PODCAST · health
LEBE SELBSTVOLL
by Franziska Günther-Güldenpfennig
LEBE SELBSTVOLL, der Podcast für Frauen mit und nach Krebs.Wie fühlt es sich an, als Frau mit Krebs gesehen zu werden - vom Partner, von der Gesellschaft, von sich selbst?In diesem Podcast erzählen Frauen, was sich in ihrem Leben durch die Diagnose verändert hat:Was Narben mit dem Körper machen. Was Nähe bedeutet. Wie Selbstliebe und Zuversicht zurückkommen können.Wir sprechen über echte Gefühle, aber auch über Hoffnung, Mut und die Frage: Wie gelingt ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben - mit allem, was ist.Jede Folge ist ein ehrliches Gespräch. Voller Tiefe, Stärke und manchmal auch Lachen.Neue Folgen gibt es jeden Dienstag.Mehr über den Podcast, meine fotografische Arbeit und mein Buch "schön & stark, Frauen mit Krebs" findest du auf www.franziskaguentherfotografie.de
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#169 Ein Osteosarkom & Psychoonkologie
Mit 24 Jahren bekam Carsten die Diagnose Osteosarkom – Knochenkrebs. Der Tumor saß in seinem Unterarm und zunächst war völlig unklar, wie es für ihn weitergehen würde. Es folgten Chemotherapie und eine große Operation. Nach der Operation stellte sich heraus, dass sein Tumor auf die Chemotherapie nicht angesprochen hatte. Statt einer weiteren Chemotherapie folgten regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen. 2013 wurde dabei eine Metastase in der Lunge entdeckt, 2014 eine weitere. Viele Jahre später, 2023, musste Carsten erneut wegen einer Lungenmetastase operiert werden. Heute ist Carsten 39 Jahre alt. Wenn er auf die Zeit seiner ersten Erkrankung zurückblickt, erzählt er auch davon, wie anders er mit 24 mit seiner Diagnose umging und wie sich sein Blick darauf im Laufe der Jahre verändert hat. Seine eigene Geschichte hat schließlich auch seinen beruflichen Weg geprägt. Carsten holte sein Abitur nach, studierte und entschied sich, Psychoonkologe zu werden. Außerdem gründete er die Selbsthilfegruppe „Jung und Krebs“ – auch, weil ihm selbst nach seiner Diagnose der Austausch mit anderen jungen Betroffenen gefehlt hatte. In unserem Gespräch geht es deshalb um beides: um Carstens eigene Krebsgeschichte und um seine heutige Arbeit als Psychoonkologe. Was kann Psychoonkologie eigentlich leisten? Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich Unterstützung zu holen? Wie lange dauert eine Begleitung? Und hilft es wirklich, noch einmal über das Erlebte zu sprechen?
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#168 Diagnose Meningeom
Monatelang litt Mona unter starken, migräneartigen Kopfschmerzen. Sie suchte verschiedene Ärzte auf, doch eine Ursache für ihre Beschwerden wurde nicht gefunden. Dann erlitt Mona mit 40 Jahren einen Schlaganfall. Bei den anschließenden Untersuchungen wurde ein Tumor hinter ihrem linken Auge entdeckt. Mona musste sich einer großen Operation unterziehen, bei der die Schädeldecke geöffnet wurde. Der Tumor konnte aufgrund seiner Lage an wichtigen Nerven nicht vollständig entfernt werden. Die pathologische Untersuchung ergab schließlich: ein gutartiges Meningeom. Mona erholte sich gut von der Operation und versuchte, wieder in ihren Alltag zurückzufinden. Etwa ein Jahr später bemerkte sie beim Autofahren, dass sich ihr linkes Auge immer weniger bewegen ließ. Die Untersuchungen zeigten einen weiteren Tumor, der auf das Auge drückte. Eine zweite Operation folgte – dieses Mal führte der Zugang über das Augenlid. Heute lebt Mona mit den Folgen ihrer Erkrankung und der beiden großen Eingriffe. Schwindel und Gleichgewichtsstörungen begleiten sie im Alltag. In dieser Folge erzählt sie von den Monaten vor ihrer Diagnose, den beiden Operationen und davon, wie es ist, wenn der eigene Körper plötzlich Dinge nicht mehr kann, die vorher selbstverständlich waren.
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#167 Leben mit metastsasiertem Brustkrebs
2009 erhielt Bine zum ersten Mal die Diagnose Brustkrebs. Es folgten Chemotherapie, Bestrahlung und eine antihormonelle Therapie. Jahre später kam der Krebs zurück. Noch einmal. Und noch einmal. Heute lebt Bine mit ihrer vierten Brustkrebsdiagnose und mit Metastasen. In unserem Gespräch erzählt sie offen, wie sich ihr Leben verändert hat, seit aus einer heilbaren Erkrankung eine palliative Situation geworden ist. Sie spricht darüber, wie sie diese Nachricht erlebt hat, wie ihr Umfeld darauf reagiert und warum Zeit für sie heute einen ganz anderen Stellenwert hat als früher. Außerdem werfen wir gemeinsam einen Blick auf das Gesundheitssystem. Bine berichtet von ihren Erfahrungen als Patientin über viele Jahre hinweg und beschreibt, wie sich der Umgang mit Betroffenen aus ihrer Sicht verändert hat – sowohl positiv als auch dort, wo sie sich mehr Zuhören und mehr Menschlichkeit wünschen würde. Ein besonders wichtiger Halt ist für sie der Austausch mit anderen Frauen in ihrer Selbsthilfegruppe. Dort erlebt sie etwas, das sich kaum erklären lässt: Menschen, die genau wissen, wie sich dieser Weg anfühlt.
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#166 Vom Knoten zur Diagnose
Über Monate spürte Miriam, dass sich ihre Brust veränderte. Sie ertastete einen Knoten, doch immer wieder hörte sie denselben Satz: "Das ist nur eine Zyste." Trotz ihrer Sorgen wird sie beruhigt. Erst als sich die Veränderungen deutlich verschlimmern, wird sie an ein Brustzentrum überwiesen. Die Diagnose: Her2 positiver, inflammatorischer Brustkrebs. In dieser Folge erzählt Miriam, wie es ist, wenn man spürt, dass etwas im eigenen Körper nicht stimmt, aber lange keine Antworten bekommt. Sie spricht offen über ihre Behandlung, den Alltag als alleinerziehende Mutter und darüber, wie belastend nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch der bürokratische Kampf mit der Krankenkasse sein kann. Denn obwohl Miriam sich aus medizinischen Gründen eine beidseitige Brustrekonstruktion wünscht, wird die Kostenübernahme für die gesunde Brust bislang abgelehnt. Ein zusätzlicher Kraftakt in einer Zeit, in der eigentlich Heilung im Mittelpunkt stehen sollte. Gleichzeitig erzählt Miriam von dem unglaublichen Rückhalt, den sie während ihrer Erkrankung erfahren hat. Freundinnen, der Frauenchor, ihre Familie und viele Menschen in ihrem Umfeld wurden zu einem Netz, das ihr starken Halt gibt.
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#165 Sichtbar werden!
Ein halbes Jahr nach einer unauffälligen Vorsorgeuntersuchung ertastete Bettina selbst einen Knoten in ihrer Brust. Die Diagnose: triple-negativer Brustkrebs. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie mit enjoy midlife bereits begonnen, Frauen in der Lebensmitte dabei zu begleiten, sich wieder mehr zu zeigen, für ihre Träume loszugehen und ihre Komfortzone zu verlassen. Mit der Krebsdiagnose wurde diese Haltung plötzlich zu ihrer eigenen Herausforderung. Bettina entschied sich bewusst für die schulmedizinische Behandlung und ergänzte sie durch Ansätze, die ihr persönlich Kraft gaben. Gleichzeitig stellte sie sich immer wieder die Frage: Wie möchte ich leben? Und genau diese Frage begleitet sie bis heute. In unserem Gespräch sprechen wir über Brustkrebs, Selbstverantwortung und darüber, warum persönliches Wachstum oft dort beginnt, wo wir unsere Komfortzone verlassen. Bettina erzählt, weshalb Sichtbarkeit so viel mit Selbstvertrauen zu tun hat, warum wir aufhören sollten, auf den perfekten Zeitpunkt zu warten, und weshalb sie Frauen heute dabei begleitet, mutig ihren eigenen Weg zu gehen.
