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Ö1 Kulinarium

Vom Essen, Trinken und Genießen. Geschichten von Lebensmitteln - und von den Menschen, die sie erzeugen. Winzer, Gastwirte, Köche und Genusshandwerker sprechen über eine Branche, die zu gleich Lebensnotwendiges und Lebensfreude produziert. Und über die Fragen, was die Qualität von Nahrungsmitteln ausmacht.

  1. 22

    Olivenöl aus Österreich

    Utopische Spinnerei oder lukrative Zukunftsvision?Franz Günther und seine Frau Sabine Haider kauften nach und nach drei Hektar Grund rund um Mörbisch, setzten mehr als 700 Olivenbäume und verlegten auch ihren Hauptwohnsitz von Amstetten dorthin. 2023 pressten sie aus ihren Oliven in Italien ihr erstes Öl. Etwas später, 2022, setzte auch der steirische Obstbauer Martin Mittendrein seine ersten Olivenbäume. Wie seine Kollegen im Burgenland hatte er anfangs Probleme mit Schädlingen, Reh- und Hasenfraß. Mit der Zeit entwickelte er immer effektivere Methoden, dagegen vorzugehen. Martin Mittendrein presste 2025 sein erstes Öl. Aus achtzig Kilo Ernte wurden sieben Liter Öl, in ein paar Jahren sollen es 100 Liter sein. Erst heuer hat er an einem Tag 2.000 neue Olivenbäume gesetzt. Eine Expertin verkostet die österreichischen Olivenöle und kam zu einem überraschenden Ergebnis.Gestaltung: Jonathan ScheucherEine Produktion des ORF, gesendet am 26.06.2026

  2. 21

    Allrounder Paprika

    Edelsüß bis feurig scharfPaprika ist Chili ohne Schärfe. Süßer Paprika wurde vor knapp einhundert Jahren aus den scharfen Chilischoten entwickelt. Er gehört zu den Nachtschattengewächsen, seine Früchte verwendet man als Gemüse und Gewürz: In Letscho und Peperonata, kalt als Gazpacho oder Salat, in Öl eingelegt als Antipasto, oder gefüllt, als Creme und Sauce. Paprikapulver wird aus getrockneten roten Paprikaschoten gemahlen: Rosenpaprika, edelsüß, halbsüß bis scharf und geräuchert. Es färbt Speisen rot und ist unverzichtbare Würze für Gulasch und Paprikahendl, für Suppen und Aufstriche. „Moment-Kulinarium“ über ein fruchtiges Gemüse und Gewürz in den Ampel-Farben.Gestaltung: Ernst WeberEine Produktion des ORF, gesendet am 19.06.2026

  3. 20

    Die Balkanküche

    Ajvar, Burek, CevapciciKaum etwas verkörpert die Küche von Kroatien bis Albanien mehr als ein Balkangrill: Über Holzkohle werden Cevapcici, Pljeskavica und Fleischspieße gegrillt. Neben dem rauchigen Aroma und der Kruste geht es dabei auch um die Geselligkeit. Dazu werden Ajvar, Schafskäse, Burek (eine gefüllte Blätterteigspezialität) und Sarma (gefüllte Weinblätter) gereicht.Im Rahmen des Ö1-Jahresschwerpunktes „Europa weiter denken“ berichtet das Moment-Kulinarium über die vielen Gemeinsamkeiten und die feinen Unterschiede der südosteuropäischen Küchentraditionen, die vom osmanischen Reich und dem Mittelmeerraum geprägt wurden.Gestaltung: Noel KriznikEine Produktion des ORF, gesendet am 12.06.2026

