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PODCAST · society

ZWISCHENRÄUME_ exploring spaces in between

"Zwischenräume" ist der Podcast für alle Alltagsthemen, die sich durch Labels und Schubladen nicht vollständig erzählen lassen. Die Redakteurin Kristina Appel lädt Expert*innen ein, die sich mit ihrer Arbeit und ihrem Sein in Zwischenräumen bewegen, um mit ihnen und den Hörer*innen nachzudenken, zu diskutieren, zu lernen und zu lachen. Weg von veralteten, absurden, patriarchalen Strukturen und hin zu gemeinsamen Lösungen.

  1. 12

    INKLUSIVE STÄDTE_

    Jeden Tag bewegen sich Menschen durch Städte, die von Männern für Männer gebaut wurden. In dieser Folge erzählt Dr. Mary Dellenbaugh-Losse, Stadtforscherin und Expertin für gendersensible Stadtentwicklung, wie FLINTA, Care-Arbeitende, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung sich täglich durch diese Städte bewegen – und welche Hindernisse sie dabei eigentlich überwinden: Schlecht beleuchtete Bahnhöfe, komplizierte Schulwege, lückenhafte Radwege und unzugänglichen Infrastruktur – Feministische Stadtplanung fordert diese Strukturen heraus.
„Wenn Frauen und FLINTA Räume planen, entstehen andere Sichtachsen, andere Beleuchtung – und Rampen statt nur Treppen.“ - Dr. Mary Dellenbaugh-LosseZentrale Konflikte traditioneller Städte: „Menschen, die Sorgearbeit leisten, erledigen vieles in eine Richtung – mit Kinderwagen, Paketen, Einkäufen, Rezepten, Angehörigen. Das prägt weibliche Mobilität – mit und ohne Kinder.“Die Infrastruktur, dagegen, ist für wenige, linear Reisende gebaut: Bus- und Bahnnetze fokussieren oft auf den Weg von der Peripherie ins Zentrum, während kurze Wege im Kiez vernachlässigt werden – mit massiven Folgen für Menschen ohne Auto oder mit eingeschränkter Mobilität.
„Städte sind keine neutralen Räume – sie spiegeln Machtverhältnisse, Arbeitsmarktstrukturen und dominante Lebensentwürfe.“

Wer Angst hat oder Hürden erlebt, meidet bestimmte Routen – damit bleiben bestimmte Menschengruppen wie etwa Senior:innen oder solche, die Sorgearbeit leisten, unsichtbar.Lösungsansätze für gemeinsame Räume: Wie kommen feministische Perspektiven in die Praxis der Stadt- und Raumgestaltung? Durch Zugang, Mitsprache und Beteiligung! Wenn Zivilpersonen sich in öffentliche Projekte einbringen und mehr FLINTA-Personen ihre Perspektive in zukünftige Projekte einbringen, wird eine inklusivere Infrastruktur für vielfältigere Lebensrealitäten entstehen.Kristina und Mary sprechen über demokratische Begegnungsräume, soziale Gerechtigkeit und Best-Practice-Beispiele des Gender Mainstreaming.Kristina Appel: 
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Insta: @kristinaappel_Redaktion und Schnitt: Kristina Appel

  2. 11

    (A)Sexualität

    Kein Bock auf Aufstehen, kein Bock auf Putzen, kein Bock auf Party. Kein Bock haben ist total normal – außer man hat keinen Bock auf Sex. Das ist irgendwie abnormal.Dabei haben deutlich mehr Menschen keine Bock auf Sex, als man annehmen möchte. Es gibt viele Gründe dafür – Asexualität ist nur einer davon.„Kein Bock haben ist kein individuelles Versagen, sondern Teil der Vielfalt menschlicher Sexualität.“ - Maria PopovIn dieser Folge spricht Kristina mit Maria Popov, Journalistin und Autorin des Buchs „Kein Bock Club. Warum wir auch mal keine Lust auf Sex haben“ über gesellschaftliche Erwartungen, zwischenmenschliche Beziehungen und die zentrale Rolle, die Sex in unserem Leben und unseren Beziehungen  zugeschrieben wird. Sie sprechen über einige Gründe, Sex zu haben und über viele Gründe, aus denen man eben keine Sex hat oder haben möchten. Sie sprechen über die Zentralisierung von Sex in romantischen Paarbeziehungen und gehen dabei auch auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten in queeren und hetero Beziehungen ein. Sie diskutieren, wie politisch Sex und Asexualität sind und wie feministisch Sex noch sein kann, wenn eine(r) immer mehr Bock haben wird, als der oder die andere. Maria erläutert, warum es – wie so oft – keine Blaupause für den Umgang mit Asexualität in Beziehungen mit allosexuellen Partner*innen gibt. Der Anfang ist immer das Gespräch. Weiterführende Links: Maria Popov: Kein Bock Club (2025)Angela Chen: Ace. What Asexuality Reveals About Desire, Society, and the Meaning of SexAnnika Spahn: Artikel Diskriminierung im GesundheitswesenBeatrice Frasl: Entromantisiert euch! 4B-Movement KoreaShantay Joseph: Vogue-Kommentar

