PODCAST · science
RiffReporter Podcast
by RiffReporter
Der RiffReporter-Podcast bietet tiefgründige Einblicke in Themen aus Wissenschaft, Umwelt, Gesellschaft und Technik. In jeder Folge dieses Dialog-Formats beleuchten erfahrene Journalistinnen komplexe Zusammenhänge, spannende Hintergründe und aktuelle Entwicklungen. Ob Klimawandel, Weltraumforschung, Künstliche Intelligenz oder Biodiversität – die Gespräche mit Expertïnnen und Autorïnnen zeichnen sich durch fundierte Recherchen und vielseitige Perspektiven aus.Moderiert von Karl Urban und Marcus Anhäuser, richtet sich der Podcast an alle, die nicht nur an der Oberfläche kratzen wollen, sondern bereit sind, tiefer in relevante Themen einzutauchen. Dabei wird Wert auf Unabhängigkeit, Fairness und Fakten gelegt – im Geiste des RiffReporter-Journalismus.
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Wie hilft uns der digitale Zwilling gesünder zu leben, Peter Spork?
Erstmals präsentieren wir in diesem Podcast den RiffTalk, eine Veranstaltung, bei der unsere Abonnentïnnen live dabei sein können, wenn RiffReporter und ihre Gäste ein wichtiges Thema vorstellen und darüber ausführlich diskutieren. Bei diesem ersten Talk diskutieren RiffReporter Peter Spork und die Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert über den "Digitalen Zwilling", ein datengeneriertes Abbild eines individuellen menschlichen Organismus'. Er soll helfen, gesundheitliche Stärken und Schwächen zu identifizieren und uns veranlassen, uns entsprechend zu verhalten. Wie nah die Wissenschaft dem "Digitalen Zwilling" schon ist und ob es ethisch überhaupt vertretbar vertretbar oder sogar geboten ist, ihn einzusetzen, erfahren wir in dieser Folge des RiffReporter Podcast.
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Wie wird der Verkehr gendergerecht, Andrea Reidl?
Den Gender-Gap in der Mobilität kennen bisher nur wenig Menschen, obwohl ihn die meisten täglich erfahren. Der Begriff beschreibt den Umstand, dass Verkehrsplanung in erster Linie die Bedürfnisse von Männern bedient, die morgens mit dem Auto zur Arbeit und abends wieder nach Hause fahren. Welche Folgen das für alle anderen hat und wie eine gendergerechte Stadtplanung aussehen könnte, erklärt in dieser Folge die RiffReporterin Andrea Reidl.
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Können Waldgärten den Regenwald retten, Ulrike Prinz?
Die Substanz steckt im berühmten Duft von Chanel No. 5, die Parfümindustrie nutzt den Stoff seit Jahrzehnten für ihre Rezepturen: den Naturstoff Linalool, der aus einem Baum im Amazonas-Regenwald stammt. Dieses sogenannte Rosenholz war zeitweise derart gefragt, dass der Bedarf den Baum fast ausrottete. Der Duft machte die Parfümwelt reich, aber die Wälder arm. Riff-Autorin Ulrike Prinz erzählt in dieser Folge von ihrer Reise in den Norden Brasiliens zu den Sateré-Mawé. Die Geschichte dieser Indigenen ist voller Leid und kolonialer Ausbeutung. Aber nun gibt es Hoffnung: In ihren Waldgärten, einem naturnahen Wald, pflanzen sie viele Nutzpflanzen, darunter auch das begehrte Rosenholz. Die Sateré-Mawé wollen es möglichst ohne Zwischenhändler vermarkten. Die Bäume müssen längst nicht mehr abgeholzt werden, denn dank wissenschaftlicher Studien ist klar: Auch Blätter und Zweige sind voll vom gefragten Linalool. Das Gespräch wurde am 10. Februar 2026 aufgezeichnet.
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Warum scheiterte der 'Arabische Frühling', Sarah Mersch?
Eine Selbstverbrennung war der Auslöser für eine Protestwelle, die 2010/2011 den Maghreb und den Nahen Osten erfasste und als 'Arabischer Frühling' in die Geschichte einging. RiffReporterin Sarah Mersch erklärt in dieser neuen Folge im Gespräch mit Marcus Anhäuser, was aus der Bewegung wurde und warum sie heute als gescheitert gilt, obwohl einige Autokraten stürzten.
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Wie sehen die Grönländer ihre Lage, Barbara Schaefer?
Grönland hat eine lange Geschichte. Von einer zweitausend Jahre zurückreichenden indigenen Kultur über Wikinger-Siedlungen auf der größten Insel der Erde bis zur norwegischen und dann dänischen Kolonialzeit, in der viel Leid geschah. Seit mehr als zweihundert Jahren gehört Grönland zu Dänemark, seit 1979 verwalten sich seine Bewohnerinnen und Bewohner zunehmend selbst. Auch im Kalten Krieg gab es US-Ansprüche auf die Insel. Die USA erhielten 1951 die Erlaubnis, die Insel militärisch zu nutzen. Die von Donald Trump formulierten Ansprüche bedeuten eine neue Eskalation. Barbara Schaefer ist seit den 1990er Jahren mehrfach in Grönland gewesen. Sie hat für Monate an der abgelegenen Ostküste gelebt und hat bis heute Kontakt zu Menschen vor Ort. Im Podcast erzählt sie vom Selbstbild der Grönländer, der Rolle von Robbenjagd und Schlittenhunden und was es für die Menschen bedeutet, nun wieder mal Spielball globaler Kräfte geworden zu sein. Das Gespräch wurde am 22. Januar 2026 aufgezeichnet.
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Gefährdet Erdgasförderung das Wattenmeer, Steve Przybilla und Björn Göttlicher?
Das Wattenmeer ist ein Sehnsuchtsort: Wattwürmer gestalten das Ökosystem, Vögel rasten in großer Zahl - und im Sommer auch Touristen. Wenige Kilometer von der ostfriesischen Insel entfernt steht seit kurzem ein neuer Bohrturm. Hier wird bereits unter niederländischen Gewässern Erdgas gefördert, ein völkerrechtlicher Vertrag soll das bald auch auf deutscher Seite erlauben. Im September fand auf Borkum daher ein internationales Protestcamp statt, zu dem unter anderem Fridays for Future und die Deutsche Umwelthilfe aufgerufen hatten. Im RiffReporter Podcast erzählen Björn Göttlicher und Steve Przybilla von ihrem Besuch auf Borkum. Sie haben mit Einheimischen gesprochen, mit einem Gastwirt, dem Bürgermeister und Aktivisten aus Deutschland und den Niederlanden. Das Projekt „Ist der Pegel überschritten? Bedeutung, Situation und Zukunft des Weltnaturerbes Wattenmeer“ wird gefördert von der HERING-Stiftung Natur und Mensch.
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Warum muss Schleim immer eklig sein, Susanne Wedlich?
Schleim ist eklig, aber faszinierend, erklärt RiffReporterin Susanne Wedlich im Gespräch mit Marcus Anhäuser. Das "steife Wasser“ erfülle vielfältige Funktionen als Gleitmittel, Mikrobenabwehr oder Klebstoff und wird von uns Menschen wie von Tieren, Pflanzen und Mikroben produziert. Der Glibber beeinflusst unsere Gesundheit genauso wie Ökosysteme. Und selbst der Ekel ist etwas Gutes: Er schützt Mensch und Tier vor Infektionen und anderen Erkrankungen, erklärt Susanne Wedlich, die über das Schleimige in der Welt ein ganzes Buch recherchiert hat und an einer Ausstellung in Berlin beteiligt ist.
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Warum feiert Venezuela Weihnachten im Oktober, Hildegard Willer?
Weihnachten in Venezuela ist farbenfroh, hell und beschwingt. Im kleinen Kreis trifft man sich, um für Freunde und Familie Musik zu machen, mit Gitarre und rhythmisch geschlagenen Maracas. Dazu genießt man gemeinsam Hallacas, in Bananenblätter gewickelte Maistaschen. Doch Weihnachten in dem südamerikanischen Land hat eine düstere Seite: Seit zwölf Jahren regiert Nicolás Maduro zunehmend autokratisch, seine Wiederwahl im Juli 2024 wurde von der Opposition nicht anerkannt, weil sie Wahlbetrug vermutet. Der bei vielen Venezolanern unbeliebte Diktator versuchte sich schon früh auf eine eigene Art Beliebtheit zu verschaffen: Er ließ Weihnachten auf den 1. Oktober vorverlegen. In dieser Folge des RiffReporter Podcasts spricht Karl Urban mit der Lateinamerika-Korrespondentin Hildegard Willer. Sie kennt Venezuela gut, hat schon in dem Land gelebt. Sie berichtet heute aus Lima in Peru – der Stadt mit dem größten Anteil von Venezolanerinnen und Venezolanern außerhalb der Heimat. Aufmerksam wurde die Welt auf Venezuela zuletzt am 10. Oktober 2025: Da gab das Nobelkomitee in Oslo bekannt, dass es der Oppositionspolitikerin María Corina Machado den Friedensnobelpreis verleiht. Machado ist beliebt – und das trotz ihrer Nähe zu rechten Kreisen in den USA oder Argentinien. Das Gespräch wurde am 21. Oktober 2025 aufgezeichnet. Epispodenbild: Photo Agency / Shutterstock.com
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Werden wir in Zukunft noch Ski fahren, Laura Anninger?
Rundum weiße Hänge, schneidend kalte Luft und eine unberührte Piste: In vielen Menschen wecken die winterlichen Berghänge der Alpen den Drang, sich zwei Ski oder ein Snowboard unter die Füße zu schnallen. Doch der Traum vom Wintersport ist nicht mehr ungetrübt: Die Schneedecke wird immer dünner. Gleichzeitig nimmt der ohnehin schon hohe technische Aufwand für ein gutes Bergerlebnis weiter zu und opfert wertvolle Naturräume. RiffReporterin Laura Anninger ist in Österreichs Bergwelt aufgewachsen und stand schon als Kleinkind auf Skiern. Sie erzählt im Podcast aus der Recherche für ihr neues Buch. Es geht um das, was sich in den Alpen derzeit verändert: kleine und talnähere Skigebiete werden reihenweise aufgegeben, während höher gelegene Pisten mit wachsendem technischen Aufwand weiß gehalten werden. Das hinterlässt längst landschaftliche Narben - nicht nur entlang der Abfahrtsstrecken. Das Gespräch wurde am 20. November 2025 aufgezeichnet.
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Wird die Medizin Gender und Geschlechtern gerecht, Ruth Eisenreich?
Es gibt nicht nur äußerliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen, auch ihre Gesundheit unterscheidet sich in vielen Aspekten, auch wenn dies lange nicht beachtet wurde. RiffReporterin Ruth Eisenreich erklärt Host Marcus Anhäuser, wie diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern erst allmählich akzeptiert werden, welche Folgen die Ignoranz hat und warum jetzt wieder ein Backlash droht.
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Was macht die RiffReporter so besonders, Stefan Johannesberg?
Die RiffReporter starten ihr erstes Crowdfunding. Die perfekte Gelegenheit, um endlich mal zu erklären, was sie in der Medienlandschaft so einzigartig macht. Der geschäftsführende Co-Vorstand Stefan Johannesberg erklärt im Gespräch mit Marcus Anhäuser, was die Genossenschaft ausmacht, was das für die Journalistinnen und Journalisten bedeutet und was Leserinnen und Leser davon haben.
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Wie bekämpft man moderne Sklaverei, Sandra Weiss?
Auf dieses Urteil hatten die Betroffenen ein halbes Jahrhundert gewartet: Wegen sklavenähnlicher Bedingungen sprach ein brasilianisches Gericht am 29. August 2025 Volkswagen schuldig. Gegen den deutschen Konzern verhängte die Justiz eine Geldstrafe von umgerechnet 26 Millionen Euro. In dieser Podcastfolge spricht Karl Urban mit der Lateinamerika-Korrespondentin Sandra Weiss über Sklaverei, etwas, was man längst überwunden glaubte. Sandra hat in Brasilien zu moderner Sklaverei recherchiert. Das Land nimmt den Kampf gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse sehr ernst, so dass dort Sklaverei heute deutlich schneller geahndet werden kann als früher: Eine Brigade zur Sklavenbefreiung rückt dafür mit bewaffneten Kräften und sogar einem Staatsanwalt an, der direkt Strafen verhängen kann. Im Gespräch geht es darum, was moderne Sklaverei ist, was Sandra bei der Brigade erlebt hat und wie in Brasilien den Menschen geholfen wird, damit sie nicht wieder in Abhängigkeit geraten. Das Gespräch wurde am 25. September 2025 aufgezeichnet.
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Klappt das mit der Energiewende, Ralph Diermann?
Die Energiewende ist ein epochaler Wandel von fossilen zu erneuerbaren Energien. Im Stromsektor ist Deutschland mit sechzig Prozent erneuerbaren Energien bereits weit, erklärt RiffReporter Ralph Diermann im Podcast-Gespräch mit Marcus Anhäuser. Bei Wärme und Verkehr besteht indes noch viel Aufholbedarf. Die größten Herausforderungen sind die hohen Systemkosten, veraltete Regulierung und mangelnde Digitalisierung. Auch die Veränderungsbereitschaft der Menschen ist eine Hürde. Atomkraft spielt in Deutschland keine Rolle mehr, da sie zu teuer und unflexibel ist. Wasserstoff wird vor allem in der Industrie und als Ausgleich bei Stromerzeugungsschwankungen benötigt. Die aktuelle Regierung setze teils widersprüchliche Signale, so Diermann: Während sie im Stromsektor sinnvolle Reformen plant, droht sie beim Heizungsgesetz und Verbrennerverbot wichtige Klimaschutzmaßnahmen zu kippen.
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Was macht den Hund zum Hund, Katharina Jakob und Peter Spork?
Wer sprichwörtlich auf den Hund kommt oder gar ein armer Hund ist, der hat kein leichtes Leben. Im RiffReporter Podcast geht es um ein Haustier, das nicht nur viele Sprachbilder inspiriert hat: Der Hund gilt als bester Freund des Menschen und sein treuer Begleiter – und das schon seit der Urgeschichte. Die beiden Buchautoren Katharina Jakob und Peter Spork erzählen im Gespräch mit Karl Urban von ihren Recherchen zum Wesen und der Biologie des Hundes. Es geht um den lang zurückliegenden Ursprung der Beziehung zum Menschen und die überraschend kurze Geschichte der modernen Hunderassen. Und um Hundezucht sowiedie neuesten Erkenntnissen, dass diese viel weniger mit klassischer Genetik zu tun hat, als gemeinhin angenommen. Zusammen schauen die beiden voraus: Wohin entwickeln sich Zucht, Haltung und Training von Hunden – und was kann der Mensch eigentlich noch von seinem vierbeinigen Begleiter lernen? Das Gespräch wurde am 18. August 2025 aufgezeichnet Episodenbild: CC0 / PXSphere
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Wann kamen die ersten Menschen nach Amerika, Ulrike Prinz?
Eine karge und extrem trockene Region im Nordosten Brasiliens enthält einen Schatz der Menschheit: In der Serra da Capivara im Bundesstaat Piauí gibt es Felswände mit Zeichnungen ihrer früheren Bewohner, aber auch steinzeitliche Feuerstellen und Werkzeuge. Viele dieser Fundstellen sind Jahrtausende alt, manche sogar zehntausende. Als sie entdeckt wurden, stellten sie die bis dahin geltenden Erkenntnisse über die Besiedelung Amerikas auf eine harte Probe. Amerika war viele tausend Jahre früher von Homo sapiens besiedelt worden als zuvor gedacht. Dass diese Felszeichnungen heute bekannt und als UNESCO-Welterbe geschützt sind, ist vor allem einem Menschen zu verdanken: der franko-brasilianischen Archäologin Niède Guidon (1933 - 2025). RiffReporterin Ulrike Prinz berichtet seit zwei Jahrzehnten aus Brasilien und Lateinamerika. Sie folgte den Spuren Niède Guidons, die nicht nur die Beringstraßen-Theorie zur Erstbesiedlung Amerikas erschütterte, sondern auch sozial tätig war und Menschen der Region aus der Armut holte. Ulrike Prinz erzählt auch von der Lage der Indigenen in Brasilien, einem aufstrebenden Staat mit einer schwierigen politischen Lage.
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Warum braucht es immer noch Ernährungsempfehlungen, Marianne Falck?
Beim Essen hat jeder so seine Vorlieben, und doch herrscht viel Verunsicherung. Zugleich ändern Menschen ihr Essverhalten kaum. RiffReporterin Marianne Falck hilft uns im Gespräch mit Marcus Anhäuser durch den Dschungel der Ernährungstipps und erklärt, warum Ernährungsjournalismus nicht nur Tipps zum Essen geben sollte, sondern auch in vielen anderen Bereichen unerlässlich ist.
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Verlernen Vögel in den Süden zu ziehen, Thomas Krumenacker?
Zweimal im Jahr machen sich Milliarden Zugvögel auf eine tausende Kilometer lange Reise. Sie überwinden Städte, Gebirge, Meere und Wüsten, immer auf der Suche nach dem Ort, an dem das Klima ihnen die besten Bedingungen bietet – für die Aufzucht ihrer Jungen im Sommer und das Überleben im Winter. Aber das Naturwunder des Vogelzugs ist in Gefahr. Denn der Klimawandel, die fortschreitende Naturzerstörung und die Verfolgung durch Menschen treffen Zugvögel gleich an vielen verschiedenen Orten während ihres Jahreszyklus’: Im Brutgebiet genauso wie an den Rastplätzen auf ihrem Zug und in den Überwinterungsgebieten. Im RiffReporter Podcast erzählt Thomas Krumenacker im Gespräch mit Karl Urban, wie überlebenswichtig das Zugverhalten vieler Vogelarten ist und wie schnell sich derzeit Winter- und Sommerquartiere wie auch die Zwischenstationen verändern. Thomas war dafür an der Banc d’Arguin im westafrikanischen Mauretanien, die als flacher Küstenabschnitt ähnlich wichtig ist wie das norddeutsche Wattenmeer. An der Banc d'Arguin hat er erlebt, wie ernst dort die Menschen den Schutz dieses Lebensraums nehmen.
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Wieso starben die Neandertaler aus und nicht wir, Henning Engeln?
RiffReporter Henning Engeln berichtet seit drei Jahrzehnten über die Evolution des Menschen. Im Gespräch mit Marcus Anhäuser erklärt er, warum der Homo sapiens die einzige überlebende Art ist, warum der Neandertaler sein Lieblingshominide ist, und ob die Menschheit wirklich aus Afrika stammt.
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Kann der neue Papst die Welt verändern, Hildegard Willer und Sandra Weiss?
Am 8. Mai 2025 stieg weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Das Konklave der versammelten Kardinäle hatte im vierten Wahlgang den 69-jährigen Robert Francis Prevost zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt. Prevost ist gebürtiger US-Amerikaner und war lange Bischof im nördlichen Peru. Er trägt für sein Pontifikat den Namen Leo XIV. – und tritt damit bewusst in die Tradition des letzten Papstes dieses Namens: Leo XIII. hatte sich im 19. Jahrhundert besonders für Arbeiter und ihre Rechte eingesetzt. Karl Urban spricht in dieser Folge des RiffReporter-Podcasts mit zwei Kennerinnen Lateinamerikas: Hildegard Willer hat katholische Theologie studiert und arbeitet seit zwei Jahrzehnten als Korrespondentin in Peru. Sandra Weiss berichtet aus Mexiko über Lateinamerika – und hat selbst schon als Diplomatin gearbeitet. Beide ordnen ein, wer Prevost ist, welche Stellung er in Peru genießt und welche Rolle er nun auf der weltpolitischen Bühne spielen könnte. Das Gespräch wurde am 23. Mai 2025 aufgezeichnet.
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Wie schlimm sind die Nebenwirkungen der Corona-Impfung, Joachim Budde?
Ohne Corona-Impfstoffe wären noch weit mehr Menschen an den verheerenden Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion gestorben. Doch die Impfstoffe haben auch Risiken und Nebenwirkungen. RiffReporter Joachim Budde erklärt im Gespräch mit Marcus Anhäuser die Folgen der Impfung und was in der Pandemie auch schief gelaufen ist.
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23
Warum braucht es immer noch Stolpersteine, Björn Göttlicher?
Seit 1992 verlegt der Künstler Gunter Demnig seine 'Stolpersteine', um verfolgten oder ermordeten Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Riffreporter Björn Göttlicher hat den Künstler begleitet und Verantwortliche, Schülerinnen und den Künstler selbst zum Projekt interviewt. In der Reportage geht Björn der Frage nach, warum es auch nach über dreißig Jahren noch immer Stolpersteine braucht.
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Wie spricht man über gesellschaftlichen Wandel, liebe Zukunftsreporter?
Zu volle Straßen, zu wenig Pflegeplätze und überall viel zu viel CO₂: Viele Dinge in der Welt von heute müssten geändert werden - aber wie am besten? Die Zukunft zu gestalten, ist nicht einfach - und häufig gibt es Streit darüber. Konstruktive Debatten über die Zukunft zu moderieren, das haben sich die Zukunftsreporter zur Aufgabe gemacht. Carina Frey, Rainer Kurlemann und Alexander Mäder geben in ihren öffentlichen Veranstaltungen über solche Probleme allen eine Stimme, die dabei sein wollen. Der Name “Unterhausdebatte” ist dem britischen Parlament entlehnt. Doch wenn die Zukunftsreporter moderieren, geht es weniger konfrontativ zu als im echten Unterhaus: "Je nach persönlicher Haltung bilden die Besucherinnen und Besucher zwei Gruppen, die sich im Raum gegenüber sitzen und über die Zukunft diskutieren. Die Diskussion ist konstruktiv, weil sich die Menschen erklären können. So kommen wir weg von den Meinungen „dafür“ und „dagegen“ und stellen fest, dass es oft mehr als zwei Positionen und vor allem viele Gemeinsamkeiten gibt. Am Ende zählt das gute Argument. Wer lässt sich überzeugen und wechselt den Platz?" Diese Podcastfolge taucht in eine der Unterhausdebatten ein, die am 10. Dezember 2024 unter dem Titel “Mein Stil, mein Traum, meine Freiheit” in der Stadtbibliothek Stuttgart stattfand: Teilnehmende sollten sich dazu positionieren, ob der Staat sie zu etwas zwingen sollte - oder muss sich unser Leben verändern, auch wenn es zulasten der Freiheit geht? Trotz dieser schwierigen Fragen berichtet das Stuttgarter Publikum hinterher, was es an dem Format geschätzt hat. Carina, Rainer und Alexander erzählen, was sie mit dem Format wirklich erreichen wollen.
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Was passierte nach dem Fischsterben an der Oder, Patricia Friedek?
Ende Juli 2022 treiben auf der Oder große Mengen toter Fische. Über mehrere Wochen werden schließlich rund 360 Tonnen Kadaver aus dem Fluss geborgen, schätzungsweise die Hälfte der darin lebenden Fische. Bald suchen Forschende nach der Ursache der ökologischen Katastrophe. Einige Hypothesen werden aufgestellt und verworfen, darunter aufgewirbeltes Sediment durch den laufenden Ausbau für größere Frachtschiffe. In dieser Podcastfolge erzählt Patricia Friedek von ihren Recherchen rund um das Fischsterben in der Oder. Die deutsch-polnische Journalistin hat die Umweltkatastrophe und ihre politischen Folgen für RiffReporter verfolgt: Schon bald konnte eine Alge ausfindig gemacht werden, die einen für Fische und andere Lebewesen tödlichen Giftstoff absonderte. Doch die Blüte jener Salzwasseralge Prymnesium parvum war nur ein Zwischenglied einer Kette von Ereignissen, an deren Anfang salzhaltige Abwässer aus dem Bergbau standen. Patricia erzählt, wie die rechtskonservative Regierung Polens auf die Katastrophe reagierte. Auch das Verhalten der deutschen Regierung war nicht frei von Widersprüchen. Bis heute geht der Oderausbau weiter, obwohl er die Ökologie des Flusses schädigt – und auch die Alge Prymnesium parvum ist weiterhin im Fluss. Das Gespräch wurde am 10. Februar 2025 aufgezeichnet. Episodenbild: CC0 Hanno Böck
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Wie steht es um das vermeintliche Long Covid Mittel BC007, Martin Rücker?
Noch gibt es kein wirksames Medikament gegen die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung. Das Mittel BC007 eines Berliner Startups galt lange als der Hoffnungsträger gegen Long Covid, doch dann fiel das Mittel in einer Studie durch. Warum das trotzdem nicht das Ender der Geschichte ist, erklärt Martin Rücker im Gespräch mit Marcus Anhäuser. Er erklärt zudem, was sonst noch im letzten Jahr beim Thema Long Covid passiert ist und welche anderen Ansätze gegen Long Covid in Erprobung sind.
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Kann man sein Immunsystem wirklich stärken, Ulrike Gebhardt?
Fünf Jahre nach dem Beginn der Corona-Pandemie erklärt Riffreporterin Ulrike Gebhardt im Gespräch mit Marcus Anhäuser, wie sie als promovierte Immunbiologin und Wissenschaftsjournalistin die Zeit erlebt hat, was sie am Immunsystem so fasziniert und was sie von all den Gesundheitstipps zur Stärkung des Immunsystems hält.
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Was erwartet uns in Trumps zweiter Amtszeit, Christoph Drösser?
Das Ergebnis war deutlich: Mit den Wahlergebnissen vom 5. November 2024 ist klar, dass Donald Trump wieder US-Präsident wird. Seine zweite Amtszeit dürfte er im Januar 2024 antreten, schon jetzt bereiten sich die Vereinigten Staaten auf einen deutlichen Richtungswechsel vor: Nach vier Jahren unter Joe Biden war das Land der Wissenschaft und dem Klimaschutz gegenüber wieder offener geworden. Die USA investierten Rekordsummen in Erneuerbare Energien oder Wärmepumpen. Christoph Drösser arbeitet als freier Journalist in San Francisco und berichtet von einer Katerstimmung nach der US-Wahl. Regierungsnahe Institute wie die Umweltbehörde EPA und mehrere Gesundheitsinstitutionen erwarten deutliche Veränderungen. Beim Klimaschutz ist bereits eine Kehrtwende abzusehen. Nominierte Minister wie der impfkritische Robert Kennedy lassen eine Abkehr von evidenzbasierter Gesundheitspolitik erwarten. Das Gespräch wurde am 26. November 2024 aufgezeichnet.
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Was will die Menschheit schon wieder auf dem Mond, Patrick Klapetz?
Mehr als fünfzig Jahren nach der letzten Mondlandung gibt es einen regelrechten "Moon Rush" zu unserem grauen Trabanten. Eine ganze Reihe von Staaten planen die Landung auf dem Mond und sogar permanente Stationen. Riffreporter Patrick Klapetz erklärt im Gespräch mit Marcus Anhäuser, warum auf einmal so viele Staaten zum Mond wollen, warum diesmal auch private Firmen dabei sind und warum sogar permanente Stationen geplant sind.
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Wie geht es Nord- und Ostsee, Katja Trippel und Tomma Schröder?
Unsere Meere sind Sehnsuchtsort, Urlaubsziel und Nahrungsquelle. Das jedenfalls ist das Bild, das sich noch immer viele Menschen von den beiden an Deutschland grenzenden Meere machen. Doch Nord- und Ostsee sind bedroht: von übermäßigem Düngereinsatz, durch den sich Todeszonen ausbreiten – und durch zahlreiche Pläne, immer mehr industrielle Anlagen im Meer zu installieren. In dieser Podcastfolge spricht Moderator Karl Urban mit Tomma Schröder und Katja Trippel. Sie haben das Rechercheprojekt “Zukunft Nord- und Ostsee – wie sich unsere Meere verändern” geleitet, in dem ein Team aus Journalistinnen und Journalisten genauer hingeschaut hat: Was passiert gerade vor unseren Küsten? Wo liegen die Chancen für unsere Ernährung? Und wie sehr bedrohen steigende Pegelstände, Windparks, Erdgas-Terminals, Wasserstoff-Produktionsanlagen oder unterseeische CO₂-Speicher das Naturidyll?
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Wann übernimmt Künstliche Intelligenz die Weltherrschaft, Christian J. Meier?
2023 war das Jahr als Künstliche Intelligenz im Bewusstsein und auf den Computern der meisten Menschen angekommen ist. Riffreporter Christian Meier erklärt im Gespräch mit Marcus Anhäuser wie er KI in seinem Alltag einsetzt, was von manchen apokalyptischen Warnungen zu halten ist und wie es möglicherweise weitergeht mit der Technologie.
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Warum stört die Zeitumstellung meine innere Uhr, Peter Spork?
Am 27. Oktober 2024 werden wieder mal die Uhren umgestellt: Auf die Sommerzeit folgt die Normalzeit und viele Menschen können eine Stunde länger schlafen. Was solche Eingriffe in unseren Lebensrhythmus und den unserer Zellen bedeutet, damit hat sich Peter Spork beschäftigt. Seit Jahren recherchiert und schreibt er über parallel verlaufende Entwicklungen in Molekularbiologie, Datenmedizin und Gesundheitsforschung, die in eine Richtung weisen: Forschende verstehen immer besser, was unserem Körper gut tut und was nicht – und was wir tun können, um bis ins Alter gesund zu bleiben. Im Gespräch mit Karl Urban erzählt Peter Spork, warum wir im Sommer in der falschen Zeit leben, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse eine neue Vorstellung von Gesundheit schaffen, warum er ein Fitnessarmband trägt – und was wir tun sollten, damit unsere Gesundheitsdaten nicht in falsche Hände geraten.
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Kann ich Google in Gesundheitsfragen vertrauen, Silke Jäger?
"Bleib gesund" ist das, was sich vor allem ältere Leute ständig gegenseitig wünschen. Für Jüngere ist das Thema Gesundheit nur wenig interessant. Doch früher oder später erwischt es jeden einmal, ob es die einfache Erkältung ist oder eine Grippe, vielleicht sogar Corona, Diabetes, Migräne, Bluthochdruck oder eine Krebserkrankung. Für die meisten heißt es dann: "Schauen wir erstmal, was es im Internet dazu gibt." Eine Krankheit googeln ist der reinste Volkssport. Aber was sind die guten Tipps und wo sollte man besser aufpassen? Oder sollte man doch besser gleich zum Arzt? Aber zu welchem? Erst die Hausärztin oder gleich zum Spezialisten? Eigentlich ist man krank – und steht doch vor einem Berg von Fragen. Einige Fragen kann RiffReporterin Silke Jäger im Gespräch mit Marcus Anhäuser beantworten die auf Riffreporter.de mit ihren Kolleginnen Iris Hinneburg und Christiane Schulzki-Haddouti das Magazin "Plan G" betreibt.
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Wie arbeitest du als Kriegsreporterin in der Ukraine, Joana Rettig?
Seit über dreißig Monaten führt Russland offen Krieg gegen die Ukraine. Zählt man die Operationen im Donbass und auf der Krim dazu, ist es bereits ein Jahrzehnt. Joana Rettig kennt sich in dem Land gut aus: Sie lebt im Osten der Ukraine und arbeitet als Krisen- und Kriegsreporterin. Ihre Reportagen, Berichte und Interviews beschäftigen sich aber längst nicht nur mit dem Krieg. In dieser Podcastfolge spricht Moderator Karl Urban mit Joana Rettig über ihre Arbeit. Joana berichtet über eine Fahrt mit dem ukrainischen Militärgeheimdienst, die sehr nah an die Front führt, die allgegenwärtige Angst vor Luftangriffen und die schwierige Lage ukrainischer Frauen, die trotzdem in vielen Berufen Spitzenpositionen einnehmen. Solche positiven Entwicklungen sind schwer zu finden, aber es gibt sie auch in Zeiten des Krieges, sagt Joana Rettig.
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Wann holt Argentiniens Präsident Javier Milei die Kettensäge raus, Sandra Weiss?
Selten hat ein Argentinischer Präsident für so viel Aufsehen und Schlagzeilen gesorgt wie Javier Milei. Zuletzt war er auf dem Titelblatt des amerikanischen Time Magazin zu sehen, in Deutschland hat wohl jede größere Zeitung ausführlich über ihn berichtet. Da fallen in schöner Regelmäßigkeit Begriffe wie der selbst ernannte „Anarchokapitalist” oder es wird auf seine Wahlkampfauftritte mit der Kettensäge verwiesen, mit denen er den Staat zerstören will. In wirtschaftsliberalen Kreisen wird er indes als derjenige gefeiert, der Argentinien aus der Dauer-Wirtschaftskrise retten kann. Davon waren bei der Wahl im Dezember 2023 auch mehr als die Hälfte der Argentinier und Argentinierinnen überzeugt. Was man von Javier Milei halten soll, erklärt Riffreporter-Kollegin Sandra Weiss im Gespräch mit Marcus Anhäuser.
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Wie ist es, aus fernen Ländern zu berichten, liebe Weltreporter?
Einer von ihnen ist immer wach: Die Weltreporter sind über den ganzen Globus verteilt. Sie sind Augen und Ohren für die deutschsprachige Öffentlichkeit, die aber selten weiß, wie genau die Berichte und Recherchen im Ausland zustande kommen. Am 20. Juli 2024 feierte das deutschsprachige Netzwerk freier Auslandskorrespondentinnen und -korrespondenten ihr 20-jähriges Jubiläum. Grund für uns, tiefer abzutauchen: In dieser Folge des RiffReporter Podcasts lässt Moderator Karl Urban die Korrespondenten der Weltreporter von ihrer Arbeit erzählen. Es gibt Eindrücke aus Tunesien, den USA, Spanien und Australien. Im zweiten Teil erzählt Bettina Rühl, wie herausfordernd es ist, vom riesigen afrikanischen Kontinent zu berichten und wie sehr sich das Reisen und Arbeiten dort verändert hat. Christina Schott nimmt uns mit nach Südostasien - eine ebenso große und häufig unübersichtliche Weltregion, die sich erst durch persönliche Arbeit vor Ort erschließen lässt.
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Wie kann eine einzige Fischart die Artenvielfalt erhöhen, Rainer B. Langen?
An der Nister kehrt die Natur zurück. Im Einzugsgebiet des Rheins, an einem kleinen Nebenfluss der Sieg, kehren lange fast verschwundene Fischarten zurück, Fische mit einem äußerst merkwürdigen Namen: die Nasen. In dieser Folge des RiffReporter Podcasts spricht Rainer B. Langen mit Manfred Fetthauer, einem engagierten Naturschützer an der Nister. Er erzählt, wie vor allem die Nase an der Nister den Ausschlag gab: Einst zurückgedrängt, ist der karpfenartige Fisch mittlerweile wieder da, weidet das Flussbett ab, hält Algen in Schach und verbessert die Wasserqualität für viele andere Arten. Selbst Lachse beginnen wieder an der Nister zu laichen. Aber es gibt auch neue Sorgen - die fischfressenden Kormorane, deren Bestand sich ebenfalls erholt hat. Diese Folge ist eine Übernahme des Podcasts "Fließende Wasser" des Recherchekollektivs "Die Flussreporter". Am Ende spricht Moderator Karl Urban mit Rainer B. Langen im Detail über seinen Besuch an der Nister.
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Wie schützt uns der Biber vor Überschwemmungen, Katharina Jakob?
Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels und des weltweiten Artensterbens gibt es einen Verbündeten, den bisher nur wenige Menschen auf dem Zettel haben: Der Biber. Jahrhundertelang haben wir ihn gejagt und bis auf wenige Exemplare fast ausgerottet. Erst in den letzten Jahrzehnten erholt sich der Bestand allmählich. Dass wir den Baumfäller auf vier Pfoten aber nicht einfach nur schützen sollten, um ihn zu erhalten, sondern mit ihm kooperieren , dass erklärt Riffreporter-Kollegin Katharina Jakob in dieser Folge des Riffreporter Podcast im Gespräch mit Marcus Anhäuser. Sie hat über Monate Gemeinden in Deutschland und der Schweiz besucht, die auf die "Mitarbeit" des Bibers setzen, und so die Folgen des Klimawandels und und des Artensterbens abmildern. Katharina hat mit Expert*innen, Befürwortern und Gegnern der Maßnahmen gesprochen und erklärt im Interview und in ihren Artikeln, welche Vorteile der Biber einer Region bringt, aber auch, mit welchen Problemen Gemeinden rechnen müssen, wenn sie sich mit dem Nagetier einlassen.
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Wie gut klappt der Naturschutz am Mittelmeer, Tomma Schröder und Katja Trippel?
Das Mittelmeer ist nicht nur Sehnsuchtsort und Tourismusmagnet. Es ist auch ein globaler Hotspot der Biodiversität - besonders in den Schutzgebieten. Mehrere Monate lang ist ein RiffReporter-Team an den Küsten entlang gereist und tief eingetaucht, hat Wale belauscht, Weiße Haie gesucht (und gefunden), Seegraswiesen vermessen und Pelikane beim Nisten beobachtet. Über zwei dieser Recherchen sprechen wir bei diesem Podcast intensiver: Die eine fand in Griechenland statt, im größten Meeres-Nationalpark des Mittelmeers in der Ägäis. Er ist Heimat der bedrohten Mönchsrobbe, für deren Schutz sich neben Fischern auch Meereschützerïnnen der Organisation Sea Shepherd engagieren. Doch nicht alle sind glücklich über den Nationalpark. Und so kam es dort zu einem bis heute unaufgeklärten Mord. Die zweite Reise führte an die Küste Albaniens, die einen unvergleichlichen Tourismusboom erlebt - und mancherorts derzeit aussieht wie eine gigantische Baustelle. Auf die Küstennatur mit ihren Lagunen und Flussdeltas, der Heimat von Pelikanen und Flamingos, wird wenig Rücksicht genommen. Mitten im Vogelschutzgebiet entsteht ein Flughafen, und Investoren wollen ausgerechnet in Naturschutzgebieten Luxusresorts bauen. Doch lokale Umweltschützerïnnen wehren sich. In dieser Podcastfolge spricht Joachim Budde mit Tomma Schröder und Katja Trippel. Tomma war in Griechenland an Bord eines Patrouillenboots der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd, Katja besuchte in Albanien die Schutzgebiete, in denen unter anderen Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner viel Geld mit touristischen Großprojekten verdienen will. Es geht um Mönchsrobben – und eines der letzten unberührten Flussdeltas am Mittelmeer.
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Was sollte ich wissen, bevor ich mir ein E-Auto kaufe, Steve Przybilla?
Viele Menschen denken darüber nach, ob sie sich ein E-Auto kaufen oder besser noch warten sollen. Riffreporter Steve Przybilla erzählt im Podcast, wie er zum E-Auto kam und wie sich das Leben mit dem Stromer von dem mit einem Verbrenner unterscheidet.
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Ist das Anthropozän jetzt tot, Christian Schwägerl?
Im Jahr 2000 formulierte der niederländische Meteorologe und Atmosphärenforscher Paul Crutzen eine Idee: Der Mensch verändere die Erde auf so vielfältige Weise, von Böden über Flüsse und Meere bis zur Luft, dass er auch die geologischen Prozesse maßgeblich beeinflusse. Nicht mehr nur Wind und Wetter, Vulkane oder die Sonne gestalteten den Blauen Planeten, sondern auch der Mensch. Deshalb, so forderte Crutzen, solle in der Geologie über eine neue Epoche nachgedacht werden, das Anthropozän. Verantwortlich für solche Fragen von Zeitaltern und Epochen ist die Internationale Kommission für Stratigraphie, für die Fachleute nun 15 Jahre lang in einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe Hinweise und Beweise sichteten, diskutierten und dokumentierten. Obwohl deren Daten eindeutig den immensen Einfluss des Menschen zeigten, und das spätestens mit dem Beginn des atomaren Zeitalters um das Jahr 1952, stimmten die verantwortlichen Stratigraphen im März 2024 dagegen, die neue Epoche des Anthropozäns auszurufen. In dieser Podcastfolge spricht Karl Urban mit Christian Schwägerl, der die Debatte zum Anthropozän seit ihren Anfängen verfolgt und mit Artikeln, Büchern und eigens mitkonzipierten Ausstellungen begleitet hat. Es geht um Höhen und Tiefen der Idee einer Menschheitsepoche, die auch jetzt keinesfalls aus der Welt ist.
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Retten wir mit CRISPR/Cas die Welt, Rainer Kurlemann?
Hinter der eigenartigen Abkürzung CRISPR/Cas versteckt sich eine der wichtigsten Entwicklungen in der Biomedizin der letzten Jahrzehnte. Die Genschere und ihre Abkömmlinge ermöglichen es Forschenden die Gene jedes Lebewesens zu verändern und anzupassen. Wie bedeutend die Entwicklung ist, für die 2020 Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier den Nobelpreis bekamen, zeigen zwei Ereignisse der letzten Monate in zwei völlig unterschiedlichen Bereichen: Die Zulassung der ersten auf CRISPR/Cas basierenden Gentherapie und eine Entscheidung des EU-Parlaments zum Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft. Riffreporter Rainer Kurlemann ordnet die Ereignisse und die Bedeutung der Genschere im Gespräch mit Marcus Anhäuser ein und wagt einen Blick in die Zukunft.
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Müssen wir mehr Katzen an die Leine nehmen, um Vögel zu schützen, Sigrid März?
Vögel werden von Katzen gejagt, denn die Vierbeiner sind Raubtiere. Das gilt auch für solche, die wir selbst halten. Denn ihren Jagdtrieb hat die Hauskatze nie ganz abgelegt, obwohl sie auf Vögel gar nicht angewiesen wäre, um ihren Hunger zu stillen. In dieser Folge des RiffReporter Podcasts erzählt Sigrid März von der Polyreportage “Katzen gegen Vögel”, die den ökologischen Konflikt in Garten, Wiese und Feld für alle greifbar macht. "Ein Sommertag im Garten. Die Amsel landet auf der Hecke. Da schleicht die Katze heran. Es ist ein uralter Konflikt, in dem die Interessen ganz unterschiedlicher Lebewesen diametral aufeinander prallen: Der Spieltrieb der Katze gegen den Überlebensinstinkt des Vogels. Wie fühlt es sich an, mittendrin zu sein?" Im Podcastgespräch geht es darum, wie die Poly-Reportage entstanden ist, ob Katzen an ihrem Jagdtrieb gehindert werden sollten, und ob Lesende und Zuhörende auch in anderen Medien aktiv die Rolle tauschen sollten, um Konflikte erfahrbarer zu machen.
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Müssen wir mehr Wölfe abschießen, Thomas Krumenacker?
Seit über zwanzig Jahren gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Für die einen ist das große, graue Raubtier der Inbegriff von wilder, unberührter Natur, für die anderen einfach nur ein Ärgernis, auf das man gut verzichten kann. Doch der Wolf ist gekommen, um zu bleiben. Wir müssen lernen damit zu leben. Doch so wie die Zahlen der Wölfe steigen, nehmen auch die Zahlen gerissener Schafe und anderer Nutztiere zu. Was kann man tun? Thomas Krumenacker berichtet seit vielen Jahren über den Wolf. Im Interview mit Marcus Anhäuser beschreibt er die aktuelle Situation in Deutschland, erklärt, ob es Belege dafür gibt, Wölfe abzuschießen und wie es war, als er zum ersten Mal einem Wolf begegnet ist.
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Warum ist eine starke indigene Kultur wichtig für die Natur, Hildegard Willer?
Dass die Kukama-Indigenen im peruanischen Amazonasgebiet ihre fast ausgestorbene Sprache wiederbeleben, hat einen handfesten Grund: In ihrer Kultur spielt der Fluss eine bedeutende Rolle. Mit diesem Bewusstsein stärken sie jetzt seinen Schutz und fordern, dass er zum Rechtssubjekt wird. Damit reihen sie sich in eine weltweite Bewegung ein, die der Natur eigene Rechte zugestehen will. Auch in Europa und Deutschland sind Menschen dabei, den Naturschutz auf ähnliche Weise im Rechtssystem besser zu verankern – allerdings unabhängig von Ahnen und Geistern in Wald und Wasser. Hildegard Willer hat die Kukama im peruanischen Regenwald besucht und mit Aktivistinnen und Experten in Peru und Deutschland gesprochen, warum es für sie so wichtig ist, dass die Natur selbst vor Gericht ziehen kann.
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Ist Long-COVID psychosomatisch, Martin Rücker?
Was sind die Ursachen von Long COVID, den Langzeitfolgen einer Coronainfektion? Sind es organische oder psychosomatische Auslöser? RiffReporter Martin Rücker erklärt im Interview, was man inzwischen dazu weiß, wie die Krankheit entsteht, welche Kontroverse es unter Fachleuten gibt und was das alles für Patientinnen und Patienten bedeutet. Martin Rücker im Gespräch mit Marcus Anhäuser.
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ABOUT THIS SHOW
Der RiffReporter-Podcast bietet tiefgründige Einblicke in Themen aus Wissenschaft, Umwelt, Gesellschaft und Technik. In jeder Folge dieses Dialog-Formats beleuchten erfahrene Journalistinnen komplexe Zusammenhänge, spannende Hintergründe und aktuelle Entwicklungen. Ob Klimawandel, Weltraumforschung, Künstliche Intelligenz oder Biodiversität – die Gespräche mit Expertïnnen und Autorïnnen zeichnen sich durch fundierte Recherchen und vielseitige Perspektiven aus.Moderiert von Karl Urban und Marcus Anhäuser, richtet sich der Podcast an alle, die nicht nur an der Oberfläche kratzen wollen, sondern bereit sind, tiefer in relevante Themen einzutauchen. Dabei wird Wert auf Unabhängigkeit, Fairness und Fakten gelegt – im Geiste des RiffReporter-Journalismus.
HOSTED BY
RiffReporter
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