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#164 Wechseljahre & Hormone
Nach einer Krebstherapie geraten viele Frauen durch Medikamente frühzeitig in die Wechseljahre. Andere erleben sie ganz natürlich im Laufe ihres Lebens. Die Beschwerden können ganz unterschiedliche sein und oft stellt sich die Frage: Was passiert eigentlich gerade in meinem Körper? In dieser Folge spricht Dr. Marike Albrecht darüber, welche Aufgaben Hormone in unserem Körper übernehmen, warum sie für unser Wohlbefinden so wichtig sind, welche Veränderungen während der Wechseljahre stattfinden und warum dieses Wissen gerade nach einer Krebserkrankung so wichtig sein kann. Außerdem geht es um die Rolle von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Närhstoffen. welche Möglichkeiten es gibt den Körper zu unterstützen, und wann bioidentische Hormone eine sinnvolle Option sein können.
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#163 Wenn Brustkrebs nach zehn Jahren zurückkehrt
Im Jahr 2001 ertastete Silke einen Knoten in ihrer Brust. Die Diagnose: Brustkrebs. Nach der Therapie fand sie Schritt für Schritt zurück ins Leben. Sie bekam 2006 noch einmal eine Tochter, lernte, das Leben bewusster zu genießen, und hatte das Gefühl, wieder nach vorne schauen zu können. Zehn Jahre später ertastete sie erneut einen Knoten. Wieder lautete die Diagnose Brustkrebs. Im Laufe der Behandlung stellte sich heraus, dass Silke Trägerin einer BRCA1-Mutation ist. Sie entschied sich für eine beidseitige Mastektomie und später auch für die Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter. In unserem Gespräch erzählt Silke von beiden Erkrankungen und davon, wie unterschiedlich sie die Therapien erlebt hat. Sie nimmt uns mit zurück ins Jahr 2001, als noch zwanzig Frauen gemeinsam in einem Raum ihre Chemotherapie erhielten – und zeigt, wie sehr sich die Behandlung von Brustkrebs in den vergangenen Jahren verändert hat. Wir sprechen außerdem darüber, was das Wort „gesund“ eigentlich bedeutet. Nach zehn Jahren galt Silke medizinisch als gesund und fiel aus der Nachsorge heraus. Als sie erneut an Brustkrebs erkrankte, wurde die Erkrankung als neue Diagnose eingestuft. Für Silke hat das ihren Blick auf Gesundheit für immer verändert. 2019 gründete sie schließlich ihre eigene Selbsthilfegruppe – weil sie selbst erlebt hat, wie wichtig Austausch und gegenseitige Unterstützung nach einer Krebsdiagnose sein können.
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#162 Brustkrebs & MSH6
Mit 33 Jahren ertastete Lisa einen kleinen Knoten in ihrer Brust. Mehrere Ärzte beruhigten sie. Es sei nichts Auffälliges, eine weitere Untersuchung sei nicht notwendig. Trotzdem ließ sie der Knoten nicht los. Als sie nachfragte, hatte sie das Gefühl, mit ihren Sorgen nicht ernst genommen zu werden. Irgendwann war sie so verunsichert, dass sie selbst nicht mehr wusste, ob ihr Gefühl berechtigt war. Neun Monate später war der Knoten von 0,5 auf 1,8 Zentimeter gewachsen. Die Diagnose: hormonabhängiger Brustkrebs. Noch bevor die weitere Behandlung geplant wurde, erhielt Lisa eine antihormonelle Therapie und es wurde eine genetische Untersuchung veranlasst. Das Ergebnis war entscheidend für die Frage, wie operiert werden sollte. Dabei stellte sich heraus, dass Lisa das Lynch-Syndrom (MSH6) hat – eine genetische Veranlagung, die das Risiko für verschiedene Krebsarten erhöht und ihr Leben bis heute beeinflusst. Zur gleichen Zeit fiel Lisa ein auffälliges Muttermal an ihrer Brust auf. Auch hier wurde sie zunächst beruhigt. Erst als sie eine weitere Hautärztin aufsuchte, wurde das Muttermal untersucht. Die Diagnose: eine Melanom-Vorstufe. In dieser Folge sprechen wir über Brustkrebs in jungen Jahren, das Lynch-Syndrom, Kinderwunsch und die Erfahrung, sich immer wieder für die eigene Gesundheit einsetzen zu müssen. Vor allem aber sprechen wir darüber, wie wichtig es ist, dem eigenen Gefühl zu vertrauen.
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#161 Diagnose Blasenkrebs
Nicole kannte Blasenentzündungen schon ihr ganzes Leben. Doch irgendwann wurden die Beschwerden stärker. Medikamente halfen zunächst, doch die Symptome kamen immer wieder zurück. Als sie schließlich ihre Gynäkologin aufsuchte, wurde aus einer vermeintlichen Zyste eine erschütternde Diagnose: Blasenkrebs. Es folgten Operationen, Krankenhausaufenthalte und eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern sollte. Nicole erhielt ein Urostoma und lebt seitdem ohne Harnblase. In dieser Folge erzählt sie von ihrem Weg zur Diagnose, der großen Operation und den Herausforderungen, die mit einem Urostoma verbunden sind. Sie spricht darüber, wie sich ihr Alltag verändert hat, warum der Austausch mit anderen Betroffenen so wichtig ist und wie schwer es sein kann, mit Mitte 40 plötzlich die Jüngste mit einer solchen Diagnose im Wartezimmer zu sein.
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#160 Ein Mantelzell-Lymphom & der Sinn des Lebens
Mit 30 Jahren erhielt Paulina die Diagnose Brustkrebs. Es folgte eine intensive Behandlung, die anders verlief als erwartet. Heute steht Paulina erneut vor einer großen Herausforderung. Sie lebt mit einem Mantelzell-Lymphom und befindet sich wieder in Therapie. Doch diese Folge handelt nicht nur von Krankheit. Wir sprechen über Hoffnung und die Frage, was ein gutes Leben eigentlich ausmacht. Über Durchhalteparolen, Ehrlichkeit und die Erwartung, immer positiv bleiben zu müssen. Paulina erzählt, warum sie sich nicht als Kämpferin versteht, weshalb Verletzlichkeit ihren Platz haben darf und warum Lebensqualität für sie wichtiger ist als jede Parole. Wir sprechen über Familie, Freundschaften, die Liebe und darüber, dass Zufriedenheit oft viel weniger mit außergewöhnlichen Momenten zu tun hat, als wir denken. Oft sind es die kleinen Dinge, die zählen: ein Kaffee im Garten, ein schönes Zuhause, Zeit mit den Menschen, die wir lieben. Paulina sagt, sie braucht kein spektakuläres Leben, denn Glück liegt manchmal viel näher, als wir denken.
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#159 Vom Polypen zur Darmkrebsdiagnose
Als Theresa 17 Jahre alt war, bemerkte sie Blut im Stuhl. Ein Symptom, das sie abklären ließ. Es wurde ein Polyp entdeckt und entfernt. Die Diagnose: eine Krebsvorstufe. Theresa nahm die regelmäßigen Kontrolltermine wahr, doch einige Jahre später kehrten die Symptome zurück. Wieder bemerkte Theresa Blut im Stuhl. Diesmal lautete die Diagnose Darmkrebs. Mit Anfang 20 fand sie sich in einer Situation wieder, mit der die wenigsten Menschen in ihrem Alter rechnen. Es folgten Operationen, Chemotherapie und die Hoffnung, die Erkrankung hinter sich lassen zu können. Doch nur wenige Wochen nach Abschluss der Behandlung wurden Metastasen entdeckt. In dieser Folge erzählt Theresa von ihrem Weg durch die Erkrankung, von Rückschlägen, großen Operationen und den körperlichen Veränderungen, die geblieben sind. Sie spricht darüber, wie es sich anfühlt, als junge Frau an Darmkrebs zu erkranken, warum Vorsorge und Früherkennung so wichtig sind und wie sie gelernt hat, trotz all der Unsicherheiten nach vorn zu schauen. Heute ist Theresa krebsfrei.
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#158 Brustkrebs mit Anfang Zwanzig
Mit nur 23 Jahren ertastete Sophie einen Knoten in ihrer Brust. Aufgrund einer familiären Vorbelastung wusste sie sofort, dass dieser Befund ernst sein könnte. Nach der Diagnose Brustkrebs folgten Operationen, Chemotherapie und schwierige Entscheidungen über ihren Körper und ihre Zukunft. Besonders belastend war für Sophie dabei nicht nur die Erkrankung selbst, sondern auch das Gefühl, als junge Patientin immer wieder nicht ernst genommen zu werden. Nach einer Mastektomie entschied sie sich zunächst für einen Wiederaufbau mit Silikonimplantat. Doch das Ergebnis entsprach nicht dem, was besprochen worden war. Erst später fand sie einen Weg, der sich für sie richtig anfühlte und mit dem sie heute im Reinen ist. In dieser Folge sprechen wir über Brustkrebs in jungen Jahren, Kinderwunsch, Körperbild, den Umgang mit medizinischen Entscheidungen und darüber, wie wichtig es ist, die eigene Stimme nicht zu verlieren – gerade dann, wenn man sich besonders verletzlich fühlt.
