LEBE SELBSTVOLL

PODCAST · health

LEBE SELBSTVOLL

LEBE SELBSTVOLL, der Podcast für Frauen mit und nach Krebs.Wie fühlt es sich an, als Frau mit Krebs gesehen zu werden - vom Partner, von der Gesellschaft, von sich selbst?In diesem Podcast erzählen Frauen, was sich in ihrem Leben durch die Diagnose verändert hat:Was Narben mit dem Körper machen. Was Nähe bedeutet. Wie Selbstliebe und Zuversicht zurückkommen können.Wir sprechen über echte Gefühle, aber auch über Hoffnung, Mut und die Frage: Wie gelingt ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben - mit allem, was ist.Jede Folge ist ein ehrliches Gespräch. Voller Tiefe, leiser Stärke und manchmal auch Lachen.Neue Folgen gibt es jeden Dienstag.Mehr über den Podcast, meine fotografische Arbeit und mein Buch "schön & stark, Frauen mit Krebs" findest du auf www.franziskaguentherfotografie.de

  1. 155

    #155 Wohlfühlen ohne Brust

    Mit 37 Jahren erhielt Sarah die Diagnose Brustkrebs. Während ihres Zyklus bemerkte sie immer wieder Veränderungen an ihrer Brust, die sie zunächst an eine Brustentzündung erinnerten. Ein Gefühl, das Sarah ernst nahm und abklären ließ. Es folgten Untersuchungen beim Gynäkologen und im Brustzentrum. In dieser Folge erzählt Sarah von ihrem Weg durch die Erkrankung und warum für sie schnell klar war, dass sie keinen Wiederaufbau möchte. Sie entschied sich bewusst für eine Mastektomie und dafür, auf einer Seite flach zu bleiben. Eine Entscheidung, mit der sie sich auch heute vollkommen wohl fühlt. Besonders geprägt hat sie dabei der Austausch mit anderen Betroffenen und die Unterstützung durch ein sehr empathisches Behandlungsteam. Sarah spricht offen über Selbstbestimmung, Körpergefühl und darüber, wie unterschiedlich Behandlungs- und Operationswege mit einer Brustkrebsdiagnose aussehen können.

  2. 154

    #154 Diagnose Astrozytom

    Mit Mitte 30 bekam Bianca plötzlich starke Schwindelanfälle - anders als alles, was sie bisher kannte. Was zunächst wie Stress wirkte, stellte sich schließlich als ein Astrozytom Grad 4 heraus. Ein Hirntumor, der ihr Leben von einem Moment auf den anderen veränderte. In dieser Folge erzählt Bianca ihre Geschichte: von den ersten Symptomen über die Diagnose bis hin zur Operation und Therapie. Besonders beeindruckend ist, wie sie noch wenige Tage vor der Operation ihre Masterarbeit abgegeben und verteildigt hat - und damit ein Kapitel ihres Lebens bewusst abgeschlossen hat. Bianca spricht über die Zeit im Krankenhaus, die Operation und die anschließende Behandlung. Über Nebenwirkungen, körperliche Veränderungen und den Umgang mit Angst. Und gleichzeitig ist ihre Geschichte auch eine, die zeigt, wie viel Kraft und Humor selbst in schweren Zeiten möglich sind. Heute steht für sie vieles unter einem anderen Blick: der Wunsch zu reisen, bewusster zu leben und sich mit dem auseinanderzustezen, was wirklich zählt.

  3. 153

    #153 Zwischen Bauchgefühl und Beruhigung

    Mit Anfang 50 erhielt Eva die Diagnose Brustkrebs – nachdem sie zwei Jahre lang immer wieder beruhigt wurde, dass alles gutartig sei. Alles begann mit einer Auffälligkeit im Mammografie-Screening. Der Gynäkologe tastete die Stelle zwar ab, sah aber keinen Grund zur weiteren Abklärung. Kein Ultraschall, keine Gewebeprobe. Zwei Jahre lang ging Eva immer wieder zur Kontrolle und ließ sich beruhigen. Und doch blieb da dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Erst als sie selbst einen geschwollenen Lymphknoten bemerkte und zu einem anderen Arzt ging, wurde klar, dass die Veränderung dringend abgeklärt werden musste. Die Diagnose: hormonabhängiger Brustkrebs, der bereits in die Lymphbahn gestreut hatte. Eva erzählt in dieser Folge von ihrem Weg durch die Therapie und davon, wie wichtig es ist, dem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen. Heute hat sie die Akuttherapie hinter sich und auch eine Mastektomie. Sie hat sich bewusst gegen einen Wiederaufbau entschieden und fühlt sich in ihrem Körper wohl - mit all den Veränderungen.

  4. 152

    #152 Granulosazelltumor, eine seltene Form von Eierstockkrebs

    Fabiana ist 30 Jahre alt und lebt mit einem Granulosazelltumor - einer seltenen Form von Eierstockkrebs. Alles Begann mit einer Zyste am Eierstock, die entfernt wurde. Wenige Jahre später folgten erneut Schmerzen, weitere Eingriffe und schließlich die Diagnose: Ovarialkarzinom im fortgeschrittenen Stadium. Fabiana wurde mehrfach operiert und erhielt Chemotherapien, die sie nur schwer vertragen hat. Immer wieder galt sie als tumorfrei – bis der Krebs zurückkam. Heute ist die Situation eine andere: Tumore im Bauch, in der Leber und ein unklarer Befund in der Lunge. Eine Operation war zuletzt nicht mehr möglich. Nach einer weiteren Chemotherapie wird aktuell abgewartet. In dieser Folge erzählt Fabiana von ihrem Weg – von der ersten Diagnose bis heute. Sie spricht über Rückfälle, Kinderwunsch, ihre Hochzeit mitten in der Therapie und darüber, wie sich ihr Blick auf ihr Leben verändert hat.

  5. 151

    #151 Esssucht, Magenbypass und Darmkrebs

    Sandra wog 180 Kilo und beschreibt sich selbst als süchtig nach Essen. Heute lebt sie mit einer Darmkrebsdiagnose und sagt, sie ist mit sich im Reinen. Vor rund 20 Jahren stand Sandra an einem Punkt, an dem sie wusste: So kann es nicht weitergehen. Sie entschied sich für eine Magenbypass-Operation und verlor dadurch viele Kilos. Doch das Thema emotionales Essen und die Sucht dahinter blieben lange Teil ihres Lebens. Im Rahmen einer Studie lernte sie die Wirkung einer Abnehmspritze kennen und erlebte zum ersten Mal, wie sich das ständige Verlangen nach Essen veränderte. Kurz darauf entdeckte sie die Hypnose für sich und erkannte, dass sie damit einen ganz neuen Zugang zu sich selbst finden kann. Dann kam die Diagnose Darmkrebs. In dieser Folge erzählt Sandra von ihrem Weg: von der Esssucht über ihre Erfahrungen mit Abnehmspritze und Hypnose bis hin zu ihrem Leben mit Krebs. Sie spricht offen darüber, wie sie mit der Diagnose umgeht, warum sie sich selbst heute anders sieht und weshalb sie sagt, dass sie mit sich im Reinen ist. Sandra ist Palliativpatientin und befindet sich aktuell in Behandlung. Und trotzdem geht es in diesem Gespräch nicht nur um Krankheit, sondern auch um Selbstliebe, Akzeptanz und die Frage, wie wir mit unserem Leben umgehen – selbst in herausfordernden Situationen.

  6. 150

    #150 Ein geschwollener Lymphknoten & die Diagnose Hodgin-Lymphom

    Jessi fühlte sich gesund – bis sie einen vergrößerten Lymphknoten an ihrem Hals bemerkte. Die Diagnose: Hodgkin-Lymphom. Obwohl sie keinerlei Beschwerden hatte, ließ sie den Knoten abklären. Die Diagnose folgte schnell und damit begann ein Weg, der ihr Leben komplett veränderte. Jessi wurde operiert, erhielt eine Chemotherapie und galt zunächst als krebsfrei. Doch kurz vor einem Nachsorgetermin spürte sie erneut einen vergrößerten Lymphknoten. Der Krebs war zurück. In dieser Folge erzählt Jessi von ihrem Weg durch die Diagnose, die Therapien und den Rückfall. Sie spricht über Chemotherapie, Immuntherapie und schließlich eine Stammzellentransplantation – und darüber, wie herausfordernd diese Zeit für sie war. Heute ist Jessi mit der Therapie durch. Doch zurück in ihr „altes Leben“ ist sie nicht einfach so gekommen. Sie erzählt, wie sich ihr Alltag verändert hat, welche Langzeitfolgen geblieben sind und was ihr geholfen hat, mit dieser Situation umzugehen. Diese Folge zeigt, wie wichtig es ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen – auch dann, wenn man sich eigentlich gesund fühlt.

