PODCAST · business
Schlaflos dank Seattle - Der Liquam Podcast
by Liquam
Der Business- und Tech-Podcast für alle, die verstehen wollen, wie technologische Innovation Märkte und Unternehmen transformiert. Jede Episode liefert aktuelle Insights und Tech-News und analysiert, wie neue Trends Chancen und Risiken für Unternehmen bieten. Ob Künstliche Intelligenz, digitale Disruption oder neue Geschäftsmodelle: Innovative Unternehmen treiben den Wandel voran und stellen CEOs etablierter Unternehmen vor komplexe Aufgaben – und oft schlaflose Nächte. Mehr unter: www.liquam.com
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AI-Washing von Apple, Decision Media von idealo, Musk gegen OpenAI und DeepL wird von KI disruptiert
In Folge 162 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Apples KI-Versprechen rund um Apple Intelligence und Siri, die am Ende deutlich größer waren als das, was zum Start tatsächlich verfügbar war. Apple einigt sich nun auf einen Vergleich über 250 Millionen Dollar – für das Unternehmen selbst eher Kleingeld, aber symbolisch spannend: Ausgerechnet Apple, sonst bekannt für durchinszenierte Perfektion und fertige Produkte, scheint sich vom KI-Hype zu weit nach vorne treiben lassen zu haben. Außerdem geht es um Idealo und den Start von „Idealo Ads“. Aus dem neutral wirkenden Preisvergleich wird immer stärker eine Retail-Media-Plattform. Wir diskutieren, ob damit die Objektivität solcher Vergleichsportale leidet, wie „Decision Media“ Kaufentscheidungen beeinflussen könnte und warum KI diese Form der Werbung künftig noch präziser – und potenziell manipulativer – machen kann. Ein weiteres Thema ist DeepL: Das deutsche KI-Vorzeigeunternehmen streicht rund ein Viertel der Belegschaft. Spannend daran ist die Ironie, dass ein KI-Unternehmen nun selbst durch KI unter Druck gerät. Denn Übersetzungen werden zunehmend zur Nebenfunktion großer Foundation Models wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Wir sprechen darüber, ob spezialisierte KI-Produkte künftig von großen Plattformmodellen verschluckt werden – und ob Datenschutz, Terminologie und Unternehmensintegration DeepL im B2B-Bereich trotzdem relevant halten. Zum Schluss werfen wir einen Blick auf den Prozess von Elon Musk gegen OpenAI. Vor Gericht geht es nicht nur um alte E-Mails, Tagebucheinträge und persönliche Vorwürfe, sondern um die große Frage, ob ein Unternehmen wie OpenAI überhaupt gleichzeitig gemeinnützige Mission und milliardenschwere Kommerzialisierung vereinen kann. Dabei zeigt sich: In diesem Verfahren kommt kaum jemand wirklich gut weg – weder Musk noch OpenAI noch die gesamte KI-Branche.
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Tech-News #161: Ask YouTube, SAP API Policy, geplatzter Meta-Deal mit Manus AI und KI frisst Effizienzgewinne
In Folge 161 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir „Ask YouTube“, Googles neue KI-Suche innerhalb von YouTube. Die Funktion erstellt aus Videos, Shorts, Texten und einzelnen Videosegmenten komplette Antwortseiten. Für Nutzer kann das ein großer Komfortgewinn sein, weil sie schneller konkrete Informationen finden. Kritisch diskutieren wir aber, was das für Creator bedeutet: Wenn nur noch Ausschnitte konsumiert werden, könnten Watchtime, Monetarisierung und Product Placements leiden. YouTube wird damit immer mehr zur Antwortmaschine – ähnlich wie Google Search mit AI Overviews.Danach geht es um die neue SAP API Policy und die Frage, wie stark SAP den Zugriff auf Kundendaten und SAP-nahe Geschäftslogik regulieren darf. Wir diskutieren, ob SAP damit legitime Sicherheits- und Qualitätsinteressen verfolgt oder vor allem versucht, externe KI-Anbieter auszusperren und die eigene KI-Schicht rund um Joule, BTP und Business Data Cloud zu schützen. Die zentrale Frage: Wem gehört im KI-Zeitalter eigentlich die Intelligenzschicht über Unternehmensdaten?Ein weiteres Thema ist die Beobachtung, dass KI Effizienzgewinne teilweise wieder auffrisst. KI macht es sehr leicht, mehr Mails, Konzepte, Protokolle, Fragebögen, Apps oder Ausschreibungsunterlagen zu erzeugen. Dadurch spart der Sender Zeit, aber auf der Empfängerseite entsteht neue Arbeit: lesen, einordnen, beantworten, verarbeiten, prüfen oder reviewen. Beispiele sind überlastete App-Review-Teams, KI-generierte Ausschreibungen, mehr Klagen durch KI-Unterstützung und zusätzlicher Aufwand in Unternehmen. Die Kernthese: KI senkt die Produktionskosten von Output, aber nicht automatisch die Verarbeitungskosten.Zum Abschluss sprechen wir über den geplanten Meta-Deal mit Manus AI, der von chinesischen Behörden gestoppt und offenbar rückabgewickelt werden soll. Manus gilt als Agentic-AI-Plattform, also als KI, die nicht nur antwortet, sondern Aufgaben ausführt. China begründet den Eingriff mit nationaler Sicherheit. Für Meta ist das strategisch relevant, weil der Konzern im Wettbewerb mit OpenAI, Google und Anthropic aufholen will. Die größere Einordnung: KI wird zunehmend wie kritische Infrastruktur behandelt – vergleichbar mit Halbleitern oder anderen strategischen Technologien.Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach.Jetzt anmelden: https://www.liquam.com/tech-update
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Tech-News #160: Amazons Übernahme von Globalstar, die Ausweitung von Amazon Autos, Apples KI-Brille und WhatsApp Rolle im KI-Zeitalter
In Folge 160 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Amazons Milliarden-Übernahme von Globalstar und die strategische Bedeutung von Satellitenkommunikation als Ergänzung zu klassischen Mobilfunknetzen. Dabei geht es um Amazon Leo, Direct-to-Device-Verbindungen, den Wettbewerb mit Starlink und die Frage, ob direkte Satellitenverbindungen zum Smartphone wirklich ein Massenmarkt werden oder eher ein Backup- und Nischenthema bleiben. In dem Zusammenhang ordnen wir auch Lidls Einstieg bei One Global und die Idee neuer Mobilfunkmodelle ein.Außerdem geht es um Amazon Autos und die Ausweitung des Online-Neuwagenverkaufs in den USA. Wir diskutieren, warum Amazon in diesen Markt drängt, welche Rolle Händler dabei weiterhin spielen, weshalb der Autokauf in vielen Märkten als unnötig kompliziert gilt und warum gerade traditionelle Hersteller von einem zusätzlichen digitalen Vertriebskanal profitieren könnten. Gleichzeitig sprechen wir darüber, weshalb Tesla und andere Direct-to-Consumer-Marken beim Online-Autoverkauf strukturelle Vorteile haben und warum für Amazon neben dem Autoverkauf auch das Werbegeschäft besonders spannend ist.Ein weiteres Thema sind die neuen Hinweise auf Apples geplante KI-Brille. Wir besprechen, wie Apple offenbar an einem Meta-ähnlichen Produkt ohne echte AR-Funktion arbeitet, warum Siri dafür endlich deutlich besser werden müsste und welche Rolle Design, Privacy und Alltagstauglichkeit bei einem solchen Gerät spielen. Dabei geht es auch um die Frage, ob Apple hier wirklich eine neue Produktkategorie prägen kann oder ob das Unternehmen aktuell eher bestehenden Trends hinterherläuft. Daran anknüpfend sprechen wir auch über faltbare iPhones, Apples Hardware-Strategie und die Entwicklung der Apple Watch.Zum Schluss widmen wir uns ausführlich WhatsApp und der neuen Rolle von Messaging im KI-Zeitalter. Wir diskutieren, warum Messaging durch KI weit über klassische Kundenkommunikation hinauswächst und zunehmend zur Schnittstelle für interne Prozesse, Außendienst, Disposition, Dokumentation und Unternehmens-KI wird. Dabei schauen wir auf die weltweite Verbreitung von WhatsApp, Unterschiede zwischen Märkten wie Indien, Mittelamerika und Europa sowie auf die These, dass Messenger in Kombination mit KI künftig viele klassische Apps und sogar Low- oder No-Code-Lösungen ersetzen oder zumindest angreifen könnten.Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach.Jetzt anmelden: https://www.liquam.com/tech-update
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Tech-News #159: Meta KI-Agenten, Amazon Smartphone & Haul, Apple Maps Werbung und OpenAIs Kampf um Kunden
In Folge 159 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über den aktuellen Trend rund um persönliche KI-Agenten und KI-Assistenten. Wir schauen uns an, wie Meta dieses Feld derzeit massiv vorantreibt – und dass Mark Zuckerberg inzwischen sogar einen eigenen KI-Agenten nutzt, der ihn direkt in seiner Rolle als CEO unterstützen soll. Dabei geht es vor allem darum, Informationen schneller bereitzustellen, Hierarchieebenen zu umgehen und Arbeitsabläufe grundlegend zu verändern.Wir ordnen ein, dass bei Meta insgesamt stark in Richtung KI-native Organisation gedacht wird: Mitarbeitende sollen KI-Tools intensiv nutzen, interne Plattformen zum Teilen von Anwendungen gewinnen an Bedeutung und der KI-Einsatz fließt inzwischen sogar in Leistungsbewertungen ein. Ergänzt wird das Ganze durch Metas internes Tool „Second Brain“ – eine Art Unternehmens-KI, die Wissen, Projekte und Dokumente zentral verfügbar macht.Ein weiterer großer Themenkomplex der Folge ist Amazon. Wir sprechen über Amazons mögliche Rückkehr in den Smartphone-Markt – diesmal mit starkem KI-Fokus und tiefer Alexa-Integration. Dabei geht es weniger darum, ein besseres iPhone zu bauen, sondern vielmehr um die Frage, ob das Smartphone künftig zum zentralen Zugangspunkt für persönliche KI-Agenten wird.Direkt daran anschließend schauen wir auf Amazon Haul – Amazons Low-Cost-Offensive gegen Temu und Shein. Wir diskutieren, warum dieses Modell längst kein Experiment mehr ist und wie Amazon damit strategisch verhindert, dass sich ein komplett eigenes Low-Cost-Internet neben der eigenen Plattform etabliert – selbst wenn das teilweise dem bisherigen Prime-Versprechen widerspricht.Außerdem sprechen wir über Apples Pläne, Werbung in Apple Maps einzuführen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Apple Monetarisierung, Nutzererlebnis und Datenschutz miteinander verbinden will – und ob ein „Privacy-first“-Ansatz gleichzeitig auch hochrelevante Werbung ermöglichen kann.Danach widmen wir uns DoorDash und der wachsenden Rolle von Gig-Workern beim Training von KI-Systemen. Wir diskutieren, wie Plattformen ihre bestehende Workforce nutzen, um Daten aus der realen Welt zu erfassen – und ob Menschen dabei gleichzeitig Systeme trainieren, die langfristig genau ihre eigenen Jobs verändern oder sogar ersetzen könnten.Ein weiterer Schwerpunkt ist OpenAIs Versuch, Googles Dominanz im Suchmarkt anzugreifen. Wir schauen uns an, warum klassische Suche trotz KI-Boom weiterhin extrem stark ist – und welche Rolle regulatorische Eingriffe dabei spielen könnten, ChatGPT und ähnliche Systeme stärker als Alternative zu etablieren.Zum Abschluss sprechen wir über den intensiven Wettbewerb zwischen OpenAI und Anthropic um Unternehmenskunden und Investoren. Im Fokus steht dabei ein neuer Go-to-Market-Ansatz: Statt einzelne Unternehmen zu gewinnen, setzen die Anbieter auf Partnerschaften mit Private-Equity-Häusern, um direkt ganze Unternehmensportfolios auf einen Schlag zu erschließen.
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Tech-News #158: Updates zu AI-Shopping, Plattformpolitik, Smart-Glasses-Kontroversen und eine enttäuschende Apple Experience
In Folge 158 von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir über mehrere Updates zu früheren Themen. Zuerst geht es um die neuen Werbeanzeigen in ChatGPT: OpenAI testet seit Februar Werbung direkt in Antworten, und laut Sensor Tower schalten bereits über 100 Marken Anzeigen, vor allem aus Retail, Lebensmittel, Reisen und Entertainment. Wir diskutieren, dass viele Werbetreibende aktuell einfach klassische Google-Ads-Muster kopieren und die Umsetzung von OpenAI noch recht unbeholfen wirkt.Danach sprechen wir über den Rückzug von OpenAI beim Instant Checkout. Die Idee, Produkte direkt in ChatGPT kaufen zu können, wurde offenbar wieder zurückgefahren. Wir ordnen das als Zeichen dafür ein, dass Produktsuche im Chat zwar funktioniert, der eigentliche Kaufabschluss aber noch an Vertrauen, technischer Integration und Echtzeitdaten scheitert. In dem Zusammenhang schauen wir auch auf Meta, das mit einer eigenen AI-Shopping-Recherche experimentiert, sowie auf Klarna und Stripe, die Payment-Infrastruktur für zukünftige AI-Agenten aufbauen wollen.Ein weiterer Block dreht sich um Meta und Plattformmacht. Wir besprechen, dass Meta auf Druck der EU konkurrierende AI-Chatbots vorübergehend Zugang zu WhatsApp gewähren muss, allerdings gegen vergleichsweise hohe Gebühren. Daraus entsteht die größere Frage, wie wichtig Plattformen wie WhatsApp künftig als Distributionskanal für AI-Assistenten werden.Danach geht es um die Ray-Ban Smart Glasses von Meta und die damit verbundenen Datenschutzprobleme. Berichte zeigen, dass Aufnahmen aus den Brillen teilweise von Daten-Labelern in Kenia geprüft werden, darunter auch sehr intime Szenen. Wir ordnen ein, dass diese Diskussion nicht nur Meta betrifft, sondern möglicherweise die gesamte kommende Kategorie von AI-Wearables regulatorisch unter Druck setzen könnte.Außerdem greifen wir noch einmal das Startup Cluely auf — die „Cheat on everything“-App für Meetings, Interviews und Dates. Dort hat der CEO offenbar falsche Umsatzangaben gemacht und wurde damit selbst beim „Cheaten“ erwischt. Wir nutzen den Fall als Beispiel für einige der fragwürdigen Dynamiken im aktuellen AI-Startup-Markt.Zum Schluss sprechen wir über die Apple Experience der vergangenen Woche. Unser Fazit: eher enttäuschend. Apple hat zwar neue Produkte vorgestellt, darunter ein sehr günstiges MacBook und ein iPhone 17e, aber keine großen Innovationen geliefert. Spannend finden wir vor allem, dass Apple trotz steigender Speicherpreise offenbar aggressiv über den Preis geht – vermutlich, um Marktanteile zu gewinnen, möglicherweise auch durch eine Quersubventionierung aus dem Premiumsegment.
