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PODCAST · arts

Literatur aktuell

Die Welt der Literatur - Neuerscheinungen und Empfehlungen zum Wiederlesen.

Publisher-supplied feed metadata · PodParley refreshed Sep 12, 2026 · Source feed

  1. 30

    Daniela Sepehri: "Wenn ihr wegseht, werden wir getötet"

    Protestbewegungen wie in Iran die "Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung hören nicht auf, nur weil bei uns nicht mehr darüber berichtet wird. Aber wenn Proteste gegen Diktaturen in Demokratien medial keine Aufmerksamkeit mehr bekommen, werden sie umso brutaler niedergeschlagen. Das ist die Grundthese von Daniela Sepehris Buch "Wenn ihr wegseht, werden wir getötet". Die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin zeigt auf, dass die Proteste in Iran nicht kurzfristig aufflammten, sondern Mut gegen die Machthaber eine lange Tradition hat. Sie blickt mit vielen Beispielen auf Protestbewegungen in Afghanistan, Syrien und auf Proteste für die Menschen in Gaza. Und sie zeigt auf, wie Medien im Westen diese Freiheitsbewegungen besser begleiten und damit unterstützen können. Darüber spricht Daniela Sepehri auf radio3.

  2. 29

    Titiou Lecoq: "Balzac und ich"

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer. Steffen Brück empfiehlt heute "Balzac und ich" von Titiou Lecoq.

  3. 28

    Emma Cline: "In die Schweiz"

    Es geht um einen schmerzhaften Abschied. Die US-Autorin Emma Cline widmet sich in ihrem neuen Roman einem langsamen Verschwinden. David Hastings ist ein Mann um die 70 - und er geht auf eine letzte Reise. Er besucht seine Tochter und einen alten Freund. Aber seine geistigen Fähigkeiten sind auch auf dem Weg - des Verschwindens. Der Roman mit dem Titel "In die Schweiz" ist eine eindringliche Geschichte daüber, was von einem Menschen bleibt, wenn das, was ihn ausmacht, zu verblassen beginnt. Nadine Kreuzahler stellt den Roman vor.

  4. 27

    radio3 Buchtipp für den Sommer: "Sie wollen uns erzählen" von Birgit Birnbacher

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer. Anne-Dore Krohn empfiehlt heute "Sie wollen uns erzählen" von Birgit Birnbacher.

  5. 26

    Sayaka Murata: "Die Ladenhüterin"

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer. Diana Storcks empfiehlt heute "Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata.

  6. 25

    Thomas Böhm im Gespräch mit Isabel Allende: "Unsere Geschichten"

    Ihr Debütroman "Das Geisterhaus" machte Isabel Allende zu einem literarischen Weltstar. Seitdem hat sie über 30 Bücher veröffentlicht und dabei Erfahrungen gesammelt, von denen sie nun in "Unsere Geschichten" berichtet. Das Buch, das morgen in Deutschland erscheint, ist ausdrücklich als Anleitung für Menschen gemeint, die selbst schreiben wollen. Thomas Böhm hat mit Isabel Allende gesprochen - über Leichtigkeit, magischen Realismus, die Suche nach Stille und darüber, wie es ist, das Universum beim Schreiben auf seiner Seite zu wissen.

  7. 24

    Michael Köhlmeier: "Mein privates Glück"

    Vor gut zwei Wochen sorgte der plötzliche Tod der österreichischen Autorin Monika Helfer für Betroffenheit in der literarischen Welt. Das Mitgefühl galt auch ihrem Mann, dem Schriftsteller Michael Köhlmeier. Denn die beiden, in Vorarlberg bei Bregenz zu Hause, galten als eng verbundenes und äußerst produktives Schriftstellerpaar. Nun erscheint kurz darauf ein neues Buch von Michael Köhlmeier, dessen Entstehung Monika Helfer noch miterlebt hat und das ausgerechnet "Mein privates Glück" heißt. Jörg Magenau teilt seine Lektüreerfahrung auf radio3.

