PODCAST · society
Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der Psychoanalyse
by Barbara Rüttner Götzmann & Lena Barth
In dieser neuen Podcast-Reihe geht es um nichts weniger als um die sogenannte Praxis der Psychoanalyse. Wir dekonstruieren alles, was gerade anfällt: die Rollen- und Geschlechterbilder, die Pandemie, die Klimakrise. Das ist Psychoanalyse in unseren Augen: Was eben anfällt, ohne große Erinnerung, ohne bestimmte Wünsche, aber mit größter Seriosität. Wir laden alle ein auf die analytische Couch und gewähren tiefe Einblicke – sofern die Gunst der Stunde uns diese Tiefe wirklich schenkt. Die „Behörde für Inneres“ – das sind wir, ganz klar - ein Teil unseres Selbst, die große Erkundung, die Zuschreibung und fantastische Attribution. Das alles ist vielfältig, ambige, kreativ, lädt ein zum Assoziieren und wird im Laufe sicherlich wiederholt, wie ein Auftauchen, das seinen latenten Inhalt irgendwann enthüllt. - Dieser Podcast entsteht in Kooperation mit dem Institut für Philosophie, Psychoanalyse und Kulturwissenschaften (https://ippk.de/) -
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Episode 27: Wo ist die Psychoanalyse noch rebellisch?
In der heutigen Folge erinnern wir uns an die rebellische Anfangszeit der Psychoanalyse um 1900 im gutbürgerlichen Wien.Freud als Mann der Moderne öffnete das Tor zum Unbewussten und noch viele weitere Türen und Fenster, die bis heute offen stehen und tiefe, auch unheimliche Einblicke in unser Seelenleben zulassen. Die Grundideen der Psychoanalyse stellten bis zu einem gewissen Grade das bisherige Weltbild infrage und zeigten sich hier rebellisch, mutig und offen für das Unbekannte. Wir fragen – Wo ist das Rebellische der Psychoanalyse heute zu finden?Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 3Sprecher:innen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 26: Spiritualität und Coaching – Jenseits des psychoanalytischen Prinzips
Wir arbeiten in psychoanalytischen-psychotherapeutischen Settings nach sehr klaren und strengen Vorgaben und Regeln, die den Psychotherapie-Richtlinien entsprechen müssen. Bezahlt wird eine Therapie, welche (im besten Fall) nachweislich und empirisch gesichert, Krankheitssymptome beseitigen soll. Dieses Bild auf Krankheit, insbesondere psychische Störungen ist und war nicht in allen Kulturen in dieser Weise zu finden.Wir kennen viele verschiedene Verfahren mit psychischen Problemen umzugehen: der Schamanismus, der Buddhismus, die ayurvedische Medizin und viele mehr. Modern ist auch das so genannte „Spiritual Coaching“, welches sich zum Teil dieser alten bewährten Konzepte bedient und sehr gefragt ist bei den Menschen.Wir gehen im Podcast der Frage nach, wie wir uns als „klassisch“ ausgebildete Psychotherapeut:innen zu diesen Formen der Behandlung positionieren sollen? Fehlt unseren Therapien dieser Bestandteil vollständig? Wo fließt doch manchmal durchaus etwas weniger Fassbares und vielleicht Spirituelles ein? Welche Formen der Technik sind aber fraglos bei einer klassischen psychodynamischen Behandlung einfach hervorragend und bei keiner anderen Methode in dieser Klarheit und letztlich auch Schonungslosigkeit zu finden?In dieser Folge gehen wir diesem kontroversen Thema nach. Wir versuchen ein Fenster in einen von der klassischen Wissenschaft ausgeschlossenen Bereich der Heilung zu öffnen – begleiten Sie uns weiterhin gern auf diese Reise!Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 3Sprecher:innen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 25: Widerstand – Gegen etwas stehen – oder für etwas einstehen
Widerstand heißt wörtlich: sich etwas entgegenstellen. Doch ist er nur Abwehr – oder auch Mut? In dieser Folge gehen wir dem Begriff Widerstand nach. Wir schauen auf Freuds Verständnis von Widerstand als unbewusste Abwehr in der Therapie bis hin zum politischen Widerstand gegen Macht und Unterdrückung und auch auf eine neue Sicht auf Widerstand im Rahmen psychoanalytischer Behandlungen. Wann schützt Widerstand unser Innerstes – und wann verhindert er Entwicklung? Mit einem Blick auf Bruce Springsteen und den Kinofilm „Deliver me from nowwhere“ (Achtung: Spoiler Alert) fragen wir: Kann Widerstand ein Akt der Selbstrettung sein? Und was bedeutet es, heute öffentlich Haltung zu zeigen? Eine Folge über innere Konflikte, gesellschaftlichen Protest – und die Frage: Was verteidigen wir eigentlich, wenn wir Widerstand leisten?Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 3Sprecher:innen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 24: Psychodynamische Aspekte der Klimakrise
