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PODCAST · news

Berufsjugendlich

Ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind, mit jungen Menschen arbeiten und an junge Menschen glauben. Wir sind Jugendpolitiker:innen, Lobbyist:innen für die Themen junger Menschen und setzen uns dafür ein, dass diese eine Stimme bekommen und selbst erheben können.Mit unserem Podcast wollen wir alle 14 Tage über jugendpolitische Themen sprechen.Welche Entscheidungen stehen im Bundestag oder auch in den Ländern an?Welche Auswirkungen hat das auf die Strukturen?Was bewegt junge Menschen derzeit besonders?Wir kommentieren, analysieren und diskutieren mit und ohne Gäste über nichts weniger als die Zukunft der Jugendpolitik, Jugendbeteiligung und Jugendarbeit!

  1. 61

    Folge 60: SGB VIII: Zwischen Teilhabe und Taschenrechner

    In Folge 60 von „Berufsjugendlich“ analysieren Anna und Jendrik die geleakten Sparpläne aus dem Bundeskanzleramt zur Kinder- und Jugendhilfe und erklären verständlich die Bedeutung des SGB VIII sowie die laufende Reform hin zu einer inklusiven Jugendhilfe. Gemeinsam mit Expertinnen wie Angela Smessaert und Stefanie Ulrich diskutieren sie die Gefahr, dass Kinderrechte, Teilhabe und individuelle Hilfen aus Kostengründen eingeschränkt werden könnten. Außerdem werfen sie einen Blick auf jugendpolitische Inhalte der neuen Koalitionsverträge in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, die Neubesetzung des Bundesjugendkuratoriums und die geplante Hymnenpflicht an bayerischen Schulen.

  2. 60

    Folge 59: Die pinke Zukunft der Jugendverbandsarbeit

    In Folge 59 des Podcasts Berufsjugendlich geht es um die Zukunft der Jugendverbandsarbeit nach der Corona-Pandemie und die Herausforderungen für ehrenamtliches Engagement junger Menschen. Im Zentrum steht ein Forschungsprojekt der HAW Hamburg und des Deutschen Bundesjugendrings, das zeigt, wie Leistungsdruck, Bürokratie und veränderte Lebensrealitäten das Engagement beeinflussen. Die sogenannte „Corona-Delle“ hat zu einer Lücke zwischen den Generationen im Ehrenamt geführt, die Jugendverbände vor große Probleme stellt. Im Interview betont Prof. Dr. Gunda Voigts die Bedeutung von Jugendverbänden als „Werkstätten der Demokratie“ und hebt hervor, dass mehr Unterstützung durch hauptamtliche Strukturen notwendig ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass Bürokratie ein zentraler Hinderungsgrund für Engagement ist und dringend reduziert werden muss, ohne wichtige Schutzstandards aufzugeben. Trotz aller Schwierigkeiten bleibt die Motivation vieler junger Menschen hoch, sich einzubringen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Im zweiten Teil der Folge wird die Jugendpolitik in Bayern beleuchtet, wo Beteiligungsrechte für junge Menschen noch ausbaufähig sind, gleichzeitig aber starke Strukturen wie der Bayerische Jugendring existieren. Abschließend gibt der Podcast aktuelle jugendpolitische Updates und betont die Notwendigkeit, Jugendverbände langfristig zu stärken.

  3. 59

    Folge 58: Keine Abmeldepflicht für die Demokratie

    In Folge 58 sprechen Anna Grebe und Jendrik Peters über aktuelle jugendpolitische Themen. Im Mittelpunkt steht der Umbau des Programms „Demokratie leben!“, durch den viele Projekte vorzeitig enden sollen. Die beiden kritisieren, dass dadurch wichtige Demokratieförderung, Fachwissen und zivilgesellschaftliche Strukturen verloren gehen. Sie hinterfragen außerdem die Begründungen von Ministerin Karin Prien, etwa den Fokus auf die „Mitte der Gesellschaft“ und auf digitale Räume. Betroffene aus Projekten rufen sie dazu auf, sich für eine spätere Spezialfolge vertraulich bei ihnen zu melden. Ein zweites Thema ist die Aufregung um das Wehrpflichtgesetz und die zunächst angenommene Meldepflicht bei längeren Auslandsaufenthalten. Anna kritisiert dabei vor allem die schlechte Kommunikation und die fehlende Beteiligung junger Menschen. Außerdem geht es um die Debatte über ein Social-Media-Verbot und den hohen politischen Druck auf die zuständige Expert*innenkommission. In der Rubrik „16 x Jugendpolitik“ blicken sie diesmal auf Bayern, wo Beteiligungsrechte für junge Menschen aus ihrer Sicht weiter ausbaufähig sind. Zum Schluss erzählen beide kurz von ihren nächsten Terminen und kündigen die nächste Folge an.

  4. 58

    Folge 57: Aubergine, Kirschen, Pfirsich

    In Folge 57 des Podcasts „Berufsjugendlich“ sprechen Anna und Jendrik über sexuelle Bildung als Thema zwischen Enttabuisierung, Scham und politischer Dimension. Sie reflektieren persönliche Erfahrungen mit Aufklärung und zeigen anhand von Studien, dass Jugendliche heute relativ reflektiert mit Sexualität umgehen, während das Internet eine immer wichtigere Informationsquelle darstellt. Die Sexualpädagogin Madita Oeming beschreibt dabei Chancen digitaler Räume für Austausch und Orientierung, aber auch Risiken wie Grenzverletzungen oder problematische Inhalte. Im Interview betont Danilo Ziemen, dass sexuelle Bildung immer politisch ist, weil gesellschaftliche Normen, Machtverhältnisse und Rechte die sexuelle Selbstbestimmung prägen. In der Auswertung greifen die Hosts Themen wie Diversität, Lust, Unsicherheiten von Fachkräften sowie problematische Online-Diskurse rund um Manosphere, Pick-Up-Artists und Pornografie auf. Außerdem wird hervorgehoben, dass Jugendarbeit wichtige Räume bietet, in denen junge Menschen Sexualität aushandeln, ausprobieren und „fröhlich vorwärts scheitern“ können. In der neuen Rubrik „16x Jugendpolitik“ stellen sie Brandenburg vor, mit guten gesetzlichen Beteiligungsstrukturen, aktiven jugendpolitischen Akteuren und einem neuen Jugendminister nach Regierungswechsel. Gleichzeitig thematisieren sie aktuelle Herausforderungen wie fehlende Mittelaufwüchse, Fokus auf formale Bildung und zunehmende rechtsextreme Bedrohungen der Jugendarbeit im Land.

  5. 57

    Folge 56: Das Gegenteil von Schmutzkampagnen

    In Folge 56 des Podcasts „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über jugendpolitische Kampagnen rund um Wahlen und darüber, wie sie auch ohne große Budgets wirksam gestaltet werden können. Sie betonen, dass viele Akteure in der Jugendarbeit Kampagnen starten, ohne Erfahrungen systematisch auszuwerten oder voneinander zu lernen. Anhand von fünf zentralen Empfehlungen erklären sie, warum gemeinsame Kampagnen mehr Wirkung haben können als viele einzelne Aktionen, wie wichtig Beteiligung der eigenen Community ist und weshalb analoge Formate neben Social Media weiterhin eine große Rolle spielen. Außerdem heben sie hervor, dass klare Ziele, gute Planung und politische Bildungsangebote entscheidend sind, damit Kampagnen nicht nur sichtbar sind, sondern auch echte Beteiligung ermöglichen. Im jugendpolitischen Ticker thematisieren sie unter anderem aktuelle Debatten der Ministerpräsident*innenkonferenz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt sowie die Diskussion über mögliche Altersbeschränkungen für Social Media. Abschließend weisen sie auf eine wissenschaftliche Umfrage zu Einstellungen junger Menschen zum Wehrdienst hin und ermutigen junge Menschen, sich daran zu beteiligen.

  6. 56

    Folge 55: Social-Media-Verbot: auch wir haben eine Meinung

    In Folge 55 von Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über das derzeit wohl meistdiskutierte jugendpolitische Thema: ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, das laut aktuellem ZDF-Politbarometer von 81 Prozent der Deutschen befürwortet wird. Sie ordnen die politische Debatte ein – von internationalen Entwicklungen über parteipolitische Vorstöße bis hin zu aktuellen Initiativen auf Bundes- und EU-Ebene – und fragen, was mit einem „Verbot“ eigentlich konkret gemeint ist. Dabei geht es um Schutz vor psychischen Belastungen, Cybermobbing und Grooming, aber auch um Fragen von Selbstbestimmung, Beteiligung und digitaler Lebensrealität junger Menschen. Die beiden diskutieren, warum einfache Lösungen bei komplexen Problemen oft zu kurz greifen und welche Rolle Machtverhältnisse, Adultismus und politische Sozialisation in der Debatte spielen. Mit Stimmen aus Kinderrechten, Netzpolitik, Medienpädagogik und Medienrecht erweitern sie die Perspektive und beleuchten, warum nationale Alleingänge und reine Verbotslogiken kaum zielführend sind. Stattdessen plädieren sie für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Plattformregulierung, Medienbildung und der Stärkung analoger Räume. Außerdem werfen sie einen selbstkritischen Blick auf Jugendverbände und deren bisher zurückhaltende Positionierung zum Thema. Zum Abschluss kündigen sie eine neue Rubrik an: Ab Folge 56 heißt es „16xJugendpolitik“ – und ihr seid eingeladen, eure Perspektiven aus den Bundesländern einzubringen.

