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SchönerDenken FilmPodcast
by SchönerDenken
Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.
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Folge 1416: BACKROOMS - Im unendlichen Labyrinth
Wir waren auf angenehmste Weise extrem unangenehm berührt: BACKROOMS – basierend auf der Webserie des noch sehr jungen Regisseurs Kane Parsons – ist einer der originellsten und ungewöhnlichsten Horrorfilme, die wir seit langer Zeit gesehen haben. Wenn wir den Protagonisten durch die endlosen Räume folgen, die wie architektonische Metastasen einer sadistischen KI wirken, dann es ist es als würden wir hellwach durch den eigenen Alptraum gehen. Die bedrückende Atmosphäre und das unter die Haut gehende Sounddesign ziehen einen in seinen Bann. Eine Welt, die man so noch nie gesehen hat: Räume, die man zwar glaubt wiederzuerkennen, die aber nur ein sinnentleertes, kaskadierendes Echo einer Erinnerung an Räume ist.Dazu kommt, dass uns einzelne Szenen genauso verwirren wie die extrem irritierende Architektur der endlosen Gänge, Hallen und Zimmer. Der Versuch, dahinter einen Grund und einen Zweck zu erkennen, laugt unseren Verstand aus: Was das alles bedeutet, dass muss jeder mit sich selbst ausmachen. Meine Idee: Der Raum ist ein Phänomen, dass aus dem Unterbewusstein der Menschen, die den Raum betreten, immer neue Räume Realität werden lässt (wie einst auf Solaris). Nur so ein Gedanke. Im Podcast direkt nach dem Kino wieder draußen in der vertrauten Welt reden wir auch über die großartigen Darsteller, über Höhenangst und Jump Scares. Am Mikrofon: Marc, Hendrik, Tom und Thomas.
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Folge 1415: Yuta Shimotsu - NEW GROUP (NipponConnection2026)
NEW GROUP ist ein Film über den Konformitätsdruck in Japan – Schauplatz eine strenge Schule, geprägt von Mobbing und militärisch anmutendem Sportunterricht. Plötzlich fangen Schüler an Menschenpyramiden zu bilden – immer mehr Schüler, immer größere Pyramiden. Die Jugendlichen wirken dabei wie ferngesteuert. In Traumsequenzen wird Gesellschaftskritik sichtbar: geldgierige Politiker, die jeden Kontakt zur Realität verloren haben, und narzisstische, social media-süchtige Jugendliche ohne einen Hauch von Empathie.NEW GROUP bietet keinen harten Horror, sondern ist gleichzeitig albern und bedrohlich. Der sehr unterhaltsame Film lässt einen über die eigenen gesellschaftlichen Mechanismen nachdenken – der Schrecken ist wie eine Nacht auf der Wiesn, wenn man keinen Alkohol trinkt :-) Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Markus Mäurer von translate or die, André, Andras, Alex von den Abspannguckern, Hendrik und Thomas.
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Folge 1414: Kenichi Ugana - I FELL IN LOVE WITH A Z-GRADE DIRECTOR IN BROOKLYN (Burukkurin de Z kyu kantoku to koi ni ochita watashi) (NipponConnection2026)
Ohne Geld, in einer völlig fremden Stadt, nachts betrunken und völlig würdelos in eigenem und fremdem Erbrochenen zu krabbeln wie ein Zombie – das sollte der totale Tiefpunkt sein für eine berühmte japanische Schauspielerin. Aber es kann auch der überraschende Start in eine Karriere als Darstellerin in Very-Low-Budget-Horrorfilmen in New York sein. Den Shiina stößt auf den Punk und leidenschaftlichen Independentregisseur Jack. Er steckt sie mit seiner überbordenden Begeisterung für das Filmemachen an.Eine Komödie mit Charme über die Liebe zum Film, mit Clash of Culture, und Fish out of the Water – und haufenweise Anspielungen an die Horrorfilme der 70er und 80er Jahre. Helena erklärt im Podcast, welche Rolle Larry Fessenden hier spielt. Viele gut gesetzte Pointen, schöne Details und natürlich eine Portion RomCom-Kitsch und ein bisschen Verherrlichung der Billig-Video-Produktionen. Aber das schmälert den Spaß überhaupt nicht. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Helena und Malte von Sneaky Monday, Alex von den Abspannguckern und Thomas.
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Folge 1413: Das traditionelle Filmpodcast-Filmblog-Frühstück auf der Nippon Connection 2026
Kein Nippon Connection ohne das FilmpodcasterFilmbloggerFrühstück. Diesmal hat uns das Festival einen Raum in der Arthur-Pfungst-Stiftung zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür – und für Kaffee, Croissants und Brezeln satt. In diesem Jahr haben wir uns schon am Donnerstag statt am Freitag getroffen und hatten entsprechend etwas weniger Filme bereits gesehen. Trotzdem eine Menge Eindrücke in unserem Podcast, denn auch in diesem Jahr haben wir das Aufnahmegerät rumgehen lassen. 2026 waren dabei: Karoline aka DieMelanie, Malte von Sneaky Monday, der Abspanngucker Alexander, Kaidan, Andras, André, Markus Mäurer von translate or die, Niklas vom Filmfest Aachen, Volker vom Randfilmfest Kassel, Dominic vom Filmmagazin Deadline, Daniel vom Altstadtkino und natürlich Thomas und Hendrik von SchönerDenken. Ein wunderbares Wiedersehen und Neukennenlernen. Das Frühstück ist offen für Alle! Viel Spaß bei unserer 35-Minuten-Episode :-)Shownotes00:00 Begrüßung00:22 Thomas, SchönerDenken01:25 Hendrik, SchönerDenken02:52 Markus Mäurer, Translate or die03:43 Andras04:57 Johannes/Dingsdaninja06:50 Volker Beller, Randfestival09:38 Lucas Barwenczik, cuts, gelesen11:16 Niklas Michels, Fimlmfest Aachen13:10 Sascha, Deadline14:52 Christin/Kaisu life4books15:43 Andreas/Kaidan19:07 Dominic, Deadline20:58 Karoline/DieMelanie21:46 Malte, Sneaky Monday / bedroomdisco23:59 Helena, Sneaky Monday / bedroomdisco25:36 René, Abspanngucker26:32 Ende
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Folge 1412: DISCLOSURE DAY - Die Wahrheit ist da draußen und im Fernsehen
Ich habe ja eine Schwäche für diesen naiven Optimismus, der sich so oft in Spielbergs Filmen findet. Gute, empathische Menschen und gute, empathische Ausserirdische (die zwischendurch in der Gestalt von Tieren erscheinen – Achtung Kitschalarm). Und ich habe eine Schwäche für Spielbergs Inszenierung, wenn zum Beispiel die Veränderung der Augenfarbe und der Mimik reicht, um massiv an der Spannungsschraube zu drehen. Spielberg hat offenbar einen großen Spaß daran, Alien-Motive der 1950er und darüber hinaus zu zitieren.Worum geht es? Im geheimen operierende Konzerne (angeführt von Colin Firth) jagen die Menschen, die mit den Aliens kommunizieren können und versuchen zu verhindern, dass „die Wahrheit“ enthüllt wird. Über weite Strecken ist DISCLOSURE DAY ein Thriller mit rasanten Verfolgungsjagden und punktet gerade im ersten Drittel mit Situationskomik – und natürlich mit der fantastischen Emily Blunt.Aber der Film hat auch einige Schwächen: Mindestens einen Nebenhandlungsstrang hätte man weglassen können und sollen. Eine Portion Düsternis a la X-Files fehlt und am Ende spielt das gute alte Fernsehen eine sehr unrealistische Rolle. Trotzdem sehr unterhaltsam und wenn man den inneren 12-Jährigen channeln kann wie ich, sehr empfehlenswert. Direkt nach dem Kino gibt es im Podcast durchaus auch kritische Töne. Am Mikrofon: Heidi, Hendrik, Harald und Thomas.
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Folge 1411: Ryuya Suzuki - JINSEI (Mumei no jinsei) (NipponConnection2026)
Zu jedem richtig guten Filmfestival gehört dieser eine Mindfuck-Film, der einen sprachlos zurücklässt, der irritiert, begeistert, verärgert, beeindruckt, überfordert. Genau so ein Film ist JINSEI, ein Anime, der optisch zwischen Southpark und Avantgarde schillert und der inhaltlich an Twin Peaks und 2001 erinnert. Ryuya Suzuki hat im Alleingang diese Tour de Force geschrieben und gezeichnet, eine Biographie als Stream of consciousness: Unser Protagonist durchlebt Tiefen und Höhen, Ablehnung und Ruhm bis er in einer fernen Zukunft die Grenzen des Menschseins abstreift. Grob zusammengefasst.Irgendwann erreicht man als Zuschauer den Punkt, wo man nicht mehr verstehen will, was man sieht und nur noch staunt, bewundert, träumt oder verzweifelt. Sehr sehenswert, wenn man bereit ist, aus seiner Komfortzone herausgerissen zu werden. Den Podcast haben wir spät in der Nacht direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon eine große, überwiegend begeisterte Runde: Niklas vom Filmfest Aachen, Volker vom Randfilmfestival, Malte von Sneaky Monday, Dominik von Deadline, Markus von translate or die, Alex von den Abspannguckern und Thomas von SchönerDenken.
