PODCAST
radio AGORA 105 I 5
by radio AGORA 105 I 5
Das freie Radio in Kärnten.radio AGORA 105 I 5 ist seit dem Sendestart 1998 ein medialer (Kunst- und Experimentier-) Raum für slowenisch-, deutsch-, zwei- und mehrsprachige Hörer_innen und Radiomacher_innen in Kärnten und der Südsteiermark und für zugewanderte Menschen, ihre Sprache und Kultur, mit dem Ziel, zur Förderung der Verständigung zwischen den Bevölkerungsgruppen beizutragen. Wir verstehen uns als mehrsprachiges Forum - mit einem Schwerpunkt auf Musik und Literatur aus dem Alpen-Adria-Raum - und als Plattform zur Mitgestaltung für Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen, sowie zivilgesellschaftlich engagierte Menschen und Initiativen aus der Region. Als Freies Radio sind wir Sprachrohr für in Gesellschaft und Medien marginalisierte und/oder diskriminierte Menschen und brisante Themen. Wir gestalten Programm, vermitteln Medienkompetenz, beteiligen uns an medienpolitischen Entwicklungen und sind Kooperationspartner für Kulturveranstalter_innen und Bildungseinrichtungen, sowie
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KiKK OFF – za kulturo #51 – Awareness- und Gewaltschutzkonzepte / Koncepti za ozaveščanje in zaščito pred nasiljem
06.07.2026 - Was können Vereine bei der Erstellung von Schutz- und Awarenesskonzepten beachten? Kaj morajo društva posebej upoštevati pri pripravi konceptov zaščite?
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Otroški občinski svet v Radgoni I Kindergemeinderat in Bad Radkersburg
Demokracija ni samoumevna. Moramo jo vzdrževati in v njenem duhu vzgajati mlade. Z ustanovitvijo Otroškega občinskega sveta si k temu prizadevajo v Radgoni. Kaj pravzaprav otroški občinski svet je, v katere aktivnosti so vključeni otroci in kako sodelujejo z lokalnimi politiki izveste v prispevku Nike Škof. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen sie pflegen und die Jugend in ihrem Geiste erziehen. Mit der Gründung des Kindergemeinderates strebt man in Radgona genau das an. Was ein Kindergemeinderat eigentlich ist, in welche Aktivitäten die Kinder eingebunden sind und wie sie mit den Lokalpolitikern zusammenarbeiten, erfahren Sie im Beitrag von Nika Škof.
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Barbara Bizjak – Viki Višnja in pogrešano drevo v piskru
Kaj narediš, ko se ti življenje postavi na glavo? Zbrišeš preteklost, pobegneš na podeželje in tam naletiš na pogrešano drevo v piskru, kup zanimivih vaščanov, kanček romantike ter ravno pravšnjo mero skrivnosti. Tokrat bo z nami Barbara Bizjak, avtorica svežega slovenskega romana „Viki Višnja in pogrešano drevo v piskru„. Prisluhnite pogovoru, ki vas bo nasmejal in morda navdušil za vašo naslednjo poletno knjigo. Was passiert, wenn das Leben plötzlich völlig anders verläuft? Man flieht aufs Land und findet dort einen verschwundenen Bonsai, skurrile Dorfbewohner, eine Prise Romantik und ein geheimnisvolles Rätsel. Zu Gast ist Barbara Bizjak, Autorin des Romans „Viki Višnja in pogrešano drevo v piskru„. Freuen Sie sich auf ein sympathisches Gespräch über das Schreiben, das Leben und ein Buch, das zum Schmunzeln einlädt. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja Foto: Marko Delbello Ocepek in I und Erika Pečnik
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MillstART2026: das TIER. und wir / animality
Im zweiten Teil des Ausstellungsrundgangs „das TIER. und wir / animality“ im Rahmen der MillstART 2026 führt uns der Kurartor Michael Kos durch weitere Räume des Stifts Millstatt, wie u.a. den Gewölbekeller, die Waschküche und den Kreuzgang; die historischen Orte sind derzeit bevölkert von allerlei tierischen Gestalten. Gestaltung des Beitrags: Dagmar Travner Der erste Teil mit Anette Lang und Michael Kos über die Mottozimmer und über das historische Stift, das derzeit mit zeitgenössischer Kunst bestückt ist, gibt es im Beitrag davor bzw. kann in der Mediathek nachgehört werden: https://cba.media/781608
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Srebrno častno priznanje mesta Beljak Barbari Ambrusch-Rapp
Kaj pomeni, ko mesto prepozna desetletja umetniškega in kulturnega dela? Gostja oddaje je Barbara Ambrusch-Rapp, prejemnica srebrnega častnega priznanja mesta Beljak. Govorili bomo o umetnosti, identiteti, angažiranosti in o tem, zakaj kultura ostaja nepogrešljiv del družbe. Was bedeutet es, wenn eine Stadt jahrzehntelanges künstlerisches und kulturelles Engagement würdigt? Zu Gast ist Barbara Ambrusch-Rapp, Trägerin des Silbernen Kultur-Ehrenzeichens der Stadt Villach. Wir sprechen über Kunst, Identität, gesellschaftliches Engagement und die Bedeutung von Kultur für unsere Gesellschaft. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja Foto: Isabel Brugger
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Vive l’Europe! #81 – Europa muss Klima-Widerstandsfähigkeit ausbauen
Hitzewellen – die Formel lautet 3-30-300 Evropa se segreva hitreje od svetovnega povprečja, posledice pa so vse bolj opazne v mestih, naravi in pri zdravju ljudi. Sogovorniki iz različnih strokovnih področij pojasnjujejo vzroke za naraščajoče temperature in opozarjajo na pomen pravočasnega ukrepanja. Njihove ugotovitve kažejo, da so učinkovite rešitve že znane, ključni izziv pa ostaja njihovo dosledno uresničevanje tako na ravni posameznika kot družbe. Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten erwärmt. Das zeigen aktuelle Klimazustandsberichte der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des EU-Klimadienstes Copernicus. Die Folgen: heißere Sommer, zunehmende Hitzewellen, steigende gesundheitliche Risiken und deutlich sichtbare ökologische Veränderungen. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, muss Europa gezielt Maßnahmen ergreifen, um „klimawiderstandsfähiger“ zu werden und: Einschätzungen und Vorschläge von Eva Schwab (Leiterin des Instituts für Städtebau der TU Graz), Hans-Peter Hutter (Umweltmediziner und Ökologe), Beate Prettner (Gesundheitslandesrätin Kärnten) und Gerhard Hohenwarter (Meteorologe bei GeoSphere Austria), der einleitend die Frage beantwortet, warum sich Europa schneller erwärmt als andere Kontinente: Grundsätzlich muss man sagen, dass sich alle Kontinente stärker erwärmen als der weltweite Durchschnitt. Denn im weltweiten Durchschnitt geht ein Großteil der Erwärmungsenergie in die Ozeane und die erwärmen sich langsamer als Landmassen. Und warum sich dann Europa am stärksten erwärmt, das ist dann gar nicht mehr so viel stärker als die restlichen Kontinente. Das kann Ursprünge haben in der Land-Meer-Verteilung und klimatischen Verteilungen, zum Beispiel Europa hat gerade im Norden natürlich viele kalte Regionen, die erwärmen sich stärker als zum Beispiel die äquatorialen Regionen, und dadurch kann es dann dazu kommen, dass sich Europa einfach ein wenig stärker erwärmt. Und wie gesagt, der große Unterschied ist vor allem von der Landmasse zum Meer und nicht zwischen den Kontinenten selbst. Inwiefern die größte Hitze-Problematik in den Ballungsräumen, oder in den Städten auftritt, meint der Meteorologe: Ja, die städtischen Hitzeinseln, das ist aber auch wiederum auf allen Kontinenten ein Problem, und natürlich, je dichter eine Region besiedelt ist, desto höher ist das Problem. Aber es gibt also weltweit viele Regionen, die sehr dicht besiedelt sind, da ist Europa nicht die einzige Region. Also städtische Hitzeinseln sind aber natürlich ganz ein großes Problem im Zeichen des Klimawandels, weil einfach da so viele Menschen leben und damit die Problematik sich dann einfach vervielfacht. Entsiegelung und Begrünung, das seien die primären Notwendigkeiten, um den Hitzewellen, vor allem in den Städten, entsprechend zu begegnen, so Eva Schwab, Leiterin des Instituts für Städtebau der Technischen Universität (TU) Graz, die in der zweitgrößten Stadt von Österreich einige Pilotprojekte durchführte und respektable Ergebnisse erzielte. Ihre zentrale Botschaft lautet: Ich würde alle auffordern, logisch über die eigenen Verhaltensweisen auch nachzudenken. Denn ich kann mich nicht über die Hitze beschweren und überall mit dem Auto hinfahren wollen. Also sich selber bei der Nase nehmen, dann ist die Begrünung auch möglich in der Stadt. Denn ohne eine Verkehrswende werden wir die Begrünung der Städte einfach nicht schaffen. Es gibt begrenzten Raum. Den muss man gut gestalten, sodass er möglichst vielen Anforderungen möglichst gut entgegenkommt, und das ist ein Abwägen von Prioritäten. Derzeit geht die Priorität nicht in die Kühlung der Städte und nicht in die Lebensqualität der Städte, zumindest nicht so, wie wir sie jetzt verstehen. Das heißt, Begrünung und auch mehr Biodiversität, führt ja letztendlich dazu, dass man auch lieber wieder draußen ist, dass man auch mehr sich unterhält mit anderen Leuten. Also es hat ganz, ganz viele positive Nebeneffekte. Das merkt man auch in der Gesundheit, wenn man mehr draußen ist, vielleicht einfach zum nächsten Park schlendert und geht, man bewegt sich wieder mehr. Das heißt, das hat so viele zusätzliche Effekte, nicht nur, dass es dann einfach kühler ist in der Stadt. Denn, die Abkühlung der Städte, sei das zentrale Anliegen, wenn wir über Hitze sprechen, und das ist, so Schwab, in städtischen Ballungszentren mit einer verstärkten Begrünung aber auch mit Maßnahmen zur Klimaabschwächung verbunden: Das Gute an der Gestaltung im öffentlichen Raum ist, dass ich nicht nur Klimawandelanpassung betreibe, das heißt, ich stelle mich auf mehr Hitze ein und versuche über eine Begrünung zu kühlen, sondern es ist auch Klimawandelabschwächung. Weil einfach, wenn ich meine Mobilität verändere, wenn ich auch kompakter baue, verbrauche ich nicht mehr so viel CO2, und dadurch unterstütze ich die richtige Richtung oder die richtige Entwicklung. Und natürlich, die Städteplanung ist ein grundlegendes Tool, damit wir gut weiterhin in Städten leben können. Das hängt mit der Planungskultur auch zusammen. Das hängt auch damit wieder zusammen, was wir uns alle vorstellen. Müssen wir wirklich alle 60, 70 Quadratmeter pro Person bewohnen? Also die Zahlen von Wohnflächen sind ja seit den 70ern exorbitant gestiegen. Die Idee, dass man in einem Einfamilienhaus mit Pool leben muss, ist auch immer noch total stark verankert. Also das ist sozusagen das Ziel auch noch von ganz, ganz vielen jungen Leuten. Und eine kompakte Stadt, die aber begrünt ist, hat ganz viele Vorteile und kann auch Lebensqualität bieten. Und das, glaube ich, ist auch so ein Ding, das ich versuche, in allen Projekten, die wir begleiten, klarzumachen oder erlebbar zu machen, eben auch so temporäre Gestaltungen. Weil eben, mit Verboten kommt man nicht weit. Wir müssen Umgestaltungen schaffen, sei es temporär oder permanent, wo die Leute sich wohlfühlen und einfach sagen: Ja, genau so, das will ich. Und dieses Erleben ist einfach der Grundstein, dass es weitergeht. Was der Einzelne gegen extreme Hitzebelastungen unternehmen kann, erläutert Umweltmediziner und Ökologe Hans-Peter Hutter, dessen primäre Empfehlung lautet, …. …, wenn es wirklich ans Individuum geht: Man muss es halt ernst nehmen. Ich höre immer wieder auch von Personen, die definitiv einer Risikogruppe angehören, dass einem das nichts macht und das ist eh so wie früher und das ist alles kein Problem. Naja, so schaut es nicht aus, weil wenn ich dann ins Spital schaue, wo ich ja auch bin, so liegen eben aus dieser Gruppe oder kommen eben mit dem Krankentransport entsprechende Personen. Also das Erste ist schon ernst nehmen und entsprechend handeln. Das Wichtigste ist schlichtweg alles ruhiger angehen, weil die Hitze, der Stress belastet ja schon das Herz-Kreislauf-System und jeglicher zuzüglicher Stress, dass man dies und jenes noch macht, na gut, das verschärft die Situation. Also alles ruhiger angehen. Das Zweite ist, und das wissen eh alle, mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Damit meine ich aber keinen Alkohol! Dabei, wenn ich mich jetzt erwische und ich sage mehr trinken, werden viele der Hörerinnen und Hörer denken, na gut, das weiß ich sowieso, warum sagt er mir das? Ganz einfach deswegen, weil viele vergessen. Erstens einmal haben nicht alle so ein Durstgefühl, dass sich dann automatisch eben irgendwo dann bei einem einstellt, dass man was trinken muss, obwohl Durstgefühl eigentlich verhindert werden soll und vorher getrunken werden muss, aus physiologischer Sicht. Also man muss daran denken, dass man mehr trinkt und da stellt man sich eine Karaffe hin und so weiter, dass man über den Tag verteilt, dass man kleine Portionen trinkt. Das ist das Wichtigste. Und dann gibt es natürlich die vielen kleinen Tipps, dass man eben sich abkühlt zwischendurch, dass man Pausen macht, dass man, wenn man wirklich aktiv ist, dass man es eher sehr früh macht oder sehr spät. Und in Abhängigkeit von seiner Fitness, seiner Leistungsfähigkeit, sich einfach auf dieses Wetter einstellt. Im Bereich des Arbeitnehmer*innenschutzes ist es auch Schlechtwetter mittlerweile. Ich möchte es nicht jetzt alles so niedermachen, aber eine Hitzewelle ist einfach ein gewisses Gesundheitsrisiko für unterschiedlichste Gruppen. Und von daher, ernst nehmen! Also das sind so die wichtigsten Dinge. Es geht auch darum, dass man, wenn man zu Hause ist, dass man halt schaut, dass möglichst wenig Hitze reinkommt. Dass man sich auch da zu Hause behilft mit passiven Hitzemaßnahmen und mit Ventilatoren, mit Kühlung selber und schaut, dass man so zurechtkommt. Wenn man rausgeht oder wenn die Wohnung einfach zu heiß ist, dann ist es halt wichtig, dass man weiß, wo es in der Nähe einen kühlen Raum gibt. Ich fand es immer toll, schon seit der Hitzewelle 2003, dass zwei Orte immer genannt worden sind. Das sind unsere Kirchen, also Kirchen insgesamt in Europa, wo es eben aufgrund der Architektur schon eher kühler ist in den meisten. Und der zweite, und das war auch interessant, eine Empfehlung war, dass in Frankreich gesagt wurde: Na bitte, geht’s in Supermärkte oder in welche Einkaufszentren, denn die sind auch gekühlt. Aber letztlich, was auch immer in der Nähe ist, ist aus meiner Sicht nicht schlecht. Eine interessante Empfehlung – die vor allem auch für die Stadtplanung relevant sein könnte – verknüpft die Landschaftsarchitektin Eva Schwab mit der Formel 3-30-300 und erklärt, … … es geht letztendlich um Bäume und Grünräume. Also jeder Mensch sollte 3 Bäume sehen von seinem Fenster aus. In der Nachbarschaft sollten mindestens 30% der Fläche beschattet sein, idealerweise von Bäumen, und jeder Mensch sollte 300 Meter brauchen, um zum nächsten Grünraum zu kommen, in dem er sich gut aufhalten kann. Das wäre die Formel, so dass der Grünraum wirklich der Hitze entgegenwirken kann. Die Formel ist von einem niederländischen Forscher, der zu regenerativem und nachhaltigem Städtebau geforscht hat. Bäume und Wälder sind natürliche „Kühlräume“, doch Umweltmediziner Hans-Peter Hutter verweist auf die Realerfahrungen vieler Menschen, indem er meint: Natürlich kann man auch ins Grüne rausgehen, aber Achtung, da muss man aber hinkommen. Ich weiß jetzt nur von urbanen Überlegungen, dass wenn man sagt, da geht’s in den nächsten Park, dass sich viele Menschen, die sich eh schon schwertun, jetzt in einer heißen Wohnung, die sich schwertun auch mit Herz-Kreislauf oder Atemwegserkrankungen oder vielleicht auch mit ihrem Gehen, dass die vielleicht ein paar Stockwerke runtergehen müssen. Dann gehen sie ein paar hundert Meter durch die sengende Hitze, dann sitzen sie im Park und der Park ist vielleicht etwas kühler, aber es kommt darauf an, wie der ausschaut. Wenn da jetzt eine Bank steht und zwei Bäume, naja, so abkühlen tut das dann auch nicht. Also das ist immer abhängig von der jeweiligen Möglichkeit, wohin zu kommen. Weil wenn der Weg schon so ist, dass er so belastend ist, um dorthin zu kommen, und dann kühl ich mich kurz aus und dann muss ich wieder diesen Weg zurück und dann sitze ich wieder in meiner heißen Wohnung, wird das kontraindiziert. Also man muss schon schauen, wie man das am besten macht. Damit die Abkühlung im Grünen nicht „kontraindiziert“ wirkt. Hitze sei auch ein sozial geprägtes Phänomen und steht im Zusammenhang mit dem allgemeinen Wohlbefinden in der Gesellschaft. Neben Gesundheitsfaktoren wären auch gesellschaftliche Schwachstellen, wie ein von Hutter so bezeichnetes „Ungerechtigkeitsproblem“ zu sehen: Hitze ist ein Paradebeispiel für einen Umweltfaktor, einen Umwelteinfluss, der abseits jetzt aufdeckt, dass es für die menschliche Gesundheit in allen seinen Dimensionen, nämlich körperlich, seelisch, mental, geistig Probleme bietet, aber auch für die letzte Komponente, nämlich auch für das soziale Wohlbefinden. Es ist schon wie ein bisschen eine Lupe, die uns aufdeckt, welche gesellschaftlichen Schwächen wir haben. Und wenn es jetzt genau eine Gruppe besonders trifft, nämlich die Menschen, die vereinsamen, die allein zu Hause leben, naja, dann ist es ja genau das Problem, das ja bekannt ist. Nur durch diese Temperatur und durch diese Hitze tritt das noch einmal in den Vordergrund aus meiner Sicht. Und dementsprechend finde ich es auch wichtig, dass man das Gesundheitsproblem verknüpft mit einem Ungerechtigkeitsproblem. Es ist für einige viel, viel schwerer, mit der Hitze zurechtzukommen als für andere. Damit dennoch eine gewisse soziale Ausgewogenheit gegeben ist, wurde etwa von der Kärntner Gesundheitslandesrätin Beate Prettner ein landesweiter Hitzeschutzschutzplan entwickelt. Dieser schließt neben Soforthilfen und Prävention auch die fachliche Qualifizierung in den Gesundheitsberufen ein: Wir konzentrieren uns auf 3 Säulen: auf die Prävention, auf Information und Qualifizierung. Dazu gehört der aktuelle Kärntner Hitzeschutzplan mit klaren zielgruppenspezifischen Empfehlungen, etwa für ältere Menschen, für Kinder, für pflegende Angehörige oder auch für Haustiere. Wichtig ist unser Frühwarnsystem. Das wird in Zusammenarbeit mit der GeoSphere Austria auch immer wieder aktiviert, damit jene, die besonders vulnerable Personengruppen darstellen oder Personen, die mit diesen vulnerablen Personengruppen arbeiten, rechtzeitig reagieren können. Also zum Beispiel auch Gesundheitseinrichtungen, Pflegeheime oder Rettungsdienste. Ein zentraler Schwerpunkt liegt ja in der Bewusstseinsbildung. Wir bringen praxisnahes Wissen direkt zu den Menschen. Besonders wichtig sind uns die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Gesundheitsberufe. Oder auch für diejenigen, die Gesundheitsberufe gerade erlernen, also für Pflegekräfte in den Schulen oder auf der Fachhochschule. Und eine Ansprechgruppe sind unsere Pflegenahversorgerinnen, die in der Bevölkerung in den Regionen tätig sind, damit hitzebedingte Risiken für ihre Schützlinge früh erkannt und richtig gehandelt werden kann. Welche Prognose gibt nun der Klimaforscher zu Hitze und Erwärmung ab? Geht der Trend mit extremen Hitzewellen weiter? Wird er sich verlangsamen oder verstärken? Also wohin geht die „Reise“? Ja, im Moment sehen wir nur einen ganz langsamen Rückgang bei den weltweiten CO2-Emissionen. Das heißt, wir emittieren noch immer sehr, sehr viel CO2, und nachdem dieses Treibhausgas sehr lange in der Atmosphäre verweilt, ist nicht damit zu rechnen, dass es zu einer baldigen Stabilisierung des Klimas kommen wird. Das heißt, in den nächsten 10, 20, 30 Jahren ist mit einer weiteren Erwärmung zu rechnen, und dann entscheidet sich eben, wie rasch wir als Gesamtgesellschaft reagieren und unser gesamtes System umstellen, weg von fossilen Energieträgern, weg von Überproduktionen und Co. Sodass dann wirklich auch wir wieder kein CO2 im Idealfall oder keine Treibhausgase im Idealfall ausstoßen und sogar dann wieder einsparen können oder abbauen können. Aber im Moment sehe ich da einfach durch die Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte einen weiteren Anstieg, der uns noch über die Mitte des Jahrhunderts hinaus sicherlich erhalten bleiben wird. Soweit eine eher pessimistische Prognose des Klimaexperten Gerhard Hohenwarter. Ohne auf bereits erwähnte Lösungsvorschläge nochmals einzugehen, nun kurz und pointiert der Appell des Umweltmediziners Hans-Peter Hutter: Es ist relativ einfach. Es gibt sehr viele wissenschaftliche Erkenntnisse, es gibt Best-Practice-Beispiele. Es geht jetzt darum, das, was hier theoretisch vorhanden ist, dieses Wissen herzunehmen und umzusetzen. Das ist es! Es ist nicht mehr das Erfinden von XY, sondern es ist schlichtweg das Ernstnehmen dieses Problems und das Umsetzen, dass man hier Engagement, Kreativität und letztlich auch Rückgrat zeigt. Und was zu tun ist – ganz ehrlich, das ist bekannt. Nur muss man das auch tun und nicht nur alles von heute auf morgen verschieben, weil das tun wir eh schon lang. Die Stellungnahmen zu dieser Reportage wurden im Rahmen einer Publikumsdiskussion, die unter dem Motto „Das kann ja heißer werden: Fragen und Antworten zum Thema Hitze“ stand, aufgenommen. Die Veranstaltung fand am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, in Klagenfurt am Wörthersee statt und wurde von Generation Plus (Grüne) Kärnten organisiert. Dabei kam es zu lebhaften Diskussionen und „hitzigen“ Beiträgen. Evropa se segreva hitreje predvsem zaradi razmerja med kopnim in morjem, pojasnuje meteorolog Gerhard Hohenwarter, ter opozarja, da bodo ob sedanjem obsegu izpustov toplogrednih plinov vročinski valovi v prihodnjih desetletjih postajali vse pogostejši in intenzivnejši. Urbanistka in krajinska arhitektka Eva Schwab poudarja, da je za blaženje vročine v mestih nujno povečati delež zelenih površin, razbremeniti promet in preoblikovati javni prostor. Izpostavlja načelo 3-30-300, po katerem bi moral vsak prebivalec videti tri drevesa iz svojega doma, živeti v soseski z vsaj 30 odstotki drevesne sence in imeti kakovostno zeleno površino oddaljeno največ 300 metrov. Vročinskih obremenitev ne smemo podcenjevati, zlasti pri starejših in drugih ranljivih skupinah, opozarja okoljski zdravnik Hans-Peter Hutter. Svetuje zadostno hidracijo, zmanjšanje telesnih naporov, zadrževanje v hladnejših prostorih ter poudarja, da vročina razkriva tudi socialne neenakosti, saj se z njo ne morejo vsi spopasti enako uspešno. Koroška deželna svetnica za zdravje Beate Prettner predstavlja deželni načrt zaščite pred vročino, ki temelji na preventivi, obveščanju in usposabljanju. Posebej izpostavlja sistem zgodnjega opozarjanja ter izobraževanje zdravstvenih delavcev in drugih, ki skrbijo za ranljive skupine prebivalstva. Sogovorniki se strinjajo, da znanja in učinkovitih rešitev ne primanjkuje. Potrebni so predvsem odločni ukrepi ter dobro sodelovanje politike, stroke in posameznikov, da bodo mesta in družba bolje pripravljeni na vse pogostejše vročinske ekstreme. Kurzbiografien: Ass. Prof.in Dipl.-Ing.in Dr.in Eva Schwab ist Stv. Leiterin am Institut für Städtebau der Technischen Universität Graz. Sie widmet sich u.a. Forschungsprojekten zu Klimawandelanpassung oder Entsiegelung, hat in der Stadt Graz Entsiegelungsprojekte verwirklicht und darüber publiziert. Mag. Gerhard Hohenwarter ist Meteorologe und leitender Mitarbeiter bei GeoSphere Austria in Kärnten. Er ist ausgebildeter Bergwanderführer und bietet dazu ein umfangreiches Programm an. Landesrätin Dr.in Beate Prettner ist sei 2010 Mitglied der Kärntner Landesregierung (SPÖ) und u.a. zuständig für Gesundheit, Krankenanstalten und Tierschutz. OA Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Hans-Peter Hutter ist Landschaftsökologe und Umweltmediziner und leitet seit 2025 die Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Wien Weiterführende Informationen: Eva Schwab, et.al. (2025): Klimastarke Grünräume: Ein Wegweiser für Gemeinden in Steirischen Zentralraum, TU-Graz, i.A. von Regionalverband Steirischer Zentralraum, verfügbar unter: https://www.zentralraum-stmk.at/wp-content/uploads/2025/03/Wegweiser-Klimastarke-Gruenraeume_WEB.pdf Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit Euranet Plus – dem führenden Radiosender für europäische Nachrichten – produziert. Oddajo pripravljamo v sodelovanju z Euranet Plus – vodilno radijsko mrežo za evropske novice.
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Singende Krankenhäuser
Sybille Mikula hat die Leitung der Ausbildung in Österreich für Singkreisleiter:innen in singenden Krankenhäuser über. Sie berichtet uns wann wieder die nächsten Kurse starten, welche Inhalte diese haben und für wen sie offen sind. Es ist erwiesen, dass Menschen, die singen keine Angst haben, denn man kann nicht gleichzeitig diese beiden Gehirnregionen aktivieren. Hier gibt es alle Infos für Österreich: https://www.singende-krankenhaeuser.at/ Wer weitere Infos zu unseren Aktivitäten haben möchte findet diese unter www.wunderwelten.jetzt
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Vive l’Europe! #80 – Europa muss Schutzschild für Demokratie sein!
