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PODCAST · society

WOODCAST | Schall und Rauch

Der Podcast soll Brand- und Schallschutz im Holzbau verständlich und praxisnah vermitteln, indem er die wichtigsten Begriffe, Regelwerke und Schutzziele erklärt und die Lücke zwischen Normen/Theorie und der konkreten Umsetzung auf der Baustelle schließt. Gleichzeitig will er Orientierung geben, wie Holzgebäude baustoffneutral das geforderte Sicherheitsniveau erreichen, typische Missverständnisse aufklären und in weiteren Folgen Schritt für Schritt durch zentrale Regelwerke führen – unterstützt durch Beispiele und Gespräche mit Gästen. Es werden alle Themen um das Bauen mit Holz behandelt, jedoch liegt der Fokus auf Brand und Schallschutz

  1. 7

    Folge 6a – Sonderbegriffe im Baurecht: Bausatz, Abweichung und Typgenehmigung

    Nach einer kurzen Osterpause sind Adrian und Michl zurück – und starten mit einer kompakten Sonderfolge zu zentralen Begriffen im Baurecht, die in der Praxis oft für Verwirrung sorgen. Zu Beginn gibt es eine kurze Wiederholung: Was unterscheidet Bauprodukte von Bauarten und wie funktionieren die europäischen und nationalen Nachweiswege? Im Fokus der Folge stehen dann drei wichtige Begriffe: Europäischer Bausatz: Was steckt hinter diesem oft übersehenen Konzept und wie unterscheidet es sich von Bauprodukt und Bauart? Nicht wesentliche Abweichung: Wann darf man von Regeln abweichen – und wann wird es kritisch? Wer trägt die Verantwortung? Typgenehmigung: Der Schlüssel zum seriellen Bauen – wie funktioniert sie, wo gilt sie und was bringt sie wirklich? Anhand praxisnaher Beispiele aus dem Holzbau erklären die beiden, wie diese Begriffe einzuordnen sind und worauf es in der Anwendung ankommt. Zum Abschluss gibt es noch Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen und spannende Inhalte aus der Holzbaubranche. Jetzt reinhören und die Systematik im Baurecht besser verstehen.

  2. 6

    Folge 6 | Bauart verstehen: Der Schlüssel zum richtigen Bauen

    In dieser Folge tauchen wir tief in ein zentrales Thema des Bauwesens ein: den Unterschied zwischen Bauprodukten und Bauarten – und warum genau dieses Verständnis in der Praxis entscheidend ist, um Fehler und teure Probleme zu vermeiden. Nach einer kurzen Wiederholung der letzten Episode erklären wir Schritt für Schritt: Was genau ein Bauprodukt ist und wie es geregelt wird Warum Bauarten ausschließlich national geregelt sind Wie aus einzelnen Bauprodukten überhaupt ein Bauwerk entsteht Wo man die relevanten Regelwerke findet (MVVTB, DIBt, EOTA etc.) Anhand praxisnaher Beispiele – wie Wärmedämmverbundsystemen oder Trockenbauwänden – zeigen wir, worauf es wirklich ankommt: Das korrekte Lesen und Anwenden von Zulassungen und Kombibescheiden Die Unterschiede zwischen allgemeiner Bauartgenehmigung und Einzelfalllösung ypische Fehlerquellen auf der Baustelle und wie man sie vermeidet Die wichtigste Erkenntnis: Ein Zulassungsbescheid ist kein Freifahrtschein – nur wer ihn vollständig versteht und exakt umsetzt, erfüllt auch die Anforderungen.

