PODCAST · education
Don't Nuke the Climate – der Podcast
by Gabriele Schweiger, Günter Hermeyer
Don’t nuke the Climate – kurz: DNTC – ist ein Netzwerk von Anti-Atom- und Umweltorganisationen aus der ganzen Welt. Zur Aufgabe gemacht hat sich DNTC zu beweisen, dass Atomkraft als Lösung für die Klimakrise untauglich ist. Evidenzbasierte Informationen sollen gezielt den Narrativen der Atomlobbyisten kontern und so die Kluft zwischen ihrer Rhetorik versus Realität entlarven.Gabi Schweiger, Mütter gegen Atomgefahr und Günter Hermeyer, DNTC, berichten über aktuelle Aktivitäten und Entwicklungen in der Anti-Atom-Bewegung und lassen Menschen zu Wort kommen, die betroffen sind von der unheilbringenden nuklearen Kette – vom Uranabbau bis zu den verzweifelten Versuchen, mit Atommüll umzugehen, von Brennstoffproduktion und Aufbereitung bis zum unweigerlich damit verbundenen militärischen Hintergrund. Zu Gast
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Don’t Nuke the Climate: Wendehälse am Herumeiern
Viel zu viele sind es, die sich durch Energie- u. Klimakrise hinreißen lassen, wieder auf Atomkraft zu setzen. Regierungen von Staaten wie Belgien, der Schweiz oder Schweden, wo das Auslaufen lassen der AKW bereits beschlossen war, drehen ihre Hälse und schielen Richtung Ausbau von Atomkraft. Gegen jede wirtschaftliche Vernunft – und auch vom möglichen Tempo her eine unsägliche Entwicklung! Wir haben uns das etwas genauer angesehen. Im 2. Teil unserer Mai-Ausgabe erzählt Günter Hermeyer von der überaus erfreulichen ‘Kulturellen Landpartie’, die im Wendland seit Jahrzehnten immer zwischen Himmelfahrt und Pfingsten Kultur, Politik und vor allem eine gesunde Portion an Anti-Atom-Bewusstsein repräsentiert. Großes Interesse war heuer, unter den gegebenen Umständen, natürlich vorprogrammiert!
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Don’t Nuke the Climate: Tschernobyl – das 5. Katastrophenjahrzehnt beginnt
Nun treten wir also ein, in das bereits 5. Jahrzehnt der andauernden Katastrophe von Tschernobyl – und es wird noch komplexer, denn der russiche Angriffskrieg verschlimmert die Situation zusätzlich und nachhaltig. Eine soeben erschienene Analyse von Greenpeace zeigt auf, wie schlimm. Aber es gibt auch positives zu berichten: aus Norwegen zB, wo eine Kommission der Regierung nach eingehender Begutachtung empfiehlt, lieber die Finger von Atomkraft zu lassen. Oder aus Grönland, wo sich das Parlament gegen u.A. die Schürfrechte für Uran entscheidet. Und auch der Trump-Umkehreffekt ist zu erwähnen, denn aufgrund der aktuellen fossilen Energiekrise schießt der Ausbau von Erneuerbaren Energien geradezu durch die Decke!
