PODCAST · true crime
Stealth Crime - die Architektur der Extraktion
by Matthias Woestmann
Ein Minister zahlt Millionen für wirkungslose Masken.Ein Fondsmanager Milliarden Euro für wertlose Anleihen.Wirtschaftsprüfer bestätigen Fantasiesummen auf philippinischen Konten.Immer wieder ermöglichen Entscheidungsträger Betrug in Milliardenhöhe – selbst wenn sie damit ihre eigene Karriere zerstören.Ihre rätselhaften Entscheidungen sind Symptome systematischen Extraktion. Gerichtet gegen Individuen, Institutionen und ganze Gesellschaften.Die Werkzeuge dieser Kriminalität sind Kompromat und Erpressung.Ihre Drahtzieher: bleiben der Öffentlichkeit verborgen.
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Wirecard II - Wie die Behörden zu Komplizen wurden
Markus Braun und Jan Marsalek haben Anleger und Öffentlichkeit fast 2 Jahrzehnte zum Narren gehalten. Aber sie hätten ihr Spiel nie so lange treiben können, wenn die Behörden sie nicht unterstützt hätten. Staatsanwälte und Finanzaufsicht haben Kritiker kriminalisiert und Wirecard gedeckt. Obwohl ihnen Beweise vorlagen, dass der Finanzdienstleister Geldwäsche betrieb und seine Bilanzen manipulierte. Die Solidarität mit den Betrügern reichte bis in die Spitze des Finanzministeriums, wo ein Staatssekretär den schon taumelnden Konzern mit Staatsgeld zu retten versuchte. Die neue Folge von STEALTH CRIME untersucht das erschreckende Ausmaß dieser Kooperation zwischen Behörden und Organisierter Kriminalität. Und begibt sich auf die Suche nach den verborgenen Motiven der unheiligen Allianz.
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Wirecard - die unbekannten Drahtzieher des Milliarden-Coups
In der Öffentlichkeit gelten Markus Braun und Jan Marsalek als die Verantwortlichen für den größten Betrug in der Geschichte der Bundesrepublik. Doch von den Milliarden, die sie bewegt haben, kassierten sie nur einen kleinen Teil. Die wahren Profiteure blieben dagegen in Hintergrund. Sie waren schon vor dem Börsengang dabei und versteckten sich hinter Holding-Strukturen. Aber sie haben Spuren hinterlassen - in Geschäftsberichten, Handelsregistern und Börsenumsätzen.
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Ein Dinner mit Freunden
Die extravagantesten Weihnachtsempfänge Londons gibt in den 10er Jahren ein Deutscher: Lars Windhorst. Unter dem Dinosaurier des British Museum of Natural History empfängt er seine Gäste. Das Ereignis verrät viel über die Netzwerke des Finanzierungskünstlers. Er pflegt Kontakt zum innersten Zirkel des Kreml, zu Epstein und den Rothschilds, den Staatsfonds der Golfmonarchien und einem asiatischen Syndikat, das mutmasslich von Beijing gesteuert wird. Er ist verwickelt in Geldwäsche-Operationen, bleibt Milliarden schuldig und kommt immer wieder davon. Wird er geschützt? Hat er Mentoren? Arbeiten die mit Kompromat? Und wenn ja: erklärt das, warum die Behörden still halten? Die neue Folge von Stealth Crime besucht den Weihnachtsempfang im Museum und folgt von dort Spuren, die an exotische Plätze führen: zu einem Milliardenraub im tropischen Malaysia und einer sibirischen Sauna, in der sich Milliardäre auspeitschen lassen - und wo vieles an Epstein erinnert.
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Catch me if you can - II
Lars Windhorst galt einst als "Wunderkind" und "Teen Tycoon". Jonglierte mit Millionen - und dann Milliarden. Ein Kanzler, ein Rothschild und Dutzende von Bankern & Investoren fielen auf ihn herein. Medien halten ihn für einen windigen Typ oder geschickten Betrüger.Doch Windhorst ist viel mehr als das: er steht in Verbindung mit Mitgliedern des Putin-Netzwerks und der russischen Mafia; er bezog Kapital von asiatischen Syndikaten und brachte einen Londoner Fonds um 2,6 Mrd. Das meiste davon versickerte spurlos in seinem unübersichtlichen Finanzimperium. Der Verdacht: Windhorst betrieb eine Geldwäsche-Operation. Und seine Gläubiger handelten so bizarr, als wären sie unter Druck oder Drogen. In Teil 2 erzähle ich, wie der rätselhafte Aufstieg des Lars Windhorst begann.
