Literaturclub

PODCAST · arts

Literaturclub

Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Im «Literaturclub» werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen und diskutiert. Immer am literarischen Puls der Zeit.

  1. 14

    Romanhelden mit ADHS und ein BookTok-Hit

    Laura de Weck, Lukas Bärfuss, Samira El Ouassil und Wolfgang M. Schmitt sprechen über: Michel Houellebecq, «Sie wollen uns erzählen» von Birgit Birnbacher, «Ich, die ich Männer nicht kannte» von Jacqueline Harpman, «Der Beweis meiner Unschuld» von Jonathan Coe sowie «Schleifen» von Elias Hirschl. Der französische Skandalschriftsteller Michel Houellebecq hat ein Chanson-Album aufgenommen: «Souvenez-vous de l’ homme». Während er in den Texten den Untergang der Menschheit thematisiert, klingt das musikalisch gut gelaunt und entspannt. Konsequent für den Provokateur, der den Untergang der westlichen Zivilisation seit Langem herbeischreibt. Alle sprechen über ADHS und die steigende Zahl der Diagnosen. Birgit Birnbacher hat mit «Sie wollen uns erzählen» einen Roman geschrieben, in dem ein Junge und seine Mutter an ADHS leiden. Darin hat sie eine Sprache gefunden, um das spezifische Gefühl der kognitiven Überforderung darzustellen: ein Roadtrip von Figuren mit knisternden Nerven. Der Roman «Ich, die ich Männer nicht kannte» wurde auf der Plattform Tiktok gefeiert. Dadurch wurde die belgische Autorin Jacqueline Harpman wiederentdeckt. Ihr dystopischer Text, nun ins Deutsche übersetzt, wird auch vom Feuilleton gefeiert. Er erzählt von Frauen, die unter Tage gefangen gehalten werden, und stellt existenzielle Fragen, vor allem jene: Was macht uns zu Menschen? Der englische Schriftsteller Jonathan Coe ist berühmt für seine satirischen Gesellschaftsromane wie «Middle England». Sein neuestes Werk «Der Beweis meiner Unschuld» handelt vom Einfluss der neokonservativen Netzwerke seit den 1980er-Jahren. Neben der Krimihandlung spielt Coe auf unterhaltsame Weise mit verschiedenen literarischen Genres. Elias Hirschl ist Musiker, Poetry-Slammer und macht bereits mit seinem dritten literarischen Werk auf sich aufmerksam: Im hochgelobten Roman «Schleifen» erzählt er erfindungsreich vom Einfluss der Sprache auf das Leben. Im Zentrum steht Wissenschaftlerin Franziska Denk, sie an einem bemerkenswerten Symptom leidet: Wenn sie von einer Krankheit hört oder liest, erkrankt sie daran.

  2. 13

    Von Mafia, Muttersöhnen und Morgenritualen

    Jennifer Khakshouri, Elke Heidenreich, Thomas Strässle und Gast Denise Tonella diskutieren über «Meine Liebe stirbt nicht» von Roberto Saviano, «Die Reise ans Ende der Geschichte» von Kristof Magnusson, «Nebelflüchtige» von Flurina Badel sowie «Die Lebensentscheidung» von Robert Menasse. Vor 20 Jahren hat Roberto Saviano mit «Gomorra» die Mafia aufgeschreckt. Seitdem lebt er unter Polizeischutz wegen Morddrohungen. Die Mafia bleibt dennoch sein Thema. Jetzt hat er einen Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben. «Meine Liebe stirbt nicht» erzählt von einer verhängnisvollen Beziehung – anhand von Gerichtsunterlagen, Abhörprotokollen und schriftstellerischer Fantasie. Der deutsch-isländische Schriftsteller Kristof Magnusson ist bekannt für gute Unterhaltung mit Tiefgang. Sein neuer Roman ist ein historischer Spionage-Thriller und gleichzeitig eine Parodie darauf. Am Ende des Kalten Krieges schien alles möglich: In dieser Zeit schickt Magnusson einen jungen, erfolgreichen Schriftsteller auf Agentenmission. «In den Tag» von Christoph Ribbat beschreibt die Schwelle zwischen Augenaufschlag und Wachwerden. Jenseits heutiger Selbstoptimierung entfaltet er eine Kulturgeschichte des Aufwachens, amüsant und anekdotisch: Paul McCartney soll einen seiner Songs komplett geträumt haben. Autoren wie Toni Morrison, Sylvia Plath und Ernest Hemingway schrieben ganz früh morgens. Die Bündnerin Flurina Badel greift in «Nebelflüchtige» ein aktuelles politisches Thema auf: Die Nachfrage nach Ferienwohnungen im Engadin macht erschwinglichen Wohnraum für Einheimische knapp. Die Romanfigur Aita kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Bergdorf zurück. Das Haus soll verkauft werden – und so vermischt sich die Trauer über die Mutter mit jener über den Verlust der Heimat. Seit seinem preisgekrönten Roman «Die Hauptstadt» ist der österreichische Autor Robert Menasse der literarische Europa-Spezialist. Nach flammenden Plädoyers für Europa zeigt er sich in der Novelle «Die Lebensentscheidung» abgeklärter: Er schickt einen müden und ernüchterten Angestellten der Europäischen Kommission in den Tod. Ein Buch über verpasste Chancen, Freundschaft und Müttersöhne. Die Bücher der Sendung sind: • Roberto Saviano: «Meine Liebe stirbt nicht» (Hanser); • Kristof Magnusson: «Die Reise ans Ende der Geschichte» (Klett-Cotta); • Christoph Ribbat: «In den Tag» (Insel); • Flurina Badel: «Nebelflüchtige» (Rotpunkt); und • Robert Menasse: «Die Lebensentscheidung» (Suhrkamp).