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Folge 1410: Yuriyan Retriever - MAG MAG (Magamaga onna) feat. Alex (NipponConnection2026)
Regisseurin Yuriyan Retriever hat uns mit MAG MAG einen Meta-J-Horror-Kracher geschenkt, der uns den ganzen Film über grinsen lässt. Eine Geschichte von Rache und Obsession, voller absurder, großartiger Einfälle – wo sonst kann man mit Öl eingeschmierte Menschen sehen, die sich durch den Anus eines Gemäldes quälen? Es geht weit über das Wiedererkennen typischer J-Horror-Tropen hinaus: Die verschiedenen Episoden führen immer wieder ganz andere Opfer in die Fänge der dämonischen Erscheinung Mag Mag, die als ungeliebte Frau die Objekte ihrer Begierde zu Tode liebt. Am Ende, nach einigen überraschenden Twists, kommen die Fäden der Flüche zusammen. Für alle, die ein Herz für J-Horror haben, ein großer Spaß. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Alex von den Abspannguckern, Hendrik und Thomas.
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Folge 1409: Mipo O - HOW DARE YOU (Futsu no kodomo) (NipponConnection2026)
Wir sind Weltmeister im Verdrängen – vor allem was die immer sichtbarer werdende Klimakatastrophe betrifft. Im bewegenden Film HOW DARE YOU entdecken drei Kinder das Thema und entscheiden sich zu handeln. Interessant ist dabei nicht nur das Engagement und der Einfallsreichtum der Kinder sondern auch auch die Reaktionen der Eltern: Sie sind schnell überfordert und wollen den „Elefant im Raum“ lieber weiter ignorieren, statt gegen die Klimakatastrophe aktiv zu werden. Der ebenso komische wie ernste Film von Regisseurin Mipo O tritt uns untätigen Erwachsenen gewaltig in den Hintern und wirkt besonders intensiv, weil weitgehend die Perspektive der Kinder eingenommen wird – auch dadurch, dass die Kamera auf Augenhöhe der Kinder ist. Im Podcast diskutieren wir auch darüber, was wir selbst tun können und Helena erklärt den „ökologischen Handabdruck“. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Malte und Helena von Sneaky Monday, Markus von translate or die, Karoline, Andras, André und Thomas.
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Folge 1408: Ayuko Tsukahara FIRST KISS (Fasuto kisu) (NipponConnection2026)
Die RomCom FIRST KISS steigt sehr hart mit einer schlimmen Szene ein: Ein Mann wird von einem Zug überrollt, nachdem er eine Frau und ein kleines Kind gerettet hat. Und auch sonst präsentiert uns Regisseurin Ayuko Tsukahara eine etwas andere, neue Variante des Zeitreise-Liebesfilm. Wenig Kitsch, dafür viele feine Pointen und schöne Details. Kanna will die Vergangenheit ändern, um den Tod ihres Mannes zu verhindern. Das bringt sie in eine Menge komischer Situationen – Erfolg hat sie nicht. Schließlich setzt sie alles auf eine Karte. Vielleicht ist der Film am Ende etwas zu lang und ja, mit ABOUT TIME, dem Goldstandard des Subgenre Zeitreise-Liebesfilm, kann er sich nicht messen, aber bei uns ist er sehr gut angekommen. Den Podcast haben wir in großer Runde direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Robert, Malte von Sneaky Monday, André, Andras, Dominik von Deadline, Hendrik und Thomas.
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Folge 1407: Kasho Iizuka: BLUE BOY TRIAL (Buru boi jiken) feat. Karoline, Alex und Markus (NipponConnection2026)
Der Umgang mit Transmenschen ist ein Lackmustest für unsere Zivilisation: Wer im falschen biologischen Geschlecht geboren ist, hat Anspruch auf Toleranz und auf ein Leben in Würde. Vor diesem Hintergrund ist BLUE BOY TRIAL sehr berührend. Ein Arzt wird 1965 vor Gericht gestellt, weil er Geschlechtsangleichungen vorgenommen hat. Im Laufe des Prozesses treten unterschiedliche Transfrauen in den Zeugenstand und werden mit dem Hass und der Verachtung des Staatsanwalts konfrontiert. Der Kampf um Anerkennung ist lebensgefährlich und dauert immer noch an. Der Film von Kasho Iizuka wird getragen von den starken Darstellerinnen. Den Podcast mit dem ersteh Eindruck haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie), Markus Mäurer von translate or die, Alex Sobolla von den Abspannguckern, André und Thomas.
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Folge 1406: Kenji Yamauchi: A UNIQUE COUNTRY IN ASIA (Ajia no yuniku na kuni) feat. Karoline und Markus (NipponConnection2026)
Ami Chong ist herausragend in ihrer Rolle aus liebevolle und etwas schräge Sexarbeiterin, die zuhause ihren alten Schwiegervater pflegt und zwischendurch im heimischen Schlafzimmer Kunden empfängt. Die fühlen sich bei ihr wie zuhause. Was auf den ersten Blick wie eine überraschend freizügige, sehr gut getimte Komödie wirkt, wirft eine ganze Menge gesellschaftlicher Fragen auf: Arbeitet sie als Sexarbeiterin, um noch einmal schwanger werden zu können? Gibt es einen Ausweg aus der abgrundtiefen Einsamkeit der Nachbarin? Und welche Rolle spielt die starke Abneigung unserer Protagonistin gegen den ermordeten ehemaligen Regierungschef Shinzo Abe? Die Gleichzeitigkeit von Heiterkeit und Relevanz macht diesen Film aus – zurecht hat er auf dem Festival NIPPON VISIONS JURY AWARD gewonnen. Einen Preis verdient hätte auch die ungeheuer sympathisch wirkende Ami Chong, die im Q&A sehr gut die Hintergründe des Films erläuterte. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie), Markus Mäurer von translate or die und Thomas.
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Folge 1405: Akira Nagai: SUZUKI=BAKUDAN feat. Karoline und Markus (NipponConnection2026)
SUZUKI=BAKUDAN ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Bombenleger, der den Polizeibeamten Hinweise auf kommenden Anschläge gibt und den Polizisten, die verzweifelt versuchen die Rätsel rechtzeitig zu lösen, um Menschenleben zu retten. In Hollywood ist die große Zeit der Bombenlegerthriller vorbei – hier konnten wir noch einmal richtig eintauchen in das Genre. Achtung: Der Film zeigt auch die Anschläge, zeigt Tote und Verletzte. Auf der einen Seite spannend und sehr unterhaltsam, auf der anderen Seite ziemlich kompliziert in den verschachtelten Rätseln. Für tiefere Charakterzeichnungen fehlt der Raum und die eine oder andere Polizeiarbeit wird in der Realität hoffentlich professioneller umgesetzt :-) Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie), Markus Mäurer von translate or die und Thomas. (Diesmal ab 3:50 milde Spoiler)
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Folge 1404: Kei Ishikawa: A PALE VIEW OF HILLS (Toi yamanami no hikari) feat. Markus (NipponConnection2026)
1982 will eine junge Frau von ihrer Mutter wissen, warum sie Nagasaki und Japan verlassen hat. Und in Rückblenden gehen wir 30 Jahre zurück in die Erinnerungen der Mutter. Es dauert eine Weile, bis wir spüren, dass die Mutter eine unzuverlässige Erzählerin ist. Die Verfilmung des Romans von Kazuo Ishiguro traut sich viele Fragen offen zu lassen in diesem starken Melodram. Der Film von Kei Ishikawa fängt in der Inszenierung die visuelle Kraft der Melodramen der 1950er Jahre ein. A PALE VIEW OF HILLS fühlt sich in der Bildsprache und in den humanistischen Fragenstellungen an, als sei es ein neuer Film von Keisuke Kinoshita – und das ist ein großes Kompliment :-) Sehr sehenswert! Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Markus, Hendrik und Thomas.
