Talking Heads - Weserburg Podcast podcast artwork

PODCAST · arts

Talking Heads - Weserburg Podcast

Der Kunstbetrieb aus nächster Nähe. In der Reihe Talking Heads laden wir interessante Menschen zum Gespräch. Mit Künstler*innen, Sammler*innen, Expert*innen, Direktor*innen und vielen andere stecken wir die Köpfe zusammen.Es geht um aktuelle Themen, grundlegende Fragen, persönliche Geschichten und Hintergründe und immer wieder um die Ausstellungen und Projekte der Weserburg Museum für moderne Kunst. Denn die Frage ist: Was soll das alles bedeuten?Durch das Programm führen abwechselnd die Kurator*innen der Weserburg – mal im Museum, mal im Atelier, mit und ohne Publikum, aber immer rund um die KunstGefördert durch die VGH-Stiftung

  1. 23

    023 Die Tödliche Doris

    In der neuen Folge von Talking Heads spricht Kurator Radek Krolczyk mit dem Wolfgang Müller, Gründungsmitglied der Tödlichen Doris, über die Künstler*innengruppe zwischen Punk, Performance und bildender Kunst. Im Mittelpunkt stehen die Ausstellung Die Tödliche Doris in der Weserburg, zentrale Arbeiten des Kollektivs sowie persönliche Einblicke in die Westberliner Kunst- und Musikszene der 1980er Jahre.

  2. 22

    022 José Brokken-Zijp

    In der neuen Folge von Talking Heads spricht Anne Thurmann-Jajes mit José Brokken-Zijp. Als Sammlerin moderner und zeitgenössischer Kunst gibt sie Einblicke in ihre Sammelpraxis, die eng mit ihrer persönlichen Geschichte und ihrem gesellschaftlichen Engagement verbunden ist.

  3. 21

    021 Yael Bartana

    Anlässlich der Ausstellung "Utopia Now!" in der Weserburg spricht die israelische Filmkünstlerin Yael Bartana (*1970 in Israel) mit der Museumsdirektorin und Kuratorin Janneke de Vries über zentrale Themen ihrer Arbeit.

  4. 20

    020 Martin Reichmann

    Kunst aus Beton. Anlässlich seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in der Weserburg spricht Kurator Ingo Clauß mit dem Künstler Martin Reichmann (*1989 in Bremerhaven, lebt in Bremen). Im Mittelpunkt stehen ungeschliffene Betonskulpturen, die auf Kulturgüter verschiedener Epochen verweisen: Gebrochene Säulen, die nichts mehr tragen, abgeformte Objekte zwischen Alltagsfundstück, Antiken-Kitsch und künstlerischem Entwurf. Oder mit den Worten Reichmanns gesprochen: „ruinierte Relikte, lackierte Geschichte, kalzifizierte Gehirne.“ Für die Ausstellung verwandelte er den Projektraum kurzerhand zu einer Betongießerei und das Museum damit in eine Künstlerwerkstatt. Im Gespräch gibt Martin Reichmann Einblicke in seinen künstlerischen Prozess: Warum Beton der Werkstoff seiner Wahl ist, wie er ihn entdeckte und was er damit verbindet. Auch der Einfluss von Techno und Musikkultur auf seine Arbeiten wird thematisiert. Martin Reichmann studierte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und der Hochschule für Künste Bremen, wo er 2022 seinen Abschluss als Meisterschüler bei Ingo Vetter absolvierte. 2022 wurde Reichmann der Karin Hollweg Preis verliehen, einer der höchstdotierten Förderpreise aller Kunsthochschulen in Deutschland. Für seine Ausstellung in der Weserburg „Hyper!ons Epiphysis“ sind neue Arbeiten entstanden. Sie ist bis zum 22. September 2024 in Bremen zu sehen. Zum Künstler: [http://martin-reichmann.de]( http://martin-reichmann.de) Zur Ausstellung in der Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/martin-reichmann-hyperons-epiphysis/](https://weserburg.de/ausstellung/martin-reichmann-hyperons-epiphysis//) Mehr Infos zur Weserburg unter: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/) Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]

