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IMPERIUM ROMANUM - Römische Geschichte

Ein Versuch, die römische Geschichte in Ihrer Gesamtheit vorzustellen, sowohl mit eigenen Worten, eigenen Gedanken, auch mal abschweifend mit gewisser Spontaneität, aber dazu um den ganzen eine Linie zu bieten werde ich das Originalwerk Leopold von Rankes, ein zeitloses Meisterwerk, über die römische Geschichte lesen. Dazu bemühe ich mich, detailliert den Inhalt zu kommentieren bzw. darüber auch frei und auch unterhaltsam zu sprechen.Neben Ranke sollen in späterer Folge auch andere originale Quellen gelesen werden, wie z.B. Caesar oder Suetonius. Auch besondere Zusatzfolgen soll es geben.

  1. 40

    #39 Die Seeschlacht von Messina und die Rückkehr des Pyrrhos

    Der Entschluss des Pyrrhos von Epirus, Sizilien gegen Ende des Sommers oder im frühen Herbst 276 v. Chr. zu verlassen, war keineswegs ein spontaner Strategiewechsel, sondern das Ergebnis einer sich zuspitzenden Mehrfachkrise – militärisch, politisch und persönlich. Die genaue Datierung bleibt in der Forschung umstritten, doch die Ursachen seines Abzugs lassen sich aus den antiken Quellen vergleichsweise klar rekonstruieren.Zunächst war die militärische Lage ins Stocken geraten. Der anfängliche Triumphzug des Pyrrhos auf Sizilien hatte ihm binnen kurzer Zeit fast die gesamte Insel eingebracht. Doch der entscheidende Erfolg – die Einnahme der stark befestigten karthagischen Basis bei Lilybaion – blieb aus. Die Stadt widerstand allen Belagerungsversuchen. Damit war der Krieg in eine Phase übergegangen, die nicht mehr von schnellen Siegen, sondern von langwieriger Abnutzung geprägt war. Für einen Feldherrn wie Pyrrhos, der auf Bewegung, Initiative und Entscheidungsschlachten setzte, bedeutete dies eine strategische Sackgasse.

  2. 39

    #38 Pyrrhus in Sizilien gegen Karthago

     Im Jahr 278 v. Chr., setzte Pyrrhos nach Sizilien über. Zu diesem Zeitpunkt war die Lage bereits komplexer: Neben den Mamertinern stellte vor allem Karthago die Hauptbedrohung für die griechischen Städte dar. Pyrrhos wurde dennoch als Befreier empfangen und griff militärisch sowohl gegen karthagische Positionen als auch indirekt gegen die Machtbasis der Mamertiner im Nordosten ein. Seine Feldzüge führten zeitweise zur Zurückdrängung dieser Kräfte und zur teilweisen Stabilisierung der Lage zugunsten der griechischen Städte, einschließlich Syrakus.

  3. 38

    #37 Der Chefdiplomat Kineas und die Schlacht bei Asculum

    In Pyrrhus’ Umfeld wirkte er häufig als mäßigende Stimme und riet zu vorsichtigem und diplomatischem Vorgehen statt zu riskanten militärischen Unternehmungen. Laut Plutarch erreichte er durch seine Redekunst mehr Erfolge als manche Feldzüge.Vor dem Krieg gegen Rom versuchte Kineas, Pyrrhus von diesem Unternehmen abzubringen. In einem berühmten Gespräch zeigte er dem König durch kluge Fragen die Sinnlosigkeit endloser Eroberungen auf: Wenn am Ende Frieden und Genuss das Ziel seien, könne man dies auch ohne Krieg erreichen. Pyrrhus ignorierte jedoch diesen Rat.

  4. 37

    #36 Pyrrhus gegen Rom: Die Schlacht von Herakleia

    Als Pyrrhus dies bemerkte, geriet er in große Unruhe. Er befahl seinen Infanterieoffizieren, sofort Schlachtordnung zu bilden und die Männer unter Waffen bereitzuhalten. Selbst ritt er mit dreitausend Reitern aus, in der Hoffnung, die Römer noch während des Übergangs zu überraschen und sie in Unordnung zu treffen. Doch als er am Flussufer die dicht gereihten Schilde im Sonnenlicht glänzen sah und die römische Kavallerie in geschlossener Ordnung vorrücken erkannte, ließ er seine Reiter enger formieren und griff an.

  5. 36

    #35 Der Adler landet: Pyrrhos von Epirus und der Funke zum Krieg

    Pyrrhos von Epirus wurde bereits als Kind zum Spielball der Großen: Im Jahr 307 v. Chr. war es der illyrische König Glaukias, der den gerade einmal elfjährigen Pyrrhos mit Waffengewalt zurück auf den Thron der Molosser in Epirus setzte. Während Vormünder in seinem Namen die Regierungsgeschäfte führten, sog der junge König die Traditionen des hellenistischen Königtums auf. Doch die Stabilität war trügerisch. Als Pyrrhos mit siebzehn Jahren nach Illyrien reiste, um der Hochzeit eines Sohnes seines Gönners Glaukias beizuwohnen, nutzten seine Gegner in der Heimat die Gunst der Stunde. Die Molosser erhoben sich, vertrieben seine Getreuen und setzten seinen Rivalen Neoptolemos erneut auf den Thron. 