  7. 149

    #149 Leben mit einem Angiosarkom

    Mit 29 ertastete Marijana einen Knoten in ihrer Brust. Was zunächst unauffällig wirkte, entpuppte sich später als ein Angiosarkom, eine seltene und aggressive Krebsart. Alles begann mit diesem Knoten. Marijana erzählt, wie sie diesen Moment erlebt hat und wie schnell sich ihr Leben seitdem verändert hat. Zunächst wurde sie beruhigt und sollte abwarten. Doch ihr Gefühl ließ sie nicht los und als sich der Knoten veränderte, suchte sie erneut ärztlichen Rat. Kurz darauf stand die Diagnose fest. Marijana erzählt in dieser Folge von ihrem Weg: von den ersten Symptomen über die Diagnose bis hin zu intensiven Behandlungen. Sie spricht darüber, welche Auswirkungen die Erkrankung auf ihr Leben hat und warum es so wichtig ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen. Es folgten mehrere Operationen, Chemotherapien, Bestrahlung, Immuntherapie. Das Angiosarkom hat Metastasen gebildet, Marijana gilt als Palliativpatientin. Und trotzdem geht es in diesem Gespräch nicht nur um die Krankheit. Es geht auch darum, wie Marijana einen Umgang mit ihrer Situation gefunden hat und was ihr hilft, den Alltag zu bewältigen.

  8. 148

    #148 Was ist Lichen sclerosus?

    Jucken, brennen, Veränderungen im Intimbereich - und trotzdem lange keine Diagnose. Viele Frauen kennen genau das. Und oft steckt etwas dahinter, worüber viel zu selten gesprochen wird: Lichen sclerosus. In dieser Folge spreche ich mit Birte Schlinkmeier, Pelvic Care Nurse an der Rehaklinik in Bad Oexen, und mit Bettina Fischer, die den Verein Lichen sclerosus in der Schweiz leitet und selbst betroffen ist. Gemeinsam erklären sie, was LS eigentlich ist, woran man die Erkrankung erkennen kann und warum eine frühe Diagnose so wichtig ist. Wir sprechen über typische Symptome, mögliche Ursachen und darüber, warum auch Mädchen bereits daran erkranken können. Es geht auch um Behandlungsmöglichkeiten, den richtigen Umgang mit der Haut und um viele praktische Fragen aus dem Alltag: Was kann man selbst tun? Worauf sollte man achten? Und wie kann es gelingen, gut mit einer chronischen Erkrankung zu leben? Diese Folge vermittelt Wissen, macht Mut und zeigt vor allem, wie wichtig Aufklärung für den eigenen Körper ist.

  9. 147

    #147 Krebs verstehen

    Wie entsteht Krebs eigentlich? Und warum erkranken so viele Menschen im Laufe ihres Lebens daran? Über diese Fragen spreche ich mit Dr. Andrea Zobel, sie ist Biochemikerin und Krebsforscherin. Sie erklärt, wie im Körper Krebs entsteht, welche Rolle Alter, Zellteilung und körpereigene Reparatursysteme dabei spielen und warum Krebs oft ein Prozess ist, der sich über Jahre entwickelt. Wir sprechen über die sogenannten Multistepprozesse der Krebsentstehung, über Faktoren, die unseren Körper zusätzlich belasten können, und über die großen Fortschritte in der modernen Krebstherapie. Von zielgerichteten Behandlungen bis hin zu immunologischen Ansätzen. Andrea spricht jedoch nicht nur als Wissenschaftlerin über Krebs. Mit 60 Jahren erhielt sie die Diagnose Brustkrebs. Sie erzählt, wie sie diese Zeit erlebt hat und warum sie dankbar war, dass der Tumor so früh entdeckt wurde. In dieser Folge wird vor allem der wissenschaftliche Blick auf Krebs deutlich, geprägt von Forschung, Medizin und neuen Therapieansätzen.

  10. 146

    #146 Plötzlich Speiseröhrenkrebs

    Jasmin war 21 Jahre alt, als sie nachts mit starker Übelkeit aufwachte. Das Erbrechen hörte nicht auf, sie kam ins Krankenhaus und erhielt kurze Zeit später eine Diagnose, mit der in diesem Alter niemand rechnet: Speiseröhrenkrebs im Stadium 3. Diese Krebsart tritt normalerweise viele Jahrzehnte später auf. Jasmin hatte vorher keine eindeutigen Warnzeichen. Das Einzige, woran sie sich rückblickend erinnert, war ein Druckgefühl in der Brust, das sie damals nicht weiter hinterfragt hatte. Nach der Diagnose folgte eine große Operation: Ein Teil der Speiseröhre wurden entfernt, aus dem Magen wurde ein Schlauchmagen geformt. Danach begann eine intensive Zeit mit Radiochemotherapie und schließlich eine Immuntherapie. In dieser Folge erzählt Jasmin, wie sie diese Zeit erlebt hat - körperlich und emotional. Sie spricht darüber, wie sich ihr Leben seit der Diagnose verändert hat, welche Herausforderungen der Alltag mit sich bringt und warum sie heute sagt, dass sie nicht mehr derselbe Mensch ist wie vorher.

  11. 145

    #145 Diagnose Uterussarkom

    Sandra war vier Jahre alt, als sie die Diagnose Wilms-Tumor im Stadium 4 erhielt. Sie hatte bereits Metastasen in der Lunge. Eine Niere wurde entfernt. Es folgte Chemotherapie und Bestrahlung. Und das alles in der 80er Jahren, einer Zeit, in der Kinder noch allein im Krankenhaus lagen. Einige Jahre später verlor sie ihre Mutter an Brustkrebs. Mit 41 Jahren folgte ihre eigene Brustkrebsdiagnose. Es folgte der übliche Therapieweg. Doch Sandras Geschichte endet dort nicht. Im Jahr 2023 spürte sie, dass etwas nicht stimmte. Es begann mit Verdauungsproblemen gefolgt von einem Leistungsabfall. Ein zunächst entfernter Tumor wurde als gutartig eingestuft. Doch Sandra hörte nicht auf, nach Antworten zu suchen. Sie recherchierte und hinterfragte - und stieß dabei selbst auf den Verdacht eines Sarkoms. Es folgte eine große Operation mit Bauchschnitt, mehrere Tumore wurden entfernt. Die Diagnose: ein Low-Grade-Endometriose-Uterussarkom - mehrere Tumorherde. In dieser Folge erzählt Sandra von einem Leben mit mehreren Krebsdiagnosen, von Verlusten, von Eigenverantwortung und davon wie wichtig es ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen. Es ist ein Gespräch über Widerstandskraft, über Zweifel und über den Moment, in dem man merkt, dass man selbst genauer hinsehen muss.

  12. 144

    #144 HPV zwischen Panik und Realität

    HPV. Drei Buchstaben, die viele Frauen irgendwann einmal hören – oft beiläufig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung. In dieser Folge spreche ich mit Simone Hotz, sie ist Sexualpädagogin, und Christine Peters, sie ist Zytologieassistentin und beurteilt täglich die Zellabstriche unter dem Mikroskop. In dieser Folge geht es weniger um medizinische Grundlagen, sondern um das, was eine solche Diagnose emotional auslösen kann. Wir sprechen darüber, warum ein positiver HPV-Test noch kein Krankheitsbild ist, warum der Pap-Wert bei der Einordnung so wichtig ist und weshalb der Körper in den meisten Fällen selbst mit dem Virus fertig wird. In etwa 90% der Fälle heilt eine HPV-Infektion von allein aus - aber diese Zeit des Abwartens kann psychisch belastend sein. Es geht auch um die Art der Kommunikation. Wie werden Befunde erklärt? Was fehlt oft im Gespräch? Und was würde Frauen wirklich helfen, um ruhig zu bleiben und sich gut informiert zu fühlen? Diese Folge soll einordnen, aufklären und beruhigen. HPV ist nicht Exotisches, nichts "Selbstverschuldetes" - sondern etwas, mit dem sehr viele Menschen im Laufe ihres Lebens in Kontakt kommen. Wichtig ist, informiert zu sein. Und sich selbst nicht in Panik zu versetzen.