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Don’t Nuke the Climate: Uran – bitterer Anfang, unendliches Ende
Vom ausbeuterischen Anfang beim Uranabbau über den langen, finsteren militärischen Schatten sowie die desaströse wirtschaftliche Performance bis hin zum unendlichen Ende strahlender Hinterlassenschaften: Die Geschichte der Atomkraft entpuppt sich als Geißel der Menschheit. Im ‘Uranatlas_2026’, soeben in dritter, erweiterter Auflage erschienen, kann man sich auf seriöse und informative Weise ein umfassendes Bild dieser Industrie samt all ihren Facetten machen. Kollege Günter Hermeyer ist selbst Mitautor und in dieser Podcast-Ausgabe stellen wir das Nachschlagewerk als Buchbesprechung vor. Sehr zu empfehlen auch als Lehrbuch für Schulen – hier geht’s zum kostenfreien Download bzw. zur Bestellung als Printausgabe! Herausgeber des Uranatlas: Nuclear Free Future Foundation, Rosa-Luxemburg-Stiftung, .ausgestrahlt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) , Umweltstiftung Greenpeace
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Don’t Nuke the Climate: Fukushimas Warning
Die Katastrophe von Fukushima jährt sich zum 15. mal – und die japanische Regierung will AKWs, die seit 2011 auf Grund der latenten Erdbebengefährdung zu Recht abgeschaltet waren, reihenweise wieder in Betrieb nehmen. Diese Entwicklung stellt ein Paradebeispiel dar, wie realitätsverweigernd und menschenverachtend die Atomlobby ihre Interessen politisch durchzudrücken versucht. Zahlreiche Organisationen nehmen dies zum Anlass für verschiedene Aktivitäten – die Hamburger NGO .ausgestrahlt zum Beispiel, oder die Wiener Plattform Atomkraftfrei, die zur Protestkundgebung ‘Fukushima strahlt immer!’ am 10. März am Stephansplatz in Wien aufruft. Die flämische 11Maart Beweging hat die Petition Fukushimas Warning gestartet mit der Forderung ‘Stop financing nuclear problems and start implementing climate solutions’, die am 11. März im Rahmen einer Demo in Brüssel an die Europäische Kommission übergeben wird. Wir haben in dieser Podcast-Ausgabe mit Marc Alexander, einem der Initiatoren, gesprochen.
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Don’t Nuke the Climate: Haftpflichtversicherung für AKW – #PolluterPaysPrinciple
Eine leidige, schon lange anhängige Forderung von uns Anti-Atom-Organisationen ist die nach einer angemessenen und europaweit einheitlichen Haftpflichtversicherung für AKW. Die derzeitige Situation ist in höchstem Maße unbefriedigend, in keinem einzigen Atomstaat sind AKW-Betreiber auch nur annähernd ausreichend versichert, um bei einem Unfall mit Radioaktivität betroffene Menschen und Gebiete adäquat entschädigen zu können. Das sehen immerhin auch Jan Panek samt Mitarbeiter im Ressort von EU-Kommissar Dan Jørgensen, zuständig für den Bereich Energie so. Vom Verursacherprinzip, dem ‚Polluter Pays Principle (PPP)‘ , einem herzstück der EU-Umweltpolitik, sind wir hier noch meilenweit entfernt. Mit etlichen Verbündeten aus anderen europäischen Staaten waren wir kürzlich zu einem Meeting nach Luxemburg eingeladen, um unser Anliegen vorzubringen, die Dringlichkeit im Zeichen des Klimawandels und geopolitisch unsicheren Zeit zu unterstreichen und mit den leitenden Beamten Lösungsansätze zu diskutieren. Hier berichten wir über dieses Treffen!
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Don’t Nuke the Climate: Kugelhaufenreaktor Jülich – eine unrunde Sache
Kugelhaufenreaktoren waren mal der letzte Schrei. Doch die Technologie ist gescheitert. Beispiel: der AVR in Jülich. Grad mal 27 % der Betriebskosten konnte er während der verhältnismäßig wenigen Jahre seiner Laufzeit aus dem Stromerlös decken, den Rest zahlte die öffentliche Hand. Nach der Stilllegung des einstigen Hoffnungsprojekts, 1988, bleiben 152 Behälter vom Typ Castor THTR/AVR, gefüllt mit ca. 300 000 ausgedienten Brennelement-Kugeln, gelagert in einer maroden Halle. Nun soll alles in ein anderes Zwischenlager verbracht werden, nach Ahaus. Mindestens 51 Konvois, in konzertierten Nacht- u. Nebelaktionen, über deutsche Autobahnen, marode Brücken, mitten durch dicht besiedeltes Gebiet – denn das zukünftige internationale Forschungszentrum will sich ohne strahlendes Andenken an früheres Scheitern präsentieren. Wir haben mit Marita & Guido Boslar aus Jülich vom Bündnis Stop Westcastor über das Desaster gesprochen.
