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Lagebericht – der Immobilienpodcast
by IIB Institut
Traumhaus, Alterswohnsitz, Wertanlage – die Welt der Immobilien ist vielseitig. Im Lagebericht werden grundlegende Fragen und aktuelle Trends fachkundig analysiert und eingeordnet. Gastgeber sind Katarina Ivankovic, Geschäftsführerin des IIB Instituts, und Peter Hettenbach, Gründer des IIB. Gemeinsam bringen sie über drei Jahrzehnte Expertise mit. Ob Home Office, Mietrecht, Green Living oder Immobilienkauf: Jeden Mittwoch erfahren Hörerinnen und Hörer alles Wissenswerte rund um den Immobilienmarkt.Eine Produktion des IIB InstitutsHosts: Katarina Ivankovic und Peter HettenbachRedaktion: Annika ZipfProduktion: Elena Böbel Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#269 Eigentum in Deutschland: Ohne Erbe chancenlos?
Neubauziel verfehlt, Eigenkapital außer Reichweite, Modernisierung stockt: Die Lage am deutschen Immobilienmarkt bleibt widersprüchlich. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach rechnen vor, warum das politische Versprechen von 400000 Neubauwohnungen zwar dem Bedarf entspricht, aber an Finanzierungshürden, Bürokratie und Investitionsunlust scheitert. Während technisch alles nach mehr Neubau ruft, bleiben wir real bei rund 200000 Einheiten pro Jahr stehen.Im Fokus steht die deutsche Mittelschicht: Wie haben sich Eigenkapitalanforderungen, Erwerbsnebenkosten und Sparzeiten seit den Babyboomern verändert? Warum brauchen Millennials heute oft doppelt so lange, um das notwendige Eigenkapital zu bilden – und wieso wird das selbstgenutzte Wohneigentum in vielen Städten faktisch zum Erb-Produkt? Anhand konkreter Rechenbeispiele (750.000 Euro Kaufpreis, 20% Eigenkapital plus 10% Erwerbsnebenkosten) wird klar, wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen.Gleichzeitig diskutieren die beiden, ob der ländliche Raum zur echten Alternative werden kann: günstige Bestandsimmobilien, „Muskelhypothek“ statt Luxusausstattung und Gemeinden, die mit Glasfaser, Bahnhaltestelle und Alltagstauglichkeit um Zuzug werben. Auf der anderen Seite steht die Frage, ob Klimaschutzauflagen, steigende Modernisierungskosten und niedrige Sanierungsquoten am Ende institutionelle Investoren begünstigen – zulasten kleiner Vermieter, die aus dem Markt gedrängt werden.Wenn Modernisierungsquoten unter 1 Prozent liegen, aber 2 bis 3 Prozent nötig wären, Förderprogramme ins Leere laufen und junge Vermieter zur Ausnahme werden: Wird der deutsche Immobilienmarkt zum Spielfeld von Erben und Profis, oder finden wir Wege, Wohneigentum und Bestandserhalt auch ohne dickes Startkapital zu organisieren? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#268 KI am Immobilienmarkt: Preis, Wert, Navigation?
