Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie podcast artwork

PODCAST · arts

Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie

Die Deutsche Fotografische Akademie diskutiert, zeigt und fördert künstlerische Fotografie. Im Podcast sprechen Mitglieder über ihre aktuellen Arbeiten und wir diskutieren mit Zeitzeugen und Forschern über die 100-jährige Geschichte der Fotografenvereinigung. Wir wünschen anregendes Bilderhören!

  1. 31

    DFA#31 Wolfgang Gscheidle: Vom Arbeiter- zum Werbefotografen

    Der Stuttgarter Fotograf Wolfgang Gscheidle hat weite Wege zurückgelegt: Vom linken Aktivisten der Arbeiterfotografie und der frühen FH Pforzheim in den späten 60ern zum erfolgreichen Still-Lifer im Umkreis von Branchengrößen wie Dietmar Henneka im Werbebusiness der 80er und 90er Jahre. Erst heute widmet sich Wolfgang Gscheidle auch intensiver seinen Freien Arbeiten, vor allem ironischen Selbstporträt-Inszenierungen. Im Podcast mit Andreas Langen spricht er über Fluch und Segen einer Glatze, die Begeisterung für farbiges Licht, die Modistin von Hanns-Martin Schleyer und was das Verschwinden der analogen Fotografie mit Schokoladen-Nikoläusen in Stuttgarter Treppenhäusern zu tun hat. Ausstellung „Hauptsachen“ von Wolfgang Gscheidle bis 25.3.2026 im Kulturhaus Osterfeld, Pforzheim. https://kulturhaus-osterfeld.de/events/4432_4748-fotoausstellung-wolfgang-gscheidle Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  2. 30

    DFA#30 Wolfram Janzer: Architektur, Abstraktion und Anarchie

    In der zeitgenössischen Architekturfotografie ist Wolfram Janzer eine Klasse für sich. „Delikat“ nennen Fachleute sein ausgeklügeltes Spiel mit Flächen und Perspektiven. Selber Architekt, hat er früh die Fotografie als sein Medium entdeckt. Konsequent entstand eine fotokünstlerische Handschrift, in der er Architektur und Raumkörper bis in die Abstraktion treibt. Nicht unwichtig auf diesem Weg war die Deutsche Fotografische Akademie, deren Mitglied er seit 40 Jahren ist. Neugier, Forschergeist, ein immenses kulturhistorisches Wissen, eine Portion Unbequemlichkeit und die Lust am Bild zeichnen den Fotokünstler aus. Anlässlich seines 80sten Geburtstages spricht Wolfram Janzer im Podcast mit Corinna Weidner über seine Entwicklung. Der prägende Spirit des Bodensees, wie Reduktion gelingt und man sich mit der Kamera von störenden Dingen trennen kann; Die Wiederentdeckung von Bomarzo zusammen mit Horst Bredekamp; Raumtranskriptionen in der Staatsgalerie Stuttgart, das Elmar-Daucher-Mahnmal in der Nahaufnahme und die Spuren des Krieges. https://www.wolfram-janzer.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  3. 29

    DFA#29 Ruth Hallensleben: Höhenflug einer Auftrags- und Industriefotografin 1930er - 1970er Jahre

    Ruth Hallensleben (1898-1977) ist eine hochinteressante Fotografin des 20. Jahrhunderts. Sie ist Deutschlands bekannteste Industriefotografin, tätig ab Mitte der 1930er Jahre. Das Ruhr Museum zeigt aktuell eine Ausstellung, in der Hallenslebens gesamtes Schaffen unter dem Aspekt der Auftragsfotografie betrachtet wird. Hallensleben, die erst im Alter von 32 Jahren zur Fotografie fand, war eine immens erfolgreiche Berufsfotografin, die von Auftrag zu Auftrag eilte und neben der Schwerindustrie für verschiedenste Wirtschaftsunternehmen, Verlage und Bildagenturen tätig war. Unabhängig, erfolgreich, geschäftstüchtig und im fotografischen Handwerk nahezu perfekt. 1936 wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie. Im Podcast mit Corinna Weidner diskutiert die Leiterin der Fotografischen Sammlung am Ruhr Museum, Stefanie Grebe, Werk, Werdegang und Persönlichkeit von Hallensleben im Kontext des Nationalsozialismus. Ein Gespräch auch über das Inszenieren von Bildern, den Vergleich zu Albert Renger-Patzsch und das Glück gelungener Fachtagungen.  Das Ruhr Museum in Essen zeigt noch bis zum 24. August 2025 die Ausstellung „Bilder im Auftrag. Fotografien von Ruth Hallensleben 1931-1973“. https://ruhrmuseum.de/ausstellungen/aktuell/bilder-im-auftrag-fotografien-von-ruth-hallensleben-1931-1973 Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  4. 28