  3. 12

    Filmstar Charly Hübner über den Autor seines Lebens

    Laura de Weck, Adriana Altaras, Wolfgang M. Schmitt und – als Gast – der deutsche Schauspieler Charly Hübner diskutieren über aktuelle Neuerscheinungen. Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Den Prix Goncourt hat sie erhalten, Bestseller um Bestseller geschrieben. Mit ihrem neuen Roman «Trag das Feuer weiter» schliesst Slimani eine dreibändige Familiensaga ab. Das Portrait einer marokkanisch‑französischen Familie über mehrere Generationen hinweg. Auch die deutsche Bestseller-Autorin Judith Hermann legt ein neues Werk vor. In «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» begibt sie sich auf die Spuren ihres Grossvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS in Polen stationiert war. Wie Schuld und Schweigen bis heute nachwirken, lotet die Autorin in ihrem unverwechselbaren «Judith-Hermann-Sound» aus. Von einfachen, klaren und doch lange nachwirkenden Sätzen ist «Einfallende Dämmerung» geprägt. Der Schweizer Buchpreisträger Christian Haller erkundet darin das «unbekannte Land des Alters». Die Novelle handelt von einem Mikrobiologen, der seinen 80. Geburtstag feiert und merkt, dass er nun in eine neue Lebensphase eintritt. Gerade fand der Wiener Opernball statt. Ein Ereignis, dass die österreichische Satirikerin Stefanie Sargnagel gnadenlos auf die Schippe nimmt. Ihr Buch «Opernball. Zu Besuch bei der Hautevolee» ist eine wort- und wahnwitzige Persiflage auf die Reichen und Schönen. Der deutsche Autor Alexander Schnickmann machte vor einigen Jahren mit seinem Versroman «Requiem» im Feuilleton von sich reden. Nun legt er einen Gedichtband vor. «Gestirne» ist eine Sammlung kosmischer Liebesgedichte, die in die Fernen des Weltalls führt.

  4. 11

    Letzte Werke von Pascal Mercier und Julian Barnes

    Der Zürcher Zoodirektor Severin Dressen war diesmal zu Gast im Literaturclub. Ausserdem begrüsste Moderatorin Jennifer Khakshouri in ihrer Runde: die Autorin Nina Kunz sowie den Politiker und Germanisten Gerhard Pfister. Diskutiert wurde über «Der Fluss der Zeit» von Pascal Mercier, «Gym» von Verena Kessler, «Das Geschenk» von Gaea Schoeters, «Abschied(e)» von Julian Barnes und «Grelles Licht für darke Leute» von Mariana Enriquez. Viele dürften den Schriftsteller und Philosophen Pascal Mercier durch seinen Bestseller «Nachtzug nach Lissabon» kennen. Mercier gehört zu den international erfolgreichsten Schweizer Autoren überhaupt. 2023 verstorben, erscheint nun posthum ein Band mit fünf Kurzgeschichten von ihm. «Der Fluss der Zeit» ringt mit elementaren Themen wie Freiheit, Identität und Vergänglichkeit. Es gibt nicht viele Romane, die in einem Fitness-Studio spielen. «Gym» von der deutschen Autorin Verena Kessler tut das. Es geht um eine Frau, die in einer «Muckibude» jobbt. Als sie selbst zu trainieren beginnt, verliert sie jedes Mass. Der Sport wird zur Obsession. Rasant erzählt, lässt sich diese Geschichte auch als Kritik an unserer Leistungsgesellschaft lesen. Passend zu seiner Leidenschaft für Tiere stellt der Gast der Sendung, der Zürcher Zoodirektor Severin Dressen, einen tierischen Roman zur Diskussion: «Das Geschenk» von der flämischen Autorin Gaea Schoeters. Die Handlung: 20'000 Elefanten stehen plötzlich mitten in Berlin. Ein normaler Alltag ist fortan unmöglich. Und was tut die Regierung? Getrieben von Macht- und Konkurrenzdenken sucht diese nur nach Scheinlösungen. Eine skurrile Polit-Satire. Der britische Star-Autor Julian Barnes wird dieser Tage 80 Jahre alt. Zeit für ihn, sich vom Schreiben zu verabschieden. Meint zumindest er. Er tut das mit dem Werk «Abschied(e)», einer Mischung aus Essay, Memoir und Roman. Barnes blickt darin auf sein Leben zurück. Ein trauriges Buch, das aber von einem beeindruckend leichten Ton getragen ist. Einen Blick nach Südamerika wirft die «Literaturclub»-Runde mit dem Erzählband «Grelles Licht für darke Leute» der Argentinierin Mariana Enriquez. Ihr Genre: literarischer Horror. Und so handeln ihre Stories von Gesichtern, die bei lebendigem Leibe verwesen, von Toten, die ihre Nachbarn verfolgen, oder von Frauen, die zu Vögeln werden.

