PODCAST · science
TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft
by Julia Hobohm, Tom Wilfer
Trash Talk ist der Podcast für alle Themen rund um die Abfallwirtschaft. DGAW-Vorständin Julia Hobohm und EUWID-Chefredakteur Tom Wilfer beleuchten ein Mal im Monat die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen rund um die Entsorgungs- und Recyclingbranche. Auch darüber hinausgehende Aspekte zur Kreislaufwirtschaft wie Produzentenverantwortung und „Design for Recycling“ werden diskutiert.Im zweiten Teil einer jeder Ausgabe gehen die beiden Moderatoren im Gespräch mit wechselnden Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf spezielle Sonderthemen rund um Abfall, Recycling und Kreislaufwirtschaft ein.Der Podcast richtet sich an alle, die sich für die Branche sowie die Themen Abfallwirtschaft, Recycling, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit etc. interessieren. Mögliche Interessenten finden sich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Behörden, Umweltverbänden.
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Folge 50: Circularity is a must – Vorschau auf die IFAT mit Johannes Kirchhoff und Stefan Rummel
50 Folgen TrashTalk – definitiv ein Grund zu feiern! Zum Beispiel auf der IFAT im Mai. Die weltgrößte Entsorgermesse ist daher im zweiten Teil DAS Thema. Zunächst blicken Julia und Tom aber auch in der Jubiläumsausgabe auf aktuelle Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft: Im Fokus stehen unter anderem das drohende Scheitern der Novelle der Gewerbeabfallverordnung im Bundesrat und die Kritik der Branchenverbände an der Blockadehaltung der Länder, mehrere Fälle illegaler Entsorgung großer Mengen belasteter Böden in Nordrhein-Westfalen sowie deren strafrechtliche Aufarbeitung. Außerdem geht es um Marktverwerfungen durch geopolitische Krisen, die weiterhin angespannte Lage der Kunststoffrecyclingindustrie in Europa, die überraschenderweise rückläufigen Zahlen von Insolvenzen im Entsorgungssektor sowie neue Ansätze bei Deponiekonzepten. Auch „kreative“ Geschäftsmodelle, bei denen die Verwertung von E-Schrott nur vorgetäuscht wird, werden genauso besprochen wie ein Fall drastischer Geldbußen für die unsachgemäße Entsorgung von batteriehaltigen Geräten, der schon eher zur Nachahmung empfohlen wird. In der zweiten Hälfte richtet sich der Blick dann auf das Branchenhighlight des Jahres: Gemeinsam mit Johannes Kirchhoff und Stefan Rummel sprechen Julia und Tom über die Anfang Mai anstehende IFAT in München. Themen sind unter anderem die inhaltlichen Schwerpunkte wie Textilrecycling und „Circularity is a must“, neue Formate sowie die zunehmende politische und internationale Bedeutung der zentralen Plattform für die Kreislaufwirtschaft, die sich auch in den Aussteller- und Besucherzahlen der Messe widerspiegelt. Zudem geben die Gäste Einblicke in strategische Überlegungen hinter der Messeentwicklung und erklären dabei, wie die Entscheidung zur Verkürzung auf vier Veranstaltungstage zustande kam. Das TrashTalk-Team freut sich auf den persönlichen Austausch zur IFAT und ist an den Ständen von DGAW und EUWID in Halle A6 zu finden! Oder haltet Ausschau nach unserem mobilen Podcast-Studio, der goldenen Tonne!
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Folge 49: „Wir brauchen einheitliche Abfallende-Regelungen für Altpapier“ – Romy Kölmel und Martin Drews im Gespräch
In der ersten Hälfte der aktuellen Folge dreht sich alles um neue rechtliche Rahmenbedingungen im Abfallbereich. Julia und Tom sprechen über Gesetzgebungsentwürfe, Rechtsgutachten und Forderungen nach weniger strengen Vorgaben. Konkret geht es um das vom Bundeskabinett beschlossene Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz. Welche Änderungen gab es im Vergleich zum vorherigen Entwurf? Und warum kommt Kritik von Entsorgern und Kommunen? Danach steht die erweiterte Herstellerverantwortung im Textilbereich im Fokus. Wer soll künftig sammeln? Wer zahlt? Und wie realistisch sind die diskutierten Sammelziele? Die beiden TrashTalker beleuchten unterschiedliche Gutachten, diskutieren die Idee einer gemeinsamen Herstellerstelle und schauen auf offene Punkte im angekündigten Eckpunktepapier des Bundesumweltministeriums. Außerdem geht es um die Forderung, die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm zu verschieben – und um die klare Ablehnung dieses Vorstoßes durch das Umweltministerium. Und ein bisschen Glanz gibt es ebenfalls: In Italien wurden 20 versehentlich entsorgte Goldbarren wiedergefunden – nicht in der Kloake, aber immerhin auf der Deponie. Im zweiten Teil rückt der TrashTalk gemeinsam mit Romy Kölmel vom bvse und Martin Drews vom Verband Die Papierindustrie den Stoffstrom Altpapier in den Mittelpunkt – ein Material, das wie kaum ein anderes für funktionierende Kreislaufwirtschaft steht. Mit einer Einsatzquote von über 80 Prozent ist Altpapier einer der wichtigsten Rohstoffe der deutschen Papierindustrie. Gleichzeitig lässt es sich über viele Zyklen hinweg recyceln. Doch der Markt verändert sich. Der Strukturwandel, sinkende Mengen grafischer Papiere, neue Materialmischungen und innovative Verbundverpackungen stellen Fabriken und Entsorger vor neue Herausforderungen. Im Gespräch erklären die beiden Experten, welche Qualitätsanforderungen wichtig sind und warum getrennte Erfassungssysteme ein entscheidender Erfolgsfaktor sind. Auch die unterschiedlichen Regelungen in Europa – etwa beim Thema Abfallende – kommen zur Sprache. Sie zeigen, warum ein „Schengen-Raum für Altpapier“ mehr wäre als nur ein schönes Bild. Die Folge macht deutlich: Der Papierkreislauf funktioniert. Aber er braucht klare Qualitätsstandards, praktikable Regulierung und eine europaweit konsistente Systematik im Umgang mit dem Rohstoff.
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Folge 48: „Beim Bioabfall kommt Qualität immer vor Quantität“ – Tanja Schweitzer von #wirfuerbio zu Gast
Das neue Jahr startet im TrashTalk mit einer Premiere! Einer musikalischen! Dafür muss man sich aber etwas gedulden. Bis zur Hälfte etwa. Vorher schauen Julia und Tom im ersten Teil noch auf die aktuellen Themen der Recycling- und Entsorgungsbranche. Im Fokus stehen dabei die zwischen kommunalen Entsorgern und der Privatwirtschaft kontrovers diskutierte Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung im Textilbereich, die Stimmungslage der Entsorgungsbranche für 2026 sowie das Winterpaket der EU-Kommission zur Stärkung des Kunststoffrecyclings. Nicht nur wegen des Geschenks aus Brüssel (und weiterer Präsente) gibt es einen Blick zurück auf Weihnachten: In der Londoner Kanalisation wurde rund um die Feiertage erneut ein riesiger Fettberg entdeckt. Ursache dafür: Falsch entsorgte Fette und Öle. Nach der versprochenen Musikeinlage geht es entsprechend eingestimmt auch im zweiten Teil um die Entsorgung von Lebensmittelabfällen aus Haushalten. Julia und Tom sprechen mit Tanja Schweitzer, Sprecherin der Kampagne #wirfuerbio, über die Herausforderungen und Erfolge der Bioabfallsammlung in Deutschland. Thema sind unter anderem die Entstehung und Entwicklung der mittlerweile bundesweit aktiven Kampagne, messbare Erfolge durch Tonnenkontrollen und Bioabfallanalysen sowie die besonderen Herausforderungen in Geschosswohnanlagen und touristisch geprägten Regionen. Schweitzer macht klar, dass bei der Sammlung von Bioabfall das Hauptaugenmerk auf der Qualität liegen muss. Erst wenn diese stimme, könnten Mengensteigerungen angestrebt werden. Beim Thema Fehlwürfe zeigt sie zudem auf, warum kompostierbare Bioabfallbeutel für viele Kompostierungsanlagen ein großes Problem darstellen.
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Folge 47: Wie KI die Transparenz bei Abfallströmen erhöhen kann – Benedict von Spankeren von Wasteer im Gespräch
In der letzten TrashTalk-Folge des Jahres starten Julia und Tom mit einem aktuellen Thema, das erstaunlich gut zur Weihnachtszeit passt: gestohlene Altspeisefette. Während in vielen Restaurants gerade besonders viel Bratenfett und Fritteusenreste anfallen, wird in der Entsorgungsbranche über organisierte Diebstähle, Millionenschäden und illegale Absatzwege diskutiert. Aber auch der Rückblick auf 2025 darf nicht fehlen. Für einige Abfallströme geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Außerdem konnten eine Reihe von lange diskutierten Gesetzesvorhaben abgeschlossen werden, an anderen Stellen bleiben politische Dauerbaustellen aber weiterhin offen. Diese sollen dann aber im neuen Jahr geschlossen werden. Apropos 2026! Die TrashTalker blicken natürlich auch voraus und freuen sich schon jetzt auf die IFAT, große Jubiläumsfeierlichkeiten und vor allem viel spannende Themen und Gäste! Im zweiten Teil sind Julia und Tom diesmal nicht im Online-Studio, sondern mitten in der Praxis – zu Gast in einer Müllverbrennungsanlage. Dort sprechen sie mit Benedict von Spankeren, Mitgründer und CEO von Wasteer, über eine Technologie, die für mehr Transparenz im bislang ziemlich intransparenten Abfallstrom sorgen soll. Es geht um die KI-gestützte Analyse von Anlieferungen, Störstofferkennung, Heizwertbestimmung und darum, warum gerade Lachgasflaschen ein immer größeres Problem für Anlagenbetreiber sind. Ein Gespräch über Daten, Bilder, Lernkurven – und darüber, wie Digitalisierung in der Entsorgungswirtschaft ganz konkret funktionieren kann.
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Folge 46: Schrott trifft Software – Max Lang über Innovationen und Generationswechsel in Recyclingunternehmen
In der ersten Hälfte der November-Folge gönnen sich Julia und Tom eine Extra-Runde „Remondis-Talk“ – und die fällt durchaus ausgiebig aus. Sie sprechen ausführlich über den Augustin-Eklat auf Linkedin sowie die ganz aktuell vom Kartellamt verhängten schärferen Auflagen für Deutschlands größten Entsorgungskonzern. Außerdem geht es unter anderem um den neuesten Stand zum ElektroG, das Hin und Her zum Verbot für Einweg-E-Zigaretten, ein Geschenk-Stollen in überraschender Größe und damit zusammenhängend die Frage: Ist ein „Christstollen to go“ eigentlich ein Fall fürs Einwegkunststofffondsgesetz? Zwischendurch will Tom „nur noch eins kurz sagen“ – mehrfach. Nur, um dann Nachrichten vorzulesen. Im zweiten Teil der aktuellen TrashTalk-Episode ist Maximilian Lang von Lang Recycling zu Gast – und der liefert einen tiefen Einblick in Generationswechsel, Unternehmenskultur und Zukunftsstrategien eines 130-jährigen Familienunternehmens. Mit Julia und Tom spricht er über neue Ideen wie die Online-Plattform Resphere, über den Wandel des Metallrecyclings und über die Stimmung sowie die Perspektiven in der Schrottbranche. Ein Gespräch über Tradition, Innovation und die Kunst, ein mittelständisches Recyclingunternehmen fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen.
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Folge 45: „Noch viele low hanging fruits in der Kreislaufwirtschaft“ – Gespräch mit Philipp Andree
In der neuen TrashTalk-Folge ist wieder einiges los: Julia und Tom plaudern über die großen und kleinen Aufreger der Abfallwirtschaft – von Remondis’ Ärger in Polen über Veolias Führungswechsel bis hin zu Christian Lindners neuem Nebenjob Abbruchbranche. Dazu ein echtes TrashTalk-Novum: die erste eingesendete Sprachnachricht! Der „intelligente Fehlwurf“ führt schnurstracks in eine Geschichte voller Mülltrenn-Missverständnisse, eigentlich gut gemeinter Entsorgungsvorhaben und daher umso schmerzhafterer Bußgelderfahrungen. Im zweiten Teil öffnet sich dann die „härteste Tür der Verbändelandschaft“: Zu Gast ist Philipp Andree, Geschäftsführer der Klimaschutz-Unternehmen. Mit ihm sprechen Julia und Tom über „low hanging fruits“ in der Kreislaufwirtschaft, über Unternehmen, die sich Klimaschutz auf die Fahnen schreiben – und darüber, warum sich nachhaltiges Handeln längst auch wirtschaftlich lohnt. Zum Abschluss hat Philipp Andree noch ein klares Plädoyer parat: mehr Mut, mehr Kommunikation – und bitte weniger erhobene Zeigefinger.
