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Schauspiel Frankfurt

Willkommen am Schauspiel Frankfurt!In unserem Stückeinführungspodcast »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. Seit der Spielzeit 2017/18 ist Anselm Weber Intendant des Hauses.In den vier Spielstätten – Schauspielhaus, Kammerspiele, Box und Bockenheimer Depot – bringen renommierte Regisseur:innen wie Jan Bosse, Felicitas Brucker, Barbara Bürk, Jan-Christoph Gockel, Mateja Koležnik, Claudia Bauer und Johanna Wehner sowohl Klassiker als auch zeitgenössische Dramatik auf die Bühne.

  1. 91

    Vorgehört: »Viel Lärm um nichts« von William Shakespeare / Regie: Tina Lanik

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Tina Lanik spricht mit dem Dramaturgen Alexander Leiffheidt über »Viel Lärm um nichts«. . Siegreich kehrt der Fürst Don Pedro mit seinen Offizieren Claudio und Benedikt nach Messina zurück: Der Krieg ist aus, das will gefeiert werden! Claudio verliebt sich in Hero, die er bald heiraten will. Doch Pedros evil twin John spinnt eine boshafte Intrige, die Hero vor dem Altar öffentlich zu Fall bringt. Währenddessen liefern sich Heros Cousine Beatrice und Benedikt geistreiche Wortgefechte, bis eine List sie einander näherbringt. Erst durch Zufall und mutige Aufklärung wird die Täuschung entlarvt – und nach Schmerz, Zweifel und Scham erhält die Liebe vielleicht eine zweite Chance. Männer- und Frauenwelten treffen aufeinander in Shakespeares berühmter Komödie, die einen Lieblingsstoff der Renaissanceliteratur verarbeitet. Die Fragen, die der Text stellt, sind auch heute noch nicht leicht zu beantworten: Wo endet der Krieg, wenn der Frieden beginnt? Was (oder wen) lieben wir, wenn wir zu lieben meinen? Tina Lanik zeigt Shakespeares Stück als Spiel um die Liebe in bedrohlicher Zeit. . TEAM Regie: Tina Lanik Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier Musikalische Einrichtung/ Komposition: Cornelius Borgolte Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Marcel Heyde . MIT Sebastian Kuschmann, Arash Nayebbandi, Miguel Klein Medina, André Meyer, Sebastian Reiß, Michael Schütz, Annie Nowak, Nina Wolf, Eva Maria Nikolaus, Frauenchor Frankfurt, Chorwerk Frankfurt e.V. . PREMIERE 23. Mai 2026, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  2. 90

    Vorgehört: »Buddenbrooks« nach Thomas Mann / Regie: Johanna Wehner

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Katrin Spira gibt eine Einführung in Thomas Manns »Buddenbrooks«. . »Mein Sohn, sei mit Lust bei den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, dass wir bei Nacht ruhig schlafen können.« Das Credo des alten Johann Buddenbrook war für die wohlhabende Familie heilig. Mitte des 19. Jahrhunderts steht Johanns Urenkel Thomas anlässlich des Firmenjubiläums vor dem in Stein gemeißelten Leitspruch – und hat das Unternehmen gerade durch eine allzu gewagte Spekulation aus der Bahn geworfen: Der Kauf einer unreifen Ernte zum halben Preis, anschließend vom Hagel zerstört, bedeutet den Anfang vom Ende des Handelshauses. Der Verfall der Familie geht mit dem gesellschaftlichen Umbruch einher. Erschienen 1901, wurde der Roman direkt zum Erfolg und brachte Thomas Mann 1929 den Nobelpreis ein. Johanna Wehner, die für ihre vielstimmigen Romanbearbeitungen bekannt ist, gibt der detailverliebten, humorvollen Sprache von Thomas Mann Raum. . TEAM Regie: Johanna Wehner Bühne: Daniel Wollenzin Kostüme: Ellen Hofmann Musik: Vera Mohrs Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Ellen Jaeger . MIT Christoph Bornmüller, Heidi Ecks, Stefan Graf, Tanja Merlin Graf, Anna Kubin, Johanna Link, Christoph Pütthoff, Matthias Redlhammer . PREMIERE 25. April 2026, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  3. 89

    Vorgehört: »Süßer Vogel Jugend« von Tennessee Williams / Regie: Max Lindemann

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Max Lindemann spricht mit Dramaturgin Jana Fritzsche über »Süßer Vogel Jugend« von Tennessee Williams. . Die Nachricht über die heimliche Rückkehr von Chance Wayne in seine Heimatstadt St. Cloud verbreitet sich unter den Stadtbewohnern wie ein Lauffeuer. Eigentlich wollte der ungebetene Gast seine Jugendliebe Heavenly wiedersehen. Stattdessen liegt er mit seiner Reisebegleiterin Alexandra del Lago, einer bekannten Filmdiva, im Hotelzimmerbett. Während sich der junge Hoffnungsträger und die vom Ruhm erschöpfte Schauspielerin in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis Halt schenken, kesselt die reaktionäre Gesellschaft um Boss Finley den vermeintlichen Feind Chance Wayne ein. Die fremdenfeindliche Atmosphäre spitzt sich zu, als der in der Stadtpolitik bekannte Finley eine rassistische Hetzrede hält. Max Lindemanns feines Regiegespür für psychologisches Figurenspiel trifft auf das Personal des realistischen Dramas von Tennessee Williams. Mit dem Blick des Protagonisten, der im Rausch die bedrohliche Realität zu verdrängen versucht, legt die Inszenierung den Finger in die allzu menschliche Wunde aus Begehren, Sehnsucht und Abgrund. . TEAM Regie: Max Lindemann Bühne: Signe Raunkjær Holm Kostüme: Eleonore Carrière Dramaturgie: Jana Fritzsche Licht: Jan Walther Video: Kaethe Olt . MIT Arash Nayebbandi Katharina Linder Sebastian Kuschmann Torsten Flassig Lotte Schubert Angelika Bartsch Anabel Möbius Andreas Vögler Mitja Over . PREMIERE 20. März 2026, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  4. 88

    Vorgehört: »Der Meister und Margarita« nach Michail Bulgakow / Regie: Timofej Kuljabin

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Die Dramaturg:innen Olga Fedyanina und Alexander Leiffheidt sprechen über »Der Meister und Margarita« nach Michail Bulgakow. . Ein sonderbarer »Unfall« trennt den Schriftsteller Berlioz von seinem Kopf. Das Clubhaus des Schriftstellerverbands Masslit wird verwüstet. Eine »Schwarze-Magie«-Show im Varieté-Theater endet im Chaos. Ein sprechender Kater und ein Mann in karierten Hosen machen die Stadt unsicher. Überall werden Menschen getäuscht, bestohlen und erpresst. Manche verschwinden in der Psychiatrie, manche in Jalta. Was ist geschehen? Die Geheimpolizei versucht, den Ereignissen auf den Grund zu gehen. Ist das Böse selbst in die Stadt eingezogen? Oder war es nie fort? Der russische Regisseur Timofej Kuljabin zeichnet das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Aus der Perspektive einer forensischen Rekonstruktion legt er die Mechanismen heutiger totalitärer Herrschaft frei. Michail Bulgakows Weltroman als moderne politische Farce voller makabrer Komik. . TEAM Regie: Timofej Kuljabin Bühne: Oleg Golovko Kostüme: Vlada Pomirkovanaya Musik: Timofey Pastukhov Dramaturgie: Alexander Leiffheidt, Olga Fedyanina Koordinator/Dolmetscher: Rustam Akhmedshin Licht: Marcel Heyde . MIT Manja Kuhl, Wolfgang Vogler, Stefan Graf, Christoph Bornmüller, André Meyer, Christina Geiße, Eva Maria Nikolaus, Heidi Ecks, Isaak Dentler, Matthias Redlhammer, Michael Schütz, Rokhi Müller, Uwe Zerwer, Sebastian Reiß, Jonathan Bubenzer / Albert Florian Majoros . Premiere 21. Februar 2026, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  5. 87

    Vorgehört: »Publikumsbeschimpfung« von Peter Handke / Regie: Claudia Bauer

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Claudia Bauer spricht mit Dramaturgin Katja Herlemann über »Publikumsbeschimpfung«. . »Diese Bretter bedeuten keine Welt. Sie gehören zur Welt. Diese Bretter dienen dazu, dass wir darauf stehen. Dies ist keine andere Welt als die Ihre.« Das erste Theaterstück des Nobelpreisträgers Peter Handke macht die Sprache und die Theaterverabredung selbst zum Thema: Das Sprechstück ohne dramatische Handlung untersucht, wie auf dem Theater Wirklichkeit durch Sprache zurückzugewinnen sei. Die Spieler:innen sind die Beobachtenden, das Publikum wird zum Zentrum der Aufmerksamkeit. Für die Jubiläumsinszenierung des nach den Klangelementen der Beatmusik gebauten Stückes bringt Claudia Bauer den Komponisten Peer Baierlein mit nach Frankfurt. 60 Jahre nach der Uraufführung am Theater am Turm inszeniert die Erfolgsregisseurin Handkes Erstlingswerk als eine Liebeserklärung ans Theater. . TEAM Regie: Claudia Bauer Komposition, Musikalische Leitung: Peer Baierlein Bühne: Andreas Auerbach Kostüme: Patricia Talacko Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Marcel Heyde . MIT Torsten Flassig, Anna Kubin, Sebastian Kuschmann, Katharina Linder, Arash Nayebbandi, Lotte Schubert, Andreas Vögler Christopher Herrmann (Cello, FX) Špela Mastnak (Schlagwerk) Ralf Merten (Tasten, Electronics) Salome Niedecken (Musikalische Einstudierung, Dirigat) Mirja Betzer (Dirigat) . PREMIERE 24. Januar 2026, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  6. 86

    Vorgehört: »Morgen ist (vorläufig) immer da« von Iva Brdar / Regie: Vincent Schlarbaum

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Vincent Schlarbaum spricht mit Dramaturgin Katrin Spira über »Morgen ist (vorläufig) immer da«. . Was wäre wenn? Was wäre, wenn nach reiflicher Überlegung, nach etlichen positiven Selbstgesprächen, nachdem wir das komplette Netz nach dem richtigen Plan fürs richtige Leben durchsucht hätten. Was wäre, wenn dann das Leben anfangen würde? »Ich werde es morgen tun / Denn man kann alles morgen tun / Morgen wird unendlich lange andauern / Und morgen ist (vorläufig) immer da«. Das sagt sich die Protagonistin in Iva Brdars Monolog und sie schmiedet etliche Pläne. Sie durchdenkt ihr zukünftiges Leben bis ins kleinste Detail. Dabei holt sie sich die Antworten auf ihre Fragen aus dem Internet, sie lernt sie auswendig und lässt sie zu einem Teil von sich werden. Alles ist bereit dafür, wenn sie wirklich mit dem Leben beginnen könnte. Doch je genauer der Plan, umso stärker wächst die Einsamkeit. Die Kluft zwischen dem Wunsch nach Perfektion und der realen Welt »da draußen« mit all ihren Unwägbarkeiten und Unsicherheiten, die normalerweise das Leben ausmachen wird unüberbrückbar. Der Weg nach draußen scheint versperrt. . TEAM Regie: Vincent Schlarbaum Bühne: Swenja Trebeljahr Kostüme: Henrike Reller Musik: Lucas Lejeune Dramaturgie: Katrin Spira . MIT Annie Nowak . PREMIERE 18. Januar 2026, Box . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  7. 85

    Vorgehört: »Das Bildnis des Dorian Gray« nach Oscar Wilde / Regie: Ran Chai Bar-zvi

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Ran Chai Bar-zvi und Hauptdarsteller Mitja Over sprechen mit dem Dramaturgen Lukas Schmelmer über »Das Bildnis des Dorian Gray«. . Der junge Dorian Gray steht dem Künstler Basil Modell, der ihn auf Leinwand verewigt. Als Dorian in den Bann des zynischen Dandys Lord Henry gerät, beginnt er ein ausschweifendes Leben des kompromisslosen Hedonismus. Immer weiter steigert sich das toxische Verhältnis zwischen Lord Henry, Basil und Dorian. Doch die Ausschweifungen bleiben nicht konsequenzlos und es zeigen sich Spuren des Verfalls – aber nur auf dem Bildnis. Der Klassiker von Oscar Wilde über die (Un-)vergänglichkeit von Schönheit und verstecktes Begehren wird ergänzt und fortgeschrieben mit Texten des Dramatikers Marcus Peter Tesch, der in seinem Schreiben der Geschichte von Körpern und Körperbildern nachfühlt und diese in die Gegenwart holt. . TEAM Regie und Bühne: Ran Chai Bar-zvi Kostüme: Belle Santos Musik: Evelyn Saylor Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Frank Kraus . MIT Stefan Graf, Miguel Klein Medina, Mitja Over . PREMIERE 12. Dezember 2025, Kammerspiele . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  8. 84

