PODCAST · history
Das Krankenlager im Wald. Vergessene NS-Verbrechen in Köln
by Jugendclub Courage Köln e.V.
„Sie öffneten die Fensterläden und schossen durch die Scheiben“ - so erzählt Sergej Stepanow, einer der Überlebenden von der Räumung des Krankenlagers. Am 8. April 1945 ereignete sich im rechtsrheinischen Köln wenige Tage vor der Befreiung ein Massaker an erkrankten Zwangsarbeiter:innen. Sie alle hatte das Arbeitsamt ins Krankenlager im Gremberger Wäldchen geschickt. Dort fristeten sie ihr Dasein. Der Podcast erzählt die weitgehend unbekannte Geschichte des einzigen Krankenlagers für Zwangsarbeiter:innen im Rheinland und dem letzten großen NS-Verbrechen auf Kölner Stadtgebiet. Obwohl die Täter bekannt waren, wurde das Verbrechen nie juristisch verfolgt. Bis heute ist der Ort und dessen Geschichte kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert. Erst 2024 wurde das Lager offiziell als Bodendenkmal anerkannt.Der Jugendclub Courage Köln e.V. blättert in sechs Kapiteln die Geschichte des Lagers und des mühsamen Kampfes gegen das Vergessen auf. Im Zentrum stehen dabei die Perspektiven der Opfe
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#6 Überleben
Ein Weg ist nach ihr und ihrer Mutter benannt: Der Irena-Błażejewska-und-Anastasja-Młynarczyk-Weg. Irena Błażejewska ist eine Überlebende des Lagers. Wie viele andere Frauen musste ihre Mutter sie im Krankenlager zur Welt bringen. Irena Błażejewska lebt heute in Polen. Mirjam besucht sie.
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#5 Gegen das Vergessen
Die nahegelegen Autobahn soll ausgebaut werden. Dagegen regt sich Widerstand. In den Kreisen der Klimatschützer*innen interessiert sich eine Arbeitsgruppe für das Gedenken. Sie wollen an die Opfer des Krankenlagers erinnern.
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#4 Wo kein Gras drüber wächst
Im Jar 1949 wird die Bundesrepublik gegründet. Die Untersuchungen der Alliierten zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden an die deutschen Gerichte übergeben. Doch für das Massaker im Gremberger Wäldchen wird niemand zur Rechenschaft gezogen. Dennoch erinnern sich einige und es will kein Gras über die Sache wachsen.
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#3 Cologne Case IV
Kurz vor Kriegsende erlässt Alfons Schaller den Befehl das Lager zu räumen. Volkssturmmänner schießen durch die Barackenfenster und treiben die Inhaftierten aus dem Lager. Diejenigen, die nicht laufen können, verbrennen sie bei lebendigem Leibe. Dieses schreckliche Verbrechen untersuchen die Briten drei Jahre später als Cologne Case IV.
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#2 Stimmen der Inhaftierten
Iwan Manschilin hatte eine Knieentzündung, Lidija Kiwwa litt an Malaria und Tamara Stafitschuk kam im Krankenlager zur Welt. Sie alle waren aus unterschiedlichen Gründen im Gremberger Wäldchen und mussten dort unter schrecklichen Bedingungen leben. In Interviews haben sie davon erzählt.
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#1 Zwischen Bäumen und Stacheldraht
Im Wald steht ein Stein. Er erinnert an 74 ermordete Menschen. Ein Zeitungsartikel am Baum berichtet von einem Krankenlager, das im Gremberger Wäldchen stand. Mirjam und Philipp sprechen mit Historiker:innen und erfahren, dass hier erkrankte polnische Zwangsarbeiter*innen und sognannte Ostarbeiter leben mussten.
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Trailer: Das Krankenlager im Wald
Ab dem 23. Januar auf allen bekannten Podcast-Plattformen!
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„Sie öffneten die Fensterläden und schossen durch die Scheiben“ - so erzählt Sergej Stepanow, einer der Überlebenden von der Räumung des Krankenlagers. Am 8. April 1945 ereignete sich im rechtsrheinischen Köln wenige Tage vor der Befreiung ein Massaker an erkrankten Zwangsarbeiter:innen. Sie alle hatte das Arbeitsamt ins Krankenlager im Gremberger Wäldchen geschickt. Dort fristeten sie ihr Dasein. Der Podcast erzählt die weitgehend unbekannte Geschichte des einzigen Krankenlagers für Zwangsarbeiter:innen im Rheinland und dem letzten großen NS-Verbrechen auf Kölner Stadtgebiet. Obwohl die Täter bekannt waren, wurde das Verbrechen nie juristisch verfolgt. Bis heute ist der Ort und dessen Geschichte kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert. Erst 2024 wurde das Lager offiziell als Bodendenkmal anerkannt.Der Jugendclub Courage Köln e.V. blättert in sechs Kapiteln die Geschichte des Lagers und des mühsamen Kampfes gegen das Vergessen auf. Im Zentrum stehen dabei die Perspektiven der Opfe
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Jugendclub Courage Köln e.V.
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