  5. 19

    019 Eric Hattan

    Hannah Villiger (1951-1997) war eine Schweizer Künstlerin, die über die Fotografie bildhauerischen Fragestellungen nachgegangen ist und dafür auf besondere Weise den eigenen Körper als Material eingesetzt hat. Aus Anlass der Ausstellung in Bremen spricht Eric Hattan – Künstler, Villiger-Weggefährte, Mitbegründer des Villiger-Nachlasses und Kurator der Präsentation in der Weserburg – über Hannah Villigers Werk. Über dessen Besonderheiten und heutige Bedeutung, über die wesentlichen Leitlinien der Ausstellung, über seinen spezifischen Blick auf Villigers Schaffen oder über Hannah Villiger als Person. Vom 1. Juli bis 8. Oktober 2023 ist in der Weserburg die Ausstellung "Hannah Villiger. Ich bin die Skulptur" zu sehen. Mehr Infos zur Ausstellung in der Weserburg Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/hannah-villiger-ich-bin-die-skulptur/] (https://weserburg.de/ausstellung/hannah-villiger-ich-bin-die-skulptur/) Mehr über Hannah Villiger: [https://www.hannahvilliger.ch/portrait] (https://www.hannahvilliger.ch/portrait) Anregungen und Fragen zum Podcast:

  6. 18

    018 Barbara Thumm

    Barbara Thumm, langjährige Galeristin, Weggefährtin und Verwalterin des Nachlasses von Teresa Burga, im Gespräch mit Weserburg-Direktorin Janneke de Vries. Im Podcast erzählt sie vom langen künstlerischen Weg, den Teresa Burga von ihrem Studium der Architektur in den 1950er Jahren bis zu ihren internationalen Ausstellungserfolgen über sechs Jahrzehnte später gegangen ist. Es geht auch um die politische und kulturelle Situation in Burgas Heimatland Peru und um die Frage, warum ihr Schaffen lange als "unperuanisch" galt. Oder um ihre künstlerischen Kernthemen, ihre nicht enden wollende Neugier und ihre persönliche Situation als bewusst unverheiratete und kinderlose Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. Außerdem spielen Spazierstock und die Beweglichkeit der Hüfte eine nicht unwesentliche Rolle. Das Schaffen der peruanischen Künstlerin Teresa Burga (1935-2021) blieb Jahrzehnte unter dem Radar des internationalen Kunstbetriebs, bevor um 2010 die überfällige (Wieder-)Entdeckung einsetzte - da war Burga bereits Mitte 70. Heute ist sie weltbekannt und gilt längst als eine der wichtigen Protagonist*innen von Pop Art und Konzeptkunst in Lateinamerika. Die Weserburg Museum für moderne Kunst gibt mit "Die Seiltänzerin" bis zum 6. November 2022 einen Einblick in das zeichnerische Oeuvre von 2012 bis zu ihrem Tod 2021 und kombiniert es mit Arbeiten auf Papier und einer raumgreifenden Installation aus den 1960er Jahren. Mehr Infos zur Ausstellung in der Weserburg Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/teresa-burga/https://weserburg.de/ausstellung/teresa-burga/ Zur Galerie Barbara Thumm: [https://bthumm.de/] (https://bthumm.de/) Anregungen und Fragen zum Podcast:

  7. 17

    017 Florian Peters-Messer

    Der Viersener Unternehmer Florian Peters-Messer ist Kunstsammler mit Leib und Seele. Mit der Weserburg Museum für moderne Kunst ist er seit 2018 eng verbunden, seit er in der Reihe „Junge Sammlungen“ unter dem Titel „What Paradise?“ Auszüge der Werke aus seinem Besitz vorstellte. Bis heute ist die Sammlung Peters-Messer immer dort ein wichtiger Partner für die Arbeit der Weserburg, wenn es um künstlerische Positionen geht, die Geschichte gegen den Strich bürsten und sich gesellschaftlich engagieren. Mit Janneke de Vries spricht Florian Peters-Messer über engagierte Lehrerinnen, die Neurosen des Sammlers, den gesellschaftspolitischen Auftrag, den er mit seiner Sammlertätigkeit verbindet, den Wunsch, widerständiger Kunst eine Stimme zu geben, das Sammler*innenkollektiv Art‘Us Collectors‘ Collective, das Interesse an kuratorischer Arbeit, die Neugier auf die Themen jüngere Künstler*innen oder die Vorteile von Langsamkeit und Schärfe in zunehmendem Alter. Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung. Zur Sammlung Peters-Messer: [https://www.sammlung-peters-messer.com/]( https://www.sammlung-peters-messer.com/) Zum Art‘Us Collectors‘ Collective: [https://www.art-us-collective.com/] (https://www.art-us-collective.com/) Mehr Infos zur Weserburg: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/) Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]