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#157 Ein Leben geprägt von Krebsdiagnosen
Britta war erst Mitte 20, als sie 1994, ein Jahr nach ihrer Hochzeit, die Diagnose Leukämie erhielt. Die Symptome waren starke Knochenschmerzen und konnten von den Ärzten zunächst nicht eindeutig zugeordnet werden. Es war eine schwere Zeit. Ihre Zwillingsschwester spendete ihr damals Stammzellen – eine Spende, die ihr das Leben rettete. Viele Jahre später erkrankte ihre Schwester selbst an metastasiertem Brustkrebs. Kurz darauf wurden auch bei Britta Auffälligkeiten in der Brust entdeckt. Sie entschied sich bewusst für eine beidseitige Mastektomie. Doch auch damit war ihre Geschichte noch nicht vorbei. Einige Jahre später folgte die Diagnose Zungengrundkrebs. Britta erzählt von einem Leben, das immer wieder von Krankheit geprägt war – und davon, wie eng Angst, Verlust, Hoffnung und Zusammenhalt manchmal miteinander verbunden sind.
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#156 Familiäre Polyposis & Gebärmutterkrebs
Schon mit 25 Jahren erhielt Anja die Diagnose familiäre Polyposis - eine genetische Erkrankung, bei der sich Polypen im Darm bilden können. Als Kind erlebte sie, wie sehr die Erkrankung das Leben ihrer Mutter geprägt hat. Als Anja selbst die Diagnose erhielt, wollte sie sich zunächst nicht damit auseinandersetzen. Doch die Erkrankung war bereits weit fortgeschritten und schließlich musste der Dickdarm komplett entfernt werden. Viele Jahre später folgte die nächste schwere Diagnose: ein Tumor an der Gebärmutterwand. Was folgte war eine große Operation, Chemotherapie und eine Zeit voller Angst, Trauer und Unsicherheit. Anja spricht von innerer Stärke, Vertrauen, Selbstfürsorge und darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und offen zu kommunizieren.
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#155 Wohlfühlen ohne Brust
Mit 37 Jahren erhielt Sarah die Diagnose Brustkrebs. Während ihres Zyklus bemerkte sie immer wieder Veränderungen an ihrer Brust, die sie zunächst an eine Brustentzündung erinnerten. Ein Gefühl, das Sarah ernst nahm und abklären ließ. Es folgten Untersuchungen beim Gynäkologen und im Brustzentrum. In dieser Folge erzählt Sarah von ihrem Weg durch die Erkrankung und warum für sie schnell klar war, dass sie keinen Wiederaufbau möchte. Sie entschied sich bewusst für eine Mastektomie und dafür, auf einer Seite flach zu bleiben. Eine Entscheidung, mit der sie sich auch heute vollkommen wohl fühlt. Besonders geprägt hat sie dabei der Austausch mit anderen Betroffenen und die Unterstützung durch ein sehr empathisches Behandlungsteam. Sarah spricht offen über Selbstbestimmung, Körpergefühl und darüber, wie unterschiedlich Behandlungs- und Operationswege mit einer Brustkrebsdiagnose aussehen können.
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#154 Diagnose Astrozytom
Mit Mitte 30 bekam Bianca plötzlich starke Schwindelanfälle - anders als alles, was sie bisher kannte. Was zunächst wie Stress wirkte, stellte sich schließlich als ein Astrozytom Grad 4 heraus. Ein Hirntumor, der ihr Leben von einem Moment auf den anderen veränderte. In dieser Folge erzählt Bianca ihre Geschichte: von den ersten Symptomen über die Diagnose bis hin zur Operation und Therapie. Besonders beeindruckend ist, wie sie noch wenige Tage vor der Operation ihre Masterarbeit abgegeben und verteildigt hat - und damit ein Kapitel ihres Lebens bewusst abgeschlossen hat. Bianca spricht über die Zeit im Krankenhaus, die Operation und die anschließende Behandlung. Über Nebenwirkungen, körperliche Veränderungen und den Umgang mit Angst. Und gleichzeitig ist ihre Geschichte auch eine, die zeigt, wie viel Kraft und Humor selbst in schweren Zeiten möglich sind. Heute steht für sie vieles unter einem anderen Blick: der Wunsch zu reisen, bewusster zu leben und sich mit dem auseinanderzustezen, was wirklich zählt.
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#153 Zwischen Bauchgefühl und Beruhigung
Mit Anfang 50 erhielt Eva die Diagnose Brustkrebs – nachdem sie zwei Jahre lang immer wieder beruhigt wurde, dass alles gutartig sei. Alles begann mit einer Auffälligkeit im Mammografie-Screening. Der Gynäkologe tastete die Stelle zwar ab, sah aber keinen Grund zur weiteren Abklärung. Kein Ultraschall, keine Gewebeprobe. Zwei Jahre lang ging Eva immer wieder zur Kontrolle und ließ sich beruhigen. Und doch blieb da dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Erst als sie selbst einen geschwollenen Lymphknoten bemerkte und zu einem anderen Arzt ging, wurde klar, dass die Veränderung dringend abgeklärt werden musste. Die Diagnose: hormonabhängiger Brustkrebs, der bereits in die Lymphbahn gestreut hatte. Eva erzählt in dieser Folge von ihrem Weg durch die Therapie und davon, wie wichtig es ist, dem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen. Heute hat sie die Akuttherapie hinter sich und auch eine Mastektomie. Sie hat sich bewusst gegen einen Wiederaufbau entschieden und fühlt sich in ihrem Körper wohl - mit all den Veränderungen.
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#152 Granulosazelltumor, eine seltene Form von Eierstockkrebs
Fabiana ist 30 Jahre alt und lebt mit einem Granulosazelltumor - einer seltenen Form von Eierstockkrebs. Alles Begann mit einer Zyste am Eierstock, die entfernt wurde. Wenige Jahre später folgten erneut Schmerzen, weitere Eingriffe und schließlich die Diagnose: Ovarialkarzinom im fortgeschrittenen Stadium. Fabiana wurde mehrfach operiert und erhielt Chemotherapien, die sie nur schwer vertragen hat. Immer wieder galt sie als tumorfrei – bis der Krebs zurückkam. Heute ist die Situation eine andere: Tumore im Bauch, in der Leber und ein unklarer Befund in der Lunge. Eine Operation war zuletzt nicht mehr möglich. Nach einer weiteren Chemotherapie wird aktuell abgewartet. In dieser Folge erzählt Fabiana von ihrem Weg – von der ersten Diagnose bis heute. Sie spricht über Rückfälle, Kinderwunsch, ihre Hochzeit mitten in der Therapie und darüber, wie sich ihr Blick auf ihr Leben verändert hat.
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#151 Esssucht, Magenbypass und Darmkrebs
Sandra wog 180 Kilo und beschreibt sich selbst als süchtig nach Essen. Heute lebt sie mit einer Darmkrebsdiagnose und sagt, sie ist mit sich im Reinen. Vor rund 20 Jahren stand Sandra an einem Punkt, an dem sie wusste: So kann es nicht weitergehen. Sie entschied sich für eine Magenbypass-Operation und verlor dadurch viele Kilos. Doch das Thema emotionales Essen und die Sucht dahinter blieben lange Teil ihres Lebens. Im Rahmen einer Studie lernte sie die Wirkung einer Abnehmspritze kennen und erlebte zum ersten Mal, wie sich das ständige Verlangen nach Essen veränderte. Kurz darauf entdeckte sie die Hypnose für sich und erkannte, dass sie damit einen ganz neuen Zugang zu sich selbst finden kann. Dann kam die Diagnose Darmkrebs. In dieser Folge erzählt Sandra von ihrem Weg: von der Esssucht über ihre Erfahrungen mit Abnehmspritze und Hypnose bis hin zu ihrem Leben mit Krebs. Sie spricht offen darüber, wie sie mit der Diagnose umgeht, warum sie sich selbst heute anders sieht und weshalb sie sagt, dass sie mit sich im Reinen ist. Sandra ist Palliativpatientin und befindet sich aktuell in Behandlung. Und trotzdem geht es in diesem Gespräch nicht nur um Krankheit, sondern auch um Selbstliebe, Akzeptanz und die Frage, wie wir mit unserem Leben umgehen – selbst in herausfordernden Situationen.
