DL-Teilhabeforum

PODCAST · education

DL-Teilhabeforum

Herzlich willkommen im DL-Teilhabeforum.Im DL-Teilhabeforum haben wir Spaß daran, anderen nützliche Informationen darüber zu vermitteln, wie sie trotz Blindheit und Sehbehinderung und anderen Einschränkungen im Berufsleben erfolgreich bestehen können. Wir tauschen uns über DL-Produkte aus, diskutieren allgemeine, aktuelle Themen wie neue Funktionen von Screen Readern. Wir tauschen uns über nützliche Apps aus, und sind immer offen für neue Technologien, Geräte und Tricks. Wir behalten das generelle Ziel im Fokus: die Arbeitswelt soll zunehmend barrierefrei werden. Dazu soll von uns ein Impuls ausgehen. Wir wollen, dass die Gebrauchstauglichkeit der Programme und Fachanwendungen verbessert wird, denn die Gebrauchstauglichkeit entscheidet darüber, ob wir wettbewerbsfähig arbeiten können oder nicht. Wir tauschen uns gelegentlich aber auch über untechnische Dinge aus. Wer erblindet, durchläuft einen äußerst komplexen Anpassungsprozess, der unter Umständen mit massiven Belastungen verb

  1. 26

    Interview mit KI Experte prof. Michael Schwertel

    Prof. Michael Schwertel von der CBS aus Köln ist KI-Experte, insbesondere für "Embodied AI". Humanoide Roboter und spezialisierte Roboter halten Einzug in unser Leben. Erntehelfer für Nüsse und Erdbeeren Sortierroboter, Rettungsroboter und Roboter für Hochrisikozonen werden sukzessive günstiger, und die ersten Roboter kann man bereits mieten. Welche Chancen bietet Embodied AI für Menschen mit Behinderungen. Wie gehen wir mit dem Produktivitätsgewinn um, der mit der Einführung der Roboter kommt? Welche Risiken kommen auf uns zu. Prof. Schwertel empfiehlt, dass wir uns mit neusten Technologien vertraut machen, um auf die Entwicklung der Technologie Einfluss nehmen zu können. Wir sollten am besten Zukunft verstehen, bevor sie Realität wird. Wir sollten u.a. lernen, dass die Innovationen jetzt deutlich schneller kommen. KI wird dann wirklich relevant, wenn sie Barrieren abbaut. Nicht wenn sie beeindruckt. Für viele Menschen ist KI ein nettes Tool. Für blinde Menschen ist sie ein echter Gamechanger. Das, was früher Assistenz war, wird jetzt zu echter Selbstständigkeit. Für Menschen mit motorischen Einschränkungen bringen intelligente Prothesen neue Beweglichkeit und neue Freiheiten. Hansjörg Lienert Interviewt Prof. Michael Schwertel flankiert von frechen Einwürfen von Rena de Buhr. Als Hansjörg Rena darauf hinwies, dass sein rechter Arm eine Prothese sei, meinte sie, dass er eine einzige Prothese sei.

  2. 25

    Dachdecker und blind - Christian Olland im Interview im Teilhabeforum

    Heinrich Olland Bedachungen heißt die Firma und sie hat den Hauptbahnhof von Mönchengladbach neu gedeckt. Im Alter von 21 Jahren erblindete Christian Olland und schaffte trotz Blindheit die Dachdeckerprüfung. Nach einer blindentechnischen Grundausbildung kehrte er nach einer Büroausbildung zurück in den Familienbetrieb. Wie seine Arbeit konkret aussieht, und wie sie im Büro die Projekte mit DL-Produkten unter Kontrolle halten, berichtet er Rena und Hansjörg in der aktuellen Folge. Einen Dachschaden hat er ganz sicher nicht! Kinder- und Jugendstreiche gespielt zu haben bestreitet er zwar nicht, es ist ihm aber kein Streich ganz speziell im Gedächtnis geblieben. Außer vielleicht dem, wo sie gekokelt hatten und sie das Problem hatten, der Mutter erklären zu müssen, dass sie es natürlich nicht waren, und der Geruch eher zufällig an ihre Kleidung geraten war. Die 4-jährigen Zwillinge der Familie Olland sind aber in Sachen Streichen schon aktiv. "Wir sagen nichts" zitiert der stolze Vater seine zwei Kinder.