  4. 19

    Königin des Gartens - Die Erdbeere

    Kaum ein anderes Aroma "versetzt dermaßen in beinahe kindlich unbeschwerte Glückseligkeit", schreibt Margot Fischer in dem schmalen Band der "kleinen Gourmandisen" des Mandelbaum Verlags über die Erdbeere, die für viele der Inbegriff des Sommers ist. In Österreich startet die Erdbeersaison üblicherweise Ende Mai. Spätere Sorten tragen bis in den Herbst und die häufig in den Gärten anzutreffende Monatserdbeeren sogar bis zum ersten Frost.Ob vom Balkon, aus dem Garten oder vom Feld - frisch gepflückt und sonnenwarm schmecken Erdbeeren besonders intensiv. Sie eignen sich nicht nur für Süßes, sondern lassen sich auch pikant kombinieren: Fenchel oder Spargel etwa mit Erdbeervinaigrette. Ebenso passt die Beere, die botanisch gesehen zu den Sammelnussfrüchten zählt, zu Salaten, Fisch oder Fleisch.Außerdem: Kostnotizen zum diesjährigen Ö1-Wein.Gestaltung: Johanna Steiner und Gabriel SchafflerEine Produktion des ORF, gesendet in Ö1 am 5.6.26

  5. 18

    Speiseeis: Cremig, kühl, unwiderstehlich

    Auf die Balance kommt es an beim EisWas macht eigentlich eine gute Kugel Milcheis aus? Franz Steiner muss es wissen. Der Zuckerbäcker stellt seit 45 Jahren Speiseeis her, wurde 2012 Eis-Europameister, lehrt sein Handwerk an der Innung und betreibt einen Eissalon in Wien-Floridsdorf. Dort macht er Vanilleeis und zeigt, warum gutes Eis vor allem eines braucht: Balance.Lisa und Giorgio Leone wiederum kamen über einen Italienurlaub zum Gelato. Zurück in Wien sattelten sie beruflich um und eröffneten Leones Gelato. Dort setzen sie auf frische Milch, kleine Mengen und geschlossene "Pozzetti" statt offener Wannen. Das Ö1 Kulinarium hat sich durch die Welt des Speiseeises geschleckt.Gestaltung: Gabriel SchafflerEine Produktion des ORF, gesendet am 29.5.2026

  6. 17

    Rezepte mit (Familien-)Geschichte

    Abgegriffene Hefte als Schatz für die NachkommenAlte Rezepte sind mehr als Kochanleitungen. Von so manchen Nachkommen werden die oft abgegriffenen, fleckigen Hefte mit den sorgsam oder flüchtig notierten Rezepten gehütet wie ein Schatz. Es sind Erinnerungen - und ein Blick in die Vergangenheit: Was und wie wurde früher gekocht? Welche Zutaten gab es, welche nicht? Um sie besser erforschen zu können, hat das Wien Museum sämtliche handgeschriebenen Kochbücher seiner Sammlung digitalisiert. Die Rezepte können auch nachgekocht werden - aber das ist nicht immer einfach.Gestaltung: Johanna SteinerEine Produktion des ORF, gesendet am 22.5.2026

  7. 16

    Çay - mehr als nur Tee

    Wenn sich der Tisch biegt beim TeetrinkenEin Glas türkischer Çay kommt selten allein: Weil es empfohlen ist, den Schwarztee nicht auf leeren Magen zu trinken, geht man gleich auf Nummer sicher und tafelt, dass sich die Tische biegen. Sarma, Manti, Künefe - es ist erst dann genug, wenn die Tischplatte kaum mehr zu sehen ist. Und mittendrin stehen die dampfenden Teegläser. Çay, das ist wie Heimat im Glas für viele Austrotürkinnen und -türken; ein Ritual, eine Tradition, ein Symbol der Gastfreundschaft. Denn zusammen Çay zu trinken, das bedeutet auch: gemeinsam im Moment leben, plaudern, einander zuhören. Und dafür ist immer Zeit.Gestaltung: Miriam SteinerEine Produktion des ORF, gesendet am 15.5.2026

  8. 15

    Cevapcici - der Balkan-Klassiker

    Fleisch, Brot und rohe ZwiebelSie sind ein Stück südosteuropäischer Esskultur. Trotzdem mag es verwundern, dass die kleinen Grillröllchen aus Faschiertem namens Cevapcici auf der gesamten Balkanhalbinsel und auch hierzulande en masse verspeist werden – meist mit oder im Weißbrot, dazu etwas rohe Zwiebel und wahlweise Ajvar oder Kaymak. Von Bosnien bis Griechenland werden Familienrezepturen wie ein Geheimnis gehütet. Was die einzelnen Küchen in der Zubereitung dieses archaischen Gerichts tatsächlich voneinander unterscheiden soll, lässt sich kaum erahnen. Für das Kulinarium hat Noel Kriznik nachgefragt.Dazu gibt es diese Woche in den Kostnotizen Wein. Johanna Steiner hat sich angeschaut, wie durch ein Mentoringprogramm Wissen an angehende Winzerinnen und Winzer weitergegeben wird.Eine Produktion des ORF, gesendet am 7.5.2026