  7. 55

    Folge 54: It’s the economy, stupid!

    In Folge 54 von „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Anna über die wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen und betonen, dass Wirtschaftspolitik immer auch Jugendpolitik ist. Zu Gast Prof. Dr. Carmela Aprea, Fabian Ernstberger und Paul Marr. Ausgangspunkt ist der „Young Economy Tracker“ der Bertelsmann Stiftung, der zeigt, dass junge Menschen Wirtschaft nicht abstrakt als Wachstum oder Kennzahlen verstehen, sondern konkret über Themen wie Miete, Einkommen, Bildung und Altersvorsorge nachdenken. Die Studie macht deutlich, dass 95 % der jungen Menschen sowohl das Leistungsprinzip als auch eine starke soziale Absicherung unterstützen und sich mehr staatliche Investitionen etwa in Bildung und Gesundheit wünschen. Gleichzeitig fühlen sich rund drei Viertel politisch nicht ausreichend berücksichtigt und fordern mehr Beteiligung an wirtschaftspolitischen Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen. Auffällig ist auch der große Wunsch nach mehr wirtschaftlicher und finanzieller Bildung sowie die klare Unterstützung europäischer Zusammenarbeit als Schlüssel zur Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen. In der Nachbesprechung heben die Hosts hervor, dass junge Menschen wirtschaftliche Herausforderungen als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe begreifen und Verantwortung übernehmen wollen, ohne Solidarität infrage zu stellen. Im Jugendpolitik-Ticker thematisieren sie unter anderem den kommenden Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit, ordnen Debatten zur SGB VIII-Reform ein und sprechen über Jugendbeteiligung im Kontext möglicher deutscher Bewerbungen für Olympische Spiele. Abschließend betonen sie, dass belastbare Daten zu den wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen wichtig sind, politische Konsequenzen daraus jedoch längst überfällig sind und mehr ernsthafte Beteiligung junger Menschen erfordern.

  8. 54

    Folge 53: Lifestyle: Berufsjugendlich

    In Folge 53 sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über die Debatte rund um „Lifestyle-Teilzeit“ und die Frage, wie Arbeitszeit, Ehrenamt und demokratisches Engagement zusammenhängen. Sie ordnen ein, warum der Begriff politisch problematisch ist, was er über aktuelle Leistungsdebatten verrät und welche Bedeutung Zeit als Ressource für junge Menschen und Demokratie hat. Anschließend geht es um die neue Jugendstudie der Allianz Foundation, die zeigt, wie sich junge Menschen engagieren, wo Hürden liegen und warum die Sehnsucht nach einem vermeintlichen „Gestern“ eher Ausdruck von Überforderung als echter Nostalgie ist. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Vorhabenplanung 2026 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Frage, welche Rolle Jugendpolitik darin tatsächlich spielt. Diskutiert werden dabei unter anderem die geplante SGB-VIII-Reform, Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt und Demokratiebildung. Kritisch beleuchtet wird, dass Jugendarbeit, Jugendbeteiligung und mentale Gesundheit junger Menschen nur randständig vorkommen. Außerdem sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Angriffe auf zivilgesellschaftliche Akteure und die Gefahren für eine freie, kritische Jugendverbandsarbeit. Zum Schluss teilen sie, was sie persönlich gerade bewegt, geben einen Ausblick auf ihre nächsten Termine und laden die Community zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein.

  9. 53

    Folge 52: Kein Alkohol ist auch eine Lösung

    In Folge 52 des Podcasts Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe nach einer Pause über Alkoholkonsum, Drogenpolitik und Jugendarbeit – passend zum Dry January. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen reflektieren sie, warum Alkohol in Deutschland so stark mit Feiern, Zugehörigkeit und Erwachsensein verbunden ist. Sie ordnen aktuelle Zahlen ein: Der Alkoholkonsum ist bei Jugendlichen deutlich gesunken, viele junge Erwachsene trinken gar nicht mehr, während Deutschland insgesamt weiter über dem EU-Durchschnitt liegt. Alkohol bleibt für Jugendliche dennoch attraktiv durch Neugier, Gruppendruck und den Wunsch nach Rausch oder Realitätsflucht. Die Hosts betonen, dass jugendlicher Alkoholkonsum nicht moralisch verurteilt werden sollte, sondern Reflexion, gute Vorbilder und offene Gespräche braucht. Kritisch schauen sie auf Alkoholkultur in Jugendverbänden, wo Rituale, Vorbildfunktionen und Verantwortung von Jugendleiter*innen eine große Rolle spielen. Jugendschutz sei wichtig, reiche aber allein nicht aus – entscheidend seien sichere Räume, Beziehung und Mitverantwortung statt Kontrolle. Im Jugendpolitik-Ticker kritisieren sie den CSU-Vorschlag, das Jugendstrafrecht auf 12-Jährige auszuweiten, als symbolische Sicherheitspolitik ohne Ursachenbekämpfung. Positiv bewerten sie die Initiative für einen grünen Jugendbeirat im Bundestag, der junge Perspektiven systematisch einbinden soll. Zum Schluss geben sie einen Ausblick auf kommende Termine, die nächste Folge Anfang Februar und laden zur neuen WhatsApp-Community des Podcasts ein.

  10. 52

    Folge 51: Don’t look back in anger

    In Folge 51 von „Berufsjugendlich“ blicken Anna und Jendrik in persönlicher Face-to-Face-Atmosphäre auf ein bewegtes Jahr zurück und bedanken sich für Glückwünsche und Grüße zur Jubiläumsfolge, inklusive eines nachgereichten Audiogrußes vom Podcast „Tauziehen“. Im Rückblick berichten sie von eigenen Highlights wie dem DJHT, dem Adventsempfang im evangelischen Büro, Treffen mit der JU NRW und Annas Interview mit Ministerin Prien. Jugendpolitisch war 2025 geprägt von Lichtblicken, etwa einer stärkeren Sichtbarkeit von Jugendthemen und solidarischen Aktionen der Jugendverbände, aber auch von großen Enttäuschungen wie der allgegenwärtigen Neutralitätsdebatte. Besonders kritisch sehen sie die fehlende Beteiligung junger Menschen an zentralen Debatten wie dem Wehrdienst sowie den generellen Mangel an echter Jugendbeteiligung. Positiv überrascht hat sie, wie viele Verbände trotz Gegenwind Haltung gezeigt und sich gegenseitig unterstützt haben. Ihr zentrales Learning: Alle reden über Jugendpolitik, ohne sie so zu nennen – doch wenn es darauf ankommt, sind mehr Verbündete da als erwartet. Mit Blick auf 2026 erwarten sie gesellschaftlich weitere politische Polarisierung und jugendpolitisch Rückschritte bei Kinderrechten, verbunden mit neuen Konflikten rund um Wehrdienst, Freiwilligendienste und Ganztag. Persönlich wünschen sie sich für das kommende Jahr mehr Hoffnung, weniger Panik und nehmen sich vor, unbequem zu bleiben, bevor sie sich in die Weihnachtspause verabschieden und am 19. Januar 2026 mit Folge 52 zurückkehren.

