Psychiatrie Kompakt – Leitlinien für Klinik und Facharzt

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Psychiatrie Kompakt – Leitlinien für Klinik und Facharzt

Dieser Podcast richtet sich an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Ich bereite hier Stoff für die Facharztprüfung auf – und lasse euch mithören. Grundlage sind Leitlinien und klinische Praxis, kurz und übersichtlich zusammengefasst. Die Episoden sind mit KI-Stimmen eingesprochen. Ich recherchiere selbst und versuche typische KI-Halluzinationen zu vermeiden. Entstanden ist der Podcast, damit ich Inhalte auch beim Laufen, Putzen oder Kochen lernen kann. Wenn es noch jemandem hilft: super.

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    Zwangsstörung - das Leitliniengespräch 3/3

    Fokus Zwangsstörungen – Teil 3: Komplexität, Therapieresistenz und SystemikIm abschließenden Teil unserer kollegialen Reihe widmen wir uns den klinisch anspruchsvollen Verläufen. Wir besprechen, wie wir als Behandler navigieren, wenn die Standardtherapie an Grenzen stößt, und warum der Therapieerfolg oft untrennbar mit dem sozialen Umfeld des Patienten verbunden ist. Themenschwerpunkte dieser Folge:Definition des Behandlungserfolgs: Differenzierung zwischen Response (Symptomreduktion ≥ 35 %), Teil-Response (25–35 %) und Remission (Y-BOCS Score ≤ 12). Strategien bei Therapieresistenz: Wann gilt ein Patient als „refraktär“ und welche Eskalationsstufen sieht die Leitlinie vor? Erweiterte biologische Verfahren: Die Rolle der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) und die Indikationsstellung für die Tiefe Hirnstimulation (THS) als Ultima Ratio bei schwersten Verläufen. Faktor Angehörige & „Family Accommodation“: Warum das Mitwirken der Familie an Zwangsritualen den Therapieerfolg blockiert und wie wir Angehörige konstruktiv einbeziehen. Stationäre Intensivbehandlung: Kriterien für den Wechsel vom ambulanten ins stationäre Setting bei hoher Chronifizierung oder mangelnder Alltagsbewältigung. Klinisches Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten „Take-Home-Messages“ für den klinischen Alltag und die Facharztprüfung. Referenzgrundlage:S3-Leitlinie Zwangsstörungen (2022), AWMF-Register Nr. 038/017. Euer Feedback zum Abschluss unserer Reihe:Vielen Dank fürs Zuhören! Wir hoffen, dieses Format hilft euch in der Klinik und bei der Prüfungsvorbereitung. Habt ihr Fragen zu speziellen Kasuistiken oder Anregungen für weitere Themenreihen? Schreibt uns!Kontakt:E-Mail: [email protected]

  2. 20

    Demenzen - Leitliniengespräch Teil 3/3

    Shownotes: S3-Leitlinie Demenzen (2026) – Teil 3: Nicht-pharmakologische Interventionen & VersorgungsstrukturenIn der finalen Episode unserer dreiteiligen Reihe zur aktualisierten S3-Leitlinie Demenzen widmen wir uns der therapeutischen Breite abseits der Medikation. Wir diskutieren die Evidenzlage psychosozialer Interventionen, das Management von BPSD und die essenziellen rechtlich-ethischen Leitplanken im klinischen Alltag.Nicht-pharmakologische Interventionen: Warum kognitive Stimulation und Ergotherapie (COTiD-Programm) keine "Begleitmusik", sondern evidenzbasierte Säulen der Therapie sind.BPSD-Management: Strategien zur Deeskalation und Verhaltenssteuerung – Priorisierung psychosozialer Ansätze vor dem Einsatz von Antipsychotika im Sinne der Patientensicherheit.Körperliche Aktivität & Neuroplastizität: Der Einfluss von Bewegung auf den Krankheitsverlauf und die funktionelle Kapazität im ICF-Kontext.Angehörigen-Support: Evidenzbasierte Beratung zur Prävention des Caregiver-Burnouts und Stärkung der häuslichen Versorgungskontinuität.Ethik, Recht & Autonomie:Prävention freiheitsentziehender Maßnahmen (FeM).Frühzeitige partizipative Entscheidungsfindung (Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht).Kriterien der Fahreignung bei progredienten neurokognitiven Störungen.Fazit der S3-Reihe: Die wichtigsten Takeaways aus Diagnostik, Therapie und Versorgung für die tägliche Praxis in Klinik und Praxis.Dieses Projekt lebt von der kollegialen Resonanz. Wie bewerten Sie das fachliche Niveau? Welche Themenbereiche benötigen einen tieferen "Deep Dive"?Anregungen, Manuskriptwünsche und Kritik bitte direkt an:📧 [email protected]