  9. 14

    Joghurt: Cremig, selbstgemacht, proteinreich

    Fermentierte Milch, mehr oder weniger fettJoghurt gibt es in verschiedenen Fettstufen im Handel: Vom fettfreien Joghurt bis zum griechischen, das zehn Prozent und mehr Fett enthält oder als Skyr, mit besonders viel Protein. Joghurt wird pur gelöffelt, mit Knoblauch und Olivenöl zu Tsatsiki vermischt, als Fruchtjoghurt, Lassi oder Ayran angeboten - und es ist die Basis von vielen Gerichten, etwa in der indischen und türkischen Küche. Ernst Weber hat Restaurants besucht, war bei einem Biobauern, der Joghurt produziert und bei Salzburg Milch. Mitgebracht hat er viel Wissenswertes - und Tipps, wie man Joghurt ganz einfach selbst machen und damit kochen kann.Gestaltung: Ernst WeberEine Produktion des ORF, gesendet am 24.04.2026

  10. 13

    Foodtrends - und was davon bleibt

    Cake-Pop, Cronut, PistaziencroissantSüßspeisen gehen regelmäßig in sozialen Medien viral. Millionen Aufrufe sorgen für Aufmerksamkeit. Doch was davon setzt sich auch abseits digitaler Plattformen durch? Das „Kulinarium“ hat eine Bestandsaufnahme gemacht und sich in der Branche umgehört.Gestaltung: Gabriel SchafflerEine Produktion des ORF, gesendet am 17.4.2026

  11. 12

    Der Auflauf: Süß oder pikant

    Luftig, locker oder schneidfest – am liebsten mit KrusteAufläufe sind im Ofen überbackene Speisen. Sie bestehen aus rohen oder vorgegarten Bestandteilen, werden häufig mit Bechamelsauce, mit einem Gemisch aus Eiern und Obers oder Rahm und Käse übergossen. Eischnee in der Masse macht den Auflauf luftig und locker. In der Gastronomie findet man pikante Aufläufe und Gratins vor allem in Kantinen oder in Restaurants, die Mittagsgerichte anbieten. Moderne Aufläufe sind leichter, manchmal an der mediterranen Küche angelegt, und können auch elegant sein: etwa mit zartem Frühlingsgemüse, Spinat, Linsen und Kräutern. Besonders luftig sind Soufflés – auch diese zarten Aufläufe gibt es in herzhafter und süßer Spielart.Gestalter: Ernst WeberEine Produktion des ORF, gesendet am 10.4.2026

  12. 11

    Reis als Dessert

    Von Sütlaç bis Mango Sticky Rice - süße Reisgerichte aus aller WeltDie einen lieben, die anderen hassen ihn: der Milchreis polarisiert. Viele verbinden damit Kindheitserinnerungen, nicht immer nur positive; möglicherweise ein Gefühl von Übersättigung. Oder mag es doch an der Konsistenz liegen? Der Reis darf weder zu körnig, noch zu weichgekocht sein. Auch der Zuckeranteil ist eine Geschmacksfrage. In Finnland wird der leicht salzige Milchreis zu Weihnachten mit Obers verfeinert, in der Türkei im Ofen fertig gebacken. In Frankreich wird er zu "Condéreis" veredelt, in Österreich nach alter Rezeptur zum Reisauflauf weiterverarbeitet. Und um die thailändische Variante aus Klebreis, Mango und Kokosmilch ist vor Jahren ein regelrechter Hype ausgebrochen. Ist süßer Reis doch besser als sein Ruf?Gestaltung: Noel KriznikEine Produktion des ORF, gesendet am 3.4.2026 (Kulinarium)

