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PODCAST · news

Klassentreffen

Der Podcast über Klasse, Krise und Kultur mit Olivier David und Julian Daum. Jeden Monat neu auf dasnd.de/klasse

  1. 23

    Menschenrechtsunternehmer und Champagner-Journalisten. Mit Jonathan aka Jon Peaceman

    Jonathan legt sich in seinem »investigativen Aktivismus« mit den großen Namen der deutschen Öffentlichkeit an, die er regelmäßig faktencheckt und kritisiert - darunter Journalist*innen, NGOs und Menschen, die überall als Menschenrechtsaktivist*innen vorgestellt und herumgereicht werden. Er habe damit angefangen, weil es ja sonst niemand macht, beziehungsweise: viel zu wenige. Wir sprechen in diesem Podcast also darüber, was die Abwesenheit von Machtkritik im deutschen Journalismus mit Klasse zu tun hat, wie die bürgerliche Medienbranche funktioniert und wie die Kriege und der Genozid in Nahost all das hierzulande sichtbar machen. Anmerkungen und Ergänzungen:

  2. 22

    Polizeigewalt als Mittel gesellschaftlicher Disziplinierung. Mit Gonca Sağlam von KOP

    Racial Profiling, unbegründete Passkontrollen, diskriminierende Beschimpfungen und körperliche Aggressionen, bis hin zur Tötung – rassistische Realität, von der viele Menschen in Deutschland betroffen sind. Sprache oder Hautfarbe, aber auch bestimmte Verhaltensweisen, zugeschriebene politische Einstellungen und Klasse setzen fest, wie die Polizei mit Menschen umgeht. Das »Love-Triangle« zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht verhindert dann allzu oft, dass Betroffene rassistischer Polizeigewalt zumindest im Nachgang Recht erfahren. Im Gespräch erklärt Gonca Sağlam von der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), dass die Polizei vor allem ein Instrument ist, um Menschen in ihre sozialen Rollen hineinzudisziplinieren. Vermeintlich abweichendes Verhalten wird zum Sicherheitsrisiko erklärt, das bekämpft und eingedämmt werden muss. Dafür werden polizeiliche Befugnisse immer mehr ausgeweitet. Die Behörde greift immer mehr in pädagogische und psychiatrische Bereiche ein, was »Gift für eine Gesellschaft« sei, so Sağlam. Fragen der gesellschaftlichen Konfliktregelung würden komplett an die dafür überhaupt nicht ausgebildete Polizei abgegeben. Eine gefährliche Entwicklung für jede freie Gesellschaft. Dies ist die Premierenfolge unseres neuen Klassentreffen-Hosts Julian Daum. Olivier und Julian werden von nun an im Wechsel Gäst*innen zum Gespräch begrüßen. Anmerkungen und Ergänzungen: Zum Begriff der Kriminalisierung, über den Gonca Sağlam und Julian im Podcast mehrfach im erweiterten Sinn sprechen: Demnach bedeutet Kriminalisierung nicht unbedingt, dass etwas tatsächlich verboten und strafbar sein muss. Der Begriff beschreibt eher, wie Staat und Gesellschaft mit einem Verhalten umgehen. So sind bestimmte Protestformen vielleicht nicht grundsätzlich verboten, werden aber durch Polizeipraxis oder öffentliche Debatten faktisch kriminalisiert. Auch Menschen ohne Aufenthaltsstatus werden oft kriminalisiert, obwohl ihr bloßer Aufenthalt nicht immer eine klassische »Straftat« im moralischen Sinn ist, sondern eine verwaltungsrechtliche Frage. 23:48 und 25:34: Bei dem angesprochenen Artikel handelt es sich um einen Instagram-Beitrag für @punktnews, eine neue, von Julian mitgegründete, unabhängige Medienplatform. 38:35: Als »koloniales Projekt« im engeren Sinne lässt sich die Polizei vor allem in den USA beschreiben, wo diese teilweise direkt aus den früheren Sklavenpatrouillen hervorgegangen ist. In Deutschland hat die Polizei eine etwas andere Geschichte, wurde aber teilweise stark von kolonialen Praktiken und Denkweisen geprägt, was Gonca Sağlam korrekt, etwa mit dem Beispiel der Kessel-Methode beschreibt. 39:20: Die »Letzte« Generation ist in Deutschland nicht verboten. Es laufen jedoch aktuell mehrere Verfahren gegen die Bewegung wegen des Verdachts der Gründung einer kriminellen Organisation. Zum Begriff der Kriminalisierung siehe oben. 39:40: Auch »BDS« ist in Deutschland nicht direkt verboten, dieser Punkt gilt nur für Israel. Die Boykott-Bewegung ist in Deutschland aber politischer Repression ausgesetzt. Zum Begriff der Kriminalisierung siehe auch hier oben. Weiterlesen: Zu ASOG: Berliner Asog-Reform: »Go« für den übergriffigen Staat und Asog-Reform: Gegen den »autoritären Überwachungsstaat«

