PODCAST · history
Tell me a history - Erzähl mir eine Geschichte
by Nadja Danilenko
Im Gespräch mit WissenschaftlerInnen: Alles rund um die Kultur und Geschichte des Arabisch-/ Persisch-/ Türkisch - Islamischen Raumes.
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tmah065 Am Puls der Zeit
In Hafenstädten vermischten sich Kulturen wie sonst kaum woanders im Osmanischen Reich des 19. Jh. Ob im Stadtbild, der Mode oder den Freizeitaktivitäten - die Menschen lebten und verhandelten ihre Identitäten im Austausch mit europäischen Idealen. Wie das in Izmir, Thessaloniki und Istanbul aussah und sich vom Traum zur Ablehnung hin entwickelte, erählt uns Dr. Malte Fuhrmann.
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tmah064 Pilgerreise aus China
1841 bricht der Muslim Ma Dexin nach Mekka auf. Seine Reise aus Dali (heute im Südwesten Chinas) führt ihn über Land und Wasser in den Nahen Osten und zu den Pilgerstätten. Erstaunlicherweise für jene Zeit überlebt er seine Reise, schreibt darüber einen Bericht und wird zu einer politischen Figur in seiner Heimatregion. Welche Eindrücke er teilt und wie seine Reise die Umbrüche des 19. Jahrhunderts spiegelt, erzählt uns Dr. Alexander Jost von der LMU München.
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tmah063 Sich ein Prachtbild machen
1554 wird eine Prachthandschrift von Gedichten fertiggestellt - verfasst vom osmanischen Sultan Süleyman I. (r. 1520-1566). Darin greift er nicht nur poltische Themen seiner Zeit auf, sondern vermittelt auch ein Bild von sich an seine Untertanen. Wie sein Werk zur Rolle von Dichtung am Hof und im Alltag passt und wie diese Handschrift im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe landete, erzählt uns Dr. Christiane Czygan vom Instabulder Orient Institut.
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tmah062 So ein Theater!
Anfang des 20. Jh. blüht das europäische Theater im Iran. Neben den vielen traditionellen Darstellungformen bietet es einen Weg, revolutionäre Gedanken niederschwellig zu verpacken. Denn Iran befindet sich in dieser Zeit im gesellschaftlichen Wandel und die neue Theaterform spiegelt ihn u.a in bissigen Komödien, die in Parks aufgeführt werden. Über die Themen, Macher:innen und Forschung zum europäischen Theater in Iran erzählt Dr. Anna Heller von der Universität Marburg.
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tmah061 Durch die Zeit reisen
An der Wende zum 20. Jh. boomten Reisen nach Europa und innerhalb des Osmanischen Reiches. Über ihre Erlebnisse verfassten die Reisenden Berichte, die spannende Einblicke in Selbst- und Fremdbilder geben. Wer, warum und wie reiste und welche Blicke auf die Welt diese Reiseberichte präsentieren, erzählt und Prof. Dr. Petr Kučera von der Universität Mainz.
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tmah060 Unter sich unauffällig
Das Osmanische Reich ließ lange viele Gruppen nebeneinander leben. Tanzten sie jedoch aus der Reihe, drohte ihnen Verfolgung und Eingliederungsversuche. So ging es den Kızılbaş Aleviten. Auch wenn diese Gruppe schwer zu greifen ist, gibt sie Einblicke in osmanische Innenpolitik und Geschichtsbilder, die bis heute in der Türkei wirken. Wir begeben uns auf Spurensuche im 16.-18. Jh. mit Dr. Benjamin Weineck von der Universität Heidelberg.
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tmah059 Auf Mission in Beirut
Ende des 19. Jh. waren viele (europäische) religiöse Institutionen im Osmanischen Reich aktiv. So auch die preußische Kaiserswerther Diakonie, deren Diakonissen in Beirut ein Waisenhaus und eine Schule betrieben. Welche Selbst- und Fremdbilder die Diakonissen hatten und was ihre Arbeit über die Vielfalt der Akteur:innen vor Ort aufzeigt, erzählt uns Dr. Julia Hauser, Privatdozentin an der Universität Kassel.
