PODCAST · science
aha - Ein Podcast für Wissen
by Wissenschaftler:innen
Wissenschaft und Forschung: «aha – ein Podcast für Wissen» präsentiert ungekürzte Lectures vom aha-Festival in Luzern.
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Ist es schlimm, wenn KI unsere Arbeit macht?
Die Jägerinnen und Sammler, lesen wir, hatten 15-Stunden-Wochen. Sie arbeiteten also rund zwei Stunden am Tag, sonst chillten sie oder malten an den Höhlenwänden. Dann aber machte sich die Menschheit sesshaft. Entwickelte Maschinen, die ihr bei der Arbeit helfen. Und ein paar hundert Jahre später stehen wir vor der Künstlichen Intelligenz, die sich anschickt, für uns Diagnosen, juristische Papiere, Popsongs und Vorträge zu schreiben. Peter Kirchschläger leitet das Institut für Sozialethik an der Uni Luzern und wird uns am aha Festival erklären, ob die KI unser Leben wieder chillig macht.
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Was ist die älteste Geschichte (die wir immer noch erzählen)?
Sie sind älter als die Schrift und überliefern seit Jahrtausenden ihre (wenn auch nicht immer klar verständlichen) Botschaften: Mythen gehören zum ältesten Erbe der Menschheit und sind sich rund um die Welt immer wieder erstaunlich ähnlich. Annette und Christian Zgoll lehren und forschen an der Universität Göttingen über die ältesten Geschichten und Rituale der Menschheit. Sie erklären, worum es in diesen ersten Plots überhaupt geht, und warum wir sie uns immer wieder erzählen sollten.
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Kann KI eigene Ziele verfolgen?
Künstliche Intelligenzen wechseln selber Passwörter. Sie hintertreiben konkurrierende KI. Sie geben gezielt falsche Informationen. Was dystopisch klingt, ist heute schon Realität. Alexander Meinke arbeitet für Apollo Research, ein Forschungszentrum in London, das KI-Systeme auf täuschendes Verhalten testet. Er sagt: «Wir haben die frühesten Anzeichen davon gefunden, dass KI eigene gelernte Ziele verfolgt.» In seinem Vortrag erklärt er, wie KI das macht, und wie verbindliche Sicherheitstests aussehen könnten.
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Wie wurden wir vom Zucker abgängig?
Zucker – was früher ein kostbarer Luxus war, ist längst zur alltäglichen Notwendigkeit geworden. Ulbe Bosma, Autor von „The World of Sugar“, geht der Frage nach, wie Zucker uns nicht nur körperlich, sondern auch gesellschaftlich in seinen Bann zieht. Sein Vortrag erzählt von den ökonomischen und neuronalen Realitäten, die unsere Sehnsucht nach Süssem nähren, und die Geschichte einer Sucht, die wir gar nicht mehr bemerken.
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Am I still the person I used to be as a child?
Es ist eine Binsenweisheit: Menschen entwickeln sich unterschiedlich. Der eine hört ein Leben lang am liebsten Bruce Springsteen. Eine andere trägt jedes Jahr ihre alten Platten auf den Flohmarkt. Die eine geht auch mit 50 noch mit ihren Schulfreundinnen in die Skiferien, der andere wechselt alle paar Jahre seinen Freundeskreis. Aber: Wann ist ein Mensch „immer noch der Gleiche“? Wie wird er „ein Anderer“? Und was passiert, wenn ein Kind erwachsen wird? Brent W. Roberts, Psychologe an der University of Illinois, hat Antworten.
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Wann können wir mit Tieren reden?
Reden Vögel übers Wetter, wenn sie zwitschern? Zu gern würden wir wissen, was Tiere austauschen, wenn sie im Schwarm unterwegs sind oder wenn sie sich auf einem Ast zufällig treffen. (Weil genau: Tiere sind ja auch nur Menschen.) Die Hoffnung: Mit KI und mächtigen Rechnern knacken wir bald die Sprachen der Tiere. Die Linguistin Alexandra Bosshard hat untersucht, wie Schimpansen oder Weissbüffeläffchen kommunizieren Sie verrät, ob wir uns auf ein Gespräch mit ihnen freuen dürfen.
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Was macht Dopamin mit mir?