  3. 21

    Wer spricht eigentlich wie über Klasse und warum? Mit Julian Daum

    Diese Folge ist etwas anderes als die anderen. Denn mit Julian Daum hat Olivier David diesmal einen Gast eingeladen, der von nun an auch als zweiter Host mit Menschen aus Aktivismus, Kultur und der Arbeitsrealität in Deutschland über »Klasse, Krise und Kultur« sprechen wird. Die Folge ist also so etwas wie eine längere Vorstellungsrunde. Aber keine Sorge, es geht im Gespräch durchaus ums Eingemachte: Julian berichtet anhand des eigenen Lebenslaufs über die journalistische Arbeit zum Thema Rechtsextremismus, die eigene Klassenunsicherheit und karriereverändernde, postkoloniale Arbeitsbedingungen. Außerdem gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf kommende Themen. Stichwörter: Klassenverhältnisse als Unterdrückungsinstrument im Westjordanland oder Polizeigewalt aus Klassenperspektive. Und keine Angst: Olivier bleibt Klassentreffen natürlich erhalten. Stattdessen werden sich die beiden von nun an abwechseln. Zum Weiterlesen Die Autor*innenseite von Julian Daum beim »nd« mit den veröffentlichten Texten Als @julian.reports arbeitet Daum auch neben dem »nd« zu den Themen Faschisierung und rechte Politik in Deutschland, Europa und Westasien Minute 06:13: Die Bezeichnung Westasien ist geografisch neutraler und bietet eine Alternative zur kolonial-eurozentrischen Bezeichnung Nahost. Minute 12:26: Bei dem archäologischen Ausgrabungsprojekt in Tadschikistan handelt es sich um das Projekt »Torbulok - ein Heiligtum im hellenistischen Fernen Osten«. Julian spricht von einem Tempel. Im Forschungskontext korrekter ist die Bezeichnung Heiligtum. Minute 37:34: Die sogenannte »Hilltop Youth« ist Teil der Besatzungsstrategie Israels im Westjordanland. Zu Annexionsbestrebungen vor dem Hintergrund der »Großisrael«-Ideologie hat Julian Daum im »nd« berichtet.