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Catch me if you can
Der deutsche Finanzjongleur Lars Windhorst hat schon zwei Pleiten und einen Flugzeugabsturz hinter sich, als er Bruno Crastes kennenlernt – einen der erfolgreichsten Fondsmanager der Welt. Zweistellige Renditen, rund 30 Milliarden Euro unter Management. Ein Star der Branche.Und trotzdem gelingt es Windhorst, ihm Unternehmensanleihen im Wert von 2,6 Milliarden Euro zu verkaufen – Junk-Bonds, für die es am Markt keine Käufer gab.Crastes wußte, dass die Anleihen nicht handelbar waren. Trotzdem lässt er sich auf das Geschäft ein – und verliert am Ende seinen Ruf, sein Geld und seine Karriere.Warum?Wurde der Fondsmanager unter Druck gesetzt?Stealth Crime untersucht in dieser Folge einen der spektakulärsten Verdachtsfälle von Tiger Kidnapping in der Finanzwelt.
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Grand Theft Russian Style
Seit der Auflösung der Sowjetunion hat eine Allianz aus Geheimdienstlern und Organisierter Kriminalität hunderte von Milliarden Dollar Schwarzgeld in den Westen verschoben. Vehikel dafür war der Rohstoffhandel, geholfen haben Banken, Immobilienhaie und Ölhändler. Heute ist das Geld tief in den westlichen Wirtschaftskreislauf eingedrungen und hilft, Politik und Business, Justiz und Aufsichtsbehörden zu korrumpieren. Genau wie es der KGB in der 80er Jahren geplant hatte. Mit dem langfristigen Ziel, ein Comeback Russlands vorzubereiten. "Grand Theft" zeigt, wie nahe Putin und seine Mafia diesem Ziel gekommen sind.
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Maxwells toxisches Erbe: wie Epstein das Netzwerk des Medien-Moguls übernahm
Als der Medien-Mogul Robert Maxwell 1991 unter mysteriösen Umständen von seiner Yacht fällt, hat seine Tochter Ghislaine gerade Jeffrey Epstein kennengelernt. Mit ihm geht sie eine Allianz ein - und sie bringt ein Erbe mit, das wertvoller ist als Geld: die Verbindungen ihres Vaters zu Geheimdiensten, organisiertem Verbrechen und einem jüdischen Milliardärsclub, der den Mädchenhändler später mit Hunderten von Millionen sponsern wird. Der Zusammenbruch der Sowjetunion, der Kampf Israels ums Überleben in der arabischen Welt und die Unterwanderung des Westen durch russisches Schwarzgeld bilden den Hintergrund dieser Allianz. Hier liegen die Wurzeln des Epstein-Skandals - und die neue Folge von Stealth Crime legt sie frei.
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Fishing for Secrets - wie der KGB die Unterwanderung des Westens vorbereitete
Im April '85 schickt der Auslands-Chef des KGB einen Befehl an seine 10.000 Agenten im Westen: Sie sollen systematisch Ausschau halten nach Mitgliedern der Eliten, die Schwachstellen haben: Straftaten, Steuersünden, Seitensprünge. Geheimnisse, die einen Menschen steuerbar machen. Der Befehl 20-4836/PR ist der Beginn einer systematischen Jagd nach Belastungsmaterial. Ein Jagd, die die Nachfolger des KGB bis heute betreiben. Sie ist Teil einer langfristig angelegten Strategie, das russische Imperium wiederauferstehen zu lassen.
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Der Coup von Gelsenkirchen
Über die Weihnachtsfeiertage knacken Profis die Sparkasse und erbeuten einen dreistelligen Millionenbetrag, die größte Summe, die jemals aus einer deutschen Bank geholt wurde - und das in einer der ärmsten Kommunen des Landes. Zugleich gibt es Indizien für Hilfe durch Insider. Die Handschrift des Coups deutet darauf hin, dass hier eine größere Organisation am Werk war, und dass die Täter bei anderen Brüchen geübt hatten. Die Spuren führen nach Hannover und Berlin. Deuten auf Geldwäsche und Versicherungsbetrug. Und bringen sogar einen Hinweis auf die japanische Yakuza.