  6. 35

    #34 Der Pyrrhische Krieg 1: Luxus und Stolz im antiken Tarent

    Tarent entwickelte sich rasch zur bedeutendsten griechischen Stadt Süditaliens und blieb die einzige Apoikie Spartas. Seine wirtschaftliche Stärke beruhte auf intensiver Landwirtschaft (insbesondere Oliven- und Weinanbau), Fischerei, Purpurgewinnung sowie weitreichenden Handelsnetzen im Adriaraum und im östlichen Mittelmeer. Archäologische Befunde belegen erheblichen Reichtum, insbesondere im Bereich der Keramik-, Textil- und Metallproduktion.Politisch errang Tarent früh die Hegemonie über die benachbarten italischen Völker der Japyger und Messapier, häufig durch militärischen Druck, teilweise aber auch durch Bündnisse und Klientelverhältnisse. Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde ein zweiter Mauerring errichtet, was auf starkes Bevölkerungswachstum und erhöhte Sicherheitsbedürfnisse hinweist.

  7. 34

    #33 Rom gegen alle: Der Dritte Samnitenkrieg

    Die Spannungen zwischen Rom und seinen Nachbarn in Mittelitalien hatten sich Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. zunehmend verschärft, wobei die Hauptrolle weiter die Samniten spielten, aber auch die Etrusker und verschiedene Küstenstämme. Schauen wir uns die geopolitische Gesamtsituation an, um zu sehen wo Rom steht im Jahr 300 v Chr und den darauffolgenden Jahren. Um 300–290 v. Chr. befindet sich die antike Welt in einer Phase tiefgreifender Neuordnung. Der Tod Alexanders des Großen liegt nur wenige Jahrzehnte zurück, doch sein Reich ist bereits in konkurrierende Monarchien zerfallen. Gleichzeitig entstehen neue Machtzentren, während ältere politische Strukturen an Einfluss verlieren. Diese Epoche ist geprägt von Instabilität, Konkurrenz und Übergang – eine Welt, in der noch niemand ahnt, welche Macht langfristig dominieren wird.

  8. 33

    #32 Der Zweite Samnitische Krieg (326–304 v. Chr.): List, Joch und General Cursor

    Ein zentraler Schritt war die Rückeroberung von Luceria, einer Schlüsselstadt in Apulien. Luceria war nicht nur militärisch bedeutsam, sondern auch symbolisch: Sie galt als Stützpunkt samnitischer Macht und als Zeichen römischer Schwäche nach Caudium. 320 v. Chr. zogen die Konsuln der plebejer Quintus Publilius Philo und Lucius Papirius Cursor mit getrennten Heeren nach Apulien. Interessant ist das Quintus Publilius einen griechischen Beinamen führt “Philo”.Lucius Papirius Cursor galt als der Stargeneral der Römer, so lässt Livius ausrichten, wenn in dieser Zeit Alexander der Große der nur einige Jahre zuvor bei 333 v Chr die Perser schlug, danach sein Heer gegen Rom gewandt hätte, würde er bei Cursor auf einen unbesiegbaren Gegner stoßen.Sein Beiname Cursor bedeutet „Der Läufer“ - wie der Cursor beim Computer -, da er in der Lage war, täglich über 50 römische Meilen in voller Marschordnung zurückzulegen und dasselbe von seinen Soldaten verlangte.

  9. 32

    #31 Der Erste Samnitenkrieg “Capua unter Schutz”

    Der unmittelbare Auslöser des Krieges war der Hilferuf der kampanischen Metropole Capua, die sich 343 v. Chr. an Rom wandte, nachdem sie sich militärisch nicht länger gegen samnitische Übergriffe behaupten konnte. Capua ungefähr 190 km etwa 2 Autostunden in Richtung Süden an der Küste zum Tyrrhenischen Meer, heute praktisch eine nördliche Vorstadt von Neapel. Capua war in der späten Republik eine der reichsten Städte Italiens und berühmt für ihre Gladiatorenschulen. Die Stadt beherbergte das Größte und Härteste dieser Trainingslager: die Ludus Magnus bzw. Ludus Lentulus Batiatus, wo Hunderte Gladiatoren – meist Kriegsgefangene oder Sklaven – für den Kampf ausgebildet wurden.

  10. 31

    #30 Roms Erneuerung, Corvus und der erste Karthagovertrag

    Die bekannteste Episode der frühen Karriere des Valerius wird von Livius (VII, 26–27) in epischer Breite erzählt: Vor Beginn einer Schlacht soll ein außergewöhnlich großer gallischer Krieger aus der gegnerischen Front hervorgetreten sein und die römischen Linien zu einem Zweikampf Mann gegen Mann herausgefordert haben.Valerius – jung, ehrgeizig, aus vornehmer Familie – habe daraufhin beim Konsul um Erlaubnis gebeten, die Herausforderung anzunehmen. Als der Zweikampf begann, habe sich ein Rabe (corvus) auf dem Helm des Valerius niedergelassen und den Gallier durch wiederholte Sturzflüge und Kratzbewegungen am Gesicht irritiert. In diesem Moment der Ablenkung gelang Valerius ein tödlicher Hieb. Er tötete den Gallier, was der römischen Armee moralischen Auftrieb verlieh und unmittelbar zur Flucht der gallischen Streitkräfte führte.

