Infos zum Thema Klimaschutz. DI Boris Papousek, der Geschäftsführer der Grazer Energieagentur, berichtet von der Energiesparwette mit erfreulichen Ergebnissen. Die Einsparungen können sich sehen lassen! Die Grazer Energieagentur empfiehlt ebenso Integriertes Energie-Contracting, das ein bewährtes Umsetzungsinstrument für Energieeffizienz und erneuerbare Energielieferung für Projekte ab ca. 20.000 € Energiekosten pro Jahr ist. Über die Beteiligung am Förderprogramm von Solaren Großanlagen spricht Ing. Ewald Selvicka von der AEE-Intec. Überlegungen zur Rentabilität von Bürgerbeteiligungsprojekten für Photovoltaikanlagen stellt Stefan Krammer in seiner Diplomarbeit an, die auch für Laien ganz interessant ist. Die BürgerInnenphotovoltaikanlage Semriach ging mit 31. Juli 2012 in Betrieb. In Semriach heißt es ab sofort: SAUBERER STROM AUS DER GEMEINDE, FÜR DIE GEMEINDE! Die Gesamtprojektdauer betrug 4 Jahre, davon dauerte das Genehmigungsverfahren rund 3 Jahre, die reine Bauzeit hingegen beträgt rund 3 Monate. Geleitet wurde das Projekt von Herrn DI Otmar Frühwald und von Freiding Erneuerbare Energien. Außer der BürgerInnenphotovoltaikanlage Semriach  sind in der Steiermark derzeit  2 weiter Großprojekte im Entstehen – in Mureck und Judendorf. Die Projekte werden heuer eröffnet. Ökonomierat Karl Totter berichtet von der 2. Ausbaustufe seines Bürgerbeiteiligungsmodells. In Graz erfolgte der Spatenstich für den Neubau der Volksschule Mariagrün. Als erste Grazer Schule wird sie Passivhaus-Energiestandard aufweisen. „Das bringt außer dem gesenkten Energiebedarf für Kinder und Lehrkräfte auch den Vorteil einer permanenten Frischluftversorgung, ohne dafür im Winter ständig lüften zu müssen“, zeigen sich GBG-Geschäftsführer Mag. Günter Hirner und Geschäftsbereichsleiter Prok. Bernd Weiss zufrieden mit dem modernen Bauprojekt. Wir bringen einige Veranstaltungshinweise: -Die Solar 2012 findet vom 12.-14. September in Gleisdorf statt. Veranstalter ist die AEE-Intec. Die Gleisdorf SOLAR ist eine der größten Solarthermie-Veranstaltungen in Europa, erwartet werden rund 400 österreichische und internationale ExpertInnen. -Machen Sie mit bei der Europäischen Mobilitätswoche 2012 vom 16.-22.September! Nehmen Sie mit Ihrer Gemeinde oder Schule teil an der weltweit größten Kampagne für klimaschonende und zukunftsfähige Mobilität. Die Mobilitätswoche und der Autofreie Tag am 22.9. schaffen Öffentlichkeit und Motivation fürs Zu Fuß-Gehen, Radfahren, Bus- und Bahnfahren. Veranstalter ist das Klimabündnis. -Der biogas 12 Kongress findet am 28. und 29. November 2012 in Zusammenarbeit mit der WKO OÖ in der WIFI in Linz statt. Veranstalter ist die ARGE Kompost und Biogas.

  41. -1

    Christian Felber- Gemeinwohlökonomie

    Wie wir ein gutes Klima für Mensch und Natur schaffen, zeigt uns heute Mag. Christian Felber, der die Gemeinwohlökonomie auf imposante, aber ganz einfache Art und Weise vorstellt. Veranstalter waren das Ökosoziale Forum, KWB Biomasseheizungen und die Anton Paar GmbH. Prominente Zuhörer füllten den Saal, wie zum Beispiel DI Dr.Josef Riegler (ehemaligerVizekanzler und Mitbegründer des Ökosozialen Forums und des Global Marshall Planes), Christian Knill (Wirtschaftskammer Steiermark), Mag. Jochen Pildner-Steinburg (Industriellenvereinigung), Hans Roth (Saubermacher AG), Erwin Stubenschrott (KWB) und Mag. Siegfried Nagl (Bürgermeister der Stadt Graz und Präsident des Ökosozialen Forums Stmk.). Die Moderation für den interessanten Nachmittag und die Diskussionsrunde, die wir aus Zeitgründen leider nicht mehr senden können, übernahm ebenso prominent besetzt Dr. Ernst Sittinger, Chefredakteur der Kleinen Zeitung. Es wird Zeit, dass wir uns alle – besonders aber Unternehmerinnen und Unternehmer – den Spiegel vorhalten und uns die Frage stellen, welches Bild die Menschen von der Wirtschaft haben. Laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung wünschen 88 Prozent der Deutschen und 90 Prozent der Österreicher eine „neue Wirtschaftsordnung“. Geht es nach der Gemeinwohl-Ökonomie, dann messen wir am Ziel vorbei. Denn der eigentliche Zweck und Erfolgsindikator eines Unternehmens ist der Beitrag zum Gemeinwohl und nicht die Maximierung von Gewinnen. Der Vorschlag lautet: Wir brauchen eine neue Bilanz – eine Bilanz, die tatsächlich misst, worauf wir als Menschen Wert legen. Mit der Gemeinwohl-Bilanz wird die finanzielle Erfolgsmessung, der Finanzgewinn oder das BIP umgestellt auf die Messung dessen, was wirklich zählt, unsere Nutzwerte Grundbedürfnisse, Lebensqualitätsfaktoren, Gemeinschaftswerte, Umweltqualität. Christian Felbers Vortrag über die Gemeinwohlökonomie, haben wir aufgenommen in St. Margarethen an der Raab, am 24. Mai 2012. Er gab das Buch „Gemeinwohl-Ökonomie/Das Wirtschaftsmodell der Zukunft“, heraus, in dem er dieses sich  dynamisch entwickelnde Modell näher beschreibt.