  3. 24

    Der Inklusator Sascha Lang im Interview über den IGEL-Podcast "Inklusion ganz einfach leben"

    "Moin, ich bin Sascha Lang. Meister der Moderation und Experte für das Thema Inklusion mit Schwerpunkt auf Behinderung." schreibt Sascha auf www.igelmedia.com. Der sympathische Luxemburger mit dem flotten Mundwerk hat einen bewegten Lebenslauf. Radiomoderator, Veranstalter, Künstlervermittler usw. Und ein Restaurant hatte er auch mal. Er pendelt zwischen Luxemburg und Deutschland In seinem bekannten Podcast "IGEL - Inklusion Ganz Einfach Leben" interviewt er Leute, die sich für Inklusion einsetzen. Er schreibt: "Im Podcast lasse ich Personen zu Wort kommen, die Inklusion leben, auf Hürden treffen, am Prozess wachsen oder auch mal verzweifeln. Und auch ich zeige dir aus meiner Sicht als Betroffener (ich bin seit meinem dritten Lebensjahr blind) wie ich die (inklusive) Welt erlebe und möchte mit meinen Beiträgen inspirieren, motivieren und sensibilisieren. Die inklusive Welt wird hier nicht mit einer rosaroten Brille gesehen, sondern authentisch und ehrlich dargestellt." Moderation: Rena de Buhr und Hansjörg Lienert

  4. 23

    Erbschaftsbezogenes Fundraising für Blindenverbände barrierefrei mit der Fachanwendung DL® Verein. Teil 1

    Wie können Vereine Menschen dafür gewinnen, ihr Vermögen einem guten Zweck zu widmen, und was ist eigentlich ein guter Zweck? Hansjörg Lienert beschreibt im ersten Teil drei Voraussetzungen und gibt Impulse für wirkungsvolles Erbschaftsfundraising. Und Rena macht die Co-Moderation. Vor dem Nehmen steht das Geben. Der Verein muss eine gesellschaftlich sinnvolle Arbeit machen. Er muss wirtschaftlich und organisatorisch gut geführt werden. Die eingesetzte Fachanwendung muss barrierefrei sein. Das sieht man von außen etwa daran, dass blinde Menschen im Verein selbst arbeiten und auch Führungspositionen innehaben. Im zweiten Teil stellen Rena und Eric die barrierefreie Fachanwendung DL® Verein praktisch vor. Sie zeigen auch das Modul für Fundraising. Dipl. Ing. Alex Mara ist für die Beantwortung von Spezialfragen dabei.

  5. 22

    Zwischen Funk, Sound und Blindenhilfsmitteln – Stephan Merk im Interview

    Zwischen Funk, Sound und Blindenhilfsmitteln – Stefan Merk im Interview Er ist blind und arbeitet als Fachjournalist für Audiotechnik, im Hilfsmittelbereich und als Funkamateur (Rufzeichen DL7FOS). Sein Leben lang war er selbständig, und er ist es weiterhin. Auf seiner Internetseite stellt er in verschiedenen Beiträgen und Podcast-Episoden interessante Technik aus diesen Bereichen vor und vergleicht einige Geräte miteinander. Zudem hat er interessante und teils bekannte Persönlichkeiten wie etwa den blinden Musiker Wolfgang Sauer oder den bekannten Schauspieler und Komiker Oliver Kalkofe interviewt. Die Titelüberschrift seiner Webpräsenz merkst.de fasst es gut zusammen: „Technik und Mehr“. Eric Röder und Rena de Buhr interviewen Stephan auf gewohnt charmante Art. Beste Grüße das DL-Team

  6. 21

    Was ist neu im Barrierefreiheitsstärkungsgesetz BFSG?

    Michael Wahl, der Leiter der Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik referiert für uns im DL-Teilhabeforum über das Gesetz und darüber, was wir konkret machen können, um bestehende Hürden zu beseitigen. Michael spricht über den Geltungsbereich des BFSG und darüber, welche Produkte und Dienstleistungen jetzt betroffen sind. Wir konzentrieren uns in dieser Episode auf die Barrierefreiheit von Fachanwendungen und diskutieren, wie wir zu echter Barrierefreiheit kommen können, bei der man nicht konstant auf sog. Screen Reader Anpassungen angewiesen ist. Der Chefentwickler von DL®, Dipl. Ing. Alex Mara, beschreibt, was bei der Softwareentwicklung sehr einfach für Barrierefreiheit umgesetzt werden kann und darüber, wo es eher Schwierigkeiten gibt. Das BFSG ist die deutsche Umsetzung der EU‑Richtlinie European Accessibility Act (EAA). Es erweitert die bisherigen Pflichten zur digitalen Barrierefreiheit – die bisher vor allem für öffentliche Stellen galten – nun auch auf die Privatwirtschaft. Michael Wahl, selbst blind, hat früher bei der Bundeszentrale für politische Bildung und danach beim Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz gearbeitet. Dort war er als Projektleiter für Barrierefreiheit zuständig. Seit 2019 ist er nun der Leiter der Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik und arbeitet damit an einem für uns wichtigen Knotenpunkt. Die für ihre Frechheit bekannte Rena de Buhr und der nicht minder freche Hansjörg Lienert moderieren gemeinsam. Das BFIT gibt seit Ende 2025 den Podcast "Unlimited - Digital für Alle" raus. Hört rein!

