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Die Geldfrage

Die Geldfrage – Der Podcast des Dezernat Zukunft„Die Geldfrage“ beginnt dort, wo Polit-Talkshows meist enden – bei den entscheidenden Fragen rund ums Geld. Wir erklären, kommentieren und ordnen ein: Wie finanziert sich der Staat? Wofür gibt er wie viel aus?Klar, verständlich und auf den Punkt. Für alle, die Finanzpolitik wollen.Ein Podcast vom Dezernat Zukunft. Für Fragen oder Feedback schreibt an [email protected]

  1. 36

    Die neuen Eckwerte: Zwei Haushalte in einem

    Heute hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil die Eckwerte des Bundeshaushalts 2027 vorgestellt. Die Ausgaben sind 36 Milliarden Euro höher als zuletzt geplant, und trotzdem soll irgendwie gespart werden. Wie passt das zusammen?Philippa Sigl-Glöckner und  Dr. Florian Schuster-Johnson analysieren, was die Zahlen bedeuten, wo getrickst wird und welche Risiken bleiben.Das Wichtigste:Trotz einer Haushaltslücke von 36 Milliarden Euro steigen die geplanten Ausgaben auf rund 540 Milliarden. Ein Teil der Lücke wird durch pauschale Einsparungen von einem Prozent pro Ministerium und technische Kniffe bei der Schuldenbremse gestopft.Im Haushalt gibt es gerade zwei Welten: eine, in der plötzlich alles finanziert wird: Verteidigung bekommt weitere Milliarden, in das das THW wird investiert, Stromsubventionen steigen; und eine andere, in der das Geld so knapp ist, dass der Bund die Kosten für Weiterbildung kurzerhand in den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit verschiebt.Die Finanzplanung setzt stark auf Optimismus: 3 Milliarden Euro an Effizienzgewinnen im Digitalministerium und globale Mehreinnahmen sind bisher vage Versprechen ohne konkrete Maßnahmen.Langfristig drohen größere Lücken. Es braucht eine bessere Priorisierung statt Rasenmäher-Kürzungen. Zum Nachlesen:Die Eckwerte zum Bundeshaushalt 2027Der Military Procurement Tracker des Kiel InstitutsDer Bericht der Bundesagentur für Arbeit zu Herausforderungen für junge Menschen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt  

  2. 35

    Chinas massiver Vorsprung: Roboter-Revolution in den Fabriken

    Mehr Roboter, weniger Menschen und Automatisierung in Rekordzeit: Ein Blick nach China zeigt, wie sich die industrielle Produktion gerade verändert. Gemeinsam mit Tech-Investor Andreas Fischer spricht Philippa Sigl-Glöckner über dessen Reise durch chinesische Fabriken und die Frage, was die dortigen Entwicklungen für den Technologiestandort Deutschland bedeuten.Das Wichtigste:In chinesischen Fabriken wird die Automatisierung massiv vorangetrieben. Mittelfristig könnte 30 bis 50 Prozent der Fertigungsarbeit durch Roboter ersetzt werden. Dabei setzt China vor allem auf Cobots, also kollaborative Roboter. Diese können direkt mit Menschen zusammenarbeiten und rentieren sich häufig schon nach wenigen Monaten.Die rasante Entwicklung stellt nicht nur China vor gesellschaftliche Herausforderungen. Eine entscheidende Frage: Nehmen die Roboter uns Arbeit ab oder weg?Für Deutschland gilt: Um im Wettbewerb mitzuhalten, müssen technologische Innovationen schneller skaliert und besser kommerzialisiert werden.Zum Nachlesen:John Maynard Keynes: Economic Possibilities for our GrandchildrenDie Studie von Frey und Osborne: The Future of EmploymentLeseempfehlung von Andreas Fischer: Works in ProgressAmerica’s Seed FundStudie über den Einsatz von Cobots

  3. 34

    Waffenruhe im Iran? Unsicherheit und Inflationsdruck bleiben

    Die USA und Iran haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Was ist davon zu halten und wie entwickeln sich jetzt die Preise? Philippa Sigl-Glöckner und Janek Steitz analysieren, wie stabil die Lage ist, warum die Märkte optimistisch sind und welche Risiken für Europa bestehen.Das Wichtigste:Der Waffenstillstand ist fragil: Beide Seiten halten an ihren Maximalpositionen fest. Ein Ende des Konflikts ist nicht absehbar.Auch wenn die Energiepreise jetzt fallen – das Preisniveau bleibt hoch und könnte die Inflation weiter antreiben.Selbst im besten Fall droht zusätzliche Inflation, die Wachstum und Wohlstand gefährden kann.Europa ist verwundbar: Wir sind abhängig von Öl- und Gasimporten und spüren höhere Energiepreise sofort.Aber: Durch konsequente Elektrifizierung, den Ausbau der Erneuerbaren und mehr Speicherkapazitäten kann man sich von fossilen Energien unabhängig machen und Inflation mittelfristig abfedern.Zum Nachlesen: Geldbrief des Dezernat Zukunft zum Irankrieg von Anfang MärzGeldbrief des Dezernat Zukunft über Preisbildung

  4. 33

    Clusterfuck Wohnungspolitik

    Jedes Jahr gibt der Staat rund 30 Milliarden Euro für Wohnen aus und trotzdem wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wie passt das zusammen?Darüber spricht Philippa Sigl-Glöckner mit Sara Schulte. Gemeinsam klären sie, wie die deutsche Wohnungspolitik heute funktioniert, warum ein Großteil der Mittel gar nicht in neuen Wohnraum fließt und wie politische Entscheidungen der 2000er Jahre die aktuelle Lage geprägt haben.Das Wichtigste:Rund 80 Prozent der staatlichen Ausgaben fließen in die Subjektförderung – also in Wohngeld und die Übernahme von Mieten. Nur 20 Prozent bleiben für die Objektförderung, welche Bau, Erwerb und Modernisierung von Wohnraum unterstützt.Bis Anfang der 2000er Jahre war das Verhältnis von Subjekt- und Objektförderung noch umgekehrt. Seitdem wurde der soziale Wohnungsbau stark zurückgefahren, während die Hartz-Reformen mit den Kosten der Unterkunft ein neues Instrument der Subjektförderung schufen.Wenn der Staat Wohnkosten übernimmt, treibt das die Mieten weiter nach oben – besonders in ohnehin angespannten Wohnungsmärkten. So fördert man sich in eine wohnpolitische Zwickmühle.Eine Reduktion der Subjektförderung ist nicht ohne Weiteres möglich. Echte Entlastung lässt sich nur langfristig erreichen: Es braucht höhere Investitionen in den Wohnungsbau, auch wenn das kurzfristig zusätzliche Mittel erfordert.Zum Nachlesen:Hier der erwähnte Artikel der Zeit über die StudieStudie des Dezernat Zukunft „Eine kurze Fiskalgeschichte der deutschen Wohnungspolitik“Der Bundeshaushaltsmonitor des Dezernat Zukunft