  42. -2

    IFZ-Lange Nacht der Forschung-Schule

    Heute möchten wir verschiedene Ebenen der Bewusstseinsbildung ansprechen, angefangen von einer sehr interessanten Veranstaltung des Interuniversitären Forschungszentrums Graz (IFZ), bzw. der TU Graz, über die Lange Nacht der Forschung in Güssing und den besten steirischen Klimaschutzprojekten an Schulen. Insgesamt gab es ca. 50 Vorträge im Rahmen der Konferenz zu hören, die alljährlich vom IFZ im Rahmen des Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society veranstaltet wird. Sie ist mittlerweile ein Fixpunkt in der Wissenschaftslandschaft rund um das Thema Science and Technology Studies. 80 WissenschafterInnen aus 20 Nationen diskutierten Forschungsergebnisse zu Themen wie Veränderungsprozesse zu einer nachhaltigen Gesellschaft, Klimawandel und nachhaltige Innovationen. „Krieg erhöht den CO2-Ausstoß“, erklärte die Dekanin Verena Winiwarter in ihrem Vortrag. Sie illustriert die Aussage anhand von Daten zum Energieverbrauch des amerikanischen Militärs: Das amerikanische Verteidigungsministerium ist für 1% des gesamten Energieverbrauchs der USA verantwortlich. Nigeria, mit einer Bevölkerung von mehr als 140 Millionen Menschen, verbraucht gerade einmal so viel Energie wie das US-Militär alleine. Der Energieverbrauch pro Kopf von Militärangehörigen ist 10- mal so hoch wie der Energieverbrauch pro Kopf in China, oder 30-mal so hoch wie der von Afrika. Vegetarische Ernährung hat einen positiven Effekt auf die Treibhausbilanz, Abrüstung und Frieden könnten aber ebenfalls sehr hohe Einsparungen bringen. „Ein Systemwandel steht uns unmittelbar bevor“, prophezeit die Wissenschafterin. Das Projekt „Lichtstunden“ ist ein  Beispiel für nachhaltige Innovation. Ria Müller vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung stellt dies vor. Dabei nennt sie Unternehmen, die „Lichtstunden“ statt Lampen und Strom einkaufen. Die Unternehmen schließen mit einem Leuchtenhersteller einen Contractingvertrag. Bei der langen Nacht der Forschung in Güssing waren wir selbst mit unseren Klimaschutzprojekten „Klimafit“ und „Fit for Energy“ eingeladen, über die wir im Laufe der Sendung berichten.  Aus Güssing hören wir die Mitorganistorin DI Marion Schönfeldinger von der TOB. Easytherm ist eine neue Art des Heizens, die uns Reinhard Burger vorstellt. Den 2.Teil der Sendung widmen wir Schulprojekten. Zunächst stellen wir das „Fit for Energy“-Projekt der VS Eggersdorf vor mit der Direktorin Edeltraud Kolaritsch und den Kindern: Felix, Mario, Selina, Kira, Marie-Luise, Fabian, Michelle und Alexander. Wir bringen die Prämierung der besten Klimaschutzprojekte in der Steiermark. Die Gesamtkoordination hatte die Klimaschutzkoordinatorin Mag. Andrea Gössinger-Wieser mit ihrem Team. Als Vizepräsidentin des Landesschulrates würdigt Frau Elisabeth Meixner die Leistungen der Schüler und auch der Lehrer. Ihr persönlicher Beitrag zum Klimaschutz ist, regionale, gesunde Lebensmittel zu kaufen, damit nicht unnötig Lastwägen quer durch Europa fahren müssen. Außerdem besitzt sie seit langem eine Solaranlage für die Bereitstellung von Warmwasser und erhält diesen Sommer eine Fotovoltaik-Anlage für die Stromerzeugung. Die Energie Steiermark hat die Veranstaltung zur Prämierung der besten Klimaschutzprojekte finanziert. Mag. Urs Harnik, der mit dem Elektro-Auto gekommen ist, betont die neue Unternehmensstrategie als Partner beim Energiesparen. Neue Wind- oder Wasserkraftwerke ließen sich nur „im Dialog mit allen Beteiligten umsetzen.“ Erneuerbare Energieträger sind unsere Zukunft. Daher unterstützt die Energie Steiermark das Jahresthema „Klima schützen“. Der LSR für Steiermark Mag. Wolfgang Erlitz, der auch eine Solaranlage installiert hat und fleißig Energie im Haushalt spart, betonte erneut die Dringlichkeit des Themas und überrascht uns mit einer eigenen Ausgabe der Zeitschrift Schule zum Thema Klimaschutz. LH-Stellvertreter Siegfried Schrittwieser ist es wichtig, gemeinsam etwas zu tun, Erneuerbare Energien zu stärken und Energie zu sparen. Sein Haus besitzt eine Wärmedämmung, die Fenster wurden ausgetauscht und für heuer plant er den Einbau einer Solaranlage. Die Moderation hatten die steirische Klimaschutzkoordinatorin Mag. Andrea Gössinger-Wieser und Mag. Eva Stuhlpfarrer vom LSR Steiermark. Wir gratulieren allen Gewinnern! Auch heuer möchten wir wieder den Tag des Windes ankündigen. Österreich feiert ihn rund um den 15. Juni (den internationalen Tag des Windes) wieder mit zahlreichen Veranstaltungen.  Insgesamt werden wieder tausende BesucherInnen bei zahlreichen Veranstaltungen in Niederösterreich, der Steiermark, dem Burgenland, Oberösterreich und Kärnten erwartet. Das reichhaltige Angebot reicht von Wind-Festen bis zu Wander-Touren und Baustellen-Besichtigungen. An mehreren Standorten wird es Windradbesichtigungen und die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge zu testen, geben. Bei den größeren Events wird das bewährte Wilder-Wind-Kinderprogramm angeboten, bei welchem für Spiel und Spaß rund um die Windkraft gesorgt wird. Detaillierte Infos (samt Routenplaner) finden Sie auf: www.tagdeswindes.at. Nun noch Wissenswertes zur Windenergie: 1 Windkraftanlage produziert jährlich sauberen Strom für 1250 Haushalte. 625 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1.011 Megawatt produzieren Strom für über eine halbe Million österreichischer Haushalte. Die Windkraft liefert als heimische und saubere Energieform einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Windkraftanlagen reduzieren den Atomstrom. In Japan stabilisieren Windräder das Stromnetz. Jede japanische Anlage hat den Tsunami und das Erdbeben überstanden. In Dänemark wird bereits ein Viertel des Stroms durch die Windenergie abgedeckt. In Österreich sind es 3 Prozent.