  3. 19

    Zwangsstörung - das Leitliniengespräch 2/3

    Fokus Zwangsstörungen – Teil 2: Die therapeutische KlaviaturIm zweiten Teil unserer kollegialen Update-Reihe widmen wir uns der praktischen Umsetzung der S3-Leitlinie in der Therapie. Wir diskutieren, warum die Zwangsstörung in der Behandlung oft einen „langen Atem“ erfordert und welche Strategien die höchste Evidenz für den klinischen Erfolg bieten.Themenschwerpunkte dieser Folge:Psychotherapie als First-Line: Warum die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsmanagement (ERP) der Goldstandard ist und welche Rolle das „In-vivo“-Training spielt.Pharmakotherapie-Nuancen: Die Besonderheiten beim Einsatz von SSRI. Warum wir bei Zwängen oft deutlich höhere Dosierungen benötigen als in der Depressionsbehandlung und wie man die lange Latenzzeit bis zum Wirkungseintritt (bis zu 12 Wochen) klinisch überbrückt.Kombination vs. Monotherapie: Strategien für den Behandlungsstart und Kriterien für die Ergänzung von Medikation zur Psychotherapie.Augmentation bei Teil-Response: Ein kurzer Ausblick auf leitliniengerechte Augmentationsstrategien mit Antipsychotika der zweiten Generation (z. B. Risperidon oder Aripiprazol).Referenzgrundlage:S3-Leitlinie Zwangsstörungen (2022) – Kapitel 4 (Psychotherapie) & Kapitel 6 (Pharmakotherapie).Gestaltet den Podcast mit!Habt ihr spezifische Fragen zu Dosierungsschemata, Anregungen zur Komplexität oder Themenwünsche für kommende Updates? Wir freuen uns über eure Impulse für unsere kollegiale Runde.Kontakt:E-Mail: [email protected]

  4. 18

    Zwangsstörung - das Leitliniengespräch 1/3

    Fokus Zwangsstörungen – Das kollegiale UpdateHerzlich willkommen zu unserem dreiteiligen Podcast-Update für Fachleute. In dieser Reihe werfen wir einen dezidierten Blick auf die aktuelle S3-Leitlinie „Zwangsstörungen“ und diskutieren die klinische Umsetzung für die tägliche Arbeit in Klinik und Praxis sowie zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung.Inhalt dieser Reihe:Teil 1: Diagnostische Schärfe & Phänomenologie. Von der Ich-Dystonie bis zur Abgrenzung gegenüber Tics und Persönlichkeitsstörungen (Anankasmus). Ein Blick auf die ICD-11 Kriterien.Teil 2: Die therapeutische Klaviatur. Evidenzbasierte Strategien: Von der KVT mit Expositionsbehandlung (ERP) bis zur differenzierten Pharmakotherapie und Augmentation.Teil 3: Komplexität & Kasuistik. Der Umgang mit Therapieresistenz, schweren Komorbiditäten und die Einbeziehung des sozialen Umfelds.Referenzgrundlage:S3-Leitlinie Zwangsstörungen (aktuelle Fassung 2022), herausgegeben von der DGPPN und beteiligten Fachgesellschaften.Euer Feedback ist uns wichtig!Wir möchten dieses Format stetig verbessern und an eure Bedürfnisse anpassen. Habt ihr Wünsche zu spezifischen Inhalten, Anregungen zur Gestaltung oder Feedback zum Schwierigkeitsgrad? Schreibt uns einfach eine kurze Nachricht!Kontakt: E-Mail: [email protected] Grüße aus Bonn, Euer Martin.

  5. 17

    Demenzen - Leitliniengespräch Teil 2/3

    Shownotes: S3-Leitlinie Demenzen (Fassung 2026) – Teil 2: PsychopharmakotherapieIn der zweiten Episode unserer Deep-Dive-Serie zur aktualisierten S3-Leitlinie Demenzen konzentrieren wir uns auf die medikamentösen Säulen der Therapie. Wir diskutieren die Evidenz der klassischen Antidementiva, den aktuellen Stand der krankheitsmodifizierenden Therapien und das hochkomplexe Management der neuropsychiatrischen Symptome (BPSD) im klinischen Alltag.In dieser Folge besprechen wir:Antidementive Kernmedikation:Differenzierter Einsatz von Cholinesterase-Hemmern (Donepezil, Galantamin, Rivastigmin) vs. NMDA-Rezeptor-Antagonisten (Memantin).Indikationsspezifische Nuancen bei Alzheimer-Demenz, vaskulärer Demenz sowie DLB/PDD.Disease Modifying Therapies (DMT):Einordnung der neuen Datenlage zu Anti-Amyloid-Antikörpern und die Anforderungen an die infrastrukturelle Implementierung.Herausforderung BPSD (Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia):Psychopharmakologische Strategien bei Agitation, Schlafstörungen und depressiven Syndromen.Kritische Reflexion des Antipsychotika-Einsatzes: Nutzen-Risiko-Profil hinsichtlich zerebrovaskulärer Ereignisse und Mortalität.Vermeidung von „High-Risk“-Medikamenten (Benzodiazepine, Anticholinergika) im Alter.Deprescribing:Wann ist "weniger mehr"? Kriterien für das kontrollierte Absetzen der Medikation in fortgeschrittenen Stadien.Referenzierte Leitlinie:S3-Leitlinie Demenzen (Living Guideline), Version 6.0, Februar/März 2026. Herausgegeben von DGPPN und DGN.Feedback & Kontakt:Wir möchten dieses Format stetig verbessern und an eure Bedürfnisse in Klinik und Praxis anpassen. Ist die fachliche Tiefe angemessen? Welche Themenbereiche sollen wir in zukünftigen „Deep Dives“ behandeln?Schickt euer Feedback, eure Fragen oder Anregungen bitte direkt an:[email protected] Martin

