PODCAST · society
Zeitrisse
by Tonquelle Hofer / RAG
Allerlei Geschichten die eines gemeinsam haben: Sie sollen Fantasie und Kreativität anregen und beim Zuhörer Gedankenschlösser entstehen lassen. Das Themenfeld erstreckt sich von Steampunk bis hin zu unglaublichen Begebenheiten aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
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207
Wassersport im alten Zürich
Der Schwimmsport ist durchaus keine Erfindung der Neuzeit, wie alte Dokumente aufzeigen tummelten sich Männer und Knaben schon im 17. Jahrhundert im Zürichsee. Aussen vor blieb der Schicklichkeit wegen die Damenwelt, trotzdem erfrischten sie sich offenbar (zum Unmut der Stadtoberen) in Zürichs Brunnen. Um diesem Wildwuchs entgegenzuwirken, baute die Stadt 1837 das erste von mehreren Frauenbädern.
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206
Gottfried Keller: Lebendig begraben
Ein Bild das immer wieder auftaucht in der Schauerliteratur: "Lebendig begraben" ist ein unerschütterlicher Grundpfeiler dieses Genres. Auch Gottfried Keller nahm sich 1846 dem Thema an, einfühlsam gedichtet, nimmt er einen mit auf die letzte Reise und weckt schlummernde Ängste. Ich hoffe meine Interpretation gefällt, man bilde sich doch bitteschön ein eigenes Urteil.
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205
Aus der Werkstatt eines städtischen Berufsberaters
Die Suche nach einem passenden Beruf war noch nie einfach, schon vor 100 Jahren, wie im hier vertonten Bericht "Aus der Werkstatt eines städtischen Berufsberaters" (gefunden in "David Bürkli's Züricher Kalender auf das Jahr 1929"), wurde berufskundigen Fachpersonen (Berufsberater) die Tür eingerannt. Lokführer? Kapitän? Pilot? Schriftstellerin? Nun, die wenigsten Job-Aspiranten landen schlussendlich in ihrem Traumberuf, da hat sich bis heute nicht viel geändert.
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204
Die Orientfahrt des Lesezirkels Hottingen
Wir schreiben das Jahr 1899, der Kulturverein Lesezirkel Hottingen veranstaltete eine "Orientfahrt" in der Tonhalle Zürich. Und es war weit mehr als bloss ein "Kränzchen", es wurde ein gigantisches Kostümfest, mit Orchester und Showeinlagen in den extra angefertigten Kulissen und selbst die Festschrift "Orientfahrt - von Hottingen bis Jeddo" überbot alles bisher dagewesene. Ein legendärer Event von dem man in Zürich noch jahrelang sprach, das Vereinsfest geriet zur "Abendunterhaltung" der Extraklasse.
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203
Die Tellenfahrt des Lesezirkels Hottingen
Der 1. August, Bundesfeiertag der Schweiz, 1891 erstmals initiiert, seit 1899 regelmässig gefeiert. Der Zeitrisse-Podcast springt auf den nationalen Gaul und begibt sich auf Spurensuche, landet beim Nationalhelden Wilhelm Tell und Dichter Friedrich Schiller, wagt sich 1904 anlässlich der "Tellenfahrt des Lesezirkels Hottingen" aufs Wasser und besucht schlussendlich im Jahr 1977 im Zürcher Albisgüetli das Musical Tell! von Beat Hirt und Thomas Fortmann.
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202
Photographischer Dilettantismus
Schon in den Anfängen der Photographie (neue Schreibweise: Fotografie) wurde eine wahre Bilderflut losgetreten, die Qualität dieser Lichtbilder war aber oftmals mangelhaft, was aber auch kein Wunder war, da sich vor allem Amateure des neuen Mediums bemächtigten. "Photographischer Dilettantismus" - ein Essay von Oscar Bein aus dem Jahr 1904 - zeigt schnell auf, dass sich diesbezüglich bis heute nicht viel geändert hat, ausser vielleicht, dass die winzigen Kameras mittlerweile in jedem Smartphone stecken, damit immer und überall alles fotografiert werden kann, TikTok und Co. lassen grüssen.