  11. 51

    Folge 50: So alt, wie man sich fühlt

    Folge 50 von Berufsjugendlich ist etwas ganz Besonderes: Zwei Jahre Podcast, 24 Monate jugendpolitische Gespräche und inzwischen 50 Folgen voller Herzblut, Ehrenamt und Haltung. Nach einem kurzen Impro-Teil und Jendriks Song sagen wir Danke für euren Support, Spotify-Jahresrückblicke, Platzierungen in euren Playlists und ganz besonders für die vielen Audio-Geburtstagskarten, die wir über die Folge verteilt einspielen. Wir blicken darauf zurück, was seit der letzten Folge bei uns los war – von Annas Highlight bei der Enquete in Mecklenburg-Vorpommern bis zu Jendriks Reise-Marathon zwischen Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Oberlübbe. Dann wird es persönlich: Wir teilen unsere ganz eigenen Top-5-Momente aus 50 Folgen, von prägendem postmigrantischem Engagement über Jugendwahlprogramme, Wohnungslosigkeit und Wehrdienstdebatten bis zum allerersten Aufnahmetag im Unperfekthaus. Zwischendurch hört ihr viele bekannte Stimmen aus zwei Jahren Berufsjugendlich, die uns gratulieren und begleiten. Außerdem erzählen wir, wie eigentlich eine Folge entsteht – vom spontanen Themenfindungsprozess über Google Docs, WhatsApp und Wochenendaufnahmen bis zur Technik, zum Schnitt und zu Social Media. Wir sprechen offen darüber, was sich verändert hat: mehr Vorbereitung, mehr Wahrnehmung, aber auch mehr Erwartungen an einen Podcast, der weiterhin komplett ehrenamtlich bleibt. Natürlich darf auch ein Jugendpolitik-Ticker nicht fehlen, mit Einordnungen zum Wehrdienstgesetz, zu Schulstreiks, zur aktuellen COPSY-Studie und zum Renten-Paket aus Sicht der jungen Generation. Dabei wird klar, wie häufig jugendpolitische Entscheidungen ohne echte Beteiligung junger Menschen getroffen werden. Zum Schluss teilen wir einen kurzen Ausblick auf die nächsten Wochen, sprechen über Erschöpfung, Vorfreude und das Jahresfinale. Die nächste – und letzte – Folge in diesem Jahr erscheint am 22. Dezember und wird eine Live-Aufnahme sein – perfekt für alle, die an Weihnachten mal kurz raus wollen.

  12. 50

    Folge 49: Anhören ist nicht gleich Zuhören

    In Folge 49 sprechen Anna und Jendrik über zwei intensive Wochen voller Jugendpolitik und persönlicher Highlights, darunter Annas Live-Podcast beim Tag der Medienkompetenz und Jendriks Termine beim Landesjugendring NRW. Zentrales Thema ist der neue Entwurf zum Wehrdienstgesetz, über den sie mit Daniela Broda vom Deutschen Bundesjugendring sprechen, die bei der Anhörung im Verteidigungsausschuss geladen war. Sie ordnet ein, wie wenig die Perspektive junger Menschen in den politischen Entscheidungen bisher berücksichtigt wurde und welche Unterschiede es zwischen öffentlicher, politischer und jugendverbandlicher Debatte gibt. Gleichzeitig steht ein Austausch des DBJR mit Verteidigungsminister Pistorius an, dessen Sinnhaftigkeit angesichts der aktuellen Entwicklungen diskutiert wird. Die Hosts beleuchten außerdem die zwei verschiedenen Protestbündnisse, die Anfang Dezember zu Demonstrationen und Schulstreiks aufrufen, und erklären deren Hintergründe und politische Einordnung. Im Jugendpolitik-News-Ticker geht es um die neue Kinderbeauftragte der Bundesregierung, die Frage nach Kinderrechten im Grundgesetz, zusätzliche Mittel für Freiwilligendienste und den Kinder- und Jugendplan sowie die Veröffentlichung der JIM-Studie 2025. Beide reflektieren ihre kommenden Termine in Berlin, Hamburg und verschiedenen Diskussionsformaten. Zum Schluss kündigen sie die Jubiläumsfolge 50 an und rufen die Hörer*innen dazu auf, Grüße, Wünsche und Sprachnachrichten einzuschicken. Die Folge endet mit einem „Bis zum 8. Dezember“ und der Vorfreude auf das gemeinsame Feiern ihres Podcast-Meilensteins.

  13. 49

    Folge 48: Pfadfinden for Peace

    In Folge 48 sprechen Anna und Jendrik über die größte Jugendbewegung der Welt: die Pfadfinder:innen. Sie zeigen, wie Pfadfinden Menschen in über 170 Ländern verbindet – mit Lagerfeuer, Halstuch, Gemeinschaft und gelebtem Engagement. Im Interview erklärt Chrissy Pollithy vom World Scout Committee, wie die weltweite Organisation funktioniert und warum „Value Volunteering“ mehr ist als nur Ehrenamt. Außerdem geht es um die Frage, ob Pfadfinden politisch ist, und um Themen wie Queerness, Inklusion und Vielfalt. Hörerinnen erzählen, was Pfadfinden für sie bedeutet, und Anna und Jendrik berichten von aktuellen Projekten zu Antirassismus, Kindesschutz und Medienkompetenz. Eine inspirierende Folge über gelebte Werte, globale Vernetzung und Engagement mit Zukunft.

  14. 48

    Folge 47: Das hier ist nicht Panem

    In der 47. Folge von Berufsjugendlich melden sich Anna aus Verona, wo sie gerade durch Italien reist, und Jendrik aus dem Ruhrgebiet. Schwerpunkt der Episode ist aus aktuellem Anlass erneut die Debatte um das Wehrdienstgesetz, das seit August 2025 für Streit sorgt. Der Entwurf sieht vor, dass alle 18-jährigen Männer einen Fragebogen zur Wehrdienstbereitschaft ausfüllen müssen, während Frauen freiwillig teilnehmen können. Geplant war eine erste Lesung im Bundestag, die aber wegen Konflikten zwischen SPD und CDU/CSU verschoben wurde, insbesondere wegen der Diskussion um ein mögliches Losverfahren. Dieses orientiert sich am dänischen Modell, wird aber in Deutschland von vielen als ungerecht wahrgenommen. Patrick Sensburg, Präsident des Reservistenverbands, hält trotz erwarteter Freiwilliger die Rückkehr zur Wehrpflicht für notwendig und spricht nüchtern über hohe Verluste im Kriegsfall, was Jendrik betroffen kommentiert. In den sozialen Medien lösten Memes, die das Losverfahren mit „Die Tribute von Panem“ vergleichen, eine breite Debatte aus – Anna warnt jedoch vor dieser Gleichsetzung von Demokratie mit Diktatur. Kritisiert wird zudem, dass junge Menschen in der politischen Diskussion kaum ernsthaft beteiligt werden, auch wenn einzelne Vertreter*innen wie Quentin Gärtner oder der DBJR gehört werden. Umfragen zeigen eine deutliche Zustimmung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht vor allem bei älteren Befragten, während Jüngere skeptischer sind. Am Ende bleibt die Frage, ob es der Politik wirklich um die Interessen junger Menschen geht oder ob es sich eher um symbolische Beteiligung handelt. Natürlich hört ihr auch wieder die Schlusskurve.

  15. 47

    Folge 46: Jugendarbeit, wie geht's dir?

    In Folge 46 von „Berufsjugendlich“ berichten Anna und Jendrik zunächst von ihren letzten Wochen, die geprägt waren von Terminen im Landtag NRW, Fachtagen, Keynotes, Podcastauftritten und privaten wie beruflichen Ereignissen. Gast der Folge ist Daniel Seiler vom Jugendleiter-Blog, der seine aktuelle Umfrage zur Jugendarbeit vorstellt, eine Kooperation mit Berufsjugendlich. Die Ergebnisse zeigen bekannte Herausforderungen: Nachwuchsprobleme, geringe Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Frustration durch Bürokratie und fehlende Anerkennung sowie Zukunftsängste im Ehrenamt. Besonders auffällig ist der große Wunsch nach Weiterbildung in den Bereichen Mental Health, Resilienz und Kinderschutz. Überraschend war, dass Nachhaltigkeit und Klimathemen kaum noch eine Rolle spielen, während die Forderung nach struktureller und finanzieller Absicherung der Jugendarbeit stark zunimmt. Die Diskussion verdeutlicht den Widerspruch zwischen politischer Rhetorik zur Demokratieförderung und der geringen Mitbestimmung, die Jugendliche tatsächlich erleben. Im Anschluss geben Anna und Jendrik zahlreiche Podcastempfehlungen, von „Camptalk“ über „Eierlikör und Jugendhilfe“ bis hin zu „Vereinnahmt: zwischen Ehrenamt und Extremismus“. Dabei betonen sie, wie wichtig Bewertungen und Rezensionen sind, um „Berufsjugendlich“ sichtbarer zu machen und unabhängig fortzuführen. In der Schlusskurve berichten sie von ihren kommenden Terminen: Jendrik leitet einen Kurs in Wuppertal und fährt nach Schwerin, während Anna sich in den Urlaub verabschiedet. Die nächste Folge erscheint am 27. Oktober 2025.