  3. 10

    Diskriminierung im Gesundheitswesen_

    In dieser Folge spricht Kristina Appel mit Samson Grzybek. Samson bewegt sich in vielen Zwischenräumen – unter anderem als Gründer:in einer gemeinnützigen Organisation, die sich für diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung querer Menschen einsetzt. Themen der Folge:* Queermed: Ein Verzeichnis queersensibler Ärzt*innen und Bildungsarbeit, um Diskriminierung sichtbar zu machen und zu bekämpfen.* Medizinische Ausbildung als Problem: Fokus auf weiße, cis-heteronormative Körper.* Medical Gaslighting: Wie Schmerzen und Symptome besonders von Frauen, queeren und mehrfach marginalisierten Menschen oft ignoriert oder falsch bewertet werden.* Macht und Diskriminierung im Gesundheitswesen: Fehlende Selbstreflexion bei Mediziner:innen, unzureichende Beschwerdeprozesse und strukturelle Machtasymmetrien.* Samson fordert den Systembruch: Umstrukturierung von Ausbildung und Zugang, unabhängige Kontrollgremien, Stärkung von Patient*innenrechten und Empowerment.* Persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Verantwortung: Wie queere Menschen medizinische Räume erleben und was helfen kann, damit alle eine selbstbestimmte Gesundheitsversorgung bekommen.Weiterführende Links aus der Folge* ALOK Vaid-Menon: https://alokvmenon.com* Queermed (Samson Grzybek): https://www.queermed.de* Newsletter „From Miseria with Love“: https://miseriawithlove.substack.com* Buch „Mind the Gap“ (Hautkrankheiten auf nicht-weißer Haut): https://www.blackandbrownskin.co.uk/mindthegap* Text „Inviting In“ (Newsletter): https://miseriawithlove.substack.com/p/inviting-in* Text „Körpersprache“ (Newsletter): https://miseriawithlove.substack.com/p/korpersprache* Strafverfahren gegen Arzt in 17 Fällen : https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/presse/2025/7.phpRedaktion und Schnitt: Kristina Appel www.kristina-appel.com 
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Foto (SG) Jana Rodenbusch Foto (KA) Charlotte Schreiber