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201
Poesiealbum №6
Et voilà - Poesiealbum №6 - die Fortsetzung der zeitrissigen und äusserst beliebten Poesie-Serie, sprich es gibt wieder mal Gereimtes, Balladen von Raubrittern (die dem Wein verfallen sind) und von einem edlen Ritter, der um die Hand "Des Ratsherrn Töchterlein" buhlt. Des weiteren ist die Rede ist von einem ersehnten Gewitter und von Mohikanern, die sich dann Jahre später anlässlich einer Klassenzusammenkunft wieder über den Weg laufen.
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200
Ueber das Brauereigewerbe einst und jetzt
"Ueber das Brauereigewerbe einst und jetzt" ist ein Artikel aus "Die Schweiz – Schweizerische illustrierte Zeitschrift» aus dem Jahr 1899. Der ungenannte Autor beschrieb hier die Entwicklung des Bieres, von der Antike bis in die Gegenwart, womit natürlich das Ende des 19. Jahrhunderts gemeint war. Erst ganz am Schluss wird klar, dass es sich um eine eigentliche Laudatio für die Rheinfelder Brauerei Salmenbräu handelte, die damals ihr hundertjähriges Bestehen feierte.
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199
Erich Kästner: Der synthetische Mensch
Der deutsche Schriftsteller Erich Kästner (1899-1974) ist vor allem als Kinderbuchautor bekannt, er hatte aber noch eine ganz andere Seite, er schrieb gesellschafts- und zeitkritische Gedichte und Romane, "Der synthetische Mensch" etwa ist Science Fiction pur und "Patriotisches Bettgespräch" ist Realsatire. Mit "Fabian" überschritt Kästner die von den Nazis gezogene rote Anstands-Linie, der Roman landete - anlässlich der vom Regime inszenierten Bücherverbrennungen - auf dem Scheiterhaufen.
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198
Die Wiedergeburt der Venus
Das Essay "Die Wiedergeburt der Venus" von Hans W. Fischer ist ein Streifzug durch die Welt der alten Götter, der Kunst und der Erotik. Mittelpunkt und Verbindungselement der einzelnen Podcast-Parts ist Venus, die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit. In der zweiten Abteilung finden wir Dr. F. Mehns, ein mysteriöser Bohemien und Reimeschmied aus den 1910ern, er schmolz beim Anblick von Venus wohl auch wie Eis in der Sonne.
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197
Isabelle Kaiser: Vale carissima!
In dieser Zeitrisse-Geschichte - "Vale carissima!" ("Leb wohl, Liebste!") - geht es ins alte Rom: Die Schweizer Schriftstellerin Isabelle Kaiser zimmerte anno 1899 ein Drama in dem es um Liebe, Eifersucht, Verrat, Leben und Tod ging, allzu genau nahm es die Autorin allerdings nicht mit den historischen Fakten. Trotzdem, eine spannende Geschichte und es hat Spass gemacht, als Sprecher selber mal in der Circus-Arena zu stehen und dem wilden Geschehen zwischen tatarischen Tigern und Jungfrauen, Leben einzuhauchen.
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196
Wie doch die Zeit vergeht!
"Wie doch die Zeit vergeht!" beinhaltet philosophische Gedanken zum Leben, respektive zur Zeit, die aus menschlicher Warte betrachtet, manchmal schneller oder aber auch langsamer vergeht. Das Essay stammt aus "Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens", Band 7, 1912.
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195
Ad Astra
In den Kindertagen der Passagierluftfahrt war das Fliegen noch ein richtiges Abenteuer: während man in einem Zeppelin-Luftschiff schon recht luxuriös reiste, hatte man in den Flugzeugen Mitte der 1920er doch noch einige Abstriche zu machen. Der Bericht aus dem Jahr 1926 wurde von Anna Dück-Tobler verfasst, die Lehrerin und Journalistin arbeitete damals für die Zeitschrift "Die Schweizer Hausfrau". Mit der Fluggesellschaft Balair geht es vom Flugplatz Basel-Sternenfeld nach Frankfurt am Main, notabene mit Zwischenlandung in Karlsruhe.
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194
Frauentränen
Reinhold Ortmann, der Autor des hier rezitierten Essays "Frauentränen" (1912) wusste - als langjähriger Dramaturg am Thalia-Theater in Hamburg - nur zu gut worüber er schrieb, gehören doch Tränen seit jeher zum "daily Business" eines Theaterbetriebes. Eine ältere, lebenserfahrene und äusserst sympathische Dame erwähnte kürzlich in einem Gespräch mir gegenüber, dass übrigens auch "Männertränen" eine grosse Macht besässen, vermutlich seien diese Tränen noch mächtiger als diejenigen Tränen der holden Weiblichkeit. Aha, ein Aspekt der nicht ausser acht gelassen werden sollte, "Männertränen" etwa als titelgebendes Thema einer weiteren Zeitrisse-Episode?