  5. 32

    Klingbeils Reformrede und warum schnelles Sparen nicht funktioniert

    Lars Klingbeil hat bei der Bertelsmann Stiftung eine vielbeachtete Rede gehalten, über Reformen, den schwächelnden Arbeitsmarkt und den Bundeshaushalt. Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Florian Schuster-Johnson rechnen die Reformvorschläge einmal durch.Beim Arbeitsmarkt macht Klingbeil konkrete Vorschläge:Ehegattensplitting abschaffen, Transferentzugsraten reformieren, mehr Anreize für Erwerbstätigkeit. Aber ab 2028 fehlen jährlich 60 bis 70 Milliarden Euro, und von den 76 Milliarden, über die der Bund noch frei verfügen kann, geht schon die Hälfte für Unternehmenssubventionen drauf. Was bleibt für Bildung, Kitas, Infrastruktur?Ob Mehrwertsteuer, Schuldenbremse oder neues Wirtschaftsmodell: Diese Folge zeigt, warum kurzfristige Lösungen das Problem oft vergrößern und was wirklich helfen würde.Das Wichtigste:Klingbeils Rede enthält echte Arbeitsmarktansätze –Ehegattensplitting abschaffen, Transferentzugsraten reformieren –, aber die Frage, in welche Jobs die Menschen gehen sollen, bleibt offen.Ab 2028 fehlen jährlich 60–70 Milliarden Euro im Bundeshaushalt – eine historisch einmalige Lücke, die sich weder durch Rasenmäherkürzen noch durch eine Mehrwertsteuererhöhung nachhaltig schließenlässt.Von den 76 Milliarden Euro disponiblem Spielraum fließt bereits über die Hälfte in Unternehmenssubventionen, vor allem Strompreishilfen – für Bildung, Kitas und Integrationskurse bleibt kaum Raum.Echter Haushaltsausgleich braucht mindestens fünf bis zehn Jahre: Subventionen strukturell abbauen, gleichzeitig in Menschen investieren, auch wenn das kurzfristig erst Geld kostet.Österreich zeigt, wie eine Reform der Schuldenbremse hin zu einem mittelfristigen Finanzpfad nach EU-Vorbild funktionieren kann – und Deutschland könnte davon lernen.Zum Nachlesen/Nachhören:Der erwähnte Geldbrief des Dezernat Zukunft zur Mehrwertsteuer „Droht jetzt die Mehrwertsteuererhöhung?“Die Rede von Lars Klingbeil bei der Bertelsmann StiftungDer Bundeshaushaltsmonitor ist ab 31.03. auf https://dezernatzukunft.org zu finden.

  6. 31

    Inflationsschock durch Iran-Krieg?

    Droht der Welt die nächste Energiekrise? Nach dem US-Angriff auf den Iran ist die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Flüssiggas – faktisch geschlossen. Tanker fahren kaum noch durch die Meerenge, weil Versicherer den Schutz für Schiffe ausgesetzt haben. Gleichzeitig hat der Iran eine zentrale LNG-Anlage in Katar getroffen.Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Janek Steitz darüber, was diese Eskalation für die globalen Energiemärkte bedeutet – und wann auch in Deutschland die Preise steigen.Das Wichtigste:Da die globalen LNG-Märkte kaum Überkapazitäten haben, ist der Gaspreis deutlich empfindlicher: Er stieg in der letzten Woche um etwa 50 Prozent, während der Ölpreis um etwa 20 Prozent zulegte.Besonders betroffen ist Asien, das den Großteil des LNG aus der Golfregion importiert. Jetzt entsteht ein globales Wettbieten um alternative Gaslieferungen.Deutschlands Gasspeicher sind aktuell nur zu 20 Prozent gefüllt. Dass das Gas kurzfristig knapp wird, ist dennoch unwahrscheinlich – nicht zuletzt aufgrund des milden Wetters.Infolge der Energiekrise könnte vieles teurer werden: Je nach Dauer des Krieges droht dem Euro-Raum ein Inflationsschock von bis zu 2 Prozentpunkten.Zum Nachlesen:Studie des Dezernat Zukunft „Europe’s Trump Cards“Geldbrief des Dezernat Zukunft „US-Iran-Krieg– Inflationsschock in der EU von 2 Prozentpunkten möglich“Faktenblatt zur Straße von Hormus der IEAGuardian-Artikel über die SchiffsversichererArtikel von History Today „The First Tanker War with Iran”Übersicht GasspeicherDie in der Folge erwähnte Schriftliche Anfrage an die Bundesregierung

  7. 30

    Europas Trümpfe gegen Trump

    In der 30. Folge von „Die Geldfrage“ diskutiert Philippa Sigl-Glöckner mit ihren Kollegen Janek Steitz und Dr. Maximilian Paleschke über die Machtposition Europas. Während die USA unter Trump 2.0 oft als übermächtig wahrgenommen werden, zeigt unsere Analyse: Europa hat handfeste Hebel – von der Energieversorgung bis hin zu kritischen Industriekomponenten.Das Wichtigste:Kein zweites Russland-Szenario: Die Abhängigkeit von US-Flüssiggas (LNG) ist nicht mit der früheren Abhängigkeit von russischem Pipeline-Gas vergleichbar. Der globale Markt wird liquider und flexibler, was Europa ermöglicht, im Notfall leichter auf Alternativen auszuweichen.Industrielle Abhängigkeiten: Europa hält technologische Schlüsselpositionen. Ein Beispiel sind Gasturbinen von Siemens Energy, die für den Ausbau amerikanischer KI-Rechenzentren unverzichtbar sind. Exportbeschränkungen könnten dort massiven wirtschaftlichen Schaden anrichten, der die Kosten für Europa bei weitem übersteigt.Die Macht der Märkte: US-Tech-Giganten hängen stark von den Gewinnen ab, die sie in Europa machen. Da diese Unternehmen einen massiven Anteil an den Rentensparplänen (401k) der US-Bevölkerung ausmachen, würde eine restriktive europäische Position direkt die Altersvorsorge amerikanischer Wähler:innen treffen.Strategische Vorbereitung: Um diese Trümpfe gegen Trump auszuspielen, muss Europa das „Anti-Coercion Instrument“ (ACI) schärfen. Die Mitgliedstaaten müssen jetzt klären, wie sie entstehende Lasten teilen, damit nationales Klein-Klein die europäische Handlungsfähigkeit im Ernstfall nicht blockiert.Zum Nachlesen:Studie des Dezernat Zukunft: Europe’s Trump CardsGeldbrief: Europas Trümpfe gegen Trump

  8. 29

    Kanonen, Butter und Schulden: Wer bezahlt die Aufrüstung?

