PODCAST · arts
my name is blurryface and i care what you think
by Guido Graf
Was ist alles nötig, um dieses Ich, das schreibt und liest und spricht, endlich klein zu schreiben? Das wird nie aufhören. Das klein geschriebene Ich ist nicht das Ende, das Wir nicht der Anfang. Wir begreifen nichts, weil wir einander verstehen. Wenn wir einander verstehen, wenn wir etwas miteinander versuchen und anfangen, wenn die Summe mehr ist als ihre einzelnen Teile, können wir weniger sein, weniger werden.
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Sirka Elspaß: Es hört ja nie auf, Prozess zu sein
„ich will eine narbe die aussieht wie du“: Eine Liebeserklärung, die bleibt. Und: „ich föhne mir meine wimpern als käme ich frisch aus dem krieg“. „ich föhne mir meine wimpern“ lautet auch der Titel des ersten Lyrikbandes, den Sirka Elspaß 2022 bei Suhrkamp veröffentlichte. Zarte und brutale Distanzaufnahmen schreibt sie, eine Zwiesprache, die nichts vereint, es sei denn mit immer neuen Narben.
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Mascha Jacobs: Break My Soul
Die Bücher des Lebens sollen diejenigen heraussuchen, mit denen Mascha Jacobs in ihrem Podcast „Dear Reader“ spricht. Und diesen Büchern und natürlich auch ihren Gästen widmet sie sich mit einer Hingabe, die einzigartig ist. Das gilt für die Literatur, aber auch für alles andere. Für Musik brennt sie auch. Für diese zweite Episode hat sie einiges mitgebracht und wir tanzen Apache.Das Intro verwendet u.a. Sounds des großartigen Kristóf Horthy.
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Nicht mehr schreiben müssen
Irgendwann hat sich Mirko Bonné entschieden, nicht zu studieren, sondern lieber zu übersetzen. Ein Instrument der Orientierung. Oscar Wilde, Victor Hugo, Mary MacLane, Keats, Sherwood Anderson, Rutger Kopland, Robert Creeley, Yeats und mehr. Für seine eigenen Gedichte und Romane gilt auch ganz grundsätzlich: Schreiben ist dazu da, um glücklich zu sein. Das Ziel des Schreibens könnte also sein, nicht mehr schreiben zu müssen.
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Was ist alles nötig, um dieses Ich, das schreibt und liest und spricht, endlich klein zu schreiben? Das wird nie aufhören. Das klein geschriebene Ich ist nicht das Ende, das Wir nicht der Anfang. Wir begreifen nichts, weil wir einander verstehen. Wenn wir einander verstehen, wenn wir etwas miteinander versuchen und anfangen, wenn die Summe mehr ist als ihre einzelnen Teile, können wir weniger sein, weniger werden.
HOSTED BY
Guido Graf
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