PODCAST · society

Vorträge (Brocken)

  1. 25

    Luftkrieg USA 2013 2026

    2013 hielt Barak Obama vor dem Kongress eine Rede zur Erklärung und Rechtfertigung seiner Drohnenpolitik. Es war die Zeit terroristischer Angriffe in westlichen Staaten und er argumentierte, dass damit eine neue Art von Bedrohung eingetreten sei. Die alten Regeln des "humanitären Kriegsrechts" werden von den Gegnern etablierter Staaten nicht mehr eingehalten und diese müssen sich auf neue Weise verteidigen. Explizit schloss er aus, Kriegsgefangene ohne juridische Verfahren umzubringen und gegen zivile Ziele vorzugehen. Das war die Situation 2013, gegenwärtig sieht es anders aus. Staatsführer haben die Bevölkerung ganzer Landstriche (mehrfach) vertrieben und während vorgeblicher Friedensgespräche mit mörderischen Luftangriffen begonnen. Ein Vortrag (2022) von Herbert Hrachovec zu Barak Obamas Rede erinnert an die Zeit vor der Entfesselung der Militärmacht. Dieser traurigen Inversion von "Yes, we can!"

  2. 24

    Thinking Nature

    Thinking Nature lautet der Titel einer Vortrags- und Workshopreihe, die seit 2025 im Rahmen des Forschungskreises “Poststrukturalismus, Gender Theory, Psychoanalyse” am Institut für Philosophie an der Universität Wien stattfindet (Kuratierung: Eva-Maria Aigner und Ralf Gisinger). Am 16. Oktober 2025 war Didier Debaise zu Gast der Reihe mit seinem Vortrag: „From Nature to the Earthbounds: Rethinking the Adventure of the Moderns“. Die Sendung stellt das Projekt von Thinking Nature vor und lässt anschließend die Hörenden an dem Vortrag teilhaben. Sendungsgestaltung: Heidi Wilm Musik: „Home We’ll Never Go (A Brothers Tale) + „Meet Me At The Station”, © Moniker Music Bild: “Thinking Nature”, © Evi Jägle. Infos zum Research Circle: https://poststrukturalismus.univie.ac.at

  3. 23

    Höhlen für Fortgeschrittene

    Das Schlüsselwort "Bildung" wird vom platonischen Höhlengleichnis vorgebildet. Es steht für einen Lernprozess, der mit den Anforderungen der Kulturumgebung bekannt macht, und Wissen in eins mit Augenmaß bewirken kann. Nicht Schatten, sondern Transparenz, nicht Grobheit sondern überlegtes Urteil. Drei Vortragsmitschnitte von Herbert Hrachovec heben die Attraktivität, aber auch die Schwachstellen dieser Bildgeschichte hervor.

  4. 22

    Zur Geschichte des Haushaltens und Bastelns

    Zwei Beiträge zum Thema Produktivität im privaten Lebensraum. Sie hören zwei Vorträge, gehalten am IFK im Jahr 2023: Matthias Donabaum: "Haushalte(n). Historische Perspektiven auf eine zentrale Ordnungskategorie" sowie Michael Bies: "Basteln. Geschichte einer (vermeintlich) 'kleinen Tätigkeit'"

  5. 21

    Der Räuber als Eigentumstheoretiker

    Vortrag, gehalten am IFK Wien am 10. Juni 2024 Von Schillers Theaterstück Die Räuber über dessen Erzählung Der Verbrecher aus verlorener Ehre bis zu Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas zeichnen sich die Jahrzehnte um 1800 durch eine auffallende literarische Konjunktur der Räuberfigur aus, so Sandra Janßen. Wie der Vortrag in seinen ersten beiden Teilen zeigt, […]

  6. 20

    Helen Silving, eine Frau aus dem Kelsen-Kreis.