    DFA#28 Annegret Soltau: Körper, Kunst, Karriere

    Die Fotokünstlerin Annegret Soltau erlebt gerade große internationale Anerkennung und Würdigung ihres 50-jährigen Schaffens. Seit 1988 ist sie Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie. Einzigartig ist Annegret Soltaus künstlerische Handschrift. In den „Foto-Vernähungen“ collagiert sie zerrissene Stücke aus Fotos zu neunen, sinnhaften Bildern und vernäht diese mit einem Faden. Treffsicher sind ihre Themen: existenzielle menschliche Ich-Zustände, Lebenszyklen wie Alter und Geburt, Körper, Geschlecht und Identität. All dies setzt Annegret Soltau aus Frauenperspektive um und in Bezug zur Gesellschaft: Risse und was sie heilen kann. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht die Pionierin der feministischen Fotografie über: ihren eigenwilligen Weg, bahnbrechende Performances und das Spüren des Fadens; Hürden und Zensur (u.a. durch Siegfried Unseld / Suhrkamp Verlag), durchhalten und weitermachen; die Relevanz des Körpers und die Prägung des Kriegs. Und warum die Fotos „Generativ“ auch für ihre Mutter und Großmutter eine Befreiung darstellten. Das Städel-Museum in Frankfurt am Main widmet Annegret Soltau vom 7.5. - 17.8. 2025 eine umfassende Retrospektive. https://dfa.photography/portfolios?search=soltau https://www.annegret-soltau.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  5. 27

    DFA#27 Michael Jochum: Die Innenwelt der Außenwelt

    Michael Jochum ist in vieler Hinsicht ein außergewöhnlicher Fotograf innerhalb der DFA. Er ist Autodidakt, arbeitet nur in Schwarzweiß, nur analog und ausschließlich frei. Mit retro-romantisierenden Ideen der Analogfotografie hat er jedoch nichts am Hut. Michael Jochum hat beim Fotokünstler Michael Schmidt gelernt, dem Begründer der legendären „Werkstatt für Photographie“ in Berlin-Kreuzberg. Künstler durch und durch, beschäftigt sich Michael Jochum mit den existenziellen Fragen des Lebens und genauso durchdringt er auch die Fotografie, dazu auf sehr experimentelle Weise: Fotografieren ohne Sucher, immer ohne Stativ, re-fotografierend und oft wie in einer Performance.    Im Podcast mit Corinna Weidner spricht Michael Jochum über seine Lebensentscheidung für die Fotografie, warum ihn Bilder, die er im Kopf hat, nicht mehr interessieren, das Arbeiten in der Dunkelkammer und natürlich auch über Michael Schmidt. In dessen Werkstatt-Erbe steht Michael Jochum mit seinem „Projekt Fotografie“, das er seit 35 Jahren an der VHS München leitet. http://www.michael-jochum.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  6. 26

    DFA#26 Hans Schreiner: Institut für Bildjournalismus 1950er Jahre

    Der Fotograf Hans Schreiner gründete 1948 in München das „Institut für Bildjournalismus“. Eine zentrale Ausbildungsstätte für Fotoreporter und Fotojournalistinnen in der boomenden Illustriertenlandschaft der Nachkriegszeit. Bekannte Schülerinnen des Instituts sind Barbara Niggel und Karin Székessy. Parallel unterrichtete Hans Schreiner das Fach auch an der Münchner Fotoschule, wo er selber in den 1920er Jahren gelernt und ab den 1930ern gelehrt hatte. Hier war Peter Keetman sein Schüler. Hans Schreiner war durch das Neue Sehen geprägt und vermittelte höchst präzise Grundsätze der unverstellten, direkten Fotografie. Sein moderner Lehrstil öffnete für die Schüler die Türen in die internationale Welt der Fotografie. Im Podcast mit Corinna Weidner erinnert sich der Fotograf Dieter Hinrichs an seinen Lieblingslehrer, den viel zu jung verstorbenen und zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Hans Schreiner (1905-1961, Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner ab 1951).  http://www.dieter-hinrichs.com/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  7. 25

    DFA#25 Jürgen Scriba: KI - Kreatives Werkzeug mit destruktivem Potential

    Künstliche Intelligenz, die fotorealistische Bilder erzeugt: Was im künstlerischen Anwendungsbereich eine fantastische Erweiterung bisheriger Möglichkeiten darstellt, ist ökonomisch ein Terrain, in dem es zugeht wie dermaleinst im Wilden Westen. KI wird hier gesellschaftlich eine Faktenvernichtungsmaschine mit unabsehbarem Bedrohungspotential. Jürgen Scriba leitet im Deutschen Fotorat die Arbeitsgruppe „Technischer Fortschritt“ und hat federführend daran mitgewirkt, wie sich der Fotorat Ende 2023 öffentlich zu KI-generierenden Technologien positioniert hat. Andreas Langen spricht im DFA-Podcast mit Jürgen Scriba über die vielschichtigen Auswirkungen von KI im Bildbereich. Scriba analysiert irreführende KI-Bilder und KI-Bildmaterial ohne Kennzeichnung in Stockagenturen sowie dysfunktionale Bilderkennungstools. Und er erläutert, warum das Warten auf gesetzgebende Maßnahmen der Realität hinterherhinkt und welche Handlungsoptionen FotografInnen und BildproduzentInnen haben.     https://deutscher-fotorat.de/arbeitsgruppe-technischer-fortschritt/ https://wirsing.info/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  8. 24

    DFA#24 Ingrid Autenrieth: ADOX, Adenauer und Architektur

    Die Fotografin Ingrid Autenrieth (1926-2023) hat bereits kurz nach dem Krieg als junge Frau Karriere gemacht. 1952 wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner. Ingrid Autenrieth fotografierte die Trümmer der Nachkriegszeit, war als Werbefotografin für die Fotofirma ADOX tätig, portraitierte Künstler und feilte mit am Frauenbild der Emanzipation. Seit den 1960ern in ihrer Themenwahl völlig frei, interessierte sich die versierte Architekturfotografin immer wieder für avantgardistische Bauten des Brutalismus wie von Herbert Dörr und Carlfried Mutschler, dessen polymorphe Multihalle in Mannheim sie 1975 ebenfalls fotografierte.  Weltreisen ab den 1980ern, Umstieg auf Farbe, fotografische Abstraktionen und viel Engagement für Künstlerinnen: Die Kunsthistorikerin Susanne Meier-Faust beleuchtet im Podcast Werk und Werdegang einer Fotografin, in dem sich die Bundesrepublik im 20. Jahrhundert spiegelt. Sie kannte Ingrid Wieland-Autenrieth sehr gut und weiß nicht nur um ihre Gastfreundschaft, sondern auch um die explosiven Hintergründe des Adenauer-Portraits. Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  9. 23