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193
Zwischen Himmel und Erde
Die Platznot in Städten ist ein allgegenwärtiges Thema. Um dem entgegenzuwirken, begann man im frühen 20. Jahrhundert in Ballungszentren in die Höhe zu bauen, Vorreiter diesbezüglich war die Stadt New York, die nur schon wegen der topografischen Gegebenheiten dazu gezwungen war. Der Artikel "Zwischen Himmel und Erde" (aus "Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens", 1908) richtet den Fokus auch auf die Handwerker, welche die Gebäude errichteten und unter katastrophalen Arbeitsverhältnissen zu leiden hatten.
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192
Frauenklubs in London
Frauenklubs waren das eine, aber eigentlich ging die Sache tiefer, es ging um nichts weniger als um das Thema Gleichberechtigung. Im Artikel "Frauenklubs in London" - 1905 publiziert in einer Ausgabe von "Schweizerisches Familienwochenblatt " - merkt man schnell, dass die männliche Welt mit unterschiedlichen Ellen mass, Klubs für Frauen wurden dchnell einmal als Hort der Untugend verteufelt. Immerhin baute zu Beginn des 20. Jahrhunderts keiner mehr eine Guillotine auf, um nach Emanzipation strebende Frauen mundtot zu machen, wie es zur Zeit der Französischen Revolution noch gang und gäbe war.
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191
Esperanto
Man kennt sie bestimmt, die biblische Legende vom Turmbau zu Babel, das Projekt scheiterte an der Verständigung der Menschen. Der Wunsch nach einer allgemeinen Sprache ist also durchaus verständlich, in kirchlichen Kreisen war beispielsweise Lateinisch jahrhundertelang das Mass aller Dinge. In den 1880ern schuf der deutsche Theologe Johann Martin Schleyer seine Kunstsprache Volapük, sie scheiterte allerdings, da sie vermutlich zu kompliziert war. Das 1887 von Dr. Ludwik Zamenhof präsentierte Esperanto wird hingegen bis heute praktiziert, wenngleich auch diese Plansprache heutzutage chancenlos ist gegen das allgegenwärtige Englisch.
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190
Eintagsfliegen
Eine Zeitrisse-Episode im Zeichen der Forschung? Naja, fast, es geht um eine Fliege die offenbar das Ende der Welt entdeckt hat und die Entwicklung des Menschen, allerdings nicht streng nach der Evolutionstheorie von Charles Darwin, sondern mehr aus humoristischer Sicht betrachtet.
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189
Phantastische Reise zum Mittelpunkt des eigenen Körpers
Die Zeitrisse-Episode "Phantastische Reise zum Mittelpunkt des eigenen Körpers" spielt für einmal in der Gegenwart und basiert auf wahren Gegebenheiten: im Mittelpunkt der Story steht übrigens ein gewisser Don Guelle. Also, einsteigen bitte, der verrückteste Trip in der Geschichte des Zeitrisse-Podcasts fährt gleich los... viel Spass!
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188
Sportliche Wettkämpfe des weiblichen Geschlechts
Im Artikel von Dr. Mathilde Vaerting - "Sportliche Wettkämpfe des weiblichen Geschlechts" aus dem Jahr 1926 - geht es um Gleichstellung von Frau und Mann. Wer jetzt denkt, das sei doch kalter Kaffee und längst überwunden, der täuscht sich vermutlich. Auch heute noch ist die ganze Sache unausgewogen, nur schon aus finanzieller Warte betrachtet, man schaue sich nur mal die Gehälter im Profifussball an, während die männlichen Fussballgötter oftmals im Geld schwimmen, haben Profifussballerinnen am anderen Ende der Lohnskala mit existenziellen Klippen zu kämpfen.
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187
Die Gralssage
Die Legende um den "Heiligen Gral - die Gralssage - bietet bis zum heutigen Tag Platz für Spekulationen und Vermutungen und beschäftigt noch immer allerlei Forscher. Der in dieser Zeitrisse-Episode rezitierte Text stammt aus einer Ausgabe von "Der junge Bürger" (1913, Untertitel: "Ein illustriertes Lehrmittel für gewerbliche und landwirtschaftliche Fortbildungsschulen sowie zum Selbstunterrichte").