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tmah058 Mit freundlichen Grüßen
Um 1800 schreiben christliche Händler einander fast täglich Briefe. Darin informieren sie über Ereignisse und Preise in Jerusalem, Damaskus und Damietta, grüßen Freunde und Verwandte und wickeln Zahlungen bargeldlos ab. Viele dieser Briefe haben in einer Sammlung in Gotha überlebt und zeugen auch von den turbulenten Zeiten während/nach der Besatzung Ägyptens durch Napoleon. Was sie über den Alltag und die Beziehungsgeflechte von Händlern im östlichen Mittelmeerraum verraten, erzählt uns Dr. Boris Liebrenz von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.
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tmah057 Unterwegs im Osmanischen Reich
Wege zu Land und zu Wasser durchzogen das gesamte Osmanische Reich. Einige davon stammten noch aus dem Römischen Reich, andere wie die Eisenbahn kamen erst im 19. Jh. dazu. Wie diese Netze ab dem 16. Jh. ausgebaut wurden, wer darauf wie unterwegs war und welche Rolle dabei die Verwaltung hatte, erzählt und Dr. Florian Riedler von der Universität Leipzig.
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tmah056 Schützende Siegel
Amulette waren in der gesamten islamischen Welt verbreitet. Mal dienten sie zum Schutz, mal zur Heilung und auch mal zum Schaden. Neben diversen Formaten bieten die Bilder und Texte auf Amuletten spannende Einblicke in ihre Anwendung sowie kulturelle Überschneidungen - so zum Beispiel für den iranischen Raum zwischen der Spätantike und ca. dem 13. Jh., über den uns Dr. Sarah Kiyanrad von der Ludiwg-Maximilians-Universität in München erzählt.
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tmah055 So weit der Staat reicht
Bei den großen osmanischen Reformen im 19. Jh. stand das Militär im Vordergrund. Vor allem die Einführung einer Wehrpflicht diente als Mittel zur Ausweitung des Zentralstaates und zeigte gleichzeitig, ob diese erfolgreich verlief. Wie die Wehrpflicht durchgesetzt wurde, was sie uns über Pflichten und Privilegien im pluralen Osmanischen Reich und politische PR verrät, erzählt uns Prof. Dr. Elke Shoghig Hartmann von der Freien Universität Berlin.
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tmah054 Druck, der verbindet
Die ersten arabischen Zeitungen entstehen im 19. Jh. Anschließend sprießen auch Zeitschriften in diversen Formaten in der gesamten islamischen Welt und darüber hinaus. Welche Probleme die Herausgeber überwanden, welche Themen die Periodika behandelten und welche Herausforderungen Forscher:innen bei der Masse an Material meistern müssen, erzählt uns Dr. Till Grallert.
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tmah053 Für alle Fälle gefangen
Kriegsgefangene spielten eine wichtige Rolle im Osmanischen Reich. Ob als Ruderer auf Galeeren oder unfreiwillige Diplomaten, sie waren fester Bestandteil der Beziehungsgeflechte zwischen den Reichen. Was uns verschiedene Gefangene und ihre Berichte über Diplomatie und Mobilität im 16.-18. Jh. verraten, erzählt uns Dr. Gül Şen von der Universität Heidelberg/Universität Bonn.
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tmah052 Briefe an den Scheich
Ein Stück omanischen Alltags schlummerte in einem Tonkrug. Darin wurden bei einem Projekt zu Oasensiedlungen tausende Briefe und Schnipsel gefunden, davon zahlreiche an den Scheich Muhsin b. Zahran (gest. 1873). Was dieser Fund über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Oman des 19. Jh. verrät, erzählt uns Dr. Michaela Hoffmann-Ruf von der Universität Bochum und dem Qalamos-Portal.
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tmah051 Kunde vom Kranich
Armenische Gemeinden waren seit jeher tief verwoben mit dem Osmanischen Reich. Als Handwerker, lokale Machthaber oder Bildungseliten gestalteten sie die plurale Gesellschaft mit. Gleichzeitig litten sie immer wieder unter Vertreibung und Gewalt, die nach den Reformen des 19. Jh. in Massakern und dem Völkermord von 1915 mündeten. Was die armenische Erinnerungsgemeinschaft ausmacht, wie Armenier zum Spielball der Großmächte wurden und wie das Projekt Houshamadyan armenisch-osmanischen Alltag rekonstruiert, erzählt uns Prof. Dr. Elke Shoghig Hartmann von der Freien Universität Berlin.