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Tech-News #157: Apple-Event, OpenAI-Hardware, Australiens KI-Milliarden und warum DoorDash plötzlich Waymo rettet
In Folge 157 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über das angekündigte Apple-Event Anfang März und diskutieren die Gerüchte rund um ein günstiges MacBook, ein mögliches iPhone 17e, neue M5-MacBooks und iPad-Updates – vor allem aber über mögliche neue AI-Devices. Gleichzeitig schauen wir auf OpenAI, wo trotz 200-köpfigem Hardware-Team bislang fast schon klassische Konzepte wie Smart Speaker, Lampen oder Smart Glasses in der Pipeline sind – und fragen uns, ob das wirklich der große nächste Wurf ist. Auch die Rolle von Nvidia in der neuen Finanzierungsrunde beleuchten wir: strategische Partnerschaft oder vorsichtige Distanzierung?Ein weiteres großes Thema: Australien steigt überraschend zum drittgrößten KI-Investitionsstandort auf – mit massiven Milliardeninvestitionen in Rechenzentren, GPU-Kapazitäten und Infrastruktur. Wir diskutieren, warum gerade Australien geopolitisch und energiepolitisch attraktiv ist – und was das global bedeutet.Wir analysieren eine brisante Meldung von Amazon: Hacker konnten mithilfe kommerzieller KI-Tools innerhalb weniger Wochen über 600 Firewalls in 55 Ländern kompromittieren – meist durch simple Schwachstellen. Gleichzeitig geraten klassische Security-Aktien unter Druck, weil KI Sicherheitslücken schneller findet als spezialisierte Tools. Ein paradoxes Spannungsfeld: Dieselbe KI stärkt Angreifer und entwertet Verteidiger.Außerdem sprechen wir über den überraschenden Rückzug von Perplexity aus dem Werbegeschäft – aus Sorge um Nutzervertrauen – und ordnen ein, ob das strategische Weitsicht oder eher ein Zeichen beginnender Marktkonsolidierung ist.Zum Abschluss geht es um autonome Fahrzeuge: Die Aktie von DoorDash steigt deutlich – unter anderem wegen optimistischer Prognosen. Und wir erzählen die absurde, aber reale Geschichte, dass selbstfahrende Autos von Waymo stehen bleiben, wenn eine Tür nicht richtig geschlossen ist – und dann per DoorDash jemanden bestellen, der sie für 11,25 Dollar zuschlägt. Ein perfektes Beispiel dafür, wie Hightech am Alltag scheitern kann – und wie Systeme sich gegenseitig stützen.
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Tech-News #156: Apples & Googles Walled Garden, KI-Agenten von Open Claw und wie die Old Economy von KI profitiert
In der Folge 156 von Schlaflos dank Seattle macht Google den Auftakt: Mit einer scheinbar kleinen UI-Änderung (der „Mehr anzeigen“-Button bei den KI-Zusammenfassungen) schiebt Google Nutzer:innen noch stärker in einen Chatbot-ähnlichen KI-Modus, in dem klassische organische Suchergebnisse praktisch verschwinden. Unsere These: Das ist mehr als Kosmetik – es ist ein strategischer Shift weg von „Suche“ hin zur „Antwortmaschine“ und damit massiver Druck auf Webseitenbetreiber. Gleichzeitig entsteht ein neuer Walled Garden: Google kann die Mauern hochziehen, weil Gemini inzwischen gut genug ist, um die User im System zu halten.Im Kontrast dazu steht Apple: Das Paradebeispiel eines geschlossenen Ökosystems wirkt beim KI-Thema verwundbar. Wir diskutieren, warum der Apple-Walled-Garden bröckelt – weil Siri und Apple Intelligence nicht liefern. Kooperationen mit ChatGPT und perspektivisch Gemini sind weniger Kür als Pflicht, um den Anschluss nicht zu verlieren. Das Dilemma: Statt „alles aus einer Hand“ droht ein Flickenteppich aus Partnern.Danach geht’s zu Amazon/MGM: Amazon testet KI-Tools für Film- und TV-Produktionen – offiziell unterstützend, nicht ersetzend. Für uns logisch und typisch Amazon. Am Ende profitiert auch AWS. Gleichzeitig stellen wir die Frage, ob KI für bessere Inhalte sorgt – oder für noch mehr austauschbaren Content.Ein weiterer Block dreht sich um die Old Economy als KI-Profiteur: Zulieferer, Materialhersteller und Infrastrukturplayer erleben durch den Datacenter- und KI-Boom einen zweiten Frühling. Jede Tech-Welle schafft neue, oft unerwartete Gewinner.Zum Schluss sprechen wir über OpenClaw, ein Open-Source-Projekt für autonome KI-Agenten, die selbstständig Workflows ausführen können – inklusive E-Mails, Terminen und Systemzugriffen. Wir beleuchten das enorme Potenzial, aber auch die Risiken: Sicherheitslücken, fehlende Kontrolle und manipulative Dynamiken.Von dort geht es weiter zu Moltbook, einer Art Social Network für KI-Agenten, und zur Idee „Rent a Human“ – Menschen als ausführende Instanz für Agenten. Unsere zentrale Frage: Wenn KI nicht nur antwortet, sondern handelt – wie sichern wir Transparenz, Kontrolle und Vertrauen?
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Tech-News #155: Amazon Buy for Me, KI-Supply-Chain, OpenAIs Monetarisierung, Alexa vs. ChatGPT & AI-Fraud
In der Folge 155 von Schlaflos dank Seattle beginnen wir mit dem Thema Agentic Commerce: Nachdem wir in der letzten Folge über Googles Universal Commerce Protocol gesprochen haben, schauen wir nun darauf, wie Amazon sich aktuell positioniert. Amazon blockiert weiterhin Drittanbieter-Agenten auf der eigenen Plattform, signalisiert aber laut CEO Andy Jassy grundsätzlich Gesprächsbereitschaft. Parallel testet Amazon mit „Buy for Me“ einen eigenen KI-Shopping-Agenten, der über die Amazon-App auch auf externen Webseiten einkauft. Wir ordnen ein, warum Amazon kein Interesse daran hat, „einer von vielen“ in offenen Protokollen zu sein, sondern langfristig sein eigenes Technologie- und Advertising-Ökosystem absichern will – inklusive möglicher Ambitionen rund um Alexa und Alexa Plus.Im nächsten Teil sprechen wir über OpenAIs Monetarisierung im E-Commerce. Anlass ist die Shopify-Integration, bei der OpenAI rund 4 % Provision auf erfolgreiche Transaktionen verlangen soll – zusätzlich zu bestehenden Shopify- und Zahlungsgebühren. Wir diskutieren, warum diese Gebühr im Vergleich zu klassischen Marktplätzen eher moderat wirkt, für welche Geschäftsmodelle sie sinnvoll sein kann und wo Händler Gefahr laufen, zum gesichtslosen Anbieter zu werden. Zentrale Faktoren sind dabei Produktdatenqualität, KI-Readiness und die Frage, wie Markenbindung entsteht, wenn der Kauf komplett im Chat stattfindet.Daran anschließend geht es um Werbung in ChatGPT. OpenAI rollt kontextuelle Ads für kostenlose Nutzer und günstige Abos aus – mit sehr hohen TKPs von rund 60 US-Dollar. Wir ordnen das als Premium-Branding-Umfeld ein, sprechen über mögliche First-Mover-Effekte, aber auch über Risiken für Nutzervertrauen und die wahrgenommene Neutralität von KI-Antworten.Danach wechseln wir auf die Chip- und Infrastrukturebene. Wir sprechen über Nvidias Vendor-Financing-Strategie rund um CoreWeave, Microsofts Maia-200-Chip als wirtschaftlichen Hebel gegen explodierende Inference-Kosten und darüber, wie sich die gesamte KI-Supply-Chain immer weiter verzweigt. Beispiele wie der japanische Sanitärhersteller Toto, der mit Keramik-Komponenten für die Halbleiterfertigung stark profitiert, zeigen, wie tief der KI-Boom inzwischen in klassische Industrien hineinreicht.Im geopolitischen Kontext diskutieren wir, warum China trotz US-Freigabe keine Nvidia-H200-Chips importieren will und stattdessen konsequent auf eigene Chip-Strategien setzt.Zum Abschluss geht es um AI-Fraud und Scams. Die Anzahl der Betrugsfälle steigt nicht mehr stark, die Angriffe werden aber durch KI deutlich professioneller und schadensintensiver. Deepfakes, automatisierte Social-Engineering-Angriffe und leicht verfügbare Tools senken die Einstiegshürde massiv.
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Tech-News #154: Siri mit Google, Alexa+ Rollout, Apple Services, Health-, Shopping-KIs & Drohnenlieferungen
Wir starten in der ersten Folge von Schlaflos Dank Seattle in 2026 (Folge 154), mit Apple und Google: Apple setzt bei Siri und Apple Intelligence auf Gemini. Wir ordnen ein, warum Apple damit Zeit gewinnt und sich auf User Experience statt eigene KI-Modelle fokussiert und weshalb der Deal für Google trotz kleiner Lizenzsumme strategisch extrem wertvoll ist (Distribution, Momentum, KI-Comeback).Anschließend geht es um Apples Servicegeschäft, das 2025 ein Rekordjahr hingelegt hat. Services sind Apples stabiles Rückgrat – KI dient hier als leiser Enabler für Fitness, Health, TV, Music und Payments, nicht als Showeffekt.Danach schauen wir auf Amazon: Alexa+ wird breit ausgerollt (97 % von 600 Mio. Geräten) inklusive Web-Zugang über alexa.com. Alexa entwickelt sich vom Voice-Assistant zum geräteübergreifenden KI-Agenten. Ergänzt wird das durch die Übernahme des AI-Wearable-Startups Bee.Ein weiterer Block dreht sich um Health-KI: OpenAI startet ChatGPT Health, Anthropic kontert mit Claude for Healthcare. Wir sprechen über Spezialisierung, Compliance und Vertrauen in einem milliardenschweren Markt.Außerdem diskutieren wir KI-Shopping: Googles Buy-Buttons in Gemini, das Universal-Commerce-Protokoll und die neue Doppelrolle als Händler-Enabler und Gatekeeper.Zum Schluss geht es um Walmart und Drohnenlieferungen, die von Pilotprojekten auf Hunderte Standorte skaliert werden. Ein Beispiel dafür, wie langfristige Infrastrukturarbeit echten Impact schafft.
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Tech-News #153: Re-Assessment 2025 – Zwischen Roadmaps und Realität
In der Folge 153 von Schlaflos dank Seattle, unserer Re-Assessment-2025-Folge, sprechen wir darüber, wie sich die großen Tech-, Plattform- und KI-Versprechen des Jahres tatsächlich entwickelt haben – jenseits von Ankündigungen, Keynotes und Schlagzeilen. Wir ziehen Bilanz: Was ist Realität geworden, was steckt fest, und wo zeigt sich erst jetzt die strategische Tragweite?Im Fokus stehen dabei die großen Plattformen und ihre Machtverschiebungen. Wir schauen auf Apple zwischen CarPlay Ultra, Satellitenstrategie, Siri-Verzögerung und dem Formel-1-Deal – und fragen, ob Apples Zurückhaltung Ausdruck von Plan oder von Orientierungslosigkeit ist. Parallel beleuchten wir TikTok zwischen politischer Hängepartie in den USA, wachsendem E-Commerce-Ambitionsniveau in Europa und der Frage, ob Social Commerce hier wirklich skaliert oder gerade erst seine Anlaufphase verlässt.Ein zentrales Thema der Folge ist der Kampf um Distribution, Daten und Checkout: Amazon baut sich mit Haul, Optics, Kuiper und Logistik-Services immer tiefer als Infrastrukturplayer ein, während OpenAI und Perplexity mit eigenen Browsern eine neue Datenschicht etablieren wollen. Cloudflare versucht mit „Pay per Crawl“ erstmals, das offene Web gegen KI-Scraping zu monetarisieren – mit unklaren Folgen für Publisher und Plattformen.Wir sprechen außerdem über den Status von KI im Unternehmenskontext: Warum Private- und Sovereign-AI-Ansätze vom Randthema zum Management-Standard geworden sind, wie Uber Datenannotation als eigenes Geschäftsmodell skaliert und warum ChatGPT trotz Rekord-Downloads vor allem eines zeigt – dass Reichweite nicht automatisch Kontrolle bedeutet.Abgerundet wird die Folge durch einen Blick auf autonome Mobilität, Regulierung, Ultra-Fast-Fashion und die zunehmende politische Einhegung globaler Plattformen. Insgesamt ist Folge 153 kein Ausblick, sondern eine Standortbestimmung: Ein Re-Assessment darüber, wer 2025 wirklich vorangekommen ist – und wer vor allem gut darin war, Bewegung zu simulieren.