Dopamin ist das Molekül der Lust, des Antriebs. Es bedeutet den Kick. Es ist der unsichtbare Puppenspieler, der uns zu Höchstleistungen anstachelt, uns mit Freude belohnt und uns gleichzeitig in den Abgrund lockt. Wie viel ist zu viel? Wann wird die Suche nach der Ekstase zur Sucht? Und: Wie lernen wir, den Draht zu diesem Spiel zu finden, ohne uns zu verlieren? Die Neurologin Stephanie Hirschbichler erklärt am @ahafestival die Mechanismen, die unser Verhalten bestimmen, und das, was wirklich passiert, wenn der Glückskick kommt.
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Was für eine Rolle spielt Künstliche Intelligenz im Krieg?
Die Fernsehbilder sind widersprüchlich, die uns aus den Kriegen erreichen. Wir sehen Häuserkampf, wir sehen Schützengräben, wir sehen Panzer. Immer häufiger aber lesen wir auch über explodierende Pager oder über überraschende und höchst effiziente Angriffe von Drohnen. Hightech als Kriegswerkzeug. Mauro Gilli erforscht an der ETH Zürich genau das: neue Technologien, KI und ihre Rolle in den hybriden Kriegen unserer Zeit – von Gaza bis zur Ukraine.
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What can we learn from mediocrity?
Keine will es sein. Keiner will es erleben. Mittelmass. Denn es ist einfach zu langweilig, zu uninspiriert, zu wenig. Wie der Philosoph Daniel S. Milo in seinem Buch „Good Enough“ allerdings zeigt, ist der schlechte Ruf des Mittelmasses schlicht falsch. Sein Punkt: Evolution und Fortschritt leben nicht von den Extremen, sondern vom „gut genug“. Auch zivilisatorische Fortschritte sind, um sich durchzusetzen, abhängig von der Mehrheit des Mittelmasses.
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Ist mein Musikgeschmack nur Statistik?
Bei den Streamingdiensten, die wir abonnieren, entscheiden Algorithmen, welche Musik empfohlen wird. Es entscheidet also die Statistik: Kund:innen, die dieses Lied mochten, haben sich auch dieses Lied angehört. Tobi Müller, Popexperte in Berlin, hat in seinem Buch „Play Pause Repeat“ beschrieben, wie Geräte und Technologien unseren Musikkonsum prägen. Mit der Zürcher Klassik-Expertin Susanne Kübler unterhält er sich darüber, ob das wirklich noch unser eigener Geschmack ist, der uns sagt, dass er Taylor Swift mag. Oder ob Taylor Swift nicht doch eine KI ist.
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Warum spinnen die Amis?
Donald Trump ist wieder US-amerikanischer Präsident. Ein Comeback, das für sehr viele Menschen in Europa schlicht unbegreifbar ist. Was ist da los in Amiland? Is it still the economy, stupid? Oder is it etwas ganz Anderes, etwas Neues, das Trump triumphieren liess? Darüber diskutieren Claudia Franziska Brühwiler, Staatsrechtlerin und Amerikanistin an der Uni St. Gallen, und David Hesse, ehemaliger USA-Korrespondent des „Tages-Anzeigers“ und heute verantwortlich für Zukunftsfragen bei der Stiftung Mercator.
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Was macht unsere Datingkultur mit mir?
Wischen, matchen, hoffen: Wo bleibt da das Gefühl? Was macht das mit uns in einer Welt, die mehr auf Zahlen als auf Emotionen setzt? Der Luzerner Soziologe, Philosoph und Informatiker Kai Dröge und und die Journalistin Helena Piontek (@_helenapiontek) werfen in ihrem Talk einen Blick auf die Oberflächenreize und Tiefenängste unserer modernen Datingkultur. Ein Gespräch über das Suchen, Finden und Verirren – und darüber, was es bedeutet, sich in einer Welt der zahllosen Möglichkeiten überhaupt noch zu finden.
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Wie ticken Superreiche?
Wer sind die Menschen, die mehr haben, als wir es uns je vorstellen können? Was bewegt Menschen, die Geld verbrauchen wie andere Luft? Was wünschen sie sich wirklich? Wovon träumen sie, wovor haben sie Angst? Julia Friedrichs hat die Superreichen hinter ihrer strahlenden Fassade besucht und entwirft in ihrem aktuellen Buch «Crazy Rich» ein Bild von denen, die ihr Vermögen vor sich hertragen wie einen unsichtbaren Schild.