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Folge 1403: Taichi Kimura - FUJIKO (NipponConnection2026)
Das eigene Kind allein erziehen, dass bedeutet immer noch, sich gegen enorme Widerstände durchzusetzen, bedeutet viel Vorurteile und hohes Armutsrisiko. Fujiko kommt 1977 in diese Situation – der Film von Taichi Kimura begleitet sie in den ersten fünf Jahren durch eine schmerzhafte und nervenaufreibende Achterbahnfahrt im Kampf um Kinderversorgung, eine Wohnung und genug Geld fürs Überleben. Der Film findet dabei beeindruckend gut die Balance zwischen Tragödie und komischen Momenten, manchmal wohltuend rauh und unverstellt und machnmal sehr subtil. Ein wirklich starker Eröffnungsfilm. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film vor dem Eldorado-Kino auf der Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Hendrik und Thomas.
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Folge 1402: THE MANDALORIAN AND GROGU: Wenn der Vater mit dem Sohne …
Wenn eine Serie den Sprung auf die Kinoleinwand wagt, besteht immer das Risiko, dass die Landung daneben geht. Nicht so bei THE MANDALORIAN AND GROGU: Jon Favreau hat es geschafft, die Mischung aus Action und Ruhe, dominanter Musik, Spannung und einer gewissen Warmherzigkeit zu bewahren. Perfekte Unterhaltung für alle, die Spaß an der Serie hatten. Im Podcast direkt nach dem Kino diskutieren wir über passende oder unpassende Stimmen, Sumpfszenen und ein paar kleine Schwächen – zum Beispiel zu wenig starke Sätze für Sigourney Weaver und sinnlose Militär-Dialoge. Das sind aber nur Petitessen in einem rundum gelungenen Star Wars-Entertainment. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Gabriele, Tom und Thomas.
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Folge 1401: GLENKILL - EIN SCHAFSKRIMI – FSK 6 bis FSK 12
Britische Krimis, vor allem, wenn sie auf dem Land spielen, können schon mal etwas gemächlicher daherkommen – Beispiel BARNABY. Aber GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI ist noch etwas langsamer. Und das ist auch völlig angemessen, wenn man zwischen 6 und 12 Jahren alt ist. Erwachsene sind da aber schnell unterfordert und sehen den Film am besten als Begleitung ihrer Kinder, Neffen, Nichten, Patenkinder. Als Kinderfilm betrachtet ist er liebevoll gemacht, auch die deutsche Version richtig gut mit den Stimmen von Anke Engelke und Bastian Pastewka. Und es geht um Ausgrenzung, Trauer, Hartnäckigkeit und Gier – auf eine kindgerechte Weise. Für Kinder also top, für Erwachsene eher Määh :-) Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Gabriele, Tom und Thomas.
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Folge 1400: ROSE - Sie "steht ihren Mann"
Gleiche Rechte für Männer und Frauen gibt es in westlichen Gesellschaften noch nicht lange, und wo es sie gibt, wollen immer mehr Männer das Rad zurück drehen. Chancengleicheit gibt es in vielen Situationen immer noch nicht. Länder in denen Frauen sich unterordnen müssen, Kulturen in denen Frauen rechtlos sind, gibt es immer noch viel zu viele. Vor diesem Hintergrund trifft ROSE besonders hart. Der einzige Weg für eine Frau, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, ist die Hose – also sich als Mann auszugeben. Mit allem, was das bedeutet: im Krieg kämpfen, Bären töten, alleine Verantwortung zu tragen. Rose schafft das alles, sie „steht ihren Mann“. Aber irgendwann kommt man ihr durch einen Zufall auf die Schliche. Und die patriarchale Gesellschaft nimmt grausam Rache … Starke Inszenierung in düsterem Schwarzweiss mit einer schon wieder so intensiven Sandra Hüller, dass einem die Luft wegbleibt. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Hendrik und Thomas.
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Folge 1399: DIE REICHSTE FRAU DER WELT: "Es ist genug für alle da …"
Marianne ist die reichste Frau der Welt, hat das Kosmetikimperium ihres Vaters geerbt, in dem sie immer noch das Wort führt. Wirklich lebendig fühlt sie sich nicht mehr. Das ändert sich als der Fotograf Pierre auftaucht. Er wickelt Marianne um den Finger, wirbelt alles durcheinander und beleidigt jeden schon mit dem ersten Satz. Als er an Mariannes Vermögen will, schreitet ihre Tochter ein und es entbricht ein erbitterter Streit. Die Handlung ist inspiriert von der Bettencourt-Affäre (deren politische Dimension bleibt aber fast vollständig außen vor).Der Film entscheidet sich nicht ganz, was er erzählen will: Eine Schelmengeschichte? Eine Sozialsatire? Ein Mutter-Tochter-Drama? Von allem steckt etwas in diesem Film, dem leider ein echter Spannungsbogen fehlt. Zum Teil kitschig inszeniert, hält oft nur Isabelle Huppert als arrogante und dem realen Leben entrückte Marianne den Film zusammen. Ganz stark in einer Nebenrolle: Raphaël Personnaz als Butler Jérôme Bonjean. Im Podcast direkt nach dem Kino sprechen wir über starke Szenen („Sind wir hier in Afrika?“) und schache Dramaturgie. Am Mikrofon: Johanna, Tom und Thomas.
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Folge 1398: THEY LIVE „… and I’m all out of Bubblegum“
Auf den ersten Blick wirkt THEY LIVE heute trashig, ein Low-Budget-Film, gerade zu Beginn langsam wie ein Film der 70er, immer wieder durchsetzt mit den typischen, ruppigen und unterkomplexen Sprüchen der 80er. Mit fast vierzig Jahren Abstand wirkt er manchmal wie ein unfreiwillig komisches B-Picture, manchmal wie eine Parodie oder sogar eine Dekonstruktion des SF-Dystopie-Genres.Im Mittelpunkt steht Nada, ein einfacher Kerl, der neu in der Stadt ist und einen Job auf dem Bau sucht. Eine passende Rolle für Wrestling-Star Roddy Piper. Und Nada glaubt noch daran, dass dass jeder, der seine Arbeit ordentlich macht, in den USA eine Chance bekommt. Erst als er eine ganz besondere Sonnenbrille findet, entdeckt er, dass Ausserirdische die Kontrolle übernommen haben. Durch die Brille kann er sie mit ihren hässlichen Fratzen erkennen und er sieht auch, dass Werbung und Unterhaltung unbewusst wahrgenommene Befehle beinhalten: Konsumiere! Gehorche! Nada entscheidet sich, die Ausserirdischen um jeden Preis aufzuhalten und ihren Fake News-Sender Fox News, sorry, Cable 54 abzuschalten.I have come to chew bubble gum and kick ass, and I’m all out of bubble gum.Auf dieser Ebene ist THEY LIVE heute mindestens genauso aktuell wie 1988: Was von Carpenter als augenzwinkernde Kritik an der rücksichtslosen Wirtschaftspolitik von Ronald Reagan gedacht war, passt heute erschreckend gut zum demokratiefeindlichen Hyperkapitalismus der Techbros. Thiel, Musk und Altman sind heute die „Ausserirdischen“, die mit Hilfe einer kleinen überreichen Elite aus Wirtschaft und Politik die Kontrolle übernehmen wollen. Für sie ist der Staat nur noch eine äußere Hülle im Dienst ihrer Gewinnmaximierung.Im Podcast direkt nach dem Kino sprechen wir unter anderem über das Multitalent Carpenter und über seine Weitsicht, nicht nur den Hyperkapitalismus sondern auch Verelendung, Fake News, Drohnenangriffe und die Klimakatastrophe aufzugreifen. Wr fragen uns, ob es am Ende eine positive Botschaft gibt und sind uns sicher: THEY LIVE ist trotz seiner trashigen Elemente auf jeden Fall ein Wiedersehen wert. Am Mikrofon: Heidi, Harald und Thomas.
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Folge 1397: LIEBE D-MARK UND TOD - Songs of Gastarbeiter
Kulturgeschichte richtig erzählt ist immer auch politische Geschichte. In LIEBE D-MARK UND TOD lernen wir nicht nur die Lieder der Gastarbeiter kennen. Wir kommen ihnen nah, ihrem Heimweh, ihrer Einsamkeit in einer Gesellschaft, die sie bis heute nicht willkommen geheißen hat. Cem Kaya zeigt uns auch die ausgelassenen türkischen Feiern, die Gurbetçi-Lieder, die Superstars, die außerhalb der türkischen Community niemand kennt – von den ersten Musikern in den 1960er Jahren bis zu den harten Rappern.Im Film porträtiert werden unter anderem Yüksel Özkasap, Aşık Metin Türköz, Derdiyoklar, Ozan Ata Canani, Cem Karaca, Fresh Familee, King Size Terror, Islamic Force, Cartel und Muhabbet. Im Podcast direkt nach dem Kino diskutieren wir über die verlorene Generation, die glaubte mit ihren Eltern in die Türkei zurückkehren zu müssen, über Fremdenhass und Anschläge auf türkische Familien und über die großartige Musik. Am Mikrofon mit dem ersten Eindruck: Bettina und Thomas.Die Dokumentation ist eine Koproduktion mit WDR, rbb und ARTE – hier in der ARD Mediathek anschauen.
