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SWR Kultur lesenswert - Literatur

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  1. 936

    Kleiderhaufen als Tatort einer Affäre: „Auf den Bildern“ von Annie Ernaux und Marc Marie

    Ein ungewöhnlicher Text der Literaturnobelpreisträgerin: Annie Ernaux und Marc Marie schreiben über Fotos ihrer Kleiderhaufen, den Spuren ihrer leidenschaftlichen Affäre.

  2. 935

    Neue Bücher von Annie Ernaux, Maria Reva, Norbert Scheuer, Clemens J. Setz und Banu Mushtaq

    Mit neuen Büchern von Annie Ernaux und Clemens J. Setz, Stories der Booker-Prize-Gewinnerin Banu Mushtaq, einer Schneckenforscherin in der Ukraine und mit dem Autor Norbert Scheuer auf Krater-Expedition in der Eifel

  3. 934

    Lebensrealität muslimischer Frauen in Südindien

    Endlich sind Banu Mushtaqs Erzählungen „Meistens bleibt ja die Frau zu Hause“ auf Deutsch erschienen. Die Gewinnerin des International Booker Prize prangert das Patriarchat in Heimat Indien an.

  4. 933

    Clemens J. Setz: „Man ist rettungslos allein und doch haben wir die Kunst“

    Clemens J. Setz ist bekannt für seine rätselhaften Texte. In seinem neuen Erzählband „Mein Leben als Noiseband“ treffen wir auf Figuren, die dem Autor nicht unähnlich sind.

  5. 932

    Norbert Scheuer: „Das hat sich tief bei mir eingegraben, und es war nur eine Frage der Zeit, bis das in einen Roman einfließt“

    In seinem so poetischen wie unheimlichen neuen Roman „Holunderholz“ erzählt Norbert Scheuer von einer gewaltigen Explosion und ihren Folgen.

  6. 931

    Schnecken, Katalogbräute und ein Krieg: Maria Revas „Ein Königreich für eine Schnecke“

    Schneckenschützerin Jewa und Aktivistentochter Nastja entführen Heiratstouristen aus Kiew in der Nacht der russischen Invasion. Maria Revas Roman ist rabenschwarz und klug.

  7. 930

    Ein Heimatdichter im besten Sinne: Walle Sayers neuer Gedichtband

    Der im Schwarzwald lebende Walle Sayer ist ein Dichter in Randlage, mit Blick für das Überraschende. Sein neuer Band „Etwas wie ein Koffer, aus dem ein Hemdzipfel schaut“ überzeugt.

  8. 929

    Zen, Zorn und Zeitgeist: Kathrin Fischers „Achtsam geht die Welt zugrunde“

    Achtsamkeit als Selbsttäuschung der Mittelklasse: Kathrin Fischers „Achtsam geht die Welt zugrunde“ ist ein wütender Essay über Rückzug, Privilegien und politische Ohnmacht.

  9. 928

    Erzählen gegen den Tod: „Mein privates Glück“ von Michael Köhlmeier

    Ein Lebensbuch. Ein Erinnerungsbuch. Ein Buch über das Leben und den Tod: Michael Köhlmeier legt mit „Mein privates Glück“ viel mehr als nur eine Autobiographie vor. Es ist ein Roman über die Kraft des Erzählens.

  10. 927

    Wie China Taiwan erobern könnte: „Wenn China angreift“ von Andreas Fulda

    Wie würde ein chinesischer Angriff auf Taiwan ablaufen? Der Politologe Andreas Fulda entwirft ein Szenario und fragt, wie sich die Inselrepublik verteidigen könnte.

  11. 926

    Neue Bücher von Eva Menasse, Hannah Mann, Sara Rai, Eka Kurniawan und ein Lesetipp von Anne Weber

    Wir verkaufen mit Eva Menasse ein Haus und lesen mit Hannah Mann und Sara Rai Familiengeschichten. Anne Weber empfiehlt Robert Walser. Und Eka Kurniawan will nicht mehr beten.

  12. 925

    Im Treibsand der Vergangenheit

    Eine indische Autorendynastie, die an die Manns erinnert: Die Autorin Sara Rai erzählt ihre Familiengeschichte, zu der auch Nationaldichter Munshi Premchand gehört, ihr Großvater.

  13. 924

    Heinrich Manns Urenkelin legt ihr Debüt vor mit „Zeppelin und Karpfen“

    West-Berlin 1988. In ihrem autobiographisch inspirierten Debüt erzählt Hannah Mann von der Heimatsuche einer Familie mit osteuropäischen Wurzeln.