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Folge 44: „Wir müssen in Europa schneller werden“ – Nils Steinbrecher vom Batterierecycler Cylib zu Gast
Folge 44: „Wir müssen in Europa schneller werden“ – Nils Steinbrecher vom Batterierecycler Cylib zu Gast Die Politik ist aus der Sommerpause zurück und das betrifft direkt auch den Abfallsektor. Julia und Tom schauen daher im ersten Teil der aktuellen Folge zunächst auf das neue Batterierecht, das kurz vor der Verabschiedung im Bundestag noch an der ein oder anderen Stelle geändert wurde, sowie den Stand und die Diskussionen um die ElektroG-Novelle. Und auch die Neuordnung im Bundesumweltministerium, der die Abteilung für Kreislaufwirtschaft zum Opfer fiel, wird natürlich besprochen. Leider müssen auch illegale Abfalltransporte wieder thematisiert werden – in Niedersachsen gibt es umfangreiche Ermittlungen und im Fall, der nach Tschechien exportierten Abfälle gab es nicht nur Verhaftungen, sondern erste Rückführungen von Mengen nach Deutschland. Darüber hinaus arbeiten die TrashTalker peinliche Momente am Pfandautomaten auf und gehen der Frage nach, ob sich ein 750-Gramm-Christstollen zum To-Go-Verzehr eignet. Passend zur leicht verspäteten Umsetzung der EU-Batterieverordnung in nationales Recht geht es im zweiten Teil um die aktuelle Marktlage und die Aussichten im Batterierecycling. Nils Steinbrecher stellt im TrashTalk das auf die Verwertung von Lithium-Akkus spezialisierte Start-up Cylib vor. Er geht dabei auf die Herausforderungen bei der Planung und Finanzierung von Großanlagen ein und hebt die Bedeutung von Kooperationen mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette hervor. Außerdem macht er deutlich, an welchen Stellen Europa vor allem der asiatischen Konkurrenz noch hinterherhängt. Beim Aufbau einer europäischen Recyclingindustrie für Batterien komme es vor allem auf Geschwindigkeit an. Zu starre Regulierungsvorgaben sowie der Hang zu perfekten Lösungen könnten dabei hinderlich sein, warnt Steinbrecher.
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Folge 43: „Die EBV ist noch nicht der erhoffte Motor für die Kreislaufwirtschaft“ – Sandra Giern im Gespräch
In der Augustfolge von TrashTalk geht es trotz Sommerferien alles andere als gemächlich zu. Julia und Tom arbeiten sich gewohnt munter durch die großen Themen der Abfall- und Entsorgungswirtschaft: von der Debatte um die Verschiebung der EU-Verpackungsverordnung über die jüngste Hektik bei der Umsetzung des Batterie-Anpassungsgesetzes bis hin zu Insolvenzen im Kunststoffrecycling. Auch kuriose Geschichten fehlen nicht – etwa Drogenfunde auf Berliner Recyclinghöfen oder ein Flughafen, der Urlauber mit gebrauchten Luftmatratzen und Aufblastieren versorgt. Im zweiten Teil wird es dann „staubtrocken“, aber nur dem Thema nach. Denn Sandra Giern, Geschäftsführerin beim Gesamtverband Schadstoffsanierung, zeigt, wie spannend mineralische Abfälle sein können. Sie ordnet die Zahlen zum Recycling und der Verwertung des größten Abfallstroms ein, spricht über die größten Herausforderungen beim Baustoffrecycling, über die Tücken der Ersatzbaustoffverordnung und warum ohne verlässliche Abnehmer kein Markt für Recyclingmaterialien entsteht. Giern macht klar: Zwischen politischem Anspruch und Realität klafft noch eine große Lücke – und gerade deshalb ist es höchste Zeit, Regularien zu entschlacken und das Recycling in der Bauwirtschaft voranzubringen.
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Folge 42: „Jede Industrie sollte selbst in die Verantwortung gehen“ – Burkhard Stork vom ZIV zu Gast
Auch in der neuen Folge von TrashTalk kommen die wunderbare Julia und (der tolle) Tom nicht am altbekannten Krisentrio der Abfallwirtschaft vorbei. Im ersten Teil blicken sie daher auf die Probleme im Kunststoffrecycling, die sich unter anderem im Rückzug von Veolia aus diesem Bereich in Deutschland zeigen, sprechen über die schwierige Lage bei der Sammlung und Sortierung von Alttextilien und über immer lauter werdende Forderungen nach finanzieller Unterstützung. Wegen der hohen Zahl an Bränden haben sich zudem Verbände der Entsorgungswirtschaft erneut mit einem dringenden Appell an die Politik gewandt. Außerdem gibt es ein Thema, das beim „Ruhepol der Abfallwirtschaft“ gehörig für Puls gesorgt hat – und eine neue Rubrik. Und noch vieles mehr. Im zweiten Teil der aktuellen Episode ist Burkhard Stork vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) zu Gast. Er erklärt im Gespräch mit Julia und Tom, wie die Fahrradindustrie zur Kreislaufwirtschaft steht, welche steigenden regulatorischen Anforderungen – unter anderem zur Herstellerverantwortung – infolge des Wandels zum E-Bike bewältigt werden müssen und warum die Mitsprache der Hersteller sowie der in Rücknahme und Handling der entsorgten Akkus beteiligten Akteure sichergestellt sein muss. Der Fahrradexperte verrät außerdem, wie lange Akkus aus E-Bikes halten (Spoiler: deutlich länger als ursprünglich erwartet), welche Vorgabe der Batterieverordnung der Branche große Bauchschmerzen bereitet und welches Material bei der Entsorgung von Fahrrädern weiterhin als Sorgenkind gilt. Zumindest Tom hat viel gelernt – zum Beispiel, dass er dank des wachsenden Refurbishment-Sektors auch günstig an ein E-Bike kommen kann. Und er weiß jetzt dank Julia auch, wo er im Fall der Fälle defekte oder nicht mehr nutzbare Akkus abgeben kann. Dass die Formel n + 1 immer die richtige Antwort auf die Frage nach der benötigten Anzahl an Fahrrädern ist, dürfte jetzt ebenfalls klar sein. Viel Spaß beim Hören! Und auf dem Rad natürlich auch – egal ob mit oder ohne elektrische Unterstützung.
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Folge 41: (Fast) alles über Knettenbrech + Gurdulic – Christoph Haub (erneut) zu Gast
In der aktuellen Folge beschäftigt sich der TrashTalk ausführlich mit Knettenbrech + Gurdulic – einem der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Entsorgungsbranche. Im zweiten Teil ist nämlich mit Christoph Haub einer der Geschäftsführer von K+G zu Gast. Mit Julia und Tom spricht er über die rasante Entwicklung des Entsorgers – vom Ein-Mann-Betrieb im Gründungsjahr 2001 bis zu einer Unternehmensgruppe mit 2.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 400 Mio € – und berichtet dabei über Meilensteine und Erfolgsfaktoren. Außerdem macht er deutlich, dass die Entwicklung damit noch längst nicht beendet ist: Wachstum steht bei Knettenbrech + Gurdulic in den nächsten Jahren weiter auf der Agenda – auch durch Übernahmen und die Gründung von PPP-Gesellschaften. Im ersten Teil der neuen Folge geht es kurz auch um die Konkurrenz von K+G, denn sowohl Remondis als auch Prezero konnten ihre Umsätze im letzten Jahr steigern. Ausführlicher sprechen die beiden TrashTalker über die Pläne der neuen Bundesregierung im Bereich der Kreislaufwirtschaft. So hat Bundesumweltminister Carsten Schneider ein Sofortprogramm angekündigt. Während die konkrete Ausgestaltung hier noch offen ist, wurde die Neufassung des Batterierechts schon vorangetrieben – nicht nur zur Freude der betroffenen Akteure. Weitere Themen sind die Prognose zur Entwicklung des chemischen Recyclings von Roland Berger, Erfolge der spanischen Polizei im Kampf gegen illegale Müllexporte sowie erneut Weltraumschrott, dessen Bedeutung nun endlich auch auf höchster politischer Ebene angekommen ist.
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Folge 40: „Der Jutebeutel ist auch Nachhaltigkeit, aber nicht die Lösung“ – EEW-Chef Timo Poppe zu Gast
Verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit für Unternehmen und einen stärkeren Fokus auf wirkungsvolle Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel – dafür spricht sich Timo Poppe in der aktuellen Folge des TrashTalk aus. Der Chef des Müllverbrenners EEW fordert unter anderem mehr Unterstützung und Tempo bei der Umsetzung von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid. Andernfalls könnte Deutschland bei CCS und CCU den Anschluss verlieren. Außerdem erklärt er, welche Expansionsmöglichkeiten sich für EEW in Europa ergeben könnten, wenn denn endlich mal ein EU-weites Deponierungsverbot für unbehandelte Siedlungsabfälle kommen würde. Spoiler: In Rumänien eher nicht. Poppe macht zudem deutlich, warum es aktuell Probleme beim Hochlauf der Klärschlammverbrennungsaktivitäten gibt und dass sich bei der Phosphorrückgewinnung noch kein Verfahren durchgesetzt hat. Weitere Themen sind neue Geschäftsfelder von EEW im Energiebereich und ein Blick nach China, dass aus Sicht von Poppe bei Technologien und Umweltstandards Deutschland schon deutlich voraus ist. Im ersten Teil der aktuellen Folge schauen Julia und Tom auf den Fortschritt der Kreislaufwirtschaft. Dieser bleibt trotz aller Bekenntnisse, Versprechungen sowie ambitionierter Zielsetzungen und Strategien hinter den Erwartungen zurück. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse des aktuellen Circularity-Gap-Reports hin, der für das letzte Jahr einen rückläufigen Anteil von Rezyklaten am weltweiten Rohstoffverbrauch ausweist. Voran geht es hingegen bei den Bestrebungen von Remondis, mittels Übernahmen weiter zu wachsen. Zuletzt war der größte deutsche Entsorgungskonzern vor allem international wieder sehr aktiv. Gleichzeitig ist Remondis genau wie viele andere Entsorger mit einer weiter hohen Zahl an Bränden in Entsorgungsfahrzeugen und Anlagen konfrontiert. Die beiden TrashTalker thematisieren neue (und alte) Forderungen der Entsorgerverbände im Kampf gegen die Brandrisiken und Julia betont erneut, dass man hierbei nicht nur Batterien, sondern vor allem auch falsch entsorgte batteriehaltige Geräte in den Blick nehmen muss. Weitere Themen sind die ebenfalls unverändert schwierige Lage auf dem Markt für Alttextilien, die fortschreitenden Diskussionen um die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für diesen Stoffstrom sowie die Vorschläge für ambitioniertere Recyclingquoten im Verpackungsbereich.
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Folge 39: „In der Kreislaufwirtschaft geht der Punk ab“ – Gespräch mit Nadine Warkotsch vom Bifa Umweltinstitut
Der TrashTalk platzt im April regelrecht vor Themen: Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD, die Reaktionen darauf, ein Strategiepapier der DGAW zur Zukunft der Kreislaufwirtschaft in der EU, verfehlte Ziele beim Kunststoffrecycling – und überall geht es auch um das chemische Recycling! Außerdem sprechen Julia und Tom in der ersten Hälfte über die gescheiterte Übernahme der Salzgitter-AG unter anderem durch Remondis, neue Anlagen und Projekte im Batterierecycling, Kartellstrafen in dreistelliger Millionenhöhe für Automobilkonzerne wegen Absprachen beim Recycling und die Rückführung mutmaßlich illegal exportierter Abfälle aus Tschechien nach Bayern. Eine große Bandbreite an Themen deckt auch der zweite Teil der aktuellen Folge ab: Dort berichtet nämlich Nadine Warkotsch vom Bifa Umweltinstitut über die Arbeit, die Schwerpunkte und die Herausforderungen des „Bayerischen Instituts für Abfall“ – und warum das Spektrum mittlerweile weit über den Abfallbereich hinausgeht. Die Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des Bifa macht deutlich, dass man in der Kreislaufwirtschaft bei fast allen Stoffströmen hinter den eigentlichen Zielsetzungen zurückbleibt und mit wenigen Ausnahmen geschlossene Kreisläufe bei weitem noch nicht erreicht sind. Es mangele aber nicht an Technologien, sondern an der Verknüpfung dieser miteinander sowie dem Einsatz an der richtigen Stelle der Wertschöpfungskette. Dabei müsse auch chemisches Recycling immer mitgedacht werden, aber vielleicht in anderen Größenordnungen oder Anwendungsbereichen. Grundsätzlich plädiert Warkotsch für Verlässlichkeit und Planbarkeit, um die wachsende Komplexität bewältigen zu können. Außerdem erklärt sie, warum es sowohl Kooperationen als auch eine positive optimistische Grundeinstellung braucht, um Projekte voranzubringen.
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Folge 38: „Entsorger müssen sich besser verkaufen“ – Nadine Speidel von GlobalFlow zu Gast
Fast schon traditionell bietet der TrashTalk im März Frauen aus der Entsorgungswirtschaft eine besondere Bühne. In diesem Jahr war Nadine Speidel zu Gast. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens GlobalFlow und sitzt seit 2022 auch im Vorstand des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungswirtschaft. Im zweiten Teil der aktuellen Folge berichtet sie über ihre Erfahrungen in der Branche und erklärt, an welchen Stellen das Verständnis für die Kreislaufwirtschaft gewachsen ist und warum monetäre Aspekte nicht mehr die einzige Rolle spielen. Entsorgern empfiehlt sie einen selbstbewussteren Auftritt im Verkauf ihrer Dienstleistungen sowie eine engere Kooperation der einzelnen Akteure über ihre jeweiligen Nischen hinweg. Von der Politik wünscht sie sich vor allem einen besseren Vollzug. Um die manchmal besonderen Herausforderungen für Frauen und Mütter in der Entsorgungswirtschaft zu verdeutlichen, berichtet sie außerdem was passieren kann, wenn das Baby mitten im Geschäftstermin auf einem Schrottplatz ganz plötzlich ganz großen Hunger verspürt. Im ersten Teil der neuen Folge ging es ebenfalls um temporäre Arbeitsniederlegungen. Julia und Tom schauen nämlich kurz auf die Streiks bei der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst. Großes Thema waren darüber hinaus mögliche Beschränkungen von Abfallexporten aus der EU. Während bei einer Reihe von Stoffströmen viele Nicht-OECD-Staaten doch noch rechtzeitig die notwendigen Anträge für weitere Importe bei der EU eingereicht haben, wurde für Schwarzmasse aus der Verarbeitung von Altbatterien ein Exportstopp ab Ende 2026 beschlossen. Außerdem ging es mal wieder um die geringen Mengen in der E-Schrottsammlung, die in einer Umfrage ermittelten Gründe für die oftmals unsachgemäße Entsorgung der Altgeräte, rechtlich widerstreitende Ansichten zur gewerblichen Alttextilsammlung und Kokain in der Müllverbrennung.