    Vorgehört: »Hasenprosa« von Maren Kames / Bühnenfassung & Regie: Marlon Otte

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Marlon Otte spricht mit der Dramaturgin Katrin Spira über »Hasenprosa« von Maren Kames. . »Wenn das alles gewesen ist, ziehe ich aus!«, ruft sie und macht sich – zusammen mit einem sprechenden Hasen – auf und davon. Die Reise, auf die sie nun gehen, hat mehr als einen doppelten Boden. Im Strichflieger zieht es sie in die Savanne, auf den Meeresgrund, ins Weltall und weit fort durch die Zeit, zurück in die eigene Vergangenheit. Die Protagonistin blickt auf ihre Familiengeschichte, besonders auf ihre Großeltern. . TEAM Regie: Marlon Otte Bühne: Marco Pinheiro Kostüme: Evelyn Gulbinski Musik: Anton Weigle Dramaturgie: Katrin Spira . MIT Sebastian Reiß, Nina Wolf . PREMIERE 09. Dezember 2025, Box . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  9. 83

    Vorgehört: »Spiel des Schwebens« von Anja Hilling / Regie: Christina Tscharyiski

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Christina Tscharyiski und Musikerin Cornelia Pazmandi sprechen mit dem Dramaturgen Alexander Leiffheidt über »Spiel des Schwebens« von Anja Hilling. . Vesna und Nils sind junge Eltern. Das Geld ist knapp, die Aussichten sind eher trübe. Wo es hingehen soll, wissen beide nicht so genau. Wo sie herkommen, wollen sie nicht mehr wissen. Aber eines wissen sie: Ihre Tochter Miko soll es einmal besser haben. Sie soll, wenn sie groß ist, nur sich selbst gehören und nicht den Fehlern ihrer Eltern. Ist es möglich, die Erziehung des Menschen zu entfesseln von allem, was uns zurückhält? Halb skeptisch, halb wild entschlossen verschreiben Vesna und Nils sich den Diensten der Assistentin Kali. Kali macht keine Fehler. Sie ist kein Mensch. Kali sagt: »Die neue Natur des Menschen wird das Schweben sein.« Sie sagt: »Um zu bestehen in dieser Welt, wird es nur ein Mittel geben gegen die Macht des Künstlichen: Die Maximierung des menschlichen Potenzials.« . TEAM Regie: Christina Tscharyiski Bühne: Marlene Lockemann Mitarbeit Bühne und Kostüm: Nora Schreiber Kostüme: Miriam Draxl Musik: Cornelia Pazmandi Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Frank Kraus . MIT Stefan Graf, Manja Kuhl, Tanja Merlin Graf, Rokhi Müller . PREMIERE 10. Oktober 2025, Kammerspiele . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  10. 82

    Vorgehört: »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht / Regie: Christian Weise

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Christian Weise spricht mit Dramaturgin Katja Herlemann über »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht (mit einem Epilog von Soeren Voima) . Eine Stadt in der Wirtschaftskrise: Der Gemüsehandel stockt, die Händler verzweifeln. Die führenden Unternehmer wollen den Handel wieder ankurbeln, aber den Gangster Arturo Ui wollen sie nicht mitmischen lassen. Stattdessen spinnen sie ihre eigene Intrige und überreden die Politik zur Korruption. Doch Arturo Ui weiß die Schwächen der anderen gegeneinander auszuspielen und seine politische und geschäftliche Karriere nimmt schnell Fahrt auf. . Bertolt Brecht schrieb 1941 im Exil diese Parabel auf die Karriere Adolf Hitlers und erzählt sie als Konsequenz der herrschenden Verhältnisse unter der Mitwirkung Vieler - denn Faschismus ist kein historischer Einzelfall, sondern auch die immer wieder mögliche Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln. Die bildgewaltige Inszenierung mit Live-Musik unterzieht Brechts bissige Satire einer zeitgenössischen Betrachtung. . TEAM Regie: Christian Weise Bühne: Julia Oschatz Kostüme: Josa Marx Musik: Jens Dohle Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Ellen Jaeger . MIT Christoph Bornmüller, Annie Nowak, Andreas Vögler, Sebastian Kuschmann, Christina Geiße, Mitja Over, Michael Schütz, Viktoria Miknevich, Heidi Ecks, Miguel Klein Medina, Sebastian Reiß, Uwe Zerwer, Vincent Schlarbaum, André Meyer, Tobias Lutze, Jens Dohle (Live-Musik) und Angelo Lo Bello, Amanda Schulenburg, Joëlle Pidoux, Lisa Noll (Live-Video) . PREMIERE 18. Oktober 2025, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  11. 81

    Vorgehört: »Antigone« von Sophokles / Regie: Selen Kara

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Selen Kara spricht mit Dramaturg Alexander Leiffheidt über »Antigone«. . Tochter und Schwester des Ödipus, Tochter und Enkelin der Iokaste, Schwester von Helden und Mördern, letztes Kind eines verfluchten Geschlechts: der Mythos Antigone fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. Ist ihr Beharren darauf, den gefallenen Bruder Polyneikes gegen den zum Gesetz erhobenen Willen des Herrschers Kreon zu begraben, die Tat einer Heldin? Oder die Untat einer Fanatikerin? Antigones unbedingtes moralisches Bewusstsein entlarvt den Pragmatismus der Macht um den Preis des Lebens – nicht nur des eigenen. Ihr Begehren unterwandert eine kalte Ordnung, öffnet darin jedoch die Tür zu Grausamkeit und Zerstörung. Was bedeutet das »ungeschriebene Gesetz«, auf das sie sich bezieht, für uns heute? Regisseurin Selen Kara befragt den antiken Stoff aus der Perspektive der Frauen. Dabei lenkt sie den Blick auf die Kontinuitäten der Konflikte zwischen Gewissen und Ordnung, Freiheit und Fügung – vom uralten Fluch der Labdakiden bis zu den Menetekeln der Gegenwart. . TEAM Regie: Selen Kara Bühne: Lydia Merkel Kostüme: Anna Maria Schories Musik: Torsten Kindermann, Uğur Köse Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Marcel Heyde . MIT Annie Nowak, Arash Nayebbandi, Miguel Klein Medina, Michael Schütz, Katharina Linder, Viktoria Miknevich . PREMIERE 20. September 2025, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  12. 80

    Vorgehört: »So langsam, so leise« von Björn SC Deigner / Regie: Luise Voigt

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Autor Björn SC Deigner und Regisseurin Luise Voigt sprechen mit Dramaturg Lukas Schmelmer über »So langsam, so leise«. . Eigentlich wollte Karen ihrem Vater nur einen Besuch abstatten, doch dessen Demenz und der Dauerregen zwingen sie zu bleiben. Die Welt scheint sich buchstäblich vor den eigenen Augen aufzulösen: Extremwetterereignisse bedrohen sicher geglaubte Rückzugsorte, schwindende Erinnerungen lassen die Identität bröckeln und reißen zugleich alte Wunden von Neuem auf. Es ist ein Scheideweg, an dem die Protagonistin Karen steht. Doch woher kommt er und wohin wird er sie führen? . TEAM Regie: Luise Voigt Bühne und Kostüme: Maria Strauch Musik und Video: Nicolas Haumann Choreografie: Minako Seki Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Jan Walther . MIT Amelle Schwerk, Matthias Redlhammer, Nina Wolf, Max Masahiro Levy, Melanie Straub . PREMIERE 13. September 2025, Kammerspiele . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  13. 79

    Vorgehört: »Sanatorium zur Gänsehaut. Eine Entfaltung« von Ferdinand Schmalz / Regie: Jan Bosse

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Jan Bosse spricht mit Dramaturgin Katrin Spira über »Sanatorium zur Gänsehaut. Eine Entfaltung«. . Was gäbe es in schwierigen Zeiten Besseres als dort einzuchecken, wo sich die Reichen und Schönen aufhalten: Im »Sanatorium zur Gänsehaut«. Zu Gast sind unter anderem die Pharmaunternehmerin Hannelore Krautwurm-Bouillon sowie eine Influencerin mit Ehemann. Sie versprechen sich von der nach der Hotelchefin benannten »Tiefenbach-Methode« ewige Jugend – und geben dafür alles, sogar die eigene Haut. Dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, ahnt Investigativjournalistin Lio Laksch und schleust sich inkognito in die tiefenentspannte Gesellschaft ein. Concierge Anton reicht ihr den Bademantel, Hautchirurg Dr. Klotz forscht an Nacktmullen und verpasst Lio diverse Injektionen – zunehmend verliert sie so ihre Recherche aus den Augen … Der für seine komischen und sprachkünstlerischen Texte bekannte Ferdinand Schmalz hat für das Ensemble ein »Grusical« geschrieben. . TEAM Regie: Jan Bosse Bühne: Moritz Müller Kostüme: Kathrin Plath Video: Meika Dresenkamp Musik: Carolina Bigge, Arno Kraehahn Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Marcel Heyde . MIT Melanie Straub, Christoph Pütthoff, Wolfram Koch, Anna Kubin, Anabel Möbius, Torsten Flassig, Lotte Schubert und Carolina Bigge, Ralf Göbel (Live-Musik) . PREMIERE 12. September 2025, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  14. 78

    Vorgehört: »Der Sandmann« nach E.T.A. Hoffmann / Regie: Lilja Rupprecht

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Schauspieler Mitja Over spricht mit Dramaturgin Katrin Spira über »Der Sandmann«. . Sehnsucht, Liebe, Angst und Wahn geben sich in »Der Sandmann« die Hand. Der junge Student Nathanael schreibt an seinen Freund: »Etwas Entsetzliches ist in mein Leben getreten!« Die Begegnung mit dem Wetterglashändler Coppola lässt bei ihm düstere Erinnerungen an seine Kindheit wach werden. Als kleiner Junge war er der Überzeugung, dass der »fürchterliche Sandmann« seinen Vater umgebracht habe. Hinter dieser Schreckgestalt, die angeblich den Kindern, die nicht schlafen wollten, Sand in die Augen streute, »dass sie blutig zum Kopf herausspringen«, steckte seiner Meinung nach der Advokat Coppelius. Mit der Gestalt Coppolas schleichen sich die traumatischen Erlebnisse aus Nathanaels Kindheit in seine Gegenwart hinein. Wahn und Fiktion überlagern sich und Nathanael verliert zunehmend den Halt. Umso mehr, als darüber hinaus noch eine »falsche« Liebe in sein Leben tritt… . TEAM Regie: Lilja Rupprecht Bühne: Christina Schmitt Kostüme: Annelies Vanlaere Live-Video (KI): Moritz Grewenig Musik: Philipp Rohmer Choreografie: Raimonda Gudavičiūtė Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Frank Kraus . MIT Mitja Over, Sebastian Kuschmann, Heidi Ecks, Tanja Merlin Graf, Manja Kuhl, Matthias Redlhammer und Philipp Rohmer (Live-Musik) . PREMIERE 23. Mai 2025, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  15. 77

    Vorgehört: »Die Frau vom Meer - oder: Finden sich Rudimente einer Ur-Fischart im menschlichen Gemüt?« nach Henrik Ibsen / Regie: Barbara Bürk