Demokracija ni samoumevna – potrebuje zaupanje, sodelovanje in ljudi, ki jo vsak dan soustvarjajo. V času, ko evropske družbe zaznamujejo politična polarizacija, dezinformacije in vse večji pritisk na demokratične institucije, se postavlja vprašanje: kako lahko Evropo okrepimo kot prostor svobode, človekovih pravic in solidarnosti? Odgovore so iskali udeleženci srečanja Europa Dialog 2026. Wie können zivilgesellschaftliche Initiativen und NGOs demokratische Werte stärken? Warum bedarf es eines europäischen Schutzschildes zur Verteidigung der Demokratie? Oder, was sind die Ursachen, für die aktuellen Krisenerscheinungen der Demokratie und welche Lösungen bieten sich für eine Belebung des demokratischen Gemeinwesens? Der Europa Dialog 2026 suchte nach Antworten und der Organisator dieser Vernetzungstagung für Zivilgesellschaften, Direktor Marc Germeshausen vom Europahaus Klagenfurt/Celovec, fasst die Intentionen so zusammen: Im Rahmen von unserem Pro-European Values AT Projekt haben wir einmal im Jahr ein Midterm Event, was wir hier als Gastgeber, als EuropaHaus Klagenfurt, veranstalten dürfen. Und wir wollen hier die Zivilgesellschaft zusammenbringen. Also wir haben allein über unser Projekt 36 Grantees, die heuer mit dabei sind, um ihre Aktivitäten zur Stärkung der Demokratie und der europäischen Werte in der Zivilgesellschaft umzusetzen. Wir laden sie hier ein, um mit uns gemeinsam zu aktuellen Themen — und unser heuriges Thema ist: „Wie stärken wir Menschenwürde gemeinsam?“ – zu diskutieren. Und das ist sozusagen der Schwerpunkt unseres Vernetzungstages mit der Zivilgesellschaft hier in Cap Wörth in Velden-Kärnten/Koroska. Ein zentrales Thema der Tagung war die EU-Charta für Grundrechte und der Europäische Schutzschild für Demokratie, in dem die zivilgesellschaftlichen Organisationen einen bedeutenden Raum einnehmen, denn … … für uns war es total spannend, als dann letztes Jahr, Ende des Jahres 2025, die Europäische Kommission diesen europäischen Schutzschild für Demokratie vorgeschlagen hat, weil da wirklich konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes und die Förderung starker, resilienter Demokratien in der gesamten EU vorgeschlagen worden sind. Ein offener zivilgesellschaftlicher Raum ist das Herzstück dieses Schutzschildes, und ich glaube, das ist ganz wichtig, dass hier alle Organisationen, alle NGOs, Vereine, EU-Strategien, wofür die Zivilgesellschaft steht, mitentwickeln und auch mittragen können. Das Leben in einem demokratischen Gemeinwesen sei ein Menschenrecht, so der Generalsekretär von Human Rights, Manfred Novak, der in seiner Analyse verdeutlichte, dass aktuell nur noch rund sieben Prozent der Weltbevölkerung in „echten Demokratien“ leben – ein Rückgang, der sich seit Jahrzehnten abzeichnet. Die Ursachen für diese „Demokratiekrise“, wie auch für weitere aktuelle Krisenerscheinungen in der Gesellschaft, benennt er so: Für mich ist es kein Zweifel, dass die Hauptursache fast aller Probleme, die wir heute haben, ob das jetzt die große Umweltkrise ist, also nicht nur der Klimawandel, sondern der Rückgang der Biodiversität, die ganze Verschmutzung, aber auch Wirtschaftskrisen, die globalen Finanzmärkte und so weiter, ist das neoliberale Wirtschaftssystem, das leider der Westen in Reaktion auf die Implosion der Sowjetunion, das Ende des Kalten Krieges, wirklich eingeführt hat. Die USA unter Reagan, das Vereinigte Königreich unter Thatcher, aber dann mit dem Washington Consensus haben es alle anderen übernommen. Die Weltbank, der Internationale Währungsfonds, die Welthandelsorganisation, aber leider auch die Europäische Union. Und das neoliberale Wirtschaftssystem, beruht im Wesentlichen auf Privatisierung, weitgehend bis hin zu den Gefängnissen. Die Deregulierung gerade der globalen Finanzmärkte, aber auch die Minimisierung der Rolle des Staates ist verheerend, weil für einen wirklichen Menschenrechtsschutz brauchen wir starke Staaten, starke staatliche Strukturen, eben eine soziale Gerechtigkeit, einen Sozialstaat, aber auch einen Staat, der die Menschen schützt, also auch eine funktionierende Justiz, funktionierende Polizei und so weiter brauchen wir, um Menschenrechte zu schützen. Und wie Thomas Piketty als Ökonom festgestellt hat, ist durch das neoliberale Wirtschaftssystem die ökonomische Ungleichheit zwischen den Staaten, aber insbesondere auch innerhalb der Gesellschaften ins Unermessliche gestiegen. Es ist einfach absolut untragbar, dass es Billionäre gibt wie den Elon Musk, dass ein paar dieser Milliardäre und Billionäre viel, viel mehr verdienen als die Hälfte der Menschheit, oder haben, und dadurch natürlich eine unglaubliche Macht ausüben. Das heißt, diese ökonomische Ungleichheit untergräbt den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaften und damit die demokratische Legitimität. Und wir sehen das in der Polarisierung unserer Gesellschaften, in der Radikalisierung, in der Zunahme von Faschismus, von Rassismus und so weiter. Und wir sehen dies seit 25 Jahren, seit Beginn des 21. Jahrhunderts geht die Zahl der gut funktionierenden Demokratien stetig zurück, heute eben nur mehr 6,6% der Weltbevölkerung. Und die meisten dieser 6,6% sind europäische Staaten, nordeuropäische Staaten. Das heißt, die Europäische Union und Europa hätte eine große Verantwortung, indem sie das neoliberale Wirtschaftssystem verändert, wieder hin zu mehr Solidarität, zu mehr Umverteilung – „taxing the rich“ ist der klassische Satz dafür. Neben der angesprochenen neoliberalen Durchdringung der Gesellschaft und den verteilungspolitischen Schieflage verweist der ehemalige Landeshauptmann von Kärnten Peter Kaiser, dass Ungleichverteilung ausgelotet werden müsse. Denn: Armut und Demokratie widersprechen sich: Eine sehr kluge Analyse, nicht von mir, sondern vom berühmten griechischen Philosophen Aristoteles, der gemeint hat, Demokratie und Armut können nicht nebeneinander existieren. Wenn wir die Weltlage, wenn wir die europäische Lage, wenn wir auch unser eigenes Land analysieren, denn wenn wir verstehen, dass Demokratie eigentlich Armut nicht zulassen kann. Ich begrüße daher moderne Sozialstaatsideen, wie sie auch Österreich repräsentiert, die aber natürlich immer wieder auch den ökonomischen Entwicklungen Folge leisten müssen, darauf reagieren müssen. Letztendlich wird die Welt, letztendlich wird Europa, letztendlich wird Österreich nicht umher kommen, auch zu schauen, dass Vermögen und Ungleichverteilungen in ein geraderes Lot gerückt werden. Jedenfalls profitieren würden davon Armutsbekämpfung, Klimaschutz, aber auch Perspektiven für die Jugend im Bildungsbereich. Demokratien seien weltweit, wie auch in Europa, unter einem starken Druck, so die Analyse von Christian Wigand, Stellvertretender Leiter der Europäischen Kommission in Österreich. Neben Angriffen, die das Innenverhältnis der Europäischen Union betreffen sind auch massive Einflüsse von Außen festzustellen. Also ich glaube, die Demokratie weltweit und auch in Europa ist unter Druck und wird angegriffen. Ich glaube, es gibt da drei Dimensionen, die die Demokratie herausfordern. Die eine ist die Innendimension, also wir sehen sozusagen Angriffe von innen auf die Demokratie, sei es jetzt populistische Kräfte. Einfach ein Vertrauensverlust, den wir sehen in demokratische Institutionen, in die Politik ganz allgemein. Die zweite Dimension ist die von außen. Wir sehen ganz klar, und da ist natürlich in erster Linie Putins Russland zu nennen, aber auch andere autoritäre Akteure, die gezielt mit Manipulation von außen darauf abzielen, die europäischen Demokratien zu destabilisieren, Zwietracht zu säen, Desinformation zu verbreiten und damit eben die Demokratien anzugreifen, die ihnen ein Dorn im Auge sind. Und die dritte Dimension ist, sage ich einmal, die digitale Dimension und auch besonders KI. Und die ist jetzt per se weder gut noch schlecht. Die digitale Dimension, auch Social Media, alles das ist, glaube ich, gleichzeitig eine Riesenchance und eine Riesenherausforderung für demokratische Prozesse, weil man unglaublich viel natürlich an Möglichkeiten, an Informationen hat und auf der anderen Seite aber auch sehr, sehr leicht damit Missbrauch betrieben werden kann und das sozusagen als ein Verstärker wirkt für verschiedenste Formen der Angriffe auf die Demokratie. Und das ist, sage ich einmal, der Hintergrund dessen, warum wir uns zusammentun müssen und Demokratie verteidigen müssen auf europäischer Ebene. Daher brauche es diesen europäischen Schutzschild für Demokratie, der quasi eine Resilienz für Demokratie schaffen soll: Genau, Grundgedanke des Schutzschildes ist, die Demokratie zu schützen, auch zu stärken von innen. Da geht es um verschiedene Dimensionen. Das eine ist, sage ich mal, der Schutz des Informationsraums und der Meinungsfreiheit. Das andere sind schlicht und einfach freie und faire Wahlen und auch freie Medien, wo wir verschiedene Initiativen auf EU-Ebene schon gesetzt haben. Um eben auch das zu stärken. Ein Medienfreiheitsgesetz beispielsweise, das es mittlerweile gibt, und letztlich ist natürlich auch ganz wichtig die Zivilgesellschaft an sich und der Austausch unter den Menschen, der Zivilbevölkerung, die wir auch stärken wollen mit einer eigenen Strategie, die damit zusammenhängt. Für die Zivilgesellschaft. Das sind so, sage ich mal, einige der wesentlichen Elemente und vielleicht noch zusätzlich zu nennen, weil auch ein zentrales, ganz praktisches Element ist, dass ein neues Zentrum für die Resilienz der Demokratie aufgebaut wird derzeit, was sozusagen die verschiedenen Handlungsstränge zwischen den Mitgliedsstaaten auch zusammenführen soll und sowohl Informationsaustausch, aber auch Reaktion auf verschiedenste Formen der Bedrohungen in Zukunft besser koordinieren soll. Eine bereits angesprochene Problematik der Europäischen Union und ihrer Institutionen betrifft einen vielfach geäußerten „Vertrauensverlust“. Ana Blatnik, Vizepräsidentin des Europahauses in Klagenfurt, betont in diesem Zusammenhang: Ich glaube, in etwas Vertrauen, ist die Grundidee, um etwas positiv entwickeln zu können. Wenn man in die EU nicht mehr vertraut, dann muss man sich fragen, warum. Und ich muss ehrlich sagen, ich glaube, dass dieses BürgerInnen-Einbinden, dieses die Bürger und Bürgerinnen zu informieren, die Europäische Union eher spürbar und erlebbarer zu machen, dass man so wieder das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen kann. Denn ich glaube nicht, dass die EU sich im positiven Sinne im positiven demokratischen System entwickeln kann, wenn die Menschen kein Vertrauen in diese EU haben. Und das müssen wir stärken, das müssen wir absolut stärken. Man muss sich auch bewusst machen: In jeder Ortschaft gibt es so viele Projekte, die durch die EU gefördert werden. Aber man sieht sie nicht. Man spürt sie vielleicht, aber man weiß es nicht, dass dieses Projekt zum Beispiel ohne EU-Förderung überhaupt möglich ist. Ich meine, wenn ich jetzt den Koralmtunnel hernehme, in 45 Minuten ist man von Klagenfurt in Graz oder umgekehrt. Ich meine, das ist ja ein Vorteil, den eigentlich jeder spüren müsste, aber es ist leider Selbstverständlichkeit. Engagierte Bürger:innen die sich gegen autoritäre Tendenzen einsetzen, wären mit der Dissidentenbewegung in Osteuropa zu vergleichen, meint der slowakische Schriftsteller Michal Hvorecky und bezeichnet sie als die „Dissidenten des 21. Jahrhunderts“, indem er verdeutlicht: Ich schätze sehr das Erbe der Dissidenten aus dem Kalten Krieg, die 1970er, 1980er Jahre, das sind Superhelden der Geschichte Osteuropas. Aber ich glaube, wir brauchen dringend Menschen, mehr Menschen im Widerstand gegen autoritäre Tendenzen. Und ich habe mal auf meiner Slowakei-Reise in den letzten zweieinhalb Jahren sehr viele engagierte Bürger:innen kennengelernt, getroffen, die basisdemokratisch agieren und in ihren Ortschaften, in ihren Städten, Gemeinden versuchen, wirklich die Demokratie zu stärken, neue Netzwerke aufzubauen und tatsächlich den Rechtsstaat zu verteidigen. Für mich sind das die neuen Dissidenten des 21. Jahrhunderts, des digitalen Zeitalters. Wenn Dissens anders ist als in der Vergangenheit und neue innovative Formen suchen muss, aber weiterhin ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens der Gesellschaft sein soll. Für ihre unverzichtbare Einflussnahme auf das gemeinschaftliche Leben benötigen NGOs nicht nur die erforderlichen finanziellen Mittel, so Ines Mahmoud von der Kulturinitiative Salam Oida, sondern auch Austausch und Vernetzung, damit sich gegenseitige Perspektiven eröffnen. Zivilgesellschaftliche Organisationen arbeiten am Feld, sie arbeiten mit den Menschen. Das haben wir ganz stark gesehen bei den Organisationen, mit denen wir uns hier an diesem Wochenende vernetzen konnten. Das sind Menschen, die von Mensch zu Mensch arbeiten. Sie sitzen nicht oben oder in irgendwelchen Räumen oder in irgendwelchen Treffen, sondern sie sind mit den Menschen beschäftigt und arbeiten mit jenen Menschen, die vielleicht nicht Zugang zu diesen Räumlichkeiten haben, die nicht Zugang haben zu Ressourcen, wo wir aber die Möglichkeit haben. Und deswegen ist es auch wichtig, dass wir auf EU-Ebene hier die Initiative ergreifen und diese Werte auch leben und ermöglichen. Eines, was sehr wichtig ist: Wir kommen aus der Kunst- und Kulturszene und uns wurden hier auf Bundesebene sehr viele Wege und Möglichkeiten, um unsere Arbeit auch weiterführen zu können, gestrichen. Und da ist es gut, dass es EU-Projekte gibt, die hier zivilgesellschaftliche Initiativen fördern. Zivilgesellschaftliche Initiativen brauchen die Unterstützung auf EU-Ebene, auf finanzieller Ebene. Wir brauchen die finanziellen Ressourcen, wir brauchen aber auch die Räume und Möglichkeiten, um uns miteinander zu vernetzen, um Bündnisse zu schaffen, um hier Möglichkeiten uns gegenseitig zu eröffnen und Perspektiven miteinander zu teilen, was notwendig ist, um ein gemeinsames Leben, um für ein gemeinsames, besseres Leben einstehen zu können. Abschließend ein Hinweis auf das Projekt „Europa ist auch dein Kaffee“ das Cornelia Göll, Pressesprecherin des Europahauses Klagenfurt/Celovec vorstellt – mit dem mobilen Europa-Café auf vier Rädern wird vorwiegend das Gespräch mit Menschen in ländlichen Regionen gepflegt: Mit dem Europa-Café, da touren wir durch verschiedene Gegenden, ländlich auch gerne, und das Ziel dabei ist quasi, Leute zu animieren, Kaffee zu trinken hier bei uns und sich über Europa auszutauschen, in den Dialog zu kommen. Wir haben die Europa-Café-Sommertour zum Beispiel, und das ist ganz spannend. Ja, also es ist ganz interessant, weil da Menschen mit unterschiedlichen Meinungen vorbeikommen, durchaus Kritik äußern, die teilweise natürlich auch berechtigt ist. Die positive Erfahrung, würde ich sagen, ist einfach, dass man sich zusammenfindet, dass man bei einem Kaffee zusammensteht und sich gemeinsam einfach austauscht. Das Vernetzungstreffen der zivilgesellschaftlichen Organisationen wurde von ProEuropeanValuesAT mit mehreren Kooperationspartnern, unter anderem mit dem Europahaus Klagenfurt/Celovec in der Jugendherberge Cap Wörth in Velden am Wörthersee / Kärnten/Koroska vom 19.-20. Juni 2026 organisiert. ProEuropeanValuesAT ermöglicht die Finanzierung von Aktivitäten und neuen Lernwegen für NGOs, Vereine und Non-Profit Organisationen aus Mitteln der Europäischen Union. Na letošnjem srečanju Europa Dialog so predstavniki 36 avstrijskih organizacij in društev raziskovali, kako lahko civilna družba pomaga zaščititi demokracijo. Direktor organizacije Europahaus, ki je pripravila srečanje, Marc Germeshausen poudari, da je bil cilj srečanja povezovanje organizacij, ki na terenu krepijo demokratične prakse. Po njegovih besedah je odprt prostor za civilno družbo srce evropskega zaščitnega mehanizma za demokracijo. Generalni sekretar organizacije Human Rights Manfred Nowak pa opozarja, da demokracija globalno izgublja moč. Med temeljnimi vzroki za krizo demokracije so velike družbene in gospodarske neenakosti. Podobno meni nekdanji koroški deželni glavar Peter Kaiser in izpostavi povezavo med socialno varnostjo in demokracijo. Spomnil je na Aristotelovo misel, da demokracija in revščina ne moreta obstajati ena ob drugi. Predstavnik Evropske komisije v Avstriji Christian Wigand pa opozori, da je demokracija danes pod pritiskom iz več smeri: zaradi notranjih političnih kriz, zunanjih vplivov in digitalnega okolja. Pri tem poudari pomen direktive European Democracy Shield, torej evropskega zaščitnega ščita za demokracijo, ki naj bi okrepil zaščito informacijskega prostora, svobodnih medijev in civilne družbe. V ospredju razprav je tudi vprašanje zaupanja v Evropsko unijo. Podpredsednica Europahaus Ana Blatnik meni, da je treba Evropo približati ljudem. Če ljudje v EU ne zaupajo, se moramo vprašati zakaj, poudari. S projektom mobilna kavarna organizacija Europahaus poskuša evropske teme približati tudi prebivalcem podeželja. Preprost pogovor ob kavi pogosto omogoči neposreden dialog, tudi kadar so mnenja različna, pa zaključi tiskovna predstavnica organizacije Cornelia Göll. Kurzbiografien: ANA BLATNIK war bis 2023 Abgeordnete des Kärntner Landtages und Mitglied des österreichischen Bundesrates in dem sie 2014 das Amt der Bundesratspräsidentin leitete. Mag. CORNELIA GÖLL ist im Europahaus Klagenfurt/Celevoc für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media Auftritt zuständig. Sie ist mitverantwortlich für verschiedene EU-Projekt, u.a. für EUROPE DIRECT Kärnten oder dem Europa.Café. INES MAHMOUD ist bei Salam Oida – Verein zur Förderung von Vielfalt in Kunst und Kultur, einer on- und offline Community-Plattform in Wien engagiert. Die Initiative wurde im Rahmen von ProEuropeanValuesAT aus Mitteln der EU gefördert. Ao. Univ.-Prof. Dr. MANFRED NOWAK ist Generalsekretär von European Inter-University Centre for Human Rights and Democratisation (EIUC) in Venedig, unabhängiger Experte und Leiter von United Nations Global Study on Children Deprived of Liberty sowie Gründer des Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte. Weiterführende Informationen zur Biografie unter: https://www.humanrights.at/das-team/manfred-nowak-2/ MICHAL HVORECKÝ ist Schriftsteller und lebt in Bratislava. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet. Er schreibt regelmäßig für slowakische Zeitungen und publiziert seine Essays auf Deutsch, etwa im FALTER, in DIE ZEIT oder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Hvorecký ist eine der bekanntesten Stimmen im Widerstand gegen das seit 2023 in der Slowakei regierende nationalistische Parteienbündnis. Dr. PETER KAISER war bis März 2026 Landeshauptmann von Kärnten/Koroska und in dieser Funktion Mitglied im EU-Ausschuss der Regionen. Für sein langjähriges politisches Wirken auf Landes- und Bundesebene erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Dr. CHRISTIAN WIGAND ist stellvertretender Leiter der Europäischen Kommission in Österreich und für deren politischen Berichterstattung verantwortlich. Er war unter anderem Sprecher und Kabinettsmitglied für europäische und internationale Beziehungen der Justizminister Wolfgang Brandstetter und Beatrix Karl. Der gebürtige Grazer hat Theologie und internationale Beziehungen studiert und ist Absolvent der Diplomatischen Akademie Wien. MARC GERMESHAUSEN BA, MSc ist Direktor des Europahauses Klagenfurt, engagierter Gesellschafter in der Veranstaltungstechnik und ist im Serviceclub Round Table International aktiv. Er ist u.a. auch Mitglied des Präsidiums der Katholischen Aktion Kärnten und Berater des bischöflichen Konsistorium der Diözese Gurk/Klagenfurt. Weiterführende Informationen: Weiterführende Informationen ProEuropeanValuesAT sind verfügbar unter: https://proeuropeanvalues.at/ Informationen zum Europahaus Klagenfurt sind verfügbar unter: https://europahaus-klagenfurt.at/ Weiterführende Informationen zum Europäischen Schutzschild für Demokratie unter: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_25_2660 Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit Euranet Plus – dem führenden Radiosender für europäische Nachrichten – produziert. Oddajo pripravljamo v sodelovanju z Euranet Plus – vodilno radijsko mrežo za evropske novice.
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DDS News: Die Vielfalt ländlicher Räume mit Dr.in Marika Gruber und Mag.a Monika Brenner-Skazedonig
In der Sendung DDS News steht die Vielfalt ländlicher Räume im Mittelpunkt. Radiomacherin Bianca Findenig BSc MBA MA spricht mit den Wissenschaftlerinnen Dr.in Marika Gruber und Mag.a Monika Brenner-Skazedonig über aktuelle Forschungsprojekte, gesellschaftliche Entwicklungen und die unterschiedlichen Lebensrealitäten im ländlichen Raum. Dabei geht es unter anderem um Herausforderungen sowie Potenziale ländlicher Gemeinden. Die Sendung bietet einen vertiefenden Einblick in die Vielschichtigkeit ländlicher Räume.
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Zlato kulturno priznanje, queer-feminizem in schau.räume I Goldenes Kultur-Ehrenzeichen, Queer-Feminismus und schau.räume
Prejemnica zlatega kulturnega častnega priznanja mesta Beljak, režiserka, igralka, kulturna psihologinja in soustanoviteljica projekta schau.räume, Katrin Ackerl Konstantin, že desetletja ustvarja umetniške prostore srečanja, dialoga in družbenih sprememb. O umetnosti, queer-feminizmu in prihodnosti participativne kulture v današnji oddaji. Sie ist Regisseurin, Schauspielerin, Kulturpsychologin und Mitbegründerin von schau.räume. Für ihr langjähriges Engagement wurde Katrin Ackerl Konstantin mit dem Goldenen Kultur-Ehrenzeichen der Stadt Villach ausgezeichnet. Wir sprechen über Kunst als gesellschaftlichen Dialog, Queer-Feminismus und die Zukunft partizipativer Kulturarbeit. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja Foto: schau.räume
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Jubilejna oddaja Landschaft des Wissens
Kako zveni znanost na radiu? Dr. Dr. Horst Peter Groß je predsednik znanstvenega društva na Koroškem I Wissenschaftsverein Kärnten – Landschaft des Wissens. Redno pripravlja oddajo, v kateri se z izjemnimi sogovorniki in sogovornicami posveča perečim temam v znanosti. Ob 30. epizodi za vas pripravljamo poseben pogovor z njim, ki vam bo ponudil pogled v zakulisje. Wie klingt Wissenschaft im Radio? Dr. Dr. Horst Peter Groß ist Vorsitzender des Wissenschaftsvereins Kärnten – Landschaft des Wissens. Für AGORA gestaltet er regelmäßig eine Sendung, in der er sich mit außergewöhnlichen Gesprächspartnern und -partnerinnen aktuellen Themen aus der Wissenschaft widmet. Anlässlich der 30. Folge haben wir ein besonderes Interview vorbereitet, das Ihnen einen Blick hinter die Kulissen gewährt.