  14. 923

    Konfliktreiches Coming-of-Age in Indonesien: „Bellende Katzen“ von Eka Kurniawan

    Sato Reang will nicht mehr beten. Doch sein Vater zwingt ihn in die Moschee. Kurniawan liefert mit „Bellende Katzen“ ein konfliktreiches Coming-of-Age im muslimischen Indonesien.

  15. 922

    Die Autorin Anne Weber empfiehlt Robert Walser

    Regelmäßig fragen wir Autorinnen und Autoren, welche Bücher ihnen zuletzt gefallen haben. Anne Weber hat Robert Walsers „Der Räuber“ wiedergelesen und liebt seine Sprunghaftigkeit.

  16. 921

    Eine Satire auf Wettbewerb und Leistung in Bonbonfarben

    In ihrer Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“ schickt die Zeichnerin Nele Jongeling ihre Figuren in ein so absurdes wie komisches Auswahlverfahren. Es geht um Selbstoptimierung und den vermeintlichen Traumjob für jeden. Eine Satire auf Arbeit als Lebenszweck - in Bonbonfarben mit herrlich überzeichneten Figuren.

  17. 920

    Rosarote Barbie-Welt? Von wegen! Tarpley Hitt über Barbie-Produzent Mattel

    Der Kino-Hit „Barbie“ erzählt von einer abenteuerlichen Reise aus der rosaroten Barbie-Welt in die der Menschen. Weniger phantasievoll, aber mindestens genauso turbulent und filmreif ist die von erbitterten Machtkämpfen und fragwürdigen Erfolgsstrategien geprägte Geschichte des Herstellers Mattel, die die Journalistin Tarpley Hitt in „Barbieland“ nacherzählt. Schnell wird klar: Die Barbiepuppe entwickelte sich unter deutlich weniger harmonischen Bedingungen, als es ihr unbedarftes und immerzu fröhliches Gemüt vermuten lässt.

  18. 919

    Auf der Suche nach dem Weg ins Leben

    Die Banlieues, die tristen Vorstädte französischer Metropolen: sie sind die Sackgasse für Hunderttausende jugendlicher Einwanderer. Der Algerienfranzose Mokhtar Amoudi erzählt in seinem Debütroman von Skander, der in diesem Milieu dennoch seinen Weg sucht.

  19. 918

    Urszenen des Kapitalismus

    Bevor die britische Regierung die Kolonialherrschaft in Indien übernahm, übte dort eine Londoner Aktiengesellschaft, gestützt auf eine starke Militärmacht, die Hoheitsrechte aus. Diese erstaunliche Geschichte erzählt William Dalrymple in „Anarchie. Der verhängnisvolle Aufstieg der East India Company“.

  20. 917

    „Man kann ja nicht nur dasitzen und vor sich hin leiden.“

    Coming-of-age in Harare: Jedza zieht in die Stadt und sucht dort seine verschwundene Schwester. Ein von viel Musik inspirierter Debütroman.

  21. 916

    Etiketten sind etwas für Apotheker: Jeet Thayil über „Chelsea Girls“

    Jeet Thayil empfiehlt „Chelsea Girls“ von Eileen Myles. „Das Buch ist bewegend“, sagt Thayil, der das internationale literaturfestival berlin kuratiert und Myles eingeladen hat.

  22. 915

    Neue Bücher von Vikram Seth, Eileen Myles, Kiran Desai, Devika Rege, Farai Mudzingwa und Marlene van Niekerk

    Wir besprechen neue Bücher aus Indien und dem südlichen Afrika. Die aber alle auch von den USA und Europa erzählen. Historische Verflechtung!

  23. 914

    Der Versroman „Golden Gate“ von Vikram Seth

    Ein 300-seitiger Versroman! Vikram Seth hat mit „Golden Gate“ ein unzeitgemäßes Reimwunder vollbracht. Übersetzer Christophe Fricker steht ihm sprachspielerisch in nichts nach.

  24. 913

    Masala und Diskurs – Zwei neue indische Großromane

    Kiran Desai und Devika Rege erzählen in neuen Romanen vom Indien der Gegenwart. Booker-Preisträgerin Desai enttäuscht jedoch erzählerisch, während die Debütantin Rege überzeugt.Kiran Desai - Die Einsamkeit von Sonia und Sunny Aus dem Englischen von Robin Detje S. Fischer (752 Seiten, 28 Euro) ISBN 978-3-10-015338-8 25. März 2026 Devika Rege - Die rastlosen Jahre Aus dem indischen Englisch von Barbara und Stefan Weidle CulturBooks (432 Seiten, 28 Euro) ISBN 978-3-95988-249-1 16. April 2026

  25. 912

    Ein Augenblick der Schwäche

    Ein Roman über das Glück und wie leicht man es verspielen kann: Dror Mishanis neues Buch „Nicht“ ist ein raffiniertes Spiel um die Frage, wie Zufälle und fatale Entscheidungen ein Leben aus dem Gleichgewicht bringen können.