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Wer ist verantwortlich für Künstliche Intelligenz?
Digitale Systeme und erst recht sogenannte Künstliche Intelligenzen sind opak. Das heisst, es ist undurchsichtig, wie sie funktionieren, und wer aus welchen Gründen entschieden hat, wie beispielsweise Algorithmen ihre Entscheidungen fällen. So droht in diesen Systemen auch die Verantwortung zu verschwinden – die juristische wie auch die moralische. Thomas Burri ist Professor für Völker- und für Europarecht an der Uni St. Gallen. Er sagt, wie KI behaftbar bleibt. In diesem Podcast erfährst du: - Warum KI nicht nur nützlich, sondern auch brandgefährlich sein kann – Ein Fall zeigt, wie eine KI den Selbstmord eines Teenagers beeinflusst haben könnte. - Wieso wir uns jahrelang mit den falschen KI-Problemen beschäftigt haben – Killerroboter und Superintelligenz klangen spannend, lenkten aber von den echten Risiken ab. - Warum manche KI-Technologien verboten sind, aber Chatbots für Jugendliche nicht – Die Grauzonen der Regulierung und was das für die Zukunft bedeutet. - Warum am Ende Gerichte entscheiden, wie gefährlich KI wirklich ist
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Wie werden meine Daten zu Geld gemacht?
Allen, die im Internet unterwegs sind, dürfte mittlerweile klar sein, dass dabei ihre persönlichen Daten wann und wo immer möglich abgegriffen werden. Doch was passiert mit diesen Daten? Wie werden sie gehandelt, und wieviel sind sie wert? Frederike Kaltheuner (@f_kaltheuner) ist Expertin für Privatsphäre und Datensicherheit im Internet. Sie erklärt, wie der Handel mit Daten funktioniert, und warum er durch die Politik geregelt und beobachtet werden muss.
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Was ist ein Gedanke?
Der Kopf ist voll damit, trotzdem wissen wir noch immer nicht genau, was sie sind: Gedanken. Damit etwas ein Gedanke ist, muss uns erst einmal bewusst werden, dass wir gerade denken. Soweit klar. Den komplexen Prozess, der in unserem Kopf passiert, wenn wir uns Gedanken machen, erklärt der Neurowissenschaftler Benjamin Grewe.
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Wer hat Europa entdeckt?
Wir haben es in der Schule gelernt: Die «Entdecker» aus Europa «entdeckten» und «eroberten» Amerika. Aber wie die britische Historikerin Caroline Dodds Pennock in ihrem Buch «On Savage Shores» schreibt, setzte kurz nach 1492 auch eine Gegenbewegung ein. Indigene Menschen aus Nord- und Südamerika reisten nach Europa – Sklaven, Händlerinnen, Diplomaten und Forscherinnen –, und sie entdeckten eine Welt, die Ihnen exotisch und fremd vorkam. Eine Welt, die sie beeinflussten und mit aufbauten.
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Lässt sich guter Fussball berechnen?
Sie sind aus Live-Kommentaren zu Fussballspielen nicht mehr wegzudenken: Statistiken, welche Spielerin wieviele Kilometer gelaufen ist, welcher Spieler in der Schlussviertelstunde am meisten Tore schiesst. Big Data ist heute Teil jedes professionellen Fussballteams, die Statistik soll die Teams effizienter und erfolgreicher machen. In seinem Buch «Expected Goals» beschreibt Rory Smith (@rorysmithnyt), Fussball-Korrespondent der «New York Times» in Europa, wie das funktioniert.
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Wie klangen Dinosaurier?
Wir alle kennen und fürchten sie, die brüllenden T-Rex-Animationen aus den «Jurassic Park»-Filmen. Doch hat die Forschung in diesem Fall die Hollywood-Dramaturgie widerlegt. Dinosaurier konnten nicht brüllen. Wie hat die Forschung herausgefunden, wie Dinosaurier wirklich klangen? Das erklärt der Paläobiologe Darius Nau.
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Wozu Kunst?