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Vive l’Europe! #78 – Über Öl-Milliarden und Klimaschuld
Norveško naftno bogastvo je ustvarilo enega največjih državnih skladov na svetu. Vrednost sklada presega 2 bilijona dolarjev, njegov vpliv pa presega meje države. Tako velika finančna moč pa prinaša vprašanja glede etične odgovornosti in vpliva na družbo ter okolje. Vigdis Evang iz skupine ATTAC Norveška predstavi kritičen pogled na delovanje sklada in predstavi pobude za nadaljnji razvoj. Der norwegische Staatsfonds ist mit einem Wert von rund 21 500 Milliarden Kronen (NOK) der größte Staatsfonds der Welt. Er trägt offiziell den Namen „Government Pension Fund Global“ und verfolgt das Ziel, die Einnahmen aus den norwegischen Öl- und Gasvorkommen so zu investieren, damit der Wohlstand des Landes auch dann garantiert ist, wenn die fossilen Energiebestände erschöpft sind. Zugutekommen soll das Geld den künftigen Generationen. Im Jahr 2024 konnte der Fonds eine Rendite von umgerechnet mehr als 200 Milliarden Euro erzielen. Obwohl der norwegische Staatsfonds darauf ausgerichtet ist, eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, ist sich der Fonds auch seiner Verantwortung gegenüber den Menschenrechten und unserem Planeten bewusst. Deshalb gibt es klare ethische, nachhaltige und soziale Richtlinien, nach denen der norwegische Staatsfonds in Unternehmen investiert. Die Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Vigdis Evang befasst sich seit geraumer Zeit mit den Investitionsaktivitäten des Fonds. In ihrer Analyse wirft sie einen kritischen Blick auf aktuelle Entwicklungen, berichtet über ihre investigativen Recherchen und fordert eine Abgeltung, die sie als „Klimaschuld“ bezeichnet. Vorweg grundsätzliche Informationen zu den Intentionen des norwegischen Öl-Fonds: Es handelt sich um einen Staatsfonds, und ein Staatsfonds ist einfach ein Investmentfonds, der einem Staat gehört. Dieser hier gehört also Norwegen. Der Grund für seine Gründung unterscheidet sich ziemlich von der Art und Weise, wie er heute funktioniert. Der Grund für seine Gründung war, Norwegens Haushalt auszugleichen. Ein Teil unserer Einnahmen stammt aus dem Öl, von der verstaatlichten Ölgesellschaft, die Öl und Gas aus der Nordsee fördert. Und da die Ölpreise schwanken, bedeutet das, dass Norwegen in manchen Jahren mehr Geld hätte und in anderen Jahren weniger. Die Idee war also, diesen Fonds zu gründen und in guten Jahren einfach einen Teil des Geldes in den Fonds einzuzahlen und in schlechten Jahren wieder Geld daraus zu entnehmen. Und genau das ist in den ersten Jahren, im Grunde bis Ende der 90er Jahre, nicht wirklich passiert. Es floss kein Geld in den Fonds, und danach begann er zu wachsen, und in den 2000er Jahren wuchs er dann richtig schnell, und jetzt ist er absolut groß. Hinsichtlich des finanziellen Umfangs meint Evang: In Dollar ausgedrückt sind das also etwa 2 Billionen Dollar – das entspricht in etwa dem Vierfachen des norwegischen BIP. Also ja, bei dieser Größenordnung machen die Zahlen irgendwie keinen Sinn mehr, aber es geht so weit über den ursprünglichen Rahmen hinaus, der so war wie: „Ja, lasst uns das einfach nutzen, um unsere Einnahmen zu glätten“, und jetzt ist er größer. Es ist viermal so groß wie unser BIP. Wirtschaftlich gesehen ist es also wichtiger als alles, was wir sonst tun. Wie bereits erwähnt, heißt dieser Fonds „Norwegian Government Pension Fund Global“. Nun, was hat der Fonds mit Renten bzw. Pensionen zu tun? Der offizielle Grund für diese Bezeichnung ist, dass Norwegen angibt, das Geld in Zukunft für Pensionen verwenden zu wollen. Das bedeutet also, dass es derzeit nicht für Pensionen verwendet wird. Er wird im Grunde als Teil des Staatshaushalts verwendet. Also sagt Norwegen jedes Jahr: Wir werden Geld für dies und das und jenes ausgeben. Wir werden Geld für Krankenhäuser und, ich weiß nicht, Gerichtsverfahren ausgeben – all die Dinge, die ein Staat so tut. Und es kann jedes Jahr einen bestimmten Betrag aus dem Fonds verwenden, um all das zu finanzieren. Würden da auch Pensionen mit drin sein? Ja, sicher, aber auch Krankenhäuser und Kindergärten. Ich meine, man nennt es ja nicht „Kindergartenfonds“, weißt du. Der Name ist also – je nachdem, wie zynisch man ist – entweder etwas verwirrend oder irreführend, aber offiziell heißt er so, weil er für zukünftige Pensionen gedacht ist. Jährlich werden etwa drei Prozent der Fondmittel für den Staat verwendet. Es stellt sich die Frage: Wofür wird das Geld noch verwendet? Wohin fließt das Geld noch? Es sind maximal drei Prozent. Dieses Jahr lag der Wert etwas darunter, aber das ist eine politische Vereinbarung. Alle Parteien sind sich also einig, dass es eine Obergrenze dafür gibt, wie viel von dem Fonds wir jedes Jahr in Anspruch nehmen dürfen. Das dient als Inflationspuffer, und das hat politische und wirtschaftliche Gründe. Wenn es überhaupt für etwas verwendet wird – ich meine, es wird weltweit investiert –, dann dient es in erster Linie einfach dazu, mehr Geld zu verdienen, oder? Es wird wie ein Investmentfonds geführt. Es ist ein globaler Indexfonds, der also im Grunde genommen einfach dem globalen Markt entsprechen soll. Und der größte Teil davon wird einfach dazu verwendet, die Kapitalrendite zu maximieren. Es wird nicht wirklich für etwas anderes verwendet als zur Finanzierung des norwegischen Staates und eben, ja, zur Maximierung der Einnahmen. Wie von Vigdis Evang erwähnt, umfasst der Fonds etwa 2 Billionen Dollar [1]. Es stellt sich die Frage: Wie transparent ist die Verwendung der Mittel und gibt es eine demokratische Kontrolle? Ich würde sagen, dass der norwegische Staatsfonds weitaus transparenter ist als viele andere Fonds. Es ist also nicht so, dass sie sich keine Mühe geben. Man kann sich dort informieren, man kann sehen, in was investiert wird, wie sie abstimmen, auch als Aktionär. Aber was die demokratische Kontrolle angeht, da liegt meiner Meinung nach das Problem, denn als Bürger habe ich keine Möglichkeit, Einfluss darauf zu nehmen, was der Fonds tut. Was wir als Norweger hören, ist: Das ist euer Geld. Als norwegischer Bürger ist das dein Geld, oder? Nun, wenn es mein Geld ist, warum kann ich dann nicht sagen, zum Beispiel: Zieht euch aus den großen amerikanischen Tech-Unternehmen zurück? Der norwegische Staatsfonds ist ein riesiger Investor bei Palantir. Nun, ich finde, Palantir ist irgendwie ein beängstigendes Unternehmen. Ich möchte sie nicht finanzieren, oder? Viele Menschen würden dem zustimmen, aber wir haben keinen Mechanismus, um zu sagen: „Hey, gibt es eine Möglichkeit, das zu reduzieren?“, selbst bei rein finanziellen Fragen. Wenn ich zum Beispiel sagen wollte: „Ich denke, wir sollten unser Engagement in der amerikanischen Tech-Branche im Bereich KI reduzieren, weil ich glaube, dass das ein bisschen wie eine Blase aussieht“, habe ich keine Möglichkeit, das zum Ausdruck zu bringen. In den meisten Fällen hat man, wenn das Geld in einen Fonds investiert ist, die Möglichkeit, es wieder abzuziehen und woanders anzulegen, oder? Beim norwegischen Staatsfonds ist das nicht der Fall. Wir haben überhaupt keine Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen. Letztes Jahr untersuchte Vigdis Evang, gemeinsam mit der Aktionsgruppe „Historians for Palestine“, die Geschäftstätigkeiten des Fonds bei israelischen Unternehmungen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Investitionen in Israel gegen die eigenen Regeln des Fonds verstoßen. Ein umfassender Bericht wurde dem Finanzminister, als zuständige Behörde der Fonds-Verwaltung, übermittelt. Zur ursprünglichen Idee und den Erkenntnissen zur intensiven Recherche sagt sie: Die Idee war: Lasst uns mal nachsehen, welche Investitionen der Fonds in israelische Unternehmen getätigt hat. Es waren etwa 60, 65 Unternehmen, richtig? Na ja, es ist transparent genug, dass man einfach nachsehen kann, wo wir hier investiert haben. Und dann haben wir geprüft, ob diese Unternehmen gegen internationales Recht verstoßen, denn der Staatsfonds hat Regeln, oder? Es gibt Dinge, in die nicht investiert werden darf, und das wären Dinge wie Massenvernichtungswaffen, Tabak, eigentlich auch Kohle. Es gibt also diese Regeln und Grenzen. Und eine davon ist, dass wir nicht in Unternehmen investieren dürfen, die zu systematischen Verstößen gegen internationales Recht beitragen. Und das betraf vor allem die illegalen Siedlungen im Westjordanland. Wenn wir also feststellten, dass ein israelisches Unternehmen maßgeblich zur Aufrechterhaltung dieser Siedlungen beitrug, dann gibt es auch einen Präzedenzfall innerhalb des Staatsfonds, sich daraus zurückzuziehen. Also erstellten wir einen Bericht, und darin hieß es im Grunde, dass diese Unternehmen ein hohes, mittleres oder geringes Risiko darstellen, gegen die eigenen Regeln des Fonds zu verstoßen, und dann forderten wir den Fonds auf, sich an seine eigenen Regeln zu halten. Wir haben diesen Bericht im Juni letzten Jahres vorgelegt. Ich glaube, danach ist ein paar Monate lang nichts passiert, und dann ist die Sache irgendwie eskaliert. Als Beispiele für diese Unternehmen bzw. zu den Investitionen und Veranlagungen nennt Evang: Ja, also ich finde, besonders auffällig waren für mich die Banken. Es gab, glaube ich, vier Banken, die Kredite für den Bau von Wohnungen in den illegalen Siedlungen vergeben haben. Aber dann gab es auch mindestens ein Unternehmen, das Technologie lieferte, die auch für Waffen verwendet wurde. Das war also das Unternehmen, das vielleicht die größte Medienaufmerksamkeit erregte. Dann haben wir uns auch eine Wohnbaugesellschaft angesehen, die einfach überhaupt nicht involviert war. Wir haben also auch Unternehmen gefunden, die nicht gegen die Regeln verstoßen haben. Ich habe eines gefunden, das Schuhe in illegalen Siedlungen verkaufte, und dann dachten wir uns: Nun, es ist nicht toll, Schuhe in illegalen Siedlungen zu verkaufen, aber es ist nicht das größte Risiko. Es wäre besser, wenn sie das nicht tun würden, aber okay. Nochmals zurück zum veröffentlichten Bericht über jene Fondsaktivitäten, die nicht den Ethikregeln entsprachen, welche Reaktionen folgten darauf? Im August hat eine große Zeitung, die führende Zeitung in Norwegen, die „Aftenposten“, einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht, und der wurde dann aufgegriffen und hat viel Aufmerksamkeit erregt. Und, wissen Sie, der Finanzminister musste im Fernsehen auftreten und sagen: Ja, wir haben einen Bericht erhalten. Dann fügte er immer hinzu: Ich bin so dankbar, dass die Zivilgesellschaft diese Berichte erstellt, das ist sehr nützlich. Und jedes Mal dachte ich: Ach ja, nein, das sind Sie nicht. Aber es ist trotzdem sehr nett von ihm, das zu sagen. Das ist Jens Stoltenberg, der ehemalige Generalsekretär der NATO. Der Name ist Ihnen also wahrscheinlich bekannt. Das Ergebnis davon ist, ich würde sagen, dass die meisten Norweger zustimmen würden, dass das, was Israel tut, nicht toll ist. Es ist nicht gut für Israel selbst. In der Zwischenzeit ist die Sache immer größer und größer geworden, nicht wahr? Also, ich würde sagen, das wichtigste Ergebnis dieses ganzen kleinen Skandals, den wir mit unserem Bericht ausgelöst haben, ist, dass wir jetzt über den Fonds diskutieren. Er hat sich also von einer als geklärt geltenden Angelegenheit, die man nicht anrührt, zu etwas entwickelt, mit dem wir uns wirklich auseinandersetzen und das wir verstehen müssen – vor allem, weil er so riesig ist. Also, ich würde sagen, er ist wahrscheinlich folgenreicher als unsere Außenpolitik. Und wir müssen auch die Rolle verstehen, die wir in der Weltwirtschaft spielen. Und da wir eine Demokratie sind, haben wir die Verantwortung, diese Rolle gut zu spielen, genauso wie wir es bei unserer Außenpolitik versuchen, oder? Im nun folgenden Hinweis beschäftigt sich Vigdis Evang mit Feststellungen, wie eine, von ihr so bezeichnete, „Klimaschuld“ beglichen werden sollte. Wie also das Vermögen des Staatsfonds für einen Ausgleich der Klimaschäden zu verwenden wäre. Ich denke, der wichtigste Punkt – und den vergisst man leicht, weil er so offensichtlich ist – ist, dass es sich hier tatsächlich um einen finanziellen Vermögenswert handelt. Wir nennen ihn den Ölfonds, weil das Geld aus unseren Öl- und Gasvorkommen stammt. Also ja, es ist ein Finanzvermögen, aber es steht für unsere Klimaschuld. Ich denke also, es gibt sehr gute Argumente dafür, dass wir hier eine ethische Verpflichtung haben, dieses Vermögen zu nutzen, um die Schäden des Klimawandels zu mildern, zu denen Norwegen sicherlich beigetragen hat. Wir sind ein Exporteur von Öl und Gas. Auf dem Papier sehen wir normalerweise recht gut aus, weil wir selbst nicht viel Öl und Gas verbrauchen. Es ist ein sehr elektrifiziertes Land. Unser Strom stammt aus Wasserkraftwerken, im Grunde genommen aus Wasserfällen. Auf dem Papier sehen wir also recht gut aus, bis man sich sagt: Oh ja, diese Öl- und Gasexporte, die werden ja woanders verbrannt – dann wären die CO2-Emissionen pro norwegischem Bürger enorm. Das ist also nur ein grundlegender Punkt. Hier gibt es eine Klimaschuld, die meiner Meinung nach angegangen werden sollte. Abschließend verweist Vigdis Evang, die sich auch bei der NGO ATTAC Norwegen engagiert, auf Vorschläge für die zukünftige Orientierung des Fonds. Sie plädiert etwa für eine Aufteilung des derzeit „riesigen Öl-Fonds“ auf mehrere kleinere Fonds, die zielgerichtet für soziale Aktivitäten genutzt werden könnten. Jetzt, wo wir über den Fonds sprechen, stellt sich natürlich die Frage: Was machen wir damit? Ich tendiere aus mehreren Gründen dazu, ihn aufzuteilen. Warum sollte ich den Fonds in mehrere Größere aufteilen wollen? Nun, da gibt es sozusagen zynische Gründe. Im Grunde verringert das unser Risiko in Bezug auf geopolitische Risiken. Ich weiß nicht, was in zehn Jahren mit den USA passieren wird, aber es könnte sein, dass es ein komplett autoritärer Staat ist, der einfach sagt: „Ihr habt diesen riesigen Fonds, in dem ihr viele unserer Unternehmen besitzt – vielleicht wollen wir einen Teil davon.“ Und sie sind nicht der einzige zweifelhafte geopolitische Akteur da draußen. Dann gibt es noch die eher vernünftigen Reaktionen, die andere Länder zeigen könnten. Weißt du, andere Länder könnten sagen: „Warum gehört euch unser Zeug?“ Es ist möglich, dass sich die Weltwirtschaft mehr in Richtung dieser Denkweise bewegt. Und wenn es um den Globalen Süden geht, ich weiß nicht, was sie meinen. Warum gehört uns ihr Zeug? Gute Frage. Wenn man es aufteilt, könnte man sagen: „Nun, dieser Teil ist jetzt der „Green-Technologies-Fonds“, und wenn das 10 Prozent sind, ist es einfacher, die Leute davon zu überzeugen, dem zuzustimmen. Das ist der Food-Security-Fonds. Davon lassen sich die Norweger sehr leicht überzeugen, weil wir nicht genug Lebensmittel produzieren, um uns selbst zu ernähren, und daher auf Importe angewiesen sind. Es ist sehr einfach zu begründen, dass wir die europäische Landwirtschaft klimafest machen sollten, denn das ist unsere Nahrung. Aber auch wenn es um Big Tech geht: Wenn wir sagen würden, dass sich der norwegische Staatsfonds aus amerikanischen Big-Tech-Unternehmen zurückziehen wird, würden wir eine sehr starke und sehr negative Reaktion aus den USA bekommen. Das wissen wir. Wenn man den Fonds aufteilt und sagt: „Aber dieser Teil ist der European Emerging Technologies Fund“ oder so, man nennt ihn einfach langweilig, dann besteht die Chance, dass sie es nicht bemerken, also ist es zumindest einfacher, oder? Soweit Vorschläge und Überlegungen zur Zukunft des Öl-Fonds. Diese, in diesem Interview aufgezeigten Aktivitäten verdeutlichen, dass zivilgesellschaftliches Engagement und tiefgründige Recherche die öffentliche Debatte durchaus bereichern und maßgeblich zur Aufklärung von Ungereimtheiten führen. Ob nun von einzelnen Aktivisten oder durch NGOs initiiert, sind die hier angeführten Aktionen als konstruktiver Beitrag zur Gestaltung des demokratischen Gemeinwesens zu sehen. Die in diesem Beitrag aufgezeigte Form der investigativen Recherche rund um die Veranlagungspolitik des norwegischen Ölfonds sei damit als konstruktive Kontrolle zu bewerten. Norveški državni sklad je bil ustanovljen leta 1990 z namenom dolgoročnega upravljanja prihodkov iz norveške nafte in plina, pojasni Vigdis Evang iz skupine ATTAC Norveška. Danes velja za največji državni sklad na svetu, saj upravlja približno 2 bilijona dolarjev sredstev, kar je večkratnik norveškega BDP. Približno 3 % dobička sklada se letno porabi za financiranje norveškega državnega proračuna, glavnica pa se vlaga in veča, da bo na voljo prihodnjim generacijam. Vigdis Evang s svojo skupino Historians for Palestine si je lani podrobneje ogledala naložbe sklada v izraelska podjetja. Analiza približno 60 podjetij je pokazala, da so nekatera med njimi morda povezana z dejavnostmi, ki nasprotujejo etičnim pravilom sklada, predvsem glede sodelovanja pri nezakonitih naselbinah na Zahodnem bregu. Evang poudarja, da bi moral sklad upoštevati lastna pravila. Kot možne spremembe Evang izpostavlja večji demokratični nadzor nad delovanjem sklada in možnost preusmeritve naložb v bolj trajnostne cilje. Predlaga tudi razdelitev na več manjših skladov, ki bi bili namenjeni področjem, kot so zelene tehnologije, prehranska varnost in družbene potrebe. Pomembno vprašanje ostaja tudi podnebna odgovornost Norveške. Ker je premoženje sklada nastalo iz fosilnih virov, Evang meni, da predstavlja tudi »podnebni dolg«, ki bi ga bilo treba uporabiti za blaženje posledic podnebnih sprememb. Kurzbiografien: Vigdis Evang ist ausgebildete Historikerin und hat am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert. Sie lebt und wirkt derzeit in Norwegen und betreibt redaktionelle Arbeiten, freiberufliche Schreibtätigkeiten und bewirbt sich derzeit für ein Postdoktorat. Derzeit ist sie vorwiegend für die NGO Attac Norwegen im Bereich des Ölfonds aktiv und vertritt diese Organisation bei internationalen Treffen. Weiterführende Informationen: Weiterführende Informationen zum Government Pension Fund Global sind verfügbar unter: https://www.nbim.no/ [1] Der Wert des Fonds wird auf der Homepage von Norges Bank Investment Management aktuell angezeigt und lag am 2. Juni 2026 bei rund 21 410 Milliarden Kronen (NOK): https://www.nbim.no/ [2] Grundsätzliche Informationen zu diesem US-Tech-Konzern unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Palantir_Technologies Informationen zu „Palantir: Warum die Firma von Peter Thiel so umstritten ist“ eine ZDF-Reportage unter: https://www.zdfheute.de/politik/ausland/palantir-peter-thiel-usa-software-100.html Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič
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Glödnitz statt Großstadt_Radio Glödnitz
Ein mutiger Neuanfang Ein Haus unter der Dorflinde, ein mutiger Neuanfang und jetzt ein Beachclub am Naturbadeteich: Marion und Jochen Seidel erzählen ihre Geschichte – ehrlich, herzlich und inspirierend.
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VŠG Št. Peter – Gastronomija, praksa in zdravje
Šola nudi prostor za oblikovanje prihodnosti. Na Višji šoli za gospodarske poklice v Št. Petru pri Št. Jakobu v Rožu dijakinje in dijaki gastronomijo doživljajo v vsej njeni raznolikosti. Med šolanjem lahko pridobijo certifikate poznavalca sirov, mladega barmana in someljeja, predhodni izpiti pa potekajo kot pravo poslovno kosilo za goste. Nekatere dijakinje so del obvezne prakse opravile tudi v Nemčiji in bodo spregovorile o svoji izkušnji. Izvedeli boste tudi, kako šola skrbi za zdravje svojih dijakinj in dijakov. Die Schule bietet Raum, um die Zukunft zu gestalten. An der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in St. Peter bei St. Jakob im Rosental erleben die Schülerinnen und Schüler die Gastronomie in ihrer ganzen Vielfalt. Während ihrer Ausbildung können sie Zertifikate als Käsekenner, Jungbarkeeper und Jungsommelier erwerben, und die Vorprüfungen aus Küche und Service finden in Form eines echten Business Lunch für Gäste statt. Einige Schülerinnen haben einen Teil ihres Pflichtpraktikums auch in Deutschland absolviert und werden über ihre Erfahrungen berichten. Außerdem erfahren Sie, wie die Schule für die Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler sorgt.
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KiKK OFF – za kulturo #50 – Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030 / Strategija za umetnost in kulturo Koroške 2030
Nach einem zweijährigen partizipativen Entwicklungsprozess ist sie nun da: Die Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030! Sie umfasst 24 Ziele und 67 Maßnahmen zu den sechs Schwerpunktthemen Vernetzung und Kooperation, Erbe in Wandel bewahren und entwickeln, Räume der Kunst und Kultur analog und digital, Kunst, Kultur und Tourismus, Unterstützung für Kunst und Kultur sowie Zugänge zu Kunst und Kultur. In der aktuellen Sendung sehen wir uns die Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030 gemeinsam mit der Leiterin der Landesabteilung für Kunst und Kultur Brigitte Winkler-Komar, der Büroleitung der IG KiKK Elena Stoißer und der Künstlerin und Kulturarbeiterin Yulia Izmaylova vom Verein VADA an. Po dveletnem participativnem procesu je končno tu: Strategija za umetnost in kulturo Koroške 2030! Obsega 24 ciljev in 67 ukrepov na šestih ključnih področjih: mreženje in sodelovanje, ohranjanje in razvoj dediščine, prostori za umetnost in kulturo v analogni in digitalni obliki, umetnost, kultura in turizem, podpora umetnosti in kulturi ter dostop do umetnosti in kulture. V aktualni epizodo si bomo ogledali strategijo skupaj z vodjo deželnega oddelka za umetnost in kulturo Brigitte Winkler-Komar, vodjo pisarne IG KiKK Eleno Stoißer ter umetnico in kulturno delavko Yulijo Izmaylovo iz društva VADA.
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HAPPY PRIDE MONTH 2026
Der Juni ist da und somit auch der Pride Month 2026!! Die heutige Folge dreht sich um die Geschichte der LGBTIQ+ Bewegung, warum Pride-Demonstrationen auch 2026 noch wichtig sind, und welche Regenbogenparaden ihr dieses Jahr sonst noch in Kärnten/Koroška besuchen könnt. Queere Musik darf natürlich auch nicht fehlen!
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Wie Gärtnern Klimaangst in Handlung verwandelt
Diesmal geht es um das Erasmus+-Projekt Sustainable Steps, das Nachhaltigkeit durch praktische Erfahrungen wie gemeinsames Gärtnern erlebbar macht. Statt nur über Krisen zu sprechen, zeigt das Projekt Wege aus dem Gefühl der Ohnmacht hin zu Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und kleinen konkreten Veränderungen. Denn manchmal beginnt Veränderung tatsächlich mit einer Handvoll Erde. Tokrat predstavljamo Erasmus+ projekt Sustainable Steps, ki trajnost približuje mladim skozi praktične izkušnje, kot je skupno vrtnarjenje. Projekt namesto občutka nemoči spodbuja sodelovanje, skupnost in konkretna dejanja, ki mladim pomagajo verjeti, da lahko nekaj spremenijo. Včasih se namreč sprememba začne že s pestjo zemlje.