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Folge 1396: TOUKI BOUKI - Nouvelle Vague Senegalese
TOUKI BOUKI ist der erste afrikanische Film, den wir hier bei SchönerDenken schauen und über unserer ersten Eindruck sprechen. Es war höchste Zeit. Der Film von Djibril Diop Mambéty aus dem Jahr 1973 gilt aus Meilenstein des afrikanischen Kinos. Im Mittelpunkt steht ein junges Paar: Der Viehhirte Mory, dessen Motorrad Rinderhörner schmücken und Anta, eine Studentin, die ihren ganz eigenen Weg gehen will. In ihrem Freiheitsdrang scheinen die Beiden unaufhaltsam zu sein. Die nötigsten Mittel stehlen sie, bis sie die Tickets in die große Welt in den Händen halten. Ihr Ziel: Paris.So nachvollziehbar und linear, wie es sich hier liest, erzählt Mambety seine Geschichte nicht. TOUKI BOUKI ist fragmentarisch, schneidet mutig Bilder von Rinderschlachtung dazwischen, springt wild in den lückenhaften Erzählebenen. Harter Bild- und Tonschnitt halten das Publikum wach. „Bouki“ steht in der Sprache Wolof für eine Figur wie Loki, die trickst und täuscht und so an ihr Ziel kommt, Das spiegelt sich in der sprunghaften und eigenwilligen Inszenierung wieder. Dazu dröhnt unaufhörlich das Lied „Paris, Paris, Paris“ und Maria Callas singt Mozart. Eine Avantgarde-Perle, mit nur 30.000 Dollar unabhängig produziert.Im Podcast sprechen wir über die starken Darsteller Magaye Niang (Mory) und Mareme Niang (Anta), über den Pool des Sugar Daddys, über Anta an Bord des Schiffs, über den Einfluss der Nouvelle Vague und über den Mut des Regisseurs. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Johanna und Thomas. Die sehr gut restaurierte Fassung von TOUKI BOUKI ist auf MUBI zu sehen.
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Folge 1395: FRANKENSTEIN - Schöner Schein
Ich mache es kurz: Ich habe nicht in den Film hineingefunden. Exquisite, melodramatische Bilder, melodramatische Musik, herausragende Kostüme, toller Cast – alles hat mich kalt gelassen. Hätten wir den Film nicht gemeinsam gesehen, hätten wir abgeschaltet. Im Podcast direkt nach dem Film diskutieren wir über die Gründe, warum uns der Film nicht erreicht hat, über zu viele Sonnenuntergänge und zu wenig „echte“ Menschen, über perfektes Filmhandwerk, dröges Erzählen – und über schlecht animierte Wölfe. Am Mikrofon: Hendrik, Tom und Thomas.
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Folge 1394: POLICE STORY - Chaos im Kaufhaus
Viele populäre Filme der 1980er Jahre altern nicht sehr gut – das gilt auch für POLICE STORY. Charakterentwicklung? Dialogregie? Darauf wurde ganz offenbar kein Wert gelegt. Es geht um die wirklich herausragenden Stunts, die atemberaubenden und sehr einfallsreichen Actionszenen mit einer gehörigen Portion Slapstick. Und da hat Jackie Chans Film vor vier Jahrzehnten höchste Standards gesetzt: Gerade die erste große Actionsequenz mit Autos, die durch eine Siedlung am Hang donnern oder die Kampfszenen im Kaufhaus hauen einen auch heute noch um.Wir durften den Film in restaurierter Fassung auf der großen Leinwand sehen (was toll war), aber leider in der deutschen Synchronfassung (was nicht toll war). Viele Szenen sind dabei so albern, dass man sie auch direkt mit der Musik von Benny Hill hätte unterlegen können. Dass der Film dann noch versucht ernst, sogar melodramatisch zu werden, und daran komplett scheitert, lässt uns als Zuschauer ratlos zurück. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Johanna, Tom und Thomas.
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Folge 1393: PROJECT HAIL MARY - "Grace Rocky save stars"
Auf der einen Seite ist PROJECT HAIL MARY Hard Science Fiction – zeigt also (bis auf den Antrieb) einen wissenschaftlich und technisch realistischen Blick auf Raumfahrt. Auf der anderen Seite ist die Verflmung von Andy Weirs Roman ein Science-Fiction-Märchen: Zwei Fremde versuchen miteinander zu kommunizieren, um gemeinsam mit ihrem Verstand und ihrer Wissenschaft ihre Welten zu retten. Mit Humor und Wärme erzählt ist das durchaus ein Gegenentwurf zu den irrationalen, wissenschaftsfeindlichen und fremdenfeindlichen Narrativen, die die Machtpolitik unserer Gegenwart bestimmt.Im Zentrum stehen eine Frau, die die Verantwortung für die verzweifelste Rettungsaktion der Menschheit trägt (Sandra Hüller) und ein Biologielehrer (Ryan Gosling), der absolut kein Held sein will. Und natürlich Rocky, der Außeriridische. Wobei Rocky eher für eine fremde menschliche Kultur steht, die sich an den amerikanischen Astronauten anpasst. Im Podcast wird von fast Allen sehr viel gelobt, aber es wird auch klar: Wer sich nicht für Rocky erwärmen kann, findet nicht in den Film hinein. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Johanna, Kathrin, Marc, Hendrik, Harald, Tom und Thomas.
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Folge 1392: THE BOSTON STRANGLER - Interpretation eines Frauenmörders
Richard Fleischer ist ein Regisseur, der nie wirklich berühmt wurde – im Gegensatz zu einigen seiner Filme wie zum Beispiel 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER oder SOYLENT GREEN. Thomas und Gast Patrick Torma von journalistenfilme.de haben sich THE BOSTON STRANGLER ausgesucht. Die Verfilmung einer wahren Kriminalgeschichte. 13 Frauen wurden im Raum Boston in den 1960er Jahren vom „Boston Strangler“ ermordet. Bereits 1966 erschien ein Buch von Gerold Frank und schon 1968 der darauf basierende Film von Fleischer. Ein kurzer zeitlicher Abstand – mit Folgen. Der Mörder schien gefunden, aber vieles war noch nicht geklärt.Und so ist THE BOSTON STRANGLER mehr eine Interpretation als eine möglichst akkurate Wiedergabe eines echten Falls (wie zum Beispiel Finchers ZODIAC). Albert DeSalvo (Tony Curtis) wird gezeigt als ein Mörder mit Persönlichkeitsstörung, der erst in den Vernehmungen der Polizei ahnt, dass in ihm der Mörder steckt.Erst einmal nimmt sich der Film die Zeit, die mühsame und wenig erfolgreiche Ermittlungsarbeit zu zeigen – gerade hier wird sichtbar, dass der Film aus einer Zwischenzeit stammt: Die 1950er mit ihrem klaren Weltbild sind vorbei, es ist zu spüren, dass die Welt sich ändern wird, aber die „Revolutionen“ kommen erst noch. Die Polizisten (stark: Henry Fonda und George Kennedy) sind die Soldatengeneration des Zweiten Weltkriegs. Jetzt ist der Feind viel schwerer zu erkennen und zu finden.Im Podcast diskutieren wir die Stärken und Schwächen des Films, besprechen die Aufteilung des Films in zwei doch sehr unterschiedliche Hälften und Patrick erklärt en detail die beeindruckenden Split Screens.Über den Regisseur: Richard Fleischer gehört zu den Regisseuren, deren Filme berühmter sind als sie selbst. Vier Jahrzehnte hat er in Hollywood gearbeitet und dabei sehr verschiedene Genres bedient. Zu seinen Werken gehören unter anderem DIE WIKINGER mit Kirk Douglas, CONAN DER ZERSTÖRER und RED SONJA, der aufwändige Abenteuerfilm 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER, DOCTOR DOLITTLE, der Kriegsfilm TORA! TORA! TORA! und der dystopische und erschreckend aktuelle Science-Fiction-Film SOYLENT GREEN. Unter dem Titel „Soylent Screen“ widmen wir uns in unregelmäßigem Abständen diesem SF-Meilenstein. Richard Fleischer starb im Alter von 89 Jahren vor 20 Jahren – am 25. März 2006 – in Los Angeles.