  16. 46

    Folge 45: Hier ist die Hölle los

    In Folge 45 gestehen Anna und Jendrik gleich zu Beginn, dass es diesmal kein festes Thema gibt, sondern viele aktuelle jugendpolitische Baustellen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Jugend-Check, der Gesetze auf ihre Auswirkungen für junge Menschen prüft, aber kein Beteiligungsinstrument darstellt. Sie diskutieren, warum der Jugend-Check trotz seines zehnjährigen Bestehens so unbekannt ist und oft fälschlich als Jugendbeteiligung dargestellt wird. Jendrik bringt zudem das Thema Künstliche Intelligenz ein, das auch die Jugendarbeit verändert – von niedrigschwelligen Info-Bots bis hin zu Förderanträgen. Beide sehen darin Chancen, aber auch Risiken, etwa wenn Jugendliche ChatGPT bei sensiblen Fragen mehr vertrauen als Fachkräften. Ein weiteres Thema ist die Recherche „Brandmauer Schule“ des ZDF Magazin Royale über AfD-Angriffe auf Lehrkräfte und die Neutralitätspflicht an Schulen. Dazu passt die bevorstehende Landtagsanhörung in NRW, bei der Jugendverbände klarstellen wollen, dass sie nicht zur Neutralität verpflichtet sind, sondern für Demokratie eintreten. Zum 35. Geburtstag des SGB VIII gibt es außerdem ein Interview mit Reinhard Wiesner, dem „Vater“ des Gesetzes, der die Bedeutung der Jugendhilfe hervorhebt. Zum Abschluss blicken sie auf ihre kommenden Termine und kündigen die nächste Folge für den 13. Oktober an.

  17. 45

    Folge 44: Junge Politik in der Kommune

    In Folge 44 sprechen Anna und Jendrik über die Bedeutung und Strukturen kommunaler Jugendpolitik, passend zur zeitgleich stattfindenden Kommunalwahl in NRW. Nach einem persönlichen Einstieg berichten beide zunächst von ihren aktuellen Projekten und politischen Aktivitäten. Sie erklären, dass Jugendpolitik die Lebenslagen junger Menschen in den Blick nimmt und dass Kommunen durch ihre Selbstverwaltung einen großen Gestaltungsspielraum haben. Konkret reicht das von Freizeitangeboten wie Skateparks über sichere Busverbindungen bis hin zur Schulträgerschaft. Anna und Jendrik teilen persönliche Erfahrungen, wie sie erstmals mit Kommunalpolitik in Berührung kamen und warum dieses Politikfeld für sie so wichtig geworden ist. Besonders betonen sie die Rolle des Jugendhilfeausschusses, der zwar theoretisch zentrale Entscheidungen für junge Menschen treffen kann, in der Praxis aber oft unterschätzt wird. Ebenso diskutieren sie verschiedene Formen von Jugendbeteiligung, von Jugendverbänden über Jugendringe bis hin zu Kinder- und Jugendparlamenten. Dabei kritisieren sie unnötige Machtkämpfe zwischen verschiedenen Akteursgruppen, die am Ende die Interessenvertretung schwächen. Anna hebt hervor, dass kommunale Jugendpolitik ein enormes Potenzial hat, wenn sie ernst genommen und vielfältig gestaltet wird. Gleichzeitig warnen beide, dass Wahlergebnisse direkte Auswirkungen auf Jugendförderung und Beteiligung haben, insbesondere wenn antidemokratische Kräfte stärker werden. Abschließend verweisen sie auf ihre kommenden Termine und ermutigen die Zuhörenden, kommunale Politik als den zentralen Ort gelebter Demokratie zu begreifen. Eine erste Reaktion auf die Wahlergebnisse in NRW gibt es auch schon.

  18. 44

    Folge 43: Wehrpflicht reloaded

    In Folge 43 sprechen Anna und Jendrik zunächst kurz über ihre letzten Termine, von Gamescom bis Zillertal und Kommunalwahl. Eigentlich sollte es um kommunale Jugendpolitik gehen, doch der neue Gesetzentwurf zum Wehrdienst drängt sich in den Vordergrund. Geplant ist ein zunächst freiwilliger Dienst ab 18, mit attraktiven Anreizen wie 2.000 Euro netto, Bahnfahrten oder Führerschein – später soll eine verpflichtende Musterung folgen. Bei Freiwilligenmangel wäre auch eine Einberufung möglich. Anna und Jendrik kritisieren, dass diese Debatte ohne junge Menschen geführt wird und deren Sorgen, etwa die Angst vor Krieg, ignoriert werden. Sie betonen, dass Zwangsdienste Selbstbestimmung einschränken und nicht automatisch gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Gleichzeitig verweisen sie auf die schwierige Lage von Freiwilligendiensten, Jugendarbeit und Care-Berufen, die stärker unterstützt werden müssten. Klar ist für beide: kein Pflichtdienst, aber eine ehrliche sicherheitspolitische Debatte. Außerdem stellen sie eine Umfrage zur Situation von Jugendleiter\*innen vor. Zum Schluss blicken sie auf ihre anstehenden Termine – bis zur nächsten Folge am 15. September.

  19. 43

    Folge 42: Kinder schützen

    In Folge 42 des Podcasts melden sich Anna und Jendrik aus der Sommerpause zurück und berichten kurz von ihren letzten Wochen. Danach steigen sie in das Thema Kinderschutz ein, das im Kontext von Jugendverbandsarbeit eine besonders wichtige Rolle spielt. Sie machen deutlich, dass sexualisierte Gewalt ein massives gesellschaftliches Problem ist, das auch Jugendverbände betrifft. Dabei betonen sie die Verantwortung von Verbänden und insbesondere die Rolle der Kirchen, die in der Vergangenheit vielfach Täter geschützt und Betroffene im Stich gelassen haben. Zu Gast ist Kerstin Möller, Fachkraft für Kinderschutz im CVJM-Westbund, die erklärt, wie Prävention und Aufarbeitung in Jugendverbänden aussehen können. Im Gespräch geht es um Risiken für Missbrauch, gesetzliche Vorgaben, Schutzkonzepte und die Rolle der Politik. Besonders hervorgehoben wird, dass Schutzkonzepte mit Jugendlichen gemeinsam entwickelt werden müssen und dass sie Ressourcen und Anerkennung brauchen. Auch Machtstrukturen, Geschlechterrollen und die politische Dimension von Kinderschutz werden kritisch beleuchtet. Am Ende betonen Anna und Jendrik, dass das Thema komplex bleibt und weitere Folgen dazu geplant sind. In der Schlussrunde berichten beide von ihren nächsten Terminen und kündigen die kommende Folge zu Kommunalwahlen und Jugendpolitik in NRW an.

  20. 42

    Folge 41: Dopamin, Demokratie und Dosenwerfen – Die Kraft des Spielens

    In Folge 41 des Podcasts werfen Anna und Jendrik zunächst einen Blick auf die vergangenen Wochen voller Termine, Veranstaltungen und persönlicher Highlights – darunter ein Konzert, politische Gremienarbeit und ein Fachgespräch zum Thema Kinderschutz in extremistischen Familien. Im Mittelpunkt der Folge steht jedoch das Thema „Spielen“, das auf den ersten Blick nicht jugendpolitisch wirkt, aber eine enorme Bedeutung für die Jugendarbeit und die Entwicklung junger Menschen hat. Anna erzählt von ihrer eigenen Beziehung zum Spielen: kreativ und begeistert bei Rollenspielen und Theater, aber weniger begeistert von klassischen Brettspielen in der Familie. Gemeinsam reflektieren die beiden über die vielfältigen positiven Effekte des Spielens auf das Gehirn, die sozialen Fähigkeiten und das Gemeinschaftsgefühl – nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Dabei wird deutlich, wie wichtig Spielen in der Jugendarbeit ist, etwa durch Kooperations- oder Rollenspiele, die Selbstbewusstsein und Zusammenhalt fördern. Gleichzeitig kritisieren sie, dass Spielräume in unserem Alltag zunehmend verschwinden, obwohl das Recht auf Spiel in der UN-Kinderrechtskonvention verankert ist. Auch digitale Spiele werden verteidigt – sie seien keineswegs wertlos, sondern bergen großes Potenzial für Entwicklung und Teilhabe. In einem persönlichen Highlight stellen die beiden ihre Top 5 der liebsten Spiele und Lagertage aus Freizeiten vor, ergänzt durch zahlreiche Hörer*innen-Nachrichten – und schließen mit einem Appell zur Unterstützung des vom Unwetter zerstörten Zeltplatzes Heiligensee sowie dem Hinweis auf eine vierwöchige Sommerpause.

  21. 41

    Folge 40: Das Gefühl des letzten Schultags

    In Folge 40 von „Berufsjugendlich“ geht es um das besondere Gefühl des letzten Schultags und den Beginn der Sommerferien. Anna und Jendrik teilen persönliche Erinnerungen an Zeltlager und Freizeitfahrten, stellen aber fest, dass sich Ferienrealitäten für Kinder und Jugendliche heute verändert haben. Schule ist für viele ein Schutzraum, Ferienbetreuung oft nicht gesichert. Ferienangebote der Jugendarbeit spielen dabei eine wichtige Rolle – nicht nur für Teilhabe, sondern bald auch im Rahmen des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung. Dieser Anspruch gilt ab 2026 auch in den Ferien. Im Interview erklärt Prof. Dr. Ivo Züchner, wie sich Ferienangebote historisch entwickelt haben und wen sie heute erreichen. Besonders im Fokus: die Frage, ob und wie Jugendarbeit rechtsanspruchserfüllend wirken kann. Der aktuelle Gesetzentwurf aus Niedersachsen könnte die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Kommunen stärken. Chancen und Herausforderungen dieser Entwicklung werden kritisch beleuchtet. Zum Schluss rufen Anna und Jendrik dazu auf, sich mit Audio-Postkarten an der nächsten Folge zu beteiligen.