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Tech-News #152: CRO bei OpenAI, Dark Social, Zero-Click-Search, Android-XR und Wärtsilä profitiert von KI
In Folge 152 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die Ernennung von Denise Dresser zur Chief Revenue Officer bei OpenAI und darüber, was diese Personalie über die aktuelle Strategie des Unternehmens verrät. Wir ordnen ein, warum OpenAI mit einer ehemaligen Slack-CEO und Salesforce-Managerin klar auf Enterprise-Vertrieb, Monetarisierung und Governance setzt – und ob das noch zu „Code Red“, also dem ausgerufenen Fokus auf Produkt und Customer Experience, passt. Anschließend schauen wir auf Googles Android-XR-Ankündigungen. Unser Fazit: Entscheidend ist weniger die Brille als das dahinterliegende Android-Ökosystem. Mit vielen Hardwarepartnern und Millionen Entwicklern könnte XR erstmals aus der Demo-Ecke herauskommen und im Business ankommen – etwa in Wartung, Montage und Field Service. Im dritten Teil diskutieren wir eine Postbank-Studie, nach der große Social-Media-Plattformen bei Jugendlichen an Nutzung verlieren. Für uns ist das kein „Death of Social Media“, sondern ein Shift hin zu Dark Social, privaten Accounts und geschützten Communities – mit spürbaren Konsequenzen für Brand- und Reichweitenstrategien. Darauf aufbauend geht es um Googles KI-Zusammenfassungen in Google News und die parallele kartellrechtliche Untersuchung der EU. Wir sprechen über Zero-Click-Search, selektive Zahlungen an große Verlage und die Frage, wer künftig noch über Inhalte und Reichweite entscheidet. Zum Abschluss ordnen wir die Hochstufung von Wärtsilä durch die Bank of America ein und sprechen darüber, warum Energie und Data-Center-Power zum kritischen Faktor für KI und Digitalisierung werden. Unser Fazit: KI ist längst nicht mehr nur Software – sie ist Infrastruktur
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Tech-News #151: Cyberangriffe auf KMU, DeepSeek 3.2, OpenAI-Loops, Alibabas KI-Brille, Intel-Low-End & Amazon Now
In Folge 151 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die zunehmenden Cyberangriffe auf den deutschen Mittelstand und die wachsenden Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Wir diskutieren, warum besonders kleine und mittlere Unternehmen von professionellen Ransomware-Gruppen angegriffen werden, welche Rolle historisch gewachsene IT-Landschaften spielen und wie regulatorische Anforderungen wie die NIS2-Richtlinie das Thema zusätzlich verschärfenAnschließend beschäftigen wir uns mit dem überraschenden Comeback von DeepSeek, das nach einer Phase auffälliger Zurückhaltung plötzlich zwei neue Modelle – DeepSeek 3.2 und 3.2 Special – veröffentlicht hat. Wir sprechen über deren Leistungsfähigkeit, die Positionierung zwischen Open-Source-Modellen und High-End-Lösungen wie GPT-5 oder Gemini 3, das Thema Kostenreduktion und die strategischen Herausforderungen rund um Distribution und Vertrauen.Danach geht es um OpenAIs ungewöhnliche Beteiligung an Thrive Holdings – ein Kreislaufgeschäft, bei dem OpenAI Engineering-Leistungen in Portfoliounternehmen einbringt und dafür Anteile erhält. Wir diskutieren, ob dies ein sinnvoller strategischer Schritt oder ein Symptom einer entstehenden KI-Bewertungsblase ist, welche Ziele Thrive eigentlich verfolgt und warum OpenAI trotz „Code Red“ möglicherweise seinen Fokus verliert.Im Anschluss widmen wir uns Alibabas Einstieg in den Markt für KI-Brillen. Mit den neuen Quark S1 und G1 Modellen adressiert Alibaba den rasant wachsenden Wearables-Sektor in China und greift Meta und Xiaomi an. Wir sprechen über Funktionen wie Echtzeitübersetzung, Navigations-Overlays, Meeting-Transkription und Bezahlen per Brille, die tiefe Einbindung ins Qwen-Ökosystem sowie die strategische Bedeutung für den chinesischen und internationalen Markt.Darauf folgt ein Blick auf Apple und Intel: Apple plant, künftig Low-End-M-Chips wieder bei Intel fertigen zu lassen – ein politisch und strategisch motivierter Schritt, der weniger mit Technologie als mit Diversifizierung, geopolitischen Interessen und dem Label „Made in USA“ zu tun hat. Wir ordnen ein, warum Intel trotz Qualitätslücke für Apple relevant wird und welche langfristigen Effekte das haben könnte.Zum Abschluss sprechen wir über Amazons neuen Quick-Commerce-Vorstoß „Amazon Now“. Der Dienst startet in Seattle und Philadelphia und soll Haushaltswaren und Lebensmittel in rund 30 Minuten liefern. Wir analysieren, warum Quick Commerce in Europa gescheitert ist, wieso er in den USA oder Asien anders funktionieren könnte, welche Rolle Amazon Flex, Micro-Fulfillment-Center und vorhandene Infrastruktur spielen – und wie solche Angebote den Wettbewerb im Handel weiter verschärfen.
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Tech-News #150: Jubiläumsfolge! Gesundheits-KI von OpenAI, Shopping-AI von Google, Europas Milliardenprojekte und Bezos’ KI-Comeback
In unserer Jubiläumsfolge von Schlaflos dank Seattle sprechen wir wieder über eine ganze Reihe aktueller Entwicklungen aus der Tech- und KI-Welt. Wir starten mit OpenAI, wo deutlich wird, dass das Unternehmen die Gesundheitsbranche stärker ins Visier nimmt. Nicht weil es eine komplette Neuausrichtung gäbe, sondern weil Gesundheitsfragen bereits jetzt zu den wichtigsten Use Cases gehören. OpenAI rekrutiert Ärzte und Fachexperten, um medizinische Auskünfte zu verbessern – ein riesiger Markt, aber zugleich ein hochregulierter Bereich voller Risiken, Haftungsfragen und Datenschutzthemen. Danach sprechen wir über Googles neue Shopping-Features. Mit Funktionen wie „Buy it for me“, automatischen Store-Telefonaten und conversational Produktsuche versucht Google, im Commerce-Bereich gegen OpenAI zu bestehen. Gleichzeitig entsteht ein neuer Gatekeeper-Effekt: Händler müssen sich immer stärker an KI-Systeme anpassen, die bestimmen, welche Produkte sichtbar werden. Im dritten Thema geht es um DeepSeek, das chinesische KI-Startup, das den Westen vor einem Jahr mit einem hocheffizienten Modell überrascht hat und einen regelrechten „Efficiency-Schock“ ausgelöst hat. Nach langer Funkstille meldet sich das Unternehmen zurück – allerdings ungewöhnlich zurückhaltend und pessimistischer als erwartet. Anstatt neue Durchbrüche zu feiern, warnt ein Senior-Forscher vor den gesellschaftlichen Risiken von KI.Anschließend schauen wir nach Europa: Microsoft investiert zehn Milliarden US-Dollar in ein gigantisches KI-Rechenzentrum in Portugal, während die Schwarz-Gruppe – bekannt durch Lidl und Kaufland – elf Milliarden in ein eigenes Mega-Datacenter in Deutschland steckt. Beide Projekte zeigen den enormen Infrastrukturbedarf der KI-Welt und die wachsende Bedeutung europäischer Standorte. Besonders spannend: Die Schwarz-Gruppe wird mit Stackit zunehmend zu einer Alternative zu US-Hyperscalern – ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Souveränität.Zum Abschluss sprechen wir über Jeff Bezos, der überraschend wieder in eine operative Rolle zurückkehrt. Als Co-CEO des KI-Startups Project Prometheus will er „AI for the physical economy“ entwickeln – KI, die reale Industrien wie Fertigung, Robotik, Raumfahrt und Supply Chains beeinflusst. Das Startup hat bereits über sechs Milliarden US-Dollar eingesammelt und Top-Talente aus der gesamten Branche angezogen.
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Tech-News #149: Palantirs Höhenflug, OpenAIs Mega-Einkäufe, Soft-Start von Alexa Plus und Shein-Verkaufsverbot
In Folge 149 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Palantirs Höhenflug und eine steigende Skepsis: Wir ordnen die starken Quartalszahlen ein, erklären das KGV und vergleichen es mit Microsoft und Nvidia, diskutieren die Frage, wie viel KI-Fantasie und wie viel Substanz im Kurs stecken. Wir zeigen, womit Palantir aktuell Geld verdient und weshalb das „AI“-Label oft eher Vermarktung als Produktkern ist.Danach drehen wir den Blick auf OpenAIs Mega-Einkäufe von Rechenleistung (u. a. der neue AWS-Deal über 38 Mrd. $) und diskutieren Multi-Sourcing, mögliche Kapazitätsengpässe, Leasing- und Marktplatz-Logik in der Cloud sowie die Systemrisiken, wenn eine Seite strauchelt.Im Commerce-Teil beleuchten wir OpenAIs Checkout-Ambitionen: die PayPal-Kooperation als Hebel für Conversational Commerce, die Rolle von Stripe/Klarna, wiederkehrende Zahlungen und warum Zahlungsanbieter für „Frag–Finde–Kaufe“-Journeys im Chat zentral werden.Anschließend geht’s um Amazons „Alexa Plus“ in der Amazon-Music-App als erstes praktisches Testfeld der neuen, KI-gestützten Alexa-Generation: natürlichere Dialoge, komplexe Musik-Queries, personalisierte Playlists – und die Frage, ob Alexa vom reinen Voice-Assistant zum echten KI-Assistenten reift.In der Bullshit-Corner nehmen wir Elon Musks Robotaxi-Ankündigungen auseinander, ordnen die Realität mit Sicherheitsfahrern und fehlenden Genehmigungen ein, erinnern an den nie gelieferten Roadster und streifen die jüngsten Sticheleien zwischen Musk und Altman.Zum Schluss blicken wir nach Frankreich: Das Wirtschaftsministerium droht Shein mit einem Verkaufsverbot – ein Fall, der den wachsenden EU-Druck auf Temu/Shein, Fragen zu Lieferketten, Produkt- und Marktplatzaufsicht sowie die Glaubwürdigkeit der Plattformmodelle in Europa zuspitzt.
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Tech-News #148: Devices, Daten, Deals – und Apples Formel 1 Wette
In der Folge 148 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über den Wettlauf der Tech-Konzerne um das „Next Big Device“ – und warum Meta, Apple, Snap & Co. auf Brillen setzen. Dabei geht es auch um die Frage: Wie unabhängig können Unternehmen werden, wenn sie ihre eigene Hardware kontrollieren wollen?Außerdem geht’s um das Ende von Googles Privacy Sandbox, die gescheiterte Idee einer datenschutzfreundlichen Cookie-Alternative – und warum Google froh ist, das Kapitel schließen zu dürfen.Ein weiteres Thema ist die überraschende Partnerschaft von Meta und Arm, die gemeinsam energieeffiziente Rechenzentren für KI-Anwendungen aufbauen wollen.Wir vergleichen die aktuellen Entwicklungen bei OpenAI und Anthropic: 800 Millionen Nutzer auf der einen Seite, bis zu 9 Milliarden Dollar Jahresumsatz auf der anderen. Warum OpenAI trotz riesiger Reichweite Geldprobleme hat, welche Rolle Nvidia dabei spielt und warum Meta ChatGPT-Integrationen in WhatsApp & Co. künftig verbietet, besprechen wir ebenfalls.Ein spannender Abschnitt dreht sich um Polymarket – die Plattform, auf der Menschen auf alles Mögliche wetten, von Wahlen bis Bitcoin-Kursen. Wir erklären, warum diese „Vorhersagemärkte“ für KI-Modelle plötzlich als wertvolle Datenquelle gelten und weshalb selbst die New York Stock Exchange-Mutter ICE dort investiert.Zum Abschluss geht’s um Apple: Der Konzern hat sich ab 2026 die exklusiven US-Übertragungsrechte an der Formel 1 gesichert – für rund 140 Millionen Dollar pro Jahr. Wir ordnen ein, was hinter dieser strategischen Wette steckt, warum die Formel 1 in den USA gerade boomt und wie Apple damit sein Streaming-Ökosystem stärkt.
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Tech-News #147: What’s next? Die Zukunft von KI, Plattformen und digitalen Ökosystemen
In Folge 147 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir darüber, was die aktuellen und absehbaren zukünftigen Entwicklungen von KI und speziell ChatGPT sind – und welche Auswirkungen das auf Unternehmen, das Ökosystem, Plattformen und Daten hat.Beginnen tun wir dabei mit beeindruckenden Zahlen: ChatGPT hat inzwischen 800 Millionen wöchentliche Nutzer, über vier Millionen Entwickler bauen bereits auf Basis der OpenAI-API, und jede Minute werden mehr als sechs Milliarden Tokens verarbeitet.Von dort aus tauchen wir ein in die neuesten Features: Mit ChatGPT Pulse entwickelt sich der Chatbot von einem reaktiven zu einem proaktiven Assistenten, der eigenständig recherchiert, personalisierte Updates liefert und den Alltag des Nutzers antizipiert. Wir diskutieren, was das für Datenschutz, Rechenaufwand und die Integration in den Arbeitsalltag bedeutet – und warum On-Device-KI in diesem Zusammenhang weiter an Bedeutung gewinnt.Ein weiteres Thema ist der Instant Checkout, also die Möglichkeit, Produkte direkt in ChatGPT zu kaufen. Wir sprechen über Potenziale, Grenzen und darüber, warum der Hype wahrscheinlich größer ist als der tatsächliche Nutzen – es aber mit Agenten-Funktionalitäten wie dem Agent Kit durchaus in Richtung „Agentic Commerce“ gehen könnte.Im Anschluss geht es um den Plattform-Shift von OpenAI: Über neue Apps und Konnektoren lassen sich Dienste wie Spotify, Canva, Booking oder HubSpot direkt in ChatGPT integrieren. Wir diskutieren, warum das für viele Anbieter zur existenziellen Bedrohung werden könnte, da OpenAI sich zur „Super-App“ entwickelt, während andere nur noch als Erfüllungsgehilfen agieren.Darauf aufbauend beleuchten wir die sogenannte Dead-Internet-Theory, also die Vorstellung, dass immer mehr Inhalte und Interaktionen im Netz nicht mehr von Menschen, sondern von KIs erzeugt werden. Im Zusammenspiel mit Headless Browsing und autonomen Agenten droht das Internet zu einem maschinellen Ökosystem zu werden – mit gravierenden Folgen für Werbung, Analyse und die Unterscheidung zwischen realem und künstlichem Content.Zum Abschluss geht es um Meta: Ab dem 16. Dezember will der Konzern alle Text- und Sprachchats mit der Meta AI (etwa in WhatsApp oder Instagram) zur Personalisierung von Werbung und Inhalten nutzen – ohne Opt-out-Möglichkeit. Wir sprechen darüber, wie weit diese Datennutzung gehen darf, warum Komfort oft über Datenschutz siegt und welche ethischen Fragen das aufwirft.
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Tech-News #146: Google AI, TikTok-Deal, Amazon Logistik & Nvidia als Rückgrat der KI-Industrie
In der Folge 146 von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir über gleich mehrere große Tech-Themen, die gerade Schlagzeilen machen und die Machtverhältnisse im digitalen Ökosystem neu sortieren.Wir starten mit der ersten großen Klage gegen Googles AI Overviews: Die Penske Media Corporation (u. a. Rolling Stone, Billboard, Variety, The Hollywood Reporter) wirft Google vor, journalistische Inhalte ohne Zustimmung für KI-Zusammenfassungen zu nutzen – und damit Reichweite, Klicks und Werbeeinnahmen abzuschneiden. Wir diskutieren, ob Gerichte diese Praxis tatsächlich stoppen könnten, wie „Fair Use“ in diesem Kontext interpretiert werden könnte und warum sich Verlage strategisch neu aufstellen müssen, statt nur auf langwierige Verfahren zu hoffen.Anschließend schauen wir auf den TikTok-Deal zwischen den USA, China und einem von Trump unterstützten Investorenteam. ByteDance verkauft seinen berühmten Empfehlungs-Algorithmus nicht, sondern vermietet ihn an eine neue US-Gesellschaft, die von Investoren wie Andreessen Horowitz, Silver Lake und Oracle kontrolliert wird. Wir beleuchten die juristische Grauzone („Lizenzierung vs. verbotene Kooperation“), die Zweifel an Oracles technischer Kompetenz und das Risiko, dass TikTok in den USA seine bisherige Präzision, kulturelle Vielfalt und Attraktivität verliert.Danach geht’s um Amazon: Der Konzern öffnet seine Logistik weiter für Wettbewerber und erfüllt künftig auch Bestellungen, die auf Walmart.com eingehen – zusätzlich zu Plattformen wie eBay, Etsy, Temu und bald Shein oder Shopify. Wir sprechen darüber, wie Amazon vom Händler endgültig zum Service-, Tech- und Logistik-Giganten wird, welche Machtverschiebung das auslöst und warum selbst Konkurrenten kaum um Amazons Infrastruktur herumkommen. Außerdem diskutieren wir Amazons Experiment mit Erstattungen ohne Rücksendung – eine Kostenentscheidung, die gleichzeitig Kundenkomfort schafft.Zum Schluss blicken wir auf Nvidia, das sich immer stärker als Rückgrat der KI-Industrie positioniert. Das Unternehmen investiert 5 Mrd. US-Dollar in Intel, plant bis zu 100 Mrd. US-Dollar für OpenAI und sichert sich damit langfristig Chip-Absatz und Einfluss. Gleichzeitig erhält Samsung die wichtige Zertifizierung für seine HBM3E-Speicherchips und wird so wieder zu einem relevanten Zulieferer. Wir analysieren, wie Nvidia mit gigantischen Summen Umsatz absichert, die gesamte KI-Wertschöpfungskette kontrolliert und damit sowohl Hype als auch Abhängigkeiten befeuert.