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Vive l’Europe! #77 – Zvočno onesnaženje
Europa rühmt sich einer hohen Lebensqualität, doch Daten der Weltgesundheitsorganisation weisen auf die Schattenseite dieser Entwicklung hin – die Lärmbelastung. Lärm ist nach der Luftverschmutzung zum zweitgrößten umweltbedingten Krankheitsauslöser in Europa geworden. Was ist Lärm überhaupt? Es handelt sich um jedes unerwünschte Geräusch, das einen sicheren Grenzwert überschreitet – und in der Europäischen Union ist jeder fünfte Einwohner täglich chronischem Straßenlärm ausgesetzt, der mit einem Wert von über 55 Dezibel definiert wird. Das ist nicht mehr nur eine Frage des Komforts; wir sprechen hier von einem ernsthaften Gesundheitsrisiko, das Schlafstörungen verursacht, den Blutdruck erhöht und in Europa Tausende vorzeitiger Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht. Evropska unija se zaveda težav, ki jih povzroča zvočno onesnaženje, zato z zavezujočo Direktivo o okoljskem hrupu od držav zahteva natančno kartiranje kritičnih točk in pripravo akcijskih načrtov za umirjanje okolice. Avstrija velja za specifičen primer, kjer alpski tranzit in gost promet močno narekujeta pravila igre na področju varstva pred hrupom. O tem, kako hrup uničuje naše telo, bo najprej spregovoril priznani zdravnik dr. Hanns Moshammer. V nadaljevanju pa se bomo osredotočili na konkretne ukrepe in avstrijske specifike z Romanom Ortnerjem iz zvezne agencije za okolje. Unter Lärm versteht man unter unerwünschten oder krankmachenden Schall. Schall ist eine Druckschwankung in einem elastischen Medium, zumeist in Luft. Die Lautheit hängt von der Amplitude der Druckschwankung ab, die Tonhöhe von der Frequenz. Ist die Druckamplitude hoch genug, das heißt, ist der Schall zu laut und beträgt der Schallpegel mehr als 85 Dezibel, kann das bei länger dauernder Einwirkung eine vorübergehende oder gar bleibende Ermüdung der Sinneszellen mit der Folge von Schwerhörigkeit bewirken. Aber auch Schall, der noch keine Schwerhörigkeit verursacht, kann den Menschen stressen, die Kommunikation stören und vor allem bei nächtlicher Einwirkung die Schlafqualität negativ beeinflussen. All das kann langfristig zu gesundheitlichen Störungen des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Herz-Kreislauf-Regulation führen. Zvočno onesnaženje pa en vpliva le na telesno zdravje, izpostavlja dr Hanns Moshammer. Gerade die Auswirkungen auf den sozialen Stress hängen aber auch davon ab, in welcher Situation der Betroffene beschallt wird. Es macht einen großen Unterschied, ob man sich auf eine geistige Aufgabe konzentrieren will, ob man sich entspannen will oder ob man gerade eine körperlich schwere Aufgabe ausführt. Auch die Einstellung zur Lärmquelle spielt eine Rolle bei der psychischen und psychosomatischen Wirkung. Daher kann man keine Schwelle angeben, die sicher nicht mehr gefährlich ist. Im Laufe der Jahre wurden aber Richtwerte etabliert, unterhalb derer eine wesentliche Gesundheitsgefährdung nicht wahrscheinlich ist. Diese Richtwerte wurden in wissenschaftlichen Reviews im Auftrag der WHO zuletzt 2018 aktualisiert und auch von der Europäischen Union übernommen und in einer diesbezüglichen Richtlinie gesetzlich vorgegeben. Anders als bei den Luftschadstoffen, die ja auch eine grenzüberschreitende und weitreichende Wirkung und Ausbreitung haben, kann die EU beim Lärm ihre Richtwerte aber nicht als Grenzwerte verordnen, sie verlangt von den Mitgliedsstaaten jedoch, dass sie Überschreitungen dieser Richtwerte regelmäßig berichten und in strategischen Lärmkarten darstellen. Diese Lärmkarten sind auch öffentlich einsehbar, zum Beispiel auf der Homepage auch des Umweltministeriums, Sie dienen der Raumplanung und wirken langfristig auch als wirksames Druckmittel, um belastete Bereiche zu sanieren. O standardih in smernicah podanih s strani Svetovne zdravstvene organizacije pa Roman Ortner iz zvezne agencije za okolje dodaja Die empfohlenen Grenzwerte von der WHO wurden auf Basis von Dosiswirkungskurven für starke Belästigung und starke Schlafstörung abgeleitet. Und dort gibt es nicht eine wirkliche Kante, wo man sagt, also bis zu dieser Belastung ist es quasi keine Störung und darüber wird dann eine Störung beobachtet. Es ist eher so, dass sich auch bei sehr geringen Pegeln Menschen noch stark belästigt fühlen. Und es gibt aber dafür auch bei sehr hohen Pegeln auch wiederum Menschen, die sich nicht stark belästigt fühlen. Also diese Kurve ist eigentlich eine ästhetisch ansteigende Kurve und die WHO hat hier eben als akzeptierten Anteil an stark gestörten oder stark im Schlaf gestörten Betroffenen hier 10% bzw. 3% festgelegt. Die Wahl ist letztendlich mehr oder weniger willkürlich. Sie könnte auch woanders liegen. Aus unserer Sicht wäre auf jeden Fall ein Diskurs, also eine transparente Interessensabwägung wichtig, wo die Grenzwerte liegen. Letztendlich sind die Grenzwerte ja auch das Ergebnis einer gesellschaftlich-politischen Entscheidung. Von Seite der Abteilung Umwelthygiene und Umweltmedizin von der MedUni Wien wurde ja auch dieser WHO-Ansatz bewertet und in dieser Bewertung wurde sehr wohl festgehalten, dass eine Anpassung der aktuellen Grenzwerte in Österreich an diese WHO-Empfehlungen notwendig erscheint. Grundsätzlich ist der Abstand im Straßenverkehr in Österreich gar nicht so groß. Wir sehen insbesondere Anpassungsbedarf beim Schienen- und Flugverkehr. Kateri so glavni viri zvočnega onesnaženja v Avstriji in kakšno je stanje v primerjavi z drugimi Evropskimi državami? Also wenn wir uns im Vergleich mit den anderen Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union sehen, dann würde ich sagen, auf den ersten Blick fällt Österreich da jetzt nicht besonders heraus. Die Werte muss man allerdings immer mit Vorsicht genießen. Es sind die Absolutwerte, die erhoben werden. Man muss das dann entweder in Bezug auf die Bevölkerung setzen oder in Bezug auf die kartierten Streckenlängen. Man kann sich diese Daten alle im Detail anschauen. Also ich möchte da jetzt ein bisschen Werbung in eigener Sache machen. All diese Daten für Österreich, die aus der Lärmkartierung kommen, sind auf der Lärminfo-Plattform www.laerminfo.at veröffentlicht. Und dort sind dann aber auch gleich auf der Startseite einige Links zu den europäischen Daten. Da gibt es ein Dashboard von der Europäischen Umweltagentur und auch den Bericht von der Europäischen Umweltagentur Noise in Europe 2025, wo die aktuelle letzte Lärmkartierung bewertet wird. Beim artenquerenden Güterverkehr, den Sie angesprochen haben, da ist sicher ein Problem, das in den Alpentälern vorliegt, dass dort zwangsläufig die Verkehrsinfrastruktur am Talboden gebündelt ist. Das heißt, es kommt alles zusammen, Straße, Schiene, Landesstraßen und Autobahnen und Schnellstraßen, und so läuft diese Verkehrsinfrastruktur zwangsläufig im Nahbereich von Siedlungsräumen. Wenn man sich die Daten aber anschaut, dann zeigt sich, dass insgesamt eigentlich die hohen betroffenen Zahlen aus der Lärmkartierung vor allem in den Ballungsräumen liegen. Also in Österreich, laut Ergebnis der letzten strategischen Lärmkartierung, leben rund 48% der durch Straßenverkehrslärm betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner im Ballungsraum. Wir haben im Umweltbundesamt jetzt kein eigenes Modell. Es ist auch für die strategische Lärmkartierung ein europaweit einheitliches Berechnungsverfahren zu verwenden. Aber dieses Berechnungsverfahren enthält eigentlich eine sehr detaillierte Berücksichtigung des Geländes. Also die Topografie der Täler sollte eigentlich im Rechenergebnis berücksichtigt sein. Im alpinen und voralpinen Bereich gibt es häufiger Inversionswetterlagen und das ist in Österreich so quasi berücksichtigt, dass generell mit einer Mitwindsituation zu rechnen ist. Also die Mitwindsituation entspricht akustisch einer Inversionswetterlage. Das heißt, es ist auch berücksichtigt, dass die dort vielleicht häufiger auftritt. Die Topografie von so einem engen Tal kann aber dazu führen, dass eine direkte Sichtbeziehung gegeben ist und eben keine Abschirmung durch eine Bebauung oder Geländekante. Und das sollte aber in der Ausbreitung, die dadurch erleichtert wird, weil kein Hindernis im Weg ist, im Rechenverfahren aber auch so abgebildet werden. EU si je v okviru akcijskega načrta „Zero Pollution“ zastavila cilj, da do leta 2030 za 30 % zmanjša delež ljudi, ki so kronično izpostavljeni prometnemu hrupu. V dosegljivost cilja Roman Ortner dvomi. Da kann man ganz klar dazu sagen, dieses Ziel von 30% weniger bis 2030, das ist realistisch nicht erreichbar. Gerade auch in den Ballungsräumen ist durch ein Bevölkerungswachstum und die Verdichtung eigentlich mit einer Zunahme der betroffenen Zahlen zu rechnen, wenn man keine Maßnahmen ergreift. Und viele sehen es schon als Erfolg, wenn zumindest die betroffenen Zahlen nicht steigen. Die Europäische Umweltagentur hat in ihrem Bericht „Lärm in Europa 2025“ festgehalten, dass das Ziel voraussichtlich nicht erreicht werden kann. In einem optimistischen Szenario, in dem viele zusätzliche Maßnahmen angenommen werden, wo ganz deutlich Anstrengungen unternommen werden, um eben dieses Ziel zu erreichen, da kommt man dann laut aktuellem Stand auf 21% Abnahme der Betroffenen von 2017 auf 2030. Und im konservativen Szenario, also weiterhin Lärmbekämpfung wie jetzt, also im bestehenden Ausmaß, die Implementierung der absehbaren und aktuellen Regelungen, da ergibt sich auch im berechneten Szenario der Europäischen Umweltagentur keine Abnahme der Anzahl der Betroffenen. Slednje pa je povezano tudi z fizikalnimi lastnostmi zvoka, izpostavlja ter oriše na primeru cestnega prometa. Auf einer stark befahrenen Straße wird Verkehr, der dazukommt, also wenn es ein bisschen Verkehr ist, dann wird er den Pegel wahrscheinlich gar nicht mehr stark ändern oder anheben. Andersherum aber jede Maßnahme, die ich treffe, um eine Abnahme des Verkehrs zu erreichen, wird halt auch nur zu einer kaum wahrnehmbaren Verbesserung führen. Also damit sich die Emissionsbelastung an den Straßen deutlich ändert, muss die Verkehrsmenge sehr, sehr stark reduziert werden. Oder man trifft dann eben anderweitige Maßnahmen. Also Lärmschutzwände zum Beispiel bringen sehr viel, aber sie haben nicht überall Platz und sie kosten natürlich auch Geld. Sie können gezielt an den starken Verkehrsachsen, Autobahnen, Schnellstraßen, stark befahrenen Bahnstrecken eingesetzt werden. Und das ist in Österreich der Fall. Aber im städtischen Bereich zum Beispiel ist das gar nicht mehr so möglich. Dort werden jetzt zum Beispiel auch Tempolimits sinnvoll. Die Städte verordnen immer häufiger auch Tempo-30-Zonen als Maßnahme und in diesen Zonen wird sich dann auch die Elektromobilität positiv auswirken. Die Verbesserung, die oft mit der Elektromobilität in Bezug auf Lärm angeführt wird, die wird es wahrscheinlich nur im städtischen Bereich geben. Bei höheren Geschwindigkeiten, also beim PKW, ist das dann schon bald ab 30 km/h, überwiegt dann der Reifenlärm und die Fahrzeuge sind dann ähnlich laut wie die Verbrennungskraftmaschine. Kljub vsem prizadevanjem in načinom zmanjševanja zvočnega osesnaženja, pa so nujne tudi korenitejše spremembe na področju predmeta, opozori Roman Ortner. Es wird trotzdem notwendig sein, Mobilität neu zu denken. Da gehört dann auch ganz klassisch dazu: Vermeiden, Verlagern, Verbessern, Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel. Kann ich mit dem Fahrrad fahren? Kurze Wege möglichst zu Fuß zurücklegen. Das wird sicher notwendig sein, um die Lärmbekämpfung in Zukunft auch weiterzubringen. Auch eine konsequente Raumordnung, also die Vermeidung von Widmungskonflikten wäre wichtig. Also es ist notwendig, dass keine Baulandwidmung in bereits verlärmte Gebiete hineinkommt. Hier sehen wir sehr oft, dass ein sehr starker Druck besteht, die Wohnbebauung auch in lauten Bereichen zu ermöglichen. Das ist grundsätzlich schon möglich mit einer optimierten Gebäudehülle und mit den technischen Anlagen für eine ausreichende Belüftung eine brauchbare Wohnsituation zu schaffen. Aber schlafen mit gekippten Fenstern geht dort dann natürlich nicht mehr. Zvočna onesnaženost pa ne vpliva le na ljudi. Man hat zum Beispiel bei Vögeln festgestellt, dass sie ihren Gesang anpassen, jetzt von der Lautstärke, von der Frequenz oder auch von der Tageszeit, um quasi mit dem menschengemachten Lärm mitzukommen. Lauter zu singen bedeutet aber auch einen höheren Energieverbrauch für das Tier. Das heißt, diese Tiere werden auf jeden Fall auch von einem ruhigen Gebiet profitieren. Kam se po nasvet, pomoč, podporo, lahko obrnemo v primeru, če se nam zdi, da smo izpostvljeni prekomernemu hrupu? Wohin man sich wenden kann, das ist gar nicht so leicht. Lärmschutz ist eine Querschnittsmaterie in Österreich, also Materienrecht, und es ist immer der für den Lärmschutz zuständig, der auch für die Lärmquelle zuständig ist. Also zum Beispiel das Verkehrsministerium für Autobahnen und Schnellstraßen, Eisenbahnstrecken, die jeweiligen Bundesländer für die Landesstraßen, die Gewerbebehörde kümmert sich um Gewerbebetriebe. Bei ungebührlicher Lärmerregung wäre die Polizei zu rufen und Lärmstörungen im nachbarschaftlichen Bereich fallen dann letztendlich unter das Zivilrecht. Das heißt, da müsste man dann den Weg zu Gericht beschreiten. Da empfehlen wir aber immer im nachbarschaftlichen Bereich zuerst das Gespräch suchen. Lärmbelästigung ist also kein unvermeidbarer Begleitumstand des modernen Lebens und kann es auch nicht sein, sondern stellt eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Wie Dr. Hanns Moshammer und Roman Ortner betonten, lässt sich die Ruhe schützen – allerdings nur durch durchdachte und entschlossene Maßnahmen. Evropski cilj zmanjšanja števila ljudi, ki jih hrup kronično moti, za 30 odstotkov do leta 2030 je več kot ambiciozen. Primeri iz prakse pa kažejo, da investicije v protihrupno zaščito, trajnostno mobilnost in ozaveščanje niso strošek, temveč neposredne naložbe v zdravje in kakovost bivanja vsakega izmed nas. Kajti pravo razkošje in bogastvo sodobne Evrope postaja prav tišina. Kurzbiografie: Hanns Moshammer, geboren 1960, studierte Medizin in Graz und absolvierte den Turnus zum praktischen Arzt in Kärnten. Danach arbeitete er als Amtsarzt ab 1990 in Wien, wo er auch zum Facharzt für Hygiene ausgebildet wurde. Anfang 2000 wechselte er an die Universität, wo er zuletzt bis zu seiner Pensionierung 2025 die Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin leitete. Er ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften und arbeitete an zahlreichen Forschungsprojekten in den Bereichen Umwelt- und Arbeitsmedizin. Roman ORTNER schloss das Diplomstudium Physik im Jahr 2000 an der Universität Wien ab. Er arbeitete danach als Programmierer im Bereich der Schrifterkennung. Seit 2002 ist er bei der Umweltbundesamt GmbH angestellt und arbeitet im Bereich Verkehr und Lärm. In seiner Funktion als Lärmexperte ist er bei der Unterstützung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft hinsichtlich des Vollzugs der Umgebungslärmgesetzgebung tätig. In diesen Tätigkeitsbereich fällt neben der Koordination der zuständigen Behörden insbesondere auch die Datensammlung und ‑zusammenführung, die Veröffentlichung der strategischen Lärmkarten sowie die Berichterstattung an die Europäische Kommission. Roman Ortner ist außerdem im Netzwerk der Europäischen Umweltagentur Eionet Reference Center für Lärm in Österreich sowie in verschiedenen nationalen Arbeitsgruppen tätig. Oblikovanje I Gestaltung: Nika Škof & Neža Katzmann Pavlovčič
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Humanitarian aid: are we at breaking point?
With more and more people in need of humanitarian aid, and less and less cash available to provide it, the EU attempts to plug some of the funding gaps while pushing to work ‘smarter’. In 2006, 31 million people around the world needed emergency humanitarian aid. This year, according to UN estimates, this figure will be almost eight times higher: a staggering 239 million people. Overlapping crises Doriana Somma is project manager at Missione Calcutta Onlus, an Italian NGO that operates in India, Kenya and Ukraine, among other countries. She paints a bleak picture in an interview with Radio 24, highlighting that the humanitarian sector is today facing an unprecedented crisis, with aid workers struggling to provide services to some of the most deprived people on the planet. Somma adds that the global development context is changing too, with a series of overlapping crises making things even more complicated. Doriana Somma, Project Manager at Missione Calcutta Onlus (in Italian): “I would also like to mention that there are no longer isolated or sporadic emergencies. Armed conflicts cause forced migration; economic crises and climate change are constantly intertwined. So humanitarian organisations must adapt and find creative solutions, on extremely tight budgets, to deal with crises that are becoming ever-more protracted and complex and that ultimately take on a permanent character.” When it comes to the crisis hotspots that affect the EU most directly, the major one is of course Ukraine. And humanitarian efforts there are clearly thwarted by the ongoing bombardments. But the Middle East is close enough, and a new humanitarian crisis is mushrooming in that region too. We’re not just talking about Gaza, either – Lebanon is also hard hit, as Elisabeth Viinalass, the Middle East expert of Tallinn-based NGO Mondo, tells Kuku Radio. Elisabeth Viinalass, Middle East Project Manager at Mondo (in Estonian): “All of a sudden, a very large number of people in Lebanon – more than a million, in fact – were forced to relocate within the country. Since they fled so quickly, they couldn’t take much with them. And now people have nowhere to go; no food, no hygiene supplies; nothing. Where can they stay? Those who can are staying with family and friends. Others have found refuge in temporary accommodation centres, which are mostly based in school buildings. But there are also a lot of people who are simply sleeping on the streets in tents.” And these domestic refugees come on top of all the refugees from neighbouring countries that Lebanon was already hosting. Elisabeth Viinalass, Middle East Project Manager at Mondo (in Estonian): “There are Palestinian refugees who arrived decades ago. There are approximately 400,000 of them. Then there are the Syrian refugees who arrived between 2011 and 2013. Around 1.5 million of them. This makes Lebanon the country with the highest number of refugees per square metre and per capita in the world.” Money, money, money Doriana Somma points out that, on top of the ever-increasing need for humanitarian support, resources to pay for this are dwindling. Indeed, a sense of ‘donor fatigue’ among the general public is regularly being reported by Europe’s NGOs, and this is not the only funding stream to be seeing a downturn. Doriana Somma, Project Manager at Missione Calcutta Onlus (in Italian): “Undoubtedly one of the most significant challenges to highlight is the reduction in international funding, which is plain for all to see: many governments are cutting their budgets for humanitarian aid and development cooperation, at a time when the number of highly vulnerable people is growing exponentially. Organisations undoubtedly find themselves having to make very tough and difficult choices: deciding which programmes to keep and which to close, and therefore who to prioritise and who, unfortunately, not to prioritise.” It obviously made headline news around the world when US president Donald Trump controversially closed down USAID, the US Agency for International Development, pretty much overnight a year ago, along with slashing the country’s humanitarian aid budget. Just the previous year, under the Biden Administration, the US was providing some 38 per cent of all emergency assistance tracked by the UN. While some American money continues to trickle in, for example via the UN’s Central Emergency Response Fund, Oxfam warned in January that the radical US aid cuts could lead to one child under the age of five dying every 40 seconds by 2030. The European Commission described the global humanitarian system as “at breaking point” on Wednesday (27 May), as it presented a new strategy meant to address the various challenges. As a collective, the EU and its 27 member states are the leading donor of humanitarian aid to populations affected by disasters around the globe. These efforts receive strong and consistent support from EU citizens, with 91 per cent of respondents to a 2024 Eurobarometer survey considering this an important use of EU money. One prong of Brussels’ new strategy is about making humanitarian aid more productive – in other words, doing more with less, but also boosting the efficiency of existing mechanisms (joint procurement, shared transport fleets and so on). For more cost-effective supply chains, the EU will introduce a ‚Humanitarian Supply Chain Charter‘ and make its funding conditional on the sharing of more logistics data. Safety and security But funding is far from the only challenge the sector is facing. Let’s return to Somma from Missione Calcutta. Doriana Somma, Project Manager at Missione Calcutta Onlus (in Italian): “There is also a growing sense of operational insecurity. There are so many colleagues working in extremely difficult contexts, where international law – including international humanitarian law – is not respected. It is plain for all to see that hospitals, schools and civilian infrastructure of all kinds are being targeted, and humanitarian workers themselves are becoming targets. Obviously, this is a cause for great concern.” This argument is backed up by David Montano Inturias, who is the Médecins du Monde coordinator for public health in the Democratic Republic of the Congo. He illustrates some of the safety issues faced by his organisation’s humanitarian workers in the country, notably in the region most affected by the latest Ebola virus disease outbreak. RTBF shares his comments. David Montano Inturias, Coordinator for Public Health in the DRC, Médecins du Monde (in French): “The DRC has been in a chronic state of crisis for over 30 years. But it is true that, particularly now, in the east – in Goma and Bukavu, for example – the area has been taken over by the M23 movement, which complicates matters enormously. Support for development projects in the occupied areas is more or less non-existent, because these organisations are not officially recognised. Humanitarian staff are, at times, victims of armed robberies in the occupied areas, North and South Kivu, and Ituri too. There is a great deal of conflict and instability and a volatile security situation, which makes working in the community very difficult.” According to the EU’s new ‘joint communication on humanitarian aid’ adopted on Wednesday, 334 humanitarian workers were killed, 192 were injured, 109 were kidnapped and 45 were unlawfully arrested in 2025. As such, another prong of the Commission’s strategy is to step up actions to protect aid workers. Animal-borne outbreaks Since we have touched on the subject of Ebola, it is worth mentioning that last Friday (22 May), the Commission announced the release of 15 million euros of emergency aid to subsidise medical interventions, prevention and screening in the DRC and Uganda, the countries hit by Ebola. This most recent outbreak of the virus, which began just over a month ago and is believed to have originated in fruit bats, is already thought to have resulted in a few hundred deaths, primarily in the DRC. EU-funded humanitarian flights have already transported medical supplies, laboratory equipment and protective gear to affected areas. And, as RTBF reports, a huge new delivery was coordinated between Brussels and UNICEF just last weekend. Hadja Lahbib, Commissioner for Equality, Preparedness and Crisis Management (in French): “Firstly, we have allocated an additional budget of 15 million to assist the Democratic Republic of the Congo, particularly in Ituri, where this new Ebola outbreak is taking place. This is a strain for which we have neither a vaccine nor a treatment. UNICEF supplies are currently being loaded, which the EU is transporting at its own expense. These consist mainly of tents, protective equipment and paracetamol. Everything needed to contain this outbreak and prevent it from spreading to neighbouring countries and becoming a pandemic.” That was Hadja Lahbib, the EU commissioner for equality, preparedness and crisis management. https://www.rtbf.be/article/ebola-en-rdc-cent-tonnes-d-aide-humanitaire-decollent-de-liege-vers-la-republique-democratique-du-congo-11729624 Another animal-borne virus making the news at the moment is, of course, Hantavirus. On this subject, Canary Island-based epidemiologist Amós García Rojo speaks to esRadio Castilla y León in a bid to quell the public’s fears. He explains that this virus primarily causes disease in rodents, but can be transmitted to humans through direct contact with rat faeces, urine or saliva. Either because humans inhale microscopic airborne particles from these sources, particularly in an enclosed space, or because they consume contaminated food. He acknowledges that person-to-person transmission has occurred in the Andes variant, but stresses that this transmission is not at all straightforward. The first cruise passengers infected were likely on a bird-watching trip in Argentina, observing birds next to a landfill site where there were presumably rats. García Rojo laments that public-health alerts such as these will continue to occur, and with increasing frequency. He lists a number of factors for this. Amós García Rojo, Epidemiologist (in Spanish): “The ongoing progression of climate change; the increasing number of animal diseases being transmitted to humans; the fact that poverty continues to have a devastating impact in certain parts of the world – like now with Ebola […]; the reality of globalisation; and the fact that certain human interventions in nature have a clear impact on the likelihood of this problem arising. For example, deforestation in the Amazon, one of the world’s great lungs, has allowed animals carrying certain viruses to come ever closer to humans. All these factors mean that we will continue to face crises of this nature with increasing frequency. Because unfortunately we are doing nothing to combat climate change, nor to tackle poverty, and neither are we taking seriously the need to consider human health as being linked to animal health and environmental health.” https://www.esradiocastillayleon.es/castilla-y-leon/actualidad/amos-garcia-presidente-de-la-aev-el-hantavirus-no-tiene-nada-que-ver-con-la-pandemia-del-coronavirus Bothersome bears And on the subject of our inability to maintain a respectful distance between human settlements and wild animals, there has been a recent spate of bear attacks in Eastern European countries. A bear attacked a 72-year-old man in a remote area of northern Romania on 21 May, just 10 days after a 53-year-old woman was killed in a similar attack in the same area. There was also a fatal bear attack in Poland in late April. Now it’s Bulgaria’s turn. BNR reports that a bear killed a young man on 16 May in a relatively urbanised area near the capital Sofia. Although the mountainous area is designated a park, houses are creeping ever higher up the slopes. Our Bulgarian colleagues interview Dr Raycho Ganchev, an expert on the brown bear, who comments on these animals’ increasing desensitisation to humans. Raycho Ganchev, Bear Expert (in Bulgarian): “Wild animals, especially predators, tend to flee when a human approaches, when they smell a human, or when they hear noise made by a human. But we have witnessed that in recent years, bears have lost this respect for humans in Bulgaria – both in their territories and even in urbanised areas or on the outskirts of villages, towns and neighbourhoods in mountain regions.” https://bnrnews.bg/main/post/474132/uvelichena-li-e-opasno-populatsiyata-na-mechki-u-nas In a separate conversation, Ruslan Mihaylov, Secretary General of the Bulgarian Hunting and Fishing Union, points the finger at Brussels. Ruslan Mihaylov, Secretary general of the Bulgarian Hunting and Fishing Union (in Bulgarian): “For the past 19 years, the bear has been protected at the insistence of the EU. Since our accession 19 years ago, the bear has been designated a strictly protected species, and as such is subject to oversight by the Ministry of Environment and Water. But the Ministry of Environment and Water does not have the same network as the forestry services. It is unable to monitor and manage the populations in the various mountain ranges in the manner that they were regulated until 2007.” He adds that, as a result, no one knows how many bears there actually are, and he firmly advocates culling those living close to human settlements. This view is shared by many people in Romania, home to the largest bear population in the EU. After the ban on bear hunting in 2016, bear numbers have increased rapidly and currently sit at around three times the ‘optimal’ level. As the species‘ traditional habitats in the Carpathian Mountains have become cramped, bears have moved towards urban settlements, sometimes far from their native mountains and forests. They roam the streets of cities, feed on rubbish and attack households. They have killed at least 27 people in Romania over the last two decades, and ten times that number have been seriously injured. In recent years, the Romanian government has adopted several laws to keep the bear population in check, against a backdrop of protests by environmental organisations. In November last year, the government adopted an emergency ordinance that simplified the procedure for euthanising bears that posed a danger in inhabited areas. Environment minister Diana Buzoianu explained that the new regulations were put in place to protect communities in case of imminent danger, but did not give people a green light to shoot them in other cases. Diana Buzoianu, Romania’s Minister of the Environment (in Romanian): “With this law, we did not mandate that bears be shot. We provided an option. We removed the requirement for a gradual approach, but emergency committees can still determine there is no danger and decide not to shoot bears that are, for example, between one and two years old, if they deem there is no risk to the community. This is an assessment to be conducted by the emergency committee, which includes the mayor, a vet, a national forest service representative and the police.” This said, President Nicuşor Dan is mounting a legal challenge to a new law, adopted last month, that would allow twice as many bears to be hunted ’preventively’ this year and next, says Radio România. The head of state claims that the law violates both Romanian law and European law by setting quotas in the absence of detailed scientific justifications and periodic assessments of the bear population. https://www.romania-actualitati.ro/stiri/romania/presedintele-nicusor-dan-contesta-la-ccr-legea-privind-majorarea-numarului-de-ursi-ce-pot-fi-vanati-id228767.html
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TURBOradio_Juni „Kunst(Hand)Werk“
Eigentlich wollten wir ja einen Theaterworkshop machen. Stattdessen entbrannte im sommerlich windigem Garten des Villacher Jugenzentrums, ein leidenschaftlicher Dikurs über die Frage: Was ist eigentlich Kunst? Und braucht Kunst Handwerk?
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Otvoritev interpretacijske točke čezmejnega projekta “deProfundis” I Eröffnung der Informationsstelle des grenzüberschreitenden Projekts „deProfundis“
Skrivnostne mofete, iz katerih izhaja skoraj čisti ogljikov dioksid, so redek naravni pojav, ki stoletja buri domišljijo prebivalcev v obeh Radgonah. Kako te občutljive naravne bisere zaščititi pred množičnim turizmom, a jih hkrati pokazati svetu? Odgovore od jeseni 2023 razvija čezmejni projekt deProfundis. Eden izmed njih je nova interpretacijska točka na gradu Negova. Več v radijskem prispevku Nike Škof. Die geheimnisvollen Mofetten, aus denen fast reines Kohlendioxid austritt, sind ein seltenes Naturphänomen, das seit Jahrhunderten die Fantasie der Bewohner beider Radgona-Orte beflügelt. Wie lassen sich diese empfindlichen Naturjuwelen vor dem Massentourismus schützen und gleichzeitig der Welt präsentieren? Seit Herbst 2023 erarbeitet das grenzüberschreitende Projekt deProfundis Antworten darauf. Eine davon ist ein neuer Informationspunkt auf der Burg Negova. Mehr dazu im Radiobeitrag von Nika Škof.
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Die verborgene Geologie in der Tscheppaschlucht
In dieser Ausgabe von „Unsere Wunderwelten“ begeben wir uns tief in die faszinierende Erdgeschichte der Tscheppaschlucht. Gemeinsam mit dem Geologen Christian Onitsch spricht Moderatorin Sabrina Schifrer und Gesprächspartner Alexander Popovic über die beeindruckenden geologischen Besonderheiten der Region. Wie entstehen Schluchten und Höhlen? Welche Geschichten erzählen uns Gesteinsschichten über Millionen von Jahren Erdgeschichte? Und was verbirgt sich hinter Begriffen wie der „Periadriatischen Naht“ – jener bedeutenden geologischen Grenze mitten durch den Alpenraum? Außerdem geht es um Steinforschung, Wasservorkommen, unterirdische Prozesse und die besondere Dynamik der Naturkräfte, die die Landschaft rund um die Tscheppaschlucht bis heute formen. Eine spannende Entdeckungsreise für alle, die Natur, Wissenschaft und die verborgenen Wunder unserer Erde besser verstehen möchten.
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Ritmi, ki premikajo svet na Drugi godbi I Rhythmen, die die Welt bewegen – beim Druga godba Festival
Najprej se bomo ustavili v Škofji Loki v AKC Nama, kjer bodo garažni The Jackson Pollock razgreli oder z divjo mešanico kitar, ritmičnega kaosa in surove energije. V Ljubljani se obeta temačnejši, synth-pop obarvan večer. Na oder prihaja italijansko-ameriška zasedba Nuovo Testamento v klubu Gromka , ki s svojo retro-futuristično estetiko in nalezljivimi melodijami polni prizorišča po Evropi. Ostajamo v Ljubljani, kjer bo nastopila tudi skupina Congulus v Gali hali, njihov zvok prepleta anatolske korenine, sodobne aranžmaje in hipnotične ritme. Na obzorju pa je tudi eden najpomembnejših domačih festivalov. Druga godba 2026 ponovno prinaša glasbene svetove, ki jih drugje ne slišite – od afriških poliritmov do eksperimentalnih presežkov. Letos še bolj drzno, še bolj globalno. In za konec – velik jubilej. MKNŽ Ilirska Bistrica praznuje 30 let neodvisne kulture, uporniške energije in neštetih koncertov, ki so zaznamovali slovensko underground sceno. Obletnica bo, kot se spodobi, glasna, iskrena in brezkompromisna. Zuerst machen wir Halt in Škofja Loka im AKC Nama, wo die Garage‑Band The Jackson Pollock die Bühne mit einer wilden Mischung aus Gitarren, rhythmischem Chaos und roher Energie zum Glühen bringen wird. In Ljubljana erwartet uns ein dunklerer, synth‑pop‑gefärbter Abend. Auf der Bühne des Klubs Gromka steht das italienisch‑amerikanische Trio Nuovo Testamento, das mit seiner retro‑futuristischen Ästhetik und eingängigen Melodien Bühnen in ganz Europa füllt. Wir bleiben in Ljubljana, wo in der Gala Hala auch die Gruppe Congulus auftreten wird. Ihr Sound verbindet anatolische Wurzeln, moderne Arrangements und hypnotische Rhythmen. Am Horizont erscheint zudem eines der wichtigsten heimischen Festivals: Druga godba 2026 bringt erneut Klangwelten, die man sonst nirgendwo hört – von afrikanischen Polyrhythmen bis zu experimentellen Grenzgängen. Dieses Jahr noch mutiger, noch globaler. Und zum Schluss – ein großes Jubiläum. MKNŽ Ilirska Bistrica feiert 30 Jahre unabhängiger Kultur, rebellischer Energie und unzähliger Konzerte, die die slowenische Underground‑Szene geprägt haben. Das Jubiläum wird – wie es sich gehört – laut, ehrlich und kompromisslos.