  5. 10

    Buchtipps für die Weihnachtstage – mit Barbara Bleisch

    Laura de Weck, Wolfgang M. Schmitt, Philipp Tingler und – als Gast – die Philosophin und Bestseller-Autorin Barbara Bleisch diskutieren über «Die Verkrempelung der Welt» von Gabriel Yoran, «Was wir wissen können» von Ian McEwan, «Emma» von Jane Austen sowie «Hundesohn» von Ozan Zakariya Keskinkılıç. Ausserdem stellen sie sich ein paar Denkanstoss-Fragen aus «Jetzt sind Sie gefragt» von Rolf Dobelli. Wer heute einen Induktionsherd kauft, verbiegt sich beinahe die Finger auf den widerspenstigen Touchflächen und dürfte sich fragen: Wo sind eigentlich die simplen Drehknöpfe hin? Der Autor Gabriel Yoran hat mit «Die Verkrempelung der Welt» einen warenkritischen Essay geschrieben. Er stellt fest: Viele Produkte, die uns als Fortschritt verkauft werden, machen uns nur das Leben schwer. Sie sind: nichts als Krempel. Der britischer Star-Autor Ian McEwan, bekannt etwa für «Abbitte», ist 77 Jahre alt. Und seine Erzähllust ist nach wie vor ungebrochen. Auch mit seinem neuen Roman legt er ein komplexes, tiefgründiges und nicht zuletzt spannendes Werk vor: «Was wir wissen können» ist eine Dystopie, die im Jahr 2119 spielt, und handelt von einer etwas anderen Schatzsuche. Jane Austen, die berühmte englische Schriftstellerin, wäre dieser Tage 250 Jahre alt geworden. Austen gilt als Pionierin des Feminismus und als Vorreiterin moderner Erzählkunst. Grund genug, eines ihrer Werke erneut genauer zu betrachten: den Roman «Emma». Er handelt von einer jungen Frau, die beim Verkuppeln anderer selbst in Liebeswirren gerät. Der deutsche Autor Ozan Zakariya Keskinkılıç hat bislang vor allem Lyrik geschrieben. Nun legt er mit «Hundesohn» seinen ersten Roman vor. Er handelt von Zeko, einem jungen queeren Moslem, der in Berlin lebt und mit der Zerrissenheit zwischen verschiedenen Kulturen, Sprachen und Lebensweisen ringt – und sich nach seiner grossen Liebe Hassan sehnt. Die Bücher der Sendung sind: – Jane Austen: «Emma» (S.Fischer); – Rolf Dobelli: «Jetzt sind Sie gefragt» (Diogenes); – Ian McEwan: «Was wir wissen können» (Diogenes); – Ozan Zakariya Keskinkılıç: «Hundesohn» (Suhrkamp); und – Gabriel Yoran: «Die Verkrempelung der Welt» (Suhrkamp). Über die Bücher diskutieren Moderatorin Laura de Weck, die Kritiker Wolfgang M. Schmitt und Philipp Tingler sowie – als Gast – die Philosophin und Bestseller-Autorin Barbara Bleisch. «Was müssten Sie tun, damit Sie mehr Freude an sich hätten?»: Derartige Fragen stellt der Schweizer Unternehmer und Autor Rolf Dobelli in «Jetzt sind sie gefragt». Seite für Seite ein erfrischender Denkanstoss. Ein Buch zum Innehalten, ideal für die Zeit zwischen den Jahren.