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Folge 37: „Weltraumschrott kann die nächste Klimakatastrophe sein“ – Gespräch mit Sebastian Hesselbach
Hoch hinaus ging es im Februar im TrashTalk! Julia und Tom hatten nämlich mit Sebastian Hesselbach einen echten Experten für das Thema Weltraumschrott im zweiten Teil ihres kleinen Familienpodcasts zu Gast. Er behält am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Weltraumlage im Blick und kann daher eindrücklich erklären, was die Ursachen für die wachsenden Mengen unkontrolliert im Erdorbit umherfliegender Teile sind und wie groß das Problem mittlerweile tatsächlich schon ist – „In manchen Bereichen ist es schon fünf vor zwölf!“. Er macht deutlich, mit welch gravierenden Folgen man auch auf der Erde rechnen muss, wenn der befürchtete Kipppunkt beim Weltraumschrott erreicht und die Lage im Weltall daher unkontrollierbar wird. Um das zu verhindern, seien vor allem internationale Kooperationen nötig, betont Hesselbach. Und genau wie beim Klimaschutz müsse man auch hier nur auf den ersten Blick kostspielige Maßnahmen ergreifen, um später noch viel gravierendere wirtschaftliche Schäden zu vermeiden. Im ersten Teil der aktuellen Folge widmeten sich die beiden TrashTalker aktuellen irdischen Problemen der Kreislaufwirtschaft. So liefert eine aktuelle Studie zur Verfügbarkeit von Kunststoffrezyklaten alarmierende Ergebnisse: In Europa könnten schon in wenigen Jahren Millionen Tonnen fehlen, um die ehrgeizigen Ziele zum Einsatz von Rezyklaten zu erreichen. Passenderweise gibt es bei der Novelle der europäischen Altautoverordnung bereits Vorschläge die Vorgaben abzuschwächen. Bei der Bekämpfung des Litterings über den Einwegkunststofffonds stocken die Fortschritte ebenfalls. Bisher haben sich nämlich deutlich weniger Hersteller registriert als erwartet. Für Gesprächsstoff sorgt weiterhin der geplante Einstieg von TSR bei der Salzgitter AG. Zusammen mit der Papenburg AG hat die Remondis-Tochter ein Angebot zur Übernahme der Mehrheitsanteile des Stahlkonzerns abgegeben – die Begeisterung darüber hält sich bei Gewerkschaften genau wie bei der mittelständischen Konkurrenz in Grenzen. Im Blaulicht-Teil der Folge geht es dieses Mal um Abfälle, die wegen fehlender Notifizierung aus Tschechien zurück nach Deutschland gebracht wurden, und um einen gestoppten Gefahrgut-Lkw, der nicht für die Beförderung von Sondermüll zugelassen war, dessen A-Schild am Heck aber immerhin handgemalt war.
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Folge 36: Britta Bookhagen von der DERA zum Potenzial von Recyclingrohstoffen im Metallbereich
Der TrashTalk startet ins vierte Jahr! Und zwar wie gewohnt mit einem breiten Mix an Themen: So staunen Julia Hobohm und Tom Wilfer nicht nur über eine auf einer Mülldeponie vergrabene Computerfestplatte und den darauf befindlichen Millionenschatz, sondern schauen vor allem auf die hitzigen Diskussionen rund um den Handel mit Sekundärrohstoffen. Denn zum einen fordern Akteure wie Remondis und Werner & Mertz strengere Kontrollen und Auflagen für importierte Kunststoffrezyklate aus Asien. Zum anderen sprechen sich die europäischen Dachverbände der Stahl- und Aluminiumindustrie für Exportbeschränkungen aus. Letzteres stößt natürlich auf scharfen Widerspruch der Recycler. Um Sekundärrohstoffe aus dem Metallbereich geht es auch im zweiten Teil der Folge. Dort berichtet Britta Bookhagen von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) über die Ergebnisse und Empfehlungen der Dialogplattform Recyclingrohstoffe. Sie macht dabei deutlich, dass bei der Bewertung des Recyclingpotenzials vor allem die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen muss, zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und zur Reduzierung von Rohstoffabhängigkeiten das Recycling aber auch strategisch von Bedeutung sein kann. Bei der Diskussion um Beschränkungen des internationalen Handels spricht sich Bookhagen für eine differenzierte Betrachtung aus. Die Expertin der DERA macht darüber hinaus deutlich, dass die Datenlage für Recyclingrohstoffe noch sehr schlecht sei und so der Status Quo des Recyclings für viele Metalle noch gar nicht bekannt sei.
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Folge 35: The big Jahresrückblick 2024!
Ein aufregendes und in vieler Hinsicht ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch in der Recycling- und Entsorgungswirtschaft ist viel passiert! In der neuen Folge blickt der TrashTalk daher auf 2024 zurück. Und zwar groß! Große Themen! Große Messen! Große Zahlen – von zehn Tonnen, über zehntausend Downloads bis zu zehn Mal hunderttausend Besucher! Und erst recht großartige Gäste mit noch großartigeren Zitaten! Ihnen und vor allem auch den vielen treuen Hörern senden Julia und Tom einen großen Dank! Unbedingt reinhören, bevor es dann im neuen Jahr groß weitergeht.
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Folge 34: Saubermacher-Gründer Hans Roth über mutige Entscheidungen
Das Jahr neigt sich zwar dem Ende zu, die Themen gehen dem TrashTalk aber noch lange nicht aus. In der neuen Folge haben Julia Hobohm und Tom Wilfer wieder eine kleine, aber feine Auswahl getroffen: So schauen sie etwa auf das Übernahmeangebot, welches die Remondis-Tochter TSR gemeinsam mit der Papenburg AG für den Stahlkonzern Salzgitter abgeben will und erklären, welche Rolle dabei auch die im Kupferrecycling tätige Aurubis AG spielen könnte. Ein weiteres Thema ist eine vom Umweltbundesamt veröffentlichte Studie, in der das chemische Recycling mit mechanischen Recyclingverfahren sowie der Verbrennung verglichen wird. Die Ergebnisse sind für Experten wahrscheinlich wenig überraschend, die von einigen Seiten weiter vehement geführte Diskussion dürfte dadurch aber weiterhin angeheizt werden. Nur am Rande gingen die beiden TrashTalker auf das Ende der Ampel-Regierung und die Neuwahlen im Februar ein. Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie soll noch beschlossen werden, für die im Abfallbereich geplanten Gesetzgebungsprojekte, wie etwa die ElektroG-Novelle, dürfte die Zeit jedoch nicht mehr reichen. Apropos Zeit: Etwa 30 Stunden davon nahmen sich zahlreiche Helfer für die Suche nach einem Diamantring auf einer Mülldeponie in Thailand. Mit was? Mit Erfolg! Noch viel länger in der Abfallwirtschaft tätig (viel, viel länger sogar!) ist der Gast der aktuellen Folge: Hans Roth. Der Gründer der Saubermacher Dienstleistungs AG berichtet im TrashTalk über die Anfänge des Unternehmens Ende der 70er Jahre, welche mutigen Entscheidungen es für die erfolgreiche Entwicklung bedurfte und unter welchen Rahmenbedingungen die Abfallentsorgung damals noch stattfand. Außerdem verrät er, was ihn motiviert und warum er noch täglich im Büro anzutreffen ist. Weitere Themen in der zweiten Hälfte der aktuellen Folge sind die Herausforderungen und Besonderheiten der österreichischen Entsorgungswirtschaft – hier äußert sich Hans Roth auch ausführlich zum Kartellfall und der Rolle von Saubermacher dabei. Zudem erklärt er, warum österreichische Entsorger in Deutschland kaum bis gar nicht tätig sind und um welchen „Gefallen“ ihn Norbert Rethmann in diesem Zusammenhang gebeten hat.
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Folge 33: Uwe Feige über Konzentrationstendenzen und weitere Herausforderungen für kommunale Entsorger
Im goldenen Oktober wartet der TrashTalk erneut mit einem bunten Strauß an Themen auf. Während die Laune bei Julia und Tom gewohnt gut ist, leidet die Entsorgungsbranche zunehmend unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So spitzt sich die Lage auf dem Alttextilmarkt weiter zu. Für Sammelmengen finden sich immer weniger Absatzwege – die Preise sinken weiter und die Liquiditätslage bei den Unternehmen wird immer enger. In Folge dessen musste mit Soex bereits ein großer Sortierer Insolvenz anmelden. Zu den weiteren Themen gehört unter anderem die Klage gegen Exxon Mobil in Kalifornien wegen möglicher Täuschung beim chemischen Recycling sowie die bevorstehende Entscheidung des Kartellamtes über eine Ausweitung der Vorgaben für Remondis. Hintergrund sind die hohen Marktanteile des Rethmann-Konzerns bei der Abfallsammlung sowie die sinkende Zahl von bietenden Unternehmen bei Ausschreibungen. Um den eingeschränkten Wettbewerb auf dem Entsorgungsmarkt und den deutlichen Rückgang eingehender Angebote bei öffentlichen Ausschreibungen ging es auch im zweiten Teil der aktuellen Folge. Denn Konzentrationstendenzen im Markt sind aus Sicht von Uwe Feige eine der fünf großen Herausforderungen der kommunalen Abfallwirtschaft. Als Marktregulativ seien daher oftmals kommunale Kooperationen notwendig, machte der VKU-Vizepräsident für Abfallwirtschaft deutlich. Als weitere Herausforderungen für kommunale Entsorger verweist er auf Personalengpässe, steigende Kosten in verschiedenen Bereichen sowie die wachsenden Anforderungen – einerseits aus der Rechtssetzung, andererseits bedingt durch Bestrebungen zu mehr Nachhaltigkeit. Wie man diesen Herausforderungen begegnen kann, zeigt das umfassende Dienstleistungsangebot des Kommunalservices Jena, dem Feige bereits seit über 30 Jahren als Werkleiter vorsteht. Kommunale Unternehmen könnten dabei auch untereinander viel von den jeweiligen Erfahrungen profitieren, so Feige, denn „gut geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht“.
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Folge 32: „Wir brauchen einen Marshallplan für die Zukunft“ – Gespräch mit Marcus Vitt
Die neue Folge von TrashTalk ist online! Im September sprechen Julia und Tom über eine aktuelle Studie zur globalen Plastikverschmutzung (Elefanten wiegen übrigens doch drei bis sechs Tonnen und nicht wie von den beiden Fauna-Experten geschätzt nur eine Tonne). Dazu passend (oder auch nicht) geht es auch um die von Capri Sun gestartete Petition zur Rückkehr des Plastikstrohhalms. Auch die Diskussion um die geplante Ökologisierung der Lizenzentgelte im Verpackungsgesetz hat in erster Line etwas mit Kunststoffen zu tun. Weiter weg (nicht nur räumlich) ist hingegen das Weltraumgesetz, welches sich auch dem Problem des zunehmenden Weltraumschrotts widmet. Schrott entsteht auch, wenn man Elektrogeräte nicht mehr braucht. Tom berichtet, welche Geräte er im Supermarkt (endlich!) abgegeben hat, und Julia erklärt, wie es bei der Sammlung von Kleinstgeräten in der LiLa-Tonne vorangeht. Um Schrott geht es auch im „Waste and Crime“-Teil der September-Folge. Im zweiten Teil der Episode haben die beiden TrashTalker Marcus Vitt zu Gast. Mit dem Vorstand der Privatbank Donner & Reuschel sprechen sie über die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeitsprojekten bei der Vermögensverwaltung. Er erklärt dabei auch, warum Investitionen in nachhaltige Lösungen auch bessere Renditen bringen und welche Probleme es bei nachhaltigen Anlagenprojekten in Deutschland gibt. Die schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen würden die Planbarkeit von Projekten einschränken und sich auch negativ auf die Investitionssicherheit auswirken. Vitt plädiert daher dafür, den deutschen Standort wieder „sexy“ zu machen und fordert außerdem einheitliche europäische Wettbewerbsbedingungen.