    Birgit Langenberger editiert (unter technischer Unterstützung durch Andrea Adelsburg) und kommentiert den Vortrag Miriam Gassners anlässlich eines Symposiums zum 50. Todestag Hans Kelsens (2023): „Weiblich, jüdisch, vergessen?“. Der erste Teil beschreibt das Umfeld Hans Kelsens in Wien, der zweite die Karriere Helen Silvings nach der Emigration. Sie wurde zur ersten Rechtsprofessorin im Verwaltungsbereich der Vereinigten […]

  7. 19

    Landschaften ohne Land? Überlegungen zu einer interkulturellen Umweltsästhetik

    Die Sendung bringt einen Vortrag, den Mădălina Diaconu am 24. Jänner 2024 bei der Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie an der Universität Wien gehalten hat. Die Umweltästhetik hat die Gleichsetzung der Landschaft mit einem aus der Ferne betrachteten Bild kritisiert. Landschaftstheorien müssen nicht nur kulturell kontextualisiert werden, sondern sind auch geographisch-klimatisch bedingt, so die Hauptthese […]

  8. 18

    Freiheit in zwei Versionen: Hans Kelsen und Friedrich Hayek

    Clemens Jabloner leitet die Forschungsstelle „Hans Kelsen und sein Kreis“ am der Juridischen Fakultät der Universität Wien. Er hielt im Oktober 2023 im Rahmen eines Symposiums zum 50. Todestag Hans Kelsens den hier dokumentierten Vortrag mit dem Titel „Hans Kelsen und die Österreichische Schule der Nationalökonomie“.

  9. 17

    Wikis: Freiheit, aber mit Vorsicht

    Im Rahmen des Symposiums "Open Cultures" des Paraflows Festivals 2013 hielt Andreas KIrchner einen Vortrag über Erfahrungen mit einem Unternehmenswiki. Er erweiterte sie mit prinzipiellen Bemerkungen über diese Kommunikationsform. Ein wiederkehrendes Thema war "spezifische Freiheit", nämlich der Umstand, dass die vom Wiki gebotenen Chancen zur Produktivität sich jeweils unter bestimmten Voraussetzungen ergeben. Gesendet 22.10.2014

  10. 16

    Othering und Kulturrelativismus

    Ausschnitte aus zwei Vorträgen, die Elmar Holenstein („Othering – kulturelle Fremdheit und radikale (Levinas’sche) Andersheit“) und Monika Kirloskar-Steinbach („Die kulturrelativistische Herausforderung für die Philosophie der Interkulturalität. Das Beispiel der Menschenrechtsbegründung“) im Rahmen der Internationalen Fachtagung „Identität – Differenz, Selbstheit – Fremdheit. Interkulturelle und globale Herausforderungen – Philosophische Annäherungen“am 25. Juli 2009 gehalten haben. Die dreitägige Tagung wurde von der Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (GIP) veranstaltet und fand an der Universität Würzburg statt. Hakan Gürses hat die Vorträge zusammengeschnitten. Informationen über die GIP und die Tagung (auch Abstracts einzelner Vorträge): http://www.int-gip.de/termine.html

  11. 15

    Negative Sozialphilosophie

    Vortrag von Andreas Oberprantacher (Institut für Philosophie, Universität Innsbruck) zum Thema „Entfremdung“ (gehalten am 12. März 2010 in Wien, im Rahmen der von Burkhard Liebsch konzipierten Tagung „Negative Sozialphilosophie“ am IWK). Der Vortrag bietet zunächst einen Überblick über die Frühgeschichte der Entfremdungsthese bei Hegel, Marx und Engels. In einem zweiten Schritt wird die gegenwärtige Krise der Entfremdungsthese als Ausdruck neoliberaler Praktiken verstanden. In einem dritten Schritt versucht Oberprantacher, die Entfremdungsthese unter Berücksichtigung post-essenzialistischer Perspektiven neu zu formulieren. Sendungsgestaltung: Christoph Nothdurft

  12. 14

    Arnold Berleant: Sinn und Sinnlichkeit

    Der Doyen der Umwelt- und Sozialästhetik war erstmals zu Gast in Wien. Der US-amerikanische Philosoph Arnold Berleant war Ehrengast bei der internationalen Tagung „Hospitality and Mental Health“ an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien. In seinem Vortrag legte der Begründer der environmental aesthetics die Grundzüge seines Denkens dar. Berleant erläuterte die für ihn zentralen Begriffe der Sensibilität und des engagement und grenzte sich von Kant, Gadamer und den zeitgenössischen Naturästhetikern ab. Arnold Berleant wurde 1932 in Buffalo, New York, geboren, lehrte an der Long Island University und ist Past President der International Association of Aesthetics. Eine Sendung von Mădălina Diaconu mit Kompositionen von Arnold Berleant. Gesendet am 18.10.2017

  13. 13

    Das Freie Zirkulieren des Wortes Agieren und Handeln: Zur philosophischen Weiterführung eines Begriffs mit Hilfe der Gruppenpsychoanalyse.