  13. 143

    #143 Zwischen Erschöpfung und Diagnose

    Moni fühlte sich lange erschöpft und nicht belastbar. Ein Zustand, den sie nicht kannte. Sie schob es auf den Stress oder die Wechseljahre. Erst eine auffällige Veränderung an der Vulva brachte sie dazu, genauer hinzusehen. Was zunächst unscheinbar begann, wurde schließlich zu einer Diagnose, die sie bis dahin nicht einmal kannte: Vulvakarzinom. In dieser Folge spricht Moni über den Weg bis zur Diagnose, über schmerzhafte Symptome und über die Operation, die ihr Leben verändert hat. Sie erzählt, wie sie mit Bestrahlung und den körperlichen Folgen umgeht und warum Vertrauen in die Medizin für sie eine wichtige Rolle gespielt hat. Heute lebt Moni mit den Folgen der Therapie. Körperliche Veränderungen und Geduld gehören dazu. Und trotzdem sagt sie: Sie ist froh, dass die schmerzhaften Stellen verschwunden sind. Es ist ein Gespräch über Vertrauen, Anpassung und die Kraft, Schritt für Schritt weiterzugehen.

  14. 142

    #142 Die Kompressionsversorgung & was nach der OP passiert

    In der heutigen Folge sprechen wir über ein Thema, das viele Frauen nach einer Brustkrebsdiagnose betrifft und über das noch viel zu wenig offen gesprochen wird: die Epithesen- und Kompressionsversorgung. Birte Schlinkmeier, Breast Care Nurse aus der Rehaklinik Bad Oexen, gibt einen fachlichen Einblick in das, was eine gute Versorgung wirklich ausmacht. Sie spricht darüber, worauf Frauen achten sollten und welche Leistungen ihnen nach einer Brustkrebs-Erkrankung zustehen - unabhängig davon, ob brusterhaltend operiert wurde, eine Ablatio erfolgte oder die Brust wiederaufgebaut wurde. Sie erklärt warum eine gute Beratung im Sanitätshaus entscheidend ist und wo es in der Praxis häufig Verbessungsbedarf gibt. Jessica ergänzt das Gespräch aus eigener Erfahrung. Sie erzählt, wie eine kompetente, zugewandte Versorgung aussehen kann und was es für das Körpergefühl, den Alltag und die Lebensqualität bedeutet, wenn Hilfsmittel wirklich passen. Wir sind uns einig: gute Versorgung darf kein Zufall sein, denn sie ist Teil der Genesung.

  15. 141

    #141 Diagnose Glioblastom

    Sheila war Mitte zwanzig, als sie im Juni 2024 die Diagnose Glioblastom Grad 4 erhielt. Die ersten Symptome kamen plötzlich, wenige Tage später folgte bereits die Operation. Der Tumor war zu diesem Zeitpunkt etwa so groß wie eine Mango und konnte nicht vollständig entfernt werden. Anschließend folgten Chemotherapie und Bestrahlung. Alltägliche Dinge wie Duschen, Kochen, Wäschewaschen wurden zeitweise zu großen Herausforderungen, das Laufen und Koordination musste sie neu erlernen. In dieser Folge spricht sie offen über das Leben als Palliativpatientin, Unsicherheit und den Umgang mit Prognosen - aber auch über das, was ihr Halt gibt: ein soziales Umfeld, ihre Katzen und bewusste Momente der Ruhe. Sheila studiert weiter, ist sportlich aktiv und versucht ihren Alltag bewusst zu gestalten. Sie befindet sich in der Otune-Therapie, mit dem Ziel, das Tumorwachstum stabil zu halten. Dieses Gespräch ist ein Einblick in das Leben mit einer schweren Diagnose und zeigt, wie viel Kraft darin liegen kann, Herausforderungen mit Humor, Zuversicht und Lebensmut zu begegnen.

  16. 140

    #140 Weibliche Anatomie sichtbar werden lassen

    Johanna ist Ende 20 und an Vulvakrebs erkrankt. Ihre Geschichte begann bereits in der Pubertät mit der Diagnose Lichen sclerosus. Über Jahre war sie medikamentös gut eingestellt, bis sie mit Mitte 20 eine Stelle an der inneren Vulvalippe bemerkte, die nicht abheilte. Was folgte, war ein langer Leidensweg. Johanna suchte mehrere Ärzte auf, wurde vertröstet, bekam Salben und fühlte sich immer wieder nicht ernst genommen. Niemand brachte ihre Beschwerden mit einem Vulvakarzinom in Verbindung. Erst sehr spät wurde sie operiert und damit begann eine intensive, mehrjährige Behandlung. Innerhalb von zwei Jahren musste Johanna zehn Operationen über sich ergehen lassen, darunter eine Vulvektomie, die Entfernung der inneren Vulvalippen, der äußeren Klitoris, eine plastisch-chirurgische Rekonstruktion, die Entnahme von Lymphknoten sowie eine Radio-, Chemo- und Immuntherapie. Die Nebenwirkungen dieser Therapie begleiten sie bis heute. In dieser Folge erzählt Johanna von der Ohnmacht, die sie als Patientin erlebt hat: über fehlende Aufklärung, über Ärzte, die an ihre Grenzen kamen, und über das Gefühl, medizinische Schritte selbst vorschlagen zu müssen. Gleichzeitig spricht Johanna von einer starken inneren Klarheit. Sie hat den Kontakt zu ihrem Körper nie verloren, sondern Mitgefühl für das entwickelt, was ihr Körper durchmachen musste. Wissen, Selbstfürsorge und das Ernstnehmen der eigenen Wahrnehmung sind für sie zentrale Pfeiler geworden. Was bleibt, ist der Eindruck einer jungen Frau mit großer innerer Stärke und einer bemerkenswerten Haltung.

  17. 139

    #139 Den eigenen Weg finden

    Angela erhielt im März 2024 die Diagnose Brustkrebs. Die Tumore waren nicht tastbar und wurden bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Eine gefühlte Ewigkeit des Wartens folgte, bis schließlich Klarheit herrschte. Anders als bei vielen anderen begann ihre Behandlung mit einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie. In dieser Folge erzählt sie von dieser Zeit, von der Entscheidung für eine Mastektomie mit gleichzeitigem Wiederaufbau und von einer Therapie, die sie körperlich und seelisch stark gefordert hat. Angela spricht darüber, wie schwer es ihr bis heute fällt, ihren Körper nach der Operation anzunehmen und wie präsent die Angst vor einer erneuten Krebsdiagnose geblieben ist. Als Monate später auf der gesunden Seite eine auffällige Stelle entdeckt wurde, entschied sie sich auch dort für eine vorsorgliche Mastektomie mit Wiederaufbau. Für sie ein Weg, dieser Angst etwas entgegenzusetzen und wieder mehr innere Ruhe zu finden. In diesem Gespräch geht es um Angst, Selbstannahme, den Alltag mit Kindern und darum, den eigenen Weg zu finden, auch wenn vieles nicht mehr so ist wie zuvor. Von Herzen alles Gute, liebe Angela.

  18. 138

    #138 metastasierter Gebärmutterkörperkrebs

    Tamara war Anfang 30, als sie die Diagnose metastasierter Gebärmutterkörperkrebs erhielt. Ein Jahr zuvor hatte sie bereits Veränderungen bemerkt: Ihr Zyklus wurde schmerzhafter, die Periode fühlte sich anders an als sonst. Sie ließ es mehrfach abklären, doch alle Untersuchungen beim Gynäkologen und auch beim Hausarzt blieben ohne Befund. Erst als Tamara mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus kam und ein Arzt ein CT mit Kontrastmittel veranlasste, zeigte sich das ganze Ausmaß: Tumore in der Gebärmutter, im Eierstock, in der Lunge, im Skelett und später auch Metastasen im Gehirn. Zunächst war unklar, wo der Ursprung lag, doch schließlich stand die Diagnose fest: metastasierter Gebärmutterkörperkrebs. Um überhaupt handeln zu können, wurde sofort mit einer Chemotherapie begonnen, ergänzt durch eine Bestrahlung des Gehirns. Die Behandlung war sehr belastend, brachte aber nach einigen Wochen erste Erfolge. Die Metastasen gingen zurück. In dieser Folge spricht Tamara offen über ihren Weg zur Diagnose, über das Gefühl nicht ernst genommen worden zu sein, über die körperlichen und emotionalen Folgen der Therapie. Und über das Leben mit einer ungewissen Zukunft als Palliativpatientin.