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Tech-News #145: Vision gesucht – Apple-Event, OpenAI-Strategien & KI vor Gericht
In Folge 145 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über das anstehende Apple-Event am 9. September – doch statt Visionen gibt es Gerüchte über Handyketten, Emojis und „nur“ dünnere Geräte. Wir fragen uns: Wo bleibt die KI-Strategie? Warum kommt Siri nicht voran? Und wieso wirkt Apple eher reaktiv als innovativ, wenn es um künstliche Intelligenz geht? Das einst visionäre Unternehmen wirkt zunehmend ziellos.Auch OpenAI scheint in viele Richtungen gleichzeitig zu laufen: das mäßige Echo auf GPT-5, die 1,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Statsig, das Johnny-Ive-Gerät, Gerüchte um Social Networks, Job-Plattformen – und das Ziel, zur „Antwortmaschine“ zu werden. Wir analysieren, ob das Strategie ist oder bloßer Aktionismus.Außerdem sprechen wir über den zunehmenden juristischen Druck: Anthropic muss 1,5 Mrd. $ an Autor:innen zahlen – die erste große Urheberrechtsklage im KI-Kontext, die wirklich durchgeht. Weitere Klagen gegen Google, Meta und OpenAI sind anhängig. Gleichzeitig entstehen neue Modelle zur fairen Monetarisierung von Trainingsdaten – etwa über Cloudflare oder per „Pay-per-Use“.Zum Abschluss geht es um Googles EU-Strafe in Höhe von 3 Mrd. € im Werbegeschäft – und was sie für die transatlantischen Beziehungen bedeutet. Wir diskutieren, warum Tech-Giganten wirtschaftlich längst auf Augenhöhe mit der Old Economy agieren – politisch aber noch immer nicht so behandelt werden.
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Tech-News #144 (Summer Special): Private Enterprise AI – Wie Unternehmen ihre eigene KI aufbauen – mit Levent Celik
Private-Enterprise-AI – Die Brille der Technik – zusammen mit Levent CelikWillkommen zum zweiten Teil unseres Sommer-Spezials! Nachdem wir in Folge 143 die Business-Vision hinter einer Private Enterprise AI skizziert haben, geht’s jetzt ans Eingemachte: Wie setzt man so ein System in der Realität technisch um?Die Folge zeigt praxisnah, wie Unternehmen eine eigene, datensichere KI aufbauen können – von der Architektur über Modellwahl bis hin zur Automatisierung und Integration in bestehende Systeme.Wir sprechen über:Technische Grundlagen und Architekturentscheidungen: Einsatz von Hyperscalern wie AWS oder Azure vs. On-Premise oder Stackit als deutsche Cloud-Alternative. Auswahl und Integration von KI-Modellen: Nutzung von Open-Source-Modellen wie Llama 70B, Auswahl je nach Use Case, Flexibilität im Modellwechsel.Zugriff über Web-Oberflächen: Wie Mitarbeitende sicher auf die KI zugreifen können, inklusive Rollen- und Rechtemanagement.Anreicherung mit Unternehmenswissen: Einsatz von Retrieval-Augmented Generation (RAG), um die KI mit firmeninternen Daten (Dokumente, E-Mails, Transkripte, Bilder etc.) zu füttern.Use Cases aus der Praxis: z. B. Kundenservice-Automatisierung, Wissenssicherung, automatisierte Angebotserstellung, Meeting-Mitschnitte als Wissensquelle.Automatisierung und Tool-Integration: Verknüpfung mit ERP, CRM, Ticket- oder Mailsystemen zur eigenständigen Bearbeitung von Aufgaben durch KI.Sicherheitsaspekte und Datenschutz: insbesondere bei sensiblen Daten, Zugriffskontrolle, Hosting in Deutschland.Implementierungsdauer: Eine einfache, produktiv nutzbare Lösung kann bereits innerhalb weniger Wochen realisiert werden.Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach.Jetzt anmelden: https://www.liquam.com/tech-update
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Tech-News #143 (Summer Special): Private Enterprise AI – Mehr als ein Chatbot – mit Clarissa Buttmann
Private-Enterprise-AI – Die Brille des Business – zusammen mit Clarissa ButtmannWillkommen zu unserem Sommer-Spezial! In dieser Folge verlassen wir die üblichen Tech-News und tauchen tief in ein Thema ein, das jedes Unternehmen umtreibt: Wie kann man das enorme Potenzial von Künstlicher Intelligenz sicher und strategisch im eigenen Unternehmen nutzen?Jeder Mitarbeiter nutzt heimlich ChatGPT, doch was bedeutet das für Ihre Unternehmensdaten, Ihre Sicherheit und Ihre Wettbewerbsfähigkeit? Wir diskutieren, warum ein einfaches Verbot der falsche Weg ist und wie Sie stattdessen aus der unkontrollierten "Schatten-IT" einen echten, messbaren Vorteil schmieden.In dieser Folge sprechen wir über:Das Dilemma der Entscheider: Zwischen KI-Euphorie und der Angst vor Datenlecks durch öffentliche Tools.KI-Guidelines als strategischer Hebel: Warum klare Spielregeln keine Überregulierung sind, sondern die Grundlage für Innovation und Sicherheit schaffen.Mehr als nur ein Chatbot: Was "Private-Enterprise-AI" wirklich bedeutet und warum Ihr eigenes Unternehmenswissen der entscheidende Treibstoff ist. Wir definieren den Unterschied zwischen einem allwissenden Praktikanten (ChatGPT) und einem loyalen, digitalen Experten für Ihre Firma.Konkrete Anwendungsfälle jenseits von Marketing & Sales: Wir beleuchten, wie eine interne KI das Wissensmanagement revolutioniert, den Vertrieb proaktiv unterstützt und sogar das Onboarding neuer Mitarbeiter transformiert.Hat diese Folge Ihre strategische Neugier geweckt? In der nächsten Woche wird es technisch! In Folge 2: Private-Enterprise-AI – Die Brille der Technik beantworten wir die Frage: Wie baut man eine solche Lösung sicher und skalierbar? Wir sprechen über Datenarchitektur, die Auswahl der richtigen KI-Modelle und wie man sicherstellt, dass sensible Informationen auch wirklich geheim bleiben.Registrieren Sie sich auch gerne für unsere kostenlosen Tech-Updates und erhalten Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach.Jetzt anmelden: https://www.liquam.com/tech-update
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Tech-News #142: ChatGPT, Datenmacht & Robotaxis – OpenAI, Uber, Apple, Amazon & das globale KI-Rennen
In Folge 142 sprechen wir über die wachsende Bedeutung von ChatGPT und ordnen aktuelle Nutzungszahlen ein. ChatGPT verarbeitet mittlerweile rund 2,5 Milliarden Prompts täglich, wovon etwa 330 Millionen aus den USA stammen. Mit mehr als 500 Millionen wöchentlichen Nutzer:innen entwickelt sich die Plattform zunehmend zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu klassischen Suchmaschinen – hat aber auch im Hinblick auf produktive Nutzung wie Texterstellung, E-Mail-Zusammenfassungen oder Programmierhilfen eine starke Verbreitung.Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die globalen Verschiebungen in der KI-Wertschöpfung: Internationale Konzerne wie McDonald’s, Tesco und Bupa bauen ihre KI-Kompetenzzentren zunehmend in Indien auf. Parallel dazu verändert sich die Datenbereitstellung: Immer mehr KI-Unternehmen setzen beim Training ihrer Modelle nicht mehr auf Billig-Labeling, sondern auf hochspezialisierte Expert:innen aus Medizin, Physik oder Recht.Anschließend geht es um Ubers massive Investition in Robotaxis: 300 Millionen Dollar fließen in den E-Auto-Hersteller Lucid, weitere rund 400 Millionen in das AV-Startup Nuro. Zudem geht Uber Partnerschaften mit dem chinesischen Tech-Giganten Baidu ein. Die Folge beleuchtet den Strategiewechsel vom klassischen Plattformanbieter hin zum Flottenbetreiber und diskutiert die Risiken dieses „Asset-heavy“-Ansatzes.Beim letzten Thema der Folge geht es um Apples und Amazons ungenutztes Potenzial im Bereich dezentraler Netzwerke. Mit über 2,35 Milliarden aktiven Apple-Geräten und Amazons flächendeckendem Sidewalk-Netzwerk (90 % Abdeckung in den USA) verfügen beide Unternehmen über die ideale Infrastruktur, um Peer-to-Peer-Kommunikation auch ohne Internetzugang zu ermöglichen. Doch bislang bleibt entsprechender Nutzen aus. Genau hier setzt Jack Dorseys neues Projekt „Bitchat“ an: ein minimalistischer Messenger, der über Bluetooth Mesh Nachrichten versendet – ganz ohne Internet, Accounts oder zentrale Server.
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Tech-News #141: Paywalls, Plattformmacht & Payment – Google, Cloudflare, Apple, Rewe und das Kartellamt
In Folge 141 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über neue Monetarisierungsmodelle, Plattformmacht und strategische Entwicklungen im KI-Zeitalter.Google führt die Offerwall ein – ein neues Feature, mit dem Publisher ihre Inhalte durch Mikrozahlungen, Umfragen oder Werbespots monetarisieren können. Wir diskutieren, ob das eine faire Kompensation für den durch AI Overviews entgangenen Traffic ist oder eher ein cleverer Trick, um Publisher enger ans Google-Ökosystem zu binden.Auch Cloudflare greift ein: Mit „Pay per Crawl“ startet ein Marktplatz, über den Webseitenbetreiber Geld fürs KI-Scraping verlangen können. Ein spannender Schritt, der die Kontrolle über Inhalte zurückbringen könnte – oder zumindest ein neues Abrechnungsmodell schafft.Das Bundeskartellamt prüft die Marktmacht von AWS, Google Cloud und Microsoft. Wir sprechen über Lock-in-Effekte, strukturelle Abhängigkeiten und warum auch SAP und DATEV in der Diskussion nicht fehlen dürfen. Der Hebel liegt am Ende bei den Unternehmen selbst – und ihrer Bereitschaft, unabhängiger zu werden.Gerüchte um eine mögliche Übernahme von Perplexity durch Apple sorgen für Spekulationen: Panikkauf oder kluger Schachzug? Wir analysieren, welche Rolle Apple in der KI-Welt künftig spielen könnte – und ob sie dabei auf Plattformstrategie statt eigenes Modell setzen.Zum Abschluss geht es um Rewe Pay, womit der Einzelhändler eigene Wege geht. Per Lastschrift, gekoppelt mit dem Rewe-Bonusprogramm, will Rewe Transaktionskosten senken und die Kontrolle über Zahlungsdaten behalten. Wir ordnen ein, was das für den Handel bedeutet.
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Tech-News #140: Krypto, Daten & KI im Vorstellungsgespräch – über Amazon, Uber, JD & Cluely
Zu unserem Tech-Update Newsletter: https://www.liquam.com/newsletter/In Folge 140 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir zuerst über den Vormarsch von Stablecoins: Auslöser ist ein neues US-Gesetz, das Stablecoins – also an reale Werte wie den US-Dollar gekoppelte Kryptowährungen – reguliert. Unternehmen wie Amazon oder Walmart könnten davon profitieren, indem sie eigene Coins als kostengünstige Payment-Infrastruktur etablieren. Stablecoins werden damit zum Kundenbindungsinstrument – und zur potenziellen Konkurrenz für etablierte Bezahldienste.Nach Metas Einstieg bei Scale AI zieht nun auch Uber nach: Unter dem Label „Uber AI Solutions“ bietet das Unternehmen Datenannotation als Service an – ein neuer Geschäftszweig, der auch auf Ubers riesigem Datenschatz basiert.JD.com wiederum baut in China einen Food-Delivery-Dienst in Rekordzeit auf – offenbar weniger aus wirtschaftlichem Antrieb, sondern um massenhaft Nutzerdaten zu generieren und Kunden enger zu binden. Kleine Transaktionen liefern große Datensätze.Wir besprechen außerdem ein Whitepaper zweier DeepMind-Mitarbeiter: Weil öffentlich verfügbare Daten endlich sind, beginnen KI-Modelle selbst, neue Daten zu erzeugen – etwa durch gezielte Online-Interaktionen und Diskussionsanstöße.Mit dem Claim „Cheat on everything“ sorgt das US-Startup Cluely für Aufsehen: Die App hilft Nutzern KI-gestützt in Bewerbungsgesprächen, Prüfungen oder Verhandlungen. Wir diskutieren ethische Fragen, mögliche Einsatzszenarien – und wo wir als Gesellschaft Grenzen ziehen sollten.Zum Schluss geht’s um die Bewerbungsflut durch generative KI. Viele Bewerbungen sind blitzschnell erstellt, aber wenig individuell. Gleichzeitig dürfen Unternehmen sie oft nicht automatisiert prüfen – ein Ungleichgewicht entsteht. Die Idee von AI-Wasserzeichen könnte ein Weg zu mehr Transparenz sein.