  6. 9

    Neuerscheinungen von Giulia Enders bis Peter Stamm

    Jennifer Khakshouri, Nina Kunz, Milo Rau und die Ärztin und Schauspielerin Natalia Conde diskutieren über «Organisch» von Giulia Enders, «Auf ganz dünnem Eis» von Peter Stamm, «ë» von Jehona Kicaj, «Eine Familie in Brüssel» von Chantal Akerman sowie über «Herscht 07769» von László Krasznahorkai. «Darm mit Charme» heisst der Bestseller, mit dem Giulia Enders noch als Medizinstudentin den Darm aus der Scham-Ecke befreit hat, witzig und wissenschaftlich fundiert. Nun – als promovierte Ärztin – legt sie mit «Organisch» in ihrem unverwechselbaren Stil nach: Die Lunge etwa vergleicht sie mit ihrer Urgrossmutter. Sie will, dass wir den Körper nicht länger als eine Art Maschine betrachten, sondern als lebendiges Ganzes. Der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm umreisst in wenigen Worten ganze Leben. «Auf ganz dünnem Eis» heisst sein neuer Erzählband, in dem er Unspektakuläres spektakulär schildert. Ganz gewöhnliche Menschen am Wendepunkt. Einsame Menschen in der digitalen Welt. Die Figuren sind nahbar, beschrieben in knapper, klarer Sprache. Der Debutroman «ë» von Jehona Kicaj ist ein starkes Beispiel literarischer Vergangenheitsbewältigung. Seine Protagonistin ist mit ihren Eltern Ende der 1990er-Jahre aus dem Kosovokrieg nach Deutschland geflohen. Jetzt knirscht sie mit den Zähnen – so stark, dass ihre Zähne splittern. Das Schweigen fordert seinen Tribut. Der Roman führt vor Augen, wie wenig in Mitteleuropa über diesen Krieg Ende der 1990er-Jahre bekannt ist. «Eine Familie in Brüssel» ist ein Buch von Chantal Akerman, die vor allem als Filmemacherin berühmt war. Eine alte Frau berichtet darin in erlebter Rede über ihre Familie, die über die ganze Welt verstreut ist. Eine Familie, in der man kaum miteinander spricht, weil es Dinge gibt, die nicht berührt werden dürfen. Der atemlose Text ist auch eine Hommage an ihre eigene Mutter, die das Konzentrationslager von Auschwitz überlebte. László Krasznahorkai ist der diesjährige Nobelpreisträger. In seinen Werken beschreibt er regelmässig den Einbruch des Schreckens und der Gewalt in eine geschlossene Welt. Sein skurriler Roman «Herscht 07769» spielt in einer von Neonazis terrorisierten Kleinstadt im ostdeutschen Thüringen. Ein Gebäudereiniger sorgt sich um das drohende Weltende und wendet sich in verzweifelten Briefen an Angela Merkel.

  7. 8

    Albrecht Schuch wird zu Max Frischs «Stiller»

    Warum sollte man Frischs berühmten Roman heute noch lesen? Anlässlich seiner Verfilmung diskutiert Laura de Weck mit Elke Heidenreich, Thomas Strässle und dem deutschen Schauspielstar Albrecht Schuch. Ebenfalls im Gespräch: der gefeierte Roman «Die Holländerinnen» von Dorothee Elmiger. «Stiller» war 1954 der literarische Durchbruch für Max Frisch. Ein dichter Roman, der wenig äussere Handlung beschreibt, dafür umso mehr innere Konflikte um die Identität. Lange galt der Stoff als unverfilmbar. In einer SRF-Koproduktion hat es Regisseur Stefan Haupt nun erstmals gewagt. Anlässlich der Verfilmung hat der «Literaturclub» das Buch neu gelesen. «Botanik des Wahnsinns» ist ein zärtlicher Roman um ein hartes Thema. Er.kreist um einen jungen Mann, dessen Eltern und Großeltern psychisch krank waren. Nun befürchtet er, selber depressiv zu werden. Es ist das Debüt des Theaterautors und Psychotherapeuten Leon Engler. Dieser verbindet sein literarisches Talent mit grossem Wissen über psychische Erkrankungen. Mit ihrem Roman «Die Holländerin» ist die Schweizer Autorin Dorothee Elmiger für den deutschen und den Schweizer Buchpreis nominiert. Das Buch kreist um einen realen Fall, bei dem zwei junge Touristinnen im Urwald von Panama verschwunden sind. Eine erfolgreiche Schriftstellerin berichtet, wie sie als Chronistin eine Rekonstruktion dieses Falls durch einen manischen Theatermacher begleitete. «Das Schwarz an den Händen meines Vaters» beschreibt das Aufwachsen in einer Familie, die geprägt ist von Alkohol. Es ist, als hätte Motte zwei Väter: einen, der liebevoll ist und mit ihr spielt. Und einen Vater, der sich volltrunken die Hand absägt. Die Autorin des bewegenden Romans, Lena Schätte, arbeitet als Krankenschwester und hat literarisches Schreiben studiert.