  4. 20

    Arbeiterklasse zwischen Spaltung und Solidarität. Mit Nicole Mayer-Ahuja

    Immer wieder wird über gesellschaftliche Spaltung gesprochen, der entscheidende Faktor Arbeit dabei aber ausgeblendet. In dieser Folge ist Nicole Mayer-Ahuja zu Gast. Die Professorin für die Soziologie von Arbeit, Unternehmen und Wirtschaft an der Universität Göttingen forscht zu prekärer Beschäftigung und Veränderungen der Arbeitswelt. Sie beleuchtet, wie unsere Gesellschaft tiefgreifend durch das Verhältnis von Lohnarbeit und Kapital geprägt ist: Individueller Aufstieg durch Leistung ist eine Erzählung, die selten aufgeht. Mit Olivier spricht sie über Alternativen und darüber, wie eine Umverteilung von gesellschaftlicher Zeit und Reichtum möglich wird. Zum Weiterlesen: »Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit spaltet - und wie es anders gehen kann.« von Nicole Mayer-Ahuja, erschienen bei C.H. Beck. »Konfliktfeld Arbeit«: die monatliche Kolumne von Nicole Mayer-Ahuja im »nd« Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Diese steht zum Jahresende vor einer Finanzlücke von 150.000 Euro. Doch das »nd« bleibt bei der Überzeugung: kein Ausschluss durch Paywalls, sondern freien Zugang zu linken Journalismus für alle – so wie diesem Podcast hier. Jede Spende hilft, dieses Angebot auch morgen noch herauszugeben: dasnd.de/bleibt

  5. 19

    Engagierte Kunst unter prekären Bedingungen. Live mit Miedya Mahmod

    In dieser ersten Live-Folge spricht Olivier David mit Miedya Mahmod über Kunst und künstlerische Praxis unter prekären Bedingungen. Mahmod ist Autor*in und Teil des Künstler*innen-Kollektivs »Parallelgesellschaft«. 2024 las Mahmod auf Einladung der damaligen Jurorin Mithu Sanyal beim renomierten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Im Rahmen des 0 +1 Festivals in Dortmund sprechen beide über bürgerliche Kulturräume und das Verhältnis von engagierter Kunst zu den Kulturräumen des Bürgertums. Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Diese steht zum Jahresende vor einer Finanzlücke von 150.000 Euro. Doch das »nd« bleibt bei der Überzeugung: kein Ausschluss durch Paywalls, sondern freien Zugang zu linken Journalismus für alle – so wie diesem Podcast hier. Jede Spende hilft, dieses Angebot auch morgen noch herauszugeben: dasnd.de/bleibt

  6. 18

    Militarisierung stoppen: Strategien linker Bewegungen – mit »Rheinmetall entwaffnen«

    In dieser Folge ist Luca von der antimilitaristischen Kampagne »Rheinmetall entwaffnen« zu Gast. Die Kampagne organisiert seit einigen Jahren Camps und Bildungarbeit gegen Krieg, Aufrüstung und Wehrpflicht. Olivier David spricht mit ihm über Polizeigewalt und Strategien der Antikriegsbewegung und die Frage, was eine linke Bewegung der Aufrüstung überhaupt entgegensetzen kann. Zum Nach- und Weiterlesen Minute 2:38: Das diesjährige Protestcamp von Rheinmetall Entwaffnen in Köln ist deutlich größer als das bisher größte in Kiel im vergangenen Jahr – und auch die Blockaden sind erfolgreicher Minute 7:20: Generalstreik legt Italien lahm. Anfang Oktober blockierten Hafenarbeiter die Beladung und Entladung aller Schiffe. Das ist der bisherige Höhepunkt einer Aktion der Hafenarbeiter, die schon vor Monaten begann und in Italien »Tradition« hat Minute 11:50: 500 Soldaten der Bundeswehr führten in Hamburg die Übung »Red Storm Bravo« durch. Das Wochenende stand im Zeichen der Kriegsvorbereitung – und des Protests von links Minute 13:36: Rheinmetall ist bisher ein Heereslieferant. Nun steigt der Düsseldorfer Konzern in die Marinerüstung ein. Die IG Metall ist mit Blick auf die Beschäftigten skeptisch Minute 16:45: Bei der Debatte um die Wehrpflicht entscheidet die Bundesregierung über die Köpfe der Jüngeren hinweg. Für die gealterte Friedensbewegung könnte das die Chance sein, sich endlich zu erneuern, meint Anton Benz Minute 18:45: Unfriedliche Kriegsgegner? Polizei verbietet Friedenscamp in Köln der Initiative »Rheinmetall Entwaffnen« Minute 22:15: Durch Berufsverbote und Union Busting erleben Aktivist*innen zunehmend Repressionen. Einer von ihnen ist Benjamin Ruß, der dieses Vorgehen als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung sieht, wie er im Podcast »Klassentreffen« erklärt (auf Spotify hören) Minute 29:30: »Diese Gewalt ging bis 5 Uhr morgens«. Täter und Opfer äußern sich zu Kölner Polizeikessel und -gewalt – und kommen zu gegenteiligen Schlüssen Sowie: »Zeitenwende und schlichte Rache«. Neue Details zum Kessel gegen Anti-Kriegs-Demo in Köln Minute 47:10: Antimilitaristische Camps haben bereits Tradition, nun ziehen sie aber neue Zielgruppen an Minute 50:15: Proteste gegen Manöver in Hamburg: Die Nato-Übung »Red Storm Bravo« war ein Test für die Mobilmachung der Zivilgesellschaft Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Diese steht zum Jahresende vor einer Finanzlücke von 150.000 Euro. Doch das »nd« bleibt bei der Überzeugung: kein Ausschluss durch Paywalls, sondern freien Zugang zu linken Journalismus für alle – so wie diesem Podcast hier. Jede Spende hilft, dieses Angebot auch morgen noch herauszugeben: dasnd.de/bleibt

