PODCAST · fiction
Die kleine Schattenkunde
by Michael Perkampus
Die kleine Schattenkunde ist ein literarischer Werkstatt-Podcast. Jede Folge führt zu einem anderen Text: Skizzen, Fragmente, seltsame Beobachtungen und fertig gelesene Passagen. Nur der Prozess des Erzählens und die Geschichten, die an den Rändern des Gewöhnlichen entstehen. Für alle, die das Unbestimmte lieben.
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#89 Ein ellenlanger Korridor
Im Innern des Küchenflügels roch es nach Linoleum und warmem Holz. Die breiten Treppenstufen quietschten bei jedem Schritt, den Carisma und ihr Enkelsohn taten. Das Geräusch erfüllte auch jene Ecken des Gebäudes, die gar nicht bekannt waren, die sich in fremden Winkeln und Fluchten verschanzten und den Schall mit der Beigabe ihrer Existenz zurückwarfen.
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#88 Am Brunnen vor der Lore
Wir schmierten Welpenbutter auf ein schornsteindunkles Brot Nichts kann uns die Nacht erklären, die im Eise schwelgt
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#87 Ludus
Jeder geht seinen eigenen Weg des Verstummens.
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#86 Die Schwärme unmöglicher Vögel
für Thomas Ligotti.
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#85 Pfeif nur und ich komm' zu dir
Montague Rhodes James war zutiefst besorgt über die menschliche Korruption - sowohl in der Gesellschaft im Allgemeinen als auch in der Seele des Einzelnen - und dies kommt in seinen besten Geschichten auf erschreckende Weise zum Ausdruck.
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#84 Die Wirklichkeit verliert ihren hübschen Schmollmund
Die Gespenster verschwinden, sie werden als Erinnerung blass, Gedanken gehen schon fehl, krachen an die Wand
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#83 Räuberisches Haupt
Das Wetter ist unentwegt schön, man glaubt gar nicht, dass irgendwelche Geister gerade heute ihre Geisterhunde spazieren führen wollten, sollte das walk-the-dog-Syndrom auch später noch gelten. Aber diese Schönheit des Tages, diese besondere Bläue des Himmels, lässt die dunklen Falten dennoch gewähren, wahrscheinlich mit einer Anwesenheitsliste, damit man die Schuldfrage schnell abhandeln konnte, wenn es denn erwünscht war und niemand das räuberische Haupt verantworten wollte.
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#82 Die entblößten Träume
Ich bin auf der Suche nach dem Seltsamen. Das Leben, die entblößten Träume…
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#81 Der Scherenschnitt als Okkupator
Das Haus sah nicht etwa unheimlich aus, eher traurig, wie alle schon seit langem leerstehenden Häuser.
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#80 Nebelversailles
Verlier' nicht deinen Kopf, Marie, denn irgendwann da könntest du ihn brauchen.
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#79 Das Nachgast-Omen
Mimi spielte den Ball, aber der Regen überfuhr ihn.
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#78 Der 30. Februar des Jahres
Es regnet brossierte Hüte; wer etwas dafür kann, sollte jetzt nicht zögern, die Hand zu heben.
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#77 Die Lösung im Feuchten
Erstens vermag man sich andere, möglicherweise bessere Lösungen kaum vorstellen. Eine Denkhemmung wird dabei Durch den Tisch verursacht. Beschränkt man sich Allerdings auf Packungen, dann stellt sich als kompakteste Version die kubisch-flächenzentrierte heraus.
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#76 Walden
Die Idylle in Puddingfarben. Hier leben die, die sich die Hände mit Schnaps waschen, den Kuhstall abschwemmen, das Spiel beobachten, Lust gewinnen, begehren, was sie sehen, sprechen : »Komm rein und bring die Wäsche mit!«; als ob ein Hammer auf die Bergkämme schlägt, ein Meister der Skulpturen, dieser trampelnde Gott; doch wer hat so ein Antlitz je mit eigenen Augen gesehen, vom Feuerrot umzingelt wie die wunderliche Walküre, die dem Einen harrt?