Künstliche Intelligenz stellt die Spielregeln am Immobilienmarkt auf die Probe. Suchagenten und Large Language Models durchforsten Websites, Social Media und Maklerseiten, während klassische Plattformlogik an ihre Grenzen stößt. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach diskutieren, warum Reichweite als teures Gut an Bedeutung verliert, wie offene und gut strukturierte Immobilienangebote im KI Umfeld sichtbarer werden und weshalb Social Media für viele Anbieter zur ernsthaften Alternative wird.Sie trennen bewusst zwischen Mietmarkt und Kaufmarkt: vom extremen Angebotsmangel in den Städten über neue KI gestützte Suchprofile, die echte Bedürfnisse statt nur Postleitzahlen abbilden, bis zu bisher übersehene Standorte im Speckgürtel. Im zweiten Teil geht es um Immobilienbewertung mit Künstlicher Intelligenz, um Immobilienpreise und Beleihungswerte: Wie verlässlich sind automatisch erzeugte Preise, wo endet Statistik, wo beginnt ein belastbarer Wert für Banken und Aufsichtsbehörden und welche Rolle spielen Maklerinnen, Makler und Finanzierer als menschliche Übersetzer zwischen Daten, Risiko und Finanzierung?Am Ende steht die Leitfrage: Wenn KI, Plattformen, Makler und Banken gleichzeitig Preise liefern und Suchergebnisse filtern, wer sorgt dann noch für Orientierung, Vertrauen und einen fairen Deal zwischen Käufer und Verkäufer? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#267 Kushners Albanien-Resort: Risiko für Natur und Demokratie
Ivanka Trump und Jared Kushner planen ein Luxusresort in einem albanischen Naturschutzgebiet: Rund 10.000 Hotelzimmer, exklusive Villen, Projektvolumen um 1,4 Milliarden und bis zu 10 Jahre Steuerbefreiung. Während Bagger bereits anrollen, werden Lebensräume für Flamingos und andere geschützte Arten zerstört. Parallel dazu fließt das Geld über Kushners Investmentfirma Affinity Partners, deren knapp 5 Milliarden Dollar Anlagevolumen zu 99 Prozent aus Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und den Emiraten stammen.Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, warum dieses Projekt weit über Albanien hinaus Fragen nach Transparenz, Interessenkonflikten und demokratischer Kontrolle aufwirft. Sie beleuchten die Gesetzesänderung von Premier Edi Rama, der sich 2024 selbst zum Entscheider für „strategische Infrastrukturprojekte“ in Schutzgebieten machte, und diskutieren, wie abhängig ein Land wird, wenn Golfstaaten-Geld, EU-Beitrittswunsch und schwache Institutionen zusammentreffen. Beispiele von Zuckerberg auf Hawaii, Larry Ellison auf Lanai, Prospera in Honduras oder den Malediven zeigen, wie oft Natur, Bevölkerung und Demokratie den Preis für vermeintliche „Entwicklung“ zahlen.Gleichzeitig geht es um Alternativen: vom Vjosa-Tal in Albanien über Costa Rica bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und Madeira, wo Tourismus, Naturschutz und lokale Wertschöpfung mit klaren Masterplänen zusammengedacht werden. Am Ende steht die Frage: Ist Albaniens Luxusdeal notwendige Investition in die Zukunft oder der Beginn eines systematischen Ausverkaufs von Natur, Demokratie und Souveränität? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#266 Silberner Tsunami: Immobilienflut oder Leerstand?
Der "Silver Tsunami" geistert seit Monaten durch Medien und Kommentarspalten: Wenn die Babyboomer in Rente gehen und aus ihren Häusern ausziehen, soll eine Welle an Immobilien den Markt fluten und die Preise endlich purzeln lassen. Das klingt nach Erlösung für alle, die auf fallende Immobilienpreise in Deutschland hoffen.In dieser Folge zerlegen wir die These: Was passiert wirklich, wenn die geburtenstarken Jahrgänge sterben oder ins Pflegeheim ziehen? Warum bleiben viele Babyboomer-Immobilien im ländlichen Raum trotz Überangebot leer, während Metropolen und Speckgürtel weiter angespannt bleiben? Welche Rolle spielen Erbstreit, fehlende Testamente, emotional gebundene Familienhäuser, Leerstand und Lost Places und warum der demografische Wandel den Immobilienmarkt weniger "aufräumt", als viele glauben?Außerdem geht es um das 90-60-30-Prinzip für kluge Immobiliennachfolge, um vernachlässigte Dorfkerne, steigende Infrastrukturkosten, Mietkauf-Modelle und um die Frage, wie junge Familien und ältere Eigentümer jenseits der klassischen Bankfinanzierung zusammenfinden können. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#265 Kreditfonds: Wer zahlt den Preis?