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#150 Ein geschwollener Lymphknoten & die Diagnose Hodgin-Lymphom
Jessi fühlte sich gesund – bis sie einen vergrößerten Lymphknoten an ihrem Hals bemerkte. Die Diagnose: Hodgkin-Lymphom. Obwohl sie keinerlei Beschwerden hatte, ließ sie den Knoten abklären. Die Diagnose folgte schnell und damit begann ein Weg, der ihr Leben komplett veränderte. Jessi wurde operiert, erhielt eine Chemotherapie und galt zunächst als krebsfrei. Doch kurz vor einem Nachsorgetermin spürte sie erneut einen vergrößerten Lymphknoten. Der Krebs war zurück. In dieser Folge erzählt Jessi von ihrem Weg durch die Diagnose, die Therapien und den Rückfall. Sie spricht über Chemotherapie, Immuntherapie und schließlich eine Stammzellentransplantation – und darüber, wie herausfordernd diese Zeit für sie war. Heute ist Jessi mit der Therapie durch. Doch zurück in ihr „altes Leben“ ist sie nicht einfach so gekommen. Sie erzählt, wie sich ihr Alltag verändert hat, welche Langzeitfolgen geblieben sind und was ihr geholfen hat, mit dieser Situation umzugehen. Diese Folge zeigt, wie wichtig es ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen – auch dann, wenn man sich eigentlich gesund fühlt.
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#149 Leben mit einem Angiosarkom
Mit 29 ertastete Marijana einen Knoten in ihrer Brust. Was zunächst unauffällig wirkte, entpuppte sich später als ein Angiosarkom, eine seltene und aggressive Krebsart. Alles begann mit diesem Knoten. Marijana erzählt, wie sie diesen Moment erlebt hat und wie schnell sich ihr Leben seitdem verändert hat. Zunächst wurde sie beruhigt und sollte abwarten. Doch ihr Gefühl ließ sie nicht los und als sich der Knoten veränderte, suchte sie erneut ärztlichen Rat. Kurz darauf stand die Diagnose fest. Marijana erzählt in dieser Folge von ihrem Weg: von den ersten Symptomen über die Diagnose bis hin zu intensiven Behandlungen. Sie spricht darüber, welche Auswirkungen die Erkrankung auf ihr Leben hat und warum es so wichtig ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen. Es folgten mehrere Operationen, Chemotherapien, Bestrahlung, Immuntherapie. Das Angiosarkom hat Metastasen gebildet, Marijana gilt als Palliativpatientin. Und trotzdem geht es in diesem Gespräch nicht nur um die Krankheit. Es geht auch darum, wie Marijana einen Umgang mit ihrer Situation gefunden hat und was ihr hilft, den Alltag zu bewältigen.
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#148 Was ist Lichen sclerosus?
Jucken, brennen, Veränderungen im Intimbereich - und trotzdem lange keine Diagnose. Viele Frauen kennen genau das. Und oft steckt etwas dahinter, worüber viel zu selten gesprochen wird: Lichen sclerosus. In dieser Folge spreche ich mit Birte Schlinkmeier, Pelvic Care Nurse an der Rehaklinik in Bad Oexen, und mit Bettina Fischer, die den Verein Lichen sclerosus in der Schweiz leitet und selbst betroffen ist. Gemeinsam erklären sie, was LS eigentlich ist, woran man die Erkrankung erkennen kann und warum eine frühe Diagnose so wichtig ist. Wir sprechen über typische Symptome, mögliche Ursachen und darüber, warum auch Mädchen bereits daran erkranken können. Es geht auch um Behandlungsmöglichkeiten, den richtigen Umgang mit der Haut und um viele praktische Fragen aus dem Alltag: Was kann man selbst tun? Worauf sollte man achten? Und wie kann es gelingen, gut mit einer chronischen Erkrankung zu leben? Diese Folge vermittelt Wissen, macht Mut und zeigt vor allem, wie wichtig Aufklärung für den eigenen Körper ist.
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#147 Krebs verstehen
Wie entsteht Krebs eigentlich? Und warum erkranken so viele Menschen im Laufe ihres Lebens daran? Über diese Fragen spreche ich mit Dr. Andrea Zobel, sie ist Biochemikerin und Krebsforscherin. Sie erklärt, wie im Körper Krebs entsteht, welche Rolle Alter, Zellteilung und körpereigene Reparatursysteme dabei spielen und warum Krebs oft ein Prozess ist, der sich über Jahre entwickelt. Wir sprechen über die sogenannten Multistepprozesse der Krebsentstehung, über Faktoren, die unseren Körper zusätzlich belasten können, und über die großen Fortschritte in der modernen Krebstherapie. Von zielgerichteten Behandlungen bis hin zu immunologischen Ansätzen. Andrea spricht jedoch nicht nur als Wissenschaftlerin über Krebs. Mit 60 Jahren erhielt sie die Diagnose Brustkrebs. Sie erzählt, wie sie diese Zeit erlebt hat und warum sie dankbar war, dass der Tumor so früh entdeckt wurde. In dieser Folge wird vor allem der wissenschaftliche Blick auf Krebs deutlich, geprägt von Forschung, Medizin und neuen Therapieansätzen.
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#146 Plötzlich Speiseröhrenkrebs
Jasmin war 21 Jahre alt, als sie nachts mit starker Übelkeit aufwachte. Das Erbrechen hörte nicht auf, sie kam ins Krankenhaus und erhielt kurze Zeit später eine Diagnose, mit der in diesem Alter niemand rechnet: Speiseröhrenkrebs im Stadium 3. Diese Krebsart tritt normalerweise viele Jahrzehnte später auf. Jasmin hatte vorher keine eindeutigen Warnzeichen. Das Einzige, woran sie sich rückblickend erinnert, war ein Druckgefühl in der Brust, das sie damals nicht weiter hinterfragt hatte. Nach der Diagnose folgte eine große Operation: Ein Teil der Speiseröhre wurden entfernt, aus dem Magen wurde ein Schlauchmagen geformt. Danach begann eine intensive Zeit mit Radiochemotherapie und schließlich eine Immuntherapie. In dieser Folge erzählt Jasmin, wie sie diese Zeit erlebt hat - körperlich und emotional. Sie spricht darüber, wie sich ihr Leben seit der Diagnose verändert hat, welche Herausforderungen der Alltag mit sich bringt und warum sie heute sagt, dass sie nicht mehr derselbe Mensch ist wie vorher.
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#145 Diagnose Uterussarkom
Sandra war vier Jahre alt, als sie die Diagnose Wilms-Tumor im Stadium 4 erhielt. Sie hatte bereits Metastasen in der Lunge. Eine Niere wurde entfernt. Es folgte Chemotherapie und Bestrahlung. Und das alles in der 80er Jahren, einer Zeit, in der Kinder noch allein im Krankenhaus lagen. Einige Jahre später verlor sie ihre Mutter an Brustkrebs. Mit 41 Jahren folgte ihre eigene Brustkrebsdiagnose. Es folgte der übliche Therapieweg. Doch Sandras Geschichte endet dort nicht. Im Jahr 2023 spürte sie, dass etwas nicht stimmte. Es begann mit Verdauungsproblemen gefolgt von einem Leistungsabfall. Ein zunächst entfernter Tumor wurde als gutartig eingestuft. Doch Sandra hörte nicht auf, nach Antworten zu suchen. Sie recherchierte und hinterfragte - und stieß dabei selbst auf den Verdacht eines Sarkoms. Es folgte eine große Operation mit Bauchschnitt, mehrere Tumore wurden entfernt. Die Diagnose: ein Low-Grade-Endometriose-Uterussarkom - mehrere Tumorherde. In dieser Folge erzählt Sandra von einem Leben mit mehreren Krebsdiagnosen, von Verlusten, von Eigenverantwortung und davon wie wichtig es ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen. Es ist ein Gespräch über Widerstandskraft, über Zweifel und über den Moment, in dem man merkt, dass man selbst genauer hinsehen muss.
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#144 HPV zwischen Panik und Realität
HPV. Drei Buchstaben, die viele Frauen irgendwann einmal hören – oft beiläufig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung. In dieser Folge spreche ich mit Simone Hotz, sie ist Sexualpädagogin, und Christine Peters, sie ist Zytologieassistentin und beurteilt täglich die Zellabstriche unter dem Mikroskop. In dieser Folge geht es weniger um medizinische Grundlagen, sondern um das, was eine solche Diagnose emotional auslösen kann. Wir sprechen darüber, warum ein positiver HPV-Test noch kein Krankheitsbild ist, warum der Pap-Wert bei der Einordnung so wichtig ist und weshalb der Körper in den meisten Fällen selbst mit dem Virus fertig wird. In etwa 90% der Fälle heilt eine HPV-Infektion von allein aus - aber diese Zeit des Abwartens kann psychisch belastend sein. Es geht auch um die Art der Kommunikation. Wie werden Befunde erklärt? Was fehlt oft im Gespräch? Und was würde Frauen wirklich helfen, um ruhig zu bleiben und sich gut informiert zu fühlen? Diese Folge soll einordnen, aufklären und beruhigen. HPV ist nicht Exotisches, nichts "Selbstverschuldetes" - sondern etwas, mit dem sehr viele Menschen im Laufe ihres Lebens in Kontakt kommen. Wichtig ist, informiert zu sein. Und sich selbst nicht in Panik zu versetzen.