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#75 Der Horcher
Die neuen Tage beginnen nicht so wie die alten enden. Jemand hat das Interieur verändert, die Kabelage ist Durch fremde Mauern gezogen, die Venuslampe scheint. Über unzählige Stufen gepoltert trifft derjenige ein, Den sie den Horcher nennen. Er steigt aus der Fassade, Die ihn wie mit einem Fahrstuhl nach oben brachte.
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#74 Das Spukhaus
Seit der Antike bereichern Geisterhäuser unsere Phantasie: knarrende Treppen, zuschlagende Türen, flüsternde Stimmen, raschelnde Geräusche, zerbrechende Vasen, gurgelnde Pfeifen, an die Fenster schlagende Zweige, huschende schwarze Katzen, winselnde Hunde huschen schon lange durch die Flure unserer kollektiv erträumten Behausungen. In allen Kulturen erzählt man sich Geschichten darüber, denn selbst wenn wir uns zu Hause und sicher wähnen, ahnen wir tief in uns, dass es dort Dinge geben könnte, die nach uns greifen.
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#73 Empfang der Varietät
Spuren treten auf, wenn der Wille,Spuren zu gestalten, überhandnimmt.
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#72 Wayward
Der Instinktlose blieb stehen in einem Feld aus Flecken.
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#71 Zitterhexchen
Sie läuft auf Sand, auf Scherben, plantscht in Kettenrinnen, überquert Schienen und Gräber, schläft bei den unruhigen Toten in einer Leichenkutsche (als es einmal gar zu arg regnet). Die Seelensauger, die aus den Wänden kommen, diese merkwürdigen Orte, Oasen der Dunkelheit und Kälte, fackelndes Geschwür. Unvermittelt tauchen sie in der Landschaft auf, rauben dieser alles von ihrer irdischen Schönheit.
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70
#70 Der heikle Ritter
Der heikle Ritter hatte keine Gelegenheit, seine saubere Hand noch sauberer zu bekommen. Alle Wasser lagen hinter ihm und vor ihm nur der Suff bitterer Blätter, die seine Hand beschmutzten, bevor sie ihre Wirkung taten.
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#69 Das Lorebuch
Jemand trat aus der Wand, und ihm war es nicht anzusehen. Wäre es nicht möglich, dass die Lichtfelder, die uns beständig umkreisen, aus den Schalen kleiner Flußkrebse gewonnen werden?
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#68 Der Wechselbalg
Der Wechselbalg wird oft mit dem Gestaltwandler verwechselt oder gar in einen Topf geworfen. Die einzige Ähnlichkeit besteht vielleicht in der Täuschung durch eine spezifische Form, aber die Vorgehensweisen und Absichten sind doch sehr verschieden. Im Mittelalter hatten die Eltern ständig Angst vor den Wechselbälgern. In alten Quellen werden sie auch als Tölpel bezeichnet. Ein Wechselbalg war eine Kreatur, die den Platz eines menschlichen Kindes einnahm und das eigentliche Kind oft sterben ließ. Diese Kreaturen konnten sich angeblich in jede beliebige Form verwandeln, ähnelten ihren Opfern aber nur oberflächlich.
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#67 Locusta
Im alten Rom, einer Welt voller Machtspiele und Intrigen, tauchte im ersten Jahrhundert eine Frau auf, die die Kunst des Tötens zur Perfektion brachte. Ihr Name war Locusta, und sie war eine Giftmischerin aus Gallien, die zu den berüchtigtsten Persönlichkeiten ihrer Zeit werden sollte. Trotz der begrenzten Aufzeichnungen über sie ist eines gewiss: Locusta war nicht nur eine tödliche Bedrohung für ihre Feinde, sondern auch eine der ersten Serienmörderinnen der Geschichte.