  11. 30

    #29 „Brennus ante portas“ – Die Kelten

    Die Gallier (Senonen) drangen aus Norditalien über die Alpen vor und besiegten das römische Heer an der Allia (nördlich von Rom) im Jahr 390 v. Chr. (nach römischer Zeitrechnung, wahrscheinlich 387).Rom wurde geplündert und niedergebrannt – der berühmte „Galliersturm“ oder clades Gallica.Nur die Burg des Kapitols hielt stand; der Legende nach wurden die Römer dort von heiligen Gänsen vor einem nächtlichen Angriff gewarnt.Schließlich einigte sich Rom mit Brennus auf ein Lösegeld in Gold. Der Anführer soll beim Abwiegen der Beute den legendären Satz gesagt haben: „Vae victis!“ – „Wehe den Besiegten!“

  12. 29

    #28 Brutus und die Anfänge der Römischen Republik

    Das Volk stimmte schließlich für die Absetzung des Königs und die Verbannung der gesamten königlichen Familie.Die Anführer des Aufstands standen in engem Verwandtschaftsverhältnis zum Herrscherhaus: Brutus war der Neffe des Königs, Lucius Tarquinius Collatinus dessen Vetter. Tarquinius Superbus selbst befand sich zu jener Zeit im Kriegslager bei Ardea. Als ihn die Nachricht vom Staatsstreich erreichte, eilte er sofort nach Rom zurück – doch die Tore der Stadt blieben ihm verschlossen. Währenddessen hatten die Verschwörer auch das Heer auf ihre Seite gezogen und die Söhne des Königs aus der Stadt vertrieben.So blieb Tarquinius Superbus nichts anderes übrig, als mit seiner Familie ins Exil zu fliehen – und mit ihm endete die römische Monarchie.

  13. 28

    #27 “Superbia ante ruinam” – Der Hochmut des Tarquinius Superbus – der letzte König

    Nach der Überlieferung regierte er von etwa 535 bis 510 oder 509 v. Chr., bevor mit seinem Sturz die Römische Republik begann. Er war, wie sein Vorgänger Tarquinius Priscus, etruskischer Herkunft und soll durch die Ermordung seines Vorgängers Servius Tullius an die Macht gelangt sein.Die römischen Historiker zeichnen ihn natürlich in der Retrospektive zurückschauend vor allem als unpopulären, herrschsüchtigen Monarchen: Gesetze, die ihm nicht passten, ließ er aufheben, hohe Ämter vergab er an Freunde und Gefolgsleute statt an verdiente Bürger.  Tarquinius wurde nachträglich zur negativen Projektionsfigur stilisiert – ähnlich wie Nebukadnezar oder Herodes in der Bibel. Wenn man aber die Fakten hinter dem moralischen Urteil betrachtet, zeigen sich auch stabilisierende, staatsbildende und kulturell produktive Aspekte seiner Herrschaft.

  14. 27

    #26 Servius Tullius – 6. König Roms: Sklavekönig oder General Mastarna?

    Aber es gibt noch eine völlig andere Abstammungstheorie, die etruskische:Kaiser Claudius der um 50 n.Chr, also eine Generation nach Livius, lebte und regierte, war ein Kenner der Etrusker, es soll ja familiäre Bande zu den Etruskern gegeben haben, ja er solle selber etruskischer Herkunft sein, gehört zu den Spekulationen. Er beherrschte auch ihre Sprache und schrieb ein ausführliches Werk. Seiner Theorie nach, war Servius Tullius ein Etrusker, der ursprünglich Mastarna, Maxtarna hieß. Kaiser Claudius erwähnte sie in einer Rede vor dem Senat und sprach von den „Abenteuern“ des Caelius Vibenna und seines Gefährten Mastarna – den Claudius mit Servius Tullius, dem späteren römischen König, gleichsetzte. Nach Claudius’ Darstellung verließ Mastarna Etrurien mit den verbliebenen Truppen des Caelius und ließ sich auf einem der Hügel Roms nieder – dem später sogenannten Caelius-Hügel, der seinen Namen zu Ehren Vibenna erhielt.Man bezeichnete ihn auch als magister populi eine Art oberster Herrführer, der den König vertritt. Servius, aber auch sein Vorgänger, beide Etrusker wären solche gewesen. Sein Name wird auch in erster Linie mit der Modernisierung der Legion in Zusammenhang gebracht, was gut passen würde zur Theorie, dass er selber ein Mann des Militär war.