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Tech-News #139: Cloud, KI und Containerschiffe – über AWS, Apple, Lidl & Walmart
In Folge 139 von Schlaflos dank Seattle geht es um die AWS Summit 2025, eine internationale Veranstaltungsreihe von Amazon Web Services, die Einblicke in neue Cloud-Technologien und Anwendungsfälle gibt. Besonders im Fokus stehen massive Investitionen in AI-Infrastruktur, etwa 30 Milliarden Dollar allein in den USA, sowie der Aufbau eines souveränen Rechenzentrums in Brandenburg mit 9 Milliarden Euro. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Unternehmen noch mit grundlegenden Aufgaben beschäftigt sind. Auch der Umgang mit Datenschutz und der Wunsch nach europäischer Infrastruktur spielen in Deutschland weiterhin eine zentrale Rolle.Danach widmen wir uns der Apple WWDC 2025, die unter gemischten Reaktionen stattgefunden hat. Während einige die fehlenden großen Durchbrüche kritisieren, sehen wir eher eine konsequente Weiterentwicklung in Apples Strategie. Mit Apple Intelligence werden KI-Funktionen systemnah und datenschutzfreundlich in die Betriebssysteme integriert. Entwickler sollen künftig Zugriff auf lokale KI-Modelle bekommen, auch wenn noch unklar ist, wie leistungsfähig diese wirklich sind. Es folgen Diskussionen über Designsprache, fehlende Innovationen bei nativen Apple-Apps und die Frage, wie offensiv Apple sich im KI-Wettbewerb positionieren möchte.Anschließend sprechen wir über Lidls Einstieg in die Containerschifffahrt. Mit der Reederei Tailwind und fünf neu bestellten Großcontainerschiffen will die Schwarz Gruppe sich unabhängiger von globalen Lieferketten machen. Die Investition von rund 600 Millionen Euro ist Teil einer größeren Strategie zur Stärkung der eigenen Souveränität, ähnlich wie bei der Cloud-Initiative Stackit. Zum Abschluss geht es um Walmart, das sich frühzeitig auf KI-Shopping-Agenten vorbereitet. Ziel ist es, sowohl die eigene Website als auch ein dediziertes Protokoll so zu gestalten, dass KI-Systeme möglichst effizient darauf zugreifen und Transaktionen auslösen können. Walmart plant zudem einen eigenen KI-Einkaufsagenten, der Nutzern z. B. beim Zusammenstellen von Wocheneinkäufen hilft. Die Diskussion beleuchtet, wie sich Webseiten, Marketinglogiken und E-Commerce-Prozesse verändern könnten, wenn Maschinen statt Menschen einkaufen – und ob es am Ende nicht darauf ankommt, seine digitalen Inhalte grundsätzlich sauber, zugänglich und verständlich aufzubauen, ganz gleich ob für Mensch oder Maschine.
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Tech-News #138: Microsofts Wetter-KI, OnlyFans-Milliarden, Kinder ohne Social Media & KI-Satelliten
Zu unserem Tech-Update Newsletter: https://www.liquam.com/newsletter/In Folge 138 sprechen wir über Aurora, Microsofts neues KI-Modell zur Wetter- und Umweltvorhersage. Wir diskutieren, wie es mit über einer Million Stunden an Satelliten- und Sensordaten trainiert wurde und warum es als Paradigmenwechsel in der Wetterprognose gilt – weg von physikalischen Gleichungen, hin zur reinen Mustererkennung aus Beobachtungsdaten. Dabei ziehen wir Parallelen zu Teslas Ansatz beim autonomen Fahren und sprechen über den „lernenden Schwarm“ als datengetriebenes Systemprinzip. Anschließend werfen wir einen Blick auf OnlyFans, das mit seinem abonnentenbasierten Modell inzwischen Milliardenumsätze erzielt – komplett ohne Werbung. Wir sprechen über die Hintergründe des geplanten Verkaufs für acht Milliarden Dollar, die Rolle von Creator-Content und warum dieses Modell auch außerhalb des Kontexts in Ansätzen funktioniert, aber selten dieselbe Zahlungsbereitschaft auslöst. Drittes Thema ist die geplante EU-Initiative zur „digitalen Volljährigkeit“. Kinder und Jugendliche sollen künftig nur noch eingeschränkt auf soziale Medien zugreifen dürfen – etwa durch verpflichtende Altersverifikation direkt auf dem Gerät. Wir diskutieren den Sinn, die Umsetzbarkeit und die Frage, ob es wirklich neue Gesetze braucht – oder ob nicht einfach bestehende Regeln wie Artikel 8 der DSGVO endlich durchgesetzt werden sollten. Zum Abschluss geht’s um das Thema: China baut den ersten KI-Supercomputer im All – mit bis zu 2800 Satelliten, die Datenverarbeitung direkt im Weltraum ermöglichen. Wir sprechen über die Vorteile (z. B. Kühlung, Sonnenenergie, geringe Latenz), die Herausforderungen beim Hardware-Austausch und den Vergleich zu klassischen Rechenzentren auf der Erde.
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Tech-News #137: US-Unternehmen setzen auf ChatGPT, Klarna auf Menschen, Amazon auf Werbung und Alibaba trainiert ohne Google
Zu unserem Tech-Update Newsletter: https://www.liquam.com/newsletter/In Folge 137 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die rasante Verbreitung von ChatGPT in US-Unternehmen. Bereits 32,4 % der Firmen nutzen ein kostenpflichtiges Abo – ein enormer Anstieg im Vergleich zu den Vormonaten. Gleichzeitig verliert Google AI massiv an Bedeutung. Wir diskutieren, woran das liegt, welche Use Cases realistisch sind und warum der tatsächliche Mehrwert im Unternehmenskontext oft überschätzt wird – vor allem, wenn ChatGPT ohne unternehmensspezifisches Wissen arbeitet.Außerdem sprechen wir über Klarna, das nach einem radikalen KI-Kurs im Kundenservice nun zurückrudert und wieder Menschen einstellt. Wir beleuchten, warum der rein KI-basierte Ansatz gescheitert ist, welche Rolle emotionale Kundenanliegen spielen und ob der Rückschritt auch strategische Gründe wie einen geplatzten Börsengang haben könnte.Ein weiteres Thema ist Alibaba und das neue Trainingsverfahren ZeroSearch. Dabei erzeugt die KI eigene, künstliche Suchergebnisse – ganz ohne Zugriff auf echte Suchmaschinen. Wir erklären, wie das funktioniert, welche Kostenersparnis möglich ist und warum dieses Vorgehen zugleich faszinierend wie auch fragwürdig erscheint.Wir werfen auch einen Blick auf Apple und das Neurotech-Startup Synchron. Gemeinsam arbeiten sie daran, iPhones, iPads und Vision Pro künftig über Gedanken steuern zu können – nicht invasiv, sondern über ein Implantat in der Halsvene. Wir sprechen über die Unterschiede zu Elon Musks Neuralink und wie Apple damit einen innovativen Use Case mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert verfolgt.Natürlich darf auch Amazon nicht fehlen: Wir analysieren die Entwicklung von Prime Video, wo inzwischen mehr als ein Drittel der Streamingzeit auf die werbefinanzierte Version entfällt. Trotz enormer Reichweite bleibt das Werbeerlebnis enttäuschend. Im Gegensatz zu Anbietern wie Tencent oder Peacock fehlt es an Personalisierung, Kontextbezug und smarter Umsetzung.Zum Abschluss schauen wir auf Audible. Der Amazon-Ableger ermöglicht es jetzt, Bücher per KI automatisch in Hörbücher umzuwandeln – mit über 100 synthetischen Stimmen in mehreren Sprachen. Besonders Self-Publisher und kleine Verlage sollen davon profitieren. Wir diskutieren, warum dieser Schritt strategisch sinnvoll ist und wie sich so exklusiver Content mit geringen Kosten erzeugen lässt.
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Tech-News #136: Amazon-Satelliten, Microsoft & Google sehen, was der Nutzer sieht – und ChatGPT weiß, was er einkauft: KI im Wettlauf um Daten, Distribution und neue Geschäftsmodelle.
Zu unserem Tech-Update Newsletter: https://www.liquam.com/newsletter/In Folge 136 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über mehrere spannende technologische Entwicklungen. Zuerst diskutieren wir den Start von Amazons Kuiper-Projekt, bei dem die ersten 27 Satelliten ins All geschickt wurden, um eine weltweite Internetversorgung zu ermöglichen. Kuiper ist Amazons Antwort auf das Starlink-Projekt von Elon Musk. Trotz des Vorsprungs von Starlink in Bezug auf die Anzahl der Satelliten wird Kuiper vor allem durch die Integration mit AWS und spezifischen Unternehmensanwendungen wie IoT-Überwachungen differenzieren.Im Anschluss geht es um Microsofts neue Funktionen im Edge-Browser, darunter “Copilot Vision”, das Webseiten analysieren und zusammenfassen kann, sowie “Recall”, das Screenshots des gesamten Bildschirms für eine bessere Suche speichert.Es folgt ein Blick auf die Gemini Live-Funktion von Google, bei der die KI jetzt nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Live-Kameradaten analysieren kann, um noch relevantere Ergebnisse zu liefern. Diese Weiterentwicklung zeigt, wie KI zunehmend multimodale Fähigkeiten entwickelt.Abschließend beschäftigen wir uns mit den Monetarisierungsmöglichkeiten von KI, insbesondere wie Anbieter wie OpenAI und Perplexity nach Wegen suchen, durch Daten und Plattformintegration neue Geschäftsmodelle zu schaffen. Hierbei werden die Pläne zur Schaffung eigener Browser und der Wunsch, bestehende Plattformen wie Chrome zu übernehmen, thematisiert.Die Folge beleuchtet, wie der Wettbewerb um Daten und die Integration von KI in alltägliche Anwendungen voranschreiten und welche Auswirkungen dies auf die Zukunft von Technologie und Geschäftsmodellen haben könnte.
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Tech-News #135: ChatGPT vor TikTok, vernetzte KI-Agenten, 500 Mrd. von Nvidia, Apples AR-Zukunft & Walmarts Mode-KI
In dieser Folge von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über: ChatGPT ist die weltweit meistgeladene App im März 2025 – erstmals vor Instagram und TikTok. - Mit 46 Millionen Downloads innerhalb eines Monats zieht ChatGPT an den Social-Media-Giganten vorbei. Wir schauen auf die Gründe für diesen Hype: neue Bildfunktionen, Ghibli-Memes, Voice-Upgrades – und eine gelockerte Moderation, die neue kreative Räume öffnet. Außerdem diskutieren wir, was Downloadzahlen wirklich aussagen und warum sie oft trügen können.Google bringt mit Agent2Agent (A2A) ein offenes Protokoll für KI-Agenten an den Start. - A2A ist sowas wie das „Esperanto“ für KIs: Unterschiedliche Agenten können über Anbietergrenzen hinweg zusammenarbeiten. Wir erklären, wie das technisch funktioniert, was das mit Plattformen wie Agentspace zu tun hat – und warum das ein echter Gamechanger für Unternehmen, Produktivität und digitale Prozesse sein könnte.Nvidia investiert 500 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur in den USA. - Nvidia baut Fabriken – unter anderem in Texas und Arizona. Wir beleuchten, warum dieses Investment so groß ist, was politisch dahintersteckt, und wie Nvidia damit die Grundlagen für das KI-Zeitalter schafft.Apple will Augmented-Reality-Brillen zum nächsten Mega-Produkt machen. - Tim Cook hat die Entwicklung von leichten, alltagstauglichen AR-Brillen zur Top-Priorität erklärt. Wir sprechen über den aktuellen Stand, technologische Hürden, die Rolle der Vision Pro – und ob Apple hier wirklich einen neuen „AirPod-Moment“ schaffen kann. Dazu gibt’s Einblicke in die Strategien von Meta, ByteDance & Co.Walmart will Modetrends mit KI in nur sechs Wochen umsetzen. - Mit dem neuen Tool „Trend-to-Product“ analysiert Walmart soziale Netzwerke und bringt daraus automatisch Designideen hervor – inklusive Moodboards und KI-gestützter Beschaffungsplanung. Was das für den Modehandel bedeutet, welche Rolle Trump’s neue Zölle spielen – und warum Ethik trotzdem eine Rolle spielt, klären wir im letzten Teil der Folge.Zu unserem Tech-Update Newsletter: https://www.liquam.com/newsletter/
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Tech-News #134: Teleshopping auf TikTok, Rückzug von Aldi, XAI übernimmt X, DNA-Daten im Angebot und China stoppt Chip-Importe
In Folge 134 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über den Start von TikTok Shop in Deutschland. Erste Livestreams erinnern eher an Teleshopping mit wenig Reichweite – wie etwa bei About You. Wir fragen uns, ob das wirklich Zukunft hat oder ob nicht automatisch getaggte Produkte in Kurzvideos das größere Potenzial bieten.Außerdem schauen wir auf Aldis Rückzug aus dem E-Commerce. Für uns ein Rückschritt – denn wer wie Lidl stationär und digital gut verzahnt, kann deutlich mehr erreichen. Fehlende Prozessintegration und Innovationskraft dürften hier das eigentliche Problem sein.Dann werfen wir einen Blick auf Elon Musks XAI und die Übernahme von X (Twitter). Grok ist stark, aber wir zweifeln am Umgang mit Daten – besonders, wenn alles mit Nutzerkonten, Fahrzeugdaten und mehr verknüpft wird.Waymo möchte nach Washington, D.C. expandieren. Der Konkurrent von Tesla betreibt bereits in mehreren US-Städten fahrerlose Ride-Hailing-Dienste und erreicht über 200.000 autonome Fahrten pro Woche. Während Elon Musk mehr durch große Ankündigungen auffällt, liefert Waymo still und effizient.Zum Schluss sprechen wir über 23andMe und die Frage, was mit sensiblen DNA-Daten passiert, wenn ein Unternehmen pleitegeht. Und wir schauen nach China: Dort wird der Importstopp energiehungriger Chips plötzlich mit Klimaschutz begründet – aus unserer Sicht eher ein geopolitisches Manöver.
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Tech-News #133: KI Nutzung und Datenschutz
In der Folge 133 von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir über die Einführung von Alexa+, einer neuen KI-basierten Version des Amazon-Assistenten, und die damit verbundenen Änderungen. So entfernt Amazon ab dem 28. März die Option „Sprachaufnahmen nicht senden“ von Echo-Geräten, sodass alle Aufnahmen zur Verarbeitung in die Cloud geschickt werden. Dies wirft Fragen zum Datenschutz auf. Die Diskussion beleuchtet, wie Geräte wie iPhones mit leistungsstärkeren Chips KI lokal verarbeiten könnten, während Alexa auf Cloud-Verarbeitung angewiesen ist.Gleichzeitig steigt die Nachfrage von Unternehmen nach privaten KI-Lösungen mit hohem Datenschutz. Es werden drei Stufen diskutiert: einfache API-Nutzung (z. B. ChatGPT), Private Cloud (z. B. bei AWS) und On-Premise-Betrieb für maximale Kontrolle. Zum Schluss geht es um Zukunftsperspektiven: Agentic-KI (z. B. OpenAIs PhD-Level-Agenten für 20.000 $) und Robotics (z. B. Teslas Optimus) könnten Arbeitsprozesse revolutionieren. Doch dies erfordert immense Datenmengen und Rechenleistung, was wiederum Datenschutz und Abhängigkeit von Infrastruktur wie Nvidias Chips oder Roboter-Frameworks ins Spiel bringt.Abschließend wird Elon Musks Cybercab erwähnt, das, trotz autonomer Versprechen, zunächst mit Fahrern starten könnte – ein Beispiel für die Lücke zwischen Hype und Realität.