  8. 7

    Ein internationaler Bestseller aus der Schweiz?

    «Lázár» von Nelio Biedermann weckt grosse Erwartungen. Ausserdem diskutieren Jennifer Khakshouri, Adriana Altaras, Lukas Bärfuss und Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer über "Ungebetene Gäste" von Ayelet Gundar Goshen, "Riccardino" von Andrea Camilleri und "Sonntag" von Olivier Schrauwen. Eine Sensation: «Lázár», der Roman des 22-jährigen Schweizers Nelio Biedermann wird bereits in 19 Sprachen übersetzt. Dabei erscheint das Buch gerade erst auf deutsch. Der historische Roman ist inspiriert von Nelio Biedermanns Familie: Er erzählt die Geschichte einer ungarischen Adelsfamilie im 20. Jahrhunderts. Seine Figuren hüten Geheimnisse. Sie glühen vor Sehnsucht, verzweifeln über die Politik. Sie lieben, hassen – und vor allem überleben sie. Ein Hammer fällt von einem Balkon und tötet einen Menschen. Das ist die Ausgangssituation des Romans «Ungebetene Gäste». Dieser liest sich wie ein Krimi um Themen wie Lügen und Schuld, Liebe und Mitgefühl, Vorurteile und Rassismus. Autorin Ayelet Gundar-Goshen ist Psychotherapeutin und eine der bekanntesten Stimmen der israelischen Literatur. Sie schreibt packend über Themen, die in Nahost die aktuellen Konflikte befeuern. Commissario Montalbano ist Italiens berühmtester Ermittler. Sein Schöpfer Andrea Camilleri schrieb Krimis im Jahrestakt und griff mit Vorliebe aktuelle gesellschaftliche und politische Probleme auf. Camilleri war auch Regisseur, Drehbuchautor. «Riccardino», sein letzter Montalbano-Fall, entstand bereits 2005 und durfte nach Wunsch des Autors erst nach dessen Tod 2019 erscheinen. In diesem Jahr wäre Camilleri hundert Jahre alt geworden. Die Graphic Novels des Belgiers Olivier Schrauwen gelten als Meilensteine der Comickunst. So auch sein aktueller Band «Sonntag», der einen Menschen in seiner puren Existenz zeigt – und in innovativer Bildsprache. Minutiös und schonungslos zeichnet Schrauwens das Innenleben und die Gedankenströme eines Mannes. Alltagsbeobachtungen an einem Sonntag, ohne Angst vor Banalitäten.

  9. 6

    Ist Lesen Frauensache?

    Moderatorin Laura de Weck, Lukas Bärfuss, Gerhard Pfister und – als Gast – die Autorin und Podcasterin Samira El Ouassil diskutieren über spannende Neuerscheinungen. Der japanische Autor Uketsu ist der erfolgreichste Vertreter des «Sketch-Mystery»-Romans. Es sind fesselnde Spannungsromane, die Zeichnungen und Diagramme enthalten. Damit hat Uketsu, der stets mit weisser Maske auftritt, das Krimi-Genre in Japan verändert. Der Band «Seltsame Bilder» erscheint nun auf Deutsch. In «Russische Spezialitäten» erkundet Dmitrij Kapitelman mit sarkastischem Humor eine Welt, die Russlands Propaganda nicht standzuhalten vermag. Die Familie des Autors betreibt im Osten Deutschlands, in Leipzig, einen Laden mit russischen Spezialitäten. Trotz seiner Liebe und Hochachtung der Mutter gegenüber belastet der Krieg ihr Verhältnis schwer. Nora Osagiobares origineller Debütroman «Daily Soap» ist als Seifenoper konzipiert und nimmt das Genre gleichzeitig auf die Schippe. Es geht um Reiche und Arme, Schwarze und Weisse. Und vor allem geht es um Rassismus in der Schweiz. Nora Osagiobare, in der Schweiz aufgewachsen, weiss genau, wovon sie schreibt: Ihr Vater stammt aus Nigeria. Christoph Hein ist einer der bedeutendsten Schriftsteller Deutschlands. Er gilt als Chronist der DDR. Seine Romane «Drachenblut» oder «Landnahme», erzählen davon, wie während der DDR die Diktatur in private Beziehungen eingreift. Nun hat er mit «Das Narrenschiff» einen Bestseller-Roman geschrieben, der die DDR von den Anfängen bis zu ihrem Ende episch erzählt.