  4. 9

    (Digitale) Bubbles_

    Die neue Folge von Zwischenräume_ widmet sich dem digitalen Wandel, Bubble-Realitäten und der Frage, wie wir individuelle Gestaltungskraft im Netz zurückgewinnen können. Zu Gast ist Daphne Auer, Informatikerin und Botschafterin des Common Ground Forums. Sie hat sich als Jugendliche gegen den Einfluss von Big Tech gewehrt, indem sie sich Social Media, Google und What’s App verweigert hat. Heute ist sie Informatikerin und tut alles dafür, eine transparentere, freie Netzwelt mitzugestalten. *Von der Daten-Skeptikerin zur Gestalterin*Masterarbeit – Den Algorithmus für mehr Perspektivenvielfalt öffnenDaphne nimmt uns mit in ihr Forschungsprojekt: Wie können Algorithmen so gestaltet werden, dass sie die Vielfalt von Perspektiven fördern, anstatt Filterblasen und Echo-Kammern zu zementieren? Sie entwickelte einen Prototyp, der die Diversität von Suchergebnissen sichtbar macht und Nutzer:innen aktiv Einfluss auf ihre digitale Weltsicht gibt.Common Grounds Forum – Junge Stimmen für digitale DemokratieDaphne ist Teil des Common Grounds Forum, das junge Perspektiven in die Digitalpolitik trägt und klare Forderungen für eine ethische, nachhaltige Digitalisierung formuliert – von Bildung über Nachhaltigkeit bis zur Regulierung von Big Tech. Das interdisziplinäre Team engagiert sich gegen Überwachungsstaat, für gesellschaftlichen Zusammenhalt und echte Debattenkultur im Netz.Die App ZUMI – Digitale Vernetzung für echte GemeinschaftAls Antwort auf digitale Vereinzelung und Filterblasen entwickelt Daphne derzeit die App ZUMI: Sie soll Menschen mit Ideen für gesellschaftlichen Wandel, mit Politik, Verwaltung und Engagement-Orten auf kommunaler Ebene verbinden – und so eine Brücke vom Digitalen ins Analoge schlagen.Daphne gibt persönliche Einblicke in ihren Weg vom Rückzug zur Selbstermächtigung im Netz. Sie teilt Ideen und Gedanken, erzählt von Projekten, die Hoffnung machen. Sie teilt praktische Ansätze für mehr Perspektivenvielfalt, inklusive Algorithmen und einer demokratischeren Netzwelt. Die Folge ist Inspiration für alle, die sich zwischen Ohnmacht, digitalen Bubbles und gesellschaftlicher Verantwortung manchmal verloren fühlen. Weiterführende Links: Zumi: https://www.linkedin.com/company/zumi-zukunft-mitgestalten/Common Grounds Forum: https://common-grounds-forum.org/, https://www.linkedin.com/company/common-grounds-forum-cgf/Masterarbeit: https://doi.org/10.18420/BTW2025-06LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/daphne-auer-56824827bWEF Global Risks report: https://www.weforum.org/publications/global-risks-report-2025/digest/Redaktion und Schnitt: Kristina Appel W: www www.kristina-appel.com LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kristina-appel/Insta: @kristinaappel_

  5. 8

    Frau und Mutter_

    In dieser Folge spricht Kristina mit ihrer Freundin und Kollegin Lea über die komplexen Realitäten von Mutterschaft – jenseits von Klischees und romantisierten Bildern. Als sie sich kennenlernten, waren die beiden kinderlos – und das freiwillig und bewusst. Lea ist mittlerweile Mutter geworden. Mit Kristina spricht sie über ihre persönliche Transformation und über gesellschaftliche Annahmen und Vorurteile. Das Gespräch kreist um die Frage, wie sich Identität verändert, wenn aus einer Frau eine Mutter wird – und wie man sich selbst inmitten von Erwartungen, Rollenbildern und beruflichen Herausforderungen treu bleiben kann. Lea erzählt von struktureller Ungleichheit im Job, von feministischer Wut und von der Kraft, die sie aufbringt, um Lea die Frau zu bleiben, auch wenn sie zu Lea, der Mutter geworden ist. Zentrale Zitate: „Ich hatte nie diesen Wunsch, Mutter zu sein – und trotzdem bin ich es jetzt. Das war kein Ruf der Natur, sondern eine Entscheidung.“„Meine Mutter hat zum Beispiel immer gesagt: Von einem Moment zum anderen ist man nicht mehr allein. Und ich habe mir gedacht, das ist doch mega gruselig.“„Sobald du schwanger bist, wirst du nicht mehr als Frau wahrgenommen. Du bist dann Mutter – und damit gesellschaftlich irgendwie vom Markt.“„Ich bin viel wütender geworden. Weil ich gesehen habe, wie tief diese traditionellen Rollenbilder noch sitzen – selbst in meinem Umfeld.“„Ich habe [gegen meine Kündigung in der Schwangerschaft] geklagt, weil ich wusste: Das war nicht rechtens. Und ich wollte nicht, dass mir meine Mutterschaft zum Karriereende wird.“„Ich hab gesagt, ich will nach sechs Monaten wieder arbeiten – da kamen sofort diese Blicke: ‚Wie soll das denn gehen?‘ Der Vater wird gar nicht mitgedacht.“Redaktion und Schnitt: Kristina Appel www www.kristina-appel.com LinkedIn: LinkedIn Insta: @kristinaappel_