  6. 16

    Demenzen - Leitliniengespräch Teil 1/3

    Shownotes: S3-Leitlinie Demenzen 2026 – Teil 1: DiagnostikEinleitung & AusblickAuftakt der dreiteiligen Serie zur aktualisierten S3-Leitlinie. Fokus dieser Folge: Der Weg von der rein klinischen zur biomarkergestützten Diagnose.Vorschau: Teil 2 (Pharmakotherapie/Antikörper) und Teil 3 (Nicht-medikamentöse Therapie/Versorgung).Klinik & NeuropsychologieObligat: Klinisch-psychopathologischer Befund und systematische Fremdanamnese (Soll-Empfehlung).Screening: MoCA-Test bevorzugt gegenüber MMST bei Verdacht auf MCI (Mild Cognitive Impairment).Differenzierung: Domänen-spezifische neuropsychologische Testbatterien zur Phänotypisierung (z.B. Alzheimer-Varianten vs. bvFTD).Biomarker-RevolutionLiquor: Goldstandard bleibt die Aβ42/40-Ratio kombiniert mit p-Tau (181/217).Blut (Neu): Plasma-Biomarker (p-Tau217) aktuell nur zur Vorselektion in spezialisierten Zentren; keine alleinige Diagnose ohne Liquor/PET (Negativ-Empfehlung).Bildgebung: MRT (präferiert vor CT) mit Fokus auf Atrophie-Scores (MTA-Score). FDG-PET/Amyloid-PET bei diagnostischer Unklarheit.Recht & PraxisMCI vs. Demenz: Frühe ätiologische Diagnose bei MCI durch Biomarker möglich (IWG-Kriterien).Fahreignung: Zwingende Sicherungsaufklärung durch den Arzt bei Erstdiagnose.

  7. 15

    Angststörungen - Leitliniengespräch (3/3) Pharmakotherapie

    Show Notes: S3-Leitlinie Angststörungen – Teil 3 - Pharmakotherapie & KombinationsstrategienDie finale Episode beleuchtet den evidenzbasierten Einsatz von Medikamenten und die Synergie mit psychotherapeutischen Verfahren gemäß aktuellem Leitlinien-Update.Key Facts zur PharmakotherapieFirst-Line: SSRI (Escitalopram, Sertralin) und SNRI (Venlafaxin, Duloxetin) sind Goldstandard bei allen Angstentitäten.Einschleichphase: "Low and Slow" titrieren, um die initiale (paradoxe) Angststeigerung und Agitiertheit zu minimieren.Benzodiazepine: Einsatz nur als zeitlich streng limitierte Krisenintervention (max. 4 Wochen). Keine Dauertherapie.Pregabalin: Wirksam bei GAS, aber kritisches Monitoring bezüglich Abhängigkeit und Missbrauch erforderlich.Therapiedauer: Nach Remission Fortführung für 6–12 Monate zur Rezidivprophylaxe; immer ausschleichend absetzen.Kombinationsbehandlung & StrategieSynergie: Die Kombination von KVT und Pharmakotherapie ist bei schweren Verläufen oder Therapieresistenz der Monotherapie überlegen.Fokus: Medikamente sollen die therapeutische Arbeit (z. B. Expositionsfähigkeit) unterstützen, nicht ersetzen.Entscheidung: Zentral bleibt die partizipative Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung von Nebenwirkungsprofilen und Patientenpräferenzen.

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    Angststörungen - Leitliniengespräch (2/4) Psychotherapie

    S3-Leitlinie Angststörungen – Der Deep DiveTeil 2: Psychotherapeutische InterventionsstrategienIn dieser Folge besprechen wir die Psychotherapie als Behandlung der ersten Wahl bei Angststörungen. Im Zentrum steht die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als Verfahren mit der höchsten Evidenz, insbesondere durch ihre zentralen Elemente wie In-vivo-Exposition und kognitive Umstrukturierung.Daneben beleuchten wir die psychodynamische Psychotherapie als leitliniengerechte Alternative, insbesondere bei fehlender Wirksamkeit oder Präferenz gegen KVT. Hier stehen unbewusste Konflikte, Beziehungsmuster und Übertragungsprozesse im Fokus.Ergänzend gehen wir auf innovative Ansätze wie internetbasierte Interventionen und virtuelle Realität ein sowie auf komplementäre Verfahren wie Entspannungsverfahren und körperliche Aktivität.Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der individualisierten Therapieplanung, der fehlenden starren Vorgabe zur Therapiedauer und dem Vorgehen bei unzureichendem Ansprechen – inklusive Verfahrenswechsel oder Kombination mit Pharmakotherapie.Zentrales Leitlinienprinzip bleibt die partizipative Entscheidungsfindung, bei der Patientenpräferenzen eine entscheidende Rolle spielen.Im nächsten Teil geht es um die Pharmakotherapie der Angststörungen: Wann sind Medikamente indiziert, welche Substanzen haben die beste Evidenz – und wann ist die Kombination mit Psychotherapie überlegen?

  9. 13

    Angststörungen - Leitliniengespräch (1/4) Diagnose

    S3-Leitlinie Angststörungen – Der Deep DiveTeil 1: Diagnostik, Klassifikation und differenzialdiagnostische AbgrenzungIn dieser Folge steht die strukturierte Diagnostik von Angststörungen im Vordergrund. Ausgangspunkt ist die klare kategoriale Einordnung der vier Hauptentitäten – Panikstörung, Agoraphobie, generalisierte Angststörung und soziale Phobie – entlang der leitliniengerechten Kriterien. Dabei wird auch ein kurzer Ausblick auf die Unterschiede zwischen ICD-10 und ICD-11 gegeben.Ein zentraler Fokus liegt auf dem diagnostischen Vorgehen im klinischen Alltag: vom Einsatz standardisierter Screening-Instrumente über die differenzierte Exploration von Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten bis hin zur obligaten somatischen Basisdiagnostik. Letztere umfasst insbesondere Laboruntersuchungen und EKG sowie den gezielten Ausschluss internistischer, neurologischer und endokrinologischer Ursachen.Besonderes Gewicht hat die Differenzialdiagnostik, da Angst häufig als transdiagnostisches Symptom auftritt. Besprochen werden die Abgrenzung zur Depression (inkl. zeitlicher Primarität), zu organisch bedingten Angststörungen, zu substanzinduzierten Zuständen sowie zu Persönlichkeitsstörungen, insbesondere der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstruktur.Die Folge unterstreicht die Bedeutung einer präzisen diagnostischen Zuordnung als Voraussetzung für eine leitliniengerechte Therapieplanung im Sinne der Empfehlungsgrade.Im nächsten Teil geht es um die psychotherapeutischen Interventionsstrategien, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionsverfahren als Goldstandard und die Rolle alternativer Verfahren im Rahmen der Leitlinie.