  8. 23

    Der Sommer der guten Geschichten: "Eine Bagatelle" von Anton Tschechow

    Sie sind weiterhin mittendrin in unserem "Sommer der guten Geschichten". In dieser Woche geht es um die Geschichte "Eine Bagatelle" von Anton Tschechow, über die wir bei radio3 mit Ihnen ins Gespräch kommen wollen. Es liest Nina Kunzendorf.

  9. 22

    "Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer. Anne-Dore Krohn empfiehlt heute "Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider.

  10. 21

    Max Czollek: "Zweifelssohn"

    Max Czollek ist als Lyriker, Essayist und Kritiker gesellschaftlicher Entwicklungen bekannt. Nun hat er seinen Debütroman geschrieben. "Zweifelssohn" heißt er und verspricht eine wilde, poetische Reise von Wien über Berlin bis Rügen. Der Roman enthält Elemente von Träumen und Visionen - der Held sieht etwa Hannah Arendt rauchend am Berliner Landwehrkanal. Wahn oder Wirklichkeit? Gerrit Bartels stellt uns "Zweifelssohn" vor.

  11. 20

    Der Sommer der guten Geschichten: "Eine Bagatelle" von Anton Tschechow

    Es ist, Sie wissen es, unser "Sommer der guten Geschichten". In eine höchst unangenehme Situation begeben wir uns mit der guten Geschichte in dieser Woche. Ein "wohlgenährter, rosiger Mann" namens Nikolai kommt zu seiner Geliebten Olga. Olga hat wegen Nikolai ihren Ehemann verlassen, mit dem sie zwei Kinder hat. Eines davon ein achtjähriger Sohn. Der Zufall will es, dass Nikolai diesen Sohn allein antrifft. Und der Junge in seiner Naivität beginnt, Dinge zu erzählen, von denen Nikolai noch nichts wusste. "Eine Bagatelle" nannte Anton Tschechow seine Geschichte. Was das für eine "Kleinigkeit" ist, erzählt uns jetzt Thomas Böhm.

  12. 19

    radio3 Buchtipp für den Sommer: "Der Westen. Eine ostdeutsche Empfindung"

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer. Natascha Freundel empfiehlt heute "Der Westen. Eine ostdeutsche Empfindung", herausgegeben von Cornelia Geißler.

  13. 18

    Bertolt Brecht in Berlin: Stadtführung zum 70. Todestag

    Heute vor 70 Jahren ist Bertolt Brecht in Ost-Berlin gestorben, der große Theatermann und Begründer des epischen Theaters. Sein Geist schwebt auch 70 Jahre nach seinem Tod noch durch Berlin – nicht nur, weil er zusammen mit seiner Frau Helene Weigel, der Schauspielerin und langjährigen Intendantin des Berliner Ensembles, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof begraben liegt. Oder weil seine Stücke wie "Die Dreigoschenoper", "Mutter Courage und ihre Kinder" oder "Der Fall der Stadt Mahagonny" bis heute immer wieder aufgeführt werden. Am Sonntag geht eine Stadtführung von StattReisen Berlin den Spuren von Bertolt Brecht in Berlin nach: "Brechts letzte Wege" heißt die einmalige Stadtführung anlässlich seines 70. Todestags. Auf radio3 sprechen wir vorab mit Stadtführerin Marianne Mielke.

  14. 17

    Stefanie Sargnagel: "Oktoberfest"

    Erst kürzlich war die österreichische Schriftstellerin Stefanie Sargnagel auf dem Wiener Opernball, um hier bei den Reichen und Schönen und den reichen Nicht-so-Schönen zu recherchieren und alles ganz schrecklich und ganz schrecklich interessant zu finden. Das war gewissermaßen ein Heimspiel. Jetzt aber hat es sie nach Deutschland gezogen, auf das Münchener Oktoberfest und zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth, und auch darüber hat sie ein Buch geschrieben. Gerrit Bartels hat es für uns gelesen.