  13. 10

    Couscous: Gruß aus der Wüste

    Körnig, locker, über Dampf gegartCouscous ist ein Nationalgericht im nördlichen Afrika. Laut einer Legende wuchs der Hartweizen, aus dem man den Grieß mahlt, aus den Tränen von Engeln. Die Völker der Berber kochen traditionellen Couscous mit viel Hingabe. Bei einem Kochkurs im Culinary Art Museum in Marrakesch dämpft man Couscous in einer Couscousière - einem Dämpfaufsatz – über einem Topf, in dem ein würziges Ragout kocht. Moment war vor Ort dabei, hat aber auch in Österreich Köchinnen und Köchen über die Schulter geschaut. Von der Bowl über den Salat bis zum Fleischbegleiter: Couscous ist vielseitiger, als man denkt.Gestaltung: Ernst WeberEine Produktion des ORF, gesendet am 27.03.2026

  14. 9

    Viele Produkte, ein Fisch: Der Hering

    Ob als Matjes, Rollmops, Bismarckhering oder Fischbrötchen, der Hering gehört zu den kulinarischen Klassikern der norddeutschen Küche. In Österreich begegnet man der silbrig glänzenden Delikatesse meist rund um den Aschermittwoch, wenn beim traditionellen Heringsschmaus unterschiedliche Varianten auf den Tisch kommen. Dieses "Kulinarium" führt von Wien nach Emden in Ostfriesland auf den Spuren des Herings.Gestaltung: Gabriel SchafflerEine Produktion des ORF, gesendet in Radio Österreich 1 am 20.3.2026

  15. 8

    In Memoriam Anton Kollwentz

    Pionier des heimischen QualitätsweinsDer Großhöfleiner Anton Kollwentz gehörte zu jener kleinen Handvoll an Winzern, die schon in den 1960er Jahren in Österreich begonnen hatten, hochwertigen Wein abseits von Tankfüllungen, süßlichem Saufwein und billiger Dopplerware zu produzieren. Er prägte die Geschichte des Erwachens der österreichischen Weinkultur wie kaum ein Zweiter. Sein Markenzeichen: „Ohne Hut kennt man mich eigentlich nicht“, sagte er im Interview mit Moment vor einigen Jahren. Nun ist der Ausnahmewinzer im 86. Lebensjahr verstorben. Ein Nachruf.Gestaltung: Alexander BachlEine Produktion des ORF, gesendet am 13.3.2026

  16. 7

    Die philippinische Küche

    Saure Suppen, bittere Gurken und lila KuchenEssig, Sojasauce, Knoblauch und Lorbeerblatt sind die Grundzutaten von Adobo – dem wohl beliebtesten Gericht der Philippinen. Zubereitet wird es mit Schweine- oder Hühnerfleisch, Gemüse, Fisch oder Meeresfrüchten. Je nach Region wird Fischsauce oder Kokosmilch hinzugefügt. „Es gibt so viele Adobo-Varianten wie Haushalte“, sagt der philippinische Chefkoch und Autor Claude Tayag. Die Philippinen sind von vielen Einflüssen geprägt: chinesisch, indonesisch, malaiisch und spanisch. Das spiegelt sich auch in der Küche wider, die Tayag als „Symphonie aus süß, sauer, salzig und bitter“ beschreibt. Philippinische Restaurants in Wien versuchen diese Vielfalt dem österreichischen Publikum näher zu bringen - gehen dabei aber Kompromisse ein.Gestaltung: Marina WetzlmaierEine Produktion des ORF, gesendet am 6.3.2026

  17. 6

    "Fräulein!" - vom Respekt in der Gastronomie

    Der umstrittene Umgangston in Restaurant und CaféDiesmal geht’s ins Gasthaus: Wie ruft man jemanden am besten an seinen Tisch, in Zeiten, in denen „Fräulein“ und „Herr Ober“ ausgedient haben? Keinesfalls schnipsen, meinen Kellnerinnen und Kellner, Blickkontakt suchen oder die Hand heben. Respektvolles Verhalten ist aber mehr als Etikette, es geht um die Haltung von Gast und Gastgeber. Und auch innerhalb des Gastgewerbes, dem ein rauer Umgangston nachgesagt wird, stellt sich die Frage: Wie gelingt ein wertschätzender Umgang in einer stressigen Atmosphäre? Kellnerinnen, Kellner und Köche berichten aus ihrem Alltag.Gestaltung: Johanna SteinerEine Produktion des ORF, gesendet am 27.02.2026