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186
Unmögliches
Eine Folge, zwei Geschichten: in "Unmögliches" von 1897 (ein Artikel aus "Die Schweiz"), rezitiert von Don Guelle, plaudert ein heller Kopf über seine grossen Erfindungen, allerdings scheint der Typ nicht ganz über alle Zweifel erhaben zu sein. Raphaelius Alva Grusser wirft sich dann in der Gegenwart einmal mehr mit Hirn, Herz und Gefühl in die Schlacht und schwört auf die Erfinder, die zwar irgendwie "ein Rad abhaben", aber dennoch Sympathieträger sind. Zitat RAG: "Nur wild gewordene Räder finden neue Wege".
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185
Zeitbetrachtungen
"Das menschliche Leben fliegt dahin wie ein Eisenbahnzug": Josef Oswald versuchte mit seinen philosophischen Gedanken "Zeitbetrachtungen" von 1911 - trotz dem horrenden Tempo - einen Blick darauf zu werfen, auf das Leben das wirklich in atemberaubendem Tempo am Betrachter vorüberzuziehen scheint. Es ist eine wahre Kunst inmitten der alltäglichen Hektik zum "Gestirn der Ruhe" zu finden, daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert.
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184
Modeteufel
Zu "Modeteufel" ein Zitat von Friedrich Theodor Vischer (1807-1887): "Wer über Mode schreibt, wäre ein Narr, wenn er meinte, auch nur das Geringste zur Heilung ihrer Verrücktheit beitragen zu können." Da hatte er wohl recht mit diesem Statement, trotzdem war und ist das Thema Mode bis heute ein beliebtes Schlachtfeld unterschiedlicher Ansichten und Moralvorstellungen. So auch in dem in dieser Zeitrisse-Episode vertonten Artikel aus dem "Schweizerischen Familienwochenblatt" aus dem Jahr 1891. Auf dem Podcast-Cover übrigens die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur mit extravaganten Kostümen für Aufsehen sorgte.
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183
Edmondo De Amicis bei Jules Verne
Ein Auszug aus den anno 1900 erschienenen Memoiren des italienischen Schriftstellers Edmondo De Amicis: er schilderte darin seinen Besuch beim grossen Jules Verne, den man als tragende Säule der fantastischen Literatur kennt. Eine "Homestory" der ersten Stunde, informativ, witzig und vermutlich ganz und gar nicht das, was man eigentlich erwarten würde.
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182
Cäcilie von Rodt: Eine spanische Kleinstadt
Ein Zitat aus dem Aufsatz "Eine spanische Kleinstadt" von Cäcilie von Rodt: «Die Damen handhaben eifrig den Fächer, der niemals zuhause gelassen wird, denn er ist der Dolmetscher all ihrer Gefühle». Vermutlich sind solche Sätze der Grund, dass ich die Schweizer Reiseschriftstellerin dermassen gut mag. Cäcilie stellte in diesem Aufsatz das andalusische Städtchen Ronda vor, das sie 1898 zur Zeit des Spanisch-Amerikanischen Krieges besucht hatte.
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181
Carry Brachvogel: Das weisse Tor
Ein eiskalter Wind weht durch diese Zeitrisse-Episode, er lässt das Blut in den Adern gefrieren und... doch halt, es wird nicht mehr zum Inhalt verraten, man höre sich doch bitte zuerst einmal selbst durch Carry Brachvogels "Das weisse Tor" (aus einer Ausgabe der Zeitschrift "Zürcher Illustrierte" von 1927) und ziehe seine eigenen Schlüsse aus den höchst mysteriösen Geschehnissen.
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180
Bert Herzog: Der Sprecher als Hörer
Manche Dinge sind langlebig, so auch das Radio. In "Der Sprecher als Hörer" gab Programmleiter Bert Herzog von Radio Zürich anno 1929 einen Einblick in seine Tätigkeit. Er konzentrierte sich dabei auf die Hörerpost, die damals tatsächlich noch vom Briefboten angeliefert wurde, ein klares Indiz dafür, dass der Bericht aus "Zürcher Illustrierte" tatsächlich in einer längst vergangenen Epoche verfasst wurde. Aber auch über sein Zielpublikum machte sich Herzog Gedanken, für den bluesigen Hintergrund dieser Proletarier-Passage sorgt Robin The Seaman mit seiner E-Gitarre. Die Radiogenossenschaft Zürich schloss sich mit anderen Schweizer Radio-Pionieren im Jahr 1931 zum Verein Schweizerische Rundspruchgesellschaft (SRG) zusammen.