    Fast jeder dritte Euro im Bundeshaushalt könnte bald in die Verteidigung fließen. Wer zahlt das und was bedeutet das für Schulden, Steuern und Sozialausgaben? Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Prof. Dr. Christoph Trebesch vom IfW Kiel darüber, wie Aufrüstung und Kriege seit 1870 finanziert wurden.Das Wichtigste:Historisch werden Aufrüstungsphasen selten durch Kürzungen bei Sozialausgaben finanziert – sondern kurzfristig über Schulden.Mittel- und langfristig führt dies zu erheblichen Steuererhöhungen, wobei vor allem Einkommen- und Konsumsteuern steigen – gezielte „Reichensteuern“ spielen nur eine kleine Rolle.Anders als im Krieg hat Aufrüstung in Friedenszeiten nur einen geringen Effekt auf Konsum und Inflation.Entscheidend für die Tragfähigkeit hoher Verteidigungsausgaben bleibt langfristig das Wirtschaftswachstum – und damit Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation.Zum Nachlesen:Studie von Johannes Marzian & Prof. Dr. Christoph Trebesch „Guns and Butter: The Fiscal Consequences of Rearmament and War”

  9. 28

    5-Milliarden-Euro-Chance für den Sozialstaat

    Die Vorschläge zur Sozialstaatsreform liegen auf dem Tisch. Sie können bis zu 5 Milliarden Euro Spielraum im Haushalt bringen. Philippa Sigl-Glöckner und Saskia Gottschalk schauen genau hin: Wo könnte der Vorschlag Arbeitsanreize setzen, wo entstehen Probleme und wie steht der öffentliche Haushalt unterm Strich da?Das Wichtigste:Die Sozialstaatskommission schlägt vor, mehrere Leistungen zu einer einheitlichen Grundsicherung zusammenzuführen und die Anrechnungsregeln zu vereinfachen, sodass sich Mehrarbeit bei höheren Einkommen spürbar lohnt.Das aktuelle Zusammenspiel aus Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag führt zu Fehlanreizen, bei denen Menschen trotz höherem Einkommen am Ende weniger Geld haben können, was die Reform gezielt beenden soll.Die Reform könnte 100.000 bis 150.000 zusätzliche Vollzeitäquivalente schaffen und jährliche Mehreinnahmen von rund vier bis fünf Milliarden Euro bringen.Studien zeigen, dass Investitionen in Qualifizierung, Kinderbetreuung und individuelle Unterstützung entscheidend sind, um mehr Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen.Zum Nachlesen:Studie des Dezernat Zukunft zu den Vorschlägen der Sozialstaatskommission „5 Milliarden Spielraum im Sozialstaat gewinnen“

  10. 27

    Was tun bei Nullwachstum? Lehren aus bisherigen Industrie-Turnarounds

    Deutschland steckt wirtschaftlich fest, geprägt durch eine schwache Investition und eine rückläufige Industrieproduktion. Kann Deutschland der industrielle Turnaround gelingen? In dieser Folge sprechen PhilippaSigl-Glöckner und Dr. Maximilian Paleschke über die aktuellen BIP-Zahlen und drei internationale Fallstudien: den südkoreanischen Schiffbau, die schwedische Stahlindustrie und die US-Autoindustrie. Sie zeigen, unter welchen Bedingungen industrielle Comebacks gelingen können und warum sie selten sind.Das Wichtigste:Das leichte BIP-Wachstum von 0,2 Prozent wird vom Konsum getragen, während Investitionen und insbesondere Maschineninvestitionen weiter zurückgehen.Historische Beispiele zeigen, dass vollständige industrielle Comebacks aus bestehenden Industrien extrem selten sind und meist nur unter sehr spezifischen Bedingungen gelingen.Erfolgreiche Turnarounds beruhen auf technologischem Vorsprung und hoher Produktivität.In allen untersuchten Fällen spielte der Staat eine zentrale Rolle, allerdings mit sehr unterschiedlichen Instrumenten von strategischer Koordination bis hin zu harter Konsolidierung.Zum Nachlesen/-schauen:Studie des Dezernat Zukunft: "Comeback Deutschland? Industrie-Turnarounds und was wir von ihnen lernen können"Lars Klingbeil bei der DIW 100 Lecture: Rede und VideoPressekonferenz Statistisches Bundesamt, Januar 2026

  11. 26

    Jahresrückblick 2025

    Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Florian Schuster-Johnson ziehen Bilanz. Entlang von sechs Statistiken schauen die beiden auf ein turbulentes Jahr zurück. Drei Zahlen zeigen, wie ernst die Lage für Industrie, Staatshaushalt und Bildung ist. Drei weitere machen deutlich, dass politisches Handeln wirken kann.Die Geldfrage entsteht mit viel Zeit, Recherche und Sorgfalt, um komplexe Finanzthemen für euch verständlich und Geldflüsse sichtbar zu machen. Wenn ihr diese Arbeit und den Podcast unterstützen möchtet, freuen wir uns sehr über eine Spende an das Dezernat Zukunft. Das Wichtigste:Der Verlust von rund 100.000 Industriearbeitsplätzen zeigt, dass das deutsche Export- und Wachstumsmodell strukturell an seine Grenzen gestoßen ist und nicht einfach zurückkehren wird.Der Gestaltungsspielraum im Bundeshaushalt geht verloren, weil spätestens in den 2030er Jahren nahezu alle Mittel durch gesetzliche Verpflichtungen gebunden sind.Wenn ein Drittel der Neuntklässler den Mindeststandard in Mathematik verfehlt, wird Bildung um Engpass für Innovation, Produktivität und künftigen Wohlstand.Das Infrastruktur-Sondervermögen markiert einen fiskalpolitischen Wendepunkt, dessen Erfolg davon abhängt, ob Investitionen pragmatisch priorisiert werden.Der Jobturbo belegt, dass ein aktivierender Sozialstaat mit Beratung, Sprachförderung und Vermittlung zu den wirksamsten Instrumenten effektiver Wirtschaftspolitik gehört.Zum Nachlesen/Nachhören:Die erwähnte Studie zur KI-ForschungBildungstrend 2024Artikel der tagesschau zum wachsenden Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen StrommixZeit-Artikel über den Erfolg des JobturbosDie erwähnte Studie zur Wirkung des Jobturbos im deutschen ArbeitsmarktArtikel des Tagesspiegel zum Verlust von 100.000 IndustriejobsIAB-Stellungnahme zu Veränderungen am deutschen ArbeitsmarktUnsere Folge mit der Chefin des Jobcenter München, Annette Farrenkopf