    Wie kann man den Handlungsbegriff unter Einbeziehung des Unbewussten weiterdenken und was kann die philosophische Begriffsbildung zur Entwicklung einer auch gruppen/psychoanalytisch relevanten Handlungstheorie beitragen? Alice Pechriggl ging zur Beantwortung dieser Fragen in ihrem Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe der Neuen Wiener Gruppe | Lacan Schule SEKTION ÄSTHETIK | LOGIK auf einige methodologische Aspekte ihres Buches "Agieren und Handeln. Studien zu einer philosophisch-psychoanalytischen Handlungstheorie" (Transkript 2018) ein. Dabei hat sie die Prozessontologie in den Vordergrund gestellt, die dem Unbewussten besser Rechnung zu tragen verspricht. Und „vier Phasen des Vollzugs“ vorgestellt: mise en scène, mise en acte, mise en sens, mise en abîme. Elisabeth Schäfer hat den Vortrag aufgezeichnet und mit einigen Anmerkungen versehen. Alice Pechriggl, Philosophin und Gruppenpsychoanalytikerin, Professorin am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt, https://uni-klu.academia.edu/Pechriggl Playlist / Zusatzinfo: Les Tricoteuses, aus: Tricotage / Danielle Palardy Roger & Joelle Leandre 2000 Label: Ambiances Magnétiques

  14. 12

    Deleuze und die Logik des Wahnsinns

    Im Rahmen der Vortragsreihe „Wahn“ am Institut für Wissenschaft und Kunst hielt Marc Rölli (TU Darmstadt) im Jänner 2009 einen Vortrag mit dem Titel „Logik des Wahnsinns?“, in dem es vor allem um Gilles Deleuze und die Bedeutung des Wahnsinns für das Denken bzw. für die Philosophie ging. Gesendet am 13.5.2009

  15. 11

    „Andere Arbeit“: Tagungsbericht

    Die Tagung "Andere Arbeit" fand am IFK, dem Internationalen Forschungsforum Kulturwissenschaften, vom 22.-24.Jänner 2020 in Wien statt. Sie hören eine gekürzte Fassung des Eröffnungsvortrages, gehalten von Ulrike Herrmann: Das Ende des Kapitalismus. Was die Klimakrise für die Zukunft der Arbeit bedeutet. Im zweiten Teil folgt der Vortrag von Julia Friedrichs: Eine Klasse für sich. Was wird aus der Arbeitsgesellschaft, wenn Chancen und Vermögen mehr und mehr vererbt werden? Revision der Sendung vom 28.10.2020

  16. 10

    Es gibt keinen gerechten Krieg

    Bernhard Waldenfels, einer der bekanntesten deutschen Phänomenologen, hielt 2002, ein Jahr nach dem Anschlag in New York, einen Vortrag "Gewalt, Opfer, Verletzung. Humanismus und Terror nach dem 11. September". Seine Überlegungen haben nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Die Annahme, Gewalt sei roh und blind, gehört zu den verharmlosenden Klischees einer sich ihrer selbst allzu sicheren, technisch versierten Zivilisation. Eine Phänomenologie der Gewalt, die das Undenkbare zu denken versucht, wird nicht sogleich von der Rolle des Opfers zu der des Richters überwechseln, sondern Ziel und Art der leibhaftigen Verletzung, Formen der Mittäterschaft und das Ineinander von Ordnung und Gewalt bedenken, bevor zu neuen Kreuzzügen gegen die Gewalt aufgerufen wird. Gewalt bleibt Gewalt, auch wenn sie als Gegengewalt Gründe auf ihrer Seite hat. Revision der Sendung vom 24.6.2002.

