PODCAST
OÖ Landeskultur on air
by Alexander Vojvoda
Künstler*innen geben Einblicke in ihre Arbeitsweise und erläutern die gezeigten Werke, Kurator*innen führen durch Ausstellungen - jede Sendung zeigt ein akustisches Bild der Aktivitäten der OÖ Landes-Kultur GmbH.Radio FRO berichtet über neue Ausstellungen und Aktivitäten u.a. im Francisco Carolinum, im Schlossmuseum sowie im OK bzw. im OÖ Kulturquartier.
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Outside, twelve Pieces
Die Ausstellung von Michael Kienzer im Außenbereich des Schlossmuseums Linz gewährt am Beispiel von zwölf Werken einen Einblick in das facettenreiche Werk des österreichischen Künstlers. Kienzer, bekannt für seine Auseinandersetzung mit Raum, Architektur und Plastik, präsentiert in seiner Schau sowohl aktuelle Werke als auch einen retrospektiven Querschnitt seiner künstlerischen Entwicklung. Kienzers Arbeiten fügen sich nicht einfach in den Raum ein, sondern schaffen eine symbiotische Beziehung zur Umgebung. In seinem Werk wird der Außenraum aktiver Bestandteil der Kunst. Etwa durch Hinzufügen, Anlehnen und Stützen seiner Objekte wird die bestehende Architektur zum Bestandteil der Kunstproduktion. Für Kienzer sind es plastische Gesten, die die traditionelle Auffassung von Skulptur auflösen und den Raum neu definieren. Dabei geht es Kienzer nicht nur um die formale Auseinandersetzung mit Materialien, sondern auch um die Reflexion ihrer Funktionen und Eigenheiten. Die Ausstellung fordert auf, gewohnte Betrachtungsweisen zu hinterfragen und neu zu interpretieren. Seine Werke sind künstlerische Interventionen, die im Wechselspiel auf den Ort eingehen. Das Anliegen des Künstlers ist, der Ausstellung und dem Raum, der sich über das Gelände des Schlossmuseums erstreckt, eine inhaltliche und formale Struktur zu verleihen. Der Raum wird somit selbst zur Skulptur, die sich neu entfaltet. Kuratiert hat die Ausstellung Dr. Inga Kleinknecht. Wir waren beim Rundgang dabei, zu hören sind der Künstler Michael Kienzer und Inga Kleinknecht. Der Skulpturenpark Outside, twelve Pieces von Michael Kienzer ist noch bis 26. Oktober 2025 zu sehen. Fotokredit: Michael Kienzer / OÖ Landeskultur GmbH
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The Mind Hacker
Unerwartet und irritierend, gleichzeitig humorvoll-ironisch sind Werner Reiterers Interventionen. Historische Holzskulpturen von Heiligen schweben im Raum und zeigen das Konterfei des Künstlers höchstselbst. In den Arbeiten Werner Reiterers werden die Besucher:innen aber selbst zu einem wesentlichen Teil der Ausstellung, das auch ein Kennzeichen des Künstlers ist, dass er neue Räume und Verbindungen zwischen Künstler, Werk, Ort und Betrachter:in erschafft. In seinen Zeichnungen, Installationen und skulpturalen Arbeiten thematisiert Werner Reiterer das gesellschaftliche Verhältnis von Individuum und Kollektiv ebenso wie jenes des Menschen zu den Dingen. Auch hinter seinen konzeptuellen Arbeiten steht eine intensive Beschäftigung mit philosophischen, gesellschaftlichen und naturwissenschaftlichen Themen, die in der einfachen und gleichzeitig umfassenden Frage „Wer sind wir?“ kulminieren. In der Sendung sind die Kuratorin Gabriele Spindler und der Künstler Werner Reiterer zu hören. Die Ausstellung The Mind Hacker ist im Schlossmuseum noch bis 22. Juni 2025 zu sehen. Fotocredit: Landeskultur Gmbh Linz.
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Cosmic Trace
„Wie die Magie ist die Kunst ein Akt der Verwandlung, der manchmal auch bedeutet, einfach Zufälle zu schaffen.“ Glenda León Glenda León arbeitet in den Bereichen Zeichnung, Video, Installation, Skulptur/Objekt und Fotografie. Ob mit Haaren, Blumen, Kassetten oder Schallplatten, Text oder Ton, ihre Werke sind eine ständige Beschwörung der menschlichen Existenz, ihrer Hoffnungen und Ängste, ihrer Exzesse und Leere, ihrer Unsicherheit und Transzendenz. Das Interesse der Künstlerin gilt den Zwischenräumen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Klang und Stille, zwischen Vergänglichem und Ewigem. Glenda Leóns Arbeiten fordern immer wieder die Wahrnehmung der Welt heraus, indem sie Naturgesetze sichtbar machen, den Akt des Zuhörens und Innehaltens einfordern oder die göttliche Dimension des Menschseins thematisieren. Der Verzicht auf alles Überflüssige und die Verschmelzung von natürlichen und künstlichen Elementen zeugen von der Vorliebe der Künstlerin für Prozesse. Das O.K Linz zeigt die erste Einzelausstellung und große Werkschau der kubanischen Künstlerin Glenda León im deutschsprachigen Raum. Cosmic Trace ist bis 2. März 2025 im O.K zu sehen. In der Sendung zu hören sind Glenda León und die Kuratorin Genoveva Rückert
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Entlang der Donau und in 7 Städten
Genoveva Rückert ist die Kuratorin des Residency-Programms OÖ Air. Sie erzählt im Interview über die Möglichkeiten für Künstler*innen international zu arbeiten und welche Positionen im O.K aktuell und noch bis 29. September zu sehen. Künstler:innen OÖ AIR: Michael ASCHAUER – Donau Lisa GROSSKOPF – Havanna Magdalena KREINECKER – Leipzig Kerstin REYER – Donau Künstler:innen OÖ AIR.GOV: Uwe BRESSNIK – Budapest Ruth GRÖSSWANG – Laibach Alexandra KAHL – Rom Thea MOELLER – Rom Andreea VLADUT & Christa WALL – Belgrad Katarzyna WINIECKA – Warschau Fotocredit: Michael Maritsch / Ausstellungsansicht Katarzyna Winiecka
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Truth Table von Adrian Sauer & Elfi Semotan-Ausstellung im Francisco Carolinum
TRUTH TABLE Adrian Sauers künstlerisches Werk kreist seit jeher um die Frage, was Fotografie ist oder sein kann. Dass dieser Frage mit unterschiedlichsten Antworten begegnet werden kann, zeigt der Künstler in seiner Audioinstallation ‚Fotografieren ist‘, in der diverse Definitionen von Fotografie und deren Antithesen miteinander konfrontiert werden – ob diese sich dabei widersprechen oder ergänzen, hängt von der Wahrnehmung der Hörer:innen ab. Homepage Adrian Sauer ELFI SEMOTAN Klassische Modefotografie ist hier keine zu finden, denn es geht der Künstlerin nicht darum, noch ästhetischere und glamourösere Bilder zu produzieren, sondern ganz bewusst mit diesen Konventionen zu brechen und rätselhaftere Facetten zu enthüllen. Die präsentierten Gesichter sind oft weniger perfekt und unzugänglich. Elegante Bewegungen werden nicht klischeehaft als Ideal propagiert, sondern stattdessen in Form von ausgefallenen Gesten gezeigt. Foto: Gerhard Freidl von Elfi Semotan. In der Sendung zu hören sind die Kuratorinnen Susanne Watzenboeck und Maria Venzl. Ausstellungen im Francisco Carolinum
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EVA & ADELE – The Present of the Future in Linz
Michael Diesenreither und Marina Wetzlmaier waren am Do, 22. Juni im OK – Offenes Kulturhaus bei der Eröffnung der Ausstellungen “Queer – Vielfalt ist unsere Natur” und “EVA & ADELE – The Present of the Future”. Kurz vor der Eröffnung haben wir Nathalie Hoyos, Kuratorin der Ausstellung EVA & ADELE ADELE, Künstlerin vors Mikrofon gebeten. EVA & ADELE – The Present of the Future Die Ausstellung EVA & ADELE – THE PRESENT OF THE FUTURE im OK Linz gibt einen Einblick in die performative künstlerische Praxis des Paares im öffentlichen Raum. Sie zeigt Arbeitsweise und Methodik und darüber hinaus Zeichnungen, Gemälde, Objekte und Videoarbeiten. Darunter sind auch vier Werkgruppen, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Ausstellung dokumentiert das öffentliche Leben von EVA & ADELE als choreografierte Performance. Das grafische und malerische Werk, das seit 1997 die mediale Präsenz und die Reaktion des Publikums kommentiert und verarbeitet, wird mit ausgewählten Werkgruppen vorgestellt, wichtige Videoarbeiten und selten gezeigte biographische Skulpturen ergänzen den Einblick. Ausstellungsdauer: 23.06.–08.10.23, OK Linz
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Forever Lasts Until It Ends
– ist junge Fotokunst mit philosophischem Kern! Außerdem die perfekte Sommerausstellung, da sie Sinnlichkeit und Leichtigkeit verbindet. Eric Asamoah und die Kuratorin sprechen über die Entwicklung der Ausstellung, die in Ghana entstanden ist. Eric Asamoah (*1999) ist ein in Oberösterreich lebender Fotograf, der für sein jüngstes Projekt Forever Lasts Until It Ends das Herkunftsland seiner Eltern, Ghana, bereiste. Die im Norden der westafrikanischen Republik entstandenen Bilder zeigen Heranwachsende in scheinbar ruhigen Kulissen und in ihrem entspannten Zusammensein, beim Ausruhen, Lesen oder Musizieren, mit einem Sinn für Kontemplation, eingebettet in die pittoreske Landschaft von Talensi und Tongo. Die Gemeinschaft, ein kollektives Gefühl des Erwachsenwerdens und der Unabhängigkeit, die Zeit und ihre Vergänglichkeit stehen bei dieser analog fotografierten Serie im Mittelpunkt. Erweitert wird die Werkschau Eric Asamoahs um die 2021 entstandene fotografische Serie The Day After Tomorrow, die damit erstmals im Rahmen einer Ausstellung präsentiert wird. Bislang war sie ausschließlich als Publikation erschienen und wurde mit „Die Schönsten Bücher Österreichs, 2021“ ausgezeichnet. Asamoah fotografierte dazu in Ghana – in Accra und Kumasi: das Meer, Palmen, Szenen aus dem Stadt- und Strandleben und dazwischen immer wieder junge Männer – allein oder in Gruppen. Die Bilder erzählen von der sensiblen Phase des Übergangs ins Erwachsenenalter, in der sie sich gerade befinden. “In den Bildern ist ein Gefühl von Ruhe, Erkundung und Geduld zu spüren, denn es scheint, als würden die Porträtierten sich auf den Tag vorbereiten, an dem sie ihren Frieden, die Antworten und sich selbst finden werden.” – Eric Asamoah Die Auseinandersetzung mit dem Herkunftsland seiner Eltern ist für Eric Asamoah ein selbstreflexiver Prozess, eine Möglichkeit, sich mit seinem persönlichen Coming of Age auseinanderzusetzen. Radio FRO im Gespräch mit der Kuratorin Maria Venzl und Eric Asamoah. Die Ausstellung Forever Lasts Until It Ends ist noch bis 10. September zu sehen. Am Sonntag, den 18. Juni, findet um 16 Uhr darüber hinaus eine Kuratorinnenführung zum Thema Körperbild – Selbstbild statt. Zur Sendungsseite
