Wir Nachkriegskinder

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Wir Nachkriegskinder

Zeitzeug*innen erinnern sich an ihre Kindheit in den Nachkriegsjahren des 2. Weltkriegs und sprechen über die Spuren des Krieges, ihre Lebenssituation in Familie, Schule und Beruf. Was sie erzählt bekamen und was sie selbst erlebten: Alltagsgeschichten und besondere Erlebnisse aus den 1950igern und 1960igern.Sendungsgestaltung: Eva SchermannFreies Radio Freistadt

  1. 24

    Wir Nachkriegskinder: Sepp Mostbauer

    Geboren und aufgewachsen in Knittelfeld lebt er die ersten Jahre mit seinen Eltern beim Vater der Mutter in einem Haus mit Hühnern und Hasen, worüber er in seinem Buch „Der kurze Atem des Kleintierzüchters“ – es ist die Geschichte des Großvaters- ausführlich erzählt. Danach übersiedelt die Familie nach Oberösterreich, betreibt eine Hühnerzucht und danach ein Gasthaus. Er erzählt von den Menschen, die rund um ihn leben, von seiner Schulzeit und seinem Wehrdienst beim Bundesheer und von der Musik, die ihn in diesen Jahren begleitet.

  2. 23

    Wir Nachkriegskinder: Hans Pammer

    Hans Pammer, aufgewachsen in Thierberg (Hirschbach) erzählt von seinen Erinnerungen an den Krieg: was die Männer im Wirtshaus davon berichteten, was ihm Vater und Mutter überlieferten, was er noch selbst in der Besatzungszeit erlebte und was er schließlich bei seiner Arbeit im Linzer Landesarchiv  entdeckte. Daraus ergibt sich ein vielschichtiges Bild, wobei er als Historiker berichtet, ohne zu beurteilen, jedoch  von den Schrecken des Krieges tief beeindruckt und geprägt wurde.

  3. 22

    Wir Nachkriegskinder: Karolina Haiböck

    Karolina Haiböck, Jahrgang 1949, ist geboren und aufgewachsen   im Hausruckviertel auf einem Bauernhof. Kriegsnähe hat sie auf Anhieb kaum gespürt, war doch der Vater als Bauer davor bewahrt geblieben, einrücken zu müssen. Bei genauerem Hinsehen erkennt sie sehr bald, dass die Folgen des Krieges in den Seelen der Betroffenen Spuren hinterlassen haben.

  4. 21

    Wir Nachkriegskinder: Grete Weichselbaum

    Geboren und aufgewachsen ist Grete Weichselbaum in Eibenstein bei Reichenthal, Gemeinde Rainbach. Prägend für sie war der Großvater, der bereits aus dem ersten Weltkrieg  Kriegsversehrt zurückkam und der den Vater davor warnte, zur SS zu gehen, als dieser als 16jähriger kurz vor Kriegsende noch einberufen wurde. Aus den Erzählungen der Großeltern und Eltern war sie mit den Geschehnissen des Krieges vertraut und umso mehr schätzt sie wie sie aufwachsen durfte, zwar bescheiden, jedoch behütet und geleitet von liebevollen Erwachsenen.  

  5. 20

    Wir Nachkriegskinder: Ingrid Hartl

    Aufgewachsen ist Ingrid Hartl, Jahrgang 1944 ,in St. Oswald bei Haslach, wo ihr Vater Zöllner war. Sie erzählt  Erlebnisse aus ihrer Kindheit, die sie an der tschechischen Grenze in einem Zollhaus verbrachte  Der Vater  hat ein Tagebuch über seine eigenen  Erlebnisse mit seinem Spurenhund und die Erlebnisse seiner Kinder entlang der Grenze geführt. Es geht um Schmuggler, Erdbeerpflücker und geflüchtete tschechische Grenzsoldaten. Verwendet wurde ein Interview aus dem Jahr 2017. Die Geschichte über ihre Erstkommunion, die sie schriftlich beisteuerte, liest  Eva Schermann.

  6. 19

    Wir Nachkriegskinder: Fritz Fellner

    Fritz Fellner, Jahrgang 1955, ist aufgewachsen in Selker. Als ehemaliger Leiter des Schlossmuseums Freistadt verfügt er über ein umfangreiches Wissen der Stadtgeschichte und die besondere Situation in der Nachkriegszeit in  Freistadt nach dem 2. Weltkrieg. Wobei persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mit einfließen.