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Folge 31: Unternehmen brauchen Unterstützung bei der Transformation zur Kreislaufwirtschaft – Christoph Petri vom DIHK
Auch im August wirft der TrashTalk einen Blick auf das aktuelle Geschehen rund um die Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft. Dafür melden sich Julia und Tom sogar aus dem Urlaub. Im ersten Teil der neuen Folge schauen die beiden auf die immer größer werdende Krise bei der Verwertung von Alttextilien, die langen Verfahren bei Genehmigungen von neuen Anlagen und bei der Notifizierung von grenzüberschreitenden Abfallverbringungen. Ein kurzer Blick geht auch auf die Verschiebungen bei einigen zuvor groß angekündigten Projekten für das Recycling von Lithium-Akkus sowie das Mahnschreiben aus Brüssel, das die Bundesregierung wegen der deutlich verfehlten Zielvorgaben bei der Sammlung von Altgeräten in Deutschland erhalten hat. Apropos Müllsammlung: Auch die groß angekündigte „Revolution“ in New York ist natürlich Thema. Im zweiten Teil widmet sich der TrashTalk wie angekündigt erneut der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Christoph Petri vom DIHK erklärt, warum die im Entwurf des Bundesumweltministeriums angekündigten Zielvorgaben aus Sicht der Unternehmen sehr ambitioniert sind, warum es große Sorgen vor zusätzlicher Bürokratie gibt und welche Chancen und Herausforderungen mit digitalen Produktpässen verbunden sind. Darüber hinaus erläutert der DIHK-Referatsleiter für Kreislaufwirtschaft, Umwelt- und Rohstoffpolitik, welche Branchen mehr Chancen durch die angestrebte Transformation zu mehr Kreislaufwirtschaft sehen, welche damit eher Risiken verbinden und warum vor allem kleinere Unternehmen mehr Unterstützung benötigen.
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Folge 30: Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Circularity made in Germany? – Indra Enterlein vom NABU im Gespräch
Der lang ersehnte Entwurf für die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie ist Thema der neuen TrashTalk-Folge. Julia Hobohm und Tom Wilfer haben sich die Vorschläge des Bundesumweltministeriums genau angeschaut. Sie besprechen die grundlegenden Ziele zur Einsparung von Rohstoffen, zur Steigerung des Rezyklatanteils sowie zur Reduzierung des Abfallaufkommens und beleuchten auch einzelne Maßnahmen aus den Bereichen Kunststoffe und Bau. Da die Frist für offizielle Stellungnahmen zum Entwurf der NKWS bereits abgelaufen ist, war natürlich auch Raum und Zeit für einen Blick auf erste Reaktionen. Angesichts von insgesamt über 180 Stellungnahmen aus allen Wirtschaftsbereichen, von NGOs und Gewerkschaften legten Julia und Tom den Fokus aber zunächst auf Kritik und Forderungen der Entsorgerverbände. Die Sichtweise eines Umweltverbandes auf die Kreislaufwirtschaftsstrategie lieferte dann im zweiten Teil der aktuellen Folge Indra Enterlein. Die Leiterin des Bereichs Ressourcenpolitik beim Naturschutzbund Deutschland machte deutlich, dass zur Erreichung der durchaus ambitionierten Ziele der NKWS in vielen Bereichen noch konkretere Maßnahmen erforderlich sind. Generell sei es wichtig, dass die Abfallhierarchie ernster genommen wird und Hersteller bei der Gestaltung und Produktion stärker im Sinne der Kreislaufwirtschaft in die Verantwortung genommen werden. Angesichts der hohen Komplexität der Strategie und der verschiedenen Wechselwirkungen müsse zudem darauf geachtet werden, dass die getroffenen Maßnahmen nicht in Konflikt zu anderen Regelungen und Zielsetzungen stehen.
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Folge 29: „Kreislaufwirtschaft muss mehr als Wirtschaft gedacht werden“ – Christina Dornack und Katharina Reuter zu Gast
Nach einer kleinen Pause im Anschluss an die IFAT ist der TrashTalk zurück! Und auch in der aktuellen Folge durften Julia Hobohm und Tom Wilfer wieder hochkarätige Gäste begrüßen. Professorin Christina Dornack von der TU Dresden und Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Nachhaltige Wirtschaft, erklärten im Gespräch, warum sich viele Unternehmen bei der Transformation zur Kreislaufwirtschaft und bei der Nutzung von zirkulären Geschäftsmodellen noch schwer tun, warum klassische Industrieverbände ihre Rolle als Bremser auch im Sinne ihrer Mitgliedsunternehmen aufgeben sollten und welche Rolle mangelnde Informationen zur Kreislaufwirtschaft bzw. fehlende Spezialisten aus diesem Bereich spielen. Zur Stärkung des Rezyklateinsatzes plädieren die beiden Expertinnen für eine Steuer auf Primärrohstoffe, eine stärker auf Sekundärrohstoffe ausgerichtete öffentliche Beschaffung und die Einführung eines Recyclinglabels. Für eine längere Nutzungsdauer von Produkten im Sinne der Rohstoffschonung sprechen sie sich außerdem unter anderem für einen bundesweiten Reparaturbonus sowie Sharing-Modelle aus. Das Gespräch fand Anfang Juni im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Infoseminars „Erfahrungsaustausch Kommunale Abfallwirtschaft“ der auf Umwelt- und Abfallrecht spezialisierten Kanzlei GGSC in Berlin statt. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die Einladung! Apropos Recht und Einladung! Das Bundesumweltministerium hat kürzlich eine Reihe von Gesetzesentwürfen im Abfallbereich veröffentlicht und interessierte Kreise um Stellungnahmen gebeten. Gute Überleitung hin oder her – Julia und Tom beleuchten jedenfalls in der ersten Hälfte der neuen Folge die Diskussion rund um die geplanten Änderungen der Gewerbeabfallverordnung sowie des ElektroG. Dem lang ersehnten, aber leider erst nach der Aufnahme veröffentlichtem Entwurf zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie widmet sich der TrashTalk dann definitiv in einer der kommenden Folgen. Der Bericht samt Bild von der Upcycling-Kunst auf der IFAT findet sich wie versprochen hier: https://www.euwid-recycling.de/news/wirtschaft/from-waste-to-art-upcycling-kunst-auf-der-ifat-030624/
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IFAT-Spezial 2024 Folge 5 – Rückblick auf Rekordmesse (drinnen wie draußen)
IFAT-Spezial 2024 Folge 5 – Rückblick auf Rekordmesse (drinnen wie draußen) Zum Abschluss der Messe ziehen Julia und Tom das Fazit zu einer überaus gelungenen IFAT. Dafür waren am letzten Tag wieder zwei gut gelaunte und (fast schon) euphorische Gesprächspartner zu Gast. Im ersten Teil berichtet BDE-Pressesprecher Bernhard Schodrowski über den Aufwand bei Planung und Aufbau der Messestände des Verbandes, die Highlights der Messe, den trotz der Größe der Veranstaltung immer noch spürbaren familiären Charakter der Branche, die in dieser Woche gelaufenen Kilometer und warum er die Hoffnung auf einen Besuch der Messe durch den Bundeskanzler noch nicht aufgegeben hat. Die nächste IFAT wird er nach seinem Ende Juli anstehenden Ausscheiden beim BDE zwar nur noch als Gast besuchen, den Termin hat er aber schon fest notiert. Die Übernachtung im Wohnmobil ist dabei auch schon fix. Dass sich der „Campingplatz“ der Messe während der IFAT wachsender Beliebheit erfreut, wusste auch Stefan Rummel zu berichten. Hier wurde nämlich genau wie bei Gesamtfläche und Besucherzahl ein neuer Rekord vermeldet. In seinem Fazit blickt der Geschäftsführer der Messe außerdem auf eine Woche mit guter Stimmung und viel Optimismus zurück. Die nächste IFAT findet tatsächlich vom 4. bis zum 8. Mai 2026 statt. Wir freuen uns schon sehr!
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IFAT-Spezial 2024 Folge 4 – Über Netzwerke, Mineralik-Lords, Influencer und ganz viel gute Laune
Tag vier auf der IFAT – Sonderfolge Nummer vier vom TrashTalk! Trotz wachsender Müdigkeit und hier und da mittlerweile strapazierten Stimmen ist die Stimmung nicht nur bei Julia und Tom weiterhin bestens. Das zeigt sich natürlich auch in den verschiedenen Gesprächen, welche die TrashTalker für die heutige Folge geführt haben. Drei an der Zahl waren es dieses Mal und einen Gute-Laune-Bonus gab es noch dazu. Im ersten Gespräch stand Lukas Fast trotz arg ramponierter Stimmbänder Rede und Antwort. Der Vertriebsleiter von Logex spricht über Sinn und Zweck von Kooperationen im Mittelstand, Projekte zur Förderung der Zusammenarbeit und die Herausforderungen der Unternehmen bei der Suche nach neuem Personal. Wie man durch den Gewinn des im Rahmen der IFAT vom bvse verliehenen „Grünen Engels“ vom „Mineralik-Nerd“ zum „Mineralik-Lord“ erfahrt ihr im zweiten Gespräch mit Martin Krausewitz. Der Betriebsleiter der HDB Recycling GmbH berichtet über die beeindruckenden Ausmaße der Anlage zur Mineralikaufbereitung des Unternehmens, seine Eindrücke von der Messe sowie Bestrebungen zur technischen Weiterentwicklung im Rahmen von Forschungsvorhaben. Außerdem erklärt er, warum er ein Fan der Ersatzbaustoffverordnung ist. Einen ganz besonderen Gast durften Julia und Tom im dritten Gespräch der aktuellen Folge begrüßen: Helmbert! Der vor allem von Tiktok bekannte Influencer berichtet von seinen Erlebnissen auf der Messe, den Erfahrungen und Schwierigkeiten bei der Entsorgung von Batterien und vor allem batteriehaltigen Kleingeräten und erklärt, welche wertvollen Tipps man bei „Googel“ und auch in der Applikation der IFAT finden kann. Überrascht war Helmbert jedoch über die Mülltrennung auf dem Messegelände. Und da nicht nur das Gespräch mit Helmbert von viel guter Laune gekennzeichnet war, freuen wir uns sehr, dass wir am Ende der Folge noch das schönste Lachen der IFAT präsentieren können.
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IFAT-Spezial 2024 Folge 3 – Maskottchen, Veranstaltungen und überraschende Gespräche
Abendveranstaltungen, Maskottchen und ganz viele Treffen und Diskussionen auf der und rund um die Messe – Julia und Tom haben weiterhin viel Spaß. Nach dem kurzen Intro durften die beiden TrashTalker für die aktuelle Folge gleich mehrere spannende Gesprächspartner in der aktuellen Folge begrüßen. Zunächst war Axel Subklew von der Initiative „Mülltrennung wirkt“ zu Gast. Er berichtet von den aktuellen Projekten und Maßnahmen der Initiative zur Verbesserung der Abfalltrennung – also zum Beispiel, wie man den Trennbären bestellen kann oder über die auf der Messe geführten Diskussionen zur Steigerung der Trenndisziplin bei Verbrauchern. Axel hat zudem eine sehr begrüßenswerte und lobenswerte Tradition neu begründet und erklärt, wann endlich das Geheimnis unter dem Trennbären gelüftet wird – oder auch nicht. Im zweiten ebenfalls gut gelaunten und vor allem auch sehr spannenden Gespräch erklärte Nina Fechler, wie Evonik mit seinen Produkten zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft beitragen kann – und Surprise Surprise! (zumindest für Tom) es geht keine Sekunde um chemisches Recycling, sondern vor allem um das Design for Recycling und Bestrebungen zur Verlängerung der Nutzungsdauer verschiedener Produkte. Und dann gab es sogar noch einen weiteren Gast und zwar den spontansten der TrashTalk-Gesichte (der Messe sei Dank!). Markus Priske nahm sich nämlich die Zeit ein besonders langlebiges Produkt von Evonik aus technischer Perspektive zu erläutern: Membrane für Biogasanlagen. Wirklich spannend!
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IFAT-Spezial 2024 Folge 2 – „Pailettenkleider sind der Endgegner des Textilrecyclings“
Die IFAT ist weiter in vollem Gange. In der neuen Sonderfolge von TrashTalk blicken Julia Hobohm und Tom Wilfer auf die ersten beiden Messetage, berichten unter anderem vom Spitzengespräch der Kreislaufwirtschaft, an dem unter anderem Franziska Brantner vom Bundeswirtschaftsministerium teilgenommen hat, und freuen sich über die vielen persönlichen Kontakte rund ums TrashTalk-Mobil. Und noch mehr über das erste Geschenk aus der Fan-Community. Gute Laune war auch in der zweiten Hälfte der neuen Sonderfolge garantiert. Spannung auch. Jonas Stracke vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie ging auf die Herausforderungen bezüglich der geplanten Einführung von Systemen zur Herstellerverantwortung bei Textilien ein. Wichtig sei dabei zunächst mehr Transparenz über Aufkommen und die weiteren Wege zur Verwertung und Beteiligung nicht mehr gebrauchter und entsorgter Textilabfälle. Unter anderem wird aber auch geklärt, warum Pailettenkleider der Endgegner des Textilrecyclings sind und warum der Abfallstrom aus emotionaler Perspektive besonders ist.
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IFAT-Spezial 2024 Folge 1 – Das Klassentreffen ist gestartet
Die IFAT ist gestartet! Und Julia und Tom sind natürlich mittendrin. Die beiden TrashTalker berichten von ihren ersten Eindrücken von der Messe, der Eröffnungsveranstaltung mit Ministerin Lemke und Bundeskanzler Scholz (oder war es doch KI?), der Begegnung mit vielen spannenden Menschen, etwa dem Nachwuchsmüllwerker Lian oder dem Trennbären und blicken auf die weiteren Highlights der nächsten Tage voraus. Und auch die ersten Gespräche haben Julia und Tom für den TrashTalk auf der Messe schon geführt. Rebecca Tauer und Dominik Patzelt berichten über die Strategien und Vorschläge des WWF zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Rebecca Tauer macht dabei deutlich, dass Circular Economy an sich kein Selbstzweck sein darf und es nur mit Verbesserungen beim Recycling nicht getan ist, sondern vielmehr ein grundlegendes Umdenken zu einem verminderten Konsumverhalten notwendig ist. Daher schlägt sie auch eine Zielmarkte zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs vor. Dominik Patzelt stellt zudem das Tool „Make it circular“ vor. Damit und mit weiteren Tools will der WWF Unternehmen mit konkreten Vorschlägen mit Maßnahmen dabei unterstützen, ihre Geschäftsmodelle stärker Richtung Kreislaufwirtschaft auszurichten.