  7. 17

    Kampf um linke Räume – für alle. Mit »Flora für alle«

    Der Podcast Klassentreffen ist aus der Sommerpause zurück und widmet sich der Frage, wie zugänglich linke Räume sind und wo Handlungsbedarf besteht. Dafür spricht Olivier mit Lea von »Flora für alle«. Die Gruppe kritisiert die Türpolitik der Roten Flora im Hamburger Schanzenviertel und wirft ihr vor, migrantische und Palästina-solidarische Menschen und Gruppen auszuschließen. Sie betont die Bedeutung von Veranstaltungsmöglichkeiten bei der politischen Arbeit und möchte dafür sorgen, dass vorhandene linke Räume keine exklusiven Szene-Klüngel sind. Hinweise zur Folge: Aus Gründen der Anonymisierung wurde Leas Stimme in diesem Gespräch im Nachhinein leicht entfremdet. Sie heißt zudem eigentlich anders. Wir haben der Roten Flora die im Podcast genannte Kritik vorab geschickt und die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben. Bis zur kommunizierten Frist unserer Podcast-Produktion haben wir darauf jedoch keine Rückmeldung erhalten. Ab Minute 16:25 bezieht sich Lea auf das Essay »Wer waren die Antideutschen?« von Leandros Fischer. Minute 17:20 bezieht sich auf Gerhard Hanloser, der unter anderem »›Sie warn die Antideutschesten der deutschen Linken‹. Zu Geschichte, Kritik und Zukunft antideutscher Politik« geschrieben hat, erschienen 2022 im Unrast-Verlag. Das in Minute 20:32 genannte Interview mit der Antilopen Gang erschien 2014 im »nd«. 22:35: Die Dokumentation »Zeit der Verleumder« ist frei verfügbar auf Youtube. Das um Minute 29:47 genannte Internationale Zentrum (IZ) in Frankfurt wurde Anfang September von der Polizei geräumt. In Minute 39 geht es um einen Vortrag der Autorin und Veronika Kracher, den sie im Juli 2025 beim Antifa Tresen in der Roten Flora zu »Antisemitismus und Gewalt in linken Bewegungen« gehalten hat. Zur Transparenz: Veronika Kracher schreibt für »nd« die Kolumne »Jenseits des Patriarchats«, in der sie monatlich über Themen wie Antifeminismus, Rechtsextremismus und Online-Radikalisierung schreibt. Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  8. 16