  7. 18

    Wir Nachkriegskinder: Elfriede Aufreiter

    Elfriede Aufreiter, Jahrgang 1950, verbringt ihre Kindheit und Jugend relativ ruhig im Haus und Gasthaus ihrer Eltern in Trosselsdorf (Neumarkt). Stark geprägt wird ihr Leben durch den im Krieg verletzten Vater und die aus dem böhmischen Buchers vertriebene Familie ihrer Mutter, Eltern, die ihr jedoch eine geborgene und fröhliche Jugend ermöglichen.

  8. 17

    Wir Nachkriegskinder: Ernst Aigner

    Aufgewachsen ist Ernst Aigner, Jahrgang 1955, in Reichenau als Sohn eines Tischlers, zusammen mit vier Geschwistern in der ihn prägenden Familie und  der Reichenauer Dorfgemeinschaft. Er schildert das einfache Leben seiner Kindheit in großer Freiheit und die Entwicklung und Veränderung der Gesellschaft. Dies geschieht nicht zuletzt dadurch, dass er allmählich die historischen und sozialen Zusammenhänge erfährt und verstehen lernt. Da sein Interview so umfangreich wurde, gibt es den zweiten Teil davon am 31.10.2022 um  15.00 und ist dann unter diesem Datum zum Nachhören möglich. Das Musiklose Podcast ist unter dem ersten Datum zu hören und herunterzuladen.

  9. 16

    Wir Nachkriegskinder: Mena Lasinger

    Mena Lasinger, Jahrgang 1940, ist in Wien geboren. Sie  übersiedelt  als Vierjährige 1944 mit ihren Eltern und Geschwistern in ein kleines Dorf in Tirol. Dort erlebt sie auch die Nachkriegszeit in bescheidenen Verhältnissen, zwar nicht ohne Einschränkungen, jedoch ohne ärgere Bedrohungen.

  10. 15

    Wir Nachkriegskinder: Leopold Sixt

    Dem Geburtsjahr nach ist Leopold Sixt, Jahrgang 1934, kein echtes in der Nachkriegszeit geborenes Kind, doch erlebt er als Bub bei seiner Großmutter in Hirschbach die Kriegs- und ersten Nachkriegsjahre und weiß viel über diese Zeit zu erzählen, über Flüchtlinge und Schmuggel. Er erinnert  sich auch an zwei aus dem KZ Mauthausen Geflohene, die von seiner Großmutter mit Kleidung und Essen versorgt wurden.

  11. 14

    Wir Nachkriegskinder: Greti Affenzeller

    Als Tochter der Windhaager Hebamme erlebt Greti Affenzeller, Jahrgang 48, ihre Kindheit und Jugend einerseits in dörflicher Geborgenheit, andererseits muss sie als Kind einer „berufstätigen“ Mutter in der damaligen Zeit frühzeitig selbständig werden. Sie schildert das einfache, bescheidene Leben in dieser Zeit und hat am Beispiel ihrer Cousine deutlich miterlebt, wie es damals uneheliche Kinder viel schwerer gehabt haben. Was der Krieg ihrer Familie an Opfern abverlangt hat und wie sie doch immer empfunden hat, dass es  aufwärts geht. Dankbar ist sie dafür aber sie weiß sehr wohl, dass es den nachkommenden Generationen nicht immer so gut gehen kann.

  12. 13

    Wir Nachkriegskinder: Maria Birklbauer

    Aufgewachsen ist Maria Birklbauer, Jahrgang 1950, in Unterwald nahe der Grenze zu Tschechien an der Maltsch. Heute unvorstellbar ist die Nähe zu Tschechien, war doch damals der Nachbarort  Zirnetschlag  über eine Fußgängerbrücke  leicht zu erreichen. Die Familie zog dann nach  Leopoldschlag, wo sie auf ihrem dortigen Hof ein gutes Auskommen fand. Nach dem frühen Tod ihres Vaters, der geschwächt durch den Krieg bald starb,  kamen sie und ihre Mutter und ihre Schwester schließlich nach  Freistadt, wo sie  ihren Weg zur  Lehrerin schaffte.