Kunst und Kultur stellen den Status Quo infrage, sie bieten Alternativen, schaffen Bewusstsein und entwickeln sogar die Kraft, Gesellschaften zu transformieren. Woher bekommen sie diese Macht? Was macht Musik, Literatur und Kunst mit uns? Martin Puchner hat dazu gerade das Buch «Culture. The Story of Us, From Cave Art to K-Pop» vorgelegt. Am aha unterhält er sich mit dem SRF-Kulturredaktor Igor Bašić über die Bedeutung der Kunst in der Weltgeschichte.
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Was ist Liebe?
Sie lässt sich nicht kontrollieren, stellt aber unser Leben auf den Kopf. Das gilt für die romantische Liebe ebenso wie für Elternliebe, Geschwisterliebe oder tiefe Freundschaft. Warum lässt sich die Liebe so schwer fassen? Nora Kreft, Philosophie-Expertin von der Humboldt-Universität Berlin, forscht zu diesem Phänomen und erklärt, warum wir lieber unglücklich als überhaupt nie lieben.
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Warum können wir uns Dinge vorstellen, die es nicht gibt?
Darauf muss man erstmal kommen. Sich über Dinge zu unterhalten, die es gar nicht gibt. Tiere tun das, soweit wir wissen, nicht. Sie denken sich keine Götter aus, kein Geld, auch keine Aliens. Fred Mast, Professor für Kognitive Psychologie an der Uni Bern, hat ein Buch über die «Kraft der Imagination» geschrieben. Und er kann erklären, warum und wie sich der Mensch ins Reich der Phantasie aufgemacht hat.
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Warum machen wir Musik?
Ein Blick auf ein Orchester genügt, auf die dort versammelten Hörner, Häute und Darmsaiten, um festzustellen, wie alt Musik ist. Doch wie hat die Musik angefangen? Warum haben die Menschen damit begonnen, nicht nur Geräusche nachzuahmen, sondern Musik zu machen? Auf welche Art und Weise berauscht und beglückt uns Musik? Stefan Kölsch erforscht solche Fragen an der Universität Bergen. Er erklärt, was Musik mit unseren Gehirnen macht.
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Wie langweilig dürfen Ferien sein?
Valentin Groebner ist Historiker und Autor. Seit 2004 lehrt er als Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Er ist Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und beschäftigt sich immer wieder auch mit touristischen Themen. So in seinem Buch «Retroland», wo er sich mit dem Geschichtstourismus auseinandersetzte. In anderen Büchern widmete er sich dem Gesicht, der Darstellung von Gewalt oder der Inszenierung des Mittelalters.
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Wie kann Migration entpolitisiert werden?
Migration ist eine welthistorische Tatsache. Doch kollidiert sie heute, da der Mensch innerhalb von «Staatsgrenzen» lebt, mit dieser politischen Realität. Das Resultat ist bekannt. Die Migration ist der Bestseller auf dem Markt des politischen Populismus; dies, während Tausende ihren Aufbruch aus ihrer Heimat mit dem Leben bezahlen. Gerald Knaus, Experte für internationale Politik, hat ein Buch über Grenzen geschrieben. Im Gespräch mit Rafaela Roth (Journalistin, NZZ am Sonntag) versuchte er eine Antwort auf die Frage zu finden, wie uns ein nüchterner Blick auf die Migration gelingen kann.
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Wie geht Schule ohne Fächer?
Wir können uns eher das Ende der Welt vorstellen als eine Schule ohne Fächer, Lehrplan und Leistungstests. Und doch gibt es sie, die Ansätze, die Schule projektorientierter, interdisziplinärer, integrativer und ja, auch schlauer zu machen. Zum Beispiel an der Technischen Universität von Dresden, wo ein Team um die Erziehungswissenschaftlerin Anke Langner an der Schule der Zukunft arbeitet.
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Wie bilden Games die Welt (ab)?
Games imitieren die Welt und sind doch eine ganz eigene. Doch was für eine Realität ist das eigentlich, die sich da beim Gamen vor uns auf den Bildschirmen auftut? Und wie spielt sie in unser Leben zurück? «Let’s Play oder Game Over» heisst das Buch, in dem der Philosoph Sebastian Ostritsch solchen Fragen nachgeht und eine «Ethik des Computerspiels» entwirft.
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Wie wurden wir im Westen so seltsam?