  15. 26

    #25 Lucius Tarquinius Priscus - der erste etruskische Herrscher von Rom

    Dass am Ende der Königszeit die Etrusker die Herrschaft über die Stadt gewannen, dürfte auf einen historischen Kern zurückgehen. Ob dies tatsächlich in der Form geschah, daß ein Etrusker aus der Stadt Tarquinii zum König erhoben wurde, oder ob die Stadt Tarquinii eine territoriale Expansion, Vorherrschaft über Rom errang, bleibt unklar. Mommsen ist gegen die Annahme der territorialen Herrschaft der Etrusker.

  16. 25

    #24 Ancus Marcius, der legendäre vierte König von Rom

    Seine Herrschaft verband zwei Elemente, die Rom prägen sollten: die Frömmigkeit Numas und die kriegerische Energie Romulus’. Gleich zu Beginn seiner Regierungszeit ordnete er an, die religiösen Vorschriften seines Großvaters öffentlich auf hölzernen Tafeln bekannt zu machen, damit die Riten nicht mehr in Vergessenheit geraten konnten. Doch das sollte nicht reichen, er kann mehr, so konstruierte man den ganzheitlicheren, Ancus nicht nur ein Bewahrer der Religion, sondern auch ein fleißiger Kriegsherr.

  17. 24

    #23 Tullus Hostilius – Der Kriegskönig Roms

    Die vielleicht berühmteste Episode aus der Zeit Tullus’ ist der Konflikt mit Alba Longa, der Nachbarstadt, die sich als Erbe der trojanischen Traditionen betrachtete und zu den zentralen Städten des latinen Bündnissystems gehörte. Nach den Quellen entzündete sich ein Krieg aus wiederholten Grenz- und Viehdiebstählen. Tullus soll die Auseinandersetzung genutzt haben, um die Vormacht Roms zu behaupten.

  18. 23

    #22 Numa Pompilius - fromm, sittenstreng, traditionsbewusst

    Manche antiken Autoren sahen in dieser Herkunft eine bewusste politische Symbolik: Während Romulus die lateinisch-römische Linie repräsentierte, verkörperte Numa das sabinische Element der frühen Stadt. Somit spiegelte seine Wahl zum König die Einheit der verschiedenen ethnischen Gruppen wider, die Rom konstituierten.Interessant ist zudem die genealogische Konstruktion, die in späterer Zeit aufkam: Man betrachtete Numa als Schwiegersohn oder zumindest in enger Verbindung zur legendären Gestalt Titus Tatius, des sabinischen Mitkönigs von Romulus. Auf diese Weise wurde Numa in die Frühgeschichte Roms integriert, indem seine Herkunft sowohl Sabinern als auch Römern Legitimität verschaffte.

  19. 22

    #21 Romulus hat es wohl nie gegeben

    Die Gestalt des Romulus nimmt in der römischen Überlieferung eine herausragende und zugleich ambivalente Stellung ein. Als mythischer Gründer Roms und erster König (rex) fungiert er nicht nur als identitätsstiftende Figur der römischen Frühzeit, sondern auch als symbolischer Ursprung politischer, religiöser und militärischer Institutionen, die die römische Gesellschaft über Jahrhunderte prägen sollten. 

  20. 21

    #20 Rhea Silvia als Theotokos und das kollektive Gedächtnis der Völker

    Heute will ich auch weiter über Parallelen und Gründe für diesen mythologischen Hintergrund der frühen römischen Geschichte nachdenken. Wir haben über das griechische Vorbild gesprochen. Man könnte über zwei Ansätze nachdenken, der eine jede Kultur hat sich seine eigenen Legenden und Glaubensvorstellungen selber entwickelt, z.B. das Alte Testament der Juden und ihre Geschichte des auserwählten Volkes oder wir haben es mit einer Quelle zu tun die kopiert und angepasst wurde an eigene Vorstellungen. Es gäbe dann auf der Welt verschiedene kulturelle Brennpunkte, für unseren Kulturraum, wäre es Mesopotamien und Ostanatolien, als älteste dokumentierte Kultur, Ägypten ist ein wenig jünger. In anderen Teilen der Welt gäbe es dann andere Zentren, und bekanntlich haben die Menschen in Indien, China und Japan andere Vorstellungen.Speziell die jüdische Geschichte und das Christentum zeigen erwähnenswerte Parallelen zu der Romulus und Remus Legende der Römer.  

  21. 20

    #19 Der Cursus honorum – Karriere im alten Rom?

    Die menschliche Natur ist halt eine solche, dass der Konkurrenzkampf wenn es um Macht und Ehre und Stellung, Ansehen geht ohne Bandagen ausgeführt wird und man feste Regeln braucht. So wurde über die gesamte Zeit der Republik an diesen Regeln und Überwachungsmechanismen gearbeitet, das gleiche Problem kannte auch die Athener Demokratie, wo ebenfalls viele Regeln eingeführt wurden z.B. die Wahlen betreffend, damit diese “demokratisch” ablaufen ohne Bestechung u.ä.