  19. 137

    #137 Wenn das neue Leben noch keinen Namen hat

    Was, wenn ein neues Jahr beginnt und ich noch gar nicht so genau weiß, wie es weitergeht? Was, wenn es keine Vorsätze gibt, keine Pläne, keine klare Richtung? In dieser Solo-Folge spreche ich über genau diese Zwischenzeiten im Leben. Über Phasen, in denen sich nach einer Diagnose, nach einer Therapie oder nach großen Veränderungen vieles neu sortiert. Leise, langsam und oft ohne klare Antworten. Ich teile, was mir in den vielen Gesprächen in diesem Podcast immer wieder begegnet: dass Entwicklung ganz unterschiedlich aussieht. Dass das Leben für manche eine neue Tiefe bekommt und für andere erst einmal schwer bleibt. Und dass all das nebeneinander stehen darf. Es geht um Selbstfürsorge ohne To-do-Listen, um Zeit für sich selbst und um kleine Routinen, die dich tragen können, wenn große Ziele gerade keinen Platz haben. Außerdem erzähle ich dir, warum aus diesem Bedürfnis nach Ruhe mein neuer auditiver Begleiter "Fühl dich ruhig" entstanden ist und lade dich am Ende der Folge zu einem kurzen Moment des Innehaltens ein.

  20. 136

    #136 Brust- & Eierstockkrebs in einem Jahr

    Jana war Mitte 40, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt. Auffälligkeiten in der Brust hatte sie schon lange: zyklusabhängige Veränderungen, Spannungsgefühle. Als sie schließlich einen Knoten ertastete und sich die Brust sichtbar eindellte, war schnell klar, dass es sich um Brustkrebs handelte. Es folgte die klassische Brustkrebsbehandlung: zunächst eine Antihormontherapie, dann die Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Während der Chemotherapie kam es über Wochen zu ungewöhnlichen Blutungen, deren Ursache zunächst unklar blieb. Untersuchungen zeigten zwar eine Zyste am Eierstock, diese wurde jedoch nicht weiter als auffällig eingeschätzt. Ein Jahr nach der Brustkrebsdiagnose entschied sich Jana ihre Eierstöcke entfernen zu lassen. Kurz nach dem Eingriff erhielt sie einen Anruf aus dem Krankenhaus: Die vermeintliche Zyste stellte sich als Eierstockkrebs heraus. Was folgte, war eine weitere große Operation mit Bauchschnitt, bei der unter anderem Gebärmutter und mehrere Lymphknoten entfernt wurden, sowie eine erneute Chemotherapie. Heute ist Jana aus der Akuttherapie heraus und hat begonnen wieder zu arbeiten. Gleichzeitig erlebt sie die Nachwirkungen der Behandlungen, unter anderem Fatigue, und beschreibt, wie sie lernen musste, dass das Leben nach zwei Krebsdiagnosen nicht einfach dort weitergeht, wo es vorher aufgehört hat.

  21. 135

    #135 Angst aushalten und daran wachsen

    Gwendolin ist Mutter von zwei Kindern und steckt noch mitten in der Akuttherapie. Während sie ihre jüngste Tochter stillte, ertastete sie einen Knoten in ihrer Brust. Die Angst war sofort da, auch weil sie schon lange die Angst kannte, irgendwann an Brustkrebs zu erkranken. Nach der Abklärung stand die Diagnose fest: hormonaktiver Brustkrebs. In dieser Folge erzählt Gwendolin von ihrem Weg seit der Diagnose. Der Tumor wurde brusterhaltend operiert, anschließend begann eine Chemotherapie, in der sie sich aktuell noch befindet. Sie spricht darüber, wie wichtig es für sie war, sich in einem Krankenhaus sicher und gehört zu fühlen und wie sehr sie dieser Halt durch die gesamte Behandlung trägt. Besonders berührend erzählt Gwendolin davon, wie sie mit ihrer Tochter über die Erkankung gesprochen hat und welche Rituale ihr geholfen haben, sich von ihrer Brust, wie sie sie kannte, und später auch von ihren Haaren zu verabschieden. Sie teilt , welche Strategien sie entwickelt hat, um mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie umzugehen, und warum sie trotz allem das Gefühl hat, in dieser Zeit über sich selbst hinauszuwachsen. Es ist eine hoffnungsvolle Folge, die zeigt, dass eine Krebstherapie auch in dieser Form möglich sein kann: mit Empathie, mit Anteilnahme und auf Augenhöhe.

  22. 134

    #134 Vulvakarzinom und der Alltag danach

    Angelika erhielt die Diagnose Vulvakarzinom völlig unerwartet. Sie hatte keine klassischen Symptome und keine starken Schmerzen, sondern nur eine kleine Stelle an der innerer Schamlippe, die sie zunächst für einen harmlosen Abzess hielt. Erst als bei der Untersuchung keine Flüssigkeit abfloss und das Gewebe untersucht wurde, begann ein Weg, der ihr Leben verändern sollte. In dieser Folge erzählt Angelika von ihrer Behandlung: einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie und gleichzeitiger Bestrahlung. Die Chemotherapie hat sie vergleichsweise gut vertragen, die Bestrahlung jedoch hat deutliche und bis heute spürbare Folgen. Angelika leidet unter wiederkehrenden Erysipelen, die eine langfristige Antibiotikatherapie notwendig machen und ihren Alltag weiterhin beeinflussen. Angelika spricht darüber, wie sie gelernt hat mit diesen Nachwirkungen umzugehen, welche Strategien ihr helfen und warum es für sie wichtig ist, gut für sich selbst zu sorgen. Sie erzählt auch, dass sie sich während dieser Zeit mehr Austausch mit anderen Betroffenen gewünscht hätte. Es ist eine Folge, die zeigt, wie unterschiedlich Therapien erlebt werden und wie sich ein Leben mit bleibenden Veränderungen gestalten lässt, ohne dass alles davon bestimmt wird.

  23. 133

    #133 Zurück im Sturm

    Francesca ist zum dritten Mal bei mir im Podcast zu Gast - und ihre Geschichte berührt mich sehr. Vor einigen Jahren erkrankte sie an Brustkrebs, erholte sich erstaunlich gut und fand Schritt für Schritt zurück ins Leben. Doch im Jahr 2024 erhielt sie eine neue Diagnose: alveoläres Rhabdomyosarkom, eine seltene Krebserkrankung, für die es keine etablierten Leitlinien gibt. Als sie zuletzt im Januar hier im Podcast war, steckte sie mitten in der Therapie und erzählte, wie sich diese Erkrankung bemerkbar machte. Nachdem die Therapie abgeschlossen war und die Haare wieder wuchsen, begann sie vorsichtig sich zu erholen. Doch bei der ersten Nachsorge wurden erneut Tumorzellen gefunden. Wieder ein alveoläres Rhabdomyosarkom. Diesmal in den Nasennebenhöhlen und der Stirnhöhle. Noch bevor Francesca ihre Kräfte zurückgewinnen konnte, steckt sie nun in einer neuen Therapie. In dieser Folge erzählt Francesca offen, was diese erneute Diagnose mit ihr macht: die Erschöpfung, die Angst, das erneute Sich-Aufrappeln. Und gleichzeitg spricht sie über etwas, das sie zutiefst beeindruckend macht: ihre Fähigkeit, inmitten all dessen den Blick auf das zu richten, was ihr Kraft gibt.

  24. 132

    #132 So früh, so wichtig: die Selbstabtastung

    Sophie war 23 Jahre alt, als sie einen Knoten in ihrer Brust ertastete. Ein Moment, der ihr Leben veränderte. Dass sie ihren Körper so gut kannte, war kein Zufall: Schon in der Pubertät begann sie, sich regelmäßig selbst abzutasten, angestoßen durch die Familiengeschichte, denn ihre Oma erkrankte früh an Brustkrebs und verstarb. In dieser Folge erzählt Sophie offen von der Zeit zwischen Diagnose, Operation, Chemo und Reha. Sie spricht über schwierige Begegnungen im medizinischen System, über Entscheidungen, die sie viel zu jung treffen musste, und darüber, wie wenig Raum ihr gelassen wurde, selbstbestimmt über ihren Körper zu entscheiden. Dazu kommt die fachliche Perspektive von Birte Schlinkmeier, BCN aus der Rehaklinik in Bad Oexen. Sie erklärt, was junge Patientinnen beschäftigt, warum Empathie in der Behandlung entscheidend ist und welche Hilfsmittel viele Frauen nicht in dem Umfang erhalten, auf den sie eigentlich Anspruch hätten - etwa bei der BH- und Epithesenversorgung. Gemeinsam sprechen wir über die Brustselbstabtastung, die Möglichkleiten eines Wiederaufbaus, den Stellenwert der Reha und darüber, wie wichtig es ist, junge Frauen ernst zu nehmen. Es ist eine Folge über Körperwissen, Selbstbestimmung und die Bedeutung echter Begleitung - medizinisch und emotional.