  8. 16

    016 Christoph Benjamin Schulz / Skulpturale Poesie

    Der Literatur- und Kunstwissenschaftler Christoph Benjamin Schulz aus Wuppertal im Gespräch mit Bettina Brach vom Zentrum für Künstlerpublikationen. Gemeinsam kuratierten sie die Ausstellung „Skulpturale Poesie“, die noch bis zum 14. August in der Weserburg zu sehen ist. Was ist Skulpturale Poesie? Das Gespräch zeigt die vielfältigen Erscheinungsformen dreidimensionaler Werke an der Schnittstelle von Literatur und bildender Kunst auf. Objekte sind mit Texten beschrieben, oder die Buchstaben selbst treten als dreidimensionale Kunstwerke in Erscheinung, bilden Räume und sind Gegenstand von Aktionen und Performances. Der Podcast wird gefördert durch die VGH Stiftung. Mehr Infos zur Ausstellung unter: [https://weserburg.de/ausstellung/skulpturale-poesie/](https://weserburg.de/ausstellung/skulpturale-poesie/) Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]

  9. 15

    015 Silvia Bächli

    Anlässlich ihrer großen Einzelausstellung in der Weserburg spricht Direktorin Janneke de Vries mit Silvia Bächli (*1956 in Baden, lebt in Basel). Die Schweizer Künstlerin gilt als eine der wichtigsten zeichnerischen Positionen ihrer Generation. Seit 40 Jahren bereichern ihre Arbeiten in Tusche, Kohle, Pastellkreide oder Gouache die älteste Gattung der Bildenden Kunst mit neuen und unerwarteten Impulsen. Im Gespräch gibt Silvia Bächli faszinierende Einblicke in den künstlerischen Prozess: Wie entstehen ihre Zeichnungen? Welche Impulse sind wichtig? Wie reagiert sie auf die Räume, in denen sie ausstellt? Neben dem zeichnerischen Werk geht es dabei auch um eine neuere Gruppe kleinformatiger Skulpturen, die ebenfalls in der Ausstellung in Bremen zu sehen ist und das Werk auf besondere Weise ergänzt und fortführt. Silvia Bächli ist in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter befinden sich Arbeiten im Kunstmuseum Basel, im Centre Georges Pompidou in Paris oder auch im New Yorker MoMA, um nur einige wenige Sammlungen hervorzuheben. Neben den zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen hat die Künstlerin 2009 die Schweiz auf der Biennale in Venedig vertreten. Sie war darüber hinaus 24 Jahre lang Professorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung. Zur Künstlerin: [https://www.silviabaechli.ch](https://www.silviabaechli.ch) Zur Ausstellung in der Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/silvia-baechli/](https://weserburg.de/ausstellung/silvia-baechli/) Mehr Infos zur Weserburg unter: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/) Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]

  10. 14

    014 Spezial mit Katharina Zorn und Jasna Fritzi Bauer

    Katharina Zorn und Jasna Fritzi Bauer sind die beiden Köpfe hinter dem Ausstellungsprojekt „Heute schreibe ich“, das vom 24. Mai bis zum 5. Juni 2022 in der Weserburg zu sehen ist. Im Projektraum macht das Künstlerinnenduo von Bremer*innen verfasste Gedichte sichtbar. Dazu integrieren und transformieren sie die Texte unter anderem in Kurzfilme, multimediale Installationen und Objekte. Im Gespräch mit Jan Harriefeld, Leiter PR & Marketing, beschreiben die beiden Künstlerinnen ihren turbulenten ersten Aufbautag und geben einen Ausblick, was die Besucher*innen in der Ausstellung erwarten können. Darüber hinaus spricht das Duo über die Idee hinter dem Projekt, die bisherigen Stationen und seine Beziehung zur zeitgenössischen Lyrik. Zu den Gesprächsgästen: Katharina Zorn (*1992) und Jasna Fritzi Bauer (*1989) leben in Berlin. Seit 2019 beschäftigen sie sich neben dem lyrischen Schreiben mit grenzübergreifenden Disziplinen im multimedialen Bereich. 2021 haben sie den Berliner Hauptbahnhof mit einer Installation und einem Kurzfilm bespielt sowie in Frankfurt am Main das Rathaus und Teile der Schirn Kunsthalle visuell inszeniert. Jasna Fritzi Bauer ist zudem eine vielfach ausgezeichnete Film- und Theater-Schauspielerin. Derzeit ist sie unter anderem als Kommissarin im Bremer Tatort zu sehen. Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung. Mehr Infos zum Projekt „Heute schreibe ich“: https://www.heuteschreibeich.de/ Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/ Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]