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Fragile City
Die Ukrainische Künstlerin Julia Beliaeva balanciert zwischen Virtualität, Körperlichkeit und Fragilität. In ihren digital generierten Skulpturen und Videos interpretiert sie die Vergangenheit für die Gegenwart neu. Mit dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 ist die multimedial arbeitende Künstlerin mit ihrem Sohn aus ihrer Heimatstadt Kiew geflohen. Auf Einladung der OÖ Landes-Kultur GmbH ist sie im März Teil des Residency-Programms und der neu etablierten Academy of Ceramics Gmunden geworden. Im Zuge ihres Aufenthalts entstand in der Gmundner Keramik ihre bislang monumentalste Arbeit „Fragile City“. Zunächst wie Kachelöfen anmutende Objekte erinnern an zerbombte, ausgebrannte Häuser aus dem Großraum Kiew und erzählen im figurativen Fries von Krieg und Flucht. Bekannt für ihre digitalen und realen Figuren in Weiß, übersetzt sie 3D-Visualisierungen in keramische Werkstoffe wie Porzellan. Dafür werden historische Vorlagen aktualisiert, in einen neuen Kontext gesetzt. Die zerbrechliche Natur des Materials, aber auch seine Widerstandsfähigkeit stehen für Julia Beliaevas sensible, aber auch kritische Auseinandersetzung mit der komplexen Geschichte und Identität ihres Landes. Der Albtraum des Krieges, die dadurch ausgelösten Krisen, Traumata und Eindrücke fordern existenziell, persönlich und global. Erinnern und Vergessen sind Prozesse, die das Gedächtnis stetig neu modellieren. Die Lesart bleibt offen, und auch Beliaevas ältere Arbeiten schwingen heute noch stärker nach. Radio FRO im Künstlerin-Kuratorinnen-Gespräch mit Julia Beliaeva und Genoveva Rückert-Sommerauer: die Ausstellung Fagile City wird am 29. März eröffnet und ist bis Mai im O.K zu sehen. Am 29. März findet zur Ausstellungseröffnung um 18 Uhr auch ein TALK im O.K Mediendeck statt: JULIA BELIAEVAS WERK UND DIE UKRAINISCHE KUNSTSZENE VOR DEM HINTERGRUND DES KRIEGES mit Olena Balun, Kuratorin, Koordinatorin Ukraine Art Aid Center/Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine, Masha Faurschou, Kuratorin, Mitbegründerin von Artsvit Contemporary Art Centre, Ukraine, Khora Contemporary, Artrium, Gründerin von Sabsay Gallery Kopenhagen und Chief Operating Officer der Faurschou Foundation, Martin Kwade, Galerist KWADRAT Berlin Julia Beliaeva und Alfred Weidinger Anmeldung zum TALK am Mi, 29.03.23 erbeten mit dem Kennwort „Julia Beliaeva“ bis 27.03. unter [email protected]
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Schätze der grafischen Sammlung
Sabine Sobotka ist die Leiterin der grafischen Sammlung im Schlossmuseum. Momentan bereitet die Kunsthistorikerin und Kuratorin schon die nächste Ausstellung vor. Sie berichtet beim Besuch im Depot aber auch über den Sammlungsbestand von ca. 60 000 Werken, darunter die weltweit größte Sammlung von Werken Alfred Kubins, das teuerste Werk, ein Schiele, wird mit vielen anderen wichtigen Blättern 2023 zu sehen sein. Schon Ende Jänner 2023 eröffnet die neue Ausstellung, kuratiert von Sabine Sobotka: Hans Fronius – aus der Sammlung Kastner. Anlässlich einer großzügigen Schenkung der Familie Kastner im Jahr 2018 widmet sich eine Sonderausstellung im Schlossmuseum Linz dem Zeichner, Maler und Illustrator Hans Fronius. Dr. Walther Kastner war mit Hans Fronius zeit seines Lebens eng verbunden, als Freund und als Sammler. In seiner Kunstsammlung befanden sich über 350 Blätter des Künstlers, die sich mit der letzten Schenkung von 233 Werken nun vollständig im Bestand der Grafischen Sammlung befinden. Hans Fronius wurde am 12. September 1903 in Sarajevo geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg übersiedelte die Familie nach Graz. Von 1921 bis 1925 studierte Fronius in Wien an der Akademie der bildenden Künste und wurde Lehrer. Daneben schuf er ein eindrucksvolles künstlerisches Werk. Ein wesentlicher Teil im Schaffen von Hans Fronius war seine Begabung, literarische Texte zu illustrieren. Die persönliche Vorliebe des Künstlers wird in der Ausstellung genauso dokumentiert, wie seine Liebe zu den Landschaften, die er auf zahlreichen Wanderungen und Ausflügen kennenlernte. Die künstlerisch wichtigste Bindung an Oberösterreich ergab sich durch die Beziehung zu Alfred Kubin. Diese Freundschaft ist in einem langen Briefverkehr dokumentiert und macht die Schenkung für Oberösterreich umso wertvoller. Radio FRO hat beim Besuch im Depot aber viel mehr erfahren: neueste Technik, Sammlungsbestände und geplante Ausstellungen. Am Ende der Sendung verraten wir auch, wer noch umgezogen ist in der Landeskultur.
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number two
kuratiert von Gabriele Spindler: Norm, Sanktion und Manipulation in der Gruppe als Kunst-Beweis, ein besonders beliebter Stalin-Doppelgänger, Gruppenbild mit Katzen und „singing revolution“ als aktuelle und politische Statements einer Künstlerin, die vor rund 20 Jahren aus Rußland geflüchtet und heute Kunstuni-Professorin in Linz ist. Das Schlossmuseum zeigt die bisher größte Werkschau von Anna Jermolaewa und stellt die Künstlerin, die seit 2019 Professorin für Experimentelle Gestaltung an der Linzer Kunstuniversität ist, erstmals umfassend in Linz vor. Die 1970 in St. Petersburg geborene Künstlerin, die aus der Sowjetunion geflohen ist und in Österreich politisches Asyl erhielt, lebt seit 1989 in Wien. In ihrer Arbeit erweist sich Anna Jermolaewa als genaue Beobachterin des menschlichen Zusammenlebens, seiner gesellschaftlichen Bedingungen und politischen Voraussetzungen. Oft sind es scheinbar unbedeutende, alltägliche Manifestationen der conditio humana, die sie in kritischer, gleichzeitig aber humorvoller Art und Weise hinterfragt. Dabei entstehen neben Videos, Fotografien und Zeichnungen auch raumgreifende Inszenierungen und Installationen. Zu der Auswahl bedeutender Arbeiten aus ihrem 25-jährigen Schaffen kommt die eigens für die Ausstellung entstandene Videoinstallation „Singing Revolution“. Anna Jermolaewa war dafür im Sommer 2022 – der Krieg in der Ukraine tobte bereits – nach Estland, Lettland und Litauen gereist. Aus London brachte sie neue Fotos aus ihrer Serie „Hostile Architecture“ mit; sie sind Beispiele dafür, wie sich benutzerunfreundlich gestaltete Stadtmöbel gegen Obdachlose und sozial Benachteiligte richten. Radio FRO im Interview mit der Kuratorin Gabriele Spindler und Anna Jermolaewa. Die Ausstellung number two hat Dienstag Abend, 22. November, im Schlossmuseum, Untergeschoß Südflügel, eröffnet. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Fotocredit: Michael Maritsch
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100 Jahre entomologische Forschung in Linz
Das Biologiezentrum Linz widmet sich dem Sammeln, Bewahren, Erforschen, Dokumentieren und Vermitteln von Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt, über Gesteine und Mineralien. Als naturkundliches Museum macht es die Naturgeschichte nachvollziehbar, schafft Naturbewusstsein und fördert den Austausch über Biodiversität. Radio FRO hat Martin Schwarz, seines Zeichens Leiter der entomologischen Arbeitsgemeinschaft am Biologiezentrum zum Interview getroffen und wir erfahren aus erster Hand, was es mit der spektakulären Entdeckung der Schlupfwespe Hemiteles centumannorum auf sich hat – ein Findling, der das 100-jährige Jubiläum der entomologischen Arbeitsgemeinschaft nicht besser hätte präsentieren können.
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HADES
Feiner Spott und beißende Ironie zeichnet die Kunst des Schöpfers von „Moff“ aus. Von der Kirche desavouiert, von einem griechischen Gericht verurteilt: Vor dem Lockdown haben wir Gerhard Haderer noch in seiner aktuellen Ausstellung im Schlossmuseum Linz zum Interview getroffen. Kosmos Seit vier Jahrzehnten hält uns Gerhard Haderer mit seinen Karikaturen den Spiegel vor: Er kommentiert den spießbürgerlichen Alltagswahnsinn mit gleicher Schärfe wie die Weltpolitik. Ungeschönt und gnadenlos realistisch nimmt er es mit allen und jedem auf und auch wenn er es bedauert, die Mächtigen nicht mit dem Bleistift in Grund und Boden zeichnen zu können, also gerne dem ein oder anderen den Kopf zurechtrücken würde, so gelingt es ihm sehr wohl für sein Publikum, die Welt mit ihren Zumutungen und Verdrehungen zu entlarven. Nicht zufällig unterzeichnet Gerhard Haderer seine Kunst mit „Hades“, dem Gott der Unterwelt. Auch mit 70 Jahren ist keine Altersmilde zu befürchten, wie die rund 70 vom Karikaturisten selbst ausgewählten Zeichnungen im Schlossmuseum zeigen. In einem eigens dafür geschaffenen, Haderer-spezifischen Rahmen: Die OÖ Landeskultur nutzt den anstehenden Umbau im Schlossmuseum für eine räumliche Zwischennutzung. Dem bunten Haderer-Kosmos soll entsprochen werden, mit vom Künstler persönlich gestalteten Wänden sowie einem quietschroten Boden.