  15. 16

    So war der radio3-Lesekreis in Frankfurt (Oder)

    Hier auf radio3 lesen wir diesen Sommer gemeinsam mit Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, Kurzgeschichten in unserem "Sommer der guten Geschichten". Diese Woche stand eine Kurzgeschichte von Franziska zu Reventlow auf dem Programm mit dem etwas morbiden Titel "Tot". Am Mittwoch war unser Lesekreis also in Frankfurt (Oder) zu Gast, im rbb Regionalstudio im Oderturm. radio3-Literaturagent Thomas Böhm hatte dazu eingeladen, gemeinsam über die Kurzgeschichte zu diskutieren. Wie es war, erzählt er uns live auf radio3.

  16. 15

    Gerti Tetzner: "Gegen Wind"

    Der Roman „Gegen Wind“ von Gerti Tetzner durfte 1981 in der DDR nicht erscheinen. Dabei war das Vorgängerbuch „Karen W.“ in Ost und West sehr erfolgreich – vielleicht zu erfolgreich? In „Karen W.“ ging es um eine junge Frau, die ihren eigenen Weg in einer Gesellschaft suchte, in der der Staat in Berufskarrieren eingriff. „Gegen Wind“ geht einen Schritt weiter. Hier steht mit der Erzieherin Kristina wieder eine eigenwillige Frau im Mittelpunkt, die im System scheitert und deren Lebenswille fast gebrochen wird. Nun erscheint das Buch erstmals im Berliner Aufbau Verlag. Regine Bruckmann hat es gelesen.

  17. 14

    radio3-Sommerbuchtipp: "Frühlingsnacht" von Tarjei Vesaas

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer.

  18. 13

    Eva Menasse: "Alleinruhelage"

    Eigentlich schaltet sich die in Berlin lebende österreichische Schriftstellerin Eva Menasse öfter mal in öffentliche Debatten um Meinungsfreiheit und Demokratie ein. Aber in den letzten Jahren war es auffallend still um sie - denn ihr neuer Roman war in Arbeit. Nun ist er erschienen. Und verknüpft, wie immer bei Menasse, das Private mit dem Politischen. Arno Orzessek hat "Alleinruhelage" schon gelesen und stellt das Buch auf radio3 vor.

  19. 12

    25 Jahre "Herr Lehmann" von Sven Regener

    Als vor 25 Jahren der Roman "Herr Lehmann" im Literarischen Quartett besprochen wurde, klangen die ersten Sätze wie ein Verriss. Doch dann gab es viel Lob für den westdeutschen Wenderoman. Und genauso begeistert wie die Kritik nahm auch das Publikum "Herr Lehmann" auf. radio3-Literaturexperte Thomas Böhm hat den Roman noch mal gelesen.

  20. 11

    Tony Tulathimutte: "Fiasko"

    Die USA haben einen neuen Literatur-Shootingstar: den New Yorker Tony Tulathimutte, Sohn thailändischer Einwanderer, geboren 1983. Schon seinen Debütroman "Private Citizens" nannte sein renommierter Kollege Jonathan Franzen 2016 eines der "Bücher des Jahrzehnts". Sein zweites Buch ist ein Band mit Erzählungen. Und die haben es in sich. Es geht um Verlierer, Außenseiter und Gestörte. "Fiasko" heißt es in der deutschen Übersetzung. Unsere Kritikerin Corinne Orlowski hat es gelesen.

  21. 10

    Heike Faller & Valerio Vidali: "Hundert. Was du im Leben lernen wirst"

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer. Sonja Kessen empfiehlt heute "Hundert. Was du im Leben lernen wirst" von Heike Faller und Valerio Vidali.

  22. 9

    Longlist für den Deutschen Buchpreis 2026 wurde verkündet

    Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat heute bekannt gegeben, welche Bücher im Rennen um den Deutschen Buchpreis 2026 sind. Auf der Longlist stehen zwanzig Titel. Was sich an dieser Auswahl ablesen lässt und welche Bücher zu den Favoriten für den mit 25.000 Euro dotierten Preis für den besten deutschsprachigen Roman gehören, darüber sprechen wir mit unserer Literaturkritikerin Nadine Kreuzahler.