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Barbara Bürk spricht mit dem Ibsen-Spezialisten Espen Børdahl und dem Dramaturgen Alexander Leiffheidt über »Die Frau vom Meer - oder: Finden sich Rudimente einer Ur-Fischart im menschlichen Gemüt?«. . Henrik Ibsen hat seine Frauenfiguren sorgfältig mit bürgerlichen Biographien ausgestattet. Die tiefere Herkunft einer Nora, einer Hedda oder einer Ella liegt aber, so könnte man vermuten, jenseits alles Bürgerlichen in einer Art Urkraft oder Naturgewalt, einem elementaren, atavistischen Begehren. So ist auch Ellida, die »Frau vom Meer«, eine Art Mischwesen: halb zweite Ehefrau des früh verwitweten Kleinstadtarztes Dr. Wangel, halb Meereswesen, das sich nach der willenlosen Weite des Ozeans zurücksehnt. Eine Nixe, zerrissen zwischen Freiheit und Bindung. Wie aber, wenn dieser Konflikt in jedem Menschen schlummerte? Sind wir nicht alle ein wenig Fisch? »Eine Fischart bildet ein Urglied in der Entwicklungsreihe des Menschen«, notierte schon Ibsen. Barbara Bürk, bekannt für den skurrilen Humor ihrer singenden, tanzenden und mitunter bitterböse ins Groteske schwingenden Arbeiten, begibt sich dieses Mal mit tatkräftiger Unterstützung des »nordischen Magus« Ibsen auf die Suche nach der Fischnatur im Menschen. . TEAM Regie: Barbara Bürk Bühne & Kostüme: Anke Grot Musik: Markus Reschtnefki Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Jan Walther Bewegungscoach / GaGa-Class: Etay Axelroad MIT Uwe Zerwer, Melanie Straub, Christina Geiße, Viktoria Miknevich, Wolfgang Vogler, Christoph Pütthoff und Markus Reschtnefki (Live-Musik) . PREMIERE 16. Mai 2025 . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  16. 76

    Vorgehört: »Solaris« nach Stanisław Lem / Regie: Christian Friedel

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Christian Friedel spricht mit dem Dramaturgen Lukas Schmelmer über »Solaris«. . Um eine rote und eine blaue Sonne kreist der Doppelsternplanet Solaris. Seit seiner Entdeckung zieht der rätselhafte intelligente Ozean des Planeten immer neue Generationen von Wissenschaftler:innen an. Bei den unzähligen Versuchen, das Geheimnis des Ozeans zu ergründen, kam es bereits zu zahlreichen merkwürdigen Zwischenfällen, von denen viele tödlich endeten. Seit einiger Zeit stagniert die Forschung und auf der Solaris-Raumstation ist von der Euphorie der Anfangsjahre längst nichts mehr zu spüren. Als der Psychologe Kris Kelvin dort eintrifft erfährt er, dass Gibarian, sein langjähriger Vertrauter und Leiter der Besatzung, am Vortag Suizid begangen hat. Die zwei verbliebenen Wissenschaftler, der Kybernetiker Snaut und der Biochemiker Sartorius, wirken verstört und werden von seltsamen »Gästen« heimgesucht: ominösen Doppelgängern von Personen aus ihrem früherem Leben. Plötzlich sieht sich Kelvin seiner längst verstorbenen Frau Harey gegenüber. Nach und nach begreift er, dass der intelligente Ozean mit all dem in Verbindung steht. Ist das die lang ersehnte Kontaktaufnahme, eine Abwehrreaktion oder nur eine zufällige Spielerei? Stanisław Lem entwickelt in diesem Meisterwerk der Science-Fiction Literatur ein fesselndes Szenario, das die menschliche Identitätssuche und Schuldbewältigung, das Streben nach Wissen und die Begegnung mit dem Unbekannten befragt. Der Schauspieler, Musiker und Regisseur Christian Friedel bringt in seiner ersten Regiearbeit am Schauspiel Frankfurt den Stoff in einer eigenen Bearbeitung als musikalische Produktion auf die Bühne. Seine Inszenierung setzt auf das enge Zusammenspiel zwischen Musik und Spiel, Video und Licht, Bewegung und Raum. . TEAM Regie: Christian Friedel Bühne: Fabian Wendling Kostüme: Ellen Hofmann Musik: Woods of Birnam Video: Clemens Walter Choreografie: Valentí Rocamora i Torà Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Marcel Heyde . MIT Anna Kubin, Anabel Möbius, Lotte Schubert, Annie Nowak, Michael Schütz, Christoph Bornmüller, Arash Nayebbandi, Torsten Flassig, Stefan Graf, Miguel Klein Medina und Max Mahlert (Live-Musik) PREMIERE 26. April 2025 . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  17. 75

    Vorgehört: »Die Zofen« von Jean Genet / Regie: Rieke Süßkow

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Die Schauspielerinnen Katharina Linder, Nina Wolf und Aleksandra Ćorović sprechen mit der Dramaturgin Katja Herlemann über »Die Zofen«. . Die Schwestern Claire und Solange sind die Zofen einer gnädigen Frau, der sie in sadomasochistischer Verehrung hasserfüllt ergeben sind. In Abwesenheit ihrer Herrin proben sie den Aufstand in verteilten Rollen, Mordlust und Todesangst würzen das Spiel. Als die gnädige Frau dann tatsachlich auftritt, wird die gegenseitige Abhängigkeit der drei Frauen deutlich: Während die Grenzen von Vorstellung und Wirklichkeit im Spiel von Herrschaft und Knechtschaft verschwimmen, zerbricht das fragile Machtgefüge schließlich durch einen realen Tod innerhalb der Fiktion des Spiels im Spiel. Dieses meistgespielte Stuck von Jean Genet, der sich stets im Gegensatz zu den herrschenden Machten verortete, provozierte bei seiner Uraufführung 1947 heftigen Widerstand. Die junge Regisseurin Rieke Süßkow, die bereits zweimal zum Theatertreffen eingeladen war, bringt das Stück des radikalen Poète maudit in einer formstarken Inszenierung auf die Bühne. . TEAM Regie: Rieke Süßkow Bühne: Mirjam Stängl Kostüme: Sabrina Bosshard Musik: Philipp Christoph Mayer Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Frank Kraus . MIT Katharina Linder, Nina Wolf, Aleksandra Ćorović PREMIERE 25. April 2025 . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  18. 74

    Vorgehört: »Don Quijote« von Peter Jordan, frei nach Cervantes / Regie: Peter Jordan, Leonhard Koppelmann

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Die Regisseure Peter Jordan und Leonhard Koppelmann sprechen mit der Dramaturgin Katrin Spira über »Don Quijote«. Die Sonne brennt, das Pferd hat Hunger, Sancho ist müde – und Don Quijote dreht am Rad. Er fuchtelt gegen Windmühlen, legt sich mit vermeintlichen Barbaren an und will doch nur das einzig Gute und Beste, für sich, seine Geliebte – und obendrein die ganze Welt. Ist er verrückt, wagemutig oder einfach nur komisch? Welche Sehnsucht treibt Don Quijote, von dem alle ein Bild zu haben scheinen, aber niemand wirklich eine Ahnung, was er für einer ist? Warum hat er die Windmühlen angegriffen? Und was soll das eigentlich heißen: einfach komisch? »Ich verliere wirklich den Verstand! Alles was ich vorgab zu sein, werde ich wirklich!«, behauptet er. Eine Steilvorlage für das Spiel, das Theater – und den Witz. Diesen treibt die sehr freie Überschreibung auf die Spitze. Sie setzt auf schauspielerischen Turbogang, Timing, Slapstick und eine gute Portion von sehnsüchtigem Wahn. Eine Mischung, die darauf aus ist, zu zeigen, wie lustvoll Theater sein kann, wenn man die Sache mit dem Humor ernst nimmt. TEAM Regie: Peter Jordan, Leonhard Koppelmann Bühne: Stefanie Bruhn Kostüme: Barbara Aigner Video: Meike Fehre Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Marcel Heyde MIT Holger Stockhaus, Sebastian Reiß, Christina Geiße URAUFFÜHRUNG 14. März 2025 In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  19. 73

    Vorgehört: »Dingens« von Hanoch Levin / Regie: Sapir Heller

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Sapir Heller spricht mit dem Dramaturgen Eivind Haugland über »Dingens«. Dingens ist gekränkt. Keiner hat ihn, als enger Freund der Familie, über Fogras bevorstehende Heirat informiert. Fogras Eltern, Klamanope und Teigalech, lehnen Dingens' Vorwürfe resolut ab und beschließen, ihn fertig zu machen. Aus Dingens' Kränkung entwickelt sich ein absurdbrutales Machtspiel, wo schließlich alle gegen alle kämpfen und das eigene Selbstwertgefühl aus der Misere der anderen ziehen. Hanoch Levin, Israels bekanntester und kontroversester Dramatiker, porträtiert in der grotesken, bitterbösen Komödie eine Gesellschaft, in der das Glück des Einen nur auf Kosten des Anderen zu haben ist. Von Neukompositionen des bekannten Jazzmusikers Omer Klein begleitet, inszeniert die israelische Regisseurin Sapir Heller die deutschsprachige Erstaufführung als bissig-amüsantes Brettspiel mit durchgeknallten Spielfiguren. Wer verliert, landet im schwarzen Loch. TEAM Regie: Sapir Heller Bühne & Kostüme: Ursula Gaisböck, Sophia Profanter Musik: Omer Klein Dramaturgie: Eivind Haugland Licht: Ellen Jaeger MIT Christoph Bornmüller, Uwe Zerwer, Katharina Linder, Lotte Schubert, Philipp Lind, Viktoria Miknevich PREMIERE 14. Februar 2025, Kammerspiele In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  20. 72

    Vorgehört: »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare / Regie: Christina Tscharyiski

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Christina Tscharyiski spricht mit dem Dramaturgen Lukas Schmelmer über »Ein Sommernachtstraum«. Hermia, die Lysander liebt, soll Demetrius heiraten; zumindest ist dies der Wille ihres Vaters. Widersetzt sie sich, so droht ihr unter dem Athener Gesetz der Tod. Die Liebenden fliehen vor diesem Schreckensszenario in den Wald – das magische Königreich der Elfen. Verfolgt werden sie von Demetrius und Helena, die zwar ihn liebt, aber er nicht sie. Der umtriebige Kobold Puck bringt die Dinge in Bewegung: Zaubertränke fließen, Partner:innen wechseln und plötzlich eröffnet sich ein neuer Möglichkeitsraum. Den sucht auch eine Gruppe von Handwerker:innen, die fest entschlossen ist, eine Theateraufführung auf die Beine zu stellen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Die Regisseurin Christina Tscharyiski inszeniert Shakespeares Komödie über die Irrungen und Wirrungen der Liebe im Reich der Elfen und der Menschen, indem sie das (alb-)traumhafte Potenzial des Theaters heraufbeschwört. TEAM Regie: Christina Tscharyiski Bühne: Stéphane Laimé Kostüme: Leonie Falke Musik: Cornelia Pazmandi Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Tobias Lauber MIT Isaak Dentler, Anna Kubin, Mitja Over, Miguel Klein Medina, Rokhi Müller, Tanja Merlin Graf, Andreas Vögler, Annie Nowak, Peter Schröder, Melanie Straub, Michael Schütz, Matthias Redlhammer, Christoph Pütthoff PREMIERE 07. Februar 2025, Schauspielhaus In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  21. 71

    Vorgehört: »Ein Blick von der Brücke« von Arthur Miller / Regie: Eric de Vroedt

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Eric de Vroedt spricht mit dem Dramaturgen Alexander Leiffheidt über seine bisherige Theaterlaufbahn und »Ein Blick von der Brücke«. . Eddie Carbone ist ein guter Mann. So gut, wie man bei einem harten, gleichförmigen Leben sein kann. Er arbeitet im Hafen, wenn es was zu arbeiten gibt. Er bringt seinen Lohn heim, und er lebt. Dabei sorgt er für Beatrice, seine Frau, und für Catherine, seine siebzehnjährige Nichte, deren Eltern gestorben sind. Dann kommen Marco und Rodolfo ins Land. Illegale Einwanderer, beide Cousins von Beatrice. Ehrensache, dass Eddie sie vor der Einwanderungsbehörde versteckt. Aber Catherine, die Eddie wie eine Tochter liebt – oder doch etwas mehr als nur eine Tochter? – Catherine verliebt sich in Rodolfo. Sie werden ein Paar. Und Eddie schlägt um sich, küsst Catherine, küsst Rodolfo, denunziert die Familie, verliert die Kontrolle. Verliert alles. War er ein guter Mann? . Arthur Millers Zweiakter spielt unter den italienischstämmigen Einwanderern New Yorks. Die patriarchal geprägte, proletarische Welt Eddie Carbones ist eng; es gibt keinen Ausweg aus ihr. Die Parallelen zu heutigen Migrationsschicksalen liegen auf der Hand. Doch die Fragen, die Miller stellt, gehen darüber hinaus, sie verweisen auf Schicksal und Verstrickung, Schuld und Abhängigkeit. . TEAM Regie: Eric de Vroedt Bühne: Dennis Vanderbroeck Kostüm: Lotte Goos Mitarbeit Kostüm: Katharina Kraatz Musik: Remco de Jong & Florentijn Boddendijk Stunt Coach: René Lay Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Marcel Heyde . BESETZUNG André Meyer Christina Geiße Nina Wolf Omar El-Saeidi Arash Nayebbandi Heidi Ecks . PREMIERE 18. Januar 2025, Schauspielhaus In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  22. 70