  43. -3

    Naturschutzbund-Gepp-Ehrenpaar

    Zusammenhänge zwischen Natur- und Klimaschutz werden in dieser Sendung beleuchtet. Die manchmal sehr kleinen Dinge bewirken in Summe ein großes Ganzes. Dies ist das eigentliche Problem beim Klimaschutz, dass man die kleinen Dinge oft zu wenig beachtet. Hier kommen sensible Menschen zu Wort, die achtsam in der Natur und mit der Natur leben und dadurch auch das Klima schützen. Außerdem zeigen wir auch klimawirksame Verhaltensweisen auf. Nutznießer sind hauptsächlich wir Menschen, weil wir ja ein Teil der Natur sind und nicht losgelöst davon leben können.  

  44. -4

    Verkehr-Biogas-Schule

    Gesendet werden 3 Beiträge. Zunächst von der NOEST ein Bericht über Verkehr, dann eine kurze Zusammenfassung über die letzte Biogaskonferenz in Graz und ein Überblick über den heurigen Schulschwerpunkt Klimaschutz. Musikalisch begleitet uns der Panflötenspieler Wolfgang Niegelhell. Sein nächstes Großkonzert findet am 27. Juli in Graz auf den Kasematten der Schlossbergbühne statt. Das Thema Verkehr stand im Mittelpunkt des letzten Energy Lunches der NOEST. Mag. Christian Sakulin bringt zunächst einige Informationen. Für den Ankauf von Elektroautos gibt es eine Förderung. Karl Reiter von der Forschungsgesellschaft Mobilität bringt einen interessanten Vergleich von 4 Städten und spricht in humorvoller Weise, wie Mobilität zukunftsweisend in Städten umgesetzt werden kann. Dr. Markus Frewein spricht ebenso die Notwendigkeit von verbesserten politischen Programmen an zu Gunsten des Radverkehrs und eines attraktiven öffentlichen Verkehrsmittelangebots. Dieses sieht er in einer Einer- für- Alles –Karte für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Weiters schlägt er ein Fahrrad-Verleihsystem vor. Carsharing soll auch kommen, es sei aber weniger CO2 reduzierend wirksam. Interessant ist auch die Diplomarbeit von Herrn Mag. Bachner, einem Mitarbeiter des Wegener Centers über Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus eines Kfz. Es konnte gezeigt werden, dass die Lebenszyklus-Treibhausgas-Emissionen sehr stark von der Betriebsphase der Fahrzeuge abhängen, was bedeutet, dass bei PKWs der Verbrauch ausschlaggebend für eine Besser- oder Schlechterstellung gegenüber dem Elektrofahrzeug ist. Bereits bei einem durchschnittlichen Verbrauch von unter 10l/100km emittiert beispielswiese ein Mittelklasse-Diesel-PKW weniger als ein Elektrofahrzeug, welches in China betrieben wird. In China kommt der Strom vorwiegend aus Kohlekraftwerken, die sehr treibhausgaswirksam sind. Herr Ing. Otmar Frühwald sieht noch Kapazitäten für den Windenergie-Ausbau in der Steiermark. Unser zweiter Beitrag behandelt das Thema Biogas. Österreich war in diesem Sektor führend, nach anfänglicher Pionierarbeit kam es durch die Streichung der Fördergelder zu einem massiven Rückwärtstrend, der in den letzten Jahren kaum mehr aufzuholen war. Biogas ist eine Alternativenergie, die viele Vorteile, aber auch Nachteile hat. Hubert Seiringer, Mitorganisator des Biogas-Fachkongresses in Graz, ist selbst Betreiber einer Anlage für Bioabfallsplitting im Mostviertel. Er  bezieht die Abfälle aus der Biotonne, die er zum einen Teil als Kompost verwertet und zum anderen Teil für Biogasanlagen aufbereitet. Die Zusammensetzung der Abfälle schwankt sehr und beeinflusst auch die Ausbeute des Biogas-Ertrags. Peter Stiegler entwickelte in seiner Energiewerkstatt im Bundesland Salzburg er ein sehr erfolgreiches Modell eines Gras-Kraftwerkes, mit dem er 2006 den Energy Globe Award gewann. „Ein Hektar Wiese liefert tatsächlich Sprit für jährlich 45.000 km mit einem serienmäßigen Erdgasfahrzeug und spart nebenbei 80% der üblichen PKW-Schadstoffe“ , so Stiegler. Die Aufbereitung von Biogas zum Treibstoff Biomethan erfolgt durch die Salzburg AG, die auch in die Genossenschaft einsteigt. Am Standort Steindorf wird ab heuer ökologischer Treibstoff für etwa 750 Erdgasfahrzeuge und über 10 Mio. Kilometer gewonnen. Herr Ing. Karl Puchas leitet die Lokale Energieagentur Oststeiermark. Er beschäftigt sich schon viele Jahre mit Biogas und hat ein Schulprojekt initiiert, bei dem er Verbrauchsaufzeichnungen für den Energie- und Ressourcenverbrauch, in höheren Schulen durchführen lässt. In diesem Schuljahr steht der „Klimaschutz“ im Mittelpunkt der steirischen Schulen. Wir sprechen darüber mit der Klimaschutzkoordinatorin Mag. Andrea Gössinger-Wieser. Ein sehr engagierter Mitarbeiter der Umweltbildungszentrums ist Mag. Michael Krobath, der 2007 zeitgleich mit mir das gleichnamige Klimaschutz-Projekt KlimaFit schuf. Vor wenigen Tagen feierte das UBZ sein 10- jähriges Jubiläum und sein 30-jähriges Jubiläum in der Umweltbildung gefeiert hat. Wir gratulieren dem Leiter und Gründer Dr. Uwe Kozina! Andere Projekte und Angebote für Schulen kommen vom Welthaus, vom Klimabündnis, dem Joanneum Research, der Energieagentur Ost- und Weststeiermark, sowie dem Klimaschutzgarten Gosdorf, der PH für Agrar- und Umweltpädagogik, der Kleinwasserkraft Österreich, der Forschungsgesellschaft Mobilität und von uns mit den Projekten Klimafit und Fit for Energy, die als Schulworkshops unter www.klima-fit.at zu finden sind. Erwähnen möchten wir auch die Klimashow unter der gleichnamigen Internetadresse, die bestens für Kinder geeignet ist, einen humorvollen und spannenden Einblick in die Materie zu geben.