  10. 5

    Neinsagen mit «Bartleby»

    Jennifer Khakshouri, Adriana Altaras, Philipp Tingler und als Gast Psychotherapeutin Felizitas Ambauen diskutieren über «Bartleby, der Schreiber» von Herman Melville, «Dream Count» von Chimamanda Ngozi Adichie, «Das Lieben danach» von Helene Bracht sowie über «See der Schöpfung» von Rachel Kushner. «I would prefer not to» oder «Ich möchte lieber nicht»: Mit diesem Satz hat sich ein Büroangestellter namens Bartleby in der Literaturgeschichte verewigt. Mit seiner Neinsager-Geschichte «Bartleby, der Schreiber» hat der englische Romancier Herman Melville neben «Moby Dick» einen zweiten Klassiker erschaffen. Angesichts der heutigen Suche nach Work-Life-Balance und Resilienz scheint dieser höchst aktuell. Chimamanda Ngozi Adichie ist ein Weltstar der Literatur. Ihr Roman «Americanah» über eine Frau, die in mehreren Kulturen gleichzeitig lebt, war ein internationaler Erfolg. Nun ist ihr lang erwarteter zweiter Roman «Dream Count» erschienen. Aus der Perspektive von vier Frauen um die 40 schreibt sie über Freundschaft, Selbstbestimmung und Afrika-Klischees. Mit 70 Jahren hat die Psychologin Helene Bracht ihr literarisches Debüt veröffentlicht. Fast ein ganzes Leben hat sie gebraucht, um sich dem Trauma ihrer Kindheit anzunähern: Im Memoir «Das Lieben danach» erzählt sie, wie sie von ihrem Nachhilfelehrer sexuell missbraucht wurde. Helene Bracht beschreibt offen und ungeschönt, welche Spuren dies in ihrem Liebesleben und ihrer Körperlichkeit hinterlassen hat. Die US-amerikanische Autorin Rachel Kushner hat mit «See der Schöpfung» einen Spionageroman mit philosophischem Tiefgang geschrieben. Eine Agentin hat den Auftrag, sich in eine Gemeinschaft von radikalen Umweltaktivisten einzuschleusen. Packend und intellektuell herausfordernd umkreist sie relevante Themen wie den Kampf um Wasserressourcen und Kapitalismuskritik. Die Bücher der Sendung sind: – Herman Melville: «Bartleby, der Schreiber» (Kampa); – Chimamanda Ngozi Adichie: «Dream Count» (S. Fischer); – Helene Bracht: «Das Lieben danach» (Hanser); und – Rachel Kushner: «See der Schöpfung» (Rowohlt). Gast der Sendung ist die Psychotherapeutin und Podcasterin Felizitas Ambauen.

  11. 4

    Neue Romane von Sophie Hunger und Christian Kracht

    Moderatorin Laura de Weck, Elke Heidenreich, Nina Kunz und – als Gast – der Theater- und Opernregisseur Thom Luz diskutieren über neue Bücher von Sophie Hunger, Christian Kracht, Jakob Hein und Zach Williams. Die Schweizer Sängerin Sophie Hunger ist für ihre tiefgründigen und literarischen Songtexte bekannt. Jetzt hat sie einen Roman geschrieben. In «Walzer für Niemand» geht es um das Erwachsenwerden eines Mädchens, dessen Biografie der von Sophie Hunger ähnelt. Zwischen ihr und einem Jungen besteht eine innige Jugendfreundschaft, die stark von der Leidenschaft für Musik geprägt ist. Romane des Schweizer Autors Christian Kracht werden oft mit Spannung erwartet. Denn stets umgibt sie etwas Geheimnisvolles, Rätselhaftes, das entschlüsselt werden möchte. Das ist im neuen Roman «Air» nicht anders. Ein Innenarchitekt erhält den Auftrag, einen riesigen norwegischen Datenspeicher in Weiss zu gestalten. Dabei verschwindet der Mann und landet in einer Fantasy-Welt. Einen Schelmenroman hat der Berliner Autor und Jugendpsychiater Jakob Hein geschieiben. «Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste» erzählt eine verrückte Geschichte um ein wahres Ereignis.1983 gab die Bundesrepublik Deutschland einen Milliardenkredit an die feindliche DDR. Bei Jakob Hein wird daraus eine höchst vergnügliche Geschichte um sehr viel «Medizinalhanf» und dumpfe Bürokratie in Ost und West. Die rätselhaft-beunruhigenden Stories des US-Amerikaners Zach Williams erregen seit ihrem Erscheinen grosse Aufmerksamkeit. Denn sie beschreiben, wie die Wirklichkeit unsicher wird und erinnern damit an die Filme von David Lynch. In einer Zeit, wo langjährige Gewissheiten plötzlich in Frage gestellt werden, wirken diese Kurzgeschichten sehr gegenwärtig. Die Bücher der Sendung sind: • Sophie Hunger: «Walzer für Niemand» (Kiepenheuer & Witsch) • Christian Kracht: «Air» (Kiepenheuer & Witsch) • Jakob Hein: «Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste» (Galiani) • Zach Williams: «Es werden schöne Tage kommen» (dtv)