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Folge 1391: GOOD LUCK, HAVE FUN, DON’T DIE - Wir Social-Media-Zombies
Immer wieder taucht ein Zeitreisender in einem Diner in Los Angeles auf und versucht aus einigen der Gäste DAS Team zu formen, das die Welt rettet. Denn in der düsteren Zukunft hat eine KI die Kontrolle: Während die wirkliche Welt in Trümmern liegt, betäubt eine allmächtige KI die Überlebenden mit der Illusion einer perfekten Welt. Eine Gruppe aus ganz normalen Menschen soll die KI in der Gegenwart aufhalten, bevor sie die Macht ergreift. Da ist ein Lehrerehepaar, das erlebt wie die KI auf Social Media die Schüler hypnotisiert und wie Zombies steuert. Da ist eine junge Frau, die sich als Kindergeburtstagsprinzessin durchschlägt und allergisch auf digitale Geräte reagiert. Und da ist eine Mutter, deren Sohn nach einem Schulmassaker geklont wird. Trost findet sie nur beim KI-Avatar ihres Sohnes, der ihr bei der Rettung der Welt helfen will.Die Geschichte verknüpft eine ganze Reihe dringender Probleme unserer digitalen Gegenwart mit einer absurd-komischen Action-Handlung. Wie in einem Computerspiel werden Level für Level die unterschiedlichsten Gegner besiegt und Herausforderungen gemeistert. Dass die Gratwanderung zwischen amüsant und grotesk, klug und albern gelingt, liegt auch am starken Cast, allen voran Sam Rockwell. Aber das Schwierigste am Fliegen ist die Landung: Während der Aufbau dieser dystopischen Science-Fiction-Komödie wunderbar gelungen ist, fällt der Film im Finale auseinander, hält sich nicht mehr an seine eigenen Regeln. Schade, GOOD LUCK, HAVE FUN, DON’T DIE hätte ein überzeugenderes Ende verdient. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Johanna, Heidi, Hendrik, Harald, Tom und Thomas.
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Folge 1390: MARTY SUPREME - Wie eine abstürzende Achterbahn
Anmaßend, egozentrisch, leidenschaftlich, unvorstellbar ehrgeizig, stur, rücksichtslos, liebenswert, verlogen, narzisstisch, unglaublich begabt – das ist der Protagonist Marty Mauser. Keine sympathische Figur, mit der man sich identifizieren kann. Aber ein Charakter, der einen nicht mehr loslässt. Timothee Chalamet spielt ihn mit der Wucht und Geschwindigkeit eines Wirbelsturms, wie ein Gott des Chaos, der überall Verletzung und Verwüstung hinterlässt. Chalamets Intensität spiegelt sich in der Geschwindigkeit des Films, der – noch schneller als die Tischtennisbälle hin und her jagen – zweieinhalb Stunden lang wie eine abstürzende Achterbahn unentwegt brüllend auf die Zuschauer niederfährt. Ein rauschhafter Film – dröhnendes, überforderndes, großartiges Kino. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Anke, Lothar, Marc, Hendrik, Katharina, Tom und Thomas.
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Folge 1389: NO OTHER CHOICE - "Ich kann es nicht ändern"
„Ich habe alles“, sagt Man-su zu Beginn. Er hat ein tolles Haus, zwei Autos, zwei Hunde und nicht zu vergessen: eine Frau und zwei Kinder. Er ist angekommen in seinem Leben. Aber alles hängt von seinem gut bezahlten Job ab. Und als er den verliert, steht sein ganzes Leben auf dem Spiel. Für seinen Status und für seine Familie ist er bereit alles zu tun, wirklich alles.Park Chan-wook wirft einen schwarzhumorigen Blick auf die südkoreanische Arbeitswelt, in der Menschen, die ihren Job verlieren, nicht in einer anderen Branche arbeiten wollen und in der Unternehmer mit Robotern und KI Menschen völlig überflüssig machen. In dieser Welt opfert Man-su auch Menschenleben, er glaubt keine andere Wahl zu haben, „Eojjeol suga eopda“, auf deutsch „Ich kann es nicht ändern“.Park Chan-wook inszeniert diese düstere Krimikomödie mit viel Einfallsreichtum und erinnert dabei auch an Hitchcock. Die Intensität von PARASITE erreicht er dabei nicht. Trotz sehr guter Darsteller und vieler sehr starker Szenen fehlt etwas die emotionale Kraft des Vorgänger DIE FRAU IM NEBEL. Dennoch sehr sehenswert. Diese Podcastepisode mit milden SPOILERN. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Heidi, Johanna und Thomas.
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Folge 1388: WUTHERING HEIGHTS - Amour fou pur
Der Trailer hatte mich angelockt: Blicke voller Verlangen zwischen Margot Robbie und Jacob Elordi – also erwartete ich hemmungslose Leidenschaft, selbstzerstörerische Obsession. Der Film kann leider nicht ganz halten, was der Trailer versprochen hat: Die Liebesszenen sind eher brav und die Darsteller wirken viel reifer als es der Stoff eigentlich braucht. Und der gesellschaftliche Rahmen bleibt fast unsichtbar. Aber Regisseurin Emerald Fennell konzentriert sich auf etwas anderes – auf große Bilder in der Natur, auf starke Farben und bizarre Optik im Herrenhaus: Rote Wände wie bei Dario Argento, ein Kamin aus Händen, ein Schlafzimmer, das die Haut der Geliebten auf der Wand abbildet und damit die Grenzen zwischen Frau und Schlafzimmer auflöst. Da liegt die Stärke des Film, als Liebensfilm oder Gesellschaftsdrama ist noch viel Luft nach oben. Am Mikrofon – mit ganz unterschiedlichen Wahrnehmungen – direkt nach dem Film: Heidi, Johanna und Thomas.
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Folge 1387: TRAIN DREAMS - Die Farben von Liebe und Vergänglichkeit
Wo gehöre ich hin? Was ist der Sinn meines Lebens? Wie lebe ich weiter, wenn ich einen großen Verlust erlitten habe? Das sind die Fragen, die sich der Holzfäller Robert (Joel Edgerton) stellt. Erst als Gladys (Felicity Jones) in sein Leben tritt, fühlt er sich nicht mehr verloren. Aber es geht nicht nur um die Vergänglichkeit des eigenen Lebens sondern auch um den Abschied von der alten Welt, die noch präsent ist, als Robert zu Beginn Bäume fällt und die verschwunden ist, als Robert am Ende einen Menschen im Weltall sieht. Regisseur Clint Bentley und sein Kameramann Adolpho Veloso nehmen uns mit ein Leben voller harter Arbeit, großer Natur und kleinem Glück. Ein optisch herausragender Film, der auf künstliches Licht verzichtet und ein berührender Film, gerade wo er Liebe zeigt. Einen Wermutstropfen stellt der Erzähler dar, der zu oft als Stimme aus dem Off aus der Novelle zitiert – da gerät der Film unversehens zu einem bebilderten Hörbuch und wird in diesen Stellen manchen Zuschauer auf Distanz halten. Direkt nach dem Film sprechen wir über Zeitsprünge, Geister und Töchter. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Johanna und Thomas.
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Folge 1386: 28 YEARS LATER THE BONE TEMPLE – Der Mensch ist des Menschen Wolf
Die wahren Monster sind die Menschen – nicht die Infizierten, die Zombies. Im Mittelpunkt steht eine Gang, als satanische Sekte geführt vom sadistischen Sir Lord Jimmy Crystal, der nicht zufällig seine Initialien mit Jesus Christus teilt. Spike, der jugendliche Protagonist des Vorgängerfilms gerät in ihre Fänge und weiß nicht, wie er lebend dort heraus kommen soll. Die Gang zieht umher und foltert und mordet andere Überlebende. Dr. Kelso hat derweil eine besondere Begegnung mit einem Alphazombie.Unter anderem ist THE BONE TEMPLE eine Auseinandersetzung mit religiösem Wahn und Religion als Theater. Nachdem der Vorgängerfilm das Verlassen des Paradieses beschreibt, ist BONE TEMPLE der Abstieg in die Hölle, vielleicht ist der nächste Film die Eroberung des Himmels. THE BONE TEMPLE ist geradlinig und folgt nur wenigen Handlungssträngen. Der gelegentliche Humor ist schwarz, die Gewalt ist blutig und explizit, belastend aber nur, wenn Menschen grausam (hier sehr grausam) zu anderen Menschen sind.Besonders Ralph Fiennes hinterlässt einen bleibenden Eindruck: Sein Dr. Kelson steht als fast einzige Figur für die Bewahrung von Menschlichkeit in einer völlig zusammengebrochenen Zivilisation. Er steht auch für die kleine Hoffnung, dass die Zukunft mehr bieten könnte als sadistische Menschen, ständige Flucht und die Schreie der Zombies, die immer näher kommen. Sehenswert. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Marc, Tom und Thomas.