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#66 Der Geburtstag der Friederike
Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth geistert in den frühen Morgenstunden ihres 25. Geburtstages in der Waldmulde an den Ufern der Eger herum wie ein Firmamentgespenst auf Erden, tastet verschlafen den noch gar nicht fertigen, kühlen Triumphbogen, den man ihr zu Ehren hastig vor das Schloss gezimmert hat. Ein finsterer Schatten flaniert über die Weiden, hat sich in den zahlreichen Zimmern verschanzt und kriecht über die Uferwände des Flusses. Immer wieder schallte ein körperloses Rufen aus den offenstehenden Türen, versteckte sich unter Flechtenmänteln.
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65
#65 Enzymenklirre
makroskop. gefügeuntersuchung (640fache vergrößerung) ätzung schliffen korngrenzen für merkwürdige schleifvorgänge (metall- garne) die kenntnisse des apoll
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#64 Julio Cortàzars Rayuela
Himmel und Hölle. Cortàzars Rayuela.
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#63 Pastos von der Nachbarin
Ihren Kopf ist sie ohnehin bereits los, aber sie würde gerne ihre Hände behalten, um ihm weiter das Geschirr zu bringen.
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#62 Die unheimlichen Vergnügungen der Architektur
Aber ja, wir sind in die Köpfe eingedrungen, wir fanden die Klamotten unserer Vorgänger unter den schwarzen Trauben, ihrer Kultur längst beraubt.
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#61 Das pataphysische Problem
dieser endgültigen Welt schien man ausgeliefert zu sein, dieser ein-für-allemal-Unbeständigkeit
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#60 Sternucopia
Aus den fallenden Lidern eines Gottes Ergibt sich die Blindheit eines ganzen Universums;
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#59 Mercy Brown
Wir wissen, dass 1732 das Annus Mirabilis des Vampirs war. In diesem Jahr wurden 12 Bücher und 4 Dissertationen zu diesem Thema veröffentlicht. Laut dem Gothic-Experten Roger Luckhurst taucht der Begriff "Vampir" in diesem Jahr zum ersten Mal auf. Archäologische Funde ungewöhnlicher Bestattungen in Europa in den letzten Jahren legen jedoch nahe, dass der Glaube an Vampirismus und Wiedergänger die Menschen schon vor 1500 beschäftigte.
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#58 Du wirst wandelbar in meiner Haut
Die Schilde wurden von starker Hand gehalten, Stühle auf dem Boden festgeschraubt. Auch hingen besagte Bilder bereits an den zu spät entdeckten Wänden, die aus diesem Grunde einen Schatten zogen.
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#57 Esset nicht davon
Vom christlichen Satan über den islamischen Iblis bis hin zum zoroastrischen Angra Mainyu taucht die Idee eines singulären Wesens, das das Böse repräsentiert, als kulturelle Allgegenwart immer wieder in den Annalen der Menschheit auf. Eine gegnerische Kraft, die sich im Kontext bestimmter Traditionen und Gesellschaften auf einzigartige Weise als Archetyp manifestiert. Der hinduistische Ravana etwa, jener zehnköpfige Dämonenkönig, der die Göttin Sita entführte – auch er trägt die Züge des ewigen Widersachers, der Ordnung in Chaos verkehrt. Zehn Köpfe und darin zehn Münder mit zehn verschiedene Versprechen, die alle auf dasselbe hinauslaufen: die Grenze überschreiten, die nicht überschritten werden darf.
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#56 Einer der in den Katakomben schläft
Ich hatte mich am Denken gehindert und stopfte alles in mich hinein, das mich an ein Zwiegespräch erinnern könnte.
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#55 Ockermoos
Ich spaziere dahin und staune über die Gewalt; gleichzeitig aber bin ich ein Tier im Siechtum, am Ockermoos, im Fadenkreis, am Wiesengrund.
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54
#54 Locusta
Im alten Rom, einer Welt voller Machtspiele und Intrigen, tauchte im ersten Jahrhundert eine Frau auf, die die Kunst des Tötens zur Perfektion brachte. Ihr Name war Locusta, und sie war eine Giftmischerin aus Gallien, die zu den berüchtigtsten Persönlichkeiten ihrer Zeit werden sollte. Trotz der begrenzten Aufzeichnungen über sie ist eines gewiss: Locusta war nicht nur eine tödliche Bedrohung für ihre Feinde, sondern auch eine der ersten Serienmörderinnen der Geschichte.