Diese Folge beleuchtet die psychodynamischen Aspekte der Klimakrise und fragt, warum eine existenzielle Bedrohung unserer Lebensgrundlagen trotz jahrzehntelanger Warnungen häufig abgewehrt wird.Ausgehend von Harold Searles’ frühem Aufsatz „Unconscious Processes in Relation to the Environmental Crisis“ (1972) werden unbewusste Abwehrmechanismen wie Verleugnung, Spaltung, Apathie und Verdrängung in individuellen und kollektiven Reaktionen auf ökologische Zerstörung diskutiert. Im Rückbezug auf „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome geht es zudem um affektive Dynamiken wie Angst, Schuld, Neid und Omnipotenzfantasien.Die Folge lädt ein, die Klimakrise auch als tiefenpsychisches Geschehen zu verstehen und die Bedeutung unbewusster Prozesse für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt zu reflektieren.Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecher:innen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 23: Elternschaft im Wandel
In dieser Podcastfolge widmen wir uns den vielfältigen Facetten von Elternschaft – ihren gesellschaftlichen, psychodynamischen und persönlichen Dimensionen. Im Zentrum steht die Frage, was es heute bedeutet, „eine Mutter“ zu sein, und welche Zuschreibungen, Erwartungen und Bedingungen dieses Bild prägen. Seit den 1970er-Jahren haben feministische Debatten neue Perspektiven vor allem auf Mutterschaft eröffnet – zwischen Selbstverwirklichung, Fürsorge und dem Gefühl, sich in der Rolle zu verlieren.Theoretische Impulse, etwa von Donald Winnicott mit seinem Satz „There is no such thing as a baby“, werfen Licht auf die Beziehung zwischen Mutter, Kind und dem Umfeld als komplexes System. Themen wie Reue, Fruchtbarkeit und das damit verbundene Gefühl der Insuffizienz werden ebenso aufgegriffen wie familiäre Dynamiken und unbewusste Muster, die das Mutterbild prägen.Die Folge lädt dazu ein, Ambivalenzen auszuhalten und Mutterschaft als fortwährenden Aushandlungsprozess zu verstehen – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, inneren Konflikten und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. So soll ein sensibler, reflektierter Blick auf Elternschaft im Wandel der Zeit entstehen.Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecher:innen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 22: Die Sphinx und ihr verflixter Blick
Ursprünglich war die Sphinx der Pharao oder zumindest einer seiner Wächter. Mit der Migration nach Griechenland aber wurde sie zur ausgestoßenen Todesdämonin – die Schreckliche in der Wüste! Mit Laplanche wirft sie ihren Blick auf die Triebe des Kindes. So sprechen wir über den weiblichen Blick auf den männlichen Trieb. Der ist nicht immer wohlwollend….. Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecher:innen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 21: Die Macht des Tagtraums - Im Gespräch mit Jesko Vincent Schulz
Wir sprechen in der heutigen Folge mit dem jungen Analytiker Jesko Vincent Schulz über das Träumen. Im Unterschied zum nächtlichen Traum, der sich aus verdrängten Wünschen und meist schwierigen Erfahrungen speist, dient uns der Tagtraum durchaus als Stärkung und Ressource.Er kann als Anker gesehen werden, der ins Ungewisse geworfen, geformt aus unseren Wünschen, etwas Visionäres hat. Im Wunsch nach Erfüllung hält er uns hoffnungsvoll in Bewegung.Wir sprechen aber auch über die Gefahren, wenn ein individueller Tagtraum von grandioser Vollkommenheit sich mit einer politischen Strömung verbindet, die trügerisch die Erfüllung von Tagträumen verspricht.In diesem Sinne: Let`s Dream!Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecher:innen: Lena Barth, Barbara Rüttner Götzmann & Jesko Vincent SchulzProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 20: Colored only - Im Gespräch mit Gatlin Crawford
Zwei separate Wasserspender stehen 1963 in den Vereinigten Staaten nebeneinander. Der eine Wasserspender glänzt weiß geputzt und sauber, während der andere deutlich kleiner ist, rohes abgenutztes Metall lässt ihn kalt und minderwertig aussehen. Zwei Schilder geben vor, wer welchen benutzen darf – auf dem einen steht White, auf dem anderen Colored. Welche Gruppe den schöneren Wasserspender erhält, scheint offensichtlich. Im Gespräch mit Jackson Gatlin Crawford wird in dieser Podcast-Episode über das Thema Rassismus gesprochen, wobei vor allem auf die Theorien zweier Denker eingegangen wird: des Psychoanalytikers Fakhry Davids, welcher den ,,Inneren Rassismus“ (2019) erklärt, sowie des Psychiaters Frantz Fanon, der das Erleben der Kolonisierten unter Fremdherrschaft untersuchte.Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecherinnen: Lena Barth, Barbara Rüttner Götzmann & Jackson Gatlin CrawfordProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 19: Alles neu...!