    DFA#22.2 Willy Zielke – Fotografie und NS-Psychiatrie

    Willy Zielke (1902 - 1989) ist ein bedeutender Fotograf und Filmavantgardist der 20er und 30er Jahre. Er wurde 1929 Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie. Im zweiten Teil des Podcasts zu Willy Zielke geht es zuerst um seine bahnbrechenden Fotografien sowie seine Teilnahme an der FiFo, der legendären Werkbund Ausstellung Film und Fotografie in Stuttgart 1929. Im Anschluss widmet sich Corinna Weidner im Gespräch mit Dieter Hinrichs dem Schicksal Zielkes in den Mühlen der NS-Psychiatrie, wie seine Kunst ihm beim Überleben half und wie Leni Riefenstahl Zielkes Genialität sogar noch nach seinem Tod für ihren Ruhm ausbeutete. Der Fotograf Dieter Hinrichs hat vor 40 Jahren die Wiederentdeckung von Willy Zielke in Deutschland initiiert. Dieser vermachte ihm posthum seine bisher unveröffentlichten Memoiren. Für diesen Podcast hat Hinrichs Passagen daraus zur Verfügung gestellt, sie tragen den Titel ANGST. http://www.dieter-hinrichs.com/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  10. 22

    DFA#23 Simone Demandt: Zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit

    Simone Demandt ist über die Kunst zur Fotografie gekommen. Ihre Arbeiten sind immer seriell angelegt und reichen von fast sozial-dokumentarischen Porträts bis hin zu völlig abstrakten Kompositionen. Gleichzeitig ist der Auslöser oft ein konkreter biografischer Anlass - sich nachts in einem dunklen Gebäude zu verirren, oder die plötzliche Sorge um ein Kind. „Ich reagiere auf das Leben um mich herum. Ich bin neugierig darauf, wie Objekte, Räume und Gegenstände widerspiegeln, was wir uns unter unserem Leben vorstellen“, sagt Simone Demandt.  Im Podcast mit Andreas Langen spricht die DFA-Fotografin über die Balance von Zufall und Steuerung, Madonnen aus Sprengstoff und darüber, warum abstrakte Bilder entlastend sind. https://simonedemandt.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  11. 21

    DFA#22.1 Willy Zielke – Filmavantgardist der 1930er Jahre. Arbeitslos, Das Stahltier, Olympia-Prolog

    Willy Zielke ist ein bedeutender Fotograf und Filmavantgardist der 20er und 30er Jahre in Deutschland. 1902 geboren in Lodz, studiert er ab 1923 an der Münchner Fotoschule und wird 1929 Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie. Zielke ist ein künstlerisches Multitalent, den die Dynamik der Zeit in einen Schaffensrausch versetzt, bevor er in den Mühlen der NS-Psychiatrie kalt gestellt wird. Seine Biografie und auch sein Schaffen ist geprägt von den Umwälzungen der Russischen Revolution, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Sie lassen stellvertretend die Verwerfungen dieser Zeit nachvollziehen, wie avantgardistische Ästhetik zurückgedrängt wurde und Künstler sich auf Druck oder durch für sie als notwendig erachtete Kompromisse den NS-propagandistischen Produktionen unterordneten. Der Fotograf Dieter Hinrichs hat Willy Zielke gut gekannt und viel zu ihm geforscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht er über Zielkes Filme „Arbeitslos“, „Das Stahltier“, den Prolog zu Leni Riefenstahls „Olympia“ sowie die autobiografischen Aufzeichnungen des Künstlers. http://www.dieter-hinrichs.com/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  12. 20

    DFA#21 Annemarie Heinrich: Fotokarriere in Hosen - die Neue Frau in Argentinien

    Die Fotografin Annemarie Heinrich (1912-2005) emigrierte im Alter von 14 Jahren von Berlin nach Argentinien. Nahezu aus dem Nichts heraus startete sie in den 1930er Jahren mit großem künstlerischen Talent und preußischer Disziplin eine bedeutende Karriere. Annemarie Heinrich und ihre Mitarbeiterinnen trugen immer Hosen, Heinrich fotografierte weibliche Akte und nahm die Arbeit der Frauen in den Blick. In der vom Machismo geprägten Gesellschaft sprach man von der Foto-Feministin. Mitte der 1950er wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, in Argentinien gab sie der Fotografie durch ihr breites Engagement nachhaltige Impulse, u.a. als Mitglied der La Carpeta de los Diez. Lutz Matschke und Renata Jonic erzählen vom Werdegang einer selbstbewussten Fotografin mit hohem Anspruch, Retusche mit Rasierklingen, verbotenen Fotos von Eva Perón und Nachtschichten für die ganze Familie. Gemeinsam mit Annemarie Heinrichs Kindern erarbeiten beide eine Retrospektive der Fotografin, die 2024 in Deutschland zu sehen sein wird: Ausstellung im Willy Brandt Haus Berlin vom 19. Juli bis 29. September 2024. www.annemarieheinrich.com www.lutzmatschke.de Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  13. 19

    DFA#20 Hendrik Faure: Digitalismus-Kritik mit Kupfertiefdruck. Das 19. Jahrhundert trifft das 21.