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Folge 28: „Die Messe platzt aus allen Nähten“ – Ausblick auf die IFAT mit Johannes Kirchhoff und Stefan Rummel
Die IFAT Munich 2024 steht vor der Tür. Die Vorfreude aufs Klassentreffen der Branche wächst allerorten. Daher widmen sich auch Julia Hobohm und Tom Wilfer ausführlich der anstehenden Weltleitmesse für die Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Mit Messegeschäftsführer Stefan Rummel und Johannes Kirchhoff, dem Vorsitzenden des Executive Boards und des Fachbeirates der IFAT, hatten sie auch die perfekten Gäste für das Gespräch im zweiten Teil der aktuellen Folge. Die beiden erklären unter anderem, welche Schwerpunkte und Neuerungen die Messe bereithält und was die Besucher auf der Start-up-Area erwartet. Trotz einer Vielzahl hochkarätiger Gäste, die ihr Kommen nach München auch in diesem Jahr wieder angekündigt haben, zeigten sich Rummel und Kirchhoff aber enttäuscht, dass weder Bundeskanzler Scholz noch Wirtschaftsminister Habeck die Messe besuchen. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für Rohstoffversorgung und Klimaschutz sowie der wichtigen Rolle, welche die ausstellenden Unternehmen für die angestrebte Transformation einnehmen, sei die IFAT schließlich „eine Kanzlermesse“. Auch praktische Hinweise für den Besuch der Messe und das Drumherum kommen nicht zu kurz. So macht Stefan Rummel klar, wie man am besten und nachhaltigsten zur IFAT kommt (Spoiler: Nicht mit dem Hubschrauber). Teile der Gesprächsrunde wollen sogar das Camping-Angebot auf dem Messegelände nutzen (Spoiler: Es sind nicht die beiden, die im Rahmen der Messe auf dem Trittbrett eines Müllwagens mitfahren dürfen/sollen/müssen). Auch im ersten Teil der aktuellen Folge blicken Julia und Tom schon auf die IFAT voraus. Darüber hinaus besprechen sie aber auch eine Reihe aktueller Themen. So geht es um einen aktuellen Bericht der Bundesregierung zum Stand der Kreislaufwirtschaft sowie zu möglichen Maßnahmen diese weiter zu stärken. Ein weiteres Thema ist eine Untersuchung der Boston Consulting Group, die für die Zukunft ein weltweites Angebotsdefizit bei Stahlschrott vorhersagt. Weitere Themen sind unter anderem die bei Kontrollen in NRW festgestellten Verstöße gegen die Vorgabe der Gewerbeabfallverordnung, Kupferdiebe und andere Verbrecher. Dank der Stadtreinigung Hamburg schließt aber auch der erste Teil der aktuellen Folge mit einer guten Nachricht.
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Folge 27: „Lobbyaktivitäten in Brüssel noch nie so stark wie bei der Verpackungsverordnung“ – Julia Blees im Gespräch
Die geplanten Neuregelungen in der EU-Verpackungsverordnung haben in den letzten Wochen für hitzige Diskussionen gesorgt. Daher kommt auch der TrashTalk in diesem Monat nicht um die PPWR herum. Julia Hobohm und Tom Wilfer schauen im ersten Teil der neuen Folge auf den aktuellen Stand und den weiteren Zeitplan bei dem Gesetzgebungsverfahren und erklären, welche Punkte noch offen sind. Weitere Themen sind die Ausschreibungsbedingungen der Dualen Systeme, bei denen das Bundeskartellamt eine einseitige Verschiebung von Risiken zulasten der Entsorger beklagt, die nach mehr als einem Jahr endlich abgeschlossene Übernahme der Hofmann-Gruppe durch Veolia und die weltweit stark wachsenden Mengen an unkontrolliert entsorgten Siedlungsabfällen. Um nicht korrekte und teilweise sogar illegal entsorgte Abfälle (mit einem besonderen „Duell“ zwischen Dortmund und Schalke), um korrekt entsorgte illegale Geräte sowie um altersschwache und deswegen direkt entsorgte Mülltonnen geht es diesen Monat in der Rubrik „Gemischtes Hack“. (Auch) nicht lustig ist die unsachgemäße Entsorgung von Lachgasbehältern. In den Niederlanden schlagen Gewerkschaften und Anlagenbetreiber deswegen Alarm. Julia und Tom erklären das Ausmaß des Problems. In der zweiten Hälfte der aktuellen Folge durften die beiden TrashTalker wieder einen hochkarätigen Gast begrüßen: Julia Blees, ab 1. April neue Generalsekretärin bei Euric. Im Gespräch mit Julia (in Tirol) und Tom stellt sie den Dachverband der europäischen Recyclingwirtschaft, seine Schwerpunkte und die Ziele in ihrer künftigen Position vor. Außerdem berichtet sie aus der „Brüssel-Bubble“ von großem Zeitdruck vor den anstehenden Europawahlen und erklärt, wie sie die Diskussionen und Lobbyaktivitäten („Wahnsinn!“) rund um die Verpackungsverordnung wahrgenommen hat. Zur Stärkung der Recyclingaktivitäten in Europa drängt Blees unter anderem auf einen stärkeren Einsatz von Mindestquoten für den Rezyklateinsatz – insbesondere im Textilbereich – sowie strengere Vorgaben zum Ökodesign. Letztere könnten auch dazu beitragen die europaweit stark steigenden Zahlen von Brandereignissen in Entsorgungsanlagen zu reduzieren, hofft sie. Denn durch Vorgaben für eine leichtere Entnahme von Batterien aus Geräten könnten die enormen Risiken durch falsch entsorgte batteriehaltige Geräte reduziert werden.
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Folge 26: „Wir müssen noch besser verstehen, was bei Abfallvermeidung wirklich funktioniert“ – Henning Wilts im Gespräch
In der neuen Folge von TrashTalk widmen sich Julia Hobohm und Tom Wilfer zumindest in der zweiten Hälfte ausführlich Fragen und verschiedenen Aspekten der Abfallvermeidung. Dafür haben sie mit Professor Henning Wilts einen echten Experten eingeladen. Der Abteilungsleiter für Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut stellt die Ergebnisse verschiedener Projekte hervor und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung in diesem Bereich. Im Vergleich zum Recycling sei auf der obersten Stufe der Abfallhierarchie noch nicht ganz klar, welche Maßnahmen tatsächlich die gewünschte Wirkung zeigen. Welche Maßnahme er sich aber dennoch ganz konkret für mehr Abfallvermeidung und auch schon in der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie wünscht, warum es bei der NWKS vor allem auch auf die Umsetzung ankommt und was Julias Bettwäsche und Handtaschen mit Abfallvermeidung oder eben gerade nicht damit zu tun haben, erfährt man im zweiten Teil. In der ersten Hälfte sprechen Julia und Tom ebenfalls über die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie oder vielmehr über die Kritik an den bisherigen Arbeiten daran. Diese Kritik konterkariert etwas die Pläne von Bundeskanzler Scholz, der ein führende Rolle Deutschlands bei der Kreislaufwirtschaft anstrebt. Das Gleiche gilt auch für die mögliche Blockade der EU-Verpackungsverordnung durch Finanzminister Lindner. Die Bundesregierung will außerdem ElektroG und BattG überarbeiten. Die jüngsten Zahlen zur E-Schrottsammlung verdeutlichen hier eine gewisse Dringlichkeit. Dringlich war offenbar auch das Vorgehen der Wettbewerbshüter in Österreich gegen verschiedene Entsorgungsunternehmen. Denn dort soll ein Kartell in der Abfallwirtschaft rund 20 Jahre lang Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt haben. Und zu guter Letzt ging es auch um Herzschmerz oder besser die Befreiung davon. Ein britischer Schrottrecycler wartete pünktlich zum Valentinstag mit einem besonderen Angebot auf. Gerne reinhören!
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Folge 25: „Ausgangspunkt aller Diskussionen für Kreislaufwirtschaft ist Produktdesign“ – Claas Oehlmann vom BDI
Das Jahr 2024 ist auch für die Abfall- und Kreislaufwirtschaft mit einer Reihe spannender Themen gestartet. Einen Teil davon haben sich Julia Hobohm und Tom Wilfer für die erste Folge im neuen Jahr rausgesucht. Auf den ersten Blick etwas trocken und vielleicht sogar staubig mag die Diskussion über das Abfallende für Ersatzbaustoffe erscheinen. Tatsächlich handelt es sich hier aber um den mit Abstand größten Abfallstrom. Entsprechend groß waren die Erwartungen an eine entsprechende Verordnung. Warum die Reaktionen auf den ersten Entwurf zurückhaltend ausfallen, wird im TrashTalk besprochen. Mindestens zurückhaltend dürfte auch die Reaktion von Remondis auf die neueste Ankündigung des Kartellamtes ausgefallen sein, droht dem größten deutschen Entsorger doch eine härtere Gangart der Wettbewerbshüter. Außerdem schauen Julia und Tom auf durchaus beachtliche Zahlen zum Absatz mit Second-Hand-Produkten in Deutschland. Wenig Beachtung findet hingegen die getrennte Bioabfallsammlung – zumindest in den über 40 Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen es weiterhin keine Biotonnen gibt. Und auch zum Ende der ersten Hälfte geht es um fehlende Recyclingcontainer. Die beiden TrashTalk-Moderatoren waren über den Fundort der „gestohlenen“ Container mindestens genauso erstaunt wie die Polizei. Im zweiten Teil der Folge ist Claas Oehlmann zu Gast. Er stellt die Ziele und Schwerpunkte der BDI-Initiative für Circular Economy vor, deren Geschäftsführer er ist. Neben der Arbeit an konkreten Themen der Abfall- und Kreislaufwirtschaft betont er dabei auch die Bedeutung von Wissenstransfers zwischen den unterschiedlichen Teilnehmern der Initiative, die Wichtigkeit von Netzwerken und die Notwendigkeit des Agenda-Settings. Inhaltlich in die Tiefe geht der BDI-Vertreter bei Fragen zu Rezyklateinsatzquoten. Hier sei eine differenzierte Bewertung unter Berücksichtigung der jeweiligen stoffstromspezifischen Rahmenbedingungen notwendig, damit es nicht zu unerwünschten Nebeneffekten kommt. Eine ausgewogene Betrachtung empfiehlt Oehlmann auch bei der gelegentlich hitzig und emotional geführten Diskussion um das chemische Recycling. Entscheidend für die Förderung der Kreislaufwirtschaft sei aber grundsätzlich das Produktdesign, betont er. Für entsprechende Vorgaben seien aber internationale Standards notwendig. Und natürlich darf auch in der aktuellen Folge der Ausblick auf die IFAT nicht fehlen.
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Folge 24: „Wir werden die Märkte grün machen müssen“ – Gespräch mit Alexander Bonde von der DBU
Pünktlich zum Fest gibt es eine neue Ausgabe von TrashTalk. Julia und Tom nutzen die letzte Folge des Jahres für einen kurzen Rückblick auf 2023, die wichtigsten Themen des Jahres und einen herzlichen Dank an die treue Hörerschaft. Zur Folge mit den viertmeisten Downloads geht es wie versprochen hier (https://trashtalk-podcast.podigee.io/22-new-episode?leave_preview=true) – für die ersten drei Plätze muss man reinhören. Aber auch aktuelle Themen kommen natürlich nicht zu kurz. So geht es etwa um die umstrittene Entscheidung der Bundesregierung zur Plastikabgabe. Und Julias neues Lieblingsthema darf auch nicht fehlen. Deswegen wurde auch mal wieder über Weltraumschrott gesprochen. Aus dem Weltall und einer zugegebenermaßen etwas umständlichen Diskussion über Geschwindigkeiten und Verglühen (nicht Vorglühen!) ging es dann zurück in irdische Sphären und zwar zur Weltklimakonferenz. Dazu gab es dann aber in der zweiten Hälfte viel mehr zu sagen. Denn dort war Alexander Bonde zu Gast. Als Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat er an der COP28 in Dubai teilgenommen. Im Gespräch mit Julia und Tom erklärte er, welche Bedeutung Fragen zur Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung bei den Diskussionen zum Klimaschutz einnehmen (Spoiler: erfreulicherweise eine zunehmend größere) und welche Rolle Deutschland dabei auf der internationalen Ebene spielt (zumindest keine untergeordnete). Außerdem geht es ausführlich um die Förderschwerpunkte der DBU im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Bonde berichtet über einige beispielhafte Projekte und erklärt welche Aspekte künftig an Relevanz gewinnen werden. Mit einem Blick voraus endet dann auch die letzte Folge für 2023. Denn im nächsten Jahr stehen wieder spannende Themen und vor allem die nächste IFAT an. Die Vorfreude hierauf scheint zumindest schon sehr groß zu sein. Bis dahin wünschen wir allen Hörerinnen und Hörern jedoch erstmal frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr. Auf Wiederhören!