  22. 19

    #18 Die Gründung Roms: Livius und die Quellen

    Die Gründung Roms, wird von den Römern nur in der Retrospektive gebracht. Zur Zeit des Kaiser Augustus, der ja eigentlich gar kein Kaiser war, sondern nur Princeps, der Erste der Senatoren, aber Gründer der Kaiserzeit gilt, wollte man Roms Geschichte als eine heroische Geschichte darstellen, schließlich sah man sich als Weltherrscher.Das macht übrigens jeder einzelne von uns, wenn er über seine Vorfahren, Verwandten spricht, denn damit macht man sich ja selber wichtiger und größer.Es gab aber schon zuvor Gründungslegenden, die sich hauptsächlich an der griechischen Literatur und Tradition orientierten, kurz Ereignisse griechischer Geschichte die an die römische Geschichte angepasst wurden.Die wichtigste Quelle ist und bleibt Titus Livius geboren wohl 59 v. Chr. in Patavium, dem heutigen Padua; gestorben um 17 n. Chr. ebendort.  Er schrieb sowas wie die Bibel oder das Handbuch der römischen Geschichte in seinem  142 Bücher umfassendem Hauptwerk “Ab urbe condita”. Dieses Werk teilweise von modernen Geschichtsschreibungsstandart entferten, mal eher eine Gute Nacht Geschichte aus dem Reich der Märchen und Sagen, gilt trotzdem als eine der wichtigsten Quellen für die frühe Geschichte des Römischen Reichs gilt. Livius beschreibt darin den Aufstieg Roms zur Weltmacht von der sagenhaften Gründung der Stadt 753 v. Chr. bis in seine Gegenwart des Jahres 9 v. Chr., also bis in die Anfänge der Kaiserzeit unter Augustus. Hier der Merksatz für den, der ihn noch nicht kennt: 753 (sieben, fünf, drei) – Rom schlüpft aus dem Ei.  

  23. 18

    #17 Die Ptolemäer: Kriege und Wissenschaft

    Der ehemalige General und Alexanders persönlicher Freund aus der Kindheit Ptolemaios I. übernahm kurz nach Alexanders Tod (323 v. Chr.) die Macht in Ägypten.Alexandrien wurde aufgebaut und setzte sich aus drei großen Stadtteilen zusammen, einen westlichen ägyptischen Teil, einem ehemaligen ägyptischen Fischerort, dann einen Mittelteil, wo der Palast Brucheion und die Bibliothek stand, das Herz sozusagen, wo Griechen und Makedonen lebten und einen östlichen Teil, wo eine große jüdische Gemeinschaft lebte, die aber größtenteils helenisiert war und griechisch sprach.Ptolemaios I. war einer von Alexanders treuesten Gefährten und Militäroffizieren und ein Freund aus der Kindheit Alexanders.Es gab auch die Legende, dass er Alexanders naher Verwandter war, Halbbruder.

  24. 17

    #16 Das größte wissenschaftliche Zentrum - das "Mouseion"

    Das größte wissenschaftliche Zentrum der Antike befand sich in der von Alexander dem Großen gegründeten Stadt Alexandria. Alexander der Große gründete mehrere Städte, die danach seinen Namen trugen.Das wissenschaftliche Zentrum, was eigentlich zunächst eine Bibliothek war hieß Mouseion, das soviel wie der “Sitz der Musen” bedeutet.Im Bereich der Medizin gab es vorallem, die Neuerung, dass man nur hier an menschlichen Leichen Untersuchungen anstellte, wogegen man in Athen nur an Tierkörpern experimentierte.Aber hier wurden auch architektonische Meisterleistungen erdacht, wie der Leuchtturm von Alexandria.

  25. 16

    #15 Ein Vergleich: Leben in Rom und heute

    Hier versuche ich mit einer Zusatzfolge spontan das Leben im alten Rom mit dem Leben, was wir heute führen bzw. führen müssen zu vergleichen.Sicher hat jede Zeit auch etwas Positives, auch wenn man als moderner Mensch nicht mit den Menschen im Altertum tauschen würde. War alles schlecht bei den alten Römern?

  26. 15

    #14 Die Legion von Camillus bis Scipio

    Marcus Furius Camillus  ca. 448 – ca. 365 v. Chr. ist ein halblegendärer römischer Staatsmann und Politiker während der frühen römischen Republik, der vor allem für seine Eroberung von Veii bekannt ist, einer der ersten großen Gegner Roms.Nach der Eroberung von Veii zog Camillus in seinem dritten Konsulartribunat (394 v. Chr.) erneut gegen die Falisker in den Krieg. Der Vorteil von Manipeln wurde von Scipio Africanus bei der entscheidenden Schlacht bei Zama demonstriert. Die Schlacht war Teil des Zweiten Punischen Krieges und endete mit einer so schweren Niederlage für die Karthager.

  27. 14

    #13 Die römische Armee während des Königreichs

    Die Geschichte der römischen Armee reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück. Aber da sprechen wir von einer Zeit der Legenden, eigentlich haben wir kaum gesicherte oder so gut wie keine zuverlässigen Informationen aus dieser Zeit.Schon früh, praktisch mit dem Eintreten der Römer in die Geschichte, treffen wir auf den Begriff Legionen. Am Anfang war es der Begriff für die gesamte Armee bzw. zum Kampf zur Verfügung stehenden Einheiten.Ihre Anzahl steigt mit der Zeit, es folgten verschiedene Reformen.