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#143 Zwischen Erschöpfung und Diagnose
Moni fühlte sich lange erschöpft und nicht belastbar. Ein Zustand, den sie nicht kannte. Sie schob es auf den Stress oder die Wechseljahre. Erst eine auffällige Veränderung an der Vulva brachte sie dazu, genauer hinzusehen. Was zunächst unscheinbar begann, wurde schließlich zu einer Diagnose, die sie bis dahin nicht einmal kannte: Vulvakarzinom. In dieser Folge spricht Moni über den Weg bis zur Diagnose, über schmerzhafte Symptome und über die Operation, die ihr Leben verändert hat. Sie erzählt, wie sie mit Bestrahlung und den körperlichen Folgen umgeht und warum Vertrauen in die Medizin für sie eine wichtige Rolle gespielt hat. Heute lebt Moni mit den Folgen der Therapie. Körperliche Veränderungen und Geduld gehören dazu. Und trotzdem sagt sie: Sie ist froh, dass die schmerzhaften Stellen verschwunden sind. Es ist ein Gespräch über Vertrauen, Anpassung und die Kraft, Schritt für Schritt weiterzugehen.
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#142 Die Kompressionsversorgung & was nach der OP passiert
In der heutigen Folge sprechen wir über ein Thema, das viele Frauen nach einer Brustkrebsdiagnose betrifft und über das noch viel zu wenig offen gesprochen wird: die Epithesen- und Kompressionsversorgung. Birte Schlinkmeier, Breast Care Nurse aus der Rehaklinik Bad Oexen, gibt einen fachlichen Einblick in das, was eine gute Versorgung wirklich ausmacht. Sie spricht darüber, worauf Frauen achten sollten und welche Leistungen ihnen nach einer Brustkrebs-Erkrankung zustehen - unabhängig davon, ob brusterhaltend operiert wurde, eine Ablatio erfolgte oder die Brust wiederaufgebaut wurde. Sie erklärt warum eine gute Beratung im Sanitätshaus entscheidend ist und wo es in der Praxis häufig Verbessungsbedarf gibt. Jessica ergänzt das Gespräch aus eigener Erfahrung. Sie erzählt, wie eine kompetente, zugewandte Versorgung aussehen kann und was es für das Körpergefühl, den Alltag und die Lebensqualität bedeutet, wenn Hilfsmittel wirklich passen. Wir sind uns einig: gute Versorgung darf kein Zufall sein, denn sie ist Teil der Genesung.
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#141 Diagnose Glioblastom
Sheila war Mitte zwanzig, als sie im Juni 2024 die Diagnose Glioblastom Grad 4 erhielt. Die ersten Symptome kamen plötzlich, wenige Tage später folgte bereits die Operation. Der Tumor war zu diesem Zeitpunkt etwa so groß wie eine Mango und konnte nicht vollständig entfernt werden. Anschließend folgten Chemotherapie und Bestrahlung. Alltägliche Dinge wie Duschen, Kochen, Wäschewaschen wurden zeitweise zu großen Herausforderungen, das Laufen und Koordination musste sie neu erlernen. In dieser Folge spricht sie offen über das Leben als Palliativpatientin, Unsicherheit und den Umgang mit Prognosen - aber auch über das, was ihr Halt gibt: ein soziales Umfeld, ihre Katzen und bewusste Momente der Ruhe. Sheila studiert weiter, ist sportlich aktiv und versucht ihren Alltag bewusst zu gestalten. Sie befindet sich in der Otune-Therapie, mit dem Ziel, das Tumorwachstum stabil zu halten. Dieses Gespräch ist ein Einblick in das Leben mit einer schweren Diagnose und zeigt, wie viel Kraft darin liegen kann, Herausforderungen mit Humor, Zuversicht und Lebensmut zu begegnen.
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#140 Weibliche Anatomie sichtbar werden lassen
Johanna ist Ende 20 und an Vulvakrebs erkrankt. Ihre Geschichte begann bereits in der Pubertät mit der Diagnose Lichen sclerosus. Über Jahre war sie medikamentös gut eingestellt, bis sie mit Mitte 20 eine Stelle an der inneren Vulvalippe bemerkte, die nicht abheilte. Was folgte, war ein langer Leidensweg. Johanna suchte mehrere Ärzte auf, wurde vertröstet, bekam Salben und fühlte sich immer wieder nicht ernst genommen. Niemand brachte ihre Beschwerden mit einem Vulvakarzinom in Verbindung. Erst sehr spät wurde sie operiert und damit begann eine intensive, mehrjährige Behandlung. Innerhalb von zwei Jahren musste Johanna zehn Operationen über sich ergehen lassen, darunter eine Vulvektomie, die Entfernung der inneren Vulvalippen, der äußeren Klitoris, eine plastisch-chirurgische Rekonstruktion, die Entnahme von Lymphknoten sowie eine Radio-, Chemo- und Immuntherapie. Die Nebenwirkungen dieser Therapie begleiten sie bis heute. In dieser Folge erzählt Johanna von der Ohnmacht, die sie als Patientin erlebt hat: über fehlende Aufklärung, über Ärzte, die an ihre Grenzen kamen, und über das Gefühl, medizinische Schritte selbst vorschlagen zu müssen. Gleichzeitig spricht Johanna von einer starken inneren Klarheit. Sie hat den Kontakt zu ihrem Körper nie verloren, sondern Mitgefühl für das entwickelt, was ihr Körper durchmachen musste. Wissen, Selbstfürsorge und das Ernstnehmen der eigenen Wahrnehmung sind für sie zentrale Pfeiler geworden. Was bleibt, ist der Eindruck einer jungen Frau mit großer innerer Stärke und einer bemerkenswerten Haltung.
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#139 Den eigenen Weg finden
Angela erhielt im März 2024 die Diagnose Brustkrebs. Die Tumore waren nicht tastbar und wurden bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Eine gefühlte Ewigkeit des Wartens folgte, bis schließlich Klarheit herrschte. Anders als bei vielen anderen begann ihre Behandlung mit einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie. In dieser Folge erzählt sie von dieser Zeit, von der Entscheidung für eine Mastektomie mit gleichzeitigem Wiederaufbau und von einer Therapie, die sie körperlich und seelisch stark gefordert hat. Angela spricht darüber, wie schwer es ihr bis heute fällt, ihren Körper nach der Operation anzunehmen und wie präsent die Angst vor einer erneuten Krebsdiagnose geblieben ist. Als Monate später auf der gesunden Seite eine auffällige Stelle entdeckt wurde, entschied sie sich auch dort für eine vorsorgliche Mastektomie mit Wiederaufbau. Für sie ein Weg, dieser Angst etwas entgegenzusetzen und wieder mehr innere Ruhe zu finden. In diesem Gespräch geht es um Angst, Selbstannahme, den Alltag mit Kindern und darum, den eigenen Weg zu finden, auch wenn vieles nicht mehr so ist wie zuvor. Von Herzen alles Gute, liebe Angela.
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#138 metastasierter Gebärmutterkörperkrebs
Tamara war Anfang 30, als sie die Diagnose metastasierter Gebärmutterkörperkrebs erhielt. Ein Jahr zuvor hatte sie bereits Veränderungen bemerkt: Ihr Zyklus wurde schmerzhafter, die Periode fühlte sich anders an als sonst. Sie ließ es mehrfach abklären, doch alle Untersuchungen beim Gynäkologen und auch beim Hausarzt blieben ohne Befund. Erst als Tamara mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus kam und ein Arzt ein CT mit Kontrastmittel veranlasste, zeigte sich das ganze Ausmaß: Tumore in der Gebärmutter, im Eierstock, in der Lunge, im Skelett und später auch Metastasen im Gehirn. Zunächst war unklar, wo der Ursprung lag, doch schließlich stand die Diagnose fest: metastasierter Gebärmutterkörperkrebs. Um überhaupt handeln zu können, wurde sofort mit einer Chemotherapie begonnen, ergänzt durch eine Bestrahlung des Gehirns. Die Behandlung war sehr belastend, brachte aber nach einigen Wochen erste Erfolge. Die Metastasen gingen zurück. In dieser Folge spricht Tamara offen über ihren Weg zur Diagnose, über das Gefühl nicht ernst genommen worden zu sein, über die körperlichen und emotionalen Folgen der Therapie. Und über das Leben mit einer ungewissen Zukunft als Palliativpatientin.