  23. 8

    Karosh Taha: "Gulistan"

    "Gulistan" ist kein fiktives Land. Es ist der Name der Hauptfigur in Karosh Tahas gleichnamigen Roman. Diese Gulistan lebt in einer Diktatur, die der im Irak Saddam Husseins ähnelt. Als Kurdin wird sie politisch verfolgt. Und macht sich trotzdem auf die Suche nach ihrem Mann, als er spurlos verschwindet. Wie Karosh Taha das Leben im Extrem und seine Konsequenzen für die Figuren erzählt, berichtet Marlen Hobrack in der Buchkritik auf radio3.

  24. 7

    Franziska zu Reventlow: "Tot"

    Ein junger Mann "aus guter Familie" ist "plötzlich krank geworden und gestorben" – was ihm "unsagbar peinlich" ist. Außerdem würde er lieber ins Café gehen. Aber er liegt als Toter auf seinem Bett und bekommt mit, wie die Hinterbliebenen über ihn und sein Leben sprechen. Es liest Nina Kunzendorf Der radio3 Lesekreis https://www.radiodrei.de/gutegeschichten

  25. 6

    30 Jahre Charles-Bukowski-Gesellschaft

    Vor 30 Jahren gründete Falko Hennig im Prenzlauer Berg die Charles-Bukowski-Gesellschaft. Nun feiert er das Jubiläum mit einem Festival in der Nähe des Gründungsortes, zu dem er Familienangehörige von Charles Bukowski und Experten zu dessen literarischem Werk eingeladen hat. Im Gespräch auf radio3 erzählt er, was das Werk Bukowskis heute noch ausmacht.

  26. 5

    Wer kann sich leisten, Bücher zu schreiben?

    Allein vom Schreiben können nur 5,7% der deutschen Autorinnen und Autoren leben. Das geht aus einem Datenreport des Verbands der deutschen Schriftsteller hervor. Wer kann sich das Schreiben unter diesen Bedingungen leisten? Braucht man Geld, um Schriftsteller zu werden? Diesen Fragen ist unsere Autorin Josephine Ziegler nachgegangen, die zurzeit am Literaturinstitut der Universität Hildesheim studiert.

  27. 4

    Hannah Mann: "Zeppelin und Karpfen"

    Hannah Mann ist, das erfährt man direkt in der Verlagsankündigung, die Urenkelin von Heinrich Mann. Der Name war ihr Belastung, aber offenbar auch Verpflichtung, denn nun hat die in Berlin lebende Autorin im Alter von 46 Jahren ihren Debütroman vorgelegt. "Zeppelin und Karpfen" heißt das Buch. Jörg Magenau hat es gelesen.

  28. 3

    Der radio3-Lesekreis: "Der Sommer der guten Geschichten"

    Dieser Satz dürfte bei unserer Aktion 'Der Sommer der guten Geschichten' den ersten Platz der originellen Eröffnungen einnehmen: "Er war tot, und es war ihm unsagbar unangenehm." Er leitet Franziska von Reventlows Erzählung "Tot", die gute Geschichte dieser Woche, über die wir bei radio3 mit Ihnen ins Gespräch kommen wollen. Denn das ist das Prinzip des 'Sommers der guten Geschichten': Lesen und sich in einer Gruppe miteinander über Literatur austauschen. Thomas Böhm stellt die Geschichte und die Aktion auf radio3 vor.

  29. 2

    Sommerbuchtipp: Andreas Hoffmann: "Post aus der Vergangenheit"

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer. Friederike Reininghaus empfiehlt heute "Post aus der Vergangenheit" von Andreas Hoffmann.

  30. 1

    radio3 Buchtipp für den Sommer: "Seemann vom Siebener" von Arno Frank

    Sommerzeit ist Lesezeit! Ob im Zug, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Bücher gehören einfach zu den hellen langen Tagen dazu. Doch welche Bücher sollen es sein? Unsere radio3-Moderatorinnen und -Moderatoren und das ganze Team empfehlen Ihnen ihre Lieblingsbücher für einen anregenden literarischen Sommer.