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179
Jacqueline
Mit "Jacqueline" von Lucien Naas (vermutlich ein Pseudonym), eine Story aus der Zeitschrift "Am häuslichen Herd" (1946), beschreitet der Zeitrisse-Podcast wieder einmal den Pfad der Liebe, ein Thema das immer wieder punktet bei der verehrten Hörerschaft. Zudem beinhaltet die Geschichte auch noch eine halbe Weltreise, sie startet in Cochinchine (heute Vietnam) und endet irgendwo in einem französischen Provinzstädtchen. Als Ergänzung zur Love Story gibt es in dieser Folge einen kleinen Bericht des nach Vietnam ausgewanderten Schweizers Thomas Lüscher, es geht um fernöstliche Mobilität (mit O-Tönen aus Saigon) sowie den französischen Einfluss auf die vietnamesische Sprache.
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178
Jazz
"Jazz" - eine Story von 1926 von Alice Clara Sauer, damals veröffentlicht in "Zürcher Illustrierte" - ist zusammengesetzt aus allerlei Elementen und entwickelt sich von der Milieustudie zum Drama mit fatalem Ausgang. Im Mittelpunkt steht der Jazz, für manche Kreise war das in den 1920ern wahre Teufels- oder Satansmusik. Die Story spielt aber noch mit weiteren Elementen, eines davon glaube ich als "Zivilcourage" erkennen zu können. Nun denn, es gibt Raum für Spekulationen, sicher ist, dass die Geschichte ein paar Jahrzehnte später die perfekte Vorlage für einen "Film noir" gewesen wäre. Das "Crime"-Thema setzt sich bis in die Gegenwart fort, der Podcaster kann es sich nicht verkneifen, die rhetorische Flinte zu laden und...
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177
Amerika
1910 beschrieb der Historiker Paul Darmstaetter im Buch "Weltgeschichte, Neuzeit seit 1815" (Ullstein & Co.) das Staatengebilde "Vereinigte Staaten von Amerika". Als Bewunderer von demokratischen Systemen wies er auch explizit auf Schwachpunkte hin, er prangerte Imperialismus, Korruption und die Superreichen an, die das politische Konstrukt für ihre eigenen Zwecke missbrauchten. Don Guelle gelangt im Jahr 2026 zu ähnlichem Ergebnis und fährt einem gewissen Donald J. Trump ziemlich heftig an die Luxuskarosse.
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176
Inkognito
Die Story "Inkognito" (1928) von Luise Robert startet auf der süssen Seite: der Himmel ist blau, das Eis blitzblank wie Fensterglas, der Baron ein wahrer Edelmann und die auf Kufen herumkurvende Prinzessin ein einziger Traum. Dann aber... man ahnt es schon... ich greife bei der Beschreibung für das was dann passiert, immer gern zur Metapher "Tapete die sich von der Wand löst und graues Mauerwerk preisgibt". In der zweiten Abteilung setzt der Podcaster auf eigene Kreativkraft: "Stelldichein in den Bergen" kann man problemlos in die Kategorie "Spottgedicht" einordnen.
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175
Die ältesten Dokumente des Tierschutzes
Der Zeitrisse-Podcast auf Reisen: im Mittelpunkt der Episode "Die ältesten Dokumente des Tierschutzes" (aus der Sonntagszeitung "Schwizerhüsli", 1911) steht Ceylon (heute Sri Lanka), respektive die alte Sage von König Devanampiya Tissa und Mönch Mahinda, der einst aus Indien den Buddhismus auf die Insel gebracht hatte. Zur titelgebenden Story gesellt sich ein Auszug aus dem Buch "Reise einer Schweizerin um die Welt" (1903) von Cäcilie von Rodt, die Bernerin besuchte Ceylon zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
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174
Emil Beurmann, Basel
Weil er auf seinen Bildern Damen in "teilweise mangelhafter Bekleidung" abbildete, bekam der Maler und Schriftsteller Emil Beurmann (gemäss eigener Aussage) in seiner Heimatstadt Basel einen "recht schlechten Ruf". Eine Vermutung: der Künstler ist nicht nur wegen seiner Vorliebe für Aktmalerei von "ehrbaren Bürgern" verurteilt worden, es könnten durchaus auch seine provokanten Gedichte gewesen sein. Nun denn, der Artikel "Emil Beurmann, Basel" von Paul Schaffner (aus "die Schweiz", 1920) wurde in dieser Zeitrisse-Episode mit den beurmannschen Dichtungen "Matterhornbahn" und "Tellsplatte" kombiniert.