Banken drehen den Geldhahn zu, Regulierung und Zinswende machen klassische Immobilienfinanzierungen immer schwieriger. Und das passiert mitten in einer Refinanzierungswelle bei Gewerbeimmobilien. In dieser Folge analysieren Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach, warum ausgerechnet Kreditfonds, oft auch als Private Debt oder Private Credit bezeichnet, jetzt als alternative Geldquelle auf den Plan treten.Wie funktionieren diese Debt Fonds konkret, von Senior und Whole Loans über Loan-on-Loan-Konstruktionen bis zu Zinsen von 6,5 bis 12 Prozent? Warum können sie die entstehende Refinanzierungslücke bei Gewerbeimmobilien teilweise schließen, treiben Projekte aber gleichzeitig an die Grenze der Tragfähigkeit? Und was bedeutet es für Eigentümer, wenn Fonds im ersten Rang im Grundbuch stehen und Objekte im Zweifel mit 30 bis 50 Prozent Abschlag verkaufen können? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#264 Gewerbe zu Wohnen: Förderwunder oder Symbolpolitik?
Leerstehende Büros, volle Wartelisten auf dem Wohnungsmarkt: Mit dem neuen Förderprogramm 'Gewerbe zu Wohnen' will die Bundesregierung ab Juli 2026 zwei Probleme auf einmal angehen. Bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit, gedeckelt auf 300.000 Euro pro Unternehmen, sollen den Umbau von beheizten Gewerbeimmobilien in Wohnraum anreizen. Im Fördertopf liegen 300 Millionen Euro, gefördert werden bis zu 30 Prozent der Umbaukosten bis 100.000 Euro je Einheit.Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, was dieses Programm für Gewerbeimmobilien, Innenstädte und Wohnraummangel bedeutet. Sie sprechen über strenger gewordene Kreditprüfungen, deutlich höhere Eigenkapitalanforderungen der Banken, Debt Funds als Ersatzfinanzierer und eine Bauwirtschaft, in der 2025 nur rund 206.000 Wohnungen fertiggestellt wurden.Zwischen politischer Symbolik, Bürokratie, restriktiver Finanzierung und echter Chance zum Wohnraum schaffen bleibt die Frage: Wird Gewerbe zu Wohnen zum wirksamen Instrument gegen die Wohnungsnot in Deutschland oder nur zum gut gemeinten Förderprogramm im Schatten einer tiefgreifenden Bau- und Finanzierungskrise? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#263 Build-to-Rent: Verändern US-Investoren den Immobilienmarkt?
US-Investoren entdecken den deutschen Einfamilienhausmarkt. Ausgehend von einem Handelsblatt-Artikel sprechen Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach darüber, warum Konzerne wie Goldman Sachs und PGIM plötzlich Reihenhäuser in den Speckgürteln deutscher Metropolen spannend finden und was das für Hausmiete in Deutschland bedeutet. Im Fokus: das Build-to-Rent-Modell, bei dem Reihenhäuser seriell für rund 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter gebaut und anschließend für 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter vermietet werden sollen.Die beiden analysieren, wie realistisch diese Kalkulation angesichts hoher Grundstückspreise, Bau- und Modernisierungskosten ist, welche Zielgruppen sich ein Reihenhaus zur Miete für 1.700 bis 1.800 Euro Kaltmiete überhaupt leisten können und warum das Einfamilienhaus als Mietobjekt hierzulande bisher ein Nischenmarkt ist. Ein Blick in die USA zeigt, wie große institutionelle Investoren nach der Finanzkrise ganze Siedlungen aufkauften, in Mietimmobilien verwandelten und damit den Traum vom Eigenheim vieler Familien unter Druck setzten.Hinweis:In der Folge sprechen wir im Zusammenhang mit dem Aufkauf von Einfamilienhäusern in den USA an einer Stelle irrtümlich von BlackRock. Gemeint ist Blackstone, das über Plattformen wie Invitation Homes früh in großem Stil Single-Family-Häuser aufgekauft und vermietet hat. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#262 Fallende Immobilienpreise: Dreht der Wohnungsmarkt?