  6. 7

    Tod und Abschied_

    In Kristinas Straße ist ein Bestattungsunternehmen eingezogen.Immer wieder hat sie sich über die schöne Dekoration im Schaufenster von Faarwel gefreut. Aber reingegangen ist noch nie, warum auch?Dann hat sie die Eigentümerinnen Julia Kreuch und Renske Steen gefragt, ob sie eine Podcastfolge mit ihr aufnehmen würden. Und immer noch hatte Kristina dann Hemmungen, den Laden zu besuchen. Angst, einen solchen Raum zu betreten, ohne selbst trauernd zu sein. Angst, auf Trauernde zu stoßen oder auf Menschen, die sich gerade auf ihren eigenen Tod vorbereiten.Nach ihrem Gespräch mit Renske sieht Kristina mehr als Trauer in den Zwischenräumen, die der Tod mit sich bringt: Sie sieht jetzt auch freudige Abschiede, Musik, und den letzten Akt der körperlichen Selbstbestimmung.Zentrale Themen dieser Folge:​Bestatter:in werden – das geht auch als Quereinsteiger:in. ​Abschiede lassen sich frei gestalten – es gibt weniger Vorgaben, als man denkt, selbst was die Körper der Verstorbenen angeht. Dasselbe gilt für die Gestaltung des Abschieds für die Zugehörigen. ​Das Wichtigste, wenn Menschen ihre eigene Bestattung planen: Ein letztes Mal alle Wünsche artikulieren. ​Das Wichtigste, wenn Angehörige eine Bestattung planen:  Ein Abschied kann schön sein, ohne dass er die Trauer dadurch schmälert. Redaktion und Schnitt: Kristina Appel Weiterführende Links: Faarwel. Bestattungen in HH Eric Wrede , Bestatter in Berlin Pilz Sarg St. Moment Hamburg Kristina Appel: www www.kristina-appel.com LinkedIn: LinkedIn Insta: @kristinaappel_

  7. 6

    Bin ich autistisch?

    Bin ich autistisch? Diese Frage hat sich meine Gästin Maria Preuß lange Zeit gestellt. Inzwischen bezeichnet sie sich als „selbstdiagnostizierte Autistin“ und hat in wenigen Wochen ihren ersten Termin zur medizinischen Diagnostik.Maria Preuß ist Kulturkommunikatorin. Sie hat das „NeNe Netzwerk für neurodivergente Musikschaffende“ gegründet, um neurodivergente Menschen in der Musikbranche zusammenzubringen und Neurodiversität sichtbar zu machen.**Disclaimer** Hier sprechen keine medizinischen Expertinnen, sondern zwei Betroffene. Es findet keine Beratung statt. Ich verlinke aber in den Shownotes auf einige Ressourcen und Organisationen, an die Ihr Euch bei Interesse wenden könnt. Was Euch in dieser Folge erwartet: ​Marias Weg zur (Selbst-)Diagnose. ​Alltägliche Herausforderungen ​Masking und Anpassung ​Neurodivergenz und Autismus in der Gesellschaft ​Neurodivergenz in der Kreativbranche und NeNe, das Netzwerk für neurodivergente Musikschaffende, das Maria ins Leben gerufen hat. "Es ist ein Ort, an dem Menschen keine Angst haben müssen, weil sie anders ticken als andere."​Ressourcen, die auf dem Weg zur (Selbst-)Diagnose helfen. Und Vorsicht: "Selbstdiagnose bedeutet nicht, sich zwei TikTok-Videos anzuschauen und dann zu sagen, ja, ich bin autistisch".Digitale Ressoucen: ​https://embrace-autism.com/ Selbsttests und Infos, auf Englisch​https://autismus-institut.de/ Infos auf Deutsch und auch Beratung für Erwachsene, in Hamburg​https://autismus-kultur.de/ Sehr ausführliche Infos auf Deutsch​https://www.youtube.com/@InsideAut Sehr informative Videos über AutismusBuchempfehlungen:​Schattenspringer von Daniela Schreiter: https://paninishop.de/comics/graphic-novels/schattenspringer/ ​Die Autistinnen von Clara Törnvall: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/clara-toernvall-die-autistinnen-9783446279605-t-5227 ​Strong Female Character von Fern Brady: https://bastei-luebbe.de/Buecher/Sachbuecher/Strong-Female-Character/9783759600110 ​Nicht Falsch Nur Neurodivergent von Charlotte Suhr: https://buchshop.bod.de/nicht-falsch-nur-neurodivergent-charlotte-suhr-9783759743626 Informativer Content auf Instagram von:@neurodivergent_lou@chaarlottchen@guardianofmind_tools@morgaanfoleyKristina Appel: www www.kristina-appel.com LinkedIn: LinkedIn Insta: @kristinaappel_Redaktion und Schnitt: Kristina Appel