  22. 40

    Folge 39: Lockvögel, No-Shows, Freiräume

    In Folge 39 sprechen Anna und Jendrik über aktuelle jugendpolitische Themen und persönliche Highlights – von Jendriks Wiederwahl im AEJ-NRW-Vorstand bis zum Kampagnenstart „Ohne dich wird’s nix“. Sie greifen die Kritik an der letzten Folge auf, insbesondere zur Empfehlung des Films „Im Prinzip Familie“, und beziehen sich dabei auf die Stellungnahme von Careleaver e.V. Beide betonen, wie wichtig ihnen ein sensibler und differenzierter Umgang mit Themen der Kinder- und Jugendhilfe ist. Zudem freuen sie sich über das positive Feedback auf NRWision, wo ihr Podcast für seine Verständlichkeit und sympathische Atmosphäre gelobt wurde. Im Zentrum der Folge steht die Frage, wie Jugendarbeit junge Menschen heute noch wirksam erreichen kann. Anna und Jendrik diskutieren Hürden bei Großveranstaltungen, den Zugang zu Ferienangeboten, digitale No-Show-Phänomene und den steigenden Leistungsdruck auf Jugendliche. Sie stellen in Frage, ob Promis oder Influencer tatsächlich Beteiligung fördern – oder ob das Problem tiefer liegt. Auch die Rolle von Schule und gesellschaftlichen Erwartungen rückt in den Fokus: Was kann Jugendarbeit leisten – und wo stößt sie an ihre Grenzen? Zum Abschluss berichten Anna und Jendrik von vollen Terminkalendern, neuen Druckern und sommerlichen Events – bevor am 7. Juli die nächste Folge erscheint.

  23. 39

    Folge 38: Im Prinzip Familie

    In Folge 38 von Berufsjugendlich dreht sich alles um das Thema Familie – genauer gesagt um junge Menschen, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, sondern in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben. Gemeinsam mit Aike Schäfer, pädagogischer Fachkraft, und Zaid, der selbst in einer Wohngruppe lebt und sich im Kinder- und Jugendrat von SOS Kinderdorf engagiert, sprechen Anna und Jendrik über Alltag, Herausforderungen und Beteiligung in Wohngruppen. Ausgangspunkt ist der neue Dokumentarfilm „Im Prinzip Familie“, der den Alltag in einer brandenburgischen Einrichtung zeigt und fragt, was Familie eigentlich bedeutet – und wer das bestimmt. In der Folge geht es um die Realität vieler junger Menschen, die oft übersehen werden, um politische Verantwortung und um die Frage, wie Beteiligung auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist. Zaid stellt außerdem eine neue Petition vor, die fordert, dass Jugendliche eigenständig über eine Psychotherapie entscheiden dürfen – ein wichtiges Thema, besonders für junge Menschen in stationären Einrichtungen. Wie immer berichten Anna und Jendrik auch von ihren letzten Wochen: Klausurtag, Fachtag, Wahl, Filmfestival, JugendPolitikTage – und ein bisschen Sommersehnsucht. Die nächste Folge erscheint am 23. Juni 2025 und beschäftigt sich mit der Frage: Wie erreicht man junge Menschen wirklich?

  24. 38

    Folge 37: Zwischen DJHT, Spitzenfabrik und Jugendstudien

    In Folge 37 sprechen Anna und Jendrik über ihre Eindrücke der letzten Wochen, die stark vom Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) geprägt waren. Jendrik berichtet von der Einführung neuer Mitarbeitender und dem Wiedereinstieg nach einer kurzen Pause, während Anna krank war, aber dennoch aktiv an einem Fachtag in Wuppertal teilgenommen und sich über die rechtliche Auseinandersetzung mit der AfD gewundert hat. Beide waren vom DJHT beeindruckt – einem riesigen Fachkongress, der alle Bereiche der Jugendhilfe zusammenbringt und bei dem über 30.000 Menschen teilnahmen. Besonders begeistert haben sie die vielen Begegnungen, der fachliche Austausch und die klare Haltung pro Demokratie und Teilhabe. Gleichzeitig war das Programm unübersichtlich, was spontane Entscheidungen und Orientierung erschwerte. Ein Highlight war die Erwähnung der „SGB VIII-Ultras“ in einem offiziellen Bilderbuch der AGJ. Im zweiten Teil der Folge geht es um autonome Jugendorte wie die Alte Spitzenfabrik in Grimma, die trotz fehlender öffentlicher Förderung Großes leisten. Außerdem sprechen sie über die aktuelle Jugendstudie „Jugend in Deutschland“, mentale Gesundheit, finanzielle Unsicherheit und darüber, wie junge Menschen trotz vieler Herausforderungen positiv in die Zukunft blicken. Zu Gast ist Kilian Hampel, Autor und Sozialforscher.

  25. 37

    Folge 36: Neues aus dem Superministerium

    In Folge 36 des Podcasts sprechen Anna und Jendrik über ihre aktuellen Aktivitäten, darunter die KiJuPa-Akademie, den Kirchentag, Workshops gegen Rechts und das Event „Youth 4 Peace“. Zentrales Thema ist die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz und die Folgen für die Jugendarbeit, insbesondere im Hinblick auf Abgrenzung, Schutzkonzepte und politische Positionierung. Die neue Bundesjugendministerin Karin Prien und ihr Leitungsteam im neugeschaffenen Superministerium BMBFSFJ werden vorgestellt – mit Chancen und Sorgen bezüglich der Rolle der Kinder- und Jugendhilfe. Zwei neue Bundestagsabgeordnete schildern ihre Eindrücke vom Einstieg in die parlamentarische Arbeit. Die Hosts betonen die Bedeutung, rechtsextremen Tendenzen aktiv entgegenzutreten und appellieren an Jugendverbände, klare Haltungen in ihren Satzungen zu verankern. Karin Priens erster Auftritt beim „Youth 4 Peace“-Event wird als positives Signal gewertet. Abschließend blicken Anna und Jendrik auf den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig, bei dem sie aktiv vertreten sein werden.

  26. 36

    Folge 35: (Post) migrantisches Engagement

    In Folge 35 blicken Anna und Jendrik auf zwei bewegte Wochen zurück: Osterferien, Familienbesuche und spannende berufliche Erfahrungen, wie Annas Moderation einer Veranstaltung zur Lehrkräfteausbildung in Rostock. Das Thema der heutigen Folge dreht sich um die Notwendigkeit einer postmigrantischen Perspektive in der Jugendarbeit, in der es nicht mehr nur ums Ankommen, sondern um Anerkennung und Mitgestaltung geht. Dafür sprechen wir mit Masah von "Jugend spricht" und Arian von "Ayande", zwei Jugendverbänden, die von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte gegründet wurden und nun wichtige Meilensteine feiern. Im Gespräch geht es um strukturelle Hürden, Diskriminierungserfahrungen und die Frage, wie echte Teilhabe ermöglicht werden kann. Anna und Jendrik analysieren anschließend, wie wichtig es ist, dass Jugendverbände sich kritisch mit eigenen Machtstrukturen auseinandersetzen und junge postmigrantische Initiativen aktiv unterstützen. Besonders hervorgehoben wird dabei das neue Policy Paper der djo – Deutsche Jugend in Europa –, das konkrete Handlungsempfehlungen für eine diskriminierungskritische Jugendarbeit bietet. Außerdem erinnern wir an den gewaltsamen Tod von Lorenz in Oldenburg und betonen, dass echte Teilhabe auch bedeutet, sich klar gegen rassistische Gewalt zu positionieren. Zum Abschluss gibt es noch einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen wie den Evangelischen Kirchentag und den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig. Wir freuen uns darauf, euch dort zu treffen und wünschen euch bis dahin eine gute Zeit!

  27. 35

    Folge 34: Junge Themen im Koalitionsvertrag

    In Folge 34 werfen Anna und Jendrik einen kritischen Blick auf den Koalitionsvertrag 2025 und was er für junge Menschen bedeutet. Beide berichten von zahlreichen Veranstaltungen wie dem Ganztagskongress und einem Lobby-Workshop mit engagierten Jugendlichen. Die zentralen Themen: Jugendpolitik kommt im Vertrag kaum vor, stattdessen liegt der Fokus auf Schutz statt Rechten und echter Teilhabe. Positiv bewertet werden u.a. mehr Mittel für Freiwilligendienste, "Junges Wohnen" und die Fortführung von „Demokratie leben!“, auch wenn vieles unkonkret bleibt. Kritisch sehen sie das Fehlen von Kinderrechten, die Aussetzung des Familiennachzugs, klimapolitische Rückschritte und fehlende Queerpolitik. Es wird deutlich: Der Vertrag bietet Chancen für Verbände, aber nicht automatisch für Kinder und Jugendliche selbst. Auch ihr als Community kommt durch Sprachnachrichten zu Wort. Fazit: Viel Mutlosigkeit, wenig Strategie – aber auch der Appell, jetzt dranzubleiben und die Spielräume zu nutzen.