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tmah050 Spezial: Traditionen im neuen Gewand
Zum Jubiläum machen wir einen Ausflug nach Japan im 16./17. Jh. Dort werden Manuskripte altbekannter Geschichten mit neuen Bildern illustriert, die Rätsel aufgeben über die Künstler und Kunden. Mit Detektivarbeit und Materialanalyse schafft Dr. Berenice Möller vom Hamburger Exzellenzcluster "Understanding Written Artefacts" Zugang zu dieser kaum bekannten Welt.
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tmah049 Dem Propheten so nah
Die Worte des Propheten Muhammad wurden gesammelt, überliefert und verschriftlicht. Welche Rolle hadith (etwa: Ausspruch) für Sunniten und Schiiten spielt und welcher Kosmos an Literatur in diesem Zusammenhang entstanden ist, erzählt uns Prof. Dr. Mohammad Gharaibeh von der Humboldt Universität zu Berlin.
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tmah048 Feinde nach Bedarf
Die Charidschiten dienen der frühen Geschichtsschreibung vor allem als Feindbild. Obwohl sie in wichtige politische Machtkämpfe verwickelt waren, bleiben sie in den Quellen oft schemenhaft. Wie sie dargestellt werden und welche Erzählmuster sich daran ablesen lassen, erzählt uns Dr. Hannah-Lena Hagemann von der Universität Hamburg.
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tmah047 Heiliger Helfer
Als Heiliger wird Chidr nicht nur in der islamischen Welt verehrt. Er taucht in vielen Quellen und Bildern auf und spielt unterschiedliche Rollen. Wofür er steht und welche Bräuche verschiedene Glaubensgemeinschaften mit ihm verbinden, erzählt uns Prof. Dr. Patrick Franke von der Universität Bamberg.
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tmah046 Zwischen Ansehen und Argwohn
Mitte des 19. Jh. müssen die Bedirhanis neu anfangen. Als Herrscher in Bohtan sind sie dem Osmanischen Reich zu mächtig geworden und werden nach Kreta verbannt. Von dort bahnen sich einige Familienmitglieder den Weg zurück in die osmanische Elite, andere in die kurdische Bewegung im 20. Jh. Wie die Bedirhanis ihren Platz in der Geschichte sehen und welches Licht sie auf türkische Erinnerungskultur werfen, erzählt uns Jun.-Prof. Dr. Barbara Henning von der Universität Mainz.
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tmah045 Den Orient studieren
Die Wurzeln der Orientalistik laufen durch Leiden und Istanbul im 17. Jh. Diplomaten und Gelehrte lernten die Sprachen, sammelten Manuskripte und studierten die Literaturen des Orients. Wie verschiedene Figuren das Fach prägten und wo ihre Spuren in europäischen Handschriftensammlungen zu finden sind, erzählt uns Dr. Paul Babinski von der Universität Kopenhagen.
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tmah044 Die Bürokratie erklimmen
Ragip Pascha schaffte es hoch hinaus. Anfang des 18. Jh. stieg er vom Finanzsekretär zum Regierungschef (Großwesir) des Osmanischen Reiches auf. Welche Rolle dabei seine Bildung spielte und wie seine Karriere die kulturellen Verflechtungen dieses Großreiches spiegelt, erzählt uns Prof. Dr. Henning Sievert, Leiter der Abteilung Islamwissenschaft am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients an der Universität Heidelberg.
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tmah043 Den Koran verstehen
Die Auslegung des Korans trieb schon im 9. Jh. hitzige Debatten an. Als einer der ersten entwickelte der Theologe al-Muhasibi eine Art Anleitung, wie der Koran auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden kann. Wie dieses Werk die Vielschichtigkeit des Korans und die Diskussionen des 9. Jh. spiegelt, erzählt uns Dr. Berenike Metzler von der Universität Bamberg.