  25. 131

    #131 Der Umgang mit Trauer

    Schon gegen Ende ihrer eigenen Krebstherapie begann Melanie eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin. In dieser Folge spricht sie darüber, dass Trauer kein Zustand ist, den man abschließt, sondern etwas, das bleibt und in veränderter Form ein Teil unseres Lebens wird. Sie erzählt, wie sich Trauer anfühlen kann, wenn nicht ein Mensch, sondern das eigene Lebenskonzept verloren geht: ein Zukunftsbild, ein Kinderwunsch, ein vermeintlich sicherer Weg. Auch ihre eigene ungewollte Kinderlosigkeit durch die Krebserkrankung hat in ihr einen tiefen Trauerschmerz hinterlassen, der Teil ihres Lebens geworden ist. Melanie beschreibt, wie wertvoll geschützte Räume sind, in denen Gefühle nicht bewertet werden. Sie erklärt, dass es entlastend sein kann, Wut zuzulassen - auf das Leben, auf die Situation, auf das Unverfügbare. Dass Weinen eine befreiende Wirkung haben kann und es manchmal notwendig ist, die eigene Trauer laut, hemmungslos und ehrlich zu leben, damit sich ein Stück Gewicht aus dem Trauerrucksack lösen kann. Außerdem erzählt sie, wie Menschen in Gruppen Halt finden können, wenn Worte fehlen, und wie Tiere in der Begleitung eine besondere Form von Nähe und Ruhe schenken. Trauer kann sich nur dann bewegen und verändern, wenn Gefühle ihren Platz haben dürfen - alle Gefühle.

  26. 130

    #130 Ich & Gebärmutterhalskrebs

    Daniela war Mitte vierzig, Mutter von drei Kindern und eigentlich nur zu einer ganz normalen Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen, als ihr Leben eine unerwartete Wendung nahm. Seit Jahren war ihr HPV-Test immer wieder positiv, doch weil alle Abstriche unauffällig waren, schien es keinen Grund zur Sorge zu geben. Eine Infektion, die man "mit sich herumträgt" - so schien es zumindest. Doch dann wurde Daniela zur Dysplasiesprechstunde überwiesen. Dort stellte sich heraus, dass es sich jetzt nicht mehr um unruhige Zellen oder eine Vorstufe handelte, sondern um Gebärmutterhalskrebs. Daniela wurde operiert, der Gebärmutterhals, die Gebärmutter und die Eileiter wurden entfernt. Und damit war die Therapie abgeschlossen, ein vermeintlich leichter Verlauf und doch ein tiefer körperlicher und emotionaler Einschnitt. Heute lebt Daniela ohne Krebs, aber nicht völlig ohne Folgen. Sie hat eine Fatigue entwickelt - etwas, von dem viele nicht wissen, dass es auch nach einer reinen Operation ohne Chemo oder Bestrahlung auftreten kann. Sie spricht darüber, wie schwer es war, wieder Vertrauen in ihrem Körper zu finden, Nähe zuzulassen und anzuerkennen, was sie erlebt hat. Und darüber, dass es im Kopf manchmal länger dauert als im Körper, bis die Realität wirklich ankommt.

  27. 129

    #129 Vulvakrebs & was entsteht, wenn Schweigen endet

    Viele Jahre lebte Dieta mit Lichen sclerosus, einer chronischen Entzündung der Haut und Schleimhäute im Intimbereich, die starke Beschwerden verursachen kann. Als die Schmerzen und Veränderungen immer deutlicher wurden, erhielt sie schließlich die Diagnose Vulvakarzinom - eine seltene und oft spät erkannte Krebsart. Die Diagnose war ein Schock, und doch war es nicht nur die Krankheit selbst, die sie an ihre Grenzen brachte, sondern auch die Unsicherheit vieler Ärzte im Umgang damit. Dieta erlebte, wie schwierig es ist, kompetente Beratung und Aufklärung zu finden und wie einsam der Weg nach einer solchen Diagnose sein kann. Nach zwei Operationen, bei denen auch Lymphknoten entfernt wurden, lebt Dieta heute mit den Folgen, unter anderem mit einem Lymphödem. Doch sie hat aus dieser Erfahrung Kraft geschöpft und etwas geschaffen, das vielen anderen hilft: die Selbsthilfegruppe Vulva Voices, die betroffene Frauen bundesweit vernetzt und unterstützt. In dieser Folge spricht Dieta offen über ihren Weg, über Schmerz, Heilung, dem Umgang mit einem veränderten Körper und die Kraft, die entsteht, wenn Schweigen gebrochen wird.

  28. 128

    #128 Diagnose Akute Myeloische Leukämie

    Im vergangenen Jahr erhielt Joana mit gerade 27 Jahren die Diagnose Akute Myeloische Leukämie. Was mit Kopfschmerzen und einer vermeintlich harmlosen Schwellung begann, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zu einer lebensbedrohlichen Situation. Sie erinnert sich an den Moment der Diagnose, an den Schock, die Angst, aber auch an eine unerwartete Ruhe. Trotz der kritischen Lage spürte sie tief in sich, dass sie überleben würde, weil noch so viel Leben in ihr war. Joana erzählt, wie wichtig es für sie war, die Krankheit zu akzeptieren und die Kontrolle abzugeben. Sie entschied sich, den Ärzten zu vertrauen, statt sich selbst in medizinische Details zu verlieren. Diese Haltung half ihr, Schritt für Schritt durch die Behandlung zu gehen - beginnend mit einer Blutwäsche, um ihr Blut zu reinigen, gefolgt von einer intensiven Chemotherapie und schließlich einer Stammzellentransplantation, die ihr Leben rettete. Heute steht Joana an einem neuen Punkt. Körperlich genesen, aber innerlich auf der Suche nach sich selbst, fragt sie sich, wer sie nach dieser Erfahrung geworden ist. Sie spricht über die Veränderungen, die die Erkrankung in ihr ausgelöst hat, über Dankbarkeit, Selbstakzeptanz und den Mut, das Leben neu zu sortieren.

  29. 127

    #127 Wenn Sexualität sich verändert

    Eine Krebserkrankung verändert vieles, auch die Sexualität. Körper, Empfinden und Nähe fühlen sich plötzlich anders an. Wie gelingt es, nach einer solchen Erfahrung wieder Vertrauen in sich selbst und in den eigenen Körper zu finden? Bianca, die an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war, spricht offen darüber, wie sich ihr Lustempfinden seit der Erkrankung verändert hat und wie sie gemeinsam mit ihrem Partner neue Wege gefunden hat, Nähe zu leben. Sie erzählt ehrlich, dass Sexualität auch dann Raum haben darf, wenn die Lust fehlt, und dass Intimität oft in den stillen Momenten entsteht. Birte, Breastcare- & Pelviccare-Nurse in der Rehaklinik Bad Oexen, begleitet Frauen nach einer Krebserkrankung auf ihrem Weg zurück zu Körpervertrauen und Sexualität. Sie erklärt, warum Themen wie Trockenheit im Intimbereich noch immer zu selten angesprochen werden, obwohl sie viele betreffen und welche Hilfsmittel helfen können, wieder Wohlbefinden zu erleben. Diese Folge macht Mut, offen über ein Thema zu sprechen, das oft verschwiegen wird - und zeigt, dass Nähe, Zärtlichkeit und Sexualität auch nach einer Krebserkrankung möglich bleiben.

  30. 126

    #126 Brustkrebs & die Nähe zur eigenen Sterblichkeit

    Als sich Ann-Christins Brust veränderte, ahnte sie instinktiv, dass etwas nicht stimmt. Im Juni 2023 erhielt sie die Diagnose hormonabhängiger Brustkrebs. Es folgte eine intensive Zeit mit Chemotherapie, Operation und Antihormontherapie - körperlich und seelisch eine enorme Belastung. Der Haarausfall, die Gewichtszunahme und die Erschöpfung ließen sie sich selbst kaum wiedererkennen. Doch Ann-Christin versuchte, ihren Alltag so normal wie möglich weiterzuführen, suchte Halt in ihrer Arbeit und fand Kraft in den kleinen Momenten der Normalität. Nach der beidseitigen Mastektomie mit Wiederaufbau glaubte sie, das Schlimmste überstanden zu haben. Doch nur wenige Monate später tastete sie im Narbenbereich eine neue Veränderung. Die Ärzte hielten sie zunächst für harmlos, doch Ann-Christin vertraute ihrem Bauchgefühl und bestand auf weiteren Untersuchungen. Die Diagnose: ein neuer, hormonabhängiger Tumor. In dieser Folge erzählt Ann-Christin, wie sie nach dem ersten Schock neue Stärke gefunden hat, warum sie sich diesmal gegen eine erneute Chemotherapie und für eine Bestrahlung entschied, und wie sie heute mit den Folgen der Fatigue lebt. Vor allem aber spricht sie über Mitgefühl mit sich selbst und darüber, wie wichtig es ist, auf die eigene Intuition zu hören.