  28. 34

    Folge 33: Pflicht statt Kür: Jugendarbeit ist zu fördern!

    In Folge 33 geht’s um ein hochaktuelles Thema: die finanzielle Förderung von Jugendarbeit auf kommunaler Ebene – und warum sie gerade an vielen Stellen gefährdet ist. Anna berichtet von zahlreichen Terminen, darunter der BuKo der Kolpingjugend und dem Crashkurs KommJupo NRW, während Jendrik vom JuPo-Frühstück im Landtag NRW erzählt. Ebenso Thema ist das gemeinsame Statement von sechs großen Jugendverbänden in NRW unter dem Titel „Demokratische Vielfalt schützen!" Die Hosts erklären zentrale Begriffe wie Trägerpluralismus und Subsidiaritätsprinzip. Sie zeigen auf, wie Jugendverbände zunehmend in eine Konkurrenz zu Kinder- und Jugendparlamenten gedrängt werden oder ihre Förderung ganz verlieren. Zu Gast sind Dr. Gabriele Weitzmann vom Bayerischen Jugendring und Christian Brüninghoff von der LAG Jugendringe NRW, die tief in die rechtlichen Grundlagen der Jugendförderung eintauchen. Es geht um das SGB VIII, kommunale Pflichtaufgaben und die oft prekäre Umsetzung in der Praxis. Die Gäste berichten von der realen Lage in den Kommunen – und was Jugendverbände tun müssen, um sich besser zu behaupten. Trotz allem bleibt der Blick nach vorne: Die Hosts und ihre Gäste werben für mehr Wissen, Vernetzung und Engagement. Und natürlich gibt’s am Ende einen Ausblick auf die kommenden berufsjugendlichen Highlights.

  29. 33

    Folge 32: Girls just wanna have fundamental rights

    In Folge 32 des Podcasts „Berufsjugendlich“ dreht sich alles um das Thema Mädchen*beteiligung. Anna berichtet von ihrer Rückkehr aus Chile, während Jendrik über seine Wiederwahl als stellvertretender Vorsitzender der Evangelischen Jugend im Rheinland spricht. Die beiden diskutieren die ungleiche Repräsentation von Frauen* in politischen Ämtern und die strukturellen Hürden, die Mädchen* in der Jugendbeteiligung erleben. Anna stellt ihr Buch „Partizipation aus der Sicht von Mädchen* denken“ vor und erklärt, warum Jugendgremien oft patriarchale Strukturen kopieren müssen, um ernst genommen zu werden. Jendrik reflektiert über geschlechtergerechte Praktiken in Jugendverbänden und deren Herausforderungen. Es wird deutlich, dass auch in kirchlichen Strukturen Männer oft dominieren, während die Evangelische Jugend Ansätze zur Geschlechtergerechtigkeit verfolgt. Anna warnt vor einem gesellschaftlichen Backlash und fordert, jugendpolitische Strukturen kritisch zu hinterfragen. Die beiden rufen dazu auf, Beispiele für Kürzungen in der Jugendarbeit zu teilen, um diese in einer kommenden Folge zu besprechen. Abschließend berichten sie von ihren bevorstehenden Terminen und werben für mehr Sichtbarkeit des Podcasts, um jugendpolitische Themen weiter zu stärken.

  30. 32

    Folge 31: Fragen über 551 Fragen

    Jendrik berichtet in dieser Folge von seinen Erlebnissen in Hamburg bei der jungen Nordkirche, im Hemer Felsenmeer und beim Fachausschuss Jugendpolitik des CVJM-Westbund. Anna ist aktuell in Bolivien und versucht, sich nicht von den Nachrichten herunterziehen zu lassen – ein passender Übergang zum heutigen Thema. Die CDU/CSU-Fraktion hat am 24. Februar 2025 eine Kleine Anfrage zur „politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen“ mit 551 Fragen eingereicht. Dabei stehen progressive NGOs wie Omas gegen Rechts, Correctiv oder BUNDJugend im Fokus – mit dem Ziel, ihre politische Neutralität und Gemeinnützigkeit infrage zu stellen. Unsere Gästin Nina Reip, Podcasterin von „Tauziehen“ und DOSB-Referentin „Demokratieförderung“ für Deutsche Sportjugend und den DOSB, ordnet die Anfrage ein und spricht über die Folgen für Jugendverbände und Demokratie. Was bedeutet das für die Zivilgesellschaft und welche Reaktionen sind nötig? Wir sprechen darüber - viel Freude beim Hören!

  31. 31

    Folge 30: Wahlkater

    Deutschland hat gewählt! In dieser Sonderfolge sprechen Anna und Jendrik über die Ergebnisse der Bundestagswahl und die ersten Reaktionen. Wir nehmen auf am Montag um 13 Uhr – wichtig für den aktuellen Stand der Diskussion. Wo wart ihr um 18 Uhr, als die erste Prognose kam? Anna erzählt von ihrem Wahlabend, während Jendrik die ersten Hochrechnungen mit einem Essen vom Griechen und einem Blick auf Social Media verfolgt hat – Diskussionen und erste Streits inklusive. Dann geht’s ans Eingemachte: Ein Überblick über die Wahlergebnisse, mit Fokus auf junge Menschen. Spannend: Die Wahlbeteiligung liegt bei 82,5 % – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung! Doch bildet das wirklich die Gesamtbevölkerung in Deutschland ab? Auch darum geht es in dieser Folge. Wir sprechen über die ersten Reaktionen: Memes, Trends und Stimmungen aus den sozialen Medien, aber auch über die Debatte, dass "die Jugend radikal wählt". In der Schlusskurve wird deutlich: Anna meldet sich aus Chile und reist weiter nach Bolivien, während Jendrik nach Hamburg fährt und spannende Menschen in Duisburg trifft. Die reguläre Folge gibt’s wieder nächste Woche, am 3. März 2025.

  32. 30

    Folge 29: Demokratie und Demonstrationen

    In Folge 29 sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Demonstrationen in Deutschland, ausgelöst durch die Zusammenarbeit von CDU, FDP und AfD zur Verschärfung der Migrationsgesetze. Die Proteste erinnern an 2024, als die Correctiv-Recherche rechte Remigrationspläne aufdeckte. Protestforscherin Dr. Nina-Kathrin Wienkoop ordnet die Bewegung ein und erklärt, welche Rolle junge Menschen dabei spielen. Ein weiteres Thema sind massive Kürzungen in der Jugendarbeit, die vielerorts Jugendverbände und offene Treffs bedrohen. Dazu wird es im Frühjahr eine juristische Sonderfolge geben, für die Anna und Jendrik Beispiele aus der Community sammeln. In den kommenden Wochen analysiert Anna die U18-Wahl, während Jendrik für die Woche des CVJM unterwegs ist. Am 25. Februar gibt es eine Sonderfolge zur Bundestagswahl – also: Stay tuned und geht wählen!

  33. 29

    Folge 28: Minderheit ohne Schutz - und eigener Politik

    In Folge 28 sprechen Anna und Jendrik über eine turbulente Woche voller politischer Debatten, persönlichen Erlebnissen und einer intensiven Buchdiskussion. Anna musste als Speakerin ohne Stimme auskommen, während Jendrik zwischen Parlamentsfernsehen, jugendpolitischen Gesprächen im Landtag und dem 85. Geburtstag seiner Oma unterwegs war. Die politische Stimmung? Eher mau – und die CDU lieferte eine neue Definition davon, was „keine Zusammenarbeit“ bedeutet. Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage, wie Netzwerke funktionieren können, wenn es politisch bergab geht. Außerdem sprechen die beiden über das frisch verabschiedete UBSKM-Gesetz, das den Kampf gegen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen stärken soll, sowie über die Dauerbrenner-Debatte rund um einen möglichen Pflichtdienst für junge Menschen, die erneut im Bayerischen Landtag aufgegriffen wurde. Besonders viel Raum nimmt in dieser Folge die Diskussion über das Buch „Kinder: Minderheit ohne Schutz“ von Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier ein. Das Buch beleuchtet die strukturelle Benachteiligung der jungen Generation und fordert, Kinder aus ihrer demografischen und demokratischen Außenseiterrolle zu holen. Anna und Jendrik diskutieren, ob Schulen die zentralen Orte für Kinder werden sollten, warum öffentliche Räume für junge Menschen immer mehr verschwinden und weshalb die politische Mitsprache von Kindern oft unterschätzt wird. Dabei wird auch Kritik laut: Warum spielen Jugendverbände und Jugendpolitik im Buch kaum eine Rolle? Und ist es wirklich die Lösung, Schulen immer mehr Verantwortung zu übertragen, ohne gleichzeitig die Probleme der Eltern anzugehen? Eine spannende Folge über Jugend, Politik und die Frage, wie unsere Gesellschaft mit der nächsten Generation umgeht. Reinhören lohnt sich!