  12. 3

    Lo & Leduc und Züri West: Wenn Musik Geschichten schreibt

    Laura de Weck, Elke Heidenreich, Thomas Strässle und – als Gast – der Musiker Lorenz Häberli von Lo & Leduc diskutieren über neue Bücher von Daniel Glattauer, Jonas Lüscher, Samantha Harvey und Behzad Karim Khani. Vorleser in der Sendung ist Marcus Signer – derzeit als Privatdetektiv Philip Maloney in der SRF-Krimiserie «Maloney» zu sehen.

  13. 2

    Lesetipps für die Festtage

    Jennifer Khakshouri, Lukas Bärfuss, Nina Kunz und – als Gast – der Chansonnier Michael von der Heide diskutieren über «Unmöglicher Abschied» von Han Kang, «Die Spielerin» von Isabelle Lehn, «Die schlechte Gewohnheit» von Alana S. Portero sowie «Lindt & Sprüngli – zwei Familien, eine Leidenschaft» von Lisa Graf. Die deutsche Autorin Lisa Graf hat einen historischen Roman über die Geschichte des Schweizer Chocolatier- Unternehmens «Lindt und Sprüngli» geschrieben. Damit ist sie auf den Bestsellerlisten gelandet. Was steckt hinter dem Erfolg und was hat sie aus der zweifellos interessanten Wirtschaftsgeschichte gemacht? Die koreanische Schriftstellerin Han Kang hat kürzlich den Literaturnobelpreis entgegengenommen. Fast gleichzeitig ist ihr neuester Roman «Unmöglicher Abschied» auf deutsch erschienen. Poetisch erzählt sie von einem historischen Trauma in der koreanischen Geschichte. Die Geschichte kreist um ein Massaker auf der koreanischen Insel Cheju im Jahre 1948. Lange wurde die Gewalt tabuisiert, obgleich fast jede Familie auf der Insel betroffen ist. Die Geister der Vergangenheit bewegen auch die Figuren im Roman. Mit ihrem dritten Roman greift die deutsche Schriftstellerin Isabelle Lehn einen wahren Kriminalfall auf: «Die Spielerin» handelt von einer Frau, die als Bankerin in Zürich, später als Buchhalterin der kalabrischen Mafia Geld wäscht und dabei Millionen verdient. Isabelle Lehn umkreist diese Figur hinter ihrer unscheinbaren Fassade, indem sie sie literarisch aus vielen Perspektiven beleuchtet. «Die schlechte Gewohnheit» ist der Debutroman der spanischen Schriftstellerin Alana S.Portero. Als Transkind wächst die Erzählerin in den 1980er Jahren in einem Arbeiter- und Drogenquartier von Madrid auf. In eindringlicher und poetischer Sprache erzählt Portero von einer jungen Frau, die versucht, ihr Schicksal entgegen aller Umstände selbst in die Hand zu nehmen. Die Bücher der Sendung sind: Lisa Graf: «Lindt &Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft» (Penguin) Han Kang: «Unmöglicher Abschied» (Aufbau) Isabelle Lehn: «Die Spielerin» (S.Fischer) Alana S. Portero: «Die schlechte Gewohnheit» (Claassen)