  31. 0

    Ewald Arenz: "Fünf, sechs, sieben, acht"

    Die Bücher von Ewald Arenz landen zuverlässig auf der Bestsellerliste. Jedenfalls ist das so seit seinen Erfolgsromanen "Alte Sorten" aus dem Jahr 2019 und "Der große Sommer" (2021). Vielleicht hat sein Erfolg als Erzähler damit zu tun, dass er im Hauptberuf Lehrer für Englisch und Geschichte ist und gelernt hat, dass man die Leser so wie die Zuhörer im Unterricht fesseln muss, um sie zu erreichen. Jetzt ist ein neuer Roman von Ewald Arenz erschienen: "Fünf, sechs, sieben, acht". Jörg Magenau hat ihn gelesen.

  32. -1

    Zwischen Hoffnung und Trauma: Ein Treffen mit Rachel Goldberg-Polin

    Am 7. Oktober 2023 wird der 23-jährige Hersh Goldberg-Polin von der Hamas verschleppt, woraufhin seine Mutter Rachel Goldberg-Polin weltweit zur lautesten Stimme für die Freilassung der Geiseln avanciert. Nach 328 Tagen des Bangens folgt die Tragödie: Hersh wird kurz vor seiner Rettung in Gaza ermordet. Mit ihrem jüngst erschienenen Buch „When We See You Again“, das kürzlich auch in Deutschland erschienen ist, setzt sie ihrem Sohn nun ein literarisches Denkmal . Julio Segador hat Rachel Goldberg-Polin in Jerusalem getroffen.

  33. -2

    Francis Fukuyama: "Der letzte Mensch"

    Das neue Buch des US-amerikanischen Politikwissenschaftlers und Stanford-Professors Francis Fukuyama mit dem Titel "Der letzte Mensch - Wohin steuert die Welt?" ist in Deutschland mit dreimonatigem Vorsprung erschienen. Darin kämpft er aus einer konservativen Position heraus für die liberale Demokratie und verteidigt seine These über das "Ende der Geschichte". Arno Orzessek hat das Buch bereits gelesen.

  34. -3

    Berliner Literaturinstitution: 20 Jahre "Lettrétage"

    Vor genau 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Lettrétage in etwa so: In einer heruntergekommenen Kreuzberger Villa trafen sich Literaturstudent:innen und Lyriker:innen auf zusammengesuchten Stühlen. Die Idee: Vernetzung und Experimente. Heute ist die Lettrétage eine feste Größe der Berliner Literaturlandschaft – ein Ort für die freie Literaturszene. Zum Jubiläum eröffnet die Lettrétage heute sogar neue Räume – und verfolgt dabei ihre Mission bis heute: genreoffen, im internationalen Austausch und eng verzahnt mit der literarischen Szene Berlins. Über 20 Jahre Lettrétage radio3 sprechen wir mit Moritz Malsch aus dem Vorstand.

  35. -4

    Stephan Anpalagan: "Für den Frieden. Widerruf meiner Kriegs-dienstverweigerung"

    Noch ist der Wehrdienst in Deutschland freiwillig. Doch alle jungen Männer müssen sich mustern lassen. Eine Folge der viel zitierten Zeitenwende. Die Frage, ob – und wenn ja: warum – jemand bereit sein sollte, für Deutschland zu töten und zu sterben, ist wieder akut. Viel diskutiert wurde das Buch von Ole Nymoen "Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde". Der Journalist und Autor Stephan Anpalagan vertritt offenbar eine andere Überzeugung. Der Untertitel seines Buches "Für den Frieden" lautet nämlich: "Widerruf meiner Kriegsdienstverweigerung". Arno Orzessek hat es gelesen.