  26. 911

    „Blühende Landschaften“ – wie Schlagworte ein Land prägen

    Wirtschaftswunder“, „Blühende Landschaften“ oder „Wir schaffen das“ – das sind wohlbekannte Parolen. Bruno Preisendörfer erzählt entlang solcher Schlagworte deutsche Nachkriegsgeschichte neu und zeigt hintergründig, witzig und substantiell, wie Schlüsselworte von gestern Realität von heute formen.

  27. 910

    Zorniger Trip durch Putins Reich

    Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew begibt sich auf eine Besichtigungstour durch die Schreckenszonen der russischen Gegenwart. Sein Reisebericht heißt: „Die neue Barbarei. Romanfantasie über die russische Schuld“.

  28. 909

    Weit weg sein und zu sich kommen: Martina Zschockes „Reisepsychologie“

    Wieso fahren wir in Urlaub? Mit vielen Fragen rund um das Reisen befasst sich die Psychologin Martina Zschocke in ihrer umfassenden, dabei praxisnahen und gut lesbaren Darstellung.

  29. 908

    Özge Inan: „Ich mache mich als Autorin mitschuldig an dem, was ich beschreibe“

    Im Roman „Die Dichterin“ geraten eine gefeierte Lyrikerin und eine junge Journalistin aneinander. Wie viel Lüge braucht der Literaturbetrieb?

  30. 907

    Wie Literatur Halt gibt, wenn Hass die Öffentlichkeit vereinnahmt: „Lesen per se ist schon widerständig“

    Das Sachbuch „Und jetzt queer! Lesen jenseits der Norm“ von Bianca-Maria Braunshofer, Marlon Brand und Tobi Schiller zeigt, wie Literatur queeres Leben sichtbar macht.

  31. 906

    Neue Bücher von Liz Nugent, Yael Inokai, Slata Roschal und Özge Inan

    Von Luxushotel bis Nobelkaufhaus: Vier neue Romane über Lügen, Klassenkampf, Mord und ein Sachbuch über queere Literatur

  32. 905

    „Wenn ich dieses Buch lesen würde, würde ich es gegen die Wand werfen“

    Die Wahrheit kann alles zerstören: Liz Nugents neuer Roman „Die Wahrheit über Ruby Cooper“ entfaltet seinen psychologischen Sog mit enormer Wucht.

  33. 904

    Lieben mit Preisschild

    Was passiert mit der Liebe, wenn der eine nie über Geld nachdenken musste und die andere jeden Euro zweimal umdreht? Ruth Maria Thomas erzählt in „Die zweitgrößte Liebe“ von einer Beziehung, in der Gefühle und Geld untrennbar miteinander verwoben sind.

  34. 903

    Tod des Autors im Luxushotel: Slata Roschals neuer Roman

    Ausbeutung und Selbstausbeutung in Arbeitsmigration und Literaturbetrieb: Slata Roschals dritter Roman erzählt von der Welt der feinen Unterschiede.

  35. 902

    Spannend, komisch, traurig und klug: Yael Inokais neuer Roman „Die Auster“

    Ein nobles Kaufhaus und ein rätselhafter Mord in Berlin. Yael Inokai setzt auf Reduktion und beeindruckt durch die ungewöhnliche Erzählperspektive.

  36. 901

    Auf der Suche nach „Zukunftsmut“. Gabriele von Arnims Tagebuch der Polykrise

    „Wie können wir uns angesichts der Ereignisse in der Welt Mut und Zuversicht bewahren?“ fragt sich Gabriele von Arnim in ihrem Tagebuch des Jahres 2025, in dem die politische Welt sich veränderte.

  37. 900

    Wie eine Frau gegen ihre Seelenqualen kämpft

    Die namenlose Erzählerin führt ein scheinbar normales Leben, bis ein Ereignis sie völlig aus der Bahn wirft. Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung. Der Roman „Aus dem Dunkel“ von Naja Marie Aidt schildert sehr berührend, wie sich die Protagonistin zurück ins Leben kämpft.