  17. 9

    Das Unreduzierbare

    Der französische Philosoph Jean-Luc Marion hielt am 11.September 2012 einen Vortrag im Wiener Institut für die Wissenschaft vom Menschen: http://www.iwm.at/index.php?option=com_events&task=view_detail&Itemid=&agid=326&year=2012&month=09&day=11 Gesendet am 26.9.2012

  18. 8

    Konversations-Unterricht: Erste Beobachtungen zu Beethovens intellektuellen Interessen anhand von Gesprächsaufzeich-nungen mit ihm

    Vortrag von Peter Höyng, gehalten am 6. Mai 2013 am IFK, dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften. Versuch einer kulturwissenschaftlichen Erschließung von Beethovens Konversationsheften, in denen er im letzten Jahrzehnt seines Lebens wegen seiner Taubheit schriftlich mit Besuchern, Freunden und Bediensteten kommunizierte.

  19. 7

    Dan Zahavi: Scham als soziales Gefühl

    Dieser Vortrag wurde von Dan Zahavi am 03. Okt. 2013 am Institut für Philosophie der Universität Wien gehalten. Organisiert von der "Werkstatt Phänomenologie" und dem FB "Philosophie in einer globalen Welt" in Kooperation mit der ÖGPhänomenologie. Zwei thematisch nahestehende Veröffentlichungen sind online verfügbar unter: 2012 Zahavi, D.: "Self, consciousness, and shame." In D. Zahavi (ed.): The Oxford Handbook of Contemporary Phenomenology. Oxford. Oxford University Press, 2012, 304-323. http://cfs.ku.dk/staff/zahavi-publications/Shame-OUP-Proofs.pdf/ 2010 Dan Zahavi: "Shame and the exposed self. " In J. Webber (ed.): Reading Sartre: On Phenomenology and Existentialism. London: Routledge, 2010, 211-226. http://cfs.ku.dk/staff/zahavi-publications/Sartre_-_Shame.pdf/

  20. 6

    Die unsichtbare Ideologie der Post-Demokratie. Claude Lefort und die Kritik der Allsagbarkeit. Ein Vortrag von Felix Trautmann

    Im Rahmen der vom Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) veranstalteten Tagung zum Thema „Postdemokratie und die Verleugnung des Politischen“ hielt Felix Trautmann (Basel/Frankfurt/M.) im November 2012 einen Vortrag mit dem Titel „Die unsichtbare Ideologie der Post-Demokratie. Claude Lefort und die Kritik der Allsagbarkeit“. Redaktion: Gerhard Unterthurner

  21. 5

    Zum Begriff einer seignioralen Macht

    Im Rahmen der Tagung „Die Machtanalyse nach Foucault. 40 Jahre ‚Überwachen und Strafen’“ (18.-20.06.2015, IWK, Wien) hielt der Literatur- und Kulturwissenschaftler Joseph Vogl (Humboldt-Universität, Berlin) am 19. Juni 2015 einen Vortrag mit dem Titel „Zum Begriff einer seignioralen Macht“. Mit „Überwachen und Strafen“ hat der französische Philosoph und Wissenshistoriker Michel Foucault 1975 ein Buch veröffentlicht, das die gängigen Vokabulare des Machtdenkens – und damit der politischen Theorie und des Befreiungsdiskurses – durcheinandergewirbelt und neu konfiguriert hat. Nicht die negativen Bestimmungen von Gesetz, Repression und Verbot, sondern die produktiven Aspekte einer in bestimmte Bahnen gezwungenen Disziplinierung definieren die über die gesamten sozialen Beziehungen und Institutionen verteilte Eigentümlichkeit der Machtverhältnisse. Die Machtform der Disziplin ist „eine der großen Erfindungen der bürgerlichen Gesellschaft“, so Foucault, nämlich ein Mechanismus, aus den Körpern Zeit und Arbeit herauszuholen. Ihre Produktivität steht im Zeichen der Normalisierung und Steigerung der Lebenskräfte und sie fungiert in Abhängigkeit von einer „bestimmten Ökonomie der Diskurse der Wahrheit“. Das Symposion ging der Frage nach, wie die aktuellen Machtverhältnisse beschaffen sind, die uns in ihrem Bann halten. Welche Aktualität besitzen heute noch die Analysen der Disziplinierung, mit denen Foucault vor 40 Jahren Aufsehen erregte und eine breite Wirksamkeit entfalten konnte? Wie lässt sich das Verhältnis von Bio- und Disziplinarmacht in der Gegenwart bestimmen? Welche neuen Machtformen sind entstanden – und mit welchen begrifflichen Mitteln können sie erschlossen werden? Nähere Informationen zu Joseph Vogl unter: https://www.literatur.hu-berlin.de/de/institutsmitarbeiter/1680958 Playlist: The Claudia Quintet: Keramag Prelude (Album: „Royal Toast“ 2010). The Claudia Quintet: Keramag (Album: „Royal Toast“ 2010). Schnitt und Moderation: Luisa Drews, gesendet auf Radio Orange am 2.12.2015