    Vorgehört: »Wir haben es nicht gut gemacht« / nach Bachmann u. Frisch / Regie: Susanne Frieling

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Susanne Frieling spricht mit Dramaturgin Katrin Spira über »Wir haben es nicht gut gemacht« nach dem Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch. Liebe und Verletzung, Nähe und Distanz, Bewunderung und Abstoßung – all dies steckt in der Liebesbeziehung eines der berühmtesten Paare der deutschsprachigen Literatur. Ingeborg Bachmann ist eine gefeierte Lyrikerin, Star der Gruppe 47. Das legendäre Spiegel-Cover von 1954 hat sie ikonisch werden lassen. Max Frisch, ebenfalls erfolgreicher Autor, ist mit der Inszenierung seines Stückes »Biedermann und die Brandstifter« beschäftigt, als beide sich erstmals begegnen. Es ist das Frühjahr 1958. Frisch schreibt der jungen Autorin, wie begeistert er von ihrem Hörspiel »Der gute Gott von Manhattan« ist, Bachmanns Antwort darauf vom Juni desselben Jahres ist der Beginn eines Briefwechsels, der von eben diesem Kennenlernen bis etliche Jahre über die Trennung hinaus andauert. Die junge Regisseurin Susanne Frieling inszeniert die zugleich intime und literarische Liebesgeschichte als bewegendes Portrait zweier großer Schriftsteller:innen. TEAM Regie: Susanne Frieling Bühne: Devin McDonough Kostüme: Anna Sünkel Musik & Video: Max Windisch-Spoerk Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Tobias Lauber MIT Manja Kuhl, Sebastian Kuschmann URAUFFÜHRUNG 17. Januar 2025, Kammerspiele In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  23. 69

    Vorgehört: »Leaks. Von Mölln bis Hanau« / Text und Regie: Nuran David Calis

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Autor und Regisseur Nuran David Calis (Text und Regie), Karnik Gregorian (Video und Recherche) sprechen mit dem Dramaturgen Eivind Haugland über »Leaks. Von Mölln bis Hanau«. Der rassistische Terror in Deutschland seit dem tödlichen Brandanschlag in Mölln 1992 bis hin zu den Morden in Hanau 2020 offenbart das Systemversagen einer instabilen Sicherheits-Architektur, die nicht alle Bürger:innen ihrer Gesellschaft mit gleicher Sorgfalt schützt. Durch die Collage von Interviews, Zeugenberichten, journalistischer Recherche und Material aus Ausschüssen und Prozessen zu rassistischen Straftaten zeigt Nuran David Calis die strukturellen Ähnlichkeiten des Behördenversagens, der aktiven Verschleierung dessen und die Kollision des Verfassungsschutzes mit der rechten Szene in den letzten 30 Jahren auf. Die Stigmatisierung der Opfer rassistischer Verbrechen durch die Polizei und die Sicherheitsbehörden stellt in der Verbindung der Taten einen weiteren gemeinsamen Nenner dar. Im Gewand einer bunten, satirischen Enthüllungsshow entblößt Calis‘ neue Arbeit für das Schauspiel Frankfurt Strukturen, Täter, Komplizen und Mitwisser durch Re-Enactments, investigative Attacken, Verfremdung und bitterbösen Humor – im Einsatz für solidarisches Empowerment gegen Rechts und die Ermächtigung marginalisierter Stimmen. Mit den Mitteln des dokumentarischen Theaters schafft Autor und Regisseur Nuran David Calis in seinen Recherchetheaterarbeiten einen politischen Raum, in dem Mainstream-Narrative aufgebrochen und neue Perspektiven eingenommen werden. TEAM Text und Regie: Nuran David Calis Bühne: Anne Ehrlich Kostüme: Anna Sünkel Musik: Vivan Bhatti Video und Recherche: Karnik Gregorian Dramaturgie: Eivind Haugland Licht: Marcel Heyde MIT Katharina Linder, Viktoria Miknevich, Christoph Bornmüller, Wolfgang Vogler URAUFFÜHRUNG 14. Dezember 2024, Kammerspiele In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  24. 68

    Vorgehört: »Wer hat meinen Vater umgebracht« nach Édouard Louis / Regie: Lisa Nielebock

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Lisa Nielebock spricht mit dem Dramaturgen Alexander Leiffheidt über »Wer hat meinen Vater umgebracht«. Die autofiktionalen Romane und Erzählungen von Édouard Louis schildern mit großer Intensität, wie Armut, Enge, Ausgrenzung, Homophobie und patriarchale Geschlechterrollen in bestimmten sozialen Schichten zu immer neuen Spiralen der Ausweglosigkeit und Gewalt führen. Dabei gelingt Louis das Kunststück, die Verstricktheit der Opfer und Täter und ihr Ausgeliefertsein an gesellschaftliche Machtstrukturen zu beleuchten, ohne dabei jemals in eine Unschärfe der Unterscheidung verschiedener Formen des Erleidens zu geraten. Auch der Täter ist Opfer – Handelt er aus Hilflosigkeit, Wut oder gesellschaftlich produzierter Autoaggression? – nichtsdestoweniger bleibt er Täter. Und das Opfer bleibt Opfer – selbst dann, wenn es die Täter versteht, wenn es gar in erzwungener Komplizenschaft mit ihnen kooperiert. In seinem Roman »Wer hat meinen Vater umgebracht« schildert Louis das hochgradig ambivalente Verhältnis zu seinem Vater, der den homosexuellen Sohn ablehnt, sich für ihn schämt, ihn ausliefert und misshandelt und der sein Kind dennoch liebt. Er schildert sein eigenes Erwachsenwerden als Geschichte eines Sohnes, der den Vater abstreifen muss, um leben zu können, und sich doch nichts mehr wünscht, als von ihm gesehen zu werden. Eine Geschichte der Zärtlichkeit und Gewalt, des Selbsthasses und der Anklage, die Lisa Nielebock als intensives und sensibles Kammerspiel zeigt. TEAM Regie: Lisa Nielebock Bühne: Oliver Helf Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen Musik: Thomas Osterhoff Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Frank Kraus Choreografie: Esther Murdock MIT Torsten Flassig, Manja Kuhl, Uwe Zerwer PREMIERE 15. November 2024, Kammerspiele In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  25. 67

    Vorgehört: »Der große Gatsby« nach F. Scott Fitzgerald / Regie: Ewelina Marciniak

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Die Ensemblemitglieder Nina Wolf und Christoph Bornmüller sprechen mit dem Dramaturgen Eivind Haugland über »Der große Gatsby«. Der meisterhafte Roman über eine unmögliche Liebe dokumentiert die Zeit, in der der Weg vom Tellerwäscher zum Millionär am kürzesten war – das New York der 1920er Jahre bot dafür reichlich Gelegenheit. Jay Gatsby, ein Mann undurchsichtiger Herkunft, hat sich an die Spitze der wohlhabenden Gesellschaft hochgearbeitet. Nun versucht er sich seiner verflossenen Jugendliebe Daisy Buchanan zu nähern, die inzwischen innerhalb ihrer Klasse geheiratet hat und ein mondänes Leben führt. Während Gatsby versucht, Daisy mit märchenhaften Darbietungen seines Reichtums zu beeindrucken, beobachtet sein bescheidener Nachbar Nick Carraway das frivole Treiben der Upper Class als Chronist der Ereignisse und Mitwisser mancher Geheimnisse. Der Rücksichtslosigkeit und Egozentrik der Gesellschaft fallen die Schwächsten zum Opfer, und auch die Sehnsucht nach tiefer Verbundenheit entpuppt sich als Illusion ohne reales Fundament. Nach »Das Tove-Projekt« nimmt sich die polnische Regisseurin Ewelina Marciniak wieder eines Romans an, den sie mit ihrem Team in einer neuen Bearbeitung auf die Bühne bringt. Die Inszenierung beleuchtet auch die Rückseite der glitzernden Fassade und sucht nach einer Stimme für jene, die im Schatten der Dekadenz existieren. TEAM Regie: Ewelina Marciniak Bühne: Grzegorz Layer, Ewelina Marciniak Kostüme: Julia Kornacka Musik: Wacław Zimpel Choreografie: Agnieszka Kryst Dramaturgie: Iga Gańczarczyk, Eivind Haugland Licht: Aleksandr Prowaliński MIT Sarah Grunert, Linda Pöppel, Nina Wolf, Heidi Ecks, Isaak Dentler, Arash Nayebbandi, Christoph Bornmüller, Stefan Graf, Matthias Redlhammer und Tim Roth, Martin Standke, Yuriy Sych (Live-Musik) PREMIERE 25. Oktober 2024, Schauspielhaus In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  26. 66

    Vorgehört: »Szenen einer Ehe« von Ingmar Bergman / Regie: Sebastian Schug

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Sebastian Schug, die Schauspieler:innen Isaak Dentler und Sarah Grunert und Dramaturg Lukas Schmelmer sprechen über »Szenen einer Ehe«. Im Jahr 1973 kreierte der schwedische Filmemacher Ingmar Bergman mit »Szenen einer Ehe« ein Drama um eine Frau und einen Mann, deren Ehe nach zehn Jahren zerbricht: Marianne und Johan erscheinen als ein bürgerliches Muster-Paar – beruflich erfolgreich, zwei Kinder, offen in ihrer Kommunikation miteinander. Tatsächlich aber hat Johan sich in eine seiner Studentinnen verliebt und plant, Marianne zu verlassen. Diese verliert, bei dieser Ankündigung, zunächst den Boden unter den Füßen. Als Johan dann tatsächlich geht, spürt sie plötzlich eine neue Freiheit, die sie in vollen Zügen genießt. Wie kann es sein, dass die beiden, wie durch unsichtbare Bande miteinander verbunden, dennoch nicht voneinander loskommen? Schonungslos zeichnet Bergman die psychologischen Mechanismen der Beziehung nach, mit ihren auseinanderklaffenden Bedürfnissen nach Nähe und Distanz, bis sich die unter der Oberfläche schwelenden Konflikte offenbaren. Alltägliche Situationen kippen plötzlich in Endlosschliefen der Eskalation und setzen eine Kraft und Zerstörung frei, die toxische Geschlechterrollen und Strukturen der Unterdrückung offenlegt. Regisseur Sebastian Schug inszeniert Bergmans Klassiker in einer intensiven Fassung für zwei Personen, die der Frage nach dem Verständnis von Liebe im 21. Jahrhundert nachfühlt. TEAM Regie: Sebastian Schug Bühne: Jan Freese Kostüme: Nico Zielke Musik: Thorsten Drücker Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Ellen Jaeger MIT Isaak Dentler, Sarah Grunert, Thorsten Drücker In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  27. 65

    Vorgehört: »Alle Zeit der Welt« / Text und Regie: Wilke Weermann

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Autor und Regisseur Wilke Weermann, Physiker Dr. Sascha Vogel und Dramaturg Alexander Leiffheidt sprechen über »Alle Zeit der Welt«. Es ist der 31. Dezember 1999. Der Tag, an dem die Computer Amok laufen, die Banken kollabieren und die Atomkraftwerke schmelzen. Oder doch nicht? Sandra Schwartz und ihr Mann Polli, die Inhaber der Pension Schwartz, sind jedenfalls auf das Schlimmste vorbereitet. Das denkt Sandra zumindest. Doch dann buchen sich kurz vor dem Silvesterabend zwei Gäste bei ihr ein, die sich äußerst sonderbar verhalten. Fremde tauchen in ihrer Küche auf, geben sich als Zeitreisende aus und beunruhigen sie mit kryptischen Warnungen und noch kryptischeren Geschäftsideen. Das Radio sendet plötzlich die Lottozahlen von übermorgen. Dann ist es endlich soweit: Mitternacht. Und auf das, was dann geschieht, ist niemand vorbereitet. Wilke Weermanns Theaterarbeiten verbinden spielerisch philosophische Fragen unserer Gegenwart mit Science-Fiction, Horror und Thriller. Sein neues Stück widmet sich auf humorvolle Weise der Frage nach Zeit, Zukunftsangst und der Sehnsucht nach einer vermeintlich sicheren Vergangenheit. Was wäre, wenn wir die Zeit zurückdrehen könnten? Würden wir Urlaub in der Vergangenheit machen? Die Welt retten? Oder gleich ganz in unsere Lieblingszeit ziehen? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist, sich selbst in eine positive Zukunft zu projizieren? Ein transtemporales Kammerspiel über das Wertvollste, das wir haben. TEAM Regie: Wilke Weermann Bühne & Kostüme: Johanna Stenzel Musik: Constantin John Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Tobias Lauber MIT Tanja Merlin Graf, Katharina Linder, André Meyer, Annie Nowak, Sebastian Reiß, Wolfgang Vogler In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  28. 64