    Hendrik Faure ist einer von vermutlich drei Lichtbildnern in Europa, die noch Heliogravüren von der Kupferplatte herstellen – und da das Medium bekanntlich die Message ist, hat Faure auch sonst keine Scheu vor radikalen Minderheiten-Positionen. Er verschenkt seine wertvollen Prints nach dem Zufallsprinzip („..um ein bisschen Kommerz rauszunehmen“), deren Herstellung zwei volle Arbeitstage benötigt und deren Auflagen bei acht bis zehn Exemplaren endet, wegen Abnutzung der Druckplatte. DFA-Mitglied Hendrik Faure betreibt eine Galerie im ländlichen Abseits der ehemaligen Zonengrenze, unbekümmert von Besucherzahlen. Und über die gängigen Verfahren von Foto-Erzeugung und -verarbeitung sagt er: „Digitale Technik ist ein guter Informationsträger, aber ein erbärmlicher Bildträger. Der Digitalismus tötet die Kunst und er ist eine staatlich geförderte Droge.“ https://dfa.photography/mitglied/hendrik-faure https://www.reiffenhausen.de/wirtschaft/zentralfenster.html https://de-de.facebook.com/hendrik.faure.3/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  14. 18

    DFA-Podcast#19 Hanna Seewald: Pionierin der Fotografie Ausbildung Fotoschule München

    Hanna Seewald (geboren 1899) war nicht nur Fotopionierin der Weimarer Zeit, sondern auch als Direktorin der Münchner Fotoschule / Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie eine Vorreiterin. 40 Jahre lang prägte sie die bedeutende Fotoschule: ab 1925 als Lehrerin, direkt nach dem Krieg als kommissarische Leiterin und ab 1953 als Direktorin. Handwerklich wie künstlerisch versiert im Pictorialismus, dem Neuen Sehen und der Industriefotografie, konnte die Portraitfotografin Hanna Seewald sich nach dem Krieg an der Spitze der Institution etablieren.    Der Fotograf Dieter Hinrichs hat Mitte der 50er Jahre bei Hanna Seewald studiert. Später war er selber Lehrer an der Münchner Fotoschule und hat sich mit Hanna Seewald bis zu ihrem Tod 1992 über ihr Wirken an der Fotoschule ausgetauscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner taucht er in ihre pädagogisch-organisatorischen Qualitäten und ihren kritischen Geist ein, reflektiert über die komplizierte Phase der NS-Zeit und wie Hanna Seewald ihren eigenen Weg ging. Auch über Hinrichs Engagement für die Aufarbeitung der Historie der Münchner Fotoschule sprechen wir sowie über seine Innovationen in der Ausbildung. Schüler von Dieter Hinrichs waren u.a. Juergen Teller und Anna Gripp. Für diesen Podcast hat Dieter Hinrichs aus seinem Archiv eine Ton-Aufnahme von Hanna Seewald im Bayerischen Rundfunk aus dem Jahr 1958 zur Verfügung gestellt ­– eine echte Perle. http://www.dieter-hinrichs.com/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  15. 17

    DFA-Podcast#18 Johanna Jackie Baier: Sex & Drugs & grobes Korn

    Die Berliner Filmerin und Fotografin Johanna Jackie Baier ist eine Chronistin der Dunkelheit. Wenn das Klischee von Sex & Drugs & Rock´n´Roll irgendwo passt, dann hier: Johanna Jackie Baier zeigt Sexualität, Nachtleben, Partypeople und -geschehen in einer Intensität und aus einer Nähe, die nur einer Insiderin möglich ist. Als Transsexuelle hat Baier einen Zugang zu gesellschaftlichen Rand- und Tabuzonen, der weit über die Konventionen klassischer Dokumentarfotografie hinausgeht. Passend dazu ist auch ihr fotografischer Gestus leidenschaftlich expressiv, mit grobem Korn, abgrundtiefen Schwärzen und analoger Street Credibility – eine Schwester im Geiste von Ed van der Elsken, aber im 21. Jahrhundert. Im Gespräch mit Andreas Langen spricht DFA-Mitglied Johanna Jackie Baier über Liebe als Lebenselixier, kameraaffine Sexarbeiterinnen, Erinnerung über den Tod hinaus und Geschlechterfragen als Machtfragen. Das alles auf dem Erfahrungshintergrund eines Menschen, der sexuelle Selbstbestimmung noch gegen sehr harte Widerstände durchkämpfen musste. „Auf der Straße darfst du froh sein, wenn dich niemand totschlägt. Und in der Firma sagte man mir: `Du warst mal ein begabter junger Regisseur. Jetzt bist du nur noch eine Frau.´“ http://fotografie.jackiebaier.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  16. 16