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173
Ein Besuch bei Hodler
In dieser Zeitrisse-Episode: Dr. Albert Hablützel (1865-1940), zu Lebzeiten weitherum bekannter und geschätzter Redaktor des "Neuen Winterthurer Tagblattes", mit einem begeisternden Bericht vom Besuch des Genfer Ateliers von Ferdinand Hodler (1853-1918). Hablützel integrierte übrigens in seinem Aufsatz gleich noch den ihn begleitenden Winterthurer Maler Hans Schoellhorn (1892-1982, Sohn von Fritz Schoellhorn, Direktor der Winterthurer Brauerei Haldengut), von ihm stammt die Skizze links unten auf dem Podcast-Cover, gleich neben seinem Bild "Zur Fabrik" ("L'Usine"). Ferdinand Hodler, der anno 1900 mit der Auftragsarbeit "Rückzug von Marignano" (Landesmuseum Zürich) für hitzige Diskussionen sorgte, war bei Hablützels Besuch mit der "Schlacht von Murten" beschäftigt, das Motiv hätte das bestehende dreiteilige Fresko im Landesmuseum ergänzen sollen, infolge seines Todes im Frühjahr 1918, kam es aber nicht mehr dazu. Der abschliessende, flammende Nachruf auf den grossen Künstler stammt ebenfalls aus "Die Schweiz - Schweizerische illustrierte Zeitschrift".
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172
Was sollen wir unsern Dienstboten schenken?
Kleines Geschenk, grosses Geschenk? Darf es etwas kosten oder eher nicht? Was passt, was nicht? Tja, die vor 130 Jahren in "Schweizerisches Familienblatt" von Marie H. gestellte Frage ist noch immer aktuell. Auch wenn es heutzutage vielleicht nicht mehr unbedingt um Dienstboten geht, die Grundsätze und Überlegungen zum Thema des Schenkens sind noch immer die gleichen.
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171
Lisa Wenger-Ruutz: Der Esel des St. Nikolaus
Märchen sind längst nicht nur für Kinder, thematisch sprechen sie oft auch Erwachsene an. In "Der Esel des St. Nikolaus" (1905) aus der Feder der Schweizer Schriftstellerin Lisa Wenger-Ruutz (1858-1941), lässt sich zwischen den Zeilen durchaus auch sozialistisches Gedankengut heraushören, oder wie lässt es sich sonst erklären, dass der Esel in den Streik tritt und die Frage nach fairen Arbeitsbedingungen und besserem Lohn auftaucht?
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170
Eine Woche
Die Kurzgeschichte "Eine Woche" von Charles Lewis kommt im Gewand von Tagebucheinträgen daher: wir begleiten Mitte der 1920er einen namenlosen und eigentlich recht biederen Protagonisten durch das mondäne New York. So weit so gut, allerdings verursacht der Hauptdarsteller einen Vorfall, der Fragen der sittlichen und gesellschaftlichen Verhaltensregeln aufwirft. Doch was ist richtig, was ist falsch? Wer fühlt sich zum Richter oder zur Richterin berufen und möchte über das Vorkommnis urteilen? Die vertonte Story entstammt der Zeitschrift «Zürcher Illustrierte», Heft 22, 1927.
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169
Hermann Hesse: Die Stadt
Den "Jungen" ist vielleicht der deutsch-schweizerische Schriftsteller Hermann Hesse nicht mehr geläufig, manchen "Alten" hingegen schon, die hatten seinen "Steppenwolf" und "Siddhartha" sicher auch so begeistert verschlungen wie ich. Hesses hier vertonte Kurzgeschichte "Die Stadt" von 1910 ist gleichermassen Parabel, Zukunftsvision, Erzählung oder gemäss Bezeichnung der 1916 in "Die Schweiz - Schweizerische illustrierte Zeitschrift" abgedruckten Textversion, eine Skizze. Die Umsetzung erfolgte in bewährter Zeitrisse-Manier, das Geräuscheffekt-Pendel (SFX) schwingt einmal mehr hin und her und Gitarrist "Robin The Seaman" greift in die Saiten seiner Gibson Les Paul Junior.
