PODCAST · music
Ö1 Intermezzo
by ORF Ö1
Jeden Sonn- und Feiertag ist in der Pause der Matinee eine Künstler/innenpersönlichkeit zu Gast. Aktuelle Produktionen und Werke werden besprochen, kultur- und tagespolitische Themen diskutiert und Hintergründe beleuchtet. Pointiert, kritisch, informativ.
-
13
#Tom Neuwirth - mehr als Conchita#
Intermezzo, 7.6.2026 Tom Neuwirth – mehr als ConchitaDer Sänger Tom Neuwirth spielt den Frosch in der Pride Edition der „Fledermaus“ in der Wiener Volksoper.Zu Gast im Pride month Juni ist der Sänger, Schauspieler, Moderator, Podcaster und Botschafter der LGBTQI+ Bewegung Tom Neuwirth, der einem weltweiten Publikum als Kunstfigur Conchita Wurst durch seinen Sieg beim ESC Songcontest 2014 bekannt wurde. Derzeit probt er für seinen Auftritt als Gerichtsdiener Frosch in der Pride Edition von Johann Strauß Operette „Die Fledermaus“, die ab Dienstag in der Wiener Volksoper zu sehen sein wird. Gestaltung: Katharina Menhofer
-
12
Anna Bernreitner: Oper allerorts für alle
Für Anna Bernreitner ist kein Ort zu banal, kein Raum zu alltäglich, um zur Bühne zu werden. 10 Jahre lang bespielte sie mit ihrem Ensemble "Oper rundum" öffentliche Plätze. Sie inszenierte etwa die Oper „Doktor und Apotheker“ auf dem Gehsteig vor einer Apotheke, tingelte mit „La Bohème“ und einem Bühnenbild aus Mineralwasserkisten durch die Wiener Bezirke oder führte „Die Fledermaus“ zwischen Rutsche und Liegewiese in Wiener Freibädern auf. Diesen Zauber der Pop-Up Straßenoper nimmt die 40jährige auch in ihre Inszenierungen an festen Häusern mit, etwa in Nancy, Zürich oder Wien. Derzeit inszeniert sie die surrealen Einakter „Lady Magnesia & Zweimal Alexander“ in der Wiener Kammeroper. Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt die Regisseurin von den Herausforderungen der Straßenoper und von den vielen berührenden Begegnungen, die sie mit sich bringt.Eine Eigenproduktion des ORF; gesendet am 4.6.2026
-
11
Sieben Fehler sind im Bild: Thomas Demand
Thomas Demand zu Gast bei Christine Scheucher+++Er baut Tatort- oder Pressefotografien aus Pappe und Papier im Originalmaßstab nach und achtet dabei auf jedes noch so kleine Detail, um diese Modelle hernach zu fotografieren - darunter Modelle des Oval Office, der ehemaligen Stasi Zentrale in Berlin, oder des Kontrollraums im Atomkraftwerks Fukushima. Mit diesem eigenwilligen Verfahren entdeckte der deutsche Künstler Thomas Demand terra incognita und er machte sich am internationalen Kunstparkett einen Namen. Im Museum für Angewandte Kunst beschreitet der Künstler nun andere Pfade. "Räume, die von gestern träumen" heißt eine Schau, in der Demand Modelle historischer Theaterkulissen fotografisch erkundet. Eine Grotte, ein dichter Wald, ein Felsvorsprung, Entwürfe von sagenhaften Palästen, die niemals gebaut wurden, Königreiche, die nie existierten. Es sind imaginäre Welten, die Thomas Demand in seiner aktuellen Werkserie erkundet.
-
10
Bariton Ludovic Tézier: der Spaß am Bösewicht-Spiel
Der in Marseille geborene Ludovic Tézier gilt als einer der weltbesten Baritone und als führender Verdi-Bariton der Gegenwart. An der Wiener Staatsoper singt er derzeit die Rolle des Zurga in Bizets "Perlenfischer". Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt er vom großen Vergnügen, Bösewichte und abgründige Charaktere zu spielen, davon, wie ihm seine Frau, die Sopranistin Cassandre Berthon, mit Bergman-Filmen Schauspielunterricht gab und warum er froh ist, doch kein Startenor mit Society-Verpflichtungen geworden zu sein. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 24. Mai 2026.