Es ist eines der grossen historischen Rätsel: Wie wurde Europa ab 1500 so erfolgreich, wie konnte es weite Teile der Welt erobern, die industrielle Revolution einleiten und über alle Massen reich werden? Joseph Henrich, Anthropologe an der Harvard-Universität in Boston, hat darüber in «Die seltsamsten Menschen der Welt» eine faszinierende neue These entwickelt und im Detail begründet. In dieser Episode erfährst du: - wer die seltsamsten Menschen (WEIRD people) der Welt sind - wie der Westen reich wurde - wie uns Evolution, Geschichte und Kultur zu dem gemacht haben, was wir heute sind Buchhinweis: "Die seltsamsten Menschen der Welt. Wie der Westen reichlich sonderbar und besonders reich wurde" (2022), Joseph Henrich, Suhrkamp.
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Wie kann Dekolonisierung funktionieren?
Die Ära der Dekolonisierung prägte die Geopolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Für viele mag diese Geschichte abgeschlossen sein. Doch ist sie es - gerade in den ehemaligen Kolonien - keineswegs. Die Prozesse der Dekolonisierung halten an und werden nicht selten überlagert von neuen Formen neuer Kolonisierung. Darüber forscht und publiziert Olúfẹ́mi Táíwò an der Universität von Cornell in New York.
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Was ist Krieg im 21. Jahrhundert?
«Connectivity Wars – Kriege der Vernetzung»: So lautet der Titel einer Studie aus dem European Council on Foreign Relations, einem preisgekrönten, gesamteuropäischen Think Tank. Seit dem Überfall der russischen Armee auf die Ukraine wird uns schmerzlich vor Augen geführt, was das heisst: Hybride Kriege, die gleichzeitig mit Armeen, Nahrungsmitteln, Social Media und Hackern geführt werden. Was das bedeutet, darüber sprach Mark Leonard, der Gründer und Direktor des Think Tanks, am aha Festival.
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Wie verändert der Klimawandel unsere Nahrungsketten?
Klar, das Klima hat sich schon immer verändert, und die Menschen haben sich angepasst. Aber was bedeutet es, wenn sich das Klima sehr schnell verändert? Manche Szenarien sind bekannt, sie handeln von überschwemmten Metropolen, unbewohnbaren Regionen, neuen Migrationsströmen. Weniger im Fokus stehen die Folgen für unsere Nahrungsketten. Doch genau darüber forscht Ingrid Fromm, Lehrbeauftragte für Internationale Landwirtschaft an der Berner Fachhochschule, und zwar in Lateinamerika, Westafrika oder Asien, wo Handelsgüter wie Kakao, Kaffee, Bananen oder Palmöl für den europäischen Markt bereitgestellt werden.
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Wie repariert man ein Korallenriff?
Das Sterben der grossen Korallenriffe ist seit vielen Jahren zum Sinnbild geworden für die Zerstörung der Umwelt und von Lebensräumen. Die Meeresbiologin und Genetikerin Ulrike Pfreundt wollte sich mit ihrem Verschwinden aber nicht abfinden. Sie entwickelte gemeinsam mit der Künstlerin Marie Griesmar eine Methode, um diese Riffe zu reparieren. Mit ihrem Non-Profit-Start-up @rrreefs arbeitet sie mittlerweile weltweit an der Wiederherstellung solcher Ökosysteme.
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Wie gehen Demokratien unter?
Erst waren sie nur gefährdet, nun sind sie weltweit auf dem Rückzug: Noch nie gab es seit 1990 so wenige Demokratien wie heute. Was führt zu deren Zerfall? Die Historikerin Birte Förster erklärt, wie Demokratien instabil werden, warum sie an Beliebtheit einbüssen und wann sie der Autokratie weichen müssen. In dieser Episode erfährst du - wie und wann die Demokratie in Europa zerschlagen wurde - wer die Demokratie verteidigt und was sie schützt - vor welchen Herausforderungen Demokratien stehen, wenn es um ihre Verteidigung geht - wie die liberalen Demokratie an Stärke gewinnt
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Was wird vom Menschen bleiben?