  12. 25

    Deswegen ist Bahnfahren so teuer

    Der Bund gibt Geld an die Bahn, fordert Dividende und zahlt diese dann wieder als Zuschuss – ein teurer Kreisverkehr. Philippa Sigl-Glöckner, Niklas Illenseer und Dr. Vera Huwe zerlegen die komplexen Finanzströme bei der Deutschen Bahn zwischen Kernhaushalt, Sondervermögen und Trassenpreisen.Das Wichtigste:Lediglich 20 Prozent aller Bahntickets werden zum regulären Preis verkauft, da die Nachfrage im Fernverkehr ohne Rabatte zu gering wäre.Deutschland leistet sich einen teuren Sonderweg in Europa, indem es versucht, die vollen Kosten der Infrastruktur über hohe Trassenpreise auf die Nutzer umzulegen.Die bisherige Finanzierung über Eigenkapitalerhöhungen hat die Finanzierung der Bahn verteuert, da auf dieses Kapital eine Rendite erwirtschaftet werden musste.Das neue Sondervermögen stellt zwar für 2026 rund 19 Milliarden Euro bereit, bietet aber keine Planungssicherheit über das Jahr 2029 hinaus.Statt der aktuellen "Stop-and-Go-Finanzierung" wäre ein langfristiger Eisenbahnfonds nach Schweizer Vorbild die effizientere Lösung für eine verlässliche Infrastruktur.Zum Nachlesen:Unser Geldbrief „Warum Bahnfahren noch teurer wird“Unsere Studie „Entgleist: Wie eine intransparente und komplexe Finanzierungsstruktur die Kosten der Schiene in dieHöhe treibt“

  13. 24

    Was bringt Menschen in Arbeit? Gespräch mit der Chefin des Jobcenters München

    Wer bekommt Bürgergeld und wie läuft die Arbeit in einem Jobcenter ab? Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Annette Farrenkopf, Leiterin des Jobcenters München, über Menschen ohne Erwerbsarbeit: Es geht darum wer wie mitwirken muss und die Erkenntnis, das jeder Fall seine eigene Geschichte hat, die weit über statistische Merkmale hinaus geht.Das Wichtigste:Viele Menschen, die Bürgergeld beziehen, arbeiten bereits, doch wegen hoher Wohn- und Lebenshaltungskosten reicht ihr Einkommen oft nicht zum Leben.Sprachkurse und Qualifizierungen sind entscheidend, um Jobs zu finden und die Abhängigkeit von Transfers zu senken.Hohe Transferentzugsraten (Einkommen, dass auf Transfers angerechnet wird) führen dazu, dass sich Mehrarbeit für viele finanziell oft wenig lohnt.Jede erfolgreiche Integration in Arbeit spart viel Geld, denn 100.000 Bürgergeld-Empfänger weniger entlasten den Staatshaushalt um rund 3 Milliarden Euro pro Jahr.Zum Nachlesen/Nachhören:Zur Reform der Transferentzugsraten und Verbesserung der ErwerbsanreizeUnsere Folge mit Prof. Dr. Andreas Peichl

  14. 23

    Wie spart man 60 Milliarden Euro?

    Der Haushalt 2026 steht, doch ab 2027 fehlen bis zu 60 Milliarden Euro pro Jahr. Wenn man jetzt nicht umsteuert, schrumpft der politische Gestaltungsspielraum bis 2035 praktisch auf Null. Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Florian Schuster-Johnson stellen euch in dieser Folge ein Sparmenü zusammen.Schickt uns eure Sparvorschläge an [email protected] Wichtigste:Ab 2027 klafft im Bundeshaushalt eine strukturelle Lücke von bis zu 60 Milliarden Euro jährlich.Ohne Kurswechsel schrumpft der finanzielle Spielraum der Regierung bis zum Jahr 2035 auf null.Prioritäten überdenken: Während der Staat Strompreise mit rund 40 Milliarden Euro subventioniert, müssen sich Kitas und Hochschulen 940 Millionen Euro teilen.Nicht die Zinsen sind das Problem, sondern teure Wahlgeschenke und ineffiziente Subventionen, die über 50 Prozent des Haushalts binden.Zum Nachlesen:Unser neuer Geldbrief "Sinnvoll sparen"Hier (Seite 133) ist die erwähnte Liste mit den 20 größten Steuervergünstigen

  15. 22

    Was der Gewinneinbruch bei Porsche bedeutet

    Der Gewinneinbruch bei Porsche sorgt für Schlagzeilen. Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Maximilian Paleschke analysieren, was die neuen Quartalszahlen über die Lage der deutschen Autoindustrie verraten und warum Ratlosigkeit das zentrale Problem zu sein scheint. Das Wichtigste:Porsche im freien Fall: Gewinneinbruch um 99 % – schwacher E-Auto-Absatz, Konkurrenz aus China, Rückkehr zum Verbrenner.China als Problemmarkt: Luxussteuer und technologische Überlegenheit heimischer Hersteller belasten deutsche Marken.Mercedes stabilisiert sich vorübergehend: Aktie steigt kurzzeitig dank geringerer Verluste, Stellenabbau und glaubwürdiger Kommunikation.Dividenden statt Zukunft: Deutsche Hersteller zahlen hohe Gewinne aus, kürzen aber bei Forschung und Entwicklung.Politik muss Richtung geben: Klare Linie bei Elektromobilität statt ständiger Unsicherheit – Reformen statt Rückwärtsgang.Zum Nachlesen/Nachhören:Die Präsentation von Porsche zu den QuartalszahlenUnser Geldbrief zum Autogipfel: Sondergeldbrief: Tausche Strafzahlungen gegen grünen Stahl – Autodeal verfehlt ZielEine Einordnung der Zahlen von Mercedes von wallstreet online

  16. 21

    Autozulieferer im Umbruch

    Ein Blick in den Maschinenraum der Autoindustrie: Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Tobias Braun, CFO von Benteler, diskutieren, wie es um die deutsche Industrie steht und warum das Glas aus Sicht eines globalen Autozulieferers eher halb voll und trotzdem sehr viel in Bewegung ist.Das Wichtigste:Produktionsverlagerungen in die Region der Nachfrage sind normal und spiegeln wirtschaftliche Entwicklungen, nicht Standortfehler wider.Hohe Lohn- und Energiekosten erhöhen den Druck hin zu einer extrem produktiven und innovativen Produktion in Deutschland.Innovation folgt den Märkten, weil Kundennähe und Skaleneffekte entscheidend für die Entwicklung sind.Spezialisierung bietet Chancen, um in neuen Nischen internationale Stärke zurückzugewinnen.Resilienz bedeutet Anpassungsfähigkeit statt Festhalten an alten Subventionsstrukturen.Zum Nachlesen/Nachhören:In unserer Podcastfolge zum Strukturproblem im Arbeitsmarkt gehen wir ebenfalls auf die Autobranche ein: https://open.spotify.com/episode/1blbKVLCu7oDgsbxXxbkzS?si=2bg2XSQwROW25vZrcOrsUQPressemitteilung des Statistischen Bundesamtes zum Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe. Die negative Entwicklung ist wesentlich auf die Rückgänge von Neuaufträgen in der Automobilindustrie (-6,4 %) zurückzuführen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/10/PD25_362_421.html?nn=2110