  11. 13

    013 Rainald Schumacher / Art Collection Telekom

    Zeitgenössische Kunst aus Ost- und Südosteuropa – die Art Collection Telekom hat einen außergewöhnlichen Schwerpunkt. Die Unternehmenssammlung wurde 2010 ins Leben gerufen. Einen ganz entscheidenden Anteil an der Ausrichtung hat Rainald Schumacher. Im Gespräch mit Weserburg Kurator Ingo Clauß geht es um die Anfänge der Sammlung, die kontinuierliche Weiterentwicklung und um aktuelle Projekte. Das Besondere: Hier geht es nicht um den Ankauf repräsentativer Kunst für Büros und Vorstandsetagen. Die Sammlung möchte „durch die bildende Kunst ein breiteres Verständnis der kulturellen Vielfalt Europas fördern.“ Der Ankauf junger Positionen steht dabei im Fokus. Die Weserburg stellt aktuell drei Werke aus der Sammlung aus. Zum Gesprächsgast: Rainald Schumacher kennt den Kunstbetrieb aus den verschiedensten Bereichen. Er hat u.a. für den Künstler Gerhard Richter gearbeitet, war für wichtige Galerien tätig wie Barbara Gladstone oder Esther Schipper und für die Bundeskunsthalle in Bonn. Hervorzuheben ist auch seine langjährige Arbeit für die international renommierte Sammlung Goetz in München. 2010 hat er mit Nathalie Hoyos das Office for Art gegründet. Zusammen sind sie seitdem u.a. für die kuratorische Beratung der Art Collection Telekom verantwortlich. Sie realisieren Ausstellungsprojekte, halten Vorträge und vieles mehr. Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung. Zur Art Collection Telekom: [https://www.art-collection-telekom.com/de]( https://www.art-collection-telekom.com/de) Zu Rainald Schumacher: [http://www.officeforart.org/about-us/] http://www.officeforart.org/about-us/) Mehr Infos zur Weserburg unter: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/) Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]

  12. 12

    012 Viktoria Binschtok

    Wie betrachten wir fotografische Bilder? Wie messen wir ihnen Bedeutung bei? Welche Funktionen erfüllen sie? Wie können sie künstlerisch genutzt werden? Seit über 20 Jahren beschäftigt sich Viktoria Binschtok mit digitaler Bildkultur. In verschiedenen Werkgruppen bringt sie analoge und digitale Bildwelten zusammen, kombiniert eigene Fotografien mit Fundstücken aus dem Internet. So auch für ihre Cluster-Serie, die seit 2014 entsteht. Dafür speist sie Fotos aus ihrem persönlichen Archiv in Online-Suchmaschinen ein. Den Algorithmen entsprechend werden ähnliche Bilder gefunden, die sie reinszeniert und anschließend zusammenstellt. Humorvolle Leichtigkeit und technischer Brillanz gehen hier Hand in Hand. Sie selbst sagt: „Man kann sich diesen Arbeiten auf vielseitige Weise annähern – assoziativ, ästhetisch, phänomenologisch, politisch oder bildtheoretisch.“ Viktoria Binschtok (geb. 1972 in Moskau, aufgewachsen in Minden/Westfalen) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war Meisterschülerin bei Prof. Timm Rautert. Seit 2018 ist sie in den Sammlungspräsentationen der Weserburg mit verschiedenen Werken präsent – aktuell mit dem zweiteiligen Tableau Pasta Lady von 2020. Parallel ist eine Einzelausstellung im Oldenburger Kunstverein zu sehen (noch bis zum 24. April 2022), zu dem ein bilderreicher und lesenswerter Katalog entstanden ist. Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung. Zum Werk der Künstlerin: [http://klemms-berlin.com/artists/viktoria-binschtok.html?overview](http://klemms-berlin.com/artists/viktoria-binschtok.html?overview) Zur Ausstellung im Oldenburger Kunstverein: [https://www.oldenburger-kunstverein.de/ausstellung/viktoria-binschtok/](https://www.oldenburger-kunstverein.de/ausstellung/viktoria-binschtok/) Mehr Infos zur Weserburg unter: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/) Anregungen und Fragen zum Podcast:

  13. 11

    011 Michael Schmid

    Der Künstler Michael Schmid (*1981, lebt und arbeitet in Berlin) im Gespräch mit Weserburg-Kurator Ingo Clauß. Michael Schmid ist bekannt für fotografische Arbeiten, die auf Wesentliches reduziert sind. Ein Tisch, eine Lampe, das Ziffernblatt einer Uhr - oft braucht es nicht viel mehr. Unaufgeregt und betont sachlich nimmt Schmid vertraute Objekte in den Blick, die er in Bilder verwandelt. In unserer schnelllebigen, reizüberfluteten Zeit wirken diese Arbeiten wie ein wohltuender Ruhepol. Denn belohnt wird, wer sich beim Betrachten Zeit lässt. Erst nach und nach offenbaren sich überraschende, ja faszinierende Perspektiven. Im Gespräch werden sowohl frühe Arbeiten vorgestellt, die noch während des Studiums an der Hochschule für Künste Bremen entstanden sind, als auch neueste Projekte. Darüber hinaus geht es aber auch um erweiterte Ansätze. So zeigt Michael Schmid in Ausstellungen bisweilen skulpturale Objekte, Videos oder bringt überraschende Alltagsgegenstände in den Raum. Zum Beispiel auf dem Boden verstreutes Herbstlaub oder ein Sack, der wie vergessen an der Wand lehnt. In der Weserburg ist im Rahmen der Ausstellung So wie wir sind 3.0 die neue Werkgruppe Transmission ausgestellt. Es handelt sich um mehrere Fotogramme, ein altes, experimentelles Verfahren, bei dem Gegenstände direkt auf lichtempfindliches Papier gelegt werden. Zu sehen sind Abdrücke zerbrochener Brillengläser, die der Künstler auf seinen Spaziergängen in Los Angeles gefunden hat. Der Podcast wird gefördert durch die VGH Stiftung. Weitere Informationen zum Künstler: https://www.k-strich.de/de/kunstler/michael-schmid/ Weitere Informationen zur Weserburg-Ausstellung So wie wir sind 3.0: https://weserburg.de/

  14. 10

    010 Ulla von Brandenburg

    Die Künstlerin Ulla von Brandenburg im Gespräch mit Weserburg-Direktorin Janneke de Vries, zwei Tage vor Eröffnung ihrer Ausstellung „Eine Landschaft ohne Blau, wie ungefähr“. Ulla von Brandenburg (geb. 1974 in Karlsruhe, lebt in Paris) verwandelt Museen mit Filmen, Aquarellen, Performances, Objekten, wandfüllenden Vorhängen und begehbaren Rezeptionslandschaften in sinnliche Erlebnisräume. Farben, Stoffe, Ritual und Tanz sind die die Hauptelemente ihrer Ausstellung in der Weserburg und werden genutzt, um vorgefertigte Vorstellungen und Konventionen aufzulösen, sich mit dem Unsichtbaren, Unterbewussten zu verbinden und immer wieder die Frage nach einem sinnvollen Leben in der Gemeinschaft zu stellen. Im Gespräch geht es jedoch nicht nur um die Ausstellung in Bremen, sondern auch um Ulla von Brandenburgs Interesse am Theater, die Sehnsucht, tanzen zu können, neue Projekte, weibliche Vorbilder oder die Schwierigkeit, die eigenen Ausstellungen nach dem Aufbau zu verlassen. Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung. Informationen zur Ausstellung von Ulla von Brandenburg in der Weserburg: [https:// weserburg.de/ausstellung/ulla-von-brandenburg/](https:// weserburg.de/ausstellung/ulla-von-brandenburg/) Mehr Infos zur Weserburg unter: [https://weserburg.de/](https://weserburg.de/)