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Folge 23: Helge Wendenburg zur Bedeutung von ReUse, Rezyklateinsatzquoten und Fondsmodelle zur Herstellverantwortung
Im zweiten Teil der neuen Folge durften Julia Hobohm und Tom Wilfer mit Helge Wendenburg wieder einen echten Experten der Abfallwirtschaft als Gast begrüßen. Der ehemalige Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium begab sich im TrashTalk auf einen wilden Ritt durch verschiedene aktuelle Themen im Abfallbereich. So betonte er die Bedeutung von Vorgaben zum Rezyklateinsatz zur Förderung des Recyclings. Die Langlebigkeit von Geräten und Produkten sollte zudem durch die Förderung von Reparaturen sowie durch Sharing-Modelle unterstützt werden. Außerdem dürften aus Sicht von Wendenburg die Mindestquoten bei der Sammlung von Altgeräten leicht erreicht werden, wenn in Deutschland auch Second-Hand-Geräte in der Wiederverwendung unter den Abfallbegriff fielen. Skeptisch zeigt sich der Abfallrechtsexperte bezüglich eines Pfandsystems für alle Arten von Batterien. Und auch eine Beteiligung der Batteriehersteller an den Kosten für Brände in Recyclinganlagen stellt er in Frage, da nicht klar sei, ob Batterien und Akkus tatsächlich die Auslöser der Brände sind. Stattdessen plädiert Wendenburg für härtere Anforderungen an den Brandschutz in den Anlagen. In der ersten Hälfte von Folge 23 beleuchteten Julia und Tom passenderweise ebenfalls eine Reihe von aktuellen Gesetzespaketen aus dem Abfallbereich. So haben sich das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten kürzlich sowohl auf Änderungen an der Abfallverbringungsverordnung als auch auf die Ausgestaltung des Critical Raw Materials Act geeinigt. Die Reaktionen aus der Entsorgungswirtschaft darauf fielen gemischt aus. Das Gleiche trifft auf das im Bundestag beschlossene Wärmeplanungsgesetz zu, welches Wärme aus der Müllverbrennung vollständig und nicht wie ursprünglich nur anteilig unvermeidbarer Abwärme gleichstellt. Um Anteile und Berechnungen geht es auch bei der Verpackungslizenzierung. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister will Wettbewerbsverzerrungen durch falsche Meldungen von Lizenzmengen zwischen den dualen Systemen verhindern. Dafür hat die Behörde neue Regeln zur Berechnung der Marktanteile der Systeme sowie für deren Prüfer festgelegt.
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Folge 22: „Die Hersteller haben das Problem der Batterien im Abfall erkannt“ – Gespräch mit Christian Eckert vom ZVEI
Die neue Folge von TrashTalk startet mit einer kleinen Überraschung! Und zwar mit einem Gast, dessen Stimme den treuen Hörern des Podcasts gut vertraut ist. Aber auch Cineasten dürften sich in andere Welten versetzt fühlen. Hier spricht James Bond, äh Dietmar Wunder, allerdings das erste Mal öffentlich über seine Erfahrungen bei der Mülltrennung. Anschließend widmen sich Julia Hobohm und Tom Wilfer im ersten Teil der Folge verschiedenen Stoffströmen, die das Leben der Entsorger und Recycler gerade schwierig machen. So sprechen sie etwa über die stark unter Druck stehenden Kunststoffrecycler und die aktuell großen Herausforderungen im Umgang mit Stahlschrott. Weitere Themen sind die zum Teil noch sehr hohen Störstoffquoten in der Bioabfallsammlung und Empfehlungen der EU-Kommission zur Steigerung der Sammelmengen von kleinen Elektrogeräten. Und natürlich kommt dabei auch die Problematik batteriebetriebener Geräte nicht zu kurz. Die Entsorgungswirtschaft hat diesen Monat in Berlin mit einer Demo auf die Brandrisiken hingewiesen. Julia und Tom diskutieren die dabei erhobenen Forderungen der Branche. Das tun sie auch in der zweiten Hälfte der aktuellen Folge. Dort haben sie nämlich Christian Eckert vom Branchenverband ZVEI zu Gast. Er erklärt, wie die Hersteller ihrer Verantwortung nachkommen wollen. Gleichzeitig stehen die Produzenten der Einführung eines Pfandsystems für Batterien und Geräte sehr zurückhaltend gegenüber. Eckert betont stattdessen die Bedeutung der Verbraucheraufklärung. Thema des Gesprächs ist auch die neue EU-Batterieverordnung, die den Herstellern laut dem ZVEI-Vertreter noch an der ein oder anderen Stelle Rätsel aufgibt. So gebe es noch eine „gewisse Unsicherheit“ hinsichtlich der Versorgung mit Rezyklaten, deren Einsatz in neuen Batterien die Verordnung für einige Metalle vorschreibt. Und auch die Erfüllung der erhöhten Sammelquoten sorgt laut Eckert vor allem wegen der unveränderten Berechnungsmethode für Sorgen bei den Herstellern. Und da das Gespräch im Rahmen der Konferenz zum 25-jährigen Jubiläum der Stiftung GRS Batterien stattfand, durfte auch ein Blick zurück auf diese Zeit nicht fehlen.
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Folge 21: Der große Überblick über Altkleider und Textilien mit Agnes Bünemann von Cyclos
Der Umgang mit Altkleidern und Textilien stand schon länger ganz oben auf der Themenliste des TrashTalks. Julia Hobohm und Tom Wilfer freuten sich daher sehr, in der neuen Folge mit Agnes Bünemann eine ausgewiesene Expertin zu diesem Thema begrüßen zu dürfen. Die Mitgründerin und Geschäftsführerin der Beratungsgesellschaft Cyclos zeigte im ausführlichen Gespräch die Auswirkungen von „Fast Fashion“ für das Mengenaufkommen und die Qualität der Sammelware auf. Hinsichtlich der für 2025 bevorstehenden EU-weiten Pflicht zur Getrenntsammlung berichtete Bünemann zudem von großen Unterschieden bei den Erfassungsstrukturen in den einzelnen Mitgliedsländern. Und obwohl das Sammelangebot in Deutschland schon ziemlich gut sei, gebe es hier vor allem in ländlichen Gebieten noch Verbesserungspotenziale. Großen Raum nahm auch die von der EU angestrebte Erweiterung der Herstellerverantwortung im Textilbereich ein. Als Mitautorin einer aktuellen Studie für das Umweltbundesamt ging Bünemann auf die Vor- und Nachteile verschiedener Modelle zur Herstellerverantwortung ein. Da es dabei natürlich auch um Kosten geht, konnte auch die Frage geklärt werden, um wieviel teurer die nächste Jeans für Tom wird. Kleiner Spoiler: Auf Spenden wird er wohl nicht angewiesen sein. Angesichts des umfangreichen Überblicks zu Altkleidern, fiel der erste Teil der Folge dieses Mal etwas knapper aus. Die beiden Hosts kamen aber dennoch nicht am leider nicht nur sprichwörtlichen Dauerbrenner-Thema der letzten Monate vorbei. Die Zahl von Bränden in den Entsorgungsanlagen war auch in den zurückliegenden Wochen sehr hoch, so dass Branchenverbände ein umgehendes Einschreiten der Politik fordern. Etwas Hoffnung in dieser Hinsicht macht das mögliche Aus für die in der Branche sehr unbeliebten Einweg-E-Zigaretten durch die neue EU-Batterieverordnung. Die hierfür entscheidende Vorgabe tritt allerdings erst nach einer ausgedehnten Übergangsfrist in Kraft. Ein weiteres Thema ist der bei Aurubis festgestellte Millionenschaden durch den mutmaßlichen Betrug bei Schrottanlieferungen. P.S.: Der versprochene Link zur Studie, wonach man lediglich 37 Kleidungsstücke benötigt, fällt aus. Aber nicht ersatzlos. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Empfehlung der US-Modebloggerin Caroline Joy Rector, wonach man für jede Jahreszeit nur 37 Stücke benötigt, indem man diese sinnvoll miteinander kombiniert. Wer Interesse an dem Konzept hat, findet im Netz unzählige Beiträge dazu. Dafür einfach „capsule wardrobe“ googeln.
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Folge 19: Miki Yokoyama zur Rolle von Start-ups in der Kreislaufwirtschaft
In der neuen Episode von TrashTalk stehen Start-ups im Fokus. Miki Yokoyama berichtet in der zweiten Hälfte der neuen Folge von ihren Erfahrungen als Beraterin bei UnternehmerTUM, dem größten Gründer- und Innovationszentrum Europas. Dort widmet sich Circular Republic verschiedenen Themen der Kreislaufwirtschaft. Im Gespräch mit Julia Hobohm und Tom Wilfer betont Yokoyama die Notwendigkeit von Kooperationen zwischen jungen und etablierten Unternehmen. Zudem erklärt sie, wo die größten Potenziale für Start-ups liegen und welche Hürden für deren Nutzung noch beseitigt werden müssen. Darüber hinaus geht sie auf die Ziele und Fortschritte der BDI-Initiative Circular Economy ein, in deren Vorstand sie ebenfalls sitzt. Im ersten Teil der aktuellen Folge schauen Julia Hobohm und Tom Wilfer auf die neuesten Gesetzgebungsinitiativen der EU im Bereich der Kreislaufwirtschaft. So geht es etwa um den Entwurf der Kommission für die Altfahrzeugverordnung, der unter anderem weitere Exportverbote sowie Vorgaben zum Recycling sowie zum Rezyklateinsatz enthält. Im Textilbereich plant Brüssel zudem einen Ausbau der Herstellerverantwortung. Weitere Themen sind die gesunkenen Mengen in der Altgerätesammlung, neue Projekte zum chemischen Recycling und zur Verwertung von Lithium-Akkus. Batterien bleiben leider auch sprichwörtlich ein Dauerbrenner – die Zahl der mutmaßlich durch Akkus ausgelösten Brände in Entsorgungsanlagen bleibt leider hoch. Deutlich lieber und auch besser gelaunt widmen sich die beiden TrashTalk-Hosts da der kreativen Zweckentfremdung von Mülltonnen.
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Folge 18: „Bei Altmetallen können wir nur international denken“ – Gespräch mit Kilian Schwaiger
Während (andere) prominente Unterhaltungspodcasts nur vorgeben, in Las Vegas aufzunehmen (Grüße an die „Kollegen“ von Baywatch Berlin), saß das TrashTalk-Team diesen Monat tatsächlich am Strip vor dem Mikro. Zumindest teilweise. Aber viel wichtiger sind ja ohnehin die Inhalte. Und von diesen hatten Julia Hobohm und Tom Wilfer wieder einige zu besprechen. Themen der aktuellen Folge sind die Frühwarnberichte der EU-Kommission zur Umsetzung der abfallrechtlichen Ziele in den Mitgliedstaaten. Die Bundesrepublik kommt hier vergleichsweise gut weg. Dass aber dennoch nicht alles perfekt läuft, zeigt unter anderem die Diskussion um die illegale Entsorgung von deutschem Müll in Polen. Ein weiteres Thema waren die Marktanteile bei der Abfallsammlung. Hier wird deutlich, dass die Kommunen mit ihren Unternehmen bei einzelnen Stoffströmen rund die Hälfte des Marktes dominieren – eine Tatsache, die Remondis in der Diskussion um Wettbewerbseingriffe durch das Bundeskartellamt erneut deutlich betont. Zum traurigen Dauerbrenner in der Branche und im TrashTalk entwickelt sich das Kunststoffrecycling. Und auch am Thema Batterien mit der neuen EU-Verordnung, Sammelquoten und natürlich Brandereignissen kamen Julia und Tom auch in dieser Folge nicht vorbei. In der zweiten Hälfte hatten sie dann Kilian Schwaiger vom Verband der deutschen Metallhändler und Recycler (VDM) zu Gast. Er legte im Detail dar, welchen Beitrag der Altmetallhandel für das Schließen von Kreisläufen leisten kann und warum Metalle als vorbildlicher Stoffstrom für die Kreislaufwirtschaft gelten. Angesichts der geplanten Einschränkungen im internationalen Handel aufgrund der Novelle der Abfallverbringungsverordnung betonte er zudem die Bedeutung des Außenhandels für die Branche und plädierte für eine differenzierte Sichtweise auf verschiedene Stoffströme. Ein weiteres Thema war das Gesetzesvorhaben der EU zur Sicherung kritischer Rohstoffe. Hier machte der VDM-Geschäftsführer klar, warum die Reaktionen im Altmetallhandel eher zurückhaltend ausfallen. Er erklärt außerdem was „die Genderdebatte der Kreislaufwirtschaft“ ist, mit welchen Initiativen man dem Fachkräftemangel begegnen und Frauen stärken will und warum die verschiedenen Verbände der Recyclingwirtschaft stärker mit einer Stimme sprechen sollten.