  7. 20

    Er sieht nix und seine Firma heißt SehNix

    Er sieht nix und seine Firma heißt SehNix. Marco Retzlaff ist Diplom Informatiker. Als er nach seinem Studium keine Stelle bekam, war er so angefressen, dass er seine eigene Firma "SehNix" gründete. Er eröffnete in Senftenberg bei Cottbus ein Ladenlokal. Dorthin bringen Menschen aus der Umgebung ihre Notebooks und PCs. Marco repariert als Vollblinder also PCs von Sehenden. Zudem verkauft der Notebooks und PCs bundesweit und repariert bzw. wartet Geräte auch für Blinde. Marco ist sehr findig und entdeckt ständig Dinge, die praktisch sind. Das können spezielle Koffer oder auch Lautsprecheranlagen sein. Seine Firma SehNix verwaltet Marco vom ersten Tag an mit DL Produkten. In erster Linie mit dem CRM-System DL-Kontaktmanager mit dem er die Kundendaten, die Artikel, die Projekte, Aufträge und Lieferscheine, die Termine und die Lagerverwaltung macht. Hinzu kommt DL EasyTask, mit dem er viele Arbeitsabläufe vereinfacht und beschleunigt. Marco berichtet in dieser Episode, wie er seine Firma mit sehr wenig Geld gegründet hat, und wie er konsequent im Interesse seiner Kundinnen und Kunden handelt.

  8. 19

    Barrierefreie Lehre in der technischen Informatik

    Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT wird für blinde Menschen zugänglich. An der technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen können Menschen, die vollblind sind studieren. Der blinde Physiker Dr. Michael Kreutzer, hat es vorgemacht und an der THM promoviert. Zwischenzeitlich ist er auch selbst in der Lehre tätig. Prof. Dr. Diethelm Bienhaus und Dr. Michael Kreutzer von der technischen Hochschule Mittelhessen führen in dieser Episode praktisch vor, wie man dem Geschehen in einer Vorlesung online oder vor Ort blind folgen und aktiv mitmachen kann. Mit den richtigen Werkzeugen, die teilweise an der THM entwickelt wurden, kann man komplexe Klassendiagramme sowohl lesen als auch selbst erzeugen. Ein Klassendiagramm ist eine Darstellungsform in der objektorientierten Modellierung — insbesondere in der UML (Unified Modeling Language). Es zeigt, welche Klassen in einem System existieren und wie sie miteinander in Beziehung stehen. Man kann es sich als Bauplan für ein Softwaresystem oder eine elektronische Schaltung vorstellen. Grundsätzlich kann man aber auch soziale Systeme modellieren. Wir lernen praktische Werkzeuge kennen. Mit der einfachen Auszeichnungssprache Markdown kann man etwa rein textbasiert Klassendiagramme und Schaltungen erzeugen und lesen. Die Komplexität kann man dabei sozusagen durch Hinein- und Hinauszoomen kontrollieren. Die Episode lädt zum Mitmachen ein. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer können für die Praxis lernen. Diese Episode gibt es optional auch mit Video. https://dlinfo.de/teilhabeforum/ In einem wissenschaftlichen Paper beschreiben Diethelm Bienhaus, Michael Kreutzer und Florian von Zabienski ihren Ansatz "Accessible Representations of Visual Artifacts in Technical Informatics Education" heißt es, und wir verlinken es in Kürze, wenn es vom Springer Verlag freigegeben wurde. Michael Kreutzer setzt KI ein, um sich Abbildungen beschreiben zu lassen, die seine Studentinnen und Studenten in ihren Arbeiten verwenden. Über KI lässt er sich Arbeiten teilweise auch zusammenfassen. Hier ist ein Audiobeispiel, in dem o.g. Paper via KI in einen Audiobeitrag in dialogischer Form generiert wurde. https://dlinfo.de/fileadmin/media/DL_Teilhabeforum__Audiodateien/Von_einer_KI_in_ein_kurzes_Hoerspiel_umgesetzte_Bachelor_Arbeit.mp3

  9. 18

    Blind korrekt zitieren statt blindem Vertrauen!