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168
Zukunftsvisionen
Die Welt von heute und morgen durch die Brille von gestern betrachtet: in den beiden hier vertonten Artikeln aus der Zeitschrift "Zürcher Illustrierte", philosophierte und spekulierte man 1927 ("Im Jahre 1950") und 1928 ("Die Stadt im Jahre 2000") über die Zukunft. Im Nachhinein ist es immer spannend zu sehen, was man sich von einer solchen Zukunft erhoffte, was Luftschloss blieb und was von diesem Gedankengut schlussendlich technische und soziale Realität wurde.
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167
Reisen um die Erde mit der Uhr in der Hand
Jules Verne hatte anno 1873 mit seinem Roman "Reise um die Erde in 80 Tagen" die Vorlage geschaffen: reale Abenteurer versuchten in der Folge die vorgegebene Zeit des Romanhelden Phileas Fogg zu schlagen, es entwickelte sich ein regelrechter Wettkampf. Als der 15-Jährige Palle Huld 1928 von der dänischen Zeitung "Politiken" auf eine solche Weltreise geschickt wurde, waren die Verkehrswege bereits so gut ausgebaut, dass Palle die Weltumrundung in 44 Tagen schaffte.
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166
Wie man die Stimme von Sängern prüft
Hanns Günther, der Autor von "Wie man die Stimme von Sängern prüft" (1925), tönt es in seinem Aufsatz an, nicht alles was aus Amerika kommt muss auch beklatscht werden, ein Grundsatz der auch 100 Jahre später noch seine Gültigkeit hat. Das gilt wohl auch für die seltsame Maschine mit der die Gesangsleistung mittels Spirometer, Oszillograph und Gasmaske gemessen werden sollte, glücklicherweise setzte sich die Methode nicht durch und die Geräte landeten im Schrottcontainer. Vom 15. November bis 7. Dezember 2025 trifft man sich übrigens wieder am "Weihnachts-Zirkus-Zauber" in Russikon: auch dieses Jahr wieder mit einem Märchenland (inklusive Tonspur von Tonquelle Hofer), Variété Pavé und Raphaelius, der seine neueste Erfindung, eine Zuckerwatten-Apparatur, den Händen von Professor Knallkopf überlässt. Ob das gut geht?
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165
Jakob Stutz: Die Jakobszelle
Vor ein paar Jahren stolperte ich über den 1903 in der Zeitschrift "Die Schweiz" veröffentlichten Artikel "Sternenberg". Wahrscheinlich war er mir damals zu kurz um ihn zu vertonen, aber als er mir kürzlich beim Durchblättern des Jahrbuches wieder ins Auge stach, da ergab sich alles wie von selbst: der "Sternenberg"-Bericht war die perfekte "Ouvertüre" zu "Die Jakobszelle" aus dem Buch "Sieben mal sieben Jahre aus meinem Leben" des Zürcher Oberländers Jakob Stutz. Der Dichter beschrieb in diesem Kapitel die Entstehung seiner "Klause", die er 1842 in Sternenberg baute, ein einfaches Holzhäuschen, heutzutage würde man so ein Gebäude vermutlich als "Tiny House" durchwinken. Ob diese Zeitrisse-Episode, respektive das Geschichten-"Puzzle" funktioniert? Man überzeuge sich doch bitte selbst. Ganz am Ende dieser Zeitrisse-Folge geht es dann übrigens noch ins Kino, wir besuchen in Wetzikon einen "Kurzfilmabend" von Pat Pascale.
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164
Johann Martin Usteri: Struth Winkelried
Driftet der Zeitrisse-Podcast mit der Drachentöterballade "Struth Winkelried" aus der Feder des Zürcher Dichters Johann Martin Usteri ins Reich der Fantasie ab? Irgendwie schon, allerdings entstand die Ballade vor über 230 Jahren und basiert auf einer uralten Sage die in der Zentralschweiz ihren Ursprung hat. Bei der Ausstattung von Usteris Zeilen gestattete ich mir ein paar künstlerische Freiheiten, die Annäherung an das Genre Spaghetti-Western ist durchaus so gewollt, auch wenn in der Aufnahmepause schlussendlich doch ein Teller leckere Älplermagronen mit Röstzwiebeln, Kartoffeln, Käse und Apfelmus serviert wurde. Buon appetito wünsche ich, oder gut Schweizerisch "en Guete".