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Folge 17: Der TrashTalk beim Mittelstand – Logex-Geschäftsführer Christoph Haub im Gespräch
Die mittelständische Entsorgungswirtschaft steht im Fokus der aktuellen TrashTalk-Folge. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Mittelstandskooperation Logex haben Julia Hobohm und Tom Wilfer in der zweiten Hälfte der neuen Episode mit Geschäftsführer Christoph Haub über die Chancen und Herausforderungen mittelständischer Entsorger gesprochen. Der Logex-Vertreter erklärt, in welchen Bereichen der Mittelstand im Vergleich zu Großkonzernen flexibler agieren kann. Darüber hinaus ging es aber auch um mögliche Reaktionen auf die fortschreitende Konzentration in der Branche und die Konkurrenz durch neu in den Markt eintretende Akteure. Haub berichtete dabei unter anderem über Beispiele für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte sowie neue Wege der Mitarbeitergewinnung angesichts des wachsenden Fachkräftemangels. Apropos Mitarbeitergewinnung und Fachkräftemangel: Selbst den TrashTalk-Moderatoren wurden Praktika-Angebote unterbreitet – zumindest einem. Im ersten Teil der neuen Folge schauen Julia Hobohm und Tom Wilfer auf die gegenwärtig schwierige Lage beim Kunststoffrecycling. Eine Reihe von Meldungen verdeutlicht die Probleme, denen die Unternehmen gegenwärtig beim Absatz ihrer Rezyklate gegenüberstehen. Außerdem streifen die beiden Moderatoren die jüngsten Entwicklungen auf dem Stahlschrottmarkt und beleuchten die aktuelle Lage bei der Klärschlammverwertung. Weitere Themen sind gebrauchte Windeln und ihre Eignung als Baumaterial sowie Stürze in Bunker von Müllverbrennungsanlagen.
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Folge 16: „Wir haben sicher jeden Tag Brände“ – Peter Kurth und Georgios Chryssos zum sicheren Umgang mit Lithium-Akkus
Die wachsenden Risiken durch die unsachgemäße Entsorgung von Lithium-Akkus stellen die Entsorgungswirtschaft vor große Herausforderungen. Die Zahl der Brände in Sortier- und Recyclinganlagen nimmt immer mehr zu. Um auf die Gefahren im Umgang mit den Batterien hinzuweisen und die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Entsorgung zu verdeutlichen, wollen der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft sowie die Rücknahmesysteme für Gerätebatterien ihre Informationskampagnen stärker verzahnen. Im zweiten Teil der neuen Ausgabe von TrashTalk sprechen BDE-Präsident Peter Kurth und GRS-Stiftungsvorstand Georgios Chryssos mit Julia Hobohm und Tom Wilfer über die Ziele der Zusammenarbeit. Außerdem verdeutlichen sie das Ausmaß der Brandproblematik in den Entsorgungsbetrieben, vermitteln ein differenziertes Bild zu möglichen Ursachen, schlagen Lösungsansätze vor und formulieren dabei auch Wünsche und Hoffnungen nach einer größeren politischen Unterstützung. Im ersten Teil der aktuellen Folge sind Batterien ebenfalls Thema: Julia Hobohm und Tom Wilfer schauen auf verschiedene angekündigte oder bereits vollzogene Projekte zur Demontage und dem Recycling von Lithium-Akkus. Ein großes Thema ist in der Branche auch die lange Dauer von Genehmigungs- und Notifizierungsverfahren. Im TrashTalk wird dies anhand eines aktuellen Beispiels thematisiert. Weiterhin umstritten ist auch das chemische Recycling von Kunststoffabfällen. Die beiden Moderatoren schauen dazu auf eine aktuelle Einschätzung der Bundesregierung.
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Folge 15: „Frauen muss auch in der Abfallwirtschaft mehr zugetraut werden“
Auch in der neuesten Episode von TrashTalk hatten Julia Hobohm und Tom Wilfer wieder einen bunten Strauß spannender Themen aus der Abfallwirtschaft zu besprechen: Den Auftakt macht die ernüchternde Bestandsaufnahme bei Sammlung, Sortierung und Verwertung von Gewerbeabfällen und die daraus resultierenden Forderungen der Entsorgungswirtschaft. Etwas positiver fällt der Blick der Branche auf die Pläne der EU-Kommission zur Sicherung kritischer Rohstoffe aus, da hiermit auch das Recycling gestärkt werden soll. Als fast schon zu positiv wird die Einschätzung von Roland Berger wahrgenommen. Die Unternehmensberatung sieht in Kunststoffrezyklaten das „neue Gold“ – angesichts der gegenwärtig schwierigen Lage für die meisten Kunststoffrecycler ist das nur bedingt nachvollziehbar. Fast nichts beschönigen gibt es beim Blick auf die neuesten Zahlen zur Altgerätesammlung, wird doch deutlich das die Bundesrepublik die Zielvorgaben immer deutlicher verfehlt. Der Aufruf zur Teilnahme am Gewinnspiel der letzten Folge verfehlte sein Ziel hingegen nicht. Die ausnahmslos weiblichen Gewinnerinnen dürfen sich über bunte Socken und famose TTT (TrashTalk-Tassen) freuen. Wir wünschen viel Spaß damit! In der zweiten Hälfte war das erste weibliche Mitglied des IFAT Executive Board zu Gast – regelmäßigen Hörern und Hörerinnen von TrashTalk dürfte die Stimme bekannt vorkommen. Anlässlich des Weltfrauentages im März wurde auch in diesem Jahr die Situation von Frauen in der Abfallwirtschaft beleuchtet. Julia Hobohm berichtete dabei von eigenen – teilweise durchaus gruseligen Erfahrungen – und appellierte an die Frauen, sich selbst nicht zu klein zu machen und gemeinsam Seilschaften zu knüpfen. Den Unternehmen empfiehlt sie, im Kampf um weibliche Fachkräfte nicht nur für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen, sondern auch positive Beispiele stärker herauszustellen.
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Folge 14: Abfalltrennung – Axel Subklew von „Mülltrennung wirkt“ und VBS-Präsident Stefan Böhme im Gespräch
Die aktuelle Folge von TrashTalk wartet im Februar mit dem nächsten spannenden Thema auf. Und auch dieses Mal hatten die wunderbare Julia Hobohm und Tom Wilfer dazu zwei Gäste eingeladen: Axel Subklew von der Initiative „Mülltrennung wirkt“ und Stefan Böhme, Geschäftsführer eines in der Sammlung und Sortierung von Abfällen tätigen Entsorgungsunternehmens und obendrein noch VBS-Präsident, diskutierten den aktuellen Stand und mögliche Verbesserungspotenziale bei der Abfalltrennung. Dabei geht es sowohl um den Nutzen von Informationskampagnen sowie die Notwendigkeit, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen auf verschiedenen Kanälen anzusprechen, als auch um Verbesserungen bei den operativen Rahmenbedingungen und der dafür notwendigen Einbindung weiterer Akteure, wie etwa der Wohnungswirtschaft. Das Gewinnspiel der aktuellen Folge hat dieses Mal einer der Gäste beigesteuert. Die dabei ausgelobten Preise haben bei der ein oder anderen Teilnehmerin für große Freude gesorgt. Wer sich in echt über die Preise freuen will, der muss nicht nur bei der Frage aufmerksam zuhören, sondern auch hier vorbeischauen: https://www.instagram.com/muelltrennungwirkt/?hl=de Im ersten Teil der aktuellen Folge ging es ebenfalls unterhaltsam zu. Aber auch informativ. So schauten Julia Hobohm und Tom Wilfer auf die wenig positiven Aussichten der Entsorgungsbranche für das laufende Geschäftsjahr, beleuchten das Für und Wider einer Sortierpflicht für gemischte Siedlungsabfälle, erklären wo die Deutsche Umwelthilfe Verstöße gegen die seit Jahresbeginn geltende Mehrwegangebotspflicht festgestellt hat und warum Remondis und Prezero Geldbußen wegen Wettbewerbsverstößen in Polen zahlen sollen. Und natürlich geht es auch in diesem Monat wieder um die Risiken der unsachgemäßen Entsorgung von Batterien: Die beiden Moderatoren werfen einen Blick auf die wachsende Unterstützung für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten und stellen die anlässlich des Internationalen Tages der Batterie gestartete Kampagne der Rücknahmesysteme vor. Und wer den sehr empfehlenswerten Beitrag von Stefan Böhme zu diesem Thema verpasst hat, der folge bitte diesem Link: https://www.linkedin.com/posts/stefan-b%C3%B6hme-recycler_tagderbatterie-verband-vbs-ugcPost-7032379525397176320-Wjzn?utm_source=share&utm_medium=member_desktop Anregungen, Kritik und Hinweise bitte wie immer an [email protected] oder über unser LinkedIn-Portal: https://www.linkedin.com/showcase/trashtalk-podcast
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Folge 13: Chemisches Recycling – Remondis-Manager Ephan und bvse-Kunststoffexperte Textor im (Streit)Gespräch
Der TrashTalk startet spannend ins neue Jahr. Für die erste Folge im neuen Jahr begrüßen Julia Hobohm und Tom Wilfer erstmals zwei Gäste zur Diskussion über das Chemische Recycling: Remondis-Geschäftsführer Jürgen Ephan, der für Deutschlands größten Entsorgungskonzern verschiedene Projekte zum chemischen Recycling verfolgt, und Dirk Textor, der sich als bvse-Altkunststoffexperte zuletzt wiederholt sehr kritisch zum chemischen Recycling geäußert hat. Die beiden diskutieren über die Potenziale des chemischen Recyclings für verschiedene Einsatzstoffe, bisher noch unzureichende ökobilanzielle Bewertungen, die mögliche Konkurrenz oder Ergänzung zu mechanischen Recyclingverfahren und blicken auch auf die mit dem chemischen Recycling verbundenen ökonomischen Chancen und Investitionsmöglichkeiten. Themen sind dabei natürlich auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa und die Frage, inwiefern das chemische Recycling zur Erfüllung von gesetzlich vorgegebenen Verwertungsquoten beitragen kann. Welchen Vorschlag Jürgen Ephan diesbezüglich zur Lösung unterbreitete und warum Dirk Textor, diesen nicht nur als „Waffenstillstand“, sondern sogar als „Friedensangebot“ begrüßt, hören Sie in der zweiten Hälfte der aktuellen Folge etwa ab Minute 21:00. Aber auch die erste Hälfte bietet wieder eine Reihe spannender Themen. Julia Hobohm und Tom Wilfer sprechen unter anderem über Forderungen nach einem Verbot für Einweg-E-Zigaretten (aka „Vapor“), die angestrebte stärkere Ausrichtung der Rohstoffpolitik auf die Kreislaufwirtschaft und die positiven Geschäftsentwicklungen verschiedener Branchenunternehmen. Und dann singt Julia auch noch. Schön sogar. Tom singt nicht. Noch schöner. Nähere Informationen zu den in der Folge genannten Batterieveranstaltungen erhalten Sie beim Fraunhofer IKTS: www.ikts.fraunhofer.de
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Folge 12: „Wir werden die Meere nie wieder ganz sauber kriegen“ – Gespräch mit Frank Otto
Auch kurz vor Weihnachten beleuchten die wunderbare Julia Hobohm und Tom Wilfer im TrashTalk nochmals die aktuellen Entwicklungen in der Entsorgungswirtschaft. In der Dezember-Folge sprechen sie unter anderem über die Einigung zur neuen EU-Batterieverordnung, verschiedene Aspekte rund um die Sammlung von Altgeräten sowie die Diskussion um Strompreisbremse und Gewinnabschöpfung. Natürlich kommt auch der Rückblick auf das erste Jahr TrashTalk nicht zu kurz. Auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Hörer und Hörerinnen. Großen Dank gebührt natürlich gleichermaßen allen Gästen dieses Jahres, die vielfältige und erhellende Einblicke in die Belange der Abfallwirtschaft und angrenzende Bereiche gegeben haben. Das gilt auch für den Gast unserer letzten Folge in diesem Jahr: Frank Otto. Er ist zwar einer der Erben des Versandhandelsimperiums Otto, selbst aber in vielen anderen Bereichen unternehmerisch tätig – insbesondere in Medien und Kultur. Darüber hinaus ist Frank Otto stark im Umwelt- und Klimaschutz engagiert. So hat er unter anderem die Deutsche Meeresstiftung gegründet. Im TrashTalk erklärt, er wie es um den Zustand der Meere bestellt ist, warum er Hoffnung auf ein steigendes Bewusstsein für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte in der Bevölkerung hat und an welchen Stellen es aus seiner Sicht noch bei der politischen Umsetzung hapert.
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Folge 11: „Der radikale Umbruch zur Zirkularität genauso wichtig wie Klimaneutralität“ – UBA-Präsident Messner zu Gast
Auch im November gab es wieder viel zu besprechen im TrashTalk. Die wunderbare Julia Hobohm und Tom Wilfer widmeten sich im ersten Teil der aktuellen Folge unter anderem der Bedeutung des Exports für die Sekundärrohstoffmärkte und erklärten, welche Folgen die auf EU-Ebene diskutierten Verschärfungen bei der Abfallverbringung haben könnten. Auch bei den weiteren Themen rund um Altgeräte und Batterien sowie Verpackungen ging es vor allem um mögliche neue Vorgaben aus Brüssel und ihre Auswirkzungen, etwa für die Sammlung vom ausgedienten Elektrogeräten und Altbatterien. Eine gute Gelegenheit, um mal wieder über das Batteriepfand zu sprechen. Fußball darf diese Tage nicht fehlen – oder doch darf er schon. Aber tut er nicht. Zumindest nicht in der aktuellen Folge. Denn Julia Hobohm fand es ganz spannend zu erfahren, wie viele Kunstrasenplätze jedes Jahr in Baden-Württemberg entsorgt werden. Und Tom Wilfer freute sich über japanische Fußballfans, welche nach WM-Spielen ihren Müll im Stadion einsammeln. Julia Hobohm nicht. Einig waren sich die beiden Moderatoren hingegen bei ihrer Freude über den Gast für das Gespräch in der zweiten Hälfte der neuen Folge: Dirk Messner, seines Zeichen Präsident des Umweltbundesamtes! Er erklärte eindringlich, warum es aus seiner Sicht eines radikalen Umbruches zu einer echten Kreislaufwirtschaft bedarf und warum das Thema Zirkularität mit ähnlich viel Nachdruck verfolgt werden sollte wie die Klimaneutralität. Außerdem beleuchtete er unter anderem auch die Rolle des UBA beim Vollzug abfallrechtlicher Regelungen sowie bei der Forschung in den Bereichen der Abfallsammlung und Recycling.