  34. 28

    Folge 27: Jugend im Wahlkampf: Was die Parteien (nicht) planen (mit Bent Freiwald)

    In der 27. Folge des Podcasts dreht sich alles um die bevorstehenden Bundestagswahlen 2025 und die Frage, wie Kinder- und Jugendpolitik in den Wahlprogrammen der Parteien berücksichtigt wird. Eine zentrale Hoffnung war, dass die Interessen junger Menschen eine stärkere Rolle in den Wahlprogrammen spielen würden. Ob diese Hoffnung erfüllt wurde, wird in dieser Folge diskutiert. Zu Gast ist Bent Freiwald, Journalist bei *Krautreporter* und bekannt für seine gründliche, stereotypefreie Berichterstattung über Kinder und Jugendliche. Gemeinsam mit ihm werfen Anna und Jendrik einen detaillierten Blick auf die jugendpolitischen Inhalte der Wahlprogramme. Dabei zeigt sich, dass die Ansätze der Parteien stark variieren. Es wird auch diskutiert, in wie fern das Wahlprogramm der AfD über Social Media kommuniziert und (re) zitiert werden sollte. Natürlich geht es auch wie gewohnt darum, was Jendrik und Anna sonst so machen und was sie gerade beschäftigt.

  35. 27

    Folge 26: Böllern, Bräuche, Beteiligung, Beta

    In dieser Folge diskutieren Anna und Jendrik jugendpolitische Themen und gesellschaftliche Entwicklungen zum Jahresbeginn. Ein Schwerpunkt liegt auf den Vorfällen von Jugendgewalt in der Silvesternacht 2024/2025, wobei sie vor pauschalen Verurteilungen warnen und Ursachen wie Perspektivlosigkeit und problematische Männlichkeitsbilder beleuchten. Zudem werfen sie einen Blick auf den aktuellen UNICEF-Bericht, der die prekäre Situation von Kindern in Konfliktgebieten aufzeigt, und die jährliche Sternsinger:innenaktion, wobei auch die Kritik an Blackfacing thematisiert wird. In Bezug auf die Bertelsmann-Studie "Junges Engagement im sozialen Wandel" diskutieren sie Herausforderungen und Lösungsansätze für mehr Jugendbeteiligung und Engagement. Sie betonen die Notwendigkeit positiver Vorbilder, echter Entscheidungsbefugnisse und niedrigschwelliger Beteiligungsmöglichkeiten. Abschließend empfehlen sie die Reportage „Manchmal darf ich wählen“ zur Diskussion um das Wahlalter 16 und kritisieren die Relevanz von Generationszuschreibungen wie „Generation Beta“.

  36. 26

    Folge 25: Wrapped Berufsjugendlich

    In der letzten Folge des Jahres blicken wir zurück: Highlights wie der Podcaststart, persönliche Meilensteine und wichtige jugendpolitische Entwicklungen. Gleichzeitig reflektieren wir über Lowlights wie das Scheitern der Kindergrundsicherung und politische Instabilität. Oder Politiker:innen bei der "Ein-Herz-für-Kinder-Gala." Überraschungen, Wünsche und Learnings – ein kompakter Rückblick auf ein bewegtes Jahr mit Blick nach vorne. Und vor allem: mit euch! Ganze 15 O-Töne von euch Hörer:innen sind in dieser Folge verbaut, viel Spaß beim Hören!

  37. 25

    Folge 24: Wenn das letzte Sofa aufgebraucht ist - Wohnungslosigkeit junger Menschen

    In der 24. Folge unseres Podcasts sprechen wir über ein oft übersehenes, aber dringendes Thema: Wohnungslosigkeit bei jungen Menschen. Passend zur Weihnachtszeit – mit einem Augenzwinkern zu Maria und Josef – beleuchten wir, was es bedeutet, in einer Lebensphase ohne festen Wohnsitz zu sein, die eigentlich von Stabilität und Zukunftsträumen geprägt sein sollte. Wir diskutieren, warum Jugendwohnungslosigkeit nicht nur ein Armutsproblem ist und welche strukturellen Ursachen – von Familienkonflikten bis hin zur Wohnungsmarktkrise – dahinterstehen. Unser Gast Markus Seidel, Gründer der Off Road Kids Stiftung, gibt spannende Einblicke in die Herausforderungen und Lösungsansätze, die seine Organisation für wohnungslose junge Menschen bietet. Neben der Wohnungslosigkeit schauen wir auf das breitere Problem der Wohnkrise für Studierende und Azubis. Mit steigenden Mieten, unzureichendem Wohnraum und bürokratischen Hürden stehen viele junge Menschen vor scheinbar unlösbaren Problemen. Wir diskutieren mögliche Lösungsansätze, von Co-Living-Spaces über Förderprogramme bis hin zu einer WG-Garantie für Studierende. Natürlich gibt es auch wieder persönliche Einblicke in unsere Wochen, Schlagzeilen und eine kurze Vorschau auf kommende Projekte.

  38. 24

    Folge 23: Wo sind all die jungen Leute hin?

    Was PUR nicht mehr singen sollte, wandeln wir in einen Folgentitel um und fragen uns: Wo sind all die jungen Leute hin? Anna und Jendrik sprechen darüber, wieso es aktuell besonders schwer ist, junge Menschen für Angebote der Jugendverbandsarbeit zu begeistern und was die Auswirkungen sind. Natürlich geben euch die beiden auch Ansätze mit, wie Angebote attraktiv für junge Menschen werden und durch genug Teilnehmende stattfinden können. Auch das Ampel-Aus und die US-Wahl sind Thema und werden von den beiden jugendpolitisch eingeordnet. Dazu gibt es einen Gruß von der Weltklimakonferenz in Baku. Viel Spaß beim hören!

  39. 23

    Folge 22: Jugendparlamente = echte Beteiligung?

    Hört ihr die Möwen? Jendrik ist (wiedermal) auf Borkum und Anna in Berlin. In dieser Folge geht es um Kinder- und Jugendparlamente. Ein Thema, das schon länger im Themenspeicher liegt und mit dieser Folge zum Tragen kommt. Zu Gast ist Aron Gabriel (Landesvorstand Dachverband der Bayerischen Jugendvertretungen). Natürlich geht es wie immer auch darum, was Anna und Jendrik so machen und machen wollen. Als Jubiläum wird den jungen europäischen Förderalist:innen gratuliert.

  40. 22

    Folge 21: Wir haben kein Erkenntnisproblem

    Aura ist das Jugendwort des Jahres und es stellt sich die Frage: Hat Susanne Daubner das Wort schon präsentiert? In dieser Folge geht es neben Jubiläen vom BMFSFJ und dem DBJR auch um Studien: Gibt es wirklich einen Erkenntnisgewinn? Anna und Jendrik tauschen sich zudem über die Schlagzeilen der Woche(n) aus und geben wie gewohnt Einblicke in ihren beruflichen (und manchmal auch privaten) Alltag.

  41. 21

    Folge 20: Betreutes Lesen - Der 17. Kinder- und Jugendbericht (mit Dr. Gabi Weitzmann)

    Folge 20 fühlt sich nicht an, wie 20 Jahre verheiratet sein. Und Jendrik fühlt sich nicht nach Dornen an. Was es damit auf sicht hat und wieso Jendrik die Zähne zusammenbeißen musste, hört ihr in dieser Folge. Im Fokus steht der 17. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung. Zu Gast ist Dr. Gabriele Weitzmann, die als Mitglied der Sachverständigenkommission direkt an der Erstellung des Berichtes mitgewirkt hat. Gabi gibt spannene Einblicke in die Arbeitsweise der Kommission, Überraschungen und nächste Schritte in der Praxis. Zudem gibt Anna einen "Rant" auf Schlagzeilen rund um das Thema Jugendgewalt. Viel Spaß beim Hören!