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#137 Wenn das neue Leben noch keinen Namen hat
Was, wenn ein neues Jahr beginnt und ich noch gar nicht so genau weiß, wie es weitergeht? Was, wenn es keine Vorsätze gibt, keine Pläne, keine klare Richtung? In dieser Solo-Folge spreche ich über genau diese Zwischenzeiten im Leben. Über Phasen, in denen sich nach einer Diagnose, nach einer Therapie oder nach großen Veränderungen vieles neu sortiert. Leise, langsam und oft ohne klare Antworten. Ich teile, was mir in den vielen Gesprächen in diesem Podcast immer wieder begegnet: dass Entwicklung ganz unterschiedlich aussieht. Dass das Leben für manche eine neue Tiefe bekommt und für andere erst einmal schwer bleibt. Und dass all das nebeneinander stehen darf. Es geht um Selbstfürsorge ohne To-do-Listen, um Zeit für sich selbst und um kleine Routinen, die dich tragen können, wenn große Ziele gerade keinen Platz haben. Außerdem erzähle ich dir, warum aus diesem Bedürfnis nach Ruhe mein neuer auditiver Begleiter "Fühl dich ruhig" entstanden ist und lade dich am Ende der Folge zu einem kurzen Moment des Innehaltens ein.
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#136 Brust- & Eierstockkrebs in einem Jahr
Jana war Mitte 40, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt. Auffälligkeiten in der Brust hatte sie schon lange: zyklusabhängige Veränderungen, Spannungsgefühle. Als sie schließlich einen Knoten ertastete und sich die Brust sichtbar eindellte, war schnell klar, dass es sich um Brustkrebs handelte. Es folgte die klassische Brustkrebsbehandlung: zunächst eine Antihormontherapie, dann die Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Während der Chemotherapie kam es über Wochen zu ungewöhnlichen Blutungen, deren Ursache zunächst unklar blieb. Untersuchungen zeigten zwar eine Zyste am Eierstock, diese wurde jedoch nicht weiter als auffällig eingeschätzt. Ein Jahr nach der Brustkrebsdiagnose entschied sich Jana ihre Eierstöcke entfernen zu lassen. Kurz nach dem Eingriff erhielt sie einen Anruf aus dem Krankenhaus: Die vermeintliche Zyste stellte sich als Eierstockkrebs heraus. Was folgte, war eine weitere große Operation mit Bauchschnitt, bei der unter anderem Gebärmutter und mehrere Lymphknoten entfernt wurden, sowie eine erneute Chemotherapie. Heute ist Jana aus der Akuttherapie heraus und hat begonnen wieder zu arbeiten. Gleichzeitig erlebt sie die Nachwirkungen der Behandlungen, unter anderem Fatigue, und beschreibt, wie sie lernen musste, dass das Leben nach zwei Krebsdiagnosen nicht einfach dort weitergeht, wo es vorher aufgehört hat.
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#135 Angst aushalten und daran wachsen
Gwendolin ist Mutter von zwei Kindern und steckt noch mitten in der Akuttherapie. Während sie ihre jüngste Tochter stillte, ertastete sie einen Knoten in ihrer Brust. Die Angst war sofort da, auch weil sie schon lange die Angst kannte, irgendwann an Brustkrebs zu erkranken. Nach der Abklärung stand die Diagnose fest: hormonaktiver Brustkrebs. In dieser Folge erzählt Gwendolin von ihrem Weg seit der Diagnose. Der Tumor wurde brusterhaltend operiert, anschließend begann eine Chemotherapie, in der sie sich aktuell noch befindet. Sie spricht darüber, wie wichtig es für sie war, sich in einem Krankenhaus sicher und gehört zu fühlen und wie sehr sie dieser Halt durch die gesamte Behandlung trägt. Besonders berührend erzählt Gwendolin davon, wie sie mit ihrer Tochter über die Erkankung gesprochen hat und welche Rituale ihr geholfen haben, sich von ihrer Brust, wie sie sie kannte, und später auch von ihren Haaren zu verabschieden. Sie teilt , welche Strategien sie entwickelt hat, um mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie umzugehen, und warum sie trotz allem das Gefühl hat, in dieser Zeit über sich selbst hinauszuwachsen. Es ist eine hoffnungsvolle Folge, die zeigt, dass eine Krebstherapie auch in dieser Form möglich sein kann: mit Empathie, mit Anteilnahme und auf Augenhöhe.
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#134 Vulvakarzinom und der Alltag danach
Angelika erhielt die Diagnose Vulvakarzinom völlig unerwartet. Sie hatte keine klassischen Symptome und keine starken Schmerzen, sondern nur eine kleine Stelle an der innerer Schamlippe, die sie zunächst für einen harmlosen Abzess hielt. Erst als bei der Untersuchung keine Flüssigkeit abfloss und das Gewebe untersucht wurde, begann ein Weg, der ihr Leben verändern sollte. In dieser Folge erzählt Angelika von ihrer Behandlung: einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie und gleichzeitiger Bestrahlung. Die Chemotherapie hat sie vergleichsweise gut vertragen, die Bestrahlung jedoch hat deutliche und bis heute spürbare Folgen. Angelika leidet unter wiederkehrenden Erysipelen, die eine langfristige Antibiotikatherapie notwendig machen und ihren Alltag weiterhin beeinflussen. Angelika spricht darüber, wie sie gelernt hat mit diesen Nachwirkungen umzugehen, welche Strategien ihr helfen und warum es für sie wichtig ist, gut für sich selbst zu sorgen. Sie erzählt auch, dass sie sich während dieser Zeit mehr Austausch mit anderen Betroffenen gewünscht hätte. Es ist eine Folge, die zeigt, wie unterschiedlich Therapien erlebt werden und wie sich ein Leben mit bleibenden Veränderungen gestalten lässt, ohne dass alles davon bestimmt wird.
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#133 Zurück im Sturm
Francesca ist zum dritten Mal bei mir im Podcast zu Gast - und ihre Geschichte berührt mich sehr. Vor einigen Jahren erkrankte sie an Brustkrebs, erholte sich erstaunlich gut und fand Schritt für Schritt zurück ins Leben. Doch im Jahr 2024 erhielt sie eine neue Diagnose: alveoläres Rhabdomyosarkom, eine seltene Krebserkrankung, für die es keine etablierten Leitlinien gibt. Als sie zuletzt im Januar hier im Podcast war, steckte sie mitten in der Therapie und erzählte, wie sich diese Erkrankung bemerkbar machte. Nachdem die Therapie abgeschlossen war und die Haare wieder wuchsen, begann sie vorsichtig sich zu erholen. Doch bei der ersten Nachsorge wurden erneut Tumorzellen gefunden. Wieder ein alveoläres Rhabdomyosarkom. Diesmal in den Nasennebenhöhlen und der Stirnhöhle. Noch bevor Francesca ihre Kräfte zurückgewinnen konnte, steckt sie nun in einer neuen Therapie. In dieser Folge erzählt Francesca offen, was diese erneute Diagnose mit ihr macht: die Erschöpfung, die Angst, das erneute Sich-Aufrappeln. Und gleichzeitg spricht sie über etwas, das sie zutiefst beeindruckend macht: ihre Fähigkeit, inmitten all dessen den Blick auf das zu richten, was ihr Kraft gibt.
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#132 So früh, so wichtig: die Selbstabtastung
Sophie war 23 Jahre alt, als sie einen Knoten in ihrer Brust ertastete. Ein Moment, der ihr Leben veränderte. Dass sie ihren Körper so gut kannte, war kein Zufall: Schon in der Pubertät begann sie, sich regelmäßig selbst abzutasten, angestoßen durch die Familiengeschichte, denn ihre Oma erkrankte früh an Brustkrebs und verstarb. In dieser Folge erzählt Sophie offen von der Zeit zwischen Diagnose, Operation, Chemo und Reha. Sie spricht über schwierige Begegnungen im medizinischen System, über Entscheidungen, die sie viel zu jung treffen musste, und darüber, wie wenig Raum ihr gelassen wurde, selbstbestimmt über ihren Körper zu entscheiden. Dazu kommt die fachliche Perspektive von Birte Schlinkmeier, BCN aus der Rehaklinik in Bad Oexen. Sie erklärt, was junge Patientinnen beschäftigt, warum Empathie in der Behandlung entscheidend ist und welche Hilfsmittel viele Frauen nicht in dem Umfang erhalten, auf den sie eigentlich Anspruch hätten - etwa bei der BH- und Epithesenversorgung. Gemeinsam sprechen wir über die Brustselbstabtastung, die Möglichkleiten eines Wiederaufbaus, den Stellenwert der Reha und darüber, wie wichtig es ist, junge Frauen ernst zu nehmen. Es ist eine Folge über Körperwissen, Selbstbestimmung und die Bedeutung echter Begleitung - medizinisch und emotional.