  36. -5

    Hamza Abu Howidy: ein Palästinenser für Versöhnung

    Der Krieg im Gazastreifen ist einer brüchigen Waffenruhe gewichen. Auf Demonstrationen in Westeuropa und in den USA sind zumeist einseitige Parolen pro Israel oder pro Palästina zu hören. Ausgleichende Stimmen gehen in dieser Lage fast völlig unter. Vor kurzem ist in Deutschland ein Buch erschienen, das eine vollkommen neue Perspektive bietet: Der aus Gaza stammende 29-jährige Hamza Abu Howidy hat seine Erinnerungen aufgeschrieben. Es ist die Geschichte eines Hamas-Gegners, der sich Frieden mit Israel wünscht.

  37. -6

    Ivna Žic: "Die Unversehrten"

    Die Corona-Pandemie ist Vergangenheit. Die Zeit der Isolation ist vorbei. Für die meisten von uns. Nicht so für Menschen mit Long Covid. Für die 1,4 Millionen Menschen allein in Deutschland mit Long Covid oder dem chronischen Fatigue-Syndrom in Folge einer Corona-Infektion ist nichts wie vorher. Doch was wissen wir eigentlich über sie und ihre Krankheit? Wenig. Die Schweizer Schriftstellerin und Theaterregisseurin Ivna Žic trägt dazu bei, Long Covid sichtbar zu machen: Morgen erscheint ihr Essay „Die Unversehrten“, in dem sie sich literarisch mit ihrer Long-Covid-Erkrankung auseinandersetzt – pünktlich zur Verleihung des Wortmeldungen Literaturpreises, der jährlich einen literarischen Kurztext von gesellschaftlicher Dringlichkeit auszeichnet: in diesem Jahr den Essay von Ivna Žic. radio3-Literaturkritikerin Sarah Murrenhoff hat „Die Unversehrten“ gelesen.

  38. -7

    Francis Kéré: "Building Stories"

    Francis Kéré ist in Afrika aufgewachsen. In seinem Heimatdorf gab es weder elektrisches Licht noch fließendes Wasser. Heute zählt er zu den weltweit führenden Architekten. Er hat 2022 den Pritzker Preis erhalten, der als Nobelpreis der Architektur gilt und ein Jahr später den Praemium Imperiale. Nun erscheint im Taschen-Verlag sein Buch "Building Stories". Es stellt seine wichtigsten Werke vor: den Serpentine Pavillon in London, die Entwürfe für die Nationalversammlungen von Burkina Faso und Benin und das Las Vegas Museum of Art. Nikolaus Bernau hat es gelesen und für radio3 die Buchpremiere besucht.

  39. -8

    Knut Elstermanns Rheinsberg-Buch

    Die Stadt Rheinsberg ist heute eines der beliebtesten Reiseziele in Brandenburg, sie hat eine rege Kulturszene und sonnt sich immer noch zu Recht im Glanz von Kurt Tucholskys Erzählung und seinem schönen Schloss am Grienericksee. Der Verein "Stadtgeschichte Rheinsberg" hat nun gemeinsam mit Knut Elstermann ein Buch über die noch kaum erforschte Zeit des Endes des Zweiten Weltkriegs in Rheinsberg herausgegeben. Mit Hilfe von zahlreichen Zeitzeugenberichten und Recherchen in Archiven hat Knut Elstermann ein reich illustriertes Buch geschaffen, das eine Lücke in der Stadtgeschichte schließen soll. Frank Schmid spricht mit Knut Elstermann über seine Recherchen.

  40. -9

    Miriam Carbe: "Unerwünschte Töchter"

    Es ist sicher eine schlimme Erfahrung, wenn man irgendwann im Verlauf seiner Kindheit, Jugend oder auch später erfährt, ein unerwünschtes Kind, nicht gewollt zu sein, und eigentlich abgetrieben hätte werden sollen. Die Arte-Journalistin Miriam Carbe, die 1967 als Kind einer Deutschen und eines Nigerianers in Gießen geboren wurde, hat diese Erfahrung gemacht. Die Familie ihrer Mutter wollte ein schwarzes Kind unbedingt verhindern, und nicht zuletzt ausgehend von der eigenen Geburt und wie es dazu kam, hat Miriam Carbe nun einen Roman über ihre Familie geschrieben: "Unerwünschte Töchter". Gerrit Bartels hat den Roman gelesen.