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Der Fall Ruprecht
Der Galerist Paul Fischnaller hat den Fall Ruprecht aufgearbeitet, die OÖ Landeskultur ist Herausgeber dieser Dokumentation. Außerdem on Air: The Golden Sunshine, asiatische Performancekunst, sowie die Biodiversitäts-Agenda des Biologie-Zentrums. Die Publikation gibt Einblick in einen Kunstkriminalfall, der ein Zeitdokument darstellt. Aufgearbeitet von Paul Fischnaller, mit einem Vorwort von Alfred Weidinger. Erworben kann die Publikation über den Maler über die Landeskultur-Institutionen. Mit Textbeiträgen von Heidemarie Böhm, Elfriede Czurda, Maria Reitter, Berthold Ecker, Engelbert Kliemstein, Herausgeber*in, Medieninhaber: Alfred Weidinger für die OÖ Landes-Kultur GmbH, Idee & Konzept: Paul Fischnaller Publikation der OÖ Landes-Kultur GmbH, Linz 2021, 287 Seiten, zahlr. Illustrationen Ausstellung im Francisco Carolinum Für He Yunchang ist sein Körper das grundlegende Medium in seiner künstlerischen Praxis. Es ist das Instrument, das es ihm ermöglicht, seine Überzeugungen, Willenskraft und Lebenskraft auszudrücken. „Ich übe in meiner Kunstpraxis keine Zurückhaltung“, sagt der Künstler, „meine einzige Bedingung ist, am Leben zu bleiben. Ich setze Performance-Kunst ein, um auszudrücken, was mir wichtig ist, und was ich verachte.“ Die von Ai Weiwei kuratierte Schau im FC ist He Yunchangs erste umfassende Retrospektive im deutschen Sprachraum.
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Heaven can wait. Die Kunst des Präparierens
Christoph Steinbrener über die Umkehrung des Blicks und das Diorma als Projektionsfläche, um das Anthropozän zu reflektieren. Über die geheimnisvolle Kunst des Präparierens, spricht Stephan Weigl, seines Zeichens Leiter der Sammlung. Wie wird die Zukunft aussehen? Das Künstlerkollektiv Steinbrener/Dempf & Huber beschäftigt sich mit dieser Frage und entwickelt Zukunftsvisionen, die es in riesigen Dioramen inszeniert. Dabei nützen die Künstler die umfangreiche Sammlung an Tierpräparaten als Grundlage. Dioramen, also Schaukästen mit präparierten Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum, findet man häufig in Natur-Ausstellungen. Das Künstlerkollektiv nutzt dieses Mittel, stellen aber den Inhalt auf den Kopf. Gleichzeitig beschäftigt sich die Natur-Ausstellung ein Stockwerk darüber unter dem Titel „Die Kunst des Präparierens“ mit den wissenschaftlichen Methoden des Präparierens und Konservierens. Tierpräparate dienen nicht nur der Ausstellung in Dioramen, wie sie in der Dauer-Ausstellung Natur zu sehen sind, sondern haben eine Funktion für Wissenschaft und Forschung. Die beiden Ausstellungen verknüpfen zwei Wissensgebiete und ermöglichen verschiedene Blicke auf ein Thema. Sie verschränken naturwissenschaftliche Forschung und künstlerisch-philosophische Denkmodelle und zeigen Schnittstellen und Reibungspunkte der beiden Disziplinen. Radio FRO war beim Ausstellungsaufbau und hat mit einem der Künstler sowie mit dem Zoologen und dem Leiter der naturwissenschaftlichen Sammlung, Stephan Weigl, gesprochen. Michaela Seiser, sie ist Kunsthistorikerin im Schlossmuseum, erklärte das kuratorische Konzept.
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Bunte Steine – was bleibt
Der Stein als Projektionsfläche für eine Reise durch Raum und Zeit. „BUNTE STEINE – was bleibt“ springt mit Adalbert Stifters Titel in die Zukunft. Die Besucher*innen bewegen sich durch eine steinerne Landschaft und folgen einer Audiospur, entwickelt vom oberösterreichischen Künstler Christoph Mayer chm. zusammen mit Andreas Hagelüken – die beiden haben unter anderem den Audioweg Gusen realisiert. Zu hören sind Geschichten, welche die sprechenden Steine über die Zeit hin gesehen haben könnten, mit Blick zurück auf die Gegenwart: „Was werden wir getan haben, und was wird mit und in der Welt geschehen sein?“ Die Installation „Bunte Steine“ wirkt wie ein leeres Zentrum: Radio FRO hat die Ausstellung besucht und den Künstler Christoph Mayer zum tiefschürfenden Interview getroffen.
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Reisen nach Peking, Kapstadt, London oder Mexico
mit dem neuen Artist in Residence-Programm des Kulturquartiers, wenn es die Zeit wieder erlaubt. Auch sonst gibt es Neuerungen über Neuerungen was die Museen und Stationen der Landeskultur betrifft. Prof. Alfred Weidinger, seit März diesen Jahres der Leiter des Kulturquartiers, spricht darüber im Interview. Architektonische Neuerungen in der ehemaligen Landesgalerie, die jetzt wieder unter dem ursprünglichen Namen Francisco Carolinum firmiert, eine neue Dauerausstellung für das Schlossmuseum, Mixed Media, interdisziplinäre Narrationen und Materialen im O.K – offenes Kulturhaus oder der geplante Umzug des Biologie Zentrums auf den Sumerauer Hof in St. Florian: der neue Direktor Alfred Weidinger, der seit März die Geschicke der Landeskultur GmbH leitet, erzählt im Interview von Plänen und Veränderungen.
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VALIE EXPORT Collection Care
Gabriele Spindler und Susanne Heimel von der Landesgalerie Linz sprechen über Collection Care. Eine Ausstellung als Würdigung der Künstlerin VALIE EXPORT anläßlich ihres 80. Geburtstags, dem ein Forschungsprojekt vorangegangen ist: Wie konserviert und transferiert man Medienkunst in die Zukunft? VALIE EXPORT (geb. 1940 in Linz) ist eine der international bedeutendsten feministischen Künstlerinnen und gilt als Pionierin der Medien-, Film- und Performancekunst. Die Radikalität, mit der sie vor allem ihren eigenen Körper als Teil ihrer künstlerischen Arbeit einsetzt, ist wesentlicher Bestandteil ihres politischen und feministischen Statements. Provokation und Aggression sind für VALIE EXPORT Mittel, um auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen und Diskussionen anzuregen. Anlässlich des 80. Geburtstages der Künstlerin würdigt die Landesgalerie Linz die österreichische Künstlerin mit einer umfassenden Ausstellung aus der eigenen Sammlung. Die Sammlung der Landesgalerie beherbergt seit mehr als 20 Jahren wesentliche Werke von VALIE EXPORT. Dazu gehören unter anderem die „Körperkonfigurationen“, eine ihrer bekanntesten Fotoserien, in der sie ihren Körper mit Architektur in Beziehung setzt und herausragende Werke wie die „Geburtenmadonna“, mit der sie auf die Normierung weiblicher Körperhaltungen verweist. Viele dieser Werke haben eine bewegte Zeit mit zahlreichen Reisen und Ausstellungen hinter sich, die trotz aller musealer Sorgfalt nicht spurlos vorübergegangen ist. Im Rahmen eines konservierungswissenschaftlichen Projekts wurden deshalb in den letzten Jahren Maßnahmen der Erhaltung und Restaurierung des EXPORT-Bestandes diskutiert und umgesetzt. Die Landesgalerie bereitet mit dieser Initiative ihre VALIE EXPORT-Sammlung für die Zukunft vor. Zudem wird das Arbeitsumfeld der Restaurierung transparent gemacht und der Öffentlichkeit ein Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit ermöglicht.
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Passion Kunst
Die Sammlung Rombold kuratiert von Gabriele Spindler, Sabine Sobotka und Monika Leisch-Kiesl ist bis 1. Juni in der Landesgalerie Linz zu sehen. Im Jahr 2002 übergab der Linzer Theologe und Kunstwissenschaftler Univ.Prof.em. DDr. Günter Rombold (1925 – 2017) seine Kunstsammlung dem Oberösterreichischen Landesmuseum. Eine weitere Schenkung und der Nachlass nach dem Tod Günter Rombolds im Jahr 2017 ergänzten diesen Sammlungsbestand, der nun mit einer Ausstellung und einem Bestandskatalog gewürdigt wird. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz entwickelt. Existenz und Expression Eine Auswahl aus diesem wesentlichen Sammlungsbestand wird nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei wird der Frage nach der Emotionalität und Sinnlichkeit von Kunst nachgegangen, Begriffe, die eng mit dem Expressiven verbunden sind. Außerdem werden die unterschiedlichen Formen des Sehens von Kunst und damit Fragen der Wahrnehmung näher beleuchtet. Beides sind Anliegen, die Günter Rombold ein Leben lang in seiner Sammlungstätigkeit, aber auch in seiner Lehre vertreten hat. Oberösterreichische Künstler, wie Siegfried Anzinger oder Gunter Damisch, werden ebenso zu sehen sein, wie Werke international anerkannter Meister, etwa von Max Beckmann, Lovis Corinth, Horst Janssen, Ernst Ludwig Kirchner, Georges Rouault und Karl Schmidt-Rotluff. Daneben werden herausragende österreichische Künstler wie Arnulf Rainer oder Fritz Wotruba präsentiert. Auch Alfred Kubin wird in Rahmen dieser Ausstellung besonders gewürdigt. Anhand der über 100 Kubin-Zeichnungen der Sammlung Rombold wird im Kubin-Kabinett der Landesgalerie Linz das spezielle Verhältnis des Kunsttheoretikers und Theologen Günter Rombold zu Kubin beleuchtet. Zur Ausstellung erscheint ein Bestandskatalog der Sammlung Rombold. In der Sendung zu hören sind Gabriele Spindler, Leiterin der Landesgalerie und Prof. Monika Leisch-Kiesl von der KU Linz.