  3. 5

    Folge 5 | Bauprodukt oder Bauart? – Wie aus Einzelteilen ein Bauwerk entsteht

    In dieser Folge des Woodcasts setzen Adrian und Michel ihre Reise durch das Bauordnungsrecht fort – und widmen sich einem Thema, das in der Praxis immer wieder für Verwirrung sorgt: Bauprodukte und Bauarten. Was genau ist eigentlich ein Bauprodukt? Und wann wird daraus eine Bauart? Anhand eines einfachen Beispiels – dem klassischen Dachstuhl – erklären die beiden, wie einzelne Bauprodukte wie Sparren, Pfetten oder Nägel zusammenwirken und erst durch ihre richtige Anwendung zur Bauart werden. Dabei wird auch klar: Selbst wenn alle Produkte korrekt sind, kann eine falsche Ausführung dazu führen, dass das Bauwerk nicht den Anforderungen entspricht. Außerdem geht es um die Frage, wann Bauprodukte überhaupt verwendet werden dürfen. Adrian und Michel erklären die wichtigsten Grundlagen rund um: CE-Kennzeichnung und europäische Produktnormen European Assessment Documents (EAD) und ETA nationale Regelungen und Zulassungen allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen und Zustimmungen im Einzelfall Prüfzeugnisse und ihre Bedeutung Überwachungssysteme für Bauprodukte Dabei wird auch deutlich, warum Kennzeichnungen allein noch keine Garantie für die Verwendbarkeit sind – und weshalb Bauprodukte immer im Zusammenhang mit den Anforderungen des Bauwerks betrachtet werden müssen. Zum Abschluss geben Adrian und Michel einen Ausblick auf die nächste Folge: Dann geht es darum, wie aus geprüften Bauprodukten über Bauarten ein fertiges Bauwerk entsteht.

  4. 4

    Folge 4 | Von der MVV TB zum Bauteil – Holztafelbauwand und Massivholzdecke richtig planen

    Wie wird aus einer technischen Baubestimmung ein konkretes Bauteil? In Folge 4 gehen wir den entscheidenden Schritt von der Theorie in die Praxis. Nachdem wir in den letzten Episoden die Systematik der MVV TB und ihre Rolle im Bauordnungsrecht beleuchtet haben, zeigen wir diesmal ganz konkret, wie man mit ihr arbeitet. Anhand einer tragenden Holztafelbauwand – einmal in Gebäudeklasse 3 und einmal in den Gebäudeklassen 4 und 5 – erklären wir Schritt für Schritt: Welche Anforderungen ergeben sich aus dem Brandschutznachweis? Wann greift die DIN 4102-4, wann der Eurocode 5? Welche Rolle spielt die Muster-Holzbau-Richtlinie? Und wann brauche ich eine Zulassung oder sogar eine Bauartgenehmigung? Zusätzlich werfen wir einen Blick auf Massivholzdecken – insbesondere den Unterschied zwischen Brettstapeldecken und Brettsperrholzdecken im Brandfall. Warum ist der rechnerische Nachweis hier nicht immer möglich? Und welche Bedeutung haben ETA und EAD in der Praxis? Diese Folge liefert eine klare Guideline für Planer und Ausführende: Wie komme ich systematisch von der MVV TB zum zulässigen, nachweisbaren Bauteil? Praxisnah, strukturiert und mit dem nötigen Blick fürs Detail.

  5. 3

    Folge 3 | Vom Schutzziel zur Regel: Wie Bauordnungsrecht wirklich funktioniert

    In dieser Folge des Woodcasts vertiefen Adrian und Michael das gemeinsame Fundament der vergangenen Episoden und widmen sich einer zentralen Frage der Planungspraxis: Wie entstehen baurechtliche Anforderungen – und wie wendet man sie sinnvoll an? Ausgehend von historischen Brandereignissen und gesellschaftlichen Katastrophen zeigen die beiden, warum das Bauordnungsrecht kein Selbstzweck ist, sondern ein Instrument des gesellschaftlichen Schutzes. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der einzelne Baustoff, sondern immer das Gesamtsystem Bauwerk. Schritt für Schritt erklären Adrian und Michael den Weg vom Grundgesetz über die Landesbauordnungen bis zur Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVVTB). Dabei wird deutlich, wie Schutzziele formuliert werden, wie technische Regeln zugeordnet sind und warum das Prinzip „vom Groben ins Feine“ der Schlüssel zum Verständnis ist – sei es im Brandschutz, im Schallschutz oder bei anderen Grundanforderungen. Anhand konkreter Beispiele aus Holzbau und Schallschutz wird gezeigt, Warum technische Normen keine Gesetze sind, Welche Rolle die Bundesländer bei der Einführung und Modifikation spielen und wie Planerinnen und Planer sich sicher durch den „Dschungel“ des Bauordnungsrechts bewegen können. Die Folge nimmt bewusst die Angst vor Paragrafen und Regelwerken und macht Mut: Bauordnungsrecht ist logisch aufgebaut, lösungsorientiert – und ein Werkzeugkasten, kein Hindernis. Ein Ausblick auf Sonderlösungen, Abweichungen und Genehmigungswege bildet den Auftakt zur nächsten Folge.