  42. 20

    Folge 19: Drei Tage wach: Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit

    Klassentreffen, Familientreffen oder einfach: Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit in Potsdam. Brandenburg. Anna und Jendrik waren vor Ort und haben den Kongress in ganz unterschiedlichen Rollen erlebt - Anna sehr präsent auf der Bühne, Jendrik als (ungewohnt) stiller Beobachter und Teilnehmer. Die beiden reflektieren in dieser Folge ihre Zeit in Potsdam und geben Einschätzungen zu Meta-Themen des Kongresses wie "Jugend in der Krise", "Bedrohung von rechts", "Förderung von KJA" oder auch "Politische Präsenz auf dem Kongress." Thematisiert wird auch die politische Situation in Brandenburg wenige Tage vor der Wahl, wo die AfD den Landesjugendring Brandenburg zerschlagen möchte. Die Folge beinhaltet aber vor allem flammende Plädoyers für Jugendpolitik und für Solidarität unter den Jugendverbänden. Natürlich kommt auch ihr zu Wort, die ihr uns O-Töne auf dem Kongress geschenkt habt, herzlichen Dank! Viel Spaß beim Hören!

  43. 19

    Folge 18: Arbeit nervt (nicht)

    Wir erwischen den Bundesvorsitzenden der JuSos im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Philipp Türmer erzählt im Gespräch mit Anna und Jendrik, wieso eine Ausbildungsgarantie und eine Mindestausbildungsvergütung gute Ideen sind und weshalb das Thema Ausbildung auch eine jugendpolitische Komponente hat. Anna und Jendrik rahmen das Gespräch mit Basics zum Thema Ausbildung und den jugendpolitischen Blick darauf. Unter anderem gibt es nach wie vor ein Miss-Match zwischen Ausbildungsstellen, bzw. den Firmen und den potenziellen Auszubildenden. Ansonsten geht es in der neusten Folge um den heißen Gremienherbst, einen kleinen Ausblick auf den Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit in Potsdam, sowie einen kurzen Rückblick auf die Wahlen in Sachsen und Thüringen. Viel Spaß beim Hören!

  44. 18

    Folge 17: Das 1x1 des Gamings für die Jugendarbeit

    72 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren spielen täglich oder mehrmals pro Woche Videospiele. Grund genug, sich dem Thema Gaming (oder Zocken) auch jugendpolitisch zud widmen. Zurück aus der Sommerpause waren Anna und Jendrik auf der Gamescom unterwegs und betrachten das Thema in dieser Folge aus unterschiedlichen Perspektiven. Es geht um Jugendkultur, Lebensweltorientierung, eigene Erfahrungen mit dem Zocken und um den Jugendmedienschutz. Die USK kommt ebenso zu Wort, die zwei Jugendverbandler:innen, die mit einem ganz analogen Stand auf der Gamescom zu Gast sind. Viel Freude beim Hören!

  45. 17

    Folge 16: Take me home, my wonderwall

    Die Sommerferien herrscht in Jugendverbänden Hochbetrieb. Zahlreiche Menschen sind als Mitarbeitende oder als Teilnehmende auf Freizeiten unterwegs und bereisen dabei Deutschland, aber auch Europa oder sogar darüber hinaus. Apropos: Anna ist gerade in Paris bei den olympischen Spielen (in welcher Disziplin sie antritt hört ihr in der Folge), Jendrik weilt immer noch an der Nordsee. In dieser Folge erzählen die beiden von ihren Erfahrungen, schwelgen in Erinnerungen und öffnen die jugendpolitische Perspektive von Freizeiten. Diese sind Werkstätten der Demokratie, Orte der Idenfitikation und (bestenfalls) Safer Spaces, wo jede:r etwas wert ist und gesehen wird. Die Folge zeigt auf, wie sich Freizeiten verändert haben und welche Ansprüche heute an Mitarbeitende gestellt werden, die oft ehrenamtlich aktiv sind. Natürlich kommt auch die Musik nicht zu kurz - die TOP 5 der Lagerfeuerhits. Wir wünschen beim Hören gute Erholung!

  46. 16

    Folge 15: Rechtspopulistisch, rechtsoffen, rechtsextrem? (mit Marcel Lewandowsky)

    Während Jendrik von der Nordseeinsel Borkum grüßt, sitzt Anna im regnerischen Berlin. In Köln ist es bewölkt, was sicher nicht am Gast der heutigen Folge liegt: Marcel Lewandowsky wohnt nämlich im Rheinland, ist promovierter und habilitierter Politikwissenschaftler und Autor. Er forscht seit über 15 Jahren zu den Themen Populismus, Demokratie und Parteien. Im Podcast erklärt er, was Rechtspopulismus ist, wieso TikTok nicht Schuld an den Wahlergebnissen junger Menschen bei den Europawahlen sei und was er Jugendverbänden im Umgang mit dem "Neutralitätsgebot" rät. Zudem werfen Anna und Jendrik einen Blick ins Grundgesetz, diskutieren ein AfD-Verbot und blicken auf das Thema Kommunalwahlen.

  47. 15

    Folge 14: Jung, einsam und ungehört?

    Lange Zeit dachte man, dass Einsamkeit eher ein Problem älterer Menschen ist - das hat sich seit der Corona-Pandemie verändert. Keine andere Altersgruppe erlebte einen so starken Anstieg der Einsamkeit. Die Bertelsmann-Stiftung hat sich deshalb ausführlich mit dem Thema “Einsamkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen” beschäftigt und eine repräsentative Studie dazu vorgestellt, deren Kernaussagen wir euch als Denkanstöße mitgeben wollen und die wir von Expert*innen haben kommentieren lassen. Zudem geht es um Jugendstudien allgemein und wer eigentlich was sagt über junge Menschen. Anna und Jendrik blicken zudem wie gewohnt auf ihren (jugendpolitischen) Alltag. Zu Beginn berichtet Jendrik kurz über den Bundesparteitag der AfD in Essen - der schönsten Stadt im Ruhrgebiet.

  48. 14

    Folge 13: Was mit Social MIIIDIIAA

    Wieder im Zwei-Wochen-Rhythmus angekommen nehmen Anna und Jendrik in dieser Folge das Thema Social Media auf. Es geht um Instagram und TikTok als Werkzeug für politische Kommunikation und Vernetzung in der Jugendarbeit. Und natürlich um die Europameisterschaft, für die Jendrik deutlich mehr Begeisterung aufbringen kann, als Anna. Natürlich berichten die beiden auch wieder davon, was aktuell (jugendpolitisch) los ist und was in den kommenden zwei Wochen ansteht.

  49. 13

    Folge 12: Europawahl-Spezial: Wie „die Jugend“ wählt und warum

    Die Europawahlen haben Ergebnisse gebracht, die für manch eine:n überraschend gewesen sein dürften. Andere wiederum sehen die Wahlergebnisse bei 16- bis 24-Jährigen als fast logische Konsequenz verpasster Politik für junge Menschen an. Im Podcast stellen sich Anna und Jendrik die Frage, wie mit diesen Ergebnissen umzugehen ist, woher die vielen Stimmen für die AfD kommen und was es bedeutet, dass auch kleinere Parteien wie Volt oder die Tierschutzpartei relevant punkten konnten. Das machen sie jedoch nicht alleine, sondern haben zu Gast: Ina Bösefeldt, Geschäftsführerin des Landesjugendrings in Mecklenburg-Vorpommern, Björn Schreiber, Geschäftsführer im LJR Brandenburg und Max Holzer, Vorsitzender des LJR in Nordrhein-Westfalen. Viel Spaß beim Hören!

  50. 12

    Folge 11: Wehrpflicht - Dienstpflicht - Recht auf Engagement

    Dienstpflicht, Wehrpflicht, Freiwilligendienste - die Diskussion um diese Themen wird in nahezu allen politischen Bereichen aktuell geführt und nimmt zunehmend Fahrt auf. Das Thema erhitzt an vielen Stellen die Gemüter und erzeugt bei vielen Menschen Ärger oder Hoffnung, vielleicht sogar beides. In dieser Folge nehmen euch Anna und Jendrik mit in das Thema und stellen ausgehend vom aktuellen Stand der Diskussion die (jugend-)politische Lage dar. Sie diskutieren aktuelle Herausforderungen, alternative Modelle und lassen Raum zur eigenen Interpretation. Dabei kommen auch viele Hörer:innen zu Wort, die sich per Sprachnachricht oder schriftlich über die Sozialen Medien gemeldet haben. Viel Spaß beim Hören, auch wenn es diesmal ein paar Minuten mehr sind. :-)

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Ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind, mit jungen Menschen arbeiten und an junge Menschen glauben. Wir sind Jugendpolitiker:innen, Lobbyist:innen für die Themen junger Menschen und setzen uns dafür ein, dass diese eine Stimme bekommen und selbst erheben können.Mit unserem Podcast wollen wir alle 14 Tage über jugendpolitische Themen sprechen.Welche Entscheidungen stehen im Bundestag oder auch in den Ländern an?Welche Auswirkungen hat das auf die Strukturen?Was bewegt junge Menschen derzeit besonders?Wir kommentieren, analysieren und diskutieren mit und ohne Gäste über nichts weniger als die Zukunft der Jugendpolitik, Jugendbeteiligung und Jugendarbeit!

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Anna Grebe, Jendrik Peters

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