  8. 5

    Kulturelle Identität

    "Ich komme nicht von einem Ort, ich komme von Menschen" sagt Judy in unserem Gespräch - und "Identität wird durch die Summe der Begegnungen und Beziehungen geprägt, die wir im Laufe unseres Lebens haben."Judith Laryea ist systemische Coachin und Sozialwissenschaftlerin. Ich habe sie eingeladen, um mit ihr über die Brücken zu sprechen, die sie als Coachin für BiPOC und Menschen mit multikulturellem Hintergrund baut. Judith teilt ihre persönlichen Erfahrungen als BiPOC und beschreibt die Chancen und Herausforderungen eines Lebens „in-between“ aus ihrer Perspektive als Coach. Begriffe, über die wir sprechen:Zwischenräume: Hier kann man sich verlieren, aber man kann sie auch für sich füllen und dort zu Hause sein. Sie können zu Orten der Kreativität und des Austauschs werden.„In-Between“: Das bedeutet für mich die Befreiung von der ewigen Frage: „Woher kommst du?“Identität: "Identität ist ein fortwährender Prozess, der durch Erfahrungen, Werte und soziale Interaktionen geformt wird."Wurzeln: "Wurzeln sind etwas, das uns stabilisiert und Orientierung gibt. Aber die Frage ist, worin bin ich verwurzelt? Bin ich verwurzelt an einem Ort oder in meinen Erfahrungen, Werten und Fähigkeiten?“Interkulturelles Dating: "Kulturelle Missverständnisse und unterschiedliche Selbstverständnisse können Paare herausfordern, bieten aber auch die Möglichkeit, über die eigenen Werte zu lernen und sich gegenseitig zu bereichern."Othering: „Ein Konzept, das nicht auf Fakten beruht, sondern auf sozialen Konstruktionen und Phantasie."Weiterführende Links: Kontakt zu Judy über @judys_coaching_room

  9. 4

    Mut und Angst

    Vier Wochen auf hoher See. Nur Wind, Wasser und harte Arbeit. Vier Wochen auf engstem Raum und gleichzeitig inmitten schier unendlicher Weite. Vier Wochen zwischen der westafrikanischen Küste und der Karibik. Zwischen Angst und Mut, zwischen Freude und Leid.  Über ihre Atlantiküberquerung hat Jessica Benjatschek ein Buch geschrieben. Mit einer Crew aus 47 Seefrauen, Profis und blutige Anfängerinnen, legte sie 3167 Seemeilen auf der Brigg Roald Amundsen zurück, davon nur 16 unter Motor. Wir sprechen über Ängste und Mut, über Seekrankheit, Perspektivwechsel und ein System, in dem Jede als Individuum gesehen wurde, aber alle immer das Wohl der Gemeinschaft im Auge hatten. Schlüsselaussagen aus dieser Folge:"Ihr seid nicht hier, um euch klein zu machen, sondern ihr seid hier, um zu wachsen." – Conny, die Kapitänin, ermutigt die Crew, ihre Komfortzonen zu verlassen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.„Wenn wir etwas noch nicht einsortieren können im Kopf – ich glaube, dass das der Kern unserer Ängste ist.“ – Jessi über die Unvorhersehbarkeit und die damit verbundene Angst vor der Atlantiküberquerung."Ich habe gemerkt, dass ich mit der Zeit immer sanfter zu mir wurde und mich Herausforderungen schneller gestellt habe, als ich es sonst tue im Alltag." – Jessi über ihre persönliche Entwicklung während der Reise."Wir spiegeln uns immer in den anderen Menschen und in deren Erfahrungen." – Jessi über die Bedeutung der Gemeinschaft und des gegenseitigen Lernens an Bord."Ich habe das Gefühl, dass ich mir selbst mehr Sicherheit in dieser Welt geben kann, weil ich mir selbst mehr vertrauen kann." – Jessi über die nachhaltigen Auswirkungen der Reise auf ihr Leben.Weiterführende Links:Jessica Benjatschek auf Instagram @Wandergefuehle Das Buch: "Freiheit, Wind und Mut"Brigg Roald Amundsen - Mitsegeln auf dem GroßseglerÜber meine Gästin: Jessica Benjatschek, Jahrgang 1994, ist in einem 300-Seelen-Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen, zog 2012 nach Hamburg und lebt nun in der Wingst. Nach ihrem Kulturanthropologiestudium an der Universität Hamburg absolvierte sie ein Volontariat beim Magazin Emotion. Hauptsächlich schreibt sie über Psychologiethemen mit hohem Alltagsbezug, über Frauen, gesellschaftliche Trends, gelebten Naturschutz und das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Ihr Gespür, das Einzigartige im vermeintlich Selbstverständlichen zu finden und ihr hohes Maß an Empathie zählen zu den besonderen Stärken ihrer Arbeit. ************************Redaktion und Text: Kristina AppelSchnitt: Tom Laborit, Kristina Appel