„Alles neu macht der Mai…“ So beginnt das alte deutsche Volkslied. Gemeint ist dieser Mai, der kommende Mai und wieder ein Mai und alle ähneln sie dem Mai aus dem Jahr 1818, als dieses Lied entstand. Also ein junger Mai, ein frischer Mai aber immer die gleiche Szene, eine Wiederholung des Blühens und der grünenden Haine. Dieses Neue wird griechisch als Neos / Neues bezeichnet. Daneben gibt es aber auch das Kainos / Neue. Im Unterschied zum Neos / Neuen, bei welchem der Schwerpunkt auf dem Jungen und Frischen, aber letztlichVorhersehbaren liegt, bringt das Kainos / Neue etwas hervor, was nicht direkt ableitbar ist. Das Kainos / Neue ist das noch nie Dagewesene, welches die Grenzen des Bestehenden überschreitet. Im Podcast beziehen wir uns auf die Ausführungen zum „Neuen“ im 2024 erschienenen Buch „Das Neue – Prolegomena zur Känologie“ (Verlag Königshausen& Neumann) des Wiener Philosophen, Markus Hodec und suchen nach den Chancen, welche das Kainos / Neue für unsere psychoanalytische Praxis birgt.Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecherinnen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 18: Aus dem Nähkästchen geplaudert
Aus dem Nähkästchen geplaudert. In dieser Folge unterhalten wir uns über die persönlichen Erfahrungen mit den alten Theorien von Übertragung und Gegenübertragung. Es geht um Gedanken zur Praxis und unserem Alltag in der Praxis. Wir erzählen Dinge, die sonst vielleicht eher verschwiegen werden, weil sie nicht zu einer idealen Form der Psychoanalyse passen. Aber: was ist schon perfekt?Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecherinnen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 17: White Lotus - Spiritualität, Psychoanalyse und das Ende des Imaginären
Was passiert, wenn spirituelle Fragen plötzlich in der psychoanalytischen Behandlung auftauchen? Und wie verändert sich die therapeutische Landschaft, wenn das Imaginäre an seine Grenzen stößt?In dieser Folge tauchen wir – inspiriert von der dritten Staffel der Serie White Lotus – tief ein in die Schnittstellen zwischen Spiritualität, psychischer Krise und psychoanalytischer Praxis. Die Serie bietet nicht nur ein faszinierendes Panorama menschlicher Abgründe, sondern auch eine Bühne für spirituelle Erfahrungen, die in Umbruchphasen plötzlich bedeutsam werden.Wir fragen: Wie kann die Psychoanalyse mit spirituellen Dimensionen umgehen, ohne sich selbst zu verlieren? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich, wenn Klient:innen inmitten von Krisen spirituelle Deutungsmuster entwickeln?Eine Folge über Sinnsuche, Transformation – und darüber, was jenseits des Imaginären auf uns wartet.Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der Psychoanalyse Staffel 2Sprecherinnen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 16: Warum die Sehnsucht nach dem Totalitären
In der aktuellen Podcast-Folge versuchen wir die aktuellen totalitären Strömungen auspsychoanalytischer Sicht zu beleuchten, eventuell verständlicher oder verstehbarerzu machen.Wir fragen uns, warum sich Menschen überhaupt nach totalitären Systemen sehnen.Wir fragen, was hat die aktuelle Situation im Außen mit meinem Inneren zu tun? Undwir schauen anhand des ödipalen Komplexes, inwiefern aktuelle Verbote bzw.kastrierende Erfahrungen zu einer Regression in die imaginäre Allmacht undIdentifikation mit einem als potent erlebten Dritten führen können.Geschwächt durch Verbote und Kastration suche ich nach dem Starken im Außen.Ich suche den Retter, der mich aus der Unsicherheit herausführt und meine Weltordnet. Ich suche das Gesetz, finde aber diktatorische Dekrete.Website IPPK: https://ippk.de/Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der PsychoanalyseStaffel 2Sprecherinnen: Lena Barth & Barbara Rüttner GötzmannProducer: Jackson Gatlin Crawford
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Episode 15: Nostalgie 2
In der aktuellen Folge setzen wir uns erneut mit dem Thema der Nostalgie auseinander und finalisieren damit die vorherige Episode. Leider erscheint die Fortsetzung mit einer gewissen Verspätung. Für die tolle musikalische Interpretation des Kuhreigens zu Beginn des Podcast bedanken wir uns erneut sehr herzlich bei Joshua Dolinsek und Frederick Götzmann, die auch unser bisheriges Intro komponiert haben.