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Sonntagsmatinee in der Landesgalerie
Trotz oder wegen des BREXIT wird die Wanderausstellung „La Bohème. TOULOUSE-LAUTREC und die Meister vom Montmartre“ um nur 1 Woche verlängert. Die Sonntagsmatinee ist Abschluß und Finisage und findet am 26. Jänner um 9.30 Uhr in der Landesgalerie Linz statt. Die Kunsthistorikerin Jasmin Haselsteiner-Scharner spricht über die magnetische Ausstellung „La Bohème. TOULOUSE-LAUTREC und die Meister vom Montmartre“. Am 26. Jänner findet dann die Sonntagsmatinee unter dem Motto PARIS UND ZURÜCK! statt. Ab 9:30 Uhr gibt es ein Frühstück, danach ein Konzert mit Valentina Kutzarova, Mezzosopran Ildiko Deak, Flöte Bernadette Bartos, Klavier Musik von Saint-Saëns, Prokofjew, Debussy, Caplet …. Um 12.30 Uhr: Führung durch die Ausstellung Anmeldung unter +43-732-7720-52200 oder [email protected] Preis: € 12,– (Konzert und Frühstück) € 6,50 (Konzert)
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Helmuth Gsöllpointner. Metall und mehr
Radio FRO im Gespräch mit dem universellen Gestalter Helmuth Gsöllpointner, dem nicht nur 4 Ausstellungen in Linz, sondern auch eine Buchpublikation, gewidmet ist. Ein Landesgalerie on Air mit Gabriele Spindler zur aktuellen Ausstellung „Metall und mehr“. Dass Metall weit mehr sein kann, als ein wichtiger Werkstoff für Industrie und Technik, stellte Helmuth Gsöllpointner (geb. 1933) unter Beweis. Schon 1955 gründete er die Abteilung für Metallplastik in den Lehrwerkstätten der VOEST Alpine AG. Später initiierte er Großprojekte, wie das Forum Metall (1977), das Forum Design (1980) und Netz Europa (1994). Als langjähriger Leiter der Meisterklasse Metall (1973–2001) an der Linzer Kunsthochschule, der heutigen Kunstuniversität, prägte er mehrere Generationen von Studierenden. Die Ausstellung nimmt dieses Umfeld Helmuth Gsöllpointners in den Fokus. Sie zeigt teils dokumentarisch, teils in Originalen, Werke aus der Studienzeit und Diplomarbeiten der KünstlerInnen, wirft aber gleichzeitig einen Blick auf die vielfältigen beruflichen und künstlerischen Karrieren nach dem Studium. Neben Schnappschüssen zeugen einzelne Filmdokumente von der inspirierenden Stimmung und dem intensiven künstlerischen Austausch innerhalb der Meisterklasse. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Landesgalerie Linz mit der Kunstuniversität Linz, der Galerie MAERZ und dem Kunstraum LinkZ. KünstlerInnen: Beni Altmüller, Josef Andraschko, Gottfried Franz Angermann, Norbert Artner, Rainer Atzlinger, Andrea Auer, Veronika Barnas, Andreas Bauer, Gerhard Karl Bogner, Wolfgang Brändle, Stefan Brandtmayr, Erwin Bucheder, Romana Eder, Alexander Fasekasch, Kristian Fenzl, Christoph Fürst, Christiane Friedrich, Wolfgang Georgsdorf, Gregor Graf, Gerhard Gutenberger, Gernot Grünberger, Helmuth Gsöllpointner, Tina Haslinger, Alfred Heindl, Susanne Jirkuff, Charles Kaltenbacher, Beatrix Kaufmann, Petra Kettl, Karl-Heinz Klopf, Gerhard Knogler, Christian Kreiner, Pepi Maier, Christian Makowetz, Erich Muckenschnabel, Gerhard Müllner, Barbara Mungenast, Ulrike Neumaier, Ella Raidl, Elisabeth Reichmayr, Birgit Reiger/Paula Paul, Andreas Sagmeister, Dagmar Schink, Harald Schmutzhard, Peter Sommerauer, Caro Stark, Petra Stelzl, Katharina Struber, Arthur Viehböck, Waltrud Viehböck, Bibiana Weber, Ursula Witzany, Petra Zechmeister Ausstellungsgestaltung: Stefan Brandtmayr.
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Vorhang auf…
…für Klasse Kunst in der Landesgalerie Linz. Im Interview mit Dagmar Höss erfahren wir, dass das interessierte Publikum Tanzeschritte zwischen Kunstwerken lernen, in die zweifelhafte Rolle von Donald Trump schlüpfen kann und vieles mehr vor und hinter dem Vorhang experimentiert werden darf. Klasse Kunst Format Die Ausstellung fokussiert Fragen rund um künstlerische Positionen aus den Bereichen Performance, Theater, Reenactment bis hin zu Tableau Vivants. Welche Rolle spielt dabei die Produktion eines materiellen Kunstwerkes als Ziel künstlerischer Handlung? Wie überschneiden sich bildende Kunst und Theater oder wo kommen Performance, Kostüm oder Rollenspiel in der zeitgenössischen Kunst zum Einsatz? Anhand spannender künstlerischer Positionen untersucht die Ausstellung unter anderem die Mechanismen temporärer Kunstformen und lotet spielerisch Schnittmengen und Unterschiede zwischen bildender und darstellender Kunst aus. KLASSE KUNST möchte als Experimentierfeld verstanden werden, Kunstvermittlung innerhalb einer Institution anders zu denken und dabei die eigenen Rollen und die der Besucher/innen im Verhältnis zum Museum zu hinterfragen und neu zu verhandeln. Ausstellungsgestaltung und darin integrierte Kunstvermittlungsangebote verschränken sich dabei mit den ausgestellten Werken zu einem erzählerischen Ganzen. Klasse Kunst von und mit Irene Andessner, Josef Bauer, Willi Dorner / Lisa Rastl, VALIE EXPORT, Mira Gáberová, Steven Cohen / Marianne Greber, Martin Klimas, Jakob Lena Knebl, Andreas Mühe, Leonhard Müllner / Susanna Flock, Klaus Pichler, Jianan Qu, Barbis Ruder
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20 Jahre Kunstsalon
Der Linzer Kunstsalon feiert 20 erfolgreiche Jahre! Seit 1999 öffnet die Landesgalerie Linz einmal im Jahr ihre Pforten für Galerien und Kunstvereine aus ganz Oberösterreich und präsentiert zeitgenössisches Kunstschaffen in seiner beeindruckenden Vielfalt. Ein Wochenende lang kann man sich konzentriert über die aktuelle Kunstentwicklung in Oberösterreich und darüber hinaus informieren. Einige Partner/innen waren von Beginn an dabei, andere sind neu dazugekommen. Allen gemeinsam ist ihr Engagement und ihre Begeisterung für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst, die den Kunstsalon zu einem erfolgreichen Veranstaltungsformat werden ließen. Zu Gast ist in diesem Jahr die Klasse für Experimentelle Gestaltung an der Linzer Kunstuniversität unter der neuen Leitung von Anna Jermolaewa. Die Studierenden präsentieren Ihre Werke außerdem im Jungen Salon. Designsalon in der Landesgalerie Designerinnen produzieren in einer von Männern dominierten Branche anspruchsvolle, ikonische und zum Nachdenken anregende Arbeiten von außergewöhnlicher Qualität und Vielfalt. Viele Produkte werden nicht für, sondern von Frauen konzipiert, entwickelt und produziert. Der Designsalon 2019 lädt ein, sich des wichtigen Beitrages von Frauen im Fachbereich Design verstärkt bewusst zu werden. Stellvertretend für die potente kreative Kraft der Frauen in Europa zeigt der Designsalon 28 Positionen von Designerinnen den EU-Mitgliedsstaaten. Produkte, Marken, Unternehmen, Städte und Dienstleistungen werden entscheidend von der kreativen Kraft der Frauen geprägt. Radio FRO war beim Presserundgang im Kunstsalon und Designsalon. Die Eröffnung findet am Freitag, den 27. September um 19 Uhr im Festsaal statt. Die Ausstellung Kunstsalon dauert nur bis 29. September 2019.