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Don’t Nuke the Climate: Weltweite Atomindustrie steckt im Gestern fest
Einmal im Jahr bringen internationale Wissenschafter_innen rund um Mycle Schneider einen fundamentalen Bericht zum weltweiten Stand der Atomindustrie heraus, den World Nuclear Industry Status Report (WNISR).Für uns Anti-Atom-Bewegte ein unverzichtbares Nachschlagewerk, das mit faktenbasierten Zahlen untermauert, was die Atomlobby am liebsten vertuschen möchte: Das immer deutlicher werdende Versagen von AKW aller Art als leistbare und zuverlässige globale Energieversorgung. Und jedes Jahr wird’s noch ein bisserl schlimmer. Gabi Schweiger und Günter Hermeyer nehmen sich in dieser Ausgabe des Podcasts Don’t Nuke the Climate den WNISR 2025 vor – und berichten im Überblick, aber auch vertiefend zu einzelnen Kapiteln daraus.
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Don’t Nuke the Climate: Die liebe EU-Kommission und das Atom
EU-Post: Abweisung der Klage Österreichs gegen die atomverseuchte Taxonomie-Verordnung; Rechtsprechung in Sachen Verletzung des Beihilferechts durch Ungarn beim Bau des AKW Paks – Österreich bekommt nach Berufung Recht! Und dann noch sowas wie eine Antwort nach fast 8 Monaten auf einen Brief von uns NGOs an Vizepräsidentin Teresa Ribera und Kommissar Dan Jørgensen. Viele neue Aufgaben für die Anti-Atom-Bewegung! Nur nicht lockerlassen!
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Don’t Nuke the Climate: 80 Jahre Atomwaffenrealität
Vor 80 Jahren hat der Abwurf der weltweit ersten, kriegerisch eingesetzten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki der Besölkerung vor Augen geführt, wie die Zerstörung der Menschheit gehen kann. Heute blicken wir auf eine Sendung zum Gedenktag aus 2015 zurück – und ziehen Schlüsse für 2025: Was ist besser geworden seither? Was ist schlimmer? Die Bilanz ist ernüchternd…
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Don‘ Nuke the Climate: Putins Nuklear-Kolonialismus
Vladimir Slivyak ist russischer Anti-Atom Aktivist. Klingt gefährlich? Ist es auch! Er lebt mittlerweile längst im Exil – das hindert ihn jedoch erst recht nicht daran, über Präsident Putins globalen Nuklear-Kolonialismus aufzuklären und dagegen anzukämpfen. In unserem heutigen Podcast berichtet er ausführlich darüber. Vladimir ist Mitautor des kürzlich erschienen Reports The Alarming Rise of False Climate Solutions in Africa: The Nuclear Energy Misadventure und auch Protagonist der in der arte Doku Die Nuklearfalle: Putins Deal mit dem Westen
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Don’t Nuke the Climate: Atomlobby greift nach Afrika
Unter dem Druck der Klimakrise versucht die Atomlobby dem globalen Süden einen ’nuklearen Rettungsanker‘ zuzuwerfen. Da es sich hierbei allerdings unübersehbar um eine Ausprägung von klassischem geopolitischen Kolonialismus handelt, wäre wohl der Begriff ‚aufdrängen‘ treffender. Klima- u. Anti-Atom-Aktivist_innen versuchen derzeit in Bonn bei der UN-Vorbereitungskonferenz zur COP30, mit dem neu erstellten Report The Alarming Rise of False Climate Solutions in Africa: The Nuclear Energy Misadventure Licht auf diese schmutzigen Manöver der Atomindustrie zu werfen. Kollege Günter Hermeyer war für einige Tage dabei – und berichtet aus erster Hand.