  18. 5

    Multitalent Mayonnaise

    Mayonnaise im Porträt - Die Kunst der EmulsionKaum eine Sauce ist so allgegenwärtig und zugleich so unterschätzt wie die Mayonnaise. Die wenigen Zutaten (Dotter, Öl, Säure, Salz) verlangen allerdings korrekte Zubereitung, damit eine Emulsion entsteht, eine seidige Creme. Mayonnaise ist wandelbar: ob zu knusprigen Pommes, im Kartoffelsalat oder als Basis für Dips und Saucen – sie ist ein Multitalent in der Küche. In der Aioli-Variante aus Spanien und Südfrankreich spielt Knoblauch eine wesentliche Rolle und die japanische Mayo kann nicht nur als kalte Sauce zum Würzen, sondern auch zum Überbacken verwendet werden.Gestaltung: Johanna SteinerEine Produktion des ORF, gesendet am 12.02.2026

  19. 4

    Die perfekte Pizza selbstgemacht

    Von lang- und kurzgeführten TeigenIm Grillcenter Seiersberg, südlich von Graz, bietet Küchenmeister Robert Reichmayr seit dem Frühjahr 2025 regelmäßig Pizzakurse an. Er reagiert damit auf den Hype ums Pizzamachen in den eigenen vier Wänden. Auf den „Impasto napoletano“, das Originalpizzateigrezept aus dem süditalienischen Neapel, schwört wie er auch der Stainzer Schriftsteller Mike Markart. Nachdem der 2021 zu seinem 60. Geburtstag einen Pizzaofen geschenkt bekam, machte er sich auf die Suche nach dem perfekten Teig. Moment hat sich gemeinsam mit ihm und dem Teig ein bisserl gehen lassen.Gestalter: Jonathan ScheucherEine Produktion des ORF, gesendet am 6.2.2026

  20. 3

    Kochen, Essen, Selbstdarstellung

    Kochen, Essen, SelbstdarstellungFood, fame & real life - Kulinarik als öffentliches Ereignis "Sag‘ mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist“ hat der französische Gastrosoph Jean Anthelme Brillat-Savarin im 19. Jahrhundert postuliert. Rund zweihundert Jahre später zeigen zahllose Userinnen und User ihre Mahlzeiten - oder wie sie zubereitet werden. "Food" in all seinen Facetten ist zu einem Statussymbol und Distinktionsfaktor geworden - und für Köchinnen und Köche bieten soziale Medien eine Möglichkeit, sich selbst und ihr Lokal zu promoten. Moment hat mit ihnen darüber gesprochen, wie das so ist mit dem Online-Fame.Gestalterin: Johanna SteinerEine Produktion des ORF, gesendet am 30.01.2026

  21. 2

    Schnecken auf dem Teller

    Die Kulinarik von Weinbergschnecke und CoSchnecken, vom Landgasthaus bis zur HaubenkücheAls der in Wien lebende deutsche Spitzenkoch Gerd Wolfgang Sievers an seinem Kochbuch über Schnecken arbeitete, erntete er immer wieder skeptische Blicke. Viele scheuen den Verzehr dieser Tiere, obwohl vor allem Weinbergschnecken in Österreich in guten Restaurants als Highlight gereicht werden. Und In Kärnten gab es bis vor acht Jahren keine Schneckenzucht. Christoph Salanda beschloss deshalb 2018, eigentlich für den Eigenbedarf, in seinem Garten in Krumpendorf ein Schneckengehege anzulegen. Doch schon bald belieferte er die Spitzengastronomie.Gestalter: Jonathan ScheucherEine Produktion des ORF, gesendet am 23.01.2026