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Episode 14: Nostalgie 1
Im aktuellen Podcast, der sich in zwei Teile gliedert, diskutieren wir die Bedeutung von Heimweh und Heimat und beziehen uns dabei auf Ideen der französischen Philosophin Barbara Cassin, welche die Bedeutung von Nostalgie anhand der Odyssee reflektiert. Gibt es eine Heimat? Wann sind wir wirklich zu Hause? So erkennt Odysseus am Ende seiner Irrfahrt, angespült am Strande von Ithaka die Heimat erstmal nicht. Vielmehr erscheint ihm die Heimat unerwartet fremd, beängstigend und unheimlich. Haben wir Heimweh nach etwas, was es so gar nie gegeben hat? Heimweh wurde im 17. Jahrhundert als „Schweizer Krankheit“ bei Schweizer Söldnern diagnostiziert und in der damaligen ärztlichen Fachliteratur beschrieben. Diese Söldner desertierten, brachen weinend zusammen oder starben, wenn sie die Melodie des sogenannten „Kuhreigens“, einer schweizerischen Hirtenmelodie hörten. Für die tolle musikalische Interpretation des Kuhreigens zu Beginn des Podcast bedanken wir uns herzlich bei Joshua Dolinsek und Frederick Götzmann, die auch unser bisheriges Intro komponiert haben.
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Episode 13: Das Unbehagen in der Kultur
In unserer aktuellen Podcastfolge beschäftigt uns dieser Text, den Freud 1930 geschrieben hat. Was ist dieses Unbehagen? Die Ambivalenzen zwischen Zivilisation und unseren libidinösen Wünschen und Aggressionen? Der fehlende „Hag“ also etwas Ungesichertes und Bedrohtes? Wie fühlen wir das aktuell? Und wie zeigt es sich in den Therapien? Hierzu einige Gedanken....
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Episode 12: Abstinenz
Wir stellen uns die Frage, was Abstinenz (Verzicht, Enthaltsamkeit) im Kontext psychoanalytischer Arbeit bedeutet? Können wir überhaupt vollkommen abstinent sein während der Arbeit? Ist es sinnvoll und machbar? Oder sind nicht die Momente der Verwicklung ins Erleben der Patient:innen absolut zentral für die Bewegung des psychoanalytischen Prozesses und somit das therapeutische Vorwärtskommen? Bietet aber dennoch gerade das Wissen um die Abstinenz den essentiellen Rahmen für die psychoanalytische Behandlung. Das heißt das Verbot, welches durch die Abstinenz symbolisiert wird, ermöglicht erst den freien Umgang mit Gegenübertragungsgefühlen und kann sekundär die reflektive Bearbeitung unbewusster Interaktionen zwischen dem analytischen Paar gewährleisten und ein schädliches Ausagieren verhindern? Anmerkung: Leider hatten wir bei der aktuellen Aufnahme ein Audioproblem. Wir bitten die schlechtere Tonqualität des Podcasts zu entschuldigen.
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Episode 11: Was ist eine Mutter?