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Don’t Nuke the Climate: Atommüll in Deutschland – wohin damit?
Die schier endlose Suche nach einem geeigneten Umgang mit radioaktiven Abfällen aus Atomreaktoren beschäftigt uns in diesem Podcast – und zwar am Beispiel Deutschland. Derzeit liegt dort nämlich noch sämtliches Material in Zwischenlagern. Oberirdisch, unter teils denkbar ungeeigneten Bedingungen, wie z. B. in einer Lagerhalle im Wald von Gorleben im Wendland. Kollege Günter Hermeyer hat einen seiner Mitstreiter mitgebracht: Wolfgang Ehmke, Vorstandsmitglied, langjähriger Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg und auch Protagonist im famosen Film ‘Die Reise zum sichersten Ort der Erde’ ist ein echter Insider und Auskenner im Prozesse um die bisher erfolglosen Bemühungen, eine endgültige, für die erforderlichen 1.000.000 Jahre sichere Lagerstätte für die strahlende Hinterlassenschaft zu finden. Mindestens 50 Jahre wird es noch dauern, bis so ein Ort feststeht. Angesichts der etwa 75 Jahre an Stromausbeute schaut die Relation der Zeiträume mehr als absurd aus…
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Don’t Nuke the Climate: Gewählt! Keine Rückkehr zu AKW in Deutschland
Die Wiederauferstehung der alten Atommeiler in Deutschland ist erfolgreich abgewendet! Trotz intensiver Ansagen von CDU/CSU im Wahlprogramm, den Rückbau stillgelegter AKW stoppen zu wollen, bleiben diese Reaktivierung-Träume von Söder, Merz & Co unerfüllt. Aus dem Koalitionsvertrag zwischen Schwarz-Rot geht ganz klar hervor: Es gibt kein Zurück zur AKW-Vergangenheit in der BRD. Soweit, so gut. Umso befremdlicher, dass ausgerechnet der völlig illusorischen Idee ‘Kernfusion’ im Regierungsabkommen Bedeutung eingeräumt wird. Geldverschwendung, Zeitvergeudung, sagen wir! Erneuerbare Energien stellen das einzig glaubhafte Erzeugungspotenzial dar – was in atemberaubenden Zahlen auch längst belegt ist.
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Don’t Nuke the Climate: Brennstoff und Wahlen in der BRD
Vom Atomausstieg dezidiert ausgenommen, soll in der deutschen Stadt Lingen in französisch-russischer Kooperation die Produktion von Brennelementen für AKW der EU deutlich angekurbelt werden. Und das mit russischem Uran, mit russischem Know How, denn: Auch mit dem 16. Sanktionspaket gegen das kriegstreibende Russland bleibt die Logistik für den Atom-Sektor unbehelligt. Der Lingener Aktivist Alexander Vent berichtet über den Stand der Dinge in der Brennelementefabrik vor Ort. Und er reflektiert mit Günter Hermeyer über den Wahlausgang, über mögliche wirtschaftliche und innen- wie außenpolitische Folgen, über Konsequenzen für Zivilgesellschaft und NGOs.
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Don’t Nuke the Climate: Hoffnungsfunken in der EU-Kommission?
Mit dem Antritt der neuen EU-Kommission blitzen, vorsichtig gesagt, Hoffnungsfunken auf. Denn sowohl Teresa Ribera als Vizepräsidentin mit der Zuständigkeit für einen ’sauberen, fairen und wettbewerbsfähigen Wandel‘ als auch Dan Jørgensen, dessen Agenden ‚Energie und Wohnungswesen‘ sind, gelten als deklariert atomkritisch. Wie man sich vorstellen kann, fielen die Hearings, denen sie sich vor ihrer Ernennung im EU-Parlament stellen mussten, ausgesprochen hart aus. Doch trotz der nicht unbeträchtlichen Anzahl an glühenden Atombefürwortern in den Ausschüssen haben beide geschickt überzeugen können. Für uns NGOs Anlass genug, Kontakt aufzunehmen und einen Appell zu unterbreiten, zu benennen, was aus unserer Sicht dringende Prioritätensetzungen für die Arbeit der nächsten vier Jahre sein müssen – darum geht es in dieser Ausgabe des Podcast Don’t Nuke the Climate.