  22. 1

    Süße in der pikanten Küche

    Zucker als Gewürz – bei Krautfleckerln und Co.Wiener Dressing, Rahmgurkensalat oder Krautfleckerl – so manches klassische Gericht der österreichischen Küche überzeugt durch feine Süße. Dieses Kulinarium widmet sich dem bewussten Einsatz süßer Zutaten in pikanten Speisen.Der ehemalige Haubenkoch und heutige Kochlehrer Manfred Stockner erklärt, warum Zucker traditionell in den Salat kommt, und bereitet Klassiker der Wiener Küche mit ausgewogener Süße zu. Sternekoch Fabian Günzel zeigt, welche Rolle süße Geschmacksträger in der gehobenen Gastronomie spielen. Abgerundet durch ein Gericht aus der persischen Küche: Linda Dadanian vom Restaurant Kolbe bereitet Fesenjan zu, einen Walnusseintopf mit süßem Granatapfelsirup.Gestaltung: Gabriel SchafflerEine Produktion des ORF, gesendet am 16.01.2026

  23. 0

    Streichfest: Schmalz von Gans, Rind & Schwein

    Vom Umgang mit tierischen Fetten in Küche und am JausentischSchmalzbrot wird heute beim Heurigen serviert und im Rahmen von Aufstrichvariationen in der Gastronomie. Früher stand in Selbstversorgerhaushalten Schmalz in großen Mengen zur Verfügung. Es wurde damit gebraten und gebacken, als Geschmacksgeber verfeinerte das weiße Fett viele Gerichte. Schmalzbrote waren Teil der täglichen Nahrung. Dann fiel es in Ungnade. Doch nun kehrt es zurück. Der Archehof-Landwirt Dominik Spitzbart aus Oberösterreich produziert Schmalz von den besonders fettreichen Mangalitza-Schweinen. Schweinefett ist auch die Grundlage für die Geschäftsidee von Beatrix Hödl aus Buchkirchen bei Wels: In ihrem Feinkostladen namens „Schmalzliebe“ bietet sie unterschiedlichste Schmalzaufstriche an. Und: Steaks werden mancherorts wieder in Rinderschmalz gebraten.Gestaltung: Ernst WeberEine Produktion des ORF, gesendet am 09.01.2026

  24. -1

    Würzig, scharf und vielseitig. Curry überall

    Eine Würzmischung und ein Gericht eroberten die WeltCurrygerichte gibt es nicht nur in Asia Restaurants. Rotes oder grünes Thai Curry bietet man in Beisln an, indische Currys gibt es auch im ÖBB-Speisewagen. Am Würstelstand isst man Currywurst. Der Ursprung liegt in Indien. Die britische Kolonialmacht prägte den Ausdruck „Curry“. Zurückgekehrte Kolonialbeamte ließen sich Gewürzmischungen zusammenstellen, damit sie in ihrer Heimat „nach Indien“ schmeckende Gerichte essen konnten. Curry-Mischungen bestehen aus bis zu dreißig Gewürzen – Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Chili sind meist dabei. In Indien werden die Gewürze selbst gemahlen und gemischt. Basis der sämigen Saucen der eintopfartigen Gerichte sind Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Jogurt oder Kokosmilch, Kräuter und Gewürze. Thai-Currys bereitet man mit Currypasten zu, die aus Wurzeln wie Zitronengras, Galgant, Ingwer und Chilis gemörsert werden. Gestaltung: Ernst WeberEine Produktion des ORF, gesendet am 02.01.2026

  25. -2

    Wie man einen großen Vogel brät

    Festliches Geflügel für die FeiertageOb Weihnachtsgans, Thanksgiving-Truthahn oder Pekingente – ein großer Vogel, der gebraten und im Ganzen auf den Tisch kommt, ist ein beeindruckendes Festtagsgericht. In Österreich sind Gans und Ente beliebt, in Frankreich gilt Kapaun als Fest-Geflügel. Der kastrierte und gemästete Hahn ist für zartes Fleisch bekannt. Auch zu Napoleons hat zu seiner Krönungsfeier Kapaun kredenzt. Herausfordernd ist, dass die verschiedenen Teile des Vogels unterschiedlich schnell garen: das Brustfleisch wird schneller trocken als die Keulen. In Zeiten vor Dampfbacköfen löste man das Problem, indem man Geflügel in zwei Gängen servierte. Die Keulen wurden später serviert als das Brustfleisch. Heute kursieren zahlreiche Anleitungen, wie es gelingen soll, feine Vögel so zu braten, dass sie durchgegart, aber saftig bleiben und ihre Haut schön knusprig wird. Gestaltung: Johanna SteinerEine Produktion des ORF, gesendet am 19.12.2025