In unserem Podcast nähern wir uns einem Begriff, der wohl wie kein anderer durch innere Bilder, Projektionen, Erwartungen, Enttäuschungen und Ängste geprägt ist. Wir sprechen über Mutterbilder und wir sprechen über die schwierige Tatsache, dass Mutterschaft und Mutterliebe nicht synonym sein müssen. Wir sprechen über die sich vollkommen wandelnden Familienformen und ringen um eine Begriffsklärung, die zum heutigen Diskurs beitragen kann.
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Episode 10: Mögliche Antworten
In dieser zweiten Weihnachtsfolge wird es nicht um Weihnachten gehen. Wir wollen uns trotzdem einem poetischen, dabei tröstlichen Thema zuwenden. Wir suchen weiterhin nach Antworten zu den „Fiesen Fragen“ des letzten Podcast. Hierzu laden wir den britischen Analytiker W. R. Bion (1897-1979) ein, seine „wilden Gedanken“ mit uns zu teilen und unsere und hoffentlich auch Ihre Assoziationen damit anzustoßen. „Die Psychoanalyse vermittelt den Eindruck, von dem ich glaube, dass wir leicht irregeführt werden können, dass es auf die Vergangenheit ankommt. Die Vergangenheit ist nicht wichtig, weil man nichts dagegen tun kann. Die einzigen Dinge, gegen die Sie etwas tun können, sind die Überbleibsel, die Überreste der Vergangenheit, vergangener Geisteszustände oder archaische Teile unserer physischen Beschaffenheit – die Kiemenspalten, das Steißbein unserer Affen-Vorfahren – aber es ist möglich, diese Spuren, die in der Gegenwart erkennbar sind, zu nutzen, wenn wir uns erlauben, sie zu erkennen“ (W. R. Bion, 1997 in Taming Wild Thoughts)
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Episode 9: Fiese Fragen
Wir nähern uns in diesem Podcast einigen fiesen Fragen, die immer wieder im Diskurs mit der Psychoanalyse entstehen. Sind Freuds Theorien veraltet und inzwischen völlig wiederlegt? Ist die psychoanalytische Behandlung hierarchisch und autoritär? Bietet die Psychoanalyse ausschließlich schwierige Konstrukte an, die den Patient:innen übergestülpt werden? Warum überhaupt löst die Psychoanalyse kontroverse Diskussionen aus? Wir gehen diesen Fragen nach und versuchen darauf erste Antworten zu finden!
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Episode 8: Spotlight on Qualitative Research
Wie sieht eine Forschung aus, die versucht, das Verborgene hinter der Oberfläche zu ergründen? Wie prüfen wir Theorien, wie stellen wir sie auf - wie genau sieht der psychoanalytische Forschungsprozess aus? Dieser soll immerhin den Ansprüchen mehrheitlich empirisch ausgerichteten, quantitativen psychologischen Forschungsstandards genügen, aber dabei stets das psychoanalytische, dynamische Denken beibehalten. Qualitative Studien mit meist kleinen Fallzahlen zeichnen sich durch sehr aufwändige und minutiöse inhaltsanalytische Untersuchungen aus - sie können dabei tiefgehende Einsichten in unbewusste psychische Vorgänge liefern und als Vorlage für weitere Projekte dienen, in denen im Sinne einer Mixed Methodology das Erheben qualitativer und quantitativer Daten verknüpft wird. In dieser Podcastfolge wollen wir einen kurzen Einblick in unsere eigenen aktuellen psychoanalytischen Forschungsprojekte anbieten und sie miteinander diskutieren.
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Episode 7: Ankommen
Immer war die Menschheit am Wandern. Die Gründe waren unterschiedlich und auch heute verlassen Menschen freiwillig oder unfreiwillig ihre Heimat, um in einem neuen Land anzukommen. Wir senden unseren Podcast aus Hamburg, aus der Nähe des Überseehafens von dem einst so viele Menschen übers Meer fuhren, um in der neuen Welt bessere Lebensbedingungen und eine Zukunft zu finden. Diese Bewegungen waren nie einfach sondern gingen mit großem Schmerz über das Verlieren der Heimat einher. Wir reden über Bedingungen, damit das Ankommen gelingt. Integration ist nicht Assimilation, Integration bedeutet unterschiedliche Anteile in sich, im Anderen zu akzeptieren und die damit einhergehende Ambivalenz und Ambiguität auszuhalten.