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Die Arche des dunklen Fürsten Kubin
Arche nannte Alfred Kubin sein Haus in Zwickledt und es wäre nicht Kubin, wenn dort nicht jedes Tierchen sein Pläsierchen gefunden hätte. Am 30. August eröffnet im Kubin-Haus Zwickledt eine neue Kubin Ausstellung. Im Oktober 1906 übersiedelt Alfred Kubin mit seiner Frau Hedwig von München nach Zwickledt, einem kleinen Schlösschen nahe Wernstein am Inn, das sie bis zu ihren Tod bewohnen. Über Jahrzehnte entstehen hier seine Werke, die ihn zu einem der wichtigsten Künstler Österreichs machen. In Zwickledt, seiner „Arche“, fühlt er sich heimisch. In gewohnter Alltagsroutine zeichnet er, schreibt Briefe und erkundet die nähere Umgebung in langen Spaziergängen. Kubins Interesse für das Leben seiner Mitmenschen, für „dieses kleine ländliche Welttheater“ (Alfred Kubin), ist groß. Er ist ein genauer Beobachter. Vieles, was er sieht, fließt in Skizzen ein und wird später in ausgearbeiteten Tuschezeichnungen verwendet. Manches bleibt einem kleinen, eingeweihten Kreis vorbehalten. Es sind Skizzen, in welchen er das Alltagsleben humorvoll in kurzen, prägnanten Strichen erfasst, sich manchmal der Karikatur annähert. Kubin zeichnet Bildergeschichten, die an Wilhelm Busch erinnern, und ganz ähnlich sind es die Missgeschicke, Eigenheiten und Eigenschaften der Menschen, die die BetrachterInnen zum Schmunzeln bringen. Auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse sind zum (Über)Leben in Zwickledt ein Gemüsegarten und Nutztiere notwendig. Zu letzteren gesellen sich zahlreiche Kater, eine Krähe, ein Reh und sogar zwei Affen, die für Tumult in Kubins Haushalt sorgen. Diese verewigt er nicht nur bildlich, sondern er beschreibt auch sich und sein Verhältnis zur Tierwelt, das zwischen Liebe und Überforderung changiert, in Kurzgeschichten. Sabine Sobotka, Leiterin der Grafischen Sammlung der OÖ Landesgalerie spricht in der Sendung über den besonderen Glücksfall der Schenkung von Elisabeth Bruckmüller, einer Nichte Kubins. Durch sie gelangten zahlreiche Blätter mit Widmungen des Onkels in den Besitz des Landesmuseums. Zumeist haben diese Arbeiten inhaltlich einen familiären Bezug. Ergänzt wird die Auswahl mit Bleistiftzeichnungen von Familienmitgliedern sowie einem der seltenen Selbstporträts Alfred Kubins. Eröffnung der Ausstellung: „Meine Arche. Kubins Lebenswelt in Zwickledt“ Freitag, 30. August 2019, 19.00 Uhr Ausstellungsdauer: 31. August bis 22. September 2019 Begrüßung: Mag. Gabriele Spindler, Leiterin der Landesgalerie Linz Zur Ausstellung spricht: Mag. Sabine Sobotka, Leiterin der Grafischen Sammlung Das Buffet wird von den Ortsbäuerinnen der Gemeinde Wernstein gestaltet. ___________________________________________________________________________________ Aus Anlass der Eröffnung lädt die Landesgalerie Linz zu einer Fahrt ins Kubin-Haus ein: Busfahrt von Linz 16 Uhr: Abfahrt in Linz (Parkplatz der Landesgalerie, an der Rückseite des Museums) 17.45 Uhr: Führung durch die Wohnräume Alfred Kubins 19 Uhr: Ausstellungseröffnung 21 Uhr: Rückfahrt nach Linz ANMELDUNG bis 22. Aug. 2019: [email protected] oder unter der Telefonnummer +43(0)732/7720-522 25
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Von der Materialwürde in der Kunst von Gabriele Kutschera
Die österreichische Künstlerin Gabriele Kutschera hat in etlichen Bereichen Konventionen gebrochen und neue Dimensionen beschritten. Im Interview spricht die Künstlerin über Autoren-Schmuck-Handwerk, die Schmiedekunst und ihre philosophische Hinwendung an die Kunst. Eisenzeit im Kubin-Haus Zwicklet Die österreichische Künstlerin Gabriele Kutschera widmet sich vor allem dem Medium der Schmiedetechnik. Durch den Prozess der Formfindung für das Material Eisen gelangt sie aber nicht nur zu skulpturalen Ergebnissen, sondern lässt auch ein spannendes zeichnerisches Werk entstehen. In ihrer künstlerischen Konzeption geht es vor allem um die Verbindung rhythmischer Systeme mit dem Faktor Zeit. Demnach versteht Kutschera etwa den Schlag des Schmiedehammers als zeitliche Maßeinheit, die sie auf ihre Skulpturen überträgt. Musik macht sie sichtbar, indem sie während des Hörens lineare Systeme auf Papierrollen zeichnet. Das auf Bewegung ausgerichtete Papier und die darauf aufgebrachte Linie verschmelzen dabei zu einem Dialog von Zeitlinien und Diagrammen. Eine Verdichtung der inhaltlichen Bezüge wird durch die Gegenüberstellung der Zeitlinien mit Kutscheras skulpturalen Kompositionen deutlich. Die Eisenplastiken trotzen ihrer Materialität und werden wie Fäden oder Bänder behandelt, die sich zu Spindeln, Knäueln oder Schlaufen formen. Dabei verzichtet die Künstlerin nicht auf die kleinen Unterbrechungen, Verdickungen und Knoten, die im Sinne der künstlerischen Konzeption auf zeitliche Dimensionen verweisen. Radio FRO traf die Künstlerin zum Gespräch. Die Ausstellung Eisenzeit im Kubin-Haus in Zwicklet ist noch bis 28. Juli 2019 zu sehen.
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Mode Momente in der Landesgalerie Linz
Die Mode und die Fotografie, zwei Schwestern, die eine veränderlich und ephemer, die andere gefriert das Ereignis als Moment ein. In der Landesgalerie zeigt die Ausstellung Mode Momente die rein feministische Perspektive auf Mode und Kunst: von Anna-Sophie Berger, Cooper & Gorfer, Marina Faust, Luise Hardegg, Caroline Heider, Jakob Lena Knebl, Elena Kristofor, Mira Loew, Rita Nowak, Atelier d’Ora, Hanna Putz, Elfie Semotan, Esther Vörösmarty, Eva Zar. Mode Momente Ausgehend vom historischen Werk der Fotografin Madame d’Ora präsentiert die Ausstellung „Mode Momente“ Arbeiten österreichischer Fotografinnen, die an der Schnittstelle von Kunst und Modefotografie angesiedelt sind. Anhand international bedeutender Positionen lotet die Ausstellung sowohl das Spannungsverhältnis als auch Berührungspunkte zwischen kommerzieller Auftragsarbeit im Kontext der Modeindustrie und zeitgenössischer künstlerischer Praxis aus. Die Ausstellung befasst sich außerdem mit der Konstruktion von Rollenbildern, Genderfragen und Stereotypen in der Modefotografie, und berührt damit auch Fragen der gesellschaftlichen Bedeutung von Fotografie und Werbung im Bereich zeitgenössischer Mode-Bilder. In der Sendung zu hören sind die Kuratorinnen Ursula Guttmann und Gabriele Hofer-Hagenauer.
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Von Menschen und Tieren
Wer im Frühling, Sommer oder bis in den Herbst hinein nach Bad Ischl reist, kann dort im Teehäuschen der letzten österreichischen Kaiserin eine historische Fotoausstellung über Menschen und Tiere besuchen. Diese Fotos changrieren zwischen lieblichem Posieren und morbidem Realismus. Fotomuseum Bad Ischl Porträts mit Schmusekätzchen und Schoßhund waren schon in der Frühzeit der Fotografie begehrte Sujets. Neben tierischen Porträts soll die Ausstellung auch den Einsatz von Tierattrappen als schmückendem Beiwerk historischer Aufnahmen visualisieren. In privaten Aufnahmen manifestiert sich in unzähligen Bildern die Bedeutung des eigenen Tieres. Madame d’Oras Aufnahmen berühmter Persönlichkeiten mit ihren geliebten Haustieren stehen in starkem Kontrast zu ihren schonungslosen Bildern aus Pariser Schlachthöfen, die einen völlig anderen Zugang zum Thema Tier beleuchten. Mit Arbeiten von: Arthur Benda, Madame d’Ora, Hans Frank, Rudolf C. Huber, Carl Koppensteiner u.a. Radio FRO sprach mit der Kunsthistorikerin Jasmin Haselsteiner-Scharner über die Ausstellung im Teehäuschen in Bad Ischl.
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Kubin@Next Comic
Es zog mich durch die Bilder….im Wappensaal, Gotischen Zimmer und Kubin-Kabinett oszilliert Comic Kunst bis 25. August zwischen Malerei, Zeichnung, Literatur und erzählten Geschichten. Malereien, Zeichnungen, literarische Erzählungen Der dunkle Fürst Kubin hat sich in der Landesgalerie seltsam zurückgenommen und gerade dadurch bestimmt seine Kunst subtil die Räumlichkeiten des ganzen Hauses. Möglich wurde das durch die Ausstellungsarchitektur (Tobias Hagleitner). Das Haus stellt nun zahlreichen zeitgenössischen Comic Künstler Raum zur Verfügung. Erzählt werden mittels Zeichnung, Malerei und literarischen Texten dunkle, existentielle Geschichten. Teilweise wird es aber ziemlich humoresk, zum Beispiel im Gotischen Zimmer, wenn Nicholas Mahler auf Elfriede Jelinek trifft. Radio FRO war beim Rundgang und hat mit den Kunsthistorikerin Jasmin Haselsteiner-Scharner und der Sammlungsleiterin Sabine Sobotka sowie mit dem Ausstellunsarchitekten gesprochen.
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Die Natur nach der Natur
Insekten schützen als Kunstprojekt und Performance im Anthropozän. Der Filmemacher und Künstler Edgar Honetschläger spricht über das eklektische Langzeit-Natur-Projekt „Go Bugs Go!“. Am 21. März, pünktlich zu Frühlingsbeginn, wird die Idee in der Landesgalerie Linz gezeigt. Zwischen Systemtheorie und Gaia-Hypothese Insekten sind weltweit in Gefahr, dabei sind sie zentraler Bestandteil eines funktionierenden Ökosystems. Der Künstler Edgar Honetschläger setzt sich in seinem neuen Großprojekt GoBugsGo für die Rückgewinnung von Lebensraum für Insekten ein. Die Mitglieder von GoBugsGo kaufen im Kollektiv Land an, das fortan der Natur überlassen wird. Ohne jeglichen menschlichen Eingriff kann es so zum Biotop für Insekten werden. Über die Jahre ist aus der Idee der Landnahme nun ein interdisziplinärer Austausch entstanden, BiologInnen, KünstlerInnen, GärtnerInnen und Bauern, aber auch WirschaftswissenschaftlerInnen und JuristInnen arbeiten daran naturbelassene Areale zu bewahren. Am 21.3. präsentiert der Künstler Edgar Honetschläger das Projekt nun erstmals in Linz. Mit einer performativen Installation im Festsaal der Landesgalerie stellt Honetschläger GoBugsGo im Detail vor. In einem Gespräch mit dem Linzer Biologen Fritz Gusenleitner werden außerdem Themen rund um das Insektensterben und den Naturschutz mit besonderem Blick auf die Situation in Oberösterreich erörtert.
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Neue Sachlichkeit, Mode Momente, Metall
Neue Sachlichkeit, Mode im Spannungsfeld von Kunst und Gesellschaft und diverse Kunstformate der Landesgalerie Linz werden in der Sendung von der Leiterin Gabriele Spindler besprochen. Die erste grosse Ausstellung eröffnet bereits Anfang Februar in der Landesgalerie Linz. Herbert Ploberger (1902 – 1977) ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit wird in der ganzen Dimension seines künstlerischen Schaffens präsentiert werden. Die Neue Sachlichkeit als Referenz auf die verlorenen Illusionen nach dem Ersten Weltkrieg – die Ausstellung thematisiert neben der Kunst auch die zahlreichen historischen Bezugspunkte im Leben Herbert Plobergers. Gabriele Spindler, ihres Zeichens Leiterin der Landesgalerie, gibt einen Überblick des heurigen Ausstellungsjahres. Im Sommer eröffnet die Ausstellung Mode Momente, in der die historische Fotografin Madame D’Ora der Ausgangspunkt sein wird, um Mode, Kunst und Gesellschaft zu reflektieren und dabei zeitgenössische Positionen mit dem historischen Fotobestand verschränkt. Um Lithografien geht es dann in der Ausstellung Le Bohème im Herbst. Henri de Toulouse-Lautrec war ein Pionier der Lithografie während der Belle Époque. Wir hören in der Sendung warum sein Werk noch immer fasziniert und wo seine Kunst eine Vorreiterfunktion hatte.