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Don’t Nuke the Climate: Bericht von der COP29 in Baku
Als offiziell akkreditierter Teilnehmer war Günter Hermeyer bei der Klimakonferenz COP29 in Baku dabei – und er hat viel zu berichten! Was die Atomlobby so (an)treibt, wie sie versucht, ihre in Wahrheit hoffnungslos veralteten Technikkonzepte als Klimarettung zu verkaufen und Finanzmittel dafür zu lukrieren. Und mit welchen aufgeblasenen, verlogenen Parolen dabei geworben wird, was Bananen damit zu tun haben – darüber erzählt Günter in diesem Podcast ausführlich und aus erster Hand.
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Don’t Nuke the Climate: Ausblick auf die Klimakonferenz COP29
Bald ist wieder die Klimakonferenz – und es wird wieder ein Stelldichein der Atomlobbyisten, so viel kann jetzt schon abgeschätzt werden. Günter Hermeyer von Don’t Nuke the Climate wird gemeinsam mit internationalen Kolleg_innen jedoch auch nach Baku reisen und dort keine Gelegenheit auslassen, um der nuklear verseuchten Propagandamaschine Paroli zu bieten. Denn eins ist klar: Atomkraft nutzt der Klimarettung genau garnichts – dafür ist diese veraltete Energieform einfach viel zu teuer, zu gefährlich und darüber hinaus viel zu behäbig!
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Don’t Nuke the Climate: Atomkraft schmiert weiter ab
Während die Atomindustrie von ihrer eigenen Renaissance träumt und euphorisch gelaunte Politiker_innen die Erzählung von neuen, sicheren, billigen Nuklearanlagen blauäugig glauben, zeichnet der jährlich erscheinende, minutiös analytische World Nuclear Industry Status Report 2024 ein ganz anderes Bild: Von neu, sicher oder gar billig kann keine Rede sein, von einer Renaissance erst recht nicht. Mycle Schneider und Antony Froggatt sowie ihre zahlreichen, interdisziplinär wissenschaftlichen Mitautor_innen erheben seit mehr als 30 Jahren fundiert die Fakten. Das Ergebnis ist die eher ernüchternde Bilanz einer Energieform, die es seit den vielen Jahrzehnten ihrer Existenz nicht schafft, ihren eigenen Ansagen und Visionen auch nur annähernd gerecht zu werden. Und ganz nebenbei belegt der WNISR auch noch, dass die vergleichsweise jungen Erneuerbare- Energie-Branchen im Gegensatz dazu mit ihrer leistungsmäßigen Performance geradezu durch die Decke gehen.
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Don’t Nuke the Climate: AKW a. D.?