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#131 Der Umgang mit Trauer
Schon gegen Ende ihrer eigenen Krebstherapie begann Melanie eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin. In dieser Folge spricht sie darüber, dass Trauer kein Zustand ist, den man abschließt, sondern etwas, das bleibt und in veränderter Form ein Teil unseres Lebens wird. Sie erzählt, wie sich Trauer anfühlen kann, wenn nicht ein Mensch, sondern das eigene Lebenskonzept verloren geht: ein Zukunftsbild, ein Kinderwunsch, ein vermeintlich sicherer Weg. Auch ihre eigene ungewollte Kinderlosigkeit durch die Krebserkrankung hat in ihr einen tiefen Trauerschmerz hinterlassen, der Teil ihres Lebens geworden ist. Melanie beschreibt, wie wertvoll geschützte Räume sind, in denen Gefühle nicht bewertet werden. Sie erklärt, dass es entlastend sein kann, Wut zuzulassen - auf das Leben, auf die Situation, auf das Unverfügbare. Dass Weinen eine befreiende Wirkung haben kann und es manchmal notwendig ist, die eigene Trauer laut, hemmungslos und ehrlich zu leben, damit sich ein Stück Gewicht aus dem Trauerrucksack lösen kann. Außerdem erzählt sie, wie Menschen in Gruppen Halt finden können, wenn Worte fehlen, und wie Tiere in der Begleitung eine besondere Form von Nähe und Ruhe schenken. Trauer kann sich nur dann bewegen und verändern, wenn Gefühle ihren Platz haben dürfen - alle Gefühle.
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#130 Ich & Gebärmutterhalskrebs
Daniela war Mitte vierzig, Mutter von drei Kindern und eigentlich nur zu einer ganz normalen Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen, als ihr Leben eine unerwartete Wendung nahm. Seit Jahren war ihr HPV-Test immer wieder positiv, doch weil alle Abstriche unauffällig waren, schien es keinen Grund zur Sorge zu geben. Eine Infektion, die man "mit sich herumträgt" - so schien es zumindest. Doch dann wurde Daniela zur Dysplasiesprechstunde überwiesen. Dort stellte sich heraus, dass es sich jetzt nicht mehr um unruhige Zellen oder eine Vorstufe handelte, sondern um Gebärmutterhalskrebs. Daniela wurde operiert, der Gebärmutterhals, die Gebärmutter und die Eileiter wurden entfernt. Und damit war die Therapie abgeschlossen, ein vermeintlich leichter Verlauf und doch ein tiefer körperlicher und emotionaler Einschnitt. Heute lebt Daniela ohne Krebs, aber nicht völlig ohne Folgen. Sie hat eine Fatigue entwickelt - etwas, von dem viele nicht wissen, dass es auch nach einer reinen Operation ohne Chemo oder Bestrahlung auftreten kann. Sie spricht darüber, wie schwer es war, wieder Vertrauen in ihrem Körper zu finden, Nähe zuzulassen und anzuerkennen, was sie erlebt hat. Und darüber, dass es im Kopf manchmal länger dauert als im Körper, bis die Realität wirklich ankommt.
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#129 Vulvakrebs & was entsteht, wenn Schweigen endet
Viele Jahre lebte Dieta mit Lichen sclerosus, einer chronischen Entzündung der Haut und Schleimhäute im Intimbereich, die starke Beschwerden verursachen kann. Als die Schmerzen und Veränderungen immer deutlicher wurden, erhielt sie schließlich die Diagnose Vulvakarzinom - eine seltene und oft spät erkannte Krebsart. Die Diagnose war ein Schock, und doch war es nicht nur die Krankheit selbst, die sie an ihre Grenzen brachte, sondern auch die Unsicherheit vieler Ärzte im Umgang damit. Dieta erlebte, wie schwierig es ist, kompetente Beratung und Aufklärung zu finden und wie einsam der Weg nach einer solchen Diagnose sein kann. Nach zwei Operationen, bei denen auch Lymphknoten entfernt wurden, lebt Dieta heute mit den Folgen, unter anderem mit einem Lymphödem. Doch sie hat aus dieser Erfahrung Kraft geschöpft und etwas geschaffen, das vielen anderen hilft: die Selbsthilfegruppe Vulva Voices, die betroffene Frauen bundesweit vernetzt und unterstützt. In dieser Folge spricht Dieta offen über ihren Weg, über Schmerz, Heilung, dem Umgang mit einem veränderten Körper und die Kraft, die entsteht, wenn Schweigen gebrochen wird.
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#128 Diagnose Akute Myeloische Leukämie
Im vergangenen Jahr erhielt Joana mit gerade 27 Jahren die Diagnose Akute Myeloische Leukämie. Was mit Kopfschmerzen und einer vermeintlich harmlosen Schwellung begann, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zu einer lebensbedrohlichen Situation. Sie erinnert sich an den Moment der Diagnose, an den Schock, die Angst, aber auch an eine unerwartete Ruhe. Trotz der kritischen Lage spürte sie tief in sich, dass sie überleben würde, weil noch so viel Leben in ihr war. Joana erzählt, wie wichtig es für sie war, die Krankheit zu akzeptieren und die Kontrolle abzugeben. Sie entschied sich, den Ärzten zu vertrauen, statt sich selbst in medizinische Details zu verlieren. Diese Haltung half ihr, Schritt für Schritt durch die Behandlung zu gehen - beginnend mit einer Blutwäsche, um ihr Blut zu reinigen, gefolgt von einer intensiven Chemotherapie und schließlich einer Stammzellentransplantation, die ihr Leben rettete. Heute steht Joana an einem neuen Punkt. Körperlich genesen, aber innerlich auf der Suche nach sich selbst, fragt sie sich, wer sie nach dieser Erfahrung geworden ist. Sie spricht über die Veränderungen, die die Erkrankung in ihr ausgelöst hat, über Dankbarkeit, Selbstakzeptanz und den Mut, das Leben neu zu sortieren.
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#127 Wenn Sexualität sich verändert
Eine Krebserkrankung verändert vieles, auch die Sexualität. Körper, Empfinden und Nähe fühlen sich plötzlich anders an. Wie gelingt es, nach einer solchen Erfahrung wieder Vertrauen in sich selbst und in den eigenen Körper zu finden? Bianca, die an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war, spricht offen darüber, wie sich ihr Lustempfinden seit der Erkrankung verändert hat und wie sie gemeinsam mit ihrem Partner neue Wege gefunden hat, Nähe zu leben. Sie erzählt ehrlich, dass Sexualität auch dann Raum haben darf, wenn die Lust fehlt, und dass Intimität oft in den stillen Momenten entsteht. Birte, Breastcare- & Pelviccare-Nurse in der Rehaklinik Bad Oexen, begleitet Frauen nach einer Krebserkrankung auf ihrem Weg zurück zu Körpervertrauen und Sexualität. Sie erklärt, warum Themen wie Trockenheit im Intimbereich noch immer zu selten angesprochen werden, obwohl sie viele betreffen und welche Hilfsmittel helfen können, wieder Wohlbefinden zu erleben. Diese Folge macht Mut, offen über ein Thema zu sprechen, das oft verschwiegen wird - und zeigt, dass Nähe, Zärtlichkeit und Sexualität auch nach einer Krebserkrankung möglich bleiben.
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#126 Brustkrebs & die Nähe zur eigenen Sterblichkeit
Als sich Ann-Christins Brust veränderte, ahnte sie instinktiv, dass etwas nicht stimmt. Im Juni 2023 erhielt sie die Diagnose hormonabhängiger Brustkrebs. Es folgte eine intensive Zeit mit Chemotherapie, Operation und Antihormontherapie - körperlich und seelisch eine enorme Belastung. Der Haarausfall, die Gewichtszunahme und die Erschöpfung ließen sie sich selbst kaum wiedererkennen. Doch Ann-Christin versuchte, ihren Alltag so normal wie möglich weiterzuführen, suchte Halt in ihrer Arbeit und fand Kraft in den kleinen Momenten der Normalität. Nach der beidseitigen Mastektomie mit Wiederaufbau glaubte sie, das Schlimmste überstanden zu haben. Doch nur wenige Monate später tastete sie im Narbenbereich eine neue Veränderung. Die Ärzte hielten sie zunächst für harmlos, doch Ann-Christin vertraute ihrem Bauchgefühl und bestand auf weiteren Untersuchungen. Die Diagnose: ein neuer, hormonabhängiger Tumor. In dieser Folge erzählt Ann-Christin, wie sie nach dem ersten Schock neue Stärke gefunden hat, warum sie sich diesmal gegen eine erneute Chemotherapie und für eine Bestrahlung entschied, und wie sie heute mit den Folgen der Fatigue lebt. Vor allem aber spricht sie über Mitgefühl mit sich selbst und darüber, wie wichtig es ist, auf die eigene Intuition zu hören.