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Herbert Ploberger 1902 – 1977
Verlorene Illusionen Nach dem Ersten Weltkrieg war Herbert Ploberger einer der ersten Interpreten der Neuen Sachlichkeit. In den Jahren und Jahrzehnten danach entwickelte der gebürtige Welser aber ein umfangreiches Werk, das zwischen bildender und darstellender Kunst oszilliert. Kuratiert wurde die große Einzelausstellung von Dr. Ingrid Radauer. Sie erklärt beim Pressegespräch und beim Ausstellungsrundgang, wie die Ausstellung konzipiert ist. Einerseits bringen wir in der Sendung biografische Einblicke on Air und auch Details über seine Gemälde: Bilder, die verschollen sind, Bilder, die wieder aufgetaucht sind, mehrfach gemalte Bilder und die Kriegsbilder, die er in einem Stil gemalt hat, den er davor und danach nie wieder angewandt hatte. In der Sendung zu hören ist zudem Gabriele Spindler, Leiterin der Landesgalerie und eine der Töchter von Herbert Ploberger. Visionen fürs Theater und den Film Im 2. Stock der Landesgalerie sind neben den Malereien der Neuen Sachlichkeit auch Originalkostüme, die Herbert Ploberger entworfen hat, zu sehen; darüber hinaus sind zahlreiche Skizzen, Zeichnungen und Malereien für Kleider und Bühnenbild versammelt worden und geben einen Einblick in die Arbeitsweise von Herbert Ploberger, der 1977 in München verstorben ist. Die Ausstellung Herbert Ploberger. Im Spannungsfeld zwischen bildender und angewandter Kunst ist bis 26. Mai 2019 in der Landesgalerie zu sehen.
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Museum Backstage in der Landesgalerie Linz
Exklusive Einblicke Im intimen Rahmen, im kleinen Kreis gibt es nun für Interessierte die Möglichkeit einen Einblick in den Sammlungsbestand der Landesgalerie Linz zu nehmen. Gestartet hat das neue Format Museum Backstage bereits Ende letzten Jahres mit dem Thema Historische Fotografie. Die Landesgalerie Linz stellt die historischen Fotografien der Sammlung eigentlich im Fotomuseum Bad Ischl aus. Im Rahmen von Museum Backstage war es an einem ausgewählten Abend nun ausnahmsweise in Linz möglich, mehr über die Fototechniken des 19. Jahrhunderts zu erfahren. An jedem kommenden Museum-Backstage-Abend werden – bis Mai 2019 schon geplant-, dann spezielle Aspekte der Kunstgeschichte anhand ausgewählter Kunstwerke aus der Sammlung präsentiert und erläutert. Die Handzeichnung Der nächste Termin ist am 10. Jänner 2019, dann spricht die Leiterin der Grafischen Sammlung am Oberösterreichischen Landesmuseum Mag. Sabine Sobotka über Handzeichnungen, die den bedeutendsten und wertvollsten Bestand der Grafischen Sammlung bilden; darunter Werke von Egon Schiele, Gustav Klimt und Alfred Kubin. Anhand von Originalen wird auf die Frage nach der Bedeutung von Zeichnen und Zeichnung im Wandel der Geschichte eingegangen und auch zentrale Begriffe der Kunstgeschichte, wie den der Handzeichnung, werden an dem Abend erklärt. In der Sendung zu hören sind die Kunsthistorikerinnen und Vermittlerinnen Sabine Sobotka, Jasmin Haselsteiner-Scharner und Astrid Hofstetter.
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The Drake Equation
Der Amerikaner Andrew Phelps und Paul Kranzler, der in Linz studiert hat, zeigen in der Landesgalerie Linz ihre Fotoserie „The Drake Equation“: man trifft auf naturbelassene Landschaften, Astrophysik und Esoterik. Zum Inhalt der Fotoserie: In den 1950er Jahren errichtete die Amerikanische Regierung das „National Radio Astronomy Observatory“ in Green Bank, im US-Bundesstaat West Virginia, um dort modernste Radioteleskope zu stationieren. Die Radioteleskope sind hochempfindlich und werden durch elektromagnetische Energie, wie WLAN, Rundfunksendeanlagen oder Mobilfunkmasten gestört. Ausgewählt wurde das Green Bank Valley in Pocahontas County wegen seiner geringen Bevölkerungsdichte und dem Fehlen von Großindustrie. Die Errichtung des Observatoriums machte diese Region zur weitgehend technikfreien Zone. Die Teleskope locken die weltweit renommiertesten Astrophysiker und Astronomen in die abgelegene Region von West Virginia, wo sie Seite an Seite mit einheimischen Familien leben, die seit Jahrhunderten hier ansässig sind. Auf ihrem Land, das ihre Vorfahren in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Grenze zur Wildnis einstuften, gehen sie immer noch der traditionellen Rinderzucht, der Hirsch- und Bärenjagd und der Ahornsirup-Gewinnung nach. Die „National Radio Quiet Zone“ zieht vermehrt aber auch Menschen an, die unter Elektro hypersensibilität leiden, und sich als so genannte Wi-Fi-Flüchtlinge hier niederlassen. In der Sendung zu hören ist ein Ausstellungsrundgang mit den Künstlern und Kuratorinnen. Dazu der Hinweis auf das Künstlergespräch mit Paul Kranzler und Andrew Phelps am 15. Dezember von 14.30 bis 18.00 Uhr. An dem Nachmittag in der Landesgalerie ist neben dem Gespräch auch ein Vortrag zur Fotoserie zu hören. In der Sendung zum Schluss dann noch eine Information über ein neues Format in der Landesgalerie, durch das die Sammlung des Hauses neu und unorthodox präsentiert wird. Beginn ist am 22. November um 18.00 Uhr. Anmeldung für einen ersten Einblick, diesesmal im November in die „Historische Fotografie“ der Grafischen Sammlung unter [email protected]. Ab Jänner und bis Mai 2019 wird der Einblick in die Sammlung dann einmal im Monat möglich sein. Der Eintritt ist kostenlos.
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Schluss mit der Wirklichkeit
Avantgarde, Revolution, Architektur 1968 Die Landesgalerie Linz zeigt in einer Sonderausstellung wie in der Architektur eine Gegenkultur entstand als sich die Architektur selbst zu hinterfragen begonnen hat und zur „ironischen und poetischen Analyse“ wurde, um damit des Weiteren auch historische Macht-Bedingungen zur Debatte zu stellten. Die ästhetischen Konzepte und politischen Aktionen wurden zu Metaphern des urbanen Raums: die Metropole, die Produktions-, Konsum- und Kommunikationsmaschine Stadt, die Lebens- und Verhaltensweisen, der flüchtige Alltag auf der Straße wurden künstlerisch bearbeitet und ermöglichten einen Ausbruch und Aufbruch.
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„Same same but different“ im Design Salon
Echt jetzt? lautet nicht nur das Motto der Kunstvermittlungsschiene für junges Publikum in der Landesgalerie, sondern auch im Design Salon dreht sich alles ums Original und seine Fälschung! Der Design Salon in der Landesgalerie Linz zeigt heuer mit „SAME SAME BUT DIFFERENT“ Exponate aus der Sammlung der Aktion Plagiarius e.V. Die Ausstellung konfrontiert Originalprodukte mit ihren Kopien und verdeutlicht die häufige und teilweise absurde Kopie von Designobjekten und Markenprodukten des täglichen Gebrauches. Gezeigt wird eine kuratierte Auswahl von über 40 Objekten – es ist erstaunlich, wie präsent Plagiate im Alltag sind und wie häufig geistiges Eigentum kopiert wird. Außerdem in der Landesgaleriesendung zu hören ist Dagmar Höss über die von ihr gemeinsam mit Astrid Hofstetter kuratierte Schau „Klasse Kunst“, wo es im heuer analog zum Design Salon heisst: Echt jetzt? Auch hier dreht sich alles um Fälschungen und Kopien, allerdings im Kunstkontext. Und wer den Kunst Salon von letztem Wochenende verpasst hat, kann sich in der Sendung über weibliche Positionen in der Galerie Brunnhofer Linz informieren: über die Arbeiten von Katharina Karner und Deborah Sengl.
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Auf den Spuren von Inge Morath
Fotografien, wie unbekannte Details aus dem Leben der außergewöhnlichen Fotografin Inge Morath, werden in der Sendung besprochen. Acht zeitgenössische Künstlerinnen haben sich auf eine Reise von Morath begeben. Die Arbeiten sind nun in der Landesgalerie Linz zu sehen. Die österreichische Fotografin Inge Morath (1923-2002), Pionierin der Dokumentarfotografie und erstes weibliches Mitglied der berühmten Fotoagentur Magnum, unternahm zwischen 1958 und 1994 ausgedehnte Reisen auf und entlang der Donau. Im Sommer 2014 begaben sich acht zeitgenössische Fotografinnen und Bildjournalistinnen im „Inge Morath Truck Project“ auf ihre Spuren. Gemeinsam reisten die Preisträgerinnen des Inge-Morath-Awards als Hommage an ihre große Wegbereiterin von der Quelle der Donau im Schwarzwald bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer… Die Kunsthistorikerin Jasmin Haselsteiner-Scharner spricht in der Sendung über das Projekt.
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Saturn im Kubin Kabinett
„Saturn“ ist ein gespenstisches Blatt des Künstlers Alfred Kubin, das auf die Greuel des Krieges verweist. Nur noch bis 6. Mai in der Landesgalerie Linz zu sehen. Im Rahmen der großen Ausstellung „Zwischen den Kriegen“, wurde auch das Kubin Kabinett in der Landesgalerie neu gestaltet. In der neuen Präsentation im Kubin-Kabinett der Landesgalerie Linz wird der Frage nachgegangen, inwieweit Alfred Kubin in seinen Arbeiten auf künstlerische und politische Vorgänge der Zwischenkriegszeit Bezug nimmt. Die Jahre zwischen 1918 und 1938/39 gehören zu den produktivsten des Künstlers. Kubin erfährt national wie international durch zahlreiche Ausstellungen und Ehrungen große Anerkennung. In den 1920er und 1930er Jahren ist er außerdem einer der gefragtesten Buchillustratoren des deutschsprachigen Raumes. Kubin weiß um die Folgen des Ersten Weltkrieges, um die schwierige wirtschaftliche Situation seiner Mitmenschen und erkennt das Kommende. Blätter wie „Heimkehr“ (um 1919) werden in der Sendung von Sabine Sobotka, ihres Zeichens Leiterin der Grafischen Sammlung, besprochen. Außerdem ist in der Sendung die Rede von Kubins politischer Haltung und Bruchlinien seiner Biografie.