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Folge 1385: HAMNET - Liebe, Tod, Theater
Agnes (Jessie Buckley) steht im Mittelpunkt, nicht der Sohn eines Handschuhmachers, in den sie sich verliebt und den sie heiratet. Agnes, die Tochter einer Kräuterfrau, die aus dem düsteren Dunkel des Waldes gekommen ist. Auch Agnes behält ihre magische Beziehung zur Natur, erkennt die Zukunft durch eine Berührung, aber ihre Heilkräfte verlassen sie als eines ihrer Kinder sich mit der Pest infiziert. Ihr Mann Will kehrt aus London zurück. Er ist dort mittlerweile erfolgreich als Bühnenautor und leitet eine Theatertruppe. Die kommenden Schicksalsschläge hinterlassen ihre Spuren in seinem Theaterstück „Hamlet“.HAMNET ist ein berührender und bewegender Film mit magischen Momenten - über die Liebe zwischen zwei Menschen, zwischen einer Mutter und ihren Kindern, über die Liebe unter Geschwistern, über Trauer, Verlust und Verzweiflung. Meisterregisseurin Chloe Zhao baut eine dichte Atmosphäre auf und schließt am Ende den Kreis, wenn der Wald, aus dem Agnes kommt, sich in der Bühnenkulisse spiegelt. Großartiges Ensemble rund um eine charismatische Jessie Buckley, großartige Inszenierung, großartiger Film. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna und Thomas, der sich erst nach die Tränen trocknen muss.
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Folge 1384: CHILDREN OF MEN - Die Hoffnung stirbt zuletzt
Eine Gesellschaft, die verarmt, starke Umweltzerstörung, Einwanderer als Sündenböcke, die in Käfigen gehalten, deportiert oder getötet werden von bis an die Zähne bewaffneten Einsatzkräften, ein autoritärer Polizeistaat – klingt vertraut? Jedesmal, wenn ich diesen Film von 2006 anschaue, rückt der Film näher an die Realität und kommt er mir weniger wie ein Science-Fiction und mehr wie eine Reportage vor.Aber CHILDREN OF MEN ist nicht nur eine große und berührende Erzählung über die Zerbrechlichkeit von Zivilisation und das Bewahren von Hoffnung, er ist auf vielen Ebenen auch ein herausragender Film. Vielleicht das realistischste World Building der Filmgeschichte, ein fantastisches Drehbuch mit einer Dramaturgie, die einen nicht mehr loslässt, atemberaubende Kameraarbeit, vielschichtige Charaktere und herausragende Schauspieler von Hauptrollen bis in die exzellent geschriebenen Nebenrollen.Wir haben CHILDREN OF MEN in einer Wiederaufführung im Capitol in Mainz gesehen – und auch die Unterbrechung durch einen Feueralarm im Kino konnte unsere Begeisterung nicht schmälern. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna und Thomas. (Ausnahmsweise spoilern wir von Anfang an.)
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Folge 1383: TOKYO GODFATHERS - Ein Weihnachtsmärchen (#Japanuary2026)
Es dauert nicht lange, bis man vergisst, dass man einen Animationsfilm schaut – so greifbar und lebendig sind die Figuren, so perfekt sind die „Kameraeinstellungen“ und so real ist die Stadt Tokio. Düster und komisch, spannend und immer schneller erzählt Satoshi Kon die Geschichte von drei Obdachlosen. Drei gescheiterte Figuren, die ein Baby finden und sich auf die abenteuerliche Suche nach den Eltern des kleinen Mädchens begeben. Dabei kommt es immer wieder zu magischen Zufällen und urkomischen Situationen. Aber das hier ist kein harmloses Weihnachtsmärchen: Spielsucht, Alkoholismus und Selbstbetrug sind genau so wenig zu übersehen, wie Jugendbanden, die aus Langeweile mit Stahlrohren auf die Obdachlosen einprügeln. Wir empfehlen TOKYO GODFATHERS als ganz besonderen Weihnachtsfilm. Am Mikrofon direkt nach dem Film mit dem ersten Eindruck im #Japanuary2026: Johanna und Thomas.
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Folge 1382: RAIN FALL - Reinfall (#Japanuary2026)
Cooler blaugrauer Thriller-Look, Geheimagenten, Killer, Yakuza, schöne Frauen, Schauplatz Tokio und Gary Oldman als Star – das war der Speck, mit dem ich mich habe fangen lassen. Also Bluray gekauft und im Japanuary geschaut. Bei RAIN FALL handelt es sich um ein westliches Drehbuch, nach einem westlichen Roman, von einem westlichen Regisseur inszeniert. Das Ergebnis: Ein Reinfall! Jason-Bourne-Versatzstücke, dazu eine Portion In-the-Mood-for-Love für Arme. Nichts an diesem Film ist organisch oder authentisch, Tempowechsel aus der Hölle und schlecht choreographierte Kampfszenen. Und mit dem Potential von Gary Oldman wusste der Regisseur nichts anzufangen. Man kann förmlich die Linien und Narben sehen, an denen die verschiedenen Klischees und Stereotype zu einem Film zusammengenäht worden sind – ein Film wie aus Dr. Frankensteins Labor: Es bewegt sich, aber es lebt nicht. Im Podcast direkt nach dem Film am Mikrofon: Anke, Marc, Tom und Thomas.
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Folge 1381: DIE JÜNGSTE TOCHTER - Eine Liebe in Paris
Fatima ist eine gläubige Muslima – an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Und sie liebt Frauen. Wie soll sie das zusammenbringen? Mit ihrer Familie kann sie darüber nicht sprechen. Als sie Ihr Studium aufnimmt, öffnet sich für sie in deren queeren Szene in Paris ein ganz neues Leben. Weitgehend unaufgeregt nähert sich Regisseurin Hafsia Herzi ihrer ebenso schönen wie einsilbigen Protagonistin und lässt uns ohne überflüssige Dialoge aber in wunderschönen Bildern Teil ihres Lebens werden. Ein eindringlicher, feiner Film und eine Bühne für die großartigen Hauptdarstellerinnen Nadia Melliti und Park Min-Ji. Im Podcast direkt nach dem Film sind wir uns einig. Am Mikrofon: Bettina, Johanna und Thomas.P.S. Park Min-ji hatten wir bereits in RETURN TO SEOUL bewundert.P.P.S. Die gleichnamige Romanvorlage stammt von Fatima Daas und ist in einer schönen Ausgabe bei der Büchergilde erhältlich.
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Folge 1380: DANCING MARY #Japanuary2026 (NipponConnection2020)
Noch eine verlorene und wiedergefundene Episode aus dem Jahr 2020 – aufgenommen als Videoschalte während des virtuellen Nippon Connection Online Filmfestivals. Angeschaut haben wir uns damals Sabus DANCING MARY. Sabu-typisch werden verschiedene Genre, eigentlich sogar verschiedene Filme, aufeinander losgelassen. Im Podcast prallen acht unterschiedliche Meinungen aufeinander – es geht um Comedy, städtische Beamte, um Yakuza und sprunghafte Wechsel, um Bekanntheit und Inkonsistenz. In der Episode von 2020 gibt es ein Wiederhören mit Michael Meier vom Kompendium des Unbehagens (zugeschaltet aus Osaka), mit Alex Sobolla von den Abspannguckern, mit Andras, Jan Lukas Kuhn, Johannes, mit Lucas Barwenczik von Cuts und mit Harald und Thomas von SchönerDenken.Sabu bei SchönerDenken
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Folge 1379: BOOK-PAPER-SCISSORS #Japanuary2026 (NipponConnection2020)
Manchmal gehen Aufnahmen verloren – und manchmal tauchen sie auf einer Festplatte wieder auf. So geschehen bei zwei Aufnahmen aus dem Jahr 2020 vom Nippon Connection Filmfestival. Damals konnte es wegen der Pandemie kein Festival in Präsenz geben, stattdessen gab es ein Onlinefestival.Also haben wir uns in einer Videokonferenz zusammengeschaltet – es gibt ein Wiederhören mit Alex Sobolla von den Abspannguckern, mit Andras, Jan Lukas Kuhn, Johannes, mit Lucas Barwenczik von Cuts, mit Bettina, Katharina und Thomas von SchönerDenken und es gibt ein kurzes Wiederhören mit Micha von Schneeland, den wir so sehr vermissen.Angeschaut haben wir uns damals BOOK-PAPER-SCISSORS. Eine Dokumentation von Nanako Hirose über den Künstler/Kunsthandwerker Nobuyoshi Kikuchi, der seit Jahrzehnten Buchumschläge entwirft. Im Podcast diskutieren wir über eine Kunst, deren Zeit abgelaufen ist, über Perfektion und Generationenkonflikte, Hierarchien und Rollenbilder. Und über die Freude jemandem bei der Arbeit zuzuschauen.