  41. -10

    Radka Denemarková: "Schokoladenblut"

    Bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wird Tschechien als Gastland auftreten. Da darf eine Schriftstellerin nicht fehlen: Radka Denemarková. Sie ist die international bekannteste Gegenwartsautorin aus unserem Nachbarland. Als Einzige ist sie vier Mal mit dem prestigeträchtigen tschechischen Preis "Magnesia Litera" ausgezeichnet worden – in den Kategorien Prosa, Sachbuch und Übersetzung. 2024 erhielt sie vom tschechischen Präsidenten die Verdienstmedaille 1. Grades für ihre Verdienste um den Staat im Bereich der Kultur und Kunst. Und jetzt ist ihr neues Buch auf Deutsch erschienen: "Schokoladenblut". Unsere Kritikerin Corinne Orlowski hat es gelesen.

  42. -11

    Michael Kleeberg: "Achilles in Taormina"

    An Mythen und Legenden um Leben und Werk von Ernest Hemingway herrscht kein Mangel. Und die Faszination rund um den Kultautor, Lebemann und Draufgänger Hemingway hält bis heute an - 65 Jahre nach seinem Tod. Der Schriftsteller und Anna-Seghers-Preisträger Michael Kleeberg macht sich in seinem Roman "Achilles in Taormina" auf die Suche nach Hemingways letztem Geheimnis. Auf radio3 verrät Literaturkritikerin Marlen Hobrack, ob wir einen weiteren Hemingway-Roman brauchen.

  43. -12

    Zum Tod der Comiczeichnerin Marjane Satrapi

    Mit ihren schlichten Zeichnungen in Schwarzweiss über ihre Kindheit und Jugend in den 70er Jahren im Iran wurde Marjane Satrapi weltbrühmt. Ihre Grapic Novel "Persepolis" hat die französisch-iranische Künstlerin später selbst verfilmt. Bis zuletzt beschäftigten sie die Ereignisse in ihrer Heimat. 2023 hatte Satrapi einen Sammelband mit dem Titel "Frau, Leben, Freiheit" veröffentlicht. Sie wollte so die Menschen würdigen, die im Iran ihr Leben riskierten. Nun ist die Comiczeichenrin im Alter von 56 Jahren gestorben. Wir sprechen mit David Basler, Gründer des Comicverlags Edition Moderne, der die meisten ihrer Bücher verlegt hat.

  44. -13

    Briefe von Autor:innen im Exil: "Wenn ich deine Worte lese, finde ich den Weg zurück nach Hause"

    "Wenn ich deine Worte lese, finde ich den Weg zurück nach Hause." Diese Zeile entstammt einem Brief, und sie ist zugleich der Titel eines neuen Buchs mit Briefen von Autor:innen im Exil. Das von Annika Reich und Mirjam Wittig im Rahmen des Kulturprojekts "Weiter Schreiben" herausgegebene Buch versammelt Briefe unterschiedlicher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich aus ganz verschiedenen Ecken der Welt gegenseitig schreiben. Sie tauschen sich aus über Erinnerungen und insbesondere ihren Alltag im Krieg, im Exil oder auf der Flucht. Sofie Czilwik erzählt auf radio3 von ihrer Lektüre der bei Ullstein erschienenen Briefsammlung.

  45. -14

    Monika Maron zum 85. Geburtstag

    Eine der bekanntesten und streitbarsten Schriftstellerinnen Deutschlands feiert heute ihren 85. Geburtstag: Monika Maron. Streitbar, weil sie erst vor ein paar Tagen bestritten hat, dass eine "Brandmauer" gegen die AfD Sinn ergebe. Aber gegen vorherrschende Meinungen zu sprechen, zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben und Schreiben. Joachim Dicks mit einer Würdigung zum Geburtstag.