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Alfred Seiland. Imperium Romanum
Landesgalerie on Air auf Radio FRO berichtet über die aktuelle Ausstellung Imperium Romanum, für die der Fotograf Alfred Seiland (* 1952) Spuren der römischen Antike rund um das Mittelmeer und darüber hinaus fotografisch interpretiert. Brüche zwischen der Vergangenheit und Gegenwart erlauben eine neue Perspektive auf das aktuelle Leben: zwischen Wohnbauten eingepflasterte antike Stätten in Bulgarien, mystische Landschaften in Haibach an der Donau oder ein Imbisstand in Jordanien – eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird mit den großformatigen Fotografien von Seiland möglich. In Syrien hat Alfred Seiland übrigens 2011 fotografiert; heute sind die historischen Stätten dort durch den Krieg zerstört. Im Moment bereist er den Iran, denn die Reise ist noch nicht zu Ende. In der Sendung zu hören Alfred Seiland sowie die Kuratorin Gabriele Hofer-Hagenauer.
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Zwischen den Kriegen
Begleitend zur Ausstellung im Schlossmuseum „Zwischen den Kriegen. Oberösterreich 1918 – 1938“ gibt die Landesgalerie Linz einen Einblick in das Kunstgeschehen der Zwischenkriegszeit in Oberösterreich. Die beiden Kunsthistorikerinnen und Kuratorinnen Inga Kleinknecht und Jasmin Haselsteiner-Scharner sprechen in der Sendung über Stilrichtungen wie den Spätimpressionismus, die auch einen Schwerpunkt musealer Sammlungen bildeten. Parallel dazu erfolgte die […] Begleitend zur Ausstellung im Schlossmuseum „Zwischen den Kriegen. Oberösterreich 1918 – 1938“ gibt die Landesgalerie Linz einen Einblick in das Kunstgeschehen der Zwischenkriegszeit in Oberösterreich. Die beiden Kunsthistorikerinnen und Kuratorinnen Inga Kleinknecht und Jasmin Haselsteiner-Scharner sprechen in der Sendung über Stilrichtungen wie den Spätimpressionismus, die auch einen Schwerpunkt musealer Sammlungen bildeten. Parallel dazu erfolgte die Hinwendung zum modernen Stil der Neuen Sachlichkeit. Im Oberösterreichischen Landesmuseum fand 1929 die Ausstellung „Neuromantik und Neue Sachlichkeit in Oberösterreich“ statt, die Werke der Künstler Paul Ikrath, Herbert Ploberger und Franz Sedlacek vereinte. Sie gilt als die erste Präsentation dieser neuen Kunstströmung in Österreich. Vor allem aber auch das Wirken von Frauen in der Kunst wird besprochen, wenn das Wahlrecht ins Jahr 1919 fällt, wo die sogenannten Malweiber bereits in Linz wirkten, wie Inga Kleinknecht erklärt. Daneben wird die Fotografie in der Kunst wichtig. Jasmin Haselsteiner-Scharner erzählt, wie nach dem Vorbild verschiedener europäischer Städte um 1900 auch in Linz so genannte Amateurfotografenclubs entstanden waren; die „Linzer Schule“ beispielsweise, ging ähnlich der Malerei, einer gemäßigten Form der Neuen Sachlichkeit nach.
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Zwischen Gedenkjahr und Fotokunst – Jahresprogramm Landesgalerie 2018
2018 wird von vielen Institutionen als Gedenkjahr begangen, so auch von der Landesgalerie Linz. Man erinnere sich an 1918, das Ende der Monarchie und des Ersten Weltkrieges, an 1938 und den Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland oder aber auch an 1968, jenes Jahr, welches symbolisch für Gegenkulturen steht und Utopien auch in die Kunst transportiert hat. Neben diesen historischen Wegmarken, stehen aber auch Matinees auf dem Programm der Landesgalerie und zwei große Ausstellungen. Einmal ist da die Ausstellung der Arbeiten des österreichischen Künstlers und Fotografen, Alfred Seiland, der mit seinem Opus Magnum „Imperium Romanum“ die antiken Stätten der römischen Expansionskultur unorthodox reinszeniert und die archäologischen Stätten aus einem neuartigen Blickwinkel zeigt. Zum anderen wird die Ausstellung „Donaureise: Auf den Spuren von Inge Morath“ abermals Fotoarbeiten zeigen, in Anlehnung an eine Reise von Inge Morath, die von zeitgenössischen Künstlerinnen neu interpretiert wurde. Gabriele Spindler, ihres Zeichens Leiterin des Landesgalerie Linz, spricht in der Sendung, was die Besucherinnen und Besucher 2018 in der Landesgalerie erwartet.
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Licht und Klang in der Landesgalerie Linz
Technik, Wissenschaft und Kunst sind traditionell klassische Ars Electronica Themen. Diese sind nun ist mit der Schau von Waltraut Cooper in der Landesgalerie zu sehen. Waltraut Cooper – Mathematikerin und Künstlerin – zählt zu den Pionierinnen der digitalen Kunst. Dabei spielt in ihrem Werk die Verwendung von Licht als künstlerisches Medium eine zentrale Rolle. Die in Linz geborene Künstlerin findet seit mehreren Jahrzehnten internationale Beachtung und war mehrfach auf der Biennale Venedig vertreten. Aus Anlass der Ausstellung in der Landesgalerie Linz wird in Kooperation mit dem Ars Electronica Center Coopers interaktive Arbeit „Klangmikado“ rekonstruiert und für das Publikum wieder erlebbar gemacht. Diese experimentelle Klangskulptur stammt aus der Werkserie „Digitale Poesie“, in der visuelle, sprachliche und musikalische Ausdrucksformen über Computer direkt ineinander transformiert werden. Die Serie wurde für Coopers Beitrag zur Biennale Venedig 1986, die unter dem Titel „Kunst und Wissenschaft“ stand, entwickelt und seither in vielfältigen Ausformulierungen gezeigt. Beim „Klangmikado“, das für die Ars Electronica 1987 entstand, sind die Besucher/innen aufgerufen, mit überdimensionalen Mikadostäben zu spielen und dadurch individuelle Klangwelten zu erzeugen. Die Komposition dazu stammt von Gerhard E. Winkler. Die Arbeit steht im Mittelpunkt der Präsentation in der Landesgalerie Linz und nimmt damit auch Bezug auf die gleichzeitige Ausstellung „Spielraum. Kunst, die sich verändern lässt“. Neben dem „Klangmikado“, das seit den 1980er Jahren bei Festivals und in Museen unter anderem in Montréal, Boston und New York präsentiert wurde, sind in der Ausstellung ausschließlich Arbeiten zu sehen, die von Waltraut Coopers Beiträgen zu vier Biennalen in Venedig ausgehen und im Rahmen der „Digitalen Poesie“ weiterentwickelt wurden.
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Kaufhaus-Vasarely und Mini-Maria
Vor dem Hintergrund der aktuellen Ausstellung „Spielräume“ in der Landesgalerie Linz, diskutierten am 8. November der Kunsthistoriker Peter Baum und der Künstler Helmut Gsöllpointner über die Kunstform der sogenannten Multiples, die einen Schwerpunkt der Ausstellung Spielräume darstellen. Ein Gespräch über den Kunstzeitgeist der 60er und 70er Jahre in der Landesgalerie. Die Sendung bringt die spannendsten Aspekte des Gesprächs zum Nachhören on Air. Die Sonderausstellung „Spielräume. Kunst, die sich verändern lässt“ ist noch bis 14. Jänner 2018 in der Landesgalerie zu sehen. Die Sendung wird im Kultur- und Bildungskanal ausgestrahlt.
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Magische Tierwelt im Kubin Kabinett
„Tief in mir wurzelt eine unzerstörbare Liebe zum Tier […]. Der Umgang mit den unmündigen Brüdern des Menschen, das Beobachten ihrer Seelenregungen fesselt mich ebensosehr, wie mich ihre Bedürfnisse als Hausgenossen belasten.“ Alfred Kubin hatte zeit seines Lebens eine besondere Beziehung zu Tieren. Schon in seiner Kindheit übten Käfer, Schmetterlinge und Insekten einen geheimnisvollen Reiz auf ihn aus. Als junger Künstler in München beaufsichtigte er Schlangen, Eidechsen, Affen und Vögel und las naturkundliche Fachzeitschriften. Die Ausstellung „Von Tieren und Monstern – Alfred Kubins Bestiarium“ im Kubin-Kabinett der Landesgalerie Linz widmet sich Kubins Tierdarstellungen, die sich in allen seinen Werkphasen finden. Der Übergang vom Tier zum Monster ist oftmals fließend. In seinen frühen Arbeiten hält Kubin die fatale Gefährdung des Menschen durch Tiere und Tiervisionen zeichnerisch fest. Polypenartige Ungeheuer und phantastische Mischwesen bedrohen wehrlose Menschen, lüsterne Riesenaffen rettungslos verlorene Frauen. In tropischen Visionen geht die Gefahr von im Dickicht verborgenen Tigern aus. Selbst wenn sich Kubin dem leicht Märchenhaften zuwendet, bleibt das Bedrohliche bestehen. Im Rundgang in der Landesgalerie Linz mit der Kuratorin und Kunsthistorikerin Sabine Sobotka erleben wir Kubins magische Tierwelt, die wir den Hörerinnen und Hörern ans Herz legen.
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Spielräume in der Landesgalerie Linz
Die Ausstellung Spielräume widmet sich dem Phänomen veränderlicher Kunstobjekte, deren Elemente von den BetrachterInnen zu unterschiedlichen Konstellationen arrangiert werden können. Den Höhepunkt erlebte die Kunstform Ende der 1960er Jahre, charakterisierende Schlagwörter dazu sind „Interaktion“ oder „Raum-Zeit-Verhältnis“ sowie das Jahr 1968 mit seinen folgenreichen politischen Protesten. Im Gespräch der Kurator der Schau, Frederick Schikowski, sowie die Kunstvermittlerin Astrid Hofstetter, die über eine spezielle Schiene der Schau spricht, in der lokale, zeitgenössische Positionen in dem Kontext gezeigt werden.