  45. -5

    Ing. Wilfried Weigend – Bewusstseinsbildung

    Herr Ing. Wilfried Weigend ist seit Jahren in der Bewusstseinsbildung tätig. Im Interview gibt er interessante Hinweise und Tipps für eine gute Energiezukunft. Anschließend geben wir noch einige Veranstaltungstipps.

  46. -6

    Mario Matzer Finanzexperte

    Diesmal widmen wir uns einem Wirtschaftsthema. Mag. Mario Matzer spricht über Finanzmärkte: Finanzkrise 2.0 – Euro, Dollar und die Schuldenkrise. Der Vortragende sorgt schon seit Jahren für vollbesetzte Säle. Unsere Aufnahme entstand am 17. Januar 2012 in der Grünen Akademie in Graz. Mario Matzer ist Lehrbeauftragter am Institut für Finanzwissenschaft und öffentliche Wirtschaft und Referent für Finanzmärkte der AK Steiermark. Er sagte sowohl das Platzen der Immobilienblase 2007 als auch die Finanzkrise 2008 voraus und zeigt politische Wege aus der Krise auf, weist auf strukturelle Zusammenhänge hin und gibt praktische Ratschläge wie sich die Auswirkungen auf jeden Einzelnen, jede Einzelne reduzieren lassen. Viele Politikreformen zielten  darauf ab, dass die Eliten weniger Steuern zahlen, diese haben dadurch extrem viel Vermögen akkumuliert. Infolgedessen kam es auf der einen Seite zu einer permanent zunehmenden Ungleichverteilung der Einkommen. Eine ähnliche Situation hat laut Galbraith maßgeblich zur letzten großen Weltwirtschaftskrise beigetragen. Auf der anderen Seite hat diese große Menge an Geld eine Anlageform gesucht und sie in den Finanzmärkten gefunden, wo man insbesondere aufgrund des kontinuierlich zufließenden Kapitals wesentlich mehr verdienen konnte als in der Realwirtschaft. Es kam zu einer Kapitalüberakkumulation. Dieses Geld fehlt uns wiederum in der Realwirtschaft und reduziert so die effektive Nachfrage. Der Finanzmarkt ist viel zu groß geworden, er saugt die Realwirtschaft praktisch aus. All dies führte zu einem instabilen System. Wir stehen vor einer großen Chance, unser Wirtschafts- und Wertesystem neu zu ordnen. Diesen positiven Zukunftsbildern und der sich bildenden Zukunftschancen schließt sich die Klimanews-Redaktion gerne an.