  10. 3

    Queer Thinking

    Was ist Queeres Denken? Und wie kann es dazu beitragen, dass wir uns weniger in Schubladen und dafür mehr in Zwischenräumen bewegen? Mit Dr. Johannes Fertmann und Luisa Bergander spricht Gastgeberin Kristina Appel über das Thema "Queer Thinking“ und warum sie in der Beratung von Unternehmen Workshops in Queering einsetzen. Gemeinsam erkunden sie, wie queeres Denken in Unternehmensstrukturen integriert werden kann, um starre, binäre Denkmuster aufzubrechen und neue, inklusive Denkräume zu schaffen. Die Gäst:innen teilen ihre persönlichen Erfahrungen und bieten wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die mit queerem Denken einhergehen. Wichtig: Wir sprechen nicht über die Queere Experience oder aus der queeren Perspektive oder für alle queeren Menschen. Wir beleuchten einen Denkansatz in Form von non-binärem Denken.  Die Schlüsselinformationen: Queer Thinking in Unternehmen:  Johannes und Luisa erklären, wie sie das Konzept des Queer Thinking in Unternehmen einführen. Sie nutzen Denkfiguren aus der Queer Theory, um traditionelle, binäre Strukturen in Organisationen zu hinterfragen und zu durchbrechen. Ihr Ziel ist es, durch diese neuen Denkmuster eine inklusivere und flexiblere Arbeitsumgebung zu schaffen. Erst Irritation, dann Empathie:  Ein zentraler Ansatz ihrer Workshops ist die diskursive Irritation. Sie fordern die TeilnehmerInnen heraus, ihre eigenen Denkmuster zu reflektieren und zu hinterfragen. Dabei wird großer Wert auf Empathie gelegt, um ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen und Bedürfnisse verschiedener Gruppen innerhalb der Organisation zu entwickeln. Praktische Anwendung und Beispiele:  Die Gäste teilen konkrete Beispiele aus ihrer Praxis, wie etwa die Überarbeitung von Mitarbeiterbewertungssystemen, um diese weniger binär und damit gerechter zu gestalten. Sie betonen, dass Queer Thinking nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch anwendbar ist und zu greifbaren Veränderungen in der Organisationskultur führen kann. Queer Thinking im Alltag:  Queer Thinking beschränkt sich natürlich nicht auf den Unternehmenskontext. Indem wir unsere eigenen Denkmuster hinterfragen und aufbrechen, können wir offener und empathischer auf die Vielfalt unserer Mitmenschen reagieren. Es geht darum, Unterschiede zu beleuchten und Gemeinsamkeiten zu finden, um ein inklusiveres und verständnisvolleres Miteinander zu schaffen. Die Expert:innen: Dr. Johannes Fertmann ist Psychologe für Organisationen und hilft dabei, menschenfreundliche Praktiken und Strukturen der Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Sein Schwerpunkt liegt auf den Beziehungen in der Arbeitswelt und wie man sie gestaltet – verbindlich, menschlich und emotional kompetent.  Luisa Bergander arbeitet als narrative Strategin. Sie begleitet mglw. bei der Entwicklung neuer Formate für zukunftsorientierte Unternehmen, etwa bei den Themen emotionale Kompetenz und Queer Thinking für Organisationen. Weiterführende Links: Website www.mglw.org LinkedIn-Profile: Dr. Johannes Fertmann, Luisa Bergander Die Moderatorin: www.kristina-appel.com LinkedIn @kristinaappel_ Redaktion: Kristina Appel Schnitt: Kristina Appel, Tom Laborit Beratung: Anna-Maria Herkt