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Folge 10: „In Deutschland werden leider noch zu viele Abfälle verbrannt“ – Bettina Hoffmann zu Gast
Die neue TrashTalk-Folge ist da und sie ist wieder vollgestopft mit spannenden Themen rund um die Abfallwirtschaft und das Recycling. Und auch einen hochkarätigen Gast durften Julia Hobohm und Tom Wilfer wieder begrüßen – aber dazu später mehr. Zunächst widmen sich die beiden Moderatoren mal wieder dem Emissionshandel und der Abfallverbrennung. Vielleicht vorerst zum letzten Mal. Vermutlich aber nicht. Länger beschäftigen dürften die Branche auch die Folgen der aktuellen Energiepreiskrise. Daher sind die verschiedenen Auswirkungen der hohen Strom- und Gaspreise sowie der konjunkturell bedingt schwachen Nachfrage nach Sekundärrohstoffen wie Schrott, Altpapier und Altkunststoffen ebenfalls ein großes Thema der aktuellen Folge. Trotzdem kam die gute Laune nicht zu kurz. Neben den Glückwünschen für erfolgreiche Gewinnspielteilnehmer, sorgte auch die Erinnerung an den großen Kölner Pfandflaschenbetrug und vor allem dessen musikalische Würdigung für Stimmung. (Da wir das fabelhafte Lied „Der Liga der gewöhnlichen Gentlemen“ leider nicht im Podcast abspielen können, hier der versprochene Youtube-Link: https://youtu.be/QlSgn1-TgbI) Wieder ernster, aber dennoch gut gelaunt ging es im zweiten Teil der Folge weiter. Dieses Mal war Bettina Hoffmann, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, zu Gast. Sie erläuterte unter anderem, was sich die Regierung von der Einbeziehung der Müllverbrennung in den Emissionshandel erhofft, warum man nicht auf eine europäische Lösung wartet und was man zu den im Vorfeld laut und oft geäußerten Bedenken von Kommunen und Branchenverbänden sagt. Großen Raum nahm auch die Umsetzung der im Koalitionsvertrag genannten Vorhaben zur Kreislaufwirtschaft ein. So erläutert Bettina Hoffmann, welche Stoffströme das BMUV bei der geplanten Kreislaufwirtschaftsstrategie in den Blick nehmen will, welche Anreize für die Steigerung der Erfassungsmengen von Batterien und Altgeräten denkbar sind und wie es beim Einwegkunststofffondsgesetz weitergeht. Weitere Themen waren ein mögliches Verbot von Einweg-E-Zigaretten und die Ausweitung von Rezyklateinsatzquoten auf weitere Produkte. Anregungen, Kritik und Hinweise bitte an [email protected] oder über unser LinkedIn-Portal.
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Folge 9: „Die Umwelt ist ein schlechter Anwalt für sich“ – Gespräch mit Christoph Herrmann
Die neue Folge von TrashTalk lässt endlich mal die Wissenschaft zu Wort kommen – zumindest im zweiten Teil. Davor beleuchten Julia Hobohm und Tom Wilfer die Folgen der Energiekrise für die Entsorgungswirtschaft, schauen kurz auf den neuesten Stand rund um die mögliche Einbeziehung der Müllverbrennung in den Emissionshandel sowie die neuesten Übernahmen in der Abfallbranche. Außerdem hat Julia einige „alternative“ Schlagzeilen der vergangenen Wochen rausgesucht – vermutlich um zu testen, ob Tom wirklich drei Wochen im Urlaub war. Apropos Urlaub: Vielen Dank für die Teilnahme an unserem Gewinnspiel – die Urlaubsbilder mit Abfallbezug aus dem Ausland sind auf unserem LinkedIn-Portal zu sehen und die Tassen sind auf dem Weg zu den Gewinnern. Auch in diesem Monat gibt es wieder ein Gewinnspiel. Wer ebenfalls eine unserer streng limitierten Tassen gewinnen möchte, sollte reinhören und seine Antworten an [email protected] schicken. In der zweiten Hälfte der aktuellen Folge ist Christoph Herrmann zu Gast im TrashTalk. Der Professor der TU Braunschweig ist einer der größten Experten für Nachhaltige Produktionsprozesse und Life Cycle Engineering. Im Gespräch mit Julia Hobohm und Tom Wilfer berichtet er unter anderem über die Möglichkeiten und Ziele der neuen Lernfabrik für „Zirkuläre Batteriezellproduktion“ in Braunschweig, erklärt warum die Kreislaufwirtschaft noch stärker in das Gesamtsystem von Produktion und Verbrauch integriert werden muss und wie dieses systemische Denken auch bei der Ausbildung von Fachkräften genutzt werden sollte. Darüber hinaus zeigt Christoph Herrmann auf, in welchen Bereichen in den nächsten Jahren die größten technischen Fortschritte rund um die Erfassung und Aufbereitung zu erwarten sind. Beim Blick über den Tellerrand wird zudem deutlich, in welchen Bereichen man bei der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft im Ausland schon weiter ist. Außerdem erklärt er, warum es einer klugen Setzung der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen bedarf, um einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Rohstoffen zu ermöglichen – denn die „Umwelt ist ein schlechter Anwalt für sich selbst“. Auch an dieser Stelle möchten wir uns nochmals für die schlechte Tonqualität in der zweiten Hälfte unseres Gesprächs mit Christoph Herrmann entschuldigen.
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Folge 8: „Mit Kreislaufwirtschaft werden wir den Klimawandel nicht besiegen“ – Gespräch mit Helmut Maurer
Auch im August gibt es eine neue Folge von TrashTalk! Die beiden Moderatoren trotzen der Hitze, müssen aber dennoch wieder über die Müllverbrennung reden – das Thema (Obacht!) erhitzt schließlich weiterhin die Gemüter. Die weiteren Themen reichen unter anderem vom Beitrag, den die Verwertung von Bioabfällen zur Bekämpfung der Gasversorgungskrise leisten könnte, über den Verzicht auf Werbeprospekte durch immer mehr Handelsunternehmen, bis hin zur Suche nach einer schon vor Jahren auf einer britischen Deponie entsorgten Festplatte. Im letzten Fall geht es um viel Geld. Allerdings nicht ganz so viel Geld, wie Veolia für die ehemaligen Suez-Aktivitäten ebenfalls in Großbritannien bekommt. Dies und noch mehr fragwürdige bis grandiose Überleitungen im ersten Teil der aktuellen Folge. Für den zweiten Teil konnten Julia Hobohm und Tom Wilfer erneut einen hochkarätigen Gesprächspartner gewinnen: Helmut Maurer, bis vor kurzem noch bei der EU-Kommission für Fragen zur Kreislaufwirtschaft, Abfall und Chemikalien zuständig. Er macht deutlich, warum Kreislaufwirtschaft nur bedingt zum Klimaschutz beitragen kann und warum es vielmehr einen grundlegenden Wandel in Produktion und Konsum braucht. Außerdem zeigt Maurer auf, welche Unterschiede im Umgang mit Abfällen europaweit noch bestehen und warum ein strengerer Vollzug der bestehenden gesetzlichen Regelungen viel dringender angeraten sei als neue Richtlinien und Verordnungen. Mit Unverständnis blickt er in diesem Zusammenhang auch auf Forderungen nach einem europaweiten Deponieverbot für unbehandelte Siedlungsabfälle. Wer eine der streng limitierten TrashTalk-Tassen sein Eigen nennen will, der schickt einfach spektakuläre, skurrile oder einfach nur schöne Urlaubsbilder mit Abfallbezug an [email protected]. Die Adresse eignet sich auch wunderbar für Hilfeleistung zum geplanten Oktoberfest-Besuch von Frau Dr. Hobohm. Und auch für jede Art von Kritik, Ergänzungen und Anmerkungen. Für freuen uns darauf.
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Folge 7: „Bei der Wertstofftonne wollen wir es besser machen“ – Gespräch mit AWM-Werkleiterin Sabine Schulz-Hammerl
In der aktuellen TrashTalk-Folge schauen die wunderbare Julia Hobohm und Tom Wilfer zunächst auf Müllgebühren. Nämlich gleich zwei aktuelle Untersuchungen hatten große Unterschiede bei der Gebührenbelastung zwischen verschiedenen Kommunen festgestellt. Nahezu bundesweit könnten die Gebühren durch die Einbeziehung der Müllverbrennung in das Brennstoffemissionshandelsgesetz steigen, warnen zumindest Anlagenbetreiber und Kommunalvertreter. Pro und contra dazu werden in der aktuellen Folge ebenfalls diskutiert. Weitere Themen der ersten Hälfte sind die weiter sehr dynamischen Entwicklungen bei den Sekundärrohstoffpreisen, die direkten und indirekten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Abfallwirtschaft, die Übernahmeaktivitäten der Rethmann-Gruppe und noch einiges mehr. Zum Beispiel das Oktoberfest. Warum erklärt Julia. In der zweiten Hälfte von Folge 7 ist Sabine Schulz-Hammerl zu Gast. Die Werkleiterin der Abfallwirtschaftsbetriebe München erklärt, wie der Kommunalentsorger durch die Coronakrise gekommen ist, welche Ziele die Stadt mit ihrem Zero-Waste-Programm verfolgt, warum die Müllverbrennung dennoch auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird und sogar warum eine MVA in der Nähe für gute Laune sorgen kann. Großen Raum im Gespräch nimmt auch die Getrenntsammlung von Abfällen ein. So erklärt Schulz-Hammerl, warum beim Pilotprojekt zur Einführung einer Wertstofftonne in München Qualität vor Quantität gehen sollte und warum aus ihrer Sicht mehr Abfalltrennung beim Bürger irgendwann nicht mehr durchsetzbar sein wird. Und auch die besondere Bedeutung des Gangs zum Wertstoffhof in Bayern kommt dabei zur Sprache. Und das Oktoberfest auch. Die Themen waren umfangreich, die Aussagen interessant und prägnant, die Stimmung sehr gut. Wir wünschen viel Spaß beim Hören. Wer sich vom Stellenaufruf von Frau Schulz-Hammerl angesprochen fühlt, schickt seine aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen oder gern erstmal nur eine kurze Nachricht an: [email protected] Kritik, Anregungen und Fragen zum Podcast hingegen bitte weiterhin an [email protected] schicken. Wir freuen uns über jede Zusendung.
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Folge 6: „Dauerhafte Verfügbarkeit von Rezyklaten ist eine Herausforderung“ – Gespräch mit Hildegard Müller vom VDA
TrashTalk ist nach dem IFAT-Spezial wieder im gewohnten Format zurück. Weiterhin gut gelaunt schauen die wunderbare Julia Hobohm und Tom Wilfer auf aktuelle Entwicklungen in der Abfallwirtschaft und begrüßen in der zweiten Hälfte mit Hildegard Müller vom Verband der Automobilindustrie erneut eine hochkarätige Gesprächspartnerin. Zunächst sprechen die beiden Podcast-Hosts nach einem letzten IFAT-Rückblick über die zuletzt sehr gegenläufigen Preisentwicklungen bei Altpapier und Stahlschrott, die jüngsten Entwicklungen rund um die Übernahme von Suez durch Veolia, Kunststofftüten und deren Wandstärke sowie die Sammlung von Altgeräten und Batterien. Das Gewinnspiel dreht sich in diesem Monat um Musik. Antworten bitte an [email protected], zutreffende Einsendungen führen zum Gewinn einer unserer streng limitierten TrashTalk-Tassen. Let there be rock! Im zweiten Teil der Folge geht es dann im Gespräch mit VDA-Präsidentin Müller um die Rohstoffabhängigkeit der Industrie, die damit verbundene wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft sowie eines ganzheitlichen Lebenszyklusansatzes, der auch Aspekte wie das Design for Recycling mit berücksichtigt. Weitere Themen sind die Elektromobilität und der Umgang mit alten Akkus, der Einsatz von Sekundärrohstoffen in der Automobilproduktion, mögliche Kooperationen von OEMs mit Recyclingunternehmen und die Lücke in der Altautostatistik. Auch alternative Mobilitätskonzepte und Innovationen bei Batterietechnologien werden kurz gestreift, sollen aber vor allem bei der Fortsetzung des Gesprächs in fünf Jahren näher beleuchtet werden. Wir freuen uns schon jetzt darauf!
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ABOUT THIS SHOW
Trash Talk ist der Podcast für alle Themen rund um die Abfallwirtschaft. DGAW-Vorständin Julia Hobohm und EUWID-Chefredakteur Tom Wilfer beleuchten ein Mal im Monat die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen rund um die Entsorgungs- und Recyclingbranche. Auch darüber hinausgehende Aspekte zur Kreislaufwirtschaft wie Produzentenverantwortung und „Design for Recycling“ werden diskutiert.Im zweiten Teil einer jeder Ausgabe gehen die beiden Moderatoren im Gespräch mit wechselnden Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf spezielle Sonderthemen rund um Abfall, Recycling und Kreislaufwirtschaft ein.Der Podcast richtet sich an alle, die sich für die Branche sowie die Themen Abfallwirtschaft, Recycling, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit etc. interessieren. Mögliche Interessenten finden sich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Behörden, Umweltverbänden.
HOSTED BY
Julia Hobohm, Tom Wilfer
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