  10. 12

    ADHS im Erwachsenenalter (ADHS Teil 2/2) - Leitliniengespräch

    ADHS im Erwachsenenalter (S3-Leitlinie, Teil 2)In dieser Episode tauchen wir tief in die Diagnostik und Therapie der adulten ADHS ein. Weg von der kindlichen Hyperaktivität, hin zur „leisen“ Desorganisation des Erwachsenen. Unsere beiden Experten diskutieren kritisch, warum die Diagnose oft erst nach Jahrzehnten gestellt wird und wie man sie in der Facharztprüfung souverän begründet.00:00 – Die klinische Vignette: Der „chaotische“ Depressive03:15 – Symptomwandel: Von der Motorik zur inneren Unruhe06:40 – Deep Dive Diagnostik: Die Suche nach der Kindheit14:20 – Differentialdiagnosen & Komorbiditäten (Prüfungsfokus!)19:10 – Multimodale Therapie: Stimulanzien vs. Psychotherapie24:30 – Die Versorgungslücke: Transition und Take-Home-MessagesADHS verschwindet nicht mit dem 18. Lebensjahr, es maskiert sich um. Wir besprechen die Verschiebung von der motorischen Hyperaktivität hin zu:Innerer Getriebenheit und emotionaler Dysregulation.Exekutiven Funktionsstörungen: Prokrastination, mangelndes Zeitmanagement und „Decision Fatigue“.Den fatalen Folgen für Erwerbsbiografien und soziale Beziehungen.Die Diagnose bleibt klinisch. Das größte Hindernis: Der retrospektive Nachweis.Methodik: Lebenslaufanalyse, Grundschulzeugnisse („war stets ablenkbar“), Wender-Reeutemann-Rating-Skala (WURS-k).Fremdanamnese: Warum der Einbezug der Eltern oder Partner oft den entscheidenden Ausschlag gibt.Ein Schwerpunkt für die Facharztprüfung. Wie unterscheide ich ADHS von:Borderline-Persönlichkeitsstörung: Impulsivität vs. Identitätsstörung.Bipolarer Störung: Chronizität vs. Episodizität.Rezidivierender Depression: Antriebsmangel vs. Unfähigkeit zur Priorisierung.Pharmakotherapie: Stellenwert von Methylphenidat und Lisdexamfetamin als First-Line-Optionen. Diskussion über das (oft überschätzte) Missbrauchsrisiko bei therapeutischer Dosierung.Psychotherapie: Warum „klassische“ VT oft scheitert und warum störungsspezifisches Coaching für die Alltagsstruktur essenziell ist.Psychoedukation: Die Diagnose als biografische Entlastung („Ich bin nicht faul, mein Gehirn funktioniert anders“).Bio-psycho-soziale Kontinuität: Ohne Symptome vor dem 12. Lebensjahr keine ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter.Klinik vor Apparatur: Testpsychologie ist unterstützend, ersetzt aber niemals das ausführliche klinische Interview.Komorbidität ist die Regel: Über 75% der Betroffenen haben eine zweite Diagnose – oft maskiert das „lautere“ Problem (Sucht, Depression) das zugrundeliegende ADHS.Multimodalität: Medikamente schaffen die neurobiologische Basis, Psychotherapie vermittelt die

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    ADHS im Kindesalter (ADHS Teil 1/2) - Leitliniengespräch