    DFA-Podcast#17 Petra Bopp: Die Grenzen des Zeigbaren

    Die Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp über Fotografien, Kriege und die Grenzen des Abbildbaren: „Für mich ist jedes Bild nur eine Annäherung“ Die Hamburger Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp ist DFA-Mitglied und befasst sich seit Jahrzehnten mit Zusammenhängen von Fotografie und Krieg. Bei der hoch umstrittenen, so genannten „Wehrmachts-Ausstellung“ in den neunziger Jahren erlebte sie als damalige Mitarbeiterin des Hamburger Instituts für Sozialforschung die Brisanz des Mediums Kriegsfotografie: Wegen einiger unzureichenden Bildunterschriften wurde die gesamte Ausstellung abgebrochen und völlig neu erarbeitet. Gleichwohl hatte das Projekt weit reichende Folgen für das nationale Selbstverständnis – die Mitverantwortung der Wehrmacht an Holocaust und Völkermord ist seither unbestreitbar. Im DFA-Podcast spricht Petra Bopp mit Andreas Langen über ihr eigenes Projekt zu privaten Fotos deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg, „Fremde im Visier“, über schreiende Ausstellungsbesucher, Kriegsbilder aus der Ukraine und die Grenzen des Zeigbaren. http://www.fremde-im-visier.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  17. 15

    DFA#16 Klinsky, Klinsky & Klinsky

    Eine eigentümliche Verwechselung der beiden Fotografen Friedrich Klinsky und Josef-Emil Klinsky ist Ausgangspunkt dieses Podcasts. Alexander Klinsky hat die Biografie seines Vaters, dem Wiener Pressefotografen Friedrich (Fritz) Klinsky erforscht und aufgearbeitet. Warum dieser nicht der Fotograf, Journalist und Verleger Emil-Josef (Smetanic) Klinsky ist und was er auch über diesen herausgefunden hat, erzählt er im Gespräch mit Corinna Weidner. Eine Reise von Wien über Moskau bis in die USA und durch die österreichische Pressefotografie von den 1940er bis 1980er Jahren: mit schillernden Figuren wie Curt Ponger und Fotoagenturen wie Schostal und der CEP-Bilderdienst inmitten des Wiener Zeitungskriegs. Alexander Klinskys Recherche ist ein motivierendes Beispiel für alle Privatforscher, die sich auf die Spuren ihrer Familien begeben wollen. Das Ergebnis ist hier zu sehen: https://visual-history.de/2022/03/21/klinsky-friedrich-klinsky-1925-2002-pressefotograf/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  18. 14

    DFA#15 Horst H. Baumann Archiv – Farbsehen, Color Grading und die Kunst des Archivierens

    Der Fotograf und spätere Laser-Künstler Horst H. Baumann hat wie kein anderer die Gestaltungskraft der Farbfotografie in Deutschland verstanden und genutzt. Sein Kultbuch „Die Matadore“ erschien 1965, sein fotografisches Werk wird nun bei ZEPHYR in Mannheim ausgestellt. Christoph Wieland hat den Baumann-Nachlass wissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht er über die Magie der Farbenfotografie und das Erlernen des Farbensehens in den 1950ern und in Zeiten von Color Grading auf dem Smartphone. Wie wirken sich die Archivwissenschaften auf das Baumann-Archiv aus, warum sind Lücken des Archivs ein Erkenntnisgewinn, wie lassen sich gegenüberstehende Interessen in Archiven vereinen und warum entfalten Archive ihre Kraft in der Vernetzung? Die Antworten darauf gibt dieser Podcast. https://www.rem-mannheim.de/ausstellungen/sonderausstellungen/horst-h-baumann/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  19. 13

    DFA#14.2 Ulrich Pohlmann über Pohlmann und Schmoll gen. Eisenwerth. Sammlung Fotografie am Münchner Stadtmuseum

    In Teil 2 des Gesprächs mit dem Leiter der Sammlung Fotografie am Münchner Stadtmuseum spricht Ulrich Pohlmann über seinen Abschied vom Fotomuseum und resümiert 30 Jahre seines Wirkens. Das Fotomuseum als Bastion gegen die Bilderflut, die Relevanz eines umfassenden Blicks auf das Medium Fotografie, die enge Verbindung der Fotografie zur Kunst, ihre fundamentale Funktion der Erinnerung und die Atemlosigkeit der Arbeit an einem Fotomuseum. Ulrich Pohlmanns berichtet auch, wo aus seiner Sicht die Reise für die Fotografie in München am Stadtmuseum hingehen kann, und was ihn mit dem Kunsthistoriker Schmoll gen. Eisenwerth verbindet. Teil 1 des Podcasts: Ulrich Pohlmann über den zentralen Wandel der Institution ab den 1970er Jahren unter seinem Vorgänger Ditmar Albert. https://www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/fotografie Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  20. 12

    DFA#14.1 Ulrich Pohlmann über Ditmar Albert: Münchner Fotomuseum

    Dr. Ulrich Pohlmann ist Leiter der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums, dem früheren Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum. Er scheidet Ende 2022 aus dem Amt aus. In Teil 1 des Podcasts spricht er mit Corinna Weidner über seinen Amtsvorgänger Ditmar Albert, langjähriges Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner. Albert war 1976-91 Direktor des Fotomuseums und mit seinem Amtsantritt erfolgte ein grundlegender Wandel in der Betrachtung, Präsentation und Bewertung der Fotografie in München. Ulrich Pohlmann beschreibt Alberts Anwerbungen für die Sammlung (u.a. die Sammlung Breitenbach) und die damit neu entstehende Tektonik des Museumsbestands, Alberts Verständnis der Fotografie als breit aufgestellte Kulturgeschichte, seine Skepsis gegenüber dem Kunstmarkt und wie die Verdrängung der NS-Geschichte die Generation von Albert bestimmte.     In 2 Teil geht es dann um Pohlmanns eigenes, langjähriges Wirken für und mit der Fotografie - und um den Kunsthistoriker Schmoll genannt Eisenwerth. https://www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/fotografie Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  21. 11