    Kunst und Literatur als Waffe meiner Klasse. Mit Mesut Bayraktar

    Wir sollten uns nicht für dumm verkaufen lassen und den Bürgerlichen glauben, wir hätten keinen Kunstgeschmack oder würden nicht verstehen, was in Theater und Literatur passiert – »dem müssen wir vehement widersprechen«, betont der Schriftsteller Mesut Bayraktar im Gespräch mit Podcast-Host Olivier David. In Bayraktars Schreiben geht es um Fragen nach Gerechtigkeit, Unterdrückung und Würde, immer wieder findet die »Ästhethik des Widerstands« von Peter Weiss Eingang in seine Essays über die politischen Dimensionen von Literatur. Vor 50 Jahren erschien Weiss' erster Band zum ersten Mal – Anlass genug, um genauer über dessen Arbeit zu sprechen und über Literatur als Hilfsmittel im Kampf um ein gerechteres Leben. Zum Weiterlesen: Olivier David über Mesut Bayraktars Buch »Die Lage«: Ein Wimmelbild der Ausgebeuteten im Kampf um Selbstbestimmung Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  9. 15

    Wirtschaftspolitik als Schlüssel begreifen. Mit Lukas Scholle

    Die deutsche Wirtschaft steck in einer Rezession: Sie wächst nicht mehr und der sprichwörtliche Kuchen wird nicht größer, sondern kann nur aufgeteilt werden. Eine Situation, die idealer Nährboden für rechtsextreme Entwicklungen ist. Kann antifaschistische Wirtschaftspolitik ein Hebel dagegen sein? Darüber spricht Olivier David in dieser Folge mit Lukas Scholle. Er ist Ökonom und Gründer des Wirtschaftsmagazins Surplus. Das Magazin hat zum Ziel, Ökonomie für die Interessen der großen Mehrheit und nicht der Reichsten erklärbar zu machen. Olivier spricht mit ihm über Wirtschaftspolitik als Schlüssel, die Gegenwart zu begreifen, und deren Standing in der gesellschaftlichen Linken. Weiterführende Links: Ab Minute 33:48 bezieht sich Olivier auf die Kolumne »Perspektive jenseits des Kapitalismus«, in der die Autor*innen schreiben, warum eine linke Wirtschaftspolitik über ausgleichende Lohn- und Preispolitik hinausgehen muss. Auch interessant: Sabine Nuss und Michael Heinrich über das Konzept einer »antifaschistischen Wirtschaftspolitik« und warum sie ein leeres Versprechen bleibt, wenn sie den nationalen Rahmen nicht durchbricht. Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  10. 14

    Literatur für alle mit @timurs.time

    Es gibt Bücher, deren Namen kennt man einfach. Werke werden glorifiziert und bekommen eine universelle Kontinuität, sodass man davon weiß, ohne es jemals gelesen oder sich damit auseinandergesetzt zu haben. Umso lustiger ist es für Timur, solche Bücher von ihrem Podest zu holen. Auf seinem Instagram-Account @timurs.time macht er genau das. Mit Olivier David hat er über wiederkehrende Themen und implizite Verbote in der Literatur gesprochen, über seine Liebe zu trashigen Horrorfilmen und darüber, warum es keinen Unterschied macht, ob man ein Buch liest oder ein Hörbuch hört. Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  11. 13