    Podcast Show Notes: ADHS im Kindes- und Jugendalter (S3-Leitlinie, Teil 1)In der Auftaktepisode unserer Reihe zur ADHS-Leitlinie widmen wir uns der Diagnostik und Therapie im Kindes- und Jugendalter. Wir diskutieren, warum die klinische Diagnose weit mehr ist als eine Checkliste, wie man die Gratwanderung zwischen Über- und Unterdiagnostik meistert und warum die medikamentöse Therapie niemals im luftleeren Raum stehen darf.00:00 – Intro: Die veraltete, aber gültige S3-Leitlinie & Fallvignette02:30 – Phänomenologie: Dimensionalität vs. Kategorialik05:45 – Deep Dive Diagnostik: Goldstandard Multimodalität12:15 – Differentialdiagnosen: Autismus, Bindung und Leistung15:30 – Ätiologie: Genetik und neurobiologische Korrelate18:20 – Therapie: Das multimodale Konzept (Elterntraining bis MPH)24:45 – Take-Home-Messages für die FacharztprüfungADHS ist und bleibt eine klinische Diagnose. Wir besprechen, warum apparative Diagnostik (EEG, Bildgebung) in der Routine nichts verloren hat, aber die Einbeziehung mehrerer Lebensbereiche (Schule, Familie) unabdingbar ist.Fokus: Die Bedeutung der Funktionsbeeinträchtigung – Symptome allein machen noch keine Störung.Ein kritischer Dialog über die „Unterdiagnostik bei Mädchen“ (vorrangig unaufmerksamer Typus) im Gegensatz zur „Überdiagnostik“ bei sehr jungen Einschülern.Differentialdiagnostik: Abgrenzung zur Bindungsstörung und zu affektiven Dysregulationen.Keine Pillen ohne Plan. Wir strukturieren die Behandlung nach der S3-Leitlinie:Basis: Psychoedukation für das gesamte System.First-Line (leicht/moderat): Eltern-Kind-Training und Interventionen im Umfeld.Pharmakotherapie (schwer/persistierend): Indikationsstellung für Methylphenidat und die Rolle von Atomoxetin als Second-Line-Option.Symptom-Trias: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität.Situationsübergreifendes Auftreten: Nachweis der Symptomatik in mindestens zwei Lebensbereichen.Heritabilität: Mit ca. 70–80 % eine der höchsten Erblichkeiten in der Psychiatrie.Exekutive Funktionen: Die Rolle des präfrontalen Kortex und des dopaminergen Systems.Multimodalität ist Pflicht: Die Kombination aus psychosozialen Interventionen und Pharmakotherapie erzielt die besten Langzeiteffekte.Entwicklungsaspekt: Symptome wandeln sich vom motorischen Drang im Vorschulalter zur kognitiven Desorganisation im Jugendalter.Schweregrad bestimmt den Einstieg: Bei schwerer Symptomatik und massiver Teilhabestörung ist die medikamentöse Therapie laut Leitlinie frühzeitig indiziert.Kontext beachten: Ohne die Kooperation mit Schule und Elternhaus verpuffen die meisten therapeutischen Bemühungen.

  12. 10

    Notfallpsychiatrie - S2k-Leitlinie

    Vorneweg: Ich erstelle diesen Podcast, denn: gehörtes bleibt bei mir einfach kleben - wenn ihr Inhalte wünscht oder Anregungen habt, bin ich dankbar! ([email protected]).Häufig geftragt, deshalb knackig aufgearbeitet:In dieser Episode simulieren zwei Experten ein hochkarätiges Fachgespräch, das die Brücke zwischen der S2k-Leitlinie Notfallpsychiatrie und der klinischen Realität in der Facharztprüfung schlägt. Wir analysieren Entscheidungspfade, rechtliche Fallstricke und die differenzierte Pharmakotherapie in Akutsituationen.Recht & Unterbringung: * Die Abgrenzung zwischen PsychKG (Gefahrenabwehr) und BGB/Betreuungsrecht (Selbstbestimmung/Wohl des Patienten).Voraussetzungen für Zwangsmaßnahmen: Ultima-Ratio-Prinzip, Dokumentationspflichten und die Bedeutung der richterlichen Anhörung.Rechtssicherheit bei der Fixierung und die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.Suizidalität & Krisenintervention: * Phasen nach Pöldinger und die Einschätzung der Absprachefähigkeit.Unterscheidung zwischen chronischer Suizidalität bei Persönlichkeitsstörungen vs. akuter Einengung bei depressiven Episoden."No-Harm-Contract" vs. therapeutisches Bündnis.Der Erregungszustand (Agitation):Differenzialdiagnostik: Organisch (Delir, Intoxikation, Enzephalitis) vs. Psychiatrisch (Manie, Schizophrenie).Fokus auf das Delirium acutum als lebensbedrohlicher Notfall.Pharmakotherapie & Toxizität:Einsatz von Benzodiazepinen (Lorazepam als Goldstandard) vs. hochpotente Antipsychotika (Haloperidol).Spezialfall: Olanzapin i.m. und das Risiko der Atemdepression in Kombination mit Benzodiazepinen.EKG-Monitoring: QTc-Zeit-Verlängerung und das Risiko von Torsade-de-Pointes-Tachykardien.Deeskalation:Stufenmodell der Intervention: Von "Talk down" über medikamentöse Beruhigung bis hin zu mechanischen Maßnahmen als letzte Instanz.Shownotes: Deep Dive Notfallpsychiatrie – S2k-Leitlinie & PrüfungswissenKerninhalte der Diskussion

  13. 9

    S3 DeepDive Schizophrenie 4/4 Teilhabe und Recovery

    Folge 4: Leben mit Schizophrenie – Rehabilitation, Teilhabe & RecoveryEin kurzes Wort vorab: Es freut mich riesig, dass mittlerweile mehr Leute zuhören und wir den „Deep Dive“ nicht mehr nur beim Laufen oder Putzen alleine machen! Wenn ihr Wünsche, Feedback oder Verbesserungsvorschläge habt, schreibt mir wahnsinnig gerne eine E-Mail an: [email protected]. Ich freue mich über jede Nachricht von euch!Im vierten und letzten Teil unserer Serie zur neuen S3-Leitlinie Schizophrenie (2025) verlassen wir den klinischen Fokus und blicken auf das, was nach der Symptomkontrolle kommt: Die Rückkehr in den Alltag und die Gesellschaft.Wie gelingt die berufliche Teilhabe? Welche Wohnformen unterstützen die Autonomie? Und warum ist das „Recovery-Konzept“ der eigentliche Nordstern der modernen Behandlung?Die Schwerpunkte dieser Folge:Berufliche Teilhabe: Warum „First Train, then Place“ ausgedient hat und „Supported Employment“ (IPS) der neue Goldstandard ist.Wohnen & Selbstständigkeit: Von stationären Settings bis zum ambulant betreuten Wohnen – Strategien zur Förderung der Autonomie.Medizinische Rehabilitation: Die Rolle der RPK (Rehabilitation psychisch Kranker) und spezifische Reha-Ziele.Das Recovery-Konzept: Empowerment, Hoffnung und die Bedeutung der Peer-Begleitung durch Genesungsbegleiter (EX-IN).Soziale Unterstützung: Warum das Umfeld einer der stärksten Prädiktoren für einen günstigen Verlauf ist.Abschluss der Serie: Mit dieser Folge schließen wir unsere intensive Reise durch die Leitlinie 2025 ab – von der Diagnose über die Therapie bis hin zur vollen gesellschaftlichen Teilhabe.Das große Finale: Schizophrenie "Deep Dive" (4/4)