  17. 20

    Der TenneT-Moment: Bund rein, Strompreise runter

    Der Bund kann bei TenneT Deutschland einsteigen. TenneT ist als Übertragungsnetzbetreiber eines von vier Unternehmen das Stromautobahnen betreibt, die für die Energiewende extrem wichtig sind. Die Niederlande als bisherige Eigentümerin möchte TenneT gerne verkaufen. Philippa Sigl-Glöckner und Janek Steitz erklären, warum der Netzausbau Milliarden kostet, wieso die Strompreise hoch sind – und wie wir alle von klugen Beteiligungen des Bundes profitieren könnten.Zum Nachlesen/NachhörenGeldbrief „Warum der Bund bei TenneT einsteigen sollte“.Studie Dezernat Zukunft zu Finanzierungskosten von Übertragungsnetzen.Gutes Geld, Buch von Philippa Sigl-Glöckner zu der Frage, warum Geld zu selten dort hin fließt, wo es gutes bewirken kann.Podcastfolge mit Strommarkt-Experten Lion Hirth zu Möglichkeiten, Kosten strukturell zu senken.Das WichtigsteDie Niederlande haben 46 % von TenneT an internationale Investoren (Norwegen, Singapur, Niederlande) verkauft.Auch die restlichen Anteile sollen verkauft werden. Das gibt dem Bund die Chance, die restlichen Anteile zu kaufen und damit Netzkosten bzw. Strompreise strukturell zu senken. Bis 2045 müssen rund 400–450 Mrd. € in die Übertragungsnetze fließen.Netzausbau nötig wegen Elektrifizierung und Windkraft im Norden.Netzentgelte steigen; Regierung senkt sie aktuell mit 6,5 Mrd. € Subventionen, strukturelle Lösungen sind auf Dauer besser.Finanzierungskosten könnten 2035 ~40 % der Netzkosten ausmachen.Der Bund könnte mit Eigenkapitalbeteiligungen rund 50 Mrd. € über 20 Jahre sparen.Mix aus staatlichen und privaten Eigentümern sorgt für Effizienz und Kontrolle.

  18. 19

    Was das Oktoberfest über unsere Wirtschaft verrät

    O’zapft is! Zum Start des Oktoberfests fragen sich Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Maximilian Paleschke: Wie viel Bier braucht die Welt? Und was sagt der Bierpreis über unsere Wirtschaft? Wir schauen auf Zahlen, Trends und die Rolle des Konsums für unser Wirtschaftsmodell. Außerdem werfen wir den Blick nach China und diskutieren, warum dort Infrastruktur der Motor der Konjunktur ist, während es in Deutschland vor allem mehr Geld in den Taschen der Menschen bräuchte.Solltest du oder deine Freunde/Familie Hilfe brauchen, um den Weg aus einer Abhängigkeit heraus zu finden, dann kannst du dich hier über Sucht-Beratungsstellen in deiner Nähe informieren.Takeaways:Bierpreise steigen im Rahmen der Inflation: Die Maß kostet zwischen 14,50 € und 15,80 €, was zwar teuer wirkt, aber angesichts der allgemeinen Preissteigerungen der letzten Jahre nicht aus dem Rahmen fällt.Bierkonsum geht langfristig zurück: Deutschland ist nicht mehr Weltmeister im Bier trinken, der Pro-Kopf-Konsum sinkt seit Jahrzehnten. Nur bei Events wie der Wiesn steigt der Konsum pro Kopf.Konsum ist zentral für die Wirtschaft: Schwacher privater Konsum senkt das Wachstum, macht Deutschland abhängiger vom Export und kostet Jobs, gerade bei Menschen ohne Berufsabschluss.Vergleich mit China: China kurbelt seine Konjunktur mit massiven Infrastrukturinvestitionen an. In Deutschland fehlt ein starker Binnenkonsum. Um den Konsum zu stärken, könnte eine Reform der Einkommensteuer helfen, die niedrige und mittlere Einkommen entlastet. Zum Nachlesen:Unsere Studie zur Reform der EinkommensteuerEin Gastbeitrag im Surplus Magazin von Levi Henze darüber, wie viel Lohn für ein angemessenes Leben benötigt wird.Rückgang des Bierkonsums in Deutschland

  19. 18

    3 Millionen Arbeitslose, 1 Strukturproblem

    In dieser Folge sprechen Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Florian Schuster-Johnson über die strukturellen Probleme am deutschen Arbeitsmarkt. Die Autoindustrie hängt am Tropf sinkender Exporte. Philippa und Florian diskutieren, warum Bildung und Weiterbildung entscheidend für bessere Jobchancen sind, wie KI die Einstiegsmöglichkeiten auch für hochqualifizierte Berufseinsteiger:innen verändert und welche Branchen trotz Krise wachsen. Sie werfen einen Blick darauf, welche politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nötig sind, um Deutschlands Wirtschaftsmodell zukunftsfähig zu machen. Takeaways: Seit 2019 ist die deutsche Wirtschaft nicht mehr gewachsen. Für Menschen ohne Berufsabschluss ist es besonders schwer: Auf einen Job mit Helferqualifikation kommen rund 21 Bewerber:innen. Deutschlands Geschäftsmodell ist extrem exportabhängig – vor allem bei Autos und Maschinen. Über 60 % der im letzten Jahr verlorenen Jobs entfielen auf die Automobilbranche. Besonders Berufseinsteiger:innen im Software- und IT-Bereich spüren die Auswirkungen: Es gibt 45 % weniger Einstiegsjobs als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Tätigkeiten, die sich gut automatisieren lassen, verschwinden; komplexere, erfahrungsbasierte Tätigkeiten bleiben bestehen. Während Industriearbeitsplätze abgebaut werden, wachsen Beschäftigungsfelder im Sozial-, Pflege- und Gesundheitswesen. Auch produktionsnahe Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung oder IT-Services könnten Chancen bieten – allerdings hinkt Deutschland hier hinterher. Zum Nachlesen: Philippas Gastbeitrag bei Table.Media: https://table.media/ceo/ceo-economics/ein-besonders-teures-sparprogramm-unterlassene-bildungsausgaben  Monatsbericht zum Arbeitsmarkt: https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202508/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-202508-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=3 Dashboard der Agentur für Arbeit zum Ausbildungsmarkt: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Interaktive-Statistiken/Ausbildungsmarkt/Ausbildungsmarkt-Nav.html?Thema%3Dueberblick-berufe%26DR_Gebietsstruktur%3Dd%26Gebiete_Region%3DDeutschland%26DR_Region%3Dd%26DR_Region_d%3Dd%26DR_Monat%3D0%26DR_BaStea%3DKeine%20Angabe%26DR_Berufe%3D43%26mapHadSelection%3Dfalse Stepstone Analyse zum Berufseinstieg: https://www.thestepstonegroup.com/deutsch/newsroom/pressemitteilungen/stepstone-analyse-weniger-einstiegsjobs-laengere-bewerbungsprozesse/ Studie des ifo Instituts zum Strukturwandel im verarbeitenden Gewerbe: https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2025/heft/8/beitrag/strukturwandel-verliert-die-industrie-in-deutschland-wirklich-an-bedeutung.html?Stanford Studie zu Beschäftigungseffekten durch KI: https://digitaleconomy.stanford.edu/wp-content/uploads/2025/08/Canaries_BrynjolfssonChandarChen.pdf 