-
9
Brigitta Muntendorf: Feiern gegen den Krieg
Ö1 Intermezzo ++ Zum Start der Wiener Festwochen bringt die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf im Odeon Theater ihre immersive Musiktheater-Produktion "The Day Before" zur Uraufführung. Ein Clubbing im klassizistischen Theatersaal entwickelt sich dabei zu einem Antikriegs-Protest-Ritual. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 17.5.2026
-
8
Countertenor, Regisseur, Festivalleiter Max Emanuel Cencic
Ö1 Intermezzo ++ Der österreichische Sänger, Regisseur und künstlerische Leiter des Festivals „Bayreuth Baroque“ Max Emanuel Cencic zeigt eine seiner gefeierten Inszenierungen im MusikTheater an der Wien: Leonardo Vincis "Alessandro nell'Indie". Über seine rein männlich besetzte, überdrehte Revue mit Tanzeinlagen à la Bollywood spricht Cencic ebenso wie über seinen Werdegang und den (vermeintlichen) Barockopern-Boom der vergangenen Jahre. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 12.4.2026
-
7
Dimitré Dinev: "Zeit der Mutigen" und die Folgen
Ein Erzählband von Balzac öffnete dem 16jährigen Dimitré Dinev im Bulgarien der 1980er Jahre die Augen für Literatur und für die große Freiheit, die sie vermitteln kann. Auf die Flucht in fantastische Welten folgte 1990 die reale Flucht über die grüne Grenze. Und dennoch verfolge ihn das Schiwkow-Regime bis heute, sagt Dinev, der im Roman „Zeit der Mutigen“ (Verlag Kein & Aber) u.a. über Konzentrationslager und niedergeschlagene Aufstände erzählt. 13 Jahre lang hat er ihn – zunächst handschriftlich – verfasst, sich in dutzende Figuren über ein ganzes Jahrhundert hineinversetzt, während er zugleich als Familienvater zwei Töchter beim Heranwachsen begleitete. Wie er die beiden Welten verband und trennte und welche Konsequenzen er durch die Übersetzung des Romans ins Bulgarische zu befürchten hat, erzählt der Schriftsteller im Gespräch mit Judith Hoffmann.Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 6. April 2026.
-
6
Kluges KI: Kunst als Konjunktiv der Bilder
Er gilt als hellsichtiger und engagierter Diagnostiker der Gegenwart und hat mit seinen Filmen das deutsche Autorenkino der 1960er, 70er und 80er Jahre geprägt. Alexander Kluge ist Autor, Regisseur und Fernsehmacher. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. Nun zeigt Alexander Kluge eine Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, die eine Brücke vom Theater zum Film schlägt. 1962 formulieren junge Filmschaffende das so genannte „Oberhausener Manifest“: eine Kampfansage an den Nachkriegskitsch und die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Autorenfilms, der mit Namen wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Alexander Kluge verknüpft ist. Doch die larmoyante Nabelschau so mancher Veteranen der 68er-Bewegung liegt Alexander Kluge nicht. Statt in die Vergangenheit blickt er in die digitale Zukunft. Denn Kluges jüngste Filmprojekte entstehen mit Hilfe der KI.
