PODCAST · government
Geko_Vorträge
by Gruppe Geko
https://gesellschaftskritischeodyssee.tumblr.com/
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I'm a materialist girl-Zum materialistischen Feminismus - Podium Ilse Bindseil & Koschka Linkerhand
Gesammelte Vortragsmitschnitte der Gruppe Geko - gesellschaftskritische Odyssee aus Halle (Saale)
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I'm a materialist girl-Zum mat. Feminismus - Publikumsdiskussion Ilse Bindseil & Koschka Linkerhand
Gesammelte Vortragsmitschnitte der Gruppe Geko - gesellschaftskritische Odyssee aus Halle (Saale)
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Middle Class Heroes - Von der Kritik der Arbeit zur Affirmation der Ausbeutung m. Stephan Maßdorf
Vortragsmitschnitt Middle Class Heroes Von der Kritik der Arbeit zur Affirmation der Ausbeutung Als die Gruppe Krisis 1999 ihr „Manifest gegen die Arbeit” veröffentlichte, schien ihre zentrale These evident: Dem Kapitalismus gehe die Notwendigkeit der Arbeit und damit seine Wertschöpfungsgrundlage aus. Die künstliche Lebensverlängerung fürs Kapital gelinge nur noch durch die Privatisierung vormals öffentlicher Leistungen und Wetten auf immer weiter in die Zukunft verlagerte Gewinne auf den Finanzmärkten. Die tägliche Schinderei würde indes durch einen irrationalen Arbeitsethos gerechtfertigt, den der Staat repressiv durchsetze. In der Tat kämpfte vor 20 Jahren eine ideologische Arbeitsfront aus Gewerkschaften, Unternehmen, Politik und öffentlicher Meinung gleichermaßen gegen Arbeitslose und Hedgefondsmanager. Ohne dieses Bündnis sie wären die Hartz-Gesetze der rot-grünen Bundesregierung wohl kaum möglich gewesen. Doch weder der damalige Arbeitsethos noch sein sozialer Träger – der alte Mittelstand – haben sich gut gehalten. Vielmehr geben heute urbane Aufsteiger den Ton an, die einen guten Teil der Wähler der derzeitigen Bundesregierung stellen. Zu ihrem Standardrepertoire gehören zahlreiche Versatzstücke der damals in linken Kreisen geübten Arbeitskritik. Der Wahrheitsgehalt dessen, was einmal als Gesellschaftskritik daherkam, hat längst seinen Zeitkern verloren. In Zeiten, in denen das Wort „Prokrastination“ in die Alltagssprache der Generation U40 eingegangen ist, in denen über die Hälfte jedes Geburtsjahrgangs ein Studium beginnt und sich sozial akzeptiert vom Arbeitsmarkt zunächst fernhält, in denen alle Welt über Einkommen jenseits der Erwerbsarbeit redet – sei es in Form von Aktien und ETFs oder dem bedingungslosen Grundeinkommen –, in solchen Zeiten kann vom traditionellen Arbeitsethos kaum noch die Rede sein. Die von linker Seite geübte Arbeitskritik hat die herrschende Ideologie abermals nur modernisiert statt die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Debattenbeitrag von Stephan Maßdorf in der Jungle World: https://jungle.world/artikel/2022/36/das-elend-der-arbeitskritik Ein Vortrag von Stephan Maßdorf (Gruppe Geko - Gesellschafskritische Odysee) Veranstaltet vom Alternativen Vorlesungsverzeichnis der Uni Halle Melanchthonianum Universität Halle, Hörsaal XXVIII, 14.12.2022, 19:00 Uhr
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Middle Class Heroes - Kritik der Arbeit&Affirmation d. Ausbeutung Publikumsdiskussion m. S. Maßdorf
Mitschnitt der Diskussion des Vortrags: Middle Class Heroes Von der Kritik der Arbeit zur Affirmation der Ausbeutung Als die Gruppe Krisis 1999 ihr „Manifest gegen die Arbeit” veröffentlichte, schien ihre zentrale These evident: Dem Kapitalismus gehe die Notwendigkeit der Arbeit und damit seine Wertschöpfungsgrundlage aus. Die künstliche Lebensverlängerung fürs Kapital gelinge nur noch durch die Privatisierung vormals öffentlicher Leistungen und Wetten auf immer weiter in die Zukunft verlagerte Gewinne auf den Finanzmärkten. Die tägliche Schinderei würde indes durch einen irrationalen Arbeitsethos gerechtfertigt, den der Staat repressiv durchsetze. In der Tat kämpfte vor 20 Jahren eine ideologische Arbeitsfront aus Gewerkschaften, Unternehmen, Politik und öffentlicher Meinung gleichermaßen gegen Arbeitslose und Hedgefondsmanager. Ohne dieses Bündnis sie wären die Hartz-Gesetze der rot-grünen Bundesregierung wohl kaum möglich gewesen. Doch weder der damalige Arbeitsethos noch sein sozialer Träger – der alte Mittelstand – haben sich gut gehalten. Vielmehr geben heute urbane Aufsteiger den Ton an, die einen guten Teil der Wähler der derzeitigen Bundesregierung stellen. Zu ihrem Standardrepertoire gehören zahlreiche Versatzstücke der damals in linken Kreisen geübten Arbeitskritik. Der Wahrheitsgehalt dessen, was einmal als Gesellschaftskritik daherkam, hat längst seinen Zeitkern verloren. In Zeiten, in denen das Wort „Prokrastination“ in die Alltagssprache der Generation U40 eingegangen ist, in denen über die Hälfte jedes Geburtsjahrgangs ein Studium beginnt und sich sozial akzeptiert vom Arbeitsmarkt zunächst fernhält, in denen alle Welt über Einkommen jenseits der Erwerbsarbeit redet – sei es in Form von Aktien und ETFs oder dem bedingungslosen Grundeinkommen –, in solchen Zeiten kann vom traditionellen Arbeitsethos kaum noch die Rede sein. Die von linker Seite geübte Arbeitskritik hat die herrschende Ideologie abermals nur modernisiert statt die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Debattenbeitrag von Stephan Maßdorf in der Jungle World: https://jungle.world/artikel/2022/36/das-elend-der-arbeitskritik Ein Vortrag von Stephan Maßdorf (Gruppe Geko - Gesellschafskritische Odysee) Veranstaltet vom Alternativen Vorlesungsverzeichnis der Uni Halle Melanchthonianum Universität Halle, Hörsaal XXVIII, 14.12.2022, 19:00 Uhr
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