    DFA#13 Achim Mohné: Das Rauschen zwischen Digitalität und Compakt-Kassette

    Der Kölner Fotograf und DFA-Mitglied Achim Mohné ist vor allem für seine künstlerischen Arbeiten zu Phänomenen des Digitalen bekannt, etwa großflächige Botschaften auf Dächern und Plätzen, die von Satelliten aufgenommen und in Google Earth wiedergegeben werden. Er verknüpft derartige Medienkritik aber auch mit physischer Performance – zum Beispiel beim Scannen von Pflanzen, die anschließend zu vegetarischen Speisen verarbeitet und vom Publikum verzehrt wurden. Im Gespräch mit Andreas Langen skizziert Achim Mohné seinen weiten Weg vom Folkwang-Studium über journalistische Auftragsarbeit bis zu aktuellen Projekten mit Augmented Reality. Seine Experimentierfreude macht auch vor den guten alten Musikkassetten keinen Halt. Dazu gibt es im Podcast eine exklusive Hörprobe!   https://www.achimmohné.net Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie  

  22. 10

    DFA#12 Menschen mit Behinderung fotografieren

    Menschen mit Behinderung fotografieren. Warum ist das eine Nische? Wer stellt sich diesem Thema, welche Motivation braucht es und was drückt sich in der Wahl der formalästhetischen Mittel aus? Im DFA-Podcast mit Corinna Weidner spricht Christoph Linzbach über die notwendige Haltung, die FotografInnen dazu einnehmen müssen, um gelingende Fotos und eine gesellschaftliche Breitendimension zu erreichen. Neben dem fotografischen Werk von Günter Hildenhagen erläutert Christoph Linzbach den Eindruck, den die Arbeiten von Hermine Oberück, Nancy Ludwig, Carsten Büll und Christopher Mavrič auf ihn gemacht haben. Er spricht über Bildagenturen wie gesellschaftsbilder.de und die Kunst als Möglichkeit der Interpretation des Lebens mit Einschränkung und Behinderung. „Die eigentliche Herausforderung beim Fotografieren sind die Menschen“ sagt Carsten Büll zu seinen Arbeiten. Mehr Selbstverständlichkeit für das Thema ist gefordert. Deswegen ist dieser Podcast Pflicht. Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie https://oberueck.com/ https://www.nancyludwig.de/arbeiten/in-den-augen-alle-zeit/ https://www.carstenbuell.de/ https://www.c-mavric.at/cms/portfolio/weilesmichgibt/

  23. 9

    DFA#11 Günter Hildenhagen: Ein Lebenswerk sozialer Themen

    Günter Hildenhagen hat sich als Fotograf ausschließlich sozialen Themen gewidmet. Und das bereits ab den 1960er Jahren, als seine langjährige Arbeit für die Diakonie und später auch die Caritas begann. In Heimen für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, auf Pflege- und Sterbestationen zu fotografieren, nennt er selbst „Arbeit in geschlossenen Räumen“. Was seinen Bildern einmalige Ausdruckskraft verleiht, sind die mitgefangenen Schwingungen und Gesten menschlicher Zuwendung. Im Podcast mit Corinna Weidner spricht der 86-jährige über seinen Weg vom Postbeamten zum Fotojournalisten. Über seine Motivation zu den sozialen Themen, seine Auftraggeber und die Diskussionen um Euthanasie in den 1960/70er Jahren. Wieso er keine anklagende Sozialfotografie macht und wie Augenhöhe gelingt. Und natürlich über seine aktive Zeit in der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, die Bedeutung von Pan Walther und Otto Steinert für seine Arbeit und warum er einen Willy-Moegle-Preises initiieren wollte. Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie  

  24. 8

    DFA#10 Claudio Hils: Landschaftsfotografie als Tatortbeschreibung

    Der Fotograf Claudio Hils, seit 1999 Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie, hält in seinen künstlerisch-dokumentarischen Langzeitprojekten fest, wie sich Wandlungsprozesse in landschaftlichen Räumen niederschlagen. Dorfstrukturen, die von Globalisierungsprozessen gesprengt werden, zeigt Hils ganz aktuell in einer (von ihm auch kuratierten) Gemeinschaftsausstellung im Bauernhausmuseum Wolfegg. Die Unaufhaltsamkeit der Wucht der Veränderung wird hier in Oberschwaben gezeigt, wo sich in eine scheinbare Postkartenidylle die Spuren der Verstädterung, Flurbereinigung und Technisierung einschreiben. Im Podcast mit Andreas Langen spricht Claudio Hils über intendierte Entidealisierungen, die prägenden Farblabor-Erfahrungen während seines Studiums an der GHS Universität Essen und den Weg vom bildjournalistischen Arbeiten zur Autorenfotografie im Ausstellungs- und Publikationsbereich. Ausstellung „Menschengemacht. Fotografische Blicke auf die Landschaften unserer Zeit“ bis 3. Oktober 2022: https://www.bauernhausmuseum-wolfegg.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie https://www.claudio-hils.com/