  15. 9

    009 Peter Piller Teil 2/2

    Dies ist die zweite Folge mit dem Künstler Peter Piller. Piller sammelt seit den 1990er Jahren Fotos aus Zeitungen, Bibliotheken und verschiedensten Archiven, die er ordnet, neu benennt und in Gruppen zusammenführt. Im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß geht es um grundlegende Fragen zur Fotografie. Vorgestellt und diskutiert werden vor allem neuere Werkserien, darunter die zuletzt entstandenen Höhlenbilder, die er fachwissenschaftlichen Publikationen entnimmt und als gerahmte, zum Teil stark vergrößerte Fotoarbeiten präsentiert. Dabei entstehen faszinierende, zum Teil raumgreifende Installationen. Anlass für das Gespräch sind zwei Ausstellungen in der Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen. Der Podcast wird gefördert durch die VGH Stiftung. Ausstellungen in der Weserburg: Peter Piller – Richard Prince (19.06.2021 bis 31.10.2021) Peter Piller – Archiv der Bücher. Kabinettausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen (23.07.2021 bis14.11.2021) Aktuell ist auch in der Barbara Wien gallery in Berlin eine Ausstellung zu sehen: Peter Piller. different degrees of completeness (11.9.2021 bis 6.9. 2021)

  16. 8

    008 Peter Piller Teil 1/2

    Dem Werk von Peter Piller widmen sich zurzeit gleich zwei Ausstellungen in der Weserburg. Anne Thurmann-Jajes, Leitung des Zentrums für Künstlerpublikationen, hat „Peter Piller – Archiv der Bücher“ kuratiert. Im Gespräch mit dem Hamburger Künstler erfährt sie, warum dieser zu seinen Ausstellungen und Projekten bevorzugt Künstlerbücher macht und Kataloge im klassischen Sinne bisher erfolgreich vermeiden konnte. Peter Piller skizziert sein umfassendes Archiv von über 7.000 Zeitungsfotos, und er erzählt von seiner im März dieses Jahres unternommenen „Peripheriewanderung Bremen“. In zehn Tages-Etappen hat er das Stadtgebiet Bremens umwandert, seine Eindrücke in zahlreichen Fotos und anschließend auf Zeichnungen festgehalten. Der Podcast wird gefördert durch die VGH Stiftung. Die Folge erscheint anlässlich der beiden Ausstellungen in der Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen: Peter Piller - Richard Prince (19.06.2021 bis 31.10.2021) Peter Piller – Archiv der Bücher. Kabinettausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen (23.07.2021 bis14.11.2021)

  17. 7

    007 Restaurierung und zeitgenössische Kunst

    Ob Lippenstiftbomber oder Gartenzwerge aus Schokolade - zeitgenössische Kunst ist für Restaurator*innen oft eine besondere Herausforderung. Dörte Kremsler-Klatte, seit 2009 Restauratorin an der Weserburg, erzählt im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß über ihren beruflichen Alltag, aber auch über besondere Erlebnisse. Werke von Vincent van Gogh über Wolf Vostell bis hin zu Henrike Naumann werden aus konservatorischer Sicht in den Blick genommen. Der Podcast wird gefördert durch die VGH Stiftung. Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/ Mehr Infos zum Verband der Restauratoren: https://www.restauratoren.de/ Anregungen und Fragen zum Podcast: [email protected]

  18. 6

    006 Monica Bonvicini

    Museumsdirektorin Janneke de Vries im Gespräch mit der Künstlerin Monica Bonvicini und Rose Pfister, Stiftung Bremer Bildhauerpreis. Monica Bonvicini (*1965 in Venedig, lebt in Berlin) gewann 2012 den Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum. Rose Pfister ist im Vorstand der preisvergebenden Stiftung und hat gemeinsam mit der Künstlerin die Realisierung einer Arbeit von Monica Bonvicini für die Stadt Bremen möglich gemacht. Das Ergebnis ist die großformatige Neonarbeit „Power Joy Humor Resistance“, die seit Ende April an der Fassade der Weserburg zu sehen ist. Ausgehend von dieser spezifischen Arbeit dreht sich das Gespräch um die Möglichkeiten von Kunst im Öffentlichen Raum, um Sprache in der Kunst, um den Gegensatz von öffentlicher und institutioneller Präsentation, um künstlerisch-weibliche Atmosphären von konstruktiver Wut und Entschlossenheit oder um das berühmte California Institute of the Arts in den 1990er Jahren. Der Podcast wird gefördert durch die VGH Stiftung. Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/ Fotos und Hintergründe zu Monica Bonvicinis Werk POWER JOY HUMOR RESISTANCE, 2020: https://weserburg.de/monica-bonvicini/ Website der Künstlerin: https://monicabonvicini.net/ Anregungen und Fragen zum Podcast: [email protected]