    Einschüchterung durch Berufsverbote. Mit Benjamin Ruß

    Benjamin Ruß ist Aktivist und Geoinformatiker. 2022 wollte er eine Stelle an der TU München antreten, doch dann äußerte der Bayerische Verfassungsschutz Zweifel an seiner Verfassungstreue und verhinderte die Einstellung. Heute hat er ein de facto Berufsverbot, das verhindert, dass er im öffentlichen Dienst angestellt werden kann. So wie ihm geht es seit einigen Jahren immer mehr jungen Linken. Im Gespräch mit Olivier David erklärt Ruß, warum er Berufsverbote als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung sieht, in der es auch zunehmend zu Fällen von Union Busting kommt und warnt davor, diese Repressionen getrennt voneinander zu betrachten. Er stellt nicht zuletzt die Frage nach der Legitimität dieses staatlichen Mittels, das eigentlich zum erklärten Ziel hat, extremistische Elemente aus Uni, Schulen und öffentlichem Dienst herauszuhalten, was historisch betrachtet allerdings gar nicht funktioniert hat. Im Gespräch werden zahlreiche weitere Betroffene genannt. Darunter: der hessische Pädagoge Luca. Ihm wurde vorgeworfen, während einer Demo einen Polizisten angegriffen zu haben. www.nd-aktuell.de/artikel/1176849.referendariat-lehrer-in-hessen-kaempft-gegen-berufsverbot.html Die Sozialarbeiterin Inés. Wurde sie gefeuert, weil sie Gewerkschafterin ist? www.youtube.com/watch?v=UOQZ8ZCuBJ0&ab_channel=nd.aktuell Gabriel Bruckdorfer, dem von der Uni Augsburg die Verlängerung seines Arbeitsvertrages verweigert wurde: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1188741.gabriel-bruckdorfer-uni-augsburg-kuendigt-linke-mitglied-zweifel-an-verfassungstreue.html Lisa Poettinger. Der Klimaaktivistin wurde vom Bayerischen Kultusministerium verboten, ihr Lehramts­referendariat zu beginnen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1188969.bayern-berufsverbot-fuer-lisa-poettinger-skandaloese-entscheidung.html Mehr zum Berufsverbot von Benjamin Ruß lest ihr hier: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1184159.berufsverbot-benjamin-russ-antikapitalismus-als-ausschlusskriterium.html Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  12. 12

    Armut bekämpfen statt Arme sanktionieren. Mit Helena Steinhaus (Sanktionsfrei e.V.)

    Im aktuellen Wahlkampf zur Bundestagswahl spielt Armut kaum eine Rolle, dabei ist es die Realität zahlreicher Menschen in Deutschland und ein wichtiges Thema. In dieser Folge spricht Olivier David mit der Aktivistin Helena Steinhaus. Sie ist Gründerin des Vereins Saktionsfrei, der sich für eine menschenwürdige Mindestsicherung und gegen Sanktionierung beim Bürgergeld einsetzt. In Talkshows kontert Steinhaus dem Sozialchauvinismus der Politiker*innen rechter Parteien und ist eine laute Stimme für Armutsbetroffene. Im Podcast spricht sie darüber, wie in Medien und Politik über Armut gesprochen wird – oft negativ und verbunden mit Forderungen nach mehr Sanktionen. Mehr über den Verein Sanktionsfrei lest ihr auf https://sanktionsfrei.de oder https://www.instagram.com/sanktionsfrei. Helena Steinhaus könnt ihr auf https://www.instagram.com/steinhaus_helena folgen. Transparenzhinweis: Olivier ist sogenannter Hartz-Breaker beim Verein Sanktionsfrei. Das heißt er überweist jeden Monat einen kleinen Betrag zur Unterstützung. Ihr könnt Olivier und seiner Arbeit auf https://www.instagram.com/olivier_cyrill folgen. +++ 00:02:00: Die Kolumne, auf die sich Olivier hier bezieht, lest ihr hier: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1188781.bundestagswahl-armut-k-ein-thema-im-wahlkampf.html 00:19:49: Ab wann ist man reich? Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (iwd) gilt man in Deutschland als reich, wenn man zu den einkommensreichsten zehn Prozent der Gesamtbevölkerung gehört. Zieht man dafür Daten des Sozio-oekonomischen Panels (einer Befragung von rund 16.000 Haushalten) aus dem Jahr 2017 heran, gilt ein Single ab einem monatlichen Einkommen von 3.529 Euro netto als reich. Einkommen meint dabei nicht nur Gehalt, sondern auch evetuelle weitere Einnahmen durch Vermietung, Aktien, aber auch staatliche Leistungen wie Kindergeld. Es gibt jedoch auch andere Definitionen von Reichtum: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zieht dafür den Median der Nettoeinkünfte der Gesamtbevölkerung heran (im Jahr 2019 waren das knapp 1900 Euro). Wer das Dreifache des Medians verdient, also über 5700 Euro, gilt in dieser Definition als reich. 00:30:40: Mehr zur Studie, über die Olivier und Helena an dieser Stelle sprechen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1183855.sozialpolitik-jobcenter-in-nordrhein-westfalen-mehr-sanktionen-beim-buergergeld.html