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tmah042 Influencer zwischen den Welten
1855 erscheint ein Buch, das zuerst verschrien, dann vergessen und nun gefeiert wird. Darin verarbeitet Faris al-Schidyaq sein bewegtes Leben und die Reformbewegung "Nahda", die das 19. Jh. prägte. Was die "Nahda" ausmachte und wie al-Schidyaq mit seinem Werk die Gemüter erregte, erzählt uns Dr. Christian Junge von der Universität Marburg.
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tmah041 Die Sterne deuten
Was sollte ein Herrscher wissen? Vor seinem Machtantritt im Jemen des 13. Jh. sammelt al-Aschraf Umar (gest. 1296) seine Antworten in einer Art Handbuch. Diese "Tabsira" enthält vor allem astrologisches Wissen und setzt damit eine Jahrhunderte alte Tradition fort. Welche Rolle Astrologie im Alltag und am Hof spielte und was die "Tabsira" besonders macht, erzählt uns Dr. Petra Schmidl von der Universität Erlangen.
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tmah040 Die Welt puzzeln
Die ältesten Karten der islamischen Welt sind in einem Werk aus dem 10. Jh. erhalten. In seinem "Buch der Routen und Reiche" beschreibt al-Istachri nicht nur die (islamische) Welt, er zeigt sie auch in einer Weltkarte und zwanzig Regionalkarten. Wie stellt er sich diesen Raum vor? An welche Traditionen knüpft er an und wieso wird sein Werk fast 1000 Jahre lang kopiert? In dieser Jubiläumsfolge (5 Jahre tmah!) stellt Fabiola Heynen vom Podcast "Ausgesprochen Alt" die Fragen und ich erzähle aus meiner Forschung und zeige viele bunte Bilder.
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tmah039 Alles erklingt
Musik war in der islamischen Welt überall: MusikerInnen lehrten, reisten und traten zuhause oder am Hof auf. Die Details zum musikalischen Alltag sind allerdings über zahlreiche Quellen in vielen Sprachen verstreut, was die Spurensuche erschwert. Welches Bild wir uns dennoch von der Theorie und Praxis ab 1500 (v.a. in der arabischen Welt) machen können, erzählt uns Dr. Salah Eddin Maraqa von der Universität Freiburg. Als Musiker hält Salah außerdem dieses musikalische Erbe am Leben und gibt uns am Ende der Folge eine Kostprobe davon.
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tmah038 Iran Tag für Tag
Die älteste Tageszeitung Irans erscheint seit 1926. Damit fällt sie mit dem Machtwechsel zur Pahlavi-Dynastie zusammen, der tiefgreifende Veränderungen für Iran bedeutete. Diese spiegeln sich in der "Ettela'at", die gleichzeitig mit einem neuen Konzept die Presselandschaft prägte. Einblicke in die iranische Pressegeschichte und die Rolle der "Ettela'at" gibt uns Prof. Dr. Bianca Devos, Vertretungsprofessorin (nunmehr Professorin) für Iranistik am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Universität Marburg.
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tmah037 Zwanzig Jahre Alltag
Damaskus 1480: Der Notar Ibn Tawq fängt an, eine Art Tagebuch zu schreiben. Zwanzig Jahre lang zeichnet er jeden Tag die Ereignisse in seiner Stadt auf und lässt uns so an etwas Seltenem in Quellen dieser Zeit teilhaben - dem Alltag. Wie sieht sein Leben und Arbeiten aus, wie sein Damaskus? Einblicke in Ibn Tawqs Tagebuch gibt uns Dr. Torsten Wollina, der dazu promoviert hat und nun im DFG-Projekt Orient-Digital arbeitet, dem Verbundkatalog und Portal für orientalische Handschriften mit eigenem Blog und auf Twitter.
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tmah036 Miteinander im Mittelmeer
Vor allem der Handel verband im Mittelmeer des 14. Jh. zahlreiche Akteure. Durch das Handbuch des Händlers Pegolotti schauen wir uns dieses Miteinander an und welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielten. Einblicke in diese Welt gibt uns Prof. Dr. Christoph Dartmann, Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Hamburg.