a. D., das steht bekanntlich für ‚außer Dienst‘, für einen Schlusspunkt – der auch jeder Atomkraftanlage früher oder später ins Haus steht. Aber was passiert dann? Wie wird alles wieder ‚Grüne Wiese‘? Äußerst aufwändige, komplexe Abläufe sind dafür nötig, die zudem langwierig sind und so meist bedeutend länger dauern, als mit im stillgelegten Reaktor Elektrizität produziert wurde. Viel radioaktives Material verschiedenster Ausprägung fällt an, welches nach völlig unterschiedlichen Handhabungen verlangt – und natürlich entstehen auch enorme Kosten, die, wie sich zunehmend herausstellt, sträflich unterschätzt wurden. Viel Geld fließe also hinein, wo längst kein Strom mehr heraus kommt… Anlässlich der kürzlich erfolgten, spektakulären Sprengung zweier Kühltürme im stillgelegten AKW Grafenrheinfeld haben wir uns angeschaut, was für eine riesige Challenge es ist, mit Atommeiler a. D. im wahrsten Sinn des Wortes fertig zu werden. Viel Hintergrundwissen zur Stillegung von AKW weltweit liefert wie immer der World Nuclear Industry Status Report
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Don’t Nuke the Climate: Südkorea goes Dukovany
Bei der Nuclear Energy Conference 2024 im Juni in Prag noch ein offenes Bieterverfahren, hat mittlerweile KHNP – die Korean Hydro & Nuclear Power – den Zuschlag für den Bau von bis zu 4 Reaktoren in Tschechien bekommen. Die Zweifel, die von den Sprechern bei der Konferenz dazu erläutert wurden, bleiben. Viele Fragezeichen und Ungereimtheiten, was den Konzern betrifft, der in Europa Fuß fassen will, auch. Fest steht: Tschechien wird zum Versuchskaninchen für ein Reaktormodell, das es so weltweit noch nicht gibt! Wir haben uns über die Zusammenfassung dieser kritischen Situation gewagt, die gesamten Beiträge im Original sowie mit tschechischer und deutscher Übersetzung sind hier zu finden.
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Don’t Nuke the Climate: Nuclear Energy Conference 2024 in Prag
Die diesjährige Ausgabe der NEC widmet sich einem sehr speziellen Fall, nämlich dem tschechischen Reaktor-Deal des Jahrhunderts, respektive dessen Risiken. Tschechien will Atomkraft massiv ausbauen, bis zu 4 neue Reaktoren sollen entstehen. Liefern sollen die Reaktoren entweder EDF aus Frankreich oder KHNP aus Korea. Doch können die das überhaupt? Wer profitiert? Wer gewinnt was? Und wer zahlt? Im ersten Teil unseres Rückblicks auf die NEC2024 lassen wir vor allem Yves Marignac zu Wort kommen, seines Zeichens Aktivist der französischen Organisation negaWatt. Als genauer Kenner der Szene sowie als langjähriger auch Politischer Beobachter hat er einiges zu berichten – um nicht zu sagen: zu BERICHTIGEN, was die großen Versprechen des französischen Atomkonzerns Nummer Eins in Europa angeht.
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Don’t Nuke the Climate: Russische Brennstäbe made in Germany?
Mitten in Deutschland – in der Stadt Lingen im Emsland – will der französische Atomkonzern Framaton Brennelemente russischer Bauart herstellen und so dem russischen Atomkonzern Rosatom Tür und Tor öffnen. Seit mehr als 2 Jahren wird daran herumexperimentiert, im Geheimen, versteht sich, denn die Bevölkerung würde das gar nicht gut heißen! Wir haben dazu den Aktivisten Alexander Vent vom Bündnis Atomkraftgegner*innen im Emsland (AgiEL) eingeladen, um uns über die skandalöse Sache genauer zu erzählen – und natürlich auch, um darüber zu berichten, was die empörte, jedoch gut vernetzte Anti-Atom-Bewegung dem Treiben entgegensetzt.
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Don’t Nuke the Climate: System Atomkraft – Parallelwelt zur Realität
Egal ob es um große Ansagen der Atomlobby geht oder um Konsequenzen aus größeren oder kleineren Desastern: Das System Atomkraft braucht für seine Existenz stets eine Art Parallelwelt – denn realen, logischen oder auch wirtschaftlich Bewertungen halten weder Planung, Prognosen noch die ausführende Performance dieser Industrie nicht stand. Ausgerechten in der kriegsgebeutelten Ukraine, wo AKW zum martialischen Spielball geworden sind, wo Tschernobyl eine traurige Hinterlassenschaft darstellt sollen neue Reaktoren gebaut werden? Just in Japan, wo die Erdbebengefahr extrem hoch ist und bereits zu einer mehrfachen Kernschmelze in Fukushima Daiichi geführt hat soll Atomkraft die Energiezukunft bestimmen? Und in Deutschland, wo ein Jahr nach Abschaltung der letzten Atommeiler plötzlich wieder dem Atomzeitalter hinterhergejammert wird, anstatt die positive Entwicklung der Energie Bilanz als Erfolg anzuerkennen? Lauter Lehrbeispiele an Realitätsverweigerung, die wir uns in diesem Podcast etwas genauer angeschaut haben.