  13. 11

    Hass und andere politische Gefühle. Mit Şeyda Kurt

    Hass ist allgegenwärtig. Ein Gefühl, dass menschlich ist, als Vorwurf formuliert allerdings häufig entmenschlichend wirkt und einen schlechten Stand in der Gesellschaft hat. Dabei kann Hass die politische Arbeit begründen – und antreiben. Darüber spricht Olivier David mit Autor*in Şeyda Kurt. In ihrem Buch »Hass - Von der Macht eines widerständigen Gefühls« (erschienen 2023 bei HarperCollins) hat sich Şeyda Kurt dem Potential von Hass gewidmet. In dieser Folge von Klassentreffen hört ihr, worin der Unterschied zwischen Wut und Hass liegt, wie strategischer Hass aussehen kann und ob auch in anderen politischen Gefühlen wie Jammern und Trauer widerständiges Potential liegt. Viel Spaß beim Hören! Mehr über Şeyda Kurt erfahrt ihr auf https://seydakurt.de und https://www.instagram.com/seyda.kurt. Olivier David könnt ihr auf https://www.instagram.com/olivier_cyrill folgen. Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  14. 10

    Wie Rassismus gesellschaftliche Ausschlüsse legitimiert. Mit Cihan Sinanoğlu

    Eine Funktion von Rassismus ist es, gegenwärtige Macht- und Herrschaftsverhältnisse aufrecht zu erhalten. Er strukturiert und legitimiert die Verteilung begrenzter – und damit umkämpfter – Ressourcen in Bereichen wie Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit. In dieser Folge Klassentreffen spricht Olivier David mit dem Sozialwissenschaftler Cihan Sinanoğlu über genau diesen »Zweck« von Rassismus. Sinanoğlu leitet am DeZIM-Institut die Geschäftsstelle des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa), der Ursachen, Ausmaß und Folgen von Diskriminierung und Rassismus in Deutschland erforscht, um effektive Maßnahmen dagegen entwickeln zu können. Ein Gespräch über Entwicklungen in der Rassismusforschung und darüber, was der gesellschaftliche Rechtsruck für die Forschung – und die Existenz von Projekten wie dem Rassismusmonitor – bedeutet. Mehr zum Rassismusmonitor auf https://www.dezim-institut.de/institut/rassismusmonitor Cihan Sinanoğlu findet ihr auf https://www.instagram.com/cihan.sinanoglu und https://x.com/nareksisiX Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  15. 9

    Queerness und Prekarität – Wie hängt das zusammen? Mit Sara Grzybek (Queermed)

    Wenn über soziale Ungleichheit gesprochen wird, bleiben nicht-binäre und trans Personen oft ausgeklammert, dabei sind sie besonders häufig von Armut und Ausgrenzung betroffen. In dieser Folge Klassentreffen spricht Olivier David mit Sara Grzybek von Queermed Deutschland über die Schere zwischen arm und reich in queeren Communities, über die Kommerzialisierung des CSD und den Abbau von Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen. Mehr zu Queermed Deutschland: https://queermed-deutschland.de Über Sara Grzybek: https://saragrzybek.de Sammelband »Bite Back! Queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidarität«: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/open-access_bite-back.pdf Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  16. 8

    Über eine konstruktive Antwort auf die AfD. Mit Sebastian Friedrich

    Was ist eigentlich das soziale Milieu, das die AfD wählt und wieso wird die soziale Frage vermeintlich (!) von rechts besser beantwortet? In dieser Folge Klassentreffen sprechen Olivier David und Sebastian Friedrich darüber, wie man der AfD politisch begegenen kann. Friedrich ist Journalist und Autor und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Rechtsextremismus und Soziale Ungleichheit. Der Podcast Klassentreffen läuft seit September 2024 in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  17. 7