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tmah035 Bibel auf Arabisch
Vor allem ab dem 9. Jh. tauchen arabische Bibelübersetzungen auf. Welche Gemeinden übersetzten sie und was sagen uns die erhaltenen Manuskripte über die Verbreitung und Benutzung der arabischen Bibel? Einblicke in die Welt der Bibel auf Arabisch gibt uns Prof. Dr. Ronny Vollandt, Professor für Judaistik am Institut für den Nahen und Mittleren Osten der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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tmah034 Überleben als Mittler und Spione
Die jüdische Familie Camondo baute im 18. Jh. eines der stärksten Handelshäuser in Istanbul auf. Zusätzlich waren die Camondos für die jüdische Gemeinde aktiv und vermittelten auf unterschiedlichen Ebenen zwischen dem Osmanischen Reich und Europa. Wie sie Krisen gemeistert und ihren Erfolg gesichert haben, erzählt uns Dr. Irena Fliter von der Georg-August Universität Göttingen. Dort leitet Irena Fliter ein DFG-Forschungsprojekt zu den Camondos am Lehrstuhl für die Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.
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tmah033 Das Gewebe der Städte
Stiftungen erzählen Stadtgeschichte und spiegeln Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Am Beispiel Aleppos schauen wir uns diese Institution vor allem im 18. Jh. an, erkunden aber auch ihre Ursprünge und den Wandel bis in die Gegenwart. Einblicke in die Welt der Stiftungen gibt uns Dr. Stefan Knost, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Vertretungsprofessor in Islamwissenschaft an der Universität Heidelberg im WiSe 20/21.
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tmah032 Rhodos zwischen den Welten
Nach über 300 Jahren osmanischer Herrschaft wurde Rhodos 1912 von Italien besetzt. Wir schauen uns diesen Übergang an und entdecken Rhodos als Spiegel großer politischer Konflikte und Entwicklungen. Einblicke in diese Zeit des imperialen Wandels gibt uns Dr. des. Andreas Guidi, der Akademischer Mitarbeiter der Professur für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Konstanz ist.
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tmah031 Ein Osmane in London
Unter den Besuchern der ersten Weltausstellung in London 1851 war ein osmanischer Reisender. Dieser veröffentlichte seine Eindrücke anonym im "London-Reisebericht" und lässt uns daran teilhaben, wie er London, seine Bewohner und auch sich selbst sah. Einblicke in dieses Zeugnis von Selbst- und Fremdbildern gibt uns Dr. Veruschka Wagner, die Postdoktorandin in der Abteilung für Islamwissenschaft und Nahostsprachen des Instituts für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn ist und im DFG-Schwerpunktprogramm Transottomanica zur Mobilität von Sklaven in Istanbul im 17. Jh. forscht.
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tmah030 Das Tor zu Mekka
Die Hafenstadt Dschidda im heutigen Saudi-Arabien ist seit vielen Jahrhunderten ein Knotenpunkt für Pilgerreisen, Handel und vieles mehr. Wir schauen uns Dschidda im 19. Jh. an und erkunden, was diese Stadt so besonders macht und wie sie die Veränderungen des 19. und 20. Jh. gestaltete. Einblicke in Dschiddas Geschichte und Gegenwart gibt und Prof. Dr. Ulrike Freitag, Direktorin des Leibniz-Zentrums Moderner Orient und Professorin am Institut für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
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tmah029 Imperium ohne Geltungsdrang
Die Familie Rallis baute aus dem Osmanischen Reich heraus ein internationales, reiches und langlebiges Handelshaus auf, das allerdings kaum bekannt ist. Wir schauen uns die Rallis als Teil der Globalisierungsgeschichte des 19. Jh. an und fragen, was diese Familie besonders macht, wie sie mit den Herausforderungen der Globalisierung umging und warum sie kaum Spuren ihres Imperiums hinterließ. Einblicke in die Welt der Rallis gibt uns Dr. Anna Vlachopoulou, die Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für die Geschichte Osteuropas und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist und ihm Rahmen des DFG-Forschungsverbundes Transottomanica zu den Rallis forscht.