  14. 8

    Boderline Störung - Leitlinie Teil 2/3

    In der zweiten Episode unserer dreiteiligen Reihe zur S3-LeitlinieBorderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) tauchen wir tiefin die diagnostischen Herausforderungen ein. Wir verlassen diedeskriptive Ebene und diskutieren die differenzialdiagnostischeAbgrenzung sowie das Komorbiditäts-Management auf Facharztniveau.Differenzialdiagnostik im Fokus:BPS vs. Bipolare Störung: Warum die Längsschnittbetrachtung entscheidend ist. Wir diskutieren die Abgrenzung von affektiver Instabilität vs. distinkten Episoden und die Bedeutung der Interrater-Reliabilität bei der Exploration von Stimmungsschwankungen.BPS vs. ADHS im Erwachsenenalter: Analyse der Symptomüberlappung (Impulsivität, Konzentrationsstörungen) gegenüber den Kernsymptomen der Identitätsstörung und chronischen Leere.Komplexe PTBS: Abgrenzung und Überschneidung hinsichtlich der Affektregulationsstörung und des Selbstbildes.Psychometrie & Diagnostische Standards:Kritische Würdigung von Screening-Tools wie der BSL-23 (Borderline-Symptom-Liste).Der Stellenwert von strukturierten klinischen Interviews (SKID-5-PD, DIPS) als Goldstandard zur Sicherung der Validität der Diagnose.Management von Komorbiditäten:Das Konzept der Leading Diagnosis nach S3-Standard: Wie priorisieren wir bei gleichzeitig vorliegenden Substanzgebrauchsstörungen oder Essstörungen?Strategien zur diagnostischen Hierarchisierung im klinischen Alltag.Spezialthema: BPS im Jugendalter:Warum die Leitlinie eine frühzeitige Diagnosestellung bereits in der Adoleszenz explizit empfiehlt.Diskussion der prognostischen Relevanz und der Vermeidung von Stigmatisierung durch diagnostische Klarheit.Die Folge schließt mit einerprägnanten Zusammenfassung der diagnostischen Kernpunkte, die fürdie Facharztprüfung sowie die klinische Leitung von Stationen undAmbulanzen essenziell sind.In der finalen Episode widmenwir uns der Therapie:Evidenzbasierte Psychotherapieverfahren (DBT, MBT, TFP).Die (sehr restriktive) Rolle der Psychopharmakotherapie gemäß S3-Leitlinie – was ist evidenzbasiert, was ist reine Symptomkontrolle?

  15. 7

    Boderline Störung - Leitlinie Teil 3/3

    In der finalen Episode unserer Reihe zur S3-LeitlinieBorderline-Persönlichkeitsstörung widmen wir uns dertherapeutischen Architektur. Wir verlassen die Diagnostik und steigentief in die Evidenzgrade der Behandlungspfade ein – essenziell fürdie Facharztprüfung und die leitliniengerechte Versorgung.Psychotherapie als Goldstandard (Grad A):Warum spezialisierte Verfahren (DBT, MBT, TFP, Schematherapie) alternativlos sind und welche gemeinsamen Wirkfaktoren über den Erfolg entscheiden.Strukturelles Integrationsniveau vs. Mentalisierung:Kurzer Abriss der Fokusunterschiede zwischen übertragungsfokussierter Arbeit (TFP) und der Stabilisierung der Mentalisierungsfähigkeit (MBT).Kritisches Update zur Pharmakotherapie:Die restriktive Haltung der Leitlinie. Warum es kein "Borderline-Medikament" gibt, wie man Off-Label-Optionen (Antipsychotika/Mood-Stabilizer) bei spezifischen Zielsymptomen vertretbar einsetzt und warum die explizite Warnung vor Benzodiazepinen (Enthemmungsgefahr!) prüfungsrelevant ist.Versorgungsmodelle & Setting:"Ambulant vor Stationär" – Die Bedeutung der stationären Intervalltherapie und die Vermeidung von hospitalisierungsbedingter Regression.Krisenmanagement bei Suizidalität:Die klinische Differenzierung zwischen chronischer Suizidalität und akuten Krisen sowie das prozessorientierte Vorgehen gemäß Leitlinie.Therapiehierarchie: Psychotherapie ist die Primärbehandlung; Pharmakotherapie ist lediglich adjuvant und zielsymptomspezifisch.Evidenz: Kenntnis der spezialisierten Verfahren und deren Wirksamkeit (Meta-Analysen).Haltung: Bedeutung von Therapieadhärenz, Emissionskontrolle und einem klaren therapeutischen Rahmen.⁠S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (AWMF-Register)⁠Methoden-Fokus: DBT, MBT, TFP und Schematherapie im Vergleich.Stichwort: Off-Label-Use in der Psychiatrie