-
5
Miriam Unterthiner: Ich stecke in jedem Text
Intermezzo, 11.1.2026 Die Autorin Miriam Unterthiner über ihr neues Stück „mundtot“, das am Wiener Schauspielhaus uraufgeführt wird.Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt im weiblichen Leistungssport thematisiert die Autorin Miriam Unterthiner in ihrem jüngsten Stück „mundtot“, das mit dem Hans-Gratzer Preis ausgezeichnet wurde und jetzt zur Uraufführung kommt. Die 1994 in Südtirol geborene Autorin wurde im vergangenen Jahr für ihr Stück „Blutbrot“ mit dem Kleist Förderpreis für neue Dramatik und dem österreichischen Buchpreis (Debütpreis) ausgezeichnet. Über die brisante Thematik des neuen Stückes, in das ihre eigene Erfahrungen als Handballerin miteingeflossen sind, über alte Familiengeschichten, die sie zum Schreiben angeregt haben, über das Loslassen von Texten auf die Büauf die Bühne und über ihre späte Berührung mit der Theaterkunst erzählt Miriam Unterthiner im Intermezzo. Gestaltung: Katharina Menhofer Eine Eigenproduktion des ORF, ausgestrahlt am 9.1. 2026
-
4
Neujahrskonzert-Dirigent Yannick Nézet-Séguin
Yannick Nézet-Séguin hatten wohl nicht viele auf der Rechnung, als am 1. Jänner 2025 der Dirigent für das nächste Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker bekanntgegeben wurde. Dabei zählt der 50-jährige Kanadier längst zur Weltspitze des Klassikbetriebs. Seit 2019 ist Nézet-Séguin Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera, zudem ist er Chefdirigent des traditionsreichen Philadelphia Orchestra sowie des kanadischen Orchestre Métropolitain in seiner Heimatstadt Montreal. Und auch die Wiener Philharmoniker kennen ihn schon lange: 2010 dirigierte er das Orchester erstmals bei der Salzburger Mozartwoche, es folgten regelmäßige gemeinsame Auftritte – wenn auch bisher selten vor dem Wiener Stammpublikum. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 1.1.2026
-
3
Dirigent Markus Poschner zwischen Fledermaus und Jazz
„Wer soll es denn sonst machen?“ fragt Markus Poschner und meint damit das Einstehen für Menschlichkeit und menschliches Miteinander in Zeiten sich verhärtender Fronten. Gerade jetzt könne die Kunst Wege zur Gemeinsamkeit eröffnen, so Poschner, der zu Silvester erstmals „Die Fledermaus“ von Johann Strauß an der Wiener Staatsoper dirigiert. Seit September ist er Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel, im Herbst 2026 übernimmt er zudem das RSO und 2027 die Utah Symphony. Poschner stammt aus einer Musikerfamilie und war mehrere Jahre als Jazzpianist tätig, bevor er erstmals zum Taktstock griff. Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt der geborene Münchner von einem Familienleben als „fahrende Gaukler“, warum das RSO kein Ablaufdatum hat und von seinem langjährigen Traum, mit einem Orchester Jazz zu spielen.Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 28.12.2025.
-
2
#Historie im Brennglas: Florian Illies# Scheucher
Florian Illies zu Gast bei Christine Scheucher+++Er hat sich mit der Erfindung der Landschaft in der Malerei Caspar David Friedrichs auseinandergesetzt, das Jahr 1913 als Auftakt der europäischen Urkatastrophe kulturgeschichtlich vermessen und sich an Vita und Werk des expressionistischen Lyrikers Gottfried Benn abgearbeitet. Als Co-Host des Podcasts „Augen zu“ zeigt er, wie man mit Worten Kunst zum Klingen bringen kann. Jede Folge, die der Autor und Kunsthistoriker Florian Illies gemeinsam mit ZEIT-Herausgeber Giovanni di Lorenzo aufnimmt, ist einer großen Künstlerpersönlichkeit gewidmet. 2025 feiert die literarische Welt den 150. Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Aus diesem Anlass hat Florian Illies einen Band vorgelegt, der ins verhängnisvolle Jahr 1933 führt. „Wenn die Sonne untergeht. Familie Mann in Sanary“ lautet der Titel des Bandes, der nur wenige Monate wie durch ein Brennglas in den Blick nimmt.
-
1
#Andrea Breth in der Josefstadt#
Intermezzo, 7.12.2025Andrea Breth – Debut an der Josefstadt„Hätten wir uns anders verhalten?“ – die Regisseurin Andrea Breth über „Ein deutsches Leben“ im Theater in der JosefstadtZu Gast im Intermezzo ist die deutsche Theater- und Opernregisseurin Andrea Breth. Sie hat legendäre Inszenierungen im gesamten deutschen Sprachraum geschaffen, viele Jahre am Burgtheater als Hausregisseurin gearbeitet und sich in den letzten Jahren verstärkt der Oper zugewandt. Im Theater in der Josefstadt gibt sie jetzt (18.12.2025) ihr Hausdebut – mit Christopher Hamptons Stück „Ein deutsches Leben“, das auf dem gleichnamigen Dokumentarfilm basiert. Im Zentrum steht eine reale Person – Brunhilde Pomsel, die die Sekretärin von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels war. Sie hat als 103jährige einem Filmteam über ihr Leben erzählt. Breth setzt es mit der Schauspielerin Lore Stefanek im Theater in der Josefstadt in Szene.