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Episode 6: Psychoanalysis and War
Es geht um die Herausforderungen von psychoanalytischen Behandlungen während einer traumatisierenden Ausnahmesituation. Dies betrifft Analytiker:innen und Patient:innen gleichermaßen. Die Fähigkeit das Unaussprechliche auszuhalten, zu „containen“, stellt ein zentrales Element der Therapie in einer Krise dar. Das Containing bietet die Chance einer späteren Transformation des Erlebens. Die Möglichkeit während der stattfindenden Traumatisierung zu reden und von jemandem gehalten zu werden, ist von immenser Bedeutung. Das stumme Trauma welches unbearbeitet an die nächste oder übernächste Generation weitergereicht wird, kann so vielleicht verhindert werden.
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Episode 5: Das Ende des Schweigens
Manchmal erleben wir etwas, was wir nicht fassen oder besprechen können. Es sind Ereignisse voller Gewalt und existentieller Bedrohung. Wir finden keine Worte für unser Erleben und keine passenden Symbolisierungen. Lacan nannte diesen Bereich des Psychischen „Das Reale“. Das Reale entzieht sich der Symbolisierung, der symbolischen Ordnung der Sprache. Wir begegnen dem Realen im Trauma, in der Sexualität, im Körper und auch im Tod. Wir begegneten im Februar 2022 dem Realen in der Unfassbarkeit eines Krieges in Europa und dies ließ uns verstummen. Aus diesem Schweigen heraus sahen wir, wie sich die Gesellschaft in sozialen und politischen und kulturellen Handlungen zu strukturieren begann und die anfängliche Erstarrung sich langsam löste. An diesem Punkt war es möglich, das Schweigen zu durchbrechen.
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Episode 4: Hoffnung?
Hoffnung? In diesem Podcast reden wir über Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Und darüber, ob und wie es der Psychoanalyse gelingen kann, Menschen ohne Hoffnung hoffnungsvoller werden zu lassen.
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Episode 3: The struggle is not yet over
“The struggle is still not yet over….” (Freud, 1938- The only audio recording of Sigmund Freud - YouTube). In unserer heutigen Podcastfolge beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Therapieverfahren und warum die Psychoanalyse in den letzten Jahren in den Hintergrund geraten ist. Natürlich steht damit nicht nur der Kampf um die Psychodynamik im Fokus, sondern vor allem auch die äußeren und inneren Kämpfe, von denen wir Menschen täglich heimgesucht werden. Das Ziel in der Psychodynamik besteht letztlich nicht nur darin diese Kämpfe zu mildern oder aufzulösen, sondern frei zu entscheiden, ob sich ein Kämpfen lohnt.
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Episode 2: Analytische Weihnachten
In unserer zweiten Folge geht es um Weihnachten und wie dieses Fest in Therapien erlebt wird. Wir lassen die Folge laufen wie eine analytische Sitzung und bewegen uns assoziativ vom Stichwort Weihnachten zu gefühlten und nicht gefühlten Gefühlen und unserem psychoanalytischen Umgang mit diesen.
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Episode 1: Ein Beginn
Herzlich Willkommen in diesem neuen Podcast-Format! In dieser ersten Episode stellen wir uns und das folgende Projekt gerne vor. Wir freuen uns über Feedback ([email protected])!
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In dieser neuen Podcast-Reihe geht es um nichts weniger als um die sogenannte Praxis der Psychoanalyse. Wir dekonstruieren alles, was gerade anfällt: die Rollen- und Geschlechterbilder, die Pandemie, die Klimakrise. Das ist Psychoanalyse in unseren Augen: Was eben anfällt, ohne große Erinnerung, ohne bestimmte Wünsche, aber mit größter Seriosität. Wir laden alle ein auf die analytische Couch und gewähren tiefe Einblicke – sofern die Gunst der Stunde uns diese Tiefe wirklich schenkt. Die „Behörde für Inneres“ – das sind wir, ganz klar - ein Teil unseres Selbst, die große Erkundung, die Zuschreibung und fantastische Attribution. Das alles ist vielfältig, ambige, kreativ, lädt ein zum Assoziieren und wird im Laufe sicherlich wiederholt, wie ein Auftauchen, das seinen latenten Inhalt irgendwann enthüllt. - Dieser Podcast entsteht in Kooperation mit dem Institut für Philosophie, Psychoanalyse und Kulturwissenschaften (https://ippk.de/) -
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Barbara Rüttner Götzmann & Lena Barth
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