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Folge 1378: ZOOMANIA 2 - Nicht am Ohr ziehen!
Fast 10 Jahre ist es her, dass wir die Kaninchenpolizistin Jody in unser Herz geschlossen haben – in einer Welt, in der verschiedenste Tiere nebeneinander existieren und Toleranz immer wieder auf die Probe gestellt wird. Im zweiten Film ist Jody wieder mit Fuchs Nick unterwegs. Und wieder ist es die perfekte Mischung aus hervorragend getimten Slapstick, wunderbaren Filmzitaten und unerwarteten Figuren: Ein Chippendale-Hengst als Bürgermeister, eine resolute Biber-Dame, die den Tag rettet, eine Verfolgungsjagd mit dem schnellsten Fahrer von Zoomania … Eine warmherzige und sehr unterhaltsame Komödie mit einer Botschaft: Werdet nicht das Opfer Eurer eigenen Vorurteile. Mit diesen beiden Filmen hat sich Disney an Kaninchenohren selbst aus einem kreativen Loch gezogen. Direkt nach dem Kino ist unser erster Eindruck ziemlich euphorisch – am Mikrofon: Kathrin, Tom und Thomas.Das war unser begeisterter erster Eindruck von ZOOMANIA 2016.
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Folge 1377: PREDATOR: BADLANDS – Die Schöne und das Biest
Ausrangierte Modelle - das sind die Helden in PREDATOR: BADLANDS. Ein junger Yautja (so nennt sich die Spezies, die wir als Predator kennen), der als schwächeres von zwei Kindern nicht geduldet wird. Und ein weiblicher Android der Firma Weyland-Yutani, der die Interessen der Lebewesen in ihrem Umfeld über die Interesse der Firma stellt - also defekt ist. Und Unterleib und Beine fehlen auch. Die beiden begegnen sich auf einem extrem lebensfeindlichen Planeten. Wer ist Jäger, wer ist Beute? Team oder Einzelgänger? Wie töten man ein unbesiegbares Monster? Das eigentliche Monster ist natürlich die Firma. Dan Trachtenberg ist der kreative Kopf hinter dem Film und wie auch bei PREY gelingt es ihm, dass wir uns für die Figuren interessieren und mit ihnen leiden - und lachen, wenn den Bösen "Beine gemacht" werden. Ein gelungener Predator-Film, perfekte Genre-Unterhaltung. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Harald, Tom und Thomas.
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Folge 1376: ELAHA - Selbstentscheiden, wann man geht
Die junge Kurdin Elaha liebt ihre Familie, aber die strengen Regeln sind unerträglich: kein Tanzen auf einer Hochzeit und auf jeden Fall als Jungfrau in die Ehe. Die eigene Mutter wünscht Ihr eher den Tod als diese „Schande“ ertragen zu müssen. Elaha will aber ihren eigenen Weg finden … Sehr berührender, sehr naher Film, von Milena Aboyan meisterhaft inszeniert und mit einer herausragenden Bayan Layla in der Hauptrolle. Direkt nach dem Kino sind wir im Podcast noch ganz gefangen von den Konflikten und Elahas Ängsten und Hoffnungen. Am Mikrofon: Bettina, Katharina und Thomas.
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Folge 1375: THE RUNNING MAN - Ja, wohin läuft er denn?
Edgar Wright beginnt seine Verfilmung des Romans von Stephen King vielversprechend: Unser Protagonist Ben Richards (Glen Powell) geht durch die Armenviertel der Stadt, visuell überzeugend, atmosphärisch, glaubwürdig. Das war dann aber leider nicht der Look des Films. Ben Richards ist als dauerwütender Held konzipiert – das trägt keinen zweistündigen Film, und da ist Glen Powell (der in anderen Rollen großartig ist) auch nicht die richtige Wahl. Die Geschichte hat ein großes Potential als gesellschaftskritischer Film, als düster-humorvoller Film, als Hochspannungsfilm. Edgar Wright spielt im Ansatz mit allen diesen Möglichkeiten, zieht aber keine richtig durch.Beispiel: Es gibt ein Ultimatum, das über einen Timer am Handgelenk angezeigt wird: Das kann man in atemloser Spannung inszenieren (Klapperschlange, James Bond etc.), aber Wright verschenkt es. Anderes Beispiel: als augenzwinkernder Verweis auf die Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger sieht man New-Dollar-Scheine mit Arnolds Antlitz. Wie sieht es sonst mit Humor aus? Glen Powell hat ein enormes komisches Talent – nutzt Wright fast gar nicht, selbst als Ben Richards vor einem Hotelfenster hängt. Oder die politische Ebene: Das allmächtige Medienimperium fälscht alle Szenen der Show. Warum sind die Zuschauer trotzdem auf der Seite von Ben Richards?Während die ersten beiden Drittel das Publikum noch mit Flucht und Verfolgung unterhalten, bricht das letzte Drittel dramaturgisch zusammen. Fazit: ein uninspiriertes Drehbuch, wenig einfallsreiche Regie, ein verschenkter Hauptdarsteller. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Gabriele, Hendrik, Harald, Tom und Thomas.
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Folge 1374: BUGONIA - Die Bienenkönigin
Giorgos Lanthimos traut sich was. Schon wieder. BUGONIA inszeniert er als Zweikampf zwischen der super taffen Geschäftsfrau Michelle (Emma Stone) und einem ihrer Angestellten, Teddy (Jesse Plemons). Er macht sie nicht nur verantwortlich für die schwere Krankheit seiner Mutter sondern glaubt auch in ihr eine Außerirdische erkannt zu haben, die bei der kommenden Mondfinsternis die Menschheit auslöschen will. In Rededuellen setzt sich Michelle zur Wehr und versucht den Entführer zu manipulieren. Als der Dorfpolizist wegen einer Routinekontrolle auftaucht, eskaliert die Situation.BUGONIA ist ein Remake der südkoreanischen Science-Fiction-Komödie SAVE THE GREEN PLANET! von Jang Joon-hwan (2003). Lanthimos hat eine respektlose und oft unerwartete Art, so verschiedene Themen wie Verschwörungsglaube, Opiodkrise, Bienensterben, Serienmorde, gesellschaftliche Stimmung und Folter ineinander zu verschlingen. Das ist mitunter ein anstrengender Genre-Mix, der durch die intensive Musik immer wieder auch opernhafte Züge annimmt. Ein kraftvoller, zynischer, mitunter grotesker Film, der den einen oder anderen Zuschauer unterwegs verlieren wird. Dementsprechend haben wir ganz unterschiedliche Meinungen im Podcast direkt nach dem Kino. Am Mikrofon sind: Anke, Heidi, Johanna, Marc, Hendrik, Tom und Thomas. Gespoilert wird erst spät – und nach der akustischen Spoilerwarnung.Unsere Reaktionen auf Filme von Giorgos Lanthimos
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Folge 1373: TRON ARES – Eher künstlich als intelligent
TRON war 1982 ein Riesenschritt für Disney: optisch unglaublich aufwändig und wirklich innovativ. TRON LEGACY hat 2010 auch noch einmal zumindest optisch überzeugt. Und TRON: ARES? Ich war skeptisch, allein schon wegen Jared Leto, der nicht zu meinen Lieblingen zählt (und in der Tat hätte ein charismatischer Schauspieler wie Keanu Reeves hier eine andere Wirkung gehabt). Für Charisma ist Greta Lee zuständig, die als Firmenchefin einen Weg sucht, wie die Programme aus dem Raster in der wirklichen Welt Bestand haben können. Daraus entwickelt sich ein passables Abenteuer mit einigen rauschhaften Bildern. Aber über den Film hinweg fällt auf: Die großen Effekte verlieren ihre Wirkung: Ganz gleich, wie groß die Bilder sind – der Wow-Effekt bleibt aus. Mehr Wirkung hat da der atmosphärische Soundtrack von Trent Reznor und Atticus Ross. Im Podcast direkt nach dem Kino hält Tom einen nostalgischen Boomervortrag über TRON und TRON LEGACY, wir diskutieren über Lautstärke und Innovation – und fragen uns warum Künstliche Intelligenzen im Kino nach einer Sekunde sofort über ein Bewusstein, Gefühle und einen feinen Humor verfügen. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Harald, Tom und Thomas.