-
0
Unsuk Chins surreale Klangwelten
Ö1 Intermezzo ++ Gestaltung: Sebastian Fleischer ++ Mit „Alice in Wonderland“ hat die gefeierte koreanische Komponistin Unsuk Chin einen wahren Klassiker der Nonsense-Literatur zur Vorlage für ihre erste Oper genommen. 2007 erlebte ihre „Alice“ an der Bayerischen Staatsoper in München ihre Weltpremiere – geleitet von Chins Freund und Mentor Kent Nagano. Die Produktion wurde später von der Zeitrschrift „Opernwelt“ zur „Uraufführung des Jahres“ gekürt. Jetzt hat „Alice in Wonderland“ am MusikTheater an der Wien Premiere, zu der auch die Komponistin angereist ist. Im Intermezzo erzählt sie, wie die surrealen Bilder von Lewis Carroll sie an ihre eigenen Träume erinnert haben, wie sie den grotesken Humor in ihre Musik übersetzt hat, sie berichtet von ihren – bitteren – Lehrjahren bei György Ligeti in Hamburg und erklärt, warum sie die Interpretinnen und Interpreten ihrer Werke regelmäßig an ihre physischen Grenzen bringen will. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 15.11.2025
-
-1
#Florian Scheuba Schönen guten Abend#
Intermezzo, 9.11.2025„Ich lass mir nicht das Maul stopfen“ – der Kabarettist Florian Scheuba über sein neues Soloprogramm „Schönen guten Abend“Zu Gast im Intermezzo ist der Kabarettist, Autor und Kolumnist Florian Scheuba. Seit Jahrzehnten prägt er die heimische Kabarettszene, angefangen mit den Hektikern, über die Staatskünstler, bis hin zu Programmen mit Kollegen wie Robert Palfrader, Alfred Dorfer, Thomas Maurer und Cornelius Obonya. Er schreibt satirische Kolumnen für den Standard, was kürzlich zu einer Verurteilung führte, seit 2020 betreibt er den Falterpodcast „Scheuba fragt nach“. Am Dienstag feiert sein drittes Soloprogramm „Schönen guten Abend“ im Wiener Stadtsaal Premiere. Über seine Verurteilung und die Folgen für die Meinungsfreiheit, über satirische Überhöhung und seinen Medienkonsum, über den Zustand unserer Welt und die brennenden Themen unserer Zeit und sein Auseinandersetzen mit dem Älterwerden spricht Florian Scheuba mit Katharina Menhofer.
-
-2
Julian Hetzel: "Three times left is right"
Der deutsche Theatermacher Julian Hetzel lebt seit rund 15 Jahren im niederländischen Utrecht. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Stücke von politischer Dimension mit dokumentarischem Ansatz. Julian Hetzel, der an der Bauhaus Universität Weimar visuelle Kommunikation und in Amsterdam Theaterkunst studierte, verwebt dabei unterschiedliche Disziplinen. Theater- und Performancekunst treffen auf musikalische Experimente, bildende Kunst und Visual Arts. 2024 war beim Donaufestival Krems bereits "SPAfrica" von Julian Hetzel und Ntando Cele zu sehen. Das Stück, in dem es um Schuld und Empathie geht, wurde mit dem Dutch Theatre Award ausgezeichnet. Hetzels Arbeit "The Automated Sniper" behandelte das Thema der automatisierten Kriegsführung und erhielt 2017 den VSCD Mime Award. Jakob Fessler hat mit Julian Hetzel über seine Arbeitsweise, über sein neues Stück "Three times left is right" und über den Prozess der sogenannten "Normalisierung" neuer Werte und Normen gesprochen.
We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.
No matches for "" in this podcast's transcripts.
No topics indexed yet for this podcast.
Loading reviews...
ABOUT THIS SHOW
Jeden Sonn- und Feiertag ist in der Pause der Matinee eine Künstler/innenpersönlichkeit zu Gast. Aktuelle Produktionen und Werke werden besprochen, kultur- und tagespolitische Themen diskutiert und Hintergründe beleuchtet. Pointiert, kritisch, informativ.
HOSTED BY
ORF Ö1
CATEGORIES
Loading similar podcasts...