  28. 13

    #12 Die ersten Gegner Roms: Die kriegerischen Osker und Falisker

    Ins Rampenlicht der Geschichte traten die Samniten durch ihre kriegerischen Konflikte mit den Römern in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts und im frühen 3. Jahrhundert v. Chr.: Die sogenannten Samnitenkriege brachten den Samniten nicht nur glänzende Siege ein, wie in der berühmten Schlacht an den Caudinischen Pässen, wo die Römer gegen die Samniten im 2. Samnitenkrieg eine demütigende Niederlage erlitten, nach der sie die römischen Legionen samt den kommandierenden Konsuln unter das Joch zwangen. Die Falisker, die nördlichen Nachbarn der Römer, sie waren den Römern zumindest sprachlich am nächsten, jedoch kulturell unter stark etruskischem Einfluss, da sie praktisch im Gebiet lebten, wo die Etrusker politisch dominierten. 

  29. 12

    #11 Die Umbrier und ihr letzter Kampf gegen Rom und Octavian

    NEU ! -auch auf: ⁠⁠Youtube⁠ Wir haben die Ankunft der Italiker besprochen, auch eine nähere Verwandtschaft zu den Kelten erwähnt. Nun schauen wir uns die einzelnen italienischen Sprachgruppen an. Das Problem ist, dass sich eine Sprachgruppe leider oft mit verschiedenen Stammesbezeichnungen in den Quellen wiederfindet, und ebenso ist es auch umgekehrt, wo ein Stamm verschiedenen Sprachen zugeordnet werden kann. Die Italiker teilen wir in zwei Hauptgruppen, wir könnten mit Caesar sprechen, der seinen gallischen Krieg mit dem Satz “Gallia est omnis divisa in partes tres” ganz Gallien ist in drei Teile geteilt.” beginnt. Die zentrale Gruppe, die nur ein kleines Gebiet um Rom bewohnt ist die latino-faliskische Sprachgruppe, mit den Latiner und Falisker und die oskisch-umbrische Sprachgruppe (Osker, Umbrer, Samniten), die ein wesentliche größeres Gebiet bewohnten. Die meisten antiken umbrischen Städte wurden im 9.-4. Jahrhundert v. Chr. auf leicht zu verteidigenden Hügelkuppen besiedelt. Sie haben in ihrer Geschichte nie einen bedeutenden Krieg gegen die Römer geführt, daher haben die Römer weniger über sie geschrieben im Gegensatz zu den kriegerischen Osker.

  30. 11

    #10 Ankunft der Italiker

    NEU ! - ja wir sind jetzt überall auf: ⁠Youtube⁠ ⁠Instagram⁠ ⁠Facebook⁠..es soll ja was bringen.. Die Vorfahren der Römer, die Italiker und die Vorfahren der Griechen mussten ja rein physisch durch Mitteleuropa also Donaugebiet, heutiges Ostösterreich, Ungarn, durchwandern um die einen auf die apenninische Halbinsel zu gelangen, die anderen nach Süden bis zur Peloponnes (aus “Pelops” ein mythologischer König und νῆσος “Insel”). Die Vorfahren der Römer, die Italiker werden weiter in eine nähere Verwandtschaft gebracht mit den Kelten. Das ist z.B. ein Wort, das jeder kennt von Asterix und Obelix keltisch “rix” wäre mit lateinisch “rex” König, oder ein beliebte Hundename Kommisar Rex, dass wäre verwandt mit altindisch raja “König”, kennen wir auch von “Maharaja” “großer König, Herrscher”. Paradoxerweise sind die zwei größten Dauerbaustellen und Gefahren der Römer immer die Kelten und später die Germanen gewesen.  

  31. 10

    #9 Die griechische Polis als Modell für die Stadt Rom

    NEU ! - ja wir sind jetzt überall auf: Youtube Instagram Facebook ..es soll ja was bringen.. Heute reden wir über die griechische Polis, der griechische Stadtstaat, der zu einem gewissen Maße auch als Modell für die Formierung der Römischen Republik diente. Nach der Theorie des deutschen Philosophen Oswald Spengler, aber auch anderen, erklärt man den Stadtstaat als ein bestimmtes Stadium, dass verschiedene Kulturen durchlaufen. Gesichert ist dieser Prozess auch für die älteste Kultur in Mesopotamien, wo die Sumerer sich erst in verschiedenen völlig eigenständigen Stadtstaaten sich organisierten und sich gegenseitig bekämpften. Dem folgte in Flächenstaat, ein Imperium. Diese Entwicklung entspricht der Entwicklung in Rom. In Griechenland ist ein funktionierender Flächenstaat nie zustande gekommen. Das Reich Alexander des Großen war nicht beständig. Die stärksten Stadtstaaten Athen und Sparta hatten sich zwar schon zu kleineren Flächenstaaten gebildet, aber einen gemeinsames griechisches Imperium gab es nicht. Ähnlich sah das mit den Etruskern aus, sie hatten zwar einen Bund von 12 Städten den Zwölfstaatenbund, der aber nicht funktionierte, was wir sahen als die Römer Veji im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. angriffen. Für Rom hatte die griechische Polis, Stadtstaat eine besondere Bedeutung, daher schauen wir uns vor allem Athen und Sparta kurz an.