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Folge 1372: AMRUM - Weissbrot, Butter und Honig
Die ganz große Welt, eingefangen auf einer kleinen Insel, das Echo von Menschheitsverbrechen erschüttert das Leben von Nanning auf Amrum. Er ist 12 Jahre alt und versucht in den letzten Kriegstagen das Richtige zu tun. Aber was ist richtig, wenn alle die Niederlage des eigenen Landes erwarten, aber die eigene Mutter stramme Nationalsozialistin ist. Als die Nachricht von Hitlers Tod eintrifft, will Nanning seiner Mutter einen ganz einfachen und fast unmöglichen Wunsch erfüllen. Eine Scheibe Weißbrot mit Butter und Honig. Nanning stellt sich der herkulischen Herausforderung …Fatih Akin verfilmt in AMRUM die Kindheitserinnerungen von Hark Bohm und macht auf dieser kleinen Inselbühne so viel sichtbar: heimlicher Widerstand, eiskalter Faschismus, Hass auf die Vertriebenen, Freundschaft, Misstrauen und eine vergangene Welt mit eigener Sprache. Großartig besetzt, großartig gespielt. Wer sich an der konventionellen Erzählweise nicht stört, wird mit einer sehenswerten Perspektive auf die deutsche Geschichte belohnt. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Die Zeitzeugin Gisela, Heidi, Johanna, Anke, Marc, Hendrik und Thomas.
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Folge 1371: ONE BATTLE AFTER ANOTHER - The Revolution Will Not Be Televised
Folge 1371 – Revolutionäre und Rassisten – der Stoff passt besser in die 1960er und 1980er Jahre. In dieser Zeit spielt Thomas Pynchons Roman „Vineland“, der Paul Thomas Anderson als Inspiration gedient hat. Seine Version ist eine absurde Politthrillerkomödie mit sexuell aufgeladenen Freiheitskämpfern, die am Ende doch über Leichen gehen und White-Supremacy-Weihnachtsmänner, die ohne mit der Wimper zu zucken, für ihre Privilegien töten. Den größten Genuss bietet ONE BATTLE AFTER ANOTHER, wenn man ihn als Komödie sieht und Leonardo DiCaprio und Benicio Del Toro als dämliche und clevere Kasperle und Sean Penn als durchgeknallten Dorfpolizisten im Politpuppentheater versteht. Anderson inszeniert die unterschiedlichen Phasen der Geschichte einfallsreich und hält auch mit dem ausgesprochen anstrengenden Score immer einen Mindestadrenalinwert. Wirklich herausragend in diesem wilden Mix ist Chase Infiniti, die als Rebellentochter Willa alles in den Schatten stellt. Ihre Präsenz und eine wirklich atemberaubende Verfolgungsjagd sind fraglos die Höhepunkte des Films. Direkt nach dem Podcast sind Tom und Thomas ganz unterschiedlicher Meinung.
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Folge 1370: Das traditionelle Filmpodcast-Filmblog-Frühstück auf der Nippon Connection 2025
Fast das Schönste am japanischen Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt a.M. ist das traditionelle Filmpodcast-Filmblog-Frühstück. Das Festival stellt uns dafür jedes Jahr einen Raum, besorgt Croissants und reichlich Kaffee. Dazu gibt es Erdbeeren und Kreppel. Zusätzlich zum Koffein- und Zuckerschock am Morgen gibt es unter Filmbegeisterten ein Wiedersehen oder Neukennenlernen. Das Frühstück ist offen für Alle!Jedes Jahr lassen wir dabei einmal das Aufnahmegerät rumgehen und jede/r erzählt von seinen Festivalhighlights. 2025 waren dabei: Christin von life4books, Karoline aka DieMelanie, Malte und Helena von Sneaky Monday, der Abspanngucker René, Kaidan, Andras, Johannes, Markus Mäurer von translate or die, Niklas vom Filmfest Aachen, Volker vom Randfilmfest Kassel, Lucas Barwenczik von cuts und gelesen, Sascha und Dominik vom Filmmagazin Deadline und natürlich Thomas und Hendrik von SchönerDenken. Viel Spaß bei unserer 30-Minuten-Episode :-)Über diese Filme haben wir gesprochen; River returns, Serpent’s Path, Rude to Love, Cells At Work!, The Birth of Kitaro, My Sunshine, Cloud, Missing Child Videotape, Hotspring SharkAttack, New Nemuro Pro Wrestling Story, Black Box Diaries, Maru, The Rickshaw Man, Love & Pop, Bushido, She Taught Me Serendipity, River und We are Aliens. Und am Ende teilt Rene mit uns seine Gedanken über die Familientauglichkeit der Festivalfilme :-) Großen Dank an das Festival für die tolle Unterstützung!
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Folge 1369: SUZHOU RIVER - Im Kopf des Regisseurs
SUZHOU RIVER ist ein Film, bei dem man dem Regisseur beim Denken zuschauen kann. Das ist einerseits reizvoll, nimmt dem Film andererseits seine emotionale Kraft. Im Mittelpunkt stehen zwei ineinander verschachtelte Liebesgeschichten in Shanghai Ende der 1990er Jahre. Ein Videograf verliebt sich in Meimei, eine junge Frau, die als Meerjungfrau Attraktion in einer Bar ist. In Rückblicken entfaltet sich eine zweite Liebesgeschichte: Mardar, ein Motorradkurier, verliebt sich in Moudan, die ihn verlässt mit dem Versprechen als Meerjungfrau zurückzukehren. Moudan und Meimei sind nicht voneinander zu unterscheiden – handelt es sich um dieselbe Frau? Die Anklänge an Hitchcocks Vertigo und Wong Kar-wais Romanzen sind nicht zu übersehen.Regisseur Lou Ye erzählt die Geschichte des Videografen konsequent aus dessen Perspektive, inklusive anstrengender Schulterschüttelkamera und häufigem Voice Over durch den Videografen. Die Off-Stimme schafft Distanz und geht immer wieder in die „Tell don’t show“-Falle. Dadurch verfehlen die eigentlich starken Liebesgeschichten ihre Wirkung auf das Publikum. Als intellektuelle Konstruktion, als filmisches Experiment mit den nichtasiatischen Motiven Undine und Vertigo dennoch sehr reizvoll. Und der Beginn im Industrie-Hafen von Shanghai ist eine Masterclass in Kamera und Schnitt. Im Podcast direkt nach dem Film vergleichen wir SUZHOU RIVER mit ALL WE IMAGINE AS LIGHT. Am Mikrofon mit dem ersten Eindruck: Johanna und Thomas.
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Folge 1368: LADY VENGEANCE - Eiskalte Abrechnung
Der Gestaltungswille von Park Chan-Wook ist berüchtigt und kann auch überfordern: jede Einstellung ist so intensiv und kreativ, dass es zumindest am Anfang von den Charakteren ablenken kann. Es geht um eine Frau, die nach 13 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird. In der Haft hat sie sich als Engel der Barmherzigkeit erwiesen, ist aber zugleich auch ein Engel der eiskalt geplanten Abrechnung. Sie wurde verurteilt wegen des Mordes an einem kleinen Jungen und hat noch einige Rechnungen offen. Achtung: Diesmal wird auch geSPOILERt! Erst den Film schauen, dann weiterlesen und Podcast hören.Unsere Protagonistin ist keine eindimensionale Heldin, sie ist nicht ohne Widersprüche. Ängste, Dämonen und Schuldgefühle verfolgen sie. Dennoch gelingt es ihr, ihren komplexen Rachefeldzug Schritt für Schritt umzusetzen. Trotz der fast aufdringlichen kunstvollen Gestaltung stieg bei uns als Zuschauer der Adrenalinpegel. Wir fühlten mit unserer Protagonistin und mit den Eltern der Opfer mit. Viel Drama, aber wenig Pathos – auch als die Handlung im letzten Drittel auf ein Mord-im-Orient-Express-Schema wechselt: viele Opfer, viele Motive. Im Podcast direkt nach dem Film diskutieren wir unter anderem darüber, was das alles mit Vivaldi und Tofu-Ritualen zu tun hat. Am Mikrofon mit dem ersten Eindruck: Johanna und Thomas.
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Folge 1367: PAST LIVES - Wer bin ich?
Eine Frau muss sich zwischen zwei Männern entscheiden. Das ist viel zu oft der Kern eher anspruchsloser Liebesfilme. Davon ist Celine Songs PAST LIVES erfreulicherweise sehr weit entfernt. Die US-Koreanerin Nora – oder Na-young – (Greta Lee) entscheidet sich im Grunde nicht zwischen zwei Männern, sondern zwischen zwei Identitäten: Ihrer ursprünglichen Identität als Koreanerin und ihrer gewählten Identität als US-Amerikanerin. Fein beobachtet, großartig erzählt, wunderbar gespielt von Greta Lee, Teo Yoo und John Magaro. Ein Debutfilm mit starken Dialogen und starken Bildern. Am Mikrofon mit dem ersten Eindruck: Johanna und Thomas.
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ABOUT THIS SHOW
Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.
HOSTED BY
SchönerDenken
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