Zu jedem Zeitpunkt produzieren die Menschen der Gegenwart die Archäologie der Zukunft – also auch das, was von uns heutigen Menschen einmal bleiben wird. Im Zeitalter des Anthropozäns sind dies Dinge bisher nie dagewesenen Ausmasses, die uns möglicherweise überdauern. Von radioaktivem Abfall bis Weltraummüll. Was davon werden wir als Kulturerbe bezeichnen? Und was sagt das über unsere Gesellschaft aus? Diese Fragen beantwortet die Archäologin Julia Schönicke. In dieser Episode erfährst du: - ob und wie wir mitbestimmen können, was von uns Menschen auf der Erde bleibt - wie Zeitepochen (Erdzeitalter) entstehen - wie Ruinen entstehen und wie sie von Archäolog:innen erforscht werden
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Was kann Intuition?
Manchmal machen wir mehr richtig, wenn wir weniger denken. Stimmt das tatsächlich? Trotzt unser Bauchgefühl auch heute noch den wachsenden Datenmengen und präzisen Berechnungen? Niklas Keller, Wissenschaftler an der Charité Berlin, erklärt, warum die Intuition tatsächlich immer noch ein guter Ratgeber ist, der selbst die modernsten Datenverarbeitungsmethoden übertrifft. In dieser Episode erfährst du - wann du auf dein Bauchgefühl hören kannst und wann du lieber rechnen solltest - was die Blickwinkelheuristik ist und warum die Evolution sie uns mitgegeben hat - in welchen Bereichen die KI der Intuition den Rang abläuft
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Wer kauft welche Kunst und warum?
Gestreamte Auktionen, Onlineausstellungen, digitale Kunst als Investment: Der Kunstmarkt hat sich verändert. Geblieben aber ist die verbreitete Verwunderung über das Starsystem, die astronomischen Preise und die Intransparenz. Das führt zu den Fragen: Wer kauft heute Kunst? Und warum eigentlich? Kunsthändler Dirk Boll und SRF-Kunstredaktorin Ellinor Landmann nähern sich der Frage in einem Talk. In dieser Episode erfährst du - warum man nicht unbedingt ein guter Verkäufer sein muss, um Kunst zu verkaufen - was man beim Auktionshaus Christie's für 1000 Fr. bekommt und - wie Preise auf dem Kunstmarkt entstehen Hinweis: Die Episode fängt abrupt an. Das liegt daran, dass die ersten zwei Minütchen des Gesprächs nicht aufgenommen wurden. Wir sagen sorry, versprechen aber, dass das dem Gespräch keinen Abbruch tut. Viel Spass beim Hören! Und: wir freuen uns über Feedback ([email protected]).
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Wie westlich ist Osteuropa?
In dieser Episode erfährst du: - Wie Osteuropa vom Westen erfunden wurde - Wie die Geschichten entstanden sind, die wir uns um Westen über den Osten erzählen - Was die Aufklärung damit zu tun hat - Wie provisorisch und unsicher alle Grenzen in Europa sind
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Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst?
In dieser Episode erfährst du: - wie das Wirtschaftswachstum zu m wichtigsten Ziel fast aller Regierungen geworden ist - was zur Wirtschaftsleistung eines Landes gezählt wird – und was nicht - wie man Wachstum auch anders definieren könnte
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Trocknet Europa aus?
In dieser Episode erfährst du: - wie stark die Trockenheit in Europa zugenommen hat - wie dieses Phänomen mit dem CO2-Ausstoss der Menschen zusammenhängt - und welche Szenarien der Weltklimarat für die Zukunft entwirft
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Wer sind die Reichen?
Diese Frage beantwortete Stéphanie Ginalski im Rahmen der Ausstellung «Das entfesselte Geld» im Bernischen Historischen Museum. Im November 2022 fand dort ein aha-Spinoff zum Thema Geld statt. Stéphanie Ginalski ist Historikerin und Dozentin am Institut für politische Studien der Universität Lausanne. Sie ist Mitbegründerin des Observatoriums der Schweizer Eliten (obelis.ch). Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Kapitalismus, Wirtschaftseliten und -netzwerke sowie Kunstgesellschaften im späten 19. und 20. Jahrhundert.
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34
Wie neutral ist Geld?
Diese Frage beantwortete Aaron Sahr im Rahmen der Ausstellung «Das entfesselte Geld» im Bernischen Historischen Museum. Im November 2022 fand dort ein aha-Spinoff zum Thema Geld statt. Der Philosoph und Soziologe forscht und lehrt über die Geschichte des Geldes, über politische Ökonomie und kapitalistische Dynamik. Er leitet am Hamburger Institut für Sozialforschung die Forschungsgruppe Monetäre Souveränität. Sein aktuelles Buch ist «Die monetäre Maschine. Eine Kritik der finanziellen Vernunft» (2022, C.H. Beck).