  31. 125

    #125 Von Corona zur Krebsdiagnose

    Nach einer schweren Corona-Erkrankung, die sie an ihre Grenzen brachte, suchte Nicky lange nach Wegen, wieder zu Kräften zu kommen. Doch als sich ihr Körper langsam zu erholen begann, kam eine neue Herausforderung: die Diagnose Brustkrebs. Anstatt den vorgeschlagenen schulmedizinischen Weg vollständig zu gehen, entschied sich Nicky für ihren ganz eigenen Heilungsweg. Sie ließ beide Brüste ohne Wiederaufbau entfernen, verzichtete bewusst auf Chemotherapie und Bestrahlung und vertraute auf alternative Heilmethoden, eine bewusste Ernährung und die Selbstheilungskräfte ihres Körpers. In dieser Folge erzählt Nicky von den intensiven Erfahrungen auf diesem Weg: von ihrer Nahtoderfahrung während Corona, über den Moment der Diagnose bis hin zu der tiefen Erkenntnis, dass Heilung mehr bedeutet als körperliche Genesung. Sie spricht über Selbstverantwortung, Vertrauen und das Annehmen von Hilfe, wenn man sie braucht. Nickys Geschichte erinnert daran, dass der Weg durch eine Erkrankung nicht immer geradlinig verläuft. Manchmal geht es weniger darum ein Ende zu erreichen, sondern Vertrauen zu finden - in den eigenen Körper, in die Intuition und in das Leben selbst.

  32. 124

    #124 Die Kunst der Brustwarzenrekonstruktion

    Stefanie Vujovic ist Expertin für medizinische Brustwarzenrekonstruktion. Mit ihrer Arbeit schenkt sie Frauen nach einer Mastektomie nicht nur ein vollständigeres Bild ihres Körpers, sondern auch innerlich das Gefühl, wieder mehr im Einklang mit sich selbst zu sein. In dieser Folge spricht Stefanie darüber, wie sie zu dieser besonderen Form der Tätowierung gefunden hat und warum es ihr so wichtig ist, das Thema bekannter zu machen. Denn viele Betroffene erfahren in der Klinik wenig bis gar nichts über diese Möglichkeit, obwohl die Ergebnisse erstaunlich echt wirken und auch auf bestrahlter Haut möglich sind. Ihre Arbeit verbindet medizinische Präzision mit künstlerischem Feingefühl: Mit der Technik der 3D-Pigmentierung schafft Stefanie realistische Ergebnisse, die vielen Frauen ein Stück Würde und Selbstvertrauen zurückgeben. Wir sprechen außerdem über die emotionale Bedeutung dieser Behandlung, die Rolle der Krankenkassen und die Herausforderungen, die Frauen auf ihrem Weg zur Rekonstruktion erleben.

  33. 123

    #123 Vulvakarzinom & die Rückkehr ins Leben

    Eine wunde Stelle an der Vulva, die einfach nicht abheilen wollte - so begann Dominikas Weg. Nach ersten Untersuchungen und einer Gewebeprobe stand das Ergebnis fest: Dominika war an Vulvakrebs erkrankt. Ein Schock, der vieles ins Wanken bringen kann. Doch Dominikas Geschichte zeigt, dass ein solcher Befund nicht immer mit einem jahrelangen Leidensweg verbunden sein muss. Nach zwei Operationen heilte die Wunde gut ab und schon bald danach konnte sie in ihren Alltag zurückkehren. Mit den Auswirkungen und Veränderungen, die die Erkrankung hinterlassen hat, lernte sie zu leben. In dieser Folge erzählt Dominika offen von ihrem Weg - von der Diagnose über die Behandlung bis hin zur Rückkehr in ihren Alltag. Ihre Geschichte macht Mut, denn auch wenn es eine ernste Erkrankung ist, kann es manchmal glimpflich verlaufen, und es ist möglich, wieder Stabilität und Zuversicht zu finden.

  34. 122

    #122 Lungenkrebs im Endstadium

    Michèle war 30 Jahre alt, als sie zunehmend unter heftigen Rückenschmerzen litt. Was zunächst wie eine harmlose Verspannung oder Auswirkungen von Bewegungsmangel wirkte, entpuppte sich nach einer langen Odyssee als Lungenkrebs im Endstadium - bereits mit Metastasen in der Wirbelsäule. In dieser Folge erzählt Michèle, wie sie diese Diagnose angenommen hat, welche schulmedizinischen Behandlungen sie durchlaufen musste und warum sie gleichzeitig auf die Selbstheilungskräfte ihres Körpers vertraute. Sie spricht über Operationen, zielgerichtete Therapien, Rückschläge und Hoffnungsmomente - und darüber, wie wichtig es für sie war, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Heute lebt Michèle ohne einen aktiven Tumor, ohne aktive Krebszellen, in ihrem Körper. Ihre Geschichte ist geprägt von Rückschlägen, aber auch von Hoffnung und der Erfahrung, dass Heilung viele Facetten haben kann.

  35. 121

    #121 Brustkrebs, Mastektomie und Selbstbestimmung

    Imke erhielt die Diagnose Brustkrebs - und für sie stand von Anfang an fest, dass sie eine beidseitige Mastektomie ohne Wiederaufbau wollte. Doch dieser Weg war nicht einfach. Weder die behandelnden Ärzte noch die Krankenkasse akzeptierten zunächst ihre Entscheidung. Stattdessen wurden ihr verschiedene Möglichkeiten des Wiederaufbaus vorgestellt, während ihre klare Haltung keine Option zu sein schien. In dieser Folge erzählt Imke von den Herausforderungen, die sie auf diesem Weg erlebt hat, von der Ablehnung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse bis hin zu einer belastenden Wartezeit voller Unsicherheit. Sie berichtet auch, warum es für sie so wichtig war, beide Brüste entfernen zu lassen und wie erleichtert sie heute ist, diesen Schritt gegangen zu sein. Imke spricht offen über Ängste, Selbstbestimmung und den tiefen Wunsch, im Einklang mit ihrem Körper zu leben. Ihre Geschichte macht Mut, auf sich selbst zu hören und den eigenen Weg zu gehen - auch dann, wenn das Umfeld zunächst nicht mitgeht.

  36. 120

    #120 Diagnose Lymphdrüsenkrebs

    Bianca fühlte sich über Wochen hinweg stark erkältet und erschöpft. Weil diese Beschwerden nicht verschwanden und die Lymphknoten am Hals immer größer wurden, suchte sie ärztliche Hilfe. Die Diagnose kam schnell und bestätigte, was sie bereits vermutete: Lymphdrüsenkrebs. In dieser Episode erzählt Bianca, wie sie diese Zeit erlebt hat, von den ersten Symptomen bis hin zur Therapie. Sie berichtet, dass sie die Behandlung erstaunlich gut vertragen hat und sogar das gefühl hatte, die Akuttherapie "im Galopp" durchlaufen zu können. Doch während sie äußerlich stark wirkte, kam die große Herausforderung erst später: das psychische Tief nach dem Ende der Therapie. Bianca spricht offen über den Verlust ihrer Unbeschwertheit, über Ängste, die sie seitdem begleiten, und darüber, wie sich ihr Leben, ihre Beziehung und ihre Sexualität verändert haben. Sie beschreibt, wie wichtig Offenheit, Humor und die Unterstützung von Familie und Freunden für sie waren - und warum sie anderen Betroffenen Mut machen möchte, ihre Gefühle nicht zu verschweigen.

  37. 119

    #119 Dankbarkeit & Neubeginn

    In dieser Folge nehme ich dich mit auf eine sehr persönliche Reise: von meinen ersten Schritten als Fotografin, über die Entstehung von schön & stark bis hin zu meinem neuen Herzensprojekt, dem auditiven Begleiter FÜHL DICH SCHÖN. Ich erzähle dir, wie eine besondere Begegnung meinen fotografischen Weg geprägt hat, warum die Arbeit mit Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung für mich so wertvoll ist und wie daraus über die Jahre ein geschützter Raum für Selbstannahme und Stärke entstanden ist. Jetzt geht dieser Weg einen Schritt weiter: Mit FÜHL DICH SCHÖN möchte ich dir Momente der Ruhe, Achtsamkeit und Körperverbundenheit schenken. Fünf geführte Meditationen, die dich darin unterstützen können, liebevoll auf dich selbst zu blicken. Innen wie außen. Es ist eine Folge über Dankbarkeit, über Neubeginn und über die vielen Facetten, die meine Arbeit mit Frauen so besonders machen.