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Der Weg ist das Ziel
Danes bo pred mikrofon stopila Hannah Grabner, članica avtorske pisateljske skupine IGfem. Redno sodeluje na poetry slam večerih, v svojem aktualnem besedilu pa nam približa misli mlade ženske, ki je na poti na poetry slam dogodek. »Nismo nemočno prepuščeni družbi. Ne, mi smo del nje. Ne obračajmo več pogleda stran!« poudarja današnja gostja Hannah Grabner. Heute kommt Hannah Grabner, ein Mitglied der Autorinnenschreibgruppe der IGfem ans Mikro. Sie nimmt immer wieder an Poetry Slams Teil und lässt uns in ihrem aktuellen Text die Gedanken einer jungen Frau hören, die auf dem Weg zu einer Poetry Slam Veranstaltung ist. „Wir sind unserer Gesellschaft nicht ausgeliefert. Nein, wir sind ein Teil von ihr. Nicht mehr wegschauen!“ wie es unsere heutige Gästin Hannah Grabner postuliert.
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Vive l’Europe! #76 – Ein Klick, ein Bahnticket für Europa
Potovanje z vlakom po Evropi je pogosto bolj zapleteno, kot bi pričakovali od enotnega evropskega trga. Evropska komisija zato pripravlja nov sistem »Single Ticketing«, s katerim želi poenostaviti rezervacije čezmejnih vlakovnih povezav, izboljšati preglednost in poenotiti pravice potnikov. Die EU-Kommission will mit „Single Ticketing“ das europaweite Bahnfahren einfacher machen! Planung und Buchung von Fern- und grenzüberschreitenden Reisen mit der Bahn sollen vereinfacht werden. Denn trotz EU-Binnenmarkt klagen viele Reisende immer noch über Hindernisse und können nicht mit einem einzigen Ticket ohne komplizierte Buchungen durch ganz Europa reisen. Das Singel-Ticket bedeute: Eine Plattform, alle Anbieter, volle Transparenz und bessere Fahrgastrechte. Information und Stellungnahmen zu „ein Klick, ein Bahnticket, für ganz Europa“ bieten Doris Artner-Severin (Arbeiterkammer Wien) sowie die beiden EU-Abgeordneten Lena Schilling (Grüne) und Dr. Andreas Schieder (SP-Fraktion). In einer Eurobarometer-Umfrage gab Anfang April 2026 ein Viertel der Befragten an, Schwierigkeiten bei der Buchung von Tickets mit mehreren Anbietern zu haben, und 43 Prozent buchen diese Reisen demnach überhaupt nicht. Doris Artner-Severin verweist in diesem Zusammenhang auf eigene Erfahrung: Ich muss sagen, dass ich selbst als Expertin Schwierigkeiten habe, selbst Tickets zu buchen. Ich wollte für meine Tochter eine Zugreise von Wien nach Lissabon buchen und wir haben vier Abende gebraucht, um zu erfahren, dass es gar nicht wirklich möglich ist, weil dann die letzte Strecke sozusagen die Bahnen ausverkauft waren, man es aber nirgends gesehen hat, dass da gar kein Bahnticket mehr zur Verfügung ist. Und mein Eindruck ist überhaupt, dass es total schwierig ist, selbst in einem Land schon Tickets zu kaufen, weil jedes Verkehrsunternehmen fast sein eigenes Ticketing-System hat und andere Tarife. Und wer eigentlich nicht Bahn fährt, der ist eigentlich überfordert, wenn er zum Beispiel nicht nur eine Strecke im Inland haben will, sondern auch Strecken, die grenzüberschreitend sind, weil das System sehr undurchschaubar ist. Zum Glück gibt es jetzt Buchungsplattformen, die es einem leichter machen, aber das muss man auch wissen, und wer dann nie Bahn fährt, hat dieses Wissen auch meistens nicht. Auf ähnliche Problemstellung oder Hürden bei Fernreisen verweist EU-Abgeordneter Andreas Schieder, der zusätzlich die Thematik mit einem Vergleich zwischen Bahn- und Flugtickets anspricht: Wer schon einmal eine Bahnreise durch Europa gebucht hat, der weiß, wie mühsam es ist, sich die passenden Verbindungen zusammenzustellen. Reisende müssen sich durch verschiedene Plattformen kämpfen, mehrere Einzeltickets kaufen und stehen bei Verspätungen und Ausfällen oft vor unklaren Zuständigkeiten. Während auf der anderen Seite Flugverbindungen längst mit wenigen Klicks vergleichbar und buchbar sind, bleibt Bahnfahren in Europa noch immer viel zu oft ein Ticketdschungel. Und das kann nicht sein. Es kann nicht sein, dass es einfacher ist, einen Flug ans andere Ende der Welt zu buchen als eine Zugreise von Wien nach Lissabon. Und genau deshalb ist es Zeit, Europa auf die Schiene zu bringen. EU-Abgeordnete Lena Schilling verdeutlicht ebenfalls in ihrer einleitenden Analyse die Buchungsproblematik und betont, dass die Gesetzgebung auf die geänderten Rahmenbedingungen reagieren müsse: Derzeit braucht man für ein Zugticket durch Europa fünf Tabs, drei Apps und ein Stoßgebet. Man muss Preise auf drei verschiedenen Websites vergleichen, die alle unterschiedliche Bedingungen haben. Und manche Verbindungen, die findet man nur auf einer einzigen Plattform, wenn überhaupt. Am Ende hat man vielleicht sogar drei verschiedene Tickets für eine Reise und keine Garantie, wenn man einen Anschluss verpasst. Aber die Kommission hat vorgeschlagen, das zu ändern. Wenn der Vorschlag der Kommission wirklich was verändern soll, dann braucht es klare Verpflichtungen. Betreiber müssen verpflichtet werden, ihre Daten mit Wettbewerbern zu teilen, damit Reisende Informationen nicht nur mühsam zusammensuchen müssen. Heute leben, arbeiten und reisen Menschen über Grenzen hinweg, und aus rein nationalen Bahnunternehmen sind internationale Konzerne geworden. Es ist Zeit, dass unsere Gesetzgebung das abbildet. Plattformübergreifende Ticketverkäufe müssen durch fairen Zugang und faire Verhandlungen möglich werden. Soweit die Problemanalysen: Wie bereits angesprochen will die EU-Kommission alle Online-Ticketplattformen verpflichten, Angebote neutral und transparent darzustellen. Sie erhofft sich davon günstigere Bahntickets und eine Ankurbelung des Bahnverkehrs insgesamt. Positiv bewertet die Arbeiterkammer-Expertin, dass eine Verpflichtung zum Datenaustausch für die Unternehmen vorgeschlagen wird: Also ich kann mir das sehr leicht vorstellen, denn wir merken in Österreich, dass wenn es ein gutes Bahnangebot gibt, dass das ja auch in Anspruch genommen wird. Und ich gehe davon aus, wenn das jetzt auf EU-Ebene verbessert und endlich quasi auch die Bahnunternehmen verpflichtet werden, sozusagen ihre Daten auszutauschen und die Tickets grenzüberschreitend verkaufbar zu machen, dann wird es natürlich für den Konsumenten viel leichter, ein Ticket zu kaufen. Jetzt ist es ja so, es ist ja fast unglaubhaft, dass man ganz leicht einen Flug buchen kann, der dann noch dazu billiger ist als das Zugticket und beim Zugticket einen viel höheren Zeitaufwand hat und dann noch das Risiko hat, dass man sozusagen, wenn dann ein Teil der Reise verspätet ist, dass man keine Entschädigung bekommt. Daher ist dieser Vorschlag der Kommission total wichtig! Und ich bin auch sehr, sehr froh, dass endlich sozusagen auch eine Verpflichtung dabei ist, nämlich nicht nur die Verpflichtung der Online-Plattformen, sondern auch die Verpflichtung der Bahnbetreiber, ihre Tickets zur Verfügung zu stellen. Weil erst dann wird es möglich sein, dass man problemloser Tickets kaufen kann. Bis jetzt war auf EU-Ebene immer nur zu hören – die Unternehmen, sozusagen der Markt wird es regeln. Das hat überhaupt nicht funktioniert, meiner Ansicht nach. Daher ist es total wichtig, dass jetzt endlich die Verpflichtung kommt, dass die Unternehmen Daten tauschen müssen und dass die Tickets für die Fahrgäste leicht zugänglich und ersichtlich sind. Für Artner-Severin sei weiters wesentlich, dass Single-Ticket-Reisenden verpflichtende Ansprüche bei ihren Fahrgastrechten bekommen. Etwa Anspruch auf Entschädigung, leichtere Umbuchungen auf andere Züge, oder auf Übernachtung und Verpflegung, wenn es keinen weiteren Anschluss oder Verzögerungen gibt. Und, es geht offensichtlich nur mit entsprechenden Verpflichtungen: Man muss dann natürlich auch schauen, weil es muss ja erst sozusagen dann von den Mitgliedsländern und vom Parlament genehmigt werden, und man muss schauen, was dann das Ergebnis ist. Aber der Vorschlag ist zumindest insofern jetzt einmal gut, weil er diese Verpflichtung vorsieht. Meines Erachtens geht es halt nur mit der Verpflichtung, denn jetzt ist es so, man wird nur geschützt, wenn man bei einem Bahnunternehmen ein Single-Ticket kauft. Und man kann aber de facto ganz oft überhaupt kein Single-Ticket kaufen, weil eben sozusagen die Bahnunternehmen, zum Beispiel die ÖBB nur für Österreich und höchstens Deutschland verkauft. Und dadurch, dass dann ein von den Plattformen gekauftes Ticket als Single-Ticket gilt, werden dann mit diesen Single-Tickets auch alle Fahrgastrechte übertragen, die man braucht, um sozusagen relativ konfliktfrei und sicher reisen zu können, im Sinne, dass wenn dann der Zug verspätet kommt und man erwischt den Anschlusszug nicht, dass man dann nicht auf eigene Kosten das Ticket und die Übernachtung zahlen muss, sondern dass das dann von der Bahn übernommen wird, die für die Verspätung ursprünglich verantwortlich war. Und man kann das aber über die Plattform, so wie es jetzt ausschaut, dann geltend machen. Mein Eindruck war einfach, in den letzten 30 Jahren hat sich da überhaupt nichts bewegt. Und man muss offensichtlich die Unternehmen verpflichten, damit die Fahrgäste sozusagen auch wirklich einen Zugang zu den Tickets haben. Zu den bereits angesprochenen Fahrgastrechten und der Erwartung von günstigeren Ticketpreisen für Konsument:innen, fügt EU-Abgeordneter Andreas Schieder hinzu: Mit dem nun von der Europäischen Kommission vorgestellten neuen Ticketing-System soll es künftig möglich werden, grenzüberschreitende Zugreisen mit einem einfachen Klick zu buchen. Und dadurch können Konsumentinnen und Konsumenten Angebote deutlich leichter vergleichen. Mehr Wettbewerb wird auch dazu beitragen, dass die Preise gesenkt werden. Und gerade diese Initiative macht deutlich, dass starke Fahrgastrechte kein Wettbewerbsnachteil sind. Im Gegenteil, sie machen Reisen verlässlicher, transparenter und für Konsumentinnen und Konsumenten attraktiver. Zu den Folgeeffekten, die man erwarten könnte, meint die ÖVP-Verkehrssprecherin im Europaparlament und stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Sophia Kircher, dass die Zahl der Bahnreisenden auf der Langstrecke sich eventuell um mehr als 40 Prozent steigern könnte, … … naja, ich kann es irgendwie nicht ausschließen, denn es gibt ja jetzt auch diese Initiative wegen Hochgeschwindigkeitszügen, bessere Verbindungen und all das wird dazu beitragen, dass die Leute das Zugreisen angenehm und bequemer empfinden und zudem auch sozusagen kein großes Risiko haben, dann zusätzlich Geld auszugeben, wenn irgendeine Verbindung nicht erreicht werden kann. Ich kann natürlich jetzt die Zahlen nicht sagen, aber ich finde, man hat auch in Österreich gemerkt, dass sozusagen die ÖBB ja immer mehr Fahrgastanzahlen hat, jedes Jahr erhöhen sie sich wieder, und da merkt man einfach schon, wenn ein Angebot halbwegs gut ist. Es gibt natürlich auch immer mit den Baustellen und den Herausforderungen, dass jetzt einfach sehr viel gebaut werden muss, weil das Bahnnetz ausgebaut werden muss, gibt es natürlich auch Tücken. Aber grundsätzlich wird es sehr positiv angenommen, wenn ein guter Zugang ist, wenn die Tickets gut verfügbar sind, wenn man relativ schnell fahren kann, wenn die Umsteigezeiten nicht so lang sind und vor allen Dingen, wenn man als Fahrgast dann auch abgesichert ist für den Fall, dass was passiert. Im Mittelpunkt aller Bemühungen müsse, so Lena Schilling der/die Reisende stehen. Ihr sei zusätzlich wichtig, dass sich Menschen durch einfache und transparente Buchungsprozesse, bewusst für eine Zugreise entscheiden: Am Ende geht es darum, ob Menschen sich für den Zug entscheiden können, ohne Stress, ohne Risiko und ohne stundenlange Recherche. Bahnfahren in Europa soll so einfach sein wie einen Flug zu buchen. Fahrgäste brauchen eindeutige Rechte, egal wo in Europa sie unterwegs sind. Ein einfacher, transparenter Buchungsprozess ergibt nur Sinn, wenn die Verantwortung nicht an der Grenze endet. Wir müssen die Reisenden in den Mittelpunkt stellen, nationale Zersplitterungen überwinden und den Binnenmarkt im Schienenverkehr vollenden. Reisende haben ein Recht auf eine nahtlose Suche und Buchung grenzüberschreitender Bahntickets auf den Plattformen ihrer Wahl. Egal ob bei einem etablierten Anbieter oder einem jungen Start-up. Mit vollem Schutz und klarer Haftung von Anfang bis Ende. Nun stellt sich die Frage zur Umsetzung: Unabhängig von etwaigen Vereinbarungen unter den Anbietern könnte innerhalb von 12 Monaten, nach entsprechenden Beschlüssen im Europäischen Parlament, ein Inkrafttreten der Verordnung erfolgen und danach die Online-Fahrkartendienste integriert und umgesetzt werden. Inwiefern dieser Zeitrahmen realistisch wäre, meint die Verkehrsexpertin Artner-Severin: Es ist ja eh ein Jahr, nachdem die Verordnung überhaupt beschlossen und in Kraft gesetzt worden ist. Also man hätte jetzt ja auch Zeit, sich vorzubereiten. Natürlich ist es ein großer Aufwand für die Unternehmen, aber es ist längst überfällig. Und wenn man will, müsste es in 12 Monaten funktionieren, denn es gibt ja eh schon die eigenen Plattformen und es gibt die künstliche Intelligenz dazu. Also ich glaube, das müsste funktionieren. Wir werden sehen, ob es wirklich auch viel günstiger wird – kann man sich natürlich schon vorstellen, wenn mehrere Anbieter sind, dass dann auch die Vergleichbarkeit leichter ist und dass dann auch Unternehmen, die höhere Preise haben, sozusagen sich dann auch dem allgemeinen Preis angleichen. Ich glaube, der große Vorteil ist, dass man das Ticket überhaupt kaufen kann, ohne dass man graue Haare kriegt, und dass man auch den Fahrgastschutz hat, und der Preis sollte auch günstiger werden. Abschließend verweist EU-Abgeordnete Lena Schilling noch auf die kürzlich erfolgten Beschlüsse des Europäischen Parlaments zu den Bahnkapazitäten und den erforderlichen Anpassungen und den notwenigen Reparaturen: Das Europäische Parlament hat gerade eben neue Regeln für Bahnkapazitäten und grenzüberschreitenden Zugverkehr beschlossen. Die Reform verändert erstmals europaweit, wie Bahnkapazitäten geplant und koordiniert werden. Bahnfahren ist einfach das klimafreundlichste Verkehrsmittel, das wir haben. Aber das europäische Bahnnetz ist veraltet und passt nicht mehr zu den Bedürfnissen von Menschen. Es ist wirklich Zeit, es endlich zu reparieren. Rezervacija mednarodnih vozovnic za vlake je v Evropi še vedno zapletena in nepregledna. Doris Artner-Severin z dunajske delavske zbornice poudarja, da imajo težave z rezervacijami tudi izkušeni uporabniki. Različni državni sistemi, netransparentnost ponudnikov in nepovezanost platform za nakup po njenem mnenju potnikom pogosto otežujejo načrtovanje poti. Evropski poslanec Andreas Schieder opozarja, da je danes pogosto lažje rezervirati let na drugi konec sveta kot vlak z Dunaja v Lizbono. Schieder zato pozdravlja iniciativo Evropske komisije, ki želi olajšati potovanje z vlakom po Evropi. Predlagani sistem »Single Ticketing« naj bi omogočil enostavnejšo primerjavo ponudb, večjo preglednost cen in boljše varstvo pravic potnikov pri zamudah ali odpovedih povezav. Lena Schilling poudarja, da mora zakonodaja slediti realnosti čezmejnih potovanj in mednarodnega železniškega prometa. Potniki morajo biti v središču sistema, pravi evropska poslanka, ki si želi, da bi bilo potovanje z vlakom po Evropi tako preprosto kot rezervacija leta. Sogovorniki se strinjajo, da bi lahko enotna evropska vozovnica okrepila uporabo železnic in spodbudila razvoj sodobnejšega evropskega železniškega omrežja. Kurzbiografien: MMag.a Doris Artner-Severin ist Soziologie und Juristin und ist seit 2016 in der Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr bei der Arbeiterkammer Wien tätig. Für weiterführende Beratungen und Hinweise zu Fahrgastrechten verweist sie auf die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (APF) mit der sie laufend kooperiert. Lena Schilling MEP ist seit 2024 Abgeordnete der Österreichischen Grünen im Europaparlament. Mag. Andreas Schieder ist seit 2019 Abgeordneter der Sozialdemokratischen Partei Österreichs im Europaparlament. Fotokollage: © Claudia Eherer – Radio Agora Weiterführende Informationen: Weiterführende Informationen zur Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (APF) sind verfügbar unter: https://www.apf.gv.at/ Aussendungen der EU-Kommission und der Austria Presseagentur zur Thematik sind verfügbar unter: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_26_1056 https://www.news.at/wirtschaft/eu-kommission-will-ein-bahnticket-fur-ganz-europa Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič
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Drone distress in the Baltics
Tensions are running high in the three Baltic states following an escalation of drone incursions in their airspace. These have become a daily occurrence. With Estonian, Latvian and Lithuanian radio stations in the Euranet Plus network, we have asked our colleagues for some insight into recent events. Foul play? The recent drone scares in the Baltics stem from Ukraine’s long-range strikes on Russian oil and military targets. Some of these Ukrainian drones have been veering from their flight path and causing panic in NATO airspace. In the latest and most serious incident at the time of writing, on Wednesday (20 May) the Lithuanian capital Vilnius received a severe air alert due to unidentified drone activity, forcing lawmakers and residents to run for cover. This has never happened before and caused considerable panic, with everyone trying to access shelters, some of which were locked. In addition, a yellow alert was received in the south of Lithuania, not far from the border with Belarus. A few days prior, there had been unconfirmed reports of a drone in Lithuanian airspace on Sunday morning. The drone was only found that evening… and not by the Lithuanian military, but by a man cutting his grass! And it wasn’t until the next day that the explosives were found and neutralised. Last week, the Lithuanian president had made a seemingly out-of-the-blue statement that Lithuania would never let a foreign power use its airspace to launch an attack on a third country. On Tuesday, the president’s chief security advisor Deividas Matulionis explained the rationale for this statement to our colleagues at Žinių Radijas. Deividas Matulionis, Chief National Security Advisor to the President (in Lithuanian): “First and foremost, this message was directed at Russia, because we see that the more time passes, the more attempts are being made to ramp up the narrative that the Baltic states have legally granted Ukraine the right to fly their drones into Russian territory [from the Baltics]. This is absurd, and in such an environment, very serious provocations against us are possible. We had to make it very clear that we are protecting our sovereignty and our territory, and that we are not directly involved in military operations, even though we support Ukraine and will continue to do so – that remains one of our key objectives.” https://www.ziniuradijas.lt/laidos/pozicija/kas-atsakingas-kad-lietuva-nesugeba-kovoti-su-oro-gresmemis-ar-bent-apie-jas-perspeti?video=1 While the Kremlin is casting these wayward drone incursions as evidence that the Baltic states are intentionally allowing Ukraine to use their airspace for attacks, the speaker of the Seimas, former MEP Juozas Olekas, told a press conference on Tuesday that Moscow may itself have a hand in them. Juozas Olekas, Speaker of the Seimas (in Lithuanian): “We know this ourselves, and we’ve discussed it with the Ukrainians: the Russians may be capable of diverting one or two drones from a swarm towards us. We also cannot rule out the possibility that they might try to mimic and launch some of their own. All kinds of provocations are possible. We need to be prepared for that and not panic.” Next door in Latvia, two stray drones caused damage to an oil storage facility a full two weeks ago. Speaking to journalists on Wednesday, Latvian president Edgars Rinkēvičs highlighted that all three Baltic states were facing very similar challenges and urged everyone to keep a cool head. Edgars Rinkēvičs, President of Latvia (in Latvian): “Russia is trying to intimidate us with its claim that Latvia has allegedly allowed Ukraine to use its territory or airspace to launch strikes. These are categorical lies. They are lies. First, to create a certain degree of international distrust towards our country, then to justify Russia’s military failures in the eyes of its own public, and also, of course, to sow doubt among our allies as well. We are living in a new reality where such attempts will occur, especially during this turbulent period both internationally and domestically. This is not a time of peace, but it is not a time of war either. This is, unfortunately, a very tense time, in which the government can only work calmly, responsibly, and without unnecessary emotion.” Rinkēvičs underscored that there was a fine line between issuing warnings early enough for people to take action and alarming people and disrupting public transport, businesses and schools unnecessarily. With this in mind, he said, they would be ‘reviewing the algorithms’. https://www.lsm.lv/raksts/zinas/latvija/20.05.2026-sis-nav-miera-laiks-bet-sis-nav-kara-laiks-rinkevics-aicina-nelauties-krievijas-meginajumam-mus-iebiedet.a647979/ NATO on the naughty step? A high-profile supporter of Ukraine in Lithuania, Jonas Oehman, who co-founded the NGO Blue/Yellow and has raised significant funds to support the Ukrainian war effort, gave an interview to Žinių on Monday. He firmly believes that NATO is to blame for the fact that we still aren’t taking drones seriously. Jonas Oehman, Founder of Blue/Yellow (in Lithuanian): “In 2023, civil society bought radars, then from Israel, to protect Ukraine from drones. In 2023! Basically, that was a clear sign of what’s needed now. And only now we are talking about buying radars and stuff like that… I’m going to speak a little harshly now. When this war has been going on for such a long time, seemingly neverendingly – how can we not have understood? We raised 14 million euros for this. Did anyone react? No, there’s no point, this is for Ukraine, somewhere far away… Let me be blunt. NATO, as a structure, is ineffective. It doesn’t work. […] I think some people in NATO should consider stepping down. They are not up to the task.” The 2023 initiative he is referring to is Radarom!, a massive annual crowdfunding campaign to support Ukraine’s military effort. That year, the campaign raised 14 million euros specifically to buy radar systems for Ukraine. Meanwhile, in nearby Estonia, Tuesday saw the shooting down of a suspected Ukrainian drone that had ended up in Estonian airspace by a Romanian fighter jet belonging to NATO’s Baltic Air Policing Mission. The last time a foreign aircraft was shot down over Estonia was during World War II, says Kuku Raadio, which makes this quite a big deal. The good news, according to Estonia’s prime minister Kristen Michal, is that the incident proves that NATO systems do, in fact, work. Kristen Michal, Prime Minister of Estonia (in Estonian): “I think we can draw several conclusions from this. Firstly, NATO’s military side – the chain of command – works well in practice. Many people are questioning whether NATO actually works. It certainly does! There are NATO ships at sea guarding critical infrastructure, and NATO aircraft in the skies ready to deploy when needed. They have also used drones. But the decision to shoot something down is made on a case-by-case basis, because it is not possible everywhere.” https://kuku.pleier.ee/uudised/peamister-michali-hinnangul-naitas-drooni-allatulistamine-nato-toimivust Political fallout As suggested previously, it is strongly believed that Russian electronic warfare – for example, jamming and GPS spoofing – is disrupting Ukrainian drones, causing them to drift off course and breach NATO airspace in the Baltic states, most likely to foster a climate of insecurity and political instability. That is certainly the effect that the drone incursions have had in Latvia, where they appear to have brought about the resignation of the defence minister and, subsequently, the collapse of the government. Or at least, that is the narrative playing out in the international media. Yet our ears on the ground in Latvia suggest that the drones were just a pretext for the centre-right PM to fire the Green defence minister in what constituted a clear pre-election move. A move she miscalculated as the Greens decided they would do better by staying in opposition until the autumn and left the government. Latvijas Radio asks former president Egils Levits just how much of a part the drones really played in this latest piece of political drama. Egils Levits, Former President of Latvia (in Latvian): “The fact that drones flew into Latvian territory and our response was, I would say, somewhat lacklustre does not inspire confidence in the government. [Prime minister] Siliņa then chose to get rid of the defence minister. After that, of course, it was only to be expected that the Progressives would refuse to remain part of such a government, meaning that the government no longer had a majority. And again, it was then logical for Siliņa to resign. I do, however, object to the notion that this is some kind of special, unprecedented situation in a parliamentary democracy. Government crises – that is, the resignation of a government and the collapse and reconstitution of a coalition – are a pretty normal occurrence.” This said, if Russia is behind these errant drones, and their aim is to promote instability, Moscow will take the ructions in Riga as a win. Calls for action It is not surprising, though, that people in the Baltics have the jitters. Their political representatives are actively pressing the EU and NATO to establish tighter counter-drone measures along the eastern flank of the Union, a flank that, in Commission chief Ursula von der Leyen’s own words, “keeps all of Europe safe”. In February this year, the EU presented a communication on its eastern regions. The bloc’s policy prioritises immediate defence readiness and resilience against hybrid threats. Brussels also aims to establish a comprehensive security architecture that reduces reliance on external allies, through initiatives such as the ‘Eastern Flank Watch’ project, which seeks to reinforce the bloc’s eastern borders against cyber, maritime and conventional threats through integrated air defences, electronic warfare, and surveillance. The Eastern Flank Watch is also closely linked with other pan-European security systems, namely the European Drone Defence Initiative, the European Air Shield and the European Space Shield. In the meantime, though, 15 Baltic MEPs wrote to VDL on Wednesday asking her to “publicly and firmly reject Russia’s baseless allegations on behalf of the EU and demand that Russia stop these provocative actions immediately”. In response, President von der Leyen did not mince her words in a post on X, saying: “Russia and Belarus bear direct responsibility for [the] drones endangering the lives and security of people on our Eastern flank. Europe will respond with unity and strength.”
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Čezmejni projekt, ki spodbuja trajnostni kolesarski turizem I Ein grenzüberschreitendes Projekt zur Förderung des nachhaltigen Fahrradtourismus
Kako sta povezana regionalni razvoj in zgodovina kolesarstva na meji med Slovenijo in Avstrijo? V okviru čezmejnega projekta Interreg KU-BIKE-TRAIL so strokovnjaki z obeh strani meje združili moči za nadaljnji razvoj kolesarskega turizma. Več o dvojezičnem sodelovanju, izkušnjah iz avstrijske Radgone in novih kolesarskih poteh v prispevku Nike Škof. Wie hängen die regionale Entwicklung und die Geschichte des Radsports an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich zusammen? Im Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts KU-BIKE-TRAIL haben Expert:innen von beiden Seiten der Grenze ihre Kräfte gebündelt, um den Radtourismus weiterzuentwickeln. Mehr über die zweisprachige Zusammenarbeit, Erfahrungen aus dem österreichischen Radkersburg und neue Radwege im Beitrag von Nika Škof.