  38. 899

    Macht und Sex im antiken Rom

    Valeria Messalina entstammte dem römischen Hochadel. Mit ihrem Ehemann Claudius bestieg sie 42 nach Christi den Thron. Messalina war schön, sexuell aktiv und eine mächtige Intrigantin. Doch zum Symbol von Nymphomanie und Habgier stilisierten sie später römische Geschichtsschreiber. Die Historikerin Honor Cargill-Martin macht sie auf die Spur Messalinas, um ein anderes, geschichtlich fundiertes Bild von ihr zu erstellen.

  39. 898

    Wie kann man einen Krieg verhindern? Odd Arne Westadts „Der kommende Sturm“

    Welche Lehren aus dem Ersten Weltkrieg helfen, heute einen Krieg zwischen Großmächten zu verhindern? Historiker Odd Arne Westad geht dieser Frage in „Der kommende Sturm“ nach.

  40. 897

    Italien mit der Seele suchend: „Olevano“ von Golo Maurer

    Im frühen 19. Jahrhundert erfanden Maler in einem italienischen Bergdorf die deutsche Kunst - so Kunsthistoriker Golo Maurer, er führt uns von Weimar über Rom nach Olevano.

  41. 896

    lesenswert Magazin mit neuen Büchern von Şeyda Kurt, Heinz Strunk, Louise K. Böhm und einer Reportage über das ganz besondere Lesegefühl im Sommerurlaub

    Wir sprechen über das besondere Sommergefühl beim Lesen von Urlaubslektüre, einem gescheiterten Metzger und einem missglückten Urlaub in Heidelberg.

  42. 895

    „Das Erschreckendste ist, dass es gar keine Monster gibt“

    Klassische Monster gibt es in „Zeit der Monster“ eigentlich nicht. Im Mittelpunkt steht eine Gemeinschaft in einem Viertel, über dem eine Weltuntergangsprophezeiung schwebt. Şeyda Kurt spricht über Endzeitstimmung, Köln-Kalker Geschichte und die wahren Monster unserer Zeit.

  43. 894

    Die Geschichte eines sehr speziellen Metzgers

    Tiere schlachten als schöne Kunst betrachtet – dieser schmale Roman aus den Niederlanden bietet einen überraschend perspektivreichen Blick auf ein kontroverses Thema.

  44. 893

    Von Linien, die uns zeichnen: Geertjan de Vugt über Fingerabdrücke

    Wer sein Handy entsperren oder Ländergrenzen überschreiten will, ist auf ihn angewiesen: den Fingerabdruck. In seinem Buch erzählt Geertjan de Vugt von Spuren und Identität.

  45. 892

    Sommerlektüre: Ist das wirklich ein Beach Read?

    Türkisblaues Cover, Frau im Pool, Sehnsucht nach Meer: Warum Verlage mit „Sommerbüchern“ locken – und schwere Stoffe dennoch zu Urlaubsbüchern werden können.

  46. 891

    Das Ende einer Freundschaft: „Kaskaden” – Romandebüt von Louise K. Böhm

    Eine DVD in einer durchsichtigen Hülle, eine Beerdigung und eine Freundschaft, die längst zerbrochen ist. Louise K. Böhms Debütroman Kaskaden erzählt von Jojo, die ihr Innerstes hinter Laborprotokollen und Desinfektionsritualen verbirgt. Ein Roman, der mit schneidender, ungeschönter Sprache unter die Haut geht.

  47. 890

    Unwegsamkeiten in Stadt und Land: Xaver Bayers neuer Roman „Hauch“

    Veit und Dora leben getrennt; sie in der Großstadt, er am Land. Sie schreiben einander Briefe, angesichts der fortschreitenden Naturzerstörung finden sie Mut in der Gelassenheit.

  48. 889

    Für die Demokratie in die Schlacht ziehen: Paul Ingendaays „Entscheidung in Spanien“ | Buchkritik

    Ein Krieg, dessen Geschichte von den Verlierern geschrieben wurde: Paul Ingendaay erzählt packend von der internationalen Bewegung zur Verteidigung der spanischen Republik.

  49. 888

    Affen als Herausforderung für die Literatur: Lara Rüters Essay „Affenliebe”

    Eine Dichterin, die auf Affen schaut: Lara Rüter erzählt in „Affenliebe" von ihrer Zeit in einem Primatenforschungsinstitut und vom Ringen um eine gemeinsame Sprache mit den Affen.

  50. 887

    Ein neuer Tech-Faschismus? „Der amerikanische Albtraum" von Klaus Brinkbäumer

    Klaus Brinkbäumer hat sich einem ambitionierten Projekt hingegeben. Durch die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten wurde das Buch von Ereignissen überholt, kaum war es erschienen.

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