    Graffiti: Vandalismus, Kunst oder linke Gegenkultur? Mit Friederike Häuser

    Wem gehört die Stadt und wie kann man sich Teile des stark privatisierten Raums zurückholen? Mit Graffiti? In dieser Folge Klassentreffen ist Friederike Häuser zu Gast. Sie ist Sozialarbeiterin, Kriminologin und Herausgeberin zweier Sammelbände zum Thema Graffiti und Politik – und genau darum dreht sich unser Gespräch. Ist Graffiti immer politisch? Welche Möglichkeiten bietet die Szene bei der Sichtbarmachung marginalisierter Menschen und welche Rolle spielt Männlichkeit? Viel Spaß beim Hören! Der Podcast Klassentreffen läuft seit September 2024 in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  18. 6

    Ungleichheit in Beziehungen mit Josephine Apraku

    In der sechsten Folge Klassentreffen ist Autor*in Josephine Apraku zu Gast. Es geht um Josephines Buch »Kluft und Liebe. Warum soziale Ungleichheit uns in Liebesbeziehungen trennt und wie wir zueinanderfinden«: Was macht Beziehungen ungleich? Gibt es das überhaupt noch, ungleiche Beziehungen, angesichts der fortgeschrittenen Segregation unserer Gesellschaft? Und wie kann sie überwunden werden? Viel Spaß beim Hören!

  19. 5

    Antifaschismus und Fußball mit Katharina Dahme (Babelsberg 03)

    Wie entsteht linke Hegemonie im Fußball – und was ist überhaupt Hegemonie? Katharina Dahme ist Vorstandsvorsitzende vom Regionalligisten SV Babelsberg 03, einem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten linken Fußballverein in Potsdam. In dieser Folge Klassentreffen spricht Katharina über die Möglichkeiten und Grenzen von Fan- und Gegenkultur. Es geht um Rheinmetall, den FC St. Pauli und das Stadion als Ort des – mitunter – unbequemen Austauschs von Meinungen. Der Podcast Klassentreffen läuft seit September 2024 in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  20. 4

    ADHS und Klasse mit Angelina Boerger (@Kirmesimkopf)

    Wie hängen ADHS und Klasse zusammen? In der vierten Folge Klassentreffen ist Angelina Boerger zu Gast. Angelina ist Journalistin und Autorin und hat den Instagram-Kanal @Kirmesimkopf ins Leben gerufen. Ihr gleichnamiges Buch stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Der Podcast Klassentreffen läuft seit September 2024 in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK

  21. 3

    Hyperpolitik: politisierte Zeiten ohne politische Folgen, mit Ines Schwerdtner

    Viele Menschen haben das Gefühl, in hoch emotionalisierten und politischen Zeiten zu leben. Von der Ohnmacht gegenüber der Klimakrise über Demos gegen Rechtsruck, die Elterngeld-Petition oder die Farbe des Trikots der deutschen Nationalmannschaft: alles ist politisch aufwühlend – und bleibt dennoch meist folgenlos. Woran liegt das? Ines Schwerdtner, Kandidatin der Linken für das Europaparlament, erklärt, was es mit dem Begriff Hyperpolitik auf sich hat – und was es für Möglichkeiten gibt, nicht in die Empörungsfalle zu tappen.

  22. 2

    Wie schreibt man über seine Eltern, Marco Ott?

    In der zweiten Folge Klassentreffen spricht Olivier David mit dem Autor Marco Ott über die Verantwortung beim Schreiben gegenüber seinen Eltern, über die Bedeutung von Scham, Selbstmitleid und falschem Stolz. Der Podcast Klassentreffen läuft seit September 2024 in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK.

  23. 1

    Wie hält man die Realität aus, Jane?

    In der ersten Folge Klassentreffen spricht Olivier mit Lowerclassjane über Bewältigungsstrategien in einer wahnsinnig gewordenen Welt, über Spielplatzdepressionen und eine Linke, der die Klassenfrage abhandengekommen ist.

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