  26. -3

    Genuss für mich mit mir

    Wenn der Tisch nur mir gehört. Allein essenAllein am Wirthaustisch, allein vor dem Suppenteller, allein mit der Jause zuhause – allein essen wird oft mit Einsamkeit verbunden, doch es ist zunehmend ein Ausdruck eines flexibleren und selbstbestimmten Alltags. Restaurants bieten Single-Tische an und nehmen Rücksicht auf die, die ohne Ablenkung speisen wollen. Und daheim, wie kocht man für sich allein, wenn viele Rezepte für zwei und mehr Personen geschrieben sind? Lohnt es sich als Single groß aufzukochen, ist es einsame Notwendigkeit oder eine Form der Selbstfürsorge? Wer sich in Gesellschaft ungesund ernährt, tut das auch allein. Teil vier der Themenwoche „Alleinsein. Ein Zustand und seine Folgen“.Gestaltung: Lukas TremetsbergerEine Produktion des ORF, gesendet am 12.12.2025

  27. -4

    Nougat. Die unverzichtbare Konfekt-Masse

    Warum viele süße Ikonen Österreichs nicht ohne Nougat auskommenNougat gehört zu den Stars österreichischer Süßwaren. Die Masse ist üppig, cremig vollmundig und in Klassikern wie Mozartkugel oder Zaunerstollen unverzichtbar. Oft entscheidet die Mischung aus Nüssen, Zucker und Kakaoerzeugnissen über Geschmack und Textur. In Bad Ischl wird von Philipp Zauner, der die k.u.k. Hofzuckerbäckerei nunmehr in siebter Generation führt, der legendäre Zaunerstollen nach einer Rezeptur von 1905 mit Nougat hergestellt.Bei der Confiserie Altmann & Kühne in Wien, die seit 1928 am Graben feinste und besonders kleine Nougatpralinen und Konfekt verkauft, wird sichtbar, welche Bedeutung Nougat für die kleinen süßen Klassiker hat. Julia Zotters Familienbetrieb in der Steiermark gehört zu den letzten heimischen Häusern, die Nougat noch selbst herstellen – von Kürbiskern- über Erdnuss- bis Macadamia-Nougat. Gestaltung: Gabriel SchafflerEine Produktion des ORF, gesendet am 5.12.2025

  28. -5

    Sonderbiere für die kalte Jahreszeit

    Kräftig. Malzig. Winterlich. Spezielles Gebräu für Winter- und FesttageViele Brauereien bringen derzeit Spezialsorten wie Herbstbier, Weihnachts- oder Festbock auf den Markt. Diese limitiert erhältlichen Biere heben sich auch sonst vom österreichischen „Alltagsbier“, dem Märzen, ab. Sie sind stets stärker, dunkler und malziger. Durch ihre geschmackliche Vielschichtigkeit eignen sie sich gut als Speisenbegleitung zu Wild, Gans und andere Festtagsgerichten. Getrunken werden Winterbiere etwas wärmer als Pils oder Märzenbier, damit sich die Aromen besser entfalten können. Moment Kulinarium über die Bierbraukunst und wie aus Hopfen, (viel) Malz und Hefe winterliche Saisonbiere entstehen. Gestaltung: Johanna SteinerEine Produktion des ORF, gesendet am 28.11.2025