  16. 6

    Boderline Störung - Leitlinie Teil 1/3

    Folge 1/3: S3-Leitlinie BPS – Epidemiologie, Neurobiologie & Diagnostik im WandelIn der Auftaktfolge meiner dreiteiligen Reihe zur S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) tauchen wir tief in die Grundlagen ein, die für die Facharztprüfung und den klinischen Alltag entscheidend sind. Wir verabschieden uns von veralteten Stigmata und blicken auf die aktuelle Evidenzlage der DGPPN.Diese Folge ist – wie gewohnt – ein KI-gestütztes Experiment: Die Inhalte wurden von mir auf Basis der aktuellen Leitlinien recherchiert und strukturiert, die Umsetzung erfolgt im Dialogformat durch unsere KI-Stimmen.Update Epidemiologie: Warum die BPS heute als prognostisch günstig gilt und was die Remissionsraten wirklich aussagen.Ätiologie & Neurobiologie: Das Zusammenspiel von limbischer Dysregulation (Amygdala) und präfrontaler Inhibition ohne unnötige somatische Vergleiche.Paradigmenwechsel ICD-11: Der Weg vom kategorialen hin zum dimensionalen Modell und was das für das „Borderline-Pattern“ bedeutet.Frühintervention: Warum die Diagnose heute bereits im Jugendalter (ab 12 Jahren) gestellt werden muss, um die Prognose massiv zu verbessern.Reflexion: Wie unterscheidet sich mein diagnostisches Vorgehen bei Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen?Fachbegriff-Check: Können Sie die Begriffe Affektlabilität, Identitätsdiffusion und Vulnerabilitäts-Stress-Modell sicher für die Prüfung definieren?Status Quo: Nutzen wir bereits konsequent die S3-Empfehlungen zur frühen Diagnosestellung oder zögern wir aus Angst vor Stigmatisierung?Dies ist der erste Teil unserer Serie. Bleiben Sie dran für die kommenden Episoden:Folge 2: Differentialdiagnostik, Komorbiditäten und die Abgrenzung zur ADHS/Bipolarität.Folge 3: Evidenzbasierte Psychotherapie (DBT, MBT, TFP) und der restriktive Einsatz der Pharmakotherapie.

  17. 5

    S3 Deep DiveS3 Schizophrenie (3/4): Psychotherapie, MKT & Shared Decision-Making

    In der dritten Episode unserer Reihe zur neuen S3-Leitlinie Schizophrenie (2025) verlassen wir die Pharmakotherapie und widmen uns den psychosozialen Säulen der Behandlung. Wir besprechen, warum Shared Decision-Making (SDM) kein „Nice-to-have“, sondern eine Kernempfehlung für deine tägliche Arbeit ist.Ein ehrlicher Blick auf die Praxis:Wir wissen selbst: Diese Themen fühlen sich oft „weich“ an und die besprochenen Therapieverfahren sind in der Realität häufig schwer erreichbar. Es ist ein Kraftakt, gegen ein System anzuarbeiten, das diese Angebote oft nicht ausreichend vorhält. Dennoch ist die Auseinandersetzung damit essenziell. Sie verändert deine Perspektive auf eine Erkrankung, die wir sonst viel zu schnell als fatal ablaufend einstufen. Diese Folge soll uns gemeinsam dafür sensibilisieren, das Potenzial jenseits der Medikation nicht aus den Augen zu verlieren.Die Schwerpunkte im Dialog:KVT & Metakognition: Evidenz bei persistierender Symptomatik und der Umgang mit „Jumping to Conclusions“.Achtsamkeit & MBCT: Was die Leitlinie zu modernen Ansätzen sagt.Familien & Psychoedukation: Warum die Einbeziehung des Umfelds (High-Expressed-Emotion) und strukturierte Gruppen laut Leitlinie für jeden Patienten obligat sind.Lass uns gemeinsam schauen, wie wir Empowerment und Recovery in den Mittelpunkt rücken, auch wenn die strukturellen Hürden hoch sind.Ausblick: In der finalen Folge geht es um Rehabilitation, Arbeit und das Recovery-Konzept. Hör rein!

  18. 4

    S3 DeepDive Schizophrenie 2/4 Biologische Therapie

    Episode 2/4: Biologische Therapie der Schizophrenie – Die neue S3-Leitlinie (2025)In der zweiten Folge unserer vierteiligen Serie zur aktualisierten S3-Leitlinie Schizophrenie verlassen wir die Diagnostik und widmen uns vollumfänglich der Pharmakotherapie. Im Fokus steht das klinische Management basierend auf Modul 4a, aufbereitet für Fachärzte und Kollegen in Weiterbildung.Antipsychotische Akuttherapie: Warum die Leitlinie keine generelle Überlegenheit von SGA gegenüber FGA postuliert und wie der "niedrigstmögliche effektive Dosis"-Ansatz die Langzeitprognose bestimmt.Clozapin & Therapieresistenz: Die harten Kriterien für Therapieresistenz sowie das Management von Clozapin unter Berücksichtigung von TDM-Zielwerten (350–600 ng/ml) und dem Monitoring von Myokarditis-Risiken und Agranulozytose.Frühzeitige Adhärenzsicherung: Die neue Evidenz für den Einsatz von Depot-Antipsychotika (LAI) bereits in der frühen Behandlungsphase (Early Intervention).Nebenwirkungsmanagement 2.0: Neue Interventionsschwellen für Metformin bei metabolischen Entgleisungen (>3% Gewichtszunahme) sowie Strategien bei Prolaktinerhöhungen und EPMS.Wir diskutieren auf Augenhöhe über Rezeptorbelegung, CYP450-Metabolisierung und die klinische Relevanz der QTc-Zeit-Verlängerung, ohne in allgemeine Analogien abzugleiten.Vorschau: In der nächsten Episode (Folge 3) erweitern wir den Blickwinkel und besprechen die psychotherapeutischen und psychosozialen Interventionen der neuen Leitlinie.