  13. 12

    Wir Nachkriegskinder: John Owen

    John Owen, Jahrgang 1947,  spricht über die nicht unbeträchtlichen Spuren des Krieges in England, wo er in Yorkshire aufgewachsen ist. Er schildert das einfache Leben vor und während des Krieges in England und berichtet  vom Wiederaufbau des zu einem Drittel zerstörten London und anderer zerstörter Städte, wo neue Ideen im Wohnungsbau entwickelt wurden. Wie er zunächst Chemie studierte, weil ihn diese Wissenschaft in der Schule fasziniert hatte. Inzwischen  ist sein künstlerisches Talent stärker zum Durchbruch gekommen, nachdem er der Liebe wegen ins Mühlviertel übersiedelt ist,  und er ist schließlich Maler geworden und hat ein Atelier in der Freistädter Pfarrgasse.

  14. 11

    Wir Nachkriegskinder: Grete und Gottfried Kerschbaumayr

    Grete und Gottfried Kerschbaumayr  sind beide im Mühlviertel in Freistadt aufgewachsen. Grete kommt aus  einer Freistädter Kaufmannsfamilie, sie erlebt mit, wie die Eltern nach dem Krieg die Kunden unterstützen und sie weiß aus Erzählungen, dass die Eltern Menschen versteckten, um sie vor Verhaftungen zu schützen. Gottfried hat noch die die russische Besatzung in Freistadt miterlebt und weiß davon zu berichten.- Freistädter Kaufmanns- Leben und Bauern-Leben nach dem Krieg, Spuren des Krieges in Freistadt auch in den Köpfen der Menschen, das sind die Themen im Interview mit Grete und Gottfried aus Freistadt.

  15. 10

    Wir Nachkriegskinder: Rudi Jacky Müller

    Aufgewachsen ist Rudi Müller in Meidlinger Hinterhöfen- behütet von der Großmutter, da die Eltern noch sehr jung sind. Er „entkommt“ der Meidlinger Gang, als er erkennt, dass er durch Abend- Matura und Fortbildung bessere Berufs- Chancen hat und er zieht es durch. Eindrucksvoll beschreibt er das Zusammenleben der Jugendlichen in diesem Umfeld. Er wird Lehrer, heiratet und kommt durch den Mann seiner Tochter ins Mühlviertel. Hier kann er seiner Leidenschaft des Liedermachens und Singens nachkommen unter dem Namen „Jacky Müller“, was er auch in dieser Sendung tut.

  16. 9

    Wir Nachkriegskinder: Eva Schermann

    Eva Schermann, Jahrgang 1949, erfährt aus den Erzählungen ihrer Eltern von den Kriegsgeschehnissen und sieht die Spuren des Krieges in Wien- zerbombte Häuser, rund um die sie mit vielen anderen  Kindern spielt und erlebt daneben große Freiheit in der noch stillen Großstadt und in der Geborgenheit in ihrer  Familie. Sie wächst in der Bescheidenheit des täglichen Alltags und in der  Sicherheit einer intakten Gesellschaft auf, wofür sie dankbar ist.

  17. 8

    Wir Nachkriegskinder: Josef Eidenberger

    Josef Eidenberger, Jahrgang  1949 , erzählt von seiner Kindheit und Jugend nach dem 2. Weltkrieg. Seine Kindheit ist geprägt vom oftmaligen Wohnungswechsel von Enns ins Mühlviertel. Was es für ihn bedeutete, mit zehn Jahren im Sommer bei Bauern zu arbeiten, um „aus der Kost“  zu kommen und schließlich doch seinen Weg zu machen, erzählt er. Und seine erste Begegnung mit dem KZ Mauthausen ist für ihn ein starkes und bleibendes Erlebnis.

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Zeitzeug*innen erinnern sich an ihre Kindheit in den Nachkriegsjahren des 2. Weltkriegs und sprechen über die Spuren des Krieges, ihre Lebenssituation in Familie, Schule und Beruf. Was sie erzählt bekamen und was sie selbst erlebten: Alltagsgeschichten und besondere Erlebnisse aus den 1950igern und 1960igern.Sendungsgestaltung: Eva SchermannFreies Radio Freistadt

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