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Tech-News #132: TikTok Shop und Amazon Haul expandieren, Amazon stellt Inspire ein, PayPal setzt auf KI, Alexa+ kommt – und KI-Agenten unter sich
In der Folge 132 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die neuesten Entwicklungen im E-Commerce, Künstliche Intelligenz und Sprachassistenten. TikTok erweitert seinen E-Commerce-Bereich nach Deutschland, Frankreich und Italien und plant ein eigenes Fulfillment, während Amazon gleichzeitig seine TikTok-ähnliche Funktion Inspire einstellt. Stattdessen setzt Amazon auf die Expansion seiner Discount-Plattform Haul, die mit Temu und Shein konkurrieren soll. Auch PayPal präsentiert eine neue KI-Strategie und setzt auf smarte Shopping-Assistenten, Preisvergleiche und automatisierte Nachkäufe, womit sich der Zahlungsdienstleister zunehmend als eigenständige Shopping-Plattform positioniert – mit potenziellen Folgen für Händler und den Online-Handel.Amazon launcht zudem Alexa+, eine KI-gestützte Weiterentwicklung des Sprachassistenten mit verbessertem Sprachverständnis, Personalisierung und Drittanbieter-Integration. Währenddessen bleibt Apple weit hinterher: Eine neue Siri-Architektur ist erst mit iOS 19 geplant, eine wirklich leistungsfähige, ChatGPT-ähnliche Version von Siri soll sogar erst frühestens 2027 mit iOS 20 kommen.Ein weiteres Thema dieser Folge: Ein virales Video zeigt zwei KI-Agenten, die während eines Gesprächs erkennen, dass sie beide KI sind – und daraufhin von menschlicher Sprache auf eine effizientere Audio-Übertragung umstellen. Das wirft spannende Fragen zu zukünftigen Kommunikationsmethoden zwischen Maschinen auf.Neben all diesen Entwicklungen steht auch der April im Fokus: Der TikTok-Bann in den USA könnte Realität werden, neue Zoll-Regulierungen stehen an und die Einführung von Apple Intelligence in Europa hängt an der Umsetzung des EU AI Acts.
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Tech-News #131: Apple setzt in China auf Alibaba, OpenAI und Meinungsfreiheit, Airbus vs. Starlink, Amazon öffnet sich für Drittanbieter, Chinas DeepSeek auf dem Vormarsch
In der Folge 131 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Airbus’ neues Satellitenprojekt „Project Bromo“, das als europäische Antwort auf Starlink positioniert wird. Airbus, Thales und Leonardo planen eine eigene Satellitenkonstellation, um Europa unabhängiger von US-Anbietern zu machen. Doch angesichts der Dominanz von SpaceX und Starlink stellt sich die Frage, ob Europa mit diesem Tempo mithalten kann.Außerdem geht es um Amazons neuen Ansatz, Produkte von Drittanbietern direkt in der eigenen Shopping-App anzuzeigen. Kunden werden dabei auf die Webseiten der Marken weitergeleitet. Wie passt das mit Amazons Geschäftsmodell, der Kundenerfahrung und dem Schutz von Markenrechten zusammen?Ein weiteres Thema ist die Ankündigung von OpenAI, die eigenen KI-Modelle in Zukunft ohne Zensur und mit neutraler Haltung weiterzuentwickeln. Hintergrund sind politische Debatten über mögliche Voreingenommenheit in KI-Systemen. Dies wirft jedoch die Frage auf, wie man zwischen Meinungsfreiheit und der Verbreitung von Fehlinformationen unterscheidet.Wir sprechen auch über Apples neue Kooperation mit Alibaba. Da Apples eigene KI-Modelle in China nicht zugelassen sind, setzt das Unternehmen nun auf die Technologie von Alibaba, um sich den Marktbedingungen anzupassen. Dies zeigt, wie stark westliche Unternehmen sich in China auf lokale Partner verlassen müssen.Zum Abschluss geht es um Chinas KI-Chatbot DeepSeek, der zunehmend in staatlichen und privaten Anwendungen integriert wird. Während Tencent und Baidu die Technologie bereits in ihre Dienste einbinden, verbieten Länder wie Südkorea und Australien den Einsatz aus Datenschutzgründen. Die weltweite Verbreitung von DeepSeek stellt eine neue Herausforderung für westliche Unternehmen dar, die auf eigene KI-Lösungen setzen.
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Tech-News #130: Brillen bei Amazon, DeepSeek und KI Guidelines, Apple vernetzt sich mit Starlink und X mit Visa
In Folge 130 von “Schlaflos dank Seattle” sprechen wir über das chinesische Unternehmen DeepSeek, das mit seinem neuen R1-Modell für Aufsehen gesorgt hat. Die KI, die besonders effizient im Reasoning sein soll, stellt viele bisherige Modelle in den Schatten. Doch wie konnte DeepSeek trotz US-Sanktionen an die notwendige Rechenleistung gelangen? Es gibt Hinweise, dass sie möglicherweise OpenAI-Daten abgeschöpft haben, was nun für große Diskussionen sorgt. Während OpenAI gegen DeepSeek scharf schießt, geht Microsoft einen anderen Weg und bietet das Modell bereits auf Azure an. Gleichzeitig wurde bekannt, dass DeepSeek eine ungesicherte Datenbank mit Millionen von Nutzerchats und API-Schlüsseln im Netz hatte – eine massive Sicherheitslücke, die einmal mehr zeigt, wie sorglos mit KI-Daten umgegangen wird.Auch Apple sorgt für Überraschungen: Das Unternehmen arbeitet mit Elon Musks Starlink zusammen, um iPhones künftig per Satellit zu vernetzen. Aktuell ist der Dienst auf Textnachrichten für T-Mobile-Kunden in den USA beschränkt, doch langfristig könnten auch Datennutzung und Telefonie über Starlink laufen. Das könnte den Mobilfunkmarkt nachhaltig verändern.Elon Musk bleibt auch mit X (ehemals Twitter) in den Schlagzeilen. Mit “X Money” plant er, eine Zahlungsplattform in die App zu integrieren. 2025 soll der Service starten – mit Visa als erstem großen Partner. Damit rückt Musk seiner Vision einer Super-App nach dem Vorbild von WeChat einen großen Schritt näher. Gleichzeitig positionieren sich immer mehr Unternehmen strategisch in seinem Umfeld, da Musk als eine der wichtigsten Schnittstellen zur neuen US-Regierung gilt.Ein weiteres Thema der Folge ist der überraschende Start von Amazon Optics. Ohne große Ankündigung bietet Amazon in Deutschland nun Korrekturbrillen mit Sehstärke an. Kunden können ihre Sehstärke angeben und sich die Brille direkt nach Hause liefern lassen. Noch sind die Möglichkeiten begrenzt, doch die Branche reagiert mit Skepsis – ist das ein echter Angriff auf Optiker oder nur ein Testlauf?
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Tech-News #129: TikTok Abschaltung und Perplexity, OpenAIs KI-Agent, Microsofts Copilot mit Pay-as-you-go
Wir sprechen über die turbulenten Entwicklungen rund um TikTok in den USA. ByteDance hatte den Service zwischenzeitlich abgeschaltet, nachdem der US-Kongress die Entflechtung von der chinesischen Muttergesellschaft forderte. Doch mit einer überraschenden Wendung schaltete TikTok den Dienst wieder live – gestützt durch die umstrittene Zusicherung von Donald Trump, dass es keine Konsequenzen geben würde. Wir diskutieren, wie die kurzfristige Abschaltung genutzt wurde, um Marktanteile zu gewinnen: So bot Meta den TikTok-Creatorn finanzielle Anreize, zu Instagram Reels zu wechseln. Auch Konkurrenzplattformen wie BlueSky und X rückten in den Fokus, um Nutzer mit Video-Inhalten für sich zu gewinnen. Ein weiteres Highlight ist die angekündigte Fusion zwischen TikTok und Perplexity AI, die große strategische Implikationen für KI-getriebene Datenanalysen und Nutzerinteraktionen hätte. Neben TikTok widmen wir uns der neuen Pay-as-you-go-Strategie von Microsofts Copilot sowie den jüngsten Entwicklungen bei OpenAI. Besonders spannend: Die Einführung der Beta-Funktion ‘Tasks’, die automatisierte Aufgabenplanung ermöglicht, und die bevorstehende Veröffentlichung des KI-Agents ‘Operator’, der autonome Aktionen wie Buchungen oder Recherchearbeiten durchführen könnte. Natürlich konnten wir auch nicht umhin, die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen zu beleuchten – vom regulatorischen Umfeld für KI über die Marktbewegungen bei Kryptowährungen bis hin zur Frage, wie KI-Agenten die Zukunft von HR-Prozessen und Buchungssystemen verändern könnten. Es ist eine dichte, diskussionsreiche Folge, die einmal mehr zeigt, wie dynamisch sich Technologie und Politik gegenseitig beeinflussen.
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Tech-News #128: Nvidia und Airbnb erweitern Geschäftsmodelle, wer kauft TikTok, und warten auf Apples CarPlay
In der ersten Folge von Schlaflos dank Seattle im neuen Jahr 2025 werfen wir einen umfassenden Blick auf aktuelle Entwicklungen und spannende Themen aus der Tech-Welt. Wir beginnen mit einem Rückblick auf Apples CarPlay 2.0, das als erweitertes System tiefer in die Funktionen moderner Fahrzeuge integriert werden sollte – von der Klimaanlage über das Radio bis hin zur Instrumentenanzeige. Obwohl es für 2024 angekündigt war, ist es bislang nicht umgesetzt. Wir diskutieren mögliche Gründe für die Verzögerungen, von technischen Herausforderungen bis hin zu möglichen Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Automobilherstellern.Im Anschluss beschäftigen wir uns mit den neuesten Ankündigungen von Nvidia auf der CES 2025 in Las Vegas. Das Unternehmen, das zu den treibenden Kräften im KI-Bereich zählt, erweitert seine Geschäftsmodelle und präsentiert einen kompakten KI-Desktop-Rechner, der speziell für Entwickler und Privatanwender entwickelt wurde. Außerdem beleuchten wir Nvidias Zusammenarbeit mit Toyota im Bereich autonomer Fahrzeuge und die Pläne, humanoide Roboter zu entwickeln, die vielfältige Aufgaben übernehmen könnten. Wir analysieren, wie diese Initiativen Nvidia helfen könnten, seine Marktführerschaft zu sichern, und diskutieren die damit verbundenen Chancen und Risiken.Ein weiteres Highlight ist Airbnbs geplante Service-Offensive. Das Unternehmen will über das reine Vermitteln von Unterkünften hinausgehen und zusätzliche Dienstleistungen wie Kühlschrankauffüllungen, Flughafentransfers und Freizeitaktivitäten anbieten. Wir erörtern, ob Airbnb damit eine breitere Zielgruppe ansprechen kann, und beleuchten mögliche Herausforderungen dieser Strategie.Abschließend werfen wir einen Blick auf die Zukunft von TikTok in den USA. Angesichts eines möglichen Verbots durch die US-Regierung stellt sich die Frage, ob die Plattform verkauft werden muss und wer ein potenzieller Käufer sein könnte. Wir diskutieren Gerüchte um Elon Musk und Mark Zuckerberg als Interessenten und beleuchten, welche Auswirkungen ein solcher Verkauf auf die Plattform und ihre Nutzer haben könnte.