  25. 7

    DFA#9 Johanna Diehl: Die Anwesenheit von Abwesenheit

    Fragen stellen, die nicht beantwortet werden können. Die Berliner Fotografin Johanna Diehl, seit 2018 Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie, untersucht komplexe gesellschaftliche Zustände mit verblüffenden künstlerischen Mitteln. Im Podcast mit Andreas Langen spricht sie über die Tagebücher ihrer Großmutter, die sie zu einer Serie komplett abstrakter Farbflächen anregten, sowie über die Verwicklungen ihrer Familie in die Geschichte des 20. Jahrhunderts: Von NS-Gefolgschaft über Wirtschaftswunder und Gründung der „documenta“ durch ihren Großonkel Arnold Bode. All dies spiegelt sich in kühlen Stillleben sowie alten Urlaubsdias, wobei die Zertrümmerung gutbürgerlicher Harmonieverhältnisse in einem Musikvideo mündet, bei dem Aschenbecher, Zuckerzangen und Cocktailspieße einen Konzertflügel rocken. http://www.johannadiehl.com/ http://www.johannadiehl.com/FILM-Johanna-Diehl-BROKEN-REPERTOIRE-Raphael-Sbrzesny-Kunsthalle Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie  

  26. 6

    DFA#8 Peter Jacobis Sammlung historischer rumänischer Fotografien

    Der renommierte Bildhauer und Fotograf Peter Jacobi stammt aus Siebenbürgen. 1970 hat er Rumänien verlassen und lebt seitdem in Deutschland. Nach der Wende hat er in Rumänien historische Fotografien aus Privatbesitz gesammelt und sich darüber intensiv mit dem Erbe seiner Heimat befasst. Mit Corinna Weidner spricht DFA-Mitglied Jacobi über den Umgang mit dieser Foto-Sammlung, seine eigenen vielfältigen Ansätze in der Fotografie und wie sich beides biografisch verbindet. Eine Zeitreise durch das rumänische Königreich und die Volksrepublik: warum Königin Elisabeth zu Wied rumänische Trachten trug, kaum Fotos von Diktator Ceauşescus zu finden waren und Jacobi eine Karriere im Sozialismus hinter sich ließ. Und eine Zeitreise durch die Fotogeschichte: vom Informationsgehalt scheinbar nostalgischer Bilder zur willkommenen Gegenwart der Digitalfotografie. http://www.peterhjacobi.de/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  27. 5

    DFA#7.2 Lois Hechenblaikner: Enzian-Schnuller, Show-Kulissen und Berauschungsindustrie im Tiroler Alpen-Tourismus

    Lois Hechenblaikner ist scharfsichtiger Dokumentarist und Kritiker der Deformationen des Massentourismus in seiner Heimat, sowohl bild- als auch wortgewaltig. In Teil 2 dieses Podcasts spricht der DFA-Fotograf mit Andreas Langen über die Motive und Mechanismen der fatalen Zweckpartnerschaft von Gästen und Gastgebern. Knallharte Geschäftsinteressen beantworten die Sehnsüchte nach der heilen Welt mit verklärenden Fassaden und Kulissen, die im Hintergrund kaufmännisch durchdekliniert sind. In seinen Langzeit-Studien nimmt Hechenblaikner touristische Erfolgsmodelle in den Blick. Die Volksmusik mutiert zur schmerzfreien Zone einer akustisch verklärten Alpenwelt und im Après-Ski wird die Almhütte als Kulisse vereinnahmt, ein „Zweckbau des Tragischen mit Unterleibs-Bewirtschaftung“. Welch hohen Preis Lois Hechenblaikner für seine kritische Arbeit zahlt, wie der gute Geist die Fotografie trägt und welche Kameraformate in welcher Situation zum Einsatz kommen, ist in diesem Podcast zu erfahren. https://www.hechenblaikner.at Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  28. 4

    DFA#7.1 Lois Hechenblaikner: Visueller Geigerzähler in den Störzonen des Tiroler Alpen-Tourismus

    Bereits seit Mitte der 1990er Jahre widmet sich DFA-Fotograf Lois Hechenblaikner den Auswüchsen des Massentourismus in Tirol, sein Bildband „Ischgl“ erschien ungeplant treffgenau im Corona-Jahr 2020. Mit Schauspieler Tobias Moretti und Dramatiker Felix Mitterer (Piefke-Saga) gehört Hechenblaikner zu den wenigen Tirolern, die den Finger in die Wunde der Deformation ihrer Heimat legen und dafür heftig angefeindet werden. Die dystopischen Entwicklungen des Ballermann-Tourismus in den Hotspots und die Zerstörung der Natur für die Ski-Gaudi werden von Hechenblaikner in präzisen Fotoserien manifest, die „Gletscherpathologie“ oder „Intensivstationen“ heißen. Mit Andreas Langen spricht Lois Hechenblaikner in Teil 1 dieses Podcasts über die emotionale Erfahrung und tiefe Wertschätzung für das Leben der Landwirtschaft, die Prägung durch den Heißhunger der deutschen Feriengäste und über seine künstlerische Arbeit: Welche Bilder Massentourismus produziert, Ski-Skulpturen und warum seine Fotografien in den Kunstkontext gehören. https://www.hechenblaikner.at Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  29. 3

    DFA#6 Annelise Kretschmer. Wiederentdeckung: Eine Fotografin (auch) der 1920er Jahre