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Wann zahlen wir alle mit Kryptogeld?
Diese Frage beantwortete Clara Schneidewind im Rahmen der Ausstellung «Das entfesselte Geld» im Bernischen Historischen Museum. Im November 2022 fand dort ein aha-Spinoff zum Thema Geld statt. Schneidewind ist Spezialistin für Blockchain-Technologie, Programmanalyse und Kryptografie. Sie forscht und lehrt am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum.
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Nimmt die Ungleichheit zu oder ab?
Diese Frage beantwortete Dario Meili im Rahmen der Ausstellung «Das entfesselte Geld» im Bernischen Historischen Museum. Im November 2022 fand dort ein aha-Spinoff zum Thema Geld statt.
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Warum sind wir gierig?
Diese Frage beantwortete Heinzpeter Znoj im Rahmen der Ausstellung «Das entfesselte Geld» im Bernischen Historischen Museum. Im November 2022 fand dort ein aha-Spinoff zum Thema Geld statt.
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Warum ist es sinnvoll, armen Menschen Geld zu schenken?
Diese Frage beantwortete Adina Rom im Rahmen der Ausstellung «Das entfesselte Geld» im Bernischen Historischen Museum. Im November 2022 fand dort ein aha-Spinoff zum Thema Geld statt. Adina Rom ist Entwicklungsökonomin am Center for Development and Cooperation (NADEL) an der ETH Zürich. Bereits 2020 referierte Rom am aha Festival. Damals zur Frage «Wie sind 100 Fr. am besten ins Gemeinwohl investiert?». Auch diesen Vortrag gibt's zum Nachhören: Episode vom 9. Oktober 2020.
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Wie viel ist ein Mensch wert?
Diese Frage beantwortete Jörn Klare im Rahmen der Ausstellung „Das entfesselte Geld“ im Bernischen Historischen Museum. Im November 2022 fand dort ein aha-Spinoff zum Thema Geld statt. Jörn Klare ist Berliner Journalist und Theaterautor arbeitet u.a. für den Deutschlandfunk und «Die Zeit». 2010 erschien seine Langreportage «Was bin ich wert? Eine Preisermittlung» als Buch. Es bildete auch die Basis für den gleichnamigen Dokumentarfilm. Das nächste aha Festival findet am 27. und 28. Januar im Südpol in Luzern statt. Hier geht‘s zum Programm: https://aha-festival.ch/de
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Warum sind Religionen sexfeindlich?
Vielleicht ist es ja nur ein Vorurteil, aber: Religionen wirken schon sehr verstockt, was Sex betrifft. Die in München und Luzern lehrende Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger erklärt, wie und warum die rigide Sexualmoral so mancher Kirche entstanden ist.
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aha im Bernischen Historischen Museum
Das aha Festival gastiert in Bern! Am Wochenende vom 11. und 12. November bespielen wir das Bernische Historische Museum ergänzend zur Ausstellung «Das entfesselte Geld». Acht Forschende beantworten acht Fragen rund ums Geld.
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Warum ist Palmöl so umstritten?
2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung einem Freihandelsabkommen mit Indonesien zugestimmt. Im Zentrum der Debatte stand dabei das Palmöl. Fast emblematisch steht das Produkt für die Natur- und Umweltzerstörung durch Monokultur und Massenproduktion. Zurecht? Das sagt Ariane Hangartner, die für die ETH Zürich in Projekten für nachhaltigen Palmölanbau in Indonesien, Kamerun und Kolumbien arbeitet.
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Gibt es schon Wasserkriege?
Trinkwasser war schon immer eine umkämpfte Ressource. Derzeit aber verändert der Klimawandel an vielen Orten der Erde den Wasserhaushalt und verschiebt damit auch die Konfliktlinien um das Wasser. Annabelle Houdret forscht über die politische Ökonomie der Wasserversorgung und arbeitet dafür in Projekten in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten. Sie erklärt, mit welchen Konflikten wir jetzt und in Zukunft zu rechnen haben.
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