  47. -7

    Energy Globe 2011

    Dies ist unsere 50. Sendung! Wir feiern unser Jubiläum mit dem Energy Globe und stellen die besten Projekte aus der Steiermark, Österreich und der ganzen Welt vor. Der Energy Globe Styria: Heuer führte uns ein neues Team durch den bewegenden Abend. Es beteiligten sich daran von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Herr Hofrat Himmel,  vom Landesenergieverein, dem Netzwerk Oekoenergie Steiermark, Frau DI Helga Rally, sowie DI Christian Sakulin. Einführende Worte sprachen LR Siegfried Schrittwieser und LR Johann Seitinger. An diesem Abend wurde auch der LIONS Nachhaltigkeitspreis vergeben für besonderes soziales Engagement. Herr Ing. Rainer Maichin ist ein lebendes Beispiel für den Klimaschutz.  Er zeigt vor, wir man beim Strom- und Energiesparen selbst aktiv werden kann. Einfache Verhaltensänderungen und richtige Kaufentscheidungen zahlen sich aus und schonen auch das Geldbörserl. Rainer Maichin bietet im Grazer Raum Energieberatungen und Energiesparprodukte an. Seine Philosophie lautet: “ Stromsparen schont die Umwelt, Ihren Kontostand und wirkt damit auch dem Ärger über die ständig steigenden Energiepreise entgegen.“ Für die Kategorie Luft war weiters der GO Meter von Georg Oberth nominiert, über den wir bereits berichtet haben, sowie die ambitionierte Firma Herbsthofer für Malerarbeiten und Vollwärmeschutz aus der Ökoregion Kaindorf. Mit einem neuen, abgasarmen Pelletsofen KWB „Easyfire“- gewann DI Dr. Josef Tuppinger die Kategorie Feuer beim steirischen Energy Globe. Unsere beiden nächsten Projekte haben nicht nur den Styria Award, sondern auch den österreichischen Energy Globe Award gewonnen.Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl ehrte in Ried im Innkreis die strahlenden Gewinner. Im Bereich Jugend war dies der Dipl. Päd. Ing. Walter Baierl mit den „Energieschlaumeiern“.  Er erzielt Bewusstseinsbildung bei Schul- und Kindergartenkindern bis hin zur Oberstufe der AHS. Wie das vorige Projekt gewann auch das Projekt Cryo-P Speichersystem den österreichischen Energy Globe. Mit diesem Speichersystem für regenerative Energiesysteme konnte auch jeweils der Gesamtsieg erreicht werden. Das Projekt entstand durch DI Werner Hermeling und DI Gerald Zotter mit der GASEVO GmbH. Die vermehrte Integration von Windenergie in das elektrische Versorgungsnetz ist laut Experten unabdingbar, bringt aber andererseits erhebliche Probleme bei der Energiebereitstellung und -verteilung mit sich. Das CRYO-P Speichersystem ist ein indirekter kryogener Elektroenergiespeicher (mit extrem niedriger Temperatur), bei dem flüssiger Stickstoff( LN2) als Zwischenspeichermedium dient. Der überschüssige Strom aus Windkraftanlagen wird zu Schwachlastzeiten dazu genutzt, um eine Luftzerlegungsanlage anzutreiben und LN2 zu erzeugen. Das flüssige Gas wird in atmosphärischen Tanks gelagert. Wird nun Strom benötigt kann der tiefkalte flüssige Stickstoff mittels Zufuhr von Wärme aus der Umgebung in einer Turbine wieder entspannt werden. Ein großer Vorteil dieser Technologie ist, dass keine toxischen oder leicht brennbaren Medien zum Einsatz  kommen– nur Luft. Es gibt keine bedenklichen Aspekte, die bei der Errichtung solch einer Anlage zu berücksichtigen wären. Beim Energy Globe Austria gewannen weiters die Marktgemeinde Jenbach mit ihrer clever genutzten Wärme eines Eisenbahntunnels. Die Linzer Firma WasserdienstleistungsGmbH überzeugte mit ihrem sogenannten „Rohrinspektor“, der Wasserlecks in Rohrleitungen aufdeckt und sie ohne Unterbrechung der Wasserversorgung repariert. Als echter Klimakiller gilt der Güterverkehr. Die NÖ Cargo-Partner GmbH erhielt den Energy Globe für ihr Maßnahmenpaket zur Verringerung des CO2-Ausstoßes. Dies reicht vom Spritspartraining über neue Haustechnik, bis zu Beschaffungsrichtlinien von Fahrzeugen, eine erhöhte Auslastung der Transportmittel, den Umstieg von Luft- auf Seefracht und anderes mehr. Der nationale Energy Globe World Award: 50 Nationen aus aller Welt kamen am 25. November in die Energiestadt Wels, um dort für ihre herausragenden Umweltleistungen geehrt zu werden. Zuerst berichten wir von einem Projekt aus Zimbabwe, das sich mit nachhaltiger Energiebeschaffung von Kommunen beschäftigt. Es dient der lokalen Bevölkerung, insbesondere Frauen, auch wie man Energie sparen kann. Peter Pober-Lawatsch berichtete vom 20-jährigen Wasser-Projekt im brasilianischen Trockengebiet. Rolf Lattman baute in Kenia eine Biogasanlage. Er war auch zum World Award nominiert. Der Energy Globe World  Award 2011: Initiator Ing. Wolfgang Neumann stellt die Laudatoren vor. Zuerst Leanne Liddle aus Australien. Len Pagano kam aus den USA zum World Award. Die USA erzeugen und konsumieren die meiste Energie und daher ist es Len Pagano wichtig, als Vertreter der USA mit am Tisch zu sitzen. Prof. Edward Ayensu wünscht sich eine andere Art, mit Afrika umzugehen, durch die Förderung des Humankapitals. Solche Projekte wie der Energy Globe würden wesentlich dazu beitragen. Kooperationspartner des Energy Globe Awards sind Mag. Anna Maria Hochhauser von der Wirtschaftskammer, sowie Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner. Gedankt sei auch allen Sponsoren, die diesen Award möglich machen. Der schweizer Großkonzern Migros erhielt für sein jahrzehntelanges Bemühen um Energie-Effizienz die begehrte Bronzestatue. Wir sprechen mit dem Projektleiter Martin Hitz. Den Gesamtsieg des Energy Globe World Awards errang ein kanadisches Projekt, ein Solarpark. Das, was dieses Projekt von anderen unterscheidet, ist, dass die Wärme des Sommers mit Hilfe von thermischer Solarenergie für die sehr kalten Wintertage speichert und damit fast 100 % den Heizenergiebedarf decken. So erhalten wir auch, wenn ein regnerischer Tag ist oder bewölkt, zu 100% solare Energie. Die Leute, die in dieser Siedlung in Okotoks/Alberta leben,  sind sehr glücklich. Im Winter können sie aus dem Fenster ins Schneetreiben schauen und auch bei wirklich kaltem Wetter wissen sie, dass ihre Heizenergie von der Sommersonne kommt. Derzeit sind es nur 56 Wohneinheiten. Das nächste Projekt soll viel größer werden mit 1000 Wohneinheiten. Unser nächstes Projekt führt uns ins noch kältere Sibirien, nach Wladiwostok, wo ein ambitionierter Architekt ein Passivhaus, verwirklichen konnte. Ein solches Solar-Passivhaus kann man kaufen. Das Problem ist, dass es um etwa 20 % teurer ist als ein konventionelles Haus und die Leute nur sehr schwer glauben können, dass sie ein warmes Haus bekommen und dieses Konzept funktioniert. Allein mit Solarzellen und Wärmespeicherung kann dieses Haus mit bis zu 57% der benötigten Heizenergie versorgt werden. Im Wohnzimmer solcher Häuser herrscht wohlige Wärme von 22 Grad ohne, dass der Permafrostboden darunter schmilzt. Wir kommen zurück nach Europa, in den Hafen von Götheburg in Schweden, wo Frachtschiffe sauberen Strom aus Windkraftanlagen tanken. Diese Technologie reduziert die lokale Luftverschmutzung und CO2 Emissionen ebenso wie den Lärmpegel auf ein Minimum. Insgesamt können nun schon 1/3 aller Schiffe, die in Göteborg anlegen, ihre Dieselmaschinen abschalten und die zur Aufrechterhaltung des Betriebes im Hafen benötigte– saubere Windenergie nutzen. Zuletzt dürfen wir noch ein bemerkenswertes Jugendprojekt in Sambia vorstellen. Das Ehepaar Steve und Anna Tolan gab ihr komfortables Leben in England auf, um sich der Jugend und der Natur in Afrika zu widmen. Der Chipembele Wildlife Education Trust betreibt seit 2001 ein Ausbildungsprogamm für Schulen um den Kindern und Jugendlichen in Sambia die Zusammenhänge des Ökosystems anschaulich zu erklären. Hierfür werden Bäume gepflanzt, die Wichtigkeit eines Abfallentsorgungssystems erklärt und generell gezeigt wie man ein nachhaltiges Leben führen kann. Besonderer Fokus wird auch auf Nationalparks und Wildtierschutz in Kombination mit Tourismus gelegt. Besuchen  Sie die Website: www.chipembele.org. Umgesetzt wurde das Programm bereits im South Luangwa Valley – eine Region, die mit besonders rasch wachsender Bevölkerung konfrontiert ist. Aufgrund der äußerst kosteneffizienten Ausrichtung des Projekts kann es relativ einfach auch anderorts zum Einsatz kommen.