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Don’t Nuke the Climate: Noch mehr Geld für atomare Luftschlösser?
Die Internationale Atomenergie Agentur IAEA hat am 21. März in Brüssel einen Atomgipfel einberufen – mit dem erklärten Ziel, mehr öffentliche Gelder für ihre nuklearen Zukunftvisionen zu lukrieren. Gegen jede ökonomische und ökologische Vernunft unter dem Deckmantel des Klimaschutzes Finanzmittel aus den Töpfen für Erneuerbare Energie abzuzocken geht aber garnicht. Ein großer, weltweiter Aufschrei des Protest war also vorprogrammiert: Weit mehr als 600 internationale Organisationen haben bisher die Anti-Atom-Deklaration für ‘Sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energie für alle’ unterzeichnet. Mit dieser Rückendeckung haben sich auch direkt am Ort des dreisten Geschehens etwa 60 Aktivist_innen beim symbolträchigen Atomium versammelt, um vor der Presse mit einem Luftschloss auf die völlig aus der Zeit gefallenen, unrealistischen NUCLEAR FAIRY TALES, also Atom-Märchen der Atomlobby hinzuweisen. Kollege Günter Hermeyer war selbst mit dabei und berichtet in der aktuellen Ausgabe des Podcasts darüber.
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Don’t Nuke the Climate: Menschenkette «Wir zeigen der Atomkraft die rote Karte»
©In der zweiten Ausgabe von Don’t nuke the Climate ist die aus Berlin stammende, seit Jahrzehnten in Frankreich lebende Christine Hasse zu Gast. Sie ist Proponentin der Organisation Réaction en chaîne humaine, von der ein aktueller Aufruf zu einer Menschenkette vor dem EU-Parlament in Straßburg ausgeht. am 12. März um 12 Uhr ist es so weit – alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein oder die Aktion zu unterstützen. Im Podcast plaudert sie über die Beweggründe, die Hintergründe und legt ihre unbändige Motivation dar, warum sie trotz der augenscheinlichen Pro-Atom-Übermacht in Frankreich dennoch nicht aufgibt, für ein atomkraftfreies Europa, für Erneuerbare Energien zu kämpfen – und somit entschlossen alles dran zu setzen, die Welt ein Stückchen besser zu machen!
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Don’t Nuke the Climate: Deutscher Atomausstieg? Ja, fast…
Neues Jahr – neues Format! In der ersten Ausgabe der neuen Serie berichten wir über den Atomausstieg in Deutschland, der nicht ganz so konsequent ausfällt, wie man denken möchte. Und es ist nicht nur der Atommüll, der bleibt, sondern auch die Verlockungen, mit Brennstäben lukrative, aber ganz schön schmutzige Geschäfte zu machen. Zu Gast dazu ist Angelika Claußen von IPPNW – den Ärzt_innen für die Verhütung eines Atomkriegs Don’t nuke the Climate – kurz: DNTC – ist ein Netzwerk von Anti-Atom- und Umweltorganisationen aus der ganzen Welt. Zur Aufgabe gemacht hat sich DNTC zu beweisen, dass Atomkraft als Lösung für die Klimakrise untauglich ist. Evidenzbasierte Informationen sollen gezielt den Narrativen der Atomlobbyisten kontern und so die Kluft zwischen ihrer Rhetorik versus Realität entlarven.
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Gabriele Schweiger, Günter Hermeyer
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