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Zaključek čezmejnega projekta “Mura Calling” I Abschluss des grenzüberschreitenden Projekts „Mura Calling“
Včeraj je potekala zaključna prireditev čezmejnega projekta Interreg SI–AT z naslovom Mura Calling. Glavni namen projekta je bil krepitev ozaveščenosti o pet državnem Biosfernem območju Mura-Drava-Donava med srednješolci ter oblikovanje skupne bioregionalne identitete. Dijaki, osnovnošolci pa tudi otroci iz vrtca, so preko praktičnega učenja raziskovali naravno okolje in potenciale regije. Kako je potekalo sklepno dejanje in kaj so se mladi naučili, je preverila Nika Škof. Gestern fand die Abschlussveranstaltung des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts SI–AT mit dem Titel „Mura Calling“ statt. Hauptziel des Projekts war es, das Bewusstsein für das fünf Länder umfassende Biosphärengebiet Mura-Drava-Donau unter Schülern der Sekundarstufe zu stärken und eine gemeinsame bioregionale Identität zu schaffen. Schüler der Sekundarstufe, Grundschüler sowie Kinder aus dem Kindergarten erkundeten durch praktisches Lernen die natürliche Umgebung und die Potenziale der Region. Wie die Abschlussveranstaltung verlief und was die Jugendlichen gelernt haben, hat Nika Škof untersucht.
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ATTERSEE: Servierte Tropfen – Bilddichtungen
Christian Ludwig Attersee gibt Einblicke in seine bildwerfende Attersee-Sprache, seine Liebe zur Malerei, die Höhen und Tiefen des Kunstbetriebs und erklärt, warum die künstliche Intelligenz außerstande ist, inspirierende Neuschöpfungen in der Kunst zu produzieren. „Mit einem Stück Blei und einem Stück Papier kann man täglich die Welt verändern“ – Christian Ludwig Attersee Attersees Bilder erkennt man auf den ersten Blick, sein Stil entzieht sich jeglicher kunsthistorischer Einordnung, denn er hat sich seinen eigenen unverwechselbaren Stil erschaffen. Der 86jährige Künstler und ehemalige Segelsportler – daher der Name ATTERSEE – hält sich mit Pilates, dem Tragen von Bildern und seinen Reisen körperlich fit; die mentale Fitness ist wohl seinem wachen Geist geschuldet, der tagtäglich in einen Dialog mit seinen Bildern, der Sprache und Musik tritt und nicht stillsteht. Welcher arrivierte Künstler probiert schon aus Neugier KI-Systeme aus, um danach über künstlerische Anwendungen der Künstlichen Intelligenz philosophieren zu können? Attersee ist – wie man es heute ausdrücken würde – ein Mehrfachtalent, also ein Multikünstler, der sowohl in der Musik, Sprach- und Bildenden Kunst gleichermaßen beheimatet ist. Die Titel seiner Gemälde sind in der typischen Attersee-Sprache verfasst und lauten u.a. ‚Servierte Tropfen‘, ‚Fischverliebt‘, ‚Herzhändler‘, ‚Halbmondliebe‘, ‚Dominolauf‘, ‚Gondelheimat‘ und ‚Das Würfelrätsel‘. Für ihn ist es wichtig zu betonen, dass er angewandte Kunst schafft, die also im täglichen Leben der Menschen eine Rolle spielt und die nicht fürs Museum gemacht ist, sondern vielmehr zum Alltag gehört; Attersees Werke sollen in Wohnräumen zur täglichen Auseinandersetzung mit Kunst anregen. Weitere Anwendungen seiner Kunst sind die Gestaltung von Bühnenbildern oder Designs von Weinetiketten und Briefmarken. Die Ausstellung ‚Servierte Tropfen – Bilddichtungen aus letzter Zeit’ zeigt über 40 neuere Werke, darunter etliche aus diesem Jahr 2026 und ist bis Ende September im Alten Pfarrhof Saak/Nötsch, Galerie Walker, zu sehen. Interview, Begleittext und Gestaltung des Beitrags: Dagmar Travner
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32. mednarodna slikarska kolonija Vinogradi obeh bregov Mure
Na obeh bregovih Mure je znova zaživela umetnost. V Radencih je potekala že 32. mednarodna slikarska kolonija „Vinogradi obeh bregov Mure 2026“, ki že vrsto let povezuje slovenske in avstrijske umetnike ter spodbuja čezmejno kulturno sodelovanje. Nastala so nova umetniška dela, utrdila pa so se tudi prijateljstva in vezi med ustvarjalci ter organizatorji z obeh strani meje. Sodelujoči umetniki in umetnice: Igor Banfi, Bogdan Čobal, Matjaž Duh, Irena Gajser, Cvetka Hojnik, Christa Nickl-Wlodkowski, Edith Maria Keckeis, Michael Unterluggauer, Ayad Maria Krayem, Gerhard Guttmann An beiden Ufern der Mur ist die Kunst erneut lebendig geworden. In Radenci I Radein fand bereits die 32. internationale Künstlerwoche „Dialog in den Weinbauregionen beiderseits der Mur 2026 « statt, die seit vielen Jahren slowenische und österreichische Künstlerinnen und Künstler verbindet und die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit fördert. Dabei entstanden neue Kunstwerke, zugleich wurden auch Freundschaften und Verbindungen zwischen den Kunstschaffenden und Organisatoren auf beiden Seiten der Grenze weiter gefestigt. Teilnehmende Künstler_innen: Igor Banfi, Bogdan Čobal, Matjaž Duh, Irena Gajser, Cvetka Hojnik, Christa Nickl-Wlodkowski, Edith Maria Keckeis, Michael Unterluggauer, Ayad Maria Krayem, Gerhard Guttmann
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Radverkehr als Schlüssel zur Nachhaltigen Stadt – das Beispiel Graz
Im Gespräch mit der Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner sprechen wir über die Hintergründe und Erfolgsfaktoren der Grazer Radoffensive. Sie gibt Einblicke in politische Entscheidungsprozesse, die Bedeutung von Bürger*innenbeteiligung und die Rolle langfristiger Nachhaltigkeitsziele beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur. V pogovoru s podžupanjo mesta Gradec, Judith Schwentner, se bomo pogovartjali o ozadjih in ključnih dejavnikih uspeha graške kolesarske ofenzive, o političnih odločitvenih procesih, pomenu vključevanja prebivalcev ter o vlogi dolgoročnih trajnostnih ciljev pri razvoju kolesarske infrastrukture.
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Teilhabe leben – program za aktivno vključevanje žensk v družbo
V Gradcu želijo ženskam z migrantskim ozadjem in begunsko izkušnjo odpreti več prostora za vključevanje v družbo. Organizacija Frauenservice Graz izvaja program »Teilhabe leben – Wege öffnen«. Program poteka v šestih modulih vse do oktobra, udeležba pa je brezplačna. In Graz möchte man insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung mehr Raum für gesellschaftliche Teilhabe eröffnen. Die Organisation Frauenservice Graz führt das Programm „Teilhabe leben – Wege öffnen“ durch. Das Programm läuft in sechs Modulen bis Oktober, die Teilnahme ist kostenlos.
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Vive l’Europe! #75 – Auswege aus der Dauerkrise,…
Energetska odvisnost, geopolitične napetosti, inflacija v storitvenem sektorju ter vse bolj izrazite demografske spremembe na trgu dela. Kako naj se rešimo trenutne krize? Izzive in rešitve nam bo predstavil direktor WIFO, inštituta za ekonomske raziskave z Dunaja. … skizzierte kürzlich der Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts Österreich (WIFO) Dr. Gabriel Felbermayr indem er – in dieser Zusammenfassung – einige markante wirtschaftspolitische Problemfelder benennt und mögliche Perspektiven für Österreich und die Europäische Union vorstellt. Neben Energie und Versorgungssicherheit, geopolitischen Schocks, oder der Lohn-Preis-Spirale beleuchtet er auch die demografische Lage am österreichischen Arbeitsmarkt. Vorweg Anmerkungen, wie etwa eine größere Unabhängigkeit in der Energieversorgung anzudenken wäre: Also wir haben diese Abhängigkeit, wir haben viel Bewegung, es geht rauf und runter, und wenn uns das nervt, dass alle paar Jahre wieder die Rechnung aus dem Ausland um 10 Milliarden mehr ist oder um 2% des BIP teurer, dann müssen wir etwas tun mit dem eigenen Versorgungsgrad. Das kann bedeuten, Erneuerbare ausbauen. Das kann bedeuten, dass wir die Möglichkeiten haben, die wir selbst haben – das Fördern von Fossilen nutzen. Da können wir keine großen Sprünge machen in Österreich, aber in der EU sehr wohl. In Deutschland gibt es ein Fracking-Verbot, es gäbe aber durchaus die Möglichkeit in Deutschland Gas zu fördern, in Polen noch viel mehr. Wir importieren aber lieber das gefrackte Gas aus dem Ausland. Das ist umweltpolitisch viel schlimmer, weil das Verflüssigen von Gas und das Rücktransformieren in den gasförmigen Zustand viel Energie frisst, das Transportieren über tausende Kilometer Energie frisst, Vulnerabilitäten schafft, das Klima stärker belastet, als wenn wir das in Europa machen würden. Darüber sollte man diskutieren. Ich finde auch, das wird wahrscheinlich viele hier furchtbar nerven, aber ich sage auch, wir sollten über moderne Möglichkeiten der Energiegewinnung aus Atomkraft nachdenken. Das wird tabuisiert, das darf man gar nicht sagen, sonst ist man gleich ein ganz „fieser Wicht“. Niemand will Technologie der 60er Jahre bauen. Sie werden keine Tschernobyl-Reaktoren bauen. Das ist ’86 oder ’87 kaputt gegangen, aber es war Technologie aus den 60er Jahren. Heute würden wir mit ganz anderen Technologien arbeiten. Ich bin kein Physiker und schon gar kein Kernphysiker. Ich will nur nicht, dass wir unsere Diskussion verengen, basierend auf Bauchgefühlen. Da sollte man die Kernphysiker fragen, was der Stand der Forschung ist, was die Ingenieursleistungen, was da machbar ist. Vielleicht schauen wir uns auch an, was die Amerikaner tun, die Tech-Konzerne, die dringend Strom brauchen für ihre KI-Farmen. Und wenn sich da was tut, dann sollte man nicht sozusagen mitleidsvoll rüber schauen, wie blöd sind die, sondern wir sollten uns überlegen, ob das nicht auch etwas ist, dass wir in Europa nutzen können. Die Erneuerbaren gehören aber natürlich auch dazu, weil da sind wir wirklich unabhängig, während das Uran importiert werden muss. Und die Nutzbarmachung von Erneuerbaren erfordert ja mehr als nur das Bauen von Kraftwerken. Da haben wir ein Thema mit der Leitungskapazität, da haben wir ein Thema mit der Governance des Strommarktes. Ja, da gäbe es viel zu tun. Ein bisserl was tut sich ja! Die aktuellen geopolitischen Schocks, wie kriegerische Auseinandersetzungen oder die Sperrung der Straße von Hormuz sind politische Krisen, nicht ein marktwirtschaftliches Versagen. Deren reale wirtschaftliche Wirkung ist bislang geringer als die mediale Wahrnehmung. Wir haben es mit einer Welt zu tun, in der die Ökonomie eigentlich ganz gut funktioniert, in Wahrheit. Aber was dauernd auftritt, sind politische Schocks. Der Ukraine-Krieg ist kein Versagen der Marktwirtschaft gewesen. Die Pandemie auch nicht. Und das, was wir jetzt aktuell sehen, dass die Seewege unterbrochen sind, hat auch nichts mit unserer globalisierten Wirtschaft zu tun. Das sind politische Schocks. Normalerweise fahren durch die Straße von Hormuz 60 Schiffe pro Tag, jetzt fahren drei. Das ist etwas, das sich durchaus auch länger vorstellen lässt, leider. Der Suezkanal ist seit Jänner 2024 nur sehr eingeschränkt befahrbar aufgrund der Huthi-Rebellen. Die Huthi-Rebellen, das ist der Iran. Wenn man so will, haben wir einen Iran-Krieg schon seit 2 Jahren. Weil diese Umweg-Fahrten für die Weltwirtschaft nicht gut sind. Das kostet Geld, das braucht Zeit, das produziert übrigens auch CO2-Emissionen, die keiner braucht, weil die tausende Kilometer Umwege fahren auch fürs Klima nicht gut sind. Aber es sind politische Krisen und illustrieren, was das für heftige Schläge sind. Das sind ja keine Peanuts. Aber eines wird diskutiert, gerade auch in den Foren, in denen wir international unterwegs sind, dass die Krisenwahrnehmung und die Krisenrealität miteinander nicht gut zusammenpassen. Das ist heftig, was ich Ihnen da gezeigt habe. Aber die Frage ist, wie sehr würgt das die wirtschaftlichen wirklich Impulse ab? Das ist nicht so klar. Der Haupttreiber der österreichischen Inflation seien, so WIFO Chef Felbermayr, die Dienstleistungspreise, die stark an die Lohnentwicklung gekoppelt sind. Diese realen Kostensteigerungen könnten durch niedrigere Lohnabschlüsse erzielt werden. Doch dazu wäre ein koordinierter „Paukenschlag“ nötig, um aus dem Teufelskreis aus hoher Inflation und hohen Lohnabschlüssen auszubrechen. Aber was uns in Österreich verlässlich jedes Monat Inflation bringt, sind die Dienstleistungen. Die Industrie auch nicht, dort haben wir eher ein Deflationsproblem. China macht uns die Preise kaputt. Die Industrie ist nicht der Inflationstreiber, ganz und gar nicht. Auch nicht der Lebensmittelsektor. Natürlich spüren wir den täglich oder einmal, zweimal in der Woche, wenn Sie in den Supermarkt gehen. Aber was wirklich das Inflationsgeschehen in Österreich treibt, das sind Dienstleistungen. Die Eurozone inflationiert weniger als wir, schon seit 2010 übrigens. Aber es ist das Dienstleistungsthema. Und das Dienstleistungsthema ist interessant, denn das sind Preise, die wir uns selber machen. Dienstleistungen werden gehandelt, ja klar, ein bisschen. Man kann eine Beratungsleistung aus London kaufen, Finanzdienstleistungen aus New York, man kann, also wir haben Touristen, …! Aber das Gros des Dienstleistungssektors, der ist heimisch. Das sind unsere heimischen Gastronomen, das sind die Hotels, das ist der Friseur, das sind Dienstleister aller Art, Handwerker und so weiter und so fort. Warum ist da die Inflationsrate so hoch? Das hat was mit realen Kostensteigerungen zu tun und die sind im Dienstleistungssektor sehr stark mit Löhnen verbunden. Das muss man auch in aller Ehrlichkeit sagen: Das ist so! Das ist keine Kritik, es wird oft so missverstanden, es ist keine Kritik an den Gewerkschaften, die ihren Job machen. Gewerkschaften haben den Auftrag, Reallöhne konstant zu halten oder auszubauen, deswegen gibt es sie. Die machen ihren Job. Aber das Problem ist, wenn man einmal in so einem Zyklus drin ist, dass die Inflation drei Prozent schwer ist und wir übersetzen das ziemlich automatisch wieder in Lohnwachstum in dieser Höhe oder mehr, dann hat das mit realen Kostensteigerungen zu tun und die sind im Dienstleistungssektor sehr stark mit Löhnen verbunden. Das ist leider eine Mechanik, die ist unentrinnbar. Da bräuchte man eine konzentrierte Aktion, einen großen Plan, wie kriegen wir die Inflation runter, sodass die Inflationsindexierung einmal zu unserem Nutzen funktioniert. Denn wenn die Inflation einmal niedrig ist, bleibt sie in Österreich niedrig. Davon haben wir bis 2010 ja profitiert. Niedrige Inflation heißt, die Lohnsteigerungen können niedrig bleiben, und dann sind auch in der nächsten Runde die Preise, Preissteigerungsraten für die Dienstleistungen geringer. Wir müssen halt aus diesem Zyklus raus. Dazu braucht es einen Paukenschlag, eine große Anstrengung, mal zu sagen, wir bleiben bei der Preissetzung im Bereich der Wirtschaft und bei der Lohnsetzung hinter dem zurück, was man eigentlich durchsetzen könnte, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Und der Teufelskreis, worin besteht der? Der besteht darin, dass wir höhere Inflationsraten haben als in der Eurozone. Nun wendet sich der Wirtschaftsforscher dem Arbeitsmarkt und der Demografie zu, wo er eine „Zeitenwende“ feststellt: Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpft seit 2024, das sei historisch einmalig. Die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, liegen trotz mehr Arbeitsverträgen, nicht über dem Niveau des Jahres 2019: Was passiert auf dem Arbeitsmarkt? Da haben wir aktuell eine Zeitenwende, etwas, das es noch nie gegeben hat in Österreich und in anderen Ländern der Eurozone, in vielen Ländern der Welt. Noch nie. Nämlich die Erwerbsbevölkerung, die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, geht seit 2024 zurück. Ohne dass wir eine Pandemie haben, ohne dass ein Krieg herrscht, wo Menschen sterben. Das ist sozusagen aus der reinen Demografie heraus. In Deutschland schon ein bisschen früher, in Italien auch früher, in China mit viel mehr Brutalität als bei uns. Aber das hat es in der Menschheitsgeschichte noch nie gegeben. Strukturell war die Weltbevölkerung und die Bevölkerung in den Erdteilen immer eine wachsende. Mit Unterbrechungen wie Kriegen und Pandemien. Das ist was ganz Neues. Das ist eine wirklich neue Zeitrechnung. Und die wird sich auswirken. Wir haben weniger Menschen, die im erwerbsfähigen Alter beitragen zur Produktion können, zum Erwirtschaften von Einkommen. Da ist Immigration hinterlegt: Nettoeinwanderung von 25.000 Personen pro Jahr, in 4 Jahren 100.000. Das ist nicht wenig. Trotzdem der Rückgang. Was sich etwas dynamischer entwickelt, immer noch, ist die unselbständig aktive Beschäftigung. Aber die sagt uns nicht viel. Zwei Hypothesen: Hypothese 1: Es hat sich was kulturell verändert, die Erfahrung des Homeoffice wirkt nach, Freizeit ist super, das hat was mit Lifestyle zu tun, das ist Hypothese Nummer 1. Hypothese Nummer 2 ist Long Corona. Davon lesen Sie nichts, das wird tabuisiert, darüber redet man nicht. Verbunden mit Long Corona in einer bisschen angenehmeren Variante ist, dass die Alterung schlicht und ergreifend dazu führt, dass wir mehr Krankenstandstage haben. Das war vor Corona deutlich weniger, hat vielleicht mit Long Corona zu tun, hat vielleicht auch einfach damit zu tun, dass die Bevölkerung älter ist und damit auch etwas kränker. Wir haben mehr Menschen im Land, arbeiten aber nicht mehr. Das ist das Problem. Es wird hier nach unserer Prognose ein bisschen nach oben gehen, weil angenommen wird, dass sozusagen der Teilzeit-Boom so bleibt, wie er ist, aber sich nicht verstärkt, auch die Frauenbeteiligung stärker wird aufgrund der Anpassung des Pensionsantrittsalters. Also das ist da eingepreist, darum geht es da noch ein bisschen nach oben. Aber das kann nicht andauern, da wird man irgendwann eine gläserne Decke erwischen, und dann wird der grüne Trend einfach der dominierende sein. Darauf muss sich die Politik einstellen. Darum kann man, obwohl es unangenehm ist, in der Pressestunde nicht sagen: Pension ist ja alles super. Und man kann auch nicht sagen: Im Pflegebereich ist alles super. Und man kann auch nicht sagen: Im Gesundheitssystem ist alles super. Weil die demografische Entwicklung, die wir da sehen, dort einschlägt. Im Pensionssystem hat sie den Einschlag schon generiert, im Pflege- und Gesundheitsversicherungssystem kommt das noch. Das sind klar absehbare Problemlagen. Betreffend eine Einschätzung zur budgetären Lage und dem österreichischen Staatsdefizit meint Felbermayr, dass es ohne deutlich erkennbare Reformen dauerhaft auf über drei Prozent des Brutto-Inlands-Produktes (BIP) bleiben würde. Strukturreformen existieren zwar auf dem Papier, scheitern aber am politischen Mut und an der Angst der Politik vor einer Wählerabstrafung. Also wenn sich nichts ändert, dann bleiben wir hier bis 2031 konsistent bei einem Defizit, das größer ist als 3% des BIP, und zwar teilweise deutlich. Von selbst wird das nix, muss man sagen. Wer nicht ordentlich die Konsolidierung vorantreibt, der hat dieses Problem an der „Backe“, und zwar dauerhaft. Wer glaubt, das Wachstum richtet das irgendwie, ja, hat auch ein Kanzler vor Kurzem noch geglaubt, nein! Das ist traurig. Kurzfristig handeln ersetzt nicht den langfristigen Plan, den es bräuchte. Aber was uns fehlt, ist der Mut, die Dinge zu tun, die aufgeschrieben sind seit Langem. Die Konzepte sind ja da. Ich könnte Ihnen meine Festplatte dalassen. Seit Jahrzehnten macht das WIFO Vorschläge und das IHS und Eco Austria und die Agenda und wie sie alle heißen. Vieles davon ist nützlich und sinnvoll und man müsste es nur mal in die Öffentlichkeit tragen und dafür auch die Buhrufe, die es dann kurzfristig gibt, und die politische Hitze, die da entsteht, aushalten. Ich glaube, die Rendite kommt. Die Rendite von so was kommt auch, die ist aber negativ, ökonomisch wie politisch. So, ich mache hier billige Ansagen. Die Politik hat es viel schwerer, und wenn man mich fragt, ob ich in die Politik gehe, sage ich nein, nein, ja, Schuster bleib bei deinen Leisten. Wir müssen unsere Politiker ermutigen und wir müssen sie wiederwählen, wenn sie Reformen angehen. Und ihnen auch eine Sicherheit geben, dass diese Wiederwahl passiert. Das kann man ja abfällig behaupten, das habe ich nicht in der Hand, aber das ist, glaube ich, das zentrale Problem. Es müsste die SPD in Deutschland, die SPÖ in Österreich, die Konservativen, die müssten glaubwürdig erwarten können, dass, wenn sie die schmerzhaften Reformen angehen, nicht an der Wahlurne bestraft werden. Und die Bestrafung, das sind wir. Das heißt, wir müssen uns schon selbst an der Nase nehmen, wenn wir sagen, wieso passieren keine Reformen? Weil die Politik wahrscheinlich richtigerweise die Abstrafung fürchtet, und die Abstrafung erfolgt durch den Wähler, der die Reformen verlangt. Und damit sind wir wieder in einem solchen Zyklus, der nicht gut ist. Da müssen wir raus. Wie das geht, ist die Frage des Jahrzehnts. Dennoch sei festgehalten, dass „billiger Populismus“ nicht die Lösung sein wird, denn so Felbermayr: Wenn man sich fragt, wie funktioniert Populismus? Sind populistische Wirtschaftsmodelle gut oder schlecht? Ungarn ist ja nicht weit weg von uns, kann man beobachten. Inflation, Wirtschaftswachstum, Staatsverschuldung kann man in Ungarn alles anschauen. Und die Rezepte, die da oft gelobt werden, waren keine guten Rezepte. Und dass Rumänien Ungarn überholt, ist einer der Gründe, warum Orbán jetzt Geschichte ist. Aber auch eine Warnung vor den einfachen, billigen Rezepten, die man mit Getöse rausposaunen kann, die vom Bauchgefühl her irgendwie schon stimmen, aber am Ende des Tages nicht liefern. Es stellt sich die Frage, ob geringere Lohnabschlüsse in den vergangenen Jahren, etwa im Industriesektor oder wie in anderen EU-Ländern, ein konstruktiverer Beitrag gewesen wären, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Auf die Frage, ob das WIFO dazu eine Einschätzung vorgenommen hat, meint Felbermayr, … … ja, was wir gemacht haben, wir haben zwei Rechnungen angestellt. Die eine ist, was wäre, wenn wir nicht mit der rollierenden Verbraucherpreisinflation gearbeitet hätten bei den Kollektivvertragsabschlüssen, sondern mit einer rollierenden Rate des BIP-Preisfaktors. Da hätten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit ungefähr drei Prozentpunkte besser aktuell im Vergleich mit den Euro-Ländern, wo wir keine Wechselkurseinflüsse haben, als wir es vorliegen haben. Jetzt haben wir ungefähr die Hälfte dessen, was wir uns an Wettbewerbsnachteil eingehandelt haben. Es ist nicht wenig. Und die zweite Übung, die wir gemacht haben, ist, wir haben mal geschaut, denn es ist ja nicht nur die Frage, was ist der echte Verteilungsspielraum, Branche für Branche. Und das ist das, was in der Ökonomie Bruttowertschöpfung heißt, nominelle Bruttowertschöpfung. Das ist das, was an nominellem Einkommen erwirtschaftet wird. Und dann stellt sich die Frage, wie viel davon soll dem Kapital, der Kapitalseite gehören, wie viel davon der Arbeitnehmerseite. Aber man muss sozusagen über diesen Zuwachs des nominellen Kuchens, über das muss man sich eigentlich verständigen. Wir verständigen uns aber immer gleich sofort über preisbereinigte Größen. Und bei den Preisen haben wir Messprobleme, wir haben dieses Auseinanderklaffen importierte und heimische Preise. Wir sollten viel mehr nach diesen Bruttowertschöpfungsdynamiken agieren. Wenn die steigen, kann man mehr ausschütten, wenn sie sinken, müsste man eigentlich dämpfen. Wenn wir das gemacht hätten, wären wir ohne Wettbewerbsverluste, ohne Nachteile der Wettbewerbsfähigkeit durchgekommen. Die hier veröffentlichten (gekürzten) Auszüge des Vortrages von Dr. Felbermayr zum Thema „Auswege aus der Dauerkrise. Wirtschaftspolitische Optionen für Österreich und die EU“, wurden am 21. April 2026 im Festsaal der Wirtschaftskammer Kärnten von radio AGORA 105,5 aufgenommen. Die Veranstaltung wurde von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten organisiert. Gabriel Felbermayr z dunajskega inštuituta za ekonomske raziskave meni, da bi morala Evropa okrepiti svojo energetsko neodvisnost z več vlaganji v obnovljive vire energije, hkrati pa brez ideoloških predsodkov razmisliti tudi o sodobnih oblikah jedrske energije. Kritičen je do evropske odvisnosti od uvoženega plina, saj so transport, utekočinjanje in logistika energetsko ter okoljsko dražji kot morebitna domača proizvodnja. Pri gospodarskih krizah poudarja, da so številni današnji pretresi posledica političnih konfliktov, vojn in motenj v svetovni trgovini, in ne notranjega nedelovanja trga. Ocenjuje, da so dejanski gospodarski učinki pretresov pogosto manjši, kot jih vidi javnost. Kot glavni razlog za visoko inflacijo v Avstriji Felbermayr izpostavlja rast cen storitev, ki je tesno povezana z rastjo plač. Posebno pozornost namenja tudi demografskim spremembam. Starejši delavci večkrat koristijo bolniško odsotnost, kar pomeni, da en delavec opravi manj dela. Prav tako se zmanjšuje število delovno aktivnega prebivalstva, kar dolgoročno ogroža pokojninski, zdravstveni in socialni sistem. Felbermayr opozarja, da reformni predlogi obstajajo že dolgo, vendar pogosto zmanjka političnega poguma za njihovo izvedbo, saj se politika boji negativnega odziva volivcev. Kurzbiografien: Prof. MMag. Dr. Gabriel Felbermayr ist ein österreichischer Wirtschaftswissenschaftler. Ab März 2019 war er Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und seit Oktober 2021 ist er Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO). Seit März 2026 gehört er dem deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an. Felbermayr ist u.a. Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien und gilt in Fachkreise als wirtschaftsliberaler Ökonom. Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) ist ein als Verein organisiertes Wirtschaftsforschungsinstitut mit Sitz in Wien. Es verfügt über ein jährliches Budget von 13,6 Millionen Euro (Stand 2021) und gilt damit als größtes österreichisches außeruniversitäres Wirtschaftsforschungsinstitut. Weiterführende Informationen: Weiterführende Informationen zu Vortragsreihen der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft (VWG) Kärnten unter: https://www.vgk.at/%C3%B6ffentliche-vortr%C3%A4ge/ Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič
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Vom Weltenbummler zum Schlossgespenst!_Glücksradio Moosburg
Vom Weltenbummler zum Schlossgespenst! Ernst Bauer, der Kastellan des Schloss Moosburg zu Gast im Glücksradio Moosburg Beim Glücksradio Moosburg war diesmal Ernst Bauer, Kastellan von Schloss Moosburg, zu Gast bei Heidi & Roland. In einem sehr persönlichen und unterhaltsamen Gespräch sprach er über seinen außergewöhnlichen Lebensweg, der über die internationale Tourismusbranche in Spanien, Griechenland und auf den Kanaren bis zurück in seine Kärntner Heimat führt. Heute kümmert er sich mit großer Leidenschaft um die Schloss-Gäste und das Schloss, das als eines der ältesten bewohnten Gebäude Österreichs gilt. Mit einem Augenzwinkern beschreibt er seine Rolle als „Schlossgespenst“ oder „Hausmeister mit Matura“, tatsächlich steckt hinter seiner Tätigkeit jedoch weit mehr: Gästehausbetrieb, Organisation von Veranstaltungen, Pflege der historischen Anlage und die Bewahrung kulturellen Erbes gehören zu seinem Alltag. Besonders wichtig sind ihm dabei die Ruhe, die besondere Atmosphäre und die kulturelle Bedeutung des Schlosses. Auch seine Liebe zur Geschichte, Musik und Sprache wurde im Gespräch deutlich. Neben mehreren Fremdsprachen verbindet ihn vor allem die Kärntner Kultur mit seiner Arbeit. Gemeinsam mit Genealoge Marcellus Osmal veröffentlichte er außerdem ein erfolgreiches Buch über erinnerungswürdige letzte Ruhestätten in Kärnten. Das Gespräch zeigt Ernst Bauer als weltoffenen, humorvollen und zugleich traditionsbewussten Menschen, der Schloss Moosburg mit viel Herzblut, Charme und kultureller Leidenschaft prägt.