  46. -15

    Comic des Monats: "Kaputt" von Alison Bechdel

    Die autobiografische Graphic-Novel "Fun Home" hat die amerikanische Comic-Künstlerin Alison Bechdel weltberühmt gemacht. Berühmt ist auch ihr Bechdel-Test, mit dem man mit drei einfachen Fragen stereotype Frauendarstellungen in Filmen ausfindig machen kann. (Gibt es mindestens zwei Frauenrollen? – Sprechen sie miteinander? – Unterhalten sie sich über etwas anderes als einen Mann?) Diesen Test hatte Alison Bechdel in ihrer Serie "Dykes to watch out for" als Witz erfunden. Jetzt hat sie einen autofiktionalen Comic herausgebracht, indem sie Elemente aus ihren früheren Comics vermischt. "Kaputt" heißt das Buch, das in einem Provinznest vor der Wahl von Donald Trump angesiedelt ist. Andrea Heinze stellt den Comic vor.

  47. -16

    SWR-Bestenliste im Juni

    Auf Platz 1 der SWR Bestenliste steht in diesem Monat der Roman "Transkription" des US-amerikanischen Schriftstellers Ben Lerner. Das Buch stellt uns jetzt unsere Literaturredakteurin Anne-Dore Krohn vor. Aber nicht nur das – denn sie gehört zur Jury der Empfehlungsliste und bringt uns jeden Monat zwei Titel mit, die ihr von den zehn besonders gefallen haben.

  48. -17

    Florian Illies: "Träume aus Feuer"

    Die Berliner Pfaueninsel ist immer eine Reise wert - auch literarisch. Das dachte sich Florian Illies, der große Geschichtenerzähler. Sein neues Buch "Träume aus Feuer" widmet er dieser versonnenen Insel - Zeichen eines anderen, idyllischen Preußens - und seinem ersten Bewohner: Johannes Kunckel, der lange vor den Pfauen auf der Insel war. Der Alchemist und Glasmacher Johannes Kunckel erhielt die Insel im 17. Jahrhundert als Geschenk vom Großen Kurfürsten, in der Hoffnung, Gold zu zaubern. Statt Gold war es ein ganz neues Glas, rot wie Rubin, das Kunckels Ofen auf der Pfaueninsel entstiegen ist. Unser Literaturkritiker Gerrit Bartels hat die literarische Reise unternommen und "Träume aus Feuer" von Florian Illies - erschienen im neu gegründeten Pfaueninsel Verlag - gelesen.

  49. -18

    Raha Nik-Andish: "Teheran Tagebücher"

    Drei Monate hat die komplette Internetsperre im Iran angedauert. Drei Monate, in denen es schwer möglich war, Nachrichten aus dem Inneren des Iran zu erhalten. Drei Monate, in denen es schwer war, hinter die Kulisse der iranischen Regierungspropaganda zu blicken. Seit dieser Woche ist der Iran wieder online - teilweise zumindest. Doch genau in diesen drei Monaten ist viel passiert: Das Regime kämpft nicht mehr nur gegen die Bevölkerung, sondern auch gegen die USA und Israel. Der Oberste Führer Chamenei wurde getötet. Wie geht es den Menschen im Iran? Was erleben sie, wie fühlen und denken sie? Raha Nik-Andish (der eigentlich anders heißt) hat das Leben in Irans Hauptstadt in den Monaten und Tagen vor dem Kriegsausbruch und währenddessen dokumentiert. Seine "Teheran Tagebücher. Nachrichten aus einem belagerten Land" sind jetzt auf Deutsch erschienen. Unsere Kritikerin Marlen Hobrack stellt sie uns auf radio3 vor.

  50. -19

    Sandra Cisneros: "Das Haus in der Mango Street"

    In den USA gehört "The House on Mango Street" längst zu den modernen Klassikern der Jugendliteratur. Jetzt erscheint der Roman der mexikanisch-amerikanischen Autorin Sandra Cisneros, nach der ersten deutschen Übersetzung im Jahr 1992, erneut auf Deutsch. In kurzen, poetischen Episoden erzählt das Buch vom Erwachsenwerden und den Wünschen der jungen Esperanza in einem armen Latino-Viertel von Chicago. Unsere Kinder- und Jugendbuchexpertin Sonja Kessen hat die Neuauflage gelesen.

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