  38. 118

    #118 Integrative Heilung

    Als Friederike zum zweiten Mal die Diagnose Brustkrebs erhielt, wusste sie, dass sie ihr Leben grundlegend verändern musste. Schon 2014 war sie das erste Mal erkrankt, doch nach abgeschlossener Behandlung fand sie damals recht schnell in ihren Alltag zurück. Sie spürte diesmal, dass es nicht nur um eine Behandlung, sondern um einen tiefgreifenden Wandel ging. Friederike begann sich intensiv mit sich selbst und alternativen Wegen der Heilung auseinanderzusetzen. Sie entschied sich die vorgeschlagenen schulmedizinischen Schritte zunächst auszusetzen und folgte stattdessen ihrer Intuition. Diese führte sie auf eine schamanische Reise nach Südamerika, wo sie tiefe spirituelle Erfahrungen machte. Diese Reise eröffnete ihr eine neue Sicht auf ihre Krankheit und das Leben. Friederike begann nicht nur den Körper, sondern auch Geist und Seele in den Heilungsprozess einzubeziehen. Sie fand ihren ganz persönlichen Weg, indem sie schulmedizinische Behandlungen mit alternativen Heilmethoden verband, immer getragen von dem Vertrauen, das sie auf dieser Reise in sich selbst gewonnen hatte. Heute spricht sie darüber, wie wichtig es ist den eigenen Bedürfnissen zu vertrauen und Heilung als einen ganzheitlichen Prozess zu begreifen.

  39. 117

    #117 Der Umgang mit Krebs

    Jacqueline war 29 Jahre alt, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt. Schon früh spürte sie einen Knoten und ließ ihn abklären - doch als junge Frau wurde sie zunächst nicht wirklich ernst genommen. Immer wieder hörte sie Sätze wie: "Sie sind doch viel zu jung für Krebs." Diese Stigmatisierung prägte ihre gesamte Behandlung. Während manche Ärzte sie mit Mitleid überhäuften, erfuhr sie von anderen echtes Mitgefühl, doch auch die Herabspielung der Erkrankung begegneten ihr, immer wieder bezogen auf das Alter und ihr Geschlecht. In dieser Folge erzählt Jacqueline, wie sie den Weg durch Operation, Bestrahlung und Antihormontherapie erlebt hat, wie sie trotz des Abbruchs ihrer Berufsausbildung neue Kraftquellen fand und warum ihr Engagement in der LGBTQ+-Community ihr heute besonders wichtig ist. Offen spricht sie darüber, wie es ist jung an Krebs erkrankt zu sein, welche Herausforderung das für ihre Identität bedeutet und wie sie trotzdem ihren Weg gefunden hat, weiterzumachen.

  40. 116

    #116 Leben, lachen & der Darmkrebs

    Als Johanna Blut im Stuhl bemerkte, wusste sie, dass sie den Arzt aufsuchen musste. Eine anschließende Darmspiegelung brachte im Oktober 2022 die Diagnose Darmkrebs - ein Schock, der ihr Leben grundlegend veränderte. In dieser Folge erzählt Johanna von den ersten unspezifischen Symptomen, den Untersuchungen und den intensiven Monaten der Behandlung. Sie spricht offen über die körperlichen Belastungen durch die Bestrahlung und Operation und die emotionale Achterbahn in dieser Zeit. Johanna berichtet, wie sie Schritt für Schritt lernen musste, mit den langfristigen Folgen der Erkrankung zu leben - von einer veränderten Ernährung bis hin zu Einschränkungen in ihrer Sexualität durch die Strahlentherapie. Heute kann sie sagen, dass diese schwere Zeit ihr auch neue Wege eröffnet hat: Sie hat ein Buch geschrieben, steht als Kabarettistin auf der Bühne und hat für sich entdeckt, dass selbst in dunklen Momenten Platz für Humor ist. Diese Haltung hilft ihr, Schicksalsschläge leichter zu verarbeiten und den Blick auf das zu richten, was das Leben trotz allem schön macht.

  41. 115

    #115 Von der Diagnose zur Heilung

    Eine schmerzende Stelle an der Brust veranlasste Nicola dazu den Arzt aufzusuchen. Die Diagnose: Triple negatives Mammakarzinom. In dieser Folge erzählt sie von der Entdeckung des Tumors, den medizinischen Entscheidungen, die sie getroffen hat, und den vielen inneren Prozessen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben. Besonders ausdrücklich spricht Nicola darüber, wie sehr sie sich in der Zeit der Behandlung auf ihr eigenens Körpergefühl verlassen hat. Entgegen der üblichen Empfehlung verzichtete sie bewusst auf eine Bestrahlung und eine weitere Immuntherapie - aus dem tiefen Vertrauen heraus, dass ihr Körper andere Wege braucht. Nicola teilt ihre Gedanken über Achtsamkeit, die Bedeutung von Körper, Geist und Seele im Einklang - und den Mut, medizinische Wege bewusst und eigenverantwortlich mitzugestalten. Es ist ein kraftvolles Gespräch über Selbstannahme, innere Stärke und die Verbindung zum eigenen Körper.

  42. 114

    #114 Diagnose Chondrosarkom

    Claudia spürte einen Knoten an ihrer Rippe. Sie hatte keine Schmerzen, suchte aber vorsichtshalber ihre Hausärztin auf, um die Stelle abklären zu lassen. Es wurde schließlich ein Chondrosarkom diagnostiziert, ein bösartiger Tumor, der aus Knorpelzellen besteht und sich im Knochen bildet. In vielen Fällen wird diese seltene Krebserkrankung erst spät erkannt. Claudia erzählt in diesem Interview von ihrem Weg durch die Diagnose, die Vorbereitung auf die Operation und die emotionale Belastung, die sie in dieser Zeit begleitet hat. Sie spricht über die Bedeutung von Kommunikation, über das Gefühl nicht ausreichend aufgeklärt worden zu sein und darüber, wie sehr sie sich gewünscht hätte, von Beginn an ernst genommen zu werden. Es ist ein offenes Gespräch über Unsicherheit, Vertrauen, medizinische Entscheidungen und den Versuch, sich selbst nicht zu verlieren.

  43. 113

    #113 Gebärmutterhalskrebs: Zwischen Angst, Hoffnung & Kinderwunsch

    Aline erkrankte im vergangenen Jahr an Gebärmutterhalskrebs. Was zunächst mit einem auffälligen pH-Wert und einem sauer-bitteren Geschmack im Mund begann, wurde schnell zu einer intensiven, emotional herausfordernden Zeit. In dieser Folge spricht Aline über ihre Diagnose, die belastenden Wartezeiten zwischen den Untersuchungen auf die Befunde und die schwierigen Entscheidungen rund um die Operationen. Besonders die Frage, ob sie sich die Gebärmutter entfernen lassen und damit den Kinderwunsch aufgeben soll. Aline erzählt offen von den körperlichen Veränderungen, die seelische Belastung, Tränen, ihre Partnerschaft und die Kraft von Liebe. Auch die Bedeutung von Vorsorge, Austausch mit anderen Betroffenen und die HPV-Impfung werden thematisiert. Ein persönliches Gespräch über Unsicherheit, Mut und die Kraft, sich Schritt für Schritt wieder selbst zu finden.

  44. 112

    #112 Brustkrebs, die schwarze Lotusblüte

    Kurz vor ihrem 50. Geburtstag ertastete Dagmar einen Knoten in ihrer Brust. Sie spürte, dass es diesmal keine unbedeutende Verhärtung war, wie sie es schon einmal erlebt hatte. Die Diagnose kam schnell: Dagmar war an Brustkrebs erkrankt, tripple negativ, aggressiv und schnellwachsend. Vor ihrem inneren Auge sah sie das Bild einer schwarzen Lotusblüte. Ein Symbol, dass sie ihrem Tumor zuordnete. Sie durchlief die übliche Behandlungsweise. Die Chemotherapie wurde zu einer großen Herausforderung, die sie mit vielen Nebenwirkungen erlebte. Es folgte eine Immuntherapie, eine Operation und die Bestrahlung. Erst zum Ende der Akuttherapie wurde Dagmar wirklich bewusst, dass sie an Krebs erkrankt war. In dieser Folge teilt sie ihre Gedanken über die Bedeutung von Mindset, ihren Umgang mit der Diagnose und die Wichtigkeit von Unterstützung durch andere. Dagmar reflektiert über die Veränderungen in ihrem Leben nach der Therapie und die Erkenntnisse, die sie daraus gewonnen hat.