China, Texas, Deutschland: In dieser Folge analysieren Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach, was passiert, wenn aus Wohnraummangel plötzlich ein Überangebot wird und welche Folgen das für Immobilienpreise, Mietpreise und den Wohnungsmarkt hat. Ausgehend von der Immobilienkrise in China rund um Konzerne wie Evergrande, über fallende Mieten in Dallas und Austin in Texas bis hin zu sehr selektiven Neubau-Impulsen in deutschen Speckgürteln zeichnen sie nach, wie ein überhitzter Immobilienmarkt abkühlt.Sie sprechen über massiv vorverkaufte Projekte, Schneeball-Mechanismen, ein Überangebot an Wohnungen in chinesischen Millionenstädten, die Rolle von Zinswende und Demografie in den USA und die überraschenden deutschen Gegenbeispiele: steigende Baugenehmigungen in einzelnen Regionen, aktive Neubau-Projekte von privaten Haushalten, Wuppertal als bezahlbare Alternative zu Köln und Düsseldorf sowie den Trend zu Eigentumswohnungen statt Häusern.Dabei geht es auch um zu hohe Herstellungskosten, unsichere Sanierungsbudgets, den Gebäudetyp E, die Angst vor Termin- und Kostenrisiken beim Bauen und den kommenden Babyboomer-Knick. Am Ende steht die zentrale Frage: Reicht mehr Angebot wirklich aus, um den Wohnungsmarkt Deutschland zu entspannen, oder droht uns unsere ganz eigene Variante der „stillen Immobilienblase“? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#261 Heizungsgesetz-Update: Modernisieren wir jetzt rückwärts?
Die Bundesregierung will das Heizungsgesetz weiter umstricken. Aus dem Gebäudeenergiegesetz soll das Gebäudemodernisierungsgesetz werden, mit Technologieoffenheit statt der 65‑Prozent‑Pflicht für erneuerbare Energien. Das klingt nach Freiheit bei der Heizungswahl, bedeutet aber vor allem: Fossile Gasheizungen und Ölkessel bleiben faktisch möglich, während der Gebäudesektor weiterhin rund ein Drittel von Energieverbrauch und CO₂‑Emissionen verursacht.Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, wie die geplante Biogas-Quote ab 2029, die neue Kostenbremse für Mieter und die Aufteilung von CO₂-Abgabe und Gasnetzentgelten zwischen Vermietern und Mietern zusammenspielen. Sie diskutieren, warum das Ziel der Klimaneutralität 2045 mit einem „Macht doch, was ihr wollt“ im Wärmesektor kaum erreichbar ist, welche Rolle Quartierslösungen und erneuerbarer Strom vor Ort tatsächlich spielen und was Joseph Schumpeters „schöpferische Zerstörung“ mit deutschen Heizungskellern zu tun hat.Am Ende steht die Frage: Ist das neue Heizungsgesetz ein Modernisierungsprogramm oder der teuerste Aufschub beim Umbau von Immobilien, Energieversorgung und Mietmarkt? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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#260 Sugar Valley: Zukunftsquartier oder Kostenfalle?
München wächst weiter und mit dem Tech‑Boom steigen Wohnungsdruck und Preise. Im neuen Projekt Sugar Valley soll ein nachhaltiges Quartier entstehen, mit elf Gebäuden, großen Gewerbeflächen und nur 250 Wohnungen, davon 80 gefördert. Bei einer Investitionssumme von rund einer Milliarde Euro und erwarteten Mieten um die 20 Euro pro Quadratmeter zeigt sich schnell, dass hier kaum bezahlbarer Wohnraum entsteht.Im ersten Bauabschnitt stehen fast nur Gewerbeeinheitel im Fokus. Coworking, Labore, Gastronomie und Eventflächen dominieren das Bild, während Wohnraum auf später verschoben wird. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum solche Projekte trotz Nachhaltigkeitslabel selten zur Lösung der Wohnungsnot beitragen und welche Risiken Städte eingehen, wenn neue Quartiere vor allem für zahlungskräftige Zuzügler geplant werden.Am Ende steht die Frage: Für wen entsteht Sugar Valley wirklich? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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