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#125 Von Corona zur Krebsdiagnose
Nach einer schweren Corona-Erkrankung, die sie an ihre Grenzen brachte, suchte Nicky lange nach Wegen, wieder zu Kräften zu kommen. Doch als sich ihr Körper langsam zu erholen begann, kam eine neue Herausforderung: die Diagnose Brustkrebs. Anstatt den vorgeschlagenen schulmedizinischen Weg vollständig zu gehen, entschied sich Nicky für ihren ganz eigenen Heilungsweg. Sie ließ beide Brüste ohne Wiederaufbau entfernen, verzichtete bewusst auf Chemotherapie und Bestrahlung und vertraute auf alternative Heilmethoden, eine bewusste Ernährung und die Selbstheilungskräfte ihres Körpers. In dieser Folge erzählt Nicky von den intensiven Erfahrungen auf diesem Weg: von ihrer Nahtoderfahrung während Corona, über den Moment der Diagnose bis hin zu der tiefen Erkenntnis, dass Heilung mehr bedeutet als körperliche Genesung. Sie spricht über Selbstverantwortung, Vertrauen und das Annehmen von Hilfe, wenn man sie braucht. Nickys Geschichte erinnert daran, dass der Weg durch eine Erkrankung nicht immer geradlinig verläuft. Manchmal geht es weniger darum ein Ende zu erreichen, sondern Vertrauen zu finden - in den eigenen Körper, in die Intuition und in das Leben selbst.
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#124 Die Kunst der Brustwarzenrekonstruktion
Stefanie Vujovic ist Expertin für medizinische Brustwarzenrekonstruktion. Mit ihrer Arbeit schenkt sie Frauen nach einer Mastektomie nicht nur ein vollständigeres Bild ihres Körpers, sondern auch innerlich das Gefühl, wieder mehr im Einklang mit sich selbst zu sein. In dieser Folge spricht Stefanie darüber, wie sie zu dieser besonderen Form der Tätowierung gefunden hat und warum es ihr so wichtig ist, das Thema bekannter zu machen. Denn viele Betroffene erfahren in der Klinik wenig bis gar nichts über diese Möglichkeit, obwohl die Ergebnisse erstaunlich echt wirken und auch auf bestrahlter Haut möglich sind. Ihre Arbeit verbindet medizinische Präzision mit künstlerischem Feingefühl: Mit der Technik der 3D-Pigmentierung schafft Stefanie realistische Ergebnisse, die vielen Frauen ein Stück Würde und Selbstvertrauen zurückgeben. Wir sprechen außerdem über die emotionale Bedeutung dieser Behandlung, die Rolle der Krankenkassen und die Herausforderungen, die Frauen auf ihrem Weg zur Rekonstruktion erleben.
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#123 Vulvakarzinom & die Rückkehr ins Leben
Eine wunde Stelle an der Vulva, die einfach nicht abheilen wollte - so begann Dominikas Weg. Nach ersten Untersuchungen und einer Gewebeprobe stand das Ergebnis fest: Dominika war an Vulvakrebs erkrankt. Ein Schock, der vieles ins Wanken bringen kann. Doch Dominikas Geschichte zeigt, dass ein solcher Befund nicht immer mit einem jahrelangen Leidensweg verbunden sein muss. Nach zwei Operationen heilte die Wunde gut ab und schon bald danach konnte sie in ihren Alltag zurückkehren. Mit den Auswirkungen und Veränderungen, die die Erkrankung hinterlassen hat, lernte sie zu leben. In dieser Folge erzählt Dominika offen von ihrem Weg - von der Diagnose über die Behandlung bis hin zur Rückkehr in ihren Alltag. Ihre Geschichte macht Mut, denn auch wenn es eine ernste Erkrankung ist, kann es manchmal glimpflich verlaufen, und es ist möglich, wieder Stabilität und Zuversicht zu finden.
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#122 Lungenkrebs im Endstadium
Michèle war 30 Jahre alt, als sie zunehmend unter heftigen Rückenschmerzen litt. Was zunächst wie eine harmlose Verspannung oder Auswirkungen von Bewegungsmangel wirkte, entpuppte sich nach einer langen Odyssee als Lungenkrebs im Endstadium - bereits mit Metastasen in der Wirbelsäule. In dieser Folge erzählt Michèle, wie sie diese Diagnose angenommen hat, welche schulmedizinischen Behandlungen sie durchlaufen musste und warum sie gleichzeitig auf die Selbstheilungskräfte ihres Körpers vertraute. Sie spricht über Operationen, zielgerichtete Therapien, Rückschläge und Hoffnungsmomente - und darüber, wie wichtig es für sie war, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Heute lebt Michèle ohne einen aktiven Tumor, ohne aktive Krebszellen, in ihrem Körper. Ihre Geschichte ist geprägt von Rückschlägen, aber auch von Hoffnung und der Erfahrung, dass Heilung viele Facetten haben kann.
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#121 Brustkrebs, Mastektomie und Selbstbestimmung
Imke erhielt die Diagnose Brustkrebs - und für sie stand von Anfang an fest, dass sie eine beidseitige Mastektomie ohne Wiederaufbau wollte. Doch dieser Weg war nicht einfach. Weder die behandelnden Ärzte noch die Krankenkasse akzeptierten zunächst ihre Entscheidung. Stattdessen wurden ihr verschiedene Möglichkeiten des Wiederaufbaus vorgestellt, während ihre klare Haltung keine Option zu sein schien. In dieser Folge erzählt Imke von den Herausforderungen, die sie auf diesem Weg erlebt hat, von der Ablehnung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse bis hin zu einer belastenden Wartezeit voller Unsicherheit. Sie berichtet auch, warum es für sie so wichtig war, beide Brüste entfernen zu lassen und wie erleichtert sie heute ist, diesen Schritt gegangen zu sein. Imke spricht offen über Ängste, Selbstbestimmung und den tiefen Wunsch, im Einklang mit ihrem Körper zu leben. Ihre Geschichte macht Mut, auf sich selbst zu hören und den eigenen Weg zu gehen - auch dann, wenn das Umfeld zunächst nicht mitgeht.
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#120 Diagnose Lymphdrüsenkrebs
Bianca fühlte sich über Wochen hinweg stark erkältet und erschöpft. Weil diese Beschwerden nicht verschwanden und die Lymphknoten am Hals immer größer wurden, suchte sie ärztliche Hilfe. Die Diagnose kam schnell und bestätigte, was sie bereits vermutete: Lymphdrüsenkrebs. In dieser Episode erzählt Bianca, wie sie diese Zeit erlebt hat, von den ersten Symptomen bis hin zur Therapie. Sie berichtet, dass sie die Behandlung erstaunlich gut vertragen hat und sogar das gefühl hatte, die Akuttherapie "im Galopp" durchlaufen zu können. Doch während sie äußerlich stark wirkte, kam die große Herausforderung erst später: das psychische Tief nach dem Ende der Therapie. Bianca spricht offen über den Verlust ihrer Unbeschwertheit, über Ängste, die sie seitdem begleiten, und darüber, wie sich ihr Leben, ihre Beziehung und ihre Sexualität verändert haben. Sie beschreibt, wie wichtig Offenheit, Humor und die Unterstützung von Familie und Freunden für sie waren - und warum sie anderen Betroffenen Mut machen möchte, ihre Gefühle nicht zu verschweigen.
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ABOUT THIS SHOW
LEBE SELBSTVOLL, der Podcast für Frauen mit und nach Krebs.Wie fühlt es sich an, als Frau mit Krebs gesehen zu werden - vom Partner, von der Gesellschaft, von sich selbst?In diesem Podcast erzählen Frauen, was sich in ihrem Leben durch die Diagnose verändert hat:Was Narben mit dem Körper machen. Was Nähe bedeutet. Wie Selbstliebe und Zuversicht zurückkommen können.Wir sprechen über echte Gefühle, aber auch über Hoffnung, Mut und die Frage: Wie gelingt ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben - mit allem, was ist.Jede Folge ist ein ehrliches Gespräch. Voller Tiefe, Stärke und manchmal auch Lachen.Neue Folgen gibt es jeden Dienstag.Mehr über den Podcast, meine fotografische Arbeit und mein Buch "schön & stark, Frauen mit Krebs" findest du auf www.franziskaguentherfotografie.de
HOSTED BY
Franziska Günther-Güldenpfennig
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