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Projekt Bewegende Begegnungen
Die Sendung setzt sich mit dem Thema Einsamkeit auseinander. Dazu ist Verena Wernbacher, Regionalkoordinatorin der Caritas St. Veit an der Glan, zu Gast. Im Gespräch mit Moderatorin Bianca Findenig wird das Projekt Bewegende Begegnungen vorgestellt, das darauf abzielt, Einsamkeit entgegenzuwirken und soziale Netzwerke innerhalb von Gemeinden zu stärken. Dabei stehen insbesondere gemeinschaftliche Unterstützung, soziale Teilhabe und das Miteinander im Fokus.
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Feminizem v manjšini I Feminismus in der Minderheit
Gostim mlado koroško slovenko, ki študira na Dunaju in aktivno sodeluje v programskih vsebinah KSŠŠD. Z Brino Kušej bova govorili predvsem o temah povezanih s programskim sklopom kluba z imenom Feministična pomlad in o tem, kako mladi manjšinci mislijo feminizem ter zakaj. Zu Gast ist eine junge Kärntner Slowenin, die in Wien studiert und aktiv an den Programminhalten des KSŠŠD mitwirkt. Mit Brina Kušej werden wir vor allem über Themen sprechen, die mit dem Programmblock des Vereins namens „Feministischer Frühling“ zusammenhängen, sowie darüber, wie junge Angehörige von Minderheiten Feminismus verstehen und warum.
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Čezmejni sprehod I Grenzüberschreitender Spaziergang
Gornja Radgona in Radgona I Bad Radkersburg sta se za nekaj ur znova povezali skozi zgodb iz preteklosti. Kaj razkrivata mesti, ki ju povezujejo ljudje, reka Mura in most prijateljstva? Prisluhnite reportaži s čezmejnega sprehoda Interreg projekta Twin City. Gornja Radgona und Bad Radkersburg wurden für einige Stunden erneut durch Geschichten aus der Vergangenheit miteinander verbunden. Was erzählen zwei Städte, die durch die Menschen, die Mur und die Brücke der Freundschaft verbunden sind? Hören Sie die Reportage vom grenzüberschreitenden Spaziergang des Interreg-Projekts Twin City. Gestaltung I Oblikovanje: Bojana Šrajner Hrženjak
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Commission takes aim at poverty
The European Commission this week unveiled an “ambitious social plan” to eradicate poverty and boost social and economic inclusion. The package, presented on Wednesday (6 May), includes the first-ever EU anti-poverty strategy, which aims to help hit the ambitious target set back in 2021 in the European Pillar of Social Rights Action Plan: to eradicate poverty in the bloc by 2050. Does it have teeth? The new strategy sets out to bring together a range of existing initiatives – including ones related to employment, effective access to public services and adequate income support – into a single framework. The idea is that this will guide member states in their efforts to achieve the first stage of the bloc’s poverty-reduction goal: 15 million fewer Europeans living in poverty by 2030. Thomas Waitz, a Green MEP from Austria, commends the strategy on the level of analysis it contains. It clearly recognises, he says, the various factors that lead to poverty and paints a thorough picture of the links to housing costs, the cost of living, as well as to various forms of discrimination, including on the grounds of disability. Yet, he goes on, it simply has no teeth. His comments are shared by Agora. Thomas Waitz, Member of the European Parliament – Greens-EFA, Austria (in German): “The weakness of this strategy, however, lies in the fact that it offers few, if any, concrete solutions, since most of the necessary measures in this regard are decided at the national level – and in some cases, as is the case in Austria, at the state level. Consequently, the European Commission’s power to act is very limited. This is evident in the proposal to award a prize for the best poverty-reduction efforts. While this is a nice symbolic gesture, it doesn’t fundamentally change many people’s situation of poverty.” Yes, agree our colleagues at RTBF: without a meaningful budget, and without strict constraints on member states, is this strategy not merely a list of recommendations? What difference does it really make? They put this question to French MEP Marie Toussaint, co-chair of the European Parliament’s Intergroup on the Fight against Poverty. The Green member acknowledges that we are facing a cut in social spending in the EU’s next seven-year budget of – she estimates – around 17 per cent. So, she says, there is a fundamental contradiction between the objectives set out in this strategy and the budget that accompanies it. But this is not to say that the strategy is without merit. Marie Toussaint, Member of the European Parliament – Greens-EFA, France (in French): “Socioeconomic discrimination exists. We hear constant stigmatisation of the unemployed, who are said to be responsible for their own situation, and of homeless people, who are said to be responsible for their own situation… This strategy puts a stop to this rhetoric, […] a narrative largely promoted by the far right that is spreading across the political spectrum. [It also] calls for all legislative instruments to be analysed for their impact on the poorest. This is what the Commission calls ‘poverty-proofing’, which I consider a form of social veto. It prevents laws from exacerbating inequalities.” This ‘poverty proofing’ is a key component of the comprehensive approach the Commission is pushing in its strategy. But what exactly is it? Marie Toussaint, Member of the European Parliament – Greens-EFA, France (in French): “For every policy that is implemented, whatever the area, we carry out impact assessments to see if it worsens the living conditions of those who are already struggling day to day; already unable to make ends meet. If it does make things worse, then we do not adopt it.” https://auvio.rtbf.be/media/allo-le-monde-3469601 Representatives of various European bodies have urged the Commission to move beyond recommendations towards formal directives in a number of areas, including minimum income. Alexander Friedrich, head of the Brussels office of a major Austrian social welfare organisation, makes the case for this in an interview with Agora. Alexander Friedrich, Head of the Brussels Branch of Volkshilfe (in German): “Our demand and our hope is that we should not limit ourselves to a minimum wage directive, but there should also be a directive on minimum income and basic social security in the European Union. We want to ensure that people who are not in employment – including children, people with disabilities, pensioners, or anyone who is currently out of work – also receive a decent minimum income.” Support for anti-poverty measures is not, though, limited to those on the left of the political spectrum. No, tackling poverty is a no-brainer from an economic perspective, argues Romanian MEP Claudiu Târziu, a member of the conservative ECR group. Radio România reports. Claudiu Târziu, Member of the European Parliament – ECR, Romania (in Romanian): “Poverty is one of the costliest scourges affecting modern society. The lack of minimum conditions for a decent life causes disease, illiteracy, marginalisation and crime everywhere. The fight against poverty does not require a budgetary burden; rather, it is one of the most profitable investments we can make. Every euro invested today in infrastructure, accessible healthcare, education and training programmes will reduce tomorrow’s budgets related to health, public order or social assistance. We are basically talking about an intelligent and extremely profitable reallocation of public funds. This Parliament must have the courage and decency to combat poverty as decisively as when it decided to reduce pollution in the European Union. It is only a matter of will to launch the largest investment programme in history to revitalise the EU’s disadvantaged areas.” Education is the main tool to combat poverty in EU countries, according to Romanian socialist Victor Negrescu. During this week’s plenary session in Strasbourg, the Parliament vice-president called for 20 per cent of the bloc’s next multiannual budget to be allocated to education – a high-reach objective, to say the least. Victor Negrescu, Vice-President of the European Parliament – S&D, Romania (in Romanian): “Education is the main tool through which we fight poverty, but also through which we can increase our competitiveness. Education is not supported with fine words, but with adequate budgets and policies. That is why I have submitted an amendment co-signed by MEPs from the Education Intergroup, through which we request that 20 per cent of the future multiannual budget of the European Union go to education and skills training.” https://www.rri.ro/euranetplus/alo-bruxelles/combaterea-inegalitatilor-in-ceea-ce-priveste-accesul-la-educatie-id1011686.html Cracking the housing crisis The Commission’s new plan also contains a proposed Council recommendation on fighting housing exclusion, plus communications on breaking the cycle of child poverty and reinforcing the rights of persons with disabilities. So, let’s turn our attention to housing. Access to housing is closely intertwined with the issue of poverty, and is in fact a fundamental right – yet Europeans face increasing obstacles to accessing proper housing, including surging rental prices. Just the day before the Commission presented its new social plan, it co-hosted a high-level event on the EU housing crisis with the European Parliament in Brussels. Key outcomes of the event centred on financing, faster construction and stricter regulation of short-term rentals, yet some attending experts warned that the Commission’s plan could actually worsen the crisis by failing to provide for long-term structural change. Irene Tinagli, chair of the European Parliament’s Special Committee on the Housing Crisis, led a delegation of MEPs to Portugal a month ago to assess the scale of that country’s housing crisis. In an interview with Renascença, the Italian S&D member notes that her delegation has met many people, in many member states, whose primary concern in life is keeping a roof over their heads. Indeed, according to Commission figures, a lack of affordable housing is seen as an urgent problem by 40 per cent of citizens, and one million Europeans are actually homeless. Tinagli adds that this widespread sense of anxiety, combined with a dearth of decent, affordable housing, is fuelling populist movements across the bloc and argues that the next multiannual financial framework must include earmarked funding to combat the problem. Irene Tinagli, Member of the European Parliament – S&D, Italy (in English): “We need funds for housing to support and continue what has been started with the Recovery Fund. We can’t just let it finish with projects that are still being constructed. So we need to make sure that this effort continues, and that national governments and local governments can continue investing in housing. At the same time, the national governments need to think that it’s also their own responsibility to continue investing because they cannot expect everything only to come from Brussels. So, it’s a [case of] cooperation […] and responsibility.” Tinagli points out that there are a number of potential solutions, some of which are already in the pipeline. Irene Tinagli, Member of the European Parliament – S&D, Italy (in English): “The first line of defence is public and social housing. And in certain countries, and Portugal is one of them, this is really very, very low and it’s unable to address the needs, the basic needs. But then we also are observing the problem in the middle/middle-low income class. And this can be addressed with cooperation between public and private investors. But the type of private investors that are not speculative. So they seek, of course, some form of return on their costs, but they also are interested in having a social impact here. For example, we can also help by providing guarantees so that they can lower their risk and have an investment that has lower returns but lower risk and a longer perspective. In this respect, the European Investment Bank is also launching a platform to help private investments be directed towards affordable housing.” https://rr.pt/artigo/euranet/2026/04/20/a-crise-da-habitacao-e-uma-questao-de-seguranca-para-as-democracias/467705/ Tinagli also spoke to our colleagues at Radio 24 in Milan this week specifically about her own country’s long-awaited housing plan, worth some 10 billion euros over 10 years, which finally appears to be going somewhere. She praises the government’s intention to bring back into use 60,000 vacant social housing units. That said, she cautions that the Italian plan still places too much emphasis on incentives for house buyers, and also seems to raise the possibility of disposing of social housing, which, as she has just told us, she considers the only real buffer against the crisis. https://www.radio24.ilsole24ore.com/programmi/euranetplus/puntata/trasmissione-3-maggio-2026-4100-2326371219048699 The Commission’s proposed Council recommendation on fighting housing exclusion does, though, promote more social and affordable housing. It ties into the European Affordable Housing Plan, put forward by the Brussels executive in December. Returning to the anti-poverty strategy, the Commission stresses the need for national, regional and local governments to join forces with businesses and civil society. One concrete way it intends to support this is by establishing a so-called ‘coalition against poverty’ later this year.
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Sonusiade Süd Kärnten |Južna Koroška 2026
Obiskali smo Glasbeno šolo v Celovcu in se pogovarjali z Janezom Gregoričem, glasbenikom in soustvarjalcem festivala „Sonusiade Süd Kärnten |Južna Koroška 2026“, o glasbi, mladih talentih in moči povezovanja. Wir waren in der Musikschule Klagenfurt und haben mit Janez Gregorič gesprochen, Musiker und Mitgestalter der „Sonusiade Süd Kärnten |Južna Koroška 2026“. Über Musik, junge Talente und die Kraft der Verbindung. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja Foto: Stefan Reichmann
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Sobother Suppentheater: Geisterreiter
Sobother Suppentheater vabi na novo gostilniško gledališko predstavo Geisterreiter! Zgodba spremlja dva grobarja v vasi, kjer zaradi upadanja prebivalstva postaja njuno delo vse bolj negotovo. Ko v gostilni po naključju naletita na skrivnostno strupeno tekočino, se začnejo dogodki hitro in nepredvidljivo zapletati. Predstava bo zaživela v intimnem gostilniškem vzdušju – brez odra in odvečnih tehničnih učinkov, le z igro, svetlobo in naravnim tonom. Das Sobother Suppentheater lädt zur neuen Theaterproduktion ein, unter der Leitung von Wolfgang Fasching. Die Handlung begleitet zwei Totengräber in einem Dorf, in dem – aufgrund des Bevölkerungsrückgangs – ihre Arbeit zunehmend unsicher wird. Als sie in der Gaststube auf eine mysteriöse giftige Flüssigkeit stoßen, geraten die Ereignisse rasch außer Kontrolle.
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Spol in raznolikost v praksi: Pogovor z Darjo Mischkulnig-Stojanovsko
Pogovarjali se bomo o temah, ki v izobraževanju in družbi postajajo vse pomembnejše, o spolu, raznolikosti in vključujoči praksi. V prostorih EqualiZa v Celovcu se nam pridružuje Darja Mischkulnig-Stojanovska, predavateljica in strokovnjakinja za področje spola in diverzitete. Wir sprechen über Themen, die im Bildungsbereich und in der Gesellschaft immer wichtiger werden Gender, Diversität und inklusive Praxis. Vor Ort in den Räumlichkeiten von EqualiZ in Klagenfurt ist Darja Mischkulnig-Stojanovska, Referentin und Expertin für Gender und Diversity. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja
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Vive l’Europe! #74 – Ko delo ni več dovolj: Evropa v boju proti revščini
In der Europäischen Union, die als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen der Welt gilt, ist fast jeder fünfte Einwohner von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das betrifft rund 95 Millionen Menschen, die trotz fester Beschäftigung oder Sozialleistungen Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen. Um diese Herausforderungen systemisch anzugehen, befindet sich derzeit eine umfassende Europäische Strategie zur Armutsbekämpfung in Ausarbeitung. Evropska strategija za boj proti revščini je še v fazi priprave in usklajevanja, njen namen pa je povezati že obstoječe pobude – kot sta jamstvo za otroke in priporočila o minimalnem dohodku – v enoten okvir, ki bo države članice usmerjal v prizadevanjih po doseganju zastavljenega cilja: zmanjšanje števila revnih za 15 milijonov do leta 2030. O tem, kako poteka proces nastajanja EU strategije za boj proti revščini in kakšne rešitve prinaša, smo se pogovarjali z Alexandrom Friedrichom, vodjo bruseljske pisarne organizacij Volkshilfe in AWÖ ter strokovnjakom za evropske socialne politike. Ich lebe und arbeite in Brüssel, leite dort das EU-Vertretungsbüro der Volkshilfe Österreich. Das heißt, ich bin Interessensvertreter oder auch Lobbyist, wie man das nennen würde, und mein Job ist es, die politischen Interessen der Volkshilfe Österreich gegenüber der europäischen Politik, das heißt der Kommission und dem Europäischen Parlament in erster Linie, aber auch gegenüber anderen Institutionen und anderer europäischer Verbände und Stakeholder, zu vertreten. Und da sind wir natürlich als Wohlfahrtsorganisation, als zivilgesellschaftliche Organisation, besonders an europäischer Sozialpolitik, Demokratieerhaltung und Gesellschaftspolitik und Gerechtigkeit interessiert. Ein Teil meiner Arbeit ist es natürlich, dass ich einerseits den Politikerinnen und Politikern, andererseits auch den Beamt*innen der Europäischen Kommission Feedback gebe für ihre Aktivitäten und Tätigkeiten. Das heißt: Wenn die Kommission Vorschläge vorlegt – etwa für die europäische Strategie gegen Armut, die derzeit im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte erarbeitet wird – finden dazu Fachgespräche und regelmäßige Austauschsitzungen statt. In diesen bringen wir als Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft unsere fachliche Expertise und Perspektiven ein. Also wir können von Erfahrungen sprechen. Wir können sagen, was notwendig ist, wie sich gewisse Gesetzesvorschläge, die von europäischer Ebene kommen, dann in der Praxis auswirken würden und was vielleicht noch verändert werden sollte. Ali je strategija lahko sistemska prelomnica, ali le še en v vrsti dokumentov? Also hier ist natürlich noch ein bisschen Spekulation dabei. Die Strategie gegen Armut hätte ja bereits eben November 2025 von der Europäischen Kommission vorgestellt werden sollen. Das Ganze wurde dann vertagt auf den März, da ist sie auch nicht gekommen. Jetzt erwarten wir einen Entwurf dieser Strategie im Juni, also immer noch 2 Monate abzuwarten. Natürlich haben wir aber im Lauf der vergangenen Monate im Prozess dieser Erarbeitung gesehen, was hier an Maßnahmen vorgeschlagen werden soll. Dass auch neue Ziele gesetzt werden sollen, um Armut zu bekämpfen und Armut zu reduzieren, vor allem Kinderarmut, was auch uns als Volkshilfe Österreich sehr wichtig ist. Es bleibt die Hoffnung, dass es sich hier um einen Wendepunkt handelt, aber man muss ja auch dazu sagen, aufgrund der neuen Mehrheiten in Europa bei den Regierungen, die es gibt bei den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, dass der Schwerpunkt weg von Sozialpolitik, aber auch weg von Umweltpolitik geht, leider, und sich sehr viel wieder in Richtung Verteidigungspolitik aufgrund der geopolitischen Lage verschiebt und auch hier die Prioritäten verschoben werden. Wir hoffen natürlich, dass eine gute Strategie gegen Armut gemeinsam mit einem Aktionsplan, einem neuen, zur Umsetzung der sogenannten europäischen Säule sozialer Rechte— das ist ein Maßnahmenpaket, das 2017 von der Kommission vorgeschlagen wurde, also fast schon vor 10 Jahren, die allen Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Union eine ganze Reihe an sozialen Rechten ermöglichen soll. Und das unterstützt die Volkshilfe Österreich natürlich ganz besonders. Ob es jetzt wirklich ein Wendepunkt ist, das bleibt zu bezweifeln, aber es ist ein sehr wichtiges Symbol, dass die Europäische Kommission hier das Problem der wachsenden Armut immer mehr in den Vordergrund rückt und auch eine Strategie will, dass das auf europäischer Ebene angegangen wird. Denn unsere Probleme, die können nicht mehr nur auf nationaler Ebene gelöst werden. Die Welt wird komplizierter, die Probleme, die wir haben, werden vielschichtiger und deshalb ist es gut, dass wir auch für Dinge wie Klimaschutz, Fachkräftemangel vor allem in der Pflege, aber eben auch Armutsbekämpfung— und dazu kommen für vielleicht noch Wohnraum und dergleichen – europäische Lösungen finden. Das Thema ist uns natürlich besonders wichtig. Erst Ende April gab es eine neue Studie, die besagt, dass in Österreich mittlerweile 1,7 Millionen Menschen armutsgefährdet oder sogar armutsbetroffen sind, und das ist eigentlich ein neuer Höchststand und ist sehr erschreckend. Katere cilje lahko pričakujemo, da jih bo prinesla ali utrdila strategija za boj proti revščini? Die von mir bereits erwähnte große Initiative, die Europäische Säule sozialer Rechte, hat vor mittlerweile schon 9 Jahren mit einem ersten Aktionsplan 3 Ziele gesetzt, die sich auch auf die Reduktion der Armut in Europa festgelegt haben. Das Ziel war, die Armut komplett zu reduzieren, dass kein Mensch in der Europäischen Union armutsbetroffen ist. Aber wie ich ja vorher gesagt habe, allein in Österreich sind 1,7 Millionen Leute armutsgefährdet oder sogar armutsbetroffen. Und ein Ziel war es, bis ins Jahr 2035 die Zahl der von Armut betroffenen Menschen in Europa um 15 Millionen zu reduzieren. Das ist sehr viel, aber nicht komplett zu reduzieren und abzuschaffen. Aber das hat leider nicht geklappt. Da kam dazwischen noch die Covid-Pandemie, da kam der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und weitere geopolitische Probleme, die zu massiven Verteuerungen geführt haben und die sozioökonomische Situation vieler, vieler Haushalte in ganz Europa stark angespannt und erschwert hat. Und Dadurch ist leider eher tendenziell die Armutsgefährdung zumindest angestiegen als gesunken, obwohl sehr viele gute Initiativen und Vorschläge von der Europäischen Kommission gekommen sind. Insbesondere, was uns als Volkshilfe sehr wichtig ist, die Strategie für Kinder, also die europäische Kindergarantie, nennen wir sie landläufig. Wo vor allem Kinderarmut abgeschafft werden soll. Und das ist auch eines der Hauptziele unserer Arbeit als Volkshilfe Österreich. Kaj vemo in kateri so odločilni strukturni dejavniki, ki ljudi potiskajo v revščino in ki jih bo strategija predvidoma nagovarjala? Ja, also neben den individuellen Faktoren, das sind oft Schicksalsschläge, Erkrankungen, oft auch Trennungen oder Suchterkrankungen, die dazu führen, dass Menschen in Armut oder Obdachlosigkeit gelangen, gibt es natürlich auch strukturelle Faktoren, und die sind auf einer Makroebene sozusagen da, betreffen vor allem jetzt mal das Thema Wohnen. Das sehen wir in großen Städten wie in Berlin und anderen europäischen Städten, dass die Wohnkosten so drastisch steigen, aber nicht gleichzeitig die Löhne, die Einkommen in einemselben Ausmaß steigen, dass es einfach nicht mehr möglich ist, dass sich Leute ihre Wohnung weiter leisten und dann entweder in prekäre Wohngegenden vertrieben werden, die dann oft weniger, ja, sage ich mal, Luxus bieten. Und das ist einer der Faktoren. Und dann ist natürlich die geopolitische Lage, die Kriege, die Krisen, die es auf der ganzen Welt gibt, verteuern vor allem die Energiekosten und das macht alles andere teurer. Gleichzeitig müssen alle Staaten in ganz Europa massiv einsparen. Das heißt, Leistungen werden zurückgefahren, geschraubt. Viele Arbeitgeber bauen Personal ab, das heißt, der Arbeitsmarkt wird noch angespannter. Die Löhne steigen nicht oder kaum, das sieht man auch an den Abschlüssen, und all das führt dazu, dass diese Schere aus Teuerung— alles wird einfach immer teurer und die Löhne steigen nicht oder die Einkommen werden einfach geringer— dass diese Schere immer größer wird. Und das sind strukturelle Probleme, Die letztlich eben auch dazu führen, dass, wie bereits von mir vorhin angesprochen, die Zahl der armutsgefährdeten Leute in Österreich mittlerweile auf 1,7 Millionen, das sind fast so viele Menschen, wie in Wien leben, angestiegen ist. Pomembna točka je Evropsko jamstvo za otroke, kako lahko učinkovito ustaviti generacijski prenos revščine? Es freut mich, dass Sie auch die Europäische Kindergarantie angesprochen haben. Das ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die ganz gezielt dabei helfen soll, allen Kindern in der Europäischen Union ihre Grundrechte zu gewähren. Und da geht es noch nicht einmal um finanzielle Unterstützung, sondern es sind 4 grundsätzliche Dinge, die allen Kindern gewährt werden sollen, nämlich ein Dach über dem Kopf, der Zugang zu freier Bildung, ausreichende Ernährung und der Zugang zu guter gesundheitlicher und ärztlicher Versorgung. Und wenn diese Dinge, die vielen Kindern leider in der Europäischen Union nicht mal gewährt sind, wenn die garantiert sind, dann kann schon einmal sehr, sehr viel geholfen werden. Vor allem der Punkt des Zugangs zu Bildung ist ganz wichtig. In Österreich wird in Zusammenarbeit mit Sozialverbänden und auch der Regierung daran gearbeitet, diese Kindergarantie umzusetzen. Das ist in großen Teilen auch gewährleistet, wir haben ja Schulpflicht und de facto keine Obdachlosigkeit von Kindern, aber natürlich ist die materielle Armut ein sehr großes Problem in Österreich. Deshalb fordern und unterstützen wir als Volkshilfe Österreich die sogenannte Kindergrundsicherung, die auch jedem Kind eine quasi Mindestsicherung garantieren soll, die ein Auslangen garantiert. Glede na dostopne informacije, Strategija poudarja pristop ’najprej stanovanje‘ (Housing First). Katere ključne elemente dunajskega modela bi pri tem po vašem mnenju morala EU obvezno prevzeti? Grundsätzlich muss man sagen, dass es ein sehr positives Signal ist, dass die neue Europäische Kommission, die zweite unter Ursula von der Leyen, nun auch den Wohnungsmangel und die Wohnungsknappheit vor allem in urbanen Gebieten in ganz Europa am Schirm hat und hier versucht, europäische Lösungen zu finden. Natürlich blickt man da auf die Stadt Wien, die ein sehr positives Beispiel ist, aber auch auf skandinavische Länder. Der Housing-First-Ansatz, der kommt aus Finnland und besagt, dass um viele weitere Folgeprobleme, soziale, zu verhindern, es