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Im Blick. Historische Porträts
Das Photomuseum Bad Ischl hat seinen Sitz im Marmorschlössl, dem ehemaligen Teehaus der Kaiserin Elisabeth. Dort ist ab 11. August eine neue photogeschichtliche Ausstellung aus der Sammlung Hans Frank zu besichtigen. Aus der Sammlung Frank Schon in den Anfängen der Fotografie spielte das Porträt eine wichtige Rolle. Jeder wollte ein möglichst realistisches Abbild von sich für zukünftige Generationen bewahren. Die Ausstellung untersucht verschiedene Repräsentationsweisen in der Bildnisfotografie und zeichnet anhand der unterschiedlichen historischen Techniken eine Entwicklungsgeschichte nach. Berühmte Ateliers wie Madame d’Ora oder H.C. Kosel verhalfen der künstlerischen Porträtfotografie ab 1910 zu völlig neuen Gestaltungsmodi. Ein Blick zurück in die Geschichte der Fotografie und ihrer ProtagonistInnen. Im Gespräch mit der Kuratorin Jasmin Haselsteiner-Scharner wird Einblick die Ausstellung Im Blick. Historische Porträtfotografie aus der Sammlung Frank, welche am 11. August in Bad Ischl eröffnet wird, gegeben. Eröffung: Freitag, 11. August 2017, 18 Uhr Ausstellungsdauer: 12. August 2017 bis August 2018
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BAUHAUS Beziehungen
Kaum 1919 gegründet, mussten das Bauhaus und seine Mitwirkenden in andere Städte ausweichen, um 1933 doch aufgelöst zu werden. Warum avancierte das Bauhaus so bald zum Kult? Spielte sich bauhaustechnisch tatsächlich Vieles in Oberösterreich ab? Und was gibt es über die Künstlerinnen des Bauhaus zu sagen, die lange im Schatten der Kollegen standen? Interviews von der Pressekonferenz erhellen Einiges über das Bauhaus im Lande. Bauhaus in Oberösterreich Die Ausstellung in der Landesgalerie Linz knüpft an die vom Bauhaus geförderte internationale Vernetzung an und beleuchtet darüber hinaus, inwiefern die sogenannten Bauhäusler/innen auch mit Oberösterreich in Beziehung standen. In der oberösterreichischen Kunstszene wirkten etwa Baschant, Breustedt und Oehner, die als Bauhaus-Schüler wichtige Impulse von Bauhaus-Meistern wie Klee oder Kandinsky erfuhren. Der Oberösterreicher Herbert Bayer war Leiter der Druckwerkstatt in Dessau. Künstlerinnen des Bauhaus Die in der Bauhaus-Rezeption zuletzt vermehrt gestellte Frage nach der Rolle der Künstlerinnen wird anhand der Fotografin Irene Hecht-Bayer und der Tänzerin Karla Grosch näher beleuchtet. Exemplarisch werden in der Ausstellung zudem aktuelle künstlerische Arbeiten gezeigt, die auf das Bauhaus verweisen und in denen verstärkt kritische Tendenzen sichtbar werden. Die Ausstellung eröffnet am 17. Mai und ist bis 27. August in der Landesgalerie Linz zu sehen.
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Alfred Kubin. Meilensteine seines Schaffens
Die Neueröffnung des Kubin-Kabinetts erlaubt ein konzentriertes Neuentdecken seiner Arbeiten: Wesentliche Blätter aus dem magisch-fantastischen Frühwerk, mit dem Kubin zu Weltruhm gelangte, werden vorgestellt wie narrative und literarische Illustrationen des expressiven Spätwerks. Kubin im Gotischen Zimmer Vielfach wird Alfred Kubins Werk vor allem mit den Schattenseiten des Daseins, mit dem Dämonischen und Unheilvollen, mit Angst und Vergänglichkeit in Verbindung gebracht. Dabei wird mitunter übersehen, dass ein ebenso bedeutender Anteil seines Werkes humorvollen Themen gilt. Ironie, Groteske und Humor stehen deshalb im Mittelpunkt einer Ausstellung im Gotischen Zimmer der Landesgalerie Linz, die sich dieser „anderen Seite“ in Kubins Oeuvre widmet. Unmittelbarer Anlass für die Schau ist die Aufführung der Kubin-Oper „Die andere Seite“ von Michael Obst im Linzer Musiktheater im Mai 2017. Gabriele Spindler im Gespräch bei Landesgalerie on Air.
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WAR ROOMS von Katharina Gruzei
WAR ROOMS Für die Fotoserie WAR ROOMS hat Katharina Gruzei sonderbare Räume in einem Moskauer Museum aufgespürt. Im Zentralmuseum des Zweiten Weltkriegs schwenkt sie ihren Blick auf Bereiche abseits der großen Kriegsdioramen und fokussiert Teile des Raumes, in denen museale Strukturen und Strategien der Inszenierung sichtbar werden. Dort treten pathetische Kriegsmalereien an den Wänden in einen skurrilen Dialog mit der funktionalen Ebene des Museums: es wirkt als würden sich gemalte Soldaten hinter einem Schreibtisch des Museumspersonals verschanzen. An anderer Stelle scheint ein versammelter Kriegsstab auf ein, im Raum platziertes, rotes Telefon zu starren. Reale Gegenstände werden zu bizarren Objekten, die in absurder Weise mit ihrer Umgebung in Korrespondenz treten. So finden sich inmitten der gemalten Schlachtfelder zum Museum gehörende Türen, die einen Fluchtweg aus dem Kriegsszenario und die Option, durch die Bilder dem Krieg entfliehen zu können, suggerieren. In ihrer Fotoserie War Rooms verbindet Katharina Gruzei grundsätzliche Fragen der Musealisierung und der Repräsentation des Krieges mit einer subtilen Institutionskritik. Am 23. März um 19.00 Uhr dazu ein Gespräch in der Landesgalerie.
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Ausgezeichnet. Inga Hehn in der Landesgalerie Linz
Mit Tusche und Feder fordert Inga Hehn das Sehen heraus. Zeichnung und Lithografie werden zu raumgreifenden Kompositionen. So öffnet Inga Hehn Räume. Landesgalerie on Air bittet die Künstlerin, deren Arbeiten im Rahmen der Ausstellung Klemens Brosch-PreisträgerInnen in der Landesgalerie Linz zu sehen sind, vor das Mikrofon. Weiche Geometrie Inga Hehn entwickelt vor allem geometrische Formen und Linien. Sie arbeitet mit einer eigenen Tusche-Technik, die auf dem Prinzip der Wiederholung basiert. Es entsteht eine „weiche Geometrie“, die sich langsam verschiebt und einen eigenen Rhythmus findet. Gezeigt wurden Inga Hehns Arbeiten in der Landesgalerie, aber auch mehrmals in der Druckwerkstatt Wallsee Rudi und Eva Hörschläger oder in Paris bei La Generale. Wir sprechen mit der Künstlerin über Hintergrund und Ansätze Ihrer Kunst.
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Aetas
Aetas ist der Titel von Elger Essers erster Einzelschau in einem österreichischen Museum. In der Landesgalerie Linz wird seine historische Bildsprache in großformatigen Fotografien zu sehen sein. Eröffnung ist am 27. Jänner 2017. Reflexionen a la Proust Die Landesgalerie Linz präsentiert 2017 die erste museale Einzelausstellung des fotografischen Werks von Elger Esser in Österreich. Das zentrale Thema seines umfangreichen Schaffens – die Landschaft – steht dabei im Mittelpunkt der Schau. Durch seine klassischen Kompositionen und die Verwendung historischer Fototechniken reiht sich der Absolvent der Fotoklasse von Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie in die Tradition barocker Landschaftsmalerei und historischer Fotografie des ausgehenden 19. Jahrhunderts ein. Im Interview kommen die Kuratorin Jasmin Haselsteiner-Scharner zu Wort, die verantwortliche Restauratorin, wie auch der Künstler selbst.
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Landesgalerie 2017: Bauhaus und Fotografie
Die Ausstellungen Klemens Brosch und Klasse Kunst ziehen noch ins Jahr 2017. Was danach in der Landesgalerie zu sehen sein wird, erklärt Dr. Gabriele Spindler, Ihres Zeichens Leiterin der Landesgalerie, im Interview. Hinzuweisen ist vorab aber noch auf die Matinèe am Sonntag, den 18. Dezember, wo Thomas Macho über die Verbindung von Kunst und Sucht einen Vortrag in der Landesgalerie halten wird, untermalt von Lesungen, Musik und einer Führung durch die Kunstausstellung „Klemens Brosch – Kunst und Sucht des Zeichengenies“. In der Sendung zu hören ist ein Überblick über die Programmierung des ersten Halbjahres in der Landesgalerie. Landesgalerie 2017 Das Jahr und zwar schon Ende Jänner, startet mit moderner Fotografie von Elgar Esser. Die Landesgalerie Linz präsentiert 2017 die erste museale Einzelschau des fotografischen Werkes von Elgar Esser in Österreich, Das zentrale Thema seines Schaffens – die Landschaft – wird im Mittelpunkt der Schau stehen. Durch seine klassischen Kompositionen und die Verwendung historischer Fototechniken reiht sich der ehemalige Becher-Schüler in die Tradition barocker Landschaftsmalerei und historischer Fotografie des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung Aetas von Elgar Esser wird am Freitag, den 27. Jänner eröffnet. Mitte Mai werden die unterschiedlichen Bauhaus-Beziehungen in Oberösterreich in einer Ausstellung präsentiert. Herbert Bayer ist wohl der bekannteste Protagonist, doch auch Einflüße anderer Künstler wie Rudolf Baschant, Hans Joachim Breustedt und Franz Öhner werden gezeigt. Zeitgenössische Bezüge erhellen auch gender-thematische Fragen oder Leerstellen. Zu sehen wird die Bauhaus-Rezeption in unterschiedlichen Kontexten in der Ausstellung Bauhaus-Beziehungen in Oberösterreich ab 17. Mai 2017. EINE andere Seite ist das Motto des neuen Kubin-Kabinetts, dass nicht nur renoviert und erneuert wurde, sondern eine ganz andere Seite des relativ bakannten Kubin eröffnet. Bei Alfred Kubin, der bekannt sein mag für seine dunklen Seiten, das Abgründige, das Abseitige, gilt es eine andere Facette zu entdecken. Wo der Abgrund … da der Humor nicht weit. Das Kubin-Kabinett wird am 27. April eröffnet.
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ABOUT THIS SHOW
Künstler*innen geben Einblicke in ihre Arbeitsweise und erläutern die gezeigten Werke, Kurator*innen führen durch Ausstellungen - jede Sendung zeigt ein akustisches Bild der Aktivitäten der OÖ Landes-Kultur GmbH.Radio FRO berichtet über neue Ausstellungen und Aktivitäten u.a. im Francisco Carolinum, im Schlossmuseum sowie im OK bzw. im OÖ Kulturquartier.
HOSTED BY
Alexander Vojvoda
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