  14. 1

    Humor als Waffe

    Laura de Weck, Thomas Strässle, Philipp Tingler und Adriana Altaras diskutieren über «Kein Grund, gleich so rumzuschreien» von Martin Suter / Benjamin von Stuckrad-Barre, «Man kann auch in die Höhe fallen» von Joachim Meyerhoff, «Pi mal Daumen» von Alina Bronsky sowie «Schilten» von Hermann Burger. Die beiden Schriftsteller Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre verbindet eine innige Freundschaft. In ihrem zweiten Gesprächsband «Kein Grund, gleich so rumzuschreien» unterhalten sich die beiden offen über Schmerzhaftes und Verluste. Dabei spielen Humor als Waffe und Lachen als Befreiung eine grosse Rolle. Schauspieler Joachim Meyerhoff ist präzise in der Sprache, immer mit aufblitzendem Witz. Dasselbe gilt für seine autobiografischen Bestseller-Romane, in denen es meist um sein Aufwachsen und seine Familie geht. Im neuen Buch «Man kann auch in die Höhe fallen» beschreibt Meyerhoff anekdotisch und mit grosser Situationskomik, wie er sich durch einen Langzeitbesuch bei seiner Mutter aus einer Lebenskrise befreit. «Pi mal Daumen» von Alina Bronsky erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft: Ein hochbegabter Junge und eine unterschätzte Frau begegnen sich in der Welt der Mathematik. Dieser Roman stand ganz oben auf der SRF-Bestenliste und wurde als Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen 2024 ausgezeichnet. Leichtfüssig erzählt Alina Bronsky von einer Begegnung über soziale Grenzen hinweg. Der Roman «Schilten» von Hermann Burger gehört zum Originellsten, was die Schweizer Literaturgeschichte zu bieten hat. Marcel Reich-Ranicki feierte Burger als «einen der skurrilsten Humoristen der deutschen Literatur». Dennoch hat der Schriftsteller, der sich 1989 das Leben nahm, nicht die Bekanntheit, die ihm gebührt. Nun lässt sich sein wichtigster Roman, der Reales mit Surrealem verwebt, neu entdecken. Die Bücher der Sendung sind: – Martin Suter / Benjamin von Stuckrad-Barre: «Kein Grund, gleich so rumzuschreien» (Diogenes); – Joachim Meyerhoff: «Man kann auch in die Höhe fallen» (Kiepenheuer & Witsch); – Alina Bronsky: «Pi mal Daumen» (Kiepenheuer & Witsch); und – Hermann Burger: «Schilten» (Nagel und Kimche). Gast der Sendung ist die Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Adriana Altaras.

  15. 0

    Trump oder Harris als Romanfigur? US-Wahlkampf und Literatur

    Jennifer Khakshouri, Usama Al Shahmani, Daniela Strigl und – als Gast – Micha Lewinsky diskutieren über «Kamala Harris. Ein Porträt» von Marie-Astrid Langer, «Valentinstag» von Richard Ford, «Tabak und Schokolade» von Martin R. Dean sowie «Der beste Tag seit langem» von Jana Volkmann. Wer ist Kamala Harris? Marie-Astrid Langer, USA-Korrespondentin der «Neuen Zürcher Zeitung», hat ein Porträt über die erste schwarze Präsidentschaftskandidatin verfasst. Dabei zeichnet sie den Aufstieg der Juristin und Politikerin nach, von der Bezirksstaatsanwältin bis zur Vizepräsidentin. Richard Ford gilt als literarischer Langzeit-Chronist der USA. In seinen Romanen beschreibt er den Alltag in den USA, meist aus der Perspektive eines gewissen Frank Bascombe. Im jüngsten Roman «Valentinstag» wirkt Bascombe alt und abgekämpft. Mit seinem todkranken Sohn unternimmt er eine Reise zum symbolträchtigen Mount Rushmore. Es ist ein Trip zwischen Komik und Verzweiflung. Im US-Wahlkampf werden persönliche Geschichten erzählt, die Wahlveranstaltungen sind wie Theaterstücke inszeniert, nichts ist dem Zufall überlassen. Die Katze von Popstar Taylor Swift heisst Benjamin Button – wie der Titelheld im Roman von F. Scott Fitzgerald. Elisabeth Bronfen erklärt im Gespräch, wieso der Wahlkampf ein literarischer ist. Der Schweizer Schriftsteller Martin R. Dean hat einen Roman über seine unterschiedlichen Herkünfte geschrieben: die Mutter eine Schweizerin, der Vater aus Trinidad und Tobago. Er unternimmt eine Reise vom Aargau zu den indischen Vorfahren in der Karibik – und erzählt nicht nur seine Familiengeschichten, sondern auch viel über Zeitgeschichte. Ist das Verhältnis zwischen Tier und Mensch noch zu retten? In Jana Volkmanns Roman finden zwei Frauen durch ein entlaufenes Pferd zu einer neuen Haltung gegenüber Natur und Kreatur. «Der beste Tag seit langem» kreist um das Thema Tierrechte – mit Sprachwitz, feinem Humor und ohne Aktivismus. Zugeschaltet aus New York ist Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen.

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