    Vorgehört: »Faust 1 & 2« von Johann Wolfgang von Goethe / Regie: Jan-Christoph Gockel

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Jan-Christoph Gockel, Puppenbauer Michael Pietsch und Dramaturgin Katrin Spira sprechen über »Faust 1 & 2«. »Oh Faust! – Theologie, Juristerei, Medizin und leider auch Philosophie studiert habendes Urbild des Bürgers, dessen Liebe Zerstörung ist und der gebrochene Seelen braucht, um seinen Kanal zu bauen!« – So Anton Kuh im prägnanten Versuch, ein Werk zusammenzufassen, über dessen Unabschließbarkeit seinerseits der Dichter befand: Der Faust II solle erst nach seinem Tode veröffentlicht werden, damit er zukünftig »Menschen fort und fort ergötze und ihnen zu schaffen mache.« Höher, schneller, weiter – in Begleitung des Teufels brettert Faust durch die kleine und große Welt. Regisseur Jan-Christoph Gockel setzt Goethes »Monster«-Drama auf die Schienen einer Geisterbahn und nimmt besonders den zweiten Teil in den Fokus - und mit ihm das Hellsichtige, das Heutige des Stücks: Ausbeutung und Zerstörung von Mensch und Natur. »Das kann mich nicht zufriedenstellen«, klagt Faust irgendwann auf einem weiteren Gipfel des Zugewinns an Macht und Reichtum, während selbst Mephisto die Ahnung beschleicht, dass die Zeit der mittelalterlichen Teufelspakte ans Ende gelangt und dass der neue Faust vor allem eins ist: homo oeconomicus, »ein Mensch, der in der Fülle das Fehlen verspürt, im Mangel die Bedingung seines Wünschens erfährt und die Kunst des Verfehlens beherrscht: nämlich im unendlichen Streben endliche Güter zu wollen.« (Joseph Vogl) TEAM Regie: Jan-Christoph Gockel Bühne: Julia Kurzweg Kostüme: Janina Brinkmann Musik & Hörspiel: Matthias Grübel Video: Eike Zuleeg Puppenbau: Michael Pietsch Dramaturgie: Claus Philipp, Katrin Spira Licht: Marcel Heyde MIT Torsten Flassig, Wolfram Koch, Lotte Schubert, Andreas Vögler, Melanie Straub, Christoph Pütthoff , Caroline Dietrich, Mark Tumba, Michael Pietsch; Roman Fischer, Edeltrud Thobe, Lieselotte Schweikhardt, Wolfgang Schreiber (Statisterie), Thomas Moschny und Eike Zuleeg (Live-Kamera) In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  29. 63

    Vorgehört: »Killology« von Gary Owen / Regie: Helena Jackson

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Helena Jackson und Dramaturgin Katja Herlemann sprechen über »Killology«. Davey wächst in einem Arbeiterviertel auf und wird früh mit der rohen Gewalt der Straße konfrontiert. Paul ist mit einem Computerspiel reich geworden, in dem man für das Foltern seiner Opfer belohnt wird. Daveys Vater Alan plant einen Rachemord an Paul, nachdem sein Sohn scheinbar knapp eine Nachahmertat überlebt, deren brutale Choreografie aus Pauls Spiel kopiert wurde. Drei Männer verschiedener Generationen erzählen parallel ihre Geschichten. Die Erzählstränge nähern sich aneinander an, treffen sich momentweise, um dann unmerklich auseinanderzudriften. Gewalt erzeugt neue Gewalt, zerstörerische Vater-Sohn-Beziehungen, Schuld und unerwiderte Liebe schreiben die Geschichten fort. Gibt es Hoffnung auf Vergebung? Welchen Ausgang der Geschichte wünschen wir den Figuren? Und hat Davey die Gewalttat überhaupt wirklich überlebt? TEAM Regie: Helena Jackson Bühne: Katharina Oleksinska Kostüme: Antonia Mahr Sounddesign: Nicola T. Chang Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Tobias Lauber MIT Arash Nayebbandi, Mitja Over, Uwe Zerwer In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  30. 62

    Vorgehört: »Die Brüder Karamasow« nach F. M. Dostojewski / Regie: Laura Linnenbaum

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Philipp Basener, Wolfgang Michalek und Alexander Leiffheidt sprechen über »Die Brüder Karamasow«. Der alte Fjodor Karamasow ist ein Säufer, Lüstling und Geizhals; ein kleiner Landadliger, der durch Spekulationen und das Geld seiner beiden verstorbenen Ehefrauen reich geworden ist. Jeder seiner Söhne hätte Gründe genug, ihn zu verabscheuen: Dimtrij, der Soldat, der mit dem Vater um die Gunst der raffinierten Gruschenka rivalisiert. Iwan, der Intellektuelle, der keine Moral für sich gelten lassen will. Aljoscha, der Klosternovize und Iwans Vollbruder – beider Mutter hat sich aufgrund der Grausamkeiten des Vaters das Leben genommen. Und schließlich Smerdjakow, der Lakai: Koch im Gutshaus des Alten und vermutlich von diesem durch die Vergewaltigung einer Landstreicherin gezeugt. Dann wird der alte Karamasow tatsächlich ermordet. Wer ist der Täter? Wer ist schuld am Mord? Und was heißt das überhaupt: Schuld? »Die Brüder Karamasow« war Dostojewskis letzter monumentaler Roman und stellt die Quintessenz seines Schaffens dar. Laura Linnenbaums Inszenierung befragt Dostojewskis Männerwelt – in der zwar die Patriarchen sterben, nicht aber das Patriarchat – mit einem reinen Frauenensemble aus der Perspektive der Gegenwart. Sie schafft eine assoziative, beinahe fiebertraumartige Bilderwelt, in der die großen Menschheitsfragen, die Dostojewksi zeitlebens umtrieben, aus dem Gewand des Kriminalromans hervortreten: Wofür leben wir? Was können wir hoffen? Warum gibt es das Böse? TEAM Regie: Laura Linnenbaum Bühne: Valentin Baumeister Kostüme: Philipp Basener Musik und Video: Jonas Englert Choreografie: Ted Stoffer Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Fassung: Wolfgang Michalek MIT Christina Geiße, Tanja Merlin Graf, Sarah Grunert, Katharina Linder, Annie Nowak, Lotte Schubert, Melanie Straub, Elzemarieke de Vos In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  31. 61

    Vorgehört: »Heute leider Konzert!« mit Liedern und Texten von G. Kreisler / Regie: Martha Kottwitz

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Jana Fritzsche gibt eine Einführung in die Inszenierung »Heute leider Konzert!« und Einblicke in das Leben von Georg Kreisler Aufgewachsen als jüdisches Kind im Wien der 1920er Jahre, flieht Georg Kreisler mit seiner Familie 1938 in die USA und muss dort »Jude üben statt Klavier«. Nach einem Durchbruch als Musiker, Entertainer und Komponist in New York kehrt er in seine Heimatstadt zurück, die noch immer von antisemitischen Furchen durchsetzt ist. Also stellt sich Kreisler dieser neuen Wirklichkeit - mit bitterbösem Humor singt er Lieder und schreibt gesellschaftskritische Texte, in denen er alle, aber auch wirklich alle Akteure der Gesellschaft aufs Korn nimmt. Martha Kottwitz stellt mit erzählerischen, poetischen und dramatischen Versatzstücken aus Kreislers Texten und Liedern einen vielseitigen musikalischen Abend zusammen, der weit mehr bietet als eine Nacherzählung seines bewegten Lebens. Mit geschärftem Witz lässt er uns nachdenken über die Welt, in der wir leben. Ein schonungs-, aber nicht hoffnungsloser Blick in den Abgrund. TEAM Regie: Martha Kottwitz Bühne und Video: Marco Pinheiro Kostüme: Mirjam Kiefer Musikalische Einrichtung: Christina Lutz Dramaturgie: Jana Fritzsche Licht: Tobias Lauber BESETZUNG Torsten Flassig, Yuriy Sych In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  32. 60

    Vorgehört: »Die Ehe der Maria Braun« von Rainer Werner Fassbinder / Regie: Lilja Rupprecht

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Schauspielerin Manja Kuhl und Dramaturgin Katrin Spira sprechen über »Die Ehe der Maria Braun«. Während 1943 draußen die Bomben fallen, geben sich Hermann und Maria Braun das Ja-Wort. Wenige Stunden später muss Hermann zurück an die Front, Maria bleibt bei ihrer Mutter zurück, hoffend und überzeugt davon, dass ihr Mann zurückkehren wird. Nach Kriegsende beginnt sie in einer Bar zu arbeiten, wo sie sich in den GI Bill verliebt. Als eines Abends Hermann in der Tür steht, kommt es zum Streit, in dem Maria Bill erschlägt. Vor Gericht nimmt Hermann die Schuld am Tod des US-Soldaten auf sich und wird zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Maria will für Hermann und für sich selbst eine Zukunft aufbauen. Sie nimmt ihr Leben in die Hand, arbeitet im Betrieb des Industriellen Oswald – und hat Erfolg. 1954 wird ihr Mann aus der Haft entlassen, Deutschland gewinnt die Fußballweltmeisterschaft, doch für Hermann und Maria gibt es kein Happy End… TEAM Regie: Lilja Rupprecht Bühne und Kostüme: Annelies Vanlaere Musik: Fabian Ristau Video: Moritz Grewenig Choreographie: Rônni Maciel Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Marcel Heyde BESETZUNG Manja Kuhl, Isaak Dentler, Heidi Ecks, Caroline Dietrich, Mark Tumba, Sebastian Reiß, Michael Schütz, Christoph Pütthoff In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  33. 59

    Vorgehört: »They Them Okocha« / Text und Regie: Bonn Park

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Bonn Park und Dramaturgin Katja Herlemann sprechen über »They Them Okocha«. Ein Abend, der die Nostalgie des Lebens jongliert – und es fällt uns oft aus den Händen. Eine wehmütige Rückschau auf das Privileg der Jugend, als lebendig sein noch cool war und der Blick in die Zukunft interessant und angsteinflößend, aber auf eine gute Weise: Als wir noch dachten, die Welt gehört uns und alles ist möglich. Eine Erzählung von der Illusion der Entscheidungen, die wir treffen können, aber auch von der Magie des Pulsschlags, den wir einfach haben. Ein Blick auf vier Jungs, die Männer werden müssen, weil sie keine Wahl haben, und das ist vielleicht auch nicht schlimm. Autor und Regisseur Bonn Park, der sich in seinen popkulturell inspirierten Theaterabenden gerne verdrängten Themen und randständigen Figuren annimmt, entwickelt mit dem Komponisten Ben Roessler ein kleines Coming-of-age-Drama für die Kammerspiele mit Liedern aus der Welt der bodenlosen Traurigkeit. TEAM Regie: Bonn Park Bühne: Sina Manthey Kostüme: Leonie Falke Musik: Ben Roessler Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Frank Kraus MIT Lioba Kippe, André Meyer, Jannik Mühlenweg, Arash Nayebbandi und Ralf Merten (Live-Musik) PREMIERE 12. April 2024, Kammerspiele In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  34. 58