    Sie war eine Protagonistin des „Neuen Sehens“ und selbst Repräsentantin der „Neuen Frau“, dem modernen, berufstätigen Frauentypus der Zwanziger Jahre. Mit nur 23 Jahren wurde Annelise Silberbach als Mitglied in die Gesellschaft Deutscher Lichtbildner (GDL, heute DFA) berufen, das war 1926. Als Mitglied vorgeschlagen hatte sie Franz Fiedler, bei dem sie Meisterschülerin war. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zeigt nun in der großen Ausstellung „Der Augenblick“ das langjährige Schaffen der Dortmunder Fotografin Annelise Kretschmer-Silberbach. Corinna Weidner spricht im Archive-Podcast mit Anna-Luisa Walter und Stephan Sagurna vom LWL-Museum über die Ordnung im Nachlass der Fotografin, das Suchen nach Zeitzeugen, Kretschmers frühe Bromöldrucke und ihre versatile Fotokunst sowie die Repressionen, die sie im Nationalsozialismus erlebte. Ausstellung bis 14.08.2022 im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster. www.lwl-museum-kunst-kultur.de Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  30. 2

    DFA#5 Nepal Spezial: The Skin of Chitwan

    Anlässlich der Biennale für aktuelle Fotografie widmet sich die Deutsche Fotografische Akademie in diesem Podcast dem dort ausgestellten Projekt „The Skin of Chitwan“ der Nepal Picture Library. Fotograf und Historiker Christoph Linzbach diskutiert mit DFA-Archivarin Corinna Weidner die Strategien, die dieses Projekt verfolgt und die Bedeutung von Visual Storytelling als Mittel der Deutungshoheit. Die Narrative, an denen Archive mitarbeiten, werden dabei auch in Bezug zum Umgang mit Fotoarchiven aus der Kolonialzeit und der aktuellen Arbeit am DFA-Archiv gestellt. „The Skin of Chitwan“ ist noch bis 22. Mai 2022 auf der Biennale-Sektion „Narratives of resistance“ im Museum Weltkulturen der rem zu sehen: https://biennalefotografie.de/ Und langfristig auch online unter: http://skinofchitwan.nepalpicturelibrary.org/ Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  31. 1

    DFA#4 Ukraine Spezial: Krieg und Fotografie

    Andreas Langen, Nikita Teryoshin, Robin Hintsch, Alexandr Glyadyelov: Jeder dieser Fotografen setzt sich mit dem Krieg in der Ukraine auseinander. In diesem Podcast spricht Corinna Weidner mit Andreas Langen über seine Erfahrungen auf dem Maidan 2014 und wie sein ukrainischer Kollege Alexandr Glyadyelov aktuell in Kiew arbeitet. Nikita Teryoshin erzählt, warum er seinen russischen Pass verbrannt hat und wie das ikonische Foto dieser Aktion „Not in my name“ zirkuliert. Und auch unser DFA-Kollege Robin Hinsch fotografiert schon seit vielen Jahren in der Ukraine, wo er sich momentan aufhält. Wir konnten ihn persönlich dort nicht sprechen aber wir reden über seine ganz aktuellen Bilder an der Schnittstelle zwischen Dokument und Kunst. Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie  

  32. 0

    DFA#3 Legendäre Streitkultur: Ruprecht Skasa-Weiß über die GDL in den 1970er und 1980er Jahren

    Die „legendäre Streitkultur der GDL“ war ein sagenumwobenes Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal. Aber wie darf man sie sich eigentlich vorstellen? Der renommierte Feuilletonist Ruprecht Skasa-Weiß wurde 1975 Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner (heute Deutsche Fotografische Akademie). Einige Jahre hat er die Aktivitäten der GDL begleitet und darüber berichtet. Und er war hautnah mit dabei. Im Gespräch mit Corinna Weidner berichtet er über eine Zeit, in der nicht nur die für die Akademie immer typische Vielfalt der fotografischen Stile und Ausdrucksmöglichkeiten aufeinanderprallte, sondern auch eine Vielzahl an hochgradig divergierenden Persönlichkeiten.  Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  33. -1

    DFA#2 Andreas Gefeller: Schönheit mit doppeltem Boden

    Der Düsseldorfer Fotograf Andreas Gefeller schafft Augenweiden mit doppeltem Boden. Gefeller entnimmt seine Motive zwar der Wirklichkeit, gibt ihnen aber durch fotografische Techniken einen surrealen Dreh. „Nichts ist, was es scheint“, sagt der Künstler, „es gibt immer noch andere Möglichkeiten, die Welt zu sehen.“ Nirgendwo wird künstlerische Fotografie so heiß diskutiert wie in der Deutschen Fotografischen Akademie. Und das seit über 100 Jahren. Andreas Langen widmet sich im DFA-Podcast fotografischen Einzelpositionen von Mitgliedern.  Von Andreas Gefeller wollte er mehr erfahren zu dessen Fotoserien Serien „Supervisions“, „Soma“ und „Clouds“, sein Verhältnis zur Technisierung der Welt und ob die Größe und Genauigkeit der Bilder vielleicht auch eine Einladung zur Meditation sind. Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

  34. -2

    DFA#1 Wer wir sind und was wir tun

    Nirgendwo wird künstlerische Fotografie so heiß diskutiert wie in der Deutschen Fotografischen Akademie. Und das seit über 100 Jahren. Wie macht die Akademie das? Wie wird man Mitglied? Sind das Profis oder Amateure? Einblick hinter die Kulissen und Ausblick auf die zukünftigen Podcast-Talks mit den DFA-Mitgliedern Andreas Langen und Corinna Weidner. Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/ Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie

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Die Deutsche Fotografische Akademie diskutiert, zeigt und fördert künstlerische Fotografie. Im Podcast sprechen Mitglieder über ihre aktuellen Arbeiten und wir diskutieren mit Zeitzeugen und Forschern über die 100-jährige Geschichte der Fotografenvereinigung. Wir wünschen anregendes Bilderhören!

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