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163
Das Wildasyl am Tössstock
Es war die Antwort auf eine eigentliche Katastrophe, die Abholzung der Tössbergwälder im Zürcher Oberland, die im 19. Jahrhundert durch Menschenhand verursacht worden war: der Kanton Zürich reagierte, kaufte ab 1896 im Quellgebiet der Töss Land auf, begann mit der Aufforstung der kahlgeschlagenen Abhänge und gründete 1912 im Tössstock ein Wild- und Pflanzenschutzreservat. Im Aufsatz von S. Zurlinden - aus der Zeitschrift "Die Schweiz" (1913) - wird auf Schuldzuweisungen verzichtet, stattdessen wird von einem faszinierenden Ökosystem geschwärmt. Aber auch der Mensch geht nicht vergessen, den letzten verbliebenen Landleuten auf der Strahlegg begegnete der Autor mit Respekt und Empathie.
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162
Reiseunarten
Nein, die 1928 von der deutschen Schriftstellerin Karoline «Carry» Brachvogel beschriebenen "Reiseunarten" und ihre "Träger" sind nicht ausgestorben, sie haben sich nur leicht gewandelt und sich sogar ins 21. Jahrhundert hinüber gerettet. Sie treten mit ihrer ganzen Vernichtungskraft immer wieder ins Rampenlicht, in Hochgeschwindigkeitszügen, S-Bahn, Tram und Bus, in der einfachen Absteige wie auch auch im Luxus-Resort, immer darauf bedacht, möglichst grossen Aufruhr zu verursachen in ihrem Umfeld.
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161
Grazia Deledda: Der Geist des Bösen
Lust auf eine Prise Schauerliteratur? Wenn ja, dann bekommen Zeitrisse-HörerInnen mit der Novelle "Der Geist des Bösen" so ziemlich das, was der Titel verspricht. Grazia Deledda, sardische Schriftstellerin und Literatur-Nobelpreisträgerin des Jahre 1926, zog hier an allen verfügbaren Genre-Strippen und wagte einen Blick in tiefste menschliche Abgründe. Ob die akustische Umsetzung gelungen ist? Man höre und urteile bitte selbst, beachte aber bitte den Gefahrenhinweis: "Nicht geeignet für schwache Nerven".
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Zürich
Zürich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die City am Ufer des Zürichsees und der Limmat blüht, an der Universität Zürich werden bereits Frauen gesichtet, darunter auch die Russin Nadeschda Suslowa, die 1867 ihren Doktortitel macht. Der Artikel von 1872 aus "Über Land und Meer" von W. Marr, Zürich-Korrespondent des Blattes, dreht sich um die Situation der Bildung junger Frauen, damit einhergehend natürlich "Emanizipation der Frau", aufsehenerregende studentisch/feministische Auswüchse und den Sozialismus, der sich damals in der Stadt verbreitete.
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159
Das Grab des Tutanchamun (Teil 2)
Am 5. April 1923 verstarb Lord Carnarvon in Kairo an den Folgen eines Insektenstiches, die Printmedien brachten seinen Tod in Zusammenhang mit dem "Fluch des Pharao", einer Geschichte nach welcher Pharaonen ihre Gräber mit magischen Sprüchen gegen Eindringlinge geschützt hätten, allerdings stammt diese Legende vermutlich aus der "Neuzeit", genauer gesagt aus dem Jahr 1820. Nun denn, genug der Worte, widmen wir uns weiter Howard Carters Erforschung des Schreins von Tutanchamun...
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158
Das Grab des Tutanchamun (Teil 1)
Archäologie begeisterte schon die Generationen vor uns, "Das Grab des Tutanchamun" ist ein Bericht aus den 1920ern, als Forscher wie Howard Carter schon fast den Status von Popstars innehatten. Der Bericht aus der Feder des Ägyptologen Prof. Dr. Roeder stammt aus dem Jahrbuch "Die weite Welt - ein Buch der Reisen und Abenteuer, Erfindungen und Entdeckungen". Die der Zeitrisse-Redaktion vorliegende Edition von 1923 erschien bei Rascher & Cie. AG in Zürich, Verlag mit Buch- und Kunsthandlung am Limmatquai 50.
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