    ### Blind korrekt zitieren statt blindem Vertrauen! Bianca Kronhardt zeigt uns wie man mit Hilfe eines Screenreaders der Literaturverwaltung zu Leibe rücken kann. **Sie schreibt:** "Als Forscherin schreibe ich regelmäßig wissenschaftliche Texte. Deren Kernstücke sind Zitate und Verweise auf andere Wissenschaftler. Mit einer Literaturverwaltungsdatenbank behalte ich den Überblick über diese Quellen. Ein Addon ermöglicht dynamische Verlinkungen in Textverarbeitungsprogrammen. Damit lässt sich bspw. automatisch das Quellenverzeichnis erstellen. Ohne Literaturverwaltung und Addon müsste ich alle Verweise und Änderungen händisch machen. Seit dem letzten großen Update ist die Open-source Literaturverwaltung Zotero unter Windows vollständig mit Screenreadern bedienbar. Mit NVDA oder wahlweise Jaws zeige ich kurz die Navigationsmöglichkeiten innerhalb der Literaturdatenbank und die Nutzung des Addons in MS-Word." Bianca hat die Folge konzipiert, moderiert und geschnitten.

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    So beseitigt das Berufsförderungswerk Würzburg Stolpersteine auf dem Weg zur beruflichen Teilhabe.

    ### So beseitigt das Berufsförderungswerk Würzburg Stolpersteine auf dem Weg zur beruflichen Teilhabe. Die blinde IT-Expertin und Geschäftsführerin des Berufsförderungswerks Würzburg, Judith Faltl, im Interview mit Hansjörg Lienert. Judith Faltl sind die Chancen und Risiken der digitalen Transformation aus eigener Erfahrung bekannt. Nach mehr als 25 Jahren Tätigkeit im IT-Bereich leitete Frau Faltl zuletzt als Senior IT Consultant bei der internationalen Unternehmensgruppe "msg group IT" Projekte in der Branche Automotive und Manufacturing. Seit Anfang 2022 ist Frau Faltl Geschäftsführerin des Berufsförderungswerks Würzburg. Judith Faltl, die auch Landesvorsitzende des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes ist, bringt hier auch ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der politischen Netzwerkarbeit in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe ein.

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    NVDA – mit Vollgas in die Zukunft

    ### NVDA – mit Vollgas in die Zukunft Seit über 15 Jahren entwickelt sich der Screen Reader NVDA rasant weiter und hat sich längst von der „kostenlosen Alternative“ zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für den Marktführer JAWS gemausert. Immer mehr IT-Abteilungen setzen an barrierefreien Arbeitsplätzen auf NVDA – leistungsstark, flexibel und zukunftssicher. Im Jahr 2024 haben das BFW Würzburg und der DBSV gemeinsam das Förderprojekt gestartet, um die Weiterentwicklung von NVDA gezielt voranzutreiben. Der blinde Entwickler, Programmierer und NVDA-Experte Rainer Brell vom BFW Würzburg stellt das Projekt und seine Perspektiven vor. * Lern- und Lehrmaterialien sollen erstellt werden. * Sogenannte Erweiterungen (Add-Ons) sollen erstellt werden. * Ein Expertenkreis begleitet das Projekt * Eine Austauschplattform verbindet User.

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    Künstliche Intelligenz in der Praxis - Teil 1: So benutze ich ChatGPT blind

    In dieser Episode berichten die Moderatoren Eric Röder und Florian Lichteblau von ihren Erfahrungen mit ChatGPT. von einfachen Wissensfragen bis hin zur Imitation der eigenen Stimme in einer fremden Sprache. Neben vielen praktischen Anwendungsbeispielen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung geht es auch um die Unterschiede zwischen Web- und App-Version in Bezug auf Bedienbarkeit und Funktionsumfang. Außerdem diskutieren sie die private wie berufliche Nutzung: Wo KI-Systeme wie ChatGPT bereits festen Platz im Alltag gefunden haben – und welche Entwicklungen noch bevorstehen könnten. Doch auch die Schattenseiten bleiben nicht außen vor: Datenschutz, Ressourcenverbrauch und die Risiken von Missbrauch werden kritisch beleuchtet.

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