  32. 9

    #8 Griechische Wissenschaft im Dienste Roms

    NEU!! ⁠Die Facebookseite zum Podcast Instagramseite zum Podcast Wir fahren mit unserem Diskurs durch die griechische Welt und ihre Verstrickungen mit Rom fort.  Eine Hassliebe zwischen dem Gefühl, wir machen alles nach, eifern nach, schauen ab, lassen uns belehren und dann schauen wir auf sie herab, auf die parfümierten, unmännlichen Schwächlinge, die uns nur verweichlichen.  Wir schauen uns konkrete Beispiele an, wie die römische Republik wesentliche Dinge von der griechischen Polis übernommen hat.  Dazu gehören die Organisation der Gesellschaft, eine der ersten Formen der Mitbestimmung des Volkes, wie diese zuerst von den Athener eingeführt wurde, Gesetzgebung, Architektur, Kunst und Wissenschaft.

  33. 8

    #7 Die Griechen: Konkurrenten, Vorbild und Unterworfene der Römer

    Die Griechen kamen wohl bereits zu Anfang ihrer eigenen kulturellen Entwicklung in Kontakt mit der minoischen Kultur, die wir von 3000 bis 1000 v. Chr. etwa datieren. Mit einer Kultur also, die fast genauso alt war, wie die ältesten menschlichen Gesellschaften, die eine hohe Kultur hervorbrachten in Ägypten und Mesopotamien.  Das Zentrum lag auf Kreta, der Palast von Knossos ist noch heute eine touristische Attraktion. Es gibt eindeutige Beweise, dass die griechische Frühkultur viele Elemente direkt von der minoischen Übernahm, wie z.B. den Zeus Kult, der Stier als mythologische Figur, denken wir an den Minotaurus, halb Mensch halb Stier. Für die römische Geschichte sind Athen und die Entwicklung der dortigen Gesellschaft zur Demokratie am wichtigsten. Es hat fast den Anschein und das bestätigen verschiedene Historiker, dass die Entwicklung zur römischen Republik, fast eine Kopie der Athener Verhältnisse ist. Die Facebookseite zum Podcast

  34. 7

    #6 Der gewaltsame Untergang der Hochkulturen

    Der Untergang von großen Kulturen ist sicher eines der interessantesten Themen, der gesamten Menschheit, Atlantis und alle die danach kamen. Man versteht oft nicht, wie es sein kann, dass ein reicher Staat, militärisch am besten ausgerüstet, sich von einem scheinbar schwächeren, von wilden Horden erobern lässt. Der deutsche Philosoph Oswald Spengler hat am Anfang des 20. Jahrhundert in seinen einflussreichen Werk der Untergang des Abendlandes über das auf und ab der Kulturen und Völker geschrieben, jede Kultur hatte ihm zu Folge eine Blütephase, wie der Frühling und Sommer, oder das menschliche Leben selber, die aktiven und schaffenden Jahre, dem folgte der Herbst, der Winter, der Untergang. Spenglers Werk wurde auch von Nationalisten gerne missbraucht, dass muss man hier der Vollständigkeit anmerken.  Mesopotamien endete anders als Rom, in der Hinsicht das Rom selber, die Stadt Rom, sowohl militärisch als wirtschaftlich praktisch wie ein angeschlagener Boxer, der sich über die Runden kämpfte und in Runde 12 K.O. geschlagen wurde. In Mesopotamien ging alles sehr schnell, es gibt aber auch Parallelen.

  35. 6

    #5 Die Zeit vor Rom 3: Kodex von Hammurabi und Divination

    Wir schauen uns Beispiele mesopotamischen Einflusses auf die europäische Kultur an. Am bekanntesten ist die Wissenschaft der Divination, das Auslegen der Zeichen der Götter, die über die Etrusker in die Hände direkt zu den Römern gelang. Auch Cicero und Caesar werden zu Wort kommen. Aber auch andere Gebiete für die, die Mesopotamier berüchtigt waren, wie die Mathematik und Astronomie gelang über die Griechen teils in der klassischen Zeit, teils über den Hellenismus und teils über das hellenisierte Ägypten nach Rom und Europa.  Viele Beziehung sind für immer verloren gegangen, da nur ein Bruchstück antiker römischer und griechischer Gelehrsamkeit erhalten ist. Viele wichtige Werke, die eine solche Beziehung dokumentierten, kennen wir nur indirekt über die arabischen Gelehrten des Mittelalters. Wir schauen uns noch eines der wichtigsten Dokumente, die viel über das Leben preisgibt und uns über das soziale Zusammenleben Auskünfte liefert. Der Kodex von Hammurabi, der bekannteste babylonische Gesetzestext, wurde zwischen 1755 und 1750 v. Chr. verfasst. 

