Krumme Straße

PODCAST · society

Krumme Straße

»Krumme Straße« ist der gemeinsame Podcast der Zeitschrift »Merkur« und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI). Einmal im Monat sprechen wir mit Gästen aus Wissenschaft und Kultur, die Autorinnen und Autoren des Merkur oder Fellows des KWI sein können, aber nicht müssen. Manchmal interessiert uns ein Thema, manchmal die Person und ihr Schaffen, entsprechend unterschiedlich ist das Format des Gesprächs. Gastgeber sind in wechselnden Konstellationen Hanna Engelmeier für das KWI und Christian Demand und Ekkehard Knörer für den Merkur.

  1. 8

    Morten Paul über Faschismustheorien

    Seit mehr als hundert Jahren ringen Geschichts- und Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie und Psychoanalyse um den Begriff des Faschismus – gegenwärtig insbesondere um die Frage, ob sich mit ihm aktuelle Entwicklungen angemessen beschreiben lassen. Der Literaturwissenschaftler Morten Paul untersucht in seiner Arbeit die lange Geschichte dieser Klärungsversuche, Kontroversen und Kampfaufrufe. Mit Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer spricht er über antifaschistische Theorie und Praxis, über Faschismus und Antifaschismus als Lustgewinn sowie das spannungsreiche Verhältnis von Verstehen und Verhindern, das die Faschismustheorie prägt.

  2. 7

    Niklas Weber über Klasse, Geschlecht und »Rasse« auf der Eisenbahnreise des 19. Jahrhunderts …

    Niklas Weber ist Historiker und Kulturwissenschaftler, prominenter Kritiker neurechter Tendenzen in der Geschichtswissenschaft und der aktuelle Träger des alljährlich verliehenen MERKUR-Preises für Dissertationen. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer spricht er unter anderem darüber, wie sich Demokratisierung und neue Klassensysteme in den ersten Jahrzehnten der Eisenbahnreise zueinander verhalten, über moralische Paniken, tote Schaffner und die Bahn in den deutschen Kolonien.

  3. 6

    Sophie Duvernoy über die deutsch-jüdische Kulturgeschichte im Werk Gabriele Tergits

    Als Literaturwissenschaftlerin ist Sophie Duvernoy auf die Literatur und Philosophie der Weimarer Republik spezialisiert. Im vergangenen November erschien beim Imprint der New York Review of Books ihre Übersetzung von Gabriele Tergits »Effingers« (1951). In der Krummen Straße spricht Duvernoy über Tergits außergewöhnliche Biografie, die Herausforderung der Vermittlung von Tergits Werk in den USA und die Entwicklung eines literarischen Sounds der Weimarer Republik in englischer Sprache.

  4. 5

    Mounir Zahran über die verpassten Chancen in Syriens Geschichte, die gegenwärtige politische Lage ...

    Der Politikwissenschaftler Mounir Zahran ist als Sohn syrischer Eltern in Deutschland geboren. Von 2004 bis 2012 lebte er in Damaskus und Aleppo. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer und Christian Demand berichtet er über seine Erfahrungen als Heranwachsender in Syrien, über seine Syrien-Reise kurz nach dem Sturz Bashar al-Assads sowie über das schwierige Mit- und Gegeneinander der verschiedenen Ethnien, politischen Fraktionen und religiösen Gemeinschaften nach jahrzehntelanger exzessiver Gewalt.

  5. 4

    Julika Griem und Heinrich Geiselberger über Wissenschaftskommunikation und Publizieren

    Julika Griem ist Direktorin des KWI, Anglistin und forscht zu Wissenschaftskommunikation. Heinrich Geiselberger ist Programmleiter der edition suhrkamp. Gemeinsam denken sie im Gespräch mit Hanna Engelmeier darüber nach, wie die Vermittlung geisteswissenschaftlicher Forschung gelingen kann und welche Rolle dafür die Arbeit von anspruchsvollen Publikumsverlagen heute noch spielt.

  6. 3

    Anke Stelling und Katja Kullmann über das Verhältnis von Fiktion und Autofiktion zur eigenen Biografie

    Anke Stelling hat für den Merkur ein Jahr lang eine Schlusskolumne in Ich-Form verfasst. Katja Kullmann hat in einem Essay geschildert, wie ihr Plan für einen Roman in Litauen mit Land und Leuten kollidierte. Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer sprechen mit den beiden Autorinnen über diese Texte und ihre Bücher, im Zentrum immer die Frage nach dem Zusammenhang von Leben und Schreiben, das Verhältnis von Fiktion, Autofiktion und eigener Biografie.

  7. 2

    Barbara Stollberg-Rilinger über Aktualität

    Die zweite Folge widmet sich dem Thema Aktualität, zu Gast ist Barbara Stollberg-Rilinger, Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Mit Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer spricht sie darüber, wie man die Fremdheit des Vergangenen respektieren und trotzdem aus der Geschichte lernen kann. Und darüber, wie das Wissenschaftskolleg als international geprägte Institution Gratwanderungen im Umgang mit aktuellen politischen Streitfragen wie etwa dem Israel-Gaza-Konflikt besteht.

  8. 1

    Andreas Reckwitz über das Erben in der Spätmoderne

    Erben heißt weitergeben – aber was genau? Der Soziologe Andreas Reckwitz spricht mit Hanna Engelmeier und Christian Demand über die zunehmende Relevanz und Heftigkeit gesellschaftlicher Auseinandersetzungen zum materiellen, kulturellen und ökologischen Erbe – und darüber, weshalb selbst die Identitätskämpfe der Gegenwart als Erbstreitigkeiten begriffen werden sollten.

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Merkur & KWI Essen

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