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tmah028 Von den Griechen lernen
Im 9. Jh. werden zahlreiche Werke ins Arabische übersetzt, darunter griechische Philosophen. Der Gelehrte al-Kindī treibt solche Übersetzungen nicht nur voran, sondern versucht die griechischen Quellen u.a. für die islamische Theologie fruchtbar zu machen. Al-Kindīs Leben, Werk und Erbe beleuchtet für uns Prof. Dr. Peter Adamson, der den Lehrstuhl für spätantike und arabische Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München leitet. Peter Adamson macht außerdem den Podcast History of Philosophy without any gaps.
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tmah027 Himmel und Hölle
Aussagen über Himmel und Hölle sind über den gesamten Koran und die prophetische Tradition (Sunna) verstreut - wie es dort aussieht, wer sie bewohnt und was dort alles passiert. Mithilfe von Prof. Dr. Christian Lange von der Universität Utrecht fügen wir die Puzzleteile zu einem größeren Bild dieser Orte zusammen und schauen uns auch an, wie historische Quellen sowie die Forschung damit umgehen.
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tmah026 Die Welt nachschlagen
Im 13. Jh. verfasst al-Qazwini eine Enzyklopädie über die irdischen und himmlischen Sphären, die reich bebildert ist. Dieses Nachschlagewerk erfreut sich nicht nur zu seinen Lebzeiten großer Beliebtheit, sondern wird über viele Jahrhunderte hinweg kopiert und übersetzt. An welche Tradition schloss al-Qazwini an und was machte sein Werk so besonders? Einblicke in die Welt der sogenannten Kosmographie gibt uns Prof. Dr. Syrinx von Hees, die Professorin für Arabische Literatur und Rhetorik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist.
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tmah025 Koran to go
Ab dem 14. Jh. tauchen vermehrt kleine und teils winzige Korane in der islamischen Welt auf. Obwohl Hunderte dieser Miniaturhandschriften in Archiven weltweit liegen und diese Korane noch heute Teil des muslimischen Alltags sind, schweigen sich die historischen Quellen zu ihrer Funktion und Verwendung aus. Um uns ein Bild von den sogenannte Miniaturkoranen zu machen, begeben wir uns auf Spurensuche: Neben den wenigen Erwähnungen in Quellen schauen wir uns vor allem die verschiedenen Formen und ihre Verbreitung an, um mögliche Funktionen zu rekonstruieren. Dafür spreche ich mit Dr. Cornelius Berthold, der ein Projekt zu Klein- und Rollenkoranen am "Sonderforschungsbereich Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa" der Universität Hamburg durchgeführt hat und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Orientalistik der Universität Jena ist.
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tmah024 Aufklärung transregional
Die Ideen der Aufklärung zirkulierten über viele Grenzen hinweg, auch in der islamischen Welt. Am Beispiel des iranischen Intellektuellen Mirza Agha Khan Kermani (19. Jh.) schauen wir uns an, was diskutiert wurde und wer an diesem transregionalen Diskurs teilnahm. Einblicke in den Aufklärungsdiskurs und die Welt von Kermani gibt uns Dr. Roman Seidel, der Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin ist.
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tmah023 Lehren und Lernen (8.-15. Jh.)
Wissen und Wissenschaft spielten eine wichtige Rolle in der islamischen Geschichte. Daher schauen wir uns an, was gelehrt wurde, wo und wie sich Autoren gute Lehre vorstellten. Einblicke in die Institutionen und Praktiken von Bildung gibt uns Prof. Dr. Sebastian Günther, der Direktor des Seminars für Arabistik und Islamwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen ist.
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tmah022 Khondamir schreibt Geschichte...um
Die Weltchronik von Khondamir (15./16. Jh.) lässt uns tief in die Dynamik der Geschichtsschreibung blicken: Welche Rolle spielten Chroniken für Herrscher in der islamischen Welt? Wessen Geschichten erzählen sie uns mit welcher Absicht? Und was macht ein Historiker mit seinem Text, wenn er von einem schiitischen zu einem sunnitischen "Arbeitgeber" wechselt? Einblicke in die Welt der Geschichtsschreibung allgemein und Khondamirs Chronik speziell gibt uns Dr. Philip Bockholt, der Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Orientalischen Institut der Universität Leipzig ist.