  11. 2

    Sprache und Verantwortung

    In dieser Podcast-Folge spricht Kristina mit der Linguistin und Unternehmerin Dr. Simone Burel über Zwischenräume und Spielräume in unserer Sprache. Das Gespräch beleuchtet, wie Sprache unsere Wahrnehmung und unser Handeln beeinflusst und welche Verantwortung wir im Umgang mit Sprache tragen. Die Diversity-Beraterin erklärt, warum sich Sprache verändert und wie wir durch bewusste Sprachwahl zu einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft beitragen können. Takeaways: Die Bedeutung der Sprache: "Sprache ist der Schlüssel zur Welt, weil wir uns als Menschen damit ausdrücken können: unsere Wünsche, unsere Emotionen, unsere Ziele.“ Sprache ermöglicht es uns, unsere Gedanken und Gefühle auszudrücken und hat darum die Macht, gesellschaftliche Zustände zu verändern. Verantwortung im Sprachgebrauch: "Sprache ist das günstigste Veränderungsinstrument. Wenn man auf seine Sprache achtet oder sie verantwortungsvoll einsetzt, dann ist das ein nachhaltiges Change-Instrument.“ Durch bewussten und verantwortungsvollen Sprachgebrauch können Unternehmen ihre Mitarbeitenden wertschätzen und langfristig binden. Inklusive und gendergerechte Sprache: "Wir haben weiblichen Formen: die Mitarbeiterinnen, die Bürgerinnen, die Arbeiterinnen.“ Wir müssen sie nutzen, denn gendergerechte Sprache trägt dazu bei, historische Machtstrukturen aufzubrechen und eine gerechtere Gesellschaft zu fördern. Die Expertin: Dr. Simone Burel ist promovierte Sprachwissenschaftlerin und Geschäftsführerin der LUB GmbH – Linguistische Unternehmensberatung und Fairlanguage (GFGK Gesellschaft für gerechte Kommunikation mbH), Co-Founder der diversity company und eine der profiliertesten Expertinnen zu gendergerechter Sprache & Diversity in Deutschland. Die Unternehmerin und Wissenschaftlerin widmet sich außerdem den Themen Neurodiversität und Geschlechtergerechtigkeit. In ihrer Kolumne „Mental Break(down)“ im Human Resources Manager, berichtet sie über ihr Dasein als neurodiverse Frau* mit chronischen Krankheiten – eben über das, was nicht im CV steht. Die Moderatorin:  Linked In Insta: @kristinaappel_ www.kristina-appel.com Redaktion | Schnitt: Kristina Appel Beratung: Anna-Maria Herkt

  12. 1

    Wieso, weshalb, warum Zwischenräume_ ?

    Warum hat Kristina mit Zwischenräume_ begonnen? Worum wird es gehen? Ein kurzes Intro.Redaktion und Schnitt: Kristina Appel Jingle: Finn_SnapKontakt: [email protected]

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"Zwischenräume" ist der Podcast für alle Alltagsthemen, die sich durch Labels und Schubladen nicht vollständig erzählen lassen. Die Redakteurin Kristina Appel lädt Expert*innen ein, die sich mit ihrer Arbeit und ihrem Sein in Zwischenräumen bewegen, um mit ihnen und den Hörer*innen nachzudenken, zu diskutieren, zu lernen und zu lachen. Weg von veralteten, absurden, patriarchalen Strukturen und hin zu gemeinsamen Lösungen.

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