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Tech-News #127: QR-Codes von der SPD, Eigenmarken von TUI, Unternehmensdaten für Perplexity und eine Telefonnummer für ChatGPT
In dieser Folge von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir zunächst über die Ankündigung der SPD, QR-Codes als zentrales Element ihres Bundestagswahlkampfs 2025 einzusetzen. Wir diskutieren, ob diese Strategie sinnvoll ist, und beleuchten Herausforderungen wie Medienbrüche und praktische Nutzungsprobleme. Außerdem thematisieren wir die Möglichkeit, dass solche QR-Codes leicht missbraucht oder zweckentfremdet werden könnten. Ein weiteres Thema ist der Erfolg von TUI, insbesondere durch ihre Eigenmarken-Strategie. Wir analysieren, wie TUI durch eigene Hotels, Kreuzfahrtschiffe und andere Angebote nicht nur höhere Margen erzielt, sondern auch eine stärkere Kundenbindung schafft. Zudem vergleichen wir dies mit Entwicklungen im Einzelhandel und diskutieren die Zukunft des stationären Reisebüros. Zum Abschluss geht es um aktuelle Entwicklungen bei Perplexity, einer KI-Suchmaschine, die durch die Übernahme von Cabin Unternehmensdaten effizienter durchsuchen möchte. Wir diskutieren, wie sich KI in Unternehmen etabliert und welche Herausforderungen und Chancen damit verbunden sind. Außerdem analysieren wir den möglichen „PR-Stunt“ von ChatGPT, der durch die Einführung einer Telefonnummer und WhatsApp-Integration Aufmerksamkeit erregen soll. Dabei hinterfragen wir, ob dieser Ansatz langfristig sinnvoll ist oder lediglich kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugt. Am Ende der Folge warten Weihnachtsgeschenke auf die Hörer: Ein tiefergehender Newsletter für einen Monat sowie die Chance, eine dreimonatige kostenlose Beratung zu gewinnen. Hier der Link zur Newsletter-Anmeldung: https://www.liquam.com/newsletter?ref=MdM0U8rm5U9pyT07xH36Z7FG8/Ko7uw8BVpeTdUNsAitaeQ=
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Tech-News #126: KI mit Gedächtnis, Meta-Vision, Amazons KI-Offensive und Digitalisierung in der Arbeitsorganisation
In der neuesten Folge von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Technologie, Unternehmensstrategien und Arbeitsorganisation. Zu Beginn widmen wir uns dem Rückzug von Amazon Fresh aus Deutschland und der Kooperation mit Knuspr, die künftig die Lieferaktivitäten in Berlin, dem Rhein-Main-Gebiet und München übernimmt. Knuspr profitiert von der Integration der Prime-Mitgliedschaft und der großen Reichweite von Amazon, während wir die Gründe analysieren, warum Amazon im deutschen Markt scheiterte. Diese Partnerschaft zeigt eindrucksvoll, wie Unternehmen wie Amazon ihre Marktposition durch strategische Kooperationen anpassen können. Ein weiteres großes Thema sind die aktuellen Trends in der künstlichen Intelligenz und die damit verbundenen Fragen zum Datenschutz. Wir diskutieren, wie KI-Modelle wie Gemini, OpenAI und Grok personalisierte Inhalte generieren und welche Herausforderungen dies hinsichtlich der Nutzung und Speicherung von Daten mit sich bringt. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Unterschiede zwischen Google und OpenAI im Umgang mit Nutzerdaten sowie auf Apples neue Datenschutzmaßnahmen im Rahmen des iOS-Updates 18.2, das ChatGPT integriert und gleichzeitig hohe Standards im Bereich Privatsphäre setzt. Ein dritter Schwerpunkt ist Metas mögliche Vision einer „Everything App“, die Dienste wie Facebook, Instagram, WhatsApp und Threads vereinen könnte. Wir beleuchten die Möglichkeiten und Herausforderungen einer solchen Plattform, insbesondere im Hinblick auf regulatorische Hürden und Nutzerakzeptanz. Parallel dazu analysieren wir Metas strategische Schritte, wie die Einführung kostenpflichtiger Funktionen und die verstärkte Verzahnung der einzelnen Dienste, die Meta in eine starke Position im digitalen Ökosystem bringen. Auch Amazons massive Investitionen in den Bereich künstliche Intelligenz stehen im Fokus. Das Unternehmen stärkt durch die Zusammenarbeit mit Anthropic, einem der führenden KI-Start-ups, seine Position. Die Einführung der Nova-Modellfamilie, die auf Effizienz und Flexibilität abzielt, sowie die Nutzung eigener Trainium-Chips und der Bau eines Supercomputers unterstreichen Amazons Ambitionen, AWS-Kunden innovative Lösungen zu bieten und den Wettbewerb mit Microsoft und Google aufzunehmen. Abschließend werfen wir einen kritischen Blick auf die Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft, die zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin großen Nachholbedarf in der Digitalisierung haben – insbesondere in der Arbeitsorganisation. Wir diskutieren, warum sich Unternehmen oft noch mit Basics wie der Einführung von Tools beschäftigen, anstatt sich auf zukunftsweisende Themen und echte Transformationen zu konzentrieren. Wie in der Folge angekündigt, hier der Link zur Newsletter-Anmeldung: https://liquam.com/newsletter?ref=MdM0U8rm5U9pyT07xH36Z7FG8/Ko7uw8BVpeTdUNsAitaeQ=
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Tech-News #125: Amazon’s Haul, CoreWeave’s IPO, Perplexity’s Shopping, Jaguar’s Dilemma, OpenAI’s Gehälter und Spotify’s Fake-Musik
In dieser Folge von “Schlaflos dank Seattle” sprechen wir über Amazons neues Shopping-Konzept “Amazon Haul”, das auf den Erfolg von Plattformen wie Shein und Temu reagiert. Amazon hat einen separaten Bereich eingeführt, in dem Produkte direkt aus China zu günstigeren Preisen angeboten werden, allerdings mit längeren Lieferzeiten. Dies markiert eine deutliche Abkehr von Amazons bisherigem Fokus auf Prime und schnelle Lieferungen. Die Trennung von der Hauptplattform soll sicherstellen, dass das gewohnte Amazon-Erlebnis nicht beeinträchtigt wird. Gleichzeitig wird diskutiert, ob sich Amazon durch den Preiskampf mit Temu und Shein strategisch in eine schwierige Lage bringt, da diese stärker subventionieren können. Außerdem beleuchten wir das neue Shopping-Feature von Perplexity, einer KI-basierten Plattform, die Produktsuchen mit direktem Checkout kombiniert. Die Diskussion zeigt die Herausforderungen und Chancen dieser All-in-One-Lösung, insbesondere im Vergleich zu etablierten Playern wie Amazon und Google. Im Automobilbereich sprechen wir über Jaguar, das nicht nur ein Rebranding durchgeführt, sondern auch angekündigt hat, vorübergehend keine neuen Fahrzeuge mehr zu verkaufen. Ab 2026 wird Jaguar ausschließlich Luxus-Elektroautos anbieten, was als radikaler Neustart in der Automobilindustrie interpretiert wird. Weiterhin thematisieren wir CoreWeave, einen Anbieter von Cloud-Computing-Diensten, der sich auf Hochleistungs-GPU-Infrastrukturen für KI-Anwendungen spezialisiert hat. Das Unternehmen hat kürzlich eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen und plant für 2025 einen Börsengang mit einer angestrebten Bewertung von über 35 Milliarden US-Dollar. CoreWeave positioniert sich als wichtiger Wettbewerber im Bereich KI-Infrastruktur und profitiert von der stark steigenden Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Modelle. Ein weiteres Thema ist Elon Musks Klage gegen OpenAI und nun auch Microsoft, in der er unter anderem argumentiert, dass deren hohe Gehälter den Wettbewerb verzerren. Dies wirft spannende Fragen zu Marktstrukturen, Monopolbildung und der Dynamik im Arbeitsmarkt der Tech-Branche auf. Zum Abschluss thematisieren wir die Probleme durch KI-generierte Musik auf Spotify, die unter falschen Künstlernamen veröffentlicht wird. Dies führt nicht nur zu Einnahmeverlusten für echte Künstler, sondern zeigt auch, wie Plattformen mit minderwertigen KI-Inhalten überflutet werden können.
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Tech-News #124: Google’s KI-Agent Jarvis, das Ende des “Bigger is Better”-Ansatzes, Amazon & Knuspr Kooperation und IKEA erreicht 25% Online-Umsatz
In dieser Episode von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir über die neusten Entwicklungen in der Tech-Branche, von Googles KI-Agent Jarvis bis zu strategischen Allianzen und Wachstumsstrategien. Googles KI-Agent Jarvis: Automatisierung des Browsers ChromeGoogle hat mit „Jarvis“ einen KI-Agenten entwickelt, der den Chrome-Browser autonom steuern kann. Jarvis basiert auf Googles KI-Framework Gemini und nutzt fortschrittliche Technologien, um sich in der Browser-Oberfläche zurechtzufinden und Aktionen wie Klicks und Texteingaben eigenständig auszuführen. Nutzern soll dabei geholfen werden, zeitaufwändige Aufgaben wie Online-Einkäufe oder Reisebuchungen zu automatisieren. Im Gegensatz zu KI-Systemen, die ganze Computer steuern, beschränkt sich Jarvis aktuell auf den Browser. Datenschutz, Sicherheit und die Geschwindigkeit der Anwendungen bleiben Herausforderungen, die es noch zu überwinden gilt. Ende des „Bigger is Better“-Ansatzes in der KILange galt: je größer das Modell in Daten und Rechenleistung, desto besser das Ergebnis. Doch der hohe Ressourcenverbrauch, Hardwareprobleme und Datenlimits zwingen Entwickler zum Umdenken. Künftig stehen kompaktere und effizientere Modelle im Fokus. Ein Beispiel ist OpenAIs „o1“, das sich beim Einsatz dynamisch optimiert und komplexe Aufgaben schrittweise löst („Test-Time Compute“). Ähnlich, wie ein Mensch Entscheidungen trifft. Diese Veränderungen könnten erhebliche Auswirkungen auf die gesamte KI-Industrie haben, indem sie den Bedarf an spezialisierten Chips reduzieren und den Wettlauf um KI-Innovationen weiter anheizen. Amazon und Knuspr: Partnerschaft im deutschen LebensmittelmarktAmazon und Knuspr haben eine Kooperation geschlossen, um sich gemeinsam im schwierigen deutschen Lebensmittelmarkt zu behaupten. Amazon hat mit seinem Lieferdienst „Amazon Fresh“ in Deutschland bislang nur begrenzte Erfolge erzielt, da die Nachfrage gering war, das Sortiment eingeschränkt blieb und die Kosten hoch waren. Amazon erweitert durch Knuspr sein Angebot und erhofft sich größere Reichweite. Knuspr profitiert von Amazons Kundenbasis, was die Position beider im Markt stärkt. Diese Kooperation zeigt, wie große Unternehmen durch strategische Partnerschaften ihre Marktchancen verbessern können, obwohl der Lebensmittelliefermarkt in Deutschland weiterhin herausfordernd bleibt, insbesondere aufgrund hoher Fixkosten und eines deutlichen Stadt-Land-Gefälles. IKEA steigert Online-Umsatz und baut digitale Strategie ausIKEA Deutschland erzielte 2024 im Online-Bereich 1,434 Milliarden Euro (plus 3% z. VJ), was 25,1 % Anteil des Gesamtumsatzes ausmacht. Der Möbelriese investiert in eine optimierte App, Omnichannel-Strategien und Produktbewertungen, um Kunden online wie offline ein nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten. Zukünftige Investitionen sollen die digitale Infrastruktur weiter ausbauen und IKEAs Position als führenden Omnichannel-Anbieter festigen.
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Waymo vs. Tesla im Robotaxi-Rennen, Pimp My Image mit Zuckerberg, Uber Expedia Gerüchte, Googles SynthID, Reuters für Meta und Apple Intelligence für Europa
In dieser Folge von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die Entwicklung im Bereich Robotaxis: Waymo, das selbstfahrende Auto von Alphabet, erhält kräftige Investitionen in Höhe von 5,6 Milliarden Dollar, um Tesla im Rennen um den Robotaxi-Markt in den USA Paroli zu bieten. Wir diskutieren darüber, wie Uber die Partnerschaft mit Waymo sieht und wie weit Tesla wirklich in diesem Bereich ist. Außerdem werfen wir einen Blick auf Mark Zuckerbergs jüngsten Versuch, besonders cool zu wirken: Er hat zwei Porsche von West Coast Customs, bekannt aus der Serie Pimp My Ride, umbauen lassen. Ein Gerücht sorgt für Gesprächsstoff: Könnte Uber den Reisekonzern Expedia kaufen? Wir spekulieren, ob es sich hierbei um ernsthafte Pläne oder lediglich um einen Testballon handelt, um die Marktreaktionen auszuloten. Ein weiteres Thema ist Googles Veröffentlichung von SynthID, einer Technologie, die es ermöglicht, KI-generierte Texte mit Wasserzeichen zu versehen und dadurch ihre Herkunft zu kennzeichnen. Damit könnte Google zukünftig KI-generierte Inhalte klarer identifizierbar machen. Meta kooperiert nun mit Reuters, um seinen Chatbots aktuelle News-Inhalte zu bieten und zeigt, wie wichtig diese Partnerschaften sind. Schließlich sprechen wir über Apple Intelligence, das nun in den USA verfügbar ist und im April 2025 nach Europa kommen soll, und das EU-exklusive Update für iOS 18.2, mit dem sich in der EU künftig Kern-Apps wie der App Store, Safari oder Fotos vollständig löschen lassen.
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Innovation, KI, Automatisierung und globale Expansion: Tesla, BYD, Uber, OpenAI, Nvidia, CoreWeave
In der neuesten Episode unseres Podcasts „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir über: TESLA’S ROBOTAXI Elon Musk stellt seine Vision vom Robotaxi vor und verspricht, dass bestehende Tesla-Modelle bald als autonome Taxis auf den Straßen unterwegs sein könnten. Wir hinterfragen die Ankündigungen und diskutieren, was der Start des Robotaxi-Programms wirklich bedeuten könnte. PARTNERSCHAFT ZWISCHEN BYD UND UBER Auch Uber setzt weiter auf Elektromobilität und hat sich mit dem chinesischen Hersteller BYD zusammengeschlossen. Gemeinsam möchten sie Elektrofahrzeuge für Uber-Fahrer weltweit attraktiver machen. Wir beleuchten, was diese Partnerschaft für die Marktposition von Uber und die Konkurrenz bedeutet. UBER’S KI-ASSISTENT Uber plant, Anfang 2025 einen neuen KI-Assistenten einzuführen, um Fahrern wertvolle Tipps zur Energieeffizienz und Positionierung zu geben. Außerdem soll die KI Fahrer bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge unterstützen. Wir besprechen, wie diese KI-Unterstützung den Fahrdienst revolutionieren könnte. OPENAI EXPANDIERT OpenAI expandiert nach Singapur, Paris und Brüssel. Dabei geht es um mehr als nur neue Büros – OpenAI möchte den regulatorischen Dialog verstärken und die KI-Entwicklung in Europa und Asien weiter vorantreiben. Wir diskutieren, was die neuen Standorte für OpenAIs globalen Einfluss bedeuten könnten. KAPITAL FÜR COREWEAVE Das Infrastruktur-Unternehmen CoreWeave hat eine beeindruckende Finanzierungsrunde abgeschlossen und ist jetzt 19 Milliarden Dollar wert. Die Bedeutung von KI-Infrastruktur wächst enorm, und CoreWeave steht im Zentrum dieser Entwicklung. Wir sprechen darüber, wie CoreWeave durch Kooperationen mit Nvidia die Zukunft der KI-Computing-Power mitgestaltet. STATE OF AI REPORT 2024 Abschließend empfehlen wir den „State of AI Report 2024“. Der Bericht bietet eine umfassende Übersicht über die neuesten KI-Entwicklungen und beleuchtet deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Link zum Bericht: https://hubs.ly/Q02TMt_B0
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Amazons „Höhle der Löwen“, Katastrophenhilfe und 1,8 Mrd. USD Werbeeinnahmen bei Prime sowie Metas neue AR-Brille „Orion“
In der Folge 121 von “Schlaflos dank Seattle” sprechen wir über Amazons Entscheidung, Werbung in Prime Video einzuführen und die beeindruckenden Werbeeinnahmen von 1,8 Milliarden US-Dollar, die dadurch erzielt wurden. Wir diskutieren, wie sich das Werbebudget zunehmend auf Streaming-Dienste verlagert, was auch bei Netflix erfolgreich war, und wie die werbefinanzierten Abos zur Rentabilität des Streamings beitragen. Ein weiteres Thema ist Amazons neue Show “ Buy It Now”, bei der Teilnehmer Produkte einer Jury und potenziellen Kunden präsentieren und diese während der Sendung direkt über Amazon verkauft werden können. Wir heben hervor, wie Amazons Ökosystem es dem Unternehmen ermöglicht, schnell Einnahmen zu erzielen, und wie diese Verknüpfung von Streaming und E-Commerce die Zukunft des Konsums beeinflussen könnte. Ebenso sprechen wir über Amazons Rolle in der Katastrophenhilfe, insbesondere beim Hurrikan Helene. Amazon nutzt sein riesiges Logistiknetzwerk und 14 Hilfshubs, um in Notlagen wie dieser schnelle Unterstützung zu leisten, darunter die Lieferung von Wasser, Lebensmitteln und Hygienekits. Wir diskutieren, ob dieses Engagement rein humanitär oder auch strategisch für das Image und die Beziehungen zur Politik ist. Zusätzlich nutzt Amazon seine AWS-Cloud für Luftbilder der betroffenen Gebiete, um die Hilfskoordination zu verbessern. Amazons Einfluss in der Gesellschaft und Logistik wird dadurch eindrucksvoll. Darüber hinaus besprechen wir Metas neue “Orion AR-Brille”, die auf der Meta Connect vorgestellt wurde. Diese Brille, die in Zusammenarbeit mit dem Brillenkonzern EssilorLuxottica entwickelt wird, ist eine wichtige Innovation im Bereich Augmented Reality. Sie sieht wie eine normale Ray-Ban aus, ermöglicht aber das Einblenden von Informationen in das Sichtfeld des Trägers. Wir diskutieren die Fortschritte von Meta im Vergleich zu anderen Unternehmen wie Apple, das mit der Vision Pro ein ähnliches Produkt anbietet, sowie die Herausforderungen im Hinblick auf Datenschutz und die Akzeptanz solcher Technologien im Alltag. Die Orion AR-Brille könnte wegweisend für die Zukunft der Smart-Glasses-Technologie sein, besonders in Hinblick auf die Integration von AR in unser tägliches Leben. Link zum Trailer von „Buy It Now“: https://www.youtube.com/watch?v=8xV-ogRIi1Q
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Adidas schließt Runtastic, Apple arbeitet an AI für Deutschland, Big SaaS vs. KI, Waymo & Uber vertiefen Robotaxi-Partnerschaft
In dieser Folge von “Schlaflos dank Seattle” sprechen wir über die neuesten Entwicklungen in der Technologiebranche und deren tiefgreifende Auswirkungen auf Unternehmen und deren Strategien. Apple Intelligence in Deutschland: Wir analysieren Apples zögerliche Einführung von Apple Intelligence in Europa. Aufgrund strenger EU-Regularien bleibt Deutschland vorerst außen vor. Wir diskutieren, welche Herausforderungen Apple meistern muss, um KI-Features zu integrieren und welche Rolle lokale Lösungen auf iPhones spielen könnten. Das Ende von Runtastic unter Adidas’ Führung: Ein weiteres zentrales Thema ist der Rückzug von Adidas aus der Runtastic-Ära. Wir beleuchten, warum Adidas das einst erfolgreiche österreichische Start-up übernahm – und wie der Fokus auf Bewegungsdaten und IT-Talente letztlich in einer schrittweisen Schließung endete. Große SaaS-Anbieter im Wettlauf mit KI: Wir besprechen, wie große Software-Anbieter wie Salesforce und Workday zunehmend Schwierigkeiten haben, mit der rasanten Entwicklung von kleineren, agilen KI-Lösungen Schritt zu halten. Wir zeigen auf, dass immer mehr Unternehmen, darunter Klarna, sich von den SaaS-Lösungen abwenden und auf KI-basierte Alternativen setzen, die schneller, flexibler und kostengünstiger sind. Waymo & Uber vertiefen ihre Robotaxi-Partnerschaft: Zuletzt werfen wir einen Blick auf die expandierende Partnerschaft zwischen Waymo und Uber. Die beiden Unternehmen weiten ihre Zusammenarbeit auf Austin und Atlanta aus, was einen neuen Meilenstein für den Einsatz autonomer Fahrzeuge setzt. Wir besprechen die Herausforderungen der Robotaxi-Branche und die Hintergründe für diese Partnerschaft.