    Vorgehört: »Don Carlos« von Friedrich Schiller / Regie: Felicitas Brucker

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Komponist und Sounddesigner Markus Steinkellner und Dramaturg Alexander Leiffheidt sprechen über »Don Carlos«. In den niederländischen Provinzen erhebt sich ein Aufstand gegen die Willkürherrschaft Philipps II., dem mit grausamer Härte begegnet wird. Doch auch die Gewalt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Imperium des spanischen Königs zu bröckeln beginnt, während im Hintergrund die Karrieristen der Kirche und des Militärs, Domingo und Herzog von Alba, bereits ihre Machtübernahme planen. Zurückgezogen an seinem Hofe hält der alte König an seiner Macht fest, misstrauisch gegen alle in seinem Umfeld. Sein Argwohn macht auch vor dem eigenen Sohn Don Carlos nicht halt, dem er den Zugang zur Macht verweigert. Don Carlos ist unglücklich in seine Stiefmutter verliebt. Ursprünglich war Elisabeth von Valois ihm versprochen, bis sie in die politisch motivierte Ehe mit seinem Vater einwilligte. Mit dem Erscheinen seines Jugendfreundes Marquis von Posa wird Don Carlos aus seiner Isolation und Ohnmacht gerissen. Der glühende Idealist hofft, in Don Carlos einen Mitstreiter zu finden, der die unterdrückten Provinzen von der spanischen Krone befreit. Es entbrennt ein von Intrigen durchzogener Kampf um Einfluss, Macht, Freiheit und Liebe. Die Regisseurin Felicitas Brucker rückt in ihrer Inszenierung von Schillers dramatischem Gedicht die strukturelle Gewalt innerhalb gesellschaftlicher, politischer und familiärer Konstellationen in den Mittelpunkt. TEAM Regie: Felicitas Brucker Bühne und Kostüme: Viva Schudt Video: Florian Seufert Musik: Markus Steinkellner Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Dramaturgie Fassung: Arved Schultze Licht: Ellen Jaeger MIT Christoph Bornmüller, Torsten Flassig, Stefan Graf, Tanja Merlin Graf, Sarah Grunert, Matthias Redlhammer PREMIERE 16. März 2024, Schauspielhaus In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  35. 57

    Vorgehört: »Phädra, in Flammen« von Nino Haratischwili / Regie: Max Lindemann

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseur Max Lindemann und Dramaturg Lukas Schmelmer sprechen über »Phädra, in Flammen«. Über Athen hängt ein trügerischer Stillstand. Der alte König Theseus hat unlängst wieder einmal verkündet, sich von der Macht zurückziehen zu wollen – doch folgten den Worten bislang keine Taten. Die Königin Phädra fühlt sich als eine Gefangene ihres eigenen Lebens innerhalb der beengenden geistigen, formalen und moralischen Strukturen des Hofstaats. Derweil ist hinter den Kulissen ein erbitterter Kampf um Einfluss entfacht. Als Thronfolger ist Demophon – erstgeborener Sohn des Herrscherpaars – auserkoren. Seine Heirat mit Persea ist bereits arrangiert, um die politischen Verhältnisse weiter zu stabilisieren und die Machtübergabe einzuleiten. Doch statt sich in ihr Schicksal zu fügen, bringt Persea durch ihr unbeugsames Handeln die politischen und persönlichen Verhältnisse ins Wanken. Die Autorin Nino Haratischwili verwebt Motive des antiken Mythos um die legendäre Königin Phädra mit gegenwärtigen Fragestellungen von Sexualität, Emanzipation und Machtpolitik. Ihr Stück zeugt vom System im Umbruch, in dem progressives Denken und regressive Kräfte miteinander um Deutungshoheit ringen. Die Arbeit von Regisseur Max Lindemann zeichnet sich durch eine hohe Musikalität mittels eigens kreierten Soundscapes aus. In seiner Inszenierung stellt er das Schwanken der Figuren zwischen persönlichem und politischem Verlangen ins Zentrum. TEAM Regie: Max Lindemann Bühne: Signe Raunkjær Holm Kostüme: Eleonore Carrière Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Jan Walther MIT Miguel Klein Medina, Anna Kubin, Sebastian Kuschmann, Mitja Over, Lotte Schubert, Andreas Vögler PREMIERE 15. März 2024, Kammerspiele In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  36. 56

    Vorgehört: »Der Raub der Sabinerinnen« nach den Gebrüdern Schönthan / Regie: Christina Tscharyiski

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Christina Tscharyiski und Dramaturgin Katrin Spira sprechen über »Der Raub der Sabinerinnen«. Der Gymnasialprofessor Martin Gollwitz hat in seiner Jugend ein Theaterstück verfasst, das seither sein Dasein in der Schublade fristet: Die Römertragödie »Der Raub der Sabinerinnen« wird allenfalls von Gollwitzʼ Dienstmädchen Rosa geliebt, ihm selbst ist das pathetische Stück mittlerweile peinlich. Eine Jugendsünde, mehr nicht. Oder vielleicht doch? Urplötzlich jedenfalls rückt der Text und mit ihm Professor Gollwitz in den Fokus, denn der umtriebige Theaterdirektor Striese gastiert mit seiner Truppe in der Stadt und sucht nach Stoffen, die das Publikum begeistern. Dabei greift er in die Theaterleitungs-Trickkiste: Prominenz geht immer, sagt er sich – und versucht Stücke stadtbekannter Persönlichkeiten auf den Spielplan zu bringen. Er wirft sich ins Zeug, umschmeichelt den zögerlichen Professor, dessen Ehefrau, die mit Theater wirklich gar nichts anfangen kann und gerade zur Kur gereist ist, doch dieses »wunderbare Stück« aufführen zu dürfen und verspricht eine grandiose Inszenierung. Ein Versprechen, das er nicht ganz halten kann – es folgen Verwechslungen, Streitereien und Besetzungsschwierigkeiten, die sowohl Striese als auch das Gollwitzʼsche Familienleben in Aufruhr bringen. Während die Aufführung zur Blamage zu geraten droht, hat Frau Striese eine rettende Idee und schafft es, das Ruder noch einmal rumzureißen. TEAM Regie: Christina Tscharyiski Bühne: Stéphane Laimé Kostüme: Svenja Gassen Musik: Thorsten Drücker Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Frank Kraus MIT Isaak Dentler, Christina Geiße, Annie Nowak, Christoph Pütthoff, Manja Kuhl, Michael Schütz, Mark Tumba, Wolfram Koch, Heidi Ecks, Thorsten Drücker PREMIERE 10. Februar 2024, Schauspielhaus In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  37. 55

    Vorgehört: »Nachts (bevor die Sonne aufgeht)« von Nina Segal / Regie: Janina Velhorn

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Janina Velhorn und Dramaturgin Jana Fritzsche sprechen über »Nachts (bevor die Sonne aufgeht)«. Es waren einmal eine Frau und ein Mann und ein schreiendes Kind – »aber die Dinge hängen nicht zusammen«. Ein Paar erzählt die gemeinsame Geschichte nach, wobei sich unterschiedliche Überzeugungen und sich widersprechende Ideale auftun. Nicht zuletzt hängt wie ein Damoklesschwert über alldem die Frage: Warum haben sie sich für ein Kind entschieden? Mit dichter, rhythmischer Sprache fragt die britische Autorin Nina Segal in ihrem 2016 erschienenen Bühnentext nach Zusammenhängen von Ereignissen in der Welt und Entscheidungen im vermeintlich Privaten. Stück für Stück bricht das Außen in den geschützten Raum des Zuhauses ein und wirft das Paar auf sich und gefällte Entscheidungen zurück. Die Regisseurin Janina Velhorn entlarvt das Idyll der Familie als Ort des Unheimlichen, fragt nach Kippmomenten im Alltäglichen und verortet die Geschichte damit in einen Kontext des Horrors. TEAM Regie: Janina Velhorn Bühne: Devin McDonough Kostüme: Evelyn Gulbinski Dramaturgie: Jana Fritzsche MIT Caroline Dietrich, Sebastian Reiß PREMIERE 21. Januar 2024, Box In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  38. 54

    Vorgehört: »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« von Heinrich Böll / Regie: Sapir Heller

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Sapir Heller und Dramaturgin Lena Wontorra sprechen über »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« (Bühnenfassung von John von Düffel) Die 26-jährige Katharina Blum steht unter Verdacht, Mitwisserin einer umfangreichen Betrugsaffäre zu sein, nachdem sie eine Karnevalsparty mit einem gewissen – und ihr bis dato unbekannten – Ludwig Götten verließ. Nicht nur wird sie daraufhin stundenlang von der Polizei befragt, vor allem startet die ZEITUNG einen wahrhaftigen Shitstorm gegen die junge Hauswirtschafterin. Blum wird öffentlich als Mittäterin und »Flittchen« diffamiert, Aussagen von ihr nahestehenden Personen werden umformuliert und verfälscht wiedergegeben, die Boulevardredakteure lassen nicht mehr von ihr ab. »Wie Gewalt entstehen kann und wohin sie führt« lautet der erweiterte Titel dieser 1974 erschienenen Erzählung des Schriftstellers Heinrich Böll. Denn durch die Kampagne gegen Katharina Blum wird diese wirklich zur Täterin und erschießt den dafür verantwortlichen Journalisten. Heinrich Böll gibt in einer vorangestellten Notiz an: »Sollten sich (...) Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich« und beschrieb die Erzählung später als Pamphlet, das auf die konfliktverstärkende Rolle des Boulevardjournalismus in der öffentlichen Beachtung der Roten Armee Fraktion Bezug nehme. Er selbst hatte sich zuvor als Opfer einer solchen Medienkampagne gesehen und stellt an Katharina Blums Fall das Vorgehen der Presse beispielhaft zur Schau. Die Regisseurin Sapir Heller inszeniert diese Erzählung als temporeiche Verfolgungsjagd, die auf die Nähe des inzwischen allgegenwärtigen Sensationsjournalismus zum heutigen Populismus verweist. TEAM Regie: Sapir Heller Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck Musik: Gustavo Strauß Video: Lion Bischof Dramaturgie: Lena Wontorra Licht: Ellen Jaeger MIT Sarah Grunert, Christoph Bornmüller, Stefan Graf, Peter Schröder, Melanie Straub PREMIERE 19. Januar 2024, Kammerspiele In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  39. 53

    Vorgehört: »Der Würgeengel« von PeterLicht und SE Struck nach Luis Buñuel / Regie: Claudia Bauer

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Regisseurin Claudia Bauer und Dramaturgin Katja Herlemann sprechen über »Der Würgeengel«. Eine Party der High Society, bei der am Ende niemand nach Hause geht – eine plötzliche unsichtbare Grenze hält die Abendgesellschaft im Esszimmer der Gastgeber gefangen. Seltsamerweise scheinen die Hausangestellten der reichen Leute die Bedrohung vorauszuahnen, denn sie machen sich aus dem Staub, bevor der Spuk beginnt. Die vornehme Etikette der schicken Gesellschaft wird angesichts der neuen Realität ihrer vermeintlichen Gefangenschaft rasch von schonungsloser Brutalität gegeneinander abgelöst. Entbehrungen, Schuldzuweisungen, Sex im Wandschrank und Todesangst bestimmen ihre Tage, bis schließlich der Bann gebrochen wird, indem die Eingesperrten das Raum-Zeit-Kontinuum austricksen. Nach dem Publikumsliebling »Der diskrete Charme der Bourgeoisie« gelangt mit diesem Stoff ein weiterer surrealistischer Film des Oscar-Preisträgers Luis Buñuel in einer Überschreibung von PeterLicht und SE Struck auf die Bühne des Schauspiel Frankfurt. Das Autor:innen-Duo untersucht mit bissigem Humor und einem heutigen Blick eine wiedererkennbare gesellschaftliche Klasse, die trotz oder aufgrund all ihrer Privilegiertheit, ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten komplett handlungsunfähig ist. TEAM Regie: Claudia Bauer Bühne: Andreas Auerbach Kostüme: Vanessa Rust Musik: Alexandra Holtsch, Hubert Wild Video: Jan Isaak Voges Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Marcel Heyde MIT Torsten Flassig, Anna Kubin, Sebastian Kuschmann, Katharina Linder, Julia Preuß, Arash Nayebbandi, Lotte Schubert, Andreas Vögler, Hubert Wild PREMIERE 20. Januar 2024, Schauspielhaus In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  40. 52