  6. 2

    Folge 1 | Grundlagen und Ziele

    In dieser Auftaktfolge des Woodcast stellen sich Adrian Blödt und Michael Merk als Hosts vor und erklären, warum sie den Podcast starten: Sie wollen Brand- und Schallschutz im Holzbau verständlich aufbereiten und dabei die Lücke zwischen Normen/Theorie und Praxis schließen. Inhaltlich schaffen sie zuerst ein gemeinsames Fundament, indem sie Gebäudeklassen und Sonderbauten voneinander abgrenzen, die Schutzziele des Brandschutzes erläutern und klarstellen, dass das Bauordnungsrecht baustoffneutral ist – Holzgebäude erfüllen also grundsätzlich das gleiche Sicherheitsniveau wie Massivbauten. Außerdem ordnen sie typische Begriffe wie feuerhemmend/hochfeuerhemmend/feuerbeständig, die Rolle der F-Klassen sowie die „abweichend“-Begriffe ein und geben einen Ausblick auf kommende Episoden, in denen die Muster-Holzbau-Richtlinie und der Schallschutz im Holzbau praxisnah durchgearbeitet und weitere Holzbau-Themen (u. a. Feuchte, Ausführung, Rohstoffe) mit Gästen diskutiert werden

  7. 1

    Folge 2 | Holzbauweisen

    Im zweiten Teil der Folge ordnen Adrian und Michel die wichtigsten Begriffe und Bauweisen ein und erklären, warum im Holzbau nicht „das Material“, sondern das System aus Schichten, Details und Nachweisen entscheidend ist. Sie unterscheiden Holztafelbau (Ständer/Riegel mit Gefachen und Hohlräumen, die brandschutztechnisch gezielt behandelt und mit passenden Bekleidungen/Beplankungen aufgebaut werden) von Massivholzbau mit monolithischen Elementen wie Brettsperrholz (CLT) (orthogonal verklebte, meist symmetrische Lagen zur besseren Maßhaltigkeit) und Brettstapel (stehende Lamellen, geklebt oder mechanisch verbunden), wobei bei Massivholz die Hohlraumfreiheit zentral ist und kleinere Fugen innerhalb der Zulassungen tolerierbar sind. Ein gemeinsamer Schlüsselbegriff ist die Luftdichtheit: Michel erklärt sie als Brandschutzprinzip gegen tiefe Brandweiterleitung, Adrian greift sie als entscheidenden Punkt gegen Fugenschall auf. Außerdem sprechen beide über hybride Kastenelemente („Zwitter“), die brandschutztechnisch eher wie Tafelbau einzuordnen sind, akustisch aber großes Potenzial durch mehrschalige Wirkprinzipien haben. Im Q&A drückt Michel Adrian auf eine klare Aussage, was akustisch „am besten“ sei – Adrian betont, dass gute Werte über Masse, Entkopplung, Dämpfung, Dichtheit und Flanken entstehen und dass Massivholz „pur“ (z. B. eine reine CLT-Decke) ohne Zusatzaufbauten beim Trittschall nicht ausreicht. Zum Schluss wird der Aufbau mehrgeschossiger Bauteile angerissen: nach Musterholzbau-RL sind Bekleidungen mineralisch; Hohlräume werden mit nichtbrennbarer, raumbeständiger Verfüllung geplant, und beide betonen, dass es keine „F90-Platte“ gibt, sondern nur Konstruktionen, die als Gesamtsystem die geforderte Leistung erreichen.

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HOSTED BY

Michael Merk und Adrian Blödt

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Der Podcast soll Brand- und Schallschutz im Holzbau verständlich und praxisnah vermitteln, indem er die wichtigsten Begriffe, Regelwerke und Schutzziele erklärt und die Lücke zwischen Normen/Theorie und der konkreten Umsetzung auf der Baustelle schließt. Gleichzeitig will er Orientierung geben, wie...

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