  20. 17

    Déjà vu: Budget Crisis in France (EN)

    France’s Prime Minister François Bayrou has tied his government’s survival to €44 billion in cuts. Ahead of the Sept 8 confidence vote, Philippa Sigl-Glöckner talks with Clara Leonard (Institut Avant-Garde) about austerity, political risks, and what’s at stake for democracy.Takeaways:France faces political turmoil as PM Bayrou ties his government’s survival to €44 billion in budget cuts. Public resistance is high, with austerity measures hitting the most vulnerable while failing to address deeper structural issues. Comparisons to Greece are misleading, yet political instability is already raising France’s borrowing costs. In the long term, austerity risks undermining growth and democracy—fiscal space remains above all a political choice.Philippa Sigl-Glöckner, Dezernat ZukunftClara Leonard, Institut Avant-GardeFor further reading:The French ConstitutionPrime Minister François Bayrou’s videos on the current situation

  21. 16

    Kaffee, Klima, Preise

    In der neuen Folge dreht sich alles um Kaffee und vor allem höhere Preise. Philippa Sigl-Glöckner und Sara Schulte beleuchten den Einfluss des Klimawandels auf die Kaffeeproduktion, die wachsende Nachfrage aus China unddie komplexe Kostenstruktur hinter den gestiegenen Preisen. Takeaways:Kaffeepreise sind im letzten Jahr um rund 20 Prozent gestiegen. Gründe sind extreme Wetterereignisse, steigendeNachfrage, insbesondere in China und höhere Preise im Einzelhandel. Zölle in den USA könnten den Kaffeehandel beeinflussen; aktuell finden Verhandlungen mit Brasilien statt, ob Kaffee von den Zöllen ausgenommen wird. Die höheren Preise werden an der Supermarktkasse meist erst nach etwa einem Jahr spürbar. Die Röstung hat große Anteile an der Wertschöpfung, höhere Preise kommen also nur in geringem Umfang bei den Kaffeebauern an.Zum Nachlesen:Unser neuer Geldbrief zum Thema Kaffee: https://dezernatzukunft.org/kaffee-klima-preise/Unser Geldbrief zu der Frage, welcher Lohn für einakzeptables Leben nötig ist: https://dezernatzukunft.org/welcher-lohn-erlaubt-einen-angemessenen-lebensstandard/Link zum Dezernat Zukunft Supply Side Monitor, der dieAngebotsseite der Inflation greifbar macht: https://dezernatzukunft.org/supply-side-monitor-2/Wer profitiert am Kaffeemarkt: https://dailycoffeenews.com/2025/07/15/a-closer-look-at-value-distribution-in-specialty-coffee-markets/Information zum weltweiten Kaffeekonsum: https://cafely.com/blogs/research/which-country-consumes-the-most-coffee?srsltid=AfmBOooTHdtgtVHTJPxl62WDsUX83El_9K64oFf4QwOVgDL7pv20Z2EX

  22. 15

    Bundeshaushalt 2026 (Die Geldfrage Live)

    Philippa Sigl-Glöckner und Florian Schuster-Johnson sprechen über den Entwurf zum Bundeshaushalt 2026. Sie analysieren geplante Investitionen, insbesondere beim Verkehr und in der Verteidigung. Philippa und Florian kritisieren die hohen Subventionen für Energiepreise und zeigen, dass diese den Handlungsspielraum der Bundesregierung schon nächstes Jahr massiv einschränken. Die beiden fordern eine strategischere Ausrichtung der Haushaltspolitik mit Schwerpunkt auf Bildung und Betreuung, um langfristiges Wachstum sicherzustellen. So könnten die öffentlichen Finanzen gesichert und Spielraum bewahrt werden.Das Wichtigste:Rekordinvestitionen für Schiene, digitale Infrastruktur und WohnungsbauÜber 40 Milliarden Euro fließen in EnergiepreissubventionenDer Handlungsspielraum („Fiscal Space“) des Bundes sinkt bis 2035 auf Null, wenn die Subventionierung nicht reduziert wirdKettensägen-Kürzungen sind weder effizient noch ausreichend, um die notwendigen Summen aufzubringenInvestitionen sollten langfristig orientierte, öffentliche Leistungen wie Bildung und Kinderbetreuung stärker fördernTrotz steigender Schulden bleibt die Zinslast im internationalen Vergleich gering; entscheidend sind somit nicht allein die Schulden, sondern wie der Haushalt strukturiert ist und wie das Geld eingesetzt wirdZum Nachlesen:Den in Excel herunterladbaren Bundeshaushalt gibt es unten auf der Seite unseres Growth and Budget Labs: https://dezernatzukunft.org/growth-and-budget-lab/DZ-Newsletter-Abo: https://dezernatzukunft.us18.list-manage.com/subscribe?u=e80f99448e2133d2d0099e4cb&id=2a7db2a8a7Mittelfristige Finanzplan für die europäischen Schuldenregeln: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/mitte[…]sch-struktureller-plan.pdf?__blob=publicationFile&v=8Chodorow-Reich, Owen Zidar and Eric Zwick (2024): "Cutting the tax rate is the most expensive provision in terms of cost per unit of capital accumulation.” https://pubs.aeaweb.org/doi/pdfplus/10.1257/jep.38.3.61Wir finden ein einziges empirisches Papier, in dem Unternehmenssteuersenkungen selbst finanzierend sein können und zwar im Fall von Norwegen, wenn man davon ausgeht, dass die Steuersenkung sehr viel ausländische Direktinvestitionen anzieht und die norwegischen Exporte stark steigert: von Brasch, Frankovic, Tölö (2021): https://www.econstor.eu/bitstream/10419/249145/1/DP955_web.pdf