ganz, ganz wichtig ist, wenn Menschen in soziale Schieflage geraten, dass sie ihre Wohnung behalten können. Das ist, was Housing First besagt. Und der Wiener Ansatz wiederum ist ja, dass leistbarer und vor allem kommunal gestützter bzw. sogar kommunal geführter Wohnbau dazu beiträgt, dass Wohnen leistbar ist für alle und dass es auch eine soziale Durchmischung gibt. Beide Ansätze werden berücksichtigt. Das Europäische Parlament hat einen eigenen Unterausschuss nur zum Thema Housing, also leistbares Wohnen, eingerichtet und hier jetzt auch einen ersten Bericht abgeschlossen, und das ist einmal ein sehr gutes Zeichen, dass man hier nach europäischen Lösungen sucht und vor allem dabei unterstützt, voneinander zu lernen, dass sozusagen Best-Practice-Beispiele, und da gehört definitiv der Wiener Ansatz dazu, auch umgesetzt werden können. Das große Problem bei dem Ganzen ist natürlich das Geld. Es ist sehr, sehr teuer, neue Wohnungen zu bauen. Es gibt oft viel zu wenige Wohnungen und das wird mit dem EU-Budget auch sehr schwer möglich sein. Und es wird gerade verhandelt, der neue sogenannte mehrjährige Finanzrahmen, und vielleicht wird hier auch ein bisschen dabei sein, um Housing zu unterstützen. Kakšne popravke pri minimalnih plačah in varnosti dohodka so potrebne da bi z novo strategijo za boj proti revščini, delo ponovno postalo zanesljiva zaščita pred revščino? Ein ganz großer Erfolg der letzten Europäischen Kommission war, dass tatsächlich vom Parlament, von der Kommission und letztlich auch von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eine sogenannte europäische Mindestlohnrichtlinie umgesetzt wurde bzw. beschlossen wurde. Die muss jetzt noch umgesetzt werden und die besagt bereits, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Mindestlöhne einführen müssen. Und was noch viel wichtiger ist, etwas, was es in Österreich zum Glück großteils überall schon gibt, ist, dass die kollektivvertraglichen Anstellungsverhältnisse bzw. Tariflöhne erhöht werden sollen. In kaum einem anderen Land in der Europäischen Union gibt es so viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Kollektivvertrag haben, und das besagt diese Richtlinie. Natürlich ist die nur ein Anfang und betrifft nur Mindestlöhne, und nicht in jedem Land reicht der Mindestlohn zum Leben, das muss man leider sagen. Deshalb fordern wir einerseits, dass Mindestlöhne auch wirklich so hoch sind, dass Menschen davon menschenwürdig leben können. Und eine zweite Forderung, die wir haben, die aber leider momentan aufgrund der politischen Mehrheiten nicht sehr realistisch ist, ist, dass es ähnlich wie diese Mindestlohnrichtlinie— eine Richtlinie bedeutet auch, dass es gesetzlich bindend ist. Das sind dann keine Vorschläge der Europäischen Union, sondern es muss in nationales Recht umgesetzt werden. Und unsere Forderung und unsere Hoffnung ist, dass es nicht nur für Löhne eine Mindestlohnrichtlinie gibt, sondern dass es auch eine Richtlinie gibt für Mindestsicherung und Grundsicherungen in der Europäischen Union, dass auch Personen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis sind, beispielsweise Kinder oder Menschen mit Behinderung oder Pensionistinnen und Pensionisten oder Leute, die momentan keine Arbeit haben, dass die auch eine menschenwürdige Mindestsicherung bekommen. Revščina v 21. stoletju ni več omejena le na robne skupine družbe; postaja fenomen, ki lahko zaradi strukturnih kriz prizadene kogarkoli. Kako lahko evropska strategija pripomore k normalizaciji pogovora o socialni stiski in učinkovito razbije stigmo, ki ljudem pogosto preprečuje, da bi pravočasno poiskali pomoč? Armut hat viele Gesichter, Armut kann jeden betreffen. Armut ist oft ein Schicksal und keine Schande und nichts, wofür man sich schämen muss. Diese Stigmatisierung, die leider passiert, die muss natürlich verhindert werden. Und darf so nicht sein. Armut ist nicht etwas, was sich Leute proaktiv aussuchen, sondern da sind oft lange, oft sehr traurige Geschichten dahinter, die so weit führen, dass Personen in Armut leben. Ganz oft ist es einfach die Situation, es sind Leute, die haben einen Job, die haben teilweise einen guten Job, aber ganz, ganz oft sind alleinerziehende Menschen, meistens sind es Frauen, von Armut betroffen, obwohl sie einen Job haben, aber sich eben alleine um 2 oder mehr Kinder kümmern müssen und hier das Geld einfach nicht reicht. Und hier muss man ganz unbedingt aufklären und da sollen diese Programme, die die Europäische Union vorschlägt, auch dazu beitragen, dass es zu keiner Stigmatisierung kommt. Also unsere Hoffnung ist, dass wir hier Unterstützung bekommen in unserer Arbeit, die wir bereits jetzt leisten, um zu sagen: Armut kann jeden treffen und Armut ist nichts, wofür man sich schämen muss, dass das auch unterstützt wird von der Europäischen Union. Za komentar na nastajajočo Evropsko strategijo za boj proti revščini sem prosila tudi 10 avstrijskih evropskih poslancev iz različnih strani političnega odra. Svoje stališče so posredovali Andreas Schieder iz stranke SPÖ, ki je član politične skupine socialistov in demokratov v Evropskem parlamentu, in iz vrst zelenih ter skupine zelenih v EP najmlajša evropska poslanka Lena Schilling ter poslanec Tomas Weitz. Vsak izmed njih izpostavlja pomen izkoreninjena revščine, a hkrati v svoji izjavi izpostavi drugo težišče. Andreas Schieder. Die EU-Antiarmutsstrategie soll in Heidelberg 2026 präsentiert werden und wurde jetzt im letzten Jahr bis Herbst ’25 auch in einer Konsolidierungsphase intensiv diskutiert. Und das ist dringend notwendig, denn 2007 waren noch 79 Millionen Menschen armutsgefährdet und 2024 sind es bereits 93,3 Millionen Menschen in Europa, die armutsgefährdet sind. Und noch dramatischer ist die Zahl von rund 20 Millionen Kindern, die unter der Armutsgrenze aufwachsen und leben müssen. Und wenn man das in Relation setzt, vor allem auch mit dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, das in demselben Zeitraum von 15 Billionen Euro auf 18 Billionen Euro angestiegen ist, dann sieht man, dass die Verteilung in Europa weiterhin schlechter geworden ist. Auch die Arbeitslosigkeit ist eigentlich gesunken. Das sind Zahlen, wo eigentlich auch gerade Arbeitslosigkeit zur Bekämpfung der Armut besonders beiträgt. Und auch die Beschäftigungsquote ist in Europa im selben Zeitraum von 65% auf 76% angestiegen. Eigentlich alles sehr gute Zahlen, nur der Anstieg der Armut macht natürlich auch klar, man muss auf europäischer Ebene handeln. Es gibt aber auch aktuelle Herausforderungen, die dieses Problem der Armutsgefährdung und der Armut in Europa noch einmal zusätzlich verschärfen, nämlich die Auswirkungen des Klimawandels, die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere steigende Lebensmittel- und Energiekosten, der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Arbeitsbereich, unzureichende finanzielle Reserven zur Abfederung auch wirtschaftlicher Schocks, die alle während Corona bereits aufgebraucht worden sind, und natürlich auch die Agenda von rechtsextremen extremen politischen Parteien, die nämlich dazu führen, dass alle sozialen Sicherungsnetze geschwächt werden und nicht gestärkt werden. Auch Ursula von der Leyen hat in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union zum ersten Mal sich zu diesem Ziel auch bekannt. Das ist ein wichtiges Zeichen, dass es gelungen ist, auch Ursula von der Leyen zu diesem Bekenntnis zu bringen, ein Erfolg für die europäische Sozialdemokratie. Wir fordern aber mehr. Als Sozialdemokraten im Europaparlament, nämlich Ungleichheiten abbauen, um Armut zu beseitigen und konkrete Maßnahmen zu setzen. Das heißt auch, dass wir uns auseinandersetzen müssen mit der unfairen Konzentration und Akkumulierung von Vermögen, mit der chronischen Unterinvestition im Sozialbereich, oder um es direkter zu sagen, den massiven Kürzungen im Sozialbereich, die auch dazu führen, dass es zu wenig Geld für die sozialen und gesundheitspolitischen Herausforderungen gibt. Hier müssen wir vor allem auch die Mittel des Europäischen Sozialfonds massiv aufstocken. Und wir müssen natürlich auch die verschlechternden Arbeitsbedingungen angehen und bekämpfen. Und vor allem mit Umschulungsprogrammen und Weiterbildungsprogrammen effizient auch Arbeitsgefährdung zu reduzieren und Beschäftigungschancen zu erhöhen. Und die Kinderarmut, die ein Himmel schreiende Ungerechtigkeit in Europa ist, durch bessere Kinderbetreuung und Bekämpfungsprogramme, gerade von Kinderarmut, dem Wohnschirm und dergleichen massiver zu bekämpfen. Und deswegen ist auch die soziale Wohnbaupolitik in Europa ein zentraler Punkt. Und daher braucht es auch europäische Mittel für soziale Wohnpolitik. Lena Schiling iz vrst zelenih, izpostavi pomen neenakomerno razporejenega premoženja. Armut ist in Europa kein Einzelfall. Sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, Mindestens 93,3 Millionen Menschen in der EU sind im Jahr 2024 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist jeder fünfte Europäer und Europäerin. Das muss man sich mal vorstellen. Das Europäische Parlament hat im Februar dazu einen Bericht beschlossen, der klar sagt: Armut, eine Frage der Grundrechte. Es ist eigentlich eine Katastrophe, dass wir das 2026 noch tun müssen. Und wir haben die EU-Kommission aufgefordert, Armut als Verletzung der Menschenwürde anzuerkennen und spätestens bis 2035 zu beseitigen. Nicht erst irgendwann 2050. Armut betrifft Menschen in ganz Europa konkret. Familien, die nicht wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen. Pensionisten und Pensionistinnen, die beim Heizen sparen müssen. Junge Menschen ohne Perspektive. Armut ist eine Frage der Menschenrechte. Und deshalb braucht es das Ziel, bis spätestens 2035 Armut zu beenden. Aber Ziele reichen halt nicht. Wir brauchen verbindliche Maßnahmen. Die Kommission wird das hoffentlich in ihrer Strategie gegen Armut aufnehmen. Die soll im Mai kommen. Entscheidend ist jetzt aber, dass der Plan der EU-Kommission dann nicht bei Ankündigungen stehen bleibt, wie wir das so oft sehen, sondern die Ursachen von Armut tatsächlich angeht und alle politischen Ebenen in die Pflicht nimmt. Aber Armut entsteht nicht im luftleeren Raum. Die reichsten 3.600 Menschen in der EU besitzen so viel Vermögen wie die ärmsten 181 Millionen, also so viel wie die gesamte Bevölkerung von Deutschland, Italien und Spanien zusammen. Wenn wir über Armutsbekämpfung sprechen, müssen wir deshalb eigentlich auch über die unfaire Verteilung von Reichtum sprechen. Armut lässt sich nicht bekämpfen, ohne diejenigen stärker in die Pflicht zu nehmen, die am meisten profitieren. Es braucht endlich eine faire Besteuerung von Superreichen, auch in Österreich. Und wir dürfen die Klimakrise da auch nicht ausklammern. Die trifft nämlich die am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Steigende Energiepreise, Hitzewellen, Ernteausfälle, all das verschärft Armut massiv. Doch leider stecken Mitgliedsstaaten, Österreich ist hier ganz vorne, lieber Geld in fossile Subventionen als zum Beispiel billige Öffis oder den Heizungstausch. Für Österreich heißt das: Ungerechtigkeit muss endlich klar benannt werden. Während große Unternehmen und superreiche Erben profitieren, zahlen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Pensionisten und Pensionistinnen, Familien diese Rechnungen. Gleichzeitig fehlen Investitionen in Ausstieg aus fossiler Energie, aber für Autobahnen durch ein Naturschutzgebiet, ja, da bleibt Geld. Das ist eine Schieflage. Hier müssen wir hinschauen. Es braucht klare Maßnahmen gegen Kinderarmut, gegen die Klimakrise, echte Chancengleichheit und eine Politik, die richtige Prioritäten setzt. Die Frage, die wir uns am Ende stellen müssen: Auf wessen Seite steht die Politik? Auf der Seite der Menschen, die jeden Cent umdrehen müssen, oder auf der Seite derjenigen, die sich aus der Verantwortung entziehen? Tomas Weitz pa opozori na pomen konkretnih rešitev in politiki, ki bodo dejansko vplivale na življenja ljudi in ne bodo le mrtva črka na papirju. Es ist klar zu begrüßen, dass die Kommission nun eine Antiarmutsstrategie vorgelegt hat, auch mit basierend auf einer Resolution des Europäischen Parlaments von Jänner dieses Jahres. Und diese Armutsstrategie benennt und erkennt klar, welche Ausmaße dieses Problem in der Europäischen Union hat. Bewusstsein, dass fast 20% der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union als armutsgefährdet gelten, etwa 7-8% der europäischen Bevölkerung gelten als arm. Die Analyse dieser Strategie ist durchaus brauchbar, denn sie erkennt eindeutig die verschiedenen Aspekte an, die zu Armut führen, und stellt auch entsprechend fest, wie das mit Wohnkosten zusammenhängt, mit Kosten des täglichen Lebens zusammenhängt, aber auch mit Diskriminierungen unterschiedlicher Art, auch mit Beeinträchtigungen, wo es für manche Bürger und Bürgerinnen, auch sehr schwierig ist, überhaupt einer Erwerbsarbeit nachzukommen. Und in diesem Kontext ist die Analyse dieser Armutsstrategie, dass vor allem über Erwerbsarbeit Armut entgegenwirken kann, zwar großteils richtig, verkennt aber, dass ein guter Teil jener Menschen, die arm sind oder armutsgefährdet sind, ja durchaus eine Arbeit haben, aber von dieser Arbeit eben nicht leben können. Aufgrund von Mietkosten, die exorbitant hoch sind und sehr stark steigen, Energiekosten, Lebensmittelkosten, Lebenserhaltungskosten und einfach auch dann zu geringen Gehältern für die Arbeit, die geliefert werden. Die Strategie erkennt an, dass Armut ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, das eben nicht nur für die Menschen, die natürlich vor allem für die Menschen, die von Armut betroffen sind, ein Problem darstellt, sondern auch für unsere Gesamtgesellschaft und auch für unsere Gesamtwirtschaft es das Ziel sein muss, möglichst alle Menschen aus der Armut herauszuholen, zu holen. Die Strategie benennt auch ein Ziel von 2050, bis dahin soll die Armut komplett abgeschafft werden. Bis 2030 sollen mindestens 15 Millionen Menschen weniger arm oder armutsgefährdet sein. Das ist richtig und ein hehres Ziel. Die Schwäche dieser Strategie ist allerdings, dass sie keine oder kaum konkrete Lösungsvorschläge auf den Tisch bringt, da ja die meisten Maßnahmen, die hier notwendig wären und notwendig sind, auf der nationalstaatlichen Ebene, zum Teil auch wie bei uns in Österreich in den Bundesländern entschieden werden. Und insofern die Handlungsmacht, die hier seitens der Europäischen Kommission gegeben ist, sehr, sehr limitiert ist. Man sieht das im Vorschlag, einen Preis für die beste Armutsbekämpfung auszuloben. Das ist zwar eine schöne symbolische Aktion, ändert aber an der Armutssituation vieler Menschen Grundsätzlich nichts. Also ja, gut analysiert, die Dinge benannt, anerkannt, dass Armut ein Problem ist, aber um wirklich zu konkreten Lösungen zu kommen und diese Ziele zu erreichen, da wird es noch einiges an konkreten Maßnahmen brauchen auf europäischer, aber vor allem auch auf nationalstaatlicher Ebene. Evropska strategija za boj proti revščini, ki je še v pripravi, je torej ključen dokument za premagovanje revščine, a kot smo slišali od naših sogovornikov – od Alexandra Friedricha do avstrijskih predstavnikov v Evropskem parlamentu – bodo odločilni konkretni ukrepi: od dostopnih stanovanj do stabilnih delovnih mest. Na koncu dneva socialne Evrope ne moremo meriti po številu sprejetih resolucij, temveč po tem, koliko ljudem bo dejansko uspelo stopiti z roba preživetja. Kurzbiografie Alexander Friedrich ist derzeit Vorsitzender des Fachausschusses Europa beim BAGFW, dessen Leitung während der AWO-Präsidentschaft in den Jahren 2023 und 2024 wahrgenommen wird. Seit August 2022 leitet Alexander zudem das Europabüro in Brüssel sowohl für die Volkshilfe Österreich als auch für den AWO Bundesverband e.V. und pflegt Kontakte zu europäischen Dachverbänden wie SOLIDAR. Neben diesen Tätigkeiten ist Alexander seit 2014 als Dozent am FH-Campus Wien tätig und leitet dort Lehrveranstaltungen zu den Themen europäische Strategien und öffentliche Verwaltung. Zuvor war er als Büroleiter eines Gemeinschaftsbüros tätig, das mehrere Organisationen in Brüssel vertritt, sowie als Koordinator für Sozialwirtschaft bei SOLIDAR. Alexander hat einen Magister-Abschluss in Politikwissenschaft und Staatswissenschaften der Universität Wien.
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Wir erfinden unsere Stadt neu
Eines Morgens wachen die Kinder auf und alle Erwachsenen sind verschwunden! Keine Lehrer_innen, keine Eltern, keine Bürgermeisterin. Was zuerst wie ein Traum klingt, wird schnell zum Abenteuer: Wer kümmert sich jetzt um die Stadt? Wer macht die Regeln? Und wo sind eigentlich alle hin? Die Schüler_innen der 3. Klasse der VS Lavantinum nehmen euch in ihrem Hörspiel mit in eine Welt voller Rätsel.
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Mesec dni do Festivala Borštnikovo srečanje – kaj prinaša 61. izvedba? I Noch ein Monat bis zum Festival „Borštnikovo srečanje“ – was bringt die 61. Ausgabe?
Osrednji gledališki festival v Sloveniji letos obeležuje svojo 61. izvedbo. Festival Borštnikovo srečanje v 14 dneh ponudi več kot 50 različnih dogodkov, ki so povezani z gledališko ustvarjalnostjo. Ob strokovnih dogodkih, razstavah in koncertih pretežno na programu najdemo visoko kakovostne sodobne gledališke uprizoritve slovenske pa tudi tuje produkcije. Prisluhnite pogovoru z umetniškim direktorjem Alešem Novakom o tem, kakšen izbor Festival Borštnikovo srečanje v Maribor prinaša čez mesec dni. Das bedeutendste Theaterfestival Sloweniens feiert in diesem Jahr seine 61. Ausgabe. Das Theaterfestival „Borštnikovo srečanje“ bietet in 14 Tagen mehr als 50 verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Theater. Neben Fachveranstaltungen, Ausstellungen und Konzerten stehen vor allem hochwertige zeitgenössische Theateraufführungen slowenischer und ausländischer Produktionen auf dem Programm. Hören Sie sich das Gespräch mit dem künstlerischen Leiter Aleš Novak an, in dem er darüber spricht, welches Programm das Theaterfestival „Borštnikovo srečanje“ in Maribor in einem Monat zu bieten hat.
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„Im Fluss“: Augentierchen, Eidechsen, Wüstenblumen | Alexandra Deutsch
Augentierchen, Eidechsen, Wüstenblumen Gespräch mit Alexandra Deutsch zur Ausstellung „Im Fluss“ im Schloss Ebenau im Rosental/Kärnten „Im Fluss“ lautet der Titel der gemeinsamen Ausstellung von Alexandra Deutsch und Christine de Pauli im Schloss Ebenau/Galerie Walker im Rosental. Alexandra Deutsch, eine Künstlerin aus Wiesbaden, zeigt im weitläufigen Schloss eine Vielzahl dreidimensionaler Wand-Objekte aus geschöpftem Papier sowie zwei exotisch anmutende geknüpfte Wandteppiche. Kräftige Farben und pralle Formen dominieren ihre Werke, die durch wellenartige organische Linien für Veränderung und Energie stehen. In den abstakten Arbeiten gibt es viel zu entdecken: Augentierchen, Eidechsen, Wüstenblumen, terrassenförmige Landschaften und fließende Strömungen. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Die Ausstellung „Im Fluss“ zeigt bis 7. Juni 2026 Werke von Alexandra Deutsch und Christine de Pauli im Schloss Ebenau/Galerie Walker im Rosental. Das Gespräch mit Christine de Pauli („Meeresspiegelungen im Fluss“, Beitrag vom 15.4.) gibt es zum Nachhören hier https://cba.media/768769 und überall, wo es Podcasts gibt.
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KiKK OFF – za kulturo #49 – Demokratisierung durch Kultur / Demokratizacija skozi kulturo
Die Kultur sowie die freie Kulturszene können eine bedeutsame demokratisierende Kraft sein. Doch Kultur kann auch für antidemokratische Zwecke instrumentalisiert werden – dessen ist sich insbesondere die extreme Rechte bewusst. Welche Rolle spielt Kultur also in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, und wie kann Demokratisierung durch Kultur gelingen? Diesen Fragen widmet sich die aktuelle Episode von „KiKK OFF za kulturo“. Kultura in neodvisna kulturna scena lahko predstavljata pomembno demokratizirajočo silo. Vendar pa se kultura lahko uporablja tudi za protidemokratične namene – tega se še posebej zaveda skrajna desnica. Kakšno vlogo ima torej kultura v času družbene polarizacije in kako lahko demokratizacija skozi kulturo uspe? Tem vprašanjem se posveča aktualna epizoda oddaje »KiKK OFF za kulturo«.
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Poletni tečaji v Tinjah – učenje, zabava in nova doživetja
V Katoliškem domu prosvete Sodalitas v Tinjah tudi letos pripravljajo pester program poletnih tečajev za otroke in mlade. Od učenja jezikov do naravoslovja in računalništva, vsak lahko najde nekaj zase. Z nami je izobraževalna referentka Veronika Kušej. Im Katholischen Bildungshaus Sodalitas in Tainach wird auch heuer ein vielfältiges Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche angeboten. Von Sprachkursen bis hin zu Naturwissenschaften und Informatik, für jeden ist etwas dabei. Bei uns ist die Bildungsreferentin Veronika Kušej. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja
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Kristina Kočan – beseda in zvok
Kristina Kočan, slovenska pesnica, prevajalka in predavateljica na Univerzi v Mariboru je ena od gostij letošnjega literarnega festivala Transport Literacki, ki ga v obmorskem Dźwirzynu organizira založba Biuro Literackie. Doslej je izdala štiri pesniške zbirke: Šivje (Litera, 2018), Kolesa in murve (Zavod Itadakimasu, 2014), Šara (Litera, 2008) in Selišča (Litera, 2021), ter večmedijsko knjigo s|prehod (Litera, 2018), ki vključuje izbor njene poezije, avdioposnetke uglasbene poezije in fotografije Bojana Atanaskoviča. Leta 2019 je pri Literi izšel tudi njen kratkoprozni prvenec Divjad. Prisluhnite njenemu festivalskemu branju iz zbirke Selišča, ki je letos izšla prav pri založbi Biuro Literackie v mojem prevodu. Branje spremljajo vrhunski jazz glasbeniki: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński in Michał Mike. Po branju sledi pogovor z avtorico. Moderacija in priprava: Agnieszka Będkowska-Kopczyk; glasba: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński, Michał Mike. Posnetek in slika: Biuro Literackie. Kristina Kočan – Wort und Klang Kristina Kočan, eine Kristina Kočan, slowenische Dichterin, Übersetzerin und Dozentin an der Universität Maribor, ist eine der Gästinnen des diesjährigen Literaturfestivals Transport Literacki, das vom Verlag Biuro Literackie im Küstenort Dźwirzyno organisiert wird. Bisher hat sie vier Gedichtbände veröffentlicht: Šivje (Litera, 2018), Kolesa in murve (Zavod Itadakimasu, 2014), Šara (Litera, 2008) und Selišča (Litera, 2021), sowie das multimediale Buch s|prehod (Litera, 2018), das eine Auswahl ihrer Lyrik, Audioaufnahmen vertonter Gedichte und Fotografien von Bojan Atanaskovič enthält. Im Jahr 2019 erschien bei Litera auch ihr Kurzprosadebüt Divjad. Hören Sie ihre Festival-Lesung aus dem Band Selišča, der in diesem Jahr im Verlag Biuro Literackie in meiner Übersetzung erschienen ist. Die Lesung wird von herausragenden Jazzmusikern begleitet: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński und Michał Mike. Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit der Autorin statt. Moderation und Gestalltung: Agnieszka Będkowska-Kopczyk; Musik: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński, Michał Mike. Aufnahme und Photo: Biuro Literackie.
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Čezmejno povezovanje in srečanje družin I Grenzüberschreitende Vernetzung und Familientreffen
Na materinski dan grad Retzhof odpira vrata velikemu čezmejnemu praznovanju. Družinski dan brez meja, kjer slovenščina in nemščina zvenita z ramo ob rami bo ponujal številne ustvarjalne delavnice, glasbene nastope, gledališko predstavo, okroglo mizo in še kaj. Več o projektu Familie in dogodku Familientag izveste v prispevku Nike Škof. Am Muttertag öffnet das Bildungshaus Schloss Retzhof seine Tore für eine große grenzüberschreitende Feier. Ein Familientag ohne Grenzen, an dem Slowenisch und Deutsch Seite an Seite klingen, bietet zahlreiche kreative Workshops, Musikauftritte, eine Theateraufführung, einen runden Tisch und vieles mehr. Mehr über das Projekt „Familie“ und die Veranstaltung „Familientag“ erfahren Sie im Beitrag von Nika Škof.
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Pesem združuje I Das Lied verbindet
Meje so na zemljevidih pogosto zarisane s krepko črto, v srcih ljudi pa jih najlažje brišeta kultura in druženje. Danes gostimo Sonjo Kuhar, Slovenko, ki svoj glas vadi v zboru Pavlove hiše. To ni le zbor, je stičišče dveh narodov in most čez nekdanjo ločnico. S Sonjo se bo Nika Škof pogovarjala o tem, kako je stopiti na ‚drugo stran‘ ne le kot obiskovalec, ampak kot soustvarjalec. Kako petje vpliva na doživljanje jezika, tako tujega kot lastnega in kako se skozi glasbeno harmonijo lahko spreminja dojemanje okolja in ljudi ob meji. Grenzen sind auf Landkarten oft mit einer dicken Linie gezeichnet, doch in den Herzen der Menschen lassen sie sich am leichtesten durch Kultur und Geselligkeit auslöschen. Heute begrüßen wir Sonja Kuhar, eine Slowenin, die ihre Stimme im Chor des Pavel-Hauses schult. Dies ist nicht nur ein Chor – es ist ein Treffpunkt zweier Nationen und eine Brücke über eine ehemalige Trennlinie. Nika Škof wird mit Sonja darüber sprechen, wie es ist, die „andere Seite“ nicht nur als Besucher, sondern als Mitgestalter zu betreten. Wie beeinflusst das Singen das Erleben der Sprache – sowohl der fremden als auch der eigenen – und wie kann sich durch musikalische Harmonie die Wahrnehmung der Umwelt und der Menschen an der Grenze verändern.
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Das freie Radio in Kärnten.radio AGORA 105 I 5 ist seit dem Sendestart 1998 ein medialer (Kunst- und Experimentier-) Raum für slowenisch-, deutsch-, zwei- und mehrsprachige Hörer_innen und Radiomacher_innen in Kärnten und der Südsteiermark und für zugewanderte Menschen, ihre Sprache und Kultur, mit dem Ziel, zur Förderung der Verständigung zwischen den Bevölkerungsgruppen beizutragen. Wir verstehen uns als mehrsprachiges Forum - mit einem Schwerpunkt auf Musik und Literatur aus dem Alpen-Adria-Raum - und als Plattform zur Mitgestaltung für Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen, sowie zivilgesellschaftlich engagierte Menschen und Initiativen aus der Region. Als Freies Radio sind wir Sprachrohr für in Gesellschaft und Medien marginalisierte und/oder diskriminierte Menschen und brisante Themen. Wir gestalten Programm, vermitteln Medienkompetenz, beteiligen uns an medienpolitischen Entwicklungen und sind Kooperationspartner für Kulturveranstalter_innen und Bildungseinrichtungen, sowie
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