  19. 3

    S3 DeepDive Schizophrenie 1 - Diagnostik im Umbruch

    S3-Update Schizophrenie (1/4): Diagnostik, Katatonie & ICD-11 Deep DiveHerzlich willkommen zum ersten Teil meiner vierteiligen Reihe zur neuen S3-Leitlinie Schizophrenie (Living Guideline). Ich bereite mich gerade selbst auf die Facharztprüfung vor und nutze die Zeit unterwegs, um mir die neuen Inhalte „auf die Ohren“ zu packen. Da dachte ich mir: Warum nicht gleich teilen? Zusammen mit meiner KI-Unterstützung habe ich die wichtigsten Fakten so aufbereitet, dass wir sie effizient beim Autofahren, Sport oder in der Pause verinnerlichen können.Was ich in dieser Folge für uns zusammengefasst habe:ICD-11 Transformation: Wir verabschieden uns von den klassischen Subtypen (paranoid, hebephren etc.). Ich schaue mir an, warum wir jetzt in Symptom-Dimensionen denken und wie das unsere Phänomenologie schärft.Update Katatonie: Sie ist kein bloßes Anhängsel mehr. Wir besprechen die neue Rolle der Katatonie als eigenständige Kategorie und was das für die Kodierung und die klinische Aufmerksamkeit bedeutet.Organik-Check: Wenn es „knifflig“ wird – ich gehe tief in die leitliniengerechte Ausschlussdiagnostik. Von der obligaten Bildgebung bis zum gezielten Antikörper-Screening bei Verdacht auf Autoimmunenzephalitiden.Früherkennung: Wie identifizieren wir den klinischen Risikozustand (UHR) wirklich und warum zählt bei der DUP (Duration of Untreated Psychosis) buchstäblich jeder Tag?Ein kompakter Deep Dive von mir für euch – perfekt für alle, die gerade selbst büffeln oder ihr Wissen zur „Living Guideline“ auffrischen wollen. Ich hoffe, ihr habt Freude daran und es hilft euch genauso wie mir!Vorschau: In der nächsten Folge schauen wir uns dann das „große Besteck“ der Pharmakotherapie an – von den First-Line-Strategien bis zum Management therapieresistenter Verläufe.

  20. 2

    Alkoholabhängigkeit – Leitlinie kompakt | Vorbereitung Facharztprüfung Psychiatrie

    Diese Folge dreht sich um alkoholbezogene Störungen – orientiert an der aktuellen Leitlinie „Alkoholbezogene Störungen: Screening, Diagnose und Behandlung“. Anlass war eine Prüfungssimulation bei den ZNS-Tagen in Köln (sehr empfehlenswert!), bei der ich bei einigen prüfungsrelevanten Fragen ins Stocken geraten bin. Also: Leitlinie nochmal gründlich durcharbeiten und als Podcast aufbereiten. Die Episode ist mit KI-Stimmen eingesprochen, basiert aber auf eigener Recherche und Leitlinienlektüre. Gedacht für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie Fachärzte, die prüfungsrelevante Inhalte der Suchtmedizin kompakt auffrischen möchten. Kleine Transparenz: Die KI verwendet teilweise ähnliche Beispiele wie in der letzten Folge – neu rechnen wäre möglich gewesen, aber schlecht für den CO₂-Abdruck. Beim nächsten Mal versuche ich mehr Variation.

  21. 1

    Unipolare Depression – Diagnostik, Schweregrade und Therapie

    Hier mal die Leitlinie auf die Ohren.Ich weiß – alles KI eingesprochen, alles KI aufbereitet. Aber ganz ehrlich: Man kann nicht immer nur am Schreibtisch sitzen und Leitlinien lesen. Manchmal muss man auch laufen gehen, Sport machen, Auto fahren oder die Küche aufräumen. Genau dafür habe ich angefangen, mir solche Episoden zu bauen.Und weil ich die sowieso für mich erstelle, dachte ich: Vielleicht hilft es ja auch anderen.In dieser ersten Folge geht es um die S3-Leitlinie zur unipolaren Depression – kompakt aufgearbeitet für Klinik, Praxis und Facharztprüfung. Unter anderem mit einem Blick auf:– Schweregrade der Depression und warum sie therapeutisch so wichtig sind– Wann Psychotherapie alleine reicht und wann Medikamente empfohlen werden– typische Erstlinientherapien und Behandlungsdauer– und natürlich der immer zentrale Punkt: Suizidalität erkennen und einschätzenAlso: Leitlinie zum Mitnehmen.Ich freue mich über Rückmeldungen von allen, die reinhören – was funktioniert gut, was nicht, und vor allem: Welche Themen sollen als nächstes kommen?

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ABOUT THIS SHOW

Dieser Podcast richtet sich an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Ich bereite hier Stoff für die Facharztprüfung auf – und lasse euch mithören. Grundlage sind Leitlinien und klinische Praxis, kurz und übersichtlich zusammengefasst. Die Episoden sind mit KI-Stimmen eingesprochen. Ich recherchiere selbst und versuche typische KI-Halluzinationen zu vermeiden. Entstanden ist der Podcast, damit ich Inhalte auch beim Laufen, Putzen oder Kochen lernen kann. Wenn es noch jemandem hilft: super.

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