  23. 14

    Upside down budgets: French Cuts and German Spending [EN]

    Philippa Sigl-Glöckner hosted Cyprien Batut from the Institut Avant-Garde in Paris. They explored the surprising reversal of fiscal policies in France and Germany. Historically, Germany has been the fiscally prudent one, while France was seen as a big spender. But now, Germany is ramping up spending as France pushes through major budget cuts. Philippa and Cyprien also touched on the benefits of thorough budget and spending reviews, to properly assess and improve spending efficiency.France's Budgetary Tightrope Walk: France aims for over €44 billion in cuts by 2026. This is a direct response to the European Commission's excessive deficit procedure.Germany's Spending Spree: Germany's budget increased by €35 billion this year, marking a shift towards a more expansionary fiscal stance.The Power and Limits of the IGF: France's highly respected Inspection Générale des Finances (IGF) consistently produces detailed budget and spending reviews. While these reports highlight significant areas for efficiency, their implementation often falls short due to a lack of political consensus.French Political Fragmentation: France's fragmented Parliament makes passing the budget incredibly difficult. Without a clear majority, the government often relies on a "vote of no confidence" mechanism to get financial legislation through, making big cuts even tougher.Check out the Institut Avant-Garde website: https://www.institutavantgarde.fr/

  24. 13

    Muss das so? Der Frauenfußball und das Geld

    In dieser Episode von „Die Geldfrage“ sprechen Philippa Sigl-Glöckner und Kathrin Längert über die Herausforderungen und Chancen im Frauenfußball. Im Zentrum stehen Fragen der Gleichstellung, die Rolle der Marktlogik und ob und wie sich Fußballverbände von dieser Logik lösen können. Kathrin Längert, ehemalige Profitorhüterin und Autorin des Buches „Wir verdienen mehr“, gibt persönliche Einblicke in den Alltag von Spielerinnen und formuliert klare Forderungen für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft des Frauenfußballs.Zum Nachlesen:Zu Zuschauerzahlen: https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/103023/frauenem_schlgt_finale_der_klubwm_hauchdnn/Saisonreport der Google Pixel Frauen-Bundesliga: Saisonreport Frauen-Bundesliga 2023/24Zu den Verlusten der Topligen der Männer: https://www.deloitte.com/content/dam/assets-zone2/uk/en/docs/services/consulting/2025/deloitte-annual-review-of-football-finance-2025.pdfDie finanzielle Situation der deutschen Männer-Bundesliga: https://report.dfl.de/2324/de/services/downloads.htmlZur erstaunlichen Geschichte des US-Frauenteams: https://www.nytimes.com/2022/05/18/sports/soccer/us-soccer-equal-pay-deal.htmlKathrin Längert: Wir verdienen mehr! Frauen im Profifußball – ein Manifest. Verlag Die Werkstatt.Das Wichtigste:Frauenfußball boomt: Trotz Zuschauerrekorden sind die Einnahmen im Frauenfußball im Vergleich zu den Männern niedrig.Harte Realität für Spielerinnen: Viele Profis verdienen unter dem Mindestlohn, müssen nebenbei arbeiten oder studieren und haben oft schlechte Trainings- und Reisebedingungen.Forderung nach Fairness: Kathrin Längert plädiert für existenzsichernde Gehälter, professionalisierten Strukturen und Equal Pay, damit Fußballerinnen von ihrem Beruf leben können.Die USA oder Dänemark sind Beispiele für erfolgreiche Gleichstellung im Fußball.Alternative Vision: Frauenfußball soll bewusst nicht den Weg des Männerfußballs gehen, sondern fair, nahbar und nachhaltig wachsen.Recherche: Sven von Wangenheim, Produktion: Nora Brand

  25. 12

    Was bringt die Stromsteuersenkung wirklich?

    In dieser Folge des Podcast "Die Geldfrage" diskutieren Philippa Sigl-Glöckner und der Energieexperte Professor Lion Hirth die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen im deutschen Strommarkt. Sie beleuchten die Auswirkungen der Stromsteuersenkung, die Struktur der Strompreise und die Notwendigkeit intelligenter Stromnutzung. Lion betont die Bedeutung von regulatorischen Reformen und die Notwendigkeit, das Stromsystem effizienter zu gestalten, um die Preise zu senken und Energiepreisschocks zu vermeiden.Zum Nachlesen:Strompreise für stromintensive Unternehmen: https://www.tweedekamer.nl/downloads/document?id=2024D13166, für Haushalte: https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-strompreisanalyse/Zu Zentralbanken und Zinserhöhungen: Gutes Geld, Philippa Sigl-Glöckner, Fußnote 230; Studie des Dezernat Zukunft: Stromnetzausbau: Kapital mobilisieren, Netzentgelte reduzieren Das Wichtigste:Die Strompreise in Deutschland sind im internationalen Vergleich hoch.Eine Senkung der Stromsteuer könnte Haushalte entlasten, ist aber teuer.Die Struktur der Strompreise setzt sich aus Beschaffungskosten, Netzentgelten und Abgaben zusammen.Unternehmen profitieren von Subventionen und zahlen weniger für Strom als Haushalte.Die Strompreiskompensation ist eine wichtige Maßnahme für energieintensive Unternehmen.Intelligente Stromnutzung könnte helfen, die Preise zu senken.Regulierungen behindern eine flexible Stromnutzung.Die Preise im Strommarkt sollten regional unterschiedlich sein können.Ein stabiler Strompreis ist wichtig für die wirtschaftliche Planung.

  26. 11

    400.000 Arbeitskräfte mehr, 5 Milliarden Euro gespart

    Das deutsche Sozialsystem ist komplex – manchmal so sehr, dass Arbeit sich kaum lohnt. In dieser Folge erklärt Philippa Sigl-Glöckner mit Prof. Andreas Peichl, wie eine Reform aussehen könnte, die Anreize schafft, Komplexität abbaut und bis zu 400.000 Menschen zusätzlich in Arbeit bringt. Und wie sich damit sogar Milliarden für den Bundeshaushalt einsparen lassen.Philippa Sigl-Glöckner Prof. Dr. Andreas PeichlDezernat Zukunft Zur Reform der Transferentzugsraten und Verbesserung der Erwerbsanreize

  27. 10

    Investitionshaushalt mit Handlungsbedarf

    Der Haushalt 2025 bringt endlich mehr Investitionen und das ist auch bitter nötig. Doch ohne Wachstum wird die Politik manövrierunfähig: Zinsen steigen, Sozialausgaben wachsen. Wir zeigen, was das für die Staatsfinanzen bedeutet und wie es besser gehen könnte.Philippa Sigl-GlöcknerDr. Florian Schuster-JohnsonGrowth & Budget Lab des Dezernat Zukunft

  28. 9

    Israel, Iran, Energiepreise – sollte die EZB jetzt reagieren?