  48. -8

    Sanieren Teil2

    “Klimanews”: Sanieren Teil 2 Wir bringen den 2.Teil der ökosan ‘11, einer internationalen Konferenz für hochwertige Sanierung von großvolumigen Gebäuden. Auch ums Sanieren ging es beim letzten Energy Lunch der NOEST. Die Musik stammt vom Kumberger Musiker Georg Laube. Die nachhaltige und thermische Sanierung von Mehrgeschoßwohnbauten dient sehr wesentlich der Senkung des Energieverbrauchs. Zwölf Demonstrationsbauten mit innovativen Baukonzepten (Neubauten und sanierte Gebäude) wurden evaluiert. Über diese Untersuchungsergebnisse vom Interuniversitären Forschungszentrum sprechen wir mit Mag. Jürgen Suschek-Berger. Ing. Ewald Selvicka, der Geschäftsführer des Veranstalters (AEE-INTEC), hebt die Bedeutung von Leuchtturmprojekten in der hochwertigen Sanierung hervor. Solche Musterbauten helfen mit, die Skepsis gegenüber Passivhausbauten zu überwinden. Ein Leuchtturmprojekt ist das entstehende Fronius-Hauptquartier, das DI Heinz Plöderl geplant hat. Hier wird ein alter Industriekomplex energieautonom und mit sonnendurchfluteten Räumen behaglich. Architektonische Impulse setzt der Architekt mit einem vertikalen Garten. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist das Dorfhaus in Ungarn, das Balazs Szendrö umgesetzt hat. Der Architekt DI Georg Reinberg stellt eine überaus gelungene Sanierung eines Wohnhochhauses in Hamburg auf der Reeperbahn vor. Prof.  Jan-Olof Dalenbäck, ein Professor aus Schweden, gilt als Solarpionier. Er berichtet nun aber von seiner Arbeit bei der Sanierung von Gebäuden. Das Renovieren und damit den Energieverbrauch zu reduzieren sei der erste Schritt. Dann, wenn Sie bessere Gebäude haben, sollten Sie so viel Solarenergie nutzen, wie möglich. Aber Sie sollten nicht bei der Solarenergie beginnen. Am besten ist eine Kombination von verschiedenen Sanierungs-Maßnahmen, wenn Sie eine gute Planung machen. Wenn Sie wissen, was zu tun ist, ist es besser zu warten und gleich mehrere Komponenten auf einmal zu sanieren. Das kommt dann günstiger. Herr Prof. Dr. Kahlert ist Spezialist für die Sanierung von gewerblich genutzten Gebäuden. Der Mitveranstalter DI Gerald Fuxjäger (Präsident der Kammer für Architekten und  Ingenieurkonsulenten) bekennt sich aus vollem Herzen zu hochwertigen Sanierungsmaßnahmen. Alle Informationen sind  übrigens auch auf der Homepage der ökosan ’11 nachzulesen. Nach der  ökosan ’11 hören wir Beiträge vom letzten Energy Lunch der NOEST, dem Netzwerk Ökoenergie Steiermark, der sich auch dem Thema Sanieren widmete. Welche Angebote kann die steirische Landesregierung machen? Frau DI Heidrun Stückler vom Landesenergieverein berichtet von einer neuen Beratungsmöglichkeit, die es ab Mitte November gibt. Die Internetadresse dafür ist: www.net-eb.at Die Thermographie-Aktion, die die Grazer Energie-Agentur unter anderem auch heuer wieder anbietet, kostet für ein Einfamilienhaus  450 Euro und für Mehrfamilienhäuser 1.200 Euro. Der steirische Landesenergiebeauftragte, Herr DI Wolfgang Jilek berichtet über viel Papier, das zum Thema Sanieren verfasst wurde, aber noch auf eine Umsetzung wartet, wie zum Beispiel die österreichische Energiestrategie. Er fordert auch die Änderung von rechtlichen Rahmenbedingungen, um Sanierungsmaßnahmen leichter durchführen zu können. Unser letztes interessantes Sanierungsprojekt mit einer sehr innovativen Strohdämmung stellt uns Herr DI Jörg Spöttl freundlicherweise auch vor Ort vor. Stroh ist ein günstiger, nachwachsender, heimischer Rohstoff, der alle Voraussetzungen für die Umwandlung eines Altbestandes in ein hochmodernes Passivhaus erfüllt. Sehr zukunftsträchtig! Besuchen Sie uns auf unserer neuen Homepage: www.klima-fit.at