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tmah021 Gebundene Schönheit
Ab dem 15. Jh. taucht im persischsprachigen Raum ein neues Buchformat auf: Alben, in denen Herrscher Kalligrafie und Malerei zu Juwelen in ihren Sammlungen komponieren lassen. Zum Entzücken gedacht, verbreiten sich Alben von Indien bis nach Istanbul und geben wertvolle Einblicke in Vorstellungen von Ästhetik sowie das Kunsthandwerk in der islamischen Welt. An welche Tradition schließen Alben an? Wie wurden sie hergestellt und gestaltet? Was passierte mit Alben in den Händen von Sammlern und Museen außerhalb der islamischen Welt? Einblicke in diese prachtvolle Welt gibt uns Dr. Friederike Weis, die am Berliner Museum für Asiatische Kunst ein DFG-Projekt zu indischen Alben leitet (in Kooperation mit dem Museum für Islamische Kunst; „Indische Alben der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zwischen Tradition und Dokumentation: Die Polier- und Swinton-Alben in den Staatlichen Museen zu Berlin“)
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tmah020 Stadtgeschichte aus Biographien
Um Damaskus als Zentrum der Gelehrsamkeit hervorzuheben, präsentierte Ibn Asakir (gest. 1176) Biographien bedeutender Persönlichkeiten in seiner "Geschichte von Damaskus". Als biographisches Lexikon ist sein Werk nicht nur ein wichtiges Nachschlagewerk, sondern vor allem ein Spiegel seiner Zeit und seiner Perspektive auf die Stadt. Warum und für wen Ibn Asakir sein Werk verfasste und wie es sich ins Genre der biographischen Lexika einreiht, erklärt uns Dr. Paula Manstetten, die Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist.
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tmah019 Die Osmanen II
Wir blicken auf die Zeit der Tanzimat (umfassender Reformen) ab 1839 und begleiten das Osmanische Reich bis zu seinem Ende nach dem Ersten Weltkrieg. Wie kam es zu den Reformen und welche Transformationen erlebte das sprachlich, kulturell und religiös vielschichtige Osmanische Reich im 19. und 20. Jh.? Einblicke gibt uns Prof. Dr. Christoph Neumann vom Institut für den Nahen und Mittleren Osten an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (Lehrstuhl für Türkische Studien).
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tmah018 Multaka: Treffpunkt Museum
Im Projekt "Multaka: Treffpunkt Museum" bilden vier Berliner Museen syrische und irakische Geflüchtete zu Guides fort, damit diese Führungen für andere Geflüchtete und Newcomer anbieten. Kostenlos und niedrigschwellig schaffen diese Führungen Raum, um sich über Migration, geteiltes Erbe und parallele Geschichte auszutauschen. Ursprünglich auf Arabisch angelegt, gibt es mittlerweile auch deutsche und englische Führungen und überhaupt erfreut sich das vom Museum für Islamische Kunst initiierte Projekt großer Beliebtheit. Wie das Projekt begann, expandiert und bei den Guides und dem Publikum ankommt, erzählt uns die Ko-Koordinatorin von Multaka, Salma Jreige.
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tmah017 Arabische Dichtung
Wir blicken ins 9. Jh.: Im Kontext der beiden Dichter Abu Tammam und Ibn al-Rumi, die den modernen Stil prägten, ergründen wir die Rolle der Arabischen Dichtung am Hof und für die Eliten. Wie sich arabische Dichtung entwickelte, wer für wen dichtete und warum Abu Tammam und Ibn al-Rumi besonders waren, erklärt uns Prof. Dr. Beatrice Gründler, Leiterin des Seminars für Arabistik an der Freien Universität Berlin.
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tmah016 Die Qajaren
Wie ging es im Iran unter den Qajaren (1789-1925) weiter? Wie entwickelten sich die Beziehungen zu den Großreichen Russland und Großbritannien und was veränderte die Verfassungsrevolution? Spannende Einblicke in die Geschichte und Gesellschaft unter den Qajaren bietet uns Prof. Dr. Christoph Werner, Professor für Iranistik am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien an der Philips-Universität Marburg (nunmehr an der Universität Bamberg).
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Im Gespräch mit WissenschaftlerInnen: Alles rund um die Kultur und Geschichte des Arabisch-/ Persisch-/ Türkisch - Islamischen Raumes.
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Nadja Danilenko
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