  36. 5

    #4 Die Zeit vor Rom 2: Mesopotamien

    Parallel zur ägyptischen Hochkultur entfaltete sich ein wahrer ebenbürtiger Konkurrent sowohl im kulturellen Bereich aber auch militärisch. Das waren die Sumerer im Zweistromland, zwischen und Euphrat und Tigris, sie gingen um 2300 vor Christus stufenweise in das Volk der semitischen Akkadern auf bzw. es kam zu einer Verschmelzung dieser beiden Kulturen.  Auch Rom ist letztendlich ein Ergebnis eines ähnlichen Vorgangs, wo die etruskische die Funktion der höherstehende Kultur innehatte. Sargon von Akkad gründete um 2300 das erste Imperium der Welt, das bis zum Mittelmeer reichte. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen betreffen das Zweistromland und Ägypten und stammen aus dem dritten Jahrtausend. Wenn es um zuverlässige, brauchbare Aufzeichnungen und nicht nur um Legende von Königslisten und Königen, wo wir nicht einmal wissen, ob diese historisch überhaupt gab. Haben wir bereits zuverlässige Dokumente aus dem dritten Jahrtausend vor Christus.

  37. 4

    #3 Die Zeit vor Rom 1: Der fruchtbare Halbmond und Ägypten

    Die Kulturen Europas beginnen erst im ersten Jahrtausend vor Christus sich bemerkbar zu machen. Für das europäische Festland, also das klassische Europa und noch mehr für Nordeuropa, stellen wir fest, dass die kulturellen Leistungen der Bronzezeit etwa mit einer Verspätung von 1000 Jahren einsetzten. Die kulturellen Entwicklung, die später auf Europa und Italien, dem Land der antiken Römer, ausstrahlen sollten, begannen alle im Nahen Osten im Bereich des sogenannten fruchtbaren Halbmondes.  Dort kam es bereits im Zeitraum von etwa 9500 bis 7000 vor Christus zur sogenannten Neolithischen Revolution, der Übergang von dem Jagd- und Sammlertum zum sesshaften Ackerbau. Schon im vierten Jahrtausend vor Christus, gab es entlang des Nils, zwar nur wenige Kilometer breit, aber hunderte Kilometer lang, ein kleines geflutetes Gebiet, das Niltal. Dort entwickelte sich eine Kultur, die Schrift und soziales Zusammenleben organisierte und sich auch militärisch praktisch vor Eindringlingen sich schützen konnte.

  38. 3

    #2 Leopold von Ranke: erblindet, diktierte er seine Weltgeschichte

    Neben dem Nobelpreisträger Theodor Mommsen gilt Leopold von Ranke als der bedeutenste Historiker im 19. Jahrhundert,  die, so denke ich, in vielerlei Hinsicht bis heute nicht erreicht oder übertroffen worden.  Theodor Mommsen erhiet unter anderem gerade wegen des Werks Römische Geschichte 1902 als erster Deutscher den Nobelpreis für Literatur.  Ranke gilt als Vater der modernen Arbeitsmethode, die vom Historiker abverlangt sich an den Quellen zu orientieren und nicht von aktuellen Interessen oder Umfeldern beeinflussen zu lassen.  Er galt aber auch als stockkonservativer Zeitgenosse und wurde daher auch später von vielen Nationalisten gelobt.  Ich werde sein Werk über die Römische Geschichte benutzen und konkret daraus immer wieder Beispiele bringen.

  39. 2

    #1 Warum zum 1024 Mal über das Römische Reich?

    Es ist das Nachahmen des römischen Reiches, was die deutsche Geschichte bestimmt hat, nicht umsonst hat sich das lose Staatengebilde von Karl dem Großen und Otto I. “Heiliges Römisches Reich” genannt, was bis zu den napoleonischen Kriegen gedauert hatte. Dann kamen die Preußen, die letztendlich dominierten und die Grundlage für das Deutsche Reich , ein Imperium also, waren.  Nach dem Ersten Weltkrieg haben sich verschiedene Faschistische Bewegungen wieder an Rom orientiert, an dessen Expansionserfolg, besonders Mussolini, der ein Imperator sein wollte, aber das wollte auch sein spanischer Amtskollege General Franco und vor ihnen schon Napoleon, der sich als Imperator abbilden ließ.

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Ein Versuch, die römische Geschichte in Ihrer Gesamtheit vorzustellen, sowohl mit eigenen Worten, eigenen Gedanken, auch mal abschweifend mit gewisser Spontaneität, aber dazu um den ganzen eine Linie zu bieten werde ich das Originalwerk Leopold von Rankes, ein zeitloses Meisterwerk, über die römische Geschichte lesen. Dazu bemühe ich mich, detailliert den Inhalt zu kommentieren bzw. darüber auch frei und auch unterhaltsam zu sprechen.Neben Ranke sollen in späterer Folge auch andere originale Quellen gelesen werden, wie z.B. Caesar oder Suetonius. Auch besondere Zusatzfolgen soll es geben.

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