    Israel greift an, Iran schlägt zurück – was bedeutet das für Energiepreise und Geldpolitik? Wir erklären, wie die EZB reagieren sollte.Supply Side Monitor des Dezernat ZukunftPhilippa Sigl-GlöcknerMax Krahé

  29. 8

    Haushaltsdetektive: Was wirklich im Budget des Bundes steckt

    Philippa Sigl-Glöckner und Florian Schuster-Johnson vom Dezernat Zukunft holen die Lupe raus und analysieren den deutschen Bundeshaushalt. Sie erklären, warum der Haushalt so komplex und intransparent ist und welche Schwerpunkte sie jetzt setzen würden.Philippa und Flo erklären, warum Investitionen nicht alles sind und was es mit den überraschend hohen Subventionen auf sich hat. Flo und Philippa wollen den Haushalt besser verstehen, um dann die richtigen Prioritäten für Arbeit und Wohlstand zu setzen. Dazu zählen:bessere frühkindliche Bildung, weniger "Survuval-Subsidies" und ein Transfersystem, in dem sich Arbeit mehr lohnt.Hier findet ihr alles was ihr zum Haushalt wissen müsst: DZ-HaushaltstrackerHier erklärt Philippa, warum wir den Haushalt nicht mit der Kettensäge klein bekommen: Focus OnlineUnsere Studien zuStromnetzausbauFinanzierung der Bahn

  30. 7

    Kann der Euro den Dollar beerben?

    Reservewährungen bringen Einfluss – aber auch Verantwortung. Die USA haben die mächtigste Währung der Welt, doch werden sie dieser Rolle aktuell noch gerecht? Philippa Sigl-Glöckner und Nils Gerresheim sprechen über den Euro als Alternative – und was es braucht, damit das Realität wird.Philippa Sigl-Glöckner Nils GerresheimDezernat Zukunft

  31. 6

    Moody's setzt Downgrade ein. Nichts geschieht.

    Wie mächtig sind eigentlich Ratings? Max Krahé und Florian Kern sprechen über die Abstufung der USA, den Einfluss auf Staatsanleihen – und warum Europa deutlich empfindlicher reagieren würde als die USA.Dr. Max KrahéFlorian KernDezernat Zukunft

  32. 5

    Vom Prompt zur Produktivität

    Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Rasmus Rothe, KI-Experte und Co-Gründer und CTO des Venture Studios Merantix, über Large Language Models, ihre Stärken und Grenzen, bedrohte Jobs, neue Geschäftsmodelle – und warum deutsche Unternehmen beim Umgang mit der KI nicht zögern sollten.Philippa Sigl-Glöckner Rasmus Rothe Dezernat Zukunft

  33. 4

    Eine böse Überraschung?

    Kann Deutschland sich weiter verschulden – oder stehen die EU-Fiskalregeln im Weg? Diese Folge blickt zurück auf ihre Ursprünge: auf politische Verhandlungen statt wissenschaftlicher Fundamente. Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Florian Schuster-Johnson ordnen ein, was heute möglich ist – und warum wirtschaftliches Wachstum dabei entscheidend ist.Philippa Sigl-GlöcknerDr. Florian Schuster-JohnsonDezernat Zukunft

  34. 3

    Ciao Kakao – teure Schokohasen zum Fest

    Warum kosten Schokohasen plötzlich so viel?Philippa und Max erklären, wie der Markt für Kakao aussieht und wieso nicht einfach mehr produziert werden kann. Vor allem Kleinbauern in Westafrika produzieren Kakao in mühevoller Arbeit.   Die größten Kakaoproduzenten Elfenbeinküste und Ghana versuchen, einen größeren Teil der Wertschöpfung im Land zu halten und die Macht der großen Rohstoffhändler zu senken, zum Teil mit Erfolg. Im letzten Drittel springen wir über den Atlantik: Es geht es um die Angriffe auf die US-amerikanische Zentralbank Fed, die eigentlich unabhängig entscheiden sollte. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump macht aber massiv Druck auf Fed-Chef Jerome Powell und fordert schnell niedrigere Zinsen. Philippa Sigl-GlöcknerDr. Max KraheDezernat Zukunft

  35. 2

    3D-Schach mit Zöllen

    Zölle, Trump, Dollar – die Weltwirtschaft steht unter Druck.Die Kurse von US-Staatsanleihen schwanken stark, das Tempo der Veränderungen verunsichert die Märkte. Ist der Dollar noch der Anker der Weltwirtschaft? Und wie sollten Europa und Deutschland reagieren? Philippa Sigl-Glöckner sprichtmit Dr. Max Krahé, Forschungsdirektor beim Dezernat Zukunft, über die neue US-Zollpolitik, ihre Folgen für den Welthandel – und darüber, warum Europa jetzt vor allem eines braucht: stärkere Nachfrage.Philippa Sigl-GlöcknerDr. Max KrahéDezernat Zukunft

  36. 1

    Potenzial unter Vorbehalt – Der Koalitionsvertrag

    Frisch veröffentlicht: der neue Koalitionsvertrag. Wie viel Potenzialwachstum steckt drin? Wie groß sind die Haushaltslücken? Philippa Sigl-Glöckner, Direktorin und Mitgründerin des Dezernat Zukunft, spricht darüber mit Dr. Florian Schuster-Johnson, Leiter des Growth & Budget Lab beim Dezernat Zukunft. Sie erklären, was hinter dem sperrigen Begriff „Potenzialwachstum“ steckt und wie all das mit den europäischen Schuldenregeln zusammenhängt.Philippa Sigl-GlöcknerDr. Florian Schuster-JohnsonDezernat ZukunftSocials: X | Bluesky | LinkedIn

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Die Geldfrage – Der Podcast des Dezernat Zukunft„Die Geldfrage“ beginnt dort, wo Polit-Talkshows meist enden – bei den entscheidenden Fragen rund ums Geld. Wir erklären, kommentieren und ordnen ein: Wie finanziert sich der Staat? Wofür gibt er wie viel aus?Klar, verständlich und auf den Punkt. Für alle, die Finanzpolitik wollen.Ein Podcast vom Dezernat Zukunft. Für Fragen oder Feedback schreibt an [email protected]

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