  49. -9

    Sanieren Teil1

    Wir berichten von der ökosan ‘11, einer internationalen Konferenz für hochwertige Sanierung von großvolumigen Gebäuden und von einer interessanten Energiesparwette.- Online anhören oder einfach downloaden! Die Musik stammt vom Grazer Vokalensamble Infinity und dem Gastensamble Primo Pandfries. Die „ökosan´11 ist eine internationale Konferenz für hochwertige energetische Sanierung von großvolumigen Gebäuden“ und fand vom 28. bis 30. September in Graz statt. Schwerpunkte lagen diesmal beim Plus-Energie-Gebäude, bei der Sanierung großvolumiger Bauten, von Schulen, den sogenannten Plattenbauten der 70er- Jahre und interessanten Dämmungen. Herr Dr. Karl Höfler von der AEE-Intec leitete die internationale Konferenz. Der Architekt, DI Stefan Forster begeisterte uns mit dem Vortrag „Wenn Architekten träumen dürfen“. Er wagt sich an sogenannte Plattenbauten, an Wohnhaussiedlungen, wie wir sie dicht gedrängt in jeder größeren europäischen Stadt finden. Durch gezieltes Abtragen einzelner, nicht mehr benötigter Wohneinheiten, entsteht ein luftiger, ansprechender Wohnblock mit viel Grün und modernem Design. Herr DI Frank Lattke ist nicht nur Architekt und Prof. an der TU München, er entwickelte die sogenannte TES EnregyFacade, die ein schnelles Umbauen und Modernisieren von Gebäuden ermöglicht. Diese Fassadenelemente werden an die bestehenden Außenwände aufgesetzt und beinhalten neben der Dämmung ein integriertes Lüftungssystem, wie es bei Plus-Energie-Gebäuden notwendig wird. Ein schneller Umbau ist vor allem bei Schulen gefragt, wo ja nur die Sommerferien zu Verfügung stehen, um den laufenden Schulbetrieb nicht zu stören. Das automatische Lüftungssystem ist gerade in Schulen ein großer Vorteil, wegen der schnell anwachsenden CO2 Konzentrationen in den Klassenräumen. Über die angesprochene, sehr interessante Schulhaussanierung in Neumarkt, konnten wir uns mit dem Architekten, Herrn DI Gerhard Kopeinig unterhalten. Über das Projekt „School went cool“ spricht DI Thomas Heim aus Luzern. Um aufzuzeigen, wie dringlich Schulsanierungen heute sind, hat die AEE INTEC letzte Woche eine eigene Konferenz anberaumt, die DI Sonja Geier geleitet hat. Innerhalb der ÖKOSAN ergab sich oftmals die Frage, ob sich eine Sanierung lohnt, oder ab das Gebäude abgerissen werden soll. Und wenn saniert wird, dann stellt sich die Frage, wie dies geschehen soll. Dass dies nicht immer einfach ist, erklärt DI Theo Zillner aus dem BMVIT. Herr Hofrat Dr. Kristan ist im Amt der steirischen Wohnbauförderung und spricht über die Situation in der Steiermark. Die Wohnbauförderungen sind attraktiv und werden insgesamt immer besser angenommen. Dämmstoffe aus Glas haben viele Vorteile. Sie sind wasserabweisend, hitze- und fäulnisresistent und außerdem können sie exakt an das Gebäude angepasst werden, wie es zum Beispiel beim Grazer Kunsthaus vorgezeigt wurde, das mit „Foamglas“ gut gedämmt ist. Weitere Referenzbauten sind beispielsweise das neue ASFINAG-Gebäude in Wien Inzersdorf oder die Landesberufsschule in Graz St. Peter. Ein anderer, noch nicht so bekannter Dämmstoff für Innendämmung ist Stroh, in Verbindung mit Lehmputz, den uns nun DI Paul Wegerer von der TU Wien vorstellt. Zellulose ist ein Recycling-Produkt und daher klimaschonend in der Herstellung. Ein System, bei dem Zellulose aufgespritzt wird, erläutert uns DI Herwig Hengsberger von der TU Graz. Alle Informationen sind auch auf der Homepage der ÖKOSAN 2011 nachzulesen. Der Chef der Grazer Energieagentur DI Boris Papousek hat wieder ein sehr interessantes Projekt, eine Energiesparwette für Grazer Haushalte. Die genaue Bezeichnung lautet: „Unsere Energiejagd“ – AUFSPÜREN – EINSPAREN – GEWINNEN und wird zwischen Landeshauptmann-Stellvertreter Siegfried Schrittwieser und Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker ausgetragen. Lisa Rücker wettet, dass Haushalte nur durch Verhaltensänderungen in 4 Monaten 9% Energie einsparen können. Durch dieses Projekt konnten in den vergangenen 3 Jahren fast 6.000 teilnehmende Haushalte in 9 verschie­de­nen Ländern dazu begeistert werden, energiesparender und kostenschonender zu leben. Besuchen Sie unsere neue Homepage: www.klima-fit.at