  29. -6

    Wie Gerichte zu ihrem Namen kamen

    Burgunderschnecken. Kaiserschmarrn. Haydn-Torte. Kaiserconsommé, Kaiserschöberl, Kaiserschmarrn – in der österreichischen Küche wimmelt es nur so von kaiserlichen Gerichten. Auch wenn der Namensgeber in den seltensten Fällen mit dem Gericht in Verbindung gebracht werden kann. Schon früh benützten Köchinnen und Köche die Namen berühmter Persönlichkeiten, um ihren Kompositionen gleichsam die Weihe zu geben. In manchen Fällen ist auch der Kochkünstler selbst der Namensgeber. Oder die Region, in der eine Speise entstanden ist. Nicht selten führt der Name einer Speise aber völlig in die Irre: die in Ostdeutschland beliebte „Tote Oma“ etwa ist ein deftiges Blutwurstgericht, der Falsche Hase nicht mehr als ein faschierter Braten. Gestaltung: Bea SommersguterEine Produktion des ORF, gesendet am 21.11.2025

  30. -7

    Im Rauch. Geselchtes, Speck, Pastrami & Co

    Eine alte Konservierungsmethode mit Rauchnoten Für Bauern gehörte Selchen zum Alltag: Nach der Schweine-Schlachtung salzte man Fleisch ein und legte es wochenlang in Holzfässer. Danach räucherte man Schopf, Bauchfleisch und Karree und erhielt nach Trockung lange haltbaren Speck. In modernen Metzgereien verkürzt man diese Methoden: Hans Walter aus Salzburg spritzt Pökelsalzlake mit Injektionsnadeln in die Fleischteile. Danach hängt er sie in den Räucherkasten: Mit sogenanntem Reibe- oder mit Glimmrauch räuchert er Speck, Schinken und Würste heiß oder kalt. Heißgeräuchertes wie das Geselchte kann nach kurzem Kochen sofort verzehrt werden. In der Speckwerkstatt von Peter Haudum im Mühlviertel produziert man Speck wie einst und bietet Kurse an, Geräuchert wird mit Fichtenholz. In der Schlossfischerei in Fuschl am See räuchert Gerhard Langmaier Forellen, Saiblinge und andere Fische über ganzen Buchenscheiten.Gestaltung: Ernst WeberEine Produktion des ORF, gesendet am 14.11.2025

  31. -8

    Musik zum Essen. Oder eben nicht.

    Musikalische Klangkulissen als Speisenbegleiter in der GastronomieRadiomusik als Dauerberieselung im Gastraum war gestern. Heute bemühen sich viele Restaurantbetreiber um eine persönliche musikalische Note. Das Spektrum reicht von vorgefertigten Playlists über analoge Mix-Tapes bis zu DJs, die zum Dinner-Menü den passenden Beat servieren. Andernorts wird – um Nerven zu sparen – lieber ganz auf Hintergrundmusik verzichtet. Die Wahl der Musik ist nicht nur eine Geschmacksfrage. Ist sie zu laut, kann man sich beim Essen nicht mehr unterhalten. Ist sie zu leise, könnte gar der Nebentisch mithören. Gestaltung: Noel KriznikEine Produktion des ORF, gesendet am 07.11.2025

  32. -9

    Kandieren. Haltbarmachen mit Zucker

    Früchte in Zucker gebadetAranzini - wie die kandierten Schalen von Zitrusfrüchten in Österreich genannt werden - finden in vielen Weihnachtsbäckereien Verwendung. Kandierte Veilchen sollen Kaiserin Elisabeths liebste Nascherei gewesen sein. Heute führen nur mehr wenige Betriebe den zeitaufwendigen Prozess selber durch: in mehreren Durchgängen muss die Frucht in immer dickere Zuckerlösungen eingelegt werden, damit sie haltbar wird. Denn ursprünglich ging es beim Kandieren darum. Früchte vor dem Verderben bewahren. Das 17. und 18. Jahrhundert - als Zucker in Europa günstiger wurde - gilt als die Blütezeit kandierter Früchte. In Italien und Frankreich hat die Konservierungstechnik eine große Tradition. Dort werden auch Birnen, Äpfel, Himbeeren, Maroni und viele mehr kandiert. Und in der Gastronomie zieren sogar kandierte Tomaten und Rüben so manches Gericht. Gestaltung: Johanna Steiner Eine Produktion des ORF, gesendet am 31.10.2025

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