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Alexa mit Abo, IKEA testet Second-Hand, Twitch in der Krise, Wiz sagt Alphabet ab und Chrome hält an Cookies fest
In dieser Podcast-Folge von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir zunächst über die geplatzte Übernahme des Cybersecurity-Startups Wiz durch Alphabet. Alphabet wollte Wiz für 23 Milliarden Dollar kaufen, aber das Management entschied sich stattdessen für einen Börsengang, wohl auch aus Angst vor regulatorischen Bedenken. Außerdem geht es um Googles Kehrtwende bei der Abschaffung von Cookies im Chrome-Browser. Ursprünglich plante Google, bis 2025 auf Werbecookies zu verzichten, doch nach unbefriedigenden Tests und Marktfeedback bleibt es bei der Nutzung von Cookies. Ein weiterer Schwerpunkt ist Amazons Plan, im Oktober eine kostenpflichtige Version des Sprachassistenten Alexa einzuführen. Diese Version soll neue KI-gestützte Funktionen bieten, die Alexa smarter und persönlicher machen. Ziel ist es, mit Abonnements und neuen E-Commerce-Features Verluste auszugleichen, die Alexa bislang eingefahren hat. Wir werfen auch einen Blick auf die Probleme von Twitch. Obwohl die Plattform 2023 rund 2 Milliarden Dollar Umsatz generierte, bleibt sie unprofitabel. Sinkende Ausgaben der größten Nutzer und hohe Hosting-Kosten stellen Twitch vor Herausforderungen, und es besteht die Befürchtung, dass die Plattform weiter an Bedeutung verliert. Zuletzt besprechen wir IKEAs Test eines Second-Hand-Marktplatzes für gebrauchte Möbel. Diese Plattform soll zunächst in Madrid und Oslo erprobt werden, bevor sie weltweit ausgerollt wird. Sie ist Teil von IKEAs Bestreben, bis 2030 klimafreundlich und zirkulär zu werden.
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OpenAIs Strawberry, Amazons Rufus, AT&T & Snowflake, Alphabet & Wiz und Apples Mobbing mit grünen RCS-Blasen
In der aktuellen Folge „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir zunächst über OpenAI's neues Projekt namens "Strawberry", das die Denkfähigkeit von KI-Modellen revolutionieren soll. Das Ziel ist, dass die KI nicht nur auf Anfragen antwortet, sondern auch eigenständig im Internet recherchiert und tiefgehende Forschung betreibt. Dieses Projekt wird als ein großer Schritt gesehen, um KI-Modelle auf ein menschliches oder sogar übermenschliches Intelligenzniveau zu heben. Weiterhin besprechen wir Amazon's neuen KI-gestützten Einkaufsassistenten Rufus, der nun für alle US-Kunden verfügbar ist. Rufus hilft bei der Produktauswahl und dem Einkauf, kann aber auch allgemeine Fragen beantworten.Ein weiteres großes Thema ist der Datenhack bei AT&T, bei dem Kriminelle sechs Monate lang Anruf- und SMS-Daten von etwa 110 Millionen Kunden gestohlen haben. AT&T zahlte einem Hacker 370.000 US-Dollar, um die gestohlenen Daten zu löschen. Dieser Vorfall steht im Zusammenhang mit einem größeren Hack bei Snowflake, einem Cloud-Datenunternehmen. Wir sprechen auch über Alphabet's geplanten Kauf des Cybersecurity-Startups Wiz für rund 23 Milliarden Dollar. Wiz bietet cloudbasierte Cybersicherheitslösungen an und ist eines der am schnellsten wachsenden Software-Startups. Dieser Kauf zeigt, wie wichtig das Thema Cybersicherheit für große Technologieunternehmen geworden ist. Schließlich geht es um Apple und die Unterstützung des SMS-Nachfolgers RCS (Rich Communication Services). Apple hat nun begonnen, RCS zu unterstützen, um den regulatorischen Anforderungen der EU zu entsprechen. RCS wird jedoch optisch von iMessage-Botschaften getrennt dargestellt. Google hat lange versucht, Apple zur Unterstützung von RCS zu bewegen, um die Nachrichtenfunktionen zwischen iPhone- und Android-Nutzern zu verbessern.
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Zwischen Innovation und Regulierung: Apple, Amazon, Temu, Shein, Volkswagen und Rivian
In der aktuellen Podcast-Folge sprechen wir über Apples „Androhung“, bestimmte KI-Funktionen, die unter dem Begriff "Apple Intelligence" zusammengefasst sind, aufgrund regulatorischer Unsicherheiten durch den Digital Markets Act (DMA) vorerst nicht in der EU einzuführen. Dabei beleuchten wir die Hintergründe, mögliche Gründe und die Auswirkungen auf die Nutzer in Europa. Auch der Streit zwischen Apple und der EU-Kommission über die Gatekeeper-Rolle des App Stores wird thematisiert, ebenso wie die Ankündigung alternativer Marktplätze für EU-Kunden.Wir besprechen, wie die großen E-Commerce-Unternehmen Amazon, About You und Zalando planen, Geschäftsstrategien zu übernehmen, die von Temu und Shein populär gemacht wurden. Diese beinhalten das Versenden von Mode- und Lifestyleprodukten direkt aus China oder der Türkei, um Kosten zu senken und die Lieferketten zu optimieren. Wir diskutieren die möglichen Herausforderungen und Risiken für die etablierten Händler und die Auswirkungen auf die Marktlandschaft.Zum Abschluss sprechen wir über die Pläne von Volkswagen, bis zu fünf Milliarden Dollar in ein Joint Venture mit dem US-Elektroauto-Start-up Rivian zu investieren. Wir analysieren die Gründe für diesen Schritt, insbesondere im Kontext des gescheiterten Softwareprojekts Cariad, und die möglichen Auswirkungen auf die Elektromobilitätsstrategie von VW und den globalen Markt.
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WWDC 2024 und die Auswirkungen der „Apple Intelligence“ auf den Markt
In dieser Folge sprechen wir über die WWDC 2024 von Apple. Wir beleuchten die wichtigsten Neuerungen, die auf der Entwicklerkonferenz vorgestellt wurden. Dabei ist die (bereits erwartete) Einführung von Apple Intelligence (AI) ein zentrales Thema.Apple hat AI als "Apple Intelligence" neu definiert und betont, dass diese Technologie auf dem Gerät selbst läuft, wodurch keine Daten an externe Server gesendet werden. Dies erhöht den Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer.Wir diskutieren auch die tiefgreifende Integration von Apple Intelligence in die Apple-Ökosysteme und wie dies den Alltag der Nutzer erleichtern kann. Funktionen wie die Steuerung von Apps und Geräten über Siri werden durch die neue AI verbessert und bieten eine höhere Benutzerfreundlichkeit.Abschließend betrachten wir die potenziellen Auswirkungen dieser Entwicklungen auf den Markt und auf Apple selbst. Wir sind der Meinung, dass Apple mit der WWDC 2024 einen wichtigen Schritt gemacht hat, der die Zukunft des Unternehmens und seiner Produkte prägen wird.
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Anomalien in Daten erkennen, 100.000 ChatGPT Lizenzen für PWC, Werbung in Googles AI und Amazons AI Privatdetektiv
In unserer aktuellen Podcast-Folge geht es um das Analyse-Tool anolab®, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Beratungsunternehmen, Google‘s AI Overview und Amazon's AI 'Private Investigator'.Das Tool anolab® wurde entwickelt, um Anomalien in Unternehmensdaten zu erkennen. Es kann verschiedene Arten von Datenquellen anbinden, von Webshops über ERP-Systeme bis hin zu einfachen CSV-Dateien. Die Algorithmen von Anolab arbeiten dabei automatisch im Hintergrund, um Auffälligkeiten und Anomalien zu identifizieren, ohne dass der Nutzer im Vorfeld wissen muss, worauf er genau achten soll. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, etwa die Überprüfung auf Duplikate in Rechnungen oder Kontaktdatensätzen, die Erkennung von Preisabweichungen in E-Commerce-Daten oder die Analyse von IoT-Daten. Kostenlos testen kann man anolab unter www.anolab.deEin weiteres großes Thema der Folge ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Beratungsunternehmen. Unternehmen wie PwC, KPMG und Accenture nutzen zunehmend KI-Technologien, insbesondere ChatGPT, um ihre Dienstleistungen zu verbessern und ihre Kunden zu unterstützen. PwC plant beispielsweise, 100.000 Lizenzen für ChatGPT zu erwerben und investiert eine Milliarde US-Dollar in KI. Die Mitarbeiter werden im Umgang mit ChatGPT geschult, um auf dieser Basis eigene KI-Lösungen für die Kunden zu entwickeln. Allerdings gibt es auch Bedenken darüber, wie sinnvoll der Einsatz von ChatGPT tatsächlich ist, insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz und die Qualität der Ergebnisse.Zusätzlich wird in der Folge auf Google und Amazon eingegangen. Bei Google wird die Integration der AI-Overview in die Suchmaschine diskutiert, einschließlich der Herausforderungen und Probleme, die dabei auftreten, vor allem im Hinblick auf Werbung und die Qualität der Antworten. Amazon hingegen nutzt KI zur Überprüfung von Produkten, um beschädigte Waren frühzeitig zu erkennen. Dadurch sollen Rücksendungen reduziert und die Kundenzufriedenheit erhöht werden. Amazon sammelt dabei viele Bildinformationen, die sowohl zur Verbesserung der internen Prozesse als auch möglicherweise für zukünftige Geschäftsmodelle genutzt werden könnten.
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AI Hype Update: OpenAI und ChatGPT 4o, KI-Inhalte und Funktionen, Microsoft Copilot+ PCs und Apple KI Chips auf der WWDC
In dieser Folge sprechen wir über die neuesten Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz. Wir beginnen mit einem Update zu den Fortschritten von OpenAI und ihrer neuesten Version, ChatGPT 4o. Dieses Modell kann nicht nur Texte verarbeiten, sondern auch Bilder und Audio mit demselben neuronalen Netzwerk, was eine erhebliche Verbesserung darstellt. Wir diskutieren auch die Reaktionen auf die Präsentation, insbesondere die beeindruckende Echtzeitübersetzung und die schnelle Sprachausgabe, die fast ohne Verzögerung funktioniert.Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen und dem Druck, dem Unternehmen ausgesetzt sind, ständig neue KI-Modelle und Funktionen zu liefern.Wir sprechen über die Bedeutung der Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten und erwähnen, dass TikTok eine weltweite Initiative gestartet hat, solche Inhalte zu markieren.Auch die Rolle von Apple im KI-Bereich wird beleuchtet. Wir spekulieren über mögliche Ankündigungen bei der kommenden WWDC und die Integration von KI in ihre Geräte, insbesondere durch ihre leistungsstarken M-Chips. Wir diskutieren, ob Apple ein eigenes KI-Modell einführen wird oder auf bestehende Modelle wie OpenAI zurückgreift.Abschließend werfen wir einen Blick auf Microsofts neue Copilot+ PCs Serie, die speziell für KI-Anwendungen optimiert ist und eine mögliche Hardware-Aufrüstung für viele Nutzer bedeuten könnte. Wir diskutieren die Implikationen dieser Entwicklungen für Unternehmen und den allgemeinen Markt.
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Rückblick auf das OMR Festival 2024 – Habeck & Kim, Jobs & KI, Marketing-Hack & Reddit und keine Party bei Meta
In Folge 113 sprechen wir über das OMR Festival 2024 und reflektieren über die Veranstaltung. Wir diskutieren Themen wie das Line-up, die Inhalte, Kosten und den wahrgenommenen Wert. Die Präsenz von Prominenten wie Kim Kardashian und deren Einfluss auf das Festival sowie die Balance zwischen unterhaltenden und inhaltlich starken Beiträgen. Zudem beleuchten wir die auf der OMR stark thematisierte Entwicklung und den Einfluss von KI auf Arbeitsplätze und den aktuellen AI-Hype.Wir diskutieren außerdem über die Effektivität und die zukünftige Rolle von Marketingstrategien in Bezug auf KI sowie die mögliche Monetarisierung von Inhalten durch Plattformen wie Reddit, was wiederum Einfluss auf KI-Trainingsdaten haben könnte. Darüber hinaus sprechen wir über die erfolgte Produktvorstellung des neuen iPads von Apple und erörtern, ob eine strategische Ausrichtung auf Asien zu erkennen ist.
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ABOUT THIS SHOW
Der Business- und Tech-Podcast für alle, die verstehen wollen, wie technologische Innovation Märkte und Unternehmen transformiert. Jede Episode liefert aktuelle Insights und Tech-News und analysiert, wie neue Trends Chancen und Risiken für Unternehmen bieten. Ob Künstliche Intelligenz, digitale Disruption oder neue Geschäftsmodelle: Innovative Unternehmen treiben den Wandel voran und stellen CEOs etablierter Unternehmen vor komplexe Aufgaben – und oft schlaflose Nächte. Mehr unter: www.liquam.com
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