  50. -10

    Smart Grids- UBZ- Recycling

    Wir berichten wir über Neues vom Netzwerk Ökoenergie Steiermark zum Thema Smart Grids, das sind intelligente Stromnetze, weiters von Bildungsangeboten und  einem neuen Recycling-Projekt. Die Musik stammt wieder von Vokal Total, der heuer bereits zum 11. Mal im Grazer Dom im Berg stattfindenden internationalen A Cappella Competition für Pop, Jazz und Comedy Ensembles. Heute hören wir die Sieger der Klassik-Kategorie die Latvian Voices aus ihrem Album Waving World Wide. Beim letzten Energy Lunch der NOEST wurden wieder eine Reihe von interessanten Beiträgen vorgestellt. Die NOEST, das Netzwerk Öko-Energie Steiermark, ist die Wissensdrehscheibe für Energieinnovationen. Wir freuen uns mit DI Christian Sakulin über Neuigkeiten in der Steirischen Bauordnung, nämlich die verpflichtende Vorschreibung bei Neubauten, eine Solaranlage einzubauen. Alle Informationen sind auch auf der Homepage der NOEST nachzulesen. Herr MMag DI Sascha Flesch ist ein neuer Mitarbeiter der NOEST, bzw. des Landesenergievereins und widmet sich der ECOPOL. Die ECOPOL ist ein transnationales Projekt, mit dem Ziel, Ökö- Innovations-Strategien innerhalb Europas zu beschleunigen. Eine Rolle für den Energieverbrauch spielt auch die Siedlungspolitik. Die Zersiedelung Österreichs hat laut Untersuchungen der TU Graz durch Herrn Prof. Heinz Ferk sehr wohl eine Auswirkung auf steigende Energiekosten und einen steigenden Energieverbrauch. Nachlesen kann man die Ergebnisse auf der Internetseite www.zersiedelt.at. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Gebäude und vor allem deren Nutzer, die von einer guten Infrastruktur umgeben sind, weniger Energie brauchen als Nutzer von Häusern im Umland ohne entsprechende Infrastruktur, sogenannte „Häuser im Grünen“. Gründe dafür sind nicht nur längere Verkehrswege, sondern auch die höheren Energie-Aufwendungen für die Bereitstellung von Energie, dem Kanal, der Straßen-Räumung und -Pflege  usw. Was sind Smart Grids und Smart Meter? Ein Smart Grid integriert sämtliche Akteure auf dem Strommarkt durch das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in ein Gesamtsystem. Die Erzeugung von Strom kann von den Kontrollsystemen gesteuert und Netzüberlastungen so vermieden werden, da stets nur so viel Strom produziert wird wie benötigt. Die Stromspeicherung, welche aufgrund der schwankenden Erzeugung unerlässlich ist, wird teilweise mit Hilfe von Speicherkraftwerken wie Pumpspeicherkraftwerken realisiert. Für die Verbraucher ist eine wesentliche Änderung der Einbau von Smart Metern. Ihre Kernaufgaben sind Fernauslesung und die Möglichkeit kurzfristig schwankende Preise innerhalb eines Tages realisieren zu können. Dazu müssen aber alle analogen Zähler gegen neue digitale Zähler ausgetauscht werden. Die Datenübertragung zwischen den einzelnen Komponenten läuft in Pilotprojekten meist über ein Modem, wodurch Verbesserungspotenzial entsteht. Sehr angeregt verlief die Diskussion am Ende der Veranstaltung, wobei auf Pros und Contras von Smart Grids, den intelligenten Stromnetzen eingegangen wurde. Es stellte sich die Frage, wie effizient diese intelligente Technologie wirklich ist und ob es dadurch zu Verhaltensänderungen im Stromkonsum kommt, ob also dadurch der Stromverbrauch sinkt. Bedenken gehen auch in die Richtung, dass der Verbraucher durch die Installation von genaueren Mess- Systemen zu einer schleichenden Kostenerhöhung gezwungen wird. Smart Metering schafft also viele Möglichkeiten, allerdings ist jeder Einzelne gefordert sie zu nutzen! Und Smart Grids sind eine Möglichkeit, mit den Herausforderungen des zukünftigen Stromnetzes umzugehen, vor allem bei der zunehmend dezentralen Erzeugung und der Speicherung von Energie. Die EU schreibt vor, dass bis 2020 80 % der Haushalte mit Smart Metern, also intelligenten Energiemessgeräten ausgestattet sein müssen. Die Kosten dafür muss der Verbraucher selbst tragen. Ziele sind wie bereits erwähnt ein geringerer Energiebedarf, andererseits aber auch eine bessere Koordination in der Erzeugung und dadurch die Erhöhung der Versorgungssicherheit. Unterschiede  bei den verschiedenen Systemanbietern fanden sich vor allem im Preis. Smart Grids –Projekte bietet unter anderem auch die Energie Steiermark, wie uns Herr DI Christian Orthofer berichtet. Eine Klima- und Energie Modellregion ist das Schilcherland. Hier sollen Impulse gesetzt werden. Leitprojekte sind das „Energiedorf Glashütten“ – die „Revitalisierung Wasserkraft“  und „Smart Satellite City Deutschlandsberg“. Die Modellregion Murau möchte in der gemeinsam erstellten Energievision für die Region bis 2015 energieautark sein bei Wärme und Strom. Im Bereich Strom hat sie dies bereits geschafft. Der Geschäftsführer, Herr DI Josef Bärnthaler, berichtet darüber. Untersuchungen des Joanneum Research an der Biogasanlage Paldau in der Oststeiermark haben ergeben, dass die Biogasanlage die Treibhausgase um 48 t pro Jahr reduziert. Aus Sicht der E-Control bieten genauere und bessere Messtechniken und verbesserte Netze große Vorteile auch für die Energiebereitstellung. Herr DI Klemens Leeb von der E-Control spricht darüber. Prof. DI Dr. Sakulin, der Vater vom Mitarbeiter der NOEST, bzw. des Landesenergievereins DI Christian Sakulin, setzt sich seit vielen Jahrzehnten fürs Energiesparen ein. Elektrogeräte können so eingesetzt werden, dass sie in den Stromverbrauchsspitzenzeiten, wie zu Mittag oder am Abend ruhen und stattdessen am Nachmittag oder noch besser in der Nacht für uns arbeiten. Somit ist eine Verschiebung der Last im Stromverbrauch gegeben. Der Bildungsexperte und Leiter des Umweltbildungszentrums Steiermark Dr. Uwe Kozina stellt passend zum Schulbeginn seine Arbeit zum Thema Klima vor. In der Steiermark gibt es heuer den Schulschwerpunkt Klimaschutz. Mit Hilfe unserer Klimaschutzkoordinatorin, Frau Mag.Andrea Gössinger-Wieser werden alle Organisationen eingebunden werden, am 21. Oktober können wir Sie schon jetzt zur Auftaktveranstaltung im Raiffeisenhof in Graz einladen. Dr. Uwe Kozina lädt regelmäßig zu einem ÖKOLOG-Tag ein, wo immer wieder Interessantes vorgestellt wird und auch Raum für Begegnungen ist. Wir lernten dort die engagierte  Berufsschullehrerin, Frau Susanna Leonhartsberger kennen. Alles, was man an Lebensmitteln selbst heranzieht, spart ja Transportwege und das ist gut fürs Klima. Wie dies in liebevoller Weise geschehen kann, zeigte uns Frau Leonhartsberger. Sie pflanzte mit Lehrlingen einen Kräutergarten, der sich im St. Peter Schulzentrum befindet. Mitgemacht am Projekt Kräutergarten haben auch alle anderen Berufsschulen im Schulzentrum St. Peter für die Bewässerungstechnik, notwendige Pflasterungsarbeiten, Sponsorenschilder, Pflanzenbeschriftungen, Pflanzenkärtchen, sowie für die Bepflanzung und Pflege. Ein sehr spannenden Projekt ist die Wiederverwertung von Abfallstoffen, eine Weiterentwicklung beim Recycling- Prozess von Papier. Aus diesen Überbleibseln werden Plastik-Pellets für Industrie- Anlagen erzeugt, die einen sehr hohen Energiewert aufweisen. Herr Dr. Gabl von der Andritz AG gibt uns darüber Auskunft. Zuletzt möchten wir dem Leiter des Wegener Zentrums für Klima und Globalen Wandel Prof. Gottfried Kirchengast ganz herzlich zur Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften gratulieren! Prof. Gottfried Kirchengast leistet einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Forschungsschwerpunkt Umwelt und Globaler Wandel. Gemeinsam mit Frau Dr. Schweitzer gelang ihm heuer erstmals ein wissenschaftlicher Durchbruch, nämlich die Erforschung zur globalen Treibhausgasmessung. Mit Hilfe von Mikrowellen- und Infrarotlaser-Okkultation liefert  eine neue Methode Daten über die globale Treibhausgaskonzentrationen. Weiters möchten wir uns ganz herzlich für das tolle Programm beim Siebenter Sommer des Wegener Centers am 27. Und 28. Juni bedanken!

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