    Vorgehört: »Sonne/Luft« von Elfriede Jelinek / Regie: Lilja Rupprecht

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Katrin Spira und Dramaturgieassistentin Jana Fritzsche sprechen über »Sonne/Luft«. . Die Sonne hat genug von der Erde und den Menschen, die sie so lange zugrunde gerichtet haben: »Dieser lächerliche Fettklops voll Klopapier, Dreck, Schaum und Abschaum«. Die Sonne lacht, sie brennt, sie verbrennt die Felder, sie lässt den Meeresspiegel steigen, Fluten heraufkommen und sie weiß, dass das Ende des Menschen sowieso gekommen ist, auch wenn die Menschen noch versuchen, sich am Strand aufzuhalten und es sich in der Sonne, trotz aller Besorgnisse um die Zukunft, schön machen. Der Mensch hat zu lange versucht in all seiner Hybris sich die Natur zu eigen zu machen. Dass diese Zeit vorbei sein wird, darüber freut sich auch die Luft. Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat mit »Sonne/Luft« einen vielstimmigen, gleichermaßen heiteren wie gnadenlosen Text über den Klimakollaps geschrieben, ohne es explizit werden zu lassen. Regisseurin Lilja Rupprecht wird in ihrer Inszenierung dieser Vielstimmigkeit auf die Spur gehen und untersuchen, wieviel echte Natur uns überhaupt noch umgibt, bzw. wie sehr wir es uns in der Kulissenhaftigkeit unseres Daseins eingerichtet haben. . TEAM Regie: Lilja Rupprecht Bühne: Christina Schmitt Kostüme: Annelies Vanlaere Musik: Philipp Rohmer Video: Moritz Grewenig Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Frank Kraus . MIT Christina Geiße, Manja Kuhl, Annie Nowak, Sebastian Reiß und Philipp Rohmer (Live-Musik) . PREMIERE 01. Dezember 2023, Kammerspiele . In unserer Stückeinführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  41. 51

    Vorgehört: »Dracula« von Johanna Wehner nach Bram Stoker / Regie: Johanna Wehner

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Katja Herlemann und Regisseurin Johanna Wehner sprechen über »Dracula« . Graf Dracula, der wohl bekannteste Vampir der Kulturgeschichte und Synonym für das Böse schlechthin, wurde 1897 von dem irischen Schriftsteller Bram Stoker erfunden und ist bis heute Protagonist unzähliger Geschichten in Filmen, Büchern, Serien. Bram Stokers Roman »Dracula« ist montiert aus Briefen, Telegrammen, Zeitungsartikeln und Tagebucheinträgen der handelnden Figuren: Jonathan Harker, ein junger englischer Anwalt, reist nach Transsylvanien, um mit einem alten Grafen Immobiliengeschäfte zu tätigen. Seine Verlobte Mina besucht derweil ihre Freundin Lucy Westenra im beschaulichen englischen Küstenstädtchen Whitby. Jonathan Harker muss bald erkennen, dass er auf Draculas Schloss gefangen ist. Während ihm nur knapp die Flucht gelingt, reist Dracula per Schiff nach England um dort sein Unwesen zu treiben. Nachdem Lucy ihm zum Opfer gefallen ist, organisieren sich ihre Freunde und Verehrer, um den Vampir unschädlich zu machen. Angeführt von dem Wissenschaftler Van Helsing verfolgen sie Graf Draula auf seiner Flucht zurück in die Heimat. Johanna Wehner, bekannt für ihre aufwendig komponierten Textfassungen, inszeniert »Dracula« als Studie einer Gesellschaft, die fanatisch eine äußere Bedrohung abwehrt, welche es auf ihre wohlgeordnete Welt abgesehen zu haben scheint. Mit der Identifizierung eines monströsen Anderen radikalisieren sich ihre Mitglieder, um das vermeintlich Gute und Eigene zu schützen. . TEAM Regie: Johanna Wehner Bühne: Benjamin Schönecker Kostüme: Ellen Hofmann Musik: Vera Mohrs, Kostia Rapoport Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Ellen Jaeger . MIT Christoph Bornmüller, Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Judith Florence Ehrhardt, Stefan Graf, Arash Nayebbandi, Matthias Redlhammer PREMIERE 27. Oktober 2023, Schauspielhaus In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  42. 50

    Vorgehört: »Mascha K. (Tourist Status)« von Anja Hilling / Regie: Christina Tscharyiski

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturg Lukas Schmelmer und Regisseurin Christina Tscharyiski sprechen über »Mascha K. (Tourist Status)« . »Ich glaube nicht, dass wir hier je zur Ruhe kommen«, schrieb die Dichterin Mascha Kaléko 1941 in ihr Tagebuch. Die jüdische Dichterin erlebt ein paar leuchtende Jahre in Berlin, in denen sie sich zu einer Ikone der »Neuen Sachlichkeit« aufschwang. Doch die Terrorherrschaft der Nationalsozialist:innen zwang sie schließlich in die Emigration. Zusammen mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn landet Kaléko in New York, eingepfercht in einer zu kleinen Wohnung und der Möglichkeit beraubt, ihrer künstlerischen Tätigkeit nachzugehen. Später wird ein kurzes Comeback sie zurückführen in das Land der Täter:innen. Doch das Berlin, in dem sie ihre Erfolge feierte, existiert nicht mehr. Es treibt sie weiter nach Israel. Doch auch hier findet sie keine Ruhe. Das Leben und Werk von Mascha Kaléko sind Ausgangspunkt für ein neues Stück von Anja Hilling. Entstanden ist die eindrucksvolle Begegnung zweier Dichterinnen, zweier Sprachen – mitten in der Gegenwart. Das Stück erzählt von einem Leben, in dem das einzige Verweilen in der Bewegung liegt, von Versuchen, Familien zu gründen, in der Kunst, in der Konvention, in der Liebe. In der Inszenierung von Christina Tscharyiski verbindet sich die poetische Sprache des Stücks mit einer treibenden Musikalität zu einer Reise durch Raum und Zeit. . TEAM Regie: Christina Tscharyiski Bühne: Devin McDonough Kostüme: Miriam Draxl Musik: Thorsten Drücker Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Jan Walther . MIT Lotte Schubert, Melanie Straub, Anna Kubin, Sebastian Reiß, Sebastian Kuschmann, Thorsten Drücker . URAUFFÜHRUNG 22. September 2023, Kammerspiele . In unserer Stückeinführung »Vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  43. 49

    Vorgehört: »Der Geizige« von Molière / Regie: Mateja Koležnik

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Sabrina Zwach spricht mit Regisseurin Mateja Koležnik, Sounddesigner Bert Wrede und Dolmetscherin Anja Wutej über die Inszenierung, die Bedeutung des Bühnenbildes und die Musik in »Der Geizige«. . 1668 wurde Molières Komödie im Théâtre du Palais uraufgeführt. 355 Jahre später inszeniert die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik den noch immer hochaktuellen Stoff in der Bankenstadt Frankfurt. Es geht um nichts weniger als um Geiz. »Der Geizige«, so wie wir die 5-aktige Komödie von Molière kennen, geht in wesentlichen Anteilen auf die sogenannte Goldtopf-Komödie des römischen Dichters Plautus zurück. Über Plautus ist wenig bekannt, außer dass er 184 v. Chr. bereits verstarb. Angeblich soll er seine Komödien als sogenannter Mühlensklave geschrieben haben, denn tatsächlich verdingte er sich bei einem Müller als Sklave, nachdem er sein gesamtes Vermögen, das er an der Bühne verdiente, durch Spekulationsgeschäfte wieder verloren hatte. Klingt modern! Angeblich war Plautus Schauspieler, angeblich auch ein Komödiant. Er war kein Schreibtischdichter, sondern hat, von der Bühne inspiriert, aus der Theaterpraxis heraus geschrieben. Auch Molière – eigentlich Jean-Baptiste Poquelin – hat als Schauspieler zum Autorendasein gefunden. 1668, in den letzten Jahren seiner langen Karriere, hat er »L’Avare« (Der Geizige) als Prosakomödie geschrieben, in der er den Typ des reich gewordenen, aber geizig gebliebenen Bürgers karikiert, der seine lebensfroheren und konsumfreudigeren Kinder mit seinem Geiz erstickt. Während Molière eine aberwitzig verwickelte Komödie über das Thema Geiz schreibt, wird Koležnik die menschliche Verfehlung darin suchen und finden. . TEAM Regie: Mateja Koležnik Bühne: Olaf Altmann Kostüme: Ana Savić-Gecan Musik: Bert Wrede Dramaturgie: Sabrina Zwach Choreografie: Matija Ferlin, Magdalena Reiter Dolmetscherin: Anja Wutej Licht: Marcel Heyde . MIT Peter Schröder, Torsten Flassig, Sarah Grunert, Jannik Mühlenweg, Tanja Merlin Graf, Uwe Zerwer, Katharina Linder, Andreas Vögler, Wolfgang Vogler, Michael Schütz, Max Böttcher, Yannick Sturm . PREMIERE 21. September 2023, Schauspielhaus . In unserer Stückeinführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  44. 48

    Vorgehört: »Orlando - Eine Biografie« nach Virginia Woolf / Regie: Anselm Weber und Katrin Spira

    VORGEHÖRT – Der Stückeinführungspodcast des Schauspiel Frankfurt Dramaturgin Katrin Spira gibt einen Einblick in die Biografie Virginia Woolfs, den Inhalt des Romans und die Inszenierung. . Von der Mannwerdung zur Frauwerdung – Orlando, ein junger, englischer Lord, wird Geliebter der Königin Elizabeth I., geht als Gesandter an den Hof des Sultans in Konstantinopel und verwandelt sich dort über Nacht in eine Frau. Über 400 Jahre hinweg, vom 16. Jahrhundert bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert, durchstreift Orlando die Zeit. Aus dem unbeholfenen Dichter wird schließlich eine erfolgreiche, alleinerziehende, autofahrende Schriftstellerin. Virginia Woolf, selbst zwischen den Welten wandelnd, hat diese »Biografie« 1928 ihrer Geliebten Victoria Sackville-West gewidmet. Mit Witz demontiert Woolf darin scheinbar Unverrückbares: Stand, Status, Geschlecht und Macht. Der fluide Wechsel zwischen den Geschlechtern birgt für Woolf nicht etwa die Identitätskrise, sondern die größtmögliche Freiheit. . TEAM Regie: Anselm Weber, Katrin Spira Kostüme: Cosima Wanda Winter Musikalische Einrichtung: Christina Lutz Komposition: Clara Pazzini Choreografie: Zoë Knights Dramaturgie: Katrin Spira Licht: Frank Kraus . BESETZUNG Angelika Bartsch, Sonja Beißwenger, André Meyer, Annie Nowak, Mark Tumba, Rokhaya Müller . PREMIERE 24. September 2023, Schauspielhaus . In unserem Stückeinführungspodcast »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

  45. 47

    Vorgehört: »Das Tove-Projekt« nach Tove Ditlevsen von Joanna Bednarczyk / Regie: Ewelina Marciniak

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Katja Herlemann spricht mit Dramaturgin Joanna Bednarczyk, die die Bühnenfassung des Stücks erstellt hat, und Schauspielerin Sarah Grunert über »Das Tove-Projekt« »Ein Mädchen kann nicht Dichterin werden«, sagt der Vater zu der jungen Tove im Kopenhagener Arbeitermilieu der 1930er Jahre. Auch wenn diese Frau nie in die literarischen Kreise ihrer Zeit passte, so erarbeitete sie sich dennoch bereits in jungen Jahren Ruhm als Schriftstellerin. Tove Ditlevsen hat mit ihrer sezierenden Prosa die Fähigkeitgehabt, einer widrigen Wirklichkeit standzuhalten. Im Leben, und wenn nicht im Leben, dann in der Literatur. Mit schmerzlicher Offenheit bildet Ditlevsen den Kampf um künstlerischere Autonomie und eine Identität als Künstlerin, Frau und Mutter in ihren autofiktionalen Texten ab. In Dänemark eine der bekanntesten nationalen Autorinnen, wurde sie erst vor kurzem von der Weltliteratur (wieder)entdeckt. Die Stückfassung für das Schauspiel Frankfurt von Joanna Bednarczyk speist sich aus den neu ins Deutsche übertragenen Werken Tove Ditlevsens: Die »Kopenhagen-Trilogie«, Tove Ditlevsens zentrales Werk und Erzählung ihres Lebens, und der Roman »Gesichter«, in dem die Autorin die Wahrnehmungsverschiebungen einer Psychose mit großer Expressivität erfahrbar macht. Die polnische Regisseurin Ewelina Marciniak entwirft in ihrer ersten Arbeit am Schauspiel Frankfurt einen epischen Schauspielabend über die Frage nach weiblicher Souveränität und Künstlerinnenschaft. Die Erforschung von weiblichen Perspektiven in der männerdominierten Welt des Theaters ist der Regisseurin ein zentrales Anliegen. TEAM Regie / Bühne: Ewelina Marciniak Bühne: Grzegorz Layer Kostüme: Julia Kornacka Musik: Jan Duszynski Lichtdesign: Aleksandr Prowaliński Licht: Marcel Heyde Choreografie: Dominika Wiak Dramaturgie: Katja Herlemann, Joanna Bednarczyk BESETZUNG Sarah Grunert, Katharina Linder, Uwe Zerwer, Anabel Möbius, Stefan Graf, Caroline Dietrich, Andreas Vögler, Sebastian Kuschmann, Livia Newzella / Rebeka Turré Premiere 02. Juni, Schauspielhaus