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Die Maskenaffäre - Teil 2
Einem kleines Schweizer Startup gelingt es in der Corona-Krise, mehrere europäische Regierungen über den Tisch zu ziehen und ihnen eine knappe Milliarde Euro für überflüssige oder unbrauchbare Masken abzuluchsen. In Teil 1 haben wir die politische Seite der Affäre untersucht. In Teil 2 geht es um das Startup, das Luxusleben der Gründer und das Geheimnis ihrer Hintermänner. Diese haben mehrere Hundert Millionen Euro vorfinanziert und waren mutmaßlich in der Lage, Regierungsmitglieder planvoll unter Druck zu setzen. Zu einer so komplexen Operation sind nur wenige Akteure fähig. Welche - das erfahrt ihr im neuen Podcast.
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Die Maskenaffäre - Teil 1
2020 gelingt es einem Schweizer Startup, dem deutschen Staat Masken für eine Dreiviertel Milliarde Euro zu verkaufen - zu überhöhen Preisen, mit erwiesenen Qualitätsmängeln und obwohl kein Bedarf mehr bestand. Das gleiche Kunststück wiederholen die 23jährigen Gründer in der Schweiz. Wie konnte es sein, dass sich gleich zwei europäisches Regierungen derartig an der Nase herumführen ließen? Die neue Folge von Stealth Crime untersucht die Hintergründe dieses Coups: Wohin floss das Geld? Wer hat die nötigen Millionensummen vorfinanziert? Wer waren die mutmasslichen Hintermännern? Und vor allem: Was waren die Motive von Jens Spahn und der politisch Verantwortlichen in der Schweiz?
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Die Spur der Stasi-Millionen
Kurz vor dem Untergang der DDR verschob ein Netzwerk von Agenten und Geschäftsleuten Hunderte Millionen D-Mark an Staatsvermögen auf die Konten von Liechtensteiner Stiftungen und Offshore-Firmen. Startkapital für ein kriminelles Netzwerk aus Agenten und Mafiosi, das den Westen von innen zerstört.
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7
"Strahl" - die letzte Operation des KGB
Bevor der KGB das Gebiet der DDR verließ, installierte der Geheimdienst der Sowjetunion ein trojanischen Pferd, das Politik und Wirtschaft des wiedervereinigten Deutschland unterwandern sollte: eine neue und streng geheime Gruppe von Agenten aus den unteren Rängen der Stasi. Geburtshelfer war ein Deutscher: Markus Wolf, der "Mann ohne Gesicht".
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Bilanz eines 100-Millionen-Coups
Lektion 4: Manöverkritik. Wie realistisch war der Plan für das Perfekte Verbrechen? Hatte er Schwachpunkte? Könne man ihn umsetzen? Vor allem aber: Wie machen wir aus einer Einzeltat eine Milliarden-Industrie? Wie errichten wir das Schwarze Imperium?
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Der Falke
Lektion 3: Wie man einen Strohmann findet, der ins Risiko geht. Und wie man dessen Beute rechtssicher ins Trockene bringt.
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Zermürbung
Lektion 2: Wie man einen widerspenstigen Milliardär mit den psychologischen Werkzeugen des KGB in einen kooperationsbereiten Komplizen verwandelt.
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Schleppnetz digital: Die Suche nach dem ersten Opfer
"Stealth Crime" - ein Einführung für Anfänger. Nach dem Motto: "How to rob one hundred million - and get away with it". Lektion 1: Wie wir ein Opfer finden, das lukrative Schwachstellen hat.
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Begegnung mit der Mafia
Wie die Unterwelt mir dreimal ein Angebot machte - und dreimal einen Korb bekam. Was der Geheimdienst der DDR damit zu tun hat. Und was die Statistik über die Unterwanderung unserer Gesellschaft sagt.
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Ein Minister zahlt Millionen für wirkungslose Masken.Ein Fondsmanager Milliarden Euro für wertlose Anleihen.Wirtschaftsprüfer bestätigen Fantasiesummen auf philippinischen Konten.Immer wieder ermöglichen Entscheidungsträger Betrug in Milliardenhöhe – selbst wenn sie damit ihre eigene Karriere zerstören.Ihre rätselhaften Entscheidungen sind Symptome systematischen Extraktion. Gerichtet gegen Individuen, Institutionen und ganze Gesellschaften.Die Werkzeuge dieser Kriminalität sind Kompromat und Erpressung.Ihre Drahtzieher: bleiben der Öffentlichkeit verborgen.
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Matthias Woestmann
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