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53
#53 Der Regenschirm (Eine Groteske im Hörspiel)
Skript: Michael Perkampus; Schnitt: Ch. Fiedler; Co-Regie: Stephanie P.
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#52 Kein großer Rummel
Ein ganz anderes Gesicht. Nummernlose Wolken. Kein Halsband Kein großer Rummel.
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#51 Die Melancholie einer ländlichen Idylle
GONG! Es stank plötzlich nach Zeit.
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#50 Die Servierdame
Sie trägt ihr Kostüm wie eine Uniform, aus langweiligen Stoffbahnen geschnitten, eine Schürze.
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#49 Omphalos
Es gab einen Tanz im Gesicht, aber die Rache war ein Ballspiel am Abend.
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#48 Überall ist Hubertustag
Hinter dem Nebel ein Pfad; Pferde tragen die Wörter in den Gehörgang, Schall und Wahn, eine Rakete pro Silbe, eine vergnügliche Sperrstunde, ein wirkliches Verständnis, gerade noch geradegebogen, eine Kurve, dann geradeaus, immer geradeaus, bis man da ist, nächstes Ziel.
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#47 Daumesdick
Die Geschichte vom Däumling, von den Brüdern Grimm auch „Daumesdick“ oder „Daumling“ genannt, ist das älteste englische Märchen, das in gedruckter Form vorliegt. Sicherlich gibt es Märchen, die noch älter sind, das Motiv des Rumpelstilzchens zum Beispiel ist über 4000 Jahre alt, aber das älteste erhaltene gedruckte Märchen ist „The History of Tom Thumbe“ von Richard Johnson. Es wird vermutet, dass nur ein einziges Exemplar des Originaldrucks aus dem Jahr 1621 erhalten ist. Möglicherweise handelt es sich aber bereits um einen Nachdruck.
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#46 Kein Bach springt in den Krug
Ich habe vieles vergessen, von den Taten weiß ich nichts und immerfort zähme ich meine Erinnerung aus bunten Strukturen in einem gläsernen Gewand. Ich könnte nicht sagen, was es mir bedeutet, selbst vergessen zu sein, obwohl niemand je von mir gehört.
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#45 Wandler
Als ich dann anfing zu singen ...
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#44 Wer sagt nun seinen Namen?
: und dann pfählen wir die Nacht vielleicht ihren Schmetterling.
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#43 Pendelnichts
Die Vergangenheit entgleitet mir mehr und mehr, und das ist gut für die Bewegung außerhalb des Zentrums, das nun überall sein kann, so wie wir es von Foucault her kennen.
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#42 Alte Flecke
Wo das Geäst über die blanken Balken der Schänke streicht und gemeinsam mit dem Wind die Zeit vom Gehäuse schabt, da standen die verlorenen Erinnerungen, die nicht mehr Geschehen waren, aber auch keinen Gedanken mehr infizierten, und sahen auf die Uhr, die jemand von einem Bahnsteig gepflückt und hierher umgepflanzt hatte.
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41
#41 Transformiert durch Mauerwerk
Ich hatte lange nicht gewusst, wie sehr sich die Stufen nach unten auflösten, während ich ihnen folgte. Einmal zählte ich sie sogar, aber ihre Zahl ist mir nicht in Erinnerung geblieben.
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40
#40 Das Haus am Meer
Die Tatzen zitterten über den Sand, bevor das blaue Meer folgte und die Abdrücke wieder verschlang. Nur das Flackern einer jahrtausendalten Geschichte, die sich so lange wiederholt, bis der Strand abgeschliffen ist. Doch vorher muss der Brunnen werden. In Wirklichkeit zieht sich nämlich das Meer zurück und hinterlässt nur seine Schattenwelten.
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Michael Perkampus
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