  45. 111

    #111 Ein Schlaganfall & Eierstockkrebs

    Kathleen war 43 Jahre alt, als sie eines Nachts wegen starker Kopfschmerzen aufwachte. Sie sah ein helles Licht und konnte plötzlich ihre linke Körperhälfte nicht mehr spüren. Sie wurde mit einem Schlaganfall in das Krankenhaus eingeliefert. Als die Ärzte den Symptomen auf den Grund gehen wollten, entdeckten sie einen Tumor am Eierstock. Die Diagnose: Eierstockkrebs. Kathleen war zu diesem Zeitpunkt eine sportliche Frau, die sich gesund ernährte und ein selbstbestimmtes Leben auf Teneriffa führte. Es folgten eine große Operation, bei der unter anderem die Gebärmutter entfernt wurde, sowie eine belastende Chemotherapie. Noch heute lebt Kathleen mit den Folgen der Therapie und des Schlaganfalls, ihr Leben hat sich grundlegend verändert. Sie musste lernen Hilfe anzunehmen, Geduld auf dem Heilungsweg zu haben und ihren Alltag an die neuen Bedürfnisse ihres Körpers anzupassen.

  46. 110

    #110 Das Leben mit einem Sarkom

    Mit Anfang 30, kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes, erfuhr Sura, dass sich ein Myom in ihrer Gebärmutter gebildet hatte.. Als sie kurz darauf erneut schwanger wurde, war das Myom noch immer vorhanden. Die Situation spitzte sich zu, als sie erfuhr, dass das Myom seine Größe verdoppelt hatte und der Verdacht auf ein Sarkom im Raum stand. Kurze Zeit später folgte die Gewissheit: Sura war an einem Leiomyosarkom erkrankt. In diesem Gespräch teilt Sura ihre Erfahrungen mit dem medizinischen Personal, dem Ringen um Selbstbestimmung und dem schmerzlichen Gefühl nicht ernst genommen zu werden. Sie beschreibt die Herausforderungen, denen sie während der Therapie begegnete: Operationen, Fehldiagnosen, Chemotherapie. Sie spricht offen über die emotionale und körperliche Erschöpfung und die ständige Angst vor einem Rückfall. Sura hat in dieser schweren Zeit gelernt, im Moment zu leben und ihre Sicht auf das Leben grundlegend zu ändern. Es gelang ihr , ihr Studium zu beenden, für ihre Kinder dazusein und Augenblicke des Glücks bewusst wahrzunehmen. Heute betrachtet Sura ihre Krankheit als Prüfung und eine Lektion in Dankbarkeit.

  47. 109

    #109 Vulvakarzinom: eine persönliche Reise

    Als Brigitte eine wunde Stelle an ihrer Vulva bemerkte, war sie nicht beunruhigt, denn sie hatte keine Schmerzen. Sie suchte ihre Gynäkologin auf und erhielt nur kurze Zeit später die Diagnose Vulvakarzinom. Es handelte sich nicht nur um eine betroffene Hautstelle, sondern um mehrere. Brigitte erzählt in dieser Folge davon, wie es sich anfühlt an Vulvakrebs erkrankt zu sein, obwohl sie sich gesund fühlte und keine Beschwerden hatte. Sie spricht von den Herausforderungen, die sie durch die Behandlung und Operationen erlebt hat, und wie sie mit der emotionalen Belastung umgeht. Sie teilt ihre Erfahrungen mit Ärzten, Selbsthilfegruppen und der Unterstützung durch ihre Familie. Brigitte betont wie wichtig es ist auf den eigenen Körper zu achten und Ärzte zu finden, mit denen sie auf Augenhöhe kommunizieren und denen sie vertrauen kann.

  48. 108

    #108 HPV & Analkrebs

    Vor drei Jahren erhielt Sabrina die Diagnose Analkarzinom. Doch bis sie wusste woher die Beschwerden kamen, die sie seit einiger Zeit hatte, vergingen viele Monate, viele Arztbesuche und zahlreiche Fehldiagnosen. Sabrina fühlte sich schlecht beraten und unverstanden, bis sie das Glück hatte an einen empathischen Arzt zu geraten, der sie endlich ernst nahm. Doch auch die Behandlung war mit Schwierigkeiten verbunden, da leider oft die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Körpern unbeachtet vom Gesundheitssystem bleiben. In dieser Episode spricht Sabrina über ihre Erfahrungen mit der Diagnose und der Behandlung von einem Analkarzinom, über die Herausforderungen der Radiochemotherapie und die physischen und emotionalen Auswirkungen der Therapie. Sie beschreibt warum es in ihrem Fall so wichtig gewesen wäre von einer Frau behandelt zu werden und was für Auswirkungen fehlende Aufklärung haben kann. Sabrina hat in der Zeit der Therapie viel erlebt, wenig Aufklärung erhalten und muss jetzt mit den Nachwirkungen leben, die möglicherweise vermeidbar gewesen wären.

  49. 107

    #107 Eine unerwartete Wendung im Leben

    Im Jahr 2020 ging Annette wie immer zu ihrer Vorsorgeuntersuchung. Doch diesmal sagte die Ärztin, dass ein kleiner Knoten in ihrer Brust gefunden wurde. Brustkrebs. Annette konnte es zunächst nicht wirklich glauben, denn sie hatte keine Beschwerden und fühlte keine Auffälligkeiten in der Brust. Sie durchlief wie viele andere die Therapie, bestehend aus Chemo, Operation, Bestrahlung und Antihormontherapie. Das Schreiben war für Annette schon immer ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens und so arbeitete sie ihre Erlebnisse in einem Krebsblog auf - und erhielt viel Zuspruch. Aus diesem Schreiben heraus gründete sie eine Selbsthilfegruppe und unterstützt heute Menschen, die ebenfalls mit einer schlimmen Diagnose konfrontiert werden. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie sich das Leben von Annette durch die Erkrankung verändert hat, über die Kommunikation mit ihren Kindern und die Rückkehr ins Berufsleben nach der Erkrankung. Annette betont, dass Krebs für sie keine Chance, sondern eine Herausforderung war, die sie gelehrt hat, achtsamer und liebevoller mit sich selbst zu leben.

  50. 106

    #106 Von Bauchschmerzen zur Krebsdiagnose

    Vanessa kann sich kaum erinnern wie sich das Leben ohne Bauchweh anfühlt. Doch als die Schmerzen unerträglich werden, wird sie mit Verdacht auf einen Blinddarmdurchbruch in das Krankenhaus eingeliefert. In einer Notoperation stellen die Ärzte fest, dass es dem Blinddarm gut geht, sich jedoch ein großer Tumor im Dickdarm befindet. Das Ergebnis der weiteren Untersuchungen ist ernüchternd: Vanessa ist an Dickdarmkrebs, Stadium 4, erkrankt. Die Operation wurde für kurze Zeit später angesetzt, doch Vanessas Zustand verschlechterte sich rasant, so dass sie nur wenige Tage später operiert werden musste, um ihr Leben zu retten. In dieser bewegenden Folge spricht Vanessa über die Herausforderungen der Operation, über Hoffnung und die Gewissheit leben zu dürfen. Sie erzählt von einer Nahtoderfahrung und von der emotionalen Unterstützung ihrer Familie und Freunde während dieser schweren Zeit.

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ABOUT THIS SHOW

LEBE SELBSTVOLL, der Podcast für Frauen mit und nach Krebs.Wie fühlt es sich an, als Frau mit Krebs gesehen zu werden - vom Partner, von der Gesellschaft, von sich selbst?In diesem Podcast erzählen Frauen, was sich in ihrem Leben durch die Diagnose verändert hat:Was Narben mit dem Körper machen. Was Nähe bedeutet. Wie Selbstliebe und Zuversicht zurückkommen können.Wir sprechen über echte Gefühle, aber auch über Hoffnung, Mut und die Frage: Wie gelingt ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben - mit allem, was ist.Jede Folge ist ein ehrliches Gespräch. Voller Tiefe, leiser Stärke und manchmal auch Lachen.Neue Folgen gibt es jeden Dienstag.Mehr über den Podcast, meine fotografische Arbeit und mein Buch "schön & stark, Frauen mit Krebs" findest du auf www.franziskaguentherfotografie.de

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Franziska Günther-Güldenpfennig

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