  22. 4

    Hans Kelsen und die österreichische Wissenschaftskultur. Symposium zum 50. Todestag

    Sie hören gekürzte Fassungen der Symposiums-Vorträge von Horst Dreier: Einbegleitung – der ganze Kelsen, Franz Fillafer: Genius loci. Die Habsburgermonarchie als Angelpunkt von Kelsens Werk und Weltwirkung und Johannes Feichtinger: Hans Kelsen und die neue Wissenschaftsauffassung des Wiener Fin de Siècle Redaktion: Charlotte Annerl

  23. 3

    Die Gewalt der Schöpfung oder die Schöpfung der Gewalt? (2)

    Zweiter Teil der Sendung mit dem Vortrag von Grace M. Jantzen. Gesendet am 30.06.04

  24. 2

    Die Gewalt der Schöpfung oder die Schöpfung der Gewalt? (1)

    Religion fungiert noch immer als Rechtfertigungsinstrument von Gewalt. Welchen Beitrag leistet die christliche Exegese zu einem solchen Verstaendnis von Gewalt und Religion? In ihrem Vortrag, den sie auf der Tagung Das Geschlecht der Religion am 5. Juni 2004 in Linz gehalten hat, sucht Grace M. Jantzen nach alternativen Lesarten von bekannten Stoffen. Musik zur Sendung: Loomlight, Opus Akoben. Literatur zum Vortrag. Gesendet am 30.06.04

  25. 1

    Kafka in Frankenstein

    Die Sendung aus der Reihe "Philosophische Brocken" bringt den Mitschnitt eines Vortrags, den der Literaturwissenschaftler Benno Wagner am 10.1.2009 im IWK gehalten hat. Dieser öffentliche Abendvortrag fand im Rahmen eines Treffens des DFG-Forschungsnetzwerks „Gewalt der Archive“ (09.-11.01.2009, Wien) statt. Am 23. Februar 1915 wurde die Arbeiter-Unfall-Versicherungsanstalt für das Königreich Böhmen zu Prag durch einen Erlass des k.k. Ministerium des Innern angewiesen, unter ihrem Dach und ihrer Leitung eine „Landeszentrale für heimkehrende Krieger“ zu konstituieren. Der Schriftsteller Franz Kafka, der als ein leitender Beamter der AUVA in Friedenszeiten unter anderem für die Organisation des Schutzes der böhmischen Arbeiter vor Industrieunfällen verantwortlich war, engagierte sich nun für die Einrichtung einer Nervenheilanstalt für traumatisierte Frontsoldaten. Der Vortrag entwickelt den historischen Rahmen und die diskursiven Voraussetzungen dieses Einsatzes im Spannungsfeld von Biopolitik (Unfallversicherung) und Thanatopolitik (industrialisierter Krieg), und er rekonstruiert die bemerkenswerten Interventionen, die Kafka zum einen in seinen kriegspublizistischen, zum anderen in seinen literarischen Texten in dieses Feld hinein unternommen hat. Nähere Informationen zu Benno Wagner unter: http://www.benno-wagner.net/ Schnitt und Moderation: Luisa Drews

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