  19. 5

    005 Sven Johne

    Der Künstler Sven Johne im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß. Sven Johne, 1976 in Bergen auf Rügen geboren, bezeichnet sich selbst als Angehöriger einer Zwischengeneration. Aufgewachsen in der DDR hat er die Wende und die gravierenden, gesellschaftlichen Veränderungen der darauffolgenden Jahre hautnah miterlebt. In Video- und Fotoarbeiten macht er die Nachwendezeit immer wieder zum Thema. Ausgehend von persönlichen Recherchen verdichtet er Biografien und Geschichten zu künstlerischen Arbeiten. Fiktionaler Realismus nennt er diesen Ansatz. Die Weserburg Museum für moderne Kunst zeigt im Themenareal Deutschlandbilder als Teil der aktuellen Sammlungspräsentation die Künstlerpublikation: Fussnoten der Weltgeschichte. 2. Januar – 10. November 1989. Hier versammelt Sven Johne Zeitungsausschnitte aus dem Neuen Deutschland, dem früheren Zentralorgan der SED.

  20. 4

    004 Artists as Independent Publishers (AAIP)

    In der vierten Folge des Podcasts stellt Bettina Brach, Kuratorin im Zentrum für Künstlerpublikationen in der Weserburg, Artists as Independent Publishers (AAIP) vor, ein Kooperationsprojekt der Hochschule für Künste Bremen (HfK) mit Kunsthochschulen in Antwerpen, Halle, London, Wien und Tokio. Corona zum Trotz ist die entsprechende Auftaktausstellung mit mehr 100 Künstlerbüchern in der Weserburg installiert. Prof. Katrin von Maltzahn sowie Bremer Studierende des Projekts berichten über das internationale Projekt und dessen Vermittlung auf digitalen Kanälen.

  21. 3

    003 Kathrin Sonntag

    Janneke de Vries, Direktorin der Weserburg, im Gespräch mit Kathrin Sonntag. In der dritten Folge kommt die Berliner Künstlerin zu Wort, deren fotografische Serie „Atlas“ in der Weserburg-Ausstellung „So wie wir sind 3.0“ zu sehen ist. Sie erzählt von Stolperfallen für die Wahrnehmung, dem Potential des Magischen und dem Überraschenden im Alltäglichen.

  22. 2

    002 Kate Andrews und Alejandro Perdomo Daniels

    Junge Kunst und altehrwürdige Museen – eine Verbindung, die hervorragend zusammengeht. Zur zweiten Folge in der Reihe Talking Heads lädt Weserburg Kurator Ingo Clauß gleich zwei Gäste zum Gespräch: die Künstlerin Kate Andrews und Alejandro Perdomo Daniels, Kurator und Kunstwissenschaftler in Bremen. Kate Andrews hat im Februar den Karin Hollweg Preis zugesprochen bekommen. Mit insgesamt 15.000 Euro dotiert gehört er zu den wichtigsten Kunstförderpreisen an deutschen Kunsthochschulen. Verliehen wird er im Rahmen der Meisterschüler*innen-Ausstellung der HfK Bremen, die jährlich in der Weserburg stattfindet. Kuratiert wurde sie erstmals von Alejandro Perdomo Daniels.

  23. 1

    001 Janneke de Vries

    Die erste Folge in der Reihe Talking Heads. Zu Gast ist Janneke de Vries, Direktorin der Weserburg Museum für moderne Kunst. Seit 2018 leitet sie das Museum in Bremen. Im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß erzählt sie, wie sie den Übergang von einem Kunstverein in ein großes Haus erlebt hat. Es wird über die neue Programmatik, die Zusammenarbeit mit Sammler*innen und über ihre erste große Einzelausstellung mit Andrea Bowers gesprochen. Abschließend gibt es einen kurzen Ausblick auf das Programm 2021.

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Ingo Clauß, Janneke de Vries, Tom Flory

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