  46. 46

    Vorgehört: »Macbeth« von William Shakespeare / Regie: Timofej Kuljabin

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Julia Weinreich spricht mit Regisseur Timofej Kuljabin und Dramaturgin Olga Fedyanina über »Macbeth« Macbeth kann König werden, also muss er es werden. Für König Duncan hat Macbeth auf dem Kriegsfeld zuvor den Than von Cawdor und die Norweger besiegt. Einer Prophezeiung zufolge soll er nun selbst den Staat anführen. Seine Tyrannenherrschaft beginnt mit dem Mord an König Duncan. Um seine Macht zu festigen, verfolgt er mit seiner skrupellosen Frau Lady Macbeth einen mörderischen Plan. Plagen ihn Schuldgefühle, Angstzustände und Schlaflosigkeit, richtet ihn Lady Macbeth nach allen Registern erfolgreicher Manipulationsstrategien wieder auf. Es folgt Mord auf Mord, bis die Blutspur in den eigenen Tod von Macbeth mündet und der »europäische Nihilismus seine Geburtsstunde erlebt«, so der Schweizer Germanist Peter von Matt. Shakespeares Tragödie ist der Urstoff aller Thriller, Macbeth und Lady Macbeth das blutrünstigste Killerliebespaar der Literaturgeschichte. Ist das genuin Böse in den auf Gewalt begründeten Machtstrukturen in einer Gesellschaft latent vorhanden? Wieviel Macbeth und Lady Macbeth steckt in uns selbst? Wie weit gehen wir in unserem Ehrgeiz um Macht und Anerkennung? Der renommierte russische Regisseur Timofej Kuljabin, der für seine präzise psychologische Figurenzeichnung bekannt ist, geht diesen Fragen nach. TEAM Regie: Timofej Kuljabin Bühne: Oleg Golovko Kostüme: Vlada Pomirkovannaja Musik/ Sounddesign: Timofej Pastukhov Koordination und Assistenz: Rustam Akhmedshin Dramaturgie: Olga Fedyanina, Julia Weinreich Licht: Marcel Heyde BESETZUNG Moritz Kienemann, Lotte Schubert, Peter Schröder, Torsten Flassig, Anna Kubin, Mark Tumba, Sebastian Reiß, Michael Schütz, Miguel Klein Medina, Marie Julie Bretschneider Premiere 14. April, Schauspielhaus

  47. 45

    Vorgehört: »Mein Lieblingstier heißt Winter« nach Ferdinand Schmalz / Regie: Rieke Süßkow

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Katja Herlemann spricht mit Autor Ferdinand Schmalz und Regisseurin Rieke Süßkow über »Mein Lieblingstier heißt Winter« Der Wiener Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht soll einem makabren Wunsch nachkommen. Sein Kunde Doktor Schauer ist fest entschlossen, sich zum Sterben in eine Tiefkühltruhe zu legen. Er beauftragt Franz Schlicht, den gefrorenen Körper auf eine Lichtung zu verfrachten. Zum vereinbarten Zeitpunkt ist die Tiefkühltruhe jedoch leer, und Schlicht begibt sich auf eine höchst ungewöhnliche Suche nach der Person oder Leiche. Dabei kreuzen die Tatortreinigerin Schimmelteufel, ein Ingenieur, der sich selbst eingemauert hat, und ein Ministerialrat, der Nazi-Weihnachtsschmuck sammelt, seinen Weg durch die von Sommerhitze gequälte Stadt und ihre gesellschaftlichen Milieus. Nichts weniger als einige fundamentale Erkenntnisse über die Verhältnismäßigkeit von Leben und Tod gewinnt Schlicht auf seiner selbstauferlegten Mission. Mit dieser Uraufführung kommt nach »jedermann (stirbt)« wieder ein Stoff des Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz am Schauspiel Frankfurt auf die Bühne. Der Autor nimmt uns in seinem Debütroman mit auf eine abgründige Tour im Stile eines melancholischen österreichischen Krimis, skurril, intelligent und mit der aus seinen Theaterstücken bekannten Sensibilität für Sprache und Form. TEAM Regie: Rieke Süßkow Bühne: Marlene Lockemann Kostüme: Sabrina Bosshard Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Johannes Richter Sound Design und Komposition: Max Windisch-Spoerk BESETZUNG Christina Geiße, Tanja Merlin Graf, Stefan Graf, Katharina Linder, Anabel Möbius, Melanie Straub, Wolfgang Vogler Uraufführung 26. März 2023, Kammerspiele

  48. 44

    Vorgehört: »Traumnovelle« nach Arthur Schnitzler / Regie: Sebastian Hartmann

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Katrin Spira spricht mit Regisseur Sebastian Hartmann über die Inszenierung »Traumnovelle« »Kein Traum ist völlig Traum«, räumt der Wiener Arzt Fridolin seiner Frau Albertine gegenüber ein. Hinter dem Paar liegt einerseits das eheliche Versprechen, sich treu zu sein – und andererseits eineinhalb Tage und Nächte voller realer und surrealer, in jedem Falle aber: rauschhafter Abenteuer. Fridolin hat in einem Schloss an einer Festgesellschaft teilgenommen und wurde auf unangenehme Weise enttarnt. Seine Frau Albertine legt ihre »Tarnung« als treue Ehefrau ab und berichtet ihrem Mann von sexuellen Begierden mit anderen Männern. Arthur Schnitzler, selbst promovierter Arzt, ist einer der prominentesten Vertreter der Wiener Moderne. »Traumnovelle« erschien 1926 und schafft es bis heute, anhand einer scheinbar »kleinen Begebenheit« menschliche Triebe und Abgründe auf den Plan zu rufen. Der Text richtet den Blick ins Unbewusste und bricht mit der Verquickung von Traum und Wirklichkeit die persönlichen Sicherheiten auf. »Ich ahne, dass die Wirklichkeit einer Nacht, ja dass nicht einmal die eines ganzen Menschenlebens auch seine innerste Wahrheit bedeutet«, sagt Fridolin. Es bleibt die Verunsicherung, die das Menschliche ausmacht. Sigmund Freud schrieb 1922 an Schnitzler: »So habe ich den Eindruck gewonnen, dass Sie durch Intuition – eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung – alles das wissen, was ich in mühseliger Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe.« TEAM Regie und Bühne: Sebastian Hartmann Kostüme: Adriana Braga Peretzki Video: Tilo Baumgärtel Dramaturgie: Katrin Spira Lichtdesign: Lothar Baumgarte BESETZUNG Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Christian Kuchenbuch, Manja Kuhl, Sebastian Kuschmann, Annie Nowak, Christoph Pütthoff, Matthias Redlhammer, Holger Stockhaus Premiere 04. März 2023, Schauspielhaus

  49. 43

    Vorgehört: »10 Odd Emotions« / Konzept und Regie: Saar Magal

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturg Alexander Leiffheidt und Produktionsleiterin Mette Windberg Baarup sprechen mit Choreografin Saar Magal und Musiker Omer Klein über »10 Odd Emotions«, eine Koproduktion mit der Dresden Frankfurt Dance Company . Wie lassen sich die Gewaltformen des Antisemitismus, des Rassismus und der Kolonialisierung als miteinander verknüpfte und historisch voneinander abhängige Phänomene verstehen, ohne dabei in Relativierungen zu verfallen? Wie sprechen wir über Erinnerung und historische Verantwortung, und wie über die teils widerstreitenden, »sonderbaren« Emotionen, die beide hervorrufen? Wie entsteht der »fremde Körper«, das Ausgestoßene, Unterdrückte, aus der Mitte eines vermeintlichen »Wir«? In dieser einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Schauspiel Frankfurt und der Dresden Frankfurt Dance Company treten Schauspieler:innen aus dem Ensemble zusammen mit Tänzer:innen und freien Performer:innen auf die Bühne. Die israelische Choreografin Saar Magal entwickelt auf der Grundlage gemeinsamer Recherchen und Improvisationen ein Stück des zeitgenössischen Physical Theatre, das sich mit der Gegenwart und Genealogie von antisemitischer und rassistischer Gewalt in Deutschland auseinandersetzt und dabei Sprache, Musik, Körper und Bilder zum Tanzen bringt. . TEAM Konzept und Regie: Saar Magal Choreografie: Saar Magal, in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Musik: Omer Klein Bühne: Magdalena Gut Kostüme: Slavna Martinovic Probenleitung Choreografie: Niv Marinberg Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Frank Kraus Video: Natan Berkowicz, Macin Kosakowski tanzdramaturgische Beratung: Julia Kraus Bühnenbildentwurf: Eva Veronica Born . BESETZUNG Sarah Grunert, Todd Baker, Adaya Berkovich, Felix Berning, Kevin Beyer, Bat El Dotan, Roberta Inghilterra, Clay Koonar, Barbora Kubátová, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Andreas Vögler, Isaiah Wilson, Paul Wolff-Plotegg Omer Klein, Silvan Strauss (Live-Musik) . Premiere 21. Januar 2023, Schauspielhaus

  50. 42

    Vorgehört: »Life is but a dream« nach »Onkelchens Traum« / Regie: Barbara Bürk

    VORGEHÖRT – Das Gespräch zum Stück Dramaturgin Julia Weinreich spricht mit Regisseurin Barbara Bürk über die Inszenierung »Life is but a dream« . Die kleine Stadt Mordasov ist in heller Aufregung: Prinz K., ein wohlhabender Gutsbesitzer, kehrt zurück. Maria Alexandrovna Moskalyova, einflussreiche und furchterregende Intrigantin, will, dass Prinz K. ihre Tochter Zina ehelicht. Dumm nur, dass es noch andere rivalisierende Heiratsvermittler:innen gibt und Zina ihren ganz eigenen Kopf hat. Als Fürst K. nach turbulenten Ereignissen stirbt, fühlt sich keiner schuldig, obwohl alle mitverantwortlich sind für seinen Tod. Schein ist Sein in Dostojewskis »Onkelchens Traum« von 1859. Der russische Literaturwissenschaftler und Kunsttheoretiker Michail Bachtin hat den Weltzustand in Dostojewskis Werk als »Karnevalisierung« bezeichnet. Die Karnevalszeit als berechtigter Tabubruch von festen Verhaltensmustern kann ein wichtiges Ventil in einer Gesellschaft sein: Nur was, wenn der Karneval nicht mehr endet? Was, wenn das Dionysische über alle Vernunft regiert? Was, wenn eine Gesellschaft, die sich dauerhaft der Verstellung verpflichtet, vom Größenwahn gelenkt, den eigenen Tod abschaffen will? . TEAM Regie: Barbara Bürk Bühne und Kostüme: Anke Grot Musik: Markus Reschtnefki Dramaturgie: Julia Weinreich Licht: Ellen Jaeger . BESETZUNG Anna Böger, Torsten Flassig, Christina Geiße, Michael Schütz, Melanie Straub, Wolfgang Vogler, Uwe Zerwer, Markus Reschtnefki (Live-Musik) . Premiere 20. Januar 2023, Kammerspiele . In unserer Audio-Einführung »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.

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Willkommen am Schauspiel Frankfurt!In unserem Stückeinführungspodcast »vorgehört« stellen wir Ihnen unsere neusten Produktionen vor und schauen ein bisschen hinter die Kulissen. Wir geben Ihnen einen inhaltlichen Überblick, gewähren Einblicke in den Entstehungsprozess und sprechen darüber, was Sie bei der jeweiligen Inszenierung erwartet.Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. Seit der Spielzeit 2017/18 ist Anselm Weber Intendant des Hauses.In den vier Spielstätten – Schauspielhaus, Kammerspiele, Box und Bockenheimer Depot – bringen renommierte Regisseur:innen wie Jan Bosse, Felicitas Brucker, Barbara Bürk, Jan-Christoph Gockel, Mateja Koležnik, Claudia Bauer und Johanna